Conference Finals der Außenseiter

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Die insgesamt 4 Conference Finals, je 2 in NBA und NHL, stehen fest, und nur 2 der 8 Teilnehmer sind gemäß der jeweiligen Setzliste dabei. Das sind die Oklahoma City Thunder (NBA West Nr. 1) und die Carolina Panthers (NHL East, Nr. 2). Dagegen haben sich sogar 2 Teams qulifiziert, die zweimal als schlechter gesetztes Team in die vorigen Play-off-Runden gegangen sind (Edmonton Oilers, NHL West, Nr. 6) und Minnesota Timberwolves (NBA West, Nr 6).

NHL folgt heute Abend in einem gesonderten Eintrag

 

NBA

 

Erfreulich: Stand heute sind bei allen 4 Teams die wichtigen Akteure einsatzbereit und auch fit. Ich kann nur hoffen, dass das so bleibt. Und noch etwas ist für mich erfreulich: Ich kann mit allen 4 Mannschaften als Champions bestens leben. Die von mier nicht aus den unterschiedlichsten Gründen so gemochten Teams (Lakers, Warriors, Nuggets, Celtics) sind schon raus!
Fun Fact: Gleich 3 Spieler, die letztes Jahr bei den Knicks glänzten, sind jetzt Stützpfeiler bei Westteams (Hartenstein/OKC, Randle, DiVincenzo/Timberwolves. Dafür brilliert Karl-Anthony Towns, einst Minnesota, jetzt für die Knicks. Win-win-win, nennt man so etwas wohl.
Stundenplan: Vorbei sind die Zeiten der europa-freundlichen Tip-offs. Nachtsschwärmen oder relive, heißt für uns die Devise – und das ohne einen Tag Pause bis 2. Juni, falls erforderlich
Fernsehen (Stream): DAZN überträgt für Deutschland alle Spiele, wenn ich das richtig überblicke. Wer den NBA Passs hat. Die Eastern Conference findet bei tnt statt, die Western Conference bei ESPN (respektive abc/3. Spiel).

(3) New York Knicks – (4) Indiana Pacers

 

Die beiden Teams setzten sich gegen die jeweils in der regulären Saison weit erfolgreicheren Teams Cleveland Cavaliers und Boston Celtics durch – und zwar völlig verdient und nicht allein deshalb, weil den Kontrahenten wichtige Spieler fehlten/angeschlagen waren (u. a. Garland/Cleveland, Tatum/Boston).
Erfolgreicher Team-Basketball, heißt die Devise. Weder Knicks noch Pacers verfügen über den absoluten Superstar, in beiden Mannschaften kann jeder zum entscheidenden Faktor werden.

 

Go to Guys

 

Bei den Knicks ist wie im Vorjahr Jalen Brunson der primus inter pares. 2024 verließen ihn in der Serie gegen die Pacers die Kräfte (wie überhaupt das ganze Team am Ende war).

Bei den Pacers prägt Spielmacher Tyrese Haliburton das Geschehen und hat teilweise an Glanzzeiten der vergangenenSaison angeknpft, als die Pacers ebenfalls das Conference Final erreichten.

 

Die Co-Stars

 

Neuzugang Karl-Anthony Towns spielt sehr starke Play-offs gerade unter den Körben.

Pascal Siakam, der 2019 mit den Toronto Raptors den Titel holte. ist der beste Unterstützer von Haliburton und Abnehmer seiner Pässe.

 

X-Faktoren

 

Das Unwahrscheinliche zu Prognostizieren: sehr schlaue Idee, Herr Löwe, seufz. Natürlich die Trefferquote. Ich bin zum Beispiel sehr gespannt auf Andrew Nembhard (Pacers) einerseits und Mikal Bridges (Knicks) andererseits.

 

Problemfelder

Die 7er-Rotation der Knicks und die damit verbundene Kraftfrage. Bisher war das kein Problem, aber in einer intensiven Serie ist schnell beim einen oder anderen Akteur der Tank plötzlich leer, zumal Foul-Probleme (Towns!, Josh Hart drohen). Negatives Zeit-management für Coach Tom Thibedeau
Anders ist das bei den Pacers: Hier herrscht fast ein Überangebot an spielbereiten Profis, die auch den Play-off-Ansprüchen standhalten. Positives Zeit-Management für Coach Rick Carlisle.

 

Ausblick

🧠 Knicks
Der Heimvorteil im unvergleichlichen Madison Square Garden könnte ausschlaggebend sein. Ansonsten wird das eine Sache von Nuancen.

❤️ Pacers
Wenn das fließende Kombinationsspiel de Pacers ins Rollen kommt, gibt es für mich keinen attraktiveren Basketball in der NBA. Ich stürze mich aber nicht ins Schwert, sollten sie es nicht packen.

 

Ansetzungen (alle Zeiten MESZ)

 

Do., 02:00: Knicks – Pacers
Sa., 02:00: Knicks – Pacers
Mo., 02:00: Pacers – Knicks
Mi., 02:00: Pacers- Knicks
Fr., 02:00: Knicks – Pacers *
So., 02:00: Pacers – Knicks *
Di., 02:00: Knicks – Pacers *

* falls erforderlich.

 

(1) Oklahoma City Thunder – (6) Minnesota Timberwolves

 

Zwei noch relativ junge Teams mit jungen Stars (Gilgeous-Alexander, Edwards). Beide mit toller Verteidigung (Caruso/OKC, McDaniels/Wolves) und vielen Möglichkeiten in der Offensive. OKC wirkt in allen Belangen etwas besser, aber was besagt das schon?

 

Go to Guys

Bei OKC dreht sich (fast) alles um Shai Gilgeous-Alexander, dem Top-Scorer der NBA. Noch steht nicht fest, ob er oder Nikola Jokic von den Nuggets auch MvP wird. In guten Phasen schlicht unstoppable.
Anthony Edwards von den Wolves hat einen weiteren Sprung nach oben geschafft. Vor allem der Dreier hat sich verbessert. Brillant sein Zug zum Korb.

 

Die Co-Stars

 

Nominell ist das bei den Thunder Jalen Williams. Der allerdings in den Runden zuvor oft recht blass blieb und noch zeigen muss, dass er auch in Play-offs auf Dauer reüssiert.
Julius Randle spielt tolle Play-offs, das haben dem Neuzugang von den Knicks nicht viele zugetraut.

 

X-Faktoren

Alex Caruso bei den Thunder ist der beste von vielen guten Verteidigern. Meisterlich der Coup von Coach Mark Dagneault, als er ihn in Spiel 7 gegen die Nuggets auf Nikola Jokic hetzte.
Donte DiVicenzo: Einer meiner Lieblingsspieler, gut in Defense und Offense.Seine Dreier könnten den Ausschlag geben (wenn man ihn denn schießen lässt …).

 

Mögliche Problemfelder

 

Zumindest in Spiel 1 heute Nacht könnten den Thunder nach der aufreibenden und anstrengenden Serie gegen die Nuggets Kräfte fehlen gegen vergleichsweise ausgeruhte Timberwolves. Und sie brauchen einen Jalen Williams wenigstens in Normalform.
Rudy Gobert: In der Defensive immer noch einer der Besten. Bringt der Franzose auch offensiven Input?

 

🇩🇪 👓

Neuzugang Isaiah Hartenstein spielt vorzügliche Play-off bei den Thunder. Ihn (und den noch begabteren Chet Holmgren) auf den Wolves-Center Rudy Gobert zu hetzen und in Foulprobleme bringen, wäre eine Option.

 

Ausblick

🧠 Thunder
Alles spricht für das ausgeglichene Team von OKC, weil es eben mit SGA den absolut überragenden Akteur der Serie hat.

❤️ Timberwolves
Gerne halte ich zu den Außenseitern. Bei den Wolves gehört dazu, dass ich sie seit Stephon Marburys Zeiten (long, long away) ins Herz geschlossen habe. Ich stürze mich aber nicht ins Schwert, sollten sie es nicht packen.

 

Ansetzungen

 

Mi., 02:30: OKC – Wolves
Fr., 02:30: OKC – Wolves
So., 02:30: Wolves – OKC
Di., 02:30: Wolves – OKC
Do., 02:30: OKC – Wolves *
Sa., 02:30: Wolves – OKC *
Mo., 02:30: OKC – Wolves *

 

Das wird die Woche, die wird

Fußball-Endspiele, Giro und K.-o.-Runde im Eishockey – dem Sportfan wird einiges geboten im recht kühlen Mai.
Anmerkung: Auf die Play-offs in NBA und NHL sowie die am Sonntag beginnenden French Open gehe ich in gesonderten Texten ein.

 

Die Stunde des Underdogs

 

Eines steht jetzt schon fest: Das Pokalfinale am Samstag gegen den VfB Stuttgartwird der größte Tag in der Geschichte von Arminia Bielefeld werden. Klar, sie haben schon viele Spielzeiten in der Bundesliga gehabt, aber ein Titel ist noch nie herausgesprungen. So machen sich schätzungsweise 50.000 Menschen aus der Stadt, die es nicht gibt, auf in die Hauptstadt. Feiern, wahscheinlich viel Vorglühen und dann im Olaympiastadion genießen, das ist die Maxime.

Und ich sehe zumindest Chancen, dass der ganz große Coup gelingt, also der Sieg und damit der Ritt in die Europa League. Spätestens seit dem Halbfinale gegen Titelverteidiger reiten die Arminen auf der sportlichen Erfolgswelle. In der 3. Liga gewannen sie ein Spiel n ach dem anderen und sicherten sich als Erster letztlich souverän den Aufstieg, das war im März wahrlich nicht abzusehen. Natürlich ist der VfB Favorit, aber nicht so klar, wie es der Klassenunterschied vermeintlich besagt

 

Europa League als Rettungsanker

 

Bereits am Mittwoch kommt es in Bilbao zum Endspiel des zweitwictigsten europäischen Wettbewerbs. Es treffen aufeinander: Manchester United und Tottenham Hotspur. Klangvolle Teams, die allerdings eine absolut grauenhafte Liga-Saison hinter sich haben, die gerade noch so auf den Nichtabstiegsplätzen 16 und 17 endete. Dass es nicht noch schlimmer wurde, lag an der Nicht-Wettbewerbsfähigkeit der Aufsteiger, die sofort wieder abstiegen, aber das ist ein anderes trauriges Thema.
Nun denn: Im fernen Bilbao und dem so schönen San Mames kann eines der beiden Teams mit dem hochdotierten Kader die Spielzeit retten. Nicht nur mit dem Pokal, der jede Vereinsvitrine schmückt. Viel wichtiger ist die mit dem Triumph verbundene Qualifikatikon für die Champios League, und damit der Weg zu den Geldtöpfen. Das 100-Millionen-Pfund-Spiel sei das teuerste der Saison, rechneten Statistiker. (Allenfalls das Endspiel um den 3. Aufstiegsplatzn in die Premier League in Wembleywird änhlich hoch taxiert). Ich sehe keinen Favoriten, drücke aber aus alter Verbundenheit den Spurs ganz kräftig die Daumen.

 

Spannende Saisonfinali

 

Erwarten uns in Italien und Österreich. Napoli führt mit einem Punkt Vorsprung auf Inter und kann zu Hause mit einem Sieg gegen Cagliari im Stadion Maradona den titel fixieren. Inter spielt in Como und muss auf einen Ausrutscher der SSC hoffen.
Noch vertrackter ist es in Österreich. Sturm Graz führt vor dem letzten Spieltag mit je 3 Punkten vor der Austria und Wolfsberg. Jetzt müssen die Steirer beim WAC antreten, die Austria empfängt Blau-Weiß Linz. Holt Sturm mindestens einen Punkt, ist man Meister. Bei einem Titel ist der Titel futsch, weil Wolfsberg dann die Grazer aufgrund des gewonnenen direkten Duells überholt. allerdings holen die Kärntner nur dann ihren ersten Titel der Vereinsgeschichte, wenn die Austria patzt. Bei einem punktgleichen Trio Austria, WAC, Sturm hätten die Wiener den Dreiervergleich. Nix mehr zu melden im Titelkampf hat dagegen Red Bull Salzburg. Der Brauseclub muss auf Ausrutscher vom WAC und Austria hoffen, um wenigstens die Champions-League-Qualifikation zu erreichen. Ein Desaster Nummer 2 für die Bullen nach dem von RB Leipzig in der deutschen Bundesliga.

 

Eishockey-WM auf der Zielgerade.

 

Ab Donnerstag stehen die Viertelfinali in Schweden und Dänemark an. Doch zuvor gibt es noch zwei „Endspiele“ in der Gruppenphase um den jeweils vierten Platz. Schon am Mittwoch rittern Lettland und Österreich um Platz 4 in der Gruppe A. Österreich braucht einen Sieg in der regulären Spielzeit. Ab 20:20 Uhr kommt es dann zum Showdown in Herning zwischen Gastgeber Dänemark und Deutschland. Wer gewinnt, ist durch – und sei es nach Penaltyschießen. Gefühlt sehe ich die Dönen leicht vorn wg. der eigenen Halle. Und mit Nicolaj Ehlers wurde ganz kurzfristig der Superstar des Teams aus Winnipeg eingeflogen. Ob er übernächtigt, mit Jet Lag und enttäuscht über das Play-off-Aus der Jets wirklich helfen kann, sei mal dahingestellt.

 

Giro rollt sich weiter ein

 

Das ist natürlich sehr überspitzt gesagt. Schon am Dienstag sind die Favoriten gefragt beim Einzelzeitfahren von Lcca nah Pisa über 28 Kilometer. Nach einigen Transitetappen steht dann am Sonntag die erste echte Bergetappe an mit dem Monte Grappa (bis zu 11% Steigung).Doch wirklich ins Hochgebirge geht es erst in der letzten Woche – wie immer beim Giro.

 

Hubschrauber im Wohnzimmer

 

Wohlbekannt, abe immer wieder vergnüglich ist der Spruch von Nelson Piquet aus den 80er-Jahren über den Formel-1-Grand Prix in Monaco. Auf dem engen Stadtkurs ist Übeholen praktisch unmöglich, jeder Ausritt landet in einer Leitplanke. Also kommt es sehr auf die Qualifikation an, und in der haben die Red Bulls und damit Weltmeister Max Vestappen einen kleinen Vorteil gegenüber den ansonsten überlegenen McLarens mit WM-Leader Oscar Piatri und Lando Norris. Ferrari sucht wie Mercedes um den Anschluss.

 

Und sonst?

  • Bundesliga: Nach der Saison ist vor der Relegation. Am Donnerstag empängt der 1. FC Heidenheim den Zweitliga-Dritten SV Elversberg. Das Rückspiel ist dann am Montag. Am Freitag und Dienstag das gleiche Spielchen für die 2. Liga. Eintracht Braunschweig, das schnell noch den Trainer gefeuert hat und der 1. FC Saarbrücken kämpfen ums letzte Zweitliga-Ticket. Zumindest vom Namen her ist das die attraktivere Paarung, aber die Meisterschaft der Eintracht ist halt auch schon 58Jahre her …
  • Tennis: Vor Paris die letzten Vorbereitungsturniere. Die Männer spielen in Hamburg und Genf, jeweils mit stark gestutztem Feld wegen zahlloser Absagen. Immerhin gibt sich Alexander Zverev in seiner hanseatischen Heimatstadt die Ehre. Als vermeintlich stärkste Gegner sind Francis Tiafoe und Francisco Cerundolo übrig geblieben. Zumindest nominell scheint Genf mit Taylor Fritz und Novak Djokovic (dazu Hubert Hurcacz undKarem Katschanow) attraktiver.
    Die Frauen spielen in Straßburg (Pegula, Navarro, Rybakina) und Rabat.
  • Handball: Das Final Four in der European League findet am Wochenende n Hamburg statt. Am Samstag treffen die MT Meslungen und Flensburg-Handewitt sowie der THW Kiel und Montpellier aufeinander. Das Endspiel ist am Sonntag.
    In der Bundesliga bestreitet Meister SC Magdeburg zwei Nachholspiele gegen Eisenach und in Potsdam. Zwei Erfolge sind fest eingeplant.
  • Basketball: In de BBL wird die erste Play-off-Runde fortgesetzt. Am interessantesten für mich ist die Serie zwischen Ulm und Alba Berlin (zurzeit 1:1). Die Haupstädter empfangen die Schwaben am Mittwoch, am Samstag (18:00) steht in Ulm Spiel 3 an.
    Die Euroleague hat das Final Four in Abu Dhabi: Hier kämpfen Fenerbahce vs Panathinaikos sowie Olympiakos vs AS Monaco erst umd Finaleinzug und am Sonntag um den Titel. Angesichts dieser Besetzung: ein sehr tiefer Seufzer, dass das Ganze nicht in Athen ode Istanbul stattfindet.

 

 

 

Finnen-Combo fordert Draisaitl

Blick über den Teich, NHL und NBA

 

Die Conference-Semifinals nähern sich dem Ende. 2 siebte Spiele stehen noch an, in der NBA heute zur guten europäischen Sendezeit (21:30) empfangen die Oklahomo Thunder die Denver Nuggets. Quasi anschließen (Mo., 01:30) kommte es in Toronto zum Endspiel zwischen den heimischen Maple Leafs und Titelverteidiger Florida Panther. In der NBA ist dagegen der Titelverteidiger Boston Celtics ausgeschieden.
Die Dallas Stars stehen im Finale. Das Team mit 5 Finnen im Kader fordert in einer Wiederholung des letztjährigen Duells die Edmonton Oilers mit Leon Draisaitl.

 

NBA

 

NEW YORK KNICKS – Boston Celtics 119:81 (4:2)

 

Kein Aufbäumen, nirgends. Mit einer fast desolaten Vorstellung im Madison Square Garden haben sich die Boston Celtics aus dem Titelrennen verabschiedet. Doch wahrscheinlich keiner der 18.000 Zuschauer, die astronomische Summen für ein Ticket gekauft hatten, war über die Nichtleistung des Star-Ensembles enttäuscht, im Gegenteil. Sie feierten ihre New Knicks frenetisch, deren Einzug in die nächste Runde zu praktisch keinem Zeitpunkt gefährdet war.Sie führten nach dem 1. Viertel 26:20, weil hier Celtics Jalen Brown noch einigermaßen dagegenhielt. Nach dem 2. Viertel betrug der Vorsprung dann schon 27 Punkte (64:37). Ohne den verletzten Starspieler fehlte jegliche Hingabe noch auf eine Wende, letztlich machten es die Knicks mit ihrem 119:81 fast noch gnädig, weil sie wie die Celtics von der Dreierlinie große Probleme hatten (siehe auch Zahlereien).

 

Bester Mann der Sieger

Das Team: Vier der 5 Starter hatten 20+ Punkte, der fünfte Josh Hart verbuchte neben 10 Zählern dafür auch 11 Rebounds und 11 Assists. Dazu die extrem intensive Verteidigung, die die Celtics vor massive Probleme stellte, weil eben auch ihre Dreier nicht fielen.

 

Stark trotz der Niederlage

Jalen Brown: Im ersten Viertel war er der einzige, der so etwas wie Normalform zeigte und war allein für 13 der 20 Punkte verantwortlich. Der Rest war reichlich erschütternd.
Ein Wort noch zu Jayson Tatums Ausfall. Natürlich ist das Fehlen des besten Spielers ein Handicap. Aber auf dem Parkett standen durchweg Spieler, die im vergangenen Jahr den Titel geholt hatten. Und so brutal es klingt: Fast jedes Jahr ist eben mitentscheidend, welches Team welche Verletzungen hat und welches eher nicht. 2024 profitierten die Celtics von einer fast absurden Verletztenserie ihrer Konkurrenz im Osten.

 

Zahlereien

12/40 Dreierversuche der Celtics fanden nur ins Ziel, das ist eine bestürzende Quaote von 30 Prozent. Und obwohl die Knicks so einen guten Tag erwischten, bei den Distanzwürfen waren sie nicht sehr viel besser (16/45). Dass ist die Crux der darauf ausgerichteten Taktik: Eine gute Dreierquote ist nicht garantiert.

 

Ausblick der Sieger

Im Überraschungs-Finale der Conference (den Experten möchte ich sehen, der dies vorhergesagt hätte vor Beginn der Play-offs) treffen die Knicks auf die Indiana Pacers. Der Ausgang dieser Serie ist für mich nicht vorhersehbar (wahrscheinlich morgen werde ich es trotzdem wagen …). Beiden Teams fehlt der absolute Superstar. Für die Knicks spricht, dass sie den Heimvorteil haben.

 

Und die Verlierer?

So schnell kann das mit einer Ära gehen: Der Achillessehnenriss von Tatum wird ihn zu einer Pause weit in die nächste Saison zwingen, trotzdem steht er mit einem Riesengehalt auf der Liste. Es hat sich gezeigt, dass es den Celtics nicht gut getan hat, dass sie praktisch unverändert blieben nach dem Titelgewinn. Auf der anderen Seite gibt es im immer.  noch relativ jungen Team viel Klasse (Brown, White, Pritchard und andere). Doch eben auch sehr viele Fragezeichen: der Gesundheitszustand von Porzingis, das Abbauen von Jrue Holiday, das Alter von Al Horford. Und nicht zuletzt muss sich Trainer Joe Mazulla bohrende Fragen nach seiner Taktik stellen, ob das extreme Dreierschießen wirklich die einzige Option war?

 

Ansetzung heute

So., 21:30: Oklahoma City Thunder – Denver Nuggets (3:3)

Die Wettbüros sehen die Thunder weit vorn (bwin: Thunder 1:1,27, Nuggets 1:3,60). Ich persönlich kann diese unglaubliche Diskrepanz nicht sehen, gerade nicht in einem Spiel 7; zumal einiges für die Nuggets spricht, nicht zuletzt ihre Erfahrung (auch in einem Spiel 7). Leichte Favoritenstellung ist trotzdem bei den Thunder, vor allem wegen des Heimvorteils.

 

NHL

 

DALLAS STARS – Winnipeg Jets 2:1 (4:2)

Thomas Harley war der gefeierte Held in der American Airlines Arena, als er in der Overtime nach nur 1:33 Minuten den überragenden Jets-Torwart Connor Hellebuyck überwand. Das waren die Stars noch in Überzahl wegen einer Strafe zum Ende der regulären Spielzeit. Es war die einzige Strafzeit der gesamten Partie.
Mark Scheifele hatte die Gäste im 2. Drittel in Führung gebracht, noch im gleichen Durchgang glich Sam Steel für die Stars aus.
Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel, in denen die Goalies Jellebuyck und Jake Oettinger herausragten, die mit zum Teil unfassbaren Paraden ihren Kasten sauber hielten.

 

Meine 🇫🇮

Fünf liefen für die Stars auf, statistisch blieben sie unauffällig. Immerhin gelang Miro Heiskanen der Assist zum Ausgleich. Der lange verletzte Veteidiger stand mehr als 23 Minuten auf dem Eis, eigentlich sollte er nach und nach herangeführt werden.

 

Ansetzung heute

Mo., 01:30: Toronto Maple Leafs – Florida Panthers 3:3

Die Maple Leafs haben einen 1:3-Rückstand egalisiert und genießen zun Heimrecht gegen den Titelverteidiger.

 

 

 

 

Böses Erwachen für NHL-Topclubs

Blick über den Teich, NHL

 

Höchste Zeit, dass ich mich näher mit den Play-offs in der stärksten Eishockey-Liga der Welt beschäftige.4 Partien sind jeweils in der 2. Runde gespielt und die besser gesetzten Teams haben durchweg zu kämpfen. In 3 der 4 Serien führen die „Gäste“ mit 3:1, den vermeintlichen Favoriten, darunter die Conference-Ersten Washington und Winnipeg, droht ein frühes Aus, wenngleich in der NHL dieser Rückstand öfter aufgeholt wurde, zuletzt 2023 von den Florida Panthers.

 

EASTERN CONFERENCE

 

(1) Washington Capitals – (4) Carolina Hurricanes (1:3)

Der Ligaprimus im Osten aus der Hauptstadt hat gegen das ausgeglichene Team aus Carolina erhebliche Probleme. Die Hurricanes überzeugten in den beiden Heimspielen und transportierten ihr geklautes Spiel 1 zu einer 3:1-Führung. Eine Bank im tor ist Frederik Andersen mit einer starken Fangquote von 0.935. Er kassiert nur 1,41 Tore pro Spiel, ein Topwert.
Topscorer der Play-offs bei den Hurricanes ist der Finne Sebastian Aho mit 10 Punkten (3 Tore/7 Assists) bei den Capitals scorte  Dylan Strome mit 11 Punkte (2/9) am erfolgreichsten.

🧠❤️ Hurricanes

(2) Toronto Maple Leafs – (5) Florida Panthers (2:2)

Die normale Serie mit 4 Heimsiegen in 4 Spielen. Der Ttielverteidiger aus Florida, der in der ersten Runde schon als schlechter gesetztes Team die Tampa Bay Lightning eliminiert hatte, behielt n den beiden Spielen zu Hause die Nerven undkonnte die Serie ausgleichen. Alle Partien verliefen bisher sehr knapp und hätten allesamt auch andersrum ausgehen können.Panters-Goalie Sergei Bobrowski brillierte beim 2:0 in Game 4 mit einem Shutout.
Die Maple Leafs tragen die kanadischen Hoffnungen im Osten, doch der Weg ins Stanley-Cup-Finale ist noch weit. Ein Hoffnungsträger ist William Nylander mit starken 15 Punkten (6/9), während Austin Matthews noch nach seine Form sucht.

🧠❤️ Maple Leafs

 

WESTERN CONFERENCE

 

(1) Winnipeg Jets – (3) Dallas Stars (1:3)

Da bin ich zwiegespalten, gebe ich offen zu. Hier ein kanadisches Team, dort „meine Finnen“, die bei den Dallas Stars mittlerweile den 1. Sturm bilden und äußerst erfolgreich sind (plus die 2 Verteidiger Heiskanen und Lindell.
Gerade die beiden Februar-Neuzugänge Mikko Rantanen und Mikael Granlund haben das Team erheblich verbessert. Rantanen ist gar der Topscorer der diesjährigen Play-offs mit 19 Punkten (9/10), Granlund gelang gestern Nacht ein Hattrick beim 3:1 zu Hause.
Die Jets ihrerseits verzweifeln förmlich am Stars-Torwart Jake Oettinger, während auf ihrer Seite der sonst so zuverlässige connor Hellebuyck ungewohnte Unsicherheiten zeigt.

🧠 Stars.    ❤️Stars

 

(2) Las Vegas Knights – (6) Edmonton Oilers (1:3)

Nach den beiden Niederlagen zum Auftakt der 1. Runde gegen die LA Kings läuft es prächtig für die Kanadier, die danach insgesamt 6 Spiele in Folge gewannen, fünf hintereinander gar nach einem Rückstand (Rekord). Nicht einmal von der Heim-Niederlage gegen Las Vegas in Spiel 3 haben sie sich aus der Bahn werfen lassen, in Spiel 4 überzeugte vor allem auch die oft gescholtene Abwehr und Torwart Scotie Skinner.
Auch wenn wie  Conor McDavid (5/12) und Leon Draisaitl (5/10) wider mal die interne Scorerwertung ansführen, sie sind dieses Jahr nicht auf sich allein gestellt. So punkteten in Spiel 4 die Oldies Adam Henrique(35) und Patrick Kane (33) aus der 3. Reihe jeweils gleich doppelt, das nimmt viel Last von den Superstars.

Gerade die Rückkehr von Kane nach langer Pause könnte noch zum Glücksfall werden, wobei die Knights nicht unterschätzt werden dürfen, aber das gilt für alle 1:3-Teams.

🧠❤️Oilers

 

Ansetzungen heute

Do., 01:00: Toronto Maple Leafs – Florida Panthers (2:2)
Do., 03:30: Las Vegas Knights – Edmonton Oilers (1:3)

Ansetzungen morgen

Fr., 01:00: Washington Capitals – Carolina Hurricanes (1:3)
Fr., 03:30: Las Vegas Knights – Edmonton Oilers 1:3
Fr., 22:00: Florida Panthers – Toronto Maple Leafs

 

 

 

 

 

Böses Erwachen für die Cavs

Blick über den Teich, NBA

 

5 Spiele sind jetzt in der 2. Play-off-Runde gespielt, und die Heimteams warten immer noch auf einen Sieg. Heikel wird es jetzt für die Cavaliers, die auch die 2. Partie gegen die Pacers verloren auf unfassbare Art und Weise.

 

Cleveland Cavaliers – Indiana Pacers 119:120 (0:2)

 

Wieder mal eines der Baskeballspiele, wo ich am Ende staunend über das Ergebnis sinniere. In einer vor allem im 1. Abschnitt unfassbar nervösen und klassearmen Partie (je 5 Ballverluste im 1. Viertel fanden sich die Cavaliers schneller zurecht und zogen auf 32:15 davon. Diese gut zweistellige Führung konservierten sie bis ins 4. Viertel, (98:84). Doch dann begann das große Zittern, als die Pacers am Rückstand kontinuierlich knabberten.

Und doch: 48 Sekunden vor Schluss schienen die Cavs die Partie eingetütet zu haben bei einer 7-Punkte-Vorsprung, doch dann warfen sie die Nerven im Wortsinne völlig weg. Tip Dunk Nesmith, Offensiv-Foul Cavs, Layuzp Siakam, Turnover Cavs.
12 Sekun den vor Schluss, stand es 116:119 aus Pacers-Sicht, als ihr Spielmacher an die Freiwurflinie trat. Den ersten verwandelte er, den zweiten verwarf er zwar (wahrscheinlich mit Absicht!), doch er selbst schnappte sich den Rebound und verwandelte einen schwierigen Dreier zum 120:119 Sieg – die erste Führung seit dem absoluten Beginn des 1. Viertels.
Was ich allerdings nicht unter den Tisch fallen lassen möchte: Den Cavaliers fehlten mit Evan Mobley, Darius Garland und De´André Hunter 3 ganz wichtige Spieler wegen Krankheit oder Verletzung.

 

Bester Mann des Siegers

Miles Turner in dem sehr ausgeglichenen Pacers Team (erneut 6 Spieler mit zweistelliger Punkteausbeute) Sehr stark in der Defensive (5 Blocks), dazu 23 Punkte.

 

Stark beim Verlierer

Donovan Mitchell: Grandiose 48 Punkte sammelte er bei einer Wurfquote von 50 Prozent. Wieder allerdings hatte ihn sein Dreier verlassen (1/7). Die Bilanz der beiden Spiele ist indiskutable 2/18).

 

Zahlereien

2 Punkte standen für Ty Jerome zu Buche, der so vortreffliche Einwechselspieler der Cavs, der diesmal wegen der Verletzungsmisere von Beginn an spielte. 1 von 14 lautete die schauderliche Trefferquote.

 

Ausblick

Für die Cavs schaut es richtig überl aus. Hoffnung für sie sehe ich nur noch, wenn die fehlenden Spieler in bekannter Stärke wieder zurückkommen. Und sogar dann wird es äußerst kompliziert, bei den heimstarken Pacers (mindestens) 2 Partien zu gewinnen.

 

Minnesota Timberwolves – Golden State Warriors 88:99

 

Ein desaströser Auftakt für die Timberwolves, obwohl (oder weil??) sie fast eine Woche Pause hatte, während sich die Warriors in 7 Spielen gegen die Rockets abmühen musste. In der gesamten ersten Hälfte sammelten sie gerade 31 Punkte, das ist der viertgeringste Wert in der Geschichte der Play-offs. Keiner der 15 Dreier-Versuche fand ins Ziel.Im 2. Durchgang lief es in der Offensive zwar etwas besser, aber da war die Entscheidung längst zu Gunsten der Warriors gefallen.

 

Bester Mann des Siegers

Bobby Hield: Zumindfest, wenn ich die 2. Halbzeit nehme, in der der Scharfschütze nach dem verletzungsbedingten Ausfall Verantwortung übernahm und 22 seiner 24 Punkte markierte.

 

Stark beim Verlierer

Das große Schweigen

 

Zahlereien

17,2 Prozent: So lautete am Ende die furchterregende Dreierquote der Wolves. Damit ist in der heutigen dreierlastigen NBA kein Blumentopf zu gewinnen.

 

Ausblick

 

Offensiv kann es eigentlich nur besser werden für die Timberwolves. Die Defense hat ja ihren Job erledigt und die Warriors unter 100 Punkte gehalten. Abzuwarten bleibt, ob Steph Curry noch mal in die Serie eingreifen kann, der sich offenbar schwerer verletzt hat. Ein Ausfall wäre extrem schwer zu kompensieren.

 

Ansetzungen Donnerstagnacht

01:00: Boston Celtics – New York Knicks (0:1)
03:30: Oklahoma City Thunder – Denver Nuggets (0:1)

 

Ansetzung Freitagnacht

02:30: Minnesota Timberwolves – Golden State Warriors (0:1

 

 

 

Spannender als gedacht

Blick über den Teich, NBA

 

Von wegen klare Sache: Nach der Heimpleite der Clevald Cavaliers gestern gegen die Pacers erlitten auch die beiden anderen Top-Favoriten Celtics (vs Knicks) und Thunder (Nuggets) zu Hause empfindliche Niederlage. Zur Vollständigkeit kopiere ich meinen gestrigen Text zum Cavs-Spiel

 

Eastern Conference

 

(1) Cleveland Cavaliers – (4) Indiana Pacers 112:121 (0:1)

 

Eine auf dem ersten Blick faustdicke Überraschung, auf dem zweiten bestätigten die Pacers, dass sie durchaus ihre Möglichkeiten haben, den cavs wehzutun. Von Beginn an funktionierte ihre Offensive mit trickreichem und sehr schnellen Spiel, das sie auch mit sicheren Abschlüssen veredelten. 36 Punkte sind in einem Play-off-Viertel schon verdammt viel, aber letztlich kein Wunder bei einer Trefferquote von 66 Prozent bei Dreiern und Zweiern. Die Cavs schienen fast überrumpelt; selbst trafen sie unterdurchschnittlich.
Im 2. Viertel kamen sie besser zurecht: Die Defensive zwang die Pacers zu schwierigeren Würfen, und in der Offensive übernahm de eingewechselte Ty Jerome Verantwortung (fast obligatorisch bei ihm in den Play-offs. In ähnlicher Tonart ging es nach der Pause weiter, die Cavs kamen näher und näher heran und gingen Mitte des Schlussabschnitts gar in Führung.
Doch wer geglaubt hätte, die Pacers würden zusammenbrechen, sah sich getäuscht. Gerade Söpielmacher Tyrese Haliburton drehte jetzt auf und führte sein Team auch dank Hilfe des jetzt besonders treffsicheren Andrew Nembhard zum Sieg.

 

Bester Mann

Tytese Haliburton: Jeder Angriff lief über ihn, 22 Punkte und 13 Assists standen am Ende zu Buche. Dabei unterlief ihm nur ein Ballverlust.

 

Stark in der Niederlage

Donovan Mitchell: 33 Punkte sammelte er letztlich: Unterirdisch allerdings seine Dreierquote von 1/11.

 

X-Faktor

Miles Turner: Mir gefällt sein Defensivspiel: 10 Defensiv-Rebounds, 3 Steals und 2 Blocks sammelte er und legte auch noch 13 Punkte auf(darunter sogar ein Dreier)

 

Ausblick

Die Cavs haben nach dem Durchmarsch in Runde 1 gegen die Miami Heat erheblich gößeren Widerstand. Steigerung fast in allen Bereichen sind notwendig gegen dieses eingespielte Pacers-Team, das stärker wirkt als in der vegangenen Saison. Diese Steigerung ist allerdings absolut möglich, allein die schauderhafte Dreierquote von 23 Prozent im Team und eben insbesondere bei Mitchell.

 

Boston Celltics – New York Knicks 105:108 OT (0:1)

 

Von Beginn an eine extrem knappe Partie, in der sich kein Team absetzen konnte. Eines war von Beginn an auffällig: Die Celtics hatten große Prtobleme mit den Dreiern. Dochmmit vielen Offensiv-Rebounds sicherten sie sich einige zweite Chancen.
Mit nach einem 35:20 im 2. Viertel hatte Boston plötzlich eine 16-Punkte-Führung, die sie bis Mitte 3. Viertels auf sogar 20 ausbauten (75:55). Alles schien den erwarteten Lauf zu gehen, zumal Josh Hart und Karl-Anthony Towns bei den Knicks früh in Foulprobleme gerieten.
Doch die Knicks ergaben sich nicht in ihr Schicksal, halbierten den Vorsprung bis Ende des 3. Viertels. Die Aufholjagd ging im Schlussabschnitt munter weiter. In der Endphase wogte die Partie hin und her mit wechselnden Führungen. Jalen Brunson hatte für New York den Sieg auf dern Hand, verfehlte das Ziel – Verlängerung. In dieser erarbeiteten sich die Knicks einen 6-Punkte-Vorsprung, auch weil die Dreier der Celtics weiter nicht und nicht fallen wollten.

 

Bester Mann

 

OJ Amunoby: 29 Punkte, 6/11 Dreier, vielleicht der spielentscheidnde in der Overtime. Dazu sehr stark in der Abwehr, weshalb ich ihn ganz knapp vor Jalen Brunson stelle. Geschmackssache.

 

Stark in der Niederlage

 

Uneingeschränkt niemand, dafür war die Dreier-Wurfquote von allen zu schlecht. Der wiedergenesene Jrue Holiday war aber eine klare Verstärkung für die Abwehr.

 

X-Faktor

Die verheerenden Dreier der Celtics: Nur 15 von 60 fanden das Ziel. 45 Fehlwürfe eines Teams hat es nocxh nie in einer Play-off-Partie gegeben. Im 4. Viertel und Overtime trafen sie nur 3/18.

 

Zahlereien

 

3 von 10: So lautete die Quote von Knicks-Center Mitchell Robinson – und zwar bei den Freiwürfen! Den wahrscheinlich schlechtesten Freiwurfschützen der NBA bei dieser Übung zuzusehen, verursacht Augenkrebs. Auch die wenigen erfolgreichen finden eher zufällig ihr Ziel.

 

Ausblick

Auch wenn das erste Spiel verlorenging, sind die Celtics natürlich noch nicht verloren. Aber es wird schwieriger als erwartet, und Spiel 2 in de Nacht zu Donnerstag erneut in Boston schon zur Nagelprobe. Eines scheint klar: Die Dreierquote muss rapide wachsen. Mal sehen, was mit Kristaps Porzingis wird, der ab der 2. Hälfte nicht mehr eingesetzt wurde.

 

Western Conference

 

Oklahoma City Thunder – Denver Nuggets 119:121 (0:1)

 

Wahrscheinlich fragt sich nicht nur ganz Oklahoma, sondern jeder Basketball-Fan, wie diese Partie für OKC noch verlorengehen konnte. Zwar mühevoll, aber selbstbewusst hatten sie sich bis Mitte des 4. Viertels (4:30) einen 11-Punkte-Vorsprung erarbeitet (113:102). Doch solange ein Nikola Jokic für Denver auf dem Parkett ist, gibt sich das Team nicht verloren. Der Serbe schritt zu Tat, sammelte schnell 9 Punkte, und 14 Sekunden vor Schluss vor Schluss stand es nur noch 115:114. Es folgte die schreckliche Schlussphase eines jeden hartumkämpften Basketballspiels, nämlich eine Freiwurf-Orgie. Das zurückliegende Team foult, um die Uhr zu stoppen, damit es selbst noch punkten kann. Werden die Freiwürfe verwandelt, foult das führende Team, damit dem Gegne kein Dreier gelingen kann. Innerhalb von 4 Spielsekunden, die in Realzeit gefühlt ewig dauern wegen Auszeiten und Auswechlungen)  sahen die Fans sage und schreibe 8 Freiwürfe. Chet Holmgren der Thunder verpatzte dabei die letzten beiden. 10 Sekunden vor Schluss hatten die Nuggets also noch eine Siegchance, die Aaron Gordon mit einem unglaublichen Dreier auch nutzte zum grenzenlosen Jubel auf Denver-Seite.

 

Mann des Spiels

Nikola Jokic: In der 1. Runde hatte der beste Basketballer schon eine starke Serie gespielt, jetzt schaffte er das gefürchtete Monster-Spiel: 42 Punkte (allein im letzten Viertel 18!), dazu 22 Rebounds, 6 Assists und 3 Stocks (Steals und Blocks)

 

Stark trotz der Niederlage

 

Shai Gilgeous-Alexander: 33 Punkte sammelte der Kanadier, klarer Bestwert der Thunder: dazu 10 Rebounds und 8 Assists, 3 Stocks.

 

🇩🇪👓

Isaiah Hartenstein: Hatte die eher undankbare Aufgabe, dass er in der Verteidigung gegen Jokic ran musste. Machte seine Sache durdcchaus ansprechend, und sein Block kurz vor Schluss gegen Jokic schien die Partie sogar zu entscheiden. 12 Punkte, 9 Rebounds (4 offensiv) sind mehr als ordentlich.

X-Faktor

Die Thunder-Bank: Trotzn der Niederlage hatten Alex Caruso (+13), Cason Wallace (+15) und Aaron Williams (19) tolle +/- Werte, wenn sie auf dem Parkett standen. Die viel breitere Auswahl von OKC könnte noch wichtig werden in der Serie

 

Zahlereien

 

-15: Das ist die desaströse +/–Bilanz von Michael Porter jr. auf dem Parkett – mit Riesenabstand der schlechteste der Starting Five auf Nuggets-Seite.

 

Ausblick

Wie bei Cavs und Celtics im Osten ist für die Thunder Spiel 2 fast schon ein Pflichtsieg. Die Nuggets brauchen weiter ihren überragenden Jocic und vielleicht noch Hilfe von der Bank, wo außer von Russell Westbrock nichts kommt.

 

Ansetzungen Mittwoch

 

01:00: Cleveland Cavaliers – Indiana Pacers (0:1)
03:30: Minnesota Timberwolves – Golden State Warriors (0:0)

 

Ansetzungen Donnerstag

01:00: Celtics – Knicks (0:1)
03:30: OKC – Nuggets (0:1)