New York lechzt nach einem Titel

Blick über den Teich, NBA

 

2 Teams sind im Titelrennen noch übriggebleben. Hier die San Antonio Spurs, dort die New York Knicks. Gerade im Big Apple lechzt man geradezu nach einer Meisterschaft, die letzte schaffte die selbsternannte Sporthauptstadt der USA (also der Welt!) im Basketball 1973(!). Die letzte Teilnahme an den NBA-Finals datiert ebenfalls aus dem vergangenen Jahrtausend, als die Knicks 1999 den Spours un terlagen.

Jetzt geht es also wieder gegen die Texaner, und Big City kann sich tatsächlich Hoffnungen auf eine rauschende Meisterschaftsfeier machen, die die gleichzeitige Fußball-WM (ab 11. Juni) völlig in den Schattens satellen würde. Zwar gelten die Spurs als Favoriten bei fast allen Experten und auch den diversen Wettportalen, aber gerade der vergangene Monat und der Siegeszug der Knicks durch die K.o.Runden der Eastern Conference (zuletzt 11 Siege in Folge) haben doch so manchen wankelmütig werden lassen in seiner Vorschau. Ist das wirklich nur die Schwäche der Ost-Gegner oder steckt mehr dahinter. Nämlich ein Team, das zusammengefunden hat, das den vor der Saison gekommenen Trainer Mike Brown und seine Spiele-Idee nach und nach verstanden hat. Dessen Stars sich nicht hinter denen de Spurs verstecken müssen. Nein, einen Wembanyama haben sie nicht in ihrem Kader aber durchaus einige Leute, die auch gegen San Antonio sehr viel Schaden anrichten können.

 

Die Topstars

 

Victor Wembanyama lässt Fans und Experten immer wieder fasssungslos zurück. Einen derartig bewegöichen 2,24-Mann hat die Liga noch nicht gesehen. In der Verteidigung eh eine Klasse für sich; mit seinen ewig langen Spinnenarmen hat er schon viele Angreifer zur Verzweiflung gebracht. Dazu mit einem vernüftigen Distanzwurf ausgestattet (die mehr oder weniger sinnlosen Dreier hat ihm der Trainerstab weitgehend ausgetrieben). Der Franzose kann dank seiner Länge Anspiele verwerten, die für andere außer Reichweite sind.
Andrereseits ist er halt auch erst 21 Jahre alt. Sehr reif für seine Jugend, aber eben längst noch nicht ausgereift. Auch in der bisherigen K.o.-Runde hat er nicht in jedem Spiel seinen Stempel aufgedrückt. Es wird sich zeigen, ob ihm das jetzt gegen die New Yorker Athleten vorbehaltlos gelingt.

Jalen Brunson ist der Primus inter pares bei den Knicks. Unfassbar, wie er trotz seiner nur 1,88 Meter (für Basketball-Verhältnisse fast schon zwergenhaft) immer wieder Wege zum Korb findet, immer wieder seine Würfe anbringt, immer wieder Mitspieler bedient. Längtst ist er in der Riege der absoluten Topstars der Liga, niemand wird ihn jetzt noch unterschätzen.

 

Die Co-Stars

 

Einer allein kann es schon länger nicht mehr richten. Jedes Team braucht eine zweite, fast gleichwertige Option (daran scheiterte unter anderem etwa Titelverteidiger Oklahoma City Thunder, weil Jaylen Williams verletzugnsbedingt ausfiel).

 

Stephon Castle ist bei den Spurs zu diesem extrem wichtigen zweiten Mann herangereift. Er sprüht vor Ideeen (manche allerdings führen auch zu nichts und absurden Ballverlusten). Kann werfen, kann zum Korb ziehen, hat viel Spielübersicht. Die Kombo Castle-Wemby funktioniert schon bestens, ich darf mir gar nicht ausmalen, wozu die in ein paar Jahren erst fähig sind, wenn sie denn zusammenbleiben.

Karl-Anthony Towns: die große (im Wortsinn) Unvbekannte. An guten Tagen ist der 2,1-Meter-Riese eine nicht zu verteidigende Waffe, weil er einen überdurchscnittlich guten Distanzwurf hat, aber eben auch unwiderlstehlich zum Korb zieht. An schlechten Tagen handelt er sich früh unnötige Fouls ein und kann nur bedingt eingesetzt werden. Dann fehlt es den Knicks schlicht an Größe.

 

Die X-Faktoren

 

Auch ein strahlendes Duo allein reicht natürlich nicht. Es braucht wichtige Rollenspieler, die auch über sich hinauswachsen können.

 

De’Aaron Fox: Er kam letztes Jahr mit großen Erwartungen von den im Sinkflug befindlichen Sacramento Kings. Ein Mann der wichtigen Punkte, ein Mann für die entscheidende Phase, weil er sich nicht scheut, Verantwortung zu übernehmen. Sein Dreier macht Sorgen, aber die Form ist stark im Aufwind. Knicks-Trainer Mike Brown und er kennen sich sehr gut aus gemeinsamen Kings-Zeiten, als Fox der Starspieler von Brown war.

OJ Amunoby: Wohl dem Team, der eine derartige dritte Option hat (für viele ist er wichtiger als Towns und fast so wichtig wie Brunson. Ein Bulle in der Abwehr, der den Offensivkräften das Leben schwer macht. Ein Arbeiter im Angriff, der Räume schafft. Selbst kann er jederzeit übernehmen. Er weiß, wie das geht mit Titeln, als er (in ähnlicher Rolle) 2019 mit den Toronto Raptors triumphierte.

 

Die Bankspieler

 

Die meisten Trainer vertrauen in den Play-offs auf eine Achter- oder vielleicht sogar Neuner-Rotation.

 

Luke Kornet: Einer der Schlüsselspieler der Spurs. Der Ersatz für Wemby. Enorm erfahren, wie Amunoby schon mit einem NBA-Titel-Ring ausgestattet (mit den Boston Celtics 2014). Natürlich ist er nicht so gut wie der Außerirdische, aber sowohl in Angriff als auch Abwehr mehr als zuverlässig, fragt mal Isaiah Hartenstein …
Derek Harper hat sich zu einem elementar wichtigen Teil der Spurs entwickelt. Ein Rookie-Spielmacher passt enorm gut auf den Ball auf, schon jetzt hat er eine glänzende Übersicht.

Mitchell Robinson: Der Spezialist für Abpraller. Seine Offensiv-Rebounds ermöglichen den Knicks viele zweite Wurfchancen. Er selbst beschränkt sich darauf, nur Bälle unmittelbar unterm Korb in die Reuse zu stopfen. Legendär sein desaströses Auftreten an der Freiwurflinie mit eine Quote von wiet unter 50 Prozent. Die Knicks nehmen diese Schwäche in Kauf, und sie werden mit nimmermüden Einsatz belohnt.
Landry Shamet: Der Scharfschütze der Knicks. Wenn er heißläuft, versenkt er die Dinger fast blind und ohne Nachzudenken auch aus den unmöglichsten Situationen (das berühmt-berüchtigte Catch-and-School).

 

Zusammenfassung

 

Kleinigkeiten werden entscheiden. Welche Dreier funktionieren besser, welches Team produziert weniger Ballverluste. Und natürlich: Gibt es verletzungsbedingte Ausfälle? Zumindest von den bisherigen Play-off-Zahlen sehe ich keine gravierenden Unterschiede

 

🧠 San Antonio Spurs

Der Sieg über den Titelverteidiger OKC ist schon der Ritterschlag. Mit 7-Meilen-Stiefel hat das junge Team in diesem Frühjahr mehrere Entwicklungsschritte genommen. Mangelnde Erfahrung wird also nicht den Ausschlag geben. Der Trumpf Wembanyama kann jederzeit stechen.
Die Knicks werden es den Texanern schwer machen. Sie konnten sich mehr als eine Woche ausruhen, ihre Wehwehchen pflegen, sich Matchpläne überlegen, während sich der Gegner körperlich und vor allem auch geistig in einer Monsterserie gegen die Thunder aufrieb. Mich würde nicht wundern, wenn sie glecih das erste Spiel in San Antonio klauen, und der heimische Madison Square Garden samt der ganzen A-Prominenten auf der Tribüne ist so was von bereit.

 

❤️ Knicks

 

Ich kann mit beiden Teams bestens leben und habe für beide Sympathien. Die bessere und schönere Geschichte ist New York, die Knicks haben aufgrund ihrer Teamstruktur auch nicht mehr so viel zeit wie die noch jungen Spurs, die noch viele sehr erfolgreiche Jahre haben dürften. Und New Yok ist eine demokratische Hochburg, Texas dagegen eine Staaten, die den unaussprechlichen Präsidenten am meisten unterstürtzen.

 

Ansetzungen

 

Gespielt wird nach dem Format 2-2-1-1-1. Also 2 Heimspiele Spurs, 2 Heimspiele Knicks, dann Wechsel von Partie zu Partie, immer mit einem zusätzlichen Reisetag. Die Spurs haben aufgrund der besseren Saisonbilanz Heimrecht im dann alles entscheidenden Spiel 7.
Prime wird alle Partien live und mit deutschem Kommentar übertragen,  wahrscheinlich immer mit Komentator und Experte. Allerdings aus dem Studio in Unterföhring. Die Zeiten, in denen das DSF und Premiere in die Staaten flog zu diesem Anlass, sind längst vorbei.
Ansonsten schauen, was die Sender so machen. Vor allem Magenta, ARD und ZDF haben wegen der Fußball-WM ja mehrere Journalisten in den Staaten.

Do., 02:30: Spurs – Knicks
Sa., 02:30: Spurs – Knicks
Di., 02:30: Knicks – Spurs
Do., 02:30: Knicks – Spurs
So., 02:30: Spurs – Knicks *
Mi., 02:30: Knicks – Spurs *
Sa., 02:30: Spurs – Knicks *

* falls nötig

Anmerkung in eigener Sache: Ich verbringe die Zeit am Bodensee, wo ich die Spiele Gott sei Dank per WLAN verfolgen kann (wenn dieses stabil ist …). Ob ich darüber in aller Ausführlichkeit die Löwen-Ansicht zum besten gebe, ist dann auch stark vom Wetter abhängig.

 

 

 

 

 

 

Im Osten scheint alles möglich

Blick über den Teich, NBA

 

Die 2. Runde der Play-offs stehen an. Wäjrend es in der Western Conference mit den Oklahoma City Thunder (vs LA Lakers) und den San Antonio Spurs (Minnesota Timberwolves) zwei klare Favoriten gibt, scheint das Rennen im Osten weitaus offener zu sein.

 

WESTERN CONFERENCE

 

(1) Oklahoma City Thunder – Los Angeles Lakers

 

Die Thunder sind nicht nur das beste Team der regulären Saison, sie haben auch in der 1. Runde mit den Phoenix Suns wenig Federlesens gemacht. Sie sind noch relativ jung, spielen großartig zusammen, und sie haben mit Shai Gilgeous-Alexander eine der  Top-Akteure Liga in ihrem Kader.
Was für die Lakes spricht? Eigentlch nichts, zumal mit Luka Doncic ihr bester Mann und Top-Scorer und Hirn zumindest in den ersten Partien fehlt. Immerhin haben sie LeBron James in ihren Reihen, der bisher mt seiner wieder hohen Verantwortung richtig gut zurecht kommt. Der aber halt als 41-Jähriger die letztlich doch anstrengende Serie gegen die Houston Rockets noch in den Knochen spürt.

Immerhin haben die Lakers ohne Doncic die Defense sehr stabilsiert (und das obwohl ein James wirklich nicht der geborene Verteidiger ist). Auch scheint die zweite Garde mit den Aufgaben zu wachsen, gerade die Erfahrenen wie Marcus Smart und Luke Kennard zeigt in der Offensive zum Teil Leistungen wie in der gesamten Saison nicht.

 

Die Stars

 

Shai Gilgeous-Alexander: der Beste unter vielen guten. Kann faast alles: dribbeln, passen, werfen, mittlerweile sogar Dreier. Und auch in der Verteidigung gehört er zu den Guten.

LeBron James: wahrscheinlich der letzte Sonmmer in LA, danach sucht der beste Punktesammler der NBA-Geschichte noch eine letzte Aufgabe (vielleicht bei Cleveland, wo alles begann?). Immer noch mit einer unfassbaren Athletik ausgestattet. Aber alles geht halt nicht mehr ganz so schnell, ganz so präzise, ganz so lang. So hing er am Ende der Partien gegen Houston doch ziemlich in den Seilen.

 

Die wichtigsten Helfer

(Gemeint sind Spieler, die zwar nicht von vornherein die erste Geige spielen, die aber jederzeit eingspringen/helfen/übernehmen können. Also so etwas wie der erwartete X-Faktor.)

 

Chet Holmgren: Hochbegabter Big Man. Vielleicht fehlt ihm die ganz große Athletik, die er aber mt Schnelligkeit und Touch kompenisiert. Gerade wen Jaylen Williams wie befürchtet ausfällt, wird er eine wichtige Rolle spielen, geraee weil er auch in der Defense mit seiner Größe ein wesentlicher Faktor ist.

Austin Reaves: Griff erst spät in die Houston-Serie ein und wirkte noch ein wenig eingerostet. Der kommende Spieler der Lakers, die um ihn um Doncic das kommende Team aufbauen wollen.

 

Die Verteidigung

 

Die große Stärke der Thunder, bei denen alle 5 Spiele auf dem Parkett den Gegner jagen können. Nicht die gesamten 48 Minuten lang, aber doch so, dass fast jede Offense ins Schwitzen gerät und jeder einzelne Wurf sehr hart erarbeitet werden muss. Anführer der verteidiger-Crew ist der unverwüstliche Alex Caruso, der jedem Gegner das Leben besonders schwer macht.

Die Lakers haben in Abwesenheit von Doncic (und Reaves) das Verteidigen gelernt. Alle helfen, sogar LeBron.

 

Die Bankspieler

Unerlässliche Ergänzung. In den Play-offs vertrauen die Trainer meist auf einen Stamm von insgesamt 8, höchstens 9 Akteuren.

 

OKC kann aus dem Vollen schöpfen und mndestens 8 oder 9 Akteure ins Rennen schicken, ohne dass es allzu großen Abfall in der Form gibt (nein! einen Shai kann niemand ersetzen!). Isaiah Joe und Ajaj Mitchell nenne ich hier als Erste.

Bei den Lakers ist da nicht viel zu erwarten. Zumindest Luke Kennard (rückte nach Reaves Comeback ins zweite Glied) könnte mit Dreiern einiges bewirken.

 

🧠 Thunder

Ich sehe überhaupt nicht, wie die Lakers den Titelverteidiger ersthaft gefährden können. Selst wenn Luka Doncic wider erwartet zurückkommt – es fehlt doch einiges.

❤️ Thunder

Nicht nur, weil ich die Lakers wenig mag. Die Spielweise von OKC hat es mir angetan, die es weniger mit purer Kraft, denn mit schnellem Team-Basketball probieren. Es mag allerdings Leute geben, die SGA (nicht ganz zu Unrecht!) des Freiwurf-Schindens bezichtigen und deshalb nicht so sehr mögen.

 

Ansetzungen (erste 4 Spiele)

Mi., 02:30: OKC – Lakers
Fr., 03:30: OKC – Lakers
So., 02:30: Lakers – OKC
Di., 04:30: Lakers – OKC

 

(2) San Antonio Spurs – (6) Minnesota Timberwolves

 

Was könnte das für eine tolle Serie werden, ja wenn alle bei den Wolves gesund wären. So aber fehlen Anthony Edwards (vielleicht nur 2 Spiele) und Donte DiVincenzo (die gesamten Play-offs) sicher und vielleicht zunächst auch Ayo Dosunmo. Es spricht sos sehr für die großartige Arbeit des gesamten Teams, dass sie die Denver Nuggets um Nikola Jokic eliminieren konnten. Dabei zeigte Rudy Gobert zum Teil überragende Abwehrarbeit gegen Jokic, in der Offensive übernahmen vor allem Julian Randle (bei all seinen Schwächen) und zuletzt endlich auch Jalen McDaniels.

Doch die Spurs sind eine ganz andere Hausnummer – jedenfalls solange Victor Wembanyama auf dem Feld steht. Der Franzose ist nicht nur körperlich wegen seiner 2.21 Meter herausragend. Ihm zur Seite stehen teils erfahrene (Fox, Barnes) und sehr junge hochveranlagte Spieler (Castle, Champaigne).

Was für die Timberwolves spricht: Sie haben sehr viel im Gegensatz zu den Spurs viel (Play-off)-Erfahrung, das Team ist eigespielt und kam in den vergangenen beiden jahren zweimal ins Conference Finale.

 

Die Besten

 

Victor Wembanyama: Alles dreht sich um den Franzosen, mit dem das Spiel von den Spurs, aber auch des Gegners eine ganz anderes ist. Unglaublich beweglich für seine Größe, dazu mit einem guten touch (mittlerweile lässt er auch die übermäßigen Dreier.

Wenn Anthony Edwards gesund ist, gehört er mit seiner Athletik und Durchsetzungskraft zu den spektakulärsten Spilern der Liga. Ohne ihn verteilt sich die Verantwortung auf mehrere Schultern, von Spiel zu Spiel können das andere sein (Julian Randle, Naz Reed, Jalen McDaniels). 

 

Wichtigste Helfer

 

An erster Stelle genannt seien De’Aaron Fox und Stephon Castle, die gegen die Portland TrailBlazes auftrumpfen, als Wemby wegen seine Gehirnerschütterung fehlte respektive nicht gänzlich in der Verantwortung stand.

Plötzlich könnte ein Mike Conley wieder gefragt sein, der bei den Wolves nur den ruhigen Ausstand seine großartigen Karriere genießen wollte und sich plötzlich in der Starting Five als Spielmacher wiederfand. Besticht immer noch mit unerschüttlicher Ruhe und Ballsicherheit, aber die letzte Explosivität fehlte schon in seinen besten Tagen

 

Die Verteidigung

 

Vor allem hier setzt Wembanyama neue Maßstäbe. Dank seiner Riesigkeit und ewig langen Arme kann er Würfe verhindern oder blocken, wie es kein anderer vermag. Mit der Folge, dass sich die gegnerischen Schützen neue Wege suchen müssen.

Wembys Landsmann Rudy Gobert ist ein Center der alten Schule. Immehin auch 2,16 Meter groß, ein Athlet, den man nicht einfach so rumschubsen kann.

 

Die Bankspieler

 

Luke Kornet ist der extrem zuverlässige Center-Ersatz für Wembanyama, wenn dieser eine Pause braucht. In vielen Teams wäre er in der Starting Five, er weiß als einziger im Team, wie man Titel holt (mit den Boston Celtics 2024). Vorne ist Top-Rookie Dylan Harper durchaus eine Waffe, die dem Gegner wehtun kann.

Auch wenn der Kader ausgedünnt ist, die zweite Garde ist immer noch stark. Vor allem Naz Reid, auch wenn er vielleicht nicht mehr ganz so gut ist wie noch vor 2 Jahren.

 

🧠 Spurs

Sie haben gegen die Blazers trotz eines verlorenen Heimspiels gezeigt, dass sie Play-offs können. Gegen die Wolves in Bestbesetzung hätte ich Zweifel, so könnte es eine klare Angelegenheit werden. Auch wenn Edwards zurückkomt, in absoluter Top-Form wird er nicht sein.

❤️ Timberwolves

Ich mag den Trainer Chris Finch, ich mag das Team. Sie hätten die NBA Finals verdient. Vielleicht ist der Sport doch mal ein Wunschkonzert?

 

Ansetzungen (erste 4 Spiele)

Di., 03:30: Spurs – Wolves
Do., 03:30: Spurs – Wolves
Sa., 03:30: Wolves – Spurs
Mo., 01:30: Wolves – Spurs

 

EASTERN CONFERENCE

 

(1) Detroit Pistons – (4) Cleveland Cavaliers

 

beide Teams kommen aus harten 7 Erstrundenpartien gegen die Orlando Magic und toronto Raptors. Beide zeigten dort auch viele Schwächen, aber letztlich genug Stärken, um eine Runde weiterzukommen. Wer das besser verkraftet hat, könnte zumindest für die ersten beiden Partien in Detroit einen Vorteil haben. Mich würde nicht großartig wundern, würden die Cavs eine der beiden partien klauen.

Kleinigkeiten werden entscheiden oder sehr wechselhafte Faktoren wie die Dreier-Quote. Jedenfalls sind enge Spiele zu erwarten, und letztlich gehe ich  auch von einer langen Serie aus.

 

Die Stars

 

Cade Cunningham: Ist bei den Pistons das Um und Auf. Glänzender Schütze (neuerdings auch von draußen), und er vermag es, seine Mitspieler sehr gut einzusetzen.

Donovan Mitchell: Ich warte auf sein Durchbruch-Spiel in den diesjährigen Play-offs. Dass er das kann, hat er schon oft bewiesen. Irgendwie wirkt er aber nicht frei, trotz oder wegen eines james harden an seiner Seite?!

 

Wichtigste Helfer

 

Bei den Pistons sind das ohne Zweifel Center Jalen Duren und Tobias Harris, der in Spiel 7 Cunningham perfekt entlastete. Von de Dreierlinie ist normalerweise Duncan Robinson ein verlässlicher Scharfschütze.

2 mögliche X-Faktoren der Cavs: Center Jarrett Allen (das könnte ein Riesenduell gegen Duren werden) und eben James Harden, der ehemalige MvP der Liga, der jederzeit übernehmen kann.

 

Die Verteidigung

 

Gerade mit ihrer unerbittlichen Defense zwangen die Pistons die magic letztlich in die Knie. Als sie minutenlang Ballverluste provozierten und nur schwierigste Wüfe zuließen.

Jarrett Allen und Evan Mobley sind schon ein großen Duo, das es zu überwinden gilt. Und beide prozieren auch punkte.

 

Die Bankspieler

 

Bei den Pistons trat einzig Daniss Jenkins in Erscheinung, der Rest blieb zumindest in Spiel 7 gegen die Magic nahezun unsichtbar.

Sehr viel besser schaut das bei den Cavs aus. Max Strus und Sam Merrill sind sehr gefährlich von außen, und was ein Dennis Schröder kann, wissen zumindest die Fans der deutschen Nationalmannschaft nur allzu gut. Wehe wenn er losgelassen wird UND einen guten Tag erwischt.

 

🧠 Cavaliers

nach einigem Hin und Her habe ich mich für Cleveland entschieden. Sie scheinen mir etwas breiter aufgestellt, was in einer solchen Serie entscheidend sein kann. Für die Pistons spricht, dass sie mt Cade Cunningham sicher den formstärksten Spieler haben. Wenn der richtig Feuer fängt, kann er Partien praktisch im Alleingang (und etwas Harris-Hilfe) entscheiden.

❤️ Cavaliers

Ich habe sie vergangene Saison sehr liebgewonnen, als nach tollen Leistungen nur großes Verletzungspech einen tiefen Play-Run (und vielleicht sogar den Titel?) verhinderten. Man beweise mir das Gegenteil … Auch wenn die dazugekommenen Harden und Schröder nicht zu meinen Lieblingsspielern gehören, an der Grundsympathie hat sich nichts geändet

 

Ansetzungen (erste 4 Spiele)

Di., 01:00: Pistons – Cavaliers
Do., 01:00: Pistons – Cavaliers
Sa., 21:00: Cavaliers – Pistons
Di., 02:00: Cavaliers – Pistons

 

(3) New York Knicks – (7) Philadelphia 76ers

 

Beide Teams haben trotz Rückstands ihre Serien gegen die Atlanta Hawks und Boston Celtics für sich entschieden. Die Sixers in fremder halle in einem 7. Spiel. Sie zu unrtschätzen, wäe also nciht so schlau von den Knicks. Die ihrerseits aus den 2 verlorenen Partien gegen Atlanta ihre Lehren gezogen haben, da hat das Trainerteam großartige Arbeit geleistet.

New York und Philadelphia verbindet in allen Sportarten eine herzliche Abneigung. Es wird also zur Sache gehen, und hoffen wir, dass die Refs den überblick bewahren und ihre Objektivität trotz brodelnder Hallen bewahren. Dann steht einer tollen Serie wenig entgegen.

Ein großes Fragezeichen beherrscht die Szenerie. Wie steht es um die Fitness von Joel Embiid. Kann er an die Leistungen derletzten partien gegen Boston anknüpfen, dürften die Knicks im Wortsinne ein Riesen-Problem haben (das zweite heißt Tyrese Maxey).

 

Die Stars

 

Jalen Brunson ist die unbestrittene Nummer 1 der Knicks, emsiger Punktesammler und Ballverteiler. Trotz seine „nur“ 1,93 kaum aufzuhalten, wenn er zum Korb zieht, zumindest nicht mit fairen Mitteln.

Tyrese Maxey: Vielleicht der schnellste Spieler der gesamten Liga. Wenn er antritt, ist er auf und davon. Sein Dreier könnte noch öfter fallen, aber auf wen trifft das nicht zu?

 

Die wichtigsten Helfer

 

Karl-Anthony Towns: Ewig umstritten, aber so oft holt er die Kohlen aus dem Feuer, wenn es spitz auf knopf steht. Handelt sich allzu oft unnötige Fouls ein, weswegen er länger auf de Bak sitzt als ihm lieb ist. Gut, dass die Knicks auch noch einen OJ Amunoby haben, der mit Power und Wurfstärke die Spiele entscheidet.
Und wenn der Schuss danebengeht? Sammelt Rebound-Spezilist Mtchell Robinson die abprallenden Bälle ein.

Joel Embiid, ebenfalls ein ehemaliger MvP. Eine schier unendliche Veletzugnsserie verhinderte weitere Nominierungen, gegen die Celtics war er plötzlich zur Stelle, gerade in der Offensive auch jenseits de Dreierlinie.
VJ Edgecombe wiederum ist der Shooting-Star. De Rookie konnte voll überzeugen in seiner ersten Saison, von den Top-Neulngen hinerlässt er in den Play-offs den besten Eindruck. Scheißt sich nix, um es auf gut österreichisch zu sagen.

 

Die Verteidigung

Körperlich dagegenhalten, das ist das Konzept der Knicks, das zumindest ab Spiel 4 gegen die eher kleinen Hawks sehr gut funktioniert hat. Ob auch gegen einen Embiid, muss sich zeigen, zumal Towns sich trotz seinerGröße einige Aussetzer und wie gesagt überflüssige Fouls leistet.

Tyrese Maxey ist wegen seiner Schnelligkeit (auch im Kopf) extrem lästig. Ein wichtiger Mann ist auch KJ Oubre.

 

Die Bankspieler

 

Leichte Vorteile bei den Knicks, die wenigstens Jordan Clarkso und Mitchell Robinson bringen können, ohne dass es Substanzverlust gibt.

Bei den Sixers schaut es diesbezüglich trübe aus. Einzig Quentin Grimes streut den einen ode anderen Dreier ein, der Rest ist fast Schweigen. Vielleicht überrascht Andre Drummond.

 

🧠 Knicks

Sie wirkten nach dem Fehlstart gegen die Hawks sehr konzentriert, sehr fokussiert. Sie haben ihren Spielstil gefunden, der sie für mich zum Favorit im Osten überhaupt macht. Nadelstiche der Sixers wird es geben und vielleicht auch das eine oder andere unauflösbare Maxey-Problem. Im Zweifel hilft der heimische Madison Square Garden

❤️ Knicks

New York, New York: muss ich noch mehr sagen (es sei den es geht um die verhassten Yankees)? Die Stadt hat endlich mal wieder einen sportlichen Erfolg verdient, zumindest aber ein Conference-Finale.

 

Ansetzungen

 

Di., 02:00: Knicks – Sixers
Do., 01:00: Knicks – Sixers
Sa., 01:00 Sixers – Knicks
So., 21:30: Sixers – Knicks

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das wird Molympico, Sonntag

Alles Lindsey oder was? Nein, denn es wartet auch eine Mixed-Biathlon-Staffel und wahrscheinlich sogar deutsches Rodel-Gold. Zu sehen diesmal bei ZDF und Eurosport.

 

Pflichtprogramm

 

11:30: Abfahrt der Frauen

 

Sie hat es wirklich getan. Lindsey Vonn hat trotz des Kreuzbandrisses vor einer Woche tatsächlich zwei Trainingsläufe auf der Tofana in Angriff genommen und die Strecke ohne größere Probleme und sogar recht schnell gemeistert. Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht  sagen (das tun andere in aller Ausführlichkeit), außer: Drama-Queen, aber voller Respekt.
Wie es dann tatsächlich um die Amerikanerin bestellt ist, bleibt abzuwarten. Eine große Gegenspielerin wird Sofia Goggia sein. Wenn die italienische Draufgängerin, die im Zweifel ebenfalls alles riskieren wird, ohne Zwischenfälle durchkommt, sehe ich sie ganz vorne. Egal ob Vonn oder Goggia, der alte Skirennspruch „Sieg oder Akkia“ liegt mir auf der Zunge.
Im Gegensatz zu den Männern sind auch zwei Deutschinnen mitten drin im Medaillenrennen. Hier die reine Speed-Spezialistin Kira Weidle-Winkelmann, die in diesem Winter wieder zu alter Form gefunden hat. Dort die Allrounderin Emma Aicher. die so ruhig, ja gelassen fährt (die Schwedin in ihr?), dass man ihr nie ansieht, wie schnell sie eigentlich unterwegs ist. Allerdings hatte sie im Training so ihre Schwierigkeiten mit der anspruchsvollen Tofana, traditionell eine der Strecken im Kalender, wo Erfahrung hilft. Zum einen weil der Tofana-Schuss echte Überwindung kostet, zum anderen weil diese lange Passagen mit den weiten schnellen Kurven fast einmalig  sind im Rennkalender.
Eine andere US-Amerikanerin ist dagegen mehr als ein Gehemtipp: Breezy Johnson, ihres Zeichens Abfahrtsweltmeisterin und prädestiniert für Großereignisse. Es würde mich wirklich nicht wundern, wenn sie allen den Rang ablaufen würde. Ausnahmsweise dagegen habe ich weder eine Österreicherin  noch eine Schweizerin auf dem Medaillen-Zettel, Marjorie Blanc vielleicht ausgenommen. Irre, das hier zuzugeben, aber vielleicht dankt man mir in Austria (doch Conni Hütter?) meine Unfähigkeit der Vorhersage.

 

14:05: Biathlon, Mixed-Staffel

 

Seit 2014 ist diese Disziplin olympisch. Je 2 Männer und 2 Frauen bilden ein Team, jeder Läufer absolviert 6 Kilometer und muss  liegend und stehend je fünfmal schießen. Wie in den „normalen“ Staffeln gibt es 3 Nachlader pro Schießübung, wenn dann noch Scheiben stehen, gehts ab in die Strafrunde (und ein großer Seufzer durchs Antholzer Rund).
Die Idee des Verbandes: Auch kleinere Nationen sollen chancenreich an einer Staffel teilzunehmen. Die Realität sieht dann allerdings so aus, dass die erfolgreichen Biathlon-Nationen auch hier die Medaillen abräumen.
Die französische Staffel gilt als klarer Favorit, das größte Problem war, gerade bei den Frauen die richtige Auswahl zu treffen. Lou Jeanmonnot ist zwar unbestritten, aber dass sich die Trainer offenbar für Julia Simon entschieden und nicht für die in der Loipe so schnelle Justine Braisaz-Bouchet, mag überraschen
Härtester Konkurrent dürfte Norwegen sein, obwohl in dieser Saison die überragenden Boe-Brüder Tarjej und vor allem Johannes-tignes nicht mehr dabei sind. Doch das Reservoir scheint unendlich, und mit Schlussläuferin Maren Kirkeeide hat Norge einen echten Trumpf im Ärmel, wenn es am Ende eng werden sollte.
Und die Deutschen? Haben durchaus Medaillenchancen, vor allem neben Schweden und Gastgeber Italien. Weltcupsiegerin Franzi Preuß ist wie Philipp Nawrath gesetzt zu sein, ansonsten haben die Trainer die freie Auswahl zwischen guten, aber nicht überragenden Aktiven. Die Frage wird sein, ob sie eher auf verlässliche SchützInnen (Vanessa Voigt) oder starke LäuferInnen (Janina Hettich) setzen. Angesichts der eher kurzen Strecke scheinen die Schützen im Vorteil, siehe auch Frankreich und Simon.

 

Wird sicher spannend

09/13:30: Snowboard, Parallel-Riesenslalom, Frauen und Männer

 

Leicht wirds den lässigen Leuten auf den Boards nicht gemacht. Zunächst die Qualifikation, in der die Frauen und Männer einen Kurs auf Zeit fahren. Die jeweils 16 Besten qualifizieren sich fürs Achtelfinale, in dem es dann Frau vs Frau (Mann vs Mann) Runde für Runde bis ins Finale geht. Wenn ich es richtig sehe, gibt es in jeder Runde nur einen Lauf, der schnellere der Qualifikation darf dann wählen, ob es der rote oder der blaue Kurs  ist (was meist schon die halbe Miete ist, denn 2 völlig gleich schnelle Parcours sind praktisch unmöglich zu setzen).

 

18:34! Rennrodeln, Einer, Männer

 

Italienische Pünktlichkeit. Ehre, wem Ehre gebührt: Felix Loch kann tatsächlich zum dritten Mal Einzel-Olympiasieger werden und würde mit der deutschen Rodel-Legende Georg Hackl gleichziehen. Ausgerechnet Hackl könnte diesem Erfolg einen Strich durch die Rechnung machen, denn die von ihm trainierten Österreicher um Lukas Müller gelten neben Lochs Landleuten (Max Langenhan) als größte (ich sag fast einzige) Goldfavoriten. Hundertstel, vielleicht gar tausendstel werden im Eiskanal von Cortina entscheiden. Wers mag …

 

19:30: Eiskunstlauf, Team:

 

Am Abend kommen dann die Fans des Eiskunstlaufs auf ihre Kosten – und dies tatsächlich in Mailand selbst. Team-Entscheidung bedeutet, dass die besten sechs Mannschaften mit einem Paar, einer Frau und einem Mann antreten (nicht gleichzeitig, versteht sich). Wenn ich das richtig sehe, wären das 18 Weltklasseküren. Und der Eistanz? Da wird die Kür schon tags zuvor geboten, offenbar das hässliche Entlein im glamurösen Eiskunstlauf.

 

Und sonst:

 

  • Skiathlon der Männer (13:00): Die nehmen im Gegensatz zu den Frauen (siehe Samstag) sogar je 15 Kilometer klassisch und frei in Angriff. Alles andere als ein Sieg des Norwegers Johannes Klaebo wäre eine riesige Überraschung.

Sinner, Alcáraz und ein völlig offenes Frauenfeld

Das erste Grand-Slam-Turnier ist eröffnet. Seit Sonntag laufen die Australian Open und meine hoffnungsvollen Gedanken zu Alexander Zverev, naja, sind nicht Makulatur. Der Hamburge hat das knifflige Auftaktlos gegen den aufschlagstarken Kanadier Gabriel Diallo nach verlorenem ersten Satz recht sicher in vier Durchgängen für sich entschieden.

Ob es sich für ihn allerdings mit dem erhofften ersten Major-Triumph ausgeht, ist nach Lage der Dinge doch eher zu bezweifeln. Maß aller Dinge sind die „Unbesiegbaren Zwei“, also Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. In den vergangenen 2 Jahren haben sie die Grand-Slam-Titel unter sich aufgeteilt, zuletzt standen sie sich in drei Finali gegenüber(Paris/Alcáraz, Wimbledon/Sinner und NewYork/Alcáraz.

Der Vorsprung zum Rest erscheint sehr groß, wobei ich zumindest hinter dem Spanier zumindest winzige Fragezeichen setze. Zum einen ist er in Melbourne nie so recht klargekommen, Viertelfinali waren das höchste der Gefühle wie 2025, als er an Novak Djokovic scheiterte. Zum anderen bleibt abzuwarten, wie er die von ihm focierte trennung zu seinem Trainer Juan Carlos Ferrero verkraftet, der ihn in den vergangenen sieben Jahren zu seiner aufsehenerregenden Karriere verhalf.

Sinner ist nicht nur für mich der mehr oder weniger klare Turnierfavorit. Zuletzt siegte er zweimal Down under, vor allem 2025 geradezu ungefährdet wie im einseitigen Finale gegen Zverev. Nichts deutet darauf hin, dass er seit seinem Masters-Triumph in Turin an Form verloren hätte.

 

Best of the rest

 

Als Erstes nenne ich Novak Djokovic. 38 Jahre zählt der Serbe mittlerweile und doch muss ihn jder bei jedem Grand Slam auf dem Zettel haben. 2025 erreichte er bei allen vier Turnieren das Halbfinale, scheiterte allerdings viermal. Mittleweile fokussiert er sich nahezu ausschließlich auf die Grand Slams, der 25. Triumph (und der alleinige Einzelrekord) ist noch ein Ziel des Unersättlichen. Doch ob sein Körper mitspielt und 7 Best-of-5-Matches verträgt. Zweifel seinen erlaubt.

Alexander Zverev, der Weltranglistendritte, wäre der natürliche Top-Herausforderer. Vergangenes Jahr kam er in Melbourne tatsächlich ins Finale, da Tunier legt ihm also. Doch das restliche Jahr verlief alles andere als oin seinem Sinn: nur ein Turniersieg (in München), viele unnötige Niederlagen wie das Erstrundenaus gegen Rinderknech in Wimbledon. Der erste Auftritt war jetzt wacklig, doch das muss nicht unbedingt etwas heißen.

Dran sind eigentlich die US-Amerikaner. Taylor Fritz etwa spielt beeindruckendes Tennis, aber zum ganz großen Wurf fehlt immer etwas (zumindest im Vergleich zu „Sincaraz“). Noch begabter erscheint mit Ben Shelton, aber der ist sehr unkonstant, trotz seines grandiosen Aufschlags.

Persönlich bin ich aufs Auftreten des Tennis-Genie Alexander Bublik sehr gespannt, der im vergangenen Jahr pltzlich die Ernsthaftigkeit seines Sportes erkannt hat und gleich 4 Turniere gewann. Lokalmatador ist Alex De Minaur, dem nimmemüden Australier fehlt allerdings ein echter Gewinnschlag, Laufstärke allein reicht dann halt doch nicht, oder?

Rührselig wird es bei den Auftritten von Stan Wawrinka. De Schweizer triumphierte 2014 in Melbourne, jetzt hat er sein letztes Jahr auf der Profitour angekündigt. Jede Partie von ihm dürfte ein Ereignis werden. Taschentücher bereithalten für den Mann mit der schönsten (einhändigen) Rückhand. Ähnliches gilt für Gael Monfils.

 

Ich tippte Gauff

 

Leichtsinnig Dämlich wie ich bin, habe ich mich an einem Wettspiel für die AO beteiligt und schon das ganze Turnier durchgetippt. So leicht es mir fiel bei den Männern Sinner (als Alternative Alcáraz), so schwer war bei den Frauen. Am Ende stand zu meinem eigenem Erstaunen Coco Gauff auf dem Siegerzettel, doch bei näherem Nachdenken könnten dort auch ein halbes Dutzend anderer Frauen augetaucht sein. Für Gauff spricht, dass sie Grand-Slam-Turniere „kann“, bisher 2 Siege, zuletzt 2025 in Paris. Die Amerikanerin hat ein aggessives Spiel und keine echte Schwäche (wenn sie ihren Aufschlag im Griff hat).

Die Konkurrenz ist riesig, beginnt natürlich bei der Weltranglistenersten  Aryna Sabaenka (US Open 2025), geht über Iga Swiatek (Wimbledon 2025) zu Amanda Anisimova (jeweils die Finalistin). Oder wiederholt gar Titelverteidigerin Madison Keys ihr Husarenstück (da allerdings habe ich ernsthafte Zweifel)? Sehr stark schätze ich Lena Rybakina ein. Die Schweizerin Belinda Bencic hat gerade bei der Mixed-WM  einen derart vorzüglichen Eindruck hinterlassen, dass sie mehr als eine Geheimfavoritin ist.

Die Frauen-Konkurrenz ist auch deshalb tricky, weil es wie bei ganz normalen Turnieren über 2 Gewinnsätze geht. Ein schlechter Tag kann also schlechter kaschiert und ausgebügelt werden. Gefährliche Außenseiterinnen wie Karolina Muchova, Jessica Pegula und Mirra Andreewa warten nur auf ihre Chance.

 

Deutsche hoffen von Runde zu Runde

 

Im vergangenen Jahr wurde Lucky Lys geboren, natürlich nur im übertragenem Sinn. In der Qualifikationeigentlich gescheitert, rückte sie als sog. Lucky Loser ins Hauptfeld nach, gewann auch dank glücklicher Auslosung 3 Runden und scheiterte dann chancenlos an Iga Swiatek. Viele Weltranglisten, die es jetzt zu verteidigen gilt, aber die Auslosung meint es erneut nicht schlecht mit ihr mit dem Auftakt Sorana Cirstea und danach der zurzeit recht erratischen Naomi Osaka (wenn die japanerin allerdings den Ball trifft, dprfte es aussichtslos werden).
Auch bei Laura Siegemund und der nimmermüden Mama Tatjana Maria (sie kanns wahrscheinlich selbst nicht mehr hören) wäre jeder Rundengewinn ein Erfolg, mehr als das Achtelfinale erscheint allerdings utopisch.

Dsa gilt auch für die beiden Männer neben Zverev, Jan-Lennard Struff und Yannik Hanfmann. Letzterer gewann in der 1. Runde gegen Svajda, jetzt bekommt er es allerdings mit Alcáraz zu tun. Struff trifft zunächst auf Kopriva, danach wäre Taylor Fritz eine wohl unüberwindliche Hürde.

Wenn ich mir allerdings meine Tipps so anschaue: Es kommt sowieso anders, als ich denke. Vergnüglich wirds allemal!

 

Letzte Chance für die Ravens

Blick über den Teich

 

Für alle, die nach dem hoffentlich schön verbrachten Heiligen Abend schon genug vom Feiern haben, bringt der Blick über en Teich Verheißungsvolles: ein pickepackevolles NBA- und NFL-Programm über die echten Feiertage.
Und so sehr ich mich auch auf die Relive-Spiele nach einem hoffentlich schönen Maultaschenessen mit der Schwester und Freunden freue, wirklich relevant sind die 5 „Christmas Games“ heute ab 18 Uhr nicht. Klar, es wird ein Stelldichein toller Spieler  und toller Teams (die Superstars wie Jokic und Shai und Brunson) und solche, die noch ganz am Anfang ihrer verheißungsvollen Karriere stehen (Wembanyama und Flagg fallen mir als Erste ein). Doch für kein Team wäre eine Niederlage en Desaster, so ärgerlich sie auch sein mag vor der landesweiten Öffentlichkeit.

 

NFL

 

Ganz im Gegensatz zum Football. Hier steht ab Donnerstag bis Dienstagmorgen der vorletzte Spieltag der regulären Saison an. Einige Teams sind sicher in den Play-offs, manche stehen unmittelbar davor und brauchen nur noch einen Sieg, und manche kämpfen um die letzte Chance und benötigen 2 Siege (und ggf. dazu noch Hilfe). Die meisten Teams, so ehrlich muss ich dann auch sein, haben sich schon aus dem Play-off-Rennen auch rechnerisch verabschiedet.

 

AFC

 

Soviel vorweg. In keiner der 4 Divsionen steht der Divisionssieger fest. Ausgerechnet die Pittsburgh Steelers sind das einzige Team, das auf den Zweiten schon 2 Siege Vorsprung hat, dem in 2 Partien ein Sieg (und sogar ein eher theoretisches Remis) reicht

 

Eastern Division

 

Nachdem die New England Patriots eher wundersam auch die Hürde bei den Detroit Lions genommen haben, gehen sie mit einem Erfolg Vorsprung auf die Buffalo Bills in die letzten beiden Partien. Beide Teams müssen noch bei den New York Jets antreten (die Pats diese Woche, die Bills in der nächsten). Außerdem empfanen die Pats diese Woche die Philadelphia Eagles (das klingt zwar schwser, aber diese stehen schon als NFC-East-Sieger fest und können es ruhig angehen). Alles sprich also für die Patriots, die wie die Bills auf jeden Fall das Play-off-Ticket sicher haben (siehe Wild Card). Dolphins und Jets sind raus.

🧠 Patriots

 

North

 

Wie gesagt: Die Steelers haben 2 Siege Vorsprung auf die Baltimore Ravens, am letzten Spieltag kommt es in Pittsburgh noch zum direkten Duell. Um es darauf nicht ankommen zu lassen, müssen die Steelers deshalb unbedingt bei den Cleveland Browns punkten, was angesichts der Schwäche des Kontrahenten eine Pflichtübung sein müsste, ja wenn es nicht die besondere Rivalität gäbe. Die Ravens ihrerseits müssen auf jeden Fall ihre restlichen beiden Spiele gewinnen (am Sonntag bei den Green Bay Packers, viels Spaß dabei), um ihre theoretischen Chancen  auf den Divsionssieg zu wahren. Der Wildcard-Platz ist schon perdu. Ganz raus sind die Bengals und Browns.

🧠 Steelers

 

South

 

Die Jacksonville Jaguars führen mit einem Spiel (11:4) vor den Houston Texans (10:5). Höchstens Chancen auf die Wild Cards haben die so gut gestarteten Indianapolis Colts (8:7). Es gibt kein direktes Duell mehr, je eines haben Jaguars und Texans für sich entschieden.
Um den Divisionssieg zu sichern, müssen die Jaguars ihre beiden Spiele bei den Colts und gegen die Titans gewinnen. Velieren sie nur eine Partie, würden sie die Texans mit 2 Siegen bei den Los Angeles Chargers (Sa., 22:30) und gegen  die Colts überflügeln, aber auch nur dann.

🧠 Jaguars

 

West

 

Die Denver Broncos liegen ein Spiel vor den LA Chargers. Am letzten Spieltag kommt es in Denver noch zum diekten Duell (das erste in LA haben die Chargers gewonnen, fürhen also zurzeit im direkten Duell). Zuvor stehen diese Woche noch die Partien Broncos bei den Kansas City Chiefs (ohne Patrick Mahomes kaum wettbewerbsfähig/Fr., 02:15) und Chargers vs Texans (Sa., 22:30) an.
Beide Teams sind sicher in den Play-offs, sicher raus sind Chiefs und Las Vegas Raiders.

🧠 Broncos

 

Wild Card

 

2 der 3 Wildcard-Plätze sind vergeben, jeweils an den Zweiten der Divisionen East (Bills/Patriots) und West (Cargers/Broncos). Die klar besten Karten um den letzten Spot haben die Texans: 2 Siege Vorsprung auf die Colts, das muss sich ausgehen.

 

NFC

 

East

 

Die Eagles stehen als Divisionssieger fest, Cowboys, Comanders und Giants ohne Chance auf einen Wildcard-Platz

 

North

 

Die Chicago Bears führen mit 1,5 Siegen Vorsprung auf die Green Bay Packers, die ihr Remis in Dallas bei den Cowboys noch bereuen könnten. Ein Sieg bei den San Francisco 49ers, und der nie erwartete Divisionssieg wäre erreicht. Ist angesichts der Gegner allerdings keine Selbstverständlichkeit. Die Packers ihrerseits müssen beide Partien gegen die Baltimore Ravens (So., 02:00) und bei den Minnesota Vikings gewinnen. Sollte das gelingen, hätten sie  unabhängig vom Divisionssieg einen Wildcard-Spot sicher.
Die Detroit Lions haben nach ihren Niederlagen zuletzt bestenfalls noch theoretische Chancen auf eine Wild Card, die Vikings noch nicht einmal diese.

🧠 Bears

 

South

 

Unfassbar, aber die Carolina Panthers führen die Division weiter an mit einem vor auf die Tampa Bay Buccaneers. Das Restprogramm ist allerdings happig: Gegen die Seattle Seahawks, das zurzeit beste Team der gesamten Liga (So., 19:00) und dann nächste Woche zum möglichen Showdown in Jacksonville. Die wiederum sollten am Sonntag (19:00) bei den Colts mit deren Veteranen-Quarterback Philip Rivers (45) ihrer Favoritenstellung gerecht werden.
Eines ist jetzt schon klar: De Zweite dieser Division wird auf keinen fall einen Wildcard-Platz erringen.

🧠 Buccaneers

 

West

 

Was für eine Division! Die drei Teams Seattle Seahawks (12:3), San Francisco 49ers und LA Rams (je 11:4) havben das Play-off-Ticket mindestens über die Wild Card sicher. Das Fiese ist der irre Un terschied zwischen Diviskionssieg und den Plätzen 2 und 3. Wer Rang 1 schafft, dürfte alle Wahrscheinlichkeit nach auf den ersten Platz in der gesamten Conference inne haben mit Freilos in der 1. Runde und Heimrecht bis inklusive Conference Final. Die anderen beiden müssen dagegen im Wildcard-Spiel auswärts bei einem der anderen Divisionssieger antreten (gnädigerweise den beiden schlechtesten).
Gewinnen die Seahawks beide Spiele bei den Panthers (So., 19:00) und eine Woche danach bei den 49ers, ist die Sache mit dem Divisonssieg geritzt. Aber auch die 49ers haben den Divisionssieg in der eigenen Hand. Wenn sie nämlich nicht nur die Seahawks nächsten Sonntag im eigenen Stadion schlagen (dort wird übrigens auch der Super Bowl diese Saison ausgetragen), sondern auch diese Woche (Mo., 02:20) gegen die Chicago Bears.
Die Rams müssen also auf mehrere Ausrutscher hoffen, damit das mit den Divisionssieg noch klappt. Voraussetzung ist ohnehin, dass sie ihrerseits ihre Spiele bei den Atlanta Falcons (Di., 02:20) und gegen die Arizona Cardinals gewinnen, was wiederum zu erwarten ist.

🧠 San Francisco 49ers

 

Wild Card

 

Zwei Spots der 2 West-Verlierer im Triell 49ers, Seahawks und Rams sind vergeben. Bleibt das nord-interne Duell zwischen Packers und Lions, in dem die Packers besagte 1,5 Siege Vorsprung haben. Ein Sieg der Packers gegen Ravens oder bei den Vikings würde reichen, dann würden auch 2 Erfolge der Lions ebenfalls bei den Vikings und bei den Bears nichst mehr nutzen.

🧠 Packers

 

Nach diesem Spieltag werden wir erheblich schlauer sein …