von Münchner Löwe | Okt. 20, 2026 | MLB, WNBA
Blick über den Teich, MLB und WNBA
Jetzt steht es fest. In der MLB wird es einen neuen Meister geben. Denn die World Series werden ab Fretag Nacht die bisher titellosen Milwaukee Brewers und Tampa Bay Rays bestreiten.
Einen Auswärtserfolg gab es dagegen im 2. Finalspiel der WNBA. Atlanta Dream siegte dank einer überzeugenden 2. Halbzeit mit 79:65 bei den Golden State Valkyrie und stellte in der Serie auf 1:1.
ALCS: TAMPA BAY RAYS – Cleveland Guardians 7:3 (Endstand: 4:2)
Im 8. Inning mussten die Rays noch mal richtig zittern. Beim Stand von 5:1 (2 Out, 2 Guardians auf den Bases 1 und 2) wechselte Team-Manager Kevin Cash den Ersatzwerfer Ian Seymour ein, und der hatte extreme Probleme mit der Strikezone. Mit dem ersten Walk (vs Travis Bazzana) lud er die Bases. Danach der nächste Walk (Patrick Bailey) – nur noch 5:2. Eine Auswechslung war den Regeln noch nicht möglich, aber Seymour blieb erratisch. Mit dem nächsten Wurf traf er Angel Martinez – Hit by Pitch und ein weiterer Punkt für die Guardians zum 5:3. Erst jetzt konnte Seymour von seinem Pitcher-Elend erlöst werden, doch die Situation blieb bei immer noch geladenen Bases bedrohlich. Wie gut, dass für die Rays Kevin Kelly die Nerven behielt und Brayan Rocchio per Strike out ausmachte.
Im unteren 8. Inning beseitigte dann Yandy Diaz mit seinem 2-Run-Homer letzte Zweifel am Sieg der Gastgeber und den Einzug in die World Series, erstmals seit 2020 und insgesamt zum dritten Mal (2008).
Vielleicht wird dann das Tropicana Field ausverkauft sein, denn nicht einmal fürs 6. Spiel der ALCS wurden alle Karten verkauft. Immerhin: Diejenigen, die gekommen waren (offiziell: 40.230), machten viel Stimmung. Sie sahen die frühe Führung im 2. Inning durch einen 2-Run-Double von Richie Palacios, die Johnny de Luca mit einem Sacrifice Fly im 3. Inning auf 3:0 ausbaute. Das notgedrungen erstellte Konzept der Guardians ohne echten Starting Pitcher ging nicht auf, zumal die Offensive ihre durchaus verhandenen Chancen nicht in Runs verwandeln konnte. Zwar verürzten die Guardians auf 1:3, doch Rays Starspieler Junior Caminero hatte umgehend die Antwort und drosch im 7. Inning einen 2-Run-Homer (seinen ersten in der Post Season überhaupt) zum 5:1 über den Zaun. Die vermeintliche Vorentschedung, ehe es Seymour im 8. nning noch mal spannend machte.
Brewers Favorit in den World Series
Ab Freitagnacht bekämpfen sich also Brewers und Rays in den World Series. Vieles spricht nach dem beeindruckenden 4:0-Sweep gegen den Titelverteidiger Los Angeles Dodgers für die Brewers, zumal sie sich vier Tage länger ausruhen durften (gerade für die WErfer von großer Bedeutung am Ende der strapaziösen Saison) und in einem eventuell entscheidenden 7. Spiel aufgrund der besseren Saisonbilanz Heimvorteil genießen würden. Die Wettanbieter sehen die Brewers sogar recht klar vorn (1:1,6/Brewers respektive 1:2,24/Rays)
Doch die Rays haben meines Erachtens mehr als nur Außenseiter-Chancen. Viel wird vom ersten Spiel abhängen, wenn die besten Starting Pitcher der Teams, Jakob Misiriowski und Drew Rasmussen, aufeinandertreffen. Gerade der während der Saison überragende Misiriowski hinterließ bisher in den Play-offs zumindest kleine Fragezeichen, kam in seinen Partien nie übers 5. Inning hinaus. Wobei die unfassbar starken Ersatzwerfer nahezu unangreifbar waren.
World Serie, Ansetzungen (MESZ/MEZ)
Sa., 02:00: Brewers – Rays
So., 02:00: Brewers – Rays
Di., 01:00: Rays – Brewers
Mi., 01:00: Rays – Brewers
Do., 01:00: Rays – Brewers *
Sa., 01:00: Brewers – Rays *
So., 01:00: Brewers – Rays *
* wenn nötig
Verschiebungen wegen Wetterungills wird es nicht geben, beiden Stadien sind überdacht, in Milwaukee zumindest bei Bedarf.
Zu beachten ist, dass in Europa schon nächsten Sonntag die Uhren zurückgestellt werden, in den USA erst eine Woche später.
WNBA: Golden State Valkyries – Atlanta Dream 65:79 (1:1)
Ausgleich in der Finalserie, die zum ersten Mal im Modus Best of 7 ausgetragen wird. Nahezu ausgeglichen war die 1. Halbzeit. Dabei konnte sich Atlanta bei der fulminanten Angel Reese bedanken, die in den ersten 20 Minuten ihr Team fast allein im Spiel hielt mit 15 Punkten und 7 Rebounds, davon 3 am offensiven Brett, so dass die Gäste mit einem 2-Zähler-Vorsprung (39:37) in die Pause gingen.
Die Hoffnungen der heimischen Fans (wieder alle fliederfarben gekleiden, recht gewöhnungsbedürftig) auf eine Wende und den zweiten Heimsieg zerschlugen sich schnell. Das 3. Viertel war eine einzige Demonstration der Dream, die teilweise traumhaften Team-Basketball zelebrierten, während bei Golden State nichts mehr zusammenging. Sinnbildlich die letzte Aktion des Abschnitts, als Dream-Spielmacherin Jordan Canada mit der Sirene aus weiter Entfernung den Dreier versenkte.
Mit 21:9 holten sich die Gäste das Viertel, und diesen Vorsprung bauten sie auf bis zu 21 Punkte aus. Reese war weiterhin kaum aufzuhalten, legte letztlich 30 Punkte auf und sammelte 16 Rebounds. Bei den Gastgebern blieben vor allem im 2. Durchgang alle Akteurinnen unter ihren Möglichkeiten, exemplarisch sei Gabby Williams genannt (5 Punkte, 2/10 erfolgreiche Würfe).
Weiter geht es jetzt mit 2 Spielen in Atlanta, danach wechselt der Heimvorteil von Partie zu Partie.
Ansetzungen
Do., 02:00: Dream – Valkyrie (1:1)
Sa., 19:00: Dream – Valkyrie
Di., 01:00: Valkyrie – Dream
Fr., 01:00: Dream – Valkyrie *
So., 01:00: Valkyrie – Dream *
* falls erforderlich
von Münchner Löwe | Okt. 15, 2026 | MLB
Blick über den Teich, MLB
Der Favorit wankt, und vielleicht fällt er schon heute Nacht. In den Conference Series der National League liegen die Los Angeles Dodges mit 0:3 Siegen zurück. Eine weitere Niederlage, und der Traum des dritten Erfolgs in Folge ist ausgeträumt.
Dabei sah es im dritten Spiel, den ersten im heimischen Dodgers Stadium gut aus. Den nach dem 6. Inning führten die Kalifornier mit 2:1. Doch dann trat im 7. Abschnitt die Nemesis der Dodgers an die Platte: Jack Bauers. Wie in Spiel 2, als er Yoshinobe Yamamoto gleich 13 Pitches abnötigte, verwickelte er den Starting Pitcher Blake Snell in ein ewig langes at bat, ehe er den 10. Pitch voll traf und über den Zaun drosch – 2 Punkte für die Brewers, weil zuvor schon Christian Yelich per Walk auf die erste Base gerückt war. Damit nicht genug. Snell blieb auf dem Mound, allerdings sichtlich angefasst, und Garrett Mitchell schaffte einen weiteren Homerun zum vorentscheidenden 4:2.
LA hatte gegen die erneut sehr starken Einwechsel-Werfer nichts mehr zuzusetzen, die 2 weiteren Punkte der Brewers waren nur noch von statistischer Bedeutung.
0:3 steht es also vorm heutigen 4. Spiel, abermals in LA. Erst ein einziges Mal in der MLB-Geschichte wurde ein derartiger Rückstand noch in einen Sieg umgewandelt, 2004 waren das die Noston Red Sox gegen die New York Yankees. Und nicht nur die Statistik spricht klar gegen den Titelvergteidiger. Die Brewers zeigen sich in fast jeder Beziehung (Werfen, Verteidigen, Schlagenals das bessere Team. Gerade die AStar-Spieler der Dodgers spielen weit unt4er ihren Möglichkeiten wie etwa Shohei Ohtani, auch wenn dem Japaner mal wieder ein Hit gelang. Dass gerade diese Stars noch rechtzeitig wieder aufwachen, dass ist der äußerst dünne Hoffnungsstreifen, an den sich die Fans klammern.
Rays machen Auftaktpleite wett
Die Serie in der American League zwischen den Tampa Bay Rays und den Cleveland Guardians ist nach 2 Partien in Tampa dagegen völlig ausgeglichen. Die zuvor recht klar favorisierten Rays verloren zwar die erste Partie mit 3:7, konnten aber durch ein 3:1 in de 2. Partie ausgleichen. Dabei profitierten sie allerdings von einem ganz dummen Fehler von Guardians-Supestar José Ramirez, der einen einfachen Ball durch die Beine rutschen ließ. Eine ganz starke Leistung zeigte Rays-Pitcher Freddy Peralta, der in 6 Innings keinen einzigen Run zuließ. Zur genau richtigen Zeit in Topform, denn bis dato zeigte der 30-Jährige nach dem Wechels im Sommer von den New York Mets allenfalls durchschnittliche Leistungen.
Ansetzungen
Do., 19:00: AL: Guardians – Rays (1:1) die Partie wurde aufgrund eines drohenden Unwetters vorverlegt
Fr., 02:00: NL: Dodgers – Brewers (0:3)
Sa., 00:00: Guardians – Rays (4. Spiel)
Sa., 03:00: Dodgers – Brewers (5. Spiel, wenn nötig)
So., 02:00: Guardians – Rays (5. Spiel)
von Münchner Löwe | Okt. 11, 2026 | MLB
Blick über den Teich, MLB
CLEVELAND GUARDIANS – Chicago White Sox 2:0 (Endstand: 3:2)
Die Cleveland Guardians haben ihre Aufholjagd in der ALDS (American League Division Series) gekrönt. Nachdem sie die ersten beiden Spiele zu Hause gegen die Chicago White Sox verloren hatten, gewannen sie nicht nur die zwei folgenden Partien in Chicago, sondern auch den Showdown letzte Nacht wieder in Cleveland. Sie sind damit erst das vierte Team in der Geschichte der MLB, das in eine Best-of-5-Serie nach zwei verlorenen Heimpartien noch weitergekommen ist.
Ein großartiges Pitching der gesamten Guardians-Crew undd ein unglaublicher Homerun für 2 Punkte von Superstar José Ramrez im 4. Inning legten den Grundstein zum Erfolg. Ramirez kratzte den von Sox-Pitcher Sean Burke eigentlich sehr gut platzierten Ball praktisch von der Grasnarbe und beförderte ihn über den Zaun. Nur 22 Zentimeter über dem Boden befand sich der Ball, wurde schnell vermessen. Statistikern zufolge der niedrigste Wert seit 2008 in der gesamten Liga, aus dem ein Homerun geschlagen wurde (ich liebe die MLB-Zahlereien).
Zahlereien, die vor allem den White-Sox-Schlagmännern ein geradezu beschämendes Zeugnis bescheinigen. Mehrere Negativ-Rekorde stellten sie auf. Insgesamt 21 Strikeouts kassierten sie, das ist der höchste Wert in der Play-off-Geschichte, wenn das Spiel über die normale Distanz von 9 Innings gegangen ist. Gleich zwei Sox schlugen den sogenannten „Golden Sombrero“: Murakawi und Benintendi standen jeweils viermal am Schlag und wurden viermal per Strikeout ausgemacht. Schlimm genug, noch schlimmer allerdings wenn ich bedenke, dass die beiden in der Schlagordnung in der Mitte stehen und eigentlich für Runs sorgen sollen. Wie Murakawi im sechsten Inning beim Stand von 0:2, als die Bases alle besetzt waren und ein Hit den Ausgleich, vielleicht sogar die Führung gebracht hätte.
Natürlich muss ich die Guardians-Werfer loben, die einen überragenden Job gemacht haben. Starting Pitcher Gavin Williams hatte einen tollen Abend und servierte gleich 12 Strikeouts. Als ihn doch ein wenig die Kräfte und Genauigkeit verließen und er die Bases lud, sprangen die Ersatzwerfer ein und ließen die White Sox verzweifeln. Da nutzte den Gästen wenig, dass auch ihre Pitcher sehr wenig zuließen. In so engen, von Werfern dominierten Partien, genügt dann halt oft der eine Geniestreich. Wie der von Ramirez
Conference Series stehen fest
Ein Quartett ist also übriggeblieben, das um den Titel kämpft. In der National League bestreiten die Milwaukee Brewers und Titelverteidger Los Angeles Dodgers ab heute Nacht die Conference Series, in der American League sind das die Tampa Bay Rays und eben die Guardians (1. Partie morgen Nacht in St. Petersburg). Milwaukee und Tampa genießen in einem möglicherweise entscheidenden 7. Spiel Heimvorteil,
Die Serie zwischen den Brewers und Dodgers sehe ich recht offen, mit leichten Vorteilen des Titelverteidigers aus LA. Der nach den beiden Triumphen 2024 und ’25 einfach das Selbstvertrauen für heikle Situationen hat, während Milwaukee eher noch am Anfang der Entwicklung steht. Ein 4:0-Durchmarsch für die Dodgers wie noch vergangenes Jahr würde mich allerdings wundern, denn Milwaukee hat seitdem viel gelernt. Gerade in der extrem engen Serie gegen die San Diego Padres hat das Team echte Klasse gezeigt.
In der American League gelten (nicht nur) für mich die Rays als klarer Favorit. Ein Team ohne echte Schwäche und durchweg großartigen Werfern. Zumal diese sich seit Mittwoch ausruhen konnten, während die Guardians bis zuletzt gefordert waren und gerade ihre Werfer sehr anstrengende Tage hinter sich haben. Andererseits fahren die Brewers mit der Euphorie eines nicht mehr für möglich gehaltenen Coups nach Florida und mit der Erkentnis, dass eigentlich nichts mehr schrecken kann.
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen und freue mich auf tolle Baseball-Tage.
Ansetzungen der jeweils ersten vier Partien
National League
Mo., 02:00: Brewers – Dodgers
Mo., 23:00: Brewers – Dodgers
Do., 02:00: Dodgers – Brewers
Fr., 03:00: Dodgers – Brewers
American League
Di., 02:00: Rays – Guardians
Mi., 02:00: Rays – Guardians
Fr., 00:00: Guardians – Rays
Sa., 00:00: Guardians – Rays
von Münchner Löwe | Okt. 10, 2026 | basketball, WNBA
Blick über den Teich, WNBA
Nach den Yankees in der MLB (0:3 gegen Tampa Bay) hat es in den Play-offs auch die Basketball-Spielerinnen der New York Liberty erwischt. Gegen Atlanta Dream verlor das Team um die deutsche Nationalspielerin Leonie Fiebich auch die dritte Partie der Best-of-5-Serie und muss die Titelhoffnungen begraben.
Werbung für Frauen-Basketball im Barclays Center
Es war eine extrem rassige und umkämpfte Partie im Barclays Center, wo auch die NBA-Männer der Brooklyn Nets zuhause sind. So stimmungsvolle, ja aufgeheizte Zuschauer habe ich Frauen-Mannschafts-Sport noch selten gesehen. Das übertrug sich aufs Parkett, wo die Akteurinnen immer wieder aneinandergerieten. Oft im Brennpunkt stand die bärenstarke Angel Reese von den Gästinnen, die in mehrere Scharmützel verwickelt war. Vor allem aber mit ihrer Leistung überzeugte, am Ende hatte sie 22 Punkte gesammelt und war damit Top-Scorerin ihres Teams.
Bei Liberty kam Superstar Breanna Steward nur schwer in die Gänge. Die wertvollste WM-Spielerin verwandelte in der 1. Hälfte gerade mal einen ihrer (nur) 6 Würfe. Einzig zwei Zirkus-Dreier von Sabrina Ionescu und die unermüdlich ackernde Center-Spielerin Jonquel Jones und deren Offensiv-Rebounds hielten die Gastgeberinnen in der Partie.
Die 2. Hälfte war ein einziges Auf und Ab, kein Team konnte sich absetzen. Jeder Ball umkämpft, jeder Wurf musste erarbeitet werden. Steward fand in die Partie (am Ende standen wie bei Jones 26 Punkte zu Buche), allerdings auch auf der anderen Seite Jordin Kanada, die in den zweiten 20 Minuten 16 Zähler erzielte. Beide Trainer, es sind tatsächlich Männer, vertrauten im 2. Durchgang fast ausschließlich denselben zehn Spielerinnen, am Ende war der Kräfte-Verschleiß gerade bei den Leistungsträgerinnen unverkennbar, Ballverluste prägten die Begegnung.
Der letzte von Atlanta hätte Dream (tatsächlich auch wegen der berühmten Rede von Martin Luther King in Atlanta) beinahe noch den Sieg gekostet. Leonie Fiebich klaute 17 Sekunden vor dem Ende den Ball, als sie einen Pass abfing. Beim Stand von 83:85 aus New Yorker Sicht hätten die Gastgeberinnen mit einem Zweier ausgleichen und mit einem Dreier sogar gewinnen können. Doch der Angriff versandete,weil Breana Steward einen ihrer Meinung nach „leichten Korbleger“ verpasste. So rettete Atlanta den Sieg über die Zeit und sicherte sich die Serie mit 3:0 Siegen. Das klingt viel deutlicher, als es die knappe Auseinandersetzung dieser beiden Teams war. Die letztlich Werbung für den Frauen-Basketball waren.
Damit ist auch die letzte deutsche Nationalspielerin (ein halbes Dutzend versucht derzeit sein Glück) aus den Play-offs ausgeschieden. Fiebich rackerte mehr fast 37 (von 40 möglichen) Minuten und war in der Verteidigung ein wichtiger Faktor (siehe der Steal). In der Offensive allerdings blieb sie äußerst zurückhaltend (8 Punkte, 1 Assist), das war in der Runde zuvor beim Ligaprimus Minnesota Lynx noch anders. Dennoch kann Fiebich auch in dieser Saison mit ihrem Auftritt in der stärksten Basketball-Liga der Welt generell zufrieden sein, auch wenn es nicht wie 2024 zum Titel reichte.
Auch Golden State im Finale
Der Kontrahent für die Atlanta Dream in der Endspielserie steht schon fest. Die Golden State Valkyries gewannen ebenfalls in drei Partien über Las Vegas Aces. Auch hier stand die dritte Begegnung Spitz auf Knopf, ging sogar in die Verlängerung. In den zusätzlichen fünf Minuten erwies sich Golden State als klar besser und abgezockter, auch weil die bis dato zurückhaltende französische Ausnahmespielerin Gabby Williams endlich aufwachte und alleine in dieser Zeit 8 ihrer 16 Punkte auflegte.
Da beide Halbfinalserien vorzeitig beendet wurden, haben die Teams jetzt eine längere Pause. Die sie auch dringend brauchen können, denn erstmals in der WNBA-Geschichte wird das Finale im Format Best of 7 ausgespielt. Die erste Partie findet erst in der Nacht zum nächsten Samstag in San Francisco (Golden State) statt. Die Valkyries hätten augrund der besseren Platzierung im Grunddurchgang auch in einem 7. und entscheidenden Spiel den Heimvorteil – in de Nacht zum 31. Oktober, wer so weit vorausplanen will.
von Münchner Löwe | Okt. 6, 2026 | MLB
Blick über den Teich, MLB
Jeweils die zweite Partie der 4 Best-of-5-Serien der Divisional Series sind absolviert, doch nur eine ist geteilt. Ausgerechnet der Titelverteidiger Los Angeles Dodgers hat nach gewonnenem ersten Spiel die zweite Begegnung gegen die Atlanta Braves verloren.
NL: Milwaukee Brewers – San Diego Padres 4:3 (Stand: 2:0)
Wenn sich die Padres bisher auf einen Mann verlassen konnten, dann auf ihren überragenden Closer Mason Miller. Closer, dass sind die besonders wurfkräftigen Männer, die am Ende der Partie den Vorsprung in einen Sieg ummünzen, und Miller gilt als der beste seiner Zunft. Und so verbuchte wahrscheinlich jeder außer ein paar sehr optimistische Brewers-Fans den Sieg für San Diego, als es beim Stand von 3.2 ins letzte und entscheidende Inning ging.
Dann passierte das Unvorstellbare. Mason Miller bekam die Flatter. Gleich mit drei Walks lud er die Bases. Als für die Brewers Jackson Chourio an den Schlag kam, hätte die Spannung nicht größer sein können. Geladene Bases bei 2 Outs. Pitchcount 2 Balls und 2 Strikes. Den nächsten Pitch erwischte Chourio zu einem unerreichbaren Single, und seine Mitspieler Christian Jelich und Sam Frelich kamen ins Ziel und drehten mit ihren Runs das Ergebnis. 4:3 für die Brewers, und die zuvor schon sehr ernüchterten Zuschauer (in der Bierstadt Milwaukee bestimmt nicht mehr nüchtern) drehten komplett durch und feierten eine nicht mehr erwartete Siegespartie. Die Überraschungsfeste sind aber sind, wie jedermann weiß, die allerschönsten. Mit 2:0 und breitester Brust fahren die Brewers nun nach San Diego, wo heute Nacht unserer Zeit die 3. und vielleicht letzte Partie dieser Serie ansteht.
Chourio aber avancierte zum 2. Mal zum Matchwinner gegen San Diego. Schon in Spiel 1 hatte der venezolanische Weltmeister einen 2-Run-Homer geschlagen und zudem den obskuren Decken-Abpraller gefangen.
NL: Los Angeles Dodgers – Atlanta Braves 2:3 (1:1)
Die erste Überraschung zumindest für mich schon die Aufstellung de Dodgers. nicht Yonishibo Yamonmoto stand als Starting Pitcher auf dem Mound, sondern Blake Snell. Also nicht der überragende Japaner, der im vergangenem Jahr für 3 Siege in den World Series verantwortlich war.
Die Braves brachten Snell schnell in Bedrängnis, luden schon im 1. Inning die Bases, brachten aber letztlich nur einen Run auf die Anzeigentafel. Auch in den folgenden Innings hatte Snell Probleme mit der Strikezone, so dass Team-Manager Dave Roberts seinen Starting Pitcher schon nach 3.2 Innings bei insgesamt 5 Walks und 3 Hits vom Mound nahm und dem Bullpen (Ersatzwerfern) das Vertrauen schenkte, die aber vielleicht die einzige Schwäche im Luxuskader der Kalifornier sind.
Immerhin: Im 4. Inning glich Freddie Freeman mit einem Solo-Homerun für die Dodgers aus, Kyle Tucker und Andy Pages kamen danach auf die Bases 1 und 2 bei nur einem Out. Doch der eingewechselte Releive Pitcher Grant Holmes bereinigte die Situation ohne weiteren Schaden.
Das sollte sich aus Sicht der Dodgers rächen: Nach einem Wild Pitch im 5. Inning sprintete Michael Harris von der 3. Bases aus ins Ziel, und im 7. Inning erhöhte erneut Harris mit einem RBI-Double auf 3:1. Max Muncy schaffte zwar im 9. Inning mit einem Homer noch den 2:3-Anschluss, doch das war zu wenig.
Yamamoto wird heute in Atlanta in Spiel 3 für die Dodgers werfen. Auf der Gegenseite steht der in der Wild Card gegen Philadelphia überragende Chris Sale.
AL: Cleveland Guardians – Chicago White Sox 3:4 (0:2)
Eine brillante Leistung von Releive Pitcher Sean Burke ebnete den Sieg für die White Sox, die nur noch einen Erfolg vom Conference Finale entfernt sind. Im 3. Inning kam er ins Spiel (schon als 3. Pitcher seines Teams). Was er danach vollbrachte war außergewöhnlich. In 5.1 Inning ließ er nur noch einen einzigen Run zu, bei nur einem Hit und einem Walk zu. Ansonsten brachte er die Guardians-Schlagmänner zur Verzweiflung.
2:0 hatten die Gastgeber geführt, und ihr Starting Pitcher Gavin Williams hatte zunächst keine Mühe und in ließ in den ersten 5 Innings nur einen Run zu zum 1:2-Anschluss. Im 6. Inning allerdings war nach einem Single Schluss für ihn, ob zu früh, darüber werden in den nächsten tagen die Experten diskutieren. Sein Ersatz Erik Sabrowski, normalerweise sehr verlässlich, erwischte einen furchtbaren Abend und wackelte bedenklich. Es war dann Braden Montgomerys Double, der Chicago 2 Punkte zur 3:2-Führung brachte, und unmittelbar danach erhöhte Chase Meidroth mit einem RBI-Single auf 4:2.
Dem hatten die Guardians nichts mehr entgegenzusetzen, eben weil Sean Burke so großartig pitchte und Closer Grant Taylor ebenfalls nichts mehr anbrennen ließ.
Am Mittwoch gehts in Chicago weiter, das Stadion ist ausverkauft. Nach langen Jahren des Darbens (negativer Höhepunkt: 2 Saisons mit 100+ Niederlagen) dürsten die Whitesox-Fans nach erfolgreichem Baseball.
Tampa Bay Rays – New York Yankees 5.2 (2:0)
Cam Schlittler konnte es dann auch nicht richten. Nachdem der Yankee-Ptcher in der Wild-Card-Runde gegen Boston brilliert hatte, erwischte er einen extrem bescheidenen Tag, einen der schwächsten in dieser Saison. Wenig hilfreich war allerdings eine katastrophale Yankees-Veteidigung, die insgesamt gleich 5 Errors fabrizierte, so viele wie noch nie in einem Play-of-Spiel. Das zeigt auch die offizielle Statistik. 4 Runs musste Schlittler hinnehmen, allerdings werden ihm nur 2 angerechnet (Earned Runs), die anderen beiden geschahen durch fürchterliche Fehler im Fielding. Jener Disziplin, die oft vernachlässigt wird, die aber doch so entscheidend ist, um Spiele zu gewinnen.
Richtig ist allerdings auch, dass Schlittler von Beginn an nicht so souverän wirkte wie bisher in dieser Saison. Kaum ein Inning, in dem nicht einer oder mehr Rays auf den Bases erschienen. Ein Treppenwitz, dass es nach 4 Innings nur 1:1 stand, weil Ben Rice, der einzige Yankee mit Offensiv-Power, einen Homerun schlug und die Rays-Führung aus dem 1. Inning ausglich.
Im 5. Inning alledings brachen die Yankees-Dämme, und Schlittler wurde mitgerissen: Gleich 4 Runs brachten die Rays auf die Anzeigentafel. Dass war die Entscheidung im außergewöhnlich stimmungsvollen Tropicana Field. Zwar drosch Ben Rice einen weiteren Ball über den Zaun, der Rest des Teams war aber offensiv nicht zu sehen. Außer die beiden Homeruns von Rice standen nur noch zwei Hits und 2 Walks zu Buche.
Ansetzungen
Mi., 00:00: Braves – Dodgers (1:1)
Mi., 03:30: Padres – Brewers (0:2)
Mi., 22:00: White Sox – Guardians (2:0)
Do., 00:00: Braves – Dodgers
Do., 02:00: Yankees – Rays (0:2)
Do., 04:00: Padres – Brewers (wenn nötig)
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