von Münchner Löwe | Okt. 4, 2026 | Allgemein, MLB
Blick über den Teich, MLB
Der erste Spieltag der Divisional Series ist immer auch ein Festtag für alle Baseball-Fans. Diesmal samt einer Absurdigät/Kuriosität), dass eine Hallenbefestigung völlig legal aller Wahrscheinlichkeit nach einen Homerun verhindert hat..
https://www.youtube.com/watch?v=BU8AZLDcg9k
4 Partien über den ganzen Tag verteilt (MESZ von 19 bis 5 Uhr). Die Ausgabe 2026 jedenfalls hat sich gelohnt. 4 durchaus spannende Spiele, die für den Fortgang der jeweiligen Best-of-5-Serien einiges versprechen. Ich ordne es trotz allem chronologisch, und meines Erachtens wurde es von Spiel zu Spiel besser und aufregender (mit dem „Roof-Homerun ganz am Schluss in Spiel 4).
AL: Cleveland Guardians – Chicago White Sox 0:3
Das Duell der beiden Kontrahenten der Central Division, in der sich die Guardians eben knapp den Sieg und damit den Heimvorteil gesichert hatten. Davon ließen sich die Sox allerdings wenig beeindrucken, und das Glück (vor allem Können) in heiklen Phasen stand ebenfalls Pate. Das 3. und 4. Inning überstanden sie trotz geladener Bases ohne Run. Ansonsten hatten die Pitcher das Geschehen weitgehend im Griff. herausragend dabei Grant Taylor, der im 6. Inning ins Spiel kam und in den restlichen 4 Abschnitten nur 2 Hits und keinen Run hinnehmen musste.
Dioe White Sox selbst gingen im 4. Inning durch einen 2-Run-Homerun von Rookie Munetaka Morikami mit 2:0 in Führung, die Colosn Montom mit seinem RBI-Double auf 3:0 ausbaute.
NL: Los Angeles Dodgers – Atlanta Braves 5:3
Die Organisatoren hatten die glänzende Idee, diese Partie in die kalifornische Mittagshitze von weit mehr als 30 Grad anszusetzen (Spielbeginn: 13 Uhr Ortszeit). Der im Sommer verpflichtete Super-Pitcher Tarik Skubal durfte für den Titelverteidiger aus LA gleich beginnen, und er machte seine Sache zunächst hervorragend. Nur einen Hit und 2 Walks ließ er zu, ehe ihm Sean Murphy im 6. Inning einen Homerun um die Ohren schlug (was eben immer passieren kann).
Da stand es aber schon 2:0 für die Dodgers, und im unteren 6. Inning machten sie den Gegenpunkt mehr als wett. Kyle Tucker und Max Muncy schlugen Back-to-Back-Homer, die insgesamt 3 Punkte einbrachten.
Ozzie Albies machte es zwar im 9. Inning zwar noch mal spannend mit seinen 2-Run-Homerun zum 3:5 aus Braves-Sicht, aber der eingewechselte Dodgers-Closer Evan Phillips brachte die Partie ohne weiteren Schaden über die Bühne.
AL: Tampa Bay Rays – New York Ynakees 1:0
Pflichtsieg für die Rays, denn ihr stärkster Pitcher Drew Rasmussen traf auf den vermeintlich schwächsten der Yankees. Wobei Gerrit Cole seine Sache mehr als gut machte, wie die gesamte Yankees-Werfer-Crew. Nur den Homerun von Luis Aranda gleich im 1. Inning ließ er zu.
Dass die Leistung nicht zum Sieg reichte, lag an Drew Rasmussen, der sogar für seine starken Verhältnisse einen außerordentlich guten Tag erwischt hatte. Egal wer ihm gegenüberstand, Rasmussen hatte keine Probleme, was angesichts des knappen Spielstands umso bemerkenswerter ist (beim Stand von 5:0 kann jeder gut aussehen …).
Als Rasmussen nach 8 grandiosen Innings unter großem Jubel das Feld verließ, standen unglaubliche Zahlen auf der Anzeigentafel: Nur 2 Walks und 1 Hit standen da auf der Anzeigentafel. Und nicht einmal der statistische Hit von Austin Wells brachte schaden, weil der übermütige Catcher gleich bis zur dritten Base laufen wollte, die er aber nicht rechtzeitig erreichte.
Closer Bryan Baker ließ im 9. Inning auch nichts mehr anbrennen und schloss die Partie standesgemäß mit 2 Strikeouts und einem Groundout.
Ich hab geschrieben, dass das ein Pflichtsieg der Rays war. Denn jetzt treten für die Yankees die beiden so starken Pitcher Cam Schlittler und Max Fried an. Besser als Cole können sie ihre Sache allerdings auch nicht machen. Wird also aus Yankees-Sicht Zeit, dass die Offensive wieder ins Rollen kommt.
NL: Milwaukee Brewers – Sand Diego Padres 3:2
Der größte Aufreger des Tages kam fast zum Schluss. Ty France trat für die Padres im 9. Inning an den Schlag beim Stand von 2:3. Er traf den Ball voll, der hoch in die Luft flog, und vieles sah nach einem Homerun aus, der die Führung bedeutet hätte. Blöd nur, dass das Dach geschlossen war, und der Ball eine Deckenbegrenzung traf. Nicht nur wurde so der Homerun verhindert, er fiel auch dem Outfielder Jackson Chourio in den Fanghandschuh. Statt 4:3 und einem Out für die Padres stand es also weiter 2:3 und 2 Spieler waren Out. Alles wurde regelkonform entschieden (ich will das an dieser Stelle nicht länger ausbreiten, aber in alle Kürze: Wenn die Deckenbegrenzung über dem Feld getroffen wird, geht es weiter, als sei nichts geschehen).
So brachten die Brewers eine Partie nach Hause, die für sie alles andere als optimal begonnen hatte. Schnell stand es 2:0 für die Padres. Zudem hatte ihr überragender Werfer Jakob Misiorowks zunächst erhebliche Probleme und brauchte allein in den ersten beiden Innings gleich 57 Würfe (normal sind etwa 15 pro Inning). Vor allem deshalb musste er schon nach 4 Innings vom Feld, aber die Brewers-Reliever machten ihre Sache recht gut und ließen bem Stand von 2:2 keinen weiteren Run zu.
Zum Matchwinner avancierte so Wilson Contreras, der im 7. Inning den Ball zum 3:2 über den Zaun beförderte. ZUvor hatte im 3. Inning Jackson Chourio mit seinem 2-Rund-HOmer die 2:0-Führung de Padres ausgeglichen.
Ansetzungen heute
22:00: Brewers – Padres (1:0)
02:00: Dodgers – Braves
Ansetzungen morgen
23:00: Guardians – White Sox (0:1)
02:00: Rays – Yankees (1:0)
Weiters (jeweils 3. Spiel)
Mi., 00:00: Braves – Dodgers
Mi., 03:30: Padres – Brewers
Mi., 22:00: White Sox – Guardians
Do., 02:00: Yankees – Rays
von Münchner Löwe | Sep. 30, 2026 | basketball, MLB, WNBA
Blick über den Teich, MLB
Einige Monate dümpelte der US Sport so vor sich hin, trotz des Saisonstarts in der NFL und dem -Ende der MLB, bei dem leider „meine“ Arizona Diamondbacks die Play-offs verpassten. Aber jetzt geht es wieder hoch her, denn die stärkste Baseball-Liga und die Basketballerinnen suchen in den Play-offs ihre Besten. Gerade im Baseball ist Play-off eine ganz andere Sportart, wenn es wirklich um die Wurst geht vor einem elektrisierten Publikum und nicht nur darum, irgendwie die elend langen 162 Partien (vor recht unbeteiligten Zuschauern) zu überstehen.
Schlittler sehr gut, King noch besser
Seit sechs Jahren sind vor den eigentlichen Play-offs (Divisional Series, Conference Series, World Series) die sogenannten Wild-Card-Games anberaumt. In 4 Best-of-3-Serien (jeweils alle Spiele beim selben Gastgeber) werden die vier Gegner für die vier bereits gesetzten Mannschaften (je 2 in American und National League) gesucht. Die Schlager-Paarung in diesem Jahr ist zweifellos die Paarung New York Yankees gegen Boston Red Sox im Yankee Stadium. Das ist eine der größten Rivalitäten im US Sport überhaupt. Wer alle Geschichten nachgoogeln will, ist für den Rest der Woche beschäftigt …
Der brillante Yankee-Pitcher Cam Schlittler, geboren in Massachussetts, hatte ganz starken Abend. In 6.1 Innings ließ er gerade mal 2 Singles und einen Walk zu. Nach seiner bärenstarken Saison, bei die er nahezu sicher den Cy-Young-Award für den besten Werfer der American League einheimsen wird, war dieser Auftritt fast zu erwarten und dennoch extrem frustrierend für die nahezu chancenlosen Sox-Schlagmänner. Wenn Schlittler überhaupt etwas vorzuwerfen ist, dann der Umstand, dass er relativ viele Würfe brauchte (117 für 6.1 Innings) und trotz seiner Dominanz recht früh den Mound verlassen musste. Was angesichts des starken Bullpens (Ersatzwerfer) letztlich folgenlos blieb.
Das tolle Pitching kaschierte dann die Tatsache, dass die Yankees Offense lange ebenfalls ziemlich unproduktiv blieb (nur 2 Punkte in den ersten 6 Innings). Das zieht sich aber schon die gesamte Saison so hin, erst recht seitdem Top-Schlagmann Aaron Judge wegen seiner Rippenverletzung ausfällt. Und im 7. und 8. Abschnitt punkteten die New Yorker gegen den zusammenfallenden Bullpen der Red Sox zum letztlich standesgemäßen 9:0-Endstand.
Schon heute Nacht geht es weiter mit Spiel 2. Geht es nach der Statistik, stehen die Yankees als Sieger der Serie bereits fest. Noch nie in der allerdings erst recht kurzen Geschichte der Wild-Card-Spiele in diesem Format (6 Jahre), ist ein Heimteam gescheitert, wenn es die erste Partie gewonnen hat. Gespielt werden muss trotzdem, als Starting Pitcher stehen Max Fried (Yankees) und Sonny Gray auf dem Mound.
Noch besser als Schlittler war der Auftritt von Michael King von den San Diego Padres beim 8:0 gegen die Chicago Cubs. 6 Innings ließ er nicht einen einzigen Hit zu ehe Manny Machado an der dritten Base einen harten Ball nicht richtig zu fassen bekam. Das war aber auch der einzige Makel einer tollen Vorstellung der gastgebenden Padres, vor allem auch in der Offensive. Gleich im ersten Inning droschen Fernando Tatis (nach dem ersten Pitch übehaupt) und Machado den Ball über den Zaun, in den ersten fünf Abschnitten brachten sie gleich 7 Punkte auf die Anzeigentafel.
Den einzigen Auswärtssieg des Tages schafften die Chicago White Sox. Das Team, vor 2 Jahren noch mit einer katastrophalen 41-Siege-Saison das mit Abstand schwächste der gesamten Liga, gewann letztlich ungefährdet mit 6:3 bei den Houston Astros. Wirklich überraschend kam das aber nicht, denn in der Saison hatten sie eine um 3 Siege bessere Bilanz als Houston, die nur aufgrund ihres Divisionssieges Heimrecht genießen.
Die wahrscheinlich aufregendste Partie sahen die Zuschauer in Atlanta zwischen den heimischen Braves und den Philadelphia Phillies. Es war zumindest die einzige, in der die Führung wechselte. 0:1, 2:1, 2:3, 5:3 lautete die Run-folge. Den entscheidenden 3-Run-Homer schlug Austin Riley im unteren achten Inning.
Ansetzungen
Mi., 20:00: Braves – Phillies (1:0)
Mi., 23:00: Astros – White Sox (0:1)
Do., 02:00: Yankees – Red xox (1:0)
Do., 04:00: Padres – Cubs (1:0)
Die Liga-Besten sind schon raus
Die erste Runde der WNBA werden leider auch nur im Format Best of 3 ausgetragen. Denn diese Basketball-Duelle haben großen Unterhaltungswert und könnten durchaus mehr Spiele vertragen. Wie die Serie der an Nummer 1 gesetzten Minnesota Lynx gegen New York Liberty (8). Wie wenig diese Setzung basierend auf der Saisonbilanz wert ist, sahen die Zuschauer in den beiden Partien in Minneapolis und New York. Liberty feierte zwei klare Siege, vol allem dank der heruasragenden Breanna Steward: Zweimal war die beste WM-Spielerin Top-Scorerin ihres Teams, aus der anderen Seite kam die US-Weltmeistern Napheesa Collier nie so richtig zur Geltung.
Ihren Anteil am Weiterkommen hatte auch Leonie Fiebich, die einzige der deutschen Spielerinnen, die es mit ihrem Team in die Play-offs geschafft hat. Gerade in der ersten Partie, beim beeindruckenden 91:75 im Target Center (Minneapolis) glänzte sie mit 16 Punkten, 8 Rebounds und 3 Assists.
Ansetzungen
Do., 01:00: Washington Mystics – Atlanta Dreams (0:1)
Do., 03:00: Dallas Wings – Golden State Valkyres (0:1)
Fr., 03:00: Las Vegas Aces – Indiana Fever (1:1)
Fever verhinderte gestern nacht das vorzeitige Ausscheiden. Beim 99:89 sammelten gleich 3 Spielerinnen mehr als 20 Punkte. Catlin Clark war Top-Scorerin ihres Teams mit 27 Zählern vor Kelsey Mitchell (26) und Aliyah Boston (21). Freitagfrüh dann der Showdown in der Glitzerstadt Las Vegas.
von Münchner Löwe | Mai 21, 2026 | basketball, NBA
Oklahoma City Thunder – San Antonio Spurs 122:113 (1:1)
Die Thunder von Beginn an bissiger und griffiger, aber lange konnten sich die Spurs erfolgreich wehren. Das Ganze glich einem Hase-und Igel-Spiel. Mehrfach zogen die Thunder auf 10 Punkte und mehr davon, mehrfach kamen die Spurs heran. Aber eben immer nur heran, nie vorbei: fast schien es, als trieben die Thunder ein böses Spiel (natürlich nicht). Vielmehr zeugt es von der großen Klasse der Texaner mit ihrem außergewöhnlichen Potenzial.
Die Partie war von enormen Tempo geprägt, was sich allerdings nachteilig auf die Qualität und vor allem Genauigkeit des Ballvortrags auswirkte. Viele erratische Entschedungen, viele Ballverluste auf beiden Seiten
Die Entscheidung dann im 4. Viertel, als die Thunder mehr zuzusetzen hatten und die Gäste nach dem Ausfall von De’Aaron Fox auch das Fehlen von Dylan Harper verkraften mussten. Zwei Spielmacher mit gutem Ballvortrag fehlten also gegen diese abwehrstarken und aggressive Defense, das konnte nicht gutgehen und das ging nicht gut. So konnten die frenetischen Fans den elementar wichtigen Erfolg bejubeln.
Bester der Sieger
Shai Gilgeous Alexander: 30 Punkte hatte er am Ende und 9 Assists. Standesgemäß für den MvP, und doch war der Kanadier nicht ohne Schwächen. Etwa bei den Dreiern (0 von 5). Aber dieser SGA, gerade wenn er so mannschaftsdienlich agiert, dürfte die härteste Nuss sein, die es seitens der Spurs zu knacken gibt.
Stark beim Verlierer
Stephon Castle: 25 Punkte und 8 Assists, das sind glänzende Zahlen. Der „nur“ 1,98 ;eter große Guard sorgte mit einem spektakulärem Dunk über die Thunder-Riesen hinweg für die monumentale Szene des Spiels. Zur Wahrheit gehören aber leider auch gleich 9 Ballverluste.
Wemby-Watch: Nicht ganz so auffällig wie in Spiel 1, nicht ganz so dominant wie in Spiel 1. Eine eher irdische Leistung (auf sehr hohem Niveau) mit 21 Punkten, 17 Rebounds (davon zwei spektakuläre Tip-Dunks), 6 Assists und 4 Blocks. Wirkte am Ende ebenfalls etwas angeschlagen.
X-Faktoren
Thunder-Bank: Gleich 4 Spieler, die zunächst nur Ersatz waren, punkteten zweistellig. Der beste von ihnen war wieder Alex Caruso mit 17 Punkten, dazu wie immer der besonders vortreffliche Verteidiger dieser extrem lästigen Defense.
Zahlereien
34 Assists (Vorlage zum direkten Korberfolg) bei den Thunder, Ausdruck eines deutlich verbesserten Zusammenspiels. In der ersten Partie waren es trotz zweier Verlängerungen und 10 Minurten mehr Spielzeit nur 25. Jeder kann jeden bedienen, jeder kann werfen (außer Hartenstein Dreier), das macht das Ganze für den Gegner zu schlecht ausrechenbar.
23 Ballverluste der Spurs – das ist einfach zu viel. Geschuldet der enorm starken Verteidigung. Gerade Castle (9 Turnover) muss einfach besser auf den Ball aufpassen.
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein hätte ich auch als X-Faktor benennen können. Viel aktiver als in Spiel 1, gerade in der entscheidnen Schlussphase mit mehreren ganz starken Offensiv-Rebounds. Am Ende zweistellige Werte bei Punkten und Rebounds (10/13). Wurde auf Wembanyama angesetzt, und machte seine Sache auch in dieser Beziehung mehr als ordentlich. Wahrscheinlich die beste Leistung des deutschen Centers in den diesjährigen Play-offs.
Ausblick
Die Serie geht jetzt nach San Antonio, und trotz des Reisetages ohne größere Unterbrechung. Sehr wichtig wird sein, o und in welchem Zustand die Angeschlagenen zurückkommen. Sollte bei den Spurs neben De’Andre Fox auch Dylan Harper ausfallen, wäre das eine mittlere Katastrophe (ja, ich weiß, es geht um Sport). Gerade der ballsichere Harper wäre als Aufbauspieler elementar wichtig und kaum ersetzbar. Die Thunder haben schon in den ersten Runden bewiesen, dass sie den Asufall von Jalen Williams verkraften, Ajaj Mitchell stünde bereit.
Ansetzungen
Fr., 02:00: Knicks – Cavaliers (1:0)
Sa., 02:30: Spurs – Thunder (1:1)
So., 02:00: Cavaliers – Knicks
Mo., 02:30: Spurs – Thunder
Anmerkung in eigener Sache. Über Pfingsten bin ich nicht in München, sondern in einem Bauernhaus ohne WLAN. Morgen wirds noch einen Spielbericht geben, dann erst wieder am Dienstag.
von Münchner Löwe | Mai 18, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Detroit Pistons – CLEVELAND CAVALIERS 94:125 (Endstand: 3:4)
Das hatten sich die Pistons ganz anders vorgestellt. Anstatt in eigener Halle den Einzug ins Conference Final klarzumachen, elebten sie ein Debakel von historischem Ausmaß. So werden sie nur Zuschaer sein, wenn sich im Osten die Cleveland Cavaliers mit den New york Knicks duellieren.
Von Beginn an dominierten die Cavs. Angeführt von einem diesmal bestens aufgelegten Donovan Mitchel zelegten diese die Pistons in ihre Einzelteile. Kein Mittel fand Detroit gegen den klassischen Spielzug. Mitchell oder James Harden drangen in die Zone ein und bedienten die Big Men Jarrett Allen oder Evan Mobley unterm Korb, die per Dunk vollendeten. Wenn die Mitte dicht war, passten sie nach außen, wo Sam Merrill geradezu traumwandlerisch seine Dreier versenkte.
Nach dem 1. Viertel stand es 31:22 für die Cavs, zur Pause schon 64:27; das war bereits die Entscheidung; auch weil Pistons-Starspieler Cade Cunningham einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte.
Teilweise wurde die hochgelobte Pistons-Abwehr regelrecht in die Bestandteiele zerlegt. Einzig die Dreier von Duncan Robinson hielten die Gastgeber noch einigermaßen im Spiel – und eine furchtbare Freiwurfquote von Cleveland, die in den ersten drei Vierteln nur 22 von 35 Versuche verwandelten.
Bester der Sieger
Donovan Mitchell: In glänzender Spiellaune. Zuerst als toller Passgeber und ziemlich schnell auch als Punktesammler. Nie fanden die Pistons ein Mittel gegen ihn. Am Ende hatte er 26 Punkte, 7 Rebounds und acht Assists. Das alles ohne einen einzigen Ballverlust!
Stark trotz der Niederlage
Dariss Jenkins: der einzige der Starting Five, der sich wehrte und der auch ablieferte mit 17 Punkte. Duncan Robinson von der Bank verwandelte zwar 3 von 4 Dreiern, wurde aber zu wenig eingsetzt von den Kollegen.
X-Faktoren
Ausgeglichenheit der Cavs: Gleich vier Spieler hatten 20+ Punkte. Extreme Variabilität. Mich verwunderte vor allem die Überlegenheit, unterm Korb gegen die Pistons-Riesen Duren und Thompsen, die Offensiv-Rebounds ermöglichten immer wieder eine zweite Wurfchance.
Sam Merrill: Seine Dreier in der 1. Halbzeit(4 von 6) machten den Weg erst so richtig frei.
Cade Cunningham (negativ): Ein komplett gebrauchter Tag. Von Beginn an mit Fehlern, ungenauen Zuspielen und eine gruseligen Wurfquote (. 13 Punkte sammelte er nur, sein Play-off-Schnitt lag zuvor bei 29.
Und es gab niemanden, der vür ihn einspringen konnte, das Manko des zweiten ganz starken Mannes kam hier zum Tragen.
Zahlereien
Je 85 Wurfversuche hatten die Teams: die Cavs trafen 43, die Pistons 30.
Vor allem die Diskrepanz bei den Zweiern war entscheidend. Cavs 62 Prozent, dort Pistons 39 Prozent.
63,6 Prozent der Cavs-Freiwürfe (28 von 44). Unfassbar schwach für dieses Niveau (und mit Sicherheit ein Thema für die Trainer).
1. Heimniederlage der Pistons in einem Spiel 7 in Play-offs (bisher: 5:0)
🇩🇪👓
Dennis Schröder kam 18 Minuten zum Einsatz. Der Weltmeister blieb unauffällig mit 2 Punkten, und je 3 Assists und Rebounds.
Ausblick der Sieger
Die Cavs treffen jetzt auf die New York Knicks, müssen dabei als Außenseiter gelten. Zu un tetschiedlich sind die Leistungen. Spielen sie allerdings auf dem Niveau vom Sonntag, kann das eine extrem spannende Serie werden. Zumal ein der diesmal sehr unauffällige James Harden zum Trumpf werden kann.
Und die Verlierer?
Den Pistons bleibt der Trost, dasss sie die reguläre Saison als bestes Ost-Team absolviert haben erstmals seit Jahren wieder eine Play-off-Serie gewonnen haben. Potenzial ist also vorhanden, viele der hauptverantwortlichen Spiler sind alle noch jung. Sie werden in de Off-Season alles dafür tun, einen Top-Mann neben Cade Cunningham zu installieren.
Ein großes Fragezeichen steht hinter der Zukunft von Jaren Duren. Der Center enttäuschte insgesamt bei den Play-offs, zeigte aber während der Saison, was für ein toller und auch entscheidender Spieler er sein kann. Er wird sehr viel Geld verlangen (ca. 40 Millionen Dollar im Jahr stehen im Raum), ob die Pistons sich darauf einlassen, dürfte eines der Hauptthemen in den nächsten Wochen und Monaten sein.
Ansetzungen
Die Conference Finals stehen fest. Im Westen Oklahoma City Thunder gegen San Antonio Spurs, im Osten New York Knicks gegen Cleveland Cavaliers. Die Ost-Serie überträgt in Deutschland Amazon Prime, die Partien des Westens laufen bei Sky (Streaming: wow)
Western Conference
Di., 02:30: Thunder – Spurs
Do., 02:30: Thunder – Spurs
Sa., 02:30: Spurs – Thunder
Mo., 02:00: Spurs – Thunder
Mi., 02:30: Thunder – Spurs *
Fr., 02:30: Spurs – Thunder *
So., 02:00: Thunder – Spurs *
+ wenn nötig
Eastern Conference
Mi., 02:00: Knicks – Cavaliers
Fr., 02:00: Knicks – Cavaliers
So., 02:00: Cavaliers – Knicks
Di., 02:00: Cavaliers – Knicks
Do., 02:00: Knicks – Cavaliers *
Sa., 02:00: Cavaliers – Knicks *
Mo., 02:00: Knicks – Cavaliers *
* wenn nötig
Kleine Vorausschau: Die NBA Finals beginnen in der Nacht zum 4. Juni. Dann gibt es alle Spiele bei Prime
von Münchner Löwe | Mai 16, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Die Spurs sind bereit für den Titelverteidiger. In beeindruckender Weise gewannen sie Spiel 6 bei den Minnesota Tumberwolves und zogen ins Conference Finale ein, wo Titelverteidiger Oklahoma City Thunder wartet. Dagegen erwangen die Detroit Pistons ein Spiel 7 gegen die Cleveland Cavaliers.
Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 94:115 (3:3)
Nach der ersten ausgeglichenen Hälfte entschied der starke Beginn des 3. Viertels die Partie zu Gunsten der Piston. Da zogen sie auf 13 Punkte davon, ein Vorsprung, den die Cavs trotz aller Bemühungen nicht mehr kpompensieren können. Zu viele Ausfälle hatten sie im Team, angefangen bei Starspieler Donovan Mitchell (Wurfquote: 30 Prozent) über Dennis Schröder (0 Punkrte, aber drei Ballverluste) bis hin zu James Harden, der zwar 23 Punkte auflegte, aber gleich für 8 Turnovers verantwortlich zeichnete.
Die Pistons dagegen zeigten sich in der Verteidigung extrem aggressiv. Sie sind Spezialisten, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Schon gegen die Orlando Magic gewannen sie nach 1:3-Rückstand. Die Bilanz bei sogenannten Elimation Games: 4:0, davon 2 Siege auswärts.
Bester der Sieger
Cade Cunningham: Torpscorer. it 21 Punkte, dazu 8 Assists und sehr wertvoll in der Verteidigung. Diesmal war er eben nicht Alleinuunterhalter, hatte wertvolle Unterstürung (sieh X-Faktoren(.
Stark trotz der Niederlage
Keiner konnte wirklich überzeugen. James Harden war trotz seiner 23 Punkte sehr fehlerhaft.
X-Faktoren
Die Cavs-Bank und hier insbesondere Scharfschütze Duncan Robinson (4/7 Dreier) und Paul Reed (17 Punkte). Die dringend benötigte Hilfe in solchen Partien.
Jalen Duren: Der Pistons-Center musste in diesen Play-offs sehr viel Kritik einstecken. Zu recht, denn er blieb weit hinter den Leistungen der regulären Saison zurück. Am Freitag betrieb er etwas Wiedergutmachung. 15 Punkte und 11 Rebounds sammelte er, sicher noch nicht weltbewegende Stats, aber der Gesamteindruck war so viel besser als zuletzt.
Donovan Mitchell (negativ): Es wäre natürlich unfair, die Niederlage allein an dem Spielmacher der Cavs festzumachen. Aber er selbst wird über seine schwache Leistung selbst am meisten enttäuscht sein. Nie kam er in den Flow, der ihn unwiderstehlich macht, gerade in eigener Hallte (ich denke an die Rekord-Halbzeit in Spiel 4).
Zahlereien
37 Ballverluste (17 Pistons, 20 Cavs) sind ein Ausdruck einerseits von guter Abwehr, andrerseits von extrem unaufmerksamen Spielgestaltern. Was da an Bällen vewrplempert wurden, war teilweise atemberaubend.
🇩🇪👓
Dennis Schröder hatte einen rabenschwarzen Tag. Dreimal verlor er im 1. Viertel fast läppisch den Ball, keiner seiner 4 Wurfvesuche landete im Korb. Coach Kenny Atkinson hatte ein Einsehen und ließ den Deutschen weitestgehend viel länger auf der Bank als üblich (nur 15 Minuten Spielzeit)
Ausblick
Der Showdown am Sonntag Spiel mit 7 in Detroit. Beide Teams haben in der 1. Runde ihr 7. Spiel gewonnen. Die Pistons haben wieder Oberwasser, die Cavs müssen hoffen, dass die Stars, aber auch die Ergänzungsspieler ihre Form wiederfinden.
Minnesota Timberwolves – SAN ANTONIO SPURS 109:139 (Endstand: 2:4)
Eine extrem reife Leistung dieses jungen Teams. Bis auf eine Schwächephase im 2. Viertel, als die Wolves den Rückstand von 29 auf 13 Punkte reduzierten, hatten die Texander das Geschehen unter Kontrolle. Variabel im Angriff und stark in der Defense präsentierten sie sich.
Bester der Sieger
Stephon Castle: Eine fast makellose Leistung mit 32 Punkten und 11 Rebounds. Man darf ja nie vergessen, dass auch dieser Spielmacher erst 21 jahre alt ist, wo soll das nur hinführen? Von Beginn an bestens aufgelegt (3/3 Dreier im 1. Viertel) war er wesentlich daran beteiligt, dass die Spurs sich schnell einen zweistelligen Vorsprung erarbeiteten, den sie nach und nach ausbauten.
Stark trotz der Niederlage
Anthony Edwards: Der Initiator der Aufholjagd, als er seine Knieschmerzen ignorierte und 11 seiner insgesamt 24 Punkte sammelte. Er war erkennbar nicht bei 100 Prozent, und im Team gab es zu wenige Spieler, die für ihn einsprangen. Am ehesten noch Terrence Shannon und Naz Reed.
X-Faktoren
De’Aaron Fox: Er ist ja auch erst 28 Jahre alt, aber damit der Erfahrenste der Satarting Five. Wchts zunehmend in die Rolle der starken Ergänzung, geht mit Mut in die Verteidigung. So springen dann halt 21 Punkte und 9 Assists raus.
Ausfälle der Wolves: An erster Stelle seinen hier Julian Randle und Rudy Gobert genannt. Randle stand fast komplett neben sich (3 Punkte 1/8 Wüerfolgreiche Würfe). Viel zu wenig für den Co-Star des Teams, der ja auch dementsprechend bezahlt wird. Rudy Gobert war defensiv überfordert gegen die schnellen Spurs-Angreifer, und offensiv war der Franzose überhaupt kein Faktor (0 Punkte, 0 Assists, 1 Offensiv-Rebound).
Zahlereien
29 Rebounds sammelten die Wolves, 60 die Spurs! Das Verhalten der Gastgeber unter den Körben war unwürdig für Play-offs. Und das lag nicht am Spurs-Riesen Victor Wembanyama, der „nur“ 6 Abpraller schnappte.
Ausblick der Sieger
Die Spurs treffen nun auf den Titelverteidiger, das wird eine ungleich schwierigere Aufgabe. Mut macht die Saison-Bilanz gegen die Thunder, 4 der 5 Partien gewannen die Spurs. Ein Muster ohne Wert oder doch ein kleiner Hinweis, dass es für OKC nicht so einfach wird.
Das Schöne für San Antonio: Sie stehen erst ganz am Anfang ihrer Entwicklung, der Zenith wird erst in 2, 3 jahren erwartet. Avber wenn sich die Chance jetzt schon ergibt, man wäre bereit …
Und die Verlierer?
Müssen sich damit trösten, dass sie erneut überraschend eine Play-off-Runde gewonnen haben gegen die Denver Nuggets (also ist die Überraschung keine Überraschung mehr). Ihr Bester war sichtlich nicht in Top-form, und doch reichte es für eine spannende Serie. Ob in dieser Konstellation mehr drin ist, erscheint mir zweifelhaft: Da müsste offensiv doch einiges passieren, denn Randle und Gobert sind doch arg limitiert.
Ansetzungen
Mo., 02:00: Pistons – Cavaliers (3:3)
Schade, kein Sonntags-Primetime-Spiel für Europa
Di., 02:30: Thunder – Spurs (0:0)
Beginn der Conference Finals. Alle Experten gehen davon aus, dass der Sieger dieser Serie auch dienFinals gewinnt.
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