von Münchner Löwe | Mai 3, 2026 | Allgemein
Blick über den Teich, NBA
Boston Celtics – PHILADELPHIA 76ers 100:109 (3:4)
Zum ersten Mal in der Team-Geschichte haben die Philadelphia 76ers einen 1:3-Rückstand in einer Serie gedreht (beim 19. Versuch). Früh hatten sie sich einen Vorsprung herausgearbeitet, vor allem auch, weil Joel Embiid unterm Korb agieren konnte, fast wie er wollte. Die Celtics versuchten es von Beginn an mit Distanzwürfen, doch zunächst hatte nur Derrick White sein Visier richtig eingestellt, Jalen Brown erarbeitete sich mit purer Willenskraft wichtige Zähler. Topstar Jayson Tatum hingegen fehlte wegen einer Knieverletzung.
Im dritten Viertel schienen die Sixers schon die Vorentscheidung herbeigeführt zu haben, 18 Punkte betrug der Vorsprung. Doch wenn. diese Play-offs mich eines gelehrt haben, dann bitte auf voreilige Schlusse verzichten. Die Celtics robbten sich Punkt für Punkt heran. Drei Minuten vor Ende war die Partie völlig offen, als die Sixers mit 99:98 führten.
Mehrere Male hatten die Celtics die Chance zur Führung, doch Jalen Brown verpasste 2 durchaus machbare Würfe. Auf der anderen Seite war der bis dato sehr starke Center Joel Embiid sichtlich angeschlagen und humpelte nur noch übers Feld.. Es war dann Tyrese Maxey, der mit 2 unwiderstehlichen Antritten zum Korb die Entscheidung herbeiführte. nervenstark zewgte er sich überdies von der Freiwurflinie. 8 Punkte in Folge schaffte er – die Entscheidung.
Beste der Sieger
Joel Embiid legte erstaunliche Zahlen auf: 34 Punkte, 12 Rebounds und 6 Assists. Das kompensierte auch Schwächen in der Defensive, als er manches Mal arg unbeweglich schien.
Tyrese Maxey hielt sich lange zurück (8 Punkte in der 1. Halbzeit), als es darauf ankam war er mit seiner unglaublichen Schnelligkeit zur Stelle. Am Ende standen 30 Punkte, 11 Rebounds und 7 Assists zu Buche.
Stark beim Verlierer
Jalen Brown: Hielt mit Kraft und Durchsetzungsvermögen lange dagegen. 33 Punkte legte er auf, und gleich drei Würfe konnte er blocken.
Derrick White hatte eine tolle erste Halbzeit, doch im zweiten Durchgang hatte er seinen Distanzwurf fast völlig verloren (1/9).
X-Faktor
VJ Edgecombe: Der Rookie lieferte erneut und legte 23 Punkte auf, war zielsicher von der Dreierlinie (5/11) und sorgte für die nötige Entlastung. Edgecombe wurde zwar nicht zum Rookie des jahres gewählt, sondern Coope Flagg, aber von allen neuen Spielern in diesem Jahr hat er mit Abstand die besten Play-offs.
Zahlereien
3 Punkte nur hatten die Sixers-Bank-Spieler (Quentin Grimes). Trainer Nick Nurse hat offenbar null Vertrauen in die zweite Garde, allein Grimes erhielt mehr als 10 Minuten Spielzeit und durfte überhaupt auf den Korb werfen. Dagegen mussten die Stammkräfte unververhältnis lange ran, etwa Maxey mit 45 und Edgecombe mit mehr als 43 Minuten.
13 von 49 Dreier: Die vermeintliche Stärke der Celtics (Treffsicherheit von außen) wurde mal wieder zur Schwäche. Wie in der vergangenen Saison, als vornehmlich der Slump jeseits der Dreierlinie das Ausscheiden gegen die Knicks bescherte. Gerade der vermeintliche Spezialist Payton Pritchard (2 von 7) traf längst nicht so gut, wie er es gewöhnlich vermag. Der Dreier ist halt eine sehr volatile Angelegenheit, kommt und geht (bei vielen ist er allerdings nie da …).
Ausblick der Sieger
Die Sixers treffen jetzt auf die Knicks, die unter Mke Brown ihren Play-off-Modus gefunden haben und gerade unterm Korb für Embiid und Co eine weitaus größere (im Wortsinn) Herausforderung sind mit Karl-Anthony Towns und Mitchell Robinson. Abzuwarten bleibt, wie der gerade von einer Blinddarm-OP genesene Embiid die Strapazen wegsteckt, das sichtbare sah am Ende der Celtics-Partie alles andere als gut aus, und die Pause bis Dienstagfrüh (MESZ) relativ kurz. Andererseits sind Maxey, Edgecombe und auch Paul George ein extrem gefährliches Trio. Ohne effektive Unterstützung von der Bank (Drummond, Grimes) wird die Serie abe kaum zu gewinnen sein.
Und die Verlierer?
Die überraschend starke Saison der Celtics hat ein überraschend frühes Ende gefunden. Ob das jetzt allein am Ausfall von Tatum in Spiel 7 lag, sei mal dahingestellt (die Celtics-Fans weden es natürlich behaupten). Das Team hat eine große Schwäche, nämllich unter dem Korb, wo Queta allein überfordert ist. Sollten die Celtics hier nachlegen, dürfte mit einem dann wieder vollends wiederhergestellten Tatum mit Boston wieder zu rechnen sein.
Ansetzungen, 1. Runde
So., 21:30: Pistons – Magic (3:3) Die orlando Magic erneut ohne Franz Wagner, dessen Wadenverletzung schlimmer ist als zunächst angenommen.
Mo., 01:30: Cavaliers – Raptors (3:3)
2. Runde
Di., 02:00: Knicks – 76ers (0:0)
Di., 03:30: Spurs – Timberwolves (die Wolves offenbar weiter ohne Edwards und DiVincenzo und vielleicht auch noch ohne Dosunmo.
von Münchner Löwe | Apr. 26, 2026 | Allgemein
Blick über den Teich, NBA
4 Spiele standen am Samstag an. Ihr habt sicher Verständnis, dass ich nicht auf alle gleich lang eingehe.
Orlando Magic – Detroit Pistons 113:105 (2:1)
Die Riesen-Überraschung rückt näher. Mit einer erstaunlichen Leistung schafften die Magic den Heimsieg. Ausschlaggebend die erstaunliche Leistung bei den Distanzwürfen. Was die gesamte Saison das größte Problem war, entschied diese hartumkämpfte Partie.
Bester der Sieger
Paolo Banchero: Mit 25 Punkten war er Top-Scorer seines Teams dazu schnappt er 10 Rebounds und servierte 9 Assists. Manchmal etwas eigensinnig, aber das gehört zu seinem Spiel. Und nur 3 Ballverluste zeugen davon, dass er in seinen 38 Minuten Spielzeit nur selten den Überblick verlor.
Stark trotz der Niederlage
Cade Cunningham: Mit 27 Zählern bester Schütze der Partie. Allerdings drehte er erst im Schlussviertel so richtig auf, als er mt 12 Punkten gemeinsam mit Tobias Harris (10) die Pistons allein im Spiel hielt. Zuvor mit großen Schwächen und insgesamt gleich mit 9 (!) Ballverlusten. Viel zu viel für einen Spieler seiner Klasse.
X-Faktor
Desmond Bane: Vor Saisonbeginn holten ihn die Magic aus Memphis, weil er mit seinen Distanzwürfen helfen sollte. Das gelang grundsätzlich, aber nie war er so wertvol wie am Samstag. Nenmal versuchte er es jenseits der Dreierlinie, siebenmal war er erfolgreich, und dabei waren die ersten sechs Würfe makellos. So oder zumindest so ähnlich hat man sich das in Florida wohl vorgestellt.
Zahlereien
45 Prozent der Orlando-Dreier flogen durch die Reuse, das war wirklich magisch von den Magic, die ansonsten Schweirigkeiten haben, die 30-Prozent-Marke zu knacken. Sogar wenn ich Bane herausrechne, waren es 8/24, für Magic-Verhältnisse überdurchschnittlich. Geradezu sinnbildlich Bancheros Versuch in der Schlussphase, als der Ball hoch von der Ringkante absprang und beim Fallen direkt durchs Ziel flog. Glück braucht der Mensch.
🇩🇪👓
Franz Wagner legte offensiv ordentliche Zahlen auf mit 17 Punkten, 5 Rebounds und 6 zum Teil sehr schöne Assists. Viel wichtiger war der Berliner in der Abwehr, als er Cunningham das Lebens äußerst sauer machte und einige der Turnovers provozierte. Noch immer hält er sich nach seiner Verletzung zurück, wie es scheint, aber es wird besser und besser. Herausragend der +/–Wert von 19, der beste aller eingesetzten Profis.
Tristan da Silva trat diesmal kaum in Erscheinung, Moe Wagner wurde erneut nicht berücksichtigt.
Ausblick
Die große Frage lautet: Können die Magic und vor allem Bane ihre Dreier-Quote wenigstens annähernd halten? Dann haben sie wirklich gute Chancen, dass sie den Conference-Ersten eliminieren. Denn die Defense erinnert fast schon ans vergangene Jahr, als sie zu den besten der Liga gehörte. Aber niemand sollte die Pistons abschreiben. Cunningham und auch Duren und Harris stellten die Magic oft vor große Rätsel
Nächstes Spiel: Di., 02:00: Magic – Pistons
Phoenix Suns – Oklahoma City Thunder 109:121 (0:3)
Nie waren die Thunder ernsthaft gefährdet, obwohl mit Jaylen Williams ihr zweitbester Mann fehlte. Shai Gilgeous-Alexander legte 42 Punkte auf. Isaiah Hartenstein hielt sich mit 9 Zählern und 3 Rebounds zurück. Bei den Sus gefiel erneut Dillon Brooks mit 33 Punkten.
Schon am Dienstag dürfte OKC erneut in Phoenix die Serie klarmachen.
Atlanta Hawks – New York Knicks 98:114 (2:2)
Nicht einmal ein Viertel konnten die Hawks mithalten, danach setzten sich die Knicks Schritt für Schritt ab und brachten die Partie sicher nach Hause. New York war viel konsequenter in der Abwehr und gabern längst nicht mehr so viele freie Würfe ab.
Bester der Sieger
Karl-Anthony Towns: Am Ende stand sogar ein Triple Double auf der Anzeigentafel (zweistellige Werte in drei kategorien), nämlich 20 Punkte und je 10 Rebounds und Assists. Diesen Input brauchten die Knicks, und die Stärke in der Verteidigung.
Stark beim Verlierer
Keiner stach wirklich heraus. Immerhin 6 Spieler punkteten zweistellig.
X-Faktor
Die Dreier: Hier war der Unterschied am elementarsten. Die Hawks verwandelten nur 25 Prozent der Distanzwürfe, be den Knicks waren es starke 45 Prozent. Und die Last verteilte sich auf mehrere Spieler, die zuverlässig trafen.
Ausblick
Nach 2 Tagen Pause geht es in New York mit Spiel 5 weiter, das bei ausgeglichenem Stand gerne als Wahrsager herhält. Für mich ist die Serie aber weiterhin völlig offen, das Pendel kann auch wieder zurückschwingen. Aber offensichtlich hat Knicks-Trainer Mike Brown einen Schölüssel gefunden.
Nächstes Spiel: Mi., 02:00: Knicks – Hawks
Minnesota Timberwolves – Denver Nuggets 112:96 (3:1)
Nach zweieinhalb Vierteln sprach sehr vieles für die Nuggets. Nicht nur führte das Team um Nikola Jokic mit 6 Zählern, bei den Timberwolves fehlten mit Donte DiVicenzo und vor allem Anthony Edwards verletzungsbedingt zwei ganz wichtige Akteure. Doch wenn ein Kader Ausfälle verkraften kann, dann der von Minnesota. Angeführt von Ayo Dosunmo überrannte das Team den fAvoriten förmlich, das im Schlussviertel nichts mehr entgegenzusetzen hatte.
Bester des Siegers
Ayo Dosunmo: Am Ende standen 43 Punkte (!) auf der Habenseite. Erst zum vierten Mal seit 1970 hatte ein Bankspieler ein 40+-Spiel in den Play-offs geschafft. Die MvP-Rufe bei jedem Freiwurf waren hatten zumindest in dieser Partie ihre Berechtigung.
Stark beim Verlierer
Jamal Murray und Nikola Jokic: Stemmten sich lange gegen die Niederlage, doch sie fanden viel zu wenig Unterstützung und hatten in entscheidnen Phasen auch ihre Schwächen. So traf Jokic nicht einen seiner 3 Dreier-Versuche und leistete sich erstaunliche Abspielfehler.
Zahlereien
72 von 112 Punkten der Wolves erzielten die Bankspieler, also fast zwei Drittel. Natürlich dem frühen Ausfall von Edwards und DiVincenzo geschuldet, aber neben Dosunmo hatten auch Naz Reid (17 Punkte + 9 Rebounds) und Bones Hyland (8 Punkte, 7 Assists einen guten Tag erwischt.
Und sonst?
Die Partie endete mit dem Ausschluss von Nikola Jokic und Julian Randle. Nachdem Jalen McDaniels 2 Sekunden vor Schluss trotz entschiedener Partie einen Korbleger verwandelt hatte (gegen alle ungeschriebenen Usancen in solchen Fällen) rastete Jokic aus und schubste McDaniels, was wiederum Randle auf den Plan rief. Eine völlig überflüssige Aktion, aber die Gemüter beruhigten sich schnell, und das Ganz dürfte sich nicht über Gebühr auf den Rest der Serie auswirken. Zündstoff genug ist schon vorhanden
Ausblick
Einen 1:3-Rückstand haben bisher nur wenige NBA-Teams umgebogen. Abzuwarten bleibt, ob und wie lange Edwards und DiVincenzo ausfallen. Zumindest dürfte Nuggets-Trainer Adelman sich ein Konzept gegen Dosunmo überlegen.
Nächstes Spiel: Di., 04:30: Nuggets – Timberwolves
Ansetzungen
So., 19:00: Raptors – Cavaliers (1:2)
So., 21:30: Trailblazers – Spurs (1:2)
Mo., 01:00: 76ers – Celtics (1:2)
Mo., 03:30: Rockets – Lakers (0:3)
von Münchner Löwe | März 23, 2026 | Allgemein
Die letzten WM-Tickets werden vergeben, Saisonfinale bei den Alpinen und Miami sucht die Masters-Sieger im Tennis
Italiens letzte WM-Chance
Nach zwei verpassten Turnieren muss die (ehemalige?) Fußball-Nation erneut in eine Hoffnungsrunde, weil die direkte Qualifikation klar gegen Norwegen verpasst wurde. Die Azzurri gehören zu den 16 europäischen Nationen, die sich um vier freie Plätze streiten.
In vier Mini-Turnieren werden per Halbfinale und Finale Sieger ermittelt, die das (zweifelhafte!?) Vergnügen haben, dass sie zur Endrunde nach Nordamerika fliegen dürfen, wo die Kriegsnation USA der Hauptgastgeber ist neben Mexiko und Kanada. Welch ein Vegnügen das wird!
Die Italiener beginnen mit einem Heimspiel gegen Nordirland, sollten sie diess gewinnen, wartet eine ungleich schwierigere Aufgabe noch dazu auswärts: gegen den Sieger Wales gegen Bosnien-Herzegowina.
Folgendes Quaoifikationsturnier hat die FIFA ausgewürfelt. Die Partien finden jeweils am Donnerstag und Sonntag statt. DAZN überträgt alle Partien. Ein Quartett, ein Turniersieger=WM-Ticket samt bereits ausgeloster WM-Gruppe (das lass ich jetzt hier).
Wales – Bosnien-Herz.
Italien – Nordirland
Ukraine – Schweden
Polen – Albanien
Slowakei – Kosovo
Türkei – Rumänien
Tschechien – Irland
Dänemark – Rumänien
Interkontinentale Qualifikation in Mexiko
Die letzten beiden WM-Tickets werden ausgespielt. Die fünf verbliebenen Kontinente entsenden jeweils einen Vertreter, Nord- und Mittelamerika sogar zwei (nicht fragen, warum). Dabei haben die DR Kongo und der Irak zunächst ein Freilos. DR Kongo wartet auf den Sieger Neukaledonien – Jamaika, der Irak bekommt es mit Bolivien oder Surinam zu tun. Echte Fußball-Schmankerl warten da auf uns.
Tests für den Rest
Also die berühmt-berüchtigten Freundschaftsspiele, mit der sich die bereits qualifizierten Teams auf das Turnier einschwören. Es ist die einzige Möglichkeit dazu, bevor nach Ende der Saison Ende Mai die eigentliche Vorbereitung beginnt. So mancher Top-Schlager ist dabei, zum Beispiel die Partie Brasilien – Frankreich (Do., 21:00).
Das deutsche Team spielt zunächst in der Schweiz (Freitag, 20:45) und empfängt am Montag in Stuttgart (20:45) Ghana. Bundestrainer Julian Nagelsmann wird diese Partien einerseits nutzen, dass sich seine Stammelf einspielen kann, andererseits hat er die vielleicht letzte Gelegenheit zu sehen, wie sich Neulinge wie Bayerns Lennart Karl international bewähren. Die Ergebnisse sind dabei bestenfalls zweitrangig. Ob das der Boulevard allerdings auch so sieht, gerade nach heftigen Niederlage(n), das wage ich zu bezweifeln.
Aicher braucht ein Shiffrin-Aus (aber niemand hofft darauf)
Die letzten Weltcup-Skirennen finden am Dienstag und Mittwoch für Frauen und Männer in Lillehammer, genauer Hafjell statt. Während Marco Odermatt schon als Gesamtsieger feststeht, muss Mikaela Shiffrin vorm Slalom (Dienstag) und Riesenslalom (Mittwoch) noch zittern. Besser gesagt: Sie muss halt so Slalom fahren wie bisher (sprich: gewinnen), dann hat sie Große Kugel praktisch sicher. Es gibt dann noc h Rechenkunsstücke, aber die lasse ich jetzt bleiben!
Letzte verbliebene Konkurrentin ist Emma Aicher. Die Deutsche punktete am Wochenende durchaus gut als Fünfte in der Abfahrt und Vierte im Super-G, aber eben nicht überragend genug, als dass sie die US-Amerikanerin ernsthaft bedrohen könnte (im sportlichen Sinn, versteht sich). 45 Punkte Rückstand hat sie eben noch. Klingt nicht sehr viel angesichts für 100 Punkte für eine Laufsiegerin. Klingt fast unmöglich, wenn Shiffrin wie erwartet (sic) ihren Slalom gewinnt. Egal wie: Die Saison ist für die 22-jährige Deutsche der totale Erfolg, und wenn sie gesund bleibt, sind die noch ausgebliebenen Weltcup-Kugeln nur noch eine Frage der Zeit. Die sie eben hat und die doch schon 31-jährige Shiffrin eher nicht.
Entscheidung in Miami
Allerdings ohne den Tennis-Weltranglistenersten Carlos Alcáraz, bereits in der 3. Runde an Sebastian Korda scheiterte. Eine geradezu unfassbare Statistik ermittelte, dass Korda in den vergangenen 10 (!) Jahren erst der sechste US-Amerikaner war, der eine amtierende Nummer 1 in einem regulären Turnier besiegte.
Jannik Sinner, vor einer Woche Triumphator in Indian Wells, ist dagegen noch dabei, genauso wie der Deutsche Alexander Zverev. Die beiden könnten in der unteren Tableau-Hälfte im Halbfinale aufeinandertreffen, das Feld in der oberen scheint recht offen (Taylor Fritz?).
Bei den Frauen gaben sich die Indian-Wells-Favoritinnen Aryna Sabalenka un Lena Rybakina bisher keine Blöße. Sie würden allerdings schon im Halbfinale aufeinandertreffen.
Erster Wurf in der MLB-Saison
Nach den Ausflügen nach Japan in den vergangenen Jahren startet die Profiliga wieder in Amerika. Offizieller Saison-Auftakt ist die Partie am Mittwoch zwischen den San Francisco Giants gegen New York Yankees, der Donnerstag ist dann der „Opening Day“ mit insgesamt 11 Spielen.
Wie gehabt warten auf jedes der 32 Teams 162 Partien. Eine längere Saison-Vorschau erspare ich mir, nur soviel: Titelverteidiger Los Angeles Dodgers ist erneut der ganz große Favorit. So groß, dass vielen Experten jedwede Fantasie, wie sie nicht erneut Meister werden. Dennoch: Play Ball!
Die DEL macht jetzt play-off-ernst
Vorbei das Vorrunden-Geplänkel, am Dienstag beginnt die eigentliche Saison. Und die Frage, ob das bisher klar beste Team Kölner Haie auch in der K.-o.-Runde die PS auf die Straße bekommt.
3 Runden stehen an, jeweils vier Siege braucht ein Team, damit es weiterkommt repekive im Finale den Titel holt. Folgende Paarungen hat die Vorrunde ergeben. Das Heimrecht wechselt von Partie zu Partie, die erst genannte Mannschaft spielt in der ersten und gegebenenfalls siebten und entscheidenden Partie zu Hause
(1) Kölner Haie – (9) Schwenningen Wild Wings
(4) Red Bull München – (5) ERC Ingolstadt
(2) Adler Mannheim – (7) Fischtown Pinguins Bremerhaven
(3) Straubing Tigers – (6) Eisbären Berlin
Und sonst?
- Eiskunstlauf: Die Weltmeisterschaften in Prag ab Dienstag werden zwar angekündigt als Olympia-Revanche, doch es bleibt abzuwarten, ob und vor allem in welcher Form sie Sieger und Besiegten von Mailand gut einen Monat danach antreten. Die besten deutschen Chancen erneut das Paar Minerva Hase/Nikita Volodin, zumal die japanischen Olympiasieger nicht am Start sind. Das erhöht natürlich auch die Chancen für Annika Hocke/Robert Kunkel auf eine Top-Platzierung.
Wers sehen will: Eurosport ist live dabei bei allen Küren und auch Vorentscheidungen.
- Wintersport: Traditionell gibt es von Donnerstag bis Sonntag zum Saisonausklang der Skispringer noch ein Flug-Spektakel von der Monsterschanze in Planica. Erstmals in Slowenien dabei sind auch die Frauen, nachdem sie dieses Wochenende Vikersund auf Weitenjagd gebgangen sind.
- Basketball: Zwei Spieltage diese Woche in der nicht enden wollenden Vorrunde der Euroleague: Der FC Bayern wird die Play-offs verpassen Dem Gastspiel in Kaunas morgen (19:00) folgt am Donnerstag (20:30) eine Heimpartie gegen Villeurbanne.
von Münchner Löwe | März 18, 2026 | Allgemein
Als der fantastische Closer Daniel Palencia das letzte Aus der USA besiegelte und der 3:2-Triumph Venezuelas feststand, kannte der Jubel keine Grenzen mehr im Miami-Stadium. Alle Spieler strömten aufs Feld, venezolanische Fahnen schwenkend oder um die Schultern umgehängt, und alle mit Tränen in den Augen. Zum ersten Mal in der Geschichte hatten sich die Baseballer die WM geholt, und wer die geradezu entrückten Gesichter all dieser Profis sah, weiß, was das für das Land bedeutet. Nämlich den wohl größten sportlichen Erfolg, den dieses Land je gefeiert hat. Und auch der letzte – dem Baseball vielleicht nicht so zugängliche – Sportfreund erfuhr, dass diese World Baseball Classics viel, viel mehr sind als ein schnödes Vorbereitungsturnier für die MLB-Saison. So viel Emotionen wie spätestens seit dem Viertelfinale gibt es in der Major League Baseball bestenfalls in entscheidenden Partien der K.-o.-Runden. Auch auf den Tribünen, mindestens zur Hälfte mit venezolanischen Migranten befüllt, war der Jubel riesig. Eines scheint sicher zu sein: Bevor die heimischen Miami Marlins einen derartigen Erfolg feiern können, werden noch Jahre vergehen .
Venezuela gegen die USA, das war in der Nacht zu Mittwoch das Finale der dominanten Pitcher – und das trotz der furchteinflößenden Schlagmänner auf beiden Seiten. Venezuela ging mit 2:0 in Führung, und ihre Werfer schafften gegen die prominente US-Line Up ein geradezu müheloses Inning nach dem anderen. Bis im 8. Durchgang Bryce Harper dann doch einen Ball satt erwischte und zu einem 2-Run-Homer zum 2:2 über den Zaun drosch. Die Wende? Sollten die USA es doch noch schaffen, nachdem die Baseball-Nation Nummer 1 zuletzt bei WMs ohne Titel blieben. Eugenio Suárez von den Seattle Mariners fand die Antwort und sein Double brachte Venezuela wieder in Führung. Und eines hatte das Turnier gezeigt: Eine Führung mit Daniel Palenica als Closer auf dem Mound, das bedeutete in diesen Tagen schon den Sieg, auch jetzt.Kyle Schwarber, der Homerunkönig der vergangenen Saison versuchte sein Glück – Strike Out. Gunnar Henderson traf sogar den Ball – ein leichter Fang für die Verteidiger. David Anthony sah den 100-Meilen-Ball nicht mal – das dritte Aus. Die unfassbare Bilanz des Closer Palencia: 5 Spiele, kein zugelassener Hit und erst recht kein Run. Besser gehts nicht.
Der Ort des Triumphs hätte symbolischer kaum sein können, Miami/Florida. Jenem Land also, das vor drei Monaten das Venezuela überfiel und den regierenden Präsidenten Maduro, den widerwärtigen Diktator, entführte. Der Mann, der das initierte, ließ sich im Stadion allerdings nicht blicken, obwohl sein Wohnsitz Mar a Lago für US-Verhältnisse quasi um die Ecke wohnt. Doch Donald wäre nicht Trump, würde er nicht zumindest einen Teil des Venezolanischen Triumphes für sich reklamieren würde. Es würden „in letzter Zeit gute Sachen für Venezuela geschehen“ und er frage sich, womit diese „Magie“ wohl zusammenhänge? Nach dem Sieg Venezuelas goss er weiteres Öl (sic!) ins Feuer: „Statehood!“, schrieb er, was übersetzt so viel heißt wie: Bald ist Venezuela der 51. Bundesstaat. Zumindest die Kanadier wirds trösten …
Dabei ist Baseball schon lange vor Trumpistan DER Nationalsport in Venezuela, weit vor Fußball, wo das Land mal wieder die WM-Qualifikation verpasst hat. Alle Spieler des World-Classic-Kaders spielen in MLB-Teams, und dort eine zum Teil herausragende Rolle. Zwei absolute Legenden gar nicht lang vergangener Tage reihten sich in die Trainergilde ein. Johan Santana kümmerte sich um die Pitcher, Miguel Cabrera, vielleicht der beste unter vielen guten MLB-Profis aus Venezuela, war Hitting Coach.
von Münchner Löwe | März 16, 2026 | Allgemein
Uli Hoeneß, unfassbar unsachlich
Der beschämendste Post der Woche (zumindest im Sport) stammt von Uli Hoeneß. Nach dem 1:1 von Bayer Leverkusen gegen seinen FC Bayern wetterte der Ehrenpräsident, die Leistung des Schiedsrichters sei die „schlechteste gewesen, die es je in der Bundesliga gab“. Darauf antworte ich ähnlich sachlich: Uli Hoeneß hat endgültig den Verstand verloren. Wahrscheinlich hat er durch übermäßigen Verzehr seiner widerwärtigen Würschtl einige Gehirnwindungen verloren.
Was hatte sich also Christian Dingert zu Schulden kommen lassen, dass er diesen Furor gegen sich auslöste? Er wagte es, dass er zwei Bayern-Tore nach Handspiel annullierte. Beim einen war der Fall klar, weil ein Torschütze wie Tah dabei nie unmittelbar die Hand benutzen darf. Auch Kanes Einsatz vorm vermeintlichen 2:1 mit der Hand war zumindest grenzwertig. Außerdem wagte es Dingert nach Konsultation der Fernsehbilder, den Münchner Jackson für ein Brutalo-Foul vom Platz zu stellen. Kein Mensch bei Verstand (noch nicht mal Hoeneß selbst!) würde die Richtigkeit dieser Entscheidung anzweifeln.
Bleibt als „Fehler“ noch eine in der Tat zweifelhafte Gelb-Rote Karte, die Dingert Luis Diaz nach einer vermeintlichen Schwalbe zeigte. Der Schiri selbst befand nach dem Spiel und Ansicht der Fernsehbilder (die er während der Partie nicht nutzen durfte), dass diese Entscheidung „zu hart“ gewesen sei. Ein gutes Zeichen gegen die wieder unerträglich grassierende Fallsucht aller Fußball-Profis und -Amateure war es allemal.
Die Eskalation der üblen Stimme vom Tegernsee kam natürlich mit vollem Bedacht: Schiedsrichter, so die unverhohlene Drohung, haben ein sehr, sehr schweres Leben, wenn sie (auch nur im Zweifel) gegen den FC Bayern pfeifen. Übersetzter Klartext:: „Pfeift im Zweifel für uns, und ich lasse Euch in Ruhe! Wenn nicht, gibt es extremen Ärger!“ Samt dem unfassbaren Ärger doch die zahllosen Bayern-Fans, wie die Kommentare zu den meist sachlichen Spielberichten zeigten.
Schade, dass der DFB zwar Schiedsrichtet Dingert für seine Entscheidungen zwar weitgehend in Schutz nahm, auf Angriffe gegen den unsachlichen Ekel-Brüller vom Tegernsee verzichtete.
Sogar die den Bayern und insbesondere Uli Hoeneß ergebene „Bild“ fand mit übrigens die SR-Leistung alles andere als „die schlechteste aller Zeiten“ und vergab die Note „3“. Krawalliger da schon das ehemalige Fachmagazin „Kicker“ (Note „5“. „Eine unangemessene Spielleitung“ bescheinigten die Kicker-Männer (im Fußball immer noch ein reiner Männer-Club, ein trauriges Kapitel für sich) und unterschlugen dabei, dass die Bayern-Profis gegen wirklich jede Entschedung gegen sie lautstark reklamierten und auch deshalb diese hektik aufkam. Nicht nur der Kapitän Kimmich meckerte und motzte, sondern vor allem auch Kane und Stanisic. Meines Erachtes war der größte Fehler von Dingert, dass er gegen diese Maulhelden nicht mit Gelben Karten vorging.
In der ganzen Schiri-Keilerei ging unter, dass Bayer gegen Bayern ein äußerst unterhaltsames Fußballspiel war. Mit einem höchst unwahrscheinlichen Helden, denn es war letztlich Bayerns nominell dritter Torwart Sven Ulreich, der mit feinen Paraden trotz 9:11-Unterzahl das Remis feshielt. Tragisch, dass der Ersatz-Ersatzmann sich einen Muskelbündelriss zuzog und nun 6 Wochen fehlt. Im spiel stand ihm auch das Glück zur Seite, denn dass Jonas Hofmann bei seinem vemeitlichen Siegtreffer in der Nachspielzeit im Abseits stand, war durch Standbild und angeblich kalibrierter bestenfalls zu erahnen. Proteste der Leverkusener? Fehlanzeige. Obwohl Bayer die verlorenen Punkte im Kampf um Champions-League-Plätze sehr viel mehr schmerzen als den Münchnern, die immer noch souverän die Tabelle anführen mit 9 Punkten auf Borussia Dortmund. Wozu also die Aufregung, frage ich noch mal fassungslos?
Ich schaue neidvoll nach Italien
Nicht wegen ihrer Fußballer, Gott bewahre! Aber Italia trumpft in zwei Sprtarten auf, die ich sehr gerne mag und in denen Deutschland noch nicht einmal eine Nebenrolle spielt, geschweige denn eine oscar-würdige. Ich rede von Baseball und Rugby, in denen Spieler aus Bella Italia mehr als bella figura machen und machten.
Italien im Baseball-WM-Halbfinale
Als ich das Ergebnis aus der Vorrunde las, konnte ich es kaum glauben: USA – Italien 6:8. Es verlor also die Baseball-Nation Nummer 1, gespickt mit zwei Dutzend topdotierter MLB-Stars gegen ein Land, das ich bisher überhaupt nicht mir diesem schönen Sport in Vebindung gebracht habe. Natürlich auch wegen meine Ignoranz, denn zumindest Pasquantino von den Kansas City Royals ist mir durchaus ein Begriff. Nur hätte ich ihn trotz des namens nie mit Italien in Verbindung gebracht. Noch einige Spieler mehr sind bei MLB-Clubs angestellt, aber sie sind mir nie in einer tragenden Rolle aufgefallen. Und diese No-name-Truppe besiegt die USA – einer der größgten und gleichzeitig schönsten Rätsel des Sports.
Dieser Triumph war keine Eintagsfliege. Nicht nur gelang den Azzurri der Gruppensieg in der Vorrunde, sie bezwangen auch im Viertelfinale Puerto Rico und treffen heute Nacht auf Venezuela. Höchstwahrscheinlich wird gegen diese Baseball-Nation der Siegeslauf ein Ende finden, aber das tut dem Erfolg nicht den geringsten Abbruch. Als Deutscher, der die zig teils grotesken Fehlversuche eines Aufbaus eines heimischen Nationalteams nur noch kopfschüttelnd zur Kenntnis nimmt, bleibt da nur der allerhöchste Respekt. In Italien wissen Menschen offenbar zumindest im Baseball, was sie tun.
Italien 4. bei den Six Nations
Das gilt fast noch mehr im Rugby. Im traditionellen Turnier der sechs besten europäischen Teams schafften die Azzurri einen vor Jahren noch für unmöglich gehaltenen vierten Platz – vor den ausgemachten Rugby-Nationen England und Wales. Erstmals konnten sie dabei den Ex-Weltmeister England bezwingen, außerdem gelang ein Heimerfolg gegen Schottland (und so blieb man im jeweils nahezu ausverkauften Römer Olympiastadion diese Saison tatsächlich unbesiegt). Die Italiener lieben ihre Rugbyspieler, die ihr Geld auch in lukrativen Profiligen wie Frankreich und England verdienen.
Das europäische Topturnier verlief so spannend wie noch nie. Erst mit einem Straftritt nach Ablauf der 80 Minuten sicherte sich im allerletzten Spiel Frankreich den spektakulären 48:46-Sieg gegen England und die erforderlichen Punkte, um Irland noch von der Tabellenspitze zu verdrängen.
Und sonst? (wirklich nur das Wichtigste)
- Tennis: Masters-Siege für Aryna Sabalenka und Jannik Sinner. In Indian Wells gewann die Weißrussin ein spektakuläres und hochklassiges Finale gegen Lena Rybakina und revanchierte sich für die Niederlage im Endspiel de Australian Open. Dabe vergab Rybakina im Tiebreak des entscheidnden Satzes einen Matchball.
Sinner bezwang im Endspielden Russen Daniil Medwedew mit 7:6, 7:6. Medwedew seinerseits, der ein grauenhaftes Jahr 2025 hinter sich hat, bestätigte seinen klaren Formanstieg mit einem beeindruckenden Halbfinal-Erfolg über den Weltranglistenerersten Carlos Alcáraz, der die erste Niederlage des jahres kassierte..
- Ski alpin: Emma Aicher gibt im Kampf um den Gesamtweltcup nicht auf: Die 22-Jährige fuhr in Are als Vierte im Riesenslalom und Zweite im Slalom jeweils ihre besten Disziplin-Ergebnisse ein. Dabei genoss die in Schweden aufgewachsene Aicher sichtlich ihren Heimvorteil. Was für ein Glück für den Deutschen Skiverband, dass sie sich im Alter von 16 jahren entschied, dass sie für das Heimatland ihrer Mutter fahren will.
Den Slalom gewann, natürlich, Mikaela Shiffrin. Die Amerikanerin führt jetzt mit 140 Punkten vor der Deutschen. Jeweils ein Wettbewerb pro Disziplin findet ab nächsten Samstag beim Saisonfinale in Lillehammer noch statt. Aufholjagd ist sicher möclich, letztlich aber unwahrscheinlich.
Einen schönen Erfolg feierte die Österreicherin Julia Scheib. Sie gewann nicht nur den Riesenslalom in Are, sondern holte sich auch die Disziplin-Wertung. Kaum zu glauben: Es ist der erste Riesenslalom-Weltcup für die Skination Austria seit 10 Jahren. Schweib wiederum entschädigte sich für das entäuschende Olympia-Rennen, als sie als klare Favoritin ohne Medaille blieb.
- Golf: Wie Indian Wells im Tennis gilt The Players in Ponte Vedra bei den Golfprofis als fünftes Major-Turnier. Spannender hätte das Ende kaum sein können, als die schlaggleichen Führenden Camron Young (USA) und Matthew Fitzpatrick (England) im gleichen Flight auf die letzte Bahn gingen. Am Ende hatte Young im äußerst fair geführten Duell (trotz Ryder-Cup-Vibes bei den Zuschauern) die Nase um einen Schlag vorn. Ein Desaster auf der Schlussrunde erlitt der junge Schwede Ludvig Aberg, de mit einer desaströsen 76er-Runde von Platz 1 auf Rang 5 zurückfiel.
von Münchner Löwe | März 15, 2026 | Allgemein
Das erste Rad-Monument, Rückspiele im Europapokal und vielleicht doch endlich die letzten Zuckungen im Wintersport.
Engländer kämpfen gegen das kollektive Aus.
Mit sechs Teams stehen die Engländer im Achtelfinale. Wenn es ganz, ganz blöd läuft, scheitern alle sechs. Zumindest 4 Teams brauchen ein mehr oder weniger großes Wunder: Tottenham, Manchester City und Chelsea müssen jeweils einen 3-Tore-Rückstand aufholen gegen Atlético und Real Madrid sowie Titelverteidiger PSG. Newcastle bräuchte bei Barca einen Auswärtstriumph. Die noch beste Ausgangsposition hat der FC Arsenal nach dem am Ende glücklichen 1:1 im Hinspiel bei Bayer Leverkusen, während der FC Liverpool gegen Galatasaray in der Anfield Road ein 0:1 kompensieren muss. So wie die Reds gerade ihre Spiele verhühnern, ist das keineswegs ausgemachte Sache.
Völlig klar ist dagegen das Weiterkommen des FC Bayern nach dem beeindruckenden 6:1 bei Atalanta Bergamo. Interessant wird höchstens, wer bei den Münchnern im Tor steht, nachdem jetzt auch Sven Ulreich, der Ersatz des Ersatzes von Manuel Neuer ausfällt. Wenns blöd läuft und Jonas Urbig nach seine Gehirnerschütterung keine Spielerlaubnis erhält, muss (oder darf) tatsächlich der erst 16-jährige Leonard Prescott zwischen die Pfosten: Hochtalentiert ist er, wie man hjört und mit Gardemaß von 1,96 Metern ausgemustert.
Schließlich noch der Liebling aller Fußball-Romantiker. Bodö Glimt hat nach dem 3:0 zu Hause gegen Sporting beste Chancen, und außerhalb von Lissabon (hier auch bestenfalls die Hälfte der Stadt, die andere hält eh zu Benfica) drücken wohl alle den tapferen Norwegern mit dem Mini-Etat die Daumen.
Weitere deutsche Clubs im Europapokal
In der Europa League lief es für den SC Freiburg (0:1 in Genk) und den VfB Stuttgart (1:2 fgegen Porto) wahrlich nicht nach Plan. Nach der Nullnummer in Ostrau hat wenigstens Mainz in der Conference League realistische Chancen auf den Aufstieg.
Die Sehnsucht des Tadej Pogacar
Der Slowene hat im Radsport alles gewonnen, bis auf den Eintages-Klassiker Mailand – San Remo, bei dem immer etwas oder jemand dazwischenfunkte, zuletzt in Person von Matthew van der Pool. Am Samstag steht also das erste sogenannte Monument des Jahres auf dem Programm, und wieder wird die Frage sein, wie es Pogacar angeht. Sein Klassiker-Rezept, 50 Kilometer vor dem Ziel sich auf Nimmerwiedersehen zu verabschieden, hat gerade bei der „Primavera“ ihre Tücken, wartet doch etwa 10 Kilometer vorm Ende der sagenumwobene Poggio (und danach nur noch die rassende Abfahrt ins Ziel). Andrerseits: Was hat der überragende Slowene schon zu verlieren? Denn auf die herkömmliche Art (Antritt erst am Poggio) kam er bisher nicht zum Triumph. Und seine Nemesis van der Poel ist ein ausgemachter Remo-Spezialist und prädestiniert für derlei Ankünfte.
Wie es aussieht, ist nur Eurosport2 live dabei, der Hauptsender ergeht sich im ewigen Wintersport. Apropos …
Kampf um die Weltcupkugel
Genau vor einer Woche habe ich Emma Aicher abgeschrieben im Kampf um den Gesamtweltcup. Außenseiterin ist die Deutsche im Duell mit der sagenhaften Mikaela Shiffrin immer noch, doch die Ausgangsposition vorm Saisonfinale in Lillehammer hat sich wieder leicht verbessert.
140 Punkte sind es noch Rückstand auf die Amerikanerin. In jeder der vier Disziplinen steht noch je ein Rennen aus. Während Shiffrin bisher wenn überhaupt nur zaghaft ein paar Super-Gs bestritten hat und die Abfahrten bisher komplett mied, kann Aicher hier zweimal voll Punkten. Wenn sie dann wirklich mit Vorsprung in die abschließenden Techniker-Wettbewerbe Slalom und Riesenslalom (Dienstag, Mittwoch in einer Woche) geht, kann alles passieren. Wie gesagt, nicht sehr wahrscheinlich, aber auch nicht völlig aus der Luft gegriffen. Frei nach Franz Beckenbauer möchte man ihr zurufen: Geh raus und fahr runter! Das kann sie mit einer Lässigkeit wie keine andere.
Und sonst?
- Baseball: Die World Classics gehen in die entscheidnde Phase. Die Halbfinali stehen in der Nacht zu Montag und Dienstag an. Jeweils in Miami treffen zunächst die USA auf die Dominikanische Republik, tags darauf ist Venezuela klarer Favorit gegen die sensationellen Italiener, die in der Vorrunde sogar die US Boys mit 8:6 besiegten.
Gerade in der DomRep und Venezuela ist Baseball Nationalsport. Praktisch alle Spieler sind zum Teil extrem wichtige Profis in der MLB.
Ein Träumchen wäre natürlich ein Finale USA gegen Venezuela in Miami. Praktisch vor der Haustür eines gewissen Donald Trumps. Der aber wohl kneifen würde, weil ein US-Triumph keineswegs feststeht.
- Bundesliga: Hoffentlich verzieht sich der Pulverdampf nach den gerade von den Münchnern inszenierten Schiri-Drama. Die Bayern empfangen den 1. FC Union, ein Sieg ist fest eingeplant.
Extraspannung im Abstiegskampf und hier vor allem in Wolfsburg. Der heimische VfL (17.) trifft auf Werder Bremen, das mit 4 Punkten Vorsprung auf Rang 15 liegt.
- Tennis: Teil 2 des Sunshine-Doubles oder: nach Indian Wells ist vor Miami. Wieder sind alle Top-Frauen und -Männer am Start. Titelverteidiger sind Aryna Sabalenka aus weißrussland und der Tscheche Jakub Mensik. Während Sabalenka erneut zu den Top-Favoritinnen gehört, läuft es für Mensik dieses jahr noch überhaupt nicht.
- Basketball: Mit der Niederlage in letzter Sekunde gegen Efes haben sich die eh kleinen Chancen des FC Bayern aauf die K.-o.-Runde weiter verringert. Diesen Donnerstag empfängt der Meister das Team aus Dubai. Ja Dubai gehört zu Basketball-Europa, die Petro-Dollar machen das möglich.
- Eishockey: Die DEL-Hauptrunde ist absolviert, jetzt geht es mit der K.-o.-Phase erst richtig los. Zunächst allerdings ermitteln die Plätze 7 bis 10 in den Play-Ins die zwei restlichen Play-off-Teilnehmer. In Best-of-3-Serien treffen ab Dienstag die Fischtown Bremerhaven und Nürnberg Ice Tigers sowie Grizzlys Wolfsburg und Schwenningen Wild Wings aufeinander. Die Top 6 jaben eine Woche Pause.
- Leichtathletik: Der Höhepunkt der Hallensaison mit der WM im polnischen Turun. 3 Tage volles Programm. Prominenteste Starterin der 13 deutschen StarterInnen ist Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye. Der Olympia-100-m-Zweite Kinshane Thompson führt eine Garde sehr starker jamaikanischer Sprinter an.
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