von Münchner Löwe | Mai 7, 2026 | Fußball
Die bisher so großartige Saison des FC Bayern hat im Halbfinale der Champions League international ein jähes Ende gefunden. Das 1:1 im Rückspiel gegen Titelverteidiger Paris St. Germain war zu wenig nach dem spektakulären 4:5 im Hinspiel. Im Blickpunkt stand der portugiesische Schiedsrichter Pinheiro: Wegen zwei umstrittenen Entscheidungen hatte er schon während des Spiels en Zorn der Münchner Spieler/Fans auf sich gezogen und auch das völlige Unverständnis der Kommentatoren bei DAZN.
Schon früh waren die Pariser in Führung gegangen als der überragende Kvisha Kvavartskela auf der linken Seite allen entwischte, fast von der Grundlinie den völlig freien Ousmane Dembélé bediente, der mit einem knallharten Direktschuss uner die Latte Manuel Neuer überhaupt keine Chance ließ. Der Ausgleich in der 4. Minute der Nachspielzeit durch Harry Kane kam zu spät. Erst da hatten die Münchner ein Mittel gegen den dichten Abwehrriegel der Pariser gefunden. Die insgesamt den reiferen und besseren Eindruck machten, allerdings auch beste Möglichkeiten zum Erhöhen fahrlässig ausließen beziehungsweise am sehr starken Manuel Neuer scheiterten.
Und was war jetzt mit dem Schiri
Im Wesentlichen 2 Entscheidungen des Mannes aus Portugal (darauf kommen wir noch) entfachten die Wut der Münchner.
Szene 1: das Handspiel von Nuno Mendez
was war passiert?
nach einem Vorstoß von Konni Laimer im Mittelfeld stoppte der Portugiese den Ball mit dem Oberarm. Die logische Folge auf dem ersten Blick wäre gewesen, Freistoß für Bayern, Gelb und damit Gelb-Rot (Platzverweis) für den bereits verwarnten Mendez.
was machte der Schiedsrichter
ahndete ein Handspiel von Laimer. Er will gesehen haben, dass der Österreicher seinerseits bei seinem Vorstoß den Ball mit der Hand spielte. Besser gesagt tat das der vierte Offizielle am Spielfeldrand, vor dessen Augen das Ganze stattfand; es gab offenbar einen Hinweis von ihm, ganz klar ist die Kommunikation nicht (von den Schiedsrichtern gibt es bei internationalen Top-Partien nie eine Erklärung über das, was sie so treiben und pfeifen). Gepfiffen wurde jedenfalls erst, als Mendez den Ball gespielt hat, also mit einem Zeitversatz von etwa 4 Sekunden. Und zumindest die mir zur Verfügung stehenden Fernsehbilder lassen eher keine Hand von Laimer erkennen. Aber trotz der Proteste blieb Pinheiro unerschütterlich (?!) bei seiner Wahrnehmung (Laimer-Handspiel) und damit auch bei seinem Pfiff für die Pariser.
Was könnte dahinterstehen?
Die Schlussfolgerung der Münchner: Pinheiro wollte auf jeden Fall die Gelb-Rote Karte (extreme Spielbeeinflussung) vermeiden und „erfand“ (auf Zuruf des 4. Schiedsrichters) das andere Handspiel. Die Frage, die sich mir dann stellt, wenn das so wäre: Warum belässt er es nicht einfach beim Handfreistoß für Bayern und lässt die Gelbe Karte stecken mit einer wirklich allerletzten Ermahnung. Derlei geschieht andauernd (nicht sooo klares Hand, es war ja fast die Schulter, keine echte Absicht). Aber offenbar hatten er und seine Crew eben etwas gesehen, was dem Rest der Fußballwelt verborgen blieb; ein klassischer Wahrnehmungsfehler. Ob er jetzt besser dasteht (auch Schiedsrichter unterliegen Leistungskontrollen von offiziellen Beobachtern), wage ich allerdings zu bezweifeln.
Sind die Folgen so dramatisch
Natürlich hätte das Spiel 11:10 eine ganz andere Wendung genommen. Eine Stunde Unterzahl auf diesem Niveau und dieser engen Leistungsdiskrepanz zweier Top-Teams ist ein fast nicht gutzumachender Nachteil. Deshalb ist die Wut der Münchner durchaus verständlich. Von „Skandal!“ (Bild) kann allerdings nicht die Rede sein. Profan urteile ich: Der Schiri hat im Mittelfeld eine Hand-Situation falsch beurteilt. Kommt in jedem Spiel zigfach vor, ohne dass sich die Fußball-Nation und noch viele mehr aufregen. Ein mehr oder weniger Unbeteiligter kann ich natürlich schlau daherreden …
Szene 2: das Handspiel des Joao Neves
Was war passiert?
Nach einer zu kurzen Torwartparade will Vitinha den Ball aus dem Strafraum dreschen. Er trifft dabei noch innerhalb des Strafraums (unstrittig) die Hand von PSG-Spieler Neves – ausgestreckt hoch über seinem Kopf (unstrittig).
Was macht der Schiedsrichter
Nichts. Kein Elfmeterpfiff und auch kein Konsultieren des VAR, obwohl ihn fast das ganze Bayern-Team bestürmte und auch alle Kommentatoren von einer „klaren Fehlentscheidung“ sprachen.
Was steckt dahinter?
die Regelauslegung der UEFA, nämlich die sogenannte Teammate-Regel. Die besagt klar und eindeutig, dass es keinen Elfmeter geben soll/darf, wenn ein eigene Abwehrspieler bei einem Befreiungsschlag! (also weg vom Tor die Hand eines Mitspieles trifft): Teammate zu Teammate. Ergibt ja auch Sinn, denn welcher Abwehrspieler bei Sinnen (nona, es geht um Fußball) stoppt mit Absicht (auf die kommt es grundsätzlich an bei Handspielen) einen Ball im Strafraum und beschwört womöglich eine nächste bedrohliche Situation. Eine Regelauslegung ganz im Sinne des Fußballs (dessen Sinn es eben nicht ist, unsinnige Elfmeter zu geben), da sind sich letztlich auch alle einig. Die Riesenaufregung basierte vor allem darauf, dass diese Teammate-zu-Teammate-Regel bis dato weitgehend unbekannt war (auch die Herren Fußball-Kommentatoren mussten sich erst schlau machen und nahmen dann recht kleinlaut ihre zuvor wüsten Beschimpfungen zurück).
Sind die Folgen so dramatisch?
Kein Zweifel: ein Elfmeter ist zu 75 Prozent ein Tor, beim Bayern-Spieler Harry Kane in wichtigen Partien zu 100 Prozent. Es wäre der Ausgleich noch vor der Pause gewesen – und dann hätte nur ein Tor zu Verlängerung gefehlt.
Das grundsätzliche Theater
Der Ton war gesetzt: Schuld am Ausscheiden ist der Schiedsrichter. Sagte explizit niemand der Bayern-Spilder und -Veranwwortlichen (und alle räumten die Klasse und Überlegenheit von PSG auch ein), aber die Kritik war einhellig: Wir (die Bayern) sind verpfiffen worden. Dass Gezetere und Geweine trieb dann Sportvorstand Max Eberl auf die Spitze. Es sei ein Freundschaftsdienst des portugiesischen Schiedsrichters Pinheiro an seine portugiesischen Landsleute im PSG-Dress gewesen (nicht nur die Übeltäter Mendez und Neves, sondern auch noch Spielgestalter Vitinha sind Portugiesen). Der von mit einst geschätzte Marcel Reif prangerte im Bild-Talk (auch deshalb das „einst“) am Donnerstag (also nach einer Nacht des offenbar kurzen Überschlafens) die UEFA an, dass sie bei dieser Personen-Konstellation (viele Portugiesen bei PSG) niemals einen portugiesischen Schiri hätten benennen dürfen.
Fast alle monierten die Unerfahrenheit von Pinheiro, der bis dato nur 15 Champions-League-Spiele gepfiffen hatte und dem schlicht der Mut zu tiefgreifenden Entscheidungen gefehlt hätte. Hübsch fand ich Vorstands-Chef Jan Dreßen, der kritisierte: Wie kann es sein, dasss die UEFA einen Schiedsrichter benannt hat, der noch die ein Halbfinale gepfiffen hat? (irgendwann muss es halt das erste Mal sein, Herr Dreßen).
Was bleibt sonst?
- Bayern-Müdigkeit: viele Münchner bleiben weit unter ihrem Leistungsstandard zurück, vor allem auch der in dieser Saison überragende Michael Olise und trotz seines Tores auch der ansonsten weitgehend ungefährliche Harry Kane. Meine (nicht bewiesene!) These. Olise, Kane und auch Luis Diaz haben zuletzt zu viele Körner in der Bundesliga gelassen, als sie eingesetzt wurden, obwohl die Meisterschaft längst entschieden war. Auch am vergangen Samstag, als sie in der 2. Halbzeit mit alle Macht gegen ein sich verzweifelt wehrendes Heidenheim noch in der Schlussminute den Ausgleich retteten (ähnliches eine Woche zuvor in Mainz, dort schafften die eingewechselten Top-Stars nach einem 0:3 ein 4:3). Vielleicht wäre es tatsächlich besser gewesen, gerade Olise, Kane und auch Diaz eine komplette Pause zu gönnen, also einen ode zwei Tage ohne Fußball, respektive mit Konzentration allein auf PSG. Die Pariser etwa verzichteten am Samstag gegen Lorient gänzlich auf die Dienste von Kvarazskhelia, Dembele und Abwehrchef Marquinos. Der Rest riss sich beim 2:2 keine Beine raus.
Dass Vincent Kompany das nicht getan hat, liegt eben auch am sehr kleinen Kader gerade in der Offensive.
- Neuers Glanzleistung: Für mich war sie sogar noch besser als die beim bereits sagenumwobenen Viertelfinale in Madrid. Diesmal nämlich wehrte er sogenannte „Unhaltbare“ Schüsse ab (die man also schon im tor sieht), etwa gegen Neves Kopfball in der 1. Halbzeit und im 2. Durchgang verhindete er mehrere Male einen höheren Rückstand gegen Doué, Kvaratshkelia und Barcola. Es besteht wohl kaum ein Zweifel, dass Neuer ein weiteres Jahr dranhängt. Obs im Sinne von seinem potentiellen Nachfolger Jonas Urbig ist und dessen Karriere förderlich, sei mal dahingestellt. Denn er verliert ein weiteres Jahr, denn jetzt hilft nur Spielpraxis – nicht nur gegen Mainz und Co., sondern eben auch in einem Champions-League-Halbfinale!.
- Kompanys Wechsel: Wechselfehler, behaupte ich. So verzichtete der belgische Trainer gänzlich auf die Dienste von Leon goetzka, der mit seiner Kopfballstärke und Torgefährlichkeit durchaus Unheil hätte anrichten können. Auch dass Kompany den veritablen Offensivkünstler Lennart Karl erst sehr spät brachte (82.) stattdessen vorher die Abwehrleute Kim und Davies, erschloss sich den Wenigsten. Klar, der Jungspund kommt von einer längeren Verletzungspause, aber offensichtlich war er fit, und in den wenigen Aktionen, die ihm blieben, deutete er seine Gefährlichkeit an.
In kann es letztlich nicht anders urteilen: Luis Enrique hat Kompany ausgecoacht, wie es neudeutsch so schön heißt. Er hat eben die paar Jahre Erfahrung mehr, die man offenbar braucht.
Jetzt wartet Arsenal auf PSG
Die Londoner erreichten am Diensgag durch ein 1:0 gegen Atlético Madrid das Endspiel. Die Spanier waren eine einzige Enttäuschung: trotz veritabler Offensivkräfte wie Alvarez, Griezmann und Lookman entwickelten die Madrilenen nie Druck genug, um die Arsenal-Abwehr in die Bredouille zu bringen (trotzdem hatte Trainer-Sohn Simeone eine Riesenchance). Einem Offenbarungseid kam es dann gleich, als Diego Simeone seine gefährlichsten Kräfte Lookman (57.), Griezmann und Alvarez (je 66.) recht früh vom Feld nahm. Da war mit als Atletico-Sympathisant) klar, dass das nichts mehr werden würde.
Ich sehe das Finale am 30 Mai in Budapest (18 Uhr) recht offen. Die Kondoner scheinen sich wieder einigemaßen gefangen zu haben und sind in der Abwehr schier unüberwindlich. Eine große Rolle wird spielen, ob sie als englischer Meister (danach sieht es gerade aus) ode nur als zweiter (Arsenal kann sehr gut verbaseln) zum Finale in die ungarische Hauptstadt reisen.
von Münchner Löwe | Mai 6, 2026 | NBA
Blick über den Teich, NBA
Die ersten Spiele der 2. Runde brachten 3 Heimsiege. Alllein die San Antonio Spurs verloren zu Hause gegen die Minnesota Timberwolves.
Detroit Pistons – Cleveland Cavaliers 111:101 (1:0)
Eine bis ins vierte Viertel umkämpfte Partie. Die Pistons legten immer wieder vor, die Cavs kamen heran, zuletzt auf 93:93. Doch am Ende konnten die Gastgeber entscheidend zulegen.
Bester der Sieger
Einmal mehr Cade Cunningham mit 23 Punkten und 7 Assists. Allerdings nicht so dominant wie zuletzt gegen die Orlando Magic.
Stark beim Verlierer
Donovan Mitchell: Gerade in der ersten Halbzeit als Denker und Schütze stark. Im letzten Durchgang fiel er ab, da übernahm für ihn der bis dato schwache James Harden, der allein im Schlussabschnitt 13 seiner 22 Zähler erzielte.
X-Faktoren
Jalen Duren: Hielt sich lange mit dem Scoren zurück. Seine 6 Punkte in Folge zum 99:93 entschieden letztlich die Partie.
Duncan Robinson: Diesmal wieder der gefürchtete Scharfschütze. 5 von 8 Dreiern fanden das Ziel.
2 Buzzerbeater der Pistons: Jeweils mit auslaufender Uhr trafen mit fast unmöglichen Würfen Javonte Green (2. Viertel) und Ronald Holland (3. Viertel), die beide ansonsten praktisch unsichtbar lieben. So etwas hilft – gerade in engen Partien.
🇩🇪👓
Dennis Schröder kam 16 Minuten zum Einsatz. Gerade im 3. Viertel sorgte der Deutsche mit dem ebenfalls von der Bank kommenden Max Strus, dass der Rückstand der Cavs aufgeholt wurde.
Ausblick
Die Pistons haben das erste Spiel gewonnen – nicht mehr, nicht weniger. Cleveland fehlte es letztlich nu an Kleinigkeiten, etwa in der Offensive von den Big Men Evan Mobley und Jarrett Allen.
New York Knicks – Philadelphia 76ers 137:98 (1:0)
Praktisch von Beginn an beherrschten die Knicks das Geschehen und ließen nie zweifel am deutlichen Heimsieg aufkommen. Schon zur Pause führten sie mit 23 Punkten, der Rest war eine Art Kräftesammeln für die nächsten partien.
Bester der Sieger
Jalen Brunson hatte einen formdablen Tag. 35 Punkte, Wurfquote 66 Prozent, davon 3 von 6 Dreier. Der Spielmacher der Knicks war nicht zu stoppen, weder von TH Edgecombe noch von Paul George.
Stark trotz der Niederlage
Paul George war der beste Scorer der Sixers. Vor allem jenseits der Dereierlinie äußerst treffsicher (4 von 6).
Zahlereien
63,1 Prozent der Knicks-Würfe landeten im Ziel. Überdurchscnittlich auch die Versuchtre aus der Distanz (19 von 37).
🇩🇪👓
Ariel Hukporti erhielt überraschend Einsatzzeit und wusste diese mit 5 Punkten und 9 Rebounds durchaus zu nutzen.
Ausblick
Den hohen Sieg sollte niemand überbewerten. Immerhin hatten die Sixers nach der anstrengenen 7-Spiele-Serie geben di Celtics nur eeinen Tag Pause. Den Kräfteverschleiß sah man vor allem Joel Embiid an. Andrereseits präsentieren sich die Knicks gerade in bestechneder Form. Die 3 klaren Siege hintereinander gegen die Atlanta Hawks haen mächtig Selbstvertrauen gegeben.
Oklahoma City Thunder – Los Angeles Lakers 108:90 (1:0)
Anfangs ging es zwar knapper zu als gegen die dezimierten Lakers (Luka Doncic fehlt weiterhin) zu erwarten war. Doch der Erfolg der Thunder stand nie ein Frage. Jederzeit scheint das Team in der Lage, einen Gang höher zu schalten, wenn es notwendig erscheint. LA und insbesondere LeBron James wehrten sich nach Kräften, letztlich waren sie chancenlos.
Beste der Sieger
Chet Holmgren war der Mann des ersten noch knappen Viertels, als er 9 Punkte un d 3 Rebounds schaffte. Äußerst vielseitig agierte er dabei mit einem krachenden Dunk und einem versierten Dreier. am Ende war er mit 24 Punkten Top-Scorer von OKC noch vor Starspieler Shai Gilgeous-Alexander, dem „nur“ 18 Punkte gelangen, so wenige wie noch nie in dieser Saison.
Stark bei Verlierer
LeBron James: 27 Punkte, 4 Rebounds, 6 Assists zeugten erneut von einer ganz starken Vorstellung des 41-Jährigen. Er versucht, das Team fast allein zu tragen. Insgesamt ist das Team zu schwach aufgestellt, auch wenn diesmal Rui Hachimura, Marcus Smart und auch DeAndre Ayton durchaus ablieferten.
X-Faktoren
Ajaj Mitchell: Seine Rolle im Team wird wichtiger und wichtiger, vor allem solange Jaylen Williams ausfallt. Wichtige Punkte (18), wenn jetztn noch die dreierquote (1/5) steigt …
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein war wie immer der höchstzuverlässige Center. 8 Punkte (3/3 Würfe), 9 Rebounds (2 offensiv) und 4 Assists lieferte er ab.
Ausblick
Es scheint alles den erwarteten Gang zu gehen, die Lakers scheinen dem Titelverteidiger hoffnungslos unterlegen, zumal ohne ihren Top-Mann Luka Doncic. Dessen Rückkehr ist allerdings immer noch nicht mal absehbar.
San Antonio Spurs – Minnesota Timberwolves 102:104 (0:1)
Die erste Überraschung sxchon vor Spielbeginn, denn Anthony Edwards war wieder fit. Es entwickelte sich eine durchgehend spannende partie, in deren gesamten Verlauf diie Führung sage und schreibe 19-mal wechselte. Nicht einmal betrug der Vorsprung mehr als 9 Punkte.Die Spurs hätten die Partie mit dem letzten Wurf noch für sich entscheiden können, doch der Dreierversucht von Julien Champgnie traf nur den Ring.
Bester der Sieger
Julian Randle: Gerade im entscheidenen Abschnitt war der Forward zu Stelle, sammelte 8 der insgesamt 21 Punkte und war einer der hauptverantwortlichen für den Sieg der Wolves. Die sich enorm ausgeglchen zeigten, obwohl mit Donte DiVincenzo und Ayo Dosunmo zwei ganz wichtige Akteure fehlten. Und Randle hat noch Luft nach oben, denn in manchen Phasen vertändelte er leichtfertig gute Möglichkeiten (5 Ballverluste).
Stark beim Verlierer
Victor Wembanyama: Zwar offensiv enttäuschend mit nur 11 Punkte und vor allem null von acht Dreier-Versuchen.
Doch in der Abwehr eine Bank. Insgesamt 12 Würfe blockte er, NBA-Play-off-Rekord (bisher unter anderem Tim Duncan mit 9). Wobei die Schiedsrichter bei manchem Block das Goaltending (Ball schon am Brett oder absteigende Phase) übersahen (übersehen wollten?).
X-Faktoren
Anthony Edwards: Recht überraschend im Kader. Kam von der Bank und schnell zeigte sich, dass er dem Spiel der Wolves sehr gut tut. Im Schlussabschnitt übernahm er neben Randell die verantwortung, legte starke 11 Punkte auf (5 von 7).
Zahlereien
57 Prozent Freiwurfquote (12 von 21): Die Schwäche von der Linie hätte den Wolves fast den Erfolg gekostet. Zum Vergleich: Die Spurs trafen 14 von 18 Malen, auch nicht weltbewegend toll, aber doch um einiges besser.
Ausblick
Wie in Runde 1 gegen die Nuggets gelang den Wolves gleich ein Auswärtserfolg. Die Jungs von Trainer Chris Finch sind ein typisches Play-off-Team, das sich in den K.o.Spielen steigert. Trotzdem bleiben die Spurs nach Ansicht fast aller Experten der Favorit, und natürllich ist den Texandern auch im Target Center zu Minneapolis ein Erfolg zuzutrauen. Heute nacht allerdings ist ein Heimsieg fast schon Pflicht.
Ansetzungen
Do., 01:00: Knicks – Sixders (1:0)
Do., 03:00: Spurs – Timberwolves (0:1)
Fr., 01:00: Pistons – Cavaliers (1:0)
Fr., 03:30: Thunder – Lakers (1:0)
von Münchner Löwe | Mai 4, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Die 2. Runde der Play-offs stehen an. Wäjrend es in der Western Conference mit den Oklahoma City Thunder (vs LA Lakers) und den San Antonio Spurs (Minnesota Timberwolves) zwei klare Favoriten gibt, scheint das Rennen im Osten weitaus offener zu sein.
WESTERN CONFERENCE
(1) Oklahoma City Thunder – Los Angeles Lakers
Die Thunder sind nicht nur das beste Team der regulären Saison, sie haben auch in der 1. Runde mit den Phoenix Suns wenig Federlesens gemacht. Sie sind noch relativ jung, spielen großartig zusammen, und sie haben mit Shai Gilgeous-Alexander eine der Top-Akteure Liga in ihrem Kader.
Was für die Lakes spricht? Eigentlch nichts, zumal mit Luka Doncic ihr bester Mann und Top-Scorer und Hirn zumindest in den ersten Partien fehlt. Immerhin haben sie LeBron James in ihren Reihen, der bisher mt seiner wieder hohen Verantwortung richtig gut zurecht kommt. Der aber halt als 41-Jähriger die letztlich doch anstrengende Serie gegen die Houston Rockets noch in den Knochen spürt.
Immerhin haben die Lakers ohne Doncic die Defense sehr stabilsiert (und das obwohl ein James wirklich nicht der geborene Verteidiger ist). Auch scheint die zweite Garde mit den Aufgaben zu wachsen, gerade die Erfahrenen wie Marcus Smart und Luke Kennard zeigt in der Offensive zum Teil Leistungen wie in der gesamten Saison nicht.
Die Stars
Shai Gilgeous-Alexander: der Beste unter vielen guten. Kann faast alles: dribbeln, passen, werfen, mittlerweile sogar Dreier. Und auch in der Verteidigung gehört er zu den Guten.
LeBron James: wahrscheinlich der letzte Sonmmer in LA, danach sucht der beste Punktesammler der NBA-Geschichte noch eine letzte Aufgabe (vielleicht bei Cleveland, wo alles begann?). Immer noch mit einer unfassbaren Athletik ausgestattet. Aber alles geht halt nicht mehr ganz so schnell, ganz so präzise, ganz so lang. So hing er am Ende der Partien gegen Houston doch ziemlich in den Seilen.
Die wichtigsten Helfer
(Gemeint sind Spieler, die zwar nicht von vornherein die erste Geige spielen, die aber jederzeit eingspringen/helfen/übernehmen können. Also so etwas wie der erwartete X-Faktor.)
Chet Holmgren: Hochbegabter Big Man. Vielleicht fehlt ihm die ganz große Athletik, die er aber mt Schnelligkeit und Touch kompenisiert. Gerade wen Jaylen Williams wie befürchtet ausfällt, wird er eine wichtige Rolle spielen, geraee weil er auch in der Defense mit seiner Größe ein wesentlicher Faktor ist.
Austin Reaves: Griff erst spät in die Houston-Serie ein und wirkte noch ein wenig eingerostet. Der kommende Spieler der Lakers, die um ihn um Doncic das kommende Team aufbauen wollen.
Die Verteidigung
Die große Stärke der Thunder, bei denen alle 5 Spiele auf dem Parkett den Gegner jagen können. Nicht die gesamten 48 Minuten lang, aber doch so, dass fast jede Offense ins Schwitzen gerät und jeder einzelne Wurf sehr hart erarbeitet werden muss. Anführer der verteidiger-Crew ist der unverwüstliche Alex Caruso, der jedem Gegner das Leben besonders schwer macht.
Die Lakers haben in Abwesenheit von Doncic (und Reaves) das Verteidigen gelernt. Alle helfen, sogar LeBron.
Die Bankspieler
Unerlässliche Ergänzung. In den Play-offs vertrauen die Trainer meist auf einen Stamm von insgesamt 8, höchstens 9 Akteuren.
OKC kann aus dem Vollen schöpfen und mndestens 8 oder 9 Akteure ins Rennen schicken, ohne dass es allzu großen Abfall in der Form gibt (nein! einen Shai kann niemand ersetzen!). Isaiah Joe und Ajaj Mitchell nenne ich hier als Erste.
Bei den Lakers ist da nicht viel zu erwarten. Zumindest Luke Kennard (rückte nach Reaves Comeback ins zweite Glied) könnte mit Dreiern einiges bewirken.
🧠 Thunder
Ich sehe überhaupt nicht, wie die Lakers den Titelverteidiger ersthaft gefährden können. Selst wenn Luka Doncic wider erwartet zurückkommt – es fehlt doch einiges.
❤️ Thunder
Nicht nur, weil ich die Lakers wenig mag. Die Spielweise von OKC hat es mir angetan, die es weniger mit purer Kraft, denn mit schnellem Team-Basketball probieren. Es mag allerdings Leute geben, die SGA (nicht ganz zu Unrecht!) des Freiwurf-Schindens bezichtigen und deshalb nicht so sehr mögen.
Ansetzungen (erste 4 Spiele)
Mi., 02:30: OKC – Lakers
Fr., 03:30: OKC – Lakers
So., 02:30: Lakers – OKC
Di., 04:30: Lakers – OKC
(2) San Antonio Spurs – (6) Minnesota Timberwolves
Was könnte das für eine tolle Serie werden, ja wenn alle bei den Wolves gesund wären. So aber fehlen Anthony Edwards (vielleicht nur 2 Spiele) und Donte DiVincenzo (die gesamten Play-offs) sicher und vielleicht zunächst auch Ayo Dosunmo. Es spricht sos sehr für die großartige Arbeit des gesamten Teams, dass sie die Denver Nuggets um Nikola Jokic eliminieren konnten. Dabei zeigte Rudy Gobert zum Teil überragende Abwehrarbeit gegen Jokic, in der Offensive übernahmen vor allem Julian Randle (bei all seinen Schwächen) und zuletzt endlich auch Jalen McDaniels.
Doch die Spurs sind eine ganz andere Hausnummer – jedenfalls solange Victor Wembanyama auf dem Feld steht. Der Franzose ist nicht nur körperlich wegen seiner 2.21 Meter herausragend. Ihm zur Seite stehen teils erfahrene (Fox, Barnes) und sehr junge hochveranlagte Spieler (Castle, Champaigne).
Was für die Timberwolves spricht: Sie haben sehr viel im Gegensatz zu den Spurs viel (Play-off)-Erfahrung, das Team ist eigespielt und kam in den vergangenen beiden jahren zweimal ins Conference Finale.
Die Besten
Victor Wembanyama: Alles dreht sich um den Franzosen, mit dem das Spiel von den Spurs, aber auch des Gegners eine ganz anderes ist. Unglaublich beweglich für seine Größe, dazu mit einem guten touch (mittlerweile lässt er auch die übermäßigen Dreier.
Wenn Anthony Edwards gesund ist, gehört er mit seiner Athletik und Durchsetzungskraft zu den spektakulärsten Spilern der Liga. Ohne ihn verteilt sich die Verantwortung auf mehrere Schultern, von Spiel zu Spiel können das andere sein (Julian Randle, Naz Reed, Jalen McDaniels).
Wichtigste Helfer
An erster Stelle genannt seien De’Aaron Fox und Stephon Castle, die gegen die Portland TrailBlazes auftrumpfen, als Wemby wegen seine Gehirnerschütterung fehlte respektive nicht gänzlich in der Verantwortung stand.
Plötzlich könnte ein Mike Conley wieder gefragt sein, der bei den Wolves nur den ruhigen Ausstand seine großartigen Karriere genießen wollte und sich plötzlich in der Starting Five als Spielmacher wiederfand. Besticht immer noch mit unerschüttlicher Ruhe und Ballsicherheit, aber die letzte Explosivität fehlte schon in seinen besten Tagen
Die Verteidigung
Vor allem hier setzt Wembanyama neue Maßstäbe. Dank seiner Riesigkeit und ewig langen Arme kann er Würfe verhindern oder blocken, wie es kein anderer vermag. Mit der Folge, dass sich die gegnerischen Schützen neue Wege suchen müssen.
Wembys Landsmann Rudy Gobert ist ein Center der alten Schule. Immehin auch 2,16 Meter groß, ein Athlet, den man nicht einfach so rumschubsen kann.
Die Bankspieler
Luke Kornet ist der extrem zuverlässige Center-Ersatz für Wembanyama, wenn dieser eine Pause braucht. In vielen Teams wäre er in der Starting Five, er weiß als einziger im Team, wie man Titel holt (mit den Boston Celtics 2024). Vorne ist Top-Rookie Dylan Harper durchaus eine Waffe, die dem Gegner wehtun kann.
Auch wenn der Kader ausgedünnt ist, die zweite Garde ist immer noch stark. Vor allem Naz Reid, auch wenn er vielleicht nicht mehr ganz so gut ist wie noch vor 2 Jahren.
🧠 Spurs
Sie haben gegen die Blazers trotz eines verlorenen Heimspiels gezeigt, dass sie Play-offs können. Gegen die Wolves in Bestbesetzung hätte ich Zweifel, so könnte es eine klare Angelegenheit werden. Auch wenn Edwards zurückkomt, in absoluter Top-Form wird er nicht sein.
❤️ Timberwolves
Ich mag den Trainer Chris Finch, ich mag das Team. Sie hätten die NBA Finals verdient. Vielleicht ist der Sport doch mal ein Wunschkonzert?
Ansetzungen (erste 4 Spiele)
Di., 03:30: Spurs – Wolves
Do., 03:30: Spurs – Wolves
Sa., 03:30: Wolves – Spurs
Mo., 01:30: Wolves – Spurs
EASTERN CONFERENCE
(1) Detroit Pistons – (4) Cleveland Cavaliers
beide Teams kommen aus harten 7 Erstrundenpartien gegen die Orlando Magic und toronto Raptors. Beide zeigten dort auch viele Schwächen, aber letztlich genug Stärken, um eine Runde weiterzukommen. Wer das besser verkraftet hat, könnte zumindest für die ersten beiden Partien in Detroit einen Vorteil haben. Mich würde nicht großartig wundern, würden die Cavs eine der beiden partien klauen.
Kleinigkeiten werden entscheiden oder sehr wechselhafte Faktoren wie die Dreier-Quote. Jedenfalls sind enge Spiele zu erwarten, und letztlich gehe ich auch von einer langen Serie aus.
Die Stars
Cade Cunningham: Ist bei den Pistons das Um und Auf. Glänzender Schütze (neuerdings auch von draußen), und er vermag es, seine Mitspieler sehr gut einzusetzen.
Donovan Mitchell: Ich warte auf sein Durchbruch-Spiel in den diesjährigen Play-offs. Dass er das kann, hat er schon oft bewiesen. Irgendwie wirkt er aber nicht frei, trotz oder wegen eines james harden an seiner Seite?!
Wichtigste Helfer
Bei den Pistons sind das ohne Zweifel Center Jalen Duren und Tobias Harris, der in Spiel 7 Cunningham perfekt entlastete. Von de Dreierlinie ist normalerweise Duncan Robinson ein verlässlicher Scharfschütze.
2 mögliche X-Faktoren der Cavs: Center Jarrett Allen (das könnte ein Riesenduell gegen Duren werden) und eben James Harden, der ehemalige MvP der Liga, der jederzeit übernehmen kann.
Die Verteidigung
Gerade mit ihrer unerbittlichen Defense zwangen die Pistons die magic letztlich in die Knie. Als sie minutenlang Ballverluste provozierten und nur schwierigste Wüfe zuließen.
Jarrett Allen und Evan Mobley sind schon ein großen Duo, das es zu überwinden gilt. Und beide prozieren auch punkte.
Die Bankspieler
Bei den Pistons trat einzig Daniss Jenkins in Erscheinung, der Rest blieb zumindest in Spiel 7 gegen die Magic nahezun unsichtbar.
Sehr viel besser schaut das bei den Cavs aus. Max Strus und Sam Merrill sind sehr gefährlich von außen, und was ein Dennis Schröder kann, wissen zumindest die Fans der deutschen Nationalmannschaft nur allzu gut. Wehe wenn er losgelassen wird UND einen guten Tag erwischt.
🧠 Cavaliers
nach einigem Hin und Her habe ich mich für Cleveland entschieden. Sie scheinen mir etwas breiter aufgestellt, was in einer solchen Serie entscheidend sein kann. Für die Pistons spricht, dass sie mt Cade Cunningham sicher den formstärksten Spieler haben. Wenn der richtig Feuer fängt, kann er Partien praktisch im Alleingang (und etwas Harris-Hilfe) entscheiden.
❤️ Cavaliers
Ich habe sie vergangene Saison sehr liebgewonnen, als nach tollen Leistungen nur großes Verletzungspech einen tiefen Play-Run (und vielleicht sogar den Titel?) verhinderten. Man beweise mir das Gegenteil … Auch wenn die dazugekommenen Harden und Schröder nicht zu meinen Lieblingsspielern gehören, an der Grundsympathie hat sich nichts geändet
Ansetzungen (erste 4 Spiele)
Di., 01:00: Pistons – Cavaliers
Do., 01:00: Pistons – Cavaliers
Sa., 21:00: Cavaliers – Pistons
Di., 02:00: Cavaliers – Pistons
(3) New York Knicks – (7) Philadelphia 76ers
Beide Teams haben trotz Rückstands ihre Serien gegen die Atlanta Hawks und Boston Celtics für sich entschieden. Die Sixers in fremder halle in einem 7. Spiel. Sie zu unrtschätzen, wäe also nciht so schlau von den Knicks. Die ihrerseits aus den 2 verlorenen Partien gegen Atlanta ihre Lehren gezogen haben, da hat das Trainerteam großartige Arbeit geleistet.
New York und Philadelphia verbindet in allen Sportarten eine herzliche Abneigung. Es wird also zur Sache gehen, und hoffen wir, dass die Refs den überblick bewahren und ihre Objektivität trotz brodelnder Hallen bewahren. Dann steht einer tollen Serie wenig entgegen.
Ein großes Fragezeichen beherrscht die Szenerie. Wie steht es um die Fitness von Joel Embiid. Kann er an die Leistungen derletzten partien gegen Boston anknüpfen, dürften die Knicks im Wortsinne ein Riesen-Problem haben (das zweite heißt Tyrese Maxey).
Die Stars
Jalen Brunson ist die unbestrittene Nummer 1 der Knicks, emsiger Punktesammler und Ballverteiler. Trotz seine „nur“ 1,93 kaum aufzuhalten, wenn er zum Korb zieht, zumindest nicht mit fairen Mitteln.
Tyrese Maxey: Vielleicht der schnellste Spieler der gesamten Liga. Wenn er antritt, ist er auf und davon. Sein Dreier könnte noch öfter fallen, aber auf wen trifft das nicht zu?
Die wichtigsten Helfer
Karl-Anthony Towns: Ewig umstritten, aber so oft holt er die Kohlen aus dem Feuer, wenn es spitz auf knopf steht. Handelt sich allzu oft unnötige Fouls ein, weswegen er länger auf de Bak sitzt als ihm lieb ist. Gut, dass die Knicks auch noch einen OJ Amunoby haben, der mit Power und Wurfstärke die Spiele entscheidet.
Und wenn der Schuss danebengeht? Sammelt Rebound-Spezilist Mtchell Robinson die abprallenden Bälle ein.
Joel Embiid, ebenfalls ein ehemaliger MvP. Eine schier unendliche Veletzugnsserie verhinderte weitere Nominierungen, gegen die Celtics war er plötzlich zur Stelle, gerade in der Offensive auch jenseits de Dreierlinie.
VJ Edgecombe wiederum ist der Shooting-Star. De Rookie konnte voll überzeugen in seiner ersten Saison, von den Top-Neulngen hinerlässt er in den Play-offs den besten Eindruck. Scheißt sich nix, um es auf gut österreichisch zu sagen.
Die Verteidigung
Körperlich dagegenhalten, das ist das Konzept der Knicks, das zumindest ab Spiel 4 gegen die eher kleinen Hawks sehr gut funktioniert hat. Ob auch gegen einen Embiid, muss sich zeigen, zumal Towns sich trotz seinerGröße einige Aussetzer und wie gesagt überflüssige Fouls leistet.
Tyrese Maxey ist wegen seiner Schnelligkeit (auch im Kopf) extrem lästig. Ein wichtiger Mann ist auch KJ Oubre.
Die Bankspieler
Leichte Vorteile bei den Knicks, die wenigstens Jordan Clarkso und Mitchell Robinson bringen können, ohne dass es Substanzverlust gibt.
Bei den Sixers schaut es diesbezüglich trübe aus. Einzig Quentin Grimes streut den einen ode anderen Dreier ein, der Rest ist fast Schweigen. Vielleicht überrascht Andre Drummond.
🧠 Knicks
Sie wirkten nach dem Fehlstart gegen die Hawks sehr konzentriert, sehr fokussiert. Sie haben ihren Spielstil gefunden, der sie für mich zum Favorit im Osten überhaupt macht. Nadelstiche der Sixers wird es geben und vielleicht auch das eine oder andere unauflösbare Maxey-Problem. Im Zweifel hilft der heimische Madison Square Garden
❤️ Knicks
New York, New York: muss ich noch mehr sagen (es sei den es geht um die verhassten Yankees)? Die Stadt hat endlich mal wieder einen sportlichen Erfolg verdient, zumindest aber ein Conference-Finale.
Ansetzungen
Di., 02:00: Knicks – Sixers
Do., 01:00: Knicks – Sixers
Sa., 01:00 Sixers – Knicks
So., 21:30: Sixers – Knicks
von Münchner Löwe | Mai 4, 2026 | Wochenvorschau
Rückspiele im Europapokal und schon am Montag das Finale um die Snooke-WM.
Welche Super-Offensive wird supriger?
Showdown in München zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain. Unüberbietbar scheint das Hinspiel, das der franzöösiche Meister mit 5:4 gegen den deutschen Titelträger gewann. Allseits erwartet wird aber ein erneutes Offensiv-Feuerwerk, einfach weil die Teams im Angriff so viel besser aufgestellt sind als in der Verteidigung. Gold wert könnten die beiden Treffer der Münchner sein, als sie nach dem 2:5 nicht aufgaben und auf 4:5 verkürzten.
Ich sehe die Bayern leicht favorisiert, weil ich in die PSG-Abwehr noch weniger Vertrauen habe als in die der Münchner, die mit Upamecano, Davies und Tah wenigstens vernünftige Einzelspieler haben. Vielleicht entscheiden die Torhüter, vielleicht tatsächlich Manuel Neuer: Ob im Guten oder Schlechten (sihe Real Hin und Rück), wer weiß?
Dass 2. Halbfinale zwischen dem FC Arsenal und Atlético sehe ich völlig offen. Hier kommen die Freunde des gepflegten Defensive auf die Kosten, wobei sowohl Arsenals Coach Miguel Arteta noch Diego Simeone von Madrid auch hervorragende Angriffsspieler zur Verfügung haben. Diese Partie war im Hinspiel vielleicht nicht so spektakulär wie die in Paris, absolut sehenswert war sie dennoch. Hier wie dort standen die Schiris und VARS im Blickpunkt, aber lassen wird das!
Di., 21:00: Arsenal – Atletico (1:1)
Mi., 21:00: FC Bayern – PSG
Freiburg auf dem Finalsprung
Ein bisschen im Schatten steht wie immer die Europa League. Dabei könnte der SC Freiburg Historisches schaffen und erstmals in der Vereinsgeschichte ein europäisches Finale erreichen. Vor dem Trip nach Istanbul muss allerdings die Hürde Sporting Braga aus dem Weg geräumt werden. Wie schwer das ist, konnten die Badener im Hinspiel sehen, als sie mit 1:2 verloren. Und Braga kann Rückspiel, das zeigten die Portugiesen im Viertelfinale, als sie bei Betis Sevilla zwar 0:2 zurücklagen und dennoch mit 4:2 triumphierten. Aber Freiburg kann mit enormer Heimstärke aufwarten, man gewann alle 6 EL-Partien zu Hause.
Do., 21:00: SC Freiburg – Sporting Braga (1:2)
Do., 21:00: Asoton Villa – Nottingham Forest (0:1)
Conference League
Do., 21:00: Racing Straßburg – Vallecano (0:1)
Do., 21:00: Crystal Palace – Schactjor Donezk (3:1)
Shawn Murphy will den zweiten Snooker-Titel
Teil 2 des Finals zwischen Shaum Murphy aus England und dem Chinesen Yize Wu, der zurzeit mit 10:7 führt. De Gewinner mus 18 Frames für sich entscheiden, es gibt also noch eine Menge Snooker zu sehen, die Entscheidung im Crucible Theatre in Sheffield fällt aller Wahrscheinlichkeit erst am späte(re)n Abend.
Als der Engländer im Jahr 2005 zum ersten Mal Weltmeister wurde, war er gerade mal 20 Jahre alt und ein absoluter Nobody (Nummer 48 der Weltrangliste). Seitdem hat er eine Karriere mit vielen Auf und Abs hinter sich. Dreimal kam er noch ins WM-Finale in Sheffield, dreimal zog er den Kürzeren, zuletzt 2021 gegen Mark Selby. Wu bestreitet sein erstes WM-Finale. Zuletzt trafen die beiden in der 1. Runde des Masters in London aufeinander, dort behielt Wu die Oberhand und scheiterte erst im Halbfinale an Kyren Wilson.
Und sonst?
- Bundesliga: Im Blickpunkt vor letzten beiden Spieltagen steht der Kampf um Platz vier (sicheer Championsplatz) und eine Trielle um den Klassenerhalt, respektive den Relegationsplatz.. Zurzeit sind drei Tams punktgeleich Vierter, am Samstag (15:30). treffen mit dem VfB Stuttgart und bayer Leverkusen zwei von ihnen direkt aufeinander. Der dritte Kandidat, 1899 Hoffenheim, empfängt Werder Bremen (Sa., 15:30), das, um den Abstieg endgültig zu vermeiden, noch einen Punkt braucht.
Abstiegskampf: Im Kampf um Platz 16 sind der VfL Wolfsburg und St. Pauli punktgleich, wobei der VfL die um 3 Tore bessere Tordiferrenz hat. Wolfsburg spielt gegen Meister Bayern (euphorisiert oder tiefenttäuscht von der Champions League), der FC St. Pauli muss zu RB Leipzig. Theoretische Chancen hat auch noch der Letzte Heidenheim, der allerdings beide Partien in Köln und eine Woche darauf gegen Mainz gewinnen müsste.
- Spanien: El Clasico, nämlich der Echte zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona. Barca könnte die Meisterschaft im „feindlichen“ Bernabeu auch rechnerisch klarmachen (mit einem Sieg oder Remis) und dort feiern, das ist der besondere Reiz der ohnehin immer reizvollen Partie. Denn dass Barcelona den Titel in der Primera Division holt, steht außer Frage.
- Tennis: Nach Madrid ist vor Rom. Wieder sind je 96 Frauen und Männer am Start, allerdings nicht Carlos Alcáraz, der auch für die French Open ausfällt. Klarer Favorit ist Jannik Sinner, der am Sonntag in Madrid das fünfte Masters-turner in Folge gewann. bei den Frauen erscheint alles offen. Trotz der relativ frühen Niederlagen in Madrid sehe ich Aryna Sabalenka und Lena Rybakina leicht vorne.
- Handball: Rückspiele der Viertelfinali in der Champions League. Fürs Final Four buchen kann bereits der SC Magdeburg nach dem 35:28 in Szeged, auch die Füchse Berlin sollte die Endrunde erreichen: die knappe 34:35-Niderlage gegen Vezprem sollte aufholbar sein.
- Basketball: In der Euroleague stehen im Viertelfinale die Partien 3 und 4 der Best-of-5-Serie an. Sehr gut sieht es für die griechischen Clubs Olympiakos und Panathinaikos aus, die jeweils ihre beiden ersten Spiele gegen Monaco un Valencia geonnen haben.
- Motorrad: WM-Läufe in allen drei Klassen in Le Mans. Nicht auf dem legendären Langsrecken, sondern einem verkürzten Rundstrecke.
von Münchner Löwe | Mai 4, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
DETROIT PISTONS – Orlando Magic 116:94 (Endstand: 4:3)
Das wars für die Orlando Magic mit den 3 deutschen Nationalspielern Franz und Moe Wagner sowie Tristan da Silva. Nach einem neuerlichen Kollaps vor und nach der Pause unterlag das Team aus Florida klar bei den Detroit Pistons, die damit noch den 1:3-Rückstand in der Serie drehen konnten.
Bis vier Minuten vor der Pause hielten die Magic die Partie offen, führten zeitweise sogar mit 4 Punkten. Doch in den je 3 Minuten vor und nach dem Wechsel sorgten die Pistons für klare Verhältnisse und führten plötzlich mit 20 Punkten – schon die Entscheidung. Diese Formeinbrüche, bei denen vorn und hinten gar nichts läuft (keinerlei Teambasketball), sind geradezu sinnbildlich für die Play-off-Serie.
Bester der Sieger
Cade Cunningham: 32 Punkte und 12 Assists. Der Star der Pistons hat rechtzeitig auch seinen Dreier wiedergefunden (4 von 6). Diesmal hatte er auch einen adäquten Partner: Tobias Harris legte 30 Punkte auf.
Stark beim Verlierer
Paolo Banchero: In Abwesenheit von Franz Wagner lag es vor allem an ihm, das die Magic bis kurz vor dem Wechsel mithalten konnten, als er 21 Punkte sammelte und 4 seiner 5 Dreier verwandelte. Ging dann allerdings mit unter.
X-Faktoren
Jalen Duren: Vor allem dessen Offensiv-Rebounds (5), die dem Gegner immer besonders weh tun. Insgesamt legte er 16 Punkte un 15 Reebounds auf, so hat man sich das in Detroit vorgestellt.
Daniss Jenkins von der Bank ergänzte 16 Punkte und war vor allem jenseits der Dreierlinie sehr gefährlich (4 von 5).
Dagegen hatte Jalen Suggs einen gebrauchten Tag mit seinen 6 Pünktchen und 0 von 4 Dreiern.
🇩🇪👓
Franz Wagner fehlte erneut wegen seiner Wadenveletzung. Er wäre sehr gut beraten, wenn er diese jetzt voll auskuriert und nicht im Sommer ein National-Team-Intermezzo (WM-Qualifikation) einlegt. Moe Wagner erhielt diesmal den Vorzug auf der großen Position vor Goto Bitadze, gefiel durch Einsatz, konnte dem Spiel allerdings keine großen Impulse geben. Tristan da Silva war in seinen kanpp 9 Minuten Einsatz ein Null-Faktor.
Ausblick der Sieger
Die Pistons treffen jetzt auf die Cleveland Cavaliers (siehe unten). Für mich ein Duell auf Augenhöhe, aber in einem eventuellen Spiel 7 ist der Heimvorteil für Detroit vielleicht ausschlaggebend.
Und die Verlierer?
Eine weitere Saison, in der die Magic nicht wirklich weitergekommen sind. Was auch an den Verletzungen (Banchero, die Wagners) lag, aber vor allem auch daran, dass es Cheftrainer Jamahl Mosley nicht gelungen ist, ein Team-Basketball zu installieren. Extrem bedenklich sind die wiederholten Komplett-Einbrüche, in denen minutenlang überhaupt nichts geht. Das hat ihnen vor allem in Spiel 6 zu Hause die Serie gekostet, als sie eine 24-Punkte-Führung förmlich weggeschmissen hatten.
Ob Mosley eine Zukunft hat, sei dahingestellt und erscheint äußerst fraglich. Außerdem habe ich tatsächlich die Befürchtung, dass der Körper von Franz Wagner den Anforderungen einer NBA-Saison nicht gewachsen ist. Vielleicht (zu) viel Schwarzmalerei, aber die Verletzungs-Historie ist für einen 24-Jährigen halt ellenlang.
CLEVELAND CAVALIERS – Toronto Raptors 114:102 (Endstand: 4:3)
Im 7. Spiel der Serie der 7. Heimsieg. Parallele der Ereignisse: Auch diese Partie wurde in den Minuten kurz vor und nach der Pause entschieden. Die Raptors erwischten den besseren Start, auch dank eines sehr gut aufgelegten Scottie Barnes. Sie führten mit bis zu 10 Punkten.
Doch mit einem 11:2-Lauf vor der Pause glichen die Cavs aus, und in den ersten 3 Minuten schafften sie einen weiteren 9:0-Run. Diese Führung hielt, auch weil Barnes (wegen seiner Knieverletzung?) nicht mehr so auftrumpfen konnte und vor allem Cavs-Center Jarrett Allen unaufhaltsam war. Allein im 3. Viertel schafft er 14 Punkte und 10 Rebounds (5 offensiv).
Bester der Sieger
Jarrett Allen: Bisher in der Serie eher verhalten, wurde er um entscheidenden Mann. Am Ende standen für ihn 22 Punkte und gleich 19 Rebounds auf der Anzeigentafel.
Stark beim Verlierer
Scottie Barnes: Starke Anfangsphase, als er noch voll bei Kräften war. Noch eklatanter die Diskrepanz bei Sam Shead: 14 Punkte in der 1. Halbzeit, 0 im 2. Durchgang.
x-Faktoren
Rebounds: 60:33 (!) lautete das Verhältnis zugunsten der Cavaliers. Im vorentscheidenden 3. Viertel waren es gar 22:8! Jakob Pöltl und Co. waren unterm Korb schlicht überfordert.
Fehlende Spieler: Die Raptors konnten den Ausfall von Quickley und Ingram letztlich nicht kompensieren. So fehlte es schlicht an Breite im Kader, die den angeschlagenen Barnes hätte entlasten können. Das gehört allerdings zum Play-off-Geschäft.
🇩🇪🇦🇹👓
Dennis Schröder stand nur 8 Minuten auf dem Parkett, wo er wenig zustandebrachte und nur einen seiner 7 Würfe im Ziel unterbrachte.
Jakob Pöltl war wie gesagt als Center gegen Jarrett Allen hoffnungslos unterlegen, am Ende sammelte er wenigstens noch 9 Punkte und 7 Rebounds für die persönliche Statistik.
Ausblick der Sieger
Wie gesagt – ich halte die kommende Serie der Cavs gegen die Pistons für ausgeglichen. Beide Teams haben ihre Stärken und Schwächen (mehr bis spätenstens morgen in einer gesonderten Vorschau).
Und die Verlierer?
Unterm Strich haben die Raptors eine zufriedenstellende Saison gespielt. Sie haben mit Scottie Barnes und auch RJ Barrett und einem hoffentlich bald wieder gesunden Immanuel Qickley aufregende Akteure im Kader. Schwächen auf der Center-Position (leider ist Jakob Pöltl nicht mehr in der Verfassung von vor 2 Jahren) müssten allerdings angegangen werden, soll der nächste Schritt nach vorn getätigt werden.
Ansetzungen
Di., 02:00: Knicks – 76ers (0:0)
Di., 03:30: Spurs – Timberwolves (weiter ohne Edwards, DiVincenzo und vielleicht auch ohne Dosunmo)
Mi., 01:00: Pistons – Cavaliers (0:0)
Mi., 03:30: Thunder – Lakers (Doncic dürfte weiterhin fehlen)
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