Das wird die Woche, die wird

Die Basketball-WM der Frauen beginnt, dazu Formel 1 in Monza und der Abschluss der Diamond League in Brüssel.

 

WM im Hauruck-Verfahren

 

Heim-Weltmeisterschaft in Berlin ab Freitag, das wird sicher ein Freudenfest fürs Frauen-Basketball. Leider mit einem sehr starken Makel: Denn das Turnier wird im Hauruck-Verfahren durchgeprügelt, ich kann es nicht anders sagen. Bereits 9 Tage nach dem ersten Tipp-off wird die neue Titelträgerin feststehen. Das bedeutet, dass die Weltmeisterinnen innerhalb von nur 9 Tagen mindestens 6 Partien austragen müssen. Eine absurde Terminhatz, die einzig und allein der amerikanischen Profiliga WNBA geschuldet ist. Länger als für gut zwei Wochen will diese den Spielbetrieb nicht ruhen lassen. Wo, das muss ich gleichzeitig zugeben, die Spielerinnen mittlerweile sehr gut verdienen mit stark steigender Tendenz; so viel wie vielleicht in keiner anderen Mansnchaftssportart (gefährlichstes Halbwissen, was weiß ich über Volleyball in der Türkei?).

Die Leidtragenden sind die Spielerinnen, die diesen Irrsinn mitmachen müssen. Großen Widerstand gegen das egomanische Auftreten der WNBA hat es meines Wissens nicht gegeben: Die Funktionäre des Weltverbandes haben sich schlicht und ergreifend erpressen lassen, damit die besten Spielerinnen der Welt (von denen eben sehr viele in den Staaten engagiert sind) auch dabei sind. Dass Verband und Liga damit ihrem Turnier aber vielleicht sogar eher schaden als nutzen (weil es schlicht und ergreifend unmöglich ist, in so kurzer Zeit regelmäßig Höchstleistungen zu zeigen + akute Verletzungsgefahr wg Überbelastung), steht auf einem anderen Blatt. Ich frage mich ernsthaft, welchen Schaden die WNBA genommen hätte, wenn das Turnier eine Woche länger gedauert hätte (in der ja auch eine Woche länger Werbung für die Profiliga gemacht worden wäre).

Ändern lässt sich das nun nicht mehr, und so blicke ich zum Sportlichen. Haushohe Favoritinnen sind natürlich die USA (zuletzt fünfmal Weltmeisterin), die ein mit Stars gespicktes Team in die deutsche Hauptstadt schicken. Allerdings hat die vielleicht beste Spielerin der Welt, Aja Wilson, noch kurzfristig die Teilnahme abgesagt. Dennoch wird das Team zweifelsohne begeistern – und zwar nicht nur die seit College-Zeiten so gehypte Caitlin Clark, sondern vor allem auch Ausnahme-Könnerinnen wie Napheesa Collier, Kahleah Copper und Angel Reese.

Hinter den USA sehen die Experten (zu denen ich mich bei aller Begeisterung für Frauen-Basketball nicht anmaße dazuzugehören) vor allem drei Herausforderinnen, die  höchstwahrscheinlich die restlichen Medaillen unter sich ausmachen: Australien, Belgien und Frankreich. Die Aussies erreichten bei den vergangenen acht WMs siebenmal das Halbfinale, Belgien ist amtierender Eruopameister und gespickt mit Top-Spielerinnen (Emma Meesemann), und die Französinnen begeisterten zuletzt beim Olympischen Turnier zu Hause in Paris und Lille, wo sie die Silbemedaille eroberten (knappe Final-Niederlage gegen die USA).

 

Deutsche mit Verletzungspech

 

Ob die deutsche Spielerinnen in diesen Medaillenkampf eingreifen können, erscheint mir doch zweifelhaft. Ausgerechnet vorm Heimturnier sind einige Stars angeschlagen oder müssen gar komplett passen wie die überragende und vielleicht beste Akteurin, Satou Sabally (Gehirnerschütterung). Ob ihre Schwester Nyara fit wird, ist noch nicht sicher, im Vollbesitz ihrer Kräfte wird sie bestimmt nicht sein. Ähnliches gilt für Leonie Fiebich, die gerade von einer Verletzung zurückgekommen ist. Trotzdem erscheint mir das Team absolut wettbewerbsfähig unter anderem mit den WNBA-Profis Frida Buehner und Luisa Geiselsöder an der Spitze.
Der Aufschwung der deutschen Basketballerinnen ist unverkennbar; natürlich nicht ganz so spektakulär wie der der Männer-Weltmeister und -Europameister, aber wer hätte noch vor 10 Jahren gedacht, dass die Frauen bei großen Turnieren nicht nur regelmäßig dabei sind (waren sie zuvor häufig nämlich nicht), sondern auch erfolgreich spielen. Wie eben bei Olympia, als sie sich völlig überraschend in der Vorrunde gegen Belgien und Japan durchsetzten, ehe sie etwas unglücklich im Viertelfinale an Frankreich scheiterten. Nyara Sabally und Leonie Fiebich triumphierten zudem 2024 in der WNBA mit New York Liberty, das haben bisher bei den Männern (in der NBA, versteht sich …) auch nur eine Handvoll Profis geschafft.

Die Frauen haben also einen guten Teil zur Basketball-Begeisterung im Land beigetragen. Die Vorrunden-Partien des Teams in der Halle am Ostbahnhof sind schon längst ausverkauft wie überhaupt das Turnier sehr hohen Anklang findet. Es war eine tolle Idee der Veranstalter, dass sie dieses komprimierte Turnier komplett in Berlin stattfinden lassen. Gespielt wird also in der Halle am Ostbahnhof (mittlerweile schimpft sie sich, glaube ich, Uber-Arena) sowie in der altehrwürdigen Max-Schmeling-Halle.

 

Das Format

 

16 Teams haben sich qualifiziert, die von Freitag an in vier Vorrundengruppen je 3 Partien austragen (bis einschließlich Montag, also immerhin je ein Ruhetag, da wäre doch noch was gegangen in Sachen Komprimierung, liebe WNBA). Die Gruppensiegerinnen qualifizieren sich direkt fürs Viertelfinale, die Zweiten und Dritten tragen überkreuz noch eine Zwischenrunde aus. Die 4 Viertelfinali finden am 10. September statt (Donnerstag), Halbfinale und Finalspiele folgen am Wochenende (12./13. September). Diesen Zeitplan sollte man mal Fußballspielern zumuten.
Deutschland trifft zunächst auf Spanien (Fr., 17:45), es folgen die Partien gegen Japan (Sa., 18:00) und Mali (Mo., 17:50). Als Gruppensieger würde das Team im Viertelfinale auf einen Zwischenrundensieger treffen, als Zweiter oder Dritter auf den Dritten oder Zweiten der Gruppe B (Frankreich, Ungarn, Südkorea, Nigeria). Das Viertelfinale ist also auf jeden Fall drin, danach muss man einfach weitersehen.

Zu sehen sind die Partien mit deutscher Beteiligung und ausgesuchte K.-o.-Spiele bei Pro7 und Sat.1 respektive deren Live-Streams. Ansonsten auch per VPN sich internationale Sender suchen …

 

Antonellis Heimspiel

 

Der Große Preis von Italien in Monza ist eigentlich eine Ferrari-Angelegenheit. Doch diesmal werden im Autodromo bestimmt viele Azzurri zumindest verschämt auch ihrem Landsmann Kimi Antonelli die Daumen drücken, der mit seinem Mercedes drauf und dran ist, dass er die Fahrer-WM gewinnt  (er wäre der erste Italiener seit * (na???). Dabei wird Wehmut aufkommen, dass Antonelli nicht für die Scuderia fährt.
Die ganz große Überlegenheit der McLarens ist zwar dahin (die Konkurrenz hat spätestens die Sommerpause zum Aufholen genutzt), aber mittlerweile hat Antonelli in der WM-Wertung einen komfortablen Vorsprung. 59 Punkte sind es schon auf den Teamgefährten George Russell und Lewis Hamilton im Ferrari, das sind schon mehr als 2 Siege (für den gibt es 25 Zähler) und gleichzeitigem Ausfall. Andererseits ist die Saison noch lang, Monza ist gerade der 13. und 24 WM-Läufen, es wird also gerade die 2. Hälfte eingeläutet, die gerade zum Ende eine unfassbare Terminhatz wird mit 5 Läufen innerhalb von nur 6 Wochenenden.

* Ich musste auch nachschauen: Es war Alberto Ascari 1953 (!), dazwischen unter anderem 3 Finnen, 2 Deutsche und sogar 2 Österreicher.

 

Leichtathletik-Weltklasse in Brüssel

 

Schon traditionell ist das Meeting in der belgischen Hauptstadt der Abschluss der Diamond League. Benannt nach Ivo van Damme, einen früheren Weltklasse-Läufer über die Mittelstrecke, der viel zu früh verstorben ist. Gleich über 2 Tage erstreckt sich das Programm, weil jede der 40 Disziplinen zu ihrem Recht kommt. Die versammelte Weltklasse wird am Start sein, sehr spannend wird das Kräftemessen der Eurpameister mit der Welt-Elite. Ob allerdings das Meeting von Zürich mit 2 Weltrekorden getoppt werden kann, steht in den Sternen (zumal die Wetteraussichten mit Regen nicht ideal sind). In Form sind die Damen und Herren jedenfalls, spektakuläre und spannende Wettbewerbe sind quasi garantiert, vielleicht mit den Höhepunkten Stabhochsprung der Männer (Duplantis vs Karalis) und 800 Meter der Frauen (Werro vs Bol).

 

Und sonst?

 

  • Volleyball: Die EM der Frauen geht in die entscheidende Phase. Heute der Abschluss des Achtelfinals, wo unter anderem das deutsche Team gegen Belgien sich durchaus Chancen ausrechnen darf, obwohl die Vorrunde mit Platz 4 nicht nach Wunsch lief. Bei einem Sieg würden die Deutschinnen höchstwahrscheinlich erneut auf Co-Gastgeberin Türkei treffen, gegen die sie sich in der Vorrunde achtbar schlugen, letztlich aber sich beugen mussten auch wegen der absolut grandiosen Türkin Vargas.
  • Pokal: Borussia Dortmund und Titelverteidiger FC Bayern komplettieren die 1. Runde mit ihren Partien bei HEBC Hamburg (Dienstag im Volksparkstadion) und in Osnabrück (Mittwoch). Alles andere als Siege der Bundesligisten wäre eine Sensation.
  • Bundesliga: Der 2. Spieltag am Wochenende. Sogenanntes Topspiel ist die Begegnung von Aufsteiger Schalke 04 gegen Titelverteidiger FC Bayern (Sa., 17:30).. Die Münchner sind nach dem 5:1 gegen Stuttgart schon Tabellenführer, ein hoher Erfolg würde einen Start-Ziel-Sieg in Richtung Titel schon ziemlich wahrscheinlich machen.
    Stuttgart will die (erwartete) Pleite in München am Freitag zu Hause gegen den 1. FC Köln wieder wettmachen. Borussia Dortmund ist in Hoffenheim gefordert.
  • Internationale Ligen, England: Meister Arsenal ist mit 2 Siegen in die Saison gestartet, genauso wie der Londoner Stadtrivale FC Chelsea. am Sonntag (17:30) treffen die Teams im Emirates Stadium aufeinander, eine echte Standort-Bestimmung.
    Spanien: Schon der 4. Spieltag, und noch sind Barca und Real ohne Punktverlust. Die Madrilenen streben bei Betis Sevilla den 4. Erfolg an (Fr., 20:30), die Katalanen müssen zum FC Valencia.
  • Basketball: Saisoneröffnung des FC Bayern am Sonntag im BMW-Park (Rudi Sedlmaier-Halle). Neben der Teampräsentation gibt es ein Testspiel gegen Brose Bamberg, es ist eine Art Ablösepartie für Trainer Anton Gavel, der von Bamberg nach München wechselte. Als Basketball-Fan bin ich live vor Ort, nur deshalb erwähne ich das Ereignis …

 

Das wird die Woche, die wird

Die Bundesliga beginnt am Freitag, bei den US Open wird in dieser Woche die Mixed-Konkurrenz den Appetizer fürs letzte Grand-Slam-turnier geben, und die besten Leichtathleten der Welt treffen sich am Donnerstag bei Traditions-Meeting in Zürich.

 

Große Überraschung: Bayern wird Meister

 

Laut einer der Herberger-Weisheiten (der Ball ist rund, das Spiel hat 90 Minuten/nona) ist Fußball deshalb so spannend, weil die Zuschauer nicht wissen, wie es ausgeht. So gesehen dürfte 64. Saison der Fußball-Bundesliga keinen Menschen interessieren, denn die Meisterschaftsfrage ist entschieden. Wer will ernsthaft dagegen wetten* oder auch nur argumentieren, dass die Bayern am Ende erneut die Nase vorn haben, die Frage ist allein, ob sie den Titel schon im März fixieren oder dank außergewöhnlichen Umständen erst im April oder gar mai.

* Die Quote liegt etwa bei 1,15. Wer also 100 Euro auf die Bayern setzt, bekommt satte 115 zurück. Wau!

Los gehts am Freitag, wenn die Münchner den VfB Stuttgart empfangen (20:30). Alles andere als ein klarer Sieg wäre eine Überraschung, wenn überhaupt reizt höchstens die Frage, ob der Sieg hoch genug ist, damit der FCB auch nach Ende des 1. Spieltags schon von der Tabellenspitze grüßt; wie vergangenes Jahr, als die Kompany-Elf mit 6:0 gegen Leipzig triumphierte und die Führung ncht mehr abgeben sollte.

Viele Augen werden am Wochenende auf den grunderneuterten BVB gerichtet sein. Die Dortmunder bestreiten im Westfalenstadion gegen den HSV das erste Topspiel der Saison (Sa., 18:30).

Mal sehen, ob ich in der Woche noch zu einer ausführlichen Bundesliga-Vorschau aufraffe mit einer eingehenden Analyse aller 18 Teams. Tendenz eher ja, aber ich will nix versprechen.

 

Mixed-Wettbewerb in New York prominent besetzt

 

Wie im vergangenen Jahr wird der Titel schon vor dem offiziellen Start der US Open ausgetragen. Das ruft prominente TennsispielerInnen auf den Plan, die sonst die gemischte Konkurrenz (eh nur noch bei den Grand Slams) meiden. Das vom Namen her attraktivste Doppel ist zweifellos das Paar Serena Williams/Carlos Alcáraz. Allerdings auch sehr umstritten: Serena Williams ist auf einer Comebacktour nach jahrelanger Pause, Alcáraz hat seit April wegen einer hartnäckigen Handverletzung nicht mehr an offiziellen Turnieren teilgenommen. Mehr als ein Einspielen für den Einzelwettbewerb ab nächsten Sonntag wird es für den Spanier also nicht geben.

16 Teams werden an zwei Tagen am Start sein: 14 stehen schon fest, darunter die Titelverteidiger Sara Errani/Andrea Vavassori aus Italien. Alexander Zverev an der Seite von Doppelspezialistin Tayler Townsend ist der einzige Deutsche im Bewerb. Erwartet werden darf nach den Erfahrungen 2025 durchaus attraktiver Sport, wo allerdings die letzte Ernsthaftigkeit fehlen dürfte (eher eine verschärfte Trainingseinheit, die aber Profis und Zuschauern höllisch Spaß macht). Genau das richtige Entrée für die wirklich wichtigen Einzel- und Doppelkonkurrenzen, das vom Publikum dankbar angenommen wird.

 

Die Meisterschaft von Zürich

 

Der Letzigrund ist nach wie vor die wichtigste Station der Diamond League. Dementsprechend prominent ist das Starterfeld am Donnerstag, wenn die versammelte Weltspitze um den Sieg in den verschiedenen Lauf-, Sprung-, und Wurfdisziplinen kämpft. Ein Erfolg in Zürich schmückt immer noch jeden sportlichen Lebenslauf. Ob dann auch die angestrebten Rekorde geschafft werden, steht auf einem anderen Blatt. Da muss doch vieles zusammenkommen, an erster Stelle gutes Leichtathletik-Wetter herrschen, die Vorhersage für Donnerstag ist allerdings nicht allzu günstig.

Die Schweizer hoffen natürlich auf ihre nationalen Heroen, angeführt von 800-Meter-Europameisterin Audrey Werro und Multitalent Simon Ehammer, der im Weitsprung starten wird. Doch jeder der Wettbewerbe ist sehenswert, auf die Zuschauer warten gut 2 Stunden beste Leichtathletik-Unterhaltung, zu sehen unter anderem im ARD-Sportschau-Stream oder per VPN via SRF.

 

Und sonst?

 

  • Europacup: Die Rückspiele der letzten Qualifikationsrunde in den drei Wettbewerben Champions-, Europa- und Conference League, bevor es Mitte September mit den 36er-ligen ernst wird. Der SC Freiburg hat nach dem 3:1 in Motherwell das Ticket für die Conference League fast sicher. Ebenso Celtic Glasgow jenes für die Chmapions League, denn der LASK wird im Rückspiel das 0:3 nicht mehr drehen (sach ich einfach mal). Besser sieht es für den österreichischen Konkurrenten Red Bull Salzburg in der Europa League nach dem 1:0 bei Mjällby aus. In der Conference League kämpfen die Wiener Clubs mit unterschiedlichen Aussichten ums Weiterkommen. Gut sieht es für Rapid aus (2:2 bei den Hearts of Midliothian), eher schlecht für die Austria (0:2 bei Sporting Braga). Ansonsten ein schönes Sammelsurium von Partien mit Teams, dessen Herkunft immer wieder nette Ratespiele ergeben (wo würdet ihr zum Beispiel den KS Egnatioa oder St. Truiden oder den FC Iberia verorten?)
  • Internationale Ligen: Die wichtigsten haben jetzt alle den Spielbetrieb aufgenommen. Im England lautet der Schlager des 2. Spieltages Aston Villa vs FC Arsenal (allerdings erst am 31. August).
    In Italien erwartet die SSC Neapel das Überraschungsteam von Como, das unter Anleitung von Trainer Cesc Fabregas als Vierter die Champions League erreicht hat.
    Ein Duell zumindest großer Namen ist immer wieder die Partie in La Liga zwischen dem FC Sevilla vs Atlético, wobei die Andalusier in zuletzt  längst nicht mehr so stark waren in der Zehner-Jahren, als sie fast Seriensieger in der Europa League waren.
  • Deutscher Fußball: Für mich natürlich der Top-Schlager ist das Spiel Sechzig gegen Landshut (So., 14 Uhr), wo ich dank meiner Dauerkarte live vor Ort im Grünwalder Stadion sein werde. Ich werde berichten …
  • Handball: Auch hier beginnt die Männer-Bundesliga. Meister SC Magdeburg hat mit der partie beim VfL Gummersbach gleich einen echten Prüfstein (Sonntag, 15 Uhr). Die Bördestädter gelten erneut als klarer Titel-Favorit vor dem offenbar wiedererstarkten THW Kiel.
  • Basketball: 2 weitere Spieltage in der WM-Qualifikation der Männer. Deutschland kann mit Siegen gegen Holland (Do., 20:00) und in Polen (So., 14:45) dem Turnier in Katar 2027 sehr nahekommen. Es fehlen zwar die nicht ganz fitten NBA-Stars Franz Wagner und Isaiah Hartenstein, dennnoch dürfte die Truppe um Kapitän Dennis Schröder stark genug sein für 2 Siege.
    Die Frauen testen für die Heim-WM im September. Am Donnerstag empfängt das deutsche Team die Türkei. Leider ohne die Schwestern Satou und Nyara Sabally und wohl auch Leonie Fiebich, die auch für die WM passen müssen.
  • Motorrad. Nach längerer Sommerpause gibt es WM Läufe in Aragon in allen Klassen. In de MotoGP sind die Aprilias von WM-Leader Jorge Martin und Marco Bezecchi das Maß aller Dinge. Gleich 6 Spanier und 5 Italiener sind in den Top 12 zu finden. Einzig der Drittplatzierte Ai Ogura kann in diese südeuropäische Phalanx einbrechen.
  • Volleyball: Die Frauen-WM findet in gleich vier Ländern statt. Das deutsche Team hat eine schwere Gruppe erwischt und bestreitet die partien in der Türkei. Nach der Auftaktniederlage gegen Slowenien sind Lettland, Ungarn, Co-Gastgeber Tprkei und Polen die weiteren Gegner. Fürs Achtelfinale ist mindestens Platz 4 notwendig.

Das wird die Woche, die wird

Nach der gerade abgelaufenen Superwoche (morgen dazu ein langer Beitrag) ist das Programm ab heute doch relativ überschaubar. Die Reitersleute suchen in Aachen noch diverse Weltmeister, am Wochenende kommt es zur 1. Pokalrunde mit durchaus attraktiven Begegnungen. Dazu das Tennis-Masters in Cincinnati.

 

Die berühmte Soers im Blickpunkt

 

Die Aachener Soers gilt bei den Springreitern als der Heilige Gral. Ein Stadion extra für den Pferdesport mit 40.000 begeisterten wie fachkundigen Zuschauern, die jeden Ritt geradezu in sich aufsaugen und nicht nur die deutschen Pferd/Reiter-Paare feiern. Die Springprüfungen sind Höhepunkt jeder Reiter-WM (nix für ungut, Vielseitigkeit, Dressur und Voltigieren). Die besten Teams werden am Mittwoch und Donnerstag ermittelt und der beste Einzelreiter am Sonntag. Leider schon länger nicht mehr in einem Vierer-Turnier, als jeder Starter nicht nur mit seinem eigenem Pferd, sondern auch mit denen der drei Konkurrenten den Parcours meistern musste. Die Deutschen gehören sowohl im Team als auch im Einzel zu den Favoriten, obs dann wirklich zum Titel reich, bleibt abzuwarten.
Sehr stark dürften die deutschen Dressur-SpezialistInnen auftrumpfen. Isabell Werth hat weiter ein Spitzenpferd (Wendy), mit dem sie in der Kür Bronze hinter der unerreichbaren Olympiasiegerin Charlotte Fry (Glamourdale) und Caritne Laudrup-Dufour (Mount St. John Freestyle) Bronze eroberte und ihre 14. WM-Medaille holte. Von Mittwoch bis Freitag werden noch Mannschafts- und Einzelmedaillen im Grand Prix Special verteilt. Der Unterschied zur Freien Kür: Hier gibt es ein festes Programm mit genau geregelten Prüfungen für Pferd und Reiter, geritten wird ohne Musik. Und trotzdem dürften die gleichen Frauen vorn sein. Sach ich jetzt einfach mal

 

Masters als Generalprobe

 

Offiziell ist das Tennis-Turnier von Cincinnati das 7. Masters (von insgesamt 9) des Jahres. Inoffiziell die letzte Formüberprüfung vor den US Open, die am 30. August beginnen. Bei den Männern fehlen wie schon in Montreal mit Jannik Sinner und Carlos Alcáraz die beiden besten Profis. Sinner hat nach seinem Wimbledonsieg kein Turnier mehr bestritten, aber viel schlimmer steht es um Alcáraz. Wegen der Handverletzung fehlt er seit Mai, seinen ursprünglich für Cinci geplanten Start hat er abgesagt. Ob er in New York antreten kann, erscheint mittlerweile sehr fraglich.

Die ersten Runden haben die Topspieler schon absolviert, und mit Ben Shelton hat es schon einen Mit-Favoriten erwischt. Der gerade gekürte Turniersieger von Montreal musste sich dem Portugiesen Faria beugen. Ebenfalls schon raus ist Novak Djokovic, der sich während der Partie gegen Tirante übergeben musste. Die Top 2, Zverev und Auger-Alliasime sind dagegen noch im Rennen.

Bei den Frauen sind die ganz großen Überraschungen bisher ausgeblieben (das ist bei diesem auch in der Spitze unbeständigen Feld allerdings schon eine Überraschung). Gespannt bin ich auf die Toronto-Siegerin Iga Swiatek, die in Kanada endlich wieder zu alter Form gefunden hat.

 

Wem gelingt die Cup-Sensation?

 

Die 1. Runde des DFB-Pokals ab Freitag garantiert Überraschungen. Nur welchen der 18 Erstligisten es erwischt, das ist halt die Frage. Gefährdet scheint mir vor allem der VfB Stuttgart bei Hansa Rostock (Freitag, 20:30), auch weil die Drittligisten (wie die Zweitligisten) schon 2 Spieltage absolviert haben, während die Bundesligisten den Saison-Auftakt absolvieren, echte Wettkampf-Praxis also fehlt. Weitere besonders heikle Aufgaben stehen demnach dem FC Augsburg (Samstag beim Zweitligisten FC Energie Cottbus), Bayer Leverkusen (Samstag be Wehen Wiesbaden, das im vergangenm jahr die Bayern am Rade einer Niederlage hatte) und die Elversberg (beim Regionalligisten MSV Duisburg).

Meine Löwen empfangen am Samstag (18 Uhr) im Grünwalder Stadion Holstein Kiel, eine Überraschung ist erwünscht.

Die Auftaktpartien von Bayern München und Borussia Dortmund finden zu einem späeren Zeitpunkt statt: Der Meister und Vizemeister bestreiten am Samstag den Supercup (20:30 im Westfalenstadion)

 

Und sonst?

 

  • Fußball: Die Premier league beginnt am Samstag. Klarer Favorit ist Titelverteidiger FC Arsenal. Die Londoner scheinennnoch stärker und gefestigter als in der vergangenen Saison. Das 3:0 im Community Shield (englischer Supercup) am Samstag beeindruckte Fans und Experten. Näheres zur PL am Ende der Woche in einer gesonderten Vorschau.
  • Champions League: Hinspiele der 4. und letzten Qualifikationsrunde am Dienstag und Mittwoch. Wer diese übersteht, hat die Geldtöpfe sinder erreicht, die Verlierer sind zum Trost in der Europa League. Von den insgesamt 7 Partien sticht für mich die Partie zwichen Celtic Glasow und dem LASK ins Auge (Mittwoch im Celtic Park), also der schottische gegen den österreichischen Meister. Ein echtes Duell der Außenseiter werden die beiden Partien zwischen Beer Sheva (Israel) und Sabah (Aserbaidschan) sein.
  • Leichtathletik: Nach der EM ist vor der Diamond League. Ein erlesenes Feld wartet am Donnerstag in Lausanne auf, wenn Europameister auf die besten Athleten aus aller Welt treffen, respektive sich in einer Revanche mit knapp geschlagenen platzierten messen. Besdondere Aufmerksamkeit genießt natürlich die Schweizer 800-Meter-Meisterin Audrey Werro, auch wenn die Britin Odgkinsonoffenbar nicht am Start ist. Die Bahn in Lausanne ist ziemlich schnell, das Wetter muss halt mitspielen.
  • Golf: Schon die 2. Runde der Fedex-Ausscheidung in den USA. Startberechtigt bei den BMW Championships in St. Louis ab Donnerstag sind nur noch 70 Profis, nur 50 erreichen die nächste Runde.
  • Radsport: Die Vuelta beginnt am Samstag, nämlich mit einem 8-Kilometer-Zeitfahren in Monaco. Ziel wird nach 21 Etappen Granada im Süden des Landes sein, im zweifel nahe der Alhambra. Die Spanien-Rundfahrt ist die dritte der drei großen, dreiwöchigen Rundfahrten, hat aber längst nicht die gleiche Bedeutung wie die Tour de France und auch nicht die des Giro. Das könnte sich dieses jahr ändern, weil Tadej pogacar am Start sein wird. Denn der Vuelta-Sieg fehlt noch in de überreichen Sammlung des Slowenen. Alles andere als ein überlegener Erfolg wäre eine faustdicke Überraschung, einer der Konkurrenten wird der österreichische Giro-zweite Felix Gall sein, der für die Frankreich-Rundfahrt aussetzte (aussetzen mussteI.
    Typisch sind die sehr schwierigen Bergetappen mit extrem steilen Anstiegen, die Landschaft in Spanien kommt allerdings längst nicht so spektakulär und abwechlungsreich daher wie die in Frankreich.

Das wird die Woche, die wird

Jenseits der WM: 2 absolute Top-Ereignisse des Sportjahres starten – Wimbledon und die Tour de France

 

Alles Sinner oder was?

 

Was macht Janni Sinner in Wimbledon, das er heute als Titelverteidiger eröffnet. Einen Monat war es still um den Italiener nach seinem hitzebedingten Sensations-Aus bei den French Open. Nicht eines der Vorbereitungsturniere auf Rasen hat er absolviert, nur trainiert, wie gut, weiß nur er selbst. Dennoch führt der Sieg nur über den Titelverteidiger, zumal Carlos Alcáraz wegen seiner Handverletzung immer noch pausieren muss. Derzeit gibt es kaum Meldungen über ein eventuelles Comeback des Spaniers zur amerikanischen Hartplatz-Saison, was immer das heißen mag.
Den typischen Rasenspezialisten (Aufschlag, Volley und der eine oder andere geblockte Return) gibt es schon länger nicht mehr. Sehr stark schätze ich die US-Amerikaner um Taylor Fritz, Ben Shelton und Francis Tiafoe ein. Die US-Männer warten schon ewig auf einen Titel (es war tatsächlich Pete Sampras im Jahr 2000). Obs dann wirklich einer aus diesem Trio (oder gar Tommy Paul?) den Durchmarsch schafft, ist einer der Spannungsmomente des Turniers. Und natürlich das Abschneiden des „ewigen“ Djokers Novak Djokovic auf der Jagd nach dem 24. Grand-Slam-Triumph.
Aus deutscher Sicht natürlich die spannendste Frage, was French-Open-Sieger Alexander Zverev auf dem von ihm nicht so geliebten Rasen veranstaltet, auch weil ihn eine Rasen-Allergie plagt. Schlechter als vergangenes Jahr kann es dem hamburger nicht ergehen, als er in der 1. Runde Arthur Rinderknech unterlag und danach in einer markerschütternden Pressekonferenz einen Seelenstriptease hinlegte, wo er mit sich und der Welt komplett unzufrieden war. In einem pozenziellen Viertelfinale könnte er auf Taylor Fritz treffen sein Angstgegner, gegen den er zuletzt in Halle/Westfalen seine 7. Niederlage hintereinander bezog.

Bei den Frauen steht erst einmal das Comeback von Serena Williams im Blickpunkt. Die US-Amerikanerin erhielt von den Veranstaltern eine Wild Card, der Hype um die 23-fache Grand-Slam-Siegerin (letzter Wimbledontitel: 2016) ist gewaltig (meines Erachtens zu gewaltig), ihre Partie gegen gegen die Australierin Maja Joint findet auf dem Center Court statt, er wird brechend voll sein. Ebenfalls beim Doppel, das sie mit ihrer älteren Schwester Venus bestreitet.

Auch wenn Williams die eine oder andere Einzel-Runde gewinnen sollte (eher bestenfalls eine), das Turnier wird sie nicht gewinnen. Für den Sieg kommen ein knappes Dutzend Spielerinnen in Frage. Anders gesagt: die natürliche Favoritin erkenne ich nicht. Die Vorbereitungsturniere hinterließen einen gemischten Eindruck. Die Top 2, Aryna Sabalenka und Lena Rybakina, bezogen empfindliche Niederlagen. Auch bei den Frauen gibt es chancenreiche Amerikanerinnen, sogar ein Quartett (Coco Gauff, Jessica Pegula, Madison Keys und trotz fehlender Form die letztjährige Finalistin Amanda Anisimova). Die Tschechinnen um Karolina Muchova (Turniersieg in Berlin) und Linda Noskova (Turniersieg in Bad Homburg) sind stark, und natürlich nie zu unterschätzen ist Iga Swiatek, die polnische Titelverteidigerin. Oder eben die Überraschungsfrau, die Wimbledon so gerne hervorbringt.

Die mittlerweile 37-jährige Tatjana Maria zeigte unlängt mit der Finalteilnahme in Eastbourne (vs Keys), dass sie auf Rasen sehr gefährlich sein kann, Ähnliches lässt sich über die deutsche Landsfrau Laura Siegemund sagen.

 

Alles Pogacar oder was?

 

Die Tour de France beginnt am Samstag, wie immer über 3 Wochen mit der Schluss-Etappe am 26. Juli mit einem Rundkurs in Paris. Wieder ein extrem anspruchsvoller Kurs mit gleich 8 Bergetappen und 5 Bergankünften. Gleich zweimal ist Alpe d`Huez das Ziel, bei der vorletzten Etappe allerdings geht es eher harmlos über die Ostseite hoch zum legendären Wintersportort: erst danach steht der Gesamtsieger wirklich fest.
Und wir wissen dann, ob Tadej Pogacar auch wirklich triumphiert. Der Slowene ist der haushohe Favorit auf den Toursieg; es wäre sein fünfter, mit dem er zu den Legenden Merckx, Indurain und Hinault aufschließen würde. Er ist in glänzender Form, wie der übelegene Sieg bei der Generalprobe Tour de Suisse eindrucksvoll bestätigte.

Doch die Konkurrenz wird sich nicht kampflos ergeben. Vor allem nicht Jonas Vingegaard, der überlegen den Giro gewann und dabei sogar Kräfte sparen konnte. Im Zeitfahren ist der Däne mindestens ebenbürtig, allerdings gibt es nur ein eher kurzes Einzelzeitfahren (26km/16.). Die große Frage lautet: kann er im Hochgebirge mithalten, vor allem bei so vielen Etappen.

Der deutsche Rennstall Bora-Red Bull geht mit einer Doppelspitze ins Rennen, angeblich sind Zeitfahrspezialist Remco Evenepoel und  Florian Lipowicz, gleichberechtigt. Der Deutsche erscheint mir in den Bergen stärker als der holländische Kollege. Im vergangenen Jahr wurde er Dritter, und nach eigener Auskunft ist er noch besser in Form. Vor allem ist er ein Jahr erfahrener und hofft somit, dass er gerade am Anfang unnötige Zeitverluste vermeiden kann.

Womit ich beim vierten aussichtsreichen Kandidaten wäre: Paul Seixas, blutjunger (19) Himmelsstürmer aus Frankreich, der endlich für die Gastgeber wieder einen Toursieg schaffen soll (zuletzt Bernard Hinault 1985!). Seixas ist ein begnadetes Radsport-Talent, aber er bestreitet die Tour erstmals (und überhaupt zum ersten Mal eine dreiwöchige Landesrundfahrt). Gerade die Tour ist einzigartig, so aggressiv wird bei keiner anderen Rundfahrt gefahren. Irgendwann, da bin ich mir sicher, wird Seixas triumphieren, aber in diesem Jahr wird er höchstwahrscheinlich noch Lehrgeld zahlen müssen, wobei ich ihm Etappensiege jedezeit zutraue.

Die Tour de France beginnt, wie der Name schon sagt, in Spanien, genauer in Barcelona, wo zunächst ein 19 Kilometer langes Mannschaftszeitfahren stattfindet. Erst am Montag wird die Grenze zu Frankreich passiert.
Zunächst geht es in die Pyrenäen mit allerdings nur einer wirklich schwierigen Etappe (6.), auf der unter anderem die Legenden Tourmalet (Höchste Kategorie) und Aspin (1. K.) bezwungen werden müssen.
Knackige, hügelige bis bergige Etappen durchs Zentralmassiv bilden den Transfer in die Alpen wo dann die 2 Alpe-d’Huez-Etappen den Abschluss bilden (vor der Ehrenfahrt am Sonntag nach Paris, auf der nicht mehr angegriffen wird). Auf der 19. Etappe die legendären 21 Kehren hoch. Das Schwierigste kommt zum Schluss, nämlich die Königsetappe mit 3 Bergen der höchsten Kategorie, unter anderem der Galibier, mit 2645 Metern das Dach der Tour.

 

Und sonst?

 

  • Leichtathletik: Diamond-League-Meeting am Freitag (nicht DL-Disziplinen) und Samstag in Eugene/Oregon. Trotz des ewig weiten Flugs an die Westküste haben zahlreiche Stars gemeldet.
  • Formel 1: Grand Prix von Großbritannien in Silvestone. Es gibt den Sprint am Samstag und das hauptrennen am Sonntag (und die Qualifikationen). Die Mercedesse um den WM-Führenden Kimi Antonelli und Spielberg-Sieger George Russell sind weitger das Maß aller Dinge. Allerdings haben die Red Bulls (Max Verstappen) und auch die Mclarens aufgeholt. Eigentlich auch Ferrari, aber da funkt immer wieder eine falsche Taktik dazwischen.
  • Motorsport: Erwähnen möchte ich die DTM am Norisring. Spektakulärer Stadtkurs in Nürnberg.

 

Wer also braucht da irgendwelche Fußballspiele in Nordamerika?

Das wird die Woche, die wird

Das Fußballturnier in Nordamerika setzt sich fort mit den 2. und 3. Vorrundenspielen. Nach Ende des 2. Spieltages (Mittwoch) raffe ich mich wahrscheinlich zu einer ersten Analyse auf. Bisher freut mich meine Ignoranz hier, auch wenn ich zumindest einige Partien gucke.

 

Und sonst?

 

  • Formel 1: Am Sonntag der Grand Prix von Österreich in Spielberg. Trotz Aus in Barcelona ist Kimi Antonelli im Mercedes der Favorit. Sein Vorsprung in der WM-Wertung ist immer noch komfortabel (41 Punkte auf Lewis Hamilton, gar 50 auf Teamkollege George Russell.
  • Tennis: die letzten Vorbereitungsturniere für Wimbledon (ab 29.Juni). Die Frauen spielen in Bad Homburg mit bemerkenswert starkem Feld (u. a. Swiatek, Andreewa, Svitolina, Muchova sowie Eva Lys) und Eastbounre (Paolini, Keys, Ostapenko sowie Laura Siegemund und Tatjana Maria), die Männer treffen sich ebenfalls in Eastbourne (Fritz, Fonseca, Francisco Cerundolo, Etcheverry sowie Daniel Altmaier) und auf Mallorca.
    In Roehampton beginnt am Montag das Qualifikationsturnier für Wimbledon. Wie gehabt sind 3 Runden zu überstehen, bevor Frau und Mann die Spielberechtigung für den „heiligen Rasen“ erworben hat.
  • Leichtathletik: Diamond League in Paris am Sonntag. Immer ein stark besetztes Feld im Stade de France. Eine Attraktion könnte der Stabhochsprung mit Mondo Duplantis und Emmanouil Karalis werden. Die brillante Hürdenläuferin Femke Bol versucht sich wie geplant, aber wegen einer Verletzung verspätet, an den 800 Metern.

 

 

Das wird die Woche, die wird

Zumindest erwähnt sei, dass die Fußball-WM läuft. Mit 4 Spielen pro Tag (die Anstoßzeiten variieren zwischen 18 und 6 Uhr.

 

Wer wird Basketball-Meister: Bayern oder Alba

 

Nix wirds mit dem Durchmarsch für den Titelverteidiger Bayern.1:1 steht es nach den ersten beiden Partien in München. Die Berliner klauten Spiel 2 im SAP Garden und haben jetzt zweimal Heimrecht, allerdings nicht in der modernen Halle am Ostbahnhof (mittlerweile heißt sie Uber-Arena), sondern in der altehrwürdigen Max-Schmeling-Halle. Gespielt wird am Mittwoch und Freitag, jeweils um 20:30 Uhr. Sollten beide Teams je eine Partie für sich entscheiden, kommt es am Sonntag wiederum in München zum Entscheidungsspiel.

 

Zverevs Heimspiel

 

Erstmals seit seinem Triumph bei den French Open vor gut einer Woche tritt Alexander Zverev wieder bei einem offiziellen Turnier an. In Halle/Westfalen ist er an Nummer 1 gesetzt (der Weltranglistenerste Jannik Sinner konzentriert sich ganz auf Wimbledon/ab 29. Juni), inwieweit ihn die Feierlichkeiten berührt (oder zusätzlich motiviert) haben, wird man sehen.
Erstaunlicherweise ist Rasen nicht der Spezial-Belag des Aufschlag-Riesen, aber was heißen schon die Auftritte der vergangenen Jahre.

Das Teilnehmerfeld kann sich durchaus sehen lassen. An Nummer 2 ist der Kanadier Felix Auger-Alliasime gesetzt, an Nummer 3 der Ben Shelton. Der Amerikaner ist Spezialist für deutsche Turniere. Im April gewann er die Veranstaltung auf Sand in München, jetzt kommt er mit dem Sieg aus Stuttgart nach Westfalen. Paris-Finalist Flavio Cobolli aus  Italien hat ebenfalls gemeldet.
Parallel treten die Männer auch beim Traditionsturnier in Queens an. Der Australier Alex di Minuar führt die Setzliste an vor den Tschechen Jiri Lehecka und Paris-Halbfinalist Jakub Mensik.

Ein absolutes Frauen-Weltklassefeld trifft in Berlin aufeinander. Allerdings haben French-Open-Siegerin Mirra Andreewa und Wimbledon-Finalistin Amanda Anisimova kurzfristig abgesagt. Doch die Top 2 Aryna Sabalenka und Lena Rybakina sowie die Deutsche Eva Lys geben sich im Steffi-Graf-Stadion die Ehre.
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Außerdem spielen die Frauen in Nottingham unter anderem mit Tatjana Maria.