Das wird die Woche, die wird

Willkommen zurück nach einer gar nicht so heißen Griechenland-Woche. Pokal-Halbfinale, Tennis-Masters in Madrid und Lüttich-Bastogne Lüttich. Dazu im US-Sport der Beginn der heipen Phase mit den Play-offs in NBA und NHL.

 

Bayerns nächster Schritt zum Double

 

Die Meisterschaft für die Münchner steht vier Spieltage vor Schluss auch rechnerisch schon fest, jetzt können sie einen großen Schritt in Richtung nationales Double machen. In Leverkusen müssen die Bayern am Mittwochabend (20:45/ZDF) im Pokal-Halbfinale allerdings eine hohe Hürde überwinden. Die Bundesliga-Partie vor gut einem Monat ließ die Emottionen hochkommen, samt der absrurden und widerwätigen Schiedsrichterkritik des „Ehren“-Präsidenten Uli Hoeneß. Die Gemüter haben sich wieder beruhigt, jetzt steht einem fußballerischen Leckerbissen nichts mehr entgegen.
Leverkusen allerdings hat sportlich schwierige Wochen hinter sich. Das erklärte Saisonziel champions League scheint derzeit als Sechster unerreichbar, sogar wenn die Bundesliga durch gutes Europapokal-Abschneiden einen fünften Platz zugesprochen bekäme. Der Pokalsieg wäre da ein schon fast notwendiges Trostpflaster. Bei den Münchnern dagegen steht natürlich der Triumph in der Champions League ganz oben auf der Prioritätenliste, andererseits wären sie schon sehr froh über eine Endspielteilhnahme nach sehr langen sechs Jahren.

Dsa zweite Halbfinale bestreiten der VfB Stuttgart und der SC Freiburg. Gespielt wird am Donnerstag (20:45/ARD), weil durch die internationalen Begegnungen 3 der 4 Halbfinalisten am Sonntag spielen mussten und deshalb der „normale“ Termin Dienstag nicht möglich war. Die Stuttgarter sind Titelverteidiger, Freiburg stand zuletzt 2024 im Finale, unterlag dort aber RB Leipzig. Beide Teams haben zudem noch höhere Ziele. Die Stuttgarter kämpfen als derzeit der Liga um einen Champions-League-Platz, der SC Freiburg steht im Halbfinale der Europa League, wo es gegen Sporting Braga geht.

 

Gemeinsames Masters auf Sand

 

Und das erste ganz große Turnier der Frauen auf diesem Belag in diesem Jahr. Die Top-Favoritinnen sind trotzdem die üblichen Verdächtigen. Lena Rybakina kommt als frische Turniersiegerin von Stuttgart (mit einem Großteil der Weltelite), Aryna Sabalenka machte nach dem erfolgreichen Sunshine-Doppel (Indian Wells und Miami) eine kurze schöpferische Pause. Dahinter lauert zum einen die US-amerikanische Garde um Coco Gauff und Jessica Pegula), und auf San muss man auch immer Iga Swiatek auf der Liste haben.

Bei den Männern ist Jannik Sinner der klare Turnier-Favorit. Der vermeintlich härteste Konkurrent Carlos Alcáraz musste für sein Heimturnier schweren Herzens passen. Eine doch recht hartnäckige Handverletzung macht dem Spanier das Leben schwer. Schon gibt es die Befürchtung, dass es auch für das Masters in Rom (in 2 Wochen) und sogar für die French Open knapp werden könnte.
Trotzdem wird Sinne kämpfen müssen für seinen fünften Masters-Titel in Folge. Alexander Zverev rückte in der Setzliste an Rang 2 vor, Ben Shelton (München) und Arthur Fils (Barcelona) haben mit Turniersiegen Selbstvertrauen bekommen. Sehr gespannt bin ich auf den Auftritt des jungen spanischen Himmelstürmers Mir Jodar und den Brasilianer Joan Fonseca.

 

Abschluss der Klassiker-Saison

 

Lüttich-Bastogne-Lüttich – die  Ardennenfahrt über 260 Kilometer. Das nächste und vorerst letzte Aufeinandertreffen der Klassik-Spezialisten Tadej Pogacar, Matthew van de Poel und Wout van Aertm bevor die Etappenrennen in den Vordergrund rücken. Wobei hier Pogacar (Sieger bei den Monumenten Mailand-San Remo, Flandern-Rundfahrt) erneut (klarer) Favorit ist. Der hügelige Kurs mit giftigen Anstiegen scheint ihm geradezu auf den Leib geschneidert.
Van der Poel fehlt in diesem Jahr noch der große Erfolg auf der Straße, van Aert triumphierte bei der Staraßenschlacht Paris-Roubaix und vermasselte Pogacar den heiß ersehnten Sieg in der Hölle des Nordens.

Quais als Vorgeschmack am Mittwoch der „Halbklassiker“ Fleche Wallone: Immerhin mit Größen wie Remco Evenepoel (am Sonntag Sieger des Amstel Gold Race)), Tom Pidcock (knapp gechlagen bei Mailand-San Remo) und der ganz großen französischen Hoffnung Paul Seixas, der allerdings ehr für die längeren Etappenrennen aufgebaut werden soll.

 

Und sonst

 

  • Bundesliga:  Im Brenpunkt der Abstiegskampf. Dort hat der VfL Wolfsburg wieder Hoffnung geschöpft nach dem 2:1 beim 1. FC Union. Mit einem Sieg gegen Samstag gegen Gladbach (15:30) wären die Niedersachsen wieder voll im Gechäft und würden sie Fohlen selbst in die bedrohliche Zone ziehen.
  • 3. Liga: Dreikampf um die Aufstiegsplätze 2 und 3 (hinter Osnabrück) zwischen RW Essen, Energie Cottbus und MSV Duisburg. Duisburg (63 Punkte) kann am Freitag vorlegen, hat aber bei Alemannia Aachen eine schwierige Aufgabe), Essen (64/gegen Saarbrücken) und Cottbus (63/bei Viktoria Köln) legen am Sonntag nach.
  • England: Plätzlich wieder Höchstspannung im Titelkampf. Manchester City kann mit einem Sieg im Nacholspiel in Burnley mit dem FC Arsenal punktemäßig gleichziehen. Am Wochende spielen die Londoner gegen Newcastle (Sa., 18:30).
    Die Terminirren in England fanden es eine gute Idee, dass gleichzeitig ebenfalls in London das erste Halbfinale im FA-Cup stattfindet. Dort trifft City auf den FC Southampton. Der Finalgegner wird ebenfalls in Wembley tags darauf zwischen dem FC Chelsea und Leeds United ermittelt.
  • Snooker: WM in Sheffield, 1. und 2. Runde. Unfassbar viele Chinesen sind mittlerweile im Feld, aber auch die alten haudegen Ronnie O´Sulvan, Jonn Higgins und Judd Trump. Immer hübsch rein zuschauen, wenn nichts Besseres zu tun ist.
  • Basketball: Nach ewig langer Vorrunde (38 Spieltage) startet die K.-o.-Runde der Euroleague. Heute mit den Play-Ins Panathinaikos gegen Monaco (Siebter vs Achter) und Barca vs RS Belgrad (Nuenter vs Zehnter).
  • Eishockey: Die beiden DEL-Finalteilnehmer stehen fest. Ab Freitag kämpfen die Adler Mannheim und die Eisbären Berlin in einer Best-of-7-Serie um den Titel.

 

Das wird die Woche, die wird

Sport satt! Ob Fußball-Champions-League Golf-M;asters in Augusta, Sand-Aufgelopp in Monte Carlo oder de Hölle des Nordens bei Paris-Roubaix – für jeden ist etwas dabei. Kleinigkeiten wie die DEL-Halbfinali, der Schlussspurt der regulären Saison in NBA und NHL sowie die Entscheidungen in den diversen Sportligen in Europa fallen da schon fast unter den Tisch.

Anmerkung: Der Münchner Löwe wird ab Freitag für 10 Tage zum Griechischen Löwen, der nicht weiß ob und wie er sich am reich beladenen Gabentisch bedienen will.

 

Die beste Zeit der Champions League

 

Eine Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt: Der beste Fußball der Welt wird im Viertel- und Halbfinale  der Königsklasse gespielt. Vier zum Teil elekrisierende Duelle dürften das bestätigen, diese Woche die Hinspiele

 

Real Madrid – Bayern München

 

Glaube ich den Wettbüros und der allgeme3inen Vegassung der Teams, sind die Münchner klarer Favorit. Während die Bayern bisher praktisch unaufhaltsam durch die Saison gestürmt, bereits praktisch als Bundesliga-Meister feststehen, im Halbfinale des Pokals stehen, mehrere Rekorde aufgestellt haben und in der Champions League bella figura machten, verläuft die Saison für die Madrilenen wenig königlich. Die Meistersxchaft ist fast abgehakt bei 7 Punkten Rückstand auf den FC Barcelona, im Pokal ist das Team draußen.
Muss also gar nicht gespielt werden? Falscher könnte man nicht liegen, denn die Champions League ist der Real(e) Wettbewerb für Madrid, und das heimische Bernabeu entwickelt einen ganz speziellen Flair und eine einmalige Wucht. Was zuletzt Manchester City musste: Die Pep-Mannschaft ging im Achtelfinal-Hinspiel mit 0:3 unter, und konnte dieses handicap auch im Rückspiel nicht mehr wettmachen.
Zudem haben die Madrilenen zuletzt sehr gut gegen die Bayern ausgesehen. Beim letzten Aufeinandertreffen im Halbfinale vor 2 Jahren behielten sie di Oberhand. Unvergessen Manuel Neuers schwerer Fehler in Bernabeu kurz vor Schluss, nachdem der Schlussmann zuvor auch die unmöglichsten Bälle gehalten hatte.
Auf Neuer wird es auch diesmal ankommen. Nicht nur Bayern-Fans sind aber skeptisch, dass er seine absolute Topform noch abruen kann. Trotzdem haben sie in Mdrid üble Erinnerungen an die „bestia negra“ und die 2000er-Jahre, also Real wiederholt an den Münchnern scheiterte.

Ansonsten spielen

Di., 21:00: Sporting – Arsenal
Mi., 21:00: Barca – Atletico
Mi., 21:00: PSG – Liverpool

 

Wem dann der Fußball noch nicht reicht, für den stehen am Donnerstag noch die Viertelfinali in Europa und Conference League bereit.

 

Sandtreffen in Monte Carlo

 

Der am schönsten gelegene Center Court der Welt mit dem spektakulären Blick aufs Mittelmeer. Wie immer das erste Masters-Turnier auf Sand mit all den Unwägbarkeiten, die dieser meist eher langsame Belag mit sich bringt.
Fast die gesamte Weltelte hat gemeldet (nicht so die US-Amerikaner Ben Shelton und Taylor Fritz), und trotz der Unwägbarkeiten sind die üblichen Verdächtigen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner die Top-Favoriten. Alcaraz ist die Nummer 1 der Weltrangliste und zudem Titelverteidiger, Sinner überzeugte zuletzt mit 2 Masters-Siegen in Indian Wells und Miami, jeweils ohne Satzverlust. Aus deutscher Sicht wird das Abschneiden von Alexander Zverev spannend. Sand ist ohnehin sein bester Belag, in diesem Jahr scheint er offensiver zu Werke zu gehen als zuletzt.

 

Pogacar – und der letzte fehlende Erfolg

 

Als Trophäe gibt es immer einen riesigen Pflasterstein. Symbol für die Hölle des Nordens mit 40+ Passagen auf Kopfsteinpflaster noch aus Beginn des vergangenen Jahrhunderts, über die man eigentlich keinen Pferdewagen mehr scheucht. Entweder es ist trocken, dann schauen alle Fahrer aus, als kämen sie aus einer mehrtägigen Sandwanderung. Noch schlimmer wird es, wenns regnet, weil es dann glitschig wird und die Stürze programmiert sind. Defekte sind bei der Rüttelei eh an der Tagesordnung (die Arme der Fahrer sind nach den 270 Kilometern mehrere Tage fast taub). Bisher zu viele Unwägbarkeiten für Pogacar, dem überragenden Fahrer der Gegenwart, der ansonsten alle wichtigen Rennen mindestens einmal für sich entschieden hat, zuletzt die beiden Klassiker Mailand-San Remo und Flandern-Rundfahrt. Wieder gilt der Slowene am Sonntag als Top-Favorit neben anderen Klassiker-Spezialisten Matthew van der Poel und dem Beglgier Wout van Aert. Bis ins Letzte lässt sich kein Radrennen programmieren, Paris Roubaix erst recht nicht.

 

Das Wohnzimmer aller Golf-Fans

 

Ds Masters in Augusta, das erste Major des Jahres und für viele immer noch auch der absolute Höhepunkt. Gespielt wird immer auf dem gleichen Kurs (bei keinem anderes Major ist das der Fall), jedes Jahr Anfang April in einem perfekt bereiteten blühenden, ja betörenden Blumenmeer. Die 18 Löcher werden nach Pflanzen der Region benannt, ein jedes hat seine eigenen legendären Momente schon erlebt.
Titelverteidiger ist der Nordire Rory McIlroy, der nach zig vergeblichen Anläufen sich endlich das grüne Jackett des Siegers überstreifen durfte (wie immer assistiert von seinem Vorgänger). Tradition ist eh Trumpf, ebenso die Verschwiegenheit des elitären Clubs, was Zuschauerzahlen, Einschaltquoten betrifft. Dafür kostet das berühmte Sandwich wie seit Jahrzehnten nur 1,50 Dollar, es dürfte das billigste Nahrungsmittel einer Profi-Sportveranstaltung in den USA sein. Den Fans ist es verboten zu rennen, bestenfalls mit schnellem Gehen dürfen sie sich die besten Plätze sichern. Dort verharren sie und warten auf die oft erstaunlichen Dinge, die da kommen.

 

Und sonst?

 

  • DEL: Großstädte unter sich. Die beiden Halbfinalserien Best of 7 bestreiten Red Bull München gegen Adler Mannheim und Kölner haie gegen die Eisbären Berlin. Die ersten Partien sind für Freitag angesetzt, danach geht es im 2-Tages-Rhythmus weiter.
  • Bundesliga: Eine der hauptfragen: Steigt der VfL Wolfsburg wirklich ab? Vier Punkte Rückstand sind es jetzt schon auf das rettende Ufer, da ist ein heimsieg gegen Eintracht Frankfurt (Sa., 15:30) Pflicht. Immerhin dürfte es Konkurrent St. Pauli gegen den FC Bayern beim nominellen Top-Spiel (Sa., 18:30) schwer haben zu punkten.
  • England: Nach 3 Wochen Pause (Ländespiele, Pokal) geht es in der Premier League weiter. Tabellenführer FC Arsenal legt mit dem Heimspiel gegen Bornemouth vor (Sa., 13:30), Verfolger ManCity (9 Punkte zurück bei einem Spiel weniger) muss am Sonntag (17:30) nachlegen.
  • NBA: Die letzte Woche der regulären Saison. Es geht noch um Platzierungen, bevor es nächste Woche mit den Play-Ins losgeht. Die eigentlichen Play-offs starten Samstag in einer Woche.
  • Tennis: Zum einen die erste Runde des Billie-Jean-King-Cups. Deutschland trifft heute auf Portugal. Außerdem das Turnier in Linz, wo die Russinen Mirra Andreewa und Ekaterina Alexandrowa das Feld anführen. Tatjana Korpatsch hat die Qualifikation übestanden und sich in der 1. Runde gegen die Rumänin Cirstea durchgesetzt. Die junge Österreicherin Lilli Tagger erhielt eine Wild Card und bestätigte diese gerade mit einem Überraschungserfolg über Paola Badosa aus Spanien.

 

Das wird die Woche, die wird

Es ist die Osterwoche und damit wieder ein stader Freitag mit nur ganz wenig Sport. Wie überhaupt der Sportfan zumindest etwas Zeit zum Luftholen hat, bevor Mitte April zB die Play-offs in der NBA und NHL starten.

 

6 Endspiele um die WM-Teilnahme

 

12 Länder dürfen noch auf ein Amerika-Ticket hoffen, am Dienstag werden vier Teams aus Europa und zwei weitere aus der übrigen Welt glücklich sein. Der Modus ist klar: Ein Spiel, eine Entscheidung, notfalls im Elfmeterschießen. Während es in Europa vier Partien mit Heimrecht gibt, gibt es in Mexiko 2 interkontinentale Ausscheidungsspiele.
Die FIFA hat für Europa alle 4 Endspielke für Dienstag, 20:45 terminiert. Das Heimrecht unterliegt einem für mich nicht nicht zu durchschauenden Mix aus Weltrangliste, bisherige Qualfikation und Losglück. Ich sehe in keiner Partie einen klaren Favoriten, alles kann passieren, alles hätte gute und schlechte Seiten.

Bosnien-Herzegowina – Italien

Spötter sagen ja, dass es für die Azzurri die eleganteste Möglichkeit wäre, sich diesem entsetzlichen Turnier in der kreigstreibenden Fascho-USA zu entsagen. Eine Niederlage in Zenica, und man ist diese Sorge los. Aber natürlich wollen die Fußballer dabei sein, die Aufgabe bei den Bosniern mit Alt-Torjäger Edin Dzeko ist heikel genug, denn in Zenica ist das Gewinnen schwer.
Für Italien wäre ein erneutes Scheitern fatal, denn schon 2018 und 2022 war der viermalige Weltmeister nicht dabei.

Kosovo – Türkei

Die Kosovaren waren noch nie bei einer WM-Endrunde dabei. Schon ihr Sieg im ersten Play-off-Spiel in Bratislava war eine Riesen-Überraschung, denn die Slowaken hatten im Oktober dort immerhin die Deutschen klar beherrscht und mit 2:0 bezwungen. Jetzt scheint alles möglich, die Hoffnungen der Türken rhen vor allem auf Real-Star Güler.

Schweden – Polen

Nur über den Umweg Nations League sind die Schweden überhaupt in den Play-offs, wo sie mit einem überzeugenden 3:0 gegen die Ukraine die erste Hürde übersprangen. Polen mühte sich zu einem 2:1 gegen Albanien, einmal mehr hieß der Retter Robert Lewandowski.

Tschechien – Dänemark

Erst im Elferschießen setzten sich die Tschechen gegen Irland in der 1. Runde durch. Dänemark erscheint sehr viel stärker und kompakter. Wenn überhaupt, hilft den Tschechen der Hemvorteil in Prag.

 

Ab 23:00 werden in Mexiko die zwei letzten Tickets verteilt. Zunächst spielen Jamaika gegen DR Kongo, ab 05:00 trifft der Irak auf Bolivien. Sollte der Irak verlieren: Es gäbe noch die Chance, für den Iran nachzurücken, für den aus naheliegenden Gründen eine WM-Teilnahme in den USA nicht in Frage kommt.

 

Tests in Freundschaft

 

Die meisten Teams nutzen die Pause, um in Freundschaftsspielen ihre Formation zu finden resepektive die Form zu überprüfen. Schon am heutigen Montag empfängt das deutsche Team in Stuttgart Ghana. Die Afrikaner bezogen am Freitag eine herbe 1:5-Klatsche gegen Österreich.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat bereits angekündigt, dass der Stuttgarter Alexander Nübel das Tor hütet. Hüchstwahrscheinlich wird auch der Vereinskollege Denis Undav im Sturm eine Chance erhalten, und wie es aussieht, bekommt das große Münchner Talent Lennart Karl einen Startelf-Einsatz.
Aus deutscher Sicht interessant könnte die Partie Holland gegen Ecuador werden (Di., 20:45). Die Südamerikaner sind einer der drei Gruppengegner in Nordamerika.

 

Pogacar auf Monumentenjagd

 

Die Flandern-Rundfahrt ist vielleicht das wichtigste Rennen in der Radsportnation Belgien (oder doch Lüttich-Bastogne-Lüttich). 278,5 Kilometer von Antwerpen bis Oudenagemit giftigen Anstiegen und kniffligen KpfsteinpflasterPassagen warten auf die Fahrer. Die gesamte Klassiker-Elite ist beim 2. Monument des jahres dabei, von San-Remo-Tadej Pogacar über Matthew van der Poel bis Wout van Aert. Oder schlägt die Stunde eines Sprinters, der irgendwie über die Steigungen gekommen ist?
Tag zuvor sind die Frauen am Start, allerdings ist ihre Strecke nur knapp 170 Kilometer lang.

 

Wer fordert Weltmeister Gukesh

 

Acht Weltklasse-Schachspieler haben sich fürs Kandidatenturnier auf Zypern qualfiziert. Im sogenannten Kandidatenturnier ermitteln sie bis zum 16. April den Profi, der Wletmeister Gunesh aus Indien fordern darf. Jeder spielt gegen jeden, jeweils einmal mit den weißen Steinen, einmal mit Schwarz. Für den Sieg gibt es einen vollen Punkt, für ein Remis einen halben für jeden. Wer am Ende die meisten Zähler hat, darf gegen Gunesh antreten.
Erstmals seit 35 (!) Jahren (Robert Hübner) ist wieder ein deutscher Schachprofi dabei. Allerdings nicht der recht bekannte Vincent Keymer, sondern Überraschungsmann Matthias Blübaum. Er hat allerdings bestenfalls Außenseitenchancen; sein ELO-Wert (mit diesem wird die Spielstärke gemessen) ist der niedrigste der acht verbliebenen Spieler.
Als Favorit gilt Fabiano Caruano aus den USA, der 2018 schon einmal ein WM-Finale bestritt, damals aber gegen Magnus Carlssen den Kürzeren zog. Apropos Carlsen. Der bleibt bei seinem WM-Boykott und der Veranstaltung aus Protest gegen den Weltverband und dessen Führung fern. Wer nicht will, der hat schon, es tut dem Wert der Veranmstaltung keinerlei Abbruch.

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: Keine Karfreitagspartie am siebtletzten Spieltag. Nominelles Topspiel ist die Partie VfB Stuttgart – Borussia Dortmund (Sa., 18:30). Die Dortmunder sind schon sicher in der nächsten Champions-League-Saison dabei, der VfB benötigt dafür noch reichlich Punkte.
    Im Mittelpunkt steht der Abstiegskampf und die Frage, wer Heidenheim in de 2. Liga begleitet. Schlehct sieht es für den VfL Wolfsburg aus, bei Bayer Leverkusen müssen dringend Punkte her.
  • FA-Cup: Das Viertelfinale steht an unter anderem mit dem Top-Schlager Manchester City gegen FC Liverpool (Sa., 13:45). Der FC Arsenal ist beim FC Southampton klarer Favorit (Sa., 21:00) wie Chelsea gegen Vale (Sa., 18:15). Die Partie der beiden abstiegsgefähredeten Premier-League-Clubs West Ham und Leeds United (So., 17:30) beschließt die Runde der besgten Acht.
  • Spanien: Atlético Madrid empfängt den Tabellenführer FC Barcelona. Quasi als Generalprobe für die Champions League, wo am folgenden Dienstag  ebenfalls im Metropolitano die beiden Teams aufeinandertreffen. Real Madrid  spielt auf Mallorca und hofft natürlich auf Schützenhilfe des eigentlich ungeliebten Lokalrivalen.
  • Eishockey: Am Dienstag stehen die jeweils 4. Partgien der 1. Play-off-Runde an. Dabei können die Kölner haie (gegen Schwenningen) und Adler Mannheim (Bremerhaven) schon den Einzug ins Halbfinale perfekt machen. RB München ist in Ingolstadt gefordert, die Esbären Berlin empfangen die Straubing Tigers.
  • Handball: Zwischenrunde in der Champions League der Männer, wo vier Viertelfinalisten ermittelt werden. Die deutschen Vertreter SC Magdeburg und Füchse Berlin haben die Runde der besten Acht bereits direkt erreicht.
  • Basketball: Die Vorrunde der Euroleague geht in die entscheidende Phase. Der FC Bayern hat nicht einmal mehr theretische Chancen auf einen Play-In-Platz. Dennoch könnte die Heimpartie gegen Fenerbahce Istanbuls spannend werden, denn die Türken spielen als Tabellenführer noch um den Heimvorteil in den Play-offs.

 

 

 

 

 

 

Das wird die Woche, die wird

Olympische Winterspiele in Mailand (und in den nahegelegenen) ab Freitag und Super Bowl Sonntagnacht zwischen den Seahawks und Patriots – zwei absolute Jahrshöhepunkte, die ich in gesonderten Texten beleuchten werden. Bleibt diese Woche nur noch das Pokal-Viertelfinale und viel Liga-Sport.

 

Geteiltes Pokal-Viertelfinale

 

Seit einigen Jahren wird der DFB-Pokal im Viertelfinale schon bei der Geburt getrennt. 4 Spiele an 4 Tagen, aufgeteilt in 2 Wochen. Neuerung diesmal, dass die Wochen aufeinanderfolgen und nicht durch die internationalen Wettbewerbe noch weiter auseinander gerissen werden. Diese Woche kommt es zu den Begegnungen Leverkusen – St. Pauli (Di., 20:45) und Holstein Kiel vs Titelverteidiger VfB Stuttgart (Mi., 20:45, nächste Woche dann Hertha BSC vs SC Freiburg (Dienstag, 10. 2.) und der vermeintliche Topschlager FC Bayern gegen RB Leipzig (Mi., 11.2.) auf dem Programm.
Hertha und der Pokal, das ist eine fast unendliche Leidensgeschichte. Seit 1985 das Endspiel fest in der Hauptstadt ausgetragen wird, hat es die Profimannschaft noch nicht ein einzigeds Mal ins Finale geschafft,  jir im Jahr 1993 die sogenannten Amateure, die dann allerdings gegen Bayer Leverkusen mit 0:1 den Kürzeren zogen.

 

Schier endlose Darts-Liga

 

Die 8 vermeintlich besten Profis haben ab diesen Donnerstag gut zu tun. Da startet die Premier League das lukrative Einladungsturnier. Insgesamt 16 Spieltage plus ein Finalturnier stehen bis 28. Mai an, jeweils am Donnerstag. Meist in britischen Städten, aber auch mit Abstechern nach Dublin, Rotterdam, Antwerpen und Berlin. .
Der Modus ist seit einigen Jahren unverändert: Es gibt pro Abend Viertelfinale, Halbfinale und Finale, dafür gibt es Punkte, die summiert werden.

Weltmeister Luke Littler ist der ganz klare Favorit. Zu souverän war der Auftritt bei der WM vor gut einem Monat im Ally Pally. Neu dabei sind WM-Finalist Gian va Veen aus Holland (per Geldrangliste) sowie der Engländer John Rock, der eine Wild Card erhielt.

Titelverteidiger ist Luke Humphries. Außerdem dabei sind noch die Waliser Jonny Clayton und Gerwayn Pryce (Letzterer wahrscheinlich, damit es einen Bad Boy gibt sowie Steve  Bunting aus England und Ex-Weltmeister Michael van Gerwen aus Holland.

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: Die etwas schwächelnden Bayern (2 Partien ohne Sieg!) empfangen am Sonntag (17:30) mit 1899 Hoffenheim das derzeit heißeste Team der Liga, in diesem Jahr mit insgesamt 5 Siegen noch ohne Punktverlust. Nominelles Topspiel am Samstagabend ist die Partie von Borussia Mönchengladbach gegen Bayer Leverkusen, nur Ignoranten würden das Rheinderby nennen. Mit dem neuen Trainer Riera versucht Eintracht Frankfurt schon am Freitagabend beim 1. FC Union sein Glück, parallel zur Olympischen Eröffnungsfeier im Mailänder Sansiro Stadion, vielleicht ganz gut so.
  • England: Am Sonntagabend gibt es einen veritablen Schlager: Meister FC Liverpool empfängt den Titel-Vorgänger Manchester City. Pool kämpft nur noch um Platz 5, der zeimlich sicher die Qualifikation für die Champions League bedeutet (wegen der englischen Überlegenheit in der EC-Jahreswertung), City hat noch eine theoretische Chance auf den Titel bei 7 Punkten Rückstand auf Arsenal, da helfen nur Siege.
    Apropos England: Während der Woche finden die Halbfinal-Rückspuel im Liga-Cup statt. Am Diensstag empfängt der FC Arsenal den FC Chelsea (Hinspiel 3:2),, am Mittwoch Manchester City das Woltemade-Team Newcastle United (2:0).
  • Basketball: Wieder mal 2 Spieltage in der Euroleague. 2 Heimspiele für den FC Bayern gegen französische Teams, am Dienstag gegen Paris Basketball, am Donnerstag gegen AS Monaco. Nur 2 Siege wahren die winzige Chance auf die Play-Ins.
  • Handball: Unfassbar, aber es gibt für die Männer tatsächlich eine spielfreie Woche nach der EM.
  • Tennis: Hier ist nix mit Pause, allerdings nehmen sich die Topspieler eine solche. Es gibt Frauen-Turniere in Cluj (Raducanu, Pliskova), Ostrau (Maria, Korpatsch) und Abu Dhabi (Bencic, Alexandrowa, Tauson) sowie bei den Männern in Montpellier (Auger-Aliassime, Cobolli, Wawrinka). Für mich angesichts des Sport-Reichtums tatsächlich Grund, Abstand zu halten.

 

 

Das wird die Woche, die wird

Sport satt, nämlich Fußball, Handball-EM und Wintersport

 

Bundesligisten im Doppeleinsatz

 

Der kurze Zeit sehr strenge Winter ist offenbar wieder dabei, der Englischen Woche in der Fußball-Bundesliga steht nichts mehr entgegen – außer Tauwetter, siehe Hamburg. Der 17. Spieltag m Dienstag/Mittwoch – nicht zu vergessen das Topspiel zwischen Augsburg und Union am Donnerstag, komplettiert die Hinrunde, die Rückrunde startet am Wochenende. Partien, die es sich vielleicht lohnt zu gucken, sind während der Woche Stuttgart vs Frankfurt (Di., 18:30), eine Art Best of the Rest neben den Großen, HSV – Leverkusen (Di., 20:30, abgesagt wg. Tauwetters) und Köln vs Bayern (Mi., 20:30). Letztere Partie nur unter dem Gesichtspunkt, ob Rib und Rob (Ribéry und Robben) mit Oliseh und Diaz tatsächllich Zauber-Nachfolger gefunden haben und wie hoch letztlich tatsächlich die Hinrunden-Rekordtormarke (zurzeit 63) der Bundesliga-Geschichte gesetzt wird.
Am Samstag zum Topsiel des Tages müssen die Münchner dann nach Leißzig (Sa., 18:30). Mit dabei ist dann wieder aif Leipziger Seite der ivorische Star Yan Diamonde, nachdem die Elfenbeinküste im Viertelfinale des Afrika-Cups gescheitert ist.

Am Wochenende startet dann auch die 2. Bundesliga, und die Jagd auf Schalke beginnt. Der Tabellenführer handelte sich zum Jahresabschluss eine Pleite bei Eintracht Braunschweig ein, der Vorsprung auf Platz 3 (Darmstadt) beträgt immer noch 4 Punkte. Fast standesgemäß geht es für die Knappen mit einem echten Schlager los, denn sie sind am Samstagabend (20:30) im Berliner Olympiastadion bei Hertha BSC zu Gast.

 

Mit Knallhart-Handball zur Medaille?

 

Die Männer-EM beginnt am Mittwoch, und das Ziel des deutschen Teams lautet Edelmetall, vielleicht sogar Gold. Doch die Auslosung hat einen sehr harten Weg beschert. Weniger in der Vorrunde, wenn Österreich, Spanien und Serbien die Gegner sind, das klingt schon knackig genug. Aber wenn die Truppe  ersten Zwei erreicht, trifft sie in der Hauptrunde höchstwahrscheinlich auf Dänemark und Frankreich, dazu vielleicht Aufstreber wie Portugal und  Norwegen.
Richten soll es eine Knallhart-Abwehr und vor allem die Torhüter Andi Wolff (Europameister vor 10 Jahren) und David Späth, die weltweit zu den besten ihres Fachs zählen.
Los geht es am Donnerstag (20:30) gegen Österreich (mit vielen Bundesliga-Akteuren), es folgen die Partien gegen Serbien (Sa., 20:30) und Spanien nächsten Montag.

Klarer Titelfavorit ist Dänemark, der souveräne Olympiasieger von 2024 (auch dank einer Finalgala gegen Deutschland). Frankreich hat vielleicht einen besseren Ruf als Team, das vermag ich nicht einzuschätzen.

 

Winter-Klassiker, wohin man schaut

 

Männer-Abfahrt am samstag in Wengen, klassischer gehts nicht . das 4,2-Kilometer-Rennen mit Hundsschopf, Minschg-Kante, Österreicher-Loch und Schluss-S vor malerischer Postkarten-Kulisse (leider nicht für Dänen mehr) mit den Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau. Bei Sonnenschein gibt es nicht Schöneres für die Augen im Ski-Winter. Tags zuvor steht ein Super-G an gleicher Stelle an (stark verkürrzte Strecke), am Sonntag der Spezialslalom.
In den Speedrennen geht der Sieg jeweils nur über marco Odermatt, schon ein Wengen-Spezialist, im Slalom gibt es ein gutes Dutzend Sieganwärter.

Die Frauen lassen diesmal Cortina aus, weil dort in einem Monat die Olympia-Wettbewerbe stattfinden. Stattdessen geht es nach Tarvisio, wo Abfahrt und Super-G angesetzt sind. Chance für Lindsey Vonn, an ihrem Legendenstatus zu basteln, Chance aber auch für Emma Aicher, mit einem Platz ganz vorne Selbstvertrauen für die olympischen Tage zu tanken.

Die Biathleten machen bei der zweiten deutschen Traditionsstrecke Station. Nach Oberhof stehen die Rennen in Ruhpolding an mit Staffeln, Sprint und Verfolger. Norweger und Französinnen sind das Maß aller Dinge, SchwedInnen, etwa die Öberg-Schwestern und Samuelson haben auch schon aufgezeigt.

Dem deutschen Team fehlt noch ein Sieg in diesem Winter: Kommt es zu Durchbruch für Weltcup-Titelverteidigerin Franzi Preuß oder gar ein Debüt ganz oben auf dem Stockerl für Philipp Nawrath?

 

Berlin Game der NBA

 

Am Donnerstag ist es so weit. In der Halle am Ostbahnhof gibt es das erste reguläre Match der NBA in Deutschland, wenn die Orlando Magic auf die Memphis Grizzlies treffen. Die Magic sind das „deutsche“ Team der US-Basketball-Liga mit den Nationalspielern Franz und Moritz Wagner sowie Tristan da Silva. Ob Franz nach seine Knöchwelverletzung rechtzeitig fit wird, bleibt abzuwarten, er macht zwar den Trip mit, doch die Teamführung machte deutlich, dass er auf keinen Fall verheiuzt werden soll, dafür haben die Magic mit ihrem besten Mann noch zu viel vor in dieser Saison. Moritz jedenfalls gab am Sonntag sein Debüt nach mehr als einjähriger Pause wegen Krezbandriss, noch etwas rostig, aber voller Einsatz. Bei da Silva schwankt im zweiten NBA-Jahr die Form, gute und schwache Partien wechseln sich unregelmäßig ab, genauso die Frage, ob sein Dreier fällt oder nicht.
Auch die Grizzlies haben Deutschland-Bezug. Der finnische Trainer Tommy Iisalo coachte lange in der BBL und führte 2023 die Telekom Baskets Bonn in die Finalserie, in der allerdings sich Ulm als besser erwies. Seit Mai ist der Chefcoach bei Memphis und hat sich mit seinem kompromisslosen Verhalten gegen Starspieler Ja Morant zwar nicht dessen Frendschaft, wohl aber Respekt in der Liga verschafft. Amit Orlando und Memphis nicht nurfür ein Spiel nach Europa fliegen, kommt es am Samstag in London zu einer weiteren Partie zwischen diesen beiden Kontrahenten.

 

Und sonst?

 

  • Internationale Ligen, England: Im Blickpunkt steht das Mancester-Stadtderby zwischen City und United (Sa., 13:30). United nach vergleichsweise ansprechendem Start in der Krise. Teammanager Roben Amorim wurde schon gefeuert, aber auch mit neuen Coach flog man im FA-Cup schon in der 1. Runde raus (mit der Folfge, das in dieser Saison nur noch Ligaspiele anstehen). City hat mit 3 zum teil überflüssigen Remis den Abstand zu Arsenal nicht verkürzen können, er beträgt immer noch 6 Punkte. Die Abhängigkeit von den Toren Erling Haalands ist frappierend.
    Spanien: Real trifft auf Levante (Sa., 14:00): Das wäre nicht weiter erwähnenswert, aber die Madrilenen haben nach der Niederlage im Supercup-Endspiel in Dschidda Trainer Xabi Alonso nach einem knappen halben Jahr schon gefeuert (angeboten hätte sich: in der Wüste gelassen …). Jetzt soll es der Coach der 2. Mannschaft, Arbeloa, richten. Wie Alonso war auch Arbeloa ein großartiger Mittelfeldspieler, die beiden haben sogar bei Liverpool gemeinsam gespielt.
  • Basketball: Stimmungsvoll wird es am Donnerstag im SAP Garden, wenn der FC Bayern das griechische Team Panathinaikos Athen empfängt, dessen fans mit Sicherheit für viel Radau sorgen. Die Münchner haben nur noch theoretische Chancen auf die K.-o.-Runde, Panathinaikos kämpf als 7. sogar um einen Top-6-Rang und die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale.
  • Tennis: Die Australian Open werfen ihre Schatten voraus. Im Form des Qualifiationsturniers. Drei Runden gilt es zu überstehen, dann haben die Profis die 1. Runde erreicht, und allein das dortige Preisgeld sichet einen Großteil des (Reise)-Budgets fürs Jahr.
    Der junge Deutsche Justin Engel ist schon in der 1. Runde gescheitert. Yannick Hanfmann hatte Glück: Da der Finne Emil Ruusovuori die Teilnahme absagte, rückte er ohne Quali-Müh(l)e ins Hauptfeld nach.
  • Snooker: Das Masters in London ist nach der WM vielleicht das wichtigste Turnier im Jahr und gehört zur „Triple Crown“. Die komplette Weltelite ist folgerichtig am Start. Gespielt wird im Ally Pally, allerdings ist es sehr, sehr, sehr viel ruhiger als vor zwei Wochen bei der Darts-WM an gleicher Stelle.
  • US Sport: In der NFL stehen am Wochenende 4 Partien der Divisional Round auf dem Programm. Mehr dazu in einem gesonderten Text.

 

 

Das wird die Woche, die wird

Die Weihnachtswoche war in meiner Kindheit und Jugend sportliches Brachland. Der Videotext verabschiedete sich und wünschte ein frohes Fest: England und die USA unerreichbar, und hätte nicht am 26. Dezember das Wiener Hallenturnier die Pforten aufgemacht, hätte ich mich tatsächlich länger mit den geschenkten Büchern und Platten beschäftigen müssen …* Ganz hinten für den 30. Dezember leuchtete ganz schwach der Oberstdorfer Auftakt der 4-Schanzen-Tournee (eigens für die Überbrückung der Tage zwischen den Jahren erfunden).

Wie anders ist jetzt: Ein fast volles Programm erwartet uns, sogar mit einer Premiere: Fußball am Heiigen Abend, das hat es meines Wissens noch nie gegeben. Der Afrika-Cup erstmals schon Ende Dezember macht es möglich. Ansonsten viel Wintersport (natürlich auch die Tournee), Fußball in England, US Sport im Überangebot und mittlerweile auch die nicht mehr wegzudenkende Darts-WM aus dem Ally Pally.

 

Die NBA startet durch

 

Für viele beginnt die nordamerikanische Basketball-liga erst am 25. Dezember so richtig. Und das, obwohl die Erfahrung lehrt, dass nach den tatsächlich schon gespielten etwa 30 Partien die Fronten schon weitgehend geklärt haben, also weder ein Sprung von unten nach oben gelingt, aber eben auch nicht ein Absturz
Und dennoch: Dank der Rechte-Inhaber werden jedes mehrere Schlager mit den beliebtesten und besten Teams/Profis angesetzt werden, die sich einander messen sollen. Mittlerweile ist das auf 2 Tage aufgeteilt, am 25. Dezember sind es 5 Spiele hintereinander weg ab 18 Uhr MEZ. Wer also schon Weihnachtspause benötigt, kann sich bei Sky gemütlich machen mit den Schlagern
18:00: NY Knicks (Madison Square Garden) – Cleveland
20:30: OKC (Titelverteidiger, MVP Shia Gilgeuos Alexander) – San Antonio Spurs (Wemby!)
23:00: Golden State (Curry) vs Dallas Mavericks (Nowitzki, äh Doncic, äh Flagg (nona))
02:00: LA Lakers (Hollywood, LeBron James) vs Houston (Durant, Top-Team)
04:30: Denver (Jokic) vs Minnesota (Edwards)

Die „2.“ Garde ist dann am 26. Dezember dran, u. a. Pacers (Finalist) vs Boston (Titelträger 2024).

 

Der berühmte Boxing Day

 

Nicht-englische Fußball-Trainer wie einst Kloppo, die es in die Premier League zog und zieht, hassen diese Besonderheit. Das irrsinnige Weihnachtsprogramm in den englischen Ligen mit bis zu 4 Partien innerhalb 8 Tagen. Gerade der 26. Dezember (Boxing Day), ist eigentlich reserviert für den Fußball (um den der Familie überdrüssigen Männern eine Zuflucht zu gewähren, wie es heißt). Dieses Jahr ist alles anders, da es ein Freitag ist: Nur Old Trafford ist geöffnet, wenn Manchester United den Woltemade-Club Newcastle United empfängt. Dafür gleich 12 Partien in der 2. Liga, die sich vollmundig Championship nennt. Am Samstag gibt es dann auch in der PL den kompletten Spieltag, unter anderem mit der Begegnung von Tabellenführer Arsenal vs Brighton.

 

Das Semmering-Doppel

 

Zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es in der Ski-Nation Österreich für die Frauen immer ein Doppel in den technischen Disziplinen. Diesmal wieder am Semmering, wo am Samstag ein Riesenslalom und am Sonntag ein Slalom auf dem Programm stehen. Dann ist auch die zuletzt in Val d’Isere pausierende Weltcup-Führende Mikaela Shiffrin wieder dabei, die im Slalom unschlagbar scheint.
Gleichzeitig hatten die Männer immer ihre Abfahrt (und Super-G) in Bormio. Doch diesen Winter nicht, weil die so schwierige Stelvio olympische Weihen genießt in knapp 2 Monaten (wenns denn Schnee gibt …). Als Ersatz gibt es nur einen Super-G am Samstag in Livigno. Die Terminplanung bei den Männern ist eh absurd: Nach dem Italien-Fünfer von vergangenen Donnerstag bis Montag (Slalom in Madonna) gibt es danach bis zum 7. Januar nur diesen einen Super-G in Livigno. Nicht dass die strapazierten Herrschaften diese Pause sich nicht redlich verdient hätten.

 

Darter in der entscheidenden Phase

 

Nach dem nicht enden wollenden Prolog der ersten 2 Runden (an insgesamt 12 Wettkampftagen! und von mir weitgehend ignoriert) geht es nach Weihnachten Schlag auf Schlag mit dem Pfeilewerfen. Noch eine eher schleppende 3. Runde, danach aber Achtel-, Viertel-, Halbfinale bis zum WM-Endspiel am 3. Januar in rasender Abfolge. Viele Erkenntnisse habe ich bisher nicht gewonnen, die Top-Favoriten wie Weltmeister Luke Littler, dessen 2024er-Vorgänger Luke Humphries und auch Michael van Gerwen sind alle noch dabei. Genau wie aus deutscher Sicht Ricardo Petreczko, der am Samstag in einem Thriller den höher eingeschätzten Dave Chisnell aus dem Turnier nahm.

 

Natürlich – die Tournee

 

Das Jahreswend-Ereignis in Deutschland (Oberstdorf, Garmisch) und Österreich (Innsbruck, Bischofshofen) hat trotz der Konkurrenz wenig von seiner Bedeutung verloren. Tournee-Sieger genießen höheres Ansehen als die oft zufälligen Triumphatoren bei WMs und sogar Olympia (die sich trotzdem gut vermarkten).
Die vergangene Tournee war eine rein österreichische Angelegenheit. Dreifach-Gesamt-Erfolg, und in den 4 Springen gabe es nur einen Nicht-Austria-Podestplatz, den der Schweizer Gregor Deschwanden in Garmisch ergatterte, also der Schanze, die Österreichern traditionell nicht liegt ….
Ob sich diese Total-Triumph dieses Jahr (1. Springen am 29. in Oberstdorf) trotz durchau starker Austria-Adler wiederholt, erscheint mir doch äußerst fraglich. Zum einen scheint mir die Konkurrenz viel breiter aufgestellt, weil zum Beispiel die Slowenen beschlossen haben, dass es in einer Olympia-Saison vielleicht ratsam wäre,  nicht erst zu den Skifliegen ab Mitte Januar gut in Form zu sein. Mit der Folge, dass Domen Prevc in den vergangenen Weltcups der Konkurrenz auf und davonflog. Was allerdings nix heißen muss für die Tournee, wie deutsche Frühformler vergangener Jahre (und in der Tournee eher zurückgeblieben) traurig bestätigen werden.
Apropos Deutschland: Seit Sven Hannawalds Grand Slam 2001/02 hat kein hiesiger Springer die Tournee gewonnen. Dass sich das ändert, ist trotz guter Platzierungen etwa von Philipp Raimund noch unwahrscheinlicher als ein Österreich-Durchmarsch.

Die Frauen sind übrigens zum letzten Mal bei diesem Großereignis nicht dabei. Ab 26/27 sollen sie tatsächlich auch springen dürfen, was jahrelange Lobby-Arbeit am Ende doch bewirken kann …

 

Wer wird Afrikas Bester?

 

Der Afrika-Cup beginnt heute, wenn die marokkanischen Gastgeber in Rabat die Kormoren-Auswahl empfangen. Für Europa von doppelter Bedeutung. Zum einen fehlt fast jedem Spitzenteam mndestens ein herausragendewr Profi, der eben für sein afrikanisches Land antritt wie etwa Mo Salah für Ägypten. Vor allem abe ist der Afrika-Cup ein Vorspielen der WM-Nationen, die zumindest bei den Fans doch sehr viele unbekannt sind. Afrika-Cup und WM in eine Saison, das ist nicht üblich und nur Terminveschiebungen geschuldet. Man wird sehen, wie die Naitonen diese pausenlose Hetzjagd verkraften. Mich würde jedenfalls nicht wundern, wenn die Teams im Huli in Amr3eika nicht mehr auf der Höhe ihrer Schaffenskraft wären.
Zum Turnier selbst: Die Gastgeber sind selbstreden zumindest Mit-Favorit, auch wegenihres tollen Abschenidens bei der WM 2022 in Katar, als sie Vierte wurden (jemals die beste Platzierung aus Aufrika beim Weltturnier). Auf dem Zettel habe ich auch die ivorischen Titelverteidiger. Sehr stark in der Abwehr und mit dem Leipziger Himmelsstürmer Diomande. Die Ivorer sind natürlich für deutsche Fans besonders interessant, weil sie Gruppengegner in der 2. WM-Partie Houston sein werden.
Ansonsten ist das Afrika-Turnier mit 24 Teams für mich eine Wundertüte, meistens nicht sehr torreich. Sehr körperlicher Fußball mit manch technischem Gustostückerl. Wers sehen will (zB am Heiligen Abend gleich 4 Spiele), Sportdigital überträgt alle Spiele

 

Und sonst?

 

  • Internationale Ligen, Italien: Voller Spieltag auch in der Serie A. Heraus sticht die Partie der Champions-League-Teilnehmer Atalanta gegen Meiser Inter am Sonntag.
  • Basketball: Die Euroleague macht tatsächlich Pause. Schlager der BBL ist am Sonntag die Partie von Meister Byern München gegen den Sensationsaufsteiger Gladiators Trier, der auf Platz 2 steht.
  • Handball: Die HBL gibt sich die Ehre mit einem vollen Spieltag am 26. und 27. Dezember, allerdings ohne Topschlager. Die Hallen werden erfahrungsgemäß trotzdem voll sein.
  • American Football: Der vorletzte Spieltag der Saison steht an. Zum letzten Mal verteilt auf mehrere Tage Donnerstag, Samstag bis Montag (Ortszeit). Mehr dazu in einer speziellen Vorschau (vor allem Rückschau auf diese Woche) hoffentlich noch vor Weihnachten.
  • Wintersport: Nächsten Sonntag beginnt die Tour de Ski. Mittlerweile ist das Mehr-Nationen-Event allerdings eine rein italienische Veranstaltung, zunächst in Toblach und mit Ende wie gehabt mit dem Anstieg heianuf zur Alpe ciemis. Im Zweifel gewinnt eine Schwedin und ein Norweger, vielleicht auch umgekehrt …