Fiasko statt Finaleinzug

Blick über den Teich, NBA

 

Detroit Pistons – CLEVELAND CAVALIERS 94:125 (Endstand: 3:4)

 

Das hatten sich die Pistons ganz anders vorgestellt. Anstatt in eigener Halle den Einzug ins Conference Final klarzumachen, elebten sie ein Debakel von historischem Ausmaß. So werden sie nur Zuschaer sein, wenn sich im Osten die Cleveland Cavaliers mit den New york Knicks duellieren.

Von Beginn an dominierten die Cavs. Angeführt von einem diesmal bestens aufgelegten Donovan Mitchel zelegten diese die Pistons in ihre Einzelteile. Kein Mittel fand Detroit gegen den klassischen Spielzug. Mitchell oder James Harden drangen in die Zone ein und bedienten die Big Men Jarrett Allen oder Evan Mobley unterm Korb, die per Dunk vollendeten. Wenn die Mitte dicht war, passten sie nach außen, wo Sam Merrill geradezu traumwandlerisch seine Dreier versenkte.
Nach dem 1. Viertel stand es 31:22 für die Cavs, zur Pause schon 64:27; das war bereits die Entscheidung; auch weil Pistons-Starspieler Cade Cunningham einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte.

Teilweise wurde die hochgelobte Pistons-Abwehr regelrecht in die Bestandteiele zerlegt. Einzig die Dreier von Duncan Robinson hielten die Gastgeber noch einigermaßen im Spiel – und eine furchtbare Freiwurfquote von Cleveland, die in den ersten drei Vierteln nur 22 von 35 Versuche verwandelten.

 

Bester der Sieger

 

Donovan Mitchell: In glänzender Spiellaune. Zuerst als toller Passgeber und ziemlich schnell auch als Punktesammler. Nie fanden die Pistons ein Mittel gegen ihn. Am Ende hatte er 26 Punkte, 7 Rebounds und acht Assists. Das alles ohne einen einzigen Ballverlust!

 

Stark trotz der Niederlage

 

Dariss Jenkins: der einzige der Starting Five, der sich wehrte und der auch ablieferte mit 17 Punkte. Duncan Robinson von der Bank verwandelte zwar 3 von 4 Dreiern, wurde aber zu wenig eingsetzt von den Kollegen.

 

X-Faktoren

 

Ausgeglichenheit der Cavs: Gleich vier Spieler hatten 20+ Punkte. Extreme Variabilität. Mich verwunderte vor allem die Überlegenheit, unterm Korb gegen die Pistons-Riesen Duren und Thompsen, die Offensiv-Rebounds ermöglichten immer wieder eine zweite Wurfchance.
Sam Merrill: Seine Dreier in der 1. Halbzeit(4 von 6) machten den Weg erst so richtig frei.

Cade Cunningham (negativ): Ein komplett gebrauchter Tag. Von Beginn an mit Fehlern, ungenauen Zuspielen und eine gruseligen Wurfquote (. 13 Punkte sammelte er nur, sein Play-off-Schnitt lag zuvor bei 29.
Und es gab niemanden, der vür ihn einspringen konnte, das Manko des zweiten ganz starken Mannes kam hier zum Tragen.

 

Zahlereien

 

Je 85 Wurfversuche hatten die Teams: die Cavs trafen 43, die Pistons 30.
Vor allem die Diskrepanz bei den Zweiern war entscheidend. Cavs 62 Prozent, dort Pistons 39 Prozent.

63,6 Prozent der Cavs-Freiwürfe (28 von 44). Unfassbar schwach für dieses Niveau (und mit Sicherheit ein Thema für die Trainer).
1. Heimniederlage der Pistons in einem Spiel 7 in Play-offs (bisher: 5:0)

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder kam 18 Minuten zum Einsatz. Der Weltmeister blieb unauffällig mit 2 Punkten, und je 3 Assists und Rebounds.

 

Ausblick der Sieger

 

Die Cavs treffen jetzt auf die New York Knicks, müssen dabei als Außenseiter gelten. Zu un tetschiedlich sind die Leistungen. Spielen sie allerdings auf dem Niveau vom Sonntag, kann das eine extrem spannende Serie werden. Zumal ein der diesmal sehr unauffällige James Harden zum Trumpf werden kann.

 

Und die Verlierer?

 

Den Pistons bleibt der Trost, dasss sie die reguläre Saison als bestes Ost-Team absolviert haben erstmals seit Jahren wieder eine Play-off-Serie gewonnen haben. Potenzial ist also vorhanden, viele der hauptverantwortlichen Spiler sind alle noch jung. Sie werden in de Off-Season alles dafür tun, einen Top-Mann neben Cade Cunningham zu installieren.
Ein großes Fragezeichen steht hinter der Zukunft von Jaren Duren. Der Center enttäuschte insgesamt bei den Play-offs, zeigte aber während der Saison, was für ein toller und auch entscheidender Spieler er sein kann. Er wird sehr viel Geld verlangen (ca. 40 Millionen Dollar im Jahr stehen im Raum), ob die Pistons sich darauf einlassen, dürfte eines der Hauptthemen in den nächsten Wochen und Monaten sein.

 

Ansetzungen

 

Die Conference Finals stehen fest. Im Westen Oklahoma City Thunder gegen San Antonio Spurs, im Osten New York Knicks gegen Cleveland Cavaliers. Die Ost-Serie überträgt in Deutschland Amazon Prime, die Partien des Westens laufen bei Sky (Streaming: wow)

 

Western Conference

Di., 02:30: Thunder – Spurs
Do., 02:30: Thunder – Spurs
Sa., 02:30: Spurs – Thunder
Mo., 02:00: Spurs – Thunder
Mi., 02:30: Thunder – Spurs *
Fr., 02:30: Spurs – Thunder *
So., 02:00: Thunder – Spurs *

+ wenn nötig

 

Eastern Conference

 

Mi., 02:00: Knicks – Cavaliers
Fr., 02:00: Knicks – Cavaliers
So., 02:00: Cavaliers – Knicks
Di., 02:00: Cavaliers – Knicks
Do., 02:00: Knicks – Cavaliers *
Sa., 02:00: Cavaliers – Knicks *
Mo., 02:00: Knicks – Cavaliers *

* wenn nötig

 

Kleine Vorausschau: Die NBA Finals beginnen in der Nacht zum 4. Juni. Dann gibt es alle Spiele bei Prime

 

 

 

 

 

 

 

Wemby und Co. fordern die Thunder

Blick über den Teich, NBA

 

Die Spurs sind bereit für den Titelverteidiger. In beeindruckender Weise gewannen sie Spiel 6 bei den Minnesota Tumberwolves und zogen ins Conference Finale ein, wo Titelverteidiger Oklahoma City Thunder wartet. Dagegen erwangen die Detroit Pistons ein Spiel 7 gegen die Cleveland Cavaliers.

 

Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 94:115 (3:3)

 

Nach der ersten ausgeglichenen Hälfte entschied der starke Beginn des 3. Viertels die Partie zu Gunsten der Piston. Da zogen sie auf 13 Punkte davon, ein Vorsprung, den die Cavs trotz aller Bemühungen nicht mehr kpompensieren können. Zu viele Ausfälle hatten sie im Team, angefangen bei Starspieler Donovan Mitchell (Wurfquote: 30 Prozent) über Dennis Schröder (0 Punkrte, aber drei Ballverluste) bis hin zu James Harden, der zwar 23 Punkte auflegte, aber gleich für 8 Turnovers verantwortlich zeichnete.
Die Pistons dagegen zeigten sich in der Verteidigung extrem aggressiv. Sie sind Spezialisten, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Schon gegen die Orlando Magic gewannen sie nach 1:3-Rückstand. Die Bilanz bei sogenannten Elimation Games: 4:0, davon 2 Siege auswärts.

 

Bester der Sieger

 

Cade Cunningham: Torpscorer. it 21 Punkte, dazu 8 Assists und sehr wertvoll in der Verteidigung. Diesmal war er eben nicht Alleinuunterhalter, hatte wertvolle Unterstürung (sieh X-Faktoren(.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Keiner konnte wirklich überzeugen. James Harden war trotz seiner 23 Punkte sehr fehlerhaft.

 

X-Faktoren

 

Die Cavs-Bank und hier insbesondere Scharfschütze Duncan Robinson (4/7 Dreier) und Paul Reed (17 Punkte). Die dringend benötigte Hilfe in solchen Partien.

Jalen Duren: Der Pistons-Center musste in diesen Play-offs sehr viel Kritik einstecken. Zu recht, denn er blieb weit hinter den Leistungen der regulären Saison zurück. Am Freitag betrieb er etwas Wiedergutmachung. 15 Punkte und 11 Rebounds sammelte er, sicher noch nicht weltbewegende Stats, aber der Gesamteindruck war so viel besser als zuletzt.

Donovan Mitchell (negativ): Es wäre natürlich unfair, die Niederlage allein an dem Spielmacher der Cavs festzumachen. Aber er selbst wird über seine schwache Leistung selbst am meisten enttäuscht sein. Nie kam er in den Flow, der ihn unwiderstehlich macht, gerade in eigener Hallte (ich denke an die Rekord-Halbzeit in Spiel 4).

 

Zahlereien

 

37 Ballverluste (17 Pistons, 20 Cavs) sind ein Ausdruck einerseits von guter Abwehr, andrerseits von extrem unaufmerksamen Spielgestaltern. Was da an Bällen vewrplempert wurden, war teilweise atemberaubend.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder hatte einen rabenschwarzen Tag. Dreimal verlor er im 1. Viertel fast läppisch den Ball, keiner seiner 4 Wurfvesuche landete im Korb. Coach Kenny Atkinson hatte ein Einsehen und ließ den Deutschen weitestgehend viel länger auf der Bank als üblich (nur 15 Minuten Spielzeit)

 

Ausblick

 

Der Showdown am Sonntag Spiel mit 7 in Detroit. Beide Teams haben in der 1. Runde ihr  7. Spiel gewonnen. Die Pistons haben wieder Oberwasser, die Cavs müssen hoffen, dass die Stars, aber auch die Ergänzungsspieler ihre Form wiederfinden.

 

Minnesota Timberwolves – SAN ANTONIO SPURS 109:139 (Endstand: 2:4)

 

Eine extrem reife Leistung dieses jungen Teams. Bis auf eine Schwächephase im 2. Viertel, als die Wolves den Rückstand von 29 auf 13 Punkte reduzierten, hatten die Texander das Geschehen unter Kontrolle. Variabel im Angriff und stark in der Defense präsentierten sie sich.

 

Bester der Sieger

 

Stephon Castle: Eine fast makellose Leistung mit 32 Punkten und 11 Rebounds. Man darf ja nie vergessen, dass auch dieser Spielmacher erst 21 jahre alt ist, wo soll das nur hinführen? Von Beginn an bestens aufgelegt (3/3 Dreier im 1. Viertel) war er wesentlich daran beteiligt, dass die Spurs sich schnell einen zweistelligen Vorsprung erarbeiteten, den sie nach und nach ausbauten.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Anthony Edwards: Der Initiator der Aufholjagd, als er seine Knieschmerzen ignorierte und 11 seiner insgesamt 24 Punkte sammelte. Er war erkennbar nicht bei 100 Prozent, und im Team gab es zu wenige Spieler, die für ihn einsprangen. Am ehesten noch Terrence Shannon und Naz Reed.

 

X-Faktoren

 

De’Aaron Fox: Er ist ja auch erst 28 Jahre alt, aber damit der Erfahrenste der Satarting Five. Wchts zunehmend in die Rolle der starken Ergänzung, geht mit Mut in die Verteidigung. So springen dann halt 21 Punkte und 9 Assists raus.

Ausfälle der Wolves: An erster Stelle seinen hier Julian Randle und Rudy Gobert genannt. Randle stand fast komplett neben sich (3 Punkte 1/8 Wüerfolgreiche Würfe). Viel zu wenig für den Co-Star des Teams, der ja auch dementsprechend bezahlt wird. Rudy Gobert war defensiv überfordert gegen die schnellen Spurs-Angreifer, und offensiv war der Franzose überhaupt kein Faktor (0 Punkte, 0 Assists, 1 Offensiv-Rebound).

 

Zahlereien

 

29 Rebounds sammelten die Wolves, 60 die Spurs! Das Verhalten der Gastgeber unter den Körben war unwürdig für Play-offs. Und das lag nicht am Spurs-Riesen Victor Wembanyama, der „nur“ 6 Abpraller schnappte.

 

Ausblick der Sieger

 

Die Spurs treffen nun auf den Titelverteidiger, das wird eine ungleich schwierigere Aufgabe. Mut macht die Saison-Bilanz gegen die Thunder, 4 der 5 Partien gewannen die Spurs. Ein Muster ohne Wert oder doch ein kleiner Hinweis, dass es für OKC nicht so einfach wird.
Das Schöne für San Antonio: Sie stehen erst ganz am Anfang ihrer Entwicklung, der Zenith wird erst in 2, 3 jahren erwartet. Avber wenn sich die Chance jetzt schon ergibt, man wäre bereit …

 

Und die Verlierer?

 

Müssen sich damit trösten, dass sie erneut überraschend eine Play-off-Runde gewonnen haben gegen die Denver Nuggets (also ist die Überraschung keine Überraschung mehr). Ihr Bester war sichtlich nicht in Top-form, und doch reichte es für eine spannende Serie. Ob in dieser Konstellation mehr drin ist, erscheint mir zweifelhaft: Da müsste offensiv doch einiges passieren, denn Randle und Gobert sind doch arg limitiert.

 

Ansetzungen

 

Mo., 02:00: Pistons – Cavaliers (3:3)
Schade, kein Sonntags-Primetime-Spiel für Europa

Di., 02:30: Thunder – Spurs (0:0)
Beginn der Conference Finals. Alle Experten gehen davon aus, dass der Sieger dieser Serie auch dienFinals gewinnt.

 

 

Wemby mit Mit im Bauch zum Erfolg

Blick über den Teich, NBA

 

San Antonio Spurs – Minnesota Timberwolves 126:97 (3:2)

 

Dass es so ein Kantersieg werden würde, war lange absolut nicht absehbar. Mitte des 3. Viertels war die Partie nämlich noch völlig (61:61), nachdem die Timberwolves fast spielend einen 15-Punkte-Rückstand aufgeholt hatten und die Spurs dabei sehr schlecht aussahen.
Ein Dreier von Champaigne beendete diessen negativ-Lauf, und so schnell, wie der Vorsprung dahinschmolz, son schnell wuchs er wieder an. Zum Viertel-Ende betrug er wieder 18 Punkte, und das war dann tatsächlich die Entscheidung.

 

Bester der Sieger

 

Victor Wembanyama: Der Franzose begann voller Wut nach dem Ausschluss in Spiel 4. Alleine in den ersten 6 Minuten sammelte der Center 16 Punkte und 5 Rebounds. Diese Schlagzahl konnte er zwar nicht durchhalten, doch die 27 Zähler am Ende waren der Topwert der Partie, dazu sehr starke 17 Rebounds, 5 Assists und (natürlich!) 3 Blocks.

 

Stark beim Verlierer

 

Ayo Dosunmo: Hielt 3 Viertel stark dagegen und hatte in diesem Zeitpunkt 16 Punkte, 9 Rebounds und 4 Assists. Anthony Edwards hingegen enttäuschte etwas (auf hohem Niveau). Er war zwar am Ende mit 20 Punkten Top-Scorer seines Teams, blieb aber doch weit unter den vorigen Leistungen zurück.

 

X-Faktoren

 

Keldon Johnson: Nicht nur wegen seiner 21 Punkte (8 davon in der entscheidenden phase des 3. Viertels), die er von der Bank aus kommend sammelte, sondern auch mit guter Verteidigung. Bisher die beste Partie des zum besten Einwechselspielers gewählten Prifis.
Der Dreier von Jerome Champaigne: Der die Partie wieder in die richtige Bahn lenkte. Es gibt natürlich nie eine entscheidenee Aktion in einem Spiel (außer ein Buzzerbeater, aber das war ein echter Gamechanger, der auch die zunehmend entsetzten zuschauer wieder aufweckte.

 

Ausblick

 

Erster Matchball der Spurs: Aber im Target Center zu Minneapolis hängen die Trauben hoch, und die Timberwolves werden sich bestimmt nicht kampflos ergeben: Das zeigten sie auch mit ihrem beeindruckenden Lauf Ende des 2. und Anfang des 3. Viertels.

 

Detoit Pistons – Cleveland Cavaliers 113:117 OT (2:3)

 

Da ist er! Der erste Auswärtssieg der Cavs in diesen Play-offs überhaupt (im 6. Versuch). Noch dazu in der für den Geegner schmerzvollsten Art, nämlich in der Overtime. In der dann plätzlich der bis dato eiskalte Donova Mitchel zum Matchwinner wurde mit sieben punkten.
Die Pistons hatten den klar besseren Start, erarbeiteten sich eine 15-Punkte-Führung im 2. Viertel (47:32). Doch die Cavaliers behielten die Ruhe und kamen noch vor der Pause auf bis zu 4 Zähler heran.

Der 2. Durchgang: nichts für schwache Nerven. Jeder Fehlwurf zerrte an den Nerven der heweiligen Fans – und davon gab es reichlich. Fünf Minuten vo Schluss führten die gastgeber mit 8 Punkte – weniger Fehler und bessere Aktionen. Die Cavs ließen sich nicht beiirren, kamen wieder heran und hatten sogar mit dem letzten Angriff die Chance auf den Sieg., doch Mitchells Sprungwurf wurde geblockt.

Also Verlängerung, und hier war Mitchell plötzlich in seinem Element. Zweier, Dreier, Zweier= 7 Punkte. Davon erholten sich die Pistons nicht mehr. Ihnen bleibt die Hoffnung der Revanche in Cleveland. Viel würde ich nicht drauf wetten!

 

Bester der Sieger

 

James Harden scheint es den Kritikern zeigen zu wollen, die ihm Play-off-Fähigkeit absprechen. 30 Punkte legte der Altstar auf. Nein, bestimmt nicht alles gelang nach Wunsch (Wurfquote 8 von 21, 6 Ballverluste), aber Harden übernimmt Verantwortung, und gerade weil Mitchell so lange schwächelte, war er umso wichtiger.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Cade Cunningham: 39 Punkte, was soll ich da beckmessern? Etwa dass er in der Overtime nichts mehr zustandebrachte (2 Punkte bei insgesamt nur noch 2 Wurfversuchen). Der Mann war schlicht platt, kein Wunder nach 48 Minuten auf dem Parkett.
Als er noch bei Kräften war, agierte er zeitweise nach Belieben, war nie auszuschalten. Allerdings 6 Ballverluste sehr viel, gerade in so einer knappen Partie.

 

X-Faktor

 

Max Strus: Seine Dreier hielten die Cavs zunächst im Spiel. Insgesamt traf er 6 von 8 Distanzwürfen.
Bei den Pistons überzeugte zunächst Daniss Jenkins (schnelle 7 Punkte). Aber er konnte dieses Tempo nicht durchhalten.

 

Zahlereien

 

95:80 Wurfversuche aus Sicht der Pistons – eine sehr hohe Diskrepanz – erst recht angesichts des Ergebnisses.

 

Ausblick

 

Matchball Cavaliers! In eigener Halle! In der sie bisher in diesen Play-offs alle 6 Spiele gewonnen haben (zweimal schon gegen die Pistons). Viel spricht also dafür, dass Cleveland in die Conference Finals gegen die Knicks einzieht.
Und warum nicht alles? Ein Mr. Cunningham könnte einiges dagegen haben.

 

Ansetzungen

 

Alle haben offenbar einen Tag Pause nötig/verdient, deshalb geht es erst übernächste nach weiter.

Sa., 01:00:  Cavaliers – Pistons (3:2)
Sa., 03:30: Timberwolves – Spurs (2:3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Knicks treffen Dreier wie noch nie

Blick über den Teich, NBA

 

Die Knicks und die Thunder sind schon im jeweiligen Conference Finale. Sie können jetzt in Ruhe abwarten wie sich im Osten die Pistons mit den Cavs und im Westen die Spurs mit den Timbefrwolves duellieren.

 

EASTERN CONFERENCE

 

Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 112:103 (2:2)

 

Die Heimsiegserie der Cavaliers geht weiter. Möglich gemacht hat es eine extreme Steigerung der Cavs undihrem Spielmacher Donovan Mitchell. Zur Pause stand es noch 56:52 für die Pistons, danach schafften die Gastgeber 22 Punkte in Folge – Franchise Rekord in einem Play-off-Spiel. Hauptverantworltich für den Aufschwung war Donovan Mitchell: Vor dem Seitenwechsel extrem blass, dann mit einer Leistungsexplosion. Mit 39 Punkten in einer Halbzeit stellte er einen NBA-Rekord ein.

 

Bester der Sieger

 

Donovan Mitchell: Am Ende waren es 43 Punkte, die der Spielmacher auflegte. Wie geschrieben: 39 Zähler in einer Hälfte sind Rekord in der NBA in einem Play-off-Spiel. Allein 21 gelangen ihm im 3. Viertel, Rekord für die Cavs.
In der ersten Hälfte war es vornehmlich James Harden, der mit 15 Punkten (11 im ersten Viertel) die Cavs im Spiel hielt.

 

Stark beim Verlierer

 

Charles le Vert: Ein unglaubliches Spiel des ehemaligen Cavs-Profis. Von der Bank kommend übernahm er viel Verantwortung und legte in der ersten Hälfte 17 Punkte auf. Letztlich war er mit 24 Punkten Top-Scorer.

 

X-Faktoren

 

Negativ Cade Cunningham: Der Starspieler der Pistons wehrte sich überhaupt nicht, als die Cavs Punkt um Punkt davonzogen. 0 Punkte in einem Viertel bei nur 2 Wurfversuchen, dafür 3 Ballverluste – fast unwürdig für den Top-Mann des Teams.

 

Zahlereien

 

8 Punkte sammelte Mitchell hintereinander anfangs des 3. Viertels. Am Ende waren es in diesem Durchgang 22Punkte und in der 2. Hälfte 39 Punkte. Rekordverdächtig.

22:0 Punkte der Cavs zu Beginn des 3. Viertels. In diesem Zeitraum 9 von 11 Würfen im Ziel, bei den Pistons 0 von 8.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder hatte eine durchschnittliche Partie mit 7 Punkten. Beim 22:0-Lauf nicht eingesetzt.

 

Ausblick

 

Jetzt gehts wieder nach Detroit. Dem Geset der Serie Folge müssten dann wieder die Pistons gewinnen. Aber jede Serie ist dazu da, gebrochen zu werden …

 

Philadelphia 76ers – NEW YORK KNICKS 114:144 (0:4)

 

Noch ein Spiel der Rekorde, nämlich de Dreierrekorde. Was die Knicks vor allem in der ersten Hälfte jenseits der Linie veranstalteten, war unwirklich. 11 von 13 Dreier fanden das Ziel, in der ersten Hälfte waren es dann „nur“ 18 von 25. Kein Wunder, dass schon zur Pause beim Stand von 81:57 alle Messen gesundgen waren.
Im 2. Durchgang ließen es die Knicks dann etwas ruhiger angehen, dennoch reiche es zu einem nie gefährdeten 144:114 und dem Sweep. 25 verwandelte Dreier sind Franchise-Rekord.

 

Bester der Sieger

 

Miles McBride: Erst durch die Verletzung von OJ Amunoby rückte er in die Starting Five. Seine 4 von 4 Dreier zu Beginn gaben die Richtung vor. Am Ende 25 Punkte und Top-Scorer der Partie.

 

Stark bei Verlierer

 

Zumindest Jel Embiid wehrte sich nach Kräften (das Dreier-Feuerwerk abzuwehren ist nicht sein Job). In de Offensive verlässlich, allerdings ohne große Unterstützung.

 

Zahlereien

 

11 verwandelte Dreier – mehr hat noch nie ein Team in einem Viertel geschafft in einem Play-off-Spiel. Gleiches gilt für die 18 Treffer in der 1. Hälfte.

 

Ausblick der Sieger

 

Die Knicks sind mächtig in Fahrt gekommen. Zur Erinnerung: In der 1. Runde lagen sie mit 1:2 Siegen gegen die Atlanta Hawks zurück. Seither: 7 zum Teil sehr überzeugende Siege. Sie werden natürlich nicht immer die Dreier so treffen, aber sie sind auch nicht abhängig von ihren Distanzschätzen.
Egal, ob es jetzt gegen die Pistons oder Cavs geht – die Knicks sind klarer Favorit im Conferecnce Finale des Ostens.

 

Und die Verlierer?

 

Es schaut gar nicht schlecht aus für die kommenden Jahre mit den jungen Top-Akteuren TJ Edgecombe und Tyrese Maxey (der allerdings in der Knicks-Serie arg enttäuschte). Eine Frage wird sein: kommt Joel Embiid wenigstens einigermaßen wieder in Form. Schlich manches Mal wie ein alter Mann übers Parkett (umso erstaunlicher sein Touch).

 

WESTERN CONFERENCE

 

Los Angeles Lakers – OKLAHOMA CITY THUNDER 110:115 (Endstand: 0:4)

 

Die Lakers hatten eine reelle Siegchance, doch am Ende setzten sich dann doch die Thunder durch.
41 Sekunden vor Schluss traf Marcus Smart mit 2 Freiwürfen zum 110:109. Der Titelverteidiger ließ sich niht groß beeindrucken und antwortete mit einem Dunk von Holmgren, und zwei Freiwurf-Punkten von Shai Gilgeous-Alexander. Aaron Reaves hätte mit einem Dreier noch ausgleichen können, er traf nur den Ring.

Eine durchschnittliche Leistung genügte den Thunder, um sich mit 4:0 Siegen gegen die Lakers durchzusetzen. Ich hatte zumindest in Spiel 4 lange das Gefühl, dass sie das Ganze nicht sonderlich ernst nehmen. Dennoch haben sie so viele Möglichkeiten, dass es gegen die dezimierten Lakes (Topscorer Luka Doncic fehlte an allen Ecken und Enden) reichte.
Die Lakers wehrten sich nach Kräften, angeführt von Reaves und LeBron james. Aber so gut der Altstar auch spielte, er is eben nichtmehr der James von vor 10 oder 15 Jahren. Zum Teil haarsträubende Ballverluste (insgesamt 4).

 

Beste der Sieger

 

Shai Gilgeous Alexander war mit 35 Punkten Topscorer der Partie. Ich hate das Gefühl, dass diesmal die Schiedsrichter einige Fouls gegen ihn nicht ahndeten (es hatte enorme Diskussionen über das vermeintliche Flopping (sehr leichtes Hinfallen aka Schwalbe) des Starspielers gegeben.. Traumwandlerisch sicher von seinem Hotspot rund um die Freiwurflinie. Ausbaufähig sein Dreier (1 von 4).
Ajaj Mitchell: Erneut glänzte er mit 28 Punkten. Für mich der Spieler der Serie. Furchterregend, dass bei OKC noch so viele Akteure nachkommen. Wenn SGA auf der Bank sitzt, übernimmt der Jungspund Verantwortung, als wäre er ein ganz alter Hase.

 

Stark beim Verlierer

 

Das Trio Austin Reaves (27 Punkte, Rui Hachimura (25) und LeBron James (24) wehrte sich nach Kräften. Allein – es kam zu wenig Unterstützung, obwohl sich auch noch Jackson Hayes (18) positiv hervortat.

 

X-Faktor

 

Alex Caruso: Der beste Verteidiger des starken Defense-Teams machte es LeBron James sehr schwer.

 

Ausblick der Sieger

 

8 Spiele, 8 Siege – so lautet die lußenreine Play-off-Bilanz. Ob daran die Spurs und Timberwolves im Conference Finale groß etwas ändern können – ich habe meine Zweifel. Denn nie hatte ich das Gefühl, dass OKC schon alles gezeigt hat, was sie können. Aber sie sind extrem vielseitig, haben den Liga-Superstar (Shai Gilgeous-Alexander) in ihren Reihen und sind doch nicht von ihm abhängig. Andere können jederzeit einspringen. Die große Frage lautet höchstens: was wenn sie wirklich einmal unter Druck geraten?

 

Und die Verlierer?

 

Die Lakers warten auf die Rückkehr von Luka Doncic, hoffentlich ab November dann auch voll fit und nicht fett (sorry, de Erfahrungswert). Jetzt erst mal etwas Sommertheater, denn die Zukunft von LeBron James ist sehr unsicher. Der üppig dotierte Vertrag läuft aus, und die Lakers haben schon signalisiert, dass sie nicht verlängern wollen. James seinerseits hat sich auch nicht sehr schmeichelhaft übers Team geäußert. Die zeichen stehen also auf Trennung, die Lakers haben dann 50 Millionen Dollar mehr in der Kasse, da kann man schon einiges bewirken.

 

Minnesota Timberwolves – San Antonio Spurs 114:109 (2:2)

 

Die entscheidnde Szene im 2. Viertel. Victor Wembanyama rammt seinem Gegenspieler Naz Reed den Ellenbogen ins Gesicht, die Refs entscheidennach Ansicht der Videobilder auf Absicht und schicken den Franzosen vom Feld.
Ohne ihren Riesen-Center liefern die Spurs zwar einen bis zuletzt spannenden Kampf und führen noch weit ins vierte Viertel. Doch am Ende haben die Gastgeber das bessere Ende für sich. Müßig zu spekulieren, ob das mit Wemby anders gelaufen wäre, aber seine Präsenz unterm Korb fehlte natürlich. Andererseits lief bei ihm bis zum Ausschluss wenig bis nichts, deshalb das Frustfoul.

Letztlich entschied der größere Siegeswille der Wolves und natürlich auch das tolle Heimpublkum im Target Center.

 

Bester der Sieger

 

Anthony Edwards: Am Ende hatte er 36 Punkte, 16 davon im Schlussabschnitt, als er übehaupt nicht mehr aufzuhalten war. Von seiner Verletzung ist kaum mehr etwas zu spüren, diesmal stand er 40 Minuten auf dem Parkett (offenbar keinerlei zeitbeschränkung mehr seitens der medizinischen Abteilung).

 

Stark beim Verlierer

 

De’Aaron Fox übernahm Verantwortung und hatte 24 Punkte. Allerdings enorme Schwierigkeiten beim Distanzwurf (1 von 7 Dreiern). Sehr stark von der Bank: Dylan Harper ebenfalls mit 24 Punkten, abe Defiziten in der Verteidigung.

 

Ausblick

 

Die Gemüter vor Spiel 5 sind erhitzt, es gab einige umstrittene Szenen und Kabbeleien. Victor Wmbanyama wird wieder dabei sein, die Liga sieht von weiteren Strafen ab. In San Antonio wird es für alle Beteiligten darauf ankommen, die Nerven zu bewahren. Die Wolves haben gezeigt, dass sie auch in Texas gewonnen haben, und Anthony Edwards scheint auf eine Mission zu sein.

 

Ansetzungen

 

Mi., 02:00: Spurs – Timberwolves (2:2)
Do., 02:00: Pistons – Cavaliers (2:2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thunder in der eigenen Umlaufbahn

Blick über den Teich, NBA

 

Die jeweils dritten Spiele der 2. Play-off-Runde sind absolviert. 2 Serien sind vorentschieden, in zweien herrscht noch Spannung.

 

EASTERN CONFERENCE

 

Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 116:109 (1:2)

 

Die Cavs bleiben sich treu: auswärts pfui, zu Hause hui. Wetter können bei Cavs-Partien getrost einen Heimerfolg buchen. So auch am Sanstag (zu guter europäischen Sendezeit), als sie im Endspurt den Sieg sicherten und in der Serie gegen die Pistons auf 1:2 stellten. Die Stars hatten diesmal funktioniert, zunächst Donovan Mitchell, im Endspurt dann der zuvor hart kritisierte James Harden.

Dabei war Detroit das Kunststück gelungen, im 3. und 4. Viertel einen 17-Punkte-Rückstand aufzuholen. Sie gingen sogar in Führung, doch dann übernahm der bis dato fast unscheinbare Harden und erzielte 7 ganz wichtige Punkte, die die ausverkaufte Halle in ein Tollhaus verwandelten.

 

Bester der Sieger

 

Donovan Mitchell: Bisher liefen die Play-offs nicht ganz nach Wunsch für den Spielmacher. Jetzt drehte er auf und schaffte 35 Punkte. Nur jenseits der Dreierlinie schwächelt er weiterhin, 2 von 8 Würfen sind klar verbesserungswürdig.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Cade Cunningham: Initierte die Aufholjagd, gemeinsam vor allem mit Tobias Harris und Scharfschütze Duncan Robinson. Am Ende hatte er starke 27 Punkte und je 10 Rebounds und Assists auf dem Konto.

 

X-Faktor

 

James Harden: Es gibt einen bösen Spruch über „The Beard“. Pro Saison hat er nur einen guten Play-off-Auftritt. Wenn dem so wäre, so müssten sich die Cavs Sorgen machen, denn diesen guten Auftritt legte Harden am Samstag hin. Zumindest im 4. Viertel, als Mitchell schwächer wurde. 9 seiner 19 Punkte sammelte er da, und in der knappen Schlussphase vesnkte er drei ganz schwierige und wichtige Würfe zum serien-erhaltenden Erfolg. Es ist nun an Harden, seine Kritiker zu widerlegen.

 

Zahlereien

 

73 Prozent aller Zweipunkte-Würfe der Cavaliers landeten im Ziel – ein außerordentlich hoher Wert. Zum Vergleich: bei den Pistons waren es nur 48,5 Prozent.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder: der wertvolle Helfer der Cavs. Wenn er seine Rolle so ausfüllt wie am Samstag, ist er von großem Wert. 11 Punkte legte er auf, verwandelte alle 3 Dreier-Versuche.
Ging heftig zu Boden, nachdem ihm ein (unabsichtlicher?!) Schlag von Daniss Jenkins am Hals getroffen hatte, mit dem er sich über Minuten eine Art Privatduell auf dem Parkett lieferte.

 

Ausblick

 

Eine der spannenden Serien, die ich angeköndigt hatte. Allerdings nur, wenn die Cavs auch mal ihre Serie durchbrechen. Morgen Nacht allerdings müssen sie erst mal schauen, dass sie auch die 2. Partie in heimischer Halle gewinnen.

 

Philadelphia 76ers – New York Knicks 94:108 (0:3)

 

Ein Sieg mit 14 Punkten Vorsprung, das klingt deutlicher als es klingt. Denn bis weit in 3. Veirtel stand die Partie auf Messers Schneide, als Joel Embiid mit einem Dreier sein Team auf bis zu 2 heranbrachte. Doch so sehr sich die Sixers bemühten, einen Führungswechsel sollten sie nicht schaffen, denn in den entscheidneden Momenten bewahrten die Knicks die Nerven und schlossen die Angriffe erfolgreich ab. Ein 15:2-Lauf Mitte des Schlussabschnittes beseitigte dann alle Zweifel. Am Sieg in Spielk 3 und wahrscheinlich auch am Weiterkommen.

 

Bester der Sieger

 

Jalen Brunson: Nicht perfekt (11/22 erfolgreiche Würfe), aber sehr stark (35 Punkte, 9 Assists). Immer wieder toll anzusehen, wie der nur 1,93 Meter (wir sprechen von Basketball) große Spielmacher Eins-zu-eins-Situationen löst mit Finten und Täuschungen. Wenn er auf dem Parkett steht (38 Minuten) hat er bei fast jedem Angriff seine Hände im Spiel.

 

Stark beim Verlierer

 

Kelly Oubre: Nimmermüder Einsatz: Mit einem Dreier unmittelbar vor der Pause ließ er die Fans hoffen. Am Ende mit 22 Punkten Top-Scorer des Teams, vor den vermeintlichen Stars wie Tyrese Maxey und Joel Embiid.
Paul George: allerdings nur EIN tolles 1. Viertel, als er 15 Punkte schaffte und dabei 3 Dreier versenkte. Das erinnerte an seine besten Zeiten. Danach kam nichts mehr, nicht ein einziger Punkt und auch sonst wenig vorzeigbare Aktionen.

 

X-Faktoren

 

positiv Landry Shamet: Genau das erhofft sich der Trainer von seinem Bankspieler. Frisches Blut. In diesem Fall insgesamt 15 Punkte,

negativ: Joel Embiid. Nach einer Partie Pause wurde er wieder für spielfähig erklärt. Doch gerade in der 1. Halbzeit gab er dem Wort „rostig“ eine ganz neue Dimension. Unbeweglich, sichtlich nicht fit und ganz bestimmt nicht in Bestform. Nach der Pause wurde es besser. Mit seiner Länge und seinem Touch ist er auch ohne Bewegung ein gefährlicher Faktor.
Insgesamt kam aber zu wenig, leider auch vom von mir so geschätzten Tyrese Maxey, der weit und er seinen Möglichkeiten blieb und nur 12 Wurfversuche unternahm. Diese Zurückhaltung habe ich überhaupt nicht verstanden.

 

Ausblick

 

Die Knicks können schon fürs Conference Finale planen. Noch nie hat in der NBA ein Team einen 3:0-Vorsprung hergegeben. Wenn den Sixers etwas Hoffnung gibt: Wenigstens 2 der 3  Partien waren umkämpft.

 

WESTERN CONFERENCE

 

Los Angeles Lakers – Oklahoma City Thunder 108:131 (0:3)

 

Wer soll die Thunder stoppen. Offensichtlich nicht die Lakers, zumal nicht die Lakers ohne Lukja Doncic. Eine Halbzeit hieltensie bestens mit, führten zur Pause sogar mit 59:57. Um danach hilflos mitansehen zu müssen, wie OKC Punkt um Punkt davonzog. Fast schien es, als hätten sie die Lakers im 1. Durchgang ein bisschen mitspielen lassen, damit das Publkum seine Freude hat.
Im Ernst: der kader der Thunder ist gleichermaßen faszinierend wie angsteinflößend. Ein überragender Topstar und daneben sieben, acht Akteure, die jederzeit übernehmen können. Und dazu noch die beste Defense der Liga.

 

Bester der Sieger

 

Ajaj Mitchell: Topscorer der Partie! (vor Topstar Shai Gilgeous-Alexander). Der Leistungssprung des Spielmachers in diesem jahr, in diesen Play-offs ist atemberaubend. 24 Punkte waren es am Ende, dazu 10 Assists. Und dieser Typ ist nur der Ersatz für den verletzten Jalen Williams. Ach ja, Mitchell ist gerade mal in seinem 2. NBA-Jahr. OKC schnappte ihn 2024 an 38. Stelle. Gebraucht haben sie ihn eigentlich nicht, aber wenn ihn die anderen nicht haben wollen …

 

Stark beim Verlierer

 

Rui Hachimura hat mir sehr gut gefallen. Seine Wurfqquote von außen in diesen play-offs ist unfassbar (am Samstag: 5 von 8 Dreier). 21 Punkte waren es am Ende.

 

X-Faktoren

 

Ausgeglichenheit der Thunder: 7 Spieler punketen zweistellig: Als es im 3. Viertel noch kanpp herging, schnappte sich Isaiah Joe zweimal den Ball und warf 2 Dreier. Ich nenne ihn stellvertretend.

 

Zahlereien

 

7 Siege in 7 Partien: So gut ist seit einem Jahrzehnt kein Titelverteidiger mehr in die Play-offs gestartet.

 

🇩🇪👓

 

Isaiah Hartenstein: Die Riesenanker der Thunder. Ob Prellbock gegen LeBron James und Co., sein Wurf funktioniert (6 von 7).

 

Ausblick

 

Wenn ich den Sixers wenig Chancen gebe, den Lakers gebe ich keine. Zumindest nicht für die Serie. Vielleicht werden sie am Montag Spiel 4 gewinnen, wenn die Thunder nicht nur eine Hälfte, sondern die gesamte Partie larifari auftreten, aber dass sie jetzt viermal hintereinander siegen, das kann ich mir einfach nicht vorstellen.

 

Minnesota Timbewolves – San Antonio Spurs 

 

Ein katastrophaler Beginn und ein schwaches Finale: Dazwischen allerdings zeigten die Timberwolves, dass sie ein fast ebenbürtiger Gegner sind. Nicht allerdings in den ersten 6:30 Minuten: Zahlen des Grauens: 1 Punkt (durch einen Freiwurf), 0 von 10 getroffene Würfe aus dem feld, 3 Ballverluste. Immerhin stand es „nur“ 1:14, ehe Rudy Gobert per Layup die ersten Zähler aus dem Feld schaffte. Danach eine vortreffliche Aufholjagd, und noch im 1. Viertel war der Rückstand so gut wie egalisiert (22:23).
Zweieinhalb Viertel wogte die partie danach hin und her, mit Führungswecseln und Körben um Ausgleich. Am Ende erwiesen sich die Spurs als nervenstärker – und sie hatten halt den „Außeirdischen“ Victor Wembanyama in ihren Reihen (allein 7 Punkte im entscheidnen Schlussspurt),

 

Bester der Sieger

 

Victor Wembanyama: Der Vorschusslorbeer war unendlich große (er wird das nächste jahrzehnt prägen, ja verändern!). Am Freitag zeigte er sein überragendes Können. 39 Punkte erzielte er, traf 13 seiner 18 Würfe. Dazu ist der Franzose noch de beste Vewrteidiger der Liga, allein mit seiner Länge (2,21 Meter) zwingt er den Gegner zu ungewöhnlichen Würfen, die er dann trotzdem blockt (diesmal waren es 5).
Nicht zu fassen, dass er erst im 3. jahr NBA spielt und erstmals eine Play-off-Saison.

 

Stark beim Verlierer

 

Anthony Edwards: Erstmals in dieser Serie von Beginn an dabei. 32 Punkte legte er auf, dazu 14 Rebounds und 6 Assists.

 

Ausblick

 

Für mich ist das tatsächlich die knappste Serie. Viel fehlt den Wolves nicht: Sie haben jetzt einen Top-Mann (edwards) und eine sehr starke Bank (auch wenn DiVincenzo fehlt). Wenn sie es irgendwie schaffen, dass Wemby nur normal gut spielt und hicht hereausragend gut, dann sehe ich echte Chancen. Spiel 4 heute Nacht ist natürlich fast schon ein Pflichtsieg.

 

Ansetzungen

 

So., 21:30: Sixers – Knicks (0:3)
Mo., 01:30: Wolves – Spurs (1:2)

Di., 02:00: Cavs – Pistons (1:2)
Di., 04:30: Lakers – Thunder (0:3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Spurs tanzen aus der Reihe

Blick über den Teich, NBA

 

Die ersten Spiele der 2. Runde brachten 3 Heimsiege. Alllein die San Antonio Spurs verloren zu Hause gegen die Minnesota Timberwolves.

 

Detroit Pistons – Cleveland Cavaliers 111:101 (1:0)

 

Eine bis ins vierte Viertel umkämpfte Partie. Die Pistons legten immer wieder vor, die Cavs kamen heran, zuletzt auf 93:93. Doch am Ende konnten die Gastgeber entscheidend zulegen.

 

Bester der Sieger

 

Einmal mehr Cade Cunningham mit 23 Punkten und 7 Assists. Allerdings nicht so dominant wie zuletzt gegen die Orlando Magic.

 

Stark beim Verlierer

 

Donovan Mitchell: Gerade in der ersten Halbzeit als Denker und Schütze stark. Im letzten Durchgang fiel er ab, da übernahm für ihn der bis dato schwache James Harden, der allein im Schlussabschnitt 13 seiner 22 Zähler erzielte.

 

X-Faktoren

 

Jalen Duren: Hielt sich lange mit dem Scoren zurück. Seine 6 Punkte in Folge zum 99:93 entschieden letztlich die Partie.
Duncan Robinson: Diesmal wieder der gefürchtete Scharfschütze. 5 von 8 Dreiern fanden das Ziel.
2 Buzzerbeater der Pistons: Jeweils mit auslaufender Uhr trafen mit fast unmöglichen Würfen Javonte Green (2. Viertel) und Ronald Holland (3. Viertel), die beide ansonsten praktisch unsichtbar lieben. So etwas hilft – gerade in engen Partien.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder kam 16 Minuten zum Einsatz. Gerade im 3. Viertel sorgte der Deutsche mit dem ebenfalls von der Bank kommenden Max Strus, dass der Rückstand der Cavs aufgeholt wurde.

 

Ausblick

 

Die Pistons haben das erste Spiel gewonnen – nicht mehr, nicht weniger. Cleveland fehlte es letztlich nu an Kleinigkeiten, etwa in der Offensive von den Big Men Evan Mobley und Jarrett Allen.

 

New York Knicks – Philadelphia 76ers 137:98 (1:0)

 

Praktisch von Beginn an beherrschten die Knicks das Geschehen und ließen nie zweifel am deutlichen Heimsieg aufkommen. Schon zur Pause führten sie mit 23 Punkten, der Rest war eine Art Kräftesammeln für die nächsten partien.

 

Bester der Sieger

 

Jalen Brunson hatte einen formdablen Tag. 35 Punkte, Wurfquote 66 Prozent, davon 3 von 6 Dreier. Der Spielmacher der Knicks war nicht zu stoppen, weder von TH Edgecombe noch von Paul George.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Paul George war der beste Scorer der Sixers. Vor allem jenseits der Dereierlinie äußerst treffsicher (4 von 6).

 

Zahlereien

 

63,1 Prozent der Knicks-Würfe landeten im Ziel. Überdurchscnittlich auch die Versuchtre aus der Distanz (19 von 37).

 

🇩🇪👓

 

Ariel Hukporti erhielt überraschend Einsatzzeit und wusste diese mit 5 Punkten und 9 Rebounds durchaus zu nutzen.

 

Ausblick

 

Den hohen Sieg sollte niemand überbewerten. Immerhin hatten die Sixers nach der anstrengenen 7-Spiele-Serie geben di Celtics nur eeinen Tag Pause. Den Kräfteverschleiß sah man vor allem Joel Embiid an. Andrereseits präsentieren sich die Knicks gerade in bestechneder Form. Die 3 klaren Siege hintereinander gegen die Atlanta Hawks haen mächtig Selbstvertrauen gegeben.

 

Oklahoma City Thunder – Los Angeles Lakers 108:90 (1:0)

 

Anfangs ging es zwar knapper zu als gegen die dezimierten Lakers (Luka Doncic fehlt weiterhin) zu erwarten war. Doch der Erfolg der Thunder stand nie ein Frage. Jederzeit scheint das Team in der Lage, einen Gang höher zu schalten, wenn es notwendig erscheint. LA und insbesondere LeBron James wehrten sich nach Kräften, letztlich waren sie chancenlos.

 

Beste der Sieger

 

Chet Holmgren war der Mann des ersten noch knappen  Viertels, als er 9 Punkte un d 3 Rebounds schaffte. Äußerst vielseitig agierte er dabei mit einem krachenden Dunk und einem versierten Dreier. am Ende war er mit 24 Punkten Top-Scorer von OKC noch vor Starspieler Shai Gilgeous-Alexander, dem „nur“ 18 Punkte gelangen, so wenige wie noch nie in dieser Saison.

 

Stark bei Verlierer

 

LeBron James: 27 Punkte, 4 Rebounds, 6 Assists zeugten erneut von einer ganz starken Vorstellung des 41-Jährigen. Er versucht, das Team fast allein zu tragen. Insgesamt ist das Team zu schwach aufgestellt, auch wenn diesmal Rui Hachimura, Marcus Smart und auch DeAndre Ayton durchaus ablieferten.

 

X-Faktoren

 

Ajaj Mitchell: Seine Rolle im Team wird wichtiger und wichtiger, vor allem solange Jaylen Williams ausfallt. Wichtige Punkte (18), wenn jetztn noch die dreierquote (1/5) steigt …

 

🇩🇪👓

 

Isaiah Hartenstein war wie immer der höchstzuverlässige Center. 8 Punkte (3/3 Würfe), 9 Rebounds (2 offensiv) und 4 Assists lieferte er ab.

 

Ausblick

 

Es scheint alles den erwarteten Gang zu gehen, die Lakers scheinen dem Titelverteidiger hoffnungslos unterlegen, zumal ohne ihren Top-Mann Luka Doncic. Dessen Rückkehr ist allerdings immer noch nicht mal absehbar.

 

San Antonio Spurs – Minnesota Timberwolves 102:104 (0:1)

 

Die erste Überraschung sxchon vor Spielbeginn, denn Anthony Edwards war wieder fit. Es entwickelte sich eine durchgehend spannende partie, in deren gesamten Verlauf diie Führung sage und schreibe 19-mal wechselte. Nicht einmal betrug der Vorsprung mehr als 9 Punkte.Die Spurs hätten die Partie mit dem letzten Wurf noch für sich entscheiden können, doch der Dreierversucht von Julien Champgnie traf nur den Ring.

 

Bester der Sieger

 

Julian Randle: Gerade im entscheidenen Abschnitt war der Forward zu Stelle, sammelte 8 der insgesamt 21 Punkte und war einer der hauptverantwortlichen für den Sieg der Wolves. Die sich enorm ausgeglchen zeigten, obwohl mit Donte DiVincenzo und Ayo Dosunmo zwei ganz wichtige Akteure fehlten. Und Randle hat noch Luft nach oben, denn in manchen Phasen vertändelte er leichtfertig gute Möglichkeiten (5 Ballverluste).

 

Stark beim Verlierer

 

Victor Wembanyama: Zwar offensiv enttäuschend mit nur 11 Punkte und vor allem null von acht Dreier-Versuchen.
Doch in der Abwehr eine Bank. Insgesamt 12 Würfe blockte er, NBA-Play-off-Rekord (bisher unter anderem Tim Duncan mit 9). Wobei die Schiedsrichter bei manchem Block das Goaltending (Ball schon am Brett oder absteigende Phase) übersahen (übersehen wollten?).

 

X-Faktoren

 

Anthony Edwards: Recht überraschend im Kader. Kam von der Bank und schnell zeigte sich, dass er dem Spiel der Wolves sehr gut tut. Im Schlussabschnitt übernahm er neben Randell die verantwortung, legte starke 11 Punkte auf (5 von 7).

 

Zahlereien

 

57 Prozent Freiwurfquote (12 von 21): Die Schwäche von der Linie hätte den Wolves fast den Erfolg gekostet. Zum Vergleich: Die Spurs trafen 14 von 18 Malen, auch nicht weltbewegend toll, aber doch um einiges besser.

 

Ausblick

 

Wie in Runde 1 gegen die Nuggets gelang den Wolves gleich ein Auswärtserfolg. Die Jungs von Trainer Chris Finch sind ein typisches Play-off-Team, das sich in den K.o.Spielen steigert. Trotzdem bleiben die Spurs nach Ansicht fast aller Experten der Favorit, und natürllich ist den Texandern auch im Target Center zu Minneapolis ein Erfolg zuzutrauen. Heute nacht allerdings ist ein Heimsieg fast schon Pflicht.

 

Ansetzungen

 

Do., 01:00: Knicks – Sixders (1:0)
Do., 03:00: Spurs – Timberwolves (0:1)

Fr., 01:00: Pistons – Cavaliers (1:0)
Fr., 03:30: Thunder – Lakers (1:0)