Die Spurs tanzen aus der Reihe

Blick über den Teich, NBA

 

Die ersten Spiele der 2. Runde brachten 3 Heimsiege. Alllein die San Antonio Spurs verloren zu Hause gegen die Minnesota Timberwolves.

 

Detroit Pistons – Cleveland Cavaliers 111:101 (1:0)

 

Eine bis ins vierte Viertel umkämpfte Partie. Die Pistons legten immer wieder vor, die Cavs kamen heran, zuletzt auf 93:93. Doch am Ende konnten die Gastgeber entscheidend zulegen.

 

Bester der Sieger

 

Einmal mehr Cade Cunningham mit 23 Punkten und 7 Assists. Allerdings nicht so dominant wie zuletzt gegen die Orlando Magic.

 

Stark beim Verlierer

 

Donovan Mitchell: Gerade in der ersten Halbzeit als Denker und Schütze stark. Im letzten Durchgang fiel er ab, da übernahm für ihn der bis dato schwache James Harden, der allein im Schlussabschnitt 13 seiner 22 Zähler erzielte.

 

X-Faktoren

 

Jalen Duren: Hielt sich lange mit dem Scoren zurück. Seine 6 Punkte in Folge zum 99:93 entschieden letztlich die Partie.
Duncan Robinson: Diesmal wieder der gefürchtete Scharfschütze. 5 von 8 Dreiern fanden das Ziel.
2 Buzzerbeater der Pistons: Jeweils mit auslaufender Uhr trafen mit fast unmöglichen Würfen Javonte Green (2. Viertel) und Ronald Holland (3. Viertel), die beide ansonsten praktisch unsichtbar lieben. So etwas hilft – gerade in engen Partien.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder kam 16 Minuten zum Einsatz. Gerade im 3. Viertel sorgte der Deutsche mit dem ebenfalls von der Bank kommenden Max Strus, dass der Rückstand der Cavs aufgeholt wurde.

 

Ausblick

 

Die Pistons haben das erste Spiel gewonnen – nicht mehr, nicht weniger. Cleveland fehlte es letztlich nu an Kleinigkeiten, etwa in der Offensive von den Big Men Evan Mobley und Jarrett Allen.

 

New York Knicks – Philadelphia 76ers 137:98 (1:0)

 

Praktisch von Beginn an beherrschten die Knicks das Geschehen und ließen nie zweifel am deutlichen Heimsieg aufkommen. Schon zur Pause führten sie mit 23 Punkten, der Rest war eine Art Kräftesammeln für die nächsten partien.

 

Bester der Sieger

 

Jalen Brunson hatte einen formdablen Tag. 35 Punkte, Wurfquote 66 Prozent, davon 3 von 6 Dreier. Der Spielmacher der Knicks war nicht zu stoppen, weder von TH Edgecombe noch von Paul George.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Paul George war der beste Scorer der Sixers. Vor allem jenseits der Dereierlinie äußerst treffsicher (4 von 6).

 

Zahlereien

 

63,1 Prozent der Knicks-Würfe landeten im Ziel. Überdurchscnittlich auch die Versuchtre aus der Distanz (19 von 37).

 

🇩🇪👓

 

Ariel Hukporti erhielt überraschend Einsatzzeit und wusste diese mit 5 Punkten und 9 Rebounds durchaus zu nutzen.

 

Ausblick

 

Den hohen Sieg sollte niemand überbewerten. Immerhin hatten die Sixers nach der anstrengenen 7-Spiele-Serie geben di Celtics nur eeinen Tag Pause. Den Kräfteverschleiß sah man vor allem Joel Embiid an. Andrereseits präsentieren sich die Knicks gerade in bestechneder Form. Die 3 klaren Siege hintereinander gegen die Atlanta Hawks haen mächtig Selbstvertrauen gegeben.

 

Oklahoma City Thunder – Los Angeles Lakers 108:90 (1:0)

 

Anfangs ging es zwar knapper zu als gegen die dezimierten Lakers (Luka Doncic fehlt weiterhin) zu erwarten war. Doch der Erfolg der Thunder stand nie ein Frage. Jederzeit scheint das Team in der Lage, einen Gang höher zu schalten, wenn es notwendig erscheint. LA und insbesondere LeBron James wehrten sich nach Kräften, letztlich waren sie chancenlos.

 

Beste der Sieger

 

Chet Holmgren war der Mann des ersten noch knappen  Viertels, als er 9 Punkte un d 3 Rebounds schaffte. Äußerst vielseitig agierte er dabei mit einem krachenden Dunk und einem versierten Dreier. am Ende war er mit 24 Punkten Top-Scorer von OKC noch vor Starspieler Shai Gilgeous-Alexander, dem „nur“ 18 Punkte gelangen, so wenige wie noch nie in dieser Saison.

 

Stark bei Verlierer

 

LeBron James: 27 Punkte, 4 Rebounds, 6 Assists zeugten erneut von einer ganz starken Vorstellung des 41-Jährigen. Er versucht, das Team fast allein zu tragen. Insgesamt ist das Team zu schwach aufgestellt, auch wenn diesmal Rui Hachimura, Marcus Smart und auch DeAndre Ayton durchaus ablieferten.

 

X-Faktoren

 

Ajaj Mitchell: Seine Rolle im Team wird wichtiger und wichtiger, vor allem solange Jaylen Williams ausfallt. Wichtige Punkte (18), wenn jetztn noch die dreierquote (1/5) steigt …

 

🇩🇪👓

 

Isaiah Hartenstein war wie immer der höchstzuverlässige Center. 8 Punkte (3/3 Würfe), 9 Rebounds (2 offensiv) und 4 Assists lieferte er ab.

 

Ausblick

 

Es scheint alles den erwarteten Gang zu gehen, die Lakers scheinen dem Titelverteidiger hoffnungslos unterlegen, zumal ohne ihren Top-Mann Luka Doncic. Dessen Rückkehr ist allerdings immer noch nicht mal absehbar.

 

San Antonio Spurs – Minnesota Timberwolves 102:104 (0:1)

 

Die erste Überraschung sxchon vor Spielbeginn, denn Anthony Edwards war wieder fit. Es entwickelte sich eine durchgehend spannende partie, in deren gesamten Verlauf diie Führung sage und schreibe 19-mal wechselte. Nicht einmal betrug der Vorsprung mehr als 9 Punkte.Die Spurs hätten die Partie mit dem letzten Wurf noch für sich entscheiden können, doch der Dreierversucht von Julien Champgnie traf nur den Ring.

 

Bester der Sieger

 

Julian Randle: Gerade im entscheidenen Abschnitt war der Forward zu Stelle, sammelte 8 der insgesamt 21 Punkte und war einer der hauptverantwortlichen für den Sieg der Wolves. Die sich enorm ausgeglchen zeigten, obwohl mit Donte DiVincenzo und Ayo Dosunmo zwei ganz wichtige Akteure fehlten. Und Randle hat noch Luft nach oben, denn in manchen Phasen vertändelte er leichtfertig gute Möglichkeiten (5 Ballverluste).

 

Stark beim Verlierer

 

Victor Wembanyama: Zwar offensiv enttäuschend mit nur 11 Punkte und vor allem null von acht Dreier-Versuchen.
Doch in der Abwehr eine Bank. Insgesamt 12 Würfe blockte er, NBA-Play-off-Rekord (bisher unter anderem Tim Duncan mit 9). Wobei die Schiedsrichter bei manchem Block das Goaltending (Ball schon am Brett oder absteigende Phase) übersahen (übersehen wollten?).

 

X-Faktoren

 

Anthony Edwards: Recht überraschend im Kader. Kam von der Bank und schnell zeigte sich, dass er dem Spiel der Wolves sehr gut tut. Im Schlussabschnitt übernahm er neben Randell die verantwortung, legte starke 11 Punkte auf (5 von 7).

 

Zahlereien

 

57 Prozent Freiwurfquote (12 von 21): Die Schwäche von der Linie hätte den Wolves fast den Erfolg gekostet. Zum Vergleich: Die Spurs trafen 14 von 18 Malen, auch nicht weltbewegend toll, aber doch um einiges besser.

 

Ausblick

 

Wie in Runde 1 gegen die Nuggets gelang den Wolves gleich ein Auswärtserfolg. Die Jungs von Trainer Chris Finch sind ein typisches Play-off-Team, das sich in den K.o.Spielen steigert. Trotzdem bleiben die Spurs nach Ansicht fast aller Experten der Favorit, und natürllich ist den Texandern auch im Target Center zu Minneapolis ein Erfolg zuzutrauen. Heute nacht allerdings ist ein Heimsieg fast schon Pflicht.

 

Ansetzungen

 

Do., 01:00: Knicks – Sixders (1:0)
Do., 03:00: Spurs – Timberwolves (0:1)

Fr., 01:00: Pistons – Cavaliers (1:0)
Fr., 03:30: Thunder – Lakers (1:0)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Osten scheint alles möglich

Blick über den Teich, NBA

 

Die 2. Runde der Play-offs stehen an. Wäjrend es in der Western Conference mit den Oklahoma City Thunder (vs LA Lakers) und den San Antonio Spurs (Minnesota Timberwolves) zwei klare Favoriten gibt, scheint das Rennen im Osten weitaus offener zu sein.

 

WESTERN CONFERENCE

 

(1) Oklahoma City Thunder – Los Angeles Lakers

 

Die Thunder sind nicht nur das beste Team der regulären Saison, sie haben auch in der 1. Runde mit den Phoenix Suns wenig Federlesens gemacht. Sie sind noch relativ jung, spielen großartig zusammen, und sie haben mit Shai Gilgeous-Alexander eine der  Top-Akteure Liga in ihrem Kader.
Was für die Lakes spricht? Eigentlch nichts, zumal mit Luka Doncic ihr bester Mann und Top-Scorer und Hirn zumindest in den ersten Partien fehlt. Immerhin haben sie LeBron James in ihren Reihen, der bisher mt seiner wieder hohen Verantwortung richtig gut zurecht kommt. Der aber halt als 41-Jähriger die letztlich doch anstrengende Serie gegen die Houston Rockets noch in den Knochen spürt.

Immerhin haben die Lakers ohne Doncic die Defense sehr stabilsiert (und das obwohl ein James wirklich nicht der geborene Verteidiger ist). Auch scheint die zweite Garde mit den Aufgaben zu wachsen, gerade die Erfahrenen wie Marcus Smart und Luke Kennard zeigt in der Offensive zum Teil Leistungen wie in der gesamten Saison nicht.

 

Die Stars

 

Shai Gilgeous-Alexander: der Beste unter vielen guten. Kann faast alles: dribbeln, passen, werfen, mittlerweile sogar Dreier. Und auch in der Verteidigung gehört er zu den Guten.

LeBron James: wahrscheinlich der letzte Sonmmer in LA, danach sucht der beste Punktesammler der NBA-Geschichte noch eine letzte Aufgabe (vielleicht bei Cleveland, wo alles begann?). Immer noch mit einer unfassbaren Athletik ausgestattet. Aber alles geht halt nicht mehr ganz so schnell, ganz so präzise, ganz so lang. So hing er am Ende der Partien gegen Houston doch ziemlich in den Seilen.

 

Die wichtigsten Helfer

(Gemeint sind Spieler, die zwar nicht von vornherein die erste Geige spielen, die aber jederzeit eingspringen/helfen/übernehmen können. Also so etwas wie der erwartete X-Faktor.)

 

Chet Holmgren: Hochbegabter Big Man. Vielleicht fehlt ihm die ganz große Athletik, die er aber mt Schnelligkeit und Touch kompenisiert. Gerade wen Jaylen Williams wie befürchtet ausfällt, wird er eine wichtige Rolle spielen, geraee weil er auch in der Defense mit seiner Größe ein wesentlicher Faktor ist.

Austin Reaves: Griff erst spät in die Houston-Serie ein und wirkte noch ein wenig eingerostet. Der kommende Spieler der Lakers, die um ihn um Doncic das kommende Team aufbauen wollen.

 

Die Verteidigung

 

Die große Stärke der Thunder, bei denen alle 5 Spiele auf dem Parkett den Gegner jagen können. Nicht die gesamten 48 Minuten lang, aber doch so, dass fast jede Offense ins Schwitzen gerät und jeder einzelne Wurf sehr hart erarbeitet werden muss. Anführer der verteidiger-Crew ist der unverwüstliche Alex Caruso, der jedem Gegner das Leben besonders schwer macht.

Die Lakers haben in Abwesenheit von Doncic (und Reaves) das Verteidigen gelernt. Alle helfen, sogar LeBron.

 

Die Bankspieler

Unerlässliche Ergänzung. In den Play-offs vertrauen die Trainer meist auf einen Stamm von insgesamt 8, höchstens 9 Akteuren.

 

OKC kann aus dem Vollen schöpfen und mndestens 8 oder 9 Akteure ins Rennen schicken, ohne dass es allzu großen Abfall in der Form gibt (nein! einen Shai kann niemand ersetzen!). Isaiah Joe und Ajaj Mitchell nenne ich hier als Erste.

Bei den Lakers ist da nicht viel zu erwarten. Zumindest Luke Kennard (rückte nach Reaves Comeback ins zweite Glied) könnte mit Dreiern einiges bewirken.

 

🧠 Thunder

Ich sehe überhaupt nicht, wie die Lakers den Titelverteidiger ersthaft gefährden können. Selst wenn Luka Doncic wider erwartet zurückkommt – es fehlt doch einiges.

❤️ Thunder

Nicht nur, weil ich die Lakers wenig mag. Die Spielweise von OKC hat es mir angetan, die es weniger mit purer Kraft, denn mit schnellem Team-Basketball probieren. Es mag allerdings Leute geben, die SGA (nicht ganz zu Unrecht!) des Freiwurf-Schindens bezichtigen und deshalb nicht so sehr mögen.

 

Ansetzungen (erste 4 Spiele)

Mi., 02:30: OKC – Lakers
Fr., 03:30: OKC – Lakers
So., 02:30: Lakers – OKC
Di., 04:30: Lakers – OKC

 

(2) San Antonio Spurs – (6) Minnesota Timberwolves

 

Was könnte das für eine tolle Serie werden, ja wenn alle bei den Wolves gesund wären. So aber fehlen Anthony Edwards (vielleicht nur 2 Spiele) und Donte DiVincenzo (die gesamten Play-offs) sicher und vielleicht zunächst auch Ayo Dosunmo. Es spricht sos sehr für die großartige Arbeit des gesamten Teams, dass sie die Denver Nuggets um Nikola Jokic eliminieren konnten. Dabei zeigte Rudy Gobert zum Teil überragende Abwehrarbeit gegen Jokic, in der Offensive übernahmen vor allem Julian Randle (bei all seinen Schwächen) und zuletzt endlich auch Jalen McDaniels.

Doch die Spurs sind eine ganz andere Hausnummer – jedenfalls solange Victor Wembanyama auf dem Feld steht. Der Franzose ist nicht nur körperlich wegen seiner 2.21 Meter herausragend. Ihm zur Seite stehen teils erfahrene (Fox, Barnes) und sehr junge hochveranlagte Spieler (Castle, Champaigne).

Was für die Timberwolves spricht: Sie haben sehr viel im Gegensatz zu den Spurs viel (Play-off)-Erfahrung, das Team ist eigespielt und kam in den vergangenen beiden jahren zweimal ins Conference Finale.

 

Die Besten

 

Victor Wembanyama: Alles dreht sich um den Franzosen, mit dem das Spiel von den Spurs, aber auch des Gegners eine ganz anderes ist. Unglaublich beweglich für seine Größe, dazu mit einem guten touch (mittlerweile lässt er auch die übermäßigen Dreier.

Wenn Anthony Edwards gesund ist, gehört er mit seiner Athletik und Durchsetzungskraft zu den spektakulärsten Spilern der Liga. Ohne ihn verteilt sich die Verantwortung auf mehrere Schultern, von Spiel zu Spiel können das andere sein (Julian Randle, Naz Reed, Jalen McDaniels). 

 

Wichtigste Helfer

 

An erster Stelle genannt seien De’Aaron Fox und Stephon Castle, die gegen die Portland TrailBlazes auftrumpfen, als Wemby wegen seine Gehirnerschütterung fehlte respektive nicht gänzlich in der Verantwortung stand.

Plötzlich könnte ein Mike Conley wieder gefragt sein, der bei den Wolves nur den ruhigen Ausstand seine großartigen Karriere genießen wollte und sich plötzlich in der Starting Five als Spielmacher wiederfand. Besticht immer noch mit unerschüttlicher Ruhe und Ballsicherheit, aber die letzte Explosivität fehlte schon in seinen besten Tagen

 

Die Verteidigung

 

Vor allem hier setzt Wembanyama neue Maßstäbe. Dank seiner Riesigkeit und ewig langen Arme kann er Würfe verhindern oder blocken, wie es kein anderer vermag. Mit der Folge, dass sich die gegnerischen Schützen neue Wege suchen müssen.

Wembys Landsmann Rudy Gobert ist ein Center der alten Schule. Immehin auch 2,16 Meter groß, ein Athlet, den man nicht einfach so rumschubsen kann.

 

Die Bankspieler

 

Luke Kornet ist der extrem zuverlässige Center-Ersatz für Wembanyama, wenn dieser eine Pause braucht. In vielen Teams wäre er in der Starting Five, er weiß als einziger im Team, wie man Titel holt (mit den Boston Celtics 2024). Vorne ist Top-Rookie Dylan Harper durchaus eine Waffe, die dem Gegner wehtun kann.

Auch wenn der Kader ausgedünnt ist, die zweite Garde ist immer noch stark. Vor allem Naz Reid, auch wenn er vielleicht nicht mehr ganz so gut ist wie noch vor 2 Jahren.

 

🧠 Spurs

Sie haben gegen die Blazers trotz eines verlorenen Heimspiels gezeigt, dass sie Play-offs können. Gegen die Wolves in Bestbesetzung hätte ich Zweifel, so könnte es eine klare Angelegenheit werden. Auch wenn Edwards zurückkomt, in absoluter Top-Form wird er nicht sein.

❤️ Timberwolves

Ich mag den Trainer Chris Finch, ich mag das Team. Sie hätten die NBA Finals verdient. Vielleicht ist der Sport doch mal ein Wunschkonzert?

 

Ansetzungen (erste 4 Spiele)

Di., 03:30: Spurs – Wolves
Do., 03:30: Spurs – Wolves
Sa., 03:30: Wolves – Spurs
Mo., 01:30: Wolves – Spurs

 

EASTERN CONFERENCE

 

(1) Detroit Pistons – (4) Cleveland Cavaliers

 

beide Teams kommen aus harten 7 Erstrundenpartien gegen die Orlando Magic und toronto Raptors. Beide zeigten dort auch viele Schwächen, aber letztlich genug Stärken, um eine Runde weiterzukommen. Wer das besser verkraftet hat, könnte zumindest für die ersten beiden Partien in Detroit einen Vorteil haben. Mich würde nicht großartig wundern, würden die Cavs eine der beiden partien klauen.

Kleinigkeiten werden entscheiden oder sehr wechselhafte Faktoren wie die Dreier-Quote. Jedenfalls sind enge Spiele zu erwarten, und letztlich gehe ich  auch von einer langen Serie aus.

 

Die Stars

 

Cade Cunningham: Ist bei den Pistons das Um und Auf. Glänzender Schütze (neuerdings auch von draußen), und er vermag es, seine Mitspieler sehr gut einzusetzen.

Donovan Mitchell: Ich warte auf sein Durchbruch-Spiel in den diesjährigen Play-offs. Dass er das kann, hat er schon oft bewiesen. Irgendwie wirkt er aber nicht frei, trotz oder wegen eines james harden an seiner Seite?!

 

Wichtigste Helfer

 

Bei den Pistons sind das ohne Zweifel Center Jalen Duren und Tobias Harris, der in Spiel 7 Cunningham perfekt entlastete. Von de Dreierlinie ist normalerweise Duncan Robinson ein verlässlicher Scharfschütze.

2 mögliche X-Faktoren der Cavs: Center Jarrett Allen (das könnte ein Riesenduell gegen Duren werden) und eben James Harden, der ehemalige MvP der Liga, der jederzeit übernehmen kann.

 

Die Verteidigung

 

Gerade mit ihrer unerbittlichen Defense zwangen die Pistons die magic letztlich in die Knie. Als sie minutenlang Ballverluste provozierten und nur schwierigste Wüfe zuließen.

Jarrett Allen und Evan Mobley sind schon ein großen Duo, das es zu überwinden gilt. Und beide prozieren auch punkte.

 

Die Bankspieler

 

Bei den Pistons trat einzig Daniss Jenkins in Erscheinung, der Rest blieb zumindest in Spiel 7 gegen die Magic nahezun unsichtbar.

Sehr viel besser schaut das bei den Cavs aus. Max Strus und Sam Merrill sind sehr gefährlich von außen, und was ein Dennis Schröder kann, wissen zumindest die Fans der deutschen Nationalmannschaft nur allzu gut. Wehe wenn er losgelassen wird UND einen guten Tag erwischt.

 

🧠 Cavaliers

nach einigem Hin und Her habe ich mich für Cleveland entschieden. Sie scheinen mir etwas breiter aufgestellt, was in einer solchen Serie entscheidend sein kann. Für die Pistons spricht, dass sie mt Cade Cunningham sicher den formstärksten Spieler haben. Wenn der richtig Feuer fängt, kann er Partien praktisch im Alleingang (und etwas Harris-Hilfe) entscheiden.

❤️ Cavaliers

Ich habe sie vergangene Saison sehr liebgewonnen, als nach tollen Leistungen nur großes Verletzungspech einen tiefen Play-Run (und vielleicht sogar den Titel?) verhinderten. Man beweise mir das Gegenteil … Auch wenn die dazugekommenen Harden und Schröder nicht zu meinen Lieblingsspielern gehören, an der Grundsympathie hat sich nichts geändet

 

Ansetzungen (erste 4 Spiele)

Di., 01:00: Pistons – Cavaliers
Do., 01:00: Pistons – Cavaliers
Sa., 21:00: Cavaliers – Pistons
Di., 02:00: Cavaliers – Pistons

 

(3) New York Knicks – (7) Philadelphia 76ers

 

Beide Teams haben trotz Rückstands ihre Serien gegen die Atlanta Hawks und Boston Celtics für sich entschieden. Die Sixers in fremder halle in einem 7. Spiel. Sie zu unrtschätzen, wäe also nciht so schlau von den Knicks. Die ihrerseits aus den 2 verlorenen Partien gegen Atlanta ihre Lehren gezogen haben, da hat das Trainerteam großartige Arbeit geleistet.

New York und Philadelphia verbindet in allen Sportarten eine herzliche Abneigung. Es wird also zur Sache gehen, und hoffen wir, dass die Refs den überblick bewahren und ihre Objektivität trotz brodelnder Hallen bewahren. Dann steht einer tollen Serie wenig entgegen.

Ein großes Fragezeichen beherrscht die Szenerie. Wie steht es um die Fitness von Joel Embiid. Kann er an die Leistungen derletzten partien gegen Boston anknüpfen, dürften die Knicks im Wortsinne ein Riesen-Problem haben (das zweite heißt Tyrese Maxey).

 

Die Stars

 

Jalen Brunson ist die unbestrittene Nummer 1 der Knicks, emsiger Punktesammler und Ballverteiler. Trotz seine „nur“ 1,93 kaum aufzuhalten, wenn er zum Korb zieht, zumindest nicht mit fairen Mitteln.

Tyrese Maxey: Vielleicht der schnellste Spieler der gesamten Liga. Wenn er antritt, ist er auf und davon. Sein Dreier könnte noch öfter fallen, aber auf wen trifft das nicht zu?

 

Die wichtigsten Helfer

 

Karl-Anthony Towns: Ewig umstritten, aber so oft holt er die Kohlen aus dem Feuer, wenn es spitz auf knopf steht. Handelt sich allzu oft unnötige Fouls ein, weswegen er länger auf de Bak sitzt als ihm lieb ist. Gut, dass die Knicks auch noch einen OJ Amunoby haben, der mit Power und Wurfstärke die Spiele entscheidet.
Und wenn der Schuss danebengeht? Sammelt Rebound-Spezilist Mtchell Robinson die abprallenden Bälle ein.

Joel Embiid, ebenfalls ein ehemaliger MvP. Eine schier unendliche Veletzugnsserie verhinderte weitere Nominierungen, gegen die Celtics war er plötzlich zur Stelle, gerade in der Offensive auch jenseits de Dreierlinie.
VJ Edgecombe wiederum ist der Shooting-Star. De Rookie konnte voll überzeugen in seiner ersten Saison, von den Top-Neulngen hinerlässt er in den Play-offs den besten Eindruck. Scheißt sich nix, um es auf gut österreichisch zu sagen.

 

Die Verteidigung

Körperlich dagegenhalten, das ist das Konzept der Knicks, das zumindest ab Spiel 4 gegen die eher kleinen Hawks sehr gut funktioniert hat. Ob auch gegen einen Embiid, muss sich zeigen, zumal Towns sich trotz seinerGröße einige Aussetzer und wie gesagt überflüssige Fouls leistet.

Tyrese Maxey ist wegen seiner Schnelligkeit (auch im Kopf) extrem lästig. Ein wichtiger Mann ist auch KJ Oubre.

 

Die Bankspieler

 

Leichte Vorteile bei den Knicks, die wenigstens Jordan Clarkso und Mitchell Robinson bringen können, ohne dass es Substanzverlust gibt.

Bei den Sixers schaut es diesbezüglich trübe aus. Einzig Quentin Grimes streut den einen ode anderen Dreier ein, der Rest ist fast Schweigen. Vielleicht überrascht Andre Drummond.

 

🧠 Knicks

Sie wirkten nach dem Fehlstart gegen die Hawks sehr konzentriert, sehr fokussiert. Sie haben ihren Spielstil gefunden, der sie für mich zum Favorit im Osten überhaupt macht. Nadelstiche der Sixers wird es geben und vielleicht auch das eine oder andere unauflösbare Maxey-Problem. Im Zweifel hilft der heimische Madison Square Garden

❤️ Knicks

New York, New York: muss ich noch mehr sagen (es sei den es geht um die verhassten Yankees)? Die Stadt hat endlich mal wieder einen sportlichen Erfolg verdient, zumindest aber ein Conference-Finale.

 

Ansetzungen

 

Di., 02:00: Knicks – Sixers
Do., 01:00: Knicks – Sixers
Sa., 01:00 Sixers – Knicks
So., 21:30: Sixers – Knicks

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Team Deutschland“ nur noch Zuschauer

Blick über den Teich, NBA

 

DETROIT PISTONS – Orlando Magic 116:94 (Endstand: 4:3)

 

Das wars für die Orlando Magic mit den 3 deutschen Nationalspielern Franz und Moe Wagner sowie Tristan da Silva. Nach einem neuerlichen Kollaps vor und nach der Pause unterlag das Team aus Florida klar bei den Detroit Pistons, die damit noch den 1:3-Rückstand in der Serie drehen konnten.

Bis vier Minuten vor der Pause hielten die Magic die Partie offen, führten zeitweise sogar mit 4 Punkten. Doch in den je 3 Minuten vor und nach dem Wechsel sorgten die Pistons für klare Verhältnisse und führten plötzlich mit 20 Punkten – schon die Entscheidung. Diese Formeinbrüche, bei denen vorn und hinten gar nichts läuft (keinerlei Teambasketball), sind geradezu sinnbildlich für die Play-off-Serie.

 

Bester der Sieger

 

Cade Cunningham: 32 Punkte und 12 Assists. Der Star der Pistons hat rechtzeitig auch seinen Dreier wiedergefunden (4 von 6). Diesmal hatte er auch einen adäquten Partner: Tobias Harris legte 30 Punkte auf.

 

Stark beim Verlierer

 

Paolo Banchero: In Abwesenheit von Franz Wagner lag es vor allem an ihm, das die Magic bis kurz vor dem Wechsel mithalten konnten, als er 21 Punkte sammelte und 4 seiner 5 Dreier verwandelte. Ging dann allerdings mit unter.

 

X-Faktoren

 

Jalen Duren: Vor allem dessen Offensiv-Rebounds (5), die dem Gegner immer besonders weh tun. Insgesamt legte er 16 Punkte un 15 Reebounds auf, so hat man sich das in Detroit vorgestellt.
Daniss Jenkins von der Bank ergänzte 16 Punkte und war vor allem jenseits der Dreierlinie sehr gefährlich (4 von 5).
Dagegen hatte Jalen Suggs einen gebrauchten Tag mit seinen 6 Pünktchen und 0 von 4 Dreiern.

 

🇩🇪👓

 

Franz Wagner fehlte erneut wegen seiner Wadenveletzung. Er wäre sehr gut beraten, wenn er diese jetzt voll auskuriert und nicht im Sommer ein National-Team-Intermezzo (WM-Qualifikation) einlegt. Moe Wagner erhielt diesmal den Vorzug auf der großen Position vor Goto Bitadze, gefiel durch Einsatz, konnte dem Spiel allerdings keine großen Impulse geben. Tristan da Silva war in seinen kanpp 9 Minuten Einsatz ein Null-Faktor.

 

Ausblick der Sieger

 

Die Pistons treffen jetzt auf die Cleveland Cavaliers (siehe unten). Für mich ein Duell auf Augenhöhe, aber in einem eventuellen Spiel 7 ist der Heimvorteil für Detroit vielleicht ausschlaggebend.

 

Und die Verlierer?

 

Eine weitere Saison, in der die Magic nicht wirklich weitergekommen sind. Was auch an den Verletzungen (Banchero, die Wagners) lag, aber vor allem auch daran, dass es Cheftrainer Jamahl Mosley nicht gelungen ist, ein Team-Basketball zu installieren. Extrem bedenklich sind die wiederholten Komplett-Einbrüche, in denen minutenlang überhaupt nichts geht. Das hat ihnen vor allem in Spiel 6 zu Hause die Serie gekostet, als sie eine 24-Punkte-Führung förmlich weggeschmissen hatten.
Ob Mosley eine Zukunft hat, sei dahingestellt und erscheint äußerst fraglich. Außerdem habe ich tatsächlich die Befürchtung, dass der Körper von Franz Wagner den Anforderungen einer NBA-Saison nicht gewachsen ist. Vielleicht (zu) viel Schwarzmalerei, aber die Verletzungs-Historie ist für einen 24-Jährigen halt ellenlang.

 

CLEVELAND CAVALIERS – Toronto Raptors 114:102 (Endstand: 4:3) 

 

Im 7. Spiel der Serie der 7. Heimsieg. Parallele der Ereignisse: Auch diese Partie wurde in den Minuten kurz vor und nach der Pause entschieden. Die Raptors erwischten den besseren Start, auch dank eines sehr gut aufgelegten Scottie Barnes. Sie führten mit bis zu 10 Punkten.

Doch mit einem 11:2-Lauf vor der Pause glichen die Cavs aus, und in den ersten 3 Minuten schafften sie einen weiteren 9:0-Run. Diese Führung hielt, auch weil Barnes (wegen seiner Knieverletzung?) nicht mehr so auftrumpfen konnte und vor allem Cavs-Center Jarrett Allen unaufhaltsam war. Allein im 3. Viertel schafft er 14 Punkte und 10 Rebounds (5 offensiv).

 

Bester der Sieger

 

Jarrett Allen: Bisher in der Serie eher verhalten, wurde er um entscheidenden Mann. Am Ende standen für ihn 22 Punkte und gleich 19 Rebounds auf der Anzeigentafel.

 

Stark beim Verlierer

 

Scottie Barnes: Starke Anfangsphase, als er noch voll bei Kräften war. Noch eklatanter die Diskrepanz bei Sam Shead: 14 Punkte in der 1. Halbzeit, 0 im 2. Durchgang.

 

x-Faktoren

 

Rebounds: 60:33 (!) lautete das Verhältnis zugunsten der Cavaliers. Im vorentscheidenden 3. Viertel waren es gar 22:8! Jakob Pöltl und Co. waren unterm Korb schlicht überfordert.

Fehlende Spieler: Die Raptors konnten den Ausfall von Quickley und Ingram letztlich nicht kompensieren. So fehlte es schlicht an Breite im Kader, die den angeschlagenen Barnes hätte entlasten können. Das gehört allerdings zum Play-off-Geschäft.

 

🇩🇪🇦🇹👓

 

Dennis Schröder stand nur 8 Minuten auf dem Parkett, wo er wenig zustandebrachte und nur einen seiner 7 Würfe im Ziel unterbrachte.

Jakob Pöltl war wie gesagt als Center gegen Jarrett Allen hoffnungslos unterlegen, am Ende sammelte er wenigstens noch 9 Punkte und 7 Rebounds für die persönliche Statistik.

 

Ausblick der Sieger

 

Wie gesagt – ich halte die kommende Serie der Cavs gegen die Pistons für ausgeglichen. Beide Teams haben ihre Stärken und Schwächen (mehr bis spätenstens morgen in einer gesonderten Vorschau).

 

Und die Verlierer?

 

Unterm Strich haben die Raptors eine zufriedenstellende Saison gespielt. Sie haben mit Scottie Barnes und auch RJ Barrett und einem hoffentlich bald wieder gesunden Immanuel Qickley aufregende Akteure im Kader. Schwächen auf der Center-Position (leider ist Jakob Pöltl nicht mehr in der Verfassung von vor 2 Jahren) müssten allerdings angegangen werden, soll der nächste Schritt nach vorn getätigt werden.

 

Ansetzungen

 

Di., 02:00: Knicks – 76ers (0:0)
Di., 03:30: Spurs – Timberwolves (weiter ohne Edwards, DiVincenzo und vielleicht auch ohne Dosunmo)

Mi., 01:00: Pistons – Cavaliers (0:0)
Mi., 03:30: Thunder – Lakers (Doncic dürfte weiterhin fehlen)

 

 

 

 

 

 

 

 

Magic-Einbruch von historischem Ausmaß

Blick über den Teich, NBA

 

Gestern das Desaster der Atlanta Hawks, jetzt ein unfassbarer Einbruch der Orlando Magic. Die Play-offs in der Eastern Conference zeigen vielleicht nicht den besten Basketball, die eh schon prall gefüllten Rekordbücher erhalten viel neuen Stoff

 

Orlando Magic – Detroit Pistons 79:93 (3:3)

 

Eine Halbzeit spielten die Magic großartigen Basketball. Team-Basketball, in dem jeder Spieler einen noch besseren Kollegen fand (16 Assists); eine Halbzeit, in der die Dreier zumindest ordentlich fielen (7 von 16); eine Halbzeit, in der sich gleich 9 Spieler in die Schützenliste eintrugen;  eine Halbzeit in der der Starspieler ablieferte (Desmond Bane: 15 Punkte). Eine Halbzeit, in der sie sich eine 61:37-Führung erarbeiteten.
Es folgte: die Halbzeit des Grauens, in der die Magic einige Negativ-Rekorde aufstellten oder diese nur ganz knapp verfehlten. Das Passspiel – vorbei, die Trefferquote – indiskutabel. Punkt für Punkt knabberten die Pistons am Rückstand, ein winziges Aufbäumen mit 2 Dreiern von Tristan da Silva und Anthony Black war nur ein unbedeutendes Strohfeuer. Die Pistons brauchten sich gar nicht großartig anzustrengen oder überragend zu treffen. Nach dem 3. Viertel betrug der Vorsprung nur noch 11 Punkte.
Danach nahm das absolute Desaster seinen Lauf. Als würde eine Schülermannschaft auf dem Parkett stehen, so hilflos agierte Orlando (immerhin vor heimischen Publikum, das allerdings vor Entsetzen gelähmt war) Es brauchte nur 5 Minuten, dann waren auch diese 11 Punkte aufgebraucht, und fast wehrlos ergaben sich die Magic in ihr Verlierer-Schicksal. Einen einzigen Korb aus dem Feld schafften sie, als Detroit schon fast Mitleid zu haben schien und Paolo Banchero ungehindert zum Korb ziehen ließ.
Am Ende hatten die Pistons 14 Punkte Vorsprung, einen solchen Swing von -24 hat es in einer Halbzeit in einem Play-off-Spiel, erst recht in einem, in dem die Serie hätte beendet werden können, noch nie gegeben.
Wer zu den Magic-Fans zählt, möge die folgenden Zeilen überspringen, erst recht die Zahlereien.

 

Bester der Sieger

 

Cade Cunningham: Nach verhaltener erster Halbzeit (8 Punkte) drehte der Starspieler der Pistons im 2. Durchgang auf und markierte dort 24 Zähler. Er musste gegen das auseinanderfallende Magic-Team gar nichts Außergewöhnliches leisten, um die Wende herbeizuführen (Wurfquote 7/14, 1 Dreier, 9 Assists).

 

Stark trotz der Niederlage

 

Ich beziehe mich allein auf die 1. Halbzeit, in der die Magic so gut auftrumpften. Vor allem Desmond Bane mit 15 Punkten (3/4 Dreier). Jalen Suggs (5 Assists) und Paulo Banchero (4) glänzten als Ballverteiler.

 

Zahlereien

 

23 Würfe der Magic hintereinander verfehlten das Ziel. 24 wäre Rekord überhaupt in einem NBA-Spiel gewesen (Thunder 2017 gegen die Wizards). Wer sich die Würfe genauer ansehen will, bitte sehr.
https://www.nytimes.com/athletic/7247468/2026/05/01/magic-collapse-records-pistons/?unlocked_article_code=1.fVA.XCCQ.9QRNi7TkIw9K

1 Wurf (von 20) der Magic fand im 4. Viertel das Ziel, weniger hat es noch nie in der NBA gegeben.

19 erzielte Punkte in einer Halbzeit: Nie in Play-offs hat ein Team weniger erzielt (der Negativ-Rekord in der NBA überhaupt sliegt bei 16 (New Orleans 2006 gegen die Clippers)

 

🇩🇪👓

 

Franz Wagner fehlte erneut wegen der Wadenverletzung, sein Bruder Moritz wurde nicht eingesetzt (hätte er nicht helfen  können, Mr. Mosley?) Tristan da Silva hatte eine sehr gute 1. halbzeit (10 Punkte), im zweiten Durchgang ging er mit unter.

 

Ausblick

 

Absurd, aber wahr: Noch ist die Serie für die Magic nicht verloren, sie können zurückschlagen. Am Sonntag (21:30) kommt es in Detroit zu Spiel 7. In dem die Magic weiterhin das 7. Team werden können, dass in der 1. Runde das Erst-Gesetzte Team der Conference eliminieren kann. Wers nicht glauben will, dass das gelingen kann: einfach noch mal die erste Halbzeit anschauen und die zweite vergessen. Basketball-Profis können das.

 

Toronto Raptors – Cleveland Cavaliers 112:110 OT (3:3)

 

Glücksgöttin Fortuna meinte es gut mit Kanada. 1,2 Sekunden vor Ende der 1. Verlängerung traf RJ Barrets Wurf nur den Ring, doch der Ball sprang senkrecht in die Luft und beim Fallen genau durch die Reuse. Damit war ein bemerkenswertes Spiel 6 entschieden, und die Serie geht noch mal nach Cleveland.
Dabei sah lage alles danach aus, dass die Raptors diese Partie auch ohne Glücksgöttin gewinnen könnten. Immerhin führten sie zu Beginn des Schlussabschnittes noch mit neun Punkten. Allerdings war der Kräfteverfall deutlich ersichtlich, vor allem bei Top-Mann Scottie Barnes, der in Abwehr und Angriff Schwerstarbeit verrichtet hatte. So starteten die Cavaliers noch eine erfolgreiche Aufholjagd, die sie in die Overtime führte. Dort zogen sie wider alle Wahrscheinlichkeit den Kürzeren.

 

Bester der Sieger

 

Scottie Barnes: Topscorer des Teams (25 Punkte), dazu 14 Assists. Außerdem unfassbar stark in der Abwehr, als er vor allem James harden das leben sehr schwer machte. Am Ende verließen ihn zwar die Kräfte, trotzdem schaffte er mit letzter Energie auch in der Verlängerung noch wichtige Aktionen.

 

Stark beim Verlierer

 

Evan Mobley: Wieder mit einem ganz wichtigen Dreier im vierten Viertel, in dem er 9 seiner 26 Punkte erzielte (Donovan Mitchell sogar 11). In der Verlängerung allerdings kaum mehr ein faktor, auch ihn hatte die Partie alle Kräfte gekostet.

 

X-Faktoren

 

Jakobi Walter: Die große Frage bei den Raptors ist ja immer, wer neben Scottie Barnes und RJ Barrett der 3. Mann ist. Jakobi Walter war es am Freitag, als er 24 Punkte auflegte und dabei 4 von 9 Dreier verwandelte.
Ganz wichtig aber auch Collen Murray-Boyles mit 17 Zählern.

 

🇩🇪🇦🇹👓

 

Dennis Schröder hatte einen leeren Tag. Nicht einer seiner 4 Wurfversuche landete im Korb, immehin verwandelte er 7 seiner 8 Freiwürfe. In der entscheidnen Phase wurde er von Trainer Atkinson nicht eingesetzt (8 Sekunden in der Overtime übergehe ich jetzt).

Jakob Pöltl konzentrierte sich weitgehend auf die Defensive. Nur 2 punkte, aber immerhin 4 Rebounds und ein blockierter Schuss.

 

Ausblick

 

Spiel 7 in der Nacht zu Montag (01:30 Uhr) in Cleveland. Geht es nach der Statistik, werden die Cavaliers gewinnen, denn bisher gab es in der Serie nur Heimsiege.

 

Houston Rockets – LOS ANGELES LAKERS 78:98 Endstand: 2:4)

 

Die Rockets hatten sich nach Hoffnungen machen dürfen als erst fünftes NBA-Team nach einem 0:3-Rückstand auf 3:3 zu stellen und vielleicht sogar die Serie ganz zu kippen. Doch diese Hoffnung starb schnell, denn ein in der Offensive völlig indisponierter Auftritt von Beginn an brachte die Lakers schnell auf die Siegerstraße (die sie auch nicht mehr verlassen würden). Nach noch recht ausgeglichenem 1. Viertel (23:18 für die Lakers) stand es zur Pause schon 49:31 für das Team aus LA, die diese Führung souverän nach Hause brachten. Kein Drama, nirgends gegen fast leblose Rockets, die den Ausfall von Kevin Durant sehr viel schlechter verkrafteten als die Lakers jenen von Luka Doncic.

 

Bester der Sieger

 

LeBron James: Top-Scorer in der vorentscheidenden 1. Halbzeit (18 Punkte), dazu servierte der 41-Jährige 5 Assists.

 

Stark beim Verlierer

 

Noch am ehesten Alperen Sengün (17 Punkte, 11 Rebounds) und Amen Thompson (18, 9). Aber sehr viel Stückwerk und sehr wenig Team-Basketball.

 

Zahlereien

 

15 Prozent der Rockets-Dreier fanden das Ziel – unterirdisch. Auch insgesamt war die Wurfquote äußerst dürftig (35 Prozent)

Nur in 1 von insgesamt 6 Partien schafften die Rockets die 100-Punkte-Marke. Sehr wenig angesichts der Punkte-Inflation in der Liga.

 

Ausblick der Sieger

 

Auf die Lakers warten die Oklahoma City Thunder. Sogar wenn Luka Doncic sich gesund und in alter Stärke zurückmeldet, gegen den bisher so souveränen Titelverteidiger wird es sehr schwer bis unmöglich. Vielleicht gewinnen die Lakers ein Spiel, wenn es toll läuft, gar 2. Aber dass sie die Serie für sich entscheiden, halte ich für ausgeschlossen.

 

Und die Verlierer?

 

Eine verlorene Saison, und das hängt natürlich auch mit dem Kreuzbandriss des enorm wichtigen Spielmachers Fred van Vleet zusammen, den das Team nie aufangen konnte (warum eigentlich keine Kaderergänzung, liebes Team-management?). Die Rockets haben sehr viel riskiert, als sie vor der Saison Kevin Durant verpflichtet haben. Klar ist es großes Pech, dass der Superstar in den Play-offs ab Spiel 3 nicht mehr zur Verfügung stand, andererseits muss damit bei einem 37-Jährigen gerechnet werden. Bedenklich stimmt, dass Leistungsträger wie Amen Thompson und Alperen Sengün keinen Schritt nach vorne gemacht haben. Der junge Reed Sheppad ist eine Hoffnung für die Zukunft, mehr aber auch nicht.

 

 

 

 

 

Minnesota feiert gleich doppelt

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Feiertag in der Doppelstadt Minneapolis und St. Paul (auch ohne Tag der Arbeit). Fast gleichzeitig schafften die Minnesota Timberwolves (in der NBA gegen die Denver Nuggets) und die Minnesota Wild (in der NHL gegen die Dallas Stars) den entscheidenden vierten Sieg in der 1. Play-off-Runde und das zwar überraschende, aber nicht sensationelle Weiterkommen. Ein Desaster historischen Ausmaßes erlebten die Atlanta Hawks gegen die New York Knicks.
Aus deutscher Sicht bemerkenswert und bedauerlich: Leon Draisaitl ist mit seinen Edmonton Oilers bereits in der 1. Runde an den Anaheim Mighty Ducks gescheitert.

 

Atlanta Hawks – NEW YORK KNICKS 89:140 (ENDSTAND: 2:4)

 

Ich habe mit vielem gerechnet, durchaus auch mit einem Auswärtserfolg der Knicks. Aber nichts hat mich auf diesen Kantersieg vorbereitet. Schon zur Pause stand es 83(!):36, so hoch hat in der Play-off-Geschichte ein Team zur Pause geführt. Dabei hatten die Hawks nach 3 Minuten noch in Führung (9:5) gelegen, und ich hatte tatsächlich gehofft … Nach diesen 3 Minuten brach alles auseinander, schon bis Ende des 1. Viertels waren alle Messen für die Knicks gesungen (40:15).
Die 2. Hälfte war dann nur noch Schadensbegrenzung respektive seitens der Knicks, die verbleibende Zeit im Hinblick auf die kommende Aufgabe(n) ohne größeren Aufwand und vor allem ohne Verletzung zu überstehen.

Nach zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand sind die Knicks in der Serie regelrecht über die Hawks hinweggerollt und gewannen die folgenden Partien mit 15, 29 und 51 Punkten Vorsprung . Da hat das Trainerteam um Mike Brown wohl die richtigen Stellschrauben gefunden, vor allem im der Verteidigung

 

Bester der Sieger

 

OJ Amunoby: Unfair und letztlich auch unsinnig, jemanden herauszuheben. Ich beziehe mich dabei allem auch allein auf die 1. Halbzeit, weil der 2. Durchgang letztlich außer Konkurrez lief. Dort schaffte der Forward 26 Punkte, traf 10 seiner 12 Versuche.

 

Stark in der Niederlage

 

Jalen Johnson:  Hatte gerade am Anfang gute Momente, aber er ging wie alle anderen regelrecht unter.

 

Zahlereien

 

61 Punkte: So hoch führten die Knicks zeitweise (101:40). Es war der höchste Vorsprung eines Teams in der Play-off-Geschichte.
Alle 15 Spieler der Knicks wurden eingesetzt, und alle trugen sich auch in die Punkteliste ein. Auch Ariel Hukporti, der deutsche Ersatz-Ersatz-Center mit 3 Zählern und 4 Revounds.

 

Ausblick der Sieger

 

Spätestens jetzt sind die Knicks im Play-off-Modus. Es warten die Boston Celtics oder Philadelphia 76ers, aber mit einer annähernd so starken Leistung muss der Weg da noch lange nicht zu Ende sein.

 

Und die Verlierer?

 

Natürlich schmerzt die Art und Weise, wie diese Serie nach Führung noch verlorengegangen ist. Aber insgesamt erscheint mir das Team auf einem guten Weg. Wenn der überwiegend junge Kern der Mannschaft zusammenbleibt, ist da noch einiges zu erwarten.

 

Philadelphia 76ers – Boston Celtics 106:93 (3:3)

 

2. Matchball abgewehrt. Mit einer überzeugenden Teamleistung und dank eines überragenden Tyrese Maxey haben die Sixers ein 7. Spiel erzwungen. Und auch wenn dieses im Bostoner TD Garden stattfindet (in de Nacht zu Sonntag), ich sehe durcaus Chancen für Philly.
Nach Führung im 1. Viertel (23:20) lief für die Celtics lange wenig bis nichts. Philly setzte sich schnell ab (zur Pause 58:49), baute die Führung weiter aus (82:63 nach dem 3. Viertel). Davon erholten disch die Celtics nicht mehr, nie kamen sie näher als auf 12 Zähler (89:101) heran.

 

Bester der Sieger

 

Tyrese Maxey: Das Herz und Hirn der Mannschaft. 30 Punkte legte er auf, raubte dem Gegner mit unnachahmlichen Dreiern. Fast jeder Angriff läuft über den Spielmacher, der mit seiner Schnelligkeit in jede Abwehr Lücken reißt.

 

Stark beim Verlierer

 

Jayom Tatum (17 Punkte, 11 Rebounds) und Jalen Brown (18) wehrten sich nach Kräften, aber auch die „Großen Zwei“ der Celtics haben schon bessere Tage erwischt.

 

X-Faktor

 

Paul George: Der einstige Top-Star der Liga ist mittlwerweile eine Wundertüte, ws die Form betrifft. Am Donnerstag hatte er einen ganz starken Abend mit 21 Punkten. 5 von 9 Dreierversuche trafen, das hilft.

 

Zahlereien

 

Nur 6 Punkte erzielten die Bankspieler der Sixers, verdammt wenig Unterstützung. Andre Drummond, Justin Edwards und Quentin Grimes trafen je einen Wurf aus dem Feld.

 

Ausblick

 

Spiel 7, da schlägt das Herz jeden Sportfans höher. Was vorher war, interessiert nicht, erst recht nicht die 2 Kantersiege (je +30 Punkte) der Celtics, mit den en sie die Sixers deklassierten. Die können offenbar auf einen gesunden Joel Embiid bauen (diesmal: 19 Punkte, 10 Rebounds, 8 Assists). Fü die Celtics spricht der Heimvorteil und die Klasse von Brown und Tatum

 

MINNESOTA TIMBERWOLVES – Denver Nuggets 110:98 (Endstand: 4:2)

 

Das relativ klare Ergebnis täuscht. Bis weit ins vierte Viertel war das ein sehr enges Spiel, das jederzeit auch in die andere Richtung hätte kippen können.
Von Beginn an eine Partie auf Augenhöhe. Ende des 2. Viertels erarbeiteten sich die Wolves eine 7-Punkte-Führung; der letztlich entscheidende Faustpfand, denn trotz aller Bemühungen gerade auch von Nikola Jokic konnten die Nuggets diese Führung nicht ein einziges Mal mehr entreißen. Die Wolves, ohne ihren Topstar Anthony Edwards und auch Spielmacher Ayo Dosunmo und Scharfschütze Donte DiVincenzo, hielten mit aller Leidenschaft dagegen.

 

Beste der Sieger

 

Jaden McDaniels: Bisher spielte er eher unauffällige Play-offs, jetzt sprang er in höchstrer Pwersonalnot in de Bresche und  wuchs über sich hinaus. 32 Punkte legte er auf, dazu 10 Rebounds und 3 Assists.
Rudy Gobert: Fels in der Brandung, und das gegen Nikola Jokic, den besten Basketballer der Welt, den er so gut wie möglich auf Punkten hinderte. Dazu wichtige Rebounds und einen Zauberpass zu einem erfolgreichen Dreier hatte der Frazose auch noch auf Lager.

 

Stark beim Verlierer

 

Nikola Jokic: 18 Punkte, 9 Rebounds, 10 Assists: Tolle zahlen, aber in entscheidenden Partien hat der Serbe schon viel tollere zahlen aufgelegt. Daran hinderte ihn einerseits Gobert, andrerseits ist Jokic auch nicht in der Super-Form, in der er in heiklen Situationen überhaupt nicht aufzuhalten war.
Ein Schatten seiner selbst war dagegen Jamal Murray: Der Kanadier erwischte einen schwarzen Tag und traf nur 4 seiner 17 Versuche

 

X-Faktor

 

Terrence Shannon jr. Vielleicht die vierte Wahl im Backfield der Wolves, aber in Abwesenheit des Trios Edwards, Dosunmo und DiVincenzo ward er ins kalte Wasser geworfen. Und bewährte sich in überragender manier. Schon im 1. Viertel, als er 8 Punkte erzielte und dabei zeigte, dass er Verantwortung übernehmen wollte. Das tat er auch in der heiklen Schlussphase, als er mit dem ganz wichtigen Dreier (auf Goberts Zauberpass) Luft verschaffte.

 

Zahlereien

 

19:6 Offensiv-Rebounds schnappten sich die Wolves. Die hohe Überlegenheit war allerdings auch dem Umstand geschuldet, dass sie etwa ihre Dreier sehr viel schlechter trafen als die Nuggets (24:37 Prozent).

 

Ausblick der Sieger

 

Ab Sonntag das Zweitrundenduell mit den Spurs, die als klarer Favorit gelten müssen. Viel wird natürlich abhängen, ob und in welcher Verfassung das abwesende Trio (oder wenigstens ein Teil davon) zurückkehrt. Die Wolves können Play-offs, das haben die vergangenen beiden jahre gezeigt, als sie jeweils ins Conference Finale stürmten.

 

Und die Verlierer?

 

Lecken ihre Wunden. Die Nuggets schienen alles richtig gemacht zu haben, als sie vor der Saison ihren Kader mit Top-Akteuren wie Cam Johnson, Tim Hardaway und Jokic-Backup Jonas Valenciunas ergänzten. Dieses Trio enttäuschte auch nicht, im Gegenteil. Aber Jokic war eben nicht in Überform, Murray ein Ausfall in Spiel 6, und Christian Braun und Bruce Brown stagnieren doch sehr in ihrer Entwicklung.
Es muss bestimmt nicht tabula rasa gemacht werden, aber Jokic ist jetzt auch schon 31 jahre alt und wird nicht ewig auf diesem absoluten Top-Level agieren können

 

Wild machen den Minnesota-Festtag perfekt

 

Besser gesagt, das NHL-Team servierte die perfekte Vorspeise. Sie spielen ja ihre heimpartein im anderen Teil der Doppelstadt Minneapolis, in St. Paul. Dort bezwangen sie die Dallas Stars in Spiel 6 trotz 1:2-Rückstandes mit 5:2. Matthew Boldy führte mit 2 Treffern ins leere Tor zum 4:2 und 5:2 die Entscheidung hervor.
Die Wild treffen jetzt in der 2. Runde auf den Liga-Primus Colorado Avalanche, es kommt also auch in der NHL zum Duell Minnesota gegen Denver.

 

Stanley-Cup bleibt für Draisaitl unerreichbar

 

Aus, Schluss, vorbei! Schon in der 1. Runde haben sich die Titelträume des Leon Draisaitl für ein weiteres jahr erledigt. Gegen die Anaheim Mighty Ducks verlor das Team die Serie letztlich überraschend und enttäuschend mit 2:4. Und das, obwohl die Besonderheiten  des Spielplans den Oilers zunächst von den Top-Teams aus Colorado, Dallas oder auch Minnesota verschont blieben.

Die Ducks gingen am Donnerstag recht früh mit 2:0 und 3:1 in Führung, den Kanadiern gelang zweimal der Anschluss, wobei der Deutsche Samanski zum 1:2 den Assist gab und Draisaitl zum 2:3. Doch der ganz große und effektive Ansturm blieb aus, vor allem Superstar Conor McDavid enttäuschte abermals und blieb ohne Punkt. Die ernüchterne Bilanz des unbestritten besten Eishockey-spielers dieser Zeit in den Play-offs gegen Anaheim: 6 Spiele, 1 Tor, 5 Assists.
Da obendrein Oilers-Torwart Connor Ingram bei zwei Toren unglücklich aussah, nutze auch die ordentliche Leistung von Draisaitl wenig. An ihm lag e das Ausscheiden noch am wenigsten. Obwohl er gerade von einer Unterkörper-Verletzung aufs Eis zurückkam, schaffte er in jeder der sechs Partien Scorer Punkte (3 Tore, 7 Assists).

 

 

 

 

 

Lakers vergeben auch den 2. Matchball

Blick über den Teich, NBA

 

Ausgeglichener Osten ohne Star-Team. Alle 4 Serien gehen mindestens über 6 Spiele.

 

Detroit Pistons – Orlando Magic 116:109 (2:3)

 

Dank eines überragenden Cade Cunningham konnten die Detroit Pistons das Erstrundenaus vorerst vermeiden. Die Magic (ohne den waden-verletzten Franz Wagner) hatten durchaus ihre Chancen auch durch eine erstaunliche Treffsicherheit bei den Dreiern (44 Prozent). aber in der entscheidnen Phase fehlte eben ein smarter Akteur, wie es Franz Wagner ist.

 

Bester der Sieger

 

Cade Cunningham: 27 seiner 45 Punkte sammelte er in der 1. Hälfte, als er fast im Alleingang die 12-Zähler-Führung bewerkstelligte. Enorme Nervenstärke von der Freiwurflinie, als er alle 14 Versuche verwandelte. In diesen Play-offs ist das wirklich keine Selbstverständlichkeit. Formidabel auch sein Dreier (5 von 8), allerdings auch mit 6 Ballverlusten.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Paolo Banchero: Ebenfalls 45 Punkte. Quasi der Alleinunterhalter im Schlussviertel, als er 18 Zähler auflegte (dem Rest des Teams gelangen insgesamt nur 12). Damit ist schon viel erklärt. Banchero ist ein begnadeter Egozocker, im 1 gegen 1 kaum zu stoppen. Doch manches Mal übertreibt er es maßlos und übersieht die klar besser postierten Mitspieler. Mannschafts-Basketball seht man mit einem Banchero auf dem Parkett äußerst selten.

 

X-Faktoren

 

Rebounds: 49 abprallende Bälle sicherten sich die Pistons, nur 33 die Magic.
Freiwürfe: Die Pistons verwandelten 80 Prozent (28 von 35), die Magic indiskutable 53 Prozent (16 von 30).

Angesichts dieser Diskrepanzen verwundert das knappe Ergebnis extrem.

 

🇩🇪👓

 

Franz Wagner fehlte wegen einer Wadenzerrung. Der Einsatz in Spiel 6 am Samstag ist extrem unsicher.
Tristan da Silva spielte zwar 16 Minuten, aber praktisch keine Rolle.

 

Ausblick

 

Es geht zurück nach Orlando, wo der Heimvorteil die Magic zum Sieg verhelfen soll. Ich sehe keinerlei Favoritenstellung, entscheidned wird sein, welcher Superstar die jeweiligen Kollegen mehr einbindet und weniger Fehler macht.

Nächstes Spiel: Sa., 01:00: Magic – Pistons

 

Cleveland Cavaliers – Toronto Raptors 125:120 (3:2)

 

Bis weit ins dritte Viertel sah es nach einer Überraschung aus. Mit bis zu 12 Punkten führten die Raptors, ehe ein fulminanter Zwischenspurt die heimischen Cavs wieder heranbrachte. Im Schlussabschnitt entschieden letztlich 2 schwierige  Dreier von Evan Mobley und ein hervorragender Spielmacher und Punktesammler Dennis Schröder die Partie zu Gunsten der Cavs.

 

Bester der Sieger

 

Evan Mobley: Topscorer der Cavs gemeinsamt mit James Harden (je 23 Punkte), aber neben seinen Dreiern in der Schlussphase zeigt er unter anderem mit 3 Blocks, warum er in der vergangenen Saison zum besten Defensivmann der Saison gewählt wurde.

 

Stark trotz der Niederlage

 

RJ Bennett legte 25 Punkte auf und bestach auch durch 12 Rebounds (5 am offensiven Brett) und 5 Assists. Sehr gut auch der bis dato nahezu unsichtbare Ja’akobi Walter (20) Zähler.

 

X-Faktor

 

Dennis Schröder: Mit Abstand sein bestes Spiel in dieser Serie. Gerade im Schlussabschnitt war er die ideale Ergänzung und schaffte 11 seiner insgesamt 19 Punkte, dazu 2 Assists bei keinem Ballverlust. Das war der Schröder, den die Deutschen aus WM- und EM-(Ko)Partien bestens kennen. Endlich gab ihm Trainer Atkinson das volle Vertrauen und ließ den Deutschen im letzten Viertel die kompletten 12 Minuten durchspielen.

 

🇦🇹👓

 

Jakob Pöltl hatte einen mehr als soliden Auftritt mit 14 Punkten (5 von 6) und 9 Rebounds, alle am defensiven Brett.

 

Ausblick

 

Die Cavs sind wieder in der Vorderhand, aber was heißt das schon. Zumindest in der heimischen Halle dürfte Toronto noch mal zurückschlagen, vor allem wenn Scottie Barnes seinen Slump (auf immer noh hohem Niveau) überwindet.

Nächstes Spiel: Sa., 01:30: Raptors – Cavaliers

 

Los Angeles Lakers – Houston Rockets 93:99 (3:2)

 

Die Rocktes leben noch. Als erst 16. Team der Geschichte verkürzten sie nach 0:3-Rückstand auf 2:3 und so, wie die Formkurven verlaufen, würde es mich wenig wundern, wenn sie am Samstag in eigener Halle auch ein 7. Spiel erzwingen würden.
Die Lakers, wieder mit Austin Reaves (22 Punkte, 6 Assists) entschieden zwar das erste Viertel für sich (28:21), doch ab dem 2. Viertel übernahmen die Rockets das Kommando, gingen in Führung. Die Lakers blieben zwar die gesamte Partie über in Schlagdistanz, doch die Rockets hatten oft die entscheidnde Antwort, sogar als Ayton auf 93:98 verkürzte..

 

Bester der Sieger

 

Jabari Smith mit 22 Punkten. Doch die gesamte Starting Five punktete zweistellig, die Ausgeglichenheit war der größte Trumpf.

 

Stark beim Verlierer

 

LeBron James, der Unverwüstliche. 25 Punkte und 7 Assists. Allerdings ein Dauer-Meckern gegen die Schiris, die gnädigerweise die Ohren auf Durchzug stellten. Der wohl verdiente (nicht wohlverdient) Star-Bonus. Bemerkenswert auch die 18 Punkte und gleich 17 Rebounds von Center DeAndré Ayton.

 

Zahlereien

 

1 Pünktchen schaffte Luke Kennard von den Lakers, bis dato zuverlässiger Punktesammler. Wenn man so will, der große Verlierer, dass Austin Reaves wieder dabei ist.

 

Ausblick

 

Das Pendel scheint in Richtung Houston auszuschlagen, ich sehe sie als Favorit für Spiel 6, zumal zu Hause in Texas. Eine offene Frage: Kommen die Superstars Durant (Rockets) und/oder Doncic (Lakers) noch für diese Serie zurück?

 

Nächstes Spiel: Sa., 03:30: Rockets – Lakers

 

Ansetzungen

 

Fr., 01:00: Hawks – Knicks (2:3)
Fr., 02:00: 76ers – Celtics (2:3)
Fr., 03:30: Timberwolves – Nuggets (3:2)

Sa., 01:00: Magic – Pistons (3:2)
Sa., 01:30: Raptors – 76ers (2:3)
Sa., 03:30: Rockets – Lakers (2:3)