von Münchner Löwe | Jan. 13, 2026 | basketball, Biathlon, Fußball, Handball, NBA, ski alpin, Wintersport, Wochenvorschau
Sport satt, nämlich Fußball, Handball-EM und Wintersport
Bundesligisten im Doppeleinsatz
Der kurze Zeit sehr strenge Winter ist offenbar wieder dabei, der Englischen Woche in der Fußball-Bundesliga steht nichts mehr entgegen – außer Tauwetter, siehe Hamburg. Der 17. Spieltag m Dienstag/Mittwoch – nicht zu vergessen das Topspiel zwischen Augsburg und Union am Donnerstag, komplettiert die Hinrunde, die Rückrunde startet am Wochenende. Partien, die es sich vielleicht lohnt zu gucken, sind während der Woche Stuttgart vs Frankfurt (Di., 18:30), eine Art Best of the Rest neben den Großen, HSV – Leverkusen (Di., 20:30, abgesagt wg. Tauwetters) und Köln vs Bayern (Mi., 20:30). Letztere Partie nur unter dem Gesichtspunkt, ob Rib und Rob (Ribéry und Robben) mit Oliseh und Diaz tatsächllich Zauber-Nachfolger gefunden haben und wie hoch letztlich tatsächlich die Hinrunden-Rekordtormarke (zurzeit 63) der Bundesliga-Geschichte gesetzt wird.
Am Samstag zum Topsiel des Tages müssen die Münchner dann nach Leißzig (Sa., 18:30). Mit dabei ist dann wieder aif Leipziger Seite der ivorische Star Yan Diamonde, nachdem die Elfenbeinküste im Viertelfinale des Afrika-Cups gescheitert ist.
Am Wochenende startet dann auch die 2. Bundesliga, und die Jagd auf Schalke beginnt. Der Tabellenführer handelte sich zum Jahresabschluss eine Pleite bei Eintracht Braunschweig ein, der Vorsprung auf Platz 3 (Darmstadt) beträgt immer noch 4 Punkte. Fast standesgemäß geht es für die Knappen mit einem echten Schlager los, denn sie sind am Samstagabend (20:30) im Berliner Olympiastadion bei Hertha BSC zu Gast.
Mit Knallhart-Handball zur Medaille?
Die Männer-EM beginnt am Mittwoch, und das Ziel des deutschen Teams lautet Edelmetall, vielleicht sogar Gold. Doch die Auslosung hat einen sehr harten Weg beschert. Weniger in der Vorrunde, wenn Österreich, Spanien und Serbien die Gegner sind, das klingt schon knackig genug. Aber wenn die Truppe ersten Zwei erreicht, trifft sie in der Hauptrunde höchstwahrscheinlich auf Dänemark und Frankreich, dazu vielleicht Aufstreber wie Portugal und Norwegen.
Richten soll es eine Knallhart-Abwehr und vor allem die Torhüter Andi Wolff (Europameister vor 10 Jahren) und David Späth, die weltweit zu den besten ihres Fachs zählen.
Los geht es am Donnerstag (20:30) gegen Österreich (mit vielen Bundesliga-Akteuren), es folgen die Partien gegen Serbien (Sa., 20:30) und Spanien nächsten Montag.
Klarer Titelfavorit ist Dänemark, der souveräne Olympiasieger von 2024 (auch dank einer Finalgala gegen Deutschland). Frankreich hat vielleicht einen besseren Ruf als Team, das vermag ich nicht einzuschätzen.
Winter-Klassiker, wohin man schaut
Männer-Abfahrt am samstag in Wengen, klassischer gehts nicht . das 4,2-Kilometer-Rennen mit Hundsschopf, Minschg-Kante, Österreicher-Loch und Schluss-S vor malerischer Postkarten-Kulisse (leider nicht für Dänen mehr) mit den Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau. Bei Sonnenschein gibt es nicht Schöneres für die Augen im Ski-Winter. Tags zuvor steht ein Super-G an gleicher Stelle an (stark verkürrzte Strecke), am Sonntag der Spezialslalom.
In den Speedrennen geht der Sieg jeweils nur über marco Odermatt, schon ein Wengen-Spezialist, im Slalom gibt es ein gutes Dutzend Sieganwärter.
Die Frauen lassen diesmal Cortina aus, weil dort in einem Monat die Olympia-Wettbewerbe stattfinden. Stattdessen geht es nach Tarvisio, wo Abfahrt und Super-G angesetzt sind. Chance für Lindsey Vonn, an ihrem Legendenstatus zu basteln, Chance aber auch für Emma Aicher, mit einem Platz ganz vorne Selbstvertrauen für die olympischen Tage zu tanken.
Die Biathleten machen bei der zweiten deutschen Traditionsstrecke Station. Nach Oberhof stehen die Rennen in Ruhpolding an mit Staffeln, Sprint und Verfolger. Norweger und Französinnen sind das Maß aller Dinge, SchwedInnen, etwa die Öberg-Schwestern und Samuelson haben auch schon aufgezeigt.
Dem deutschen Team fehlt noch ein Sieg in diesem Winter: Kommt es zu Durchbruch für Weltcup-Titelverteidigerin Franzi Preuß oder gar ein Debüt ganz oben auf dem Stockerl für Philipp Nawrath?
Berlin Game der NBA
Am Donnerstag ist es so weit. In der Halle am Ostbahnhof gibt es das erste reguläre Match der NBA in Deutschland, wenn die Orlando Magic auf die Memphis Grizzlies treffen. Die Magic sind das „deutsche“ Team der US-Basketball-Liga mit den Nationalspielern Franz und Moritz Wagner sowie Tristan da Silva. Ob Franz nach seine Knöchwelverletzung rechtzeitig fit wird, bleibt abzuwarten, er macht zwar den Trip mit, doch die Teamführung machte deutlich, dass er auf keinen Fall verheiuzt werden soll, dafür haben die Magic mit ihrem besten Mann noch zu viel vor in dieser Saison. Moritz jedenfalls gab am Sonntag sein Debüt nach mehr als einjähriger Pause wegen Krezbandriss, noch etwas rostig, aber voller Einsatz. Bei da Silva schwankt im zweiten NBA-Jahr die Form, gute und schwache Partien wechseln sich unregelmäßig ab, genauso die Frage, ob sein Dreier fällt oder nicht.
Auch die Grizzlies haben Deutschland-Bezug. Der finnische Trainer Tommy Iisalo coachte lange in der BBL und führte 2023 die Telekom Baskets Bonn in die Finalserie, in der allerdings sich Ulm als besser erwies. Seit Mai ist der Chefcoach bei Memphis und hat sich mit seinem kompromisslosen Verhalten gegen Starspieler Ja Morant zwar nicht dessen Frendschaft, wohl aber Respekt in der Liga verschafft. Amit Orlando und Memphis nicht nurfür ein Spiel nach Europa fliegen, kommt es am Samstag in London zu einer weiteren Partie zwischen diesen beiden Kontrahenten.
Und sonst?
- Internationale Ligen, England: Im Blickpunkt steht das Mancester-Stadtderby zwischen City und United (Sa., 13:30). United nach vergleichsweise ansprechendem Start in der Krise. Teammanager Roben Amorim wurde schon gefeuert, aber auch mit neuen Coach flog man im FA-Cup schon in der 1. Runde raus (mit der Folfge, das in dieser Saison nur noch Ligaspiele anstehen). City hat mit 3 zum teil überflüssigen Remis den Abstand zu Arsenal nicht verkürzen können, er beträgt immer noch 6 Punkte. Die Abhängigkeit von den Toren Erling Haalands ist frappierend.
Spanien: Real trifft auf Levante (Sa., 14:00): Das wäre nicht weiter erwähnenswert, aber die Madrilenen haben nach der Niederlage im Supercup-Endspiel in Dschidda Trainer Xabi Alonso nach einem knappen halben Jahr schon gefeuert (angeboten hätte sich: in der Wüste gelassen …). Jetzt soll es der Coach der 2. Mannschaft, Arbeloa, richten. Wie Alonso war auch Arbeloa ein großartiger Mittelfeldspieler, die beiden haben sogar bei Liverpool gemeinsam gespielt.
- Basketball: Stimmungsvoll wird es am Donnerstag im SAP Garden, wenn der FC Bayern das griechische Team Panathinaikos Athen empfängt, dessen fans mit Sicherheit für viel Radau sorgen. Die Münchner haben nur noch theoretische Chancen auf die K.-o.-Runde, Panathinaikos kämpf als 7. sogar um einen Top-6-Rang und die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale.
- Tennis: Die Australian Open werfen ihre Schatten voraus. Im Form des Qualifiationsturniers. Drei Runden gilt es zu überstehen, dann haben die Profis die 1. Runde erreicht, und allein das dortige Preisgeld sichet einen Großteil des (Reise)-Budgets fürs Jahr.
Der junge Deutsche Justin Engel ist schon in der 1. Runde gescheitert. Yannick Hanfmann hatte Glück: Da der Finne Emil Ruusovuori die Teilnahme absagte, rückte er ohne Quali-Müh(l)e ins Hauptfeld nach.
- Snooker: Das Masters in London ist nach der WM vielleicht das wichtigste Turnier im Jahr und gehört zur „Triple Crown“. Die komplette Weltelite ist folgerichtig am Start. Gespielt wird im Ally Pally, allerdings ist es sehr, sehr, sehr viel ruhiger als vor zwei Wochen bei der Darts-WM an gleicher Stelle.
- US Sport: In der NFL stehen am Wochenende 4 Partien der Divisional Round auf dem Programm. Mehr dazu in einem gesonderten Text.
von Münchner Löwe | Dez. 21, 2025 | Fußball, NBA, ski alpin, Wintersport, Wochenvorschau
Die Weihnachtswoche war in meiner Kindheit und Jugend sportliches Brachland. Der Videotext verabschiedete sich und wünschte ein frohes Fest: England und die USA unerreichbar, und hätte nicht am 26. Dezember das Wiener Hallenturnier die Pforten aufgemacht, hätte ich mich tatsächlich länger mit den geschenkten Büchern und Platten beschäftigen müssen …* Ganz hinten für den 30. Dezember leuchtete ganz schwach der Oberstdorfer Auftakt der 4-Schanzen-Tournee (eigens für die Überbrückung der Tage zwischen den Jahren erfunden).
Wie anders ist jetzt: Ein fast volles Programm erwartet uns, sogar mit einer Premiere: Fußball am Heiigen Abend, das hat es meines Wissens noch nie gegeben. Der Afrika-Cup erstmals schon Ende Dezember macht es möglich. Ansonsten viel Wintersport (natürlich auch die Tournee), Fußball in England, US Sport im Überangebot und mittlerweile auch die nicht mehr wegzudenkende Darts-WM aus dem Ally Pally.
Die NBA startet durch
Für viele beginnt die nordamerikanische Basketball-liga erst am 25. Dezember so richtig. Und das, obwohl die Erfahrung lehrt, dass nach den tatsächlich schon gespielten etwa 30 Partien die Fronten schon weitgehend geklärt haben, also weder ein Sprung von unten nach oben gelingt, aber eben auch nicht ein Absturz
Und dennoch: Dank der Rechte-Inhaber werden jedes mehrere Schlager mit den beliebtesten und besten Teams/Profis angesetzt werden, die sich einander messen sollen. Mittlerweile ist das auf 2 Tage aufgeteilt, am 25. Dezember sind es 5 Spiele hintereinander weg ab 18 Uhr MEZ. Wer also schon Weihnachtspause benötigt, kann sich bei Sky gemütlich machen mit den Schlagern
18:00: NY Knicks (Madison Square Garden) – Cleveland
20:30: OKC (Titelverteidiger, MVP Shia Gilgeuos Alexander) – San Antonio Spurs (Wemby!)
23:00: Golden State (Curry) vs Dallas Mavericks (Nowitzki, äh Doncic, äh Flagg (nona))
02:00: LA Lakers (Hollywood, LeBron James) vs Houston (Durant, Top-Team)
04:30: Denver (Jokic) vs Minnesota (Edwards)
Die „2.“ Garde ist dann am 26. Dezember dran, u. a. Pacers (Finalist) vs Boston (Titelträger 2024).
Der berühmte Boxing Day
Nicht-englische Fußball-Trainer wie einst Kloppo, die es in die Premier League zog und zieht, hassen diese Besonderheit. Das irrsinnige Weihnachtsprogramm in den englischen Ligen mit bis zu 4 Partien innerhalb 8 Tagen. Gerade der 26. Dezember (Boxing Day), ist eigentlich reserviert für den Fußball (um den der Familie überdrüssigen Männern eine Zuflucht zu gewähren, wie es heißt). Dieses Jahr ist alles anders, da es ein Freitag ist: Nur Old Trafford ist geöffnet, wenn Manchester United den Woltemade-Club Newcastle United empfängt. Dafür gleich 12 Partien in der 2. Liga, die sich vollmundig Championship nennt. Am Samstag gibt es dann auch in der PL den kompletten Spieltag, unter anderem mit der Begegnung von Tabellenführer Arsenal vs Brighton.
Das Semmering-Doppel
Zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es in der Ski-Nation Österreich für die Frauen immer ein Doppel in den technischen Disziplinen. Diesmal wieder am Semmering, wo am Samstag ein Riesenslalom und am Sonntag ein Slalom auf dem Programm stehen. Dann ist auch die zuletzt in Val d’Isere pausierende Weltcup-Führende Mikaela Shiffrin wieder dabei, die im Slalom unschlagbar scheint.
Gleichzeitig hatten die Männer immer ihre Abfahrt (und Super-G) in Bormio. Doch diesen Winter nicht, weil die so schwierige Stelvio olympische Weihen genießt in knapp 2 Monaten (wenns denn Schnee gibt …). Als Ersatz gibt es nur einen Super-G am Samstag in Livigno. Die Terminplanung bei den Männern ist eh absurd: Nach dem Italien-Fünfer von vergangenen Donnerstag bis Montag (Slalom in Madonna) gibt es danach bis zum 7. Januar nur diesen einen Super-G in Livigno. Nicht dass die strapazierten Herrschaften diese Pause sich nicht redlich verdient hätten.
Darter in der entscheidenden Phase
Nach dem nicht enden wollenden Prolog der ersten 2 Runden (an insgesamt 12 Wettkampftagen! und von mir weitgehend ignoriert) geht es nach Weihnachten Schlag auf Schlag mit dem Pfeilewerfen. Noch eine eher schleppende 3. Runde, danach aber Achtel-, Viertel-, Halbfinale bis zum WM-Endspiel am 3. Januar in rasender Abfolge. Viele Erkenntnisse habe ich bisher nicht gewonnen, die Top-Favoriten wie Weltmeister Luke Littler, dessen 2024er-Vorgänger Luke Humphries und auch Michael van Gerwen sind alle noch dabei. Genau wie aus deutscher Sicht Ricardo Petreczko, der am Samstag in einem Thriller den höher eingeschätzten Dave Chisnell aus dem Turnier nahm.
Natürlich – die Tournee
Das Jahreswend-Ereignis in Deutschland (Oberstdorf, Garmisch) und Österreich (Innsbruck, Bischofshofen) hat trotz der Konkurrenz wenig von seiner Bedeutung verloren. Tournee-Sieger genießen höheres Ansehen als die oft zufälligen Triumphatoren bei WMs und sogar Olympia (die sich trotzdem gut vermarkten).
Die vergangene Tournee war eine rein österreichische Angelegenheit. Dreifach-Gesamt-Erfolg, und in den 4 Springen gabe es nur einen Nicht-Austria-Podestplatz, den der Schweizer Gregor Deschwanden in Garmisch ergatterte, also der Schanze, die Österreichern traditionell nicht liegt ….
Ob sich diese Total-Triumph dieses Jahr (1. Springen am 29. in Oberstdorf) trotz durchau starker Austria-Adler wiederholt, erscheint mir doch äußerst fraglich. Zum einen scheint mir die Konkurrenz viel breiter aufgestellt, weil zum Beispiel die Slowenen beschlossen haben, dass es in einer Olympia-Saison vielleicht ratsam wäre, nicht erst zu den Skifliegen ab Mitte Januar gut in Form zu sein. Mit der Folge, dass Domen Prevc in den vergangenen Weltcups der Konkurrenz auf und davonflog. Was allerdings nix heißen muss für die Tournee, wie deutsche Frühformler vergangener Jahre (und in der Tournee eher zurückgeblieben) traurig bestätigen werden.
Apropos Deutschland: Seit Sven Hannawalds Grand Slam 2001/02 hat kein hiesiger Springer die Tournee gewonnen. Dass sich das ändert, ist trotz guter Platzierungen etwa von Philipp Raimund noch unwahrscheinlicher als ein Österreich-Durchmarsch.
Die Frauen sind übrigens zum letzten Mal bei diesem Großereignis nicht dabei. Ab 26/27 sollen sie tatsächlich auch springen dürfen, was jahrelange Lobby-Arbeit am Ende doch bewirken kann …
Wer wird Afrikas Bester?
Der Afrika-Cup beginnt heute, wenn die marokkanischen Gastgeber in Rabat die Kormoren-Auswahl empfangen. Für Europa von doppelter Bedeutung. Zum einen fehlt fast jedem Spitzenteam mndestens ein herausragendewr Profi, der eben für sein afrikanisches Land antritt wie etwa Mo Salah für Ägypten. Vor allem abe ist der Afrika-Cup ein Vorspielen der WM-Nationen, die zumindest bei den Fans doch sehr viele unbekannt sind. Afrika-Cup und WM in eine Saison, das ist nicht üblich und nur Terminveschiebungen geschuldet. Man wird sehen, wie die Naitonen diese pausenlose Hetzjagd verkraften. Mich würde jedenfalls nicht wundern, wenn die Teams im Huli in Amr3eika nicht mehr auf der Höhe ihrer Schaffenskraft wären.
Zum Turnier selbst: Die Gastgeber sind selbstreden zumindest Mit-Favorit, auch wegenihres tollen Abschenidens bei der WM 2022 in Katar, als sie Vierte wurden (jemals die beste Platzierung aus Aufrika beim Weltturnier). Auf dem Zettel habe ich auch die ivorischen Titelverteidiger. Sehr stark in der Abwehr und mit dem Leipziger Himmelsstürmer Diomande. Die Ivorer sind natürlich für deutsche Fans besonders interessant, weil sie Gruppengegner in der 2. WM-Partie Houston sein werden.
Ansonsten ist das Afrika-Turnier mit 24 Teams für mich eine Wundertüte, meistens nicht sehr torreich. Sehr körperlicher Fußball mit manch technischem Gustostückerl. Wers sehen will (zB am Heiligen Abend gleich 4 Spiele), Sportdigital überträgt alle Spiele
Und sonst?
- Internationale Ligen, Italien: Voller Spieltag auch in der Serie A. Heraus sticht die Partie der Champions-League-Teilnehmer Atalanta gegen Meiser Inter am Sonntag.
- Basketball: Die Euroleague macht tatsächlich Pause. Schlager der BBL ist am Sonntag die Partie von Meister Byern München gegen den Sensationsaufsteiger Gladiators Trier, der auf Platz 2 steht.
- Handball: Die HBL gibt sich die Ehre mit einem vollen Spieltag am 26. und 27. Dezember, allerdings ohne Topschlager. Die Hallen werden erfahrungsgemäß trotzdem voll sein.
- American Football: Der vorletzte Spieltag der Saison steht an. Zum letzten Mal verteilt auf mehrere Tage Donnerstag, Samstag bis Montag (Ortszeit). Mehr dazu in einer speziellen Vorschau (vor allem Rückschau auf diese Woche) hoffentlich noch vor Weihnachten.
- Wintersport: Nächsten Sonntag beginnt die Tour de Ski. Mittlerweile ist das Mehr-Nationen-Event allerdings eine rein italienische Veranstaltung, zunächst in Toblach und mit Ende wie gehabt mit dem Anstieg heianuf zur Alpe ciemis. Im Zweifel gewinnt eine Schwedin und ein Norweger, vielleicht auch umgekehrt …
von Münchner Löwe | Dez. 9, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Noch mal einigermaßen davongekommen ist Franz Wagner. „Nur“ eine schwere Verstauchung des linken Knöchels, lautet die Diagnose für den deutschen Weltmeister. Da hatte ich (wie jeder Basketball-Fan) ganz andere Befürchtungen, als ich die Bilder sah: Wie er nach dem Stoß von Ariel Hukporti von den New York Knicks am Boden lag, die Hände vors Gesicht hielt und beim besten Willen nicht mehr auf die Beine kam. Gestützt auf die Arme seines (noch nicht spielfitten Bruders Moritz) musste der Star der Orlando Magic das Parkett im Madison Square Garden verlassen.
Ärgerlich genug ist die Zwangspause, die nach Auskunft der Ärzte 2 bis 4 Wochen betragen wird, aber eben nicht die befürchteten 2 bis 4 Monate und mehr. Franz Wagner war in absoluter Glanzform. Er trug wesentlich zum Aufschwung der Magic nach ihrem Fehlstart in die Saison bei, als Co-Star Paulo Banchero verletzt fehlte. Auch als der Nummer-1-Pick der Magic wieder zurückkam, legte Wagner weiter fabulöse Zahlen auf, sogar sein Dreier fiel an manchen (nicht jedem) Abend mehr als ordentlich – nein, ein Steph Curry dürfte er nicht mehr werden.
Aufatmen dürfte auch Landsmann Hukporti, über den sich der Zorn vieler Deutscher und Magic-Fans entlud. Ja, natürlich war es ein Foul, aber überhaupt nicht bösartig/unsportlich, sondern halt der klassische unglückliche Unfall eines lang nicht mehr körperlosen Sport, wenn zwei jeweils mehr als hundert Kilo schwere Körper aufeinanderprallen.
Verpassen wird Wagner auf jeden Fall den NBA-Cup, in dem seine Orlando Magic nach dem Gruppensieg heute Nacht im Florida-Viertelfinale auf die Miami Heat treffen. Ein Ziel, das sich Stand heute und Diagnose heute auf jeden Fall ausgehen müsste für den Berliner Wagner, ist das Spiel der Orlando Magic gegen die Memphis Grizzlies in seiner Heimatstadt. In der Halle am Ostbahnhof kommt es am 15. Januar, also in gut 5 Wochen, zum „Berlin Game“, zum ersten regulären NBA-Spiel in Deutschland überhaupt. Die Magic sind ja so etwas wie das deutsche Team: Neben den Wagners Franz und Moritz (dessen Comeback dürfte unmittelbar bevorstehen) hat auch Tristan da Silva einen festen Platz: allerdings geht dessen Leistungskurve zurzeit ein wenig zurück.
NBA-Cup, Viertelfinale (MEZ, alle Spiele bei Prime)
Mi., 00:00: Orlando Magic – Miami Heat (Ost)
Mi., 02:30: Toronto Raptors – New York Knicks (Ost)
Do., 01:30: Oklahoma City Thunder – Phoenix Suns (West)
Do., 04:00: Los Angeles Lakers – San Antonio Spurs (West)
Das Final Four findet ab Samstag in Las Vegas statt. Im Halbfinale ermitteln die beiden Ost-Sieger (Sa., 23:30) und West-Sieger (So., 03:00) die Endspielteilnehmer, das am Mittwochmorgen um 02:30 Uhr MEZ stattfindet.. Alles andere als ein Triumph der bisher in jeder Hinsicht unfassbaren Oklahoma City Thunder (ein Niederlädchen bisher) wäre eine vertiable Sensation.
von Münchner Löwe | Dez. 5, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Nach sage und schreibe 1297 (!) Partien hat LeBron James in einer NBA-Partie nicht zweistellig gepunktet. Diese Serie startete am 6. Januar 2007, also vor fast 19 Jahren.
Absurderweise ist er selbst “schuld” am Serienende. Beim Stand von 120:120 zwischen seinen Lakers und den Raptors hatte LeBron mit 8 Punkten auf der Habenseite den Ball, als nur noch Sekunden zu spielen waren. Er hätte also werfen können oder die Uhr auslaufen lassen können, damit er in den 5 Minuten der Overtime seine 2 noch notwendigen Punkte für die “double digits” macht (was ihm ziemlich sicher gelungen wäre). Weder das eine noch das andere geschieht: Vielmehr passt er den Ball zu Rui Hachimura, dessen Buzzerbeater den Sieg für die Lakers beschert. “Wir haben gewonnen”, beschied James hinterher über sein Serienende. Wohlwissend, dass dies in dieser Saison früher oder später höchstwahrscheinlich eh passiert wäre. Vor allem aber in dem Wissen, dass diese 1297 Partien zweistelliges Punkten tatsächlich ein Rekord für die Ewigkeit sein werden. 1300 Spiele wären nice gewesen, aber what shells, wie der Engländer nicht sagt.
Ich mag James nicht besonders, spätestens seit der unrühmlichen Heat-Serie vs die Mavericks 2011, als er die Gegner und vor allem Dirk Nowitzki verarschte. Ich halte ihn zudem für einen Egozocker, und ob er jetzt den Lakers wirklich hilft, wage ich angesichts anbahnenden Wechseltheaters und des recht geringen Gegenwerts für sein Monstergehalt von meh als 50 Mio/Jahr für zweifelhaft. Aber dass er neben Michael Jordan, den ich übrigens auch nicht leiden konnte (mit den meisten Superstars habe ich es offenbar nicht so/Ausnahmen u. a. Mikaela und Roger), der beste Basketballer aller Zeiten ist, steht wohl außerhalb jeder Diskussion.
von Münchner Löwe | Nov. 28, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Der letzte Vorrunden-Spieltag des NBA-Cups steht heute Nacht an, wo im Osten und Westen jeweils vier K.-o.-Runden-Teilnehmer ermittelt werden. Fix ihren Platz haben erst 2 (Toronto Raptors/Ost und LA Lakers/West), fix ausgeschieden sind jeweils 8 Mannschaften, darunter erstaunlicherweise die grundsätzlich so gut in die Saison gesarteten Houston Rockets. 12 Teams haben also noch mehr (Miami Heat) oder weniger (Milwaukee Bucks) realistische Chancen. Das versuche ich zu beleuchten, wobei ich jetzt nicht jede Unwahscheinlichkeit (Siege mit mehr als 40 Punkten Unterschied einfließen lasse.
Am interessantesten dabei sind naturgemäß die direkten Duelle, in denen der Sieger (fast) sicher weiter ist und der Verlierer das Viertelfinale verpasst.
Ein solches findet in Denver statt, wo die Nuggets in 1600 Meter Seehöhe die San Antonio Spurs empfangen. Wer gewinnt, ist Gruppensieger und sicher weiter, wer verliert, ist sicher raus. Bei den Nuggets fehlen sehr starke Spieler wie Christian Braun und Aaron Gordon, bei San Antonio der Außerirdische Victor Wembanyama.
Im Westen sind sonst noch die Partien Thunder vs Suns (Gruppe A) und Clippers vs Grizzlies (B) relevant fürs Weiterkommen. Die Ausgangsposition: Thunder und Suns liegen derzeit bei 3:0 Siegen, wer gewinnt kommt also sicher weiter (bei der unfassbaren Form der Thunder höchstwahrscheinlich die Suns). Der Zweite Phoenix hat derzeit das klar bessere Korberhältnis (+35) gegenüber den Protagonisten Grizzlies (+9) oder gar Clippers (-15). einzig einigermaßen spannendes Szenario entwickelt sich also bei einer Niederlage der Suns und einem Sieg der Grizzlies, wo de Unterschied „nur“ 26 Punkte beträgt, die sich bei Niederlage Suns und Sieg Clippers ja gegenseitig abknabbern.
Mehr Spannung im Osten
Nur kampflos zuschauen können die Miami Heat, ob sie als Gruppensieger in der Gruppe C noch von den New York Knicks abgefangen werden. Diese empfangen die Milwaukee Bucks und würden mit einem Sieg aufgrund des Erfolgs im direkten Duell am 3. Spieltag auf jeden Fall an den Heat vorbeiziehen. Verlieren sie dagegen, sind sie sicher raus. Doch die Bucks (auch noch ohne Giannis Antetokuonpo) haben eben gegen die Heat verloren, können also nicht mehr Gruppensieger werden. Und ihr Korbvehältnis ist so schlecht (+11), dass es äußerst unwahrscheinlich praktisch ausgeschlossen ist, dass sie als bester Gruppenzweiter weiterkommen.
In der Gruppe B gibt es ein direktes Duell um den Gruppensieg: Dabei empfangen die Pistons (2:1) die Magic (3:0) mit Franz Wagner und Tristan da Silva). Wer gewinnt, ist also sicher durch. Falls die Magic verlieren, hätten sie noch die Chance auf den besten zweiten Platz, den sie zu 98 Prozent sicher haben, wenn sie nicht mit mehr als 12 Punkten Unterschied unterliegen (und den Cavs nicht ein Kantersieg gelingt/siehe unten). Die Pistons wären mit einer NIederlage auf jeden Fall raus.
Ihtr wollt es noch komplizierter, bitte sehr! Bleiben nämlich die Chancen der Cavaliers, die bestenfalls auf ein Weiterkommen über Platz 2 hoffen dürfen (die Raptors können sie in der Gruppe A nicht mehr einholen). Sie müssen also vor den Heat (ich setz jetzt mal den Sieg der Knicks gegen die Bucks voraus) und Magic/Pistons bleiben.
Die Heat würden sie mit einem Sieg mit +16 und mehr abfangen. Dann hinge alles von der Partie Pistons vs Magic ab. Gewinnen die Magic, wären die Cavs auf jeden Fall vor den Pistons. Auf die Magic müssten sie insgesamt 28 Punkte gutmachen.
Wer das jetzt alles verstanden hat, Gratulation … Wobei die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass ichs falsch erklärt habe.
Langer Rede, kurzer Tipp
Im Westen kommen weiter: Oklahoma City Thunder (Gruppe A), LA Lakers (B), Nuggets/Spurs (C) sowie als bester Gruppenzweiter die Phoenix Suns.
Im Osten kommen weiter: Raptors (A), Magic (B), Knicks (C) und als bester Gruppenzweiter Miami Heat.
Schaun mer mal …
Jeweils die beiden besten Gruppensieger in Ost und West haben in den Viertelfinali (9./10. Dezember) Heimrecht. Nach Stand der Dinge wären das die Raptors und Magic respektive die Thunder und Lakers.
Das Final Four findet in Las Vegas statt mit den Halbfinali (Sa., 13. Dezember, 23::30/So., 03:00 MEZ) und dem Finale (16. Dezember/02:30).
von Münchner Löwe | Okt. 24, 2025 | NBA
IV. Wenigstens etwas Hoffnung
MIAMI HEAT
Mit der sogenannten Heat Culture, die erstaunliche Play-off-Runs ermöglichte dank gnadenloser Defense trotz unterlegener Kader, ist es erst mal vorbei. Vorbei auch die am Ende elenden Zeiten des wechselwilligen Jimmy Butler (das On-off Ende 2024 samt Spielerstreik will in Miami wirklich niemand mehr zurückhaben!), der jetzt in San Francisco bei den Warriors sein (letztes?) Basketball-Glück sucht. Und doch hat der alte Berater Pat Riley immer noch ein vernünftiges Team beeinander – und mit dem immer braungebrannten Eric Spoelstra (es lebe das Florida-Klischee) einen der besten Trainer der Liga auf der Bank, auf der dieser allerdings nie sitzt.
Die Stars
Bam Adebayo: Ein Center, alles mitbringt: Extrem am Ring auf beiden Seiten, verkörpert die beinharte Defense der Heat, mit der sie ihre Siege erringen wollen. Und offensiv liefert er weiter regelmäßig die Punkte ab auch mit einem vernünftigen Distanzwurf.
Tyler Herro: Prägte als Jungspund neben Butler die Heat Culture. Jetzt ist er 25 Jahre alt, und alle erwarten den letzten Sprung zum Superstar. Ob das gelingt? Es bestehen bei aller Klasse Zweifel, nicht zuletzt aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit, die ihn auch jetzt zu einer Pause bis mindestens Mitte November zwingt.
X-Faktoren
Eric Spoelstra: Der Coach hat immer neue Ideen, auch während einer Partie zieht er besonders schnell die richtigen Schlüsse und kann die Veränderungen auch dem Team übermitteln.
Norman Powell: ein echter Transfer-Coup, wie ich finde, den die Heat von den Clippers loseisten. Dort hat er eine großartige Saison hnter sich, und trotzdem fand man in LA keine Verwendung mehr für ihn (oder hatte kein Geld mehr übrig, um es nett zu sagen). Knüpft er an diese Leistungen an, dürften die Play-Ins fast sicher sein.
Kel’el Ware: Enormes Potenzial vorne und hinten, das der Center schon andeutete: Der 21-Jährige hat das Zeug zum Franchise Player, ihm steht eine große Karriere offen.
Problemfeld
Das Aufbauspiel: Ohne Jimmy Butler fehlt ein Spieler, der den Ball einigermaßen unfallfrei nach vorne bringt und dort seine Kollegen schlau einsetzt. Tyler Herro soll diese Rolle übernehmen, doch noch scheint er oft überfordert.
PHILADELPHIA 76ERS
Verletzungen noch und nöcher zerstörten früh die Saison in der Stadt der brüderlichen Liebe: Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Joel Embiid, Tyrese Maxey, Paul George und der so verheißungsvoll gestartete Rookie Jared McKain fehlten zum Teil über Monate, auch Tyrese Maxey. Weshalb die Sixers den Tanking-Modus einschalteten, tatsächlich über Gebühr verloren und mit dem 3. Draftpick belohnt wurden. Die Teamführung entschied sich für V.C Edgecombe von den Bahamas.
Der Ausblick ist natürlich geprägt von der Verletzten-Historie. Auch bei großem Optimismus ist sehr fraglich, ob der einstige MVP Embiid auch nur annähernd an frühere Glanztage anknüpfen kann; zu ruiniert scheinen die Knie, die das atem(be)raubende NBA-Programm schlicht nicht mehr bewältigen. Was mit Paul George (35) wird, steht ebenso in den Sternen. Andereseits sind Maxey, MrCain im 2. Jahr und eben auch Edgecombie echte Hoffnungsträger, ganz oben anzuklopfen – erst recht über diese Saison hinaus
Die Stars
Tyrese Maxey: ein unglaublich smarter Aufbauspieler. Dem schaue ich sehr, sehr gerne beim Basketballzocken zu. Sehr guter Wurf, mit 24 hat er seine beste zeit noch vor sich.
Jared McCain: Auf bestem Weg zum Rookie des Jahres 24/25, ehe ihn eine Meniskus-Verletzung stoppte. Der große Faustpfand im Kader, der zu riesigen Hoffnungen Anlass gibt.
X-Faktoren
Joel Embiid: Ich hab lange überlegt, ob er nicht zu den „Stars“ gehört. Doch zu groß sind meine Zweifel über seine Fitness. Sollte er wider Erwarten tatsächlich sein Leistungspotenzial abrufen (und sei es nur zu 90 Prozent), dann hat Phillie-Town auch im Basketball etwas zum Jubeln (nach dem Super-Bowl-Triumph der Football-Eagles).
Die Fans: Mit die leidenschaftlichsten, aber auch die brutalsten gegen das eigene Team. Eine Eigenschaft der Stadt (trotz des Namens brüderliche Liebe), wie auch Phillies (Baseball), Eagles (Football/ein ganz trauriges Kapitel für sich) und Flyers (Eishockey) leidvoll bezeugen. Wenns nicht läuft, wird gebuht und (auch persönlich) beleidigt. Wenns läuft, sind die Spieler allesamt Könige. Schon zu oft gesehen und mitgelitten, gerne auch in einem einzigen Spiel.
Problemfeld
Verletzungen: Spiel- und Zeitmanagement gerade für die „Alten“ Embiid und George, das wird das große Kunststück sein für Nick Nurse; immerhin der Meistercoach der Toronto Raptors 2019. Einer der besten Trainer der Liga, der mit den Unwägbarkeiten schon zurecht kommt.
CHICAGO BULLS
Wir älteren NBA-Fans sind ja mit den Bulls aufgewachsen in den 90ern; mit Jordan, Pippen, Kukoc, Rodman und Co. Waren unterteilt in Bulls-Fans (eher die Mehrheit, weil Erfolg so sexy macht) und Bulls-Gegnern (ich war „Gegner“ bei 6 Finalserien, seufz).
Und jetzt? Nicht Fisch, nicht Fleisch. Die Bulls sind mmer zu gut für die Plätze ganz unten (und den Top-Draft-Picks), aber zu schwach, damit das Team ganz oben angreifen kann. An guten Tagen weht der alte Bulls-Charme durch die altehrwürdige United Arena mit dem so wunderschönen Alan-Parsons-Einlauflied, das mich zurückbeamt in die 90er zu den Jordans und Pippens und Kukocs).
Eine recht erratische Teamführung lässt seit Jahren nicht erkennen, wohin die Reise gehen soll, was man will in „Windy City“. Jetzt haben die Verantwortlichen eine „Übergangs-Saison“ ausgerufen, gefühlt die zehnte in den vergangenen zehn Jahren. Der Star der vergangenen Saison, Zach LaVine, ist in Richtung Sacramento entschwunden: für lächerlich wenig Gegenwert, wie ich finde. Vielleicht ist der Kader stark genug für die Play-Ins, aber schon die Top 4 halte ich für völlig illusorisch, auch im schwachen Osten.
Die Stars
Coby White: Der Guard hat einen Leistungssprung vollführt und ist des Chicago-Fan liebstes Kind. Will gehätschelt werden, dann legt er großartige Zahlen auf. Verpasst allerdings den Saison-Auftakt wegen einer Wadenverletzung, ganz heikle bei Basketball-Profis (oft Vorbote des Achillessehnenrisses).
Nicola Vucevic: Older Statesman im jungen Team mit seinen 35 Jahren. An seinen guten Tagen spielt der Montenegriner jeden Gegner aus den Schuhen, glänzt mit Übersicht und einem außerordentlich guten,geschmeidigen und wunderbar anzusehenden Wurf.
X-Faktoren
Matas Buzelis: Gerade 20 Jahre alt, und schon schwämt die NBA Community über diesen Jungen, dessen erstes famose NBA-Jahr noch längst nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet. 2,08 Meter riesig groß ist der Spielmacher, sogar länger als Magic Johnson auf dieser Postion. Ich darf ja mal ganz große (in jeder Hinsicht) Vergleiche anstellen.
Problemfeld
Mangelnde Erfahrung: Wie gesagt zwischen Baum und Borke. Ein unglaublich begabtes, vielleicht zu junges Team.
Josh Giddey: Vielleicht unfair, einen der Spieler herauszunehmen, aber der Ex-Thunder (dort ohne Zukunft) konnte in seinem ersten Bulls-Jahr nie zeigen, das er in einen Spitzenkader gehört.
TORONTO RAPTORS
Vielleicht erweckt auch durch den Erfolgsrun der Blue-Jayx-Baseballer in der Stadt, vernehme ich plötzlich ambitionierte Töne. Die Play-offs sind das Ziel der Kanadier, angesichts der Vorsaison (allerdings auch durch elendigem Verletzungspech bedingt) eine mutige Aussage. Aber vielleicht sogar berechtigt, weil zumindest die Starting Five durchaus höheren Ansprüchen genügt.
Die Stars
Scottie Barnes: Der beste Spiler im Kader musste die vergangene Saison veletzungsbedingt abbrechen. Jetzt ist er wieder fit und lässt die Kanadier hoffen.
Brandon Ingram: Toronto ließ sich den Wechsel des Flügels Mitte der vergangenen Saison einiges kosten. Jetzt ist der 27-Jährige gefordert. Er im Tandem mit Scottie Barnes, da darf man wirklich einiges erwarten.
X-Faktor
Young Guns: 20 Jahre (plus ganz kleines x). Darauf baut Toronto. Gradley Dick (21), Jamal Shead (23) Ja’Kobe Walter (20) und jetzt der Rookie Collin Murray-Boyles: Sie warten ganz dicht hinter der Starting Five auf den Durchbruch. Trainer Darko Rajakovic soll den Jungs-Basketball fördern.
Problemfeld
Young Guns: Konstante Leistungen darf niemand von den jungen Spunden erwarten. Plötzliche Einbrücke müssen eingepreist werden.
🇦🇹 👓
Jakob Pöltl, immer noch der einzige Ösi in der NBA, geht in seine 10. Saison. Das lassen sich die Kanadier erstaunliche 20 Millionen Dollares für die nächsten 4 Jahre kosten. Sie bekommen dafür einen sehr defensivstarken Center der ganz alten Schule. Also einen ohne Distanzwurf, aber jemand, der mit nimmermüden Einsatz Schüsse blockt und viele Offensivrebounds klaubt. Mit seiner Erfahrung wird er den jungen Teamkollegen eine wichtige Stütze und Anlaufstation bei allen Problemen sein. Zurzeit ist er nach einem Nasenbeinbruch noch mit Gesichtsschutz unterwegs.
V. Der Bodensatz
Washington, Charlotte und Brooklyn: Das Verlieren ist jetzt schon angesagt in der Hoffnung auf eine möglichst schlechte Platzierung (und größeren Chancen für einen Top-Draftpick 2026). Und doch: den einen oder anderen Lichtblick gibt es sogar hier …
WASHINGTON WIZARDS
Erstaunlich genug, das Präsident Trump die Wizards nicht auch wieder unbenennen will in Bullets (wie die Commanders in Redskins samt Stadion-Erpressung). Ansonsten wieder wenig Hoffnung und auch recht wenig Ambition. Rebuilt heißt das Zauberwort und eben das Hffen auf den Top-Pick 2026.
Die Stars
CJ McCullom: Mittlwerweile auch schon 33 Jahre. War einst bei den Blazers Teil des aufregenden Duos mit Damian Lillard, das so viel Spaß gemacht hat. nahch verlorener Zeit in New Orleans jetzt bei Mahptstadtclub
Khris Middleton: Sogar noch erfolgreichere Verganenheit, nämlich wichtiger Baustein des Titelteams der Bucks 2021 (neben Giannis). Sehr verletzungsanfällig, und nur deshalb ließen ihn die Bucks ziehen (für Kuzma). Wie für McCullom gilt: Ziehvater sein für die Toptalente und das eine oder andere Spiel mit herausragenden Leistungen gewinnen.
X-Faktoren
Talente-Entwicklung: Center Alexandre Sarr und Bub Carrington gehen ins zweite Jahr, dazu Super-Talente wie Bilal Coulibaly (noch ein Franzose) und Rookie Tre JOhnson (ein sehr guter Schütze). Sie alle können sich entwickeln, werden und dürfen Fehler machen.
Problemfeld
Geduld: Was passiert, wenn die Karriere-Sprünge nicht gelingen. Gibts dann das große Aufräumen im Team? Anonsten müsste gelten: wenig Ambition, alo kann es kaum Enttäuschung geben.
Zu seligen Jump-run-Zeiten (mit Lou Richter) war das summende Hornissenhaus eine echte Attraktion mit einem damals extrem unterhaltsamen Team in meine Erinnerung, wenigstens). Jetzt ist es nur noch trostlos, was das Team in Charlotte seit seiner Rückkehr vor 10 Jahren veranstaltet? POlay-offs? Positive Bilanz? All das kennen die fans fast nur noch vom Hörensagen. Wenn nicht alles täuscht, wird sich daran auch diese Saison nichts ändern. galten als „Favorit“ auf den Top-1-Pick und Ausnahmetalent Cooper Flagg, mussten sich aber mit der Nummer 4 begnügen, wo sie (durchaus nicht unumstritten) Kon Knueppel erwählten.
Die Stars
LaMelo Ball: Dabei haben die Hornets einen Ausnahmespieler in ihren Reihen. Nur ist der höchstbegabte LaMelo Ball öfter verletzt als spielfähig. Wenn er denn mal auf dem Parkett steht, sprüht er vor Spielfreude und außergewöhnlichen Ideen. Ein Profi, der den Unterschied macht. Ich wüsste so gerne, wie er auftrumpfen könnte, wenn er mal ein Jahr lang gesund ist.
Brandon Miller: Einer der Toptalente, den die Hornets 2023 an Nummer 2 gezogen wurde. Zeigt auch seine Offensiv-Qualitäten, in der Defensive wie das gesamte Team ausbaufähig.
X-Faktor
Die Gesundheit: Hier erwähne ich sie mal ausdrücklich. Wenn sie denn alle wirklich gesund bleiben (vor allem Ball!), sehe ich sogar geringe Chancen für die Play-Ins, denn die Mischung aus Jung (immer noch Ball, Sexton, Miller, Knueppel) und Alt (Connaugton, Miles Budges, sogar Plumlee) gefällt.
Und die Halle respektive die Fans dort drinnen im Hornissenkasten, hätten Erfolg so sehr nötig und verdient.
Problemfeld
Letztlich das Gleiche wie bei en Wizards, alles allerdings Unaufgeregter, weils nicht die erwartungsfrohe Hauptstadt, sondern nur das ruhgie North Carolina ist.
BROOKLYN NETS
Sie wollten vor ganz hoch hinaus mit dem Supertrio Durant, Irving und Harden et all. Nichts davon ist geblieben, nur Trostlosigkeit wie vielleicht nirgends sonst in der NBA. Nicht mal Super-Talente als Hoffnungsträger wie in Washington und Charlotte. Immerhin: Dank zahlreicher Picks in der 1. Runde konnten sich die Nets ein Talentepool nach Brooklyn holen. Apropos Brooklyn: Vielleicht wäre das Ganze nicht ganz so entsetzlich, würde es sich irgendwo im Mittleren Westen und nicht in der pulsierenden Stadt abspielen, die niemals schläft und so viel anderes Entertainment bietet.
Der Star
Cam Thomas: Fastbin ich geneigt den Star in Anführungszeichen zu setzen: Verlässlichster Punktesammler. Spielt letztlich ein Jahr nur für sich, weil er 2026 ohne Einschränkung ein neues Team auswählen kann. Dazu äußerst überschaubare Defensiv-Qualitäten.
X-Faktoren
Der Talentepool: Egon Demin, Ben Sarar und Drake Powell wurden in der 1. Runde erwält. Der Israeli Saraf kommt vom deutschen Vizemeister ratiopharm Ulm (und zog im Mai die Draft den entscheidnden BBL-Finalspielen gegen den FC Bayern vor (auch ein Statement). Das Tro ist jeder für sich hochveranlagt, vielleicht schafft iner von ihnen den Durchbruch ganz nach oben. Un d dann heißt es: möglichst rasch Fersengeld geben.
Problemfeld
Wie gesagt, ich sehe nur viel Elend und sehr wenig Hoffnung.
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