Dsa wird die Woche, die wird

Entscheidungen in Paris

 

Die Viertelfinali stehen ab Dienstag an. Bei den Frauen haben sich acht Ost-Europäerinnen durchgesetzt, das hat es in einem Grand-Slam-Viertelfinale noch nie gegeben: 3 aus Russland, 2 aus der Ukraine (Svitolina und Kostyuk treffen heute aufeinander), dazu je eine Rumänin, Weißrussin und Polin (nicht Swiatek, sondern Chwalinska). Abwechslung sieht anders aus, und wenn dann die beiden von mir bevorzugten Ukrainerinerinnen (aus Gründen!) sich gegenseitig eliminieren müssen, leidet das Turnier zumindest aus meiner Sicht umso mehr.

Und die Männer? Tennis sucht den neuen Grand-Slam-Sieger, heißt es nach dem vorzeitigen Ausscheiden von Sinner, Djokovic (und Wawrinka). Die besten Chancen werden allgemein und vor allem von den Wettern Alexander Zverev eingeräumt. Bisher hat der Hamburger überzeugt, hat auch in den vier Runden die wenigste Kraft gelassen auch dank einer ihm recht gnädigen Auslosung. Zverev trifft am heutigen Dienstag auf den spanischen Aufsteiger des Jahres, Jodar (Wortspiele mit Meister Jodar sind herzlich willkommen). Wenn man so will, der erste Härtetest.
Es ist ein absolut faszinierendes Turnier bisher mit mehreren Begegnungen, die das Zeug zum Klassiker haben. Wie gestern Nacht der packende Fünfsatz-Thriller zwischen Tiafoe und Arnaldi, der fünfeinhalb Stunden dauerte, ehe Arnaldi seinen dritten Matchball verwandelte. Er hat damit 2 Fünfstunden-Matches in Folge gewonnen, mitr ist nicht erinnerlich, dass es das im Profitennis überhaupt schon mal gegeben hat außer vielleicht im Daviscup.

Arnaldi ist damit der dritte Italiener in der Runde der besten Acht, und das, obwohl die nominell besten Landsleute Sinner, Musetti und Darderi schon ausgeschieden sind respektive gar nicht dabei waren (Musetti). Am Mittwoch bekommt Arnaldi es mit dem ehemaligen Wimbledon-Finalisten Berrettini zu tun; dessen Comeback nach schier endloser Verletzungshistorie auch so eine wunderbare Geschichte dieser French Open.

 

Formel 1 kommt nach Europa

 

So spät wie noch nie im Jahr, für gleich mit dem Klassiker: dem Grand Prix von Monaco. Die Fahrt durch die Häuseschluchten des Fürstentums ist ein Anachronismus. Es gibt keinerlei Auslaufzonen, wer von der Strecke abkommt, landet in der Leitplanke. Überholen ist nach wie vor praktisch unmöglich, wenn der Vordermann keinen Fehler macht. Trotz allem ein Faszinosum, auf die niemand ernsthaft verzichten will. Wie jedes Jahr zitiere ich den dreimaligen Weltmeister Nelson Piquet aus den 80er-Jahren. Hubschrau erfliegen im Wohnzimmer, hat der Brasilianer das Spektakel genannt.
Als klar WM-Führender geht Kimi Antonelli ins Rennen. Desen Mercedes ist immer noch das überlegene Fahrzeug im Feld, auch wenn insbesondere die McLarens um Titelverteidiger Lando Norris aufgeholt haben. Der 19-jährige Italiener hat derzeit seinen erfahreneren Teamkollegen George Russell im Griff, die beiden leifern sich derart beherzte Zweikämpfe, dass die Teamleitung bestimmt graue Haare bekommt. Noch allerdings greift sie zumindest offiziell nicht lenkend ein, sondern lässt die beiden machen. Bis es knallt?

 

Und sonst?

 

  • Letzte WM-Tests. Am Dienstag macht sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf zur WM nach Nordamerika. Im abgeschiedenen, abe lxuriösen Wionston-Salem wird sie ihr Lager aufschlagen, am Samstag (20:30 MESZ) kommt es zum letzten Test gegen Co-Gastgeber USA. Dann wird sogar Manuel Neuer im Tor stehen.
    Alle WM-Teilnehmer haben noch Generalproben zu bestehen. Möge sich jeder „sein“ Team herauspicken.
  • Basketball: Die beiden BBL-Halbfinals haben am Donnerstag (und Sonntag) ihre jeweils dritten (und wenn nötig vierten) Spiele. Der FC Bayern und Alba Berlin führen gegen Bonn und Bamberg jeweils mit 2:0.
  • Leichtathletik: Doppelte Diamond League: Ein Teil der Welteilite trifft sich am Donnerstag in Rom und am Sonntag in Stockholm.

Die große Chance des Alexander Zverev

Plötzlich steht die Tür zum ersten Grand-Slam-Titel weit offen. Plötzlich gilt Alexander Zverev als der große Favorit auf den Triumph bei den French Open, und damit würde der beste deutsche Tennisspieler seit Boris Becker und Michael Stich in dern 90er-Jahren seine überaus erfolgreiche Karriere krönen.
Denn der in diesem Jahr Unbesiegbare Jannik Sinner ist raus aus dem Turnier (und der andere vermeintlich unbezwingbare Top-Mann Carlos Alcáraz fehlt wegen einer Handverletzung). Besiegt von einem Kontrahenten, gegen den der Italiener kein Mittel hat. Das Wetter, besser: die ungewöhnliche Hitze, die Paris in der ersten Turnierwoche heimgesucht hat. Dass der rothaarige und hellhäutige Sinner mit hohen Temperaturen seine Schwierigkeiten hat, ist schon länger bekannt; spätestens seit seinem Zweitrunden-Drama in Melbourne im Januar, als ihn nur glückliche Umstände, ein gnädiger Schiedsrichter und ein plötzlich zugezogenes Dach vor einem frühen Aus bewahrten.

Am Donnerstag half ihm niemand, auch nicht die zunehmend verzweifelte Entourage auf der Tribüne. Er musste seinen Kampf allein ausfechten und er vorlor ihn auf fast tragische Weise. Mit 2:0 Sätzen und 5:1 hatte Sinner gegen den zähen Argentinier Juan Manuel Cerundolo geführt, ein winziges Game fehlte also noch zu einem eher lockeren Dreisatzsieg trotz brütender Hitze in Roland Garros mit Temperaturen weit über 30 Grad. Und dann? Der Komplett-Zusammenbruch. Sinner hielt sich nur noch mühsam auf dem Beinen, und Cerundolo kannte kein Erbarmen, holte Spiel für Spiel auf, sicherte sich den 3. Satz noch mit 7:5 und die folgenden Durchgänge jeweils mit 6:1. „Ich habe mich schon am Morgen schlecht gefühlt. Die Hitze war nicht der Grund“, behauptete Sinner, der sich nicht auf die Umstände herausreden wollte. Aber jetzt weiß jeder: Der unangreifbare Italiener hat eine riesige Schwachstelle.

Mit der Nummer 1 ist also der Top-Favorit aus dem Turnier, und da gestern auch der Rekord-Champion Novak Djokovic in einem sagenhaften Fünfsatz-Thriller (allein darüber könnte ich seitenlang schreiben) gegen den aufstrebenden Brasilianer Joao Fonseca die Segel streichen musste, scheint der Weg frei für Zverev. Kein einziger Grand-Slam-Sieger ist mehr im Rennen, so früh im Turnier hat es das seit der Open Ära (1968) noch nie bei einem Grand Slam gegeben, wie die offizielle Website der French Open schreibt. Überhaupt ist in diesem durchs Extrem-Wetter beeinflussten Turnier neben Zverev ist nur noch ein weiterer Top-10-Spieler im Rennen: der Kanadier Felix Auger-Alliasime, für Heldentaten in Paris wahrlich nicht bekannt.

Zverev selbst kam bisher sehr gut durchs Turnier, musste nur einen Satz abgeben gestern Abend gegen den Lokalmatadoren Quentin Halys und hat enorm Kräfte sparen können, auch weil er zweimal in der nicht mehr so heißen Nacht-Session spielen durfte. Geht es nach Papierform und den Wettanbietern, ist er nun der klare Favorit; die Quote ist auf 2,35 gefallen. Aber der Kopf muss mitspielen, mehr denn je gilt: Runde für Runde angehen, und die werden kompliziert genug, denn jetzt wittert quasi jeder im Feld die einmalige Grand-Slam-Chance, die durch „Sincaraz“ auf Jahre verbaut schien. Und das Wetter hat die nächste Pointe bereit. Ab morgen sinken die Temperaturen dramatisch, es wird regnerisch und kühl, und damit wird der Sport ein ganz anderer, die Bälle schwerer, die Plätze langsamer. Was Zverev wiederum gar nicht entgegenkommt, denn der Hamburger liebt die Hitze (Hamburger liebt Hitze: ein Treppenwitz für sich), die jetzt aber verschwindet. Bevor „wir“ also schon den ersten Grand-Slam-Triumph eines deutschen Mannes im Einzel feiern seit Boris Beckers Triumph in Melbourne 1996, sind noch 4 sehr komplizierte Spiele zu bewältigen, das erste am Sonntag gegen den erstaunlichen holländischen Lucky Loser Jesper de Jong.

DAs wird die Woche, die wird

Kampf um Europas Krone

 

Titelverteidiger Paris St. Germain oder FC Arsenal – das ist in Budapest die Frage im Endspiel der Fußball-Champions-League. Während die Franzosen duch herrlichen Kombinationsfußball begeisterten und in einem flulminanten Halbfinale den FC Bayern eliminierten, mögen es die Londoner eher pragmatisch. Eine gesichete Abwehr, und vorne helfen oft Standardsituationen.
Beide Teams haben ihre nationalen Meisterschaften gewonnen. Während das bei PSG Gewohnheit ist, war es für Arsenla das erste Mal seit 2004, als sie als die sogenannten Invincibles ungeschlagen die Premier League beendeten. Die Laune könnte vortrefflicher nicht sein, einem Fußballfest in der ungarischen Hauptstadt steht also nichts entgegen.
Ungewöhnlich ist allerdings die Anstoßzeit, denn die Partie beginnt schon um 18 Uhr und wird damit vollständig bei Tageslicht stattfinden – das hat es schon sehr, sehr lange nichtmehr gegeben.
Besonderes Augenmerk für Kvisha Kvaratshkelia: Der außergewöhnliche Georgier wird bei der WM nicht dabei sein, ein Jammer und das Los von Top-Fußballern aus kleineren Ländern

 

Crystal Palace als Londoner Vorspiel

 

Die Conference League ist der drittwichtigste europöische Wettbewerb. Und doch könnte das heutige Finale in Leipzig zwischen Crystal Palace und Rayo Vallecano ein Leckerbissen werden. Ohne die ganz großen Topstars treffen eher kleine Teams aus London und Madrid aufeinander, die aber durchaus gepflegt Fußball spielen können.
Palace ist zu favorisieren im letzten Spiel unter ihrem Trainer Oliver Glasner. Die Österreicher ist Cup-Spezialist, holte mit Eintracht Frankfurt die Europa League. Die Londoner waren eigentlich für die Europa League qualfiziert, doc h ihr Eigner war schon mit Olympique Lyon vertreten, deshalb mussten sie in die Conference League ausweichen. Die Saison in der Premier League verlief nach verheißungsvollen Beginn eher holprig, den Abgang mehrerer Stars war nicht zu kompensieren.

 

Entscheidung auf dem Eis

 

Die Eishockey-WM in der Schweiz geht in die entscheidende Phase. Allerdings finden die Viertelfinali ohne deutsche Beteiligung statt, die in ihrer Vorrundengruppe nur den fünften Platz belegten. Gastgeber Schweiz hinterließ bisher einen glä zenden Eindruck, gewann erstmals  alle sieben Vorrundenpartien.
Seit Jahren ein echtes Ärgernis: Jeweils zwei Viertelfinal-Partien finden am Donnerstag parallel statt in Fribourg und Zürich, die Halbfinali dann am Samstag in Zürich wie auch das Endspiel am Sonntag. Drei Top-Partien innerhalb von vier Tagen – ein Zeitplan des Irrsinns. Es gewinnt das nicht das beste Team, sondern das die Anstrengungen am besten verkraftet hat. Warum das Turnier nicht um ein oder zwei Tage verlängert wird, wissen die Götter.

Viertelfinale

Do., 16:20: Finnland – Tschechien (Zürich)
Do., 16:20: Kanada – USA (Fribourg)
Do., 20:20: Schweiz – Schweden (Zürich)
Do., 20:20: Lettland – Norwegen (Fribourg)

In Nordamerika interessiert die WM traditionell nur wenige. Im Blickpüunkt stehen die Play-offs der NHL. Dort haben etwass überraschend die Vegas Golden Knights das Stanley-cup-Finale erreicht. Gegner werden die Carolina Panthers oder die Montreal Canadiens sein. Zurzeit steht es in der Best-of-7-Serie 2:1 für Carolina.

 

Erste Woche der French Open

 

Ab Mittwoch die 2. Runde. Zum Auftakt hat es schon einige prominente Ausfälle gegeben. Arthur Fils, wohl die größte französische Hoffnung, musste wegen einer Verletzung passen. Ausgeschieden sind schon unter anderem Daniil Medwedew und Alexander Bublik (gegen Jan-Lennard Struff). Dessen deutscher Landsmann Daniel Altmaier zwang den weit höher eingeschätzten Felix Auger-Alliasime in den Tiebreak des 5. Satzes, wo er sich allerdings mit 7:10 geschlagen geben musste.
Die große Frage bei den Männern: Wer schlägt Jannik Sinner? Der Italiener ist haushoher Favorit nach der Absage von Carlos Alcaraz, zum erweiterten Favoritenkreis zähle ich Alexander Zverev. Der Hamburger darf in den ersten Runden nicht zu viele Kräfte verpulvern.
Offen dagegen ist das Feld bei den Frauen, wo es mehr als eine Handvoll echter Sieg-Kandidatinnen gibt.

Die derzeit große Hitze in Paris könnte durchaus eine Rolle spielen. Vielleicht ist tatsächlich das Wetter das einzige, was Sinner stoppen kann

 

Und sonst?

 

  • WM-Test: Die deutsche Nationalmannschaft empfängt am Sonntag Finnland. Die Nordeuropäer sind im Fußball nur zweitklassig, dürften kein ernsthafter Gegner sein. Das Spiel beginnt um 20:45, parallel zum WM-Endspiel im Eishockey, dem Nationalsport Finnlands. Wer zum Teufel macht solche Terminierungen?
  • Basketball: Am Mittwoch zwei fünfte Spiele er ersten Ko-Runde der BBL. Ab 18:30 empfängt Alba Berlin Rsgta Vechta, es folgt die Partie zwischen Bonn und Würzburg. Bereits im Halbfinale (ab Sonntag) stehen der FC Bayer und die Bamberg Baskets, die noch auf ihre Gegner warten.
  • Radsport: Entscheidung im Giro d’Italia. Jonas Vingegaard dürfte der Sieg nicht mehr zu nehmen sein. Der Däne gewann alle vier Bergetappen (jewis vor dem Österreicher Felix Gall) und führt das Gesamtklassemnt mit mehr als 4 Minuten Vorsprung auf Gall an. Zwar stehen vor allem am Freitag und Samstag noch extrem schwierige Etappen an, aber Vingegaard scheint unantastbar und könnte sogar Kräfte für die Tour de France im Juli sammeln.

Das war die Woche, die war

Viele Entschedungen auf Europas Fußball-Plätzen, Jannik Sinners Erfolgslauf geht weiter, und Matti Schmid katpaultiert sich in die Golf-Elite.

 

Gebrochene Herzen aus Edinburgh

 

Die Hearts of Midlothian haben es nicht geschafft. In einem Herzschlagfinale (sic) im Glasgower Parkhead-Stadium unterlagen sie Celtic mit 1:3, ein Remis hätte zum Titel gereicht. Der  Treffer zum 1:2 kurz vorm Ende, als Daizen Maeda ein Zuspiel verwertete. Ganz kurze Zeit noch Hoffnung, ob es nicht Abseits gewesen wäre, war es nicht, und ein Konter aufs leere Tor beseitigte letzte Zweifel.

Es blieben: gebrochene Herzen. Nicht zur bei den Herts-Fans, sondern wohl bei jedem neutralen Betrachter. Denn die Hearts hätten Geschichte schreiben können. Seit 1985 nämlich geht der schottische Meistertitel immer nach Glasgow, entweder zu den Celtics (mit Edelfan Rod Steward) oder zu den Rangers. Der FC Aberdeen, damals mit dem späteren Sir Alex Ferguson auf der Bank, war der letzte Meister aus Nicht-Glasgow. Die Hearts selbst warten gar seit 1960 auf den Titel.

Dabei spielte das Team aus Edinburgh eine fantastische Saison, führte schon souverän die Tabelle an, bis die Celtics eine Auholjagd starteten. Große Aufregung gab es am Mittwoch über einen mehr als umstrittenen Handelfmeter für die Boys in Green bei der Partie in Motherwell, der den Celtics in letzter Sekunde den Sieg einbrachte. Offenbar hatten sich die Götter (oder doch die Schiris?) gegen das moderne Fußball-Märchen entschieden. Die Romantiker unter uns Fans seufzen laut auf.

 

LASK schafft das Double

 

In Österreich dagegen holte sich ein sehr lange titelloser Traditionsclub die Meisterschaft. Der Linzer ASK, allgemein als LASK bekannt, ließ sich die einmalige Chance nicht mehr entgehen und siegte bei Austria Wien mit 3:1. Was für ein Erfolg auch Trainer Didi Kühbauer, der nach dem kapitalen Fehlstart der Oberösterreicher das Traineramt übernommen hatte. Dem Titelverteidiger Sturm Graz blieb nur Rang 2, dem einstigen Dauermeister RB Leipzig gar der dritte Platz. Der Lask hatte schon vor anderthalb Wochen durch einen 4:2-Finalsieg über Hartberg den Pokal gewonnen. Wieder das Double, wie zuletzt 1965 bei den letzten Titeln.

 

Saisonabschluss in Deutschland

 

Die mit Spannung erwartete Abstiegstrielle entschied der VfL Wolfsburg für sich. Die VW-Städter gewannen im direkten Duell bei St. Pauli mit 2:1 und ergatterten noch den Relegationsplatz. St. Pauli muss den Gang in die 2. Liga antreten – ebenso wie der 1. fC Heidenheim, de zu Hause mit 0:2 dem FSV Mainz 05 unterlag. Wieder hat Mainz auswärts eine Saison-Abschlussparty gecrasht, wie 2023, als man ein mit einem 2:2 bei Borussia Dortmund dessen Meisterschaft versaute.

Erstmals in die Bundesliga aufgestiegen ist der SV Elversberg. Die Saarländer sind das insgesamt 59. Team im Oberhaus und das viere ausihrem Bundeslgan (zuvor Saarbrücken, Neunkirchen und Homburg). 13.000 Einwohner hat das Städtchen, allerdings weder einen Bahnhof noch einen Rathausbalkon.
In einem dramatischen Saisonfinale sicherte sich der SC Paderborn den 3. Platz und die 2 Relegationspartien gegen Wolfsburg. Hannover 96 nämlich kam in einer hin und her wogenden Patie nicht über ein 3:3 gegen den 1. FC Nürnberg hinaus.

Zum Drama wurde der Abstiegskampf der 2. Liga. Die SpVgg Greuther Fürth schaffte das Wunder und erklomm wenigstens noch einen Relegationsplatz (gegen Rot-Weiß Essen). Mit drei Toren Unterschied mussten sie gewinnen, um fortuna Düsseldorf noch abzufangen, 3:0 stand es zur Pause. Am Ende stürmte die Fortuna mit Man und Maus und Torwart, es war umsonst. Eine anfangs normale, später unglückliche Saison hat ein desaströses Ende gefunden. Lehrbeispiel, das sich Trainerwechsel nicht immer lohnen, denn das Unheil nahm erst so richtig Fahrt auf, als erst die herren Anfang und später Ende das Traineramt übernommen hatten.

 

FC Energie Cottbus wieder in der 2. Liga

 

Disclaimer: Zu den Lausitzern habe ich ein besonderes Verhältnis. Als Journalist habe ich den Verein 12 jahre lang sehr intensiv begleitet. Und so freut es mich auch als Münchner ungemein, dass der FC Energie wieder in der 2. Bundesliga ist. Den letzten Schritt machte das Team mit dem exaltierten Trainer Claus-Dieter Wollitz am Samstag mit dem 1:0 bei jahn Regensburg. 8000 Brandenburger waren mitgefahren.
Ich kenne Wollitz sehr gut. So wild (manche sagen: schrecklich) er sich manchmal auf dem Fußballplatz (besser an der Seitenlinie) aufführt, so freundlich und nachdenklich machen ist er im persönlichen Gespräch. Immer ein Mann der klaren Worte, der gerne auch die Missstände anprangert, weil er sich und den Verein von Stadt und Land nicht genug gewürdigt fühlt. Erstmals wurde Wollitz im Jahr 2009 Trainer beim FC Energie, seitdem coacht er (mit Unterbrechungen) den Club.

Herausragender Spieler von Cottbus ist Tolcay Cigerci. Der Türke ist mit Abstand der beste Akteur in der 3. Liga und trug wesentlich zum Aufstieg bei. Ich bin sehr gespannt, ob das auch in de 2. Liga so gut klappt. Ich erlaube mir, die Daumen zu drücken.

 

Sinner, immer wieder Sinner

 

Die beängstigende Serie der Nummer 1 im Tennis fand in seinem Heimatland ihre Fortsetzung. Im Finale des Masters von Rom setzte sich der Italiener in 2 Sätzen gegen den Norweger Carsten Ruud durch. Damit gelang ihm der sechste masters-Triumph hintereinander und der fünfte in diesem jahr. In diesen sechs turnieren hat er nur 2 Sätze abgegeben, einen davon im Römer Halbfinale gegen Daniil Medwedew. Ausgerechnet Rom hatte noch in der Masters-Sammlung gefehlt. Er hat nun bei allen zurzeit ausgetragenen Veanstaltungen mindestens einen Titel gewonnen. Das hat nicht mal die Legende Novak Djokovic geschafft. So eine Überlegenheit gab es noch nie, und deshalb fährt er auch als haushoher Favorit nach paris zu den French Open ab nächsten Sonntag. Zumal sein vermeintlich härtester Konkurret Carlos Alcáraz weiter verletzt passen muss. es wird also keine Wiederholung des großartigen Finals 2025 geben, als sich der Spanier in einer eipischen partie nach Abwehr von 3 Matchbällen durchsetzte.

Bei den Frauen gewann die Ukrainerin Lena Svitolina  das Finale gegen die US-Amerikanerin Coco Gauff und sicherte sich ihren ddritten Römer Titel und den 20. Turniersieg überhaupt.

 

Matti Schmid kratzt am Sieg

 

Am letzten Tag der PGA Championships im US-Staat Pennsylvania, dem 2. Golf-Major-Turnier des jahres, lag der Deutsche zeitweise sogar allein in Führung. Doch zum Sieg reichte es dann doch nicht. zum einen, weil er selbst einige Bälle nicht nach Wunsch traf, die dann unglücklich landeten. Vor allem aber, weil ein Spieler plötzlich über sich hinauswuchs und das bis dato fast einmalig eng beieinande liegende Feld förmlich sprengte: Der Engländer Aaron Rai spielte auf den letzten 10 Löchern 6 unter Par und gewann letztlich mit 3 Schlägen Vorsprung auf den Spanier Jon Rahm und Alex Smalley aus den USA. Er ist der zweite Engländer, der bei den PGA Championships triumphierte. Der erste war vor 107 Jahren Jim Barnes, wer erinnert sich nicht …
Rai gilt als fanatischer Arbeiter und ist im Spielerkreis äußest beliebt. In bescheidenen Vehältnissen aufgewachsen, hat er ein besonderes Verhältnis zu seinem Spielgerätn. Als einziger Profi deckt er immer noch seine Schläger mit einer Schutzhülle ab. In diesem jahr gelang ihm bisher wenig Berauschendes, umso mehr war er selbst von seinem Triumph überwältigt und überrascht. Letzte Zweifel daran beseitigte er auf Loch 17 mit einem unfassbaren 21-Meter-Putt. „Sie werden auf der ganzen Anlage nicht einen menschen finden, der ihm den Erfolg nicht gönnt“ fasste Masters-Champions Rory McIllroy die Beliebtheit von Rai zusammen.

Schmid landete auf dem geteilten vierten Platz, sein mit Abstand bestes Ergebnis bei einem Major, das ihm nicht nur etwa 800.000 Dollar einbrachte, sondern automatisch auch eine Einlandung fürs Masters 2027. „Eines der besten Turniere meines Lebens“, resümierte Schmid. Stephan Jäger als geteilter 18. und Martin Kaymer (2014 letzter deutscher Major-Gewinner) als 35. rundeten das für Deutschland erfreuliche Ergbnis ab.

 

Uns sonst?

 

  • England: Manchester City ist FA-Cup-Sieger. Das Team von Pep Guardiola gewann das Endspiel in Wembley mit 1:0 gegen Clubweltmeister FC Chelsea. Das Siegestor in einem eher dürftigen Finale erzielte der Gnanaer Antoine Semenyo. it einem fantasischen hackentrick.
  • Basketball: Zum Auftakt der deutschen Play-offs gab es eine überraschende Niederlage für Alba. Die Berliner unterlagen in eigener halle gegen Vechta mit 89:103. Liga-Primus FC Bayern
  • Eishockey: Mit 2 Niederlagen startetgen die deutsche Nationalmannschaft in die Weltmeistetrsdchaft in der Schweiz. Dem 1:3 gegen Finnland folgte am Sonntagabend ein ernüchterndes 0:2 gegen Außenseiter Lettland. 1 Tor in 120 Minuten, das sagt schon viel.
  • Leichtathletik: Paukenschlag durch Mohamed Abdilaahi. Der deutsche Langstreckler düpierte zum Auftakt der Diamond League in Schanghai die Weltelite und siegte über 3000 Meter. In 7:25,77 Sekunden pulverisierte er den deutschen Rekord von Dieter Baumann aus dem jahr 1988 (!) um fast 5 Sekunden und stellte zudem eine Weltjahresbestzeit auf.

Das wird die Woche, die wird

Champions-League-Halbfinale (Männer und Frauen), Tennis in Madrid (ohne Carlos Alcáraz), und die Formel 1 kehrt nach kriegsbedingter Pause in Miami zurück.

 

Alles Bayern oder was?

 

Für viele Experten ist das Halbfinale in der Fußball-champions-League zwischen Paris Saint Germain und dem FC Bayern das vorweggenommene Finale. Beide Teams sind mit abstand die offensivstärksten in Europa. Sie haben fantastische Einzelspieler (Vitinha, Kvaratskhelia, Dembélé respektive Olise, Diaz, Kane) die auch noch hervorragend zusammenspielen. Die große Frage wird sein, wie die nicht ganz so top besetzten Abwehr- und defensive Mittelfeldreihen mit dieser Angriffs-Power zurechtkommen. Vielleicht entscheiden die Torhüter, und dann wäre es für die Münchner natürlich von großem Vorteil, wenn sie den Manuel Neuer aus dem Hinspiel gegen Real Madrid bekämen und nicht den Manuel Neuer aus dem Rückspiel. Dass PSG aufgrund des Wunsches von Trainer Luis Enrique sich vor der Saison von Gianluigi Donnarumma getrennt hat, ist für mich immer noch ein unfassbares Faszinosum.

Während bei PSG-Bayern allseits ein Offensiv-Feuerwerk mit unbekannten Ausgang erwartet wird, dürfte die zweite Begegnung zwischen Atlético und dem FC Arsenal eher pragmatisch geführt werden. Atlético ist etwas überraschend der letzte Vertreter der spanischen Armada, Trainer Diego Simeone in seiner 16. (!) Saison beim „kleinen“ Madrider Verein hat zwar mit Julian Alvarez und Antoine Griezmann herausragende Offensiv-Kräfte, doch nach seinem Naturell legt er immer viel Wert auf Sicheheit. Meistens zumindest, denn manchmal lässt er die Seinen von der Leine wie beim unglaublichen Pokal-Halbfinale gegen Barca, als die „Colchoneros“ im Hinspiel zur Pause 4:0 führten.
Dem FC Arsenal hingegen scheint nach dem brillanten Herbst und Winter die Luft auszugehen. In den nationalen Pokal-Wettbewerben sind die Londoner schon ausgeschieden, im Meisterschaftsrennen scheint Manchester City mittlerweile die bessere Form zu haben (es droht ein Wettschießen ums bessere Torverhältnis). Mit dem extrem pragmatischen Spiel, dass vermeintlich allein von großartigen Standards lebt, hat Arsenal die neutralen Fußball-Fans schon gegen sich aufgebracht. Wenn das jetzt nicht mindestens zu einem Titel führt, könnte es für Trainer Miguel Arteta tatsächlich eng werden.

Kuriosum am Rande: Nicht eine der vier Halbfinalisten wird von einem Trainer, der die Staatsbürgerschaft des Landes hat (krude ausgedrückt, man ahnt, was ich sagen will …. FC Bayern: Kompany/Belgien, PSG: Enrique/Spanien, Arsenal: Ateta/Spanien, Atlético: Simeone/Argentinien.

Di., 21:00: PSG – FC Bayern
Mi., 21:00: Atl´ßetico – Arsenal

 

Die Frauen bestreiten am Wochenende bereits die Halbfinal-Rückspiele, ebenfalls mit vier Vertreterinnen aus Deutschland, Spanien England und Frankreich. Der FC Bayern hat am Sonntag im ausverkauften Camp Nou (So., 16:30) die nahezu unlösbare Aufgabe gegen den FC Barcelona, das mit Abstand beste Team Europas. Im Hinspiel am Samstag wehrten sich die Münchnerinnen im WM-Stadion sehr tapfer und holten ein insgesamt verdientes 1:1. Ob das aber reicht, erscheint mir sehr zweifelhaft, auch wenn es wahrscheinlich nicht zu einem 1:7-Desaster kommt wie beim letzten Aufeinandertreffen im Oktober.
Völlig offen erscheint mir die zweite Begegnung zwischen Olympique Lyon und dem FC Arsenal (Sa., 15:00). Die Londonerinnen profitierten bei ihrem 2:1 am Sonntag von veritablen Abwehrfehlern von Lyon.

 

Freies Geleit für Jannik Sinner?

 

Zumindest fehlt dem Italiener mit Carlos Alcáraz der nominell stärkste Gegner. Der Spanier leidet an einer Handgelenks-Verletzung und zog nicht nur für dieses Turnier zurück, sondern für die komplette Sandplatzsaison und damit auch für die French Open in einem Monat. Handgelenks-Verletzungen sind tatsächlich mit das Übelste, was einem Tennisspieler passieren kann. Dominik Thiem etwa fand danach nie wieder zu alter Form, auch als er sich nach einer langen Pause zurückmeldete. Bleibt im Sinne aller Tennisfreunde zu hoffen, dass das beim Spanier nicht so dramatisch endet.
Von der Abwesenheit von Alcáraz könnte Alexander Zverev profitieren, der im Madrid hinter Sinner an Nummer 2 gesetzt ist. Die bisherigen Vorstellungen waren durchwachsen, aber erfolgreich. Ich habe trotzdem meine Zweifel, dass Zverev das Finale erreicht oder gar triumphiert, obwohl das Turnier in der spanischen Hauptstadt schon zweimal gewonnen hat (2018, 2021).
Bei den Frauen läuft erneut alles wieder auf ein Finale Aryna Sabalenka gegen Lena Rybakina hinaus. Es sind die mit Abstand besten Tennisspielerinnen in diesem Jahr, die auch auf Sand eine Klasse für sich sind. Zumindest im Doppel ist Laura Siegemund noch dabei an der Seite der 41-jährigen (!) Vera Zwonarewa.

 

Die Formel-1-Motoren heulen wieder

 

Nachdem die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien wegen des US- und Israel-Krieges und gegen den Iran und der damit verbundenen unsicherren Lagen in den Golf-Staaten ausgefallen waren, kehrt die Königsklasse zurück. Mit dem Rennen in Miami rund ums Football-Stadion, in dem für Sommer auch Fußball-WM-Partien geplant sind. In de Pause wurde das Reglement leicht geändert. So soll in der Qualifikation wieder mehr Wert auf Speed gelegt werden und weniger auf Motoren-Management. Es war ja regelrecht eine Farce, wenn die Fahrer weit vor Ende der Geraden vom Gas gegangen sind, weil keine Energie mehr vorhanden war.
Ob die Änderungen an der Herrschaft der Mercedesse großartig beenden, glaube ich eher nicht. Das ganze Paket stimmt, die Fahrer Kimi Antonelli und George Russell sind der Konkurrenz weit voraus. Vielleicht kann der viermalige Weltmeister dank seiner fahrerischen Ausnahmestellung den Rückstand verkürzen. Der Holländer hatte sichtlich wenig Spaß am Spar-Fahren; geradezu glücklich wirkte er, als er für ein Wochenende zur Langstrecken-Meisterschaft auf den Nürburgring wechselte.

 

Freiburger Märchen

 

Das Team von Trainer Julian Schuster steht im Halbfinale der Europa League. Die Aufgabe Sporting Brava scheint lösbar, auch wenn die Portugiesen nie abzuschreiben sind (man frage die Kicker von Betis Sevilla). Das Hinspiel findet am Donnerstag (21 Uhr) in Braga im wunderschönen EM-Stadion vn 2004 statt, das Rückspiel dann eine -woche Später zu Hause. Sollten die Breisgauer tatsächlich das Endspiel erreichen wartet in Istanbul mit Aston Villa oder Nottingham Forest auf jeden Fall ein englischer Club. Die Conference-League-Halbfinales am Donnerstag lauten: Rayo Vallecano – Racing Straßburg und Schachtjor Donezk – Crystal Palace (in Krakau).

Insgesamt geht es für die deutschen Teams im Europapokal auch darum, Spanien in der 1-Jahreswertung noch abzufangen. Mit Rang 2 hinter England wäre das ein 5. Champions-League-Platz für die Bundesliga. Sollte der SC tatsächlkch die Europa League gewinnen, hätte er ein persönliches (eigenes?) Sartrecht in der Königsklasse 26/27.

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: Ein „Endspiel um Platz 4 zwischen 1899 Hoffenheim (5./57 Punkte) und dem VfB Stuttgart (4./57) VfB Stuttgart (4./57). Wer gewinnt, hatbeste Chancen auf den letzten Champions-League-Platz. Dahinter lauert Bayer Leverkusen (55 Punkte), das zu Hause gegen RB Leipzig im Topspiel des Tages (Sa., 18.30) zum Siegen verdammt ist.
    Im Abstiegskampf braucht der vfL Wolfsburg jeden Sieg, da kommt ein Gegner wie Freiburg zwischen dessen beiden Europa-League-Halbfinals vielleicht wie gerufen, sogar auswärts (So., 19:30). Aufgrund des Mai-Feiertags gibt es wie gehabt am Freitag kein Spiel, die Polizei wird anderswo gebraucht.
  • England, Premier League: Fernduell um die Meisterschaft zwischen Arsenal und Manchester City. City mit 3 Punkten Rückstand, aber einem Spiel weniger. Arsenal kann gegen Fulham vorlegen (Sa., 18:30), City müsste am Montag (21:00) in Everton nachlegen. Im Abstiegskampf brauchen die Tottenham Hotspur unbedingt einen Sieg gegen Aston Villa (So., 20:00!).
    Championship: Der letzte von 46 (!) Spieltagen in der 2. englischen Liga. Coventry City steht als Aufsteiger fest, dahinter hofft noch ein Quartett auf den direkten Aufstiegsrang 2. Könnte eine extrem wilde Angelegenheit werden ab Samstag um 13:30 Uhr. Apropos: Leicester City muss den Gang in die 3. Liga antreten, 2015 wurde das Team noch Sensationsmeister. Einen derartigen Abstieg hat es meines Wissens zumindest auf sportliche Art und Weise noch nie gegeben.
  • DEL: Die Eisbären Berlin haben  die ersten beiden Spiele der Finalserie gegen die Adler Mannheit klar gewonnen (6:3, 5:1). Spiel 3 am Dienstag in Mannheim ist schon ein Pflchtsieg für die Gastgeber.
  • Basketball: Die Euroleague hat endlich die 8 Tams der Play-offs gefunden – ohne deutsche Beteiligung. 4 Serien nach em Modus Best of 5, die ersten beiden Spieltage verteilt auf Dienstag bis Freitag. Nach meinem Kurzaufenthalt in der griechischen Hauptstadt schlägt mein Herz für die Athener Clubs Panathinaikos (vs Valencia) und Olympiakos (vs Monaco). Außerdem: Fenerbahce – Kaunas und Real Madrid gegen hapoel Tel Aviv.
  • Handball: Auch hier Viertelfinale der Champions League, hier der Modus Hin- und Rückspiel. SC Magdeburg bei Szeged (Mi., 18:45) und Füchse Berlin in Vezprem (Do., 18:45) sind jeweils in Ungarn zu favorisieren. Außerdem: Sporting Lissabon Mi., 20:30) – Aalborg und Nantes – FC Barcelona (Do., 20:30).
  • Snooker: Die WM in Sheffield geht in die entscheidende Woche. Wie gehabt wird der Titel erst am ersten Mai-Montag in de 3. oder 4. Finalsession ermittelt. Titelverteidiger Zhao Xintong steht schon m Viertelfinale.

 

 

Das wird die Woche, die wird

Willkommen zurück nach einer gar nicht so heißen Griechenland-Woche. Pokal-Halbfinale, Tennis-Masters in Madrid und Lüttich-Bastogne Lüttich. Dazu im US-Sport der Beginn der heipen Phase mit den Play-offs in NBA und NHL.

 

Bayerns nächster Schritt zum Double

 

Die Meisterschaft für die Münchner steht vier Spieltage vor Schluss auch rechnerisch schon fest, jetzt können sie einen großen Schritt in Richtung nationales Double machen. In Leverkusen müssen die Bayern am Mittwochabend (20:45/ZDF) im Pokal-Halbfinale allerdings eine hohe Hürde überwinden. Die Bundesliga-Partie vor gut einem Monat ließ die Emottionen hochkommen, samt der absrurden und widerwätigen Schiedsrichterkritik des „Ehren“-Präsidenten Uli Hoeneß. Die Gemüter haben sich wieder beruhigt, jetzt steht einem fußballerischen Leckerbissen nichts mehr entgegen.
Leverkusen allerdings hat sportlich schwierige Wochen hinter sich. Das erklärte Saisonziel champions League scheint derzeit als Sechster unerreichbar, sogar wenn die Bundesliga durch gutes Europapokal-Abschneiden einen fünften Platz zugesprochen bekäme. Der Pokalsieg wäre da ein schon fast notwendiges Trostpflaster. Bei den Münchnern dagegen steht natürlich der Triumph in der Champions League ganz oben auf der Prioritätenliste, andererseits wären sie schon sehr froh über eine Endspielteilhnahme nach sehr langen sechs Jahren.

Dsa zweite Halbfinale bestreiten der VfB Stuttgart und der SC Freiburg. Gespielt wird am Donnerstag (20:45/ARD), weil durch die internationalen Begegnungen 3 der 4 Halbfinalisten am Sonntag spielen mussten und deshalb der „normale“ Termin Dienstag nicht möglich war. Die Stuttgarter sind Titelverteidiger, Freiburg stand zuletzt 2024 im Finale, unterlag dort aber RB Leipzig. Beide Teams haben zudem noch höhere Ziele. Die Stuttgarter kämpfen als derzeit der Liga um einen Champions-League-Platz, der SC Freiburg steht im Halbfinale der Europa League, wo es gegen Sporting Braga geht.

 

Gemeinsames Masters auf Sand

 

Und das erste ganz große Turnier der Frauen auf diesem Belag in diesem Jahr. Die Top-Favoritinnen sind trotzdem die üblichen Verdächtigen. Lena Rybakina kommt als frische Turniersiegerin von Stuttgart (mit einem Großteil der Weltelite), Aryna Sabalenka machte nach dem erfolgreichen Sunshine-Doppel (Indian Wells und Miami) eine kurze schöpferische Pause. Dahinter lauert zum einen die US-amerikanische Garde um Coco Gauff und Jessica Pegula), und auf San muss man auch immer Iga Swiatek auf der Liste haben.

Bei den Männern ist Jannik Sinner der klare Turnier-Favorit. Der vermeintlich härteste Konkurrent Carlos Alcáraz musste für sein Heimturnier schweren Herzens passen. Eine doch recht hartnäckige Handverletzung macht dem Spanier das Leben schwer. Schon gibt es die Befürchtung, dass es auch für das Masters in Rom (in 2 Wochen) und sogar für die French Open knapp werden könnte.
Trotzdem wird Sinne kämpfen müssen für seinen fünften Masters-Titel in Folge. Alexander Zverev rückte in der Setzliste an Rang 2 vor, Ben Shelton (München) und Arthur Fils (Barcelona) haben mit Turniersiegen Selbstvertrauen bekommen. Sehr gespannt bin ich auf den Auftritt des jungen spanischen Himmelstürmers Mir Jodar und den Brasilianer Joan Fonseca.

 

Abschluss der Klassiker-Saison

 

Lüttich-Bastogne-Lüttich – die  Ardennenfahrt über 260 Kilometer. Das nächste und vorerst letzte Aufeinandertreffen der Klassik-Spezialisten Tadej Pogacar, Matthew van de Poel und Wout van Aertm bevor die Etappenrennen in den Vordergrund rücken. Wobei hier Pogacar (Sieger bei den Monumenten Mailand-San Remo, Flandern-Rundfahrt) erneut (klarer) Favorit ist. Der hügelige Kurs mit giftigen Anstiegen scheint ihm geradezu auf den Leib geschneidert.
Van der Poel fehlt in diesem Jahr noch der große Erfolg auf der Straße, van Aert triumphierte bei der Staraßenschlacht Paris-Roubaix und vermasselte Pogacar den heiß ersehnten Sieg in der Hölle des Nordens.

Quais als Vorgeschmack am Mittwoch der „Halbklassiker“ Fleche Wallone: Immerhin mit Größen wie Remco Evenepoel (am Sonntag Sieger des Amstel Gold Race)), Tom Pidcock (knapp gechlagen bei Mailand-San Remo) und der ganz großen französischen Hoffnung Paul Seixas, der allerdings ehr für die längeren Etappenrennen aufgebaut werden soll.

 

Und sonst

 

  • Bundesliga:  Im Brenpunkt der Abstiegskampf. Dort hat der VfL Wolfsburg wieder Hoffnung geschöpft nach dem 2:1 beim 1. FC Union. Mit einem Sieg gegen Samstag gegen Gladbach (15:30) wären die Niedersachsen wieder voll im Gechäft und würden sie Fohlen selbst in die bedrohliche Zone ziehen.
  • 3. Liga: Dreikampf um die Aufstiegsplätze 2 und 3 (hinter Osnabrück) zwischen RW Essen, Energie Cottbus und MSV Duisburg. Duisburg (63 Punkte) kann am Freitag vorlegen, hat aber bei Alemannia Aachen eine schwierige Aufgabe), Essen (64/gegen Saarbrücken) und Cottbus (63/bei Viktoria Köln) legen am Sonntag nach.
  • England: Plätzlich wieder Höchstspannung im Titelkampf. Manchester City kann mit einem Sieg im Nacholspiel in Burnley mit dem FC Arsenal punktemäßig gleichziehen. Am Wochende spielen die Londoner gegen Newcastle (Sa., 18:30).
    Die Terminirren in England fanden es eine gute Idee, dass gleichzeitig ebenfalls in London das erste Halbfinale im FA-Cup stattfindet. Dort trifft City auf den FC Southampton. Der Finalgegner wird ebenfalls in Wembley tags darauf zwischen dem FC Chelsea und Leeds United ermittelt.
  • Snooker: WM in Sheffield, 1. und 2. Runde. Unfassbar viele Chinesen sind mittlerweile im Feld, aber auch die alten haudegen Ronnie O´Sulvan, Jonn Higgins und Judd Trump. Immer hübsch rein zuschauen, wenn nichts Besseres zu tun ist.
  • Basketball: Nach ewig langer Vorrunde (38 Spieltage) startet die K.-o.-Runde der Euroleague. Heute mit den Play-Ins Panathinaikos gegen Monaco (Siebter vs Achter) und Barca vs RS Belgrad (Nuenter vs Zehnter).
  • Eishockey: Die beiden DEL-Finalteilnehmer stehen fest. Ab Freitag kämpfen die Adler Mannheim und die Eisbären Berlin in einer Best-of-7-Serie um den Titel.