Finale furioso am letzten NBA-Spieltag

Blick über den Teich

Viel Spannung zur europäischen Prime Time. Alle 30 Teams sind involviert. 7 Ost-Duelle ab 19 Uhr, 7 West-Duelle ab 21.30 Uhr, und dazu das nur statistikrelevante Spiel der SA Spurs vs die Detroit Pistons. Die Post-Season-Teams stehen fest und damit auch die 10, die ab morgen Urlaub haben und auf die Draft eines offenbar wenig aufregenden Draftjahrgangs hoffen. Von den Post-Season-Teams haben genau 5 von 20 (!) ihren Fixplatz: Die Boston Celtics, die Chicago Bulls und Atlanta Hawks die Plätze 1, 9 und 10 im Osten (Play in: Bulls vs Hawks in Chicago am Dienstag oder Mittwoch), die LA Clippers und Dallas Mavericks Platz 4 und 5 im Westen. Diese Partie gibt es dann in der 1. Play-off-Runde ab Samstag  mit Heimvorteil LA.

Ansonsten kann sich noch alles verschieben – und zwar um bis zu 4 Plätze jeweils nach oben und unten. Und die Verschiebungen sind auch wichtig wg Heimvorteil oder gar Play-off/Play In Und spätestens, seit die Denver Nuggets zu Hause gegen die SA Spurs zu Hause ihren vermeintlich sicheren Platz 1 weggeschleudert habe, weiß ich: Es kann wirklich alles passieren.

Western Conference

Beginnen wir mit dem einzigen „Zweikampf“, dem Fernduell um Platz 6 im Westen zwischen NO Pelicans und Phoenix Suns. Die Pels führen mit einem Sieg vor den Suns. Gewinnen sie zu Hause gegen die LA Lakers, sind sie Sechster und in den Play-offs. Verlieren sie, müssen sie auf eine Niederlage der Suns bei den Minnesota Timberwolves hoffen. Tipp: Pels gewinnen, Timberwolves gewinnen.

Dreikampf um Platz 1 bis 3:
Aufgrund der NBA-Arithmetik der direkten Zwei-Wege oder 3-Wege- Konstellationen hat kein Team Platz 1 allein in der eigenen Hand. Am besten sieht es für die Oklahoma City Thunder aus: Gewinnen sie, Minnesota Timberwolves und die Denver Nuggets ihre Spiele, haben sie Platz 1, ebenso wenn alle 3 Teams verlieren. Wenn sie gewinnen und die Nuggets gewinnen, ebenso. Wenn sie gewinnen, die Wolves gewinnen, die Nuggets aber verlieren, wären sie dagegen nur Zweiter. Wenn sie verlieren, die Wolves verlieren, die Nuggets aber gewinnen, wären sie gar nur Dritter, die Nuggets vor den Wolves Erster.
Daraus ergibt sich, dass die Nuggets nur Erster werden, wenn sie gewinnen und die beiden anderen verlieren. Die Thunder nur dann Platz 1 haben, wenn sie gewinnen und die Nuggets verlieren. Wenn die Thunder verlieren, ist egal, was die Nuggets machen.

Dreikampf um Platz 8 bis 10
wischen Lakers, Kings und Warriors.
– Gewinnen die Lakers bei den Pelicans, sind sie Achter. Verlieren sie, wären sie nur Achter, wenn Kings gegen die Trail Blazers und die Warriors gegen die Jazz verlieren
– Die Kings sind Achter, wenn sie gewinnen und die Lakers verlieren, egals was die Warriors machen. Sie sind Neunter wenn sie gewinnen und die Lakers gewinnen oder wenn sie und die Warriors verlieren.
– Die Warriors sind Zehnter, wenn sie verlieren oder wenn sie gewinnen und die Lakers und Kings gewinnen. Wenn sie gewinnen und die Kings verlieren, sind sie Neunter und Achter wenn Kings und Lakers verlieren.

Eastern Conference

Dreikampf um Platz 2 bis 4
zwischen Milwaukee Bucks, NY Knicks und Cleveand Cavaliers
– die Bucks sind Zweiter, wenn sie bei den Magic gewinnen. Allerdings fehlt ihnen Giannis. Wenn sie verlieren sind sie Zweiter, wenn die Knicks gegen die Bulls und die Cavs gegen die Hornets verlieren.Sie sind Dritter, wenn die Knicks gewinnen und die Cavs verlieren. Sie sind Vierter und die anderen beiden gewinnen.
– Die Knicks sind Zweiter, wenn sie gewinnen und die Bucks verlieren, egall was dann die Cavs machen. Sie sind Dritter, wenn sie gewinnen und die Bucs gewinnen oder wenn sie verlieren und die Cavs gewinnen. Sie sind Vierter, wenn sie verlieren und die Cavs gewinnen.
– die Cavs sind Zweiter und Knicks und Bucks verlieren. Sie sind Dritter, wenn sie und die Knicks gewinnen und die Bucks verlieren. Ansonsten sind sie Vierter.

Vierkampf um Platz 5 bis 8
– Die Magic sind Fünfter wenn sie gegen die Bucks und die Pacers gegen die Hawks und Sixers gegen die Nets gewinnen oder die Phillies verlieren, egal, was dann die Pacers machen. Sie sind auch Fünfter, wenn sie verlieren und auch Pacers, Sixers und Heat gegen die Raptors verlieren. Wenn sie verlieren und die Heat gewinnen, wären sie auf nicht Divisionssieger. Die Magic sind Sechster, wenn sie und die Sixers gewinnen, die Pacers aber verlieren. Sie sind auch dann Sechster, wenn sie verlieren, die Sixersgewinnen sowie Pacers und Heat verlieren. Die Magic sind 7. wenn sie die Pacers verlieren, sowie Sixers und Heat gewinnen und sogar nur Achter, wenn sie verlieren und Heat und Pacers gewinnen, egal was dann die Xixers machen
-Die Heat sind Achter, wenn sie verlieren. Sie sind auch Achter, wenn die Magic gewinnen. Sie sind Fünfter, wenn sie gewinnen und die anderen drei verlieren. Sie sind Sechster, wenn sie gewinnen, die Magic und Pacers verlieren und die Sixers gewinnen oder Magic und Sixers verlieren und die Pacers gewinnen.
Die Pacers würden den direkten Zweiervergleich mit den Sixers gewinnen

Was so übrigbleibt

Tod zweier Sportlegenden

Gestern erreichten uns die Nachrichten, dass sowohl OJ Simpson und Akebono von uns gegangen sind. Der gebürtige Hawaiianer Akebono war der erste ausländische Sumoringer, der in Japan den Status eines Großmeisters erhielt, die größte Ehre, die dieses Land vergeben kann. In seiner Glanzzeit brachte Akebono bei 2,03 Metern Größe mehr als 4 Zentner auf die Waage. Und vielleic ht zm ersten Mal nahm die Sportwelt echtes Interesse für diese ur-japanische Sportart auf. Akebono-Kämpfe waren ein Straßenfeger., weit über Japan hinaus. Jetzt ist er mit 54 Jahren gestorben an Herzversagen, und man braucht wohl kein Medizin-Studium, sein enormes Gewicht als eine der Ursachen zu benennen.

Von OJ Simpson nahm die nicht-amerikanische sportwelt so richtig Notiz, als er im Huni 1994 sich eine fast unwirkliche Verfolgungsjagd mit der Polizei auf US-Highways lieferte. Ihm wurde Mord an seiner Ex-Frau Nicole und deren Freund vorgeworfen, die blutüberströmt leblos gefunden wurden. In einem spektakulären Indizienprozess wurde er freigesprochen, in einem Zivilprozess allerdings zu Schadenersatz in Höhe von mehr als 30 Millionen Dollar verurteilt.

Für die Amerikaner war Simpson allerdings einer der größten Sporthelden überhaupt, der im Football als Runnig Back aufsehenerregende Rekorde brach, die zum Teil immer noch Bestand halten oder zumindest in den Top 5 liegen. spektakulär war das Ganze für Europa und Südamerika vor allem auch deshalb, weil besagte Verfolgungsjagd am Tag des Eröffnungsspiel der Fußball-WM in den USA stattfand, so dass das Interesse naturgemäß besonders groß war. Um das Ausmaß der Prominenz zu erläutern, wurden Vergleiche mit den allergrößten des Sports, also Kategorie Beckenbauer oder Jordan bemüht. Heute würden wir in Europa aufgrund der rasanten Verbreitung des Footballs einen OJ Simpson bestens kennen.
Simpson kam dann doch noch ins Gefängnis wg eines bewaffneten Raubüberfalls, wurde 2007 vorzeitig entlassen und lebte seitdem ziemlich zurückgezogen.

Blick über den Teich, NBA
Jetzt sind es noch zwei Spieltage heute Nacht und am Sonntag, und in beiden Conferences gibt es noch ein Hauen und Stechen um Plätze. Meine Berechnungen sind bitte ohne Gewähr zu verstehen.

Western Conference
Sicher ist, dass die Sacramento Kings, die GS Warriors und die LA Lakers ins Play-In müssen, höchstwahrscheinlich auf den Plätzen 8 bis 10. Zurzeit haben sie dieselbe Bilanz von 45:35 Siegen. Für die Kings spricht, dass sie  den direkten Vergleich gegen die Lakers für sich haben und den Dreiervergleich. Im Vergleich zu den Warriors hätten sie auch die bessere Conference-Bilanz, egal was passiert. Gegen sie spricht die eher malade Form (Malik Monk, mein bester 6th Man, geht enorm ab). Wenn sie beides Spiele gegen die Phoenix Suns und die Portland Trail Blazers gewinnen, wären sie somit auf jeden Fall Achter. und häten zwei Chancen. Sowohl die Warriors als auch die Lakers spielen noch gegen die New Orleans Pelicans, es könnte am Ende also sogar einen Vierer-Vergleich gegeben, wenn die Phoenix Suns die beiden Spiele gegen die Kings und Oklahoma City Thunder verlieren. Und der ganze Trouble dann wahrscheinlich nur, um in der 1. Play-off-Runde gegen den wahrscheinlichen Conference-Sieger denver Nuggets unterzugehen.
Und was macht DAZN, der liebe deutsche NBA-Sender: Zeigt Nuggets vs Spurs als Live-Spiel, also mit die unspannendste Partie überhaupt. Gott sei Dank gibt es den Game Pass, sogar, wenn ich es richtig lese, for free.

Eastern Conference

Auch hier steht es Spitz auf Knopf, vor allem in den Plätzen 4 bis 7.. Hier kommt die Besonderheit zum Tragen, dass die Orlando Magic bei einem Dreier-Vergleich auf jeden Fall das Pfund des Divisionssieges haben. Heute spielen sie zuHause gegen die Milwaukee Bucks ohne Giannis. Allerdings brauchen die auch noch mindestens einen Sieg, um Platz 3 gegen die NY Knicks zu behalten. Die Magic müssen also hoffen, dass die Indiana Pacers mindestens ein Spiel verlieren, dann gäbe es bei einer Niederlage am letzten Spieltag bei den Philadelphia 76ers den erhofften Dreiervergleich. Gegen die Sixers würden sie bei einer Niederlage am Sonntag den Zweiervergleich verlieren, was wiederum egal wäre, wenn die Pacers beide Spiele verlieren.
Ein Trost für den, der es nicht schafft: In den Play-Ins gibt es den Rettungsanker eines Spiels gegen die viel schwächer eingeschätzten Chicago Bulls oder Atlanta Hawks. Wenn allerdings Atlantas Trae Young heißläuft …

Was so übrigbleibt

Masters-Tennis ohne Deutsche

Im Achtelfinale hat es Sascha Zverev (vs Tsitsipas) und Struffi (vs Sinner) erwischt. Zverev letztlich zu fehlerhaft mit unnötigem Verlust von Satz 1. Danach wurde er vom Griechen regelrecht hergespielt, bevor er sich beim Stand von 0:5 aufbäumte und au 5:5 ausglich, auch weil Tsitsipas plötzlich keinen Ball mehr traf. Im Tiebreak viel zu viele eher leichte Fehler, und Tsitsipas sichert sich das Match.

Struff gegen Jannik Sinner letztlich chancenlos. Das ist schon sehr beeindruckend, was der Italiener auch auf Sand veranstaltet.

Nuggets vor Conference-Sieg und Heimrecht

Blick über den Teich, NBA: Denver gewann das Spitzenspiel vs die Timberwolves und steht damit vor dem der Western Conference. Es genügt jetzt bei zwei Versuchen gegen eher schwache Gegner ein Sieg.Damit steht auch schon fest, dass der 9. oder 10. auf jeden Fall gegen die Nuggets spielen würde. Nicht gerade lustig. Wer das sein wird, ist für mich völlig offen. Einen Tipp wage ich: Wer die restlichen Spiele allesamt gewinnt, dürfte mindestens Platz 7 und Heimrecht im ersten Play-In-Spiel gegen den Achten haben und bei einem Sieg den Nuggets aus dem Weg gehen. Es gibt noch einige direkte Duelle.

Die Orlando Magic haben fast erwartungsgemaäß bei den Milwaukee Bucks verloren. Jetzt droht ein Endspiel bei den Philadelphia76ers mit MvP Joel Embiid um Platz 6 und das, wenn überhaupt, mit einem nicht vollfiten Franz Wagner. Play-In wäre dann wahrscheinlich ein Florida-Duell gegen die Miami Heat und bei einer nicht unerwarteten Niederlage ein Do-or-Die-Spiel immerhin zuhause gegen die Atlanta Hawks oder Chicago Bulls.

Sturm in Augusta

Das Masters begann wg Sturm mit Verspätung, aber schon nach ein paar Löchern scheint klar, dass dieses Jahr der Platz von den Profis auseinandergenommen wird. Schon jetzt sind manche bei -4. Und das Wetter wird besser. Morgen noch ein bisschen Wind mit Böen, dann Sonne pur ohne Wind, was die Grüns natürlich wierum schwieriger zu spielen macht.

Die Magic wanken und bangen

Blick über den Teich, NBA

Final Week. Die reguläre Saison biegt in die Zielgerade ein. Diese Woche stehen die letzten Spiele an, die meisten Teams haben noch drei Spiele vor sich, und die haben es zum Teil in sich.
Gestern Nacht verloren die Orlando Magic ohne Franz Wagner bei den Houston Rockets. Damit müssen sie noch ernsthaft um die direkte Qualifikation der Play-offs bangen, zumal das Restprogramm mit zweimal Milwaukee Bucks und bei den Philadelphia 76ers extrem happig ist. 3 Niederlagen sind da nicht völlig ausgeschlossen, das würde mit ziemlicher Sicherheit sie aus den ersten 6 werfen. Und die Play-Ins bei best of 1 braucht es nicht. Allerdings sind die Chicago Bulls und Atlanta Hawks auf jeden Fall schlagbar, zumal zuHause.
Ansonsten ist gestern die grandiose Double-Double-Serie von Domantas Sabonis von 58 Partien zu Ende gegangen, der bei 13 Rebounds nur 8 Punkte auflegte. Es war eh nicht sein Spiel. Schneller Foul-trouble, 5 Turnovers und nur 2 aus 7 aus dem Feld. Wahrscheinlich sein schlechtestes Saisonspiel. Auf der anderen Seite war Shay Gilgeous-Alexander bei seinem Comeback mit 40 Punkten heraussragend.

Und was bedeutet das jetzt alles?
Das Feld der Post Season ist komplett, 10 Teams wissen also, dass sie ab Montag in den Urlaub fahren können.

Eastern Conference

Einsam vorn die Boston Celtics, die ohne große Gegenwehr gegen die Milwaukee Bucks verloren. Bei denen hat sich allerdings Giannis an der Wade verletzt, ob er diese Woche spielen kann, ist noch unsicher, für die Play-offs müsste es allerdingsreichen. Es gibt noch ein wüstes Gebalge zwischen Platz 4 (Magic) bis 8 (Miami Heat). Die aktuelle Form könnte die 76ers noch unter die besten 6 bringen.

Western Conference

Hier tobt weiter der Dreikampf um Platz 1 bis 3 zwischen den sieggleichen Minnesota Timbewoves und Denver Nuggets. Nur ein Sieg dahinter lauert Oklahoma City Thunder. Heute kommt es in Denver zum direkten Duell mit Minnesota, die Vorentscheidung. Die LA Clippers und Dallas Mavericks haben Platz 4 und 5 sicher (das wird ein lustiges Matchup in der 1. Runde). Dahinter ist das Feld sehr knapp. New Orleans hat die besten Karten auf Platz 6, die Phoenix Suns auf Platz 7 mit einem heftigen Restprogram bei den Clipprs, bei den Kings und bei den Timberwolves. Und im Westen ist im Gegeensatz zum Osten in den Play-Ins nächste Woche überhaupt nichts vorherzusehen. Ich wage es dann trotzdem, wenn die Begegnungen feststehen.

Jetzt aber erst mal eine geile Woche. Allerdings wird am Samstag nicht gespielt, damit am letzten Spieltag am Sonntag kein Team ein Back-to-back-Spiel bestreiten muss.

Das war die Woche, die war

Vorbemerkung: I mittlerweile exch war diese Woche auf der wirklich wunderschönen Insel Lanzarote. Absolute Reiseemphehlung, gerade der Nordwesten. Deshalb habe ich wenig gesehen, aber mich doch über das Geschehen auf dem Laufenden gehalten. Und manche Dinge konnte ich via Wlan und diverse Streams auch verfolgen., notfalls relive.

Bayer praktisch Meister

Bayer gewinnt, Bayern verliert. Jetzt sind es also 16 Punkte Vorsprung bei och 6 Spielen. Leverkusen kann also am Sonntag mit einem Sieg gegen Bremen bereits auch rechnerisch Meister werden. Vielleicht sind sie es aber schon tags zuvor auf der Couch geworden, wenn nämlich die Münchner zuhause gegen den 1. FC Köln verlieren. Das ist für mich gar nicht sooo abwegig, denn die Partie ist genau zwischen den beiden Champions-League-Spielen des FCB gegen Arsenal. Und die Unlust in der Liga ist mittlerweile mehr als deutlich, siehe das 2:3 am Samstag in Heidenheim nach 2:0-Führung. Tatsächlich muss man sich in München mehr um Platz 4 und die sichere CL-Teilnahme in der nächsten Saison sorgen. Den einen oder anderen Sieg werden sie schon noch benötigen.

Und der FC kommt mit bester Laune nach München. Am Samstag war der Club gefühlt bereits abgestiegen, als er kurz vor Schluss mit 0:1 gegen den VfL Bochum zurücklag und wirklich nichts auf eine Wende hindeutete. Doch die beiden eingewechselten Stürmer Stefan Tigges und Lucas Waldschmidt schafften die nicht mehr für möglich gehaltene Wende. Jetzt ist sogar der direkte Nichtabstieg nicht mehr völlig illusorisch bei nur 4 Punkten Abstand auf den taumelnden VfL und Platz 15. Einen Punkt Vorsprung auf die Kölner haben noch die Mainzer nach dem deutlichen Sieg gegen Darmstadt. Für die ist der Abstieg praktisch besiegelt.

Seltenes Doppel für Matthew van der Pool

Der Holländer gewann auch den Radklassiker aller Radklassiker Paris-Roubaix. Er verteidigte damit nicht nur seinen Titel als erster Profi nach Tom Boonen 2008/09, sondern auch das Doppel Roubaix-Flander-Rundfahrt in einem Jahr, was zuletzt Fabian Cancallara 2013 glungen ist. Wieder gewann er mit einem beeindruckenden Soloritt, und in dieser Form dürfte er auch bei den anstehenden Klassikern Lüttich-Bastogne-Lüttich und Amstel Gold Race klar favorisiert sein, zumal potenzielle Konkurrenten wie Wout van Aert und Primoz Roglic verletzungsbedingt passen müssen. Nach der Sturzserie in den vergangenen Wochen ging die Fahrt über die gefürchteten Pflastersteine offenbar glimpflich für alle Beteiligten aus. Nils Pollit wurde diesmal Vierter, eine weitere Top-Platzierung nach dem 3. Rang in Flandern.

Caitlin Clarks Niederlage zum Abschied

Die College-Basketballerin ist ja so etwas wie der heißeste Scheiß zurzeit im (Frauen)-Sport. Dabei spielt sie „nur“ College-Basketball, aber das halt so erfolgreich wie bisher noch niemand, mit zahllosen Statistik-Rekorden, egal ob Männlein oder Weiblein. Plötzlich haben alle mitbekommen, dass auch die Studentinnen ihre March-Madness haben. Deren Finale war also gestern, in ihr Team aus Iowa musste sich trotz einer Glanzleistung von Clark (30 Punkte) dem favorisierten Team aus South Carolina geschlagen geben. Jetzt wechselt sie in die WNBA, und das Interesse an ihr wird der gesamten Liga einen enormen Schub geben. Mal sehen, wo das endet.
Heute Nacht dann das Finale bei den Männern, wie immer Pausiert deshalb an diesem Tag die NBA.

Und sonst?

– ein elektrisierender Titeldreikampf in der Premier League. Da der bisherige Spitzenreiter FC Livepool trotz klaren Chancenplus beim Erzrivalen Manchester United über ein 2:2 nicht hinauskam, musste er Platz 1 an den FC Arsenal aufgrund der um 9 Tore schlechteren Tordifferenz abgeben. Einen Punkt dahinter lauert Manchester City. 7 Spieltage sind es noch.
– Vorentscheidungen im DEL-Halbfinale. Sowohl Bremerhaven gegen München als auch die Eisbären gegen Straubing gehen mit einer 3:1-Führung in das morgige 5. Spiel der Best-of-7-Serien jeweils zu Hause. Die Endspielserie kann also morgen eingetütet sein. Allerdings sind die Partien bisher alle ziemlich knapp, sodass Spannung auf jeden Fall gewährleistet ist.
– Handball-Spitze im Gleichmarsch: Sowohl die Füchse Berlin (in Göppingen) und der SC Magdeburg (gegen Stuttgart)gewannen ihre Schwaben-Spiele. Eine Vorentscheidung könntenächstes Wochenende fallen. Da muss der SC beim Dritten Flensburg-Handewitt antreten und die Füchse zuhause gegen den THW Kiel. Sollten die Magdeburger auch diese Hürde siegreich bestehen, ist das höchste Hindernis aus dem Weg geräumt.
Verstappen wieder in der Erfolgsspur: Der Holländer gewann in Suzuka klar vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Sergio Perez und Carlos Sainz und führt in de WM-Wertung.
– Deutsche Eishacklerinnen im WM-Viertelfinale. In der Gruppe B steht schon vor ihren beiden letzten Spielen fest, dass sie als eine der drei besten Teams die nächste Runde erreichen. Es geht also nur noch um die Platzierung und den Gegner dort. Der Gruppensieg würde ihnen im Viertelfinale USA oder Kanada ersparen und damit das fast sichere Ausscheiden. Die anderen Teams Finnland, Tschechien und Schweiz erscheinen an einem guten Tag nicht völlig außer Reichweite.
– Auch die Fußball-Frauen haben ein Erfolgserlebnis. Am Freitag gewannen sie zum Auftakt der EM-Qualifikation in Österreich mit 3:2 taten sich aber schwerer als erwartet, als sie schon mit 0:2 zurücklagen. Morgen geht es zuhause gegen Island.
– Beginn der Sandplatzsaison: Turniersiege gingen an Hubert Hurkacz (Estoril), Bryan Shelton (Houston) und Matteo Berrettini (Marakesch) sowie Camila Osorio (Bogota) und Danielle Collins (Charleston), die damit nach Miami vor einer Woche gleich ihr nächstes Turnier gewann. Was für ein Lauf für die Amerikanerin.

 

 

 

 

 

Was so übrigbleibt

In einer Ruhephase von der Lanzarote-Ruhe hier ein paar Eindrücke des Sportgeschehens ohne (Live)Bilder

Sturzorgie der Radprofis

Das war eine Woche horribilis für die Radprofis. Gleich fünf namhafte Fahrer hat es bei Stürzen ziemlich schwer vermischt und müssen alle eine längere Pause einlegen.

Gleich drei potenzielle Tour-Favoriten kamen bei der Katalonien-Rundfahrt bei ein und demselben Massensturz zu Fall: der zweifache Toursieger Jonas Vingegaard, Primoz Roglic, die große Hoffnung von Bora, sowie der belgische Top-Rundfahrer Remco Evenepool. Dieser und Vingegaard das Schlüsselbein gebrochen, die heikle Stelle aller Radfahrer und dabei von elementarer Bedeutung. Ohne eine gesunde Schulter geht nämlich nix.Zwar sind es bis zur Tour fast noch drei Monate, aber erst mal ein Monat fällt völlig flach mit intensiven Training. Und diese Kilometer fehlen dann eben, wie letztes Jahr Tadej Pogacar erleben musste, der ebenfalls im Frühjahr stürzte und nicht mehr zu seiner absoluten Topform fand.

Bei einem Trainingssturz in Spanien erwischte es auch den besten deutschen Rundfahrer Lennart Kämna bei seiner Vorbereitung auf den Giro. Die Ausfallzeit ist noch nicht klar, aber ein schwerer Rückschlag ist es auf jeden Fall.

Zu schlechter letzt stürzte schon vor gut einer Woche das Tausendassa Wout van Aert, bei der „kleinen“ Flandern-Rundfahrt. Zumindest die Klassiker sind dieses Jahr Geschichte für ihn.

, Und am Sonntag steht erst noch das für seine Stürze berüchtigte Paris-Roubaix an. Es hat zuletzt ziemlich geregnet, eine Grundrutschigkeit ist damit gegeben. Eine Stelle vor einer berüchtigten Kopfsteinplaster-Passage wurde mittels einer Schikane entschärft, zumindest ist das die Intention der Veranstalter. On verra. Flandern-Sieger Van der Poel ist erneut Top-Favorit, denn der letzte verbliebene der Super-Radfahrer Pogacar verzichtet offenbar dankend und denkend.

Embiid wieder da, und die Sixers hoffen

Bis zum Ende der egulären Saison der NBA sind es nur noch 5+/- Spiele, und das Play-of-Rennen spitzt sich in Ost und West weiter zu. Da Joel Embiid, der MvP der vergangenen Saison, nach 2 Monaten Verletzungspause wieder fit ist, gibt es mit den Philadelphia 76ers einen weiteren sehr ernstzunehmenden Contender, mindestens fürs Conference Finale des Ostens, wenn nicht sogar (viel) mehr. Denn neben Embiid hat Philly alles, was so ein Team in den Play-offs benötigt und mit Tyrese Maxey einen der besten Spieler der Liga. Ich sehe sie direkt in den Play-offs. Die Orlando Magic kämpfen sogar um den Heimvorteil in der 1. Runde.

Im Westen bange ich mit „meinen“ Sacramento Kings, mehr denn je, zumal sie jetzt lange auf Malik Monk und Kevin Huerter verzichten müssen.Die Top 6 und die direkten Play-offs sehe ich schon außer Reichweite. und in den Play-Ins wären sie für mich gegen die LA Lakers und GS Warriors, die klar aufsteigende Form zeigén, nur als klarer Außenseiter. Andererseitsd kann jeweils in einem Spiel alles passieren.

Die Warriors erinnern mich stark an die Houston Astros im Baseball und den Kansas City Chiefs im Football. Irgendwie durch die Saison wurschteln, und in den Play-offs sind sie das Team, das die anderen erst mal rauskegeln müssen. Und falls Klay Thompson etwa mal in einem Formtief war – das hat er überwunden. Splash Brothers reloaded, Teil soundso.

Und sonst

– ein Pokalfinale Bayer Leverkusen gegen 1. FC Kaiserslautern. Bayer mit der nächsten Gala gegen Fortuna Düsseldorf, die auch den Fortuna-Trainer Seouane zu Lobeshymnen veranlasste. Mittlerweile frage ich mich ernsthaft, wer dieses Team überhaupt noch schlagen soll in dieser Saison, vor allem auch deshalb, weil dieses Thema für Bayer zumindest nach außen überhaupt kein Thema zu sein scheint. Offen ist also nur, ob am Ende ein, zwei oder gar drei Titel herausschauen. Lautern dagegen kämpft noch extrem gegen den Abstieg aus der 2. Liga. Parallelen zu 96 kommen auf (damals Pokalsieg und Abstieg aus Liga 1 (und sofortiger Wiederaufstieg und Meisterschaft, jaja …). Ganz doof wäre die Relegation, weil nach der bisherigen Terminierung das Pokalfinale zwioschen den beiden Partien angesetzt wäre. Ein Verschieben insgesamt nach hinten fände ich da die bessere Lösung. viele Nationalspieler dürfte es hier wie dort ja nicht gegben.

– die Final 4 im US-Basketball bei Weiblein und Männlein der Marc Madness wie immer im April. Der Fokus liegt klar auf Caitlin Clark, die jetzt schon zur neuen Super-Hoffnung des gesamten Frauensports weltweit hochgejazzt wird. Zumindest ich habe in den vergangenen Wochen wohl noch nie so oft das Wort Iowa, ihre Uni, gelesen, Vorwahlen und Johnny Depp alias Gilbert Grape inklusive.

 

Hasta luego
Leon de Munich