Das war die Woche, die war

Die Show der Gabby Williams

 

Spiel 7 in Best-of-7-Serien, erst recht im Finale, da werden Sporthelden geboren. Und Sportheldinnen. Wie die Basketballspielerin Gabby Williams von den Golden State Valkyries: Die ihr Team eben in diesem 7. Spiel, besser gesagt in der 2. Halbzeit dieser Partie, fast im Alleingang zum Sieg gegen Atlanta Dream und damit zum ersten Titel der Teamgeschichte führte.

28 Punkte gelangen der überragenden französischen Vizeweltmeisterin allein in der 2. Hälfte. Noch nie in der Play-off-Geschichte der WNBA hat einer Spielerin in einer Halbzeit so viele Punkte erzielt. Dabei war ihr im ersten Durchgang so gut wie nichts gelungen, 2 magere Pünktchen standen da auf der Habenseite, weswegen die Valkyries in der ausverkauften Halle in San Francisco mit 24:30 zurücklag. Weil auf der anderen Seite Jordin Canada endlich aufdrehte. Endlich, weil die Spielmacherin bis dato in der Serie nicht so zur Geltung kam. Gleich 13 Punkte legte sie auf, allerdings kam im zweiten Durchgang nur noch ein Dreier hinzu.

Es waren die 20 Minuten der Gabby Williams, die jetzt ihre körperliche und spielerische Überlegenheit gnadenlos ins Feld führte. Und ihr Händchen aus der Ferne bewies. 4 von 6 Dreier fanden das Ziel, außerdem verwandelte sie alle 6 Freiwürfe. Auch in der Verteidigung leistete sie ihren Beitrag mit 2 Blocks und 1 Steal. Auch wenn im Basketball nie eine einzige Spielerin gewinnen kann, ohne Williams wäre es nie im Leben etwas mit dem Sieg der Valkyries geworden. Ihren 28 Punkten in der 2. halbzeit standen nur 16 Zähler der Mannschaftskolleginnen gegenüber. Die wiederum im ersten Durchgang den Rückstand in Grenzen hielten, als Williams sich noch zurückhielt (netter Euphemismus).

 

Titel in der 2. Saison

 

Erst zur Saison 2025 waren die Valkyries zur WNBA dazugestoßen. Schon im 2. Jahr der Titel, so früh wie noch nie im US Sport. Es gibt Mannschaften, die warten schon Jahrzehnte darauf, und gerade in den ersten Jahren hagelt es Niederlagen zu hauf. Die Valkyries setzten auf Internationalität. Begonnen bei der japanischen Trainerin Natalie Nakase.

Natürlich ist dass in der WNBA leichter möglich, gerade in Zeiten, in denen sich ihrneue Dimensionen eröffnen. Frauen-Basketball hat sich voll etabliert, die Hallen in den Play-offs waren sehr gut gefüllt bis ausverkauft, die Stimmung auf den Rängen so leidenschaftlich wie noch nie. Endlich vedienen die Frauen auch ordentliches Geld, natürlich weit entfernt von den unfassbaren 50-Millionen+-Verträgen der NBA-Männer, aber wahrscheinlich so viel wie in keiner anderen Frauen-Liga. Durchschnittlich verdient eine NBA-Spielerin knapp 600.000 Dollar, die Stars der Szene erhalten bis zu 1,5 Millionen, die Tendenz ist stark steigend.

Sagte ich voll etabliert? Dann muss ich das einschränken. Unzumutbar für beide Teams war zumindest, dass sie ztu Spiel 6 in Atlanta schon um 12:30 Uhr Ortszeit (an einem Donnerstag) atreten mussten, weil die Halle am Abend von den Atlanta-Hawks-Männern belegt war. Die ihre Partie aber immerhin um eine Stunde nach hinten rückten, sodass die Doppelbelegung überhaupt möglich war. Viele WNBA-Tams kooperieren mittlerweile offiziell mit dem NBA-Team der Stadt. Wie die Valkyries in San Francisco mit den Warriors.

 

Kimi Antonelli jüngster Weltmeister

 

Es war nur noch eine Formsache, aber als der Titel auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen war, öffneten sich bei Kimi Antonelli alle Schleusen. Noch während der Auslaufrunde nach seinem dritten Platz in Mexiko heulte der Italiener hemmungslos, und das sollte den ganzen Abend fortdauern. „Ich habe viel zu viel geweint“, bekannte der mit 20 Jahren jüngte Formel-1-Weltmeister aller Zeiten.

So mancher Italiener wird auch die eine oder andere Träne verdrückt haben. Die motorsport-verrückten Tifosi warteten ja eine Ewigkeit auf einen einheimischen Weltmeister, genauer seit 1953 (Ascari). Zwar trösten sie sich mit Ferrari, aber gerade der Schumi-glanz der Nuller-Jahreist eben auch schon etwas verblasst. Der letzte Titel für die Scuderia datiert auch schon aus dem Jahr 2007, als Kimi Raikkönen triumphierte.

Jetzt also der italienische Kimi (laut der Mama hat die Namensgebung nichts mit dem schweigsamen Finnen zu tun). Mit einer für einen 20-Jahren furcheinflößenden Abgeklärtheit fuhr er rasend schnell und nahezu fehlerlos durch die Saison, legte gerade in der ersten Hälfte mit einem Erfolg nach dem anderen den Grundstein zum Titel. Dabei profitierte er sicher auch vom überlegenen Mercedes, aber gerade wie er den höher eingeschätzten Team-Kollegen George Russell in die Grenzen wies, das nötigte jedem in der Branche allerhöchsten Respekt ab. Auf den Schultern des Mexiko-Siegers Max Verstappen (vierfacher Weltmeister) und Lewis Hamilton (siebenmal Chmapion, davon sechsmal mit Mercedes) wurde er durchs Fahrerlage getragen – ehrliche Ehrerbietung. Aber gerade wer den überehrgeizigen Verstappen kennt weiß, dass dieser sich 2027 nicht kampflos ergeben lassen will. Der Red Bull, zu Beginn des Jahres noch absolut nicht konkurrenzfähig, ist zurzeit das Maß aller Dinge, wie der dritte Sieg des Holländers in den vergangenen vier Rennen beweist.

 

Zverev die Nummer 1

 

Seit Montag ist es offiziell. Da spuckte der Computer Alexander Zverev als neue Nummer 1 de Welt aus. Möglich machte dies ein schnöder Zweitrunden–Erfolg gegen den Holländer Tallon Griekspor in Wien, mit dem er den zurzeit pausierenden Jannik Sinner vorzeitig überflügelte (es war seit Wochen klar, dass Zverev den Italiener spätenstens zum Jahresende ablösen würde). Mit einem Turniersieg allerdings konnte Zverev seine historische Woche nicht krönen. Im Halbfinale unterlag er dem Australier Alex de Minuar im Tiebreak des 3. Satzes. Allzu traurig schien der hamburger nicht zu sein.

Vielleicht war es ihm sogar ganz recht, dass aus dem anvisierten Traumfinale gegen Carlos Alcáraz nichts werden würde. Der Spanier gewann das Finale klar gegen De Minaur und zeigte sich in Bestform. Da hätte es Zverev sehr schwer gehabt, und eine klare Niederlage hätte die eh zermürbenden Diskussionen neu entfacht. Diskussionen, ob Zverev eine „verdiente“ Nummer 1 sei, weil Sinner und auch Alcáraz sehr lange verletzungsbedingt fehlten und fehlen. Alcáraz selbst brach eine Lanze für Zverev. „Beim Tennis geht es nicht nur darum, den Platz zu betreten und an diesem einen Tag sein bestes Tennis zu spielen. Es geht auch um die Konstanz, die man während des gesamten Jahres zeigt.“

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: Remis im Spitzenspiel. 2:2 trennten sich der FC Bayern und Borussia Dortmund. Die Bayern vergaben zahlreiche Chancen (so traf Harry Kane mit einem Elfmeter absurderweise nur die Latte). Das rächte sich, als kurz vor Schluss Flavio Silva mit einem platzierten Flachschuss Jonas Urbig im Bayern-Tor überwand.
  • England: Der FC Arsenal hat eine betrübliche Serie beendet. Das 1:0 beim FC Livberpool war der erste Sieg der Londoner an der Anfield Road seit 14 Jahren. Der deutsche Nationalspieler Kai havertz traf schon in der 16. Minute nach einer herausragenden Kombination. Arsenal führt die Premier League mit 3 Punkten auf Manchester City an, das zuhause gegen Brghton mit 0:1 verlor.
  • Tennis: Turniersiege feierten Harriet Dart in Guangzhou (Finalsieg über Lilli Tagger), Diana Shnaider in Tokio (Leyla Fernandez) und Valentin Vacherot (Jiri Lehecka). Jan-Lennard Struff zeigte erneut ein starkes Turnier, bezwang im Viertelfinale Novak Djokovic, unterlag aber im Halbfinale ganz knapp gegen Lehecka und vegab dabei im 2. Satz einen Matchball.
    Das österreichische Doppel Lukas Miedler/Neil Oberleitner feierte in Wien einen umjubelten Heimsieg.
  • Basketball: Zwei Niederlagen für den FC Bayern in der Euroleague: Dem knappen 84:88 zu Hause gegen den FC Barcelona folte am Donnerstag ein deprimierend deutliches 73:103 bei Roter Stern Belgrad. In der BBL setzte es dann am Sonntag mit 67:69 die erste Saisonpleite. Eine Woche zum Vergessen.

Traumabend vor Halloween

4:3-Erfolg, wechselnde Führung und das Siegestor in der letzten Minute. Das sind Ergebnis und Spielverläufe, die vielleicht in Fußball-Büchern vorkommen, so gleich zweimal bei Sammy Drechsels Jugend-Klassiker „Elf Freunde müsst ihr sein …“. In der Wirklichkeit kommt so etwas nie vor; zumindest in meinem Sechzig-Fan-Leben noch nicht (einmal ein 3:2 in letzter Minute gegen Lautern, einmal ein 4:3 nach 0:3 gegen Düsseldorf).

Bis Freitagabend, als die Münchner Löwen in der Regionalliga Buchbach eben mit 4:3 bzwangen. Durch Fielders Flachschuss in der fünften und letzten Minute der Nachspielzeit. Und damit ein unfassbares Spiel noch zu einem großartigen Ergebnis führte. Ein Spiel, das wahrlich die Nerven aller aufs Höchste und Schlimmste und Schönste strapazierte. „Das ist nur im Fußball möglich“, heißt es dann. Welcher der 15.000 Zuschauer im Grünwalder Stadion würde es ernsthaft bezweifeln?

Früh waren die Buchbacher durch Heiland (sic) mit 1:0 gegangen, die Löwen antworteten noch in der 1. Halbzeit, stellten durch Treffer von Niederlechner und Weber auf 2:1, hatten die Partie weitestgehend im Griff. Bis erneut Buchbachs Heiland aus der Ferne Maß nahm und den Ball aus etwa 20 Metern in den linken Winkel drosch, diesmal in der Tat unhaltbar für Schlussmann Eicher. Und weil es so schön war für Buchbach, zog kurze Zeit später Bahar nach einem fürchterlichen Löwen-Ballverlust aus ähnlicher Position ab, diesmal flach in die Ecke, aber wirklich auch unhaltbar? Ich melde Zweifel an. Drei Tore durch Fernschüsse von außerhalb des Strafraums, da darf man schon mal überlegen, zumal auch in den Partien zuvor ähnliche Gegentreffer gefallen waren. Wobei gerne auch mal ein Verteidiger-Bein abblockend dazwischenfahren darf.

Mit 3:2 für Buchbach gings in die Pause. Nach dem Wechsel taten sich die Löwen sehr schwer, die dichtgestaffelte Abwehr zu unter Druck zu setzen, echte Gefahr fürs Gäste-Tor entwickelte sich nicht. Was allerdings deutlich zu sehen war: das stete Bemühen. Umso mehr ärgerten mich die „Wir wolln euch kämpfen sehn“-Rufe, die ein paar grendebile Krakeeler Mitte der Hälfte anstimmten. Nicht nur einmal, sondern immer wieder. Hirnberbrannter geht es wirklich nicht: „Wir wollen euch kämpfen sehn“ ist meiner Erfahrung nach zu 95 Prozent ausgemachter Blödsinn – bei allen Teams. Hinterher plustern sich diese sogenannten Fans dann auf, dass es erst ihre Schreie gewesen seien, die die Mannschaft „aufgeweckt“ hätten. Alles schon gehört (allerdings nicht gestern).

Als zumindest ich schon nicht mehr mit Toren rechnete, drehten die Löwen noch mal auf. Der eingewechselte und sehr agile Calderon bugsierte den Ball über die Linie, angeblich abseits (in der Regionalliga gibts keinen VAR). Aber in der 82. Minute hatte auch das Schiri-Gespann nichts gegen Calderons Treffer einzuwenden – 3:3. Immerhin nicht verloren, so der Trost am recht kühlen Abend. Bevor sich Lance  Fiedler ein Herz fasste und ebenfalls aus recht weiter Entfernung zum Siegestreffer einnetzte. Zum 4:3. In der letzten Minute. Sammy Drechsel hätte es nicht schöner erfinden können, vielleicht/wahrscheinlich aber besser beschrieben.

 

Die Löwen sind jetzt tatsächlich Zweiter und hat realistische Chancen auf den Aufstieg. Was nach dem chaotischen Sommer samt Zwangsabstieg und kündigungsbedingte Trennung vom vermeintlich lebenswichtigen Geldgeber Hasan Ismaik sehr viel mehr ist, als ich in den kühnsten Träumen erwartet hätte. Zu viel spekulieren möchte ich über die Chancen noch nicht, zumal in der Regionalliga Bayern gar nicht klar ist, welche Vereine einen Aufstieg in die 3. Liga überhaupt stemmen wollen (und können), weil dort sehr hohe Auflagen herrschen, die für einen Dorfclub wie Buchbach (größter Respekt vor deren Leistung) gar nicht zu erfüllen sind.
Sicher ist jedenfalls, dass Sechzig  für die Spitze der Regionallliga ein mehr als konkurrenzfähiges Team beisammen hat. Trotz all der Fehler, die die meist noch jungen Akteure noch machen. Ich sehe viel Potenzial nach oben in fast allen Mannschaftsteilen, vielleicht kann das Team schon im Winter entscheidend verstärkt werden. Obs dann tatsächlich für den Meister reicht? Wir werden es sehen, zumal für den Bayern-Vertreter noch 2 Entscheidungsspiele gegen den Nordmeister (Flensburg? Lübeck? Drochersen-Assel?) anstehen; über diesen katastrophalen Modus rege ich mich dann auf, wenn es soweit ist

Harry Kane der würdige Sieger einer absurden Wahl

Geht es nach den produzierten Schlagzeilen und dem unfassbaren Bohei bereits vor der Wahl, dann ist die Auszeichnung des Ballon d’Or des besten Fußballers der Welt mindestens mit den Oscars und dem Friedens-Nobelpreis gleichzusetzen. Mindestens einen Monat wurde der Fußball-Interessierte nolens volens mit Selbstbeweihräucherung der vermeintlich aussichtsreichsten Aspiranten bombardiert. Die egozentrischsten Werber in eigener Sache waren Kylian Mbappè und Lamine Yamal der beiden spanischen Erzrivalen Real Madrid und FC Barcelona, die den Mannschaftssport Fußball mit ihrem Ich-ich-ich-Gockel-Verhalten ad absurdum führten (absurderrweise auch dann nicht mit ihrem Egotrip aufhörten, als die Stimmen längst abgeben waren). Schlimmer als bei jedem Zickenkrieg fielen sie übereinander her oder über jeden anderen. Wie sagte zum Beispiel Yamal so nett, jeder Zoll ein fairer Sportsmann? „Der beste Fußballer (also ich) muss die Wahl gewinnen und nicht der, der 80 Tore im Jahr geschossen hat

Da war es sehr tröstlich, das letztlich doch Harry Kane (der mit den 80 Toren, die in Wirklichkeit „nur“ 73 waren für Bayern und England) die Wahl gewann. Kane, der sich im Vorfeld extrem wohltuend vollständig aus jeglicher Gockelei heraushielt. Und dennoch so gerührt war, wie ich ihn noch selten gesehen habe, als er am Ende einer schier endlosen Show (die ich nicht gesehen habe) der brasilianischen Legende Ronaldo (genannt „Fenomeno“ oder „echter Ronaldo“) als Preisträger auf die Bühne gerufen wurde; um dann in seiner Dankesrede (in de Tat!) allen und jedem dankte, der nur irgendwie mit ihm zu tun hat (so viel echter als jeder Oscar-Preisträger). Er dankte natürlich seinem Club FC Bayern, aber auch dem Ex-Verein Tottenham, allen Trainern, Mitspielern, Verantwortlichen, dem englischen Nationalcoach Thomas Tuchel und natürlich der Familie. Und mag ein Jammerlappen wie Yamal noch so zetern: Kane hat die Wahl absolut verdient, nicht nur wegen seiner zahllosen Treffer für Bayern und England, sondern vor allem wegen seiner unaufgeregten, immer mannschaftsdienlichen, effektiven und effizienten Spielweise. Er hat sich ja auf seine alten Tage noch mal neu erfunden. Nach der Idee von Trainer Vincent Kompany spielt er bei den Bayern auf jeder Position (außer Torwart) und das gefühlt gleichzeitig. Wenn es denn jemanden gibt, so mein flüchtiger Gedanke, der seine eigene Flanke selbst einköpfen kann, dann bestimmt Harry Kane. Dabei nie prätentiös oder gar selbstdarstellerisch oder zaubernd allein des zauberns Willen.

Harry Kane ist der erste auserwählte Bayern-Spieler seit Karl-Heinz Rummenigge 1981 und der erste Engländer seit Michael Owen 2001. Eine Wahl, an der genau 100 handverlesene Journalisten aus 100 Ländern sich beteiligen (nur mal so: Die FIFA hat 205 Verbände). Für Deutschland ist das der ehemalige (!) Kicker-Chefredakteur Karlheinz „Carlo“ Wild, der seit 15 (!) Jahren für Deutschland das Zettelchen ausfüllen darf. Warum er und kein anderer (im Fußball muss ich zu dieser Frage wirklich nicht gendern, weil eine Frau in dieser Position schlicht unvorstellbar wäre), niemand weiß es.

Wie gesagt, die Show im festlich geschmückten Palladium Theatre zu London und sehr, sehr vielen Fußballern in Smoking und Fußballerinnen im Abendkleid dauerte schier endlos, offenbar mehr als 4 Stunden. Es gab ja viel zu ehren, und die meisten Preise räumte Spanien ab, kein Wunder, das Land ist derzeit im Fußbvall das Um und auf, gerade gleichzeitig Weltmeister und Weltmeisterin. Vor Kane wurde die Spielerin des Jahres erkoren, die Wahl fiel auf Alexia Putellas, die Frauenfußball auf ein völlig neues Niveau gehoben hat und bereits zum dritten Mal ausgezeichnet wurde; für mich etwas überraschend, weil sie nach ihrer schweren Verletzung nicht mehr ganz so dominant wirkte). Außerdem triumphierten die Spanier Vicky Lopez und Lamine Yamal als beste Nachwuchsspieler, Cata Coll und Unai Simon als beste Torhüter, Pere Romeu und Luis de la Fuente als beste Trainer für Frauen und Männer, der FC Barcelona und Paris St. Germain (nanu) als bestes Frauen- und Männer-Team.

Jetzt kehrt wieder Ruhe ein. Aber spätestens im Septembe 2027 wird die Gockelei von Lamine Yamal und Kylian Mbappé wieder losgehen.

 

Das wird die Woche, die wird

Skifoan in Sölden, Formel 1 in Austin/Texas und einige Schlager in der Champions League. Dazu massig US Sport, den ich hier aber nur kurz streife, auf den ich aber in gesonderten Texten länger eingehe.

 

Bayern empfängt Arsenal

 

Der Deutsche Meister gegen den englischen Titelträger (Mi., 21 Uhr). Klingt gut, könnte auch gut werden, aber mal ehrlich: Egal, wie es ausgeht, es ist fast ohne Belang. Denn wer zweifelt daran, dass sich beide Mannschaften souverän für die K.o.-Runde der Champions League erreichen werden und aller Wahrscheinlichkeit sogar in den Top8 der 36er-Monstertabelle? Und wie die Erfahrung der vergangenen beiden Jahre zeigt, geben nicht einmal diese direkten Treffen der Top-Favoriten wirklich Aufschluss, wie ein Viertelfinale oder Halbfianle zwischen denselben Kontrahenten ausgehen könnte.
Für mich verfestigt sich die Meinung, dass die Vorrunde in der jetzigen Form (36 Teams, 24 kommen weiter) zumindest für die Top-Clubs ein besseres (und nett anzuschauendes) Training unter Wettkampfbedingungen ist. Trotz Setzliste und dem Umstand, dass die ersten Acht sich die Zwischenrunde schenken.

Das Attraktive am Modus ist zugegebenermaßen, dass absolute Kracher an der Tagesordnung sind. So treffen am Diensgtag Titelverteidiger Paris St. Germain und der FC Barcelona aufeinander. Barca ist sowohl in Meisterschaft als auch in der Königsklasse noch ohne Punktverlust.

RB Leipzig (in Bernabéu bei Real/Mi., 21:00) ) und der VfB Stuttgart (zuhause vs Atlético/Di., 21:00) ) haben sehr schwere Aufgaben gegen die zwei Madrider Spitzenclubs. Borussia Dortmund muss die mühselige Reise nach Aserbaidschan bestreiten, wo Sabah FK wartet. Eine weitere Niederlage nach dem 0:1 bei Bödo Glimt wäre ein echter Rückschlag.

 

Verstappen strebt den Hattrick an

 

Formel-1-Weltmeister kann Max Verstappen nach Lage der Dinge nicht mehr werden, doch Siege schmecken dem Hollände immer gut. Nach den Erfolgen in Malaysia (für Bahrain eingesprungen) und Singapur will sich der vierfache Champion am Wochenende auch in Austin schadlos halten. De Red Bull ist wieder absolut siegfähig, und nach Monaten eher lust- und chancenlosem Hinterherfahren ist Verstappen voller Tatendrang. Auch wenn der Titel wie gesagt bei 119 Zählern Rückstand auf WM-Leader Kimi Antonelli und bestenfalls noch fünf Rennen (wegen des Irankrieges sind Katar und Saudi-Arabien gefährdet) außer Reichweite ist.

 

Ein Rennen fürs Weihnachtsgeschäft

 

Kaum zu glauben, aber der Wintersport rückt mit Riesenschritten näher. Wie der traditionelle Auftakt der alpinen Skifahrer am Wochenende in Sölden. Wie gehabt stehen 2 Riesenslaloms an für Frauen (Samstag) und Männer (Sonntag). Erfunden wurde das Ganze vor Jahren, umd Freizeit-Skifahrern Lust aufs Weihnachtsgeschäft zu machen, sportlich bringt dieser Frühstart praktisch keine Erkenntnisse. Ob und in welcher Form die Topstars an den Start gehen steht noch nicht fest. Weltcup-Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin etwa hat verlauten lassen, dass sie dieses Jahr nur ein abgespecktes Programm fahren will, alles ist ausgerichtet auf die Ski-WM in Crans Montana Ende Januar. Die Chance für Vielfahrerin Emma Aicher im Gesamtweltcup
Sicher nicht dabei ist Shiffrins Verlobter Alexsander Aamodt Kilde, der sich bei Schneetraining in Chile einen Achillesehnenriss zuzog und die gesamte Saison ausfällt.

 

US-Sport, wohin man schaut

 

Ende Oktober, das sind die etwa zwei Wochen, wenn alle großen US-Ligen spielen. Am morgigen Dienstag öffnet die NBA ihre Pforten – und zwar zur besten deutschen Sendezeit (21 Uhr). Die Boston Celtics empfangen die Boston Celtics die Detroit Pistons. Beide Teams erwarte ich sicher in den Play-offs. Zwei weitere Top-Schlager von absoluten Titel-Favoriten folgen in der Nacht, wenn die New York Knicks auf die Philadelphia 76ers (mit Janes und Brown) treffen (01:00) und die san Antonio Spurs auf die Oklahoma City Thunder (03:30).
Näheres in einer längeren (ich fürchte: langen) Vorschau am Dienstag.

Schon weiter ist die WNBA, also die Frauen-Profiliga. Heute Nacht Spiel 2 der Finalserie zwischen den Golden State Valkyries und den Atlanta Dream, erneut in San Francisco. Die erste Partie ging denkbar knapp für die Valkyries aus (68:64).

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: Das Beste des  6. Spieltags kommt zum Schluss, wenn nämlich am Sonntagabend der SC Freiburg den FC Bayern empfängt. Durch die Freiburger Niederlage in Leverkusen sind die Münchner aus ihrer Sicht „endlich“ Tabellenführer. Nur mit einem Sieg wäre das weiter sichegestellt, wenn tags zuvor im nominellen Topspiel (18:30) Borussia  Dortmund gegen Eintracht Frankfurt gewinnt.
    Bereits am Freitag im Blickpunkt ist Broussia Mönchengladbach, das beim VfB Stuttgart endlich die ersten Punkte einfahren will.
  • Spanien: Barca vs Real, el clásico (So., 21:00). Barca führt bereits mit 6 Punkten Vorsprung auf die Hauptstädter, und die Katalanen spielen auch den weit attraktiveren Fußball. Vor Real ist sogar noch Atlético, das gegen Deportivo La Coruna klarer Favorit ist.
  • Motorrad: Einer der schönsten Kurse des Jahres  ist immer die Strecke in Phillips Island/Australien. Extreme Spannung in der MotoGP, wo zurzeit Jorge Martin gerade zwei Pünktchen Vorspung auf seinen spanischen Landsmann Marc Marquez hat. Wie immer Sprint am Samstag und Hauptrennen am Sonntag, in Europa wegen der Zeitverschiebung in den frühen Morgenstunden.
  • Tennis: Die Männer kehren nach dem Asientrip nach Europa zurück. In Brüssel (Fils, Lehecka), Lyon (Cobolli, Fritz) und Astana (Medwedew, Darderi) geht es um wichtige Punkte im Rennen ums Saisonfinale, wo noch fünf freie Plätze zu vergeben sind (Zverev Alcáraz und Shelton snd fix qualfiziert, Sinner hat die Saison bereits beendet).
    Die Frauen bleiben noch in Asien, nämlich in Ningbo (Rybakina, Swiatek, Kostyuk) und (längst nicht so gut besetzt) Osaka (Li, Stearns, Tagger, Kraus).

 

 

 

Schönes Erlebnis bei den Löwen – und eine ziemlich üble Abzocke

Endlich kam das vertraute Grünwalder-Stadion-Feeling auf. Das Flutlicht brannte, der Regen prasselte, und auf dem Platz sowie auf den Rängen tobte das Leben. Gekommen war am Dienstagabend die SpVgg Bayreuth, eine durchaus gute Mannschaft und mit ihr auch einige Fans aus Oberfranken.

Schon vor dem Anpfiff galt es allerdings für alle in der Löwen-Familie, einen großen Schock zu verdauen. Denn die Verletzung, die sich der herausragende Mittelfeldmann Tunay Deniz am Samstag in Illertissen zugezogen hat, zwingt ihn zu einer langen Pause. Eine genaue Diagnose will der Verein zwar „aus Datenschutzgründen“ nicht verkünden, aber den 32-Jahren hat es nach dem Kreuzbandriss vor einem Jahr wieder am Knie erwischt; nach übereinstimmender Berichte der in dieser Hinsicht meist gut informierten „Abendzeitung“ und „Bild“ muss er operiert werden – es droht das Saison-Aus.

Deniz war bisher in der Saison der mit Abstand auffälligste Akteur – mit viel Übersicht, großartiger Technik. Die er bei einigen sehenswerten Treffern Marke „Tor des Monats“ auch in zählbaren Erfolg ummünzen konnte.

Ich will mich gar nicht allzu lange allzu lange mit dem Spielbericht aufhalten (im Nachinein gesehen: offenbar doch …). Die Löwen gingen in de 1. Halbzeit durch einen Kopfball von Michael Eberwein nach feinem Eckball in Führung, die bis zur Pause Bestand hatte. Wobei ihnen gerade in den letzten zehn Minuten der Zugriff auf die Partie verloren ging.

Nach dem Wechsel unterliefen dem jungen Lasse Fiedler (19) binnen kürzester zeit zwei dumme wie klare Fouls, für die er jeweils zurecht die Gelbe Karte sah, also Gelb-Rot (64.). Sechzig eine halbe Stunde in Unterzahl, und als für die Gäste Patrick Scheder recht schnell ausglich (69.), schwante mir wie dem Rest der Fans Böses. Das konnte doch gar nicht gut gehen.

Tatsächlich gerieten die Löwen gehörig unter Druck, doch bei einem der wenigen Entlastungs-Angriffe gab es Freistoß aus aussichtsreicher Position, zentral, 20 Meter vorm Tor. Da wäre jetzt was für den Deniz, dachte ich und war bestimmt nicht allein mit diesem Gedanken. Nach kurzer Diskussion mit Stürmer Florian Niederlechner lief Eric Uhlmann an und versenkte den Ball unhaltbar in die Maschen. Grenzenloser Jubel auf den Tribünen (bis auf die Schar der Bayreuther, die die Schönheit des Treffers sicher nicht genießen konnten).

Es folgten die bisher spannendsten und ergreifendsten (großes Wort, ich weiß) Minuten für mich seit meiner „Rückkehr“ ins Grünwalder. Der Grund, warum ich dort auch in der Regionalliga unbedingt hingehen wollte. Leidenschaft pur auf dem Rasen, wo die Löwen in Unterzahl fast verzweifelt kämpften. Lautstark unterstützt von den Fans: Die Stehhalle, die  hauptsächlich eine Sitztribüne ist, wurde ihrem Namen gerecht. Niemand saß, jeder feuerte an, alle litten. Spiel auf ein Tor, nämlich das der Löwen. Wirklich gefährliche Szenen gab es zwar nicht, aber gerade Vitus Eicher ließ mir öfter das Blut in den Adern gefrieren. Der Schlussmann hat offenbar beschlossen, Flanken vor sein Tor zu ignorieren (sie also nicht per Heruaslaufen zu klären). Vielmehr verlässt er sich auf seine immer noch hervorragenden Reflexe auf der Linie. Irgendwie verständlich, er hatte hat seine aktive Karriere schon beendet und war nicht mehr in bester körperlicher Vergfassung, bevor ihn vor der Saison der Ruf der Neuanfang-Sechzger in Not  ereilte. Aber nicht sonderlich gut fürs Nervenkostüm der Fans. Irgendwie ging es gut …

Endlich waren dann auch die gut vier Minuten Nachspielzeit zu Ende, und der insgesamt hervorragende Schiedsrichter pfiff die Partie ab. Die Spieler sanken erschöpft zu Boden, die Fans jubelten begeistert. Das Leiden hatte sich also gelohnt, die Löwen bleiben oben dran. Noch ist es viel zu früh, die aktuelle Tabellensituation nähe zu erörtern. Nur so viel: Der Wiederaufstieg ist absolut im Bereich des Möglichen, trotz des Fehlens von Deniz.

 

Schreck in der „Garderobe“

 

Das alles hatte ich ohne Rucksack erlebt, den ich leichtsinnigerweise mitgebracht hatte. Denn obwohl er sehr klein ist, er war nicht klein genug, damit er von den Kontrolleuren durchgewinkt wurde, obwohl ich mein Glück bei einigen Aufsichts-Personen versuchte. Also zur Aufbewahrungsstelle, ziemlich weit entfernt hinter der Stehtribüne, wo tatsächlich eine junge Frau in einem Kabäuschen saß. „Fünf Euro, bitte nur mit Karte“, verlangte sie. „Abholen bis spätestens 45 Minuten nach Schlusspfiff.“ Wenn ich nicht pünktlich sei, ergänzte sie auf Nachfrage, müsse ich bis zum nächsten Heimspiel warten.
Nach der Partie ohne schuldhaftes Zögern der Weg zum Kabäuschen und das „Auslösen“ des guten Stücks, das sich auch schnell fand. Nur die von mir vielleicht sehr naiv erwartete Rückzahlung der 5 Euro, die fand nicht statt. „Sie sind nicht der erste, der sich beschwert, ich mach nicht die Preise, das ist Vereinspolitik“, bat die junge Frau um Verständnis. Habe ich zwar in gewisser Weise, weil die Löwen jedes Geld dringend brauchen können. Aber 5 Euro fürs bloße und noch dazu unfreiwillige Unterstellen irgendwo im Nirgendwo? – das sind Preise, die ich noch nicht einmal in der Münchner Philharmonie bezahle. Bisher zumindest …

 

Jetzt gegen die „kleinen“ Bayern

 

Am Sonntag folgt schon das nächste Heimspiel. Es geht gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern, und erwartet wird eine extrem hitzige Partie. Auf dem Platz und auf den Rängen. Die Rivalität der beiden Münchner Teams ist legendär, und da tut es auch nicht den geringsten Abbruch, dass für den FCB nicht die Superstars Olise, Kane und Co auflaufen, sondern nur ein Nachwuchsteam. Zumal dessen Spieler  top ausgebildet sind und zudem extrem ehrgeizig und ambitioniert. Denn jeder will natürlich mal in der 1. Mannschaft spielen oder wenigstens bei einem anderen Bundesligisten. Bisher klappte es für die „kleinen“ Bayern in der Regionalliga nicht besonders (Platz 13), doch das besagt für Sonntag nichts.
Ich freue mich sehr auf mein erstes Derby live vor Ort seit Jahrzehnten, und der Rucksack bleibt zuhause – ganz bestimmt.

Neuer patzt, Bayern diskutiert die Torwartsfrage

Endlich reden mal wieder alle von Manuel Neuer. Der Schlussmann patzte gegen den FC Augsburg spektakulär und verursachte den schnellsten Bundesliga-Treffer der Geschichte. Unmittelbar nach dem Anpfiff passten die Münchner den Ball wie gehabt zurück, der Torwart wollte den Ball am heranstürmenden Robin Fellhauer vorbei-chippen, traf aber nur den Mittelfeldspieler, der den Ball mühlelos aufnahm und ins leere Tor bugsierte. 8,5 Sekunden waren da gerade gespielt, noch damit löste er die bisherigen Rekordhalter Karim Bellarabi und Kevin Volland ab, die glatte 9 Sekunden für den Tor-Erfolg brauchten.
Auch beim zweiten Augsburge Treffer patzte Neuer, als er einen zwar recht harten, aber nicht sonderlich platzierten Schuss  nach vorne abprallen ließ und Rodrigo Ribeiro mühelos vollenden durfte. Wobei in dieser Szene gerne auch ein Verteidiger mithelfen hätte dürfen, die aber lieber tatenlos das „Manu, machs gut-„Nichtstun pflegten anstatt zurückzulaufen.

Ob sie es wollen oder nicht – bei den Bayern ist jetzt die Torwart-Debatte erneut voll entbrannt. Zu deutlich ist mittlerweile wohl jedem Fan und  auch Verantwortlichen (wenn sie ehrlich sind), dass Jonas Urbig der klar bessere Mann zwischen den Pfosten ist. Immer mehr zeigt sich der verhängnisvolle Fehler der Clubführung, Neuer einen weiteren 15-Millionen-Vertrag bis 2027 anzubieten, den dieser natürlich freudigst annahm. Dies verbunden mit dem Standing, das sich der Schlussmann in vielen herausragenden Jahren durchaus verdient hat, führt dazu, dass er wider besseren Wissens immer wieder aufgestellt wird. Weil niemand den Mut hat, ihm zu sagen, dass auch für die Besten irgendwann Schluss ist. Sarkastisch könnte ich anmerken: Mit ihrer Ignoranz machen die Münchner wenigstens die Bundesliga spannend.

Schon wird Neuer mit dem unwürdigen Cristiano Ronaldo verglichen, der gerade im portugiesischen Team einen indiskutablen Ego-Aufstand anzettelte und durch seinen unrühmlichen Abgang pe Privatflugzeug gar eine interne Strafe ausfasste. Soweit unten ist es mit Neuer bei all seinem Ehrgeiz doch noch nicht. Er hat ja bei seiner Vertrags-Verlängerung angeblich explizit zugestanden, dass Urbig mehr Spiele erhalten soll. Die Frage ist halt, ob das auch die wichtigen sind. Vor allem ist die Frage, ob Kompany den Mut aufbringt, einen Neuer in einer wirklich wichtigen Partie (etwa in der K.-o.-Runde der Champions League) auf die Bank zu setzen, obwohl dieser sich spielbereit erklärt.

Freundlicherweise hat sich Neuer zumindest vor der Partie heute Abend bei Viking Stavanger eine Fußverletzung zugezogen, die seinen Einsatz unmöglich macht. Das jedenfalls kommunizierte der Verein offiziell und wer bin ich, das anzuzweifeln … Doch das Thema ist damit bestenfalls aufgeschoben.

Urbig muss klare Nummer 1 werden

 

Für mich als Außenstehender gibt es aus Sicht der Bayern nur eine sinnvolle Lösung. Ein ganz klares Bekenntnis von Kompany zu Gunsten von Urbig, das die volle Unterstützung der Verantwortlichen um Team-Manager Max Eberl findet, aber auch die der grauen Club-Eminzenz Uli Hoeneß. Urbig braucht Spielpraxis, er muss sich mit seinen Vorderleuten einspielen. Er muss alle wichtigen Partien bestreiten und zwar ohne Angst, beim ersten Fehler gleich wieder auf die Bank verbannt zu werden, weil die Medien das Neuer-Getöse anstimmen.
Die naheliegendste Lösung wäre, dass Eberl und Co sich spätestens in der Winterpause mit Neuer zusammensetzen und den ehrenvollen Abgang diskutieren. Den Neuer bei all der jüngsten Kritik (und da denke ich vor allem an die irrsinnige Rückholaktion zur WM) einfach verdient hätte.