von Münchner Löwe | Aug. 23, 2026 | basketball, bundesliga, Fußball, Handball, Leichtathletik, Motorrad, Tennis, Wochenvorschau
Die Bundesliga beginnt am Freitag, bei den US Open wird in dieser Woche die Mixed-Konkurrenz den Appetizer fürs letzte Grand-Slam-turnier geben, und die besten Leichtathleten der Welt treffen sich am Donnerstag bei Traditions-Meeting in Zürich.
Große Überraschung: Bayern wird Meister
Laut einer der Herberger-Weisheiten (der Ball ist rund, das Spiel hat 90 Minuten/nona) ist Fußball deshalb so spannend, weil die Zuschauer nicht wissen, wie es ausgeht. So gesehen dürfte 64. Saison der Fußball-Bundesliga keinen Menschen interessieren, denn die Meisterschaftsfrage ist entschieden. Wer will ernsthaft dagegen wetten* oder auch nur argumentieren, dass die Bayern am Ende erneut die Nase vorn haben, die Frage ist allein, ob sie den Titel schon im März fixieren oder dank außergewöhnlichen Umständen erst im April oder gar mai.
* Die Quote liegt etwa bei 1,15. Wer also 100 Euro auf die Bayern setzt, bekommt satte 115 zurück. Wau!
Los gehts am Freitag, wenn die Münchner den VfB Stuttgart empfangen (20:30). Alles andere als ein klarer Sieg wäre eine Überraschung, wenn überhaupt reizt höchstens die Frage, ob der Sieg hoch genug ist, damit der FCB auch nach Ende des 1. Spieltags schon von der Tabellenspitze grüßt; wie vergangenes Jahr, als die Kompany-Elf mit 6:0 gegen Leipzig triumphierte und die Führung ncht mehr abgeben sollte.
Viele Augen werden am Wochenende auf den grunderneuterten BVB gerichtet sein. Die Dortmunder bestreiten im Westfalenstadion gegen den HSV das erste Topspiel der Saison (Sa., 18:30).
Mal sehen, ob ich in der Woche noch zu einer ausführlichen Bundesliga-Vorschau aufraffe mit einer eingehenden Analyse aller 18 Teams. Tendenz eher ja, aber ich will nix versprechen.
Mixed-Wettbewerb in New York prominent besetzt
Wie im vergangenen Jahr wird der Titel schon vor dem offiziellen Start der US Open ausgetragen. Das ruft prominente TennsispielerInnen auf den Plan, die sonst die gemischte Konkurrenz (eh nur noch bei den Grand Slams) meiden. Das vom Namen her attraktivste Doppel ist zweifellos das Paar Serena Williams/Carlos Alcáraz. Allerdings auch sehr umstritten: Serena Williams ist auf einer Comebacktour nach jahrelanger Pause, Alcáraz hat seit April wegen einer hartnäckigen Handverletzung nicht mehr an offiziellen Turnieren teilgenommen. Mehr als ein Einspielen für den Einzelwettbewerb ab nächsten Sonntag wird es für den Spanier also nicht geben.
16 Teams werden an zwei Tagen am Start sein: 14 stehen schon fest, darunter die Titelverteidiger Sara Errani/Andrea Vavassori aus Italien. Alexander Zverev an der Seite von Doppelspezialistin Tayler Townsend ist der einzige Deutsche im Bewerb. Erwartet werden darf nach den Erfahrungen 2025 durchaus attraktiver Sport, wo allerdings die letzte Ernsthaftigkeit fehlen dürfte (eher eine verschärfte Trainingseinheit, die aber Profis und Zuschauern höllisch Spaß macht). Genau das richtige Entrée für die wirklich wichtigen Einzel- und Doppelkonkurrenzen, das vom Publikum dankbar angenommen wird.
Die Meisterschaft von Zürich
Der Letzigrund ist nach wie vor die wichtigste Station der Diamond League. Dementsprechend prominent ist das Starterfeld am Donnerstag, wenn die versammelte Weltspitze um den Sieg in den verschiedenen Lauf-, Sprung-, und Wurfdisziplinen kämpft. Ein Erfolg in Zürich schmückt immer noch jeden sportlichen Lebenslauf. Ob dann auch die angestrebten Rekorde geschafft werden, steht auf einem anderen Blatt. Da muss doch vieles zusammenkommen, an erster Stelle gutes Leichtathletik-Wetter herrschen, die Vorhersage für Donnerstag ist allerdings nicht allzu günstig.
Die Schweizer hoffen natürlich auf ihre nationalen Heroen, angeführt von 800-Meter-Europameisterin Audrey Werro und Multitalent Simon Ehammer, der im Weitsprung starten wird. Doch jeder der Wettbewerbe ist sehenswert, auf die Zuschauer warten gut 2 Stunden beste Leichtathletik-Unterhaltung, zu sehen unter anderem im ARD-Sportschau-Stream oder per VPN via SRF.
Und sonst?
- Europacup: Die Rückspiele der letzten Qualifikationsrunde in den drei Wettbewerben Champions-, Europa- und Conference League, bevor es Mitte September mit den 36er-ligen ernst wird. Der SC Freiburg hat nach dem 3:1 in Motherwell das Ticket für die Conference League fast sicher. Ebenso Celtic Glasgow jenes für die Chmapions League, denn der LASK wird im Rückspiel das 0:3 nicht mehr drehen (sach ich einfach mal). Besser sieht es für den österreichischen Konkurrenten Red Bull Salzburg in der Europa League nach dem 1:0 bei Mjällby aus. In der Conference League kämpfen die Wiener Clubs mit unterschiedlichen Aussichten ums Weiterkommen. Gut sieht es für Rapid aus (2:2 bei den Hearts of Midliothian), eher schlecht für die Austria (0:2 bei Sporting Braga). Ansonsten ein schönes Sammelsurium von Partien mit Teams, dessen Herkunft immer wieder nette Ratespiele ergeben (wo würdet ihr zum Beispiel den KS Egnatioa oder St. Truiden oder den FC Iberia verorten?)
- Internationale Ligen: Die wichtigsten haben jetzt alle den Spielbetrieb aufgenommen. Im England lautet der Schlager des 2. Spieltages Aston Villa vs FC Arsenal (allerdings erst am 31. August).
In Italien erwartet die SSC Neapel das Überraschungsteam von Como, das unter Anleitung von Trainer Cesc Fabregas als Vierter die Champions League erreicht hat.
Ein Duell zumindest großer Namen ist immer wieder die Partie in La Liga zwischen dem FC Sevilla vs Atlético, wobei die Andalusier in zuletzt längst nicht mehr so stark waren in der Zehner-Jahren, als sie fast Seriensieger in der Europa League waren.
- Deutscher Fußball: Für mich natürlich der Top-Schlager ist das Spiel Sechzig gegen Landshut (So., 14 Uhr), wo ich dank meiner Dauerkarte live vor Ort im Grünwalder Stadion sein werde. Ich werde berichten …
- Handball: Auch hier beginnt die Männer-Bundesliga. Meister SC Magdeburg hat mit der partie beim VfL Gummersbach gleich einen echten Prüfstein (Sonntag, 15 Uhr). Die Bördestädter gelten erneut als klarer Titel-Favorit vor dem offenbar wiedererstarkten THW Kiel.
- Basketball: 2 weitere Spieltage in der WM-Qualifikation der Männer. Deutschland kann mit Siegen gegen Holland (Do., 20:00) und in Polen (So., 14:45) dem Turnier in Katar 2027 sehr nahekommen. Es fehlen zwar die nicht ganz fitten NBA-Stars Franz Wagner und Isaiah Hartenstein, dennnoch dürfte die Truppe um Kapitän Dennis Schröder stark genug sein für 2 Siege.
Die Frauen testen für die Heim-WM im September. Am Donnerstag empfängt das deutsche Team die Türkei. Leider ohne die Schwestern Satou und Nyara Sabally und wohl auch Leonie Fiebich, die auch für die WM passen müssen.
- Motorrad. Nach längerer Sommerpause gibt es WM Läufe in Aragon in allen Klassen. In de MotoGP sind die Aprilias von WM-Leader Jorge Martin und Marco Bezecchi das Maß aller Dinge. Gleich 6 Spanier und 5 Italiener sind in den Top 12 zu finden. Einzig der Drittplatzierte Ai Ogura kann in diese südeuropäische Phalanx einbrechen.
- Volleyball: Die Frauen-WM findet in gleich vier Ländern statt. Das deutsche Team hat eine schwere Gruppe erwischt und bestreitet die partien in der Türkei. Nach der Auftaktniederlage gegen Slowenien sind Lettland, Ungarn, Co-Gastgeber Tprkei und Polen die weiteren Gegner. Fürs Achtelfinale ist mindestens Platz 4 notwendig.
von Münchner Löwe | Feb. 2, 2026 | basketball, bundesliga, Fußball, Handball, NBA, ski alpin, Tennis
Australian Open, Handball-EM und der Hauch einer Bayern Krise. Dazu letzte Winter-Wettbewerbe vor Olympia.
Alcáraz schafft den Karriere-Grand-Slam
Nix wurde es mit dem Rekord-Triumph von Novak Djokovic. Obwohl er im Finale den ersten Satz gegen Carlos Alcáraz für sich entschid und zumindest teilweise richtig gutes Tennis spielte, der Spanier war doch in den entscheidnden Momenten zu stark und gewann in vier Durchgängen. Damit sicherte er sich nicht nur den insgesamt 7. Grand-Slam-Titel der Karriere, sondern vervollständigte auch so früh wie zuvor noch kein Profi die Sammlung. Je 2 Titel hat er nämlich zuvor in Paris, Wimbledon und Flushing Meadows errungen.
Dem Djoker lieb dagegen der 25. Triumph versagt, mit dem er alleiniger Rekordhalter geworden wäre (es bleibt bei der geteilten Führung mit Margareth Court). Dass er überhaupt das Finale mit seinen 38 Jahren erreichte, spricht für sich, war aber auch glücklichen Umständen geschuldet wie die Verletzung von Lorenzo Musetti im Viertelfinale. Aber allein, wie er sich im Halbfinale gegen Titelverteidiger jannik Sinner durchsetzte, nötigt sogar mir, dem erklärten Nole-Hater, größten Respekt ab. Eine wirklich realistische Chance gebe ich dem Serben, im Juli in Wimbledon.
Bei den Frauen triumphierte Lena Rybakina. Einerseits überraschend, weil die Kasachin bisher nur einen Wimbledontitel aufzuweisen hatte und nur als Nummer 8 ins Turnier ging. Andererseits fast naheliegend. Seit Spätherbst ist Rybakina ungeschlagen, gewann im November souverän das WTA-Finale. Leider habe ich bei meinem Melbourne-Tipp ihrer Niederlage im Vorberereitungsturnier in Brisbane gegen Karolina Muchova zu viel Bedeutung beigemessen …
Beeindruckend jedenfalls, wie sich die über 1,80 Meter große Rybakina im Finale gegen Aryna Sabalenka mit ihrem Aufschlag aus der Affäre rettete. Ein Finale, das tatsächlich über 3 Sätze ging und mehr als 2 Sunden dauerte (2:19). Eine Rarität bei diesem eher spannungsarmen Turnier; gerade die Frauen-Matches waren meist doch eine sehr einseitige und damit auch eintönige Angelegenheit (genauso übrigens wie die Männer-Matches, natürlich ausgenommen die beiden 5-Satz-Thriller im Halbfinale).
Deutscher Erfolgslauf gestoppt
Auch der Kanzler konnte nicht helfen, oder lags gar an Friedrich Merz. Jedenfalls zeigten sich die unbesiegbaren handball-Dänen bei der Heim-EM im Finale auch tatsächlich als unbesiegbar. Zwar hielten die Deutschen eine Halbzeit sehr gut mit und konnten die Partie zeitweise sogar ausgeglichen gestalten, doch letztlich hatten sie gegen Danish Dynamite doch keine Chance und verloren mit 27:34 (zu) deutlich. Immerhin eine klare Steigerung zum Olympiafinale, als vom gleichen Gegner regelrecht demontiert wurden.
Ausgerechnet der dänische Ersatztorhüter Kevin Möller sorgte für die Vorentscheidung. Noch während der 1. halbzeit ersetzte der Keeper der SG Flensburg-Handewitt den eher glücklosen Emil Nielsen, und seine Paraden ebneten den Weg. Er überstrahlte zeitweise sogar Andi Wolff im deutschen Kasten, der gerade im ersten Durchgang nicht ganz an seine vorherigen Weltkassepartien heranreichte.
Erstau licherweise blieb Mölle auch die gesamte 2. Halbzeit im Tor (außer bei einem einigen Siebenmeter). Dass er zum Mann der partie offiziell ausgezeichnet wurde, das hätte vor der partie wohl niemand prophezeit.
Das junge deutsche Team wird mit dem Finaleinzug mehr als zufrieden sein, gerade die Siege gegen Frankreich und Portugal durfte nicht jeder erwarten. Im Endspiel selbst kamen manche nicht an ihr Leistungsvermögen heran, gerade im Angriff Uncins und Knorr. Und wer weiß, wie alles gelaufen wäre, hätte nicht Abwehrchef Kiesler nach einer Würge-Attacke gegen Mthias Gisdel früh mit Rot vom Parkett gemusst.
ARD – Unterirdische Kommentatoren
Ein Wort zur Fernsehberichterstattung: Die deutschen Spiele wurden in ARD und ZDF gezeigt, und größer könnte der Qualitätsunterschied nicht sein. Im ZDF überzeugten mich Reporter martin Schneider und Experte Sven Christophersen. Voller Sachkenntnis ohnehin, mit viel Engagement, aber jederzeit fair in der Einordnung – was des Gegners Leistung betrifft ebenso wie die der Schiris. Bei der ARD dagegen überboten sich Florian Nass und Jogi Bitter an peinlichem Nationalismus, jede Entscheidung gegen Deutschland war ein Affront, jeder Fehlwurf des Gegners wurde bejubelt (ich übertreibe nur wenig). Alles war immer nur schwarz, rot, geil – absolut zum Fremdschämen. Und letztlich auch gefährlich in einer Sportart, wo die allerwenigsten so regelfirm sind, um das ewige Klammern, Halten, Stoßen, vielleicht auch Würgen richtig einordnen können. Gerade hier bräuchte es eine objektive Anleitung und nicht dumpfbackiges Pro-Deutschland-Gebrüll. Überspitzt gesagt: Mehr Nationalismus sehe ich auch bei einem AfD-Parteitag nicht (nein, ich behaupte nicht, das Nass und Bitter der AfD anhängen. Aber ihre Art der Kommentierung mögen sie bitte überprüfen!).
Die Bayern – plötzlich nervös
Kaum läuft es nicht mehr ganz so flüssig, zeigen die Münchner Fußballer Nerven. Zu besichtigen beim in der Tat aufreibenden 2:2 beim Aufsteiger Hamburger SV. Von Beginn an war viel Hekik im Spiel, Haken und Ösen auf beiden Seiten, und Schiri Harm Osmers zeigte sich in der Zweikampfbewertung in der Tat samft überfordert, allerdings auf beiden Seiten.
In der Endphase, als die Bayern verzweifelt den Siegestreffer versuchten, musste der Frust raus. Bei jedem Pfiff (oder unterlassenem Pfiff) gegen München stürmten mehrere Byyern-Profis auf den unparteiischen ein. Die Regel, dass nur noch der Kapitän protestieren darf, die gilt offenbar nicht mehr (das bedaure ich schon seit einigen Monaten). Sogar Harry Kane, der als Engländer angeblich die Fairness und die Achtung gegen den Referee mit der Muttermilch aufgesogen hat, beteiligte sich am Schiri-Bedrängen.
Nach dem Schlusspfiff ging das Schiri-Bashing erst recht los. Wlchen Bayern man die Reporter auch befragten, zunächst gab es eine Breitseite gegen den Schiri. Der aus meine Sicht bei allen brenzligen Entscheidungen richtig lag (zumindest nicht völlig falsch), sowohl beim Elfer für den HSV unterbliebenen Strafstößen für die Bayern wegen Hand (klar angeschossen) und Foul (nicht genug). Klar, es hat schon Schiris gegeben, die die beiden Strafstöße gegeben hätten und haben, aber wie lautet ein ehernes Grundrechtsgebot: Keine Gleichheit im Unrecht.
Im Laufe der zeit wunderte ich mich, warum sich die Bayern so aufführten. Sie, die doh so souverän durch die Liga cruisen. Doch jetzt sah ich nicht nur extrem unsympathische Profis (sogar der für mich sympathische Kane mutierte zum Bayern-Deppen), sondern geradezu panische Spieler und Verantwortliche. Ob da vielleicht sogar mehr dahintersteckt als 2 verlorene Pünktchen? Weil jeder spürt, dass jetzt, wo es langsam ernst wird, die wunderbare Leixhtigkeit des Seins verschwunden ist ode zumindest auf den rumpeligen Winter-Spielfeldern nicht mehr zum Tragen kommt.
Noch ist das Spekulatius. Noch ist auch de Abstand auf den Zweiten Borussia Dortmund komfortabel (6 Punkte und das uneinholbar bessere Torverhältnis). Aber jetzt noch eine Niederlage gegen das formstarke Hoffenheim und gleichzeitiger Dormund-Sieg – und plötzlich wären beide Teams in Reichweite.
Werder verliert die Nerven
Hier hat die Panik schon zur üblichen Raktion geführt: Einen Tag nach dem 1:1 zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach feuerten die Bremer Verantwortlichen den Coach. Horst Steffen, erst im Sommer vom Zweitligisten SV Elversberg gekommen, muss gehen. Zehn Spiele ohne Sieg – das hat noch nie einem Bundesliga-Coach gut getan. Obwohl nach Auffassung vieler Experten, die viel näher an Werder sind als ich, diesen Schritt für verfrüht halten. Wer den sich windenden Arnd Zeigler, der Stadionsprecher im Weserstadion, gestern bei seiner Sendung sah, weiß von was ich rede. Nur Diplomatie und Achtung vor seinem herzensclub bewahrten die Verantwortlichen vor einer Tirade, da bin ich mir sicher.
Natürlich hat Steffen, der den Noname-Club Elversberg fast in die Bundesliga geführt hätte, nicht alles richtig gemacht. Aber die Sportliche Leitung beging einen Fehle nach dem anderen, vor allem in der Kaderzusammenstellung. Die gipfelte darin, dass sie den durchaus begabten Victor Boniface verpflichtete. Jenen Angreifer, der nur Tage zuvor durch den Medizincheck beim AC mailand gefallen war. Kann man sogar eingehen, dieses Risiko, allerdings bitte mit Netz und dippelten Boden, hier also guten Backups. Diese fehlen komplett, es kam, wie es kommen musste. Boniface fehlt bis zum Ende wegen einer Knieverletzung (das die mailänder moniert hatten), die traurige Bilanz: ein Stürmertor.
Schweizer Trost am Unglücksort
Die Brand-Katastrophe in Crans Montana ist noch längst nicht verdaut (am Sonntag erlag ein Mann seinen Verletzungen), da machte der Skizirkus im Schweizer Ort Station. Alles natürlich im Zeichen des Unglücks, aber eben auch mit viel sportlichem Wert: zum einen weil in nicht einmal einer Woche die Olympischen Abfahrten anstehen, zum anderen, weil Crans Montana 2027 die alpinen Skiweltmeisteschaften ausrichtet.
Am Freitag schien sich das Unglück, das diesen Ort 2026 ereilt hat, fortzusetzen. Beim Super-G der Frauen stürzten von den ersten 6 Starterinnen drei, darunter Lindey Vonn, die an einer tückischen Strecke in den Schnee musste. Zwar konnte die Amerikanerin aus eigener Kraft ins Ziel schwingen, von dort wurde sie aber per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen – zur Beobachtung. Offenbar hat sie sich eine Knieverletzung zugezogen, nicht an ihrem künstlichen Gelenk allerdings. Ob und in welchem Fitnesszustand sie jetzt nach Cortina reist, ist völlig unklar. Schon am Sonntag steht die Abfahrt von der Tofana auf dem Olympischen Programm, kurz darauf die Kombi-Abfahrt (Dienstag) und Super-G (Donnerstag). Das Rennen wurde nach Vonns Sturz abgebrochen.
Tags darauf strahlender Sonnenschein. Und mit der Schweizerin Marjorie Blanc eine Super-G-Siegerin, die ganz in der Nähe aufgewachsen ist. Blanc, in dieser Saison noch nicht sehr auffällig, legte eine nahezu fehlerfreie Fahrt hin und siegte Sofia Goggia aus Italien und Abfahrtsweltmeisterin Breezy Johnson, die für Vonn für die USA in die Bresche sprang. Während Kira Weidle-Winkelmann auf Platz 5 überzeugte, beging Emma Aicher mal wieder einer unfassbaren Leichtsinnsfehler und schied aus.
Van Allmen überragt
Die Abfahrt am Sonntag war ebenfalls eine Schweizer Angelegenheit. Nämlich die von Weltmeister Franjo van Allmen, der die gesamte Konkurrenz förmlich deklassierte. 65 Hundertstelsekunden lag er vor dem Italiener Dominik Paris, das klingt gar nicht sooo viel. Wenn man allerdings bedenkt, dass andrerseits zwischen Paris und dem Zwölften Muzaton sogar nur 63 Hunderstel lagen, dann zeigt das die Ausnahmefahrt. In dieser Form erhebe ich van Allmen zum Favoriten für die Olympia-Abfahrt von der Stelvio diesen Samstag – und bin mit dieser Einschätzung bestimmt nicht allein.
Dennis Schröder – der 11. Verein
Das Gastspiel bei den Sacramento Kings dauerte nur gut drei Monate, jetzt ist der deutsche Welt- und Europameister ein „Cavalier“. Die Cavs aus Cleveland sicherten sich die Dienste des Deutschen, er kommt gemeinsam mit dem äußerst talentierten Keon Ellis aus Kalifornien, für ihn geht DeAndre Hunter nach Sacramento.
Für Schröder ist es die 11. Station – rekordverdächtig (der steht bei 13/ein gewisser Ish Smith, der wirklich so heißt …), aber vielleicht ein Glücksfall. Denn während die Kings das schlechteste Team der gesamten NBA sind und längst keine Chancen mehr haben auf die Play-offs (großer Seufzer des Kings-Fans), ist Cleveland eine äußerst starke Mannschaft. In der vergangenen Saison waren die Cavs im Grunddurchgang das mit Abstand beste Team in der Eastern Conference, sie scheiterten allerdings in der 2. Runde am späeren Finalisten Indiana Pacers, auch weil mit Darius Garland und Evan Mobley zwei wichtige Spieler fehlten. Gerade die Verletzungsanfälligkeit von Spielmacher Garland dürfte die Cavs dazu bewegt haben, sich den deutschen Kapitän zu angeln, der diese Position glänzend ausführt. Anführer ist Donovan Mitchell, einer der elegantesten Profis der Liga, Evan Mobley wurde 2025 zum besten Defense-Spieler gewählt
Es besteht also nicht der geringste Grund zur Häme, die ich hier und dort schon lesen musste.
von Münchner Löwe | Jan. 15, 2026 | Fußball, Handball, Tagesrückschau
Si tacuisses
Die Österreicher spielen natürlich absoluten Anti-Handball. Das möchte auch eigentlich keiner sehen.
(Der Deutsche Andreas Wolff vorm EM-Auftakt am Donnerstag gegen Austria)
Keine Frage, Andi Wolff ist ein Weltklassetorwart, er gehört zu den Top 3 der Welt, an guten Tagen ist er schier unüberwindlich. Doch offenbar ist ihm in seiner Karriere der eine oder andere Ball zu viel an den Kopf gerauscht, oder wie soll ich diese Beleiding deuten?.
Hier spricht der Torwart einer Handball-Nation über einen absoluten Außenseiter. Eben nicht respektvoll, wie ich schon in manch Verteidigungsrede lesen konnte, sondern voller Verachtung, voller deutscher Arroganz (ein Piefke im schlimmsten Sinn und eben kein Nachfolger fürs DÖF). Welcher Handballer will sich schon als „absoluten Anti-Handballer“ bschimpfen lassen.
Damit hat Wolff vorm ersten EM-Spiel am Donnerstag gegen Österreich ein völlig unnötiges Fass aufgemacht. Gerade im Handball können durchgebrannte Sicherungen (etwa ein mit voller Absicht gegen den Kopf von Wolff gefeuerter Ball) schwere Verletzungen nach sich ziehen. Man kennt sich ja gut, ein Großteil der Ösis spielt in der deutschen Bundesliga. Der von Wolff besonders kritisierte Mykola Bylyk ist sogar dessen Kieler Teamkollege, da wird sich nach der EM die Vereinsführung freuen …
Es ist für mich auch nicht der übliche Trashtalk, eben weil Deutschland in allen Belangen überlegen ist. Zumal Wolff mit seinen Deutschen in einem gefährlich engen Glashaus sitzt. Der ganze EM-Kader ist nämlich eher auf Zerstörung und harte Verteidigung (basierend auf den überragenden Torhütern Wolff und Späth) ausgelegt. Bundestrainer Alfred Gislasson nahm lieber gute und harte Verteidiger als eher filigrane Angriffsspezialisten mit (Dahmke statt Freihöfer), was im Vorfeld für gehörigen Ärger sorgte. Mal sehen, wie sich Wolff äußerst, wenn die Deutschen in der Zwischenrunde gegen Top-Favorit Dänemark den österreichischn „Anti-Handball“ zeigen.
Zu hoch hängen möchte ich das Ganze allerdings auch nicht. Vielleicht gehört dieses Klappern wirklich zum unschönen Handwerk. Aber wers Maul derartig unflätig aufmacht wie Wolff, der darf sich über entsprechende Antworten nicht wundern.
Trainereffekt bei Real
Nur als Nachtrag des Rauswurfs von Xabi Alonso. Das stolze Real Madrid hat sich ruhmlos aus dem spanischen Pokal verabschiedet. Beim abstiegsgefährdeten Zweitligisten Albacete Balompie verloren die Königlichen durch ein Gegentor in letzter Minute mit 2:3 und zeigte eine insgesamt indiskutable Leistung. Nein, Schadenfreude lieggt mir völlig fern, ich bin nur der Chronist …
Und sonst?
- Bundesliga: Hinrundenrekord des FC Bayern: Die Münchner gewannen nach 0:1-Rückstand noch mit 3.1 beim 1. FC Köln. Sie beendeten damit die Hinrunde mit 15 Siegen, 2 Remis und 0 Niederlagen (47 von 51 möglichen Punkten). Das unfassbare Torverhältnis lautet nun 66:14; das wären hochgerechnet 132 erzielte Treffer, der bisherige Bestwert, natürlich von den Bayern aufgestellt (1973), liegt bei 101 erzielten Toren.
Ansonsten war der Mittwoch ein Fest für die Plastikclubs und somit ein Graus der Traditionalisten. Es siegten Leipzig (2:0 vs Freiburg), Hoffenheim (mit 5:1 gegen Gladbach) und Wolfsburg (2:1 vs St. Pauli). Bayer Leverkusen verpasste am Dienstag den Sieg, die Partie beim HSV fiel wegen Tauwetters aus.
- Biathlon: Dramatische Frauenstaffel zum Auftakt der Rennen in Ruhpolding. Zum abschließenden Schießen kamen fast gleichzeitig gleich 5 Schlussläuferinnen. Die Italienerin Lisa Vitozzi veließ en Schießstand zwar als Erste, wurde aber noch von der Norwegerin Maren Kirkeeide auf der Zielgeraden noch überholt, auch dank eines rüden Manövers offenbar noch haarscharf innerhalb der Regeln. Dritte wurde Schweden vor Frankreich. Das deutsche Team mit Schlussläuferin Franziska Preuß hatte bis zum letzten Schießen noch alle Chancen, doch die Weltcupsiegerin 2025 musste gar in die Strafrunde und musste sich letztlich mit Platz 6 zufriedengeben.
- Afrika-Cup: Marokko und der Senegal stehen im Finale in Rabat. Die Gastgeber gewannen im Elfmeterschießen gegen Nigeria durch, Senegal setzte sich 1:0 gegen Ägypten durch. Den entscheidenden Treffer erzielte ein alter, aber dort nicht guter Bayern-Bekannter. Sadio Mané (mittlerweile 33 und in Riad aktiv) war mit einem schönen 14-Meter-Flachschuss erfolgreich. Das Endspiel findet am Sonntag (20 Uhr) in Rabat statt.
von Münchner Löwe | Jan. 13, 2026 | basketball, Biathlon, Fußball, Handball, NBA, ski alpin, Wintersport, Wochenvorschau
Sport satt, nämlich Fußball, Handball-EM und Wintersport
Bundesligisten im Doppeleinsatz
Der kurze Zeit sehr strenge Winter ist offenbar wieder dabei, der Englischen Woche in der Fußball-Bundesliga steht nichts mehr entgegen – außer Tauwetter, siehe Hamburg. Der 17. Spieltag m Dienstag/Mittwoch – nicht zu vergessen das Topspiel zwischen Augsburg und Union am Donnerstag, komplettiert die Hinrunde, die Rückrunde startet am Wochenende. Partien, die es sich vielleicht lohnt zu gucken, sind während der Woche Stuttgart vs Frankfurt (Di., 18:30), eine Art Best of the Rest neben den Großen, HSV – Leverkusen (Di., 20:30, abgesagt wg. Tauwetters) und Köln vs Bayern (Mi., 20:30). Letztere Partie nur unter dem Gesichtspunkt, ob Rib und Rob (Ribéry und Robben) mit Oliseh und Diaz tatsächllich Zauber-Nachfolger gefunden haben und wie hoch letztlich tatsächlich die Hinrunden-Rekordtormarke (zurzeit 63) der Bundesliga-Geschichte gesetzt wird.
Am Samstag zum Topsiel des Tages müssen die Münchner dann nach Leißzig (Sa., 18:30). Mit dabei ist dann wieder aif Leipziger Seite der ivorische Star Yan Diamonde, nachdem die Elfenbeinküste im Viertelfinale des Afrika-Cups gescheitert ist.
Am Wochenende startet dann auch die 2. Bundesliga, und die Jagd auf Schalke beginnt. Der Tabellenführer handelte sich zum Jahresabschluss eine Pleite bei Eintracht Braunschweig ein, der Vorsprung auf Platz 3 (Darmstadt) beträgt immer noch 4 Punkte. Fast standesgemäß geht es für die Knappen mit einem echten Schlager los, denn sie sind am Samstagabend (20:30) im Berliner Olympiastadion bei Hertha BSC zu Gast.
Mit Knallhart-Handball zur Medaille?
Die Männer-EM beginnt am Mittwoch, und das Ziel des deutschen Teams lautet Edelmetall, vielleicht sogar Gold. Doch die Auslosung hat einen sehr harten Weg beschert. Weniger in der Vorrunde, wenn Österreich, Spanien und Serbien die Gegner sind, das klingt schon knackig genug. Aber wenn die Truppe ersten Zwei erreicht, trifft sie in der Hauptrunde höchstwahrscheinlich auf Dänemark und Frankreich, dazu vielleicht Aufstreber wie Portugal und Norwegen.
Richten soll es eine Knallhart-Abwehr und vor allem die Torhüter Andi Wolff (Europameister vor 10 Jahren) und David Späth, die weltweit zu den besten ihres Fachs zählen.
Los geht es am Donnerstag (20:30) gegen Österreich (mit vielen Bundesliga-Akteuren), es folgen die Partien gegen Serbien (Sa., 20:30) und Spanien nächsten Montag.
Klarer Titelfavorit ist Dänemark, der souveräne Olympiasieger von 2024 (auch dank einer Finalgala gegen Deutschland). Frankreich hat vielleicht einen besseren Ruf als Team, das vermag ich nicht einzuschätzen.
Winter-Klassiker, wohin man schaut
Männer-Abfahrt am samstag in Wengen, klassischer gehts nicht . das 4,2-Kilometer-Rennen mit Hundsschopf, Minschg-Kante, Österreicher-Loch und Schluss-S vor malerischer Postkarten-Kulisse (leider nicht für Dänen mehr) mit den Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau. Bei Sonnenschein gibt es nicht Schöneres für die Augen im Ski-Winter. Tags zuvor steht ein Super-G an gleicher Stelle an (stark verkürrzte Strecke), am Sonntag der Spezialslalom.
In den Speedrennen geht der Sieg jeweils nur über marco Odermatt, schon ein Wengen-Spezialist, im Slalom gibt es ein gutes Dutzend Sieganwärter.
Die Frauen lassen diesmal Cortina aus, weil dort in einem Monat die Olympia-Wettbewerbe stattfinden. Stattdessen geht es nach Tarvisio, wo Abfahrt und Super-G angesetzt sind. Chance für Lindsey Vonn, an ihrem Legendenstatus zu basteln, Chance aber auch für Emma Aicher, mit einem Platz ganz vorne Selbstvertrauen für die olympischen Tage zu tanken.
Die Biathleten machen bei der zweiten deutschen Traditionsstrecke Station. Nach Oberhof stehen die Rennen in Ruhpolding an mit Staffeln, Sprint und Verfolger. Norweger und Französinnen sind das Maß aller Dinge, SchwedInnen, etwa die Öberg-Schwestern und Samuelson haben auch schon aufgezeigt.
Dem deutschen Team fehlt noch ein Sieg in diesem Winter: Kommt es zu Durchbruch für Weltcup-Titelverteidigerin Franzi Preuß oder gar ein Debüt ganz oben auf dem Stockerl für Philipp Nawrath?
Berlin Game der NBA
Am Donnerstag ist es so weit. In der Halle am Ostbahnhof gibt es das erste reguläre Match der NBA in Deutschland, wenn die Orlando Magic auf die Memphis Grizzlies treffen. Die Magic sind das „deutsche“ Team der US-Basketball-Liga mit den Nationalspielern Franz und Moritz Wagner sowie Tristan da Silva. Ob Franz nach seine Knöchwelverletzung rechtzeitig fit wird, bleibt abzuwarten, er macht zwar den Trip mit, doch die Teamführung machte deutlich, dass er auf keinen Fall verheiuzt werden soll, dafür haben die Magic mit ihrem besten Mann noch zu viel vor in dieser Saison. Moritz jedenfalls gab am Sonntag sein Debüt nach mehr als einjähriger Pause wegen Krezbandriss, noch etwas rostig, aber voller Einsatz. Bei da Silva schwankt im zweiten NBA-Jahr die Form, gute und schwache Partien wechseln sich unregelmäßig ab, genauso die Frage, ob sein Dreier fällt oder nicht.
Auch die Grizzlies haben Deutschland-Bezug. Der finnische Trainer Tommy Iisalo coachte lange in der BBL und führte 2023 die Telekom Baskets Bonn in die Finalserie, in der allerdings sich Ulm als besser erwies. Seit Mai ist der Chefcoach bei Memphis und hat sich mit seinem kompromisslosen Verhalten gegen Starspieler Ja Morant zwar nicht dessen Frendschaft, wohl aber Respekt in der Liga verschafft. Amit Orlando und Memphis nicht nurfür ein Spiel nach Europa fliegen, kommt es am Samstag in London zu einer weiteren Partie zwischen diesen beiden Kontrahenten.
Und sonst?
- Internationale Ligen, England: Im Blickpunkt steht das Mancester-Stadtderby zwischen City und United (Sa., 13:30). United nach vergleichsweise ansprechendem Start in der Krise. Teammanager Roben Amorim wurde schon gefeuert, aber auch mit neuen Coach flog man im FA-Cup schon in der 1. Runde raus (mit der Folfge, das in dieser Saison nur noch Ligaspiele anstehen). City hat mit 3 zum teil überflüssigen Remis den Abstand zu Arsenal nicht verkürzen können, er beträgt immer noch 6 Punkte. Die Abhängigkeit von den Toren Erling Haalands ist frappierend.
Spanien: Real trifft auf Levante (Sa., 14:00): Das wäre nicht weiter erwähnenswert, aber die Madrilenen haben nach der Niederlage im Supercup-Endspiel in Dschidda Trainer Xabi Alonso nach einem knappen halben Jahr schon gefeuert (angeboten hätte sich: in der Wüste gelassen …). Jetzt soll es der Coach der 2. Mannschaft, Arbeloa, richten. Wie Alonso war auch Arbeloa ein großartiger Mittelfeldspieler, die beiden haben sogar bei Liverpool gemeinsam gespielt.
- Basketball: Stimmungsvoll wird es am Donnerstag im SAP Garden, wenn der FC Bayern das griechische Team Panathinaikos Athen empfängt, dessen fans mit Sicherheit für viel Radau sorgen. Die Münchner haben nur noch theoretische Chancen auf die K.-o.-Runde, Panathinaikos kämpf als 7. sogar um einen Top-6-Rang und die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale.
- Tennis: Die Australian Open werfen ihre Schatten voraus. Im Form des Qualifiationsturniers. Drei Runden gilt es zu überstehen, dann haben die Profis die 1. Runde erreicht, und allein das dortige Preisgeld sichet einen Großteil des (Reise)-Budgets fürs Jahr.
Der junge Deutsche Justin Engel ist schon in der 1. Runde gescheitert. Yannick Hanfmann hatte Glück: Da der Finne Emil Ruusovuori die Teilnahme absagte, rückte er ohne Quali-Müh(l)e ins Hauptfeld nach.
- Snooker: Das Masters in London ist nach der WM vielleicht das wichtigste Turnier im Jahr und gehört zur „Triple Crown“. Die komplette Weltelite ist folgerichtig am Start. Gespielt wird im Ally Pally, allerdings ist es sehr, sehr, sehr viel ruhiger als vor zwei Wochen bei der Darts-WM an gleicher Stelle.
- US Sport: In der NFL stehen am Wochenende 4 Partien der Divisional Round auf dem Programm. Mehr dazu in einem gesonderten Text.
von Münchner Löwe | Dez. 15, 2025 | Handball, NFL, ski alpin, WM
WM-Silber glänzt wie Gold
Zum Titel reichte es letztlich zwar nicht, dennoch dürften die deutschen Handballerinnen den Titelkampf in Stuttgart, Dortmund und Rotterdam als klaren Erfolg verbuchen. Als einziges Team überhaupt kitzelte man sogar die absolute Frauenhandball-Macht Norwegen. Erst als deren brillante Rückraumspielerin Henny Reistad das Heft des Handelns in die Hand nahm, war auch die bis dato überragende deutsche Deckung und Torhüterin Katharina Filter überfordert. Es müsste schon mit dem Teufel zu tun haben (oder einer gewissen Langweile der abstimmenden Journalisten), wenn die 26-jährige Reistad nicht auch 2025 zur besten Handballerin der Welt gewählt werden würde. Auf der anderen Seite bestätigte die 45-Jährige (!) Schlussfrau Katrine Lunde ihre Ausnahmestellung auf dieser Position, an der die deutschen Spielerinnen allzu häufig scheiterten. Handball ist in Norwegen Frauensportart Nummer 1, zumindest für all jene Mädchen, die es aus irgendeinen Grund nicht auf die Langlaufloipe. Skipiste oder Sprungschanze lockt. 5 Titel seit 2020 sammelte Norge, nur bei der WM 2023 musste man Frankreich den Votritt lassen.
Doch es besteht für die Deutschinnen wirklich kein Grund zur Traurigkeit nach einem phänomenalen Turnier erst zu Hause in Stuttgart und Dortmund, dann in Rotterdam. Mit acht zum Teil sehr klaren Erfolgen war die Truppe von Traine Matthias Gaugisch geradezu ins Finale spaziert, der 29:23-Halbfinalsieg gegen Titelverteidiger Frankriech war wahrscheinlich das beste Spiel einer deutschen Mannschaft seit dem WM-Gewinn 1993. Und sie sind noch alle sehr jung, viele haben ihre besten Jahre noch vor sich. Wie die 21-jährige Viola Leuchter (wie 2023 zur besten Jungspielerin gekürt). Wie Nieke Kühne. Allein die Kapitänin Antje Döll (37) und Emily Vogel (geb. Bölk) sind schon länger dabei, sie wurden ins Allstar-Team gewählt.
Mehr als 5 Millionen Zuschauer haben das Endspiel im Schnitt in der ARD gesehen, obwohl es erst am Freitag (nach dem erfolgreichen Halbfinale) ins Programm gerutscht war und gleichzeitig die Bayern spielten bei DAZN. Nur Böswillige werden behaupten, dass die Leute eigentlich Skispringen sehen wollten oder den Bericht aus Berlin. Das sind zum Beispiel mehr als die Basketballer bei ihrem WM-Endspiel 2023 und EM-Finale dieses Jahr.
Wäre halt schön, wenn die Truppe die Aufmerksamkeit mitnehmen könnte. Doch Frauenliga-Sport, das ist in Deutschland eine mühselige Sache, wie auch schon die Fußballerinnen nach erfolgreichen Turnieren feststellen mussten. Auch hier ist ja fast völlige Leere, wenn es um deutsche Handballerinnen geht oder Frauenhandball überhaupt. Hab künftig einen Blick drauf, Löwe!
Aicher top, Aicher ein bisschen flop
Die 23-jährige setzte das zweite große Ausrufezeichen des Wocenendes aus deutscher Sport-Sicht. Emma Aicher raste am Samstag auf der so schwierigen Corviglia-Strecke zum Sieg und ließ die am Vortag so überragende Lindsey Vonn und die Abfahrtsherrscherin der vergangenen Jahre, Sofia Goggia, hinter sich. Ein fast perfekter Lauf war ihr gelungen bei erneut strahlendem Wetter und besten Bedingungen. Da bestätigte sie all den Vorschusslorbeer und all die deutschen Ski-Hoffnungen, die sie mittlerweile fast alleine trägt neben Routinier Kira Weidle-Winkelmann und Slalom-Spezialistin Lena Dürr.
Aufgrund ihrer Vielseitigkeit (Aicher ist zurzeit die einzige im Skizirkus, die alle 4 Disziplinen mit Punkteaussichten bestreitet) gilt sie ja als Mit-Favoritin für den Gesamtweltcup. Dass sie dafür nicht haushohe Favoritin ist, bestätigte sie eindrucksvoll am Sonntag. Beim Super-G auf nahezu gleicher Strecke stürzte sie nach einem läppischen Fehler bei einer der harmloseren Passagen und schied aus (wenigstens ohne größeren Schaden zu erleiden). Diese Leixhtfertigkeiten und dämliches Ausscheiden hatte sie schon in den vergangenen Jahren gehabt, sind also nicht völlig verschwunden. Trotzdem wirklich ärgerlich, wie sie selbst befand: „Dumm einfach. Das pisst mich an.“ Den Sieg holte sich auf dem recht engen Kurs Riesenslalom-Spezialistin Alice Robinson aus Neuseeland, für die der Super-G allerdings die zweite ganz starke Disziplin werden dürfte: Sie verwies die überraschende Romaine Miradoli aus Frankreich und Goggia auf die Plätze 2 und 3.
Lindsey Vonn wurde im Super-GVierte, nicht mal 4 Zehntelsekunden hinter der Siegerin. Was für ein Wochenende für die 41-Jährige! Ich schätze gerade den 2. Abfahrtsplatz am Samstag mindestens genauso hoch ein wie den Triumph einen Tag zuvor.
https://blickueberdenteich.de/lindsey-vonn-beschaemt-alle-kritiker/
wegen all des Trubels, den sie danach erdulden musste und äußerst gerne bestritt. Aber der Konzentration ist so etwas doch abträglich, und nicht einmal einer Vonn gelingt jedes Mal so ein absoluter Traumlauf im zweiten Teil. Mit der Amerikanerin ist fortan in jedem Speedrennen zu rechnen, vor allem auch in Hinblick auf Olympia, wo Abfahrt und Super-G auf einem ihrer Lieblingshänge die Tofana hinunter stattfinden.
Die Männer bestritten Riesenslalom und Slalom in Val d’Isere. Dabei siegte Loic Meillard im RTL vor den Schweizer Landsleuten Lucas Aerni und Marco Odermatt. Im Slalom wurde der Schweizer Zweiter hinter dem Norweger Timon Haugan, der angeblich trotz Bandscheibenvorfalls fuhr. Die Formkrise des Slalom-Weltmeisters nach bisher sehr enttäuschenden Ergebnissen kann also getrost zu den Akten gelegt werden.
Chiefs-Ära endet
Es war zu erwarten, für die Fans zu befürchten: Die Kansas City Chiefs werden in den NFL-Playoffs nicht dabei sein, erstmals seit 2014. Dias verletzungsgeplagte Team um Patrick Mahomes verlor zu Hause in einer bestürzend fahrigen Partie mit 16:19 gegen die Los Angeles Chargers und haben nun nicht mal mehr theoretische Chancen auf die K.o.Runde. Das Ende war sinnbildlich für die durch und durch verkorkste Saison. Superstar Patrick Mahomes erlitt bei einem schweren Tackle einen Kreuzbandriss, sein Vertreter Minshaw warf dann die spielentscheidende Interception. Aufgrund der schweren Verletzung von Mahomes und dem fortgeschrittenen Alter von Leistungsträgern wie Travis Kelce (ich schreibs noch mal zur Sicherheit: der Verlobte von Taylor Swift) schaut es auch für die kommende Saison sehr finster aus.
Vor allem die vergangenen 6 Spielzeiten waren Chiefs-geprägt, eine enorm langer Zeit in der auf Abwechslung getrimmten NFL. Fünfmal standen sie als bestes AFC-Team im Super Bowl, dreimal triumphierten sie dort. Immer angeführt von Magier Mahomes, der auch in den verworrensten Situationen Mitspieler fand: sehr oft seinen Tight End Kelce (der jetzt sogar das Karriere-Ende erwägt).
Eine spektakuläre Partie gewannen die Buffalo Bills bei den New England Patriots. Sie lagen schon mit 0:21 zurück, konnten sich aber enorm steigern und siegten nach einem am Ende wüsten Schlagabtausch (auch mit Nickligkeiten dneben dem Spielfeld) mit 35:31. Auch LA Rams (vs Detroit Lions), Houston Texans (Cleveland Browns) und Seattle Seahawks (Indianapolis Colts) erragen wertvolle Siege. Für die Colts schaffte der 45-jährige Quarterback Philip Rivers einen Touchdownpass, den einzigen der Partie. Dennoch siegten die Seahawks, weil ihr Kicker bei 6 Versuchen maekallos blieb.
Und sonst?
- Bundesliga: Den zweiten Punktverlust der Saison musste der FC Bayern ausgerechnet zu Hause gegen den Letzten Mainz hinnehmen. Beim 2:2 rettete gar ein umstrittener Elfmeter den einen Punkt des souveränen Tabellenführers und verhindete den vollen Erfolg des neutrainers Urs Fischer. Einen Trikotzupfer nutze Harry Kane zum spektakulären Fall (so viel zum Thema, dass Engländer nie Elfer schinden, ha ha!). Und der Gefoulte (ich zögere, ob ich nicht Anführungsstriche setzen soll, aber eine Schwalbe wars halt doch nicht) verwandelte eiskalt wie bisher immer bei nunmehr 17 Bundesliga-Elfmetern.
Keiner der Verfolger wusste den Patzer zu nutzen. Nicht RB Leipzig (0:1 beim 1. FC Union), nicht Borussia Dortmund (1:1 in Freiburg). Der Vorsprung auf Platz 2 beträgt also immer noch stolze 9 Zähler. Immerhin gewann Bayer Leverkusen 2:0 gegen Köln dank eines Skorpions vom Terrier: Hä??? Skorpion nennen die Fußballer, wenn der Ball von hinten mit der Hacke nach vorn geschaufelt wird. Terrier heißt der Franzose, dem dieses Kunststück gegen den 1. FC Köln gelang. Noch schöner einst Rene Higuita
https://www.youtube.com/watch?v=yCxe4r6SjH0
- 2. Bundesliga: Schon am 16. Spieltag sicherte sich Schalke 04 die „Herbstmeisterschaft“. Mit ihrem Standard-Ergebnis 1:0 gewannen die Königsblauen gegen den 1. FC Nürnberg. Das erstaunliche Torverhältnis lautet 21:8, also insgesamt nicht mal 2 Tore pro Partie. Funfact: Der Tabellenletzte Dynamo Dresden hat 23 Tore erzeilt, aber halt auch 32 hingenommen (mehr als 4 Tore pro Spiel und offenbar sehr viel unterhaltsamer als die Dauernull im besten Huub-Stevens-Sinn, der vom Himmel aus beglückt zuschaut.
- Internationaler Fußball, England: Arsenal in der Krise? Zwar gewannen die Londoner, doch gegen den abgeschlagnenen Tabellenletzten Wolverhampton Wanderers benötigten sie 2 (!) Eigentore für den 2:1-Erfolg. Die Leichtigkeit des Seins ist für die Arteta-Truppe dahin. 2 Punkte dahinter lauert Manchester City (3:0 bei Crystal Palace/2 Haaland-Treffer), es folgt das weiter erstaunliche Aston Villa (3:2 bei West Ham United).
Spanien: Mal wieder ein Liga-Sieg für Real, nämlich das mühsame 2:1 bei Alaves. Der Rückstand in der PD auf Barca (2:0 vs Osasuna) beträgt allerdings weiter 4 Punkte.
Italien: Führungswechsel in der Serie A: Inter gewann 2:1 bei CFC Genua und verdrängte die SSC Neapel (0:1 bei Udinese) von der Spitze. Dahinter lauert Lokalrivale Milan, das mit einem 2:2 zu hause gegen Sassuolo seinerseits Rang 1 verpasste.
- Wintersport: Allüberall Weltcup. Ich beschränke mich auf Biathlon in Hochfilzen, wo meinem Namensvetter Philipp Horn im Sprint als Dritter der erste deutsche Podestplatz dieser Saison gelang. Die Frauenstaffel zog am Samstag als Dritte hinter Schweden und Norwegen nach. Ein großartiger Comeback-Sieg gelang der Italienerin Lisa Vitozzi in der Verfolgung, die ein ganzes Jahr verletzt zusehen musste. Ihr Landsmann Tommasso Giacomel wurde Zweiter in der Verfolgung, nachdem er den Sprint gewonnen hat. Schwedinnen und Norweger waren in der Staffel nicht zu bezwingen.
Bei den Skispringern ist derzeit Domen Prevc eine Klasse für sich. Er gewann beiden Wettbewerbe in Klingenthal mit riesigem Abstand. FAst ein schelchtes Omen allerdings für die 4-Schanzentournee zur Jahreswende, weil die Dezember-Triumphatoren fast regelmäßig eher schlecht über die Weihnachtstage kommen. Aber derzeit gibt es am Slowenen kein Vobeikommen, gerade die Österreicher suchen noch die Form der vergangenen Saison (die alledings so unfassbar gut war auch in de Breite, dass das kaum gelingen wird). Die deutschen fahnen halten Phillipp Raimund und auch Felix Hoffmann hoch. Schauederhaft die Auftritte von Andreas Wellinger, der sich erzürnt über sich sich erst mal aus dem Weltcup nahm, um zu trainieren. Wenns hilft …
- Basketball: Der FC Bayern verliert in der Euroleague weiter, diesmal in Dubai. Dort kassieten sie 0,6 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Korb, nachdem sie zu Beginn des letzten Viertels noch mit 12 Punkten geführt hatten. Die K.o.Runde ist schon in weite Ferne gerückt.
Besser läuft es national: In Oldeng´burg siegten die Münchner mit 87:79 und verteidigten die Tabellenspitze vor Sensations-Aufsteiger Trier.
- Handball: Der SC Magdeburg zieht weiter einsam seine Kreise. Auch die schwere Hürde in Gummesbach nahmen die Bördestädter und gewannen mit einiger Mühe mit 32:31. Der Vorsprung auf den zweiten SG Flensburg-Handewitt beträgt 6 Minuspunkte – das ist mehr als eine Vorentscheidung.
von Münchner Löwe | Dez. 9, 2025 | Allgemein, Formel 1, Handball, Wintersport, WM, Wochenrückschau
Lando Norris Formel-1-Weltmeister, die Handballfrauen topp und Seriensiegerinnen bei den Alpinen. Übderhaupt viel Wintersport und Bälle-Kampf in allen Variationen.
Gott sei dank wars langweilig
Vorm letzten Grand Prix in Abu Dhabi war klar: Lando Norris reicht Platz 3, und was geschieht: Lando Norris fährt auf Platz 3 und beschert McLaren den ersten Fahrertitel seit Lewis Hamilton 2008. Ein Rennen ohne große Höhepunkte, dass der Noch-Weltmeister Max Verstppen souverän für sich entschied. Letztlich langweilig, aber Gott sei Dank!
Denn Spannungs-Autoren einer Netflixserie (die die Königsklasse ja so liebgeonnen haben), hätten daraus mehr gemacht. Etwa als Norris nach einem Boxenstopp auf Verstappens Red-Bull-Teamkollegen aufgefahren ist. Ganz schnöde überholen ließ sich der Japaner.
(In einer Netflix-Fiktion wäre er Norris sicher ins Auto gerammt, sodass dieser an die Boxen gemusst hätte und eine unglaubliche Aufholjagd starten müssen. Ehe er dann 2 Runden vor Schluss auf Platz 4 (wie gesagt: Er brauchte Rang 3) liegend wieder auf Tsunoda aufläuft. Kann er ihn überholen? Alles Fiktion).
Norris rettete also seinen Punktevorsprung ins Ziel und holte den ersten WM-Titel seiner Karriere. Die Diskussionen, ob das verdient ist oder nicht, sind ebenso müßig wie die Frage, ob Norris ein „attraktiver“ Weltmeister ist oder nicht viel zu langweilig. Er profitierte ja vor allem von Red Bulls Katastrophenwagen bis zur Sommerpause im August (so dass Versappens Aufjoljagd zu spät kam). Norris profitierte außerdem von dem noch immer sehr rätselhaften Formabbau seines Teakollegen Oscar Piastri, dem ab September fast gar nichts mehr glückte.
Ist Norris der schnellste Fahrer im Feld? Wahrscheinlich nicht, das ist mit ziemlicher Sicherheit der abgelöste Vestappen. Aber das genügt nicht, und um die Wahrheit die Ehre zu geben. Wären die McLarens nicht vor drei Wochen nach dem GP von Las Vegas wegen eines unzulässig abgeschliffenen Ungerbodes disqualifiziert worden, hätten wir gar keinen Showdown mehr gesehen. Alles nur Zufall?
Ich kann mit Weltmeister Norris gut Leben, auch wenn ich Piastri lieber ganz oben gesehen hätte. aber der junge Australier hat es selbst weggeworfen; warum, das wierden er, sein Berater Mark Webber und sein Team McLaren hoffentlich gut analysieren.
Handballerinnen begeistern
Fast mutete der Weg der deutschen Frauen ins Viertelfinale wie ein Spaziergang an. 6 Spiele, 6 völlig ungefährdete Siege: Der Traum von einer Medaille lebt. Es gibt im Team nicht die eine Superstarin, auf die alles angelegt hat. Die Truppe ist sehr homogen, gleichsam sgtark in Abwehr und Angriff, kaum auszurechnen. Wenn ich überhaupt jemanden herasstellen möchte, dann ist das mit Sicheheit die Torfrau Katharina Filter, Kapitänin Antje Döll und Rückraumspielerin Emily Vogel, besser bekannt noch unter ihrem Mädchennamen Bölk. aber auch viele junge Akteurinnen haben ihre Klasse gezeigt.
Heute im Viertelfinale gegen Außenseiter in der erneut ausverkauften Dortmunder Weltfalenhalle ist natürlich großer Druck. Eine Niederlage, und der ganze schöne Eindruck ist futsch. Erstmals im ZDF, das ist auch ungewohnt. Andrerseits lockt das Halbfinale, der größte Erfolg seit Jahrzehnten, und der Dortmunder Heimvorteil ist nicht nur im Fußball, sondern auch im Hanball für das eine oder andere Tor gut.
Robinson und Scheib – im Riesenslalom enteilt
2 Riesenslaloms standen am Wochenende im kanadischen Mont-Tremblant auf dem Programm, und die Siege teilten sich die beiden besten Läuferinnen in dieser Disziplin. Am Samstag triumphierte die Neuseeländerin Alice Robinson, eine Woche nachdem sie schon in Copper Mountain erfolgreich war. Am Sonntag revanchiewrte sich Julia Scheib, die tags zuvor ausgeschieden war und sichewrte sich mit einem unfassbaren zweiten Lauf den zweiten Saisonsieg (nach Sölden zum Auftakt im Oktober). Robinson bestätigte ihre Klasse mit einem dritten Platz, noch hinter der wieder aufstrebenden Sara Hector aus Schweden.
Riesenslalom ist seit Jahren die schwächste Disziplin de Deutschen. So muss Platz 12 für die junge Emma Aicher im 1. Rennen schon als Erfolg gelten (das 2. Rennen verhaute sie völlig und verpasste als 36. gar das Finale der besten 30.
Zweifacher Sieger bei den Männer-Rennen auf pistenbedingt jeweils stark verkürzten Strecken in Beaver Creek schaffte Marco Odermatt. In der Abfahrt am Donnerstag gewann er vor Ryan Cochran Siegle (USA) und AJ Sejerstedt aus Norwegen. Im Reisenslalom rettete er im 2. Durchgang seine komfortable Halbzeitführung gerade noch so ins Ziel vor dem erstaunlich auftrumpenden Italiener Alex Vinatzer (zum ersten Mal auf Weltcup-Podest) Pech (ode vielmehr Unvermögen) hatte Fabian Kratz, der nach seinen tollen Platz 6 zur Halbzeit im 2. Durchgang total verkrampfte und folgerichtig ausschied. Schade, das wäre das sichere Olympia-Ticket gewesen.
Den Sieg im 3. Rennen, den Super-G am Freitag, sicherte sich de österreichische Routinier Vincent Kriechmayr, dem allerdings die frühe Startnummer zupass kam. Die Verhältnisse wurden immer schlechter und nach 32 Fahrern brach die Jury das Rennen ab, genau dann also, damit das Ergebnis bis dato auch gewertet werden kann.
Müller ohne weiteren Titel
Den holte sich im MLS-Finale Inter Miami mit den argentinischen Weltmeistern Lionel Messi und Di Paul eben gegen Mülles Vancouver. Die Partie in Fort Lauderdale war durchaus stimmungsvoll (ein Publikum, das dem Spielgeschehen folgt, was ist das denn?), das Tempo eher überschaubar, vielleicht auch der Winterwärme geschuldet (28 Grad Celsius). Thomas Müller spielte unauffällig, trieb die Kanadier immer wieder an. Die glichen in der 2. Halbzeit eine recht frühe Führung Miamis aus und waren drauf und dran, das Spiel für sich zu entscheiden, doch dreimal innerhalb von Sekunden stand der Pfosten einer Führung im Weg.
Es war dann der immer noch geniale Messi, der mit zwei großartigen Vorlagen (eine davon im Bereich genial, das kann nur er) die Partie mt entschied. Zunächst bediente er mit einem Lochpass den alten Weggefährtgen Di Paul, kurze Zeit später gemeinsam mit Tadeo Allende, einen weiteren argentinischen Landsmann. In dieser Form wird Lionel Messi auch beim WM-Turnier im Sommer dem Titelverteidiger eine wertvolle Stütze sein.
Und sonst?
- Bundesliga: Die Bayern in der Krise, hießt es nach dem mühsamen Weiterkommen im Pokal während der Woche beim 1. FC Union. Die Krise sah dann soh aus, dass die Münchner gleich mit 5:0 beim VfB Stuttgart gewannen auch dank dreier Treffer von Harry kane, obwohl der Engländer erst zur Pause eingewechslet wurde. Schlussmann Manuel Neuer wurde geschon, und prompt blieben die Münchner zum ersten Mal seit Wochen ohne Gegentreffer.
Härtester „Verfolger“ bleibt RB Leipzig nach dem 6:0 über Eintracht Frankfurt, allerdings schon mit 8 Punkten Rückstand.
Im Tabellenkeller bäumt sich der 1. FC Heidenheim auf. Zum 2. Mal in folge gelang in der Nachspielzeit der Siegestreffer, diesmal traf Stefan Schimmer zum 2:1 gegen Freiburg.
Unterschiedlicher Trainereffekt: Der FC Augsburg mit dem alten neuen Coach Manuel Baum gewann mit 2:0 über Bayer Leverkusen, Mainz 05 (Interins-Coach Benjamin Hoffman) unterlag zu Hause Borussia Mönchengladbach mit 0:1.
- Internationale Ligen, England: Das bisher so wouveräne Arsenal kommt in der Premiewr League etwas ins Straucheeln. Die Londoner verloren am Samstag eine spektakuläre Partie bei Aston Villa mit 1:2; der Vorsprung auf Manchester City (3:0 gegen Sunderland auch ohne haaland-Treffer) beträgt nur noch 2 Punkte.
Riesenstress beim FC Liverpool, das bei Leeds United trotz 2:0- und 3:2-Führung nur 3:3 spielte: Der in der vergangenen Saison überragende Mo Salah saß 90 Minuten auf der Bank (völlig verdient wegen akuter Formschwäche) und moserte hinterher aufs übelste gegen Traine Arne Slot. Folge: Suspendierung fürs Champions-league-Spiel bei Inter, und die Zeichen stehen auf vorzeitigem Abschied.
Spanien: Stress, das hat auch de neue Real-Trainer Xabi Alonso. Nsch dem letztlich verdienten 0:2 gegen Celta Vigo gab es neben dem üblichen Miserabel-Verlieren-Könnens (2 Rote Karten, Tumulte auf der Bank) auch schwere Anschuldigungen gegen den Ex-Bayer-Meistertrainer; der angeblich seinen Kader überhaupt nicht im Griff hat. „Er hat die Kabine verloren“, wie das so hübsch heißt. Fortsetzung folgt mit Sicherheit.
Die Gunst der Stunde nutzt der FC Barcelona. Vor einem Monat nach der Niederlage im Clasico noch am Boden, haben die Katalanen jetzt in 5 pargtien insgesamt 9 Punkte gutgemacht auf Real und führen plötzlich in der Primera Division mit 4 Zählern.
- Basketball: Quo vadis, Bayern? Erneute Auswärtsniederlage in der Euroleague, diesmal bei Partizan Belgrad, obwohl dort die Fans nach dem Aus von Trainelegende Sasa Obradovic stinksauer aufs eigene Team sind und zwischenzeitlich sogar die Münchner anfeuerten.
Immerhin: In der BBL läuft es gut, denn dort verteidigten die Bayern die Tabellenführung durch einen Heimerfolg über Pokalsieger Mitteldeutscher BC.
- Wintersport: Ich beschränke mich auf die ersten Einzelrennen im Biathlon, wo bei den Frauen mein finnisch-österreichisches Herz vergnügt klopfte. In Östersund feierte Suvi Minkkinnen im Sprint ihren ersten Weltcupsieg, in der Verfolgung war Lisa Theresa Hause nach einer makellosen Schießleistung nicht zu schlagen, allerdings nur, weil die bis dato Führende Minkkinen ihren allerletzten Schuss verfehlte..
Bei den Männern dominieren die Norweger weiter trotz des Abfangs der Bö-Brüder Tarjej und Johannes Tignes. Johan Olav Bodn, vor dieser Saison aus dem EBU-Cup-Team hochgezogen, triumphierte in Einzel und Sprint. Erstaunlicherweise landete in der Verfolgung kein Norge-Läufer, sondern der Franzose Quentin Fillot-Mallet ganz oben auf dem Stockerl. Deutsche Podestplätze bei Frauen und Männern weit entfernt, zum ersten Mal seit 2019 bei einem Saisonauftakt.
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