von Münchner Löwe | Okt. 23, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
WESTERN CONFERENCE
Im inoffiziellen Wettstreit der beiden Conferences hatte der Westen Jahre die Nase vorn. Besser, attraktiver, namhaftere Spieler. Das hat sich zwar etwas geändert, aber dennoch würde ich Oklahoma City Thunder und die San Antonio Spurs als Titelfavorit ansehen (und somit logischerweise im Westen vorn).
Favoriten
Oklahoma City Thunder
So recht kann sich noch immer niemand erklären, wie das Team im Conference Final an den Spurs scheitern konnte (ein Grund: Co-Star Jaylen Williams war angeschlagen). Mit der besten Bilanz aus der regulären Saison, dem besten Spieler (Shai Gilgeous-Alexander), dem breitesten Kader.
Der hat jetzt aufgrund der finanziellen Vorgaben (Gehalts-Obergrenze) leichte Änderungenefahren müssen. Der exzellente Verteidiger Lu Dort und Scharfschütze Isaac Joe haben das Team verlassen, gekommen ist der junge Center-Riese Aday Mara aus Spanien, ein ungeschliffener Diamant.
So wird die Hauptlast wieder auf dem Top-Duo SGA/Williams liegen, ergänzt durch die bewährten Kräfte Isaiah Hartenstein, Chet Holmgren und Defensv-Spezialist Alex Caruso, der von der Bank kommend immer frischen Wind in eine Partie bringt. Sehr gespannt bin ich auf die beiden Jungspunde Ajaj Mitchell und Jared McCain, die bereit für den nächsten Karriere-Sprung sind.
San Antonio Spurs
Erstaunlich chancenlos im NBA-Finale gegen die Knicks. Weil ihr Superstar Victor Wembanyama zu müde war, gerade nach den aufreibenden Partien gegen die Thunder? Sie werden ihre Lehren daraus ziehen, und Trainer Mitch Johnson dürfte seinen Ausnahme-Könner noch mehr Pausen gönnen.
Ein Problem war allerdings die nicht ganz so tiefe Bank (obwohl Luke Kornet durchaus ein guter Wemby-Vertreter auf dern Center-Position war). Insofern ist Tobias Harris eine sehr gute Ergänzung, der auch Erfahrung in die immer noch sehr junge (an Alter und Profi-jahren) bringt.
Die Verteidigung mit Wembanyama wird wieder der Faustpfand sein. Der Respekt der Gegner vor dem Alien sieht man praktisch bei jedem Angriff.
Play-off-Kandidaten
Minnesota Timberwolves
Ein gesunder Anthony Edwards, ein Spielmacher LoMelo Ball, der an guten Tagen jede Verteidigung aushebelt wie nichts, ein Verteidiger-Riese Rudy Gobert, der sich nicht herumschubsen lässt. Die Zutaten für den ganz großen Wurf sind gegeben. wenn da nicht die Gefahr der immer wieder auftauchenden Verletzungen wären.
Die Top 6 scheinen sicher, und wenn alles zusammenläut, dann greifen die Wölfe sogar die vemeintlichen Platzhirsche Thunder und Spurs an. Dafür bürgt ein relativ breiter Kader, wo hochveranlagte Profis wie Jaden McDaniels, Jonathan Kuminga und Ayo Dosunmo jederzeit einspringen können.
Denver Nuggets
Nikola Jokic ist der beste Basketball-Spieler der Welt. Punkt. Allein der Serbe hebt jedes Team auf ein anderes Level, der nicht nur einzigartige Statistiken vorweist, sondern nachweislich jeden Mitspieler besser macht.
Die erste Fünf ist meisterschaftsreif mit der idealen Jokic-Ergänzung Jamal Murray und Allrounder Aaron Gordon, Christian Braun und dem (allerdings etwas in die Jahre gekommenen) DeMar DeRozan. Das Problem ist die zurzeit kaum wettbewerbs-fähige Bank (wir reden von den Besten der Besten). Die Abgänge von Peyton Watson und Tim Hardaway schmerzen (auch hier wegen der Gehalts-Obergrenze), und es wird interessant zu sehen, wie Trainer David Adelman diesen Verlust kompensiert.
Dank Jokic wird es für die Play-offs reichen, aber dann …?
Houston Rockets
Letztes Jahr der Tiger auf dem Sprung, der aber als Bettvorleger gelandet ist (maßlose Übertreibung meinerseits). Was mit dem Ausfall von Fred van Vleet (etwas einfach) begründet wurde.
Jetzt ist der Spielmacher wieder gesund, allerdings auch ein Jahr älter und mit dem kleinen Fragezeichen versehen, ob er nach seinem Kreuzbandriss die alte Klasse wieder erreicht.
Sollte das der Fall sein, könnten die Raketen tatsächlich in die Umlaufbahn schießen, denn der Kader ist erlesen besetzt. Alperen Sengün, Amen Thompson und Reese Shephard bürgen für Top-Qualität. Und dann ist da noch der fleißige Punktesammler Kevin Durant (26/Spiel in der vergangenen Saison). An guten Tagen immer noch kaum zu stoppen, die allerdings mit seinem Alter (37) seltener werden. Und Durant hat auch den Ruf, dass er anders als ein Jokic oder Shai seine Mitspieler nicht unbedingt besser macht.
Los Angeles Lakers
Alles Doncic oder was?! Nach dem Abgang von LeBron James ist der slowenische Ausnahme-Spieler der eindeutige Chef. Nicht nur auf dem Parkett, sondern im gesamten Team. Das nach seinen Vorstellungen zusammengestellt wurde, siehe die Verpflichtung von Center Walker Kessler, der in der Offensive die brillanten Zuspiele von Doncic verwerten soll.
Im glitzernden LA kann man sich keine abgeschenkte Saison leisten, weshalb auch Austin Reaves gehalten wurde. Die Fans (so prominent an der Seitenlinie versammelt wie höchstens noch im New Yorker Madison Square Garden) erwarten nicht nur Siege, sondern auch Spektakel. Die berühmte Showtime, wir sind in Hollywood. Wenn Doncic das inszeniert, sehen ihm alle auch die weiter vorhandenen Defensiv-Schwächen nach. Und seine ewigen Meckereien mit Schiris, Mitspielern und der ganzen Welt, wenn es nicht so läuft …
Kampf um die Play-Ins
Hinter den Top Sechs sehe ich erst mal eine relativ große Lücke (angesichts meiner grauenhaften Vorhersagen soll das nichts bedeuten). Jedes der folgenden Teams hat Baustellen im Kader, der eine höhere Platzierung unter normalen Umständen verhindert. Aber eben auch potenzeille Wundertüten, die jederzeit zu einem sporlticen Höhepunkt ansetzen können. Die abschließende Platzierung ist eher ein Würfeln.
Phoenix Suns
Devon Booker, Jalen Green, Dillon Brooks: ein Trio, das jederzeit heißlaufen kann, nicht nur wegen der Hitze in Arizona. An guten Tagen spielen sie jeden Gegner an die Wand, an schlechten allerdings lassen sie sich abschlachten. Um etwas mehr Ruhe ins Spiel zu bekommen, verpflichtete die Team-Führung den vortrefflichen Scharfschützen Luke Kennard und Miles Bridges als Gestalter.
Die schwere Verletzung von Center Mark Williams ist ein echter Schlag ins Kontor, der die Schwäche unter dem Korb zu einem fast unlösbaren Problem macht.
Hoffnung gibt der relativ breite Kader, wichtig in der Marathon-Saion von 82 Partien. Der Sprung in die Play-Ins müsste trotz allem gelingen, auch dank des Heimvorteils eine der stimmungsvollsten Hallen der Liga.
Golden State Warriors
Steph Curry kann mit Dreier-Kaskaden immer noch jeden Gegner auseinandeschrauben, Draymond Green legt sich in der Vewrteidigung immer noch mit allem und jedem an, Jimmy Butler ist an guten Tagen immer noch nicht aufzuhalten. Das Problem sind die Zahlen 38, 36 und 36, die leider nicht den Jackpot versprechen, sondern den Zahn der Zeit verdeutlichen, der auch an absoluten Spitzenkönnern unerbittlich nagt. Den Rest gibt dann die Zusatzzahl für Al Horford, einst Superverteidiger und Meister mit Boston). Die lautet 40, nough said …
Die Warriors, vierfacher Titelträger im vergangenen Jahrzehnt, sind alt geworden. Versäumt wurde die Blutauffrischung, da täuschen auch die hochveranlagten Braden Podzemski (23) und Moses Moody (24) nicht hinweg.
Vielleicht reichts noch mal für die Play-Ins (zu mehr fehlt mir die Fantasie), wegen Curry, wegen Green, wegen Butler (wenn er denn wieder gesund ist). Aber dass die erfolgsverwöhnten Fans wieder tiefen Play-off-Run sehen, das halte ich für ausgeschlossen.
Dallas Mavericks
Über eines dürfen die Fans nicht mehr nachdenken: dass Luca Doncic vor anderthalb Jahren verscherbelt wurde für einen potenziellen Titel. Anthony Davis, der für ihn kam (und sich gleich verletzte), ist längst wieder weg. Ebenso Team-Manager Nico Harrison, der diesen Coup einfädelte, den viele Fans und Experten als den schlechtesten Transfer der NBA-Geschichte bezeichnen.
Eine Güte des Schicksals bescherte im vergangenen Jahr wider aller Wahrschenlichkeit den überragenden Rookie Cooper Flagg. Der (für mich etwas unvedient) zum Neuling des jahres auserkoren. wurde. Der aber zweifelsfrei das neue Gesicht der Franchise ist, und die Mittelmäßigkeit des Westens könnte tatsächlich eine Play-In-Platzierung ergeben.
Vielleicht hilft ein weiterer Nummer-1-Pick weiter (allerdings aus dem eher schwachen Jahrgang 2024): Zachary Risacher hat in den zwei jahren bei den Atlanta Hawks allerdings eher angedeutet als bewiesen, dass er eine wertvolle Ergänzung sein kann (zum Führungsspieler reicht es eh nicht). PJ Washington, Max Christie und Dereck Lively genügen ebenfalls gehobenen Ansprüchen (wenns denn passt, und oft passte es halt nicht).
Ein Hoffnungsschimmer namens Kyrie Irving streift am Horizont, der auch seinem Kreuzband-Riss wieder gesundet ist. Als (sehr gute) Hilfe auf dem Parkett oder halt als Transfer-Gegenwert, wie sie in Texas unverblümt spekulieren.
Los Angeles Clippers
Schlagzeilen machte das Team im Sommer eher außerhalb des Parketts. Mit der dreisten Umgehung sämtlicher Gehaltsregeln, nur um Kawhi Leonard noch ein paar Millionen Dollar mehr in den Rachen zu schieben. Die Strafe fürs Team: drakonisch: fünf Jahre keine Draft Picks in der 1. Runde, die Strafe für den Spieler: 700.000 Dollar muss er zurückzahlen, angesichts der Aber-Millionen Mehreinnahmen ein schlechter Witz. Der nicht besser wird, dass Leonard das Weite suchte und fürstlich alimentiert ohne Spielsperre für die Toronto Raptors auflaufen darf. Eine Liga macht sich lächerlich.
Die Clippers haben (verdientermaßen) den Schaden, erst recht der Besiitzer und Einfädler Steve Ballmer. Der sich ein ganzes jahr lang nicht beim Team blicken lassen darf, auch nicht in „seinem“ Inuit Dome, die hochmoderne superteure Halle, die er hochziehen ließ.
Die Fans, die kommen dürfen (müssen?) dürften angesichts des Teams zwiespätige Gefühle haben. Mit Darius Garland hat LA einen überdurchschnittlichen Spielmacher geholt, die Neuzugänge Brandon Inram (Toronto), Max Strus (Cleveland) und Rui Hachimura (LA Lakers) haben ihre NBA-Tauglichkeit mehr als bewiesen. Und der Schweizer Yaric Niederhäuser ist ein großes Center-Talent, der mit Altmeister Brook Lopez ein nicht nur größenmäßig heruasragendes Duo bilden könnte.
Inwieweit das reicht für größere Ambitionen, bleibt die große Frage. Sicher scheint nur, dass diese Saison eine der letzten sein wird, in der das „kleine“ LA-team überhaupt noch konkurrenzfähig ist.
Utah Jazz
Nach Jahren des (teilweise absichtlichen) Verlierens stehen die Jazz wieder bereit für bessere Zeiten. (Noch) nicht an die glanzvollen 90er-Jahre mit John Stockton und Karl Malone, als das Team um den Titel kämpfte und zweimal nur an den Bulls scheiterte. Aber die play-offs sind erstmals seit Langem nicht mehr von vornherein außer Reichweite.
Über Jahre konnte die Führung in aller Ruhe den Kader zusammenfügen, jetzt scheint er flügge. Dank Top-Talenten wie Keyonte George und Rookie Darry Peterson, vor allem aber auch dank der herausragenden Kräfte wie Laurie Markkanen, Jaren Jackson jr. und Jaxson Hayes.
Die Play-Ins sind das offiziell ausgegebene Ziel, aber damit steigt im Mormonenstaat natürlich auch die Erwartungshaltung. Plötzlich mit Druck einer drohenden Niederlage trotzdem das Können abrufen, das wird die Geschichte der Jazz in dieser Saison sein. Wobei die wirklich fetten Jahre erst danach kommen. Nicht nur „Stockalone“ würde es freuen.
Portland Trail Blazers
Die Optimisten sagen: Das wird was, die Pessimisten unken: es wird grausam. Die Optimisten berufen sich auf glanzvolle Namen. Nicht nur Altmeister und Team-Legende Damian Lillard, der nach seiner Rückkehr und dem Achillessehnen-Riss endlich wieder eingreifen kann, sondern für allem Ja Morant beflügelt die Fantasie. Der unfassbar begabte Aufbauspieler, der leider ein riesiges Problem zwischen den Ohren hat. Mit Skandalen und einem offenbar unlöschbaren Drang, mit Schusswaffen viel Unsinn anzufangen.
In der Idealvorstellung passt viel zusammen. Morant wirbelt, Lillard trifft von außen, Denil Avdija verbessert sich weiter, Jrue Holiday verteidigt, und Center Donovan Clingan räumt auf. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein, denn: Morant hat schon sehr lange keine wirklich gute Saison mehr gespielt, Lillard ist schon 37, und Avdija hätte gern mehr Kontrolle übers Spiel.
Aufregend wird es bleiben in Portland, der wunderbar liberale Staat im Nordwesten hätte ein tolles Basketball-Team auf jden Fall verdient.
Die Chancenlosen, oder?
Memphis Grizzlies
Das „Oder“ gilt vor allem dem Team aus Tennessee. Wo sie nach den Abgängen der Franchise-Spieler Jalen Jackson und Ja Morant zwar wieder vor einem Neuanfang stehen (neudeutsch: Rebuild), der aber durchaus vielversprechend klingt. Was vor allem mit dem Trainer zu tun hat: Tuomas Iisalo. Der Finne mit Bundesliga-Erfahrung (Telekom Baskets Bonn) gilt als brillanter Taktiker, allerdings hochkompliziert, der seinen Spielern sehr viel abverlangt. Doch der sehr tiefe Kader scheint gewievt genug, umd die Maßgaben des Coaches erstens zu verstehen und zweitens auch umzusetzen. Cameron Boozer, Cedric Cocward und Zach Edey haben genau die Fexibiltät, die ein Iisalo-Team braucht, für Morant kamen aus Portland Jeremy Grant, Ty Jerome war vor 2 jahren die Entdeckung bei den Cavaliers.
Entwicklung geht vor Erfolg, so könnte ich dieses Jahr etwas platt die Erwartungshaltung umreißen. Ob das dann wirklich zutrifft und die Teamführung nach vielen Niederlagen weiter Geduld mit Iisalo (und dem deutschen Co-trainer Julius Thomas) aufbringt, das ist die große Frage, die die Grizzlies dieses Jahr umgibt.
New Orleans Pelicans
Die Experten erwarten: nichts. Zu oft haben die großen Namen zwar hübsch geblinkt, aber nichts gebracht. Ob der urgewaltigern Zion Willamsen, ob der wendige Spielmacher Dejounte Murray oder der gerühmte Yves Missi – alles blieb in den vergangenen jahren nur Stückwerk. Hauptsächlich wegen Verletzungen, aber eben auch weil aus den vielen glänzenden Rädchen keine funktionierende Mannschaft zusammengestellt wurde.
Ob da der neu hinzugekommene Benedict Mathurin viel ändern wird – ich wage es zu bezweifeln. Schon die Play-Ins scheinen außer Reichweite trotz spielerischer Lichtblicke wie Trey Murphy, der aber allein auch nix richten kann.
Gut, dass „The Big Easy“ viel andere Unterhaltung bietet.
Sacramento Kings
Mich befällt tiefe Verzweiflung und große Traurigkeit. Wie dieses 2022 noch so vielversprechende Team (und meine Lieblinge), das so knapp an den Warriors scheiterte, komplett zerzaust wurde von einer indiskutablen Teamführung. Die eine absurde Mannnschaft zusammengestellt hat ohne Sinn und Verstand. Durchaus gute Profis – gewiss, die sich aber nie ergänzten und dies von vornherein aufgrund ihrer Fähigkeiten auch nie konnten.
Vergangenes Jahr habe ich mir noch was vorgemacht – es wurde ein Desaster, weil die alten Spielmacher Westbrook und DeRozan und Schröder kein Team hatten, das sie anführen konnten, erst recht, nachdem Center Domantas Sabonis verletzungsbedingt ausgefallen war.
Sabonis ist geblieben (und wieder gesundet), die anderen sind weg, verschwunden wie die Hoffnung auf bessere, geschweige denn gute Zeiten.
Nur wenige sind übriggeblieben seit den 2, 3 jahren des Lichtstreifs. Als die Kings vor ihren extrem begeisterungsfähigen Fans das Image des ewigen Verlierers abgestreift haben, bevor es wieder zerstört wurde. Malik Monk, Keegan Murray und eben Sabonis. Immerhin haben die Kalifornier endlich einen vielversprechenden Rookie an Land gezogen. Darius Acuff könnte tatsächlich zum Unterschieds- und späteren Frachise-Spieler heranreifen, allerdings muss er noch viel lernen. Der Rest bleibt ein unausgegorenes Allerlei, vielleicht zum einen oder anderen Höhepunkt in der Lage (wie sogar 2026).
Pech kommt hinzu: Ben Simmons hatte eine sehr gute Vorbereitung, schien nach vielen schwachen Jahren körperlich und auch geistig bereit für einen Neuanfang, jetzt riss die Achillessehne – Saisonaus.
Nicht einmal das Verlieren lohnt sich: Zum ersten Mal berechtigt der schlechteste Liga-Platz nicht automatisch für einen Top-Pick für die nächste Saison, im Gegenteil, die Nummer 1 ist für den Schwächsten der Schwachen nach den neuen Regeln ausgeschlossen.
Der Löwen-Western
- Thunder
- Spurs
- Timberwolves
- Nuggets
- Rockets
- Lakers
- TrailBlazers
- Suns
- Clippers
- Warriors
- Mavericks
- Jazz
- Grizzlies
- Pelicans
- Kings
von Münchner Löwe | Okt. 21, 2026 | basketball, NBA
Kaum zu glauben, aber schon am Dienstag begann schon wieder die neue Saison. Die NBA ist immer noch meine Lieblingsliga in den USA, trotz der finanziellen Absurditäten und Obszönitäten. In der leider mehr und mehr die Investoren die Teams übenehmen, von denen aber viele mehr auf den wirtschaftlichen als den sportlichen Erfolg achten. Diese Entwicklung wird leider kaum umkehrbar sein, zu lohnend ist das Geschäft.
Und doch erwarte ich auch für die anstehende Spielzeit aufregenden Sport. Sehr gespannt bin ich, wie sich die neue Regel bewährt, dass das absichtliche Verlieren nicht mehr automatisch belohnt wird mit Top-Picks für die besten Talente. MIt anderen Worten: Zumindest in der Theorie gibt es weniger von vornherein abgeschenkte Partien, das Gewinnen wird also schwieriger. Und damit Siegesserien.
Der Modus ist gleichgeblieben: 82 Spieltage umfasst die reguläre Saison. Die ersten Sechs erreichen direkt die Play-offs, die Ränge 7 bis 10 spielen in einer gesonderten Runde zwei weitere Kandiaten aus. Der Rest hat ab Mitte April Urlaub.
Folgendes Procedere schwebt mir für die 30 Teams vor. Einteilung in 4 Leistungskategorien, kurzer Überblick. Star der Mannschaft, Fallstricke und am Ende eine Tabelle.
EASTERN CONFERENCE
Eines wage ich jetzt schon vorherzusagen. Im Osten wird es sehr viel spannender und vor allem aufregender als in den vergangenen Jahren; insgesamt gesehen wirds sogar besser als im Westen, wo bisher hauptsächlich die Musik spielte. Gerade die bis jetzt ganz schwachen Teams sind jetzt zumindest leidlich konkurrenzfähig, ich sehe kein einziges Fall-Obst.
Favoriten
Das sind jene Teams, denen ich mehr (Knicks) oder weniger (Pistons) den Sieg in der Conference (samt entsprechend tiefen Play-off-Run) zutraue
New York Knicks
Einzig Offensiv-Rebound-Spezialist Mitch Robinson hat den Titelverteidger verlassen, die Starting Five blieb dagegen zusammen. Mit sehr viel Selbstvertrauen, aber auch noch genug Hunger, dass es nicht bei diesem einen Titel bleibt.
Unumschränkter Star ist weiter Jalen Brunson, der alle Kritiker verstummen ließ, die vor den letztjährigen Play-offs genau wussten, dass der nur 1,93 Meter Brunson zu klein für die ganz großen Dinge ist (wir sind beim Basketball). Eingespielt sind sie sowieso, und offensichtlich tatsächlich so etwas wie Freunde (so kompliziert das in diesem Geschäft ist).
Bleibt die offene Frage, ob nicht auch die Knicks der Titel-Blues ereilt. Eine Mischung aus geistiger und körperlicher Müdigkeit, auch weil die vergangene Saison bis Mitte Juni gegangen ist.
Philadelpha 76ers
Was für eine Off-Season. Zunächst schnappten sich die Sixers Jaylen Brown von den Boston Celtics (im Tausch für Paul George). Dann der ganz große Coup. LeBron James erlag dem Ruf spielt für die nächsten zwei Jahre in Philadelphia. das Interesse ist schlagartig in die Höhe geschnellt, die Kartenpreise sind förmlich explodiert.
Der Kader klingt erlesen: Neben Brown und James sind da noch der absolute Franchise-Spieler Tyrese Maxey und Center Joel Embiid, dazu noch Supertalent TJ Edgecombe im 2. Profijahr. Maxey halte ich dabei für den Begabtesten, der zudem im besten Basketball-Alter ist (25).
Wie gesagt, das klingt sehr erlesen. Die große Frage ist halt, ob das in der Praxis auch funktioniert. Zum Einen, weil gleich vier Spieler den Ball haben wollen, Aktionen kreieren, Würfe nehmen. Hier ist Coach Nick Nurse gefragt, und er könnte dieses Problem tatsächlich handhaben. Bleibt die Verletzungsanfälligkeit von Embiid und auch das Alter, von James, der im Januar immerhin schon 42 Jahre alt wird. Wir werden also in der regulären Saison viel Kräfte-Management (sprich: längere Pausen) sehen, und dann müssen die Sixers hoffen, dass im Frühjahr alle fit sind. Gerade bei Embiid habe ich da ernsthafte Zweifel. Und da ist es doppelt bitter, dass der deutsche Backup-Center Ariel Hukporti wegen eines Achillessehnenrisses die gesamte Saison ausfällt.
Boston Celtics
Zwar ist Jaylen Brown weg, dafür ist Jayson Tatum, dessen kongenialer Partner im Meisterschafts-Jahr 2024, wieder völlig hergestellt. Auf ihn lastet allerdings extrem viel Verantwortung, denn es bestehen doch große Zweifel, dass ihm Paul George eine annähernd gleichwertige Hilfe sein kann. Ansonsten ist das Team zusammengebleben. der ewige Kämpfer Derrick White versucht seine eher schwache Saison zu kompensieren, die Scharfschützen Payton Pritchard und Sam Hauser stehen bereit. Und Mitch Robinson freut sich schon auf viele Abpraller, die er sich mit seinem unnachahmlichen Timing schnappen wird.
Aber reicht das? Jaylen Browns Abgang reißt doch eine erhebliche Lücke. Ein Knackpunkt wird sein, ob sich paul George ncoh einmal zu einer formidablen Saison aufraffen kann. Sein Können ist unbestritten, aber zuletzt in Philadelphia war davon recht wenig zu sehen.
Detroit Pistons
Die gute Nachricht: Center Jalen Duren bleibt ein Piston, nach eigener Auskunft sogar für lange Zeit. Dann muss er nur noch bessere Leistungen zeigen als in den vergangenen Play-offs, wo er offensiv nur mitgeschleppt werden musste und überhaupt kein Faktor war.
Anführer ist wie gehabt Cade Cunningham, der einen weiteren Leistungssprung machen dürfte. Die Verteidigung steht eh (auch dank der Riesen Duren und Thompson). Wenn die Scharfschützen wie Duncan Robinson heißlaufen, wirds für jeden Gegner ungemütlich. Falls nicht und Duren weiter so unproduktiv bleibt zumindest gegen starke Defense-Reihen, könnte es allerdings ungemütlich werden. Die Erwartungshaltung ist jedenfalls groß in Detroit
Play-off-Kandidaten
Für diese Teams sind die Top 6 (direkte Play-off-Qualifikation) das klar formulierte Ziel, wenn alles optimal läuft, darf sogar in Richtung Top 4 geschielt werden
Atlanta Hawks
Für mich eine der aufregendsten Mannschaften der gesamten Liga. Die es in der vergangenen Saison als einzige geschafft hat, die Knicks in den Play-offs in Bedrängnis zu bringen, bevor der Drive verlorenging (oder die Knicks aufwachten?).
Der ganz große Name fehlt im Kader, aber Jaden Johnson, Dyson Daniels und auch Altmeister CJ McCullom bürgen für höchste Qualität. Mit Lu Dort (von Oklahoma City gekommen) haben die Hawks einen extrem lästigen Verteidiger geholt, der auch über einen vernünftigen Dreier verfügt.
Schwachstelle könnte die Center-Position sein, vielleicht überrascht mich Onyeka Ogunkwo positiv.
Miami Heat
Trotz der Trades von Jalen Brown und LeBron James zu Philly – der Wechsel von Giannis Antetokuonpo zu den Heat war der spektakulärste Wechsel des Sommers. Die Hoffnungen in Florida sind riesig, denn der Grieche gehört zu den aktuell fünf besten Spielern der Liga, der in jeder Partie den Unterschied ausmachen kann.
Doch um den Griechen zu bekommen, mussten die Heat viel Tafelsilber, sprich Spieler hergeben. Vor allem der Abschied der Team-Ikone Tyler herro und des hochbegabten Spielmachers Jaime Jaquez tut weh. Erfahrene Leute wie Scharfschütze Klay Thompson (36) und Tim Hardaway (34) sollen den Verlust kompensieren.
Faustpfand ist die Defense mit den beiden Riesen Antetokuomnpo und Bam Adebayo, die auch in der Offensive viel Power generieren können. Ich bin trotz allem etwas skeptisch, ob das für ganz oben reicht, aber die Play-offs sind auf jeden Fall drin.
Orlando Magic
Das (hochveranlagte) Team ist weitgehend gleichgeblieben, aber der neue Trainer Sean Sweeney soll frischen Wind bringen in die etwas angestaubte Franchise. Der geschasste Jamahl Mosley hat es nie wirklich geschafft, die begabten Spieler Banchero, Franz Wagner, Suggs und Bane zu einer Einheit zu formen. Gerade das Duo Banchero/Wagner harmoniert nicht besonders gut, ich hatte oft das Gefühl, dass sie sich gegenseitig im Weg stehen (das zeigen auch die klar besseren individuellen Zahlen, wenn nur einer auf dem Parkett steht).
Ob das gelingt, wird die große Frage sein. Der Ballvortrag soll schneller werden, vielleicht sogar auf mehrere Schultern verteilt. Doch für das ganz große Manko der Vergangenheit hilft auch die tollste Trainerweisheit nichts: die schon notorsch schlechte Dreierbilanz fast aller Spieler. Leider auch des besten deutschen NBA-Profis Franz Wagner (das will niemand wirklich bestreiten, oder?).
Sollte Sweeney hier Verbesserungen hinbekommen (haben), steht den Magic de Weg weit nach vorn offen, denn auf die Verteidigung war zuletzt fast immer Verlass.
Cleveland Cavaliers
Vor zwei Jahren waren sie das beste Team im Osten (bis zu den enttäuschenden Play-offs). Vergangene Saison ebenfalls eine Mannschaft, die Furore machte, aber wieder scheiterte sie relativ früh. Jetzt sind die Erwartungen in Cleveland geringer, nicht bei den Fans, aber bei den seriösen Analysten. Irgendetwas fehlt.
Nehmen wir Donovan Mitchell: Ein herausragender Spieler. Wenn er im Flow ist, kann ihn niemand stoppen. Aber er wirkt schnell resigniert, wenn es nicht so läuft. Oder Evan Mobley, 2025 noch zum besten Verteidiger der Liga gewählt, der aber in seiner Entwicklung steckenblieb.
Aber das Hauptproblem ist James Harden. Vor zehn oder meinetwegen auch noch fünf Jahren einer der Top-Männer der Liga. Aber jetzt ist er (noch) langsamer geworden, das Verteidigen war eh nie sein Ding. Trotzdem schleppt ihn das Team weiter durch (Dennis Schröder musste dagegen wieder gehen), was vielleicht im Grunddurchgang den einen oder anderen Sieg mehr bringt, aber spätestens in de Play-offs ist Harden mittlerweile mit seinem Latein am Ende. Und damit auch die Cavs?
Charlotte Hornets
Vielleicht zu hoch gegriffen, aber die Hornets waren vergangene Saison mein Aufsteiger. Der mit attraktivem Basketball viele Herzen eroberte nach Jahren der absoluten Dunkelheit. Ich wüsste nicht, warum sich dieser Aufstieg nicht fortsetzen soll. Junge Wilde wie Kon Knueppel (in seinem 2. Profijahr) und Brandon Miller (23) stehen erst am Anfang einer vielleicht ganz großen Karriere.
Zwar ging mit LaMelo Ball ein hochbegabter Spieler. Der war aber trotz aller Klasse auch sehr verletzungsanfällig. Neuzugang Naz Reed ist dagegen extrem verlässlich, seit Jahren einer der besten Bankspieler der gesamten Liga.
Die Hornets haben die Magic als „deutsches Team“ abgelöst. Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder kam im Sommer hinzu, seine mittlerweile 12. Station im NBA-Zirkus (eine fehlt noch zum Rekord). Nicht nur als sehr schneller Ersatz-Spielmacher wird Schröder gefragt sein, sondern als Mentor für seine jungen Landsleute Hannes Steinbach und Christian Anderson, die die Hornets beide in der ersten Draft-Runde verpflichteten. Ein weiterer Grund (aber wirklich nicht der einzige), die Hornets öfter zu begutachten.
Kampf um die Play-Ins
Der Sprung in die Top 6 scheint illusorisch, aber die Play Ins (mindestens Rang 10) sind realistisch. Das trotzdem für drei meiner Kandidaten am Ende nicht erreicht wird, wenn ich nur wüsste, welche das betrifft.
Toronto Raptors
Die einzige kanadische Mannschaft (und allein schon deshalb meiner Sympathie gewiss). Aber ich habe so meine Zweifel, trotz der Rückkehr von Kawhi Leonard, der die Raptors 2019 gar zum Titel geführt hat. Der immerhin schon 35 Jahre alt ist und dementsprechend mit seinen Kräften haushalten muss.
Was Hoffnung macht? Der herausragende Scottie Barnes (der erstaunlicherweise in Toronto verblieb) sowie äußerst talentierte Mitstreiter wie Immanuel Quickley und RJ Barrett.
Center jakob Poeltl müsste ich angesichts seines Gehaltes (25 Mio Dollar/Jahr) auch zu den Leistungsträgenzählen,aber ich hab bei aller Sympathie für Österreicher meine Zweifel, trotz Rebound- und Defensiv-Stärken. Aber in der modernen auf Dreier ausgelegten Offensive wirkt Poeltls Spielweise regelrecht antiquiert, einen Distanzwurf, gar einen Dreier wird er sich nicht mehr aneignen. Ein Unding und ein echter Hemmschuh.
Indiana Pacers
Vergessen wir die fürchterliche vergangene Saison, jetzt ist Spielmacher Tyrese Haliburton wieder fit. Ob er nach seinem Achillessehnenriss wieder die überragende Form findet, mit der er sein Team 2025 ins NBA-Final führte, ist die große Frage, auf die zurzeit noch niemand eine seriöse Antwort geben kann.
An bekannten und guten Mitstreitern fehlt es nicht (Pascal Siakam, Andrew Nembhard, Aaron Nesmith). Knüpft Center Ivica Zubac an beste Tag an, könnte den Pacers sogar ein echter Lauf gelingen.
Chicago Bulls
Die personifizierte Mittelklasse. Zuletzt immer im Dunstkreis der Top 10 im Osten, zu gut für einen ganz hohen Pick, zu schlecht für eine lange Plasy-off-Dauer. Vieles spricht dafür, dass da auch in dieser Saison icht viel anders wird.
Qualität ist vorhanden, an erste Stelle nenne ich Spielmacher HJosh Giddey und Maatas Buzelis. Norman Powell sorgt für Gefahr von außen. Und a ist noch Rookie Caleb Wilson, auf dem viele Hoffnungen ruhen.Der allerdings noch viel lernen muss, in erster Linie einen vernünftigen Dreier.
Das Schöne für all diese Spieler: Niemand erwartet Wunderdinge, und die Qualität insgesamt ist zu gut für den Total-Absturz.
Washington Wizards
Etwas Spekulatius, warum ich die Wizards noch in die drittbeste Kategorie stecke. Und die zumindest großen Namen Trae Young und Anthony Davis, die für Furore sorgen können. In der Theorie. Der eine (Young) ist erschütternd abwehrschwach, den anderen (Davis) plagen während einer Saison die verschiednesten Wehwehchen. Abe wenn beie fit sind, dann könnte die Hauptsatadt nach jahren der Basketball-Agonie endlich wiede Spektakel sehen, zumal die Wizards mit AJ Dybantsa den ersten Pick im Draft ziehen durften, der zumindest in der Summer League schon zeigte, was er kann.
Obs für die Play-Ins reicht? – fraglich. Doch wahrscheinlich wären alle Fans schon froh, wenn sie endlich wieder Zaubereien ihres Teams sehen dürfen, die der Name so verheißungsvoll verspricht. Nicht dass sie sich die Bullets wieder zurückwünschen …
Die Chancenlosen?
Das Fragezeichen ist eher Höflichkeit. Für mich käme es ziemlich überraschend, sollten wir diese Teams in der Post Season sehen. Auzuschließen ist natürlich nichts.
Milwaukee Bucks
Jahr 1 nach Giannis – und damit viel Mittelmaß im Mittleren Westen (gut dass es die Brewers in der MLB gibt). Die Bucks bekamen zwar für ihren Greek Freak von den Heat unter anderem die sehr ansprechenden Tyler Herro und Jaime Jaquez, aber das sind eben nicht die Unterschiedsspieler, die sich zudem auch noch in fremder und kühlerer Umgebung (Wisconsin statt Sunshine State Florida) zurechtfinden müssen.
Wenn überhaupt, dann hilft die Abwehr, wo immehin Miles Turner und Kel’el Ware aufräumen.Aber wer kreiert die Würfe, etwa Ryan Rollins oder gar der ewige Kyle Kuzma? Da nagen bei mir Zweifel wie Mäuse am Wisconsin-Käse.
Brooklyn Nets
Der Trost: Es wird sicher besser als in den vergangenen Jahren. Die Puzzle-Arbeit des Management hat tatsächlich ein verheißungsvolles Team zusammengeführt. Das jetzt noch ein, zwei Jahre braucht, umd ernsthaft vorne anzugreifen. Das Problem: Zeit bekommt man in der NBA selten, gleich gar nicht in New York mit Millionen anderen Möglichkeiten.
Und doch sind die Nets zu beachten, wo die neuverpflichteten Julius Randle und Moe Wagner mit Erfahrung die jungen anleiten sollen. Hauptziel ist nicht ein Play-off-Platz, sondern die Entwicklung von Talenten wie Egor Demin und Mikel Brown.
DIE LÖWEN-TABELLE
- Knicks
- Sixers
- Pistons
- Celtics
- Hawks
- Cavaliers
- Magic
- Heat
- Hornets
- Pacers
- Raptors
- Wizards
- Bulls
- Bucks
- Nets
Der Westen folgt morgen …
von Münchner Löwe | Aug. 28, 2026 | Fußball
Ich wollte eine größere Bundesliga-Vorschau schreiben, aber ich merke, dass mich dieses jahr das Oberhaus kaum interessiert. Spätestens, als ich bei Borussia Dortmund war (dem 2. Club meiner Liste) verließen mich Lust und Laune und auch Kenntnis, was da zu erwarten wäre. Was mich nicht abhält am Ende doch einen Tabellen-Tipp abzugeben.
Denn: Wen interessiert ein „Wettbewerb“, wenn der neue (und alte) Titelträger schon vorm Eröffnungspiel feststeht. Das Meisterrennen ist entschieden (Bayern München), dahinter werden die üblichen Verdächtigen (Dortmund, Leipzig, Leverkusen, Stuttgart) die Champions-League-Plätze unter sich ausmachen (und in der Königsklasse dann wie gehabt allerspätestens im Achtelfinale scheitern). Es folgt ein beliebiges Mittelfeld, aber wen außer den beinharten Fans der Teams interessiert schon wirklich, ob Augsburg letztlich vor Mainz landet oder Frankfurt vor Hoffenheim?
Die Aufsteiger Schalke, Elversberg und Paderborn werden allein um den Klassenerhalt spielen, in diesen unfreiwilligen Kampf werden dann vielleicht/wahrscheinlich noch der HSV, der 1. FC Köln stoßen. Werder Bremen wird ein schweres Jahr haben und auch der 1. FC Union. Gladbach hofft wie seit Jahren auf bessere Zeiten (die Betonung liegt auf Hoffen, denn echte Klasse suche ich bei den Fohlen vergeblich)
All das wieder in vollen bis ausverkauften Stadien, allein Neuling Schalke garantiert 17-mal eine mit 61.000 Zuschauern gefüllte Arena, weswegen der Ligaschnitt im Vergleich zur vergangenen Saison steigen wird. Im Fernsehen kann der Fan wie seit Jahren jede Partie sehen, denn Sky und DAZN teilen sich wie schon vergangene Saison die Rechte: Sky zeigt die Partien am Freitag und Samstag einschließlich des sogenannten Topspiels am Abend wieder mit Wolfi Fußball ud Lothar Matthäus (am Freitag drohen wieder Buschi und Schmiso, das gefürchtete Laber-Gespann, das jeden noch so entsetzlichen Kick niederredet, anstatt den Mantel des Schweigens zu verbreiten. So schrecklich, dass es schon wieder gut ist. Man kann nicht wegschauen wie beim berühmten Verkehrsunfall).
DAZN hat wieder die Konferenz am Samstagnachmittag, die an manchen Spieltagen zu einem Konferenzchen verkümmert mit 4 Partien, weil wegen Europa-Cup auf den Sonntag ausgewichen werden muss. Wo ebenfalls DAZN dann mögliche Knaller wie Hoffenheim gegen Mainz oder Augsburg gegen Freiburg zeigt. Partien, die in der Vergangenheit nicht einmal messbare Zuschauer vor den Bildschirm gelockt haben.
Wirds nicht doch unterhaltsam?
Genug des Zynismus, Löwe (mit der Dauerkarte für die 4. Liga)! Es kann doch trotzdem spannend werden. Etwa bei der Frage, wo es am frühesten rumpelt und knallt und der erste Trainerwechsel stattfindet (eine berüchtigte Tippspielfrage).
Vielleicht trumpfen sie ja wirklich auf, die so gehypten Spieler wie die Dortmund-Griechen Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias (viel Glück, liebe Radio- und Fernseh-Reporter). Was macht El Mala beim 1. FC Köln, startet er jetzt in Richtung Klopps Nationalteam durch (nachdem ihn Nagelsmann schnöde ignoriert hat)? Rettet Rückehrer Niklas „Lücke“ (schaut Euch ein Foto an, auf dem er lächelt …) Füllkrug Werder Bremen, das ansonsten erneut Tafelsilber verscherbelt hat, aber leider nicht zum erhofften Preis, denn Coulibaly ging für nur 20 Millionnen und nicht für 40 Millionen zu Racing Strasburg. Diese Personalie zeigt das Elend der Bundesliga, wenn. nämlich ein hochtalentiertger Abwehrmann die wahrlich nicht bestens beleumdete Lugue 1 und der wahrlich nicht außergewöhnliche Club (Straßburg war in der abgelaufenen Saison Achter, spielt also nicht mal international).
Nun denn, der Tabellentipp
Wie im Vorjahr werde ich die Teams in etwa gleichstarke Gruppen enteilen, sogenannte „Tiere“, wo dann höchstens Nuancen unterscheiden und Unwägbarkeiten (Verletzungen, Krankheiten) unterscheiden.
Tier 1: Der one an only Meisterschaftskandidat
Tier 2: Champions League: Schon hier habe ich bei allen Teams Zweifel, aber es gibt eine grundsätzliche Kaderstärke und eben auch viele Spieler, die zu großen Hoffnungen Anlass geben.
Tier 3: Internationale Plätze: Wenn alles perfekt läuft, greifen sie sogar in den Kampf um die 4 Champions-League-Plätze ein, aber was im Leben läuft schon perfekt?
Tier 4: Das graue (?) Mittelfeld ohne große (realistische) Hoffnungen nach vorne, sprich internationale Plätze, aber auch vermeintlich ohne große Sorgen nach hinten. Konsolidierung ist angesagt, und alle dürfen natürlich auf eine positive Überraschung setzen, die es noch in jeder Saison gegeben hat.
Tier 5: Abstiegskampf: Vermeintlich zu stark für den direkten Abstieg, aber auch negative Überraschungen gibt es in jeder Bundesliga-Saison.
Tier 6: Irgendwer muss halt direkt absteigen! Ich hätte es mir einfach machen können herumzuschwurbeln, aber ich ziehe einen klaren Tipp vor. Wenn sich sich dann doch retten, ziehe ich voller Repekt den Hut.
- BAYERN MÜNCHENIch wüsste beim besten Willen nicht, was den erneuten Meistertitel der Bayern verhindern sollte außer eine epische Verletztenplage, die Kane und Olise monatelang außer Gefecht setzt.
Player to Watch: Nathaniel Brown. Vielseitig verwendbar und ein möglicher neuer Starspieler.
- BORUSSIA DORTMUNDMit pragmatischem Spielstil wird Trainer Niko Kovac erneut zu genug Siegen führen. Wahrscheinlich wieder wenig Begeisterung auf den Rängen, aber zum inoffiziellen Vize-Titel wirds reichen. Die Abgänge von Brandt und Adeyemi werden durch die sehr vielversprechenden Griechen Karetsas und Konstantelias kompensiert.
Player to watch: Nico Schlotterbeck. Selbsternannter Führungsspieler, der jetzt diesen Anspruch endlich gerecht werden will.
- BAYER LEVERKUSENVom Meisterteam 2024 ist praktisch niemand mehr übrig geblieben außer Torjäger Patrik Schick. Mit Trainer Carles Martinez versucht sich erneut ein neuer Übungsleiter. Qualität im Kader ist genug vorhanden (Tapsoba, Tillman, Schick), die begabten Spieler müssen jetzt nur zueinanderfinden. Das eher ruhige Umweld hilft dabei.
Player to watch: Ibrahim Maza deutete bei der WM für Algerien sein Können an. Der 20-jährige kennt jetzt die Liga und dürfte einen gewaltigen Schritt nach vorne machen.
- VFB STUTTGARTMittlerweile sind die Schwaben etabliert im oberen Tabellendrittel (wer das vor 5 Jahren prophezeit hätte …) Trainer Sebastian Hoeneß hat ein Händchen für die richtige Zusammenstellung, kann Abgänge wie vergangenes Jjahr Woltemade sehr gut kompensieren. Ein Undav wird allen zeigen wollen, dasss. er sehr viel mehr ist als ein Ergänzungsspieler, zu dem ihm Nagelsmann bei der WM degradiert hat.
Player to watch: Finn Jeltsch. Hochbegabter Defensiv-Mann, der diese Saison denschon angedeuteten Durchbruch vollenden kann. Er entwickelt sich in jeder Hinsicht weiter, reift geistig und auch körperlich unfassbar schnell.
- RB LEIPZIGDer Abgang von Diamonde zu Real Madrid wiegt schwer, denn der Ivorer war der klare Unterschiedsspieler. Einer allein wird den verlust nicht kompensieren können, und hinter Neu-Trainer Martin Demichelis setze ich auch ein kleines Fragezeichen.
Aber die Qualität im Kader ist hoch genug, dass das internationale Geschäft absolut greifbar ist, vielleicht sogar die Königsklasse.
Player to watch: Antonio Nusa. Dem Norweger traue ich am ehesten zu, dass er das Kommando bei den Sachsen übernimmt und die Diamonde-Lücke ausfüllt. Spielübersicht und ein guter Abschluss zeichnen den Mittelfeldmann aus.
- TSV 1899 HOFFENHEIMDie Ösis Christian Ilzer (Trainer) und Andreas Schicker (Sportdirektor) haben die Kraichgauer wieder in ruhige Gewässer geführt. Eine Wiederholung der starken Saison 25/26 (Rang 5) traue ich dem Team allemal zu, ob es sehr viel weiter nach oben geht, erscheint mir allerdings doch fraglich, zumal die offensiven Leistungsträger Kramaric und Asllani vorerst fehlen werden.
Player to watch: Nathan de Cat: Vom blegischen Supertalent De Cat, den halb Europa haben wollte, erzählt man sich Wunderdinge. Aufregung um einen einzelnen Profi können sie im rihigen Hoffenheim sehr gut brauchen.
- EINTRACHT FRANKFURTDas Verpassen des Europa-Cups könnte für die Hessen der große Trump werden. Während sich etwa Hoffenheimer und Freiburger in Europa und Conference League abmühen, können die Hessen sich ausruhen und seriös aufs Wochenende vorbereiten. Ob das allein hilft, ist aber die große Frage, zumal der Eintracht-Fan eine gewisse Anspruchshaltung pflegt. Nach dem Komplett-Mussverständnis um Trainer Riera kehrt mit Adi Hütter einer der Erfolgs-Coaches an den Main zurück.
Bis Freitagmittag nicht abschließend geklärt war, ob Schlussmann Atubolo von Freiburg zu den Frankfurtern stößt. Er würde ein großes Fragezeichen auf dieser Position (Santos, Zetterer) durch ein Ausrufezeichen ersetzen.
Player to watch: Jonathan Burkhard. Nur eine nachhaltige Verletzung verhinderte eine 20+-Tore-Saison des Angreifers. Bleibt er jetzt gesund, traue ich ihm eine sehr erfolgreiche Spielzeit zu, die dann auch sicher in den Nationalmannschafts-Kader führt, wo Klöppo Stürmer wie er dringend gebruachen kann.
- SC FREIBURGDer Superschweizer Mazrambi ist zwar nach England verschwunden, doch auch das werden die Breisgauer verkraften. Allerdings wird die vergangene Spielzeit mit dem Sturm ins Europa-League-Finale (0:3 vs Aston Villa) kaum zu toppen sein. Aber das weiß der geerdete Trainer Julain Schuster natürlich, der die Ikone Christian Streich auf der Bank schon fast vergessen ließ. Sollte Atubolo in Richtung Frankfurt entschweben, hat er ein Konfliktpotenzial weniger, zumal Mio Backhaus im Tor für Sicherheit garantiert.
Player to watch: Matthias Ginter. Noch immer unfassbar, dass Nagelsmann diesen Top-Verteidiger verschmäht hat. Die Karten weden jetzt neu gemischt, und der kapitän wird auf sich aufmerksam machen, dessen bin ich fast sicher.
- FSV MAINZ 05Eine unglaubliche Rückrunde brachte den Rheinhessen noch den Klassenerhalt. Urs Fischer hatte jetzt die gesamte Vorbereitung, um den Kader auf sene für alle Kontrahenten eklige Spielweise einzuschwören. Mannschaftliche Geschlossenheit zeichen die Fischer-Teams aus.
Player to watch: Nadiem Amiri: Der glitzernde Diamant im Kader, der allen Lockrufen widerstand. Jederzeit für herausragende Aktionen gut. Der Nationalspieler muss nur gesund bleiben, und das schafft er halt leider kaum über eine gesamte Spielzeit.
- FC AUGSBURGDer einzige Bayern-Bezwinger der vergangenen Saison. Danke, Manuel Baum, der die bayerischen Schwaben wider geerdet hat, nachdem sie mit Trainer-Vorgänger Sandro Wagner in den Himmel steigen wollten. Diue Großen zu ärgern, das ist die Kerzkompetenz des FCA, der mit mannschaftlicher Geschlossenheit aufwartet.
Player to watch: Chrislain Maslima. Der Wechsel des Abwehrriesen (1,93 Meter) zu Crystal Palace hat sich zerschlagen. Jetzt kann sich der Franzose also auf die Bundesliga konzentrieren, wo er die feste Größe im Deckungszentrum sein wird, so ihn sein Körper nicht im Stich läasst.
- BORUSSIA MÖNCHENGLADBACHIch bin tatsächlich vorsichtig optimistisch, dasss die Fohlen mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen. Der Kader wirkt durch die Rückkehrer (Itakura) und Genesenen (Kleindienst) gefestigt. Allerdings müssen die 10 Neuzugänge aus durchweg kleineren Ligen erst integriert und an die Bundeslga gewöhnt werden.
Player to watch: Tim Kleindienst. Nach de komplett verpassten Saison zeigte der Torjäger in Testspelen schon die alte Klasse. Seine Treffer werden aber auch nötig sein, damit die Gladbacher mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen. Fällt er aus, wirds doch recht finster m Sturm.
- HAMBURGER SVDer Abgang des überragenden Verteidigers Vuskovic schmerzt enrom und hinterlässt eine kaum zu füllende Lücke. Umso wichtiger wäre es, wenn der zweite herausragende Akteur, Fabio Vieira, noch eine Saison dranhängen würde. Entsprechende Gespräche laufen mit dem FC Arsenal.
Die 2. Saison nach einem Aufstieg ist erfahrungsgemäß schwierig. Aber Trainer Melvin Polzin hat gezeigt, dass er mit komplizierten Konstellationen gut zurecht kommt; mit ihm gelangen sowohl der Aufstieg nach sieben Jahren und der nach dem verheerenden Saisonbeginn nicht unbedingt erwartete Klassenerhalt. Allein diese Hoffnung trägt – und das begeisterungsfähige Publikum, wenn dieses die Erwartungen nicht überhöht.
Player to watch: Daniel Heuer Fernandez. Der portugiesische Schlussmann hat eine fantastische Saison hinter sich. Eine solche wird der HSV erneut brauchen, dann müsste der Abstieg zu vermeiden sein.
- 1. FC KÖLNDas Super-Talent Said El Mala bleibt nach endlosen Transfergerüchten und hat den Vertrag sogar bis 230 velängert. Allein diese nachricht sorgt bei den Geißböcken für Euphorie. Allein wird es der Jungstar natürlich nicht richten, aber ein Routinier wie Neuzugang Ellyes Skhiri dürfte im Mittelfeld für Stabilität sorgen.
Player to watch: Ragnar Ache. Seine 7 Tore und 5 Vorlagen halfen dem FC extem in der vergangenen Saison. Der Angreifer könnte erneut die ideale Ergänzung von El Mala werden und die gegnerischen Verteidiger vor unlösbare Probleme stellen.
- 1. FC UNIONDer spektakulärste Wechsel fand auf der Trainerbank statt, wo künftig mit dem Schweizer Mauro Lustrinelli ein Meistercoach (mit dem FC Thun) das Sagen hat. Ob dieser aber an Erfolge eines Urs Fischer anknüpft, der die Berliner in die Champions League führte, ist dann doch sehr zweifelhaft. Verstärkt hat sich der Kader jedenfalls nicht großartig (wenn überhaupt), ob die von Lustrinelli ausgegebene Offensiv-haltung zu bewerkstelligen sein wird, bleibt abzuwarten.
Player to watch: Ilyas Ansah: Der 21-Jährige wusste schon in der vergangenen Saison zu gefallen (5 Tore) und sollte seine Quote weiter verbessern.
- FC SCHALKE 04Nach dem letztlich souveränen Aufstieg herrscht Euphorie bei den Königsblauen. Allerdings nur bei den Fans, denn Trainer Muslic und die Spieler wissen, welch schwieriges Unterfangen der Klassenerhalt wird (nur der kann das Ziel sein). Wenn dieser gelingen sollte, müssen die Profis mit den klangvollen Namen (Torjäger Dzeko, Gosens und Karaman) überdurchschnittlich liefern).
Player to watch: Loris Karius. Der Schlussmann hat eine bewegte Karriere hinter sich (un ter anderem ein denkwürdiges Champions-League-Finale). Als Torwart eines Aufsteigers fast automatisch im Blickpunkt, aber mit seinen mittlerweile 33 Jahren hat er mehr als genug Erfahrung, sich so manchem Sturm entgegenzustemmen (und sich auch von vielen Gegentoren nicht verrückt machen zu lassen). Hält karius gut, könnte gar der direkte Kalssenerhalt gelingen.
- WERDER BREMENIch war drauf und dran und hätte die Norddeeutschen als direkten Absteiger kla<ssifiziert (nur eine gewisse grundsympathie und die doch sehr namenslosen Aufsteiger hielten mich dabvon ab). Schweirig genug wirds für die finanziell so klammen Brmer, die mit Abwehr Top-Talent Coulibaly ihren vielleicht aufregendsten Akteur verloren, dazu T den ssehr starken Torwart Mio Backhaus. Auch der Abgang der versierten Mittelfeldmannes Romano Schmid schmerzt, denn damit fehlt weitere spielerische Qualität. So hat sich bei den Fans schon eine gewisse Ernüchterung breitgemacht.
Player to watch: Nikls Füllkrug. Die Rückkehr des Angreifers ist wohl die einzige Wohlfühl-Geschichte an der Weser. Im Sturm natürlich it seiner Kopfballstärke und Kampfkraft gesetzt, aber ob ere wirklich so trifft, wie alle wollen? Immerhin brauchts dafür auch Vorlage, und wer soll die geben? Vielleicht Jens Stage?
- SV ELVERSBERGFür alle der logische Absteiger. Doch wie oft haben die Saarländer ihre Kritiker überrascht. Das große Plus könnte sein, dass wohl niemand im Umfeld sehr große Erwartungen. Alles andere als der sofortige Wiederabstieg wäre eine große Überraschung, aber dass die Elversberger Überraschungen fast regelmäßig liefern können, haben sie die vergangenen jahren oft genug gezeigt . Mit sehenswerten Angriffsfußball, bestimmt den schönsten der vergangenen Zweitliga-Saison. Warum eigentlich soll dieser nicht auch den einen oder anderen Erstligisten überrumpeln?
Player to watch: Cole Campbell: De 6-Millionen-Euro-Mann ist der Uunterschiedsspieler in einem ansonsten sehr ausgeglichenen Kader. Vielleicht geht er mit Elversberg unter, doch wahrscheinlicher ist, dass der 20-Jährige richtig aufgeigt.
- SC PADERBORN 07Viele Ähnlichkeiten zu Elversberg, außer, dass die Ostwestfalen schon zweimal das Abenteuer Bundesliga hinter sich haben. wer sie unterschätzt, könnte es ähnlich übel gehen wie dem vermeintlich so viel besser besetzten VfL Wolfsburg in der Relegation. Neuzugänge wie Vidovic und Pieringer haben durchaus noch Großes vor in ihrer Karriere.
Player to watch: Santiago Castaneda. Nicht ur des wunderschönen Namens wegen. Der 21-Jährige will vorspielen für für die Interessenten aus der Premier League. Der zweikampfstarke Angreifer hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg,.
von Münchner Löwe | Okt. 25, 2025 | Allgemein
Anmerkung: Ich ignoriere die ersten Spiele. Zum zweiten gehe ich jetzt auch nicht auf den Wettskandal ein, der die Liga erschüttert: inwieweit, lässt sich noch nicht abschätzen, aber der Chefcoach der Blazers, Cauncey Billups scheint involviert und ist erst mal suspendiert.
Die folgenden Tabellen sind nach besten Wissen und Gewissen zusammengestellt, aber ich übernehme keinerlei Verantwortung für Wetteinsätze, die darauf basieren. Eine hübsche Spielerei und gerne auf Wiedervorlage im April VOR den Play-offs (Play-Ins). Ich bin selbst gespannt wie ein Flitzebogen.
Hier gilt natürlich noch mehr: Verletzungen bringen alles völlig (und zwar völlig!!) durcheinander.
An die aaas-Community, die hier mitliest. Könnt ihr ausnahmsweise Eure Vorstellungen hier zum Ausdruck bringen trotz Eures eigenartigen Schwurs, das möglichst zu unterlassen?
WESTERN CONFERENCE
- Oklahoma City Thunder
Ich sehe nicht, wer den Titelverteidiger stoppen soll. Das vergleichsweise junge Team wird sich noch verbessern und Shai ist der Ausnahmespieler, der den Unterschied macht
- Denver Nuggets
der Kader wurde sinnvoll ergänzt, so dass die Stars Pausen erhalten können. Und dann gibts halt noch den irrsinnig guten Nikola Jokic …
- Houston Rockets
Voraussetzung, dass sich Kevin Durant integriert, dann verbessert er das starke Team eindeutig. Der Ausfall von Spielmacher Fred van Vleet schmerzt: wie sehr er sich tatsächlich auswirkt, werden wir sehen
- Minnesota Timberwolves
Anthony Edwards ist zurzeit der beste US-Profi in der Liga (Tatum und Halibuton fallen ja aus). Ein sehr homogenes Team, das auch den Weggang von Nickell Alexander-Walker auffangen wird.
- Los Angeles Clippers
Das „bessere“ LA. Und auch das sympathischere trotz Steve Ballmer. Leonard, Harden, Beal, Zubac – zu ganz Hohem berufen?
- San Antonio Spurs
Die Wette basiert auf einen Außerirdischen: Victor Wembanyama kann die Liga zusammenschießen. Dazu Fox und Castle – wer soll sie eigentlich stoppen?
- Golden State Warriors
vielleicht das letzte Hurra des Steph Curry. Trainer-Guru Steve Kerr, weiß, was er tut und wird auch Jimmy Butler noch aufen bringen.
- Los Angeles Lakers
Doncic wirkt tatsächlich austrainiert wie nie. Und LeBron James macht Lebron-James-Things. Vielleicht nicht mehr so oft, nicht ganz so spektakulär. Aber der Rest muss mich noch überzeugen …
- Dallas Mavericks
Cooper Flagg, der Glücksfall für die Zukunft. Anthony Davis, die Wette auf die Gegenwart. Ein im Wortsinne „großes“ Team, aber reicht das?
- Sacramento Kings
der Wunsch als Vater des Gedanken, dass es für die Play-Ins reicht. Viel Klasse im Team, da ignoriere ich, dass sie eigentlich nicht zusammenpassen und nicht verteidigen können.
- Memphis Grizzlies
Tolle Spieler wie Morant und Jalen Jackson jr. Und ich als Finnen-Freund drücke Coach Tuomas Iisalo alle Daumen.
- New Orleans Pelicans
die Urgewalt Zion Williamson ist nict zu stoppen. Aber sonst schaut es im Big Easy nicht so freundlich aus.
- Portland TrailBlazers
ich erwarte eine Steigerung, abe für die Play-Ins wirds nicht reichen. Und hier dann eben doch: das noch unabsehbare Chaos um Chauncey Billups muss Spuren hnterlassen und Folgen zeitigen.
- Phoenix Suns
die hab‘ ich immer weiter runtergereicht … Einfach die Saison abhaken und die Sonne von Arizona genießen.
- Utah Jazz
Lauri (Markkanen) allein auf weiter Flur. Ansonsten ersetze ich die Sonne von Arizona durch die Berge von Utah.
EASTERN CONFERENCE
- Cleveland Cavaliers
Erneut bereit für große Taten. Überall (ein bisschen) besser aufgestellt als die Knicks. Mitchell besser als Brunson, Mobley besser als Towns usf.
- New York Knicks
Beweist mir einfach das Gegenteil, Mr. Brunson und Mr. Towns et all. Nahe dran seid ihr auf jeden Fall. Und der Garden hat natürlich seine Vorteile zur „Rocket-Arena“ (ernsthaft?).
- Orlando Magic
vielleicht ein bisschen Deutschtümelei (Wagners, da Silva), aber wenn Desmond Bane wirklich einschlägt und die Dreier trifft …
- Milwaukee Bucks
Alles Giannis oder was! Kein Zweifel, aber irgendwann stößt auch „Greek Freak“ an seine Grenzen, und das sind die Top 3 …
- Atlanta Hawks
dieser Tipp bereitet mir mit am meisten Bauchweh. es ist die Wette, dass das Nicht-Verteidigen von Trae Young sich nicht ganz so grausam auswirkt. Und die auf einen gesunden Porzingis …
- Indiana Pacers
Ich sage: Haliburton und Turner werden nicht so sehr fehlen, wie viele Experten erwarten. Eine Wette auch auf Mathurin.
- Detroit Pistons
der aufhaltsame Aufstieg von Motor City. Ein bisschen Innehalten tut vielleicht auch ganz gut …
- Boston Celtics
immer noch viel Klasse (Brown, White, Green, Black) und außerdem der TD Garden. Voraussetzung ist natürlich, dass die Teamführung das Team auch gewinnen lässt und nicht tanken ansagt.
- Philadelphia 76ers
vom Potenzial (Embiid, George, Maxey) her sowieso. So brutal kann das Verletzungspech nicht noch mal zuschlagen.
- Toronto Raptors
mein Kanada-Bonus. Aber auch ein grundsolides Team, das durchaus positiv überraschen kann.
- Miami Heat
der Trainer-Effekt: Eric Spoelstra hat immer gute Ideen. Wie die, Norman Powell zu holen. Telente sind bei ihm auch gut aufgehoben. Und dann die glücklich machende Sonne von Florida …
- Chicago Bulls
die Stadt machts (nicht): nicht sonnig, sondern windig, deshalb hinter der Heat. In der Bundesliga würde ich urteilen: graues Mittelmaß (passt zum Wind).
- Charlotte Hornets
von den traurigen Drei am Ende noch das beste. Mit dem brillanten LaMelo Ball und den wunderbaren Hornissen-Fans.
- Washington Wizards
frankophil (Sarr, Coulibaly) und (tatsächlich!) vor die Nets gewürfelt.
- Brooklyn Nets
ohne Worte. Noch nicht mal die Würfel fallen für sie …
von Münchner Löwe | Okt. 24, 2025 | NBA
IV. Wenigstens etwas Hoffnung
MIAMI HEAT
Mit der sogenannten Heat Culture, die erstaunliche Play-off-Runs ermöglichte dank gnadenloser Defense trotz unterlegener Kader, ist es erst mal vorbei. Vorbei auch die am Ende elenden Zeiten des wechselwilligen Jimmy Butler (das On-off Ende 2024 samt Spielerstreik will in Miami wirklich niemand mehr zurückhaben!), der jetzt in San Francisco bei den Warriors sein (letztes?) Basketball-Glück sucht. Und doch hat der alte Berater Pat Riley immer noch ein vernünftiges Team beeinander – und mit dem immer braungebrannten Eric Spoelstra (es lebe das Florida-Klischee) einen der besten Trainer der Liga auf der Bank, auf der dieser allerdings nie sitzt.
Die Stars
Bam Adebayo: Ein Center, alles mitbringt: Extrem am Ring auf beiden Seiten, verkörpert die beinharte Defense der Heat, mit der sie ihre Siege erringen wollen. Und offensiv liefert er weiter regelmäßig die Punkte ab auch mit einem vernünftigen Distanzwurf.
Tyler Herro: Prägte als Jungspund neben Butler die Heat Culture. Jetzt ist er 25 Jahre alt, und alle erwarten den letzten Sprung zum Superstar. Ob das gelingt? Es bestehen bei aller Klasse Zweifel, nicht zuletzt aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit, die ihn auch jetzt zu einer Pause bis mindestens Mitte November zwingt.
X-Faktoren
Eric Spoelstra: Der Coach hat immer neue Ideen, auch während einer Partie zieht er besonders schnell die richtigen Schlüsse und kann die Veränderungen auch dem Team übermitteln.
Norman Powell: ein echter Transfer-Coup, wie ich finde, den die Heat von den Clippers loseisten. Dort hat er eine großartige Saison hnter sich, und trotzdem fand man in LA keine Verwendung mehr für ihn (oder hatte kein Geld mehr übrig, um es nett zu sagen). Knüpft er an diese Leistungen an, dürften die Play-Ins fast sicher sein.
Kel’el Ware: Enormes Potenzial vorne und hinten, das der Center schon andeutete: Der 21-Jährige hat das Zeug zum Franchise Player, ihm steht eine große Karriere offen.
Problemfeld
Das Aufbauspiel: Ohne Jimmy Butler fehlt ein Spieler, der den Ball einigermaßen unfallfrei nach vorne bringt und dort seine Kollegen schlau einsetzt. Tyler Herro soll diese Rolle übernehmen, doch noch scheint er oft überfordert.
PHILADELPHIA 76ERS
Verletzungen noch und nöcher zerstörten früh die Saison in der Stadt der brüderlichen Liebe: Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Joel Embiid, Tyrese Maxey, Paul George und der so verheißungsvoll gestartete Rookie Jared McKain fehlten zum Teil über Monate, auch Tyrese Maxey. Weshalb die Sixers den Tanking-Modus einschalteten, tatsächlich über Gebühr verloren und mit dem 3. Draftpick belohnt wurden. Die Teamführung entschied sich für V.C Edgecombe von den Bahamas.
Der Ausblick ist natürlich geprägt von der Verletzten-Historie. Auch bei großem Optimismus ist sehr fraglich, ob der einstige MVP Embiid auch nur annähernd an frühere Glanztage anknüpfen kann; zu ruiniert scheinen die Knie, die das atem(be)raubende NBA-Programm schlicht nicht mehr bewältigen. Was mit Paul George (35) wird, steht ebenso in den Sternen. Andereseits sind Maxey, MrCain im 2. Jahr und eben auch Edgecombie echte Hoffnungsträger, ganz oben anzuklopfen – erst recht über diese Saison hinaus
Die Stars
Tyrese Maxey: ein unglaublich smarter Aufbauspieler. Dem schaue ich sehr, sehr gerne beim Basketballzocken zu. Sehr guter Wurf, mit 24 hat er seine beste zeit noch vor sich.
Jared McCain: Auf bestem Weg zum Rookie des Jahres 24/25, ehe ihn eine Meniskus-Verletzung stoppte. Der große Faustpfand im Kader, der zu riesigen Hoffnungen Anlass gibt.
X-Faktoren
Joel Embiid: Ich hab lange überlegt, ob er nicht zu den „Stars“ gehört. Doch zu groß sind meine Zweifel über seine Fitness. Sollte er wider Erwarten tatsächlich sein Leistungspotenzial abrufen (und sei es nur zu 90 Prozent), dann hat Phillie-Town auch im Basketball etwas zum Jubeln (nach dem Super-Bowl-Triumph der Football-Eagles).
Die Fans: Mit die leidenschaftlichsten, aber auch die brutalsten gegen das eigene Team. Eine Eigenschaft der Stadt (trotz des Namens brüderliche Liebe), wie auch Phillies (Baseball), Eagles (Football/ein ganz trauriges Kapitel für sich) und Flyers (Eishockey) leidvoll bezeugen. Wenns nicht läuft, wird gebuht und (auch persönlich) beleidigt. Wenns läuft, sind die Spieler allesamt Könige. Schon zu oft gesehen und mitgelitten, gerne auch in einem einzigen Spiel.
Problemfeld
Verletzungen: Spiel- und Zeitmanagement gerade für die „Alten“ Embiid und George, das wird das große Kunststück sein für Nick Nurse; immerhin der Meistercoach der Toronto Raptors 2019. Einer der besten Trainer der Liga, der mit den Unwägbarkeiten schon zurecht kommt.
CHICAGO BULLS
Wir älteren NBA-Fans sind ja mit den Bulls aufgewachsen in den 90ern; mit Jordan, Pippen, Kukoc, Rodman und Co. Waren unterteilt in Bulls-Fans (eher die Mehrheit, weil Erfolg so sexy macht) und Bulls-Gegnern (ich war „Gegner“ bei 6 Finalserien, seufz).
Und jetzt? Nicht Fisch, nicht Fleisch. Die Bulls sind mmer zu gut für die Plätze ganz unten (und den Top-Draft-Picks), aber zu schwach, damit das Team ganz oben angreifen kann. An guten Tagen weht der alte Bulls-Charme durch die altehrwürdige United Arena mit dem so wunderschönen Alan-Parsons-Einlauflied, das mich zurückbeamt in die 90er zu den Jordans und Pippens und Kukocs).
Eine recht erratische Teamführung lässt seit Jahren nicht erkennen, wohin die Reise gehen soll, was man will in „Windy City“. Jetzt haben die Verantwortlichen eine „Übergangs-Saison“ ausgerufen, gefühlt die zehnte in den vergangenen zehn Jahren. Der Star der vergangenen Saison, Zach LaVine, ist in Richtung Sacramento entschwunden: für lächerlich wenig Gegenwert, wie ich finde. Vielleicht ist der Kader stark genug für die Play-Ins, aber schon die Top 4 halte ich für völlig illusorisch, auch im schwachen Osten.
Die Stars
Coby White: Der Guard hat einen Leistungssprung vollführt und ist des Chicago-Fan liebstes Kind. Will gehätschelt werden, dann legt er großartige Zahlen auf. Verpasst allerdings den Saison-Auftakt wegen einer Wadenverletzung, ganz heikle bei Basketball-Profis (oft Vorbote des Achillessehnenrisses).
Nicola Vucevic: Older Statesman im jungen Team mit seinen 35 Jahren. An seinen guten Tagen spielt der Montenegriner jeden Gegner aus den Schuhen, glänzt mit Übersicht und einem außerordentlich guten,geschmeidigen und wunderbar anzusehenden Wurf.
X-Faktoren
Matas Buzelis: Gerade 20 Jahre alt, und schon schwämt die NBA Community über diesen Jungen, dessen erstes famose NBA-Jahr noch längst nicht das Ende der Fahnenstange bedeutet. 2,08 Meter riesig groß ist der Spielmacher, sogar länger als Magic Johnson auf dieser Postion. Ich darf ja mal ganz große (in jeder Hinsicht) Vergleiche anstellen.
Problemfeld
Mangelnde Erfahrung: Wie gesagt zwischen Baum und Borke. Ein unglaublich begabtes, vielleicht zu junges Team.
Josh Giddey: Vielleicht unfair, einen der Spieler herauszunehmen, aber der Ex-Thunder (dort ohne Zukunft) konnte in seinem ersten Bulls-Jahr nie zeigen, das er in einen Spitzenkader gehört.
TORONTO RAPTORS
Vielleicht erweckt auch durch den Erfolgsrun der Blue-Jayx-Baseballer in der Stadt, vernehme ich plötzlich ambitionierte Töne. Die Play-offs sind das Ziel der Kanadier, angesichts der Vorsaison (allerdings auch durch elendigem Verletzungspech bedingt) eine mutige Aussage. Aber vielleicht sogar berechtigt, weil zumindest die Starting Five durchaus höheren Ansprüchen genügt.
Die Stars
Scottie Barnes: Der beste Spiler im Kader musste die vergangene Saison veletzungsbedingt abbrechen. Jetzt ist er wieder fit und lässt die Kanadier hoffen.
Brandon Ingram: Toronto ließ sich den Wechsel des Flügels Mitte der vergangenen Saison einiges kosten. Jetzt ist der 27-Jährige gefordert. Er im Tandem mit Scottie Barnes, da darf man wirklich einiges erwarten.
X-Faktor
Young Guns: 20 Jahre (plus ganz kleines x). Darauf baut Toronto. Gradley Dick (21), Jamal Shead (23) Ja’Kobe Walter (20) und jetzt der Rookie Collin Murray-Boyles: Sie warten ganz dicht hinter der Starting Five auf den Durchbruch. Trainer Darko Rajakovic soll den Jungs-Basketball fördern.
Problemfeld
Young Guns: Konstante Leistungen darf niemand von den jungen Spunden erwarten. Plötzliche Einbrücke müssen eingepreist werden.
🇦🇹 👓
Jakob Pöltl, immer noch der einzige Ösi in der NBA, geht in seine 10. Saison. Das lassen sich die Kanadier erstaunliche 20 Millionen Dollares für die nächsten 4 Jahre kosten. Sie bekommen dafür einen sehr defensivstarken Center der ganz alten Schule. Also einen ohne Distanzwurf, aber jemand, der mit nimmermüden Einsatz Schüsse blockt und viele Offensivrebounds klaubt. Mit seiner Erfahrung wird er den jungen Teamkollegen eine wichtige Stütze und Anlaufstation bei allen Problemen sein. Zurzeit ist er nach einem Nasenbeinbruch noch mit Gesichtsschutz unterwegs.
V. Der Bodensatz
Washington, Charlotte und Brooklyn: Das Verlieren ist jetzt schon angesagt in der Hoffnung auf eine möglichst schlechte Platzierung (und größeren Chancen für einen Top-Draftpick 2026). Und doch: den einen oder anderen Lichtblick gibt es sogar hier …
WASHINGTON WIZARDS
Erstaunlich genug, das Präsident Trump die Wizards nicht auch wieder unbenennen will in Bullets (wie die Commanders in Redskins samt Stadion-Erpressung). Ansonsten wieder wenig Hoffnung und auch recht wenig Ambition. Rebuilt heißt das Zauberwort und eben das Hffen auf den Top-Pick 2026.
Die Stars
CJ McCullom: Mittlwerweile auch schon 33 Jahre. War einst bei den Blazers Teil des aufregenden Duos mit Damian Lillard, das so viel Spaß gemacht hat. nahch verlorener Zeit in New Orleans jetzt bei Mahptstadtclub
Khris Middleton: Sogar noch erfolgreichere Verganenheit, nämlich wichtiger Baustein des Titelteams der Bucks 2021 (neben Giannis). Sehr verletzungsanfällig, und nur deshalb ließen ihn die Bucks ziehen (für Kuzma). Wie für McCullom gilt: Ziehvater sein für die Toptalente und das eine oder andere Spiel mit herausragenden Leistungen gewinnen.
X-Faktoren
Talente-Entwicklung: Center Alexandre Sarr und Bub Carrington gehen ins zweite Jahr, dazu Super-Talente wie Bilal Coulibaly (noch ein Franzose) und Rookie Tre JOhnson (ein sehr guter Schütze). Sie alle können sich entwickeln, werden und dürfen Fehler machen.
Problemfeld
Geduld: Was passiert, wenn die Karriere-Sprünge nicht gelingen. Gibts dann das große Aufräumen im Team? Anonsten müsste gelten: wenig Ambition, alo kann es kaum Enttäuschung geben.
Zu seligen Jump-run-Zeiten (mit Lou Richter) war das summende Hornissenhaus eine echte Attraktion mit einem damals extrem unterhaltsamen Team in meine Erinnerung, wenigstens). Jetzt ist es nur noch trostlos, was das Team in Charlotte seit seiner Rückkehr vor 10 Jahren veranstaltet? POlay-offs? Positive Bilanz? All das kennen die fans fast nur noch vom Hörensagen. Wenn nicht alles täuscht, wird sich daran auch diese Saison nichts ändern. galten als „Favorit“ auf den Top-1-Pick und Ausnahmetalent Cooper Flagg, mussten sich aber mit der Nummer 4 begnügen, wo sie (durchaus nicht unumstritten) Kon Knueppel erwählten.
Die Stars
LaMelo Ball: Dabei haben die Hornets einen Ausnahmespieler in ihren Reihen. Nur ist der höchstbegabte LaMelo Ball öfter verletzt als spielfähig. Wenn er denn mal auf dem Parkett steht, sprüht er vor Spielfreude und außergewöhnlichen Ideen. Ein Profi, der den Unterschied macht. Ich wüsste so gerne, wie er auftrumpfen könnte, wenn er mal ein Jahr lang gesund ist.
Brandon Miller: Einer der Toptalente, den die Hornets 2023 an Nummer 2 gezogen wurde. Zeigt auch seine Offensiv-Qualitäten, in der Defensive wie das gesamte Team ausbaufähig.
X-Faktor
Die Gesundheit: Hier erwähne ich sie mal ausdrücklich. Wenn sie denn alle wirklich gesund bleiben (vor allem Ball!), sehe ich sogar geringe Chancen für die Play-Ins, denn die Mischung aus Jung (immer noch Ball, Sexton, Miller, Knueppel) und Alt (Connaugton, Miles Budges, sogar Plumlee) gefällt.
Und die Halle respektive die Fans dort drinnen im Hornissenkasten, hätten Erfolg so sehr nötig und verdient.
Problemfeld
Letztlich das Gleiche wie bei en Wizards, alles allerdings Unaufgeregter, weils nicht die erwartungsfrohe Hauptstadt, sondern nur das ruhgie North Carolina ist.
BROOKLYN NETS
Sie wollten vor ganz hoch hinaus mit dem Supertrio Durant, Irving und Harden et all. Nichts davon ist geblieben, nur Trostlosigkeit wie vielleicht nirgends sonst in der NBA. Nicht mal Super-Talente als Hoffnungsträger wie in Washington und Charlotte. Immerhin: Dank zahlreicher Picks in der 1. Runde konnten sich die Nets ein Talentepool nach Brooklyn holen. Apropos Brooklyn: Vielleicht wäre das Ganze nicht ganz so entsetzlich, würde es sich irgendwo im Mittleren Westen und nicht in der pulsierenden Stadt abspielen, die niemals schläft und so viel anderes Entertainment bietet.
Der Star
Cam Thomas: Fastbin ich geneigt den Star in Anführungszeichen zu setzen: Verlässlichster Punktesammler. Spielt letztlich ein Jahr nur für sich, weil er 2026 ohne Einschränkung ein neues Team auswählen kann. Dazu äußerst überschaubare Defensiv-Qualitäten.
X-Faktoren
Der Talentepool: Egon Demin, Ben Sarar und Drake Powell wurden in der 1. Runde erwält. Der Israeli Saraf kommt vom deutschen Vizemeister ratiopharm Ulm (und zog im Mai die Draft den entscheidnden BBL-Finalspielen gegen den FC Bayern vor (auch ein Statement). Das Tro ist jeder für sich hochveranlagt, vielleicht schafft iner von ihnen den Durchbruch ganz nach oben. Un d dann heißt es: möglichst rasch Fersengeld geben.
Problemfeld
Wie gesagt, ich sehe nur viel Elend und sehr wenig Hoffnung.
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