von Münchner Löwe | Mai 26, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Die New York Knicks stehen im Finale de Conference Sieg. Nach dem überzeugenden Sweep gegen die Cleveland Cavaliers können sie jetzt in Ruhe auf ihren Finalgegner warten. Ob sich die Oklahoma City Thunder oder die San Antonio Spurs durchsetzen, ist völlig offen. Viel wird wohl vom Fitnesszustand diverser Spieler abhängen.
Cleveland Cavaliers – NEW YORK KNICKS 93:130 (Endstand: 0:4)
Schon den ersten Matchball für die Serie nutzten die Knicks souverän und ohne den Hauch eines Zweifels. Sie zeigten sich gegen in jeder Hinsicht völlig überforderten Cavaliers als homogene Einheit, demonstrierten Team-Basketball vom Feinsten mit herausragenden Einzelspielern und gleichzeitig zupackend in der Verteidigung.. Nach einem Viertel hatten sie 12 Punkte Vorsprung, zur Pause stand es 68:49. Der Rest war ähnelte einem Schaulaufen
Bester der Sieger
Karl-Anthony Towns: Top-Scorer des Teams mit 19 Punkten, dazu 14 Rebounds.Endlich konnte er auch in der Defense seine Größe gewinnbringend einsetzen, und endlich scheint er seine überflüssigen Fouls in den Griff zu bekommen.
Stark beim Verlierer
Donovan Mitchell hatte sich so viel vorgenommen (12 Punkte im 1. Viertel), doch er stand allein auf weiter Flur und bekam kaum Unterstützung. Am Ende hatte er 31 Punkte und auch eine durchaus vernünftige Dreierquote von 5/9. Viel zu wenig.
X-Faktor
Landry Shamet: Stellvertretend für die starke Bank der Knicks, die allein in der 1. Halbzeit 27 Punkte sammelte (bei den Cavs waren es nur 3). Perfekt von der Dreierlinie (4 von 4). Ein unverzichtbarer Ergänzungsspieler.
Zahlereien
30,2 %: Das ist die Freiwurf-Quote von Mitchell Robinson in den diesjährigen Play-offs (und noch einmal deutlich niedriger als in den vergangenen Jahren). Noch nie war ein Spieler in der NBA-Geschichte schwächer (nicht mal Shaquille O’Neal). Dennoch ist der reboundstarke Center (vor allem offensiv) ein extrem wichtiger Bestandteil der Knicks.
🇩🇪👓
Dennis Schröder fehlte krankheitsbedingt. Passt zum insgesamt enttäuschenden Play-off-Auftritt des Deutschen, der nie ansatzweise in die Form kam (kommen durfte), die er im Nationaltrikot zeigte.
Ausblick der Sieger
Die Knicks gelten als klarer Außenseiter in den Finals, egal ob gegen die Thunder oder die Spurs. Wenn sich da mal die Experten nicht täuschen. Die Knicks haben 11 Play-off-Siege hintereinander. Kein Spiler ist verletzt, dafür sind alle erfolgshungrig. Trainer Mike Brown hat ein ideales Sysgem gefunden, und wenn es weirklich heikel wird, dann stehen da noch Ausnahmekönner wie Jalen Brundson und OJ Amunoby zur Verfügung. Ob das dann reich, steht auf einem anderen Blatt, aber die Finalserie könnte spannender werden als allseits gedacht, zumal sich OKC und Spurs jetzt noch in mindestens 2, vielleicht sogar 3 Partien richtig aufreiben müssen physisch und psychisch.
Und die Verlierer
Im Januar gingen die Cavs noch mal aufs Ganze, holten sich den alternden Topstar james Harden ( im Tausch mit Darius Garland) und dazu noch Denis Schröder und Keon Ellis von Sacramento. Der Coup ist nicht aufgegangen, Harden deutete sein großes Können bestenfalls in einigen Partien an (was bei dessen Historie nicht völlig unerwartet kam), er war nie der Co-star zu Mitchell. Doch auch andere vermeintliche Leistungsträger waren zu inkonstant, vor allem gegen die in fast allen überlegenen Knicks.
Der Grundstock des Teams hat noch ein paar Jahre. Ingteressant wird sein, ob sie sich ernsthaft um LeBron James bemühen, dessen NBA-Karriere bei den Cavs begann. Ich havbe meine Zweifel, ob das sinnvoll wäre zumindest aus sportlicher Sicht.
San Antonio Spurs – Oklahoma City Thunder (Stand: 2:2)
Auch die 2 Partien in San Antonio wurden gesplittet mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage. Beide Partien waren recht klar und auch recht früh entschieden, und auch deshalb möchte ich gar nicht so lang darauf eingehen.
Im Prinzip beginnt jetzt eine Best-of-3-Serie mit Heimvorteil Oklahoma. Für mich gibt es ein paar neuralgische Punkte, die letztlich entscheiden könnten.
Verletzungen
Leider ein Dauerthema, gerade am Ende einer langen Saison. Bei den Thunder fehlten zuletzt die beiden Aufbauspieler Jaylen Williams und Ajaj Mitchell. Einen de beiden kann der Titelverteidiger kompensieren, vielleicht sogar gegen die Spurs. Doch in Spiel 4 hat man deutschlich gesehen: Wenn beide fehlen, ist es fast unmöglich. Noch ist offen, ob sie heute nacht zum Einsatz kommen können, im Vollbesitz der Kräfte werden beiden nicht sein.
Die Spurs dagegen können auf den vollen Kader zurückgreifen. Auch zeitweise angeschlagene De’Aaron Fox ist wieder dabei, wobei er alles andere als hundertprozent fit wirkt, genauso wie Spielmacher Dylan Harper
Spurs-Verteidigen gegen Shai Gilgeous-Alexander
Der Starspieler der Thunder kommt längst nicht wie gewohnt zur Geltung. Sein Punkteschnitt ist rapide in den Keller gesaust, in Spiel 4 waren es nur 19 (natürlich auch weil er am Ende nur auf der Bank saß). Gegen die flinken Verteidiger gelingt es ihm vor allem nicht wie gewohnt, sich in seiner Wohlfühlzone rund um die Freiwurflinie Würfe zu kreieren.
Ohne Jaylen Williams fehlt der zuverlässige Co-Star, und Chet Holmgren und Lou Dort springen offensiv zu selten in die Bresche
Victor Wembanyama
Der Außerirdische. Die Präsenz auf dem Feld ist einzigartig, in der Defensive noch mehr als offensiv. Obwohl er auch dort zeitweise Ungglaubliches zustandebringt wie diesen Dreier von der Mittellinie.
Aber bei aller Wichtigkeit: Die Spurs sind nicht abhängig von Wemby, viele Spieler können ebenfalls übernehmen,auch gegen die immer noch beste Verteidigung der Welt.
Ausblick
Wie gesagt: Ich halte die Serie jetzt völlig offen. Fast wundern würde es mich, wenn es nicht zu einem 7. Spiel käme. Für die Thunder spricht, dass manche Spieler noch weit unter ihren Möglichkeiten geblieben sind und die Erfahrung des Titelverteidigers, der im vergangenen Jahr zwei ganz heikle Serien gegen die Denver Nuggets und die Indiana Pacers überstanden hat. Für die Spurs spricht der Umstand, dass sie letztl.ich ohne Druck spielen, weil niemand jetzt schn ernstajhaft Titel verlangt.
Viel hängt von der Linie der Refs ab, nämlich wie sie die Dauer-Behinderung von Wembanyama ahnden, gerade wenn er noch nicht am Ball ist.
Ansetzungen
Mi., 02:30: Thunder – Spurs
Fr., 02:30: Spurs – Thunder
So., 02:00: Thunder – Spurs (wenn nötig)
von Münchner Löwe | Mai 22, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
New York Knicks – Cleveland Cavaliers 108:93 (2:0)
Zur Pause durften die Cavaliers noch auf eine Überraschung und den für sie so wichtigen Auswärtssieg hoffen. Nur 2 Punkte Rückstand hatten sie da (49:51), vor allem aber war der ansonsten tobende Madison Square Garden fast schon dröhnend still. Doch ein erneut unfassbarer 18:0-Lauf der Knicks anfangs des 3. Viertels schuf klare Verhältnisse und ließ den Lärmpegel anschwellen. 5 Minuten des Grauens, in denen den Knicks fast alles und den Cavs überhaupt nichts gelang. Zwar kamen die Gäste sogar wieder etwas heran, doch in echte Gefahr geriet New York nicht mehr. Sie fahren jetzt mit einem beruhigenden 2:0-Vorsprung nach Ohio, zudem voller Selbstvertrauen nach nunmehr 9 Play-off-Siegen in Folge.
Bester der Sieger
Josh Hart: Wahrscheinlich für alle Beobachter und Beteiligte ein sehr unwahrscheinlicher Held. 26 Punkte legte er auf, dazu servierte er 7 Assists und war gewohnt bissig in der Verteidigung. Endlich traf er auch seine Dreier vorzüglich (5 von 11) und machte damit die Taktik der Cavs zunichte, die ihn nur zu gern aus der Distanz werfen ließen, weil er zuletzt so gar nichts traf.
Stark beim Verlierer
Donovan Mitchell: Zumindest mit Abstrichen, denn in den 5 Horrorminuten war auch er auf dem Parkett. Wehrte sich abe nach Kräften, obwohl er angeschlagen schien (konkrete Bulletins sind natürlich nicht zu erfahren vom Team). Immerhin 26 Punkte, allerdings nur 1 Assist. Diesb ezüglich haben die Knicks ihre Lehren aus Spiel 1 gezogen.
X-Faktor
Clevelands Dreier: Während Josh Hart für die Kncks überraschend gut traf, war die Quote der Gäste verheerend (25 Prozent). Vor allem ihr Spezialist in dieser Disziplin. Sam Merrill, versiebte alle 7 seiner Versuche (6 allein in de 1. Hälfte, danach hatte er offensichtlich die Lust an dieser Übung verloren). Nicht viel besser der zweite vermeintliche Scharfschütze Max Strus (1 von 4).
Zahlereien
Nur 14 Ballverluste gab es (6 de Knicks, 8 der Cavs). Außergewöhnlich gutes Aufpassen aufs Spielgerät. Zum Vergleich: Beim ersten Aufeinandertreffen waren es insgesamt 40 (!), also fünfmal so viele.
🇩🇪👓
Dennis Schröder werkelte und arbeitete, aber weder effektiv und auch nicht effizient. 4 magere Pünktchen, weil sein Distanzwurf weiter nicht funktioniert und er sich am Korb gegen die New Yorker Riesen nicht durchsetzen kann.
Ausblick
Viel spricht jetzt für New York. Doch Cleveland ist heimstark, kompensierte auch gegen die Detroit Pistons in der 2. Runde in eigener Halle einen 0:2-Rückstand und gewann letztlich die Serie. Sam Merrill wird nicht noch einmal so furchtbar werfen, und vielleicht gelingt es dem Team sogar, dass es ohne einen minutenlangen Totaleinbruch auskommt. Zweimal war man mehr oder weniger gleichwertig, ja teilweise überlegen, zweimal schmiss man die Partie wegen katastrophaler Minuten weg.
Ansetzungen
Sa., 02:30: Spurs – Thunder (1:1)
Die Spurs bangen um den Einsatz von Spielmacher Dylan Harper (Adduktoren), dessen Einsatz „fraglich“ ist. De’Aaron Fox (Knöchel) dürfte erneut ausfallen.
So., 02:00: Cavaliers – Knicks (0:2)
Mo., 02:00: Spurs – Thunder
Di., 02:30: Cavaliers – Knicks
von Münchner Löwe | Mai 21, 2026 | basketball, NBA
Oklahoma City Thunder – San Antonio Spurs 122:113 (1:1)
Die Thunder von Beginn an bissiger und griffiger, aber lange konnten sich die Spurs erfolgreich wehren. Das Ganze glich einem Hase-und Igel-Spiel. Mehrfach zogen die Thunder auf 10 Punkte und mehr davon, mehrfach kamen die Spurs heran. Aber eben immer nur heran, nie vorbei: fast schien es, als trieben die Thunder ein böses Spiel (natürlich nicht). Vielmehr zeugt es von der großen Klasse der Texaner mit ihrem außergewöhnlichen Potenzial.
Die Partie war von enormen Tempo geprägt, was sich allerdings nachteilig auf die Qualität und vor allem Genauigkeit des Ballvortrags auswirkte. Viele erratische Entschedungen, viele Ballverluste auf beiden Seiten
Die Entscheidung dann im 4. Viertel, als die Thunder mehr zuzusetzen hatten und die Gäste nach dem Ausfall von De’Aaron Fox auch das Fehlen von Dylan Harper verkraften mussten. Zwei Spielmacher mit gutem Ballvortrag fehlten also gegen diese abwehrstarken und aggressive Defense, das konnte nicht gutgehen und das ging nicht gut. So konnten die frenetischen Fans den elementar wichtigen Erfolg bejubeln.
Bester der Sieger
Shai Gilgeous Alexander: 30 Punkte hatte er am Ende und 9 Assists. Standesgemäß für den MvP, und doch war der Kanadier nicht ohne Schwächen. Etwa bei den Dreiern (0 von 5). Aber dieser SGA, gerade wenn er so mannschaftsdienlich agiert, dürfte die härteste Nuss sein, die es seitens der Spurs zu knacken gibt.
Stark beim Verlierer
Stephon Castle: 25 Punkte und 8 Assists, das sind glänzende Zahlen. Der „nur“ 1,98 ;eter große Guard sorgte mit einem spektakulärem Dunk über die Thunder-Riesen hinweg für die monumentale Szene des Spiels. Zur Wahrheit gehören aber leider auch gleich 9 Ballverluste.
Wemby-Watch: Nicht ganz so auffällig wie in Spiel 1, nicht ganz so dominant wie in Spiel 1. Eine eher irdische Leistung (auf sehr hohem Niveau) mit 21 Punkten, 17 Rebounds (davon zwei spektakuläre Tip-Dunks), 6 Assists und 4 Blocks. Wirkte am Ende ebenfalls etwas angeschlagen.
X-Faktoren
Thunder-Bank: Gleich 4 Spieler, die zunächst nur Ersatz waren, punkteten zweistellig. Der beste von ihnen war wieder Alex Caruso mit 17 Punkten, dazu wie immer der besonders vortreffliche Verteidiger dieser extrem lästigen Defense.
Zahlereien
34 Assists (Vorlage zum direkten Korberfolg) bei den Thunder, Ausdruck eines deutlich verbesserten Zusammenspiels. In der ersten Partie waren es trotz zweier Verlängerungen und 10 Minurten mehr Spielzeit nur 25. Jeder kann jeden bedienen, jeder kann werfen (außer Hartenstein Dreier), das macht das Ganze für den Gegner zu schlecht ausrechenbar.
23 Ballverluste der Spurs – das ist einfach zu viel. Geschuldet der enorm starken Verteidigung. Gerade Castle (9 Turnover) muss einfach besser auf den Ball aufpassen.
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein hätte ich auch als X-Faktor benennen können. Viel aktiver als in Spiel 1, gerade in der entscheidnen Schlussphase mit mehreren ganz starken Offensiv-Rebounds. Am Ende zweistellige Werte bei Punkten und Rebounds (10/13). Wurde auf Wembanyama angesetzt, und machte seine Sache auch in dieser Beziehung mehr als ordentlich. Wahrscheinlich die beste Leistung des deutschen Centers in den diesjährigen Play-offs.
Ausblick
Die Serie geht jetzt nach San Antonio, und trotz des Reisetages ohne größere Unterbrechung. Sehr wichtig wird sein, o und in welchem Zustand die Angeschlagenen zurückkommen. Sollte bei den Spurs neben De’Andre Fox auch Dylan Harper ausfallen, wäre das eine mittlere Katastrophe (ja, ich weiß, es geht um Sport). Gerade der ballsichere Harper wäre als Aufbauspieler elementar wichtig und kaum ersetzbar. Die Thunder haben schon in den ersten Runden bewiesen, dass sie den Asufall von Jalen Williams verkraften, Ajaj Mitchell stünde bereit.
Ansetzungen
Fr., 02:00: Knicks – Cavaliers (1:0)
Sa., 02:30: Spurs – Thunder (1:1)
So., 02:00: Cavaliers – Knicks
Mo., 02:30: Spurs – Thunder
Anmerkung in eigener Sache. Über Pfingsten bin ich nicht in München, sondern in einem Bauernhaus ohne WLAN. Morgen wirds noch einen Spielbericht geben, dann erst wieder am Dienstag.
von Münchner Löwe | Mai 19, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Oklahoma City Thunder – San Antonio Spurs 115:122 2OT (0:1)
Vorweg: Ich kann und will nicht auf alle Aspekte des Spiels eingehen, sonst wirds uferlos.
Was für ein Kampf auf Biegen und Brechen! Was für ein Thriller mit 2 Verlöngerungen! Wa sfür ein Matchwinner mit einer fast epochelen Leistung! Die erste Partie zwischen den Thunder und den Spurs hat die ohnehin schon hohen Erwartungen weit übertroffen. Vielleicht ist es der Auftakt einer epochalen Serie. Nach 2 Verlängerungen und 58 Minuten hatten die Spurs schlicht mehr zuzusetzen und sicherten sich in der Fremde den Sieg.
Erstaunlich deswegen, weil sie das viel unerfahrenere Team sind, das aber sogar in der 2. Verlängerung die Nerven behielt und eben nicht Fehler machten, die junge Spieler gerne machen in heiklen Phasen – vor allem auswärts gegen ein infernalisch lärmendes Publikum.
Erstaunlich auch, weil der Spielverlauf und das berühmt-berüchtigte Momentum gegen sie sprach. Sie lagen eigentlich die gesamte Partie vorn (mit bis zu 10 Punkten) und mussten doch in einem furiosen Endspurt die Thunder herankommen lassen.
Aber natürlich aben sie mit Victor Wembanyama einen außergewöhnichen Spieler, der Außergewöhnliches leistet. Wie eben 25 Sekunden vor Schluss einen elementar wichtigen Wurf 2 Meter hinter der Dreipunkte-Linie ohne Wackler ins Ziel zum Ausgleich. Oder einen ikonischen Block in der 2. Verlängerung fabriziert (außergewöhnlich toll eingefangen von den Kameras).
Bester der Sieger
Victor Wembanyama: Allein die Statline ist furchterregend: 41 Punkte, 24 Rebounds, davon 9 am offensiven Brett. Dazu noch je 3 Assists und 3 Blocks. Doch noch viel mehr als diese Zahlen beeindruckte mich sein unglaubliches Defensivspiel. Wenn er mit seinen 2,21 Metern und riesiger Spannweite auf dem Parkett ist, verändert sich das ganze Offensiv-Spiel des Gegners. Die Würfe werden komplizierter und weniger treffsicher. Der Respekt ist verständlicherweise enorm, und das verursacht Fehler.
Man darf ja nie vergessen: Der Kerl ist erst 21 Jahre alt und spielt seine erste Play-off-Saison, somit also sein erstes Conference Finale. Wo soll das noch hinführen?
Stark beim Verlierer
Alex Caruso: Allein seine Dreier hileten die Thunder in der 1. Halbzeit im Spiel (4 von 7 in der 1. Halbzeit). In der Defensive ist er ohnehin ein Biest, jederzeit auf einen Steal aus. Am Ende war er mit 31 Punkten Top-Scorer seines Teams, das hatten wohl die wenigsten Experten auf dem Zettel
X-Faktoren
Dylan Harper: Der Rookie im Spurs-Dress legte eine fulminante Leistung hin. Nicht nur wegen seiner 24 Punkte. Der Spielmacher behielt auch feindlicher Atmosphäre stets den Überblick und verlor trotz der ihn dauernd bedrängenden Verteidiger nur einmal den Ball (durch einen Fangfehler). Die Spurs wurden häufig kritisiert, dass sie 2025 ihren Nummer-2-Pick für Harpe verwendet hatten, jetzt ahnen wir, was sich die Tamführung davon versprochen hat.
Spurs-Verteidigung gegen den MvP : 3 Viertel trat Shai Gilgeous-Alexander überhaupt nicht in Erscheinung hatte nur 10 Punkte erzielt. Im 4. Viertel drehte er auf, ermöglichte mit seinen 12 Zählern die Verlängerungen. Alle dachten, dass er die Spurs-Verteidigung decodeirt hätte, doch gerade in den 10 Minuten der Verlängerung blieb er weit unter seinen Möglichkeiten, und es war dann sein Ballverlust, der die Entscheidung für die Spurs herbeiführte.
Zahlereien:
93 Prozent der Spurs-Frewürfe landeten im Ziel (27/29), ein außergewöhnlich hoher Wert gerade in so einem nervenaufreibenden Spiel. In den 2 Verlängerungen blieben die Spurs sogar fehlerlos. Wemby und Harper verwandeten je 3 Versuche.
11 Ballverluste leistete sich Stephon Castle von den Spurs. Zur Entschuldigung sollte ich ergänzen, gegen ein dauern attackierendes Thunder-Team. Wie wertvoll der Spielmacher trotzdem ist, zeigen die 11 Assists.
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein hatte nicht den besten Tag. Nur gut 12 Minuten stand der Center auf dem Feld, und diese 12 Minuten liefen sowohl defensiv als auch offensiv ziemlich am Center vorbei. Hier dürfte Trainer Marc Daigenault für die nächsten Spiele ansetzen, um den Deutschen jeweils besser zu integrieren.
Ausblick
Die Spurs haben das erste Spiel gewonnen. Wichtig für den Kopf, dass sie diese insgesamt überlegen geführte Partie tatsächlich heimbekommen haben. Doch diese Serie ist noch längst nicht entschieden. gerade die Thunder haben noch einige Möglichkeiten im Kader. So dürfte der in den ersten Runden so glänzende Ajaj Mitchell wieder eine gewichtigere Rolle bekommen (Daigenault vertraute lieber dem wiedergenesenen Jayson Williams, der auch stark anfing, aber doch recht deutlich nachließ).
Bei den Spurs bleibt abzuwarten, ob der wegen einer Knöchslverletzung pausierende De’Aaron Fox zurückkehrt.
Auf die neutralen Basketball-Freunde warten Festspiele, und Fans der jeweiligen Teams werden noch viel Grund zum Zittern haben.
Ansetzungen:
Mi., 02:00: Knicks – Cavaliers (0:0)
Auftakt der Conference Series im Osten. Die Knicks wieder mit OJ Amunoby gelten fürs Spiel und für die Serie als ziemlich klarer Favorit. Für die Knicks spricht zumindest für Spiel 1, dass sie sich eine Woche ausruhen konngten, während die Cavaliers noch am Sonntag das 7. Spiel der 2. Runde in Detroit bestreiten mussten.
Do., 02:30: Thunder – Spurs (0:1)
von Münchner Löwe | Mai 18, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Detroit Pistons – CLEVELAND CAVALIERS 94:125 (Endstand: 3:4)
Das hatten sich die Pistons ganz anders vorgestellt. Anstatt in eigener Halle den Einzug ins Conference Final klarzumachen, elebten sie ein Debakel von historischem Ausmaß. So werden sie nur Zuschaer sein, wenn sich im Osten die Cleveland Cavaliers mit den New york Knicks duellieren.
Von Beginn an dominierten die Cavs. Angeführt von einem diesmal bestens aufgelegten Donovan Mitchel zelegten diese die Pistons in ihre Einzelteile. Kein Mittel fand Detroit gegen den klassischen Spielzug. Mitchell oder James Harden drangen in die Zone ein und bedienten die Big Men Jarrett Allen oder Evan Mobley unterm Korb, die per Dunk vollendeten. Wenn die Mitte dicht war, passten sie nach außen, wo Sam Merrill geradezu traumwandlerisch seine Dreier versenkte.
Nach dem 1. Viertel stand es 31:22 für die Cavs, zur Pause schon 64:27; das war bereits die Entscheidung; auch weil Pistons-Starspieler Cade Cunningham einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte.
Teilweise wurde die hochgelobte Pistons-Abwehr regelrecht in die Bestandteiele zerlegt. Einzig die Dreier von Duncan Robinson hielten die Gastgeber noch einigermaßen im Spiel – und eine furchtbare Freiwurfquote von Cleveland, die in den ersten drei Vierteln nur 22 von 35 Versuche verwandelten.
Bester der Sieger
Donovan Mitchell: In glänzender Spiellaune. Zuerst als toller Passgeber und ziemlich schnell auch als Punktesammler. Nie fanden die Pistons ein Mittel gegen ihn. Am Ende hatte er 26 Punkte, 7 Rebounds und acht Assists. Das alles ohne einen einzigen Ballverlust!
Stark trotz der Niederlage
Dariss Jenkins: der einzige der Starting Five, der sich wehrte und der auch ablieferte mit 17 Punkte. Duncan Robinson von der Bank verwandelte zwar 3 von 4 Dreiern, wurde aber zu wenig eingsetzt von den Kollegen.
X-Faktoren
Ausgeglichenheit der Cavs: Gleich vier Spieler hatten 20+ Punkte. Extreme Variabilität. Mich verwunderte vor allem die Überlegenheit, unterm Korb gegen die Pistons-Riesen Duren und Thompsen, die Offensiv-Rebounds ermöglichten immer wieder eine zweite Wurfchance.
Sam Merrill: Seine Dreier in der 1. Halbzeit(4 von 6) machten den Weg erst so richtig frei.
Cade Cunningham (negativ): Ein komplett gebrauchter Tag. Von Beginn an mit Fehlern, ungenauen Zuspielen und eine gruseligen Wurfquote (. 13 Punkte sammelte er nur, sein Play-off-Schnitt lag zuvor bei 29.
Und es gab niemanden, der vür ihn einspringen konnte, das Manko des zweiten ganz starken Mannes kam hier zum Tragen.
Zahlereien
Je 85 Wurfversuche hatten die Teams: die Cavs trafen 43, die Pistons 30.
Vor allem die Diskrepanz bei den Zweiern war entscheidend. Cavs 62 Prozent, dort Pistons 39 Prozent.
63,6 Prozent der Cavs-Freiwürfe (28 von 44). Unfassbar schwach für dieses Niveau (und mit Sicherheit ein Thema für die Trainer).
1. Heimniederlage der Pistons in einem Spiel 7 in Play-offs (bisher: 5:0)
🇩🇪👓
Dennis Schröder kam 18 Minuten zum Einsatz. Der Weltmeister blieb unauffällig mit 2 Punkten, und je 3 Assists und Rebounds.
Ausblick der Sieger
Die Cavs treffen jetzt auf die New York Knicks, müssen dabei als Außenseiter gelten. Zu un tetschiedlich sind die Leistungen. Spielen sie allerdings auf dem Niveau vom Sonntag, kann das eine extrem spannende Serie werden. Zumal ein der diesmal sehr unauffällige James Harden zum Trumpf werden kann.
Und die Verlierer?
Den Pistons bleibt der Trost, dasss sie die reguläre Saison als bestes Ost-Team absolviert haben erstmals seit Jahren wieder eine Play-off-Serie gewonnen haben. Potenzial ist also vorhanden, viele der hauptverantwortlichen Spiler sind alle noch jung. Sie werden in de Off-Season alles dafür tun, einen Top-Mann neben Cade Cunningham zu installieren.
Ein großes Fragezeichen steht hinter der Zukunft von Jaren Duren. Der Center enttäuschte insgesamt bei den Play-offs, zeigte aber während der Saison, was für ein toller und auch entscheidender Spieler er sein kann. Er wird sehr viel Geld verlangen (ca. 40 Millionen Dollar im Jahr stehen im Raum), ob die Pistons sich darauf einlassen, dürfte eines der Hauptthemen in den nächsten Wochen und Monaten sein.
Ansetzungen
Die Conference Finals stehen fest. Im Westen Oklahoma City Thunder gegen San Antonio Spurs, im Osten New York Knicks gegen Cleveland Cavaliers. Die Ost-Serie überträgt in Deutschland Amazon Prime, die Partien des Westens laufen bei Sky (Streaming: wow)
Western Conference
Di., 02:30: Thunder – Spurs
Do., 02:30: Thunder – Spurs
Sa., 02:30: Spurs – Thunder
Mo., 02:00: Spurs – Thunder
Mi., 02:30: Thunder – Spurs *
Fr., 02:30: Spurs – Thunder *
So., 02:00: Thunder – Spurs *
+ wenn nötig
Eastern Conference
Mi., 02:00: Knicks – Cavaliers
Fr., 02:00: Knicks – Cavaliers
So., 02:00: Cavaliers – Knicks
Di., 02:00: Cavaliers – Knicks
Do., 02:00: Knicks – Cavaliers *
Sa., 02:00: Cavaliers – Knicks *
Mo., 02:00: Knicks – Cavaliers *
* wenn nötig
Kleine Vorausschau: Die NBA Finals beginnen in der Nacht zum 4. Juni. Dann gibt es alle Spiele bei Prime
von Münchner Löwe | Mai 16, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Die Spurs sind bereit für den Titelverteidiger. In beeindruckender Weise gewannen sie Spiel 6 bei den Minnesota Tumberwolves und zogen ins Conference Finale ein, wo Titelverteidiger Oklahoma City Thunder wartet. Dagegen erwangen die Detroit Pistons ein Spiel 7 gegen die Cleveland Cavaliers.
Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 94:115 (3:3)
Nach der ersten ausgeglichenen Hälfte entschied der starke Beginn des 3. Viertels die Partie zu Gunsten der Piston. Da zogen sie auf 13 Punkte davon, ein Vorsprung, den die Cavs trotz aller Bemühungen nicht mehr kpompensieren können. Zu viele Ausfälle hatten sie im Team, angefangen bei Starspieler Donovan Mitchell (Wurfquote: 30 Prozent) über Dennis Schröder (0 Punkrte, aber drei Ballverluste) bis hin zu James Harden, der zwar 23 Punkte auflegte, aber gleich für 8 Turnovers verantwortlich zeichnete.
Die Pistons dagegen zeigten sich in der Verteidigung extrem aggressiv. Sie sind Spezialisten, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Schon gegen die Orlando Magic gewannen sie nach 1:3-Rückstand. Die Bilanz bei sogenannten Elimation Games: 4:0, davon 2 Siege auswärts.
Bester der Sieger
Cade Cunningham: Torpscorer. it 21 Punkte, dazu 8 Assists und sehr wertvoll in der Verteidigung. Diesmal war er eben nicht Alleinuunterhalter, hatte wertvolle Unterstürung (sieh X-Faktoren(.
Stark trotz der Niederlage
Keiner konnte wirklich überzeugen. James Harden war trotz seiner 23 Punkte sehr fehlerhaft.
X-Faktoren
Die Cavs-Bank und hier insbesondere Scharfschütze Duncan Robinson (4/7 Dreier) und Paul Reed (17 Punkte). Die dringend benötigte Hilfe in solchen Partien.
Jalen Duren: Der Pistons-Center musste in diesen Play-offs sehr viel Kritik einstecken. Zu recht, denn er blieb weit hinter den Leistungen der regulären Saison zurück. Am Freitag betrieb er etwas Wiedergutmachung. 15 Punkte und 11 Rebounds sammelte er, sicher noch nicht weltbewegende Stats, aber der Gesamteindruck war so viel besser als zuletzt.
Donovan Mitchell (negativ): Es wäre natürlich unfair, die Niederlage allein an dem Spielmacher der Cavs festzumachen. Aber er selbst wird über seine schwache Leistung selbst am meisten enttäuscht sein. Nie kam er in den Flow, der ihn unwiderstehlich macht, gerade in eigener Hallte (ich denke an die Rekord-Halbzeit in Spiel 4).
Zahlereien
37 Ballverluste (17 Pistons, 20 Cavs) sind ein Ausdruck einerseits von guter Abwehr, andrerseits von extrem unaufmerksamen Spielgestaltern. Was da an Bällen vewrplempert wurden, war teilweise atemberaubend.
🇩🇪👓
Dennis Schröder hatte einen rabenschwarzen Tag. Dreimal verlor er im 1. Viertel fast läppisch den Ball, keiner seiner 4 Wurfvesuche landete im Korb. Coach Kenny Atkinson hatte ein Einsehen und ließ den Deutschen weitestgehend viel länger auf der Bank als üblich (nur 15 Minuten Spielzeit)
Ausblick
Der Showdown am Sonntag Spiel mit 7 in Detroit. Beide Teams haben in der 1. Runde ihr 7. Spiel gewonnen. Die Pistons haben wieder Oberwasser, die Cavs müssen hoffen, dass die Stars, aber auch die Ergänzungsspieler ihre Form wiederfinden.
Minnesota Timberwolves – SAN ANTONIO SPURS 109:139 (Endstand: 2:4)
Eine extrem reife Leistung dieses jungen Teams. Bis auf eine Schwächephase im 2. Viertel, als die Wolves den Rückstand von 29 auf 13 Punkte reduzierten, hatten die Texander das Geschehen unter Kontrolle. Variabel im Angriff und stark in der Defense präsentierten sie sich.
Bester der Sieger
Stephon Castle: Eine fast makellose Leistung mit 32 Punkten und 11 Rebounds. Man darf ja nie vergessen, dass auch dieser Spielmacher erst 21 jahre alt ist, wo soll das nur hinführen? Von Beginn an bestens aufgelegt (3/3 Dreier im 1. Viertel) war er wesentlich daran beteiligt, dass die Spurs sich schnell einen zweistelligen Vorsprung erarbeiteten, den sie nach und nach ausbauten.
Stark trotz der Niederlage
Anthony Edwards: Der Initiator der Aufholjagd, als er seine Knieschmerzen ignorierte und 11 seiner insgesamt 24 Punkte sammelte. Er war erkennbar nicht bei 100 Prozent, und im Team gab es zu wenige Spieler, die für ihn einsprangen. Am ehesten noch Terrence Shannon und Naz Reed.
X-Faktoren
De’Aaron Fox: Er ist ja auch erst 28 Jahre alt, aber damit der Erfahrenste der Satarting Five. Wchts zunehmend in die Rolle der starken Ergänzung, geht mit Mut in die Verteidigung. So springen dann halt 21 Punkte und 9 Assists raus.
Ausfälle der Wolves: An erster Stelle seinen hier Julian Randle und Rudy Gobert genannt. Randle stand fast komplett neben sich (3 Punkte 1/8 Wüerfolgreiche Würfe). Viel zu wenig für den Co-Star des Teams, der ja auch dementsprechend bezahlt wird. Rudy Gobert war defensiv überfordert gegen die schnellen Spurs-Angreifer, und offensiv war der Franzose überhaupt kein Faktor (0 Punkte, 0 Assists, 1 Offensiv-Rebound).
Zahlereien
29 Rebounds sammelten die Wolves, 60 die Spurs! Das Verhalten der Gastgeber unter den Körben war unwürdig für Play-offs. Und das lag nicht am Spurs-Riesen Victor Wembanyama, der „nur“ 6 Abpraller schnappte.
Ausblick der Sieger
Die Spurs treffen nun auf den Titelverteidiger, das wird eine ungleich schwierigere Aufgabe. Mut macht die Saison-Bilanz gegen die Thunder, 4 der 5 Partien gewannen die Spurs. Ein Muster ohne Wert oder doch ein kleiner Hinweis, dass es für OKC nicht so einfach wird.
Das Schöne für San Antonio: Sie stehen erst ganz am Anfang ihrer Entwicklung, der Zenith wird erst in 2, 3 jahren erwartet. Avber wenn sich die Chance jetzt schon ergibt, man wäre bereit …
Und die Verlierer?
Müssen sich damit trösten, dass sie erneut überraschend eine Play-off-Runde gewonnen haben gegen die Denver Nuggets (also ist die Überraschung keine Überraschung mehr). Ihr Bester war sichtlich nicht in Top-form, und doch reichte es für eine spannende Serie. Ob in dieser Konstellation mehr drin ist, erscheint mir zweifelhaft: Da müsste offensiv doch einiges passieren, denn Randle und Gobert sind doch arg limitiert.
Ansetzungen
Mo., 02:00: Pistons – Cavaliers (3:3)
Schade, kein Sonntags-Primetime-Spiel für Europa
Di., 02:30: Thunder – Spurs (0:0)
Beginn der Conference Finals. Alle Experten gehen davon aus, dass der Sieger dieser Serie auch dienFinals gewinnt.
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