Blick über den Teich, NBA

 

Die Spurs sind bereit für den Titelverteidiger. In beeindruckender Weise gewannen sie Spiel 6 bei den Minnesota Tumberwolves und zogen ins Conference Finale ein, wo Titelverteidiger Oklahoma City Thunder wartet. Dagegen erwangen die Detroit Pistons ein Spiel 7 gegen die Cleveland Cavaliers.

 

Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 94:115 (3:3)

 

Nach der ersten ausgeglichenen Hälfte entschied der starke Beginn des 3. Viertels die Partie zu Gunsten der Piston. Da zogen sie auf 13 Punkte davon, ein Vorsprung, den die Cavs trotz aller Bemühungen nicht mehr kpompensieren können. Zu viele Ausfälle hatten sie im Team, angefangen bei Starspieler Donovan Mitchell (Wurfquote: 30 Prozent) über Dennis Schröder (0 Punkrte, aber drei Ballverluste) bis hin zu James Harden, der zwar 23 Punkte auflegte, aber gleich für 8 Turnovers verantwortlich zeichnete.
Die Pistons dagegen zeigten sich in der Verteidigung extrem aggressiv. Sie sind Spezialisten, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Schon gegen die Orlando Magic gewannen sie nach 1:3-Rückstand. Die Bilanz bei sogenannten Elimation Games: 4:0, davon 2 Siege auswärts.

 

Bester der Sieger

 

Cade Cunningham: Torpscorer. it 21 Punkte, dazu 8 Assists und sehr wertvoll in der Verteidigung. Diesmal war er eben nicht Alleinuunterhalter, hatte wertvolle Unterstürung (sieh X-Faktoren(.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Keiner konnte wirklich überzeugen. James Harden war trotz seiner 23 Punkte sehr fehlerhaft.

 

X-Faktoren

 

Die Cavs-Bank und hier insbesondere Scharfschütze Duncan Robinson (4/7 Dreier) und Paul Reed (17 Punkte). Die dringend benötigte Hilfe in solchen Partien.

Jalen Duren: Der Pistons-Center musste in diesen Play-offs sehr viel Kritik einstecken. Zu recht, denn er blieb weit hinter den Leistungen der regulären Saison zurück. Am Freitag betrieb er etwas Wiedergutmachung. 15 Punkte und 11 Rebounds sammelte er, sicher noch nicht weltbewegende Stats, aber der Gesamteindruck war so viel besser als zuletzt.

Donovan Mitchell (negativ): Es wäre natürlich unfair, die Niederlage allein an dem Spielmacher der Cavs festzumachen. Aber er selbst wird über seine schwache Leistung selbst am meisten enttäuscht sein. Nie kam er in den Flow, der ihn unwiderstehlich macht, gerade in eigener Hallte (ich denke an die Rekord-Halbzeit in Spiel 4).

 

Zahlereien

 

37 Ballverluste (17 Pistons, 20 Cavs) sind ein Ausdruck einerseits von guter Abwehr, andrerseits von extrem unaufmerksamen Spielgestaltern. Was da an Bällen vewrplempert wurden, war teilweise atemberaubend.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder hatte einen rabenschwarzen Tag. Dreimal verlor er im 1. Viertel fast läppisch den Ball, keiner seiner 4 Wurfvesuche landete im Korb. Coach Kenny Atkinson hatte ein Einsehen und ließ den Deutschen weitestgehend viel länger auf der Bank als üblich (nur 15 Minuten Spielzeit)

 

Ausblick

 

Der Showdown am Sonntag Spiel mit 7 in Detroit. Beide Teams haben in der 1. Runde ihr  7. Spiel gewonnen. Die Pistons haben wieder Oberwasser, die Cavs müssen hoffen, dass die Stars, aber auch die Ergänzungsspieler ihre Form wiederfinden.

 

Minnesota Timberwolves – SAN ANTONIO SPURS 109:139 (Endstand: 2:4)

 

Eine extrem reife Leistung dieses jungen Teams. Bis auf eine Schwächephase im 2. Viertel, als die Wolves den Rückstand von 29 auf 13 Punkte reduzierten, hatten die Texander das Geschehen unter Kontrolle. Variabel im Angriff und stark in der Defense präsentierten sie sich.

 

Bester der Sieger

 

Stephon Castle: Eine fast makellose Leistung mit 32 Punkten und 11 Rebounds. Man darf ja nie vergessen, dass auch dieser Spielmacher erst 21 jahre alt ist, wo soll das nur hinführen? Von Beginn an bestens aufgelegt (3/3 Dreier im 1. Viertel) war er wesentlich daran beteiligt, dass die Spurs sich schnell einen zweistelligen Vorsprung erarbeiteten, den sie nach und nach ausbauten.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Anthony Edwards: Der Initiator der Aufholjagd, als er seine Knieschmerzen ignorierte und 11 seiner insgesamt 24 Punkte sammelte. Er war erkennbar nicht bei 100 Prozent, und im Team gab es zu wenige Spieler, die für ihn einsprangen. Am ehesten noch Terrence Shannon und Naz Reed.

 

X-Faktoren

 

De’Aaron Fox: Er ist ja auch erst 28 Jahre alt, aber damit der Erfahrenste der Satarting Five. Wchts zunehmend in die Rolle der starken Ergänzung, geht mit Mut in die Verteidigung. So springen dann halt 21 Punkte und 9 Assists raus.

Ausfälle der Wolves: An erster Stelle seinen hier Julian Randle und Rudy Gobert genannt. Randle stand fast komplett neben sich (3 Punkte 1/8 Wüerfolgreiche Würfe). Viel zu wenig für den Co-Star des Teams, der ja auch dementsprechend bezahlt wird. Rudy Gobert war defensiv überfordert gegen die schnellen Spurs-Angreifer, und offensiv war der Franzose überhaupt kein Faktor (0 Punkte, 0 Assists, 1 Offensiv-Rebound).

 

Zahlereien

 

29 Rebounds sammelten die Wolves, 60 die Spurs! Das Verhalten der Gastgeber unter den Körben war unwürdig für Play-offs. Und das lag nicht am Spurs-Riesen Victor Wembanyama, der „nur“ 6 Abpraller schnappte.

 

Ausblick der Sieger

 

Die Spurs treffen nun auf den Titelverteidiger, das wird eine ungleich schwierigere Aufgabe. Mut macht die Saison-Bilanz gegen die Thunder, 4 der 5 Partien gewannen die Spurs. Ein Muster ohne Wert oder doch ein kleiner Hinweis, dass es für OKC nicht so einfach wird.
Das Schöne für San Antonio: Sie stehen erst ganz am Anfang ihrer Entwicklung, der Zenith wird erst in 2, 3 jahren erwartet. Avber wenn sich die Chance jetzt schon ergibt, man wäre bereit …

 

Und die Verlierer?

 

Müssen sich damit trösten, dass sie erneut überraschend eine Play-off-Runde gewonnen haben gegen die Denver Nuggets (also ist die Überraschung keine Überraschung mehr). Ihr Bester war sichtlich nicht in Top-form, und doch reichte es für eine spannende Serie. Ob in dieser Konstellation mehr drin ist, erscheint mir zweifelhaft: Da müsste offensiv doch einiges passieren, denn Randle und Gobert sind doch arg limitiert.

 

Ansetzungen

 

Mo., 02:00: Pistons – Cavaliers (3:3)
Schade, kein Sonntags-Primetime-Spiel für Europa

Di., 02:30: Thunder – Spurs (0:0)
Beginn der Conference Finals. Alle Experten gehen davon aus, dass der Sieger dieser Serie auch dienFinals gewinnt.