Blick über den Teich, NBA
Die Knicks und die Thunder sind schon im jeweiligen Conference Finale. Sie können jetzt in Ruhe abwarten wie sich im Osten die Pistons mit den Cavs und im Westen die Spurs mit den Timbefrwolves duellieren.
EASTERN CONFERENCE
Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 112:103 (2:2)
Die Heimsiegserie der Cavaliers geht weiter. Möglich gemacht hat es eine extreme Steigerung der Cavs undihrem Spielmacher Donovan Mitchell. Zur Pause stand es noch 56:52 für die Pistons, danach schafften die Gastgeber 22 Punkte in Folge – Franchise Rekord in einem Play-off-Spiel. Hauptverantworltich für den Aufschwung war Donovan Mitchell: Vor dem Seitenwechsel extrem blass, dann mit einer Leistungsexplosion. Mit 39 Punkten in einer Halbzeit stellte er einen NBA-Rekord ein.
Bester der Sieger
Donovan Mitchell: Am Ende waren es 43 Punkte, die der Spielmacher auflegte. Wie geschrieben: 39 Zähler in einer Hälfte sind Rekord in der NBA in einem Play-off-Spiel. Allein 21 gelangen ihm im 3. Viertel, Rekord für die Cavs.
In der ersten Hälfte war es vornehmlich James Harden, der mit 15 Punkten (11 im ersten Viertel) die Cavs im Spiel hielt.
Stark beim Verlierer
Charles le Vert: Ein unglaubliches Spiel des ehemaligen Cavs-Profis. Von der Bank kommend übernahm er viel Verantwortung und legte in der ersten Hälfte 17 Punkte auf. Letztlich war er mit 24 Punkten Top-Scorer.
X-Faktoren
Negativ Cade Cunningham: Der Starspieler der Pistons wehrte sich überhaupt nicht, als die Cavs Punkt um Punkt davonzogen. 0 Punkte in einem Viertel bei nur 2 Wurfversuchen, dafür 3 Ballverluste – fast unwürdig für den Top-Mann des Teams.
Zahlereien
8 Punkte sammelte Mitchell hintereinander anfangs des 3. Viertels. Am Ende waren es in diesem Durchgang 22Punkte und in der 2. Hälfte 39 Punkte. Rekordverdächtig.
22:0 Punkte der Cavs zu Beginn des 3. Viertels. In diesem Zeitraum 9 von 11 Würfen im Ziel, bei den Pistons 0 von 8.
🇩🇪👓
Dennis Schröder hatte eine durchschnittliche Partie mit 7 Punkten. Beim 22:0-Lauf nicht eingesetzt.
Ausblick
Jetzt gehts wieder nach Detroit. Dem Geset der Serie Folge müssten dann wieder die Pistons gewinnen. Aber jede Serie ist dazu da, gebrochen zu werden …
Philadelphia 76ers – NEW YORK KNICKS 114:144 (0:4)
Noch ein Spiel der Rekorde, nämlich de Dreierrekorde. Was die Knicks vor allem in der ersten Hälfte jenseits der Linie veranstalteten, war unwirklich. 11 von 13 Dreier fanden das Ziel, in der ersten Hälfte waren es dann „nur“ 18 von 25. Kein Wunder, dass schon zur Pause beim Stand von 81:57 alle Messen gesundgen waren.
Im 2. Durchgang ließen es die Knicks dann etwas ruhiger angehen, dennoch reiche es zu einem nie gefährdeten 144:114 und dem Sweep. 25 verwandelte Dreier sind Franchise-Rekord.
Bester der Sieger
Miles McBride: Erst durch die Verletzung von OJ Amunoby rückte er in die Starting Five. Seine 4 von 4 Dreier zu Beginn gaben die Richtung vor. Am Ende 25 Punkte und Top-Scorer der Partie.
Stark bei Verlierer
Zumindest Jel Embiid wehrte sich nach Kräften (das Dreier-Feuerwerk abzuwehren ist nicht sein Job). In de Offensive verlässlich, allerdings ohne große Unterstützung.
Zahlereien
11 verwandelte Dreier – mehr hat noch nie ein Team in einem Viertel geschafft in einem Play-off-Spiel. Gleiches gilt für die 18 Treffer in der 1. Hälfte.
Ausblick der Sieger
Die Knicks sind mächtig in Fahrt gekommen. Zur Erinnerung: In der 1. Runde lagen sie mit 1:2 Siegen gegen die Atlanta Hawks zurück. Seither: 7 zum Teil sehr überzeugende Siege. Sie werden natürlich nicht immer die Dreier so treffen, aber sie sind auch nicht abhängig von ihren Distanzschätzen.
Egal, ob es jetzt gegen die Pistons oder Cavs geht – die Knicks sind klarer Favorit im Conferecnce Finale des Ostens.
Und die Verlierer?
Es schaut gar nicht schlecht aus für die kommenden Jahre mit den jungen Top-Akteuren TJ Edgecombe und Tyrese Maxey (der allerdings in der Knicks-Serie arg enttäuschte). Eine Frage wird sein: kommt Joel Embiid wenigstens einigermaßen wieder in Form. Schlich manches Mal wie ein alter Mann übers Parkett (umso erstaunlicher sein Touch).
WESTERN CONFERENCE
Los Angeles Lakers – OKLAHOMA CITY THUNDER 110:115 (Endstand: 0:4)
Die Lakers hatten eine reelle Siegchance, doch am Ende setzten sich dann doch die Thunder durch.
41 Sekunden vor Schluss traf Marcus Smart mit 2 Freiwürfen zum 110:109. Der Titelverteidiger ließ sich niht groß beeindrucken und antwortete mit einem Dunk von Holmgren, und zwei Freiwurf-Punkten von Shai Gilgeous-Alexander. Aaron Reaves hätte mit einem Dreier noch ausgleichen können, er traf nur den Ring.
Eine durchschnittliche Leistung genügte den Thunder, um sich mit 4:0 Siegen gegen die Lakers durchzusetzen. Ich hatte zumindest in Spiel 4 lange das Gefühl, dass sie das Ganze nicht sonderlich ernst nehmen. Dennoch haben sie so viele Möglichkeiten, dass es gegen die dezimierten Lakes (Topscorer Luka Doncic fehlte an allen Ecken und Enden) reichte.
Die Lakers wehrten sich nach Kräften, angeführt von Reaves und LeBron james. Aber so gut der Altstar auch spielte, er is eben nichtmehr der James von vor 10 oder 15 Jahren. Zum Teil haarsträubende Ballverluste (insgesamt 4).
Beste der Sieger
Shai Gilgeous Alexander war mit 35 Punkten Topscorer der Partie. Ich hate das Gefühl, dass diesmal die Schiedsrichter einige Fouls gegen ihn nicht ahndeten (es hatte enorme Diskussionen über das vermeintliche Flopping (sehr leichtes Hinfallen aka Schwalbe) des Starspielers gegeben.. Traumwandlerisch sicher von seinem Hotspot rund um die Freiwurflinie. Ausbaufähig sein Dreier (1 von 4).
Ajaj Mitchell: Erneut glänzte er mit 28 Punkten. Für mich der Spieler der Serie. Furchterregend, dass bei OKC noch so viele Akteure nachkommen. Wenn SGA auf der Bank sitzt, übernimmt der Jungspund Verantwortung, als wäre er ein ganz alter Hase.
Stark beim Verlierer
Das Trio Austin Reaves (27 Punkte, Rui Hachimura (25) und LeBron James (24) wehrte sich nach Kräften. Allein – es kam zu wenig Unterstützung, obwohl sich auch noch Jackson Hayes (18) positiv hervortat.
X-Faktor
Alex Caruso: Der beste Verteidiger des starken Defense-Teams machte es LeBron James sehr schwer.
Ausblick der Sieger
8 Spiele, 8 Siege – so lautet die lußenreine Play-off-Bilanz. Ob daran die Spurs und Timberwolves im Conference Finale groß etwas ändern können – ich habe meine Zweifel. Denn nie hatte ich das Gefühl, dass OKC schon alles gezeigt hat, was sie können. Aber sie sind extrem vielseitig, haben den Liga-Superstar (Shai Gilgeous-Alexander) in ihren Reihen und sind doch nicht von ihm abhängig. Andere können jederzeit einspringen. Die große Frage lautet höchstens: was wenn sie wirklich einmal unter Druck geraten?
Und die Verlierer?
Die Lakers warten auf die Rückkehr von Luka Doncic, hoffentlich ab November dann auch voll fit und nicht fett (sorry, de Erfahrungswert). Jetzt erst mal etwas Sommertheater, denn die Zukunft von LeBron James ist sehr unsicher. Der üppig dotierte Vertrag läuft aus, und die Lakers haben schon signalisiert, dass sie nicht verlängern wollen. James seinerseits hat sich auch nicht sehr schmeichelhaft übers Team geäußert. Die zeichen stehen also auf Trennung, die Lakers haben dann 50 Millionen Dollar mehr in der Kasse, da kann man schon einiges bewirken.
Minnesota Timberwolves – San Antonio Spurs 114:109 (2:2)
Die entscheidnde Szene im 2. Viertel. Victor Wembanyama rammt seinem Gegenspieler Naz Reed den Ellenbogen ins Gesicht, die Refs entscheidennach Ansicht der Videobilder auf Absicht und schicken den Franzosen vom Feld.
Ohne ihren Riesen-Center liefern die Spurs zwar einen bis zuletzt spannenden Kampf und führen noch weit ins vierte Viertel. Doch am Ende haben die Gastgeber das bessere Ende für sich. Müßig zu spekulieren, ob das mit Wemby anders gelaufen wäre, aber seine Präsenz unterm Korb fehlte natürlich. Andererseits lief bei ihm bis zum Ausschluss wenig bis nichts, deshalb das Frustfoul.
Letztlich entschied der größere Siegeswille der Wolves und natürlich auch das tolle Heimpublkum im Target Center.
Bester der Sieger
Anthony Edwards: Am Ende hatte er 36 Punkte, 16 davon im Schlussabschnitt, als er übehaupt nicht mehr aufzuhalten war. Von seiner Verletzung ist kaum mehr etwas zu spüren, diesmal stand er 40 Minuten auf dem Parkett (offenbar keinerlei zeitbeschränkung mehr seitens der medizinischen Abteilung).
Stark beim Verlierer
De’Aaron Fox übernahm Verantwortung und hatte 24 Punkte. Allerdings enorme Schwierigkeiten beim Distanzwurf (1 von 7 Dreiern). Sehr stark von der Bank: Dylan Harper ebenfalls mit 24 Punkten, abe Defiziten in der Verteidigung.
Ausblick
Die Gemüter vor Spiel 5 sind erhitzt, es gab einige umstrittene Szenen und Kabbeleien. Victor Wmbanyama wird wieder dabei sein, die Liga sieht von weiteren Strafen ab. In San Antonio wird es für alle Beteiligten darauf ankommen, die Nerven zu bewahren. Die Wolves haben gezeigt, dass sie auch in Texas gewonnen haben, und Anthony Edwards scheint auf eine Mission zu sein.
Ansetzungen
Mi., 02:00: Spurs – Timberwolves (2:2)
Do., 02:00: Pistons – Cavaliers (2:2)
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