von Münchner Löwe | Mai 29, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
San Antonio Spurs – Oklahoma City Thunder 118:91 (3:3)
Die Basketball-Fans und alle, die es werden werden wollen, können sich freuen. Denn die Conference Finals zwischen den Spurs und Thunder bekommen ihr 7. und dann alles entscheidende 7. Spiel – in der Nacht zu Sonntag, wenn also in Europa viele Menschen ausschlafen können.
Möglich gemacht haben das die Texaner mit einer von vorn bis hinten ziemlich beeindruckenden Vorstellung. Früh waren sie dank des blendend aufgelegten Victor Wembanyama in Führung gegangen. Die Verteidigung funktionierte, die Dreier fielen, die begeisterte Halle tat ihr Übriges. Dagegen waren die Gäste kaum wiederzuerkennen. Sie wehrten sich zwar nach Kräften (teilweise ähnelte das angeblich so körperlose Basketballspiel eher einem Wettkampf in griechisch-römisch); vor allem unter den Körben ging es sehr hart zur Sache, für meinen Geschmack zu hart. Ein Leidtragender war diesmal Thunder-Star Shai Gilgeous-Alexander, der nicht die Freiwürfe wie sonst erhielt, obwohl die Spurs-Defense mehr als anhänglich war gerade an seinen Armen. Warum da wann was abgepfiffen wird oder eben nicht, bleibt für mich ein Brief mit 7 Siegeln.
Die Entscheidung fiel dann im 3. Viertel, in höchst erstaunlichen 7 Minuten, als den Thunder kein einziger Punkt gelang, den Spurs aber 18 (wahrlich nicht perfekt in der Offensive), mit denen sie auf 91:64 davonzogen. In diesem Zeitpunkt verzeichnete der Titelverteidiger 13 Fehlwürfe, praktisch jeder eingesetzte Spieler durfte sich versuchen und scheiterte.
Der Rest war Schaulaufen, und am Ende kamen dann Spieler zum Einsatz, die wir bis dato in den Partien praktisch noch gar nicht gesehen haben. Eine äußerst ausgedehnte „Garbage Time“.
Bester der Sieger
Victor Wembanyama: Der Franzose hatte sich so viel vorgenommen, und er lieferte. Drei der ersten 4 Dreier saßen (in Spiel 5 kein einziger der 5 Versuche), in der Abwehr extrem aufmerksam, und diesmal zog er mit dem Ball auch zum Korb. 22 Punkte sammelte er in der 1. Halbzeit, am Ende waren es 28, obwohl weil er länger als üblich geschont wurde. Dazu 10 Rebounds und 3 blockierte Würfe.
Stark beim Verlierer
Jared McCain blieb wenigstens im Rahmen seiner Möglichkeiten mit 13 Punkten und 6 Assists.
X-Faktoren
Dylan Harper: So etwas wie der Seismograph bei den Spurs. Nach eher verhaltenen Auftritten bisher in der Serie knüpfte er an seine starken Vorstellungen zuvor an. Mit 18 Punkten zweitbester Scorer der Texaner, nervenstark an der Linie (4 von 4).
Shai Gilgeous-Alexander (negativ): Trotz der 15 Punkte ein sehr durchwachsener Auftritt. Keiner der 5 Dreier fand ins Ziel, und insgesamt reichte es für den MvP nur zu 15 Punkten (natürlich auch, weil er im letzten Viertel nicht mehr zum Einsatz kam).
Zahlereien
Nur 10 von 40 Dreiern der Thunder fanden ihren Weg in den Ring. Besonders fatal die Trefferquaote bei Lou Dort (1/9), SGA (0/5) und Jaylin William (0/4).
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein begann recht treffsicher (6 Punkte im 1. Viertel), doch in der Verteidigung hatte er sehr viel mehr Mühe als zuletzt und hatte nicht nur gegen Wembanyama das Nachsehen Trotz seiner Länge schnappte er sich nur 5 Rebounds (im 5. Spiel waren es noch 15).
Ausblick
Alles ist drin: ein klarer Sieg hier wie dort, aber auch eine knappe Partie, in der dann auch die Nerven entscheiden. Noch immer haben die beiden Trainer Antworten gefunden, wenn etwas nicht klappte, bis dann der Kontrahent an der Seitenlinie eine Gegen-Antwort fand. Der Heimvorteil und die Erfahrung in einem 7. Spiel sprechen für die Thunder, der Enthusiasmus und die jungen, kraftstrotzenden Kerle sind Trümpfe der Spurs.
Auf die Stars wird es natürlich ankommen; gerade wenn Gilgeous-Alexander ins Rollen kommt, ist er kaum zu verteidigen. Andererseits wird Wembanyama nicht umsonst „Außerirdischer“ genannt.
Auf die neutralen Fans wartet ein Basketball-Fest, allerdings ohne Spannungs-Garantie. Nach der ersten Partie, die über 2 Verlängerungen ging, waren alle 5 Spiele dieser Serie doch eine mehr oder weniger klare und früh entschiedene Angelegenheit.
Ein Sieger steht jetzt schon fest: Es sind die New York Knicks, die gemütlich am Fernseher zuschauen können, wie sich der Finalgegner (ab Donnerstagmorgen) physisch und auch psychisch vorausgabt.
Spiel 7: So., 02:00 Thunder – Spurs (Sky)
von Münchner Löwe | Mai 28, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Oklahoma City Thunder – San Antonio Spurs 127:114 (3:2)
Der Titelverteidiger nimmt Kurs auf die erneute Finalteilnahme.Die Entscheidung fiel schon im 2. Viertel, als OKC nach Belieben punkten konnte und gleich 40 Zähler verbuchte. Die Spurs hatten immer wieder gute Phasen, aber letztlich fehlte die Konstanz und gerade auch in der Defense ein Mittel gegen Shai und Co.
Ein Schlüssel zum Thunder-Sieg: die beinharte Verteidigung gegen Spurs-Superstar Victor Wembanyama. Vor allem Center Isaiah Hartenstein machte dem Franzosen das Leben extrem schwer, ohne dass er über Gebühr zu unfairen Mittelm greifen musste. Irgendwie wirkte Wemby auch ausgelaugt, kaum einmal zog er zum Korb, und seine Distanzwürfe blieben allesamt erfolglos (0/5 Dreier).
Bester der Sieger
Shai Gilgeous-Alexander: die beste Partie des MVPs in dieser Serie mit 32 Punkten und 9 Assists. Die Spurs fanden gegen den Kanadier kein Mittel, und die Refs meinten es recht gut mit ihm und gaben sehr viele Fouls zu seinen Gunsten. Insgesamt durfte sich SGA 17-mal von der Freiwurflinie versuchen und traf 16-mal. Die Diskussion um die angebliche „Fallsucht“ wird dadurch nicht weniger, zumal auf der Gegenseite die Pfeife bei ähnlichen Situationen stumm blieb.
Stark beim Verlierer
Stephon Castle: Wehrte sich nach Kräften und passte auch viel besser auf den Ball auf als in den Partien zuvor (nur 3 Turnover). 24 Punkte, einigermaßen zuverlässig aus der Distanz (3 von 5 Dreier).
Gerade in der 1. Halbzeit zeigte auch Julian Champagnie auf mit 17 Punkten. In der 2. Halbzeit allerdings praktisch kein Faktor mehr, und in der Verteidigung offenbart er viele Schwächen.
X-Faktoren
Alex Caruso: Nachdem fast „unsichtbaren“ Spiel 4 war er diesmal wieder zur Stelle. Verteidigen kann er eh, und am Mittwoch war er auch offensiv gefährlich mit 22 Punkten und 6 Assists.
Jared McCain: Viel mehr als nur die „Aushilfe“ fr die veletzten jaylen Williams und Ajaj Mitchell. Seine Verpflichtung im Winter war Gold wert.
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein hatte einen sehr guten Tag. Verteidigte zäh und hart gegen Wembanyama, aber immer im sportlichen Rahmen. In der Offensive im Spielaufbau, aber auch mit seinem Floater ein wichtiger Faktor. Sein Kampfgeist unter dem Korb ist ohnehin vorbildlich. Gleich 15 Rebounds schnappte er sich, immerhin 6 am offensiven Brett.
Ausblick
Spiel 6 heute Nacht in San Antonio. Die Spurs brauchen in der Offensive einen stark verbesserten Wembanyama, der auch mal zum Korb zieht und vielleicht Hartenstein und den anderen das eine oder andere Foul mehr anhängt. Die Thunder scheinen die richtigen Lehren aus den verlorenen Partien gezogen zu haben, doch ob das in der hitzigen texanischen Atmosphäre so bleibt, müssen wir abwarten.
Ansetzungen
Fr., 02:30: Spurs – Thunder (2:3)
So. 02:00: Thunder – Spurs (wenn nötig)
von Münchner Löwe | Mai 26, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Die New York Knicks stehen im Finale de Conference Sieg. Nach dem überzeugenden Sweep gegen die Cleveland Cavaliers können sie jetzt in Ruhe auf ihren Finalgegner warten. Ob sich die Oklahoma City Thunder oder die San Antonio Spurs durchsetzen, ist völlig offen. Viel wird wohl vom Fitnesszustand diverser Spieler abhängen.
Cleveland Cavaliers – NEW YORK KNICKS 93:130 (Endstand: 0:4)
Schon den ersten Matchball für die Serie nutzten die Knicks souverän und ohne den Hauch eines Zweifels. Sie zeigten sich gegen in jeder Hinsicht völlig überforderten Cavaliers als homogene Einheit, demonstrierten Team-Basketball vom Feinsten mit herausragenden Einzelspielern und gleichzeitig zupackend in der Verteidigung.. Nach einem Viertel hatten sie 12 Punkte Vorsprung, zur Pause stand es 68:49. Der Rest war ähnelte einem Schaulaufen
Bester der Sieger
Karl-Anthony Towns: Top-Scorer des Teams mit 19 Punkten, dazu 14 Rebounds.Endlich konnte er auch in der Defense seine Größe gewinnbringend einsetzen, und endlich scheint er seine überflüssigen Fouls in den Griff zu bekommen.
Stark beim Verlierer
Donovan Mitchell hatte sich so viel vorgenommen (12 Punkte im 1. Viertel), doch er stand allein auf weiter Flur und bekam kaum Unterstützung. Am Ende hatte er 31 Punkte und auch eine durchaus vernünftige Dreierquote von 5/9. Viel zu wenig.
X-Faktor
Landry Shamet: Stellvertretend für die starke Bank der Knicks, die allein in der 1. Halbzeit 27 Punkte sammelte (bei den Cavs waren es nur 3). Perfekt von der Dreierlinie (4 von 4). Ein unverzichtbarer Ergänzungsspieler.
Zahlereien
30,2 %: Das ist die Freiwurf-Quote von Mitchell Robinson in den diesjährigen Play-offs (und noch einmal deutlich niedriger als in den vergangenen Jahren). Noch nie war ein Spieler in der NBA-Geschichte schwächer (nicht mal Shaquille O’Neal). Dennoch ist der reboundstarke Center (vor allem offensiv) ein extrem wichtiger Bestandteil der Knicks.
🇩🇪👓
Dennis Schröder fehlte krankheitsbedingt. Passt zum insgesamt enttäuschenden Play-off-Auftritt des Deutschen, der nie ansatzweise in die Form kam (kommen durfte), die er im Nationaltrikot zeigte.
Ausblick der Sieger
Die Knicks gelten als klarer Außenseiter in den Finals, egal ob gegen die Thunder oder die Spurs. Wenn sich da mal die Experten nicht täuschen. Die Knicks haben 11 Play-off-Siege hintereinander. Kein Spiler ist verletzt, dafür sind alle erfolgshungrig. Trainer Mike Brown hat ein ideales Sysgem gefunden, und wenn es weirklich heikel wird, dann stehen da noch Ausnahmekönner wie Jalen Brundson und OJ Amunoby zur Verfügung. Ob das dann reich, steht auf einem anderen Blatt, aber die Finalserie könnte spannender werden als allseits gedacht, zumal sich OKC und Spurs jetzt noch in mindestens 2, vielleicht sogar 3 Partien richtig aufreiben müssen physisch und psychisch.
Und die Verlierer
Im Januar gingen die Cavs noch mal aufs Ganze, holten sich den alternden Topstar james Harden ( im Tausch mit Darius Garland) und dazu noch Denis Schröder und Keon Ellis von Sacramento. Der Coup ist nicht aufgegangen, Harden deutete sein großes Können bestenfalls in einigen Partien an (was bei dessen Historie nicht völlig unerwartet kam), er war nie der Co-star zu Mitchell. Doch auch andere vermeintliche Leistungsträger waren zu inkonstant, vor allem gegen die in fast allen überlegenen Knicks.
Der Grundstock des Teams hat noch ein paar Jahre. Ingteressant wird sein, ob sie sich ernsthaft um LeBron James bemühen, dessen NBA-Karriere bei den Cavs begann. Ich havbe meine Zweifel, ob das sinnvoll wäre zumindest aus sportlicher Sicht.
San Antonio Spurs – Oklahoma City Thunder (Stand: 2:2)
Auch die 2 Partien in San Antonio wurden gesplittet mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage. Beide Partien waren recht klar und auch recht früh entschieden, und auch deshalb möchte ich gar nicht so lang darauf eingehen.
Im Prinzip beginnt jetzt eine Best-of-3-Serie mit Heimvorteil Oklahoma. Für mich gibt es ein paar neuralgische Punkte, die letztlich entscheiden könnten.
Verletzungen
Leider ein Dauerthema, gerade am Ende einer langen Saison. Bei den Thunder fehlten zuletzt die beiden Aufbauspieler Jaylen Williams und Ajaj Mitchell. Einen de beiden kann der Titelverteidiger kompensieren, vielleicht sogar gegen die Spurs. Doch in Spiel 4 hat man deutschlich gesehen: Wenn beide fehlen, ist es fast unmöglich. Noch ist offen, ob sie heute nacht zum Einsatz kommen können, im Vollbesitz der Kräfte werden beiden nicht sein.
Die Spurs dagegen können auf den vollen Kader zurückgreifen. Auch zeitweise angeschlagene De’Aaron Fox ist wieder dabei, wobei er alles andere als hundertprozent fit wirkt, genauso wie Spielmacher Dylan Harper
Spurs-Verteidigen gegen Shai Gilgeous-Alexander
Der Starspieler der Thunder kommt längst nicht wie gewohnt zur Geltung. Sein Punkteschnitt ist rapide in den Keller gesaust, in Spiel 4 waren es nur 19 (natürlich auch weil er am Ende nur auf der Bank saß). Gegen die flinken Verteidiger gelingt es ihm vor allem nicht wie gewohnt, sich in seiner Wohlfühlzone rund um die Freiwurflinie Würfe zu kreieren.
Ohne Jaylen Williams fehlt der zuverlässige Co-Star, und Chet Holmgren und Lou Dort springen offensiv zu selten in die Bresche
Victor Wembanyama
Der Außerirdische. Die Präsenz auf dem Feld ist einzigartig, in der Defensive noch mehr als offensiv. Obwohl er auch dort zeitweise Ungglaubliches zustandebringt wie diesen Dreier von der Mittellinie.
Aber bei aller Wichtigkeit: Die Spurs sind nicht abhängig von Wemby, viele Spieler können ebenfalls übernehmen,auch gegen die immer noch beste Verteidigung der Welt.
Ausblick
Wie gesagt: Ich halte die Serie jetzt völlig offen. Fast wundern würde es mich, wenn es nicht zu einem 7. Spiel käme. Für die Thunder spricht, dass manche Spieler noch weit unter ihren Möglichkeiten geblieben sind und die Erfahrung des Titelverteidigers, der im vergangenen Jahr zwei ganz heikle Serien gegen die Denver Nuggets und die Indiana Pacers überstanden hat. Für die Spurs spricht der Umstand, dass sie letztl.ich ohne Druck spielen, weil niemand jetzt schn ernstajhaft Titel verlangt.
Viel hängt von der Linie der Refs ab, nämlich wie sie die Dauer-Behinderung von Wembanyama ahnden, gerade wenn er noch nicht am Ball ist.
Ansetzungen
Mi., 02:30: Thunder – Spurs
Fr., 02:30: Spurs – Thunder
So., 02:00: Thunder – Spurs (wenn nötig)
von Münchner Löwe | Mai 22, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
New York Knicks – Cleveland Cavaliers 108:93 (2:0)
Zur Pause durften die Cavaliers noch auf eine Überraschung und den für sie so wichtigen Auswärtssieg hoffen. Nur 2 Punkte Rückstand hatten sie da (49:51), vor allem aber war der ansonsten tobende Madison Square Garden fast schon dröhnend still. Doch ein erneut unfassbarer 18:0-Lauf der Knicks anfangs des 3. Viertels schuf klare Verhältnisse und ließ den Lärmpegel anschwellen. 5 Minuten des Grauens, in denen den Knicks fast alles und den Cavs überhaupt nichts gelang. Zwar kamen die Gäste sogar wieder etwas heran, doch in echte Gefahr geriet New York nicht mehr. Sie fahren jetzt mit einem beruhigenden 2:0-Vorsprung nach Ohio, zudem voller Selbstvertrauen nach nunmehr 9 Play-off-Siegen in Folge.
Bester der Sieger
Josh Hart: Wahrscheinlich für alle Beobachter und Beteiligte ein sehr unwahrscheinlicher Held. 26 Punkte legte er auf, dazu servierte er 7 Assists und war gewohnt bissig in der Verteidigung. Endlich traf er auch seine Dreier vorzüglich (5 von 11) und machte damit die Taktik der Cavs zunichte, die ihn nur zu gern aus der Distanz werfen ließen, weil er zuletzt so gar nichts traf.
Stark beim Verlierer
Donovan Mitchell: Zumindest mit Abstrichen, denn in den 5 Horrorminuten war auch er auf dem Parkett. Wehrte sich abe nach Kräften, obwohl er angeschlagen schien (konkrete Bulletins sind natürlich nicht zu erfahren vom Team). Immerhin 26 Punkte, allerdings nur 1 Assist. Diesb ezüglich haben die Knicks ihre Lehren aus Spiel 1 gezogen.
X-Faktor
Clevelands Dreier: Während Josh Hart für die Kncks überraschend gut traf, war die Quote der Gäste verheerend (25 Prozent). Vor allem ihr Spezialist in dieser Disziplin. Sam Merrill, versiebte alle 7 seiner Versuche (6 allein in de 1. Hälfte, danach hatte er offensichtlich die Lust an dieser Übung verloren). Nicht viel besser der zweite vermeintliche Scharfschütze Max Strus (1 von 4).
Zahlereien
Nur 14 Ballverluste gab es (6 de Knicks, 8 der Cavs). Außergewöhnlich gutes Aufpassen aufs Spielgerät. Zum Vergleich: Beim ersten Aufeinandertreffen waren es insgesamt 40 (!), also fünfmal so viele.
🇩🇪👓
Dennis Schröder werkelte und arbeitete, aber weder effektiv und auch nicht effizient. 4 magere Pünktchen, weil sein Distanzwurf weiter nicht funktioniert und er sich am Korb gegen die New Yorker Riesen nicht durchsetzen kann.
Ausblick
Viel spricht jetzt für New York. Doch Cleveland ist heimstark, kompensierte auch gegen die Detroit Pistons in der 2. Runde in eigener Halle einen 0:2-Rückstand und gewann letztlich die Serie. Sam Merrill wird nicht noch einmal so furchtbar werfen, und vielleicht gelingt es dem Team sogar, dass es ohne einen minutenlangen Totaleinbruch auskommt. Zweimal war man mehr oder weniger gleichwertig, ja teilweise überlegen, zweimal schmiss man die Partie wegen katastrophaler Minuten weg.
Ansetzungen
Sa., 02:30: Spurs – Thunder (1:1)
Die Spurs bangen um den Einsatz von Spielmacher Dylan Harper (Adduktoren), dessen Einsatz „fraglich“ ist. De’Aaron Fox (Knöchel) dürfte erneut ausfallen.
So., 02:00: Cavaliers – Knicks (0:2)
Mo., 02:00: Spurs – Thunder
Di., 02:30: Cavaliers – Knicks
von Münchner Löwe | Mai 21, 2026 | basketball, NBA
Oklahoma City Thunder – San Antonio Spurs 122:113 (1:1)
Die Thunder von Beginn an bissiger und griffiger, aber lange konnten sich die Spurs erfolgreich wehren. Das Ganze glich einem Hase-und Igel-Spiel. Mehrfach zogen die Thunder auf 10 Punkte und mehr davon, mehrfach kamen die Spurs heran. Aber eben immer nur heran, nie vorbei: fast schien es, als trieben die Thunder ein böses Spiel (natürlich nicht). Vielmehr zeugt es von der großen Klasse der Texaner mit ihrem außergewöhnlichen Potenzial.
Die Partie war von enormen Tempo geprägt, was sich allerdings nachteilig auf die Qualität und vor allem Genauigkeit des Ballvortrags auswirkte. Viele erratische Entschedungen, viele Ballverluste auf beiden Seiten
Die Entscheidung dann im 4. Viertel, als die Thunder mehr zuzusetzen hatten und die Gäste nach dem Ausfall von De’Aaron Fox auch das Fehlen von Dylan Harper verkraften mussten. Zwei Spielmacher mit gutem Ballvortrag fehlten also gegen diese abwehrstarken und aggressive Defense, das konnte nicht gutgehen und das ging nicht gut. So konnten die frenetischen Fans den elementar wichtigen Erfolg bejubeln.
Bester der Sieger
Shai Gilgeous Alexander: 30 Punkte hatte er am Ende und 9 Assists. Standesgemäß für den MvP, und doch war der Kanadier nicht ohne Schwächen. Etwa bei den Dreiern (0 von 5). Aber dieser SGA, gerade wenn er so mannschaftsdienlich agiert, dürfte die härteste Nuss sein, die es seitens der Spurs zu knacken gibt.
Stark beim Verlierer
Stephon Castle: 25 Punkte und 8 Assists, das sind glänzende Zahlen. Der „nur“ 1,98 ;eter große Guard sorgte mit einem spektakulärem Dunk über die Thunder-Riesen hinweg für die monumentale Szene des Spiels. Zur Wahrheit gehören aber leider auch gleich 9 Ballverluste.
Wemby-Watch: Nicht ganz so auffällig wie in Spiel 1, nicht ganz so dominant wie in Spiel 1. Eine eher irdische Leistung (auf sehr hohem Niveau) mit 21 Punkten, 17 Rebounds (davon zwei spektakuläre Tip-Dunks), 6 Assists und 4 Blocks. Wirkte am Ende ebenfalls etwas angeschlagen.
X-Faktoren
Thunder-Bank: Gleich 4 Spieler, die zunächst nur Ersatz waren, punkteten zweistellig. Der beste von ihnen war wieder Alex Caruso mit 17 Punkten, dazu wie immer der besonders vortreffliche Verteidiger dieser extrem lästigen Defense.
Zahlereien
34 Assists (Vorlage zum direkten Korberfolg) bei den Thunder, Ausdruck eines deutlich verbesserten Zusammenspiels. In der ersten Partie waren es trotz zweier Verlängerungen und 10 Minurten mehr Spielzeit nur 25. Jeder kann jeden bedienen, jeder kann werfen (außer Hartenstein Dreier), das macht das Ganze für den Gegner zu schlecht ausrechenbar.
23 Ballverluste der Spurs – das ist einfach zu viel. Geschuldet der enorm starken Verteidigung. Gerade Castle (9 Turnover) muss einfach besser auf den Ball aufpassen.
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein hätte ich auch als X-Faktor benennen können. Viel aktiver als in Spiel 1, gerade in der entscheidnen Schlussphase mit mehreren ganz starken Offensiv-Rebounds. Am Ende zweistellige Werte bei Punkten und Rebounds (10/13). Wurde auf Wembanyama angesetzt, und machte seine Sache auch in dieser Beziehung mehr als ordentlich. Wahrscheinlich die beste Leistung des deutschen Centers in den diesjährigen Play-offs.
Ausblick
Die Serie geht jetzt nach San Antonio, und trotz des Reisetages ohne größere Unterbrechung. Sehr wichtig wird sein, o und in welchem Zustand die Angeschlagenen zurückkommen. Sollte bei den Spurs neben De’Andre Fox auch Dylan Harper ausfallen, wäre das eine mittlere Katastrophe (ja, ich weiß, es geht um Sport). Gerade der ballsichere Harper wäre als Aufbauspieler elementar wichtig und kaum ersetzbar. Die Thunder haben schon in den ersten Runden bewiesen, dass sie den Asufall von Jalen Williams verkraften, Ajaj Mitchell stünde bereit.
Ansetzungen
Fr., 02:00: Knicks – Cavaliers (1:0)
Sa., 02:30: Spurs – Thunder (1:1)
So., 02:00: Cavaliers – Knicks
Mo., 02:30: Spurs – Thunder
Anmerkung in eigener Sache. Über Pfingsten bin ich nicht in München, sondern in einem Bauernhaus ohne WLAN. Morgen wirds noch einen Spielbericht geben, dann erst wieder am Dienstag.
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