Alexander Zverev macht sein Meisterstück

Besser geht’s nicht. Finale der US Open auf dem größten Center Court der Welt, der mit knapp 24.000 Zuschauern restlos gefüllt war. Auf der anderen Seite mit Ben Shelton der umjubelte Lokalmatador, der in diesem Turnier so begeisternden Tennis gezeigt hat, insbesondere bei seinen Siegen gegen Carlos Alcáraz und Landsmann Frances Tiafoe. Den Aufschlag-Weltrekordler (zumindest für ATP Tour). Und was macht der Hamburger? Entzauberte den US Boy nach allen Regeln der Kunst.
Von Beginn an diktierte Zverev die Partie, nahm Shelton gleich den Aufschlag ab und transportierte das Break sicher zum Satzgewinn. Im zweiten Durchgang musste der Tiebreak entscheiden, und hier zeigte Zverev schlicht und ergreifend das best vorstellbare Tennis und deklassierte Shelton beim 7:2.
Noch nicht einmal vom Rückschlag im 3. Durchgang ließ sich Zverev durcheinanderbringen, als er mit einer leichten Unkonzertiertheit das Service zum 5:7 und Satzverlust abgab. Laut Statistiker war ihm das zuvor bei 50 Aufschlagspielen gegen Shelton nicht passiert.
Die Zuschauer eskalierten, witterten noch mal eine Chance für ihren Landsmann Shelton. Der doch als erster US Amerikaner seit 2003 den Männertitel wieder für die USA holen sollte. Doch Shelton war mit der Situation überfordert gegen den fast gleichmütigen Zverev. Sofort gab er den Aufschlag im 4. Satz ab (trotz 30:0-Führung), das Momentum war wieder dahin. Und Zverev ließ sich die Chance nicht entgehen. So fokussiert war er auf jeden einzelnen Punkt, dass er gar nicht merkte, als er den Matchball verwandelt hatte. Erst als ihm die Schiedsrichterin signalisierte, das das Spiel vorbei sei, brach der Jubel aus ihm heraus.

Besser gehts nicht! Oder etwa doch? Denn kaum war die Siegerehrung beendet, meldeten sich die Bedenkenträger. Zverev habe ja nur gewonnen, weil Jannik Sinner nicht dabei gewesen war (wegen einer Knieverletzung) und Alcaraz nach seiner Handverletzung noch nicht hundertprozentig fit gewesen sei. Das mag stimmen (oder auch nicht), ist aber völlig belanglos. Man kann nur den Gegner bezwingen, der auf der anderen Seite des Platzes steht. Und Zverev bezwang in New York eben alle Sieben, die auf der anderen Seite des Platzes standen. Schwer genug ist so ein Parforceritt, und viel hätte ja auch nicht gefehlt und Zverev wäre in der ersten oder zweiten Runde bei seinen Fünfsatz-Thrillern gescheitert. Er wankte zwar gegen Lorenzo Sonego und Quentin Halys, fiel aber nicht. Und genau das unterschied ihn von all den chancenreichen Mitbewerbern wie Fils und Auger-Alliasime und Medwedew und Fritz, die bei ihren Niederlagen gegen Außenseiter eben im entscheidenden Moment nicht zulegen konnten wie Zverev.

Der Deutsche weiß selbst seine Leistung einzuordnen. „Zurzeit bin ich der beste Spieler der Welt. Das war ich nicht, als Sinner fit war.“ Über ein potenzielles Finalduell mit Sinner zu spekulieren, führt allerdings zu gar nichts, zumal jede Partie ohnehin erst mal gespielt werden muss.

Bleiben wir also  bei den unumstößlichen Fakten: Zverev, dem trotz Olympiatriumphes und zweier WM-Titel lange nachgesagt wurde, bei den Grand Slams nie gewinnen zu können, hat ein geradezu märchenhaftes Jahr bei diesen ganz großen Turnieren hinter sich: Halbfinale Melbourne (nur denkbar unglücklich gescheitert an späteren Sieger Alcáraz), Sieg Paris, Finale Wimbledon (recht chancenlos gegen Sinner) und jetzt Sieg New York. Macht 25:2 Matchsiege, das ist zum Beispiel ein besseres jahr als es ein Boris Becker je hatte. Noch sieht ihn die Weltrangliste als Nummer 2 hinter Sinner, aber in der Jahreswertung hat er bereits einen gewaltigen Vorsprung auf den Italiener. Von dem niemand weiß, in welcher Verfassung er die restlichen Turniere des Jahres bestreiten kann. Sehr wahrscheinlich also, dass Alexander Zverev dieses unfassbar erfolgreiche 2026 als bester Tennisspieler der Welt abschließen wird, um etwas weiter in die Zukunft zu blicken.

Ich habe jetzt gelesen, dass Alexander Zverev unbedingt Deutschlands Sportler des Jahres werden muss. Diese Ehrung ist in der Tat sehr wahrscheinlich. Ich allerdings würde dafür den Schwimmer Johannes Liebmann präferieren. Dessen unfassbarer Weltrekord über 1500 Meter Freistilstellt in der ganz persönlichen Löwen-Wertung sogar einen Alexander Zverev in den Schatten.

 

Rybakinas Triumphzug

 

Seit ziemlich genau 50 Jahren schaue ich jetzt Tennis, auch Frauen-Tennis. Doch was Besseres als Lena Rybakina der 3. Satz im Finale der US Open gegen eine keineswegs schwache Aryna Sabalenka hat meines Erachtens noch nie eine Spielerin fabriziert. Eine sehr steile These, ich weiß, aber ich begründe mal:  Toller Aufschlag, knallharte Grundschläge und sogar tödliche (ja ja, die Tennissprache …) Volleys. All das im vielleicht wichtigsten Spiel des Jahres. Falls also die geringsten Zweifel bestanden, ob Lena Rybakina tatsächlich eine verdiente Nummer 1 der Welt ist (als die sie die heutige Weltrangliste ausspuckt), dann sind diese Zweifel verflogen. Hoffentlich auch bei Sabalenka, die bei der Siegerehrung nur mit zusammengebissenen Zähnen der Kontrahentin ein „well deserved“ rauspresste, ansonsten leider mal wieder eher darüber schwadronierte, was sie selbst alles falsch gemacht habe. Man kann jetzt philosphieren, ob Sabalenka eher eine sehr schlechte oder sehr enttäuschte Verliererin war.

Der Triumph der Kasachin Rybakina ist umso höher einzuschätzen, weil sie vor dem Turnier angeschlagen war nach einer recht komplizierten Fußverletzung und sie wahrscheinlich selbst nicht wusste, woran sie ist. Doch schnell war klar, dass die Pause ihrer Form keineswegs abträglich war – vielleicht sogar im Gegenteil, weil sie pausieren musste. Denn keine Spielerin war frischer und agiler. Wenn sie aber gut zum Ball steht, dann wird es für jede Gegnerin schwer bis unmöglich dagegenzuhalten.
Sabalenka, die Titelverteidigerin und amtierende Nummer 1, tat ihr bestes. Nur noch ein Raunen ging durch die Ränge, wenn sich die Kasachin Rybakina und die Weißrussin Sabalenka die Bälle um die Ohren knallten. Beide hatten ja schon im Januar das Finale der Australian Open bestritten (ebenfalls mit dem besseren Ende für Rybakina). Beide waren ab April in ein Formtief gefallen mit jeweils erstaunlichen Niederlagen unter anderem in Paris und Wimbledon. Jetzt zeigten die beiden, dass sie die zwei besten Tennis-Frauen der Welt sind, trotz der Amerikanerinnen Gauff und Pegula, trotz Iga Swiatek und wie sie alle heißen.

Ein Trost für die Konkurrenz: So gut wie im 3. Satz wird auch eine Lena Rybakina nicht jeden Abend spielen.

Hoffnungsschimmer in Blau gegen den Trumpismus

Blick über den Teich

 

Beim ersten kleinen Stimmungstest nach Trumps Wiederwahl zum Präsidenten vor genau einem Jahr zeigten die „blauen“ Demokraten, dass sie tatsächlich noch Wahlen für sich entscheiden können. Am aufsehen-erregendsten war natürlich, dass der extrem links eingeschätzte Zohran Mamdani neuer Bürgermeister von New York wird. Er holte am Dienstagabend 51 Prozent der Stimmen und setzte sich eindeutig gegen Andrew Cuomo durch (40). Der frühere Gouverneur von New York hatte zwar die demokratischen Vorwahlen klar gegen Mamdani verloren, trat aber als Unabhängiger an. Mit dem Beifall und der Unterstützung von Trump, der explizit zur Wahl Cuomos aufrief, obwohl es mit Curtis Sliwa auch einen (allerdings von vorherein chancenlosen) Kandidaten der Republikaner gab.
Die Wahlbeteiligung in NY war so hoch wie seit 1969 nicht mehr, gerade die Jungen stürmten die Wahlkabinen und verhalfen Mamdani zum historischen Erfolg. Dieser verspricht ein neues, auch vor Normalos bezahlbares New York, unter anderem mit Mietpreisbremsen und kostenlosen Kita-Bremsen. Ob dieser frische Wind ausreicht im poltischen Tagesgeschäft und wenn es zur Finanzierung der hehren Projekte kommt (etwa mit eine Extra-Steuer für Einkommens-Millionäre), bleibt abzuwarten.
Der 34-Jährige ist der erste muslimische Bürgermeister, fand aber auch in der großen jüdischen Gemeinde New Yorks offenbar eine Mehrheit, wobei die Juden sehr gespalten sind über Mamdani und Ansichten. Offenbar allerdings ist Cuomos Plan nicht aufgegangen, Mamdani als radikalen Antisemiten hinzustellen.

Schon bevor Mahdamis Triumph feststand, hatten zwei demokratische Kandidatinnen die Gouverneurswahlen in New Jersey und Virginia gewonnen. In Virginia gewann die Demokratin Abigail Spanberger. Ihre Parteikollegin Mikie Sherrill setzte sich in New Jersey durch, beide gehören eher zur gemäßigten Gruppe. Spanberger ist die erste Frau, die künftig an der Spitze des Bundesstaates Virginia stehen wird. Um es sportlich zu formulieren, wie es CNN in der Nacht tat: „Sweep der Demokraten beim ersten Stimmungstest.“ Als Sweep bezeichnet man im Sport, wenn ein Team in einer Play-off-Serie (Best of 5 oder 7) alle Spiele gewinnt.

Natürlich sollte niemand Wahlen in New York auf die ganzen Vereinigten Staaten übertragen. Trotzdem könnte, ja müsste Mahdanis Triumph ein Aufwecker der nach Trumps Wahl paralysierten Demokraten sein. Weil nicht nur New York, sondern die gesamten USA die verheerende Politik Trumps auch am eigenen Geldbeutel spürt. Ob das dann reicht für die Midterms in einem Jahr, wenn der Kongress neu gewählt wird und die republikanischen Mehrheiten sich im Senat und/oder Repräsentantenhaus zu Gunsten der Demokraten ändern könnten, bleibt abzuwarten. Wenn es denn überhauptzu einigemaßen korrekte Midterms kommt und Terrorist Trump nicht irgendwelche Ausnahmezustände erfindet, damit diese  eben nicht stattfinden.

Trump zeigt sich offiziell gelassen: „Ich stand nicht zur Wahl, und schuld ist nur der Shutdown“, ließ er verlauten.

Showdown in Big Apple

Blick über den Teich, WNBA und MLB

Die New York Liberty mit einer starken Leonie Fiebich vergeben den ersten Matchball, dafür gewinnen die beiden Baseball-Teams im Halbfinale gegen die Los Angeles Dodgers und Cleveland Guardians.

WNBA

Minnesota Lynx – New York Liberty 82:80 (2:2)
Erneut ein Basketball-Thriller der Frauen, der erst in der absoluten Schlussphase entschieden wurde. Diesmal hatten die Lynx das bessere Ende für sich, weil Bridget Carleton sich einen Offensiv-Rebound schnappte, gefoult wurde und die beiden freiwürfe verwandelte. Diesmal gelang danach Sabrina Ionescu auf der anderen Seite kein Zauvberwurf zum Sieg (wie in Spiel 3), weshalb die Serie in New York entschieden wird in Spiel 5 in der Nacht zu Montag unserer Zeit (02:00) Uhr. Diesen Showdown hat das Finale verdient zweier absolut ebenbüriger Teams, in denen letztlich Nuancen den Ausschlag geben.
Wie eben in der wilden Partie 4 in Minneapolis vor diesmal 19.200 Fans, die ein Spektakel veanstalteten, das sich keinesfalls hinter NBA-Playoff-Heimpartien der Timberwolves verstecken müsse. Die sahen einen Schlagabtausch mit zahlreichen Führungswechseln, ständigen Auf und Abs, unglaublich getroffenen Dreiern, aber auch Monsterblocks und genauso erstaunliche Ballverluste nach Pässen ins Nichts. Und eine Scharfschützin wie Ionescu traf  keinen einzigen ihrer 5 Dreier-Versuche und blieb zum ersten Mal seit mehr als 20 Play-off-Partien ohne Dreier.
Mittendrin die deutsche Nationalspielerin Leonie Fiebich, die einen tollen Tag erwischte und mit 19 Punkten zweitbeste Punktesammlerin ihrer Liberty war hinter Jonquel Jones. Allerdings verwandelte sie „nur“ 2 von 5 Dreiern und blieb unter ihren 60 Play-off-Prozent, was wäre ein Franz Wagner glücklich über diese Quote. Fiebich hatte mit 36:02 Minuten auch die meiste Einsatzzeit ihresteams (gemeinsam mit Ionescu). Auch Nyara Sabally leistete ihren Beitrag mit 4 Punkten und 5 Rebounds, davon 2 am offensiven Brett.

Ansetzung (MESZ)
Mo., 02:00: New York Liberty – Minnesota Lynx (2:2)

MLB

Es war kein Freitag der Pitcher. Insgesamt 32 Runs kassierten sie in den beien Partien. Und in Erscheinung traten Schlagmänner, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen.

New York Mets – Los Angeles Dodgers 12:6 (2:2)
Mit dem Heimsieg verlängerten die Mets die Serie, die nun morgen respektive übemorgen in LA entschieden wird. Pete Alonso stellte die Weichen mit seinem 3-Run-Homer schon im 1. Inning auf Sieg. Schon nach dem 3. Inning schienen beim stand von 8:1 alle Messen gesungen. Dodgers Starting Pitcher, der in der 1. Partie am Sonntag noch alle New Yorker zur Vezweiflung geterieben hatte, hatte einen rabenschwarzen Abend. In 3 Innings kassierte er 8 Hits und 4 Walks, die zu den 8 Runs führten.
Immerhin betrieben die Dodgers Schadensbegrenzung, insbesondere verbrauchten sie im Hinblick auf die anstehenden Partien nur noch einen Werfer. Brent Honeywell hielt 4.2 Innings durch. Und Schlagmann Andy Pages hatte seinen persönlichen Erfolgstag, schaffte gleich 2 Homeruns, wass in der NL noch nie einem an 9 gereihten Schlagmann (nominell also einer der Wächsten) gelang. Das reichte letztlich aber nur zur Ergebnis-Kosmetik. Die Mets hatten gleich 14 Hits und 5 Walks – und sie nutzten regelmäßig ihre Chancen.

Cleveland Guardians – New York Yankees 6:8 (1:3)
Was für ein Ab und Auf und Ab mussten die Guardians-Fans im heimischen Stadion erleben. Dabei schien alles klar, für die Yankees  als im oberren 6. Inning Giancarlo Stanton mit seinem 3-Run-Homer auf 6:2 erhöhte. Andererseits hat der Bullpen der Yankees schon öfter gezeigt, dass er nicht zu den stärksten gehört. Also verkürzten die Guardians im 7. Inning auf 5:6, und nur ein famoser Catch von Left Fielder Alex Vedugo verhinderte weitere Punkte von Jhonkensey Noel. Als dann im 8. Inning Cleveland der Ausgleich gelang, roch es tatsächlich nach Umschwung. Aber der in der regulären Saison extrem effektive Relieiver Emmanuel Chase ließ im 9. Inning zwei weitere Punkte der Yankees zu zum 6:8, und darauf fanden die Guardians keine Anwort mehr: Braysn Rocchio repräsentierte bei 2 Mann auf Base zwar den virtuellen Sieg, schaffte aber nur ein harmloses Groundout.

Ansetzung heute
02:08: Cleveland Guardians – New York Yankees (1:3)

Ansetzungen morgen
02:08: Los Angeles Dodgers – NY Mets (3:2)

Sabrina Ionescus Zauberwurf

Blick über den Teich, WNBA und MLB

New York up und New York Down. Die Big-Apple-Fans hatten am Mittwoch nahezu gleichzeitig unterschiedliche Gefühle.
Zuvor allerdings noch eine aus deutscher Sicht sehr erfreuliche Nachricht. JJ Peterka ist in der NHL zum ersten Mal nach seiner leichten Gehirnerschütterung vor zehn Tagen in Prag wieder für die Buffalo Sabres aufgelaufen und erzielte bei der 5:6 Overtime-Niederlage bei den Pittwsburgh Penguins 2 Treffer.

WNBA

Minnesota Lynx – New York Liberty 77:80 (1:2)
Cool, cooler, Sabrina Ionescu. Die Scharfschützin krönte die New Yorker Aufholjagd mit einem spektakulären Dreipunkter genau eine Sekunde vor Schluss. Zwischenzeitlich lagen die Liberty mit bis zu 15 Punkten zurück, ehe sie wieder zurückkamen. Und das vor 19 500 fanatischen Lynx-Anhängern im ausverkauften Target Center, die einen Höllenlärm verantstalteten. Nach einer 5:4-Führung (alle Punkte für NY markierte Leonie Fiebich) ganz zu Beginn verloren die Liberty völlig den Faden und lagen nach dem 1. Quarter 18:28 zurück. Bedenklich die schier zahllosen Ballverluste (7 waren es tatsächlich). Das wurde mit der Partie etwas besser (16 im gesamten Spiel sind immer noch eine ganze Menge), und deshalb konnten die Liberty ab dem 2. Viertel den Rückstand nach und nach verkürzen.
Herausragend bei den Gästen wareinmal mehr Breanna Steward mit 30 Zählern. Fiebich kam auf 13 Punkte, die wieder sehr gut aus der Distanz traf (3/5 Dreier). Nyara Sabally steuerte in knapp 11 Minuten 4 wichtige Punkte bei. Bei Minnesotastand Napheesa Collier die gesamten 40:00 Minuten auf dem Parkett und hatte am Ende 22 Punkte zu Buche stehen.

Ansetzungen
Sa., 02:00: Minnesota Lynx – New York Liberty (1:2)
Mo., 02:00: New York Liberty vs Minnesota Lynx (falls Minnesota Spiel 4 gewinnt)

MLB

New York Mets – Los Angeles Dodgers 0:8 (1:2)
In der Offensive stark mit einigen Homeruns, in der Defensive wieder eine Bank, die Dodgers sicherten nicht nur Spiel 3 und die 2:1-Führung, sondern sind jetzt auch klar in der Favoritenstellung dieser Serie. Sie schafften insgesamt 4. Zunull-Erfolg in den vergangenen 5 Play-off-Partien. Diesmal legte Starting Pitcher Walker Bühler den Grundstein, der in 4.0 Inninngs gerade mal 3 Hits und 2 Walks zuließ. Noch beeindruckender die Ersatzwerfer, die in den folgenden 5 Innings nur einen Hit und 2 Walks hinnehmen mussten.Wirllich heikel wurde es für Bühler nur einmal, als er im 2. Inning mit nur einem Out die Bases lud, sich aber mit zwei Strikouts meisterlich befreite.
Und die Offensive produzierte ebenfalls überdurchscnittlich. Die ersten 2 Punkte erzielten sie durch sogenannten „little Ball), also Single-Hits, Walks und produktive Outs, in der die Runner um eine Base vorrücken. Ab dem 6. Inning packten die Dodgers dann die schweren Geschütze aus. Kiké Hernández erhöhte mit einem 2-Run-Homer auf 4:0, Shohei Ohtani legte im 8. Inning mit einem Schlag über den Zaun nach, der 3 Punkte einbrachte.

Ansetzungen Conference Series (MESZ)
National League
Fr., 02:08: New York Mets – Los Angeles Dodgers (1:2)
Fr., 23:08: Mets – Dodgers
Mo., 02:08: Dodgers – Mets (wenn nötig)
Di., 02:08: Dodgers – Mets (wenn nötig)

American League
Do., 23:08: Cleveland Guardians – New York Yankees (0:2)
Sa., 02:08:  Guardians – Yankees
So., 02:08: Guardians – Yankees (wenn nötig)
Mo., 23:08: Yankees – Guardians (wenn nötig)
Mi., 01:38: Yankees – Guardians (wenn nötig)

Spiel 1 der World Series (Best of 7)  ist in der Nacht zum Sonntag, 26. Oktober (MESZ, noch nicht festgelegt. Die Dodgers würden das Heimspiel vs Yankees/Guardians haben, die Mets müssten zunächst auswärts antreten.

New Yorker Sportfestspiele

Blick über den Teich

Zwei Teams aus Big City in den Conference Finals der MLB, die Basketballerinnen der New York Livberty kämpfen um ihren ersten Titel, die Footballer der Giants und Jets bestreiten SNF und MNF, New Yorker Sportfans können dieser Tage sich aus dem normalen Leben verabschieden, und da habe ich die NHL und Pre Season der NBA noch gar nicht auf erwähnt.

MLB

CLEVELAND GUARDIANS – Detroit Tigers 7:3 (3:2)
Das musste ja so kommen: Tarik Slubal, der (nicht nur) von mir so hymnisch gelobte Pitcher der Tigers, kassierte den K.-o.-Schlag. Nach 4 wiederum sehr starken Innings hatte er sein persönliches Waterloo (ich greife extra nicht ganz so hoch in Regal …), als er im 5. Inning bei einer1:0-Führung seies Teams gleich 3 Hits in Folge kassierte, wobei das Detroiter Fielding auch nicht unbedingt eine Hilfe war. Geladene Bases also bei nur einem Aus. Es folgte: ein Hit by Pitch und damit der automatische Punkt zum Ausgleich. Jetzt trat Clevelands Lane Thomas mit 3 geladenen Bases an die Platte, und er drosch den Ball weit über den Zaun. Grand Slam also, und plötzlich stand es 1:5. Die Tigers kamen noch auf 3:5 heran, doch zwei weitere Punkte der Guardians beseitigten letzte Zweifel am Sieg. Cleveland hat damit als letztes Team die Conference Finals erreicht.

ALCS

New York Yankees – Cleveland Guardians (1. Spiele: So., 00:57, Mo., 02:08)
Hier die New Yorker Ausnahmespieler Juan Soto und Aaron Judge, dort Clevelands mannschaftliche Geschlossenheit. Die große Stärke der Guardians ist der Bullpen, der regelmäßig auch knappe Führungen nach Hause bringt. Die Yankees warten dagegen auf den Durchbruch von Judge, der in den Play-offs gegen die Kansas City Royals ohne Homerun blieb und insgesamt eine maue Hit-Statistik hat (nicht nur) für seine Verhältnisse. Gut für die Yankees, dass es trotzdem zu mehr als soliden Auftritten reicht mit ordentlichem Pitching und Schlagmänner, die immer wieder auf Base kommen.
🧠 Yankees ❤️ Guardians (aber nur, weil ich die Yankees nicht mag

NLCS

Los Angeles Dodgers – New York Mets (Erste Spiele: So., 02:08, Mo.,, 22:08)
Für mich die viel aufregendere Serie und die große Frage, ob die Mets ihre unglaubliche Form auch nach Kalifornien retten können. Ihre Aufholjagd seit August ist ohnehin schon ein Fall für die Geschichtsbücher mit wechselnden Helden. Auf der anderen Seite die immer hochgewetteten Dodgers mit den Superstars Shohei Ohtani und Mookie Betts. Während Ohtani relativ blass blieb (1 Homerun, Schlagdurchschnitt 0.200), „lieferte“ Betts gegen die San Diego Padres (2 Homeruns). Beide können allerdings noch viel mehr leisten, vor allem öfter auf Base kommen.
Ein Knackpunkt werden die Pitcher der Dodgers sein, wo sehr viel Verletzungspech die Rotation völlig durcheinandergebracht hat. Im Spiel 5 gegen die Padres überraschte der grandiose Yoshinobu Yamamoto mit 5 Shutout-Innings selbst die eigenen Fans. Fraglich, ob er und John Flaherty (SP in Spiel 1) derlei Kunststücke wiederholen können. Allerdings überzeugten die Mets-Pitcher auch nicht vollends, vor allem hinter Senga (Starting Pitcher Game 1) steht doch ein dickes Fragezeichen, weil er kaum geworfen hat bisher.
🧠 Dodgers ❤️ Mets

WNBA

So., 21:00: New York Liberty – Minnesota Lynx (0:1)
Schon ein Pflichtsieg für die New Yorkerinnen nach der dramatischen und überflüssigen Overtime-Niederlage in Spiel 1. Denn mit einem 0:2-Rückstand nach Minneapolis zu reisen, erscheint mir wenig erfolgsversprechend. Vor allem Sabrina Ionescu muss (noch) mehr die Initiative an sich reißen. Die Deutsche Leonie Fiebich hat sich in die Starting Five festgespielt, muss bei der Defense alledings ihre Foul-Problematik in den Griff bekommen. Nyara Sabally ist höchstens Ergänzung als Ersatz-Ersatz-Center..

NHL

Das nennt man woh einen völlig vepatzten Saisonstart der Edmonton Oilers. Der letztjährige Stanley-Cup-Finalist kassierte nach dem 0:6 gegen die Winnipeg Jets Samstagnachr beim 2:5  gegen die Chicago Blackhawks eine weitere herbe Heimpleite. 2:11 Tore nach 2 Spielen, das ist heftig und regt schon wieder zu Diskussionen vor allem über die Verteidigungsarbeit und hier vor allem das Unterzahlspiel (3 Gegentore bei 3 Strafzeiten) an. Leon Draisaitl hatte wenigstens ein persönliches Erflogserlebnis, traf mit seinem ersten Saisontor zum 2:4.