Beginn der Champions League, die Entscheidung in der Basketball-WM der Frauen sowie der Auftakt der NFL (dazu noch die von mir gesondert behandelten US Open).
Die Monsterrunde beginnt
Zum dritten Mal wird die Champions League im Format der einen 36er-Gruppe gespielt, in der jedes Team acht Partien austrägt. Ich persönlich kann damit überhaupt nichts anfangen, denn es ist sehr unübersichtlich, und es gibt einfach zu viele Partien (allein in der Vorrunde 144). Ja, an jedem Spieltag gibt es dem Namen nach höchst attraktive Partien (wie gleich heute Real vs Inter und morgen Liverpool vs Atlético), doch der sportliche Wert tendiert gegen Null, weil auch Niederlagen leicht kompensiert werden können.
Der Modus ist der Gleiche geblieben: Die besten acht Mannschaften erreichen direkt das Achtelfinale, Platz 9 bis 24 spielen in einer Zwischenrunde und die weiteren acht Teilnehmer aus, 12 Teams scheiden aus, ich erspare mir Spekulationen, wer das jeweeils sein könnte …
4 deutsche Vertreter sind dabei, die folgende Auftaktbegegungen bestreiten. Wie immer in der 1. Woche verteilen sich die Spiele auf 3 Tage.
Meister Bayern München vs Bodo Glimt (Do., 21:00)
Borussia Dortmund vs Villarreal (Di., 21:00)
VfB Stuttgart vs Viking Stavanger (Mi., 18:45)
RB Leipzig bei Como mit Trainer Ces Fabregas (Do., 21:00)
Amazon zeigt über die gesamte Saison jeweils am Dienstag eine Partie exklusiv, der Rest läuft bei DAZN, einzeln in Konferenz.
Deutsche Basketballerinnen in der Zwischenrunde
Nach der Vorrunde im Schweinsgalopp (die 16 Mannschaften haben ihre je drei Partien an 4 Tagen ausgetragen), geht es ohne Pause weiter. Die deutschen Basketballerinnen stehen wie erwartet in der Zwischenrunde. Der klaren Niederlage gegen Spanien folgten souveräne und letztlich ungefährdete Erfolge gegen Japan und Mali.
Heute wartet in der Berliner Halle am Ostbahnhof die Vertretung Südkoreas. Nach den zuletzt starken Leistungen ist die Mannschaft klarer Favorit, zumal sie den körperlich eher kleinen Asiatinnen körperlich überlegen ist. Die Truppe um die WNBA-Profis Nyara Sabally, Leonie Fiebich und Luisa Geiselsöder findet von Spiel von Spiel besser zusammen, der ernüchternde Auftakt gegen Spanien wurde sehr gut weggesteckt.
Sollte die deutsche Mannschaft heute gewinnen, wartet am Donnerstag allerdings ein ungleich stärkerer Gegner. Europameister Belgien hinterließ bei den bisherigen Auftritten einen vorzüglichen Eindruck, vor allem bei Sieg am Montag über Australien. Gerade die WNBA-Stars Emma Meesemans und Julie Allemand wussten zu überzeugen.
Turnier-Favoritin ist allerdings das Star-Ensemble der USA, auch ohne Aja Wilson. Gerade die Breite des Kaders mit 12 fast gleich starken Akteurinnen dürfte sich im eng getakteten Turnier positiv auswirken: Den Viertelfinali am Donnerstag folgen schon am Samstag die Halbfinale und am Sonntag das Endspiel.
Das Turnier wird vom Publikum sehr gut angenommen. So viel Interesse und Begeisterung gabs bei einer Frauen-WM wohl noch nie, nicht nur die deutschen Spiele sind gut besucht. Das dürfte sich in der K.o.Runde weiter steigern, weil die Frauen wirklich Werbung für ihren Sport machen.
Das Lederei fliegt wieder
(Vorbemerkung: wirklich beschäftigt habe ich mich bisher kaum mit der NFL. Ich hoffe, mein Interesse steigt, wenn es richtig losgegangen ist)
Erstmals also in Australien, genauer gesagt in Melbourne) wo sich zum NFL-Auftakt in der Nacht zu Donnerstag (02:20 Uhr MESZ) die Seattle Seahawks und die New England Patriots messen. Eine Wiederholung des Super Bowls, bei dem die Seahawks das bessere Ende für sich hatten. Beide Teams dürften auch in dieser Saison wieder ein gewichtiges Wort im Titelkampf mitsprechen, ob sie dann wieder im Finale aufeinadertreffen (in Los Angeles), steht auf einem anderen Blatt.
Favoriten in der NFC sind neben den Seahawks vor allem die Divisionsrivalen Los Angeles Rams und San Francisco 49ers. Gerade die Rams dürfte die Aussicht auf einen Heim-SuperBowl beflügeln. Als weitere Favoriten erachte ich wie gehabt die Philadelphia Eagles (East) und die Chicago Bears (North).
In der anderen Konferenz (AFC) bleibt abzuwarten, ob die Patriots auch mit einem schwierigeren Spielplan zurechtkommen. Schon die Auseinandersetzung mit dem Divisions-Rivalen Buffalo Bills dürfte wie gehabt haarig werden. Zu beachten sind vor allem die Teams aus der AFC West, allen voran die Denver Broncos und die Kansas City Chiefs, erst recht , wenn Quarterback Patrick Mahomes wieder fit ist.
Und sonst?
- Bundesliga: Spitzenspiel in Elversberg, wo der verlustpunktfreie Aufsteiger Meister FC Bayern empfängt (So., 17:30). Die Münchner haben auf Schalke beim 0:0 schon Federn gelassen und sind erstmals seit 2 jahren nicht mehr Tabellenführer, sondern finden sich auf Platz 6 wieder, wahrscheinlich nur eine Momentaufnahme. Elversberg beeindruckte zuletzt beim 4:3 nach 1:3-Rückstand bei Borussia Mönchengladbach.
Nominelles Topspiel (Sa., 18:30) ist allerdings die Partie 1. FC Köln – Werder Bremen. Der FC Augsburg will seine Tabellenführung mit einem klaren heimsieg gegen Bayer Leverkusen (Sa., 15:30) untermauern. - Internationaler Fußball, England: Im Blickpunkt steht das Manchester-Duell zwischen United und City (So., 17:30). City ist neben Arsenal (am Samstag in Sunderland gefordert) das einzige verlustpunktfreie GTeam.
Spanien: Barca grüßt nach 4 Siegen in 4 Spielen schon als alleiniger Tabellenführer. Ob Levante (So., 16:15) zum ersten Stolperstein wird, wage ich zu bezweifeln. Real Madrid versucht nach der ersten Niederlage bei Betis Sevilla, Anschluss zu halten mit einem heimerfolg gegen Vallecano (So., 21:00). - Formel 1: nach Monza ist vor Madrid Gejagter in der spanischen Hauptstadt ist Kimi Antonelli, der mit dem Triumph in der italienischen Heimat auch einen emotionalen Höhepunkt erlebte.
- Leichtathletik: Abschluss der Freiluftsaison in Budapest mit den sogenannten World Athletics Unltimate Championships. Ein Treffen der weltbesten Athleten in 28 Disziplinen, die sich an drei Veranstaltungstagen ab Freitag messen. Keine Vorläufe, keine Vorkämpfe, die Veranstalter versprechen komprimiert Leichtathletik vom Feinsten mit auserwählten AtletInnen. Ob die Damen und Herren dazu nach einer langen Saison noch willens und fähig sind, stelle ich mal anheim.
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