DAs war die Woche, die war

Die letzte Tour-Woche und 2 bemerkenswerte Tennis-Turniere

 

Pogacar ungefährdet

 

Wie erwartet, hat Tadej Pogacar ungefährdet die Tour de France gewonnen. Der Slowene zeigte noch einmal sein ganzes Können, als er am Freitag wie von ihm erwünscht die Etappe nach Alpe d’Huez für sich entschied. Und zwar in einer Art und Weise, die einen nur sprachlos zurückließ.

Mit etwa drei Minuten war die Pogacar-Gruppe der Besten im Gesamt-Klassement hinter einem Führungstrio in den sagenumwobenen Anstieg mit den 21 Kehren gegangen, da machte sich Pogacar allein zur Verfolgungsjagd auf und davon. Sekunde um Sekunde knabberte er an Rückstand weg, immerhin gegen einen Weltklasse-Kletterer wie Richard Carapaz. Einen Kilometer vorm Zielstrich der Zusammenschluss, und als der Slowene wegspurtete hatten weder Carapaz noch sein Fluchtgefährte Martinez auch nur den Hauch einer Chance.

Die legendäre Etappe hoch nach Alpe d’Huez fehlte noch in der reichen Erfolgssammlung des Slowenen. Er brauchte für den Anstieg gut eine Minute weniger als der bisherige Rekordhalter Marco Pantani, dem dieses Kunststück in den Hochzeiten des Dopings geglückt war. Gerüchte und Mutmaßungen wollen angesichts der unfassbaren Überlegenheit nicht verstummen, aber bisher ist Pogacar aus allen Dopingkontrollen ohne positven Befund geblieben.

Tags darauf ging es (nach einer mörderischen Etappe mit drei Bergwertungen der höchsten Kategorie noch einmal nach Alped’Huez, diesmal von der anderen, nicht so schweren  Seite. Wieder sprang Carapaz vom Hauptfeld früh weg mit Fluchtgefährten Sepp Kuss. Der in einer rasenden Abfahrt für einen Schreckenmoment sorgte, als er die Kontrolle verlor und zu Sturz kam. Gott sei Dank genau an einer Stelle, wo ein Fangnetz aufgezogen war, sonst wäre er hunderte von Metern in die Tiefe gestürzt. Was einem immer wieder vor Augen führt, welche riesigen Gefahren die Tour-Teilnehmer auf sich nehmen. Da sind die Schlüsselbeinbrüche, die die Spitzenfahrer Monas Vingegaard und Florian Lipowitz erlitten hatten, Tagesgeschäft.

Durch den Sturz verlor der zu diesem Zeitpunkt knapp führende Kuss natürlich alle Chancen auf den Etappensieg. Den schnappte sich Carapaz. Höchstwahrscheinlich auch deshalb, weil Pogacar diesmal auf eine Verfolgungsjagd verzichtete. Diesmal begnügte er sich, seinen hochtalentierten Teamgefährten Isaac del Toro ins Ziel zu eskortieren, auf dass der Mexikaner das Weiße Trikot des besten nachwuchsfahrers absichern könnte. Dies gelang, auch weil dessen Konkurrent Paul Seixas weiter Zeit verlor.
Carapaz feierte aber nicht nur den zweiten Etappensieg in den Alpen, mindestens genauso wichtig war dem Mann aus Ecuador das Bergtrikot, das er dann bis Paris trug.

Eine ganz starke Leistung lieferte Remco Evenepoel ab. Der Belgier vom Red-Bull-Team war klar der zweitstärkste Mann im Feld. Endlich zeigte er seine überragenden Fähigkeiten auch im Hochgebirge (diese Fähigkeit hatte er bisher vermissen lassen). An Pogacar kam er zwar nicht heran, alle anderen Konkurrenten hatte der Belgier sicher im Griff.

 

Van der Poels unfassbarer Endspurt

 

Die letzte Etappe in Paris wollte Pogacar noch mal gewinnen. seit 2025 ist ja in die Tour honneur in der Hauptstadt der knackige Anstieg zum Montmartre eingebaut, einer der Glanzpunkte der Olympischen Spiele 2024. Die Gesamtwertung ist vorher neutralisiert, aber der Kampf um den Tagessieg erfährt dadurch noch mal ein unglaubliches Spektakel. So auch am Sonntag. Beim letzten Anstieg setzte sich Pogacar ab, und nur Matthew van der Poel konnte folgen. Etwa 15 Sekunden konnten sie herausfahren, sie wechselten sich perfekt in der Führungsarbeit ab, und lange schien es so, als würden sie tatsächlich durchkommen. Doch das rasende Feld, in dem die Helfer der Sprintspezialisten ein unfassbares Tempo anschlugen kamen dann doch Sekunde für Sekunde näher – ein echter Krimi. Etwa 600 Meter richtete sich Pogacar auf, er konnte nicht mehr. Wohl aber van der Poel, der das Tempo beibehielt. Und doch kam die Meute näher und näher. Irgendwie mobilisierte van der Poel  Kräfte aus seinem Körper, aber als er die Ziellinie übeqwuerrte, da jubelte ein anderer: kurze Verwirrung, dann war klar: Der Belgier Jesper Philippsen feierte nicht selbst, sondern seinen Teamkollegen van der Poel. Nur zur Sicherheit war der Belgier mitgespurtet, damit der Sieg auf jeden Fall im Team blieb. Was für ein faszinierender Schlussakkord dieser faszinierenden Tour.

 

Lilli Tagger zeigt bei den Großen auf

 

Die österreichische Tennisspielerin habe ich seit gut einem Jahr auf dem Zettel. Genauer gesagt, seit dem French-Open-Triumph bei den Juniorinnen 2025. Seitdem geht es stetig aufwärts mit der mittlerweile 18-Jährigen, die sich innerhalb eines Jahres von einem Platz jenseits der 500 in die Top 100 vorgespielt hatte. Jetzt der erste Turnier-Sieg bei den „Großen“, nämlich beim Turnier in Prag. Gewiss, nicht das ganz große Event, längst nicht so gut besetzt wie ein Grand-Slam- oder Masters-Turnier. Aber doch eines mit vielen Lokalmatadorinnen aus Tschechien, dem schier unerschöpflichen Talente-Reservoir.
Das Meisterstück machte Tagger schon am Samstag im Halbfinale, als sie in einer spektakulären Partie Barbora Krejikova bezwang. Ihres Zeichens Wimbledonsiegerin 2024 und auch in Paris hatte sie schon triumphiert. In einer Partie Spitz auf Knopf gewann sie im Tiebreak des 3. Satzes, und quasi zum Drüberstreuen siegte Lilli Tagger auch im Finale gegen Daria Snigur aus der Ukraine.

Offenbar ist Tagger jetzt der Sprung in die Elite gelungen (bei aller Vorsicht). Mit 1,85 Metern ist sie einer der Längsten im Feld, ihr Aufschlag dementsprechend eine echte Waffe, obwohl sie wahrlich nicht muskelbepackt ist. Der Paradeschlag ist die wunderschöne einhändige Rückhand (leider im Aussterben begriffen, erst recht bei den Frauen), mir der sie unerreichbare Bälle schlagen kann.
Taggers großes Glück: Mit der Italienerin Francesca Schiavone hat sie eine erfahrene Trainerin: eine ehemalige Topspielerin ebenfalls mit einer einhändigen Rückhand; die Tagger perfekt anleitet, und auch das Umfeld scheint geerdet. Es geht nicht um den schnellen Triumph, sondern an das langsame Heranführen ans Spitzentennis. Wo dann die Grenze ist, bleibt abzuwarten. Dass ihr gegenwärtiges Ranking von Platz 45 schon der Plafond ist, glauben allerdings nicht mal die schlimmsten Pessimisten, die Top Ten scheinen zumindest mittelfristig bei allen Unwägbarkeiten auf jeden Fall drin. Ich werde den Weg der Lilli Tagger weiter verfolgen.

 

Bei Korpatsch geht endlich der Knopf auf

 

Tamara Korpatsch gab als Riesentalent auch Anlass zu den größten Hoffnungen. Aber viele Verletzungen verhinderte die große Tennis-Karriere. Doch jetzt, mit 31Jahren, belohnte sich die Deutsche dafür, dass sie stets drangeblieben ist, dass sie trotz vieler Rückschläge nie aufgegeben hate. In Hamburg schaffte sie am Sonntag den Turniersieg, durch einen Finalsieg gegen die Ungarin Anna Bondar.

Geradezu märchenhaft war die Woche der Tamara Korpatsch verlaufen mit Siegen unter anderem gegen die weit höher eingestuften und auch eingeschätzten Kalinina und Sherif. Der Lohn: Etwa 30.000 Dollar Prämie und der Sprung auf Rang 46, einen Platz also hinter Tagger. Und somit die Gewissheit, zumindest für ein jahr bei allen wichtigen Turnieren im Hauptfeld zu stehen.

 

Und sonst?

 

  • Formel 1: Den ersten Erfolg als Weltmeister feierte Lando Norris. Im Budapest gewann er vor dem viermaligen Champions Max verstappen und Kimi Antonelli, der seine WM-Führung auf 50 Punkte (das entspricht zwei Rennsiegen) ausbaute. Jetzt folgt eine pause von einem Monat.
  • Leichtathletik: Glanzpunkte der Deutschen Meisterschaften waren die 400-Meter-Rennen. Ohne Hürden triumphierte Emil Ageykum in 47.65 Sekunden, mit denen er dem bisherigen Meisterschaftsrekord von Harald Schmid aus den 80er-jahren unterbot.
    Noch überraschender kam für mich die Top-Zeit von Jean Paul Bredau. Ohne Hürde brauchte er für die Srtadionrunde nur 44,72 Sekunden, so schnell war in Deutschland seit 20 Jahren niemand mehr gewesen, als Ingo Schult die Welteligte aufmischte.
    Ageykum und Brelau sind auch zwei echte Trümpfe für die Europameisterschaften in drei Wochen, und in der 400-Meter-Staffel dürften beide gesetzt sein.
  • Fechten: Die WM in Honkong brachte einen unerwarteten Erfolg für Deutschland. Säbel-Weltmeisterin wurde völlig überraschend Larissa Eifler. Es ist der erste Titel für Deutschland seit 2014 (Säbel-Männer in Kasan) und gar die erste Einzelmeisterschaft seit 2010, als Peter Joppich mit dem Florett erfolgreich war. Ein sehr heller Lichtblick in einer Sportart, die einst zu den Medaillengaranten auch bei Olympia zählte, zuletzt aber komplett jenseits der Öffentlichkeit lief.
  • Volleyball: Fast vergessen hätte ich einen absoluten Höhepunkt. In einem grandiosen Finale der Nation League im chinesischen Macau (großer Seufzer) setzten sich die Türkinnen in vier Sätzen gegen Brasilien durch. Was die Südamerikanerinnen an Abwehrarbeit verrichteten, war  outstanding und jenseits des Begreifens (meines jedenfalls), aber gegen die türkische Star-Angreiferin Melissa Vargas war am Ende doch kein Kraut gewachsen.
    Sehr und genießt!

    https://www.youtube.com/watch?v=upj4RRXEtvc

 

 

Das wird die Woche, die wird

Die letzte Tour-Woche, deutsche Finals in Hannover und tatsächlich schon wieder Fußball-Champions-League, wenn gleich „nur“ Qualifikation.

 

Pogacar ohne Gegner – oder?

 

Die Tour de France ist in der letzten Woche vor dem Ziel am Sonntag in Paris. Doch schon heute ist ein klarer Anwärter aufs Podest wegen eines Sturzes ausgeschieden. Bei einer sehr tückischen Abfahrt im Zeitfahren rutschte Florian Lipowitz in einer engen Kurve mit dem Hinterrad weg, er schlitterte mit der Schulter gegen eine nicht abgesicherte Bordsteinkante und konnte nicht weiterfahren. Stattdessen wurde er mit dem Krankenwagen abtransportiert.
Für mich ein absolutes Unding: zum einen so eine gefährliche Abfahrt in das Einzel-Zeitfahren einzubauen und diese zum anderen nicht im Geringsten zu schützen. Ein Sturz war fast naheliegend und offenbar von den sensationslüsternen Organisatoren fast schon eingepreist. Auch der klar Führende Tadej Pogacar hatte an dieser Stelle seine Mühe, obwohl der Slowene nicht das Letzte riskiert haben dürfte.
Pogacar dürfte nach Rang 2 hinter Remco Evenepoel, aber nur 28 Sekunden Zeitverlust auf den absoluten Spezialisten im Kampf gegen die Uhr, der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen sein bei 4:32 Minuten Vorsprung auf den Belgier. Auch wenn die anstehenden Alpenetappen unter anderem mit zweimal Alpe d’Huez kein Zuckerschlecken werden. Evenepoel hat beste Chancen auf Rang 2, es wäre seine mit Abstand beste Tour-Platzierung in Paris. Allerdings fehlt ihm mit Lipowitz ein sehr wichtiger Helfer in den Bergen, der Rest des Red-Bull-Hansgrohe-Team ist dort kein Faktor. Mal schauen, ob er über die ganz hohen Berge auch gut rüberkommt, das war in den vergangene jahren sien Problem.
Sehr spannend wird der Kampf um Platz 3 (nach dem Ausfall von Lipowitz und zuvor Jonas Vingegaard). Der Mexikaner Isaac del Toro und der Franzose Paul Seixas kämpfen nicht nur um den Podestplatz, sondern auch ums Weiße Trikot es besten Nachwuchsfahrers (bei der Tour sind das alle Profis unter 25 jahren).

 

Deutsche Titel im Hunderterpack

 

Ab Donnerstag ist es wieder soweit. In gleich 23 Sportarten kämpfen Athletinnen und Athleten um deutsche Meistertitel. Neben Traditions-Sportarten wie Schwimmen, Bogensport und Turnen, die schon öfter in den sogenannten deutschen Finals dabei waren, kämpfen erstmals auch solche aus Jiu Jitsu und Rapid Surfen, aber auch Beachvolleyball und Wasserball um Meisterehren. Die Wettbewerbe sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt, für diejenigen, die sich nicht extra nach Hannover aufmachen (ich gehe mal davon aus, dass keiner meiner Leser dort wohnt …), bietet die ARD zahlreiche Live-Streams an.

Mein persönlicher Liebling: die 3×3-Basketballer und das Rugby-7-Turnier (jeweils Frauen und Männer), auch wenn hier die Nationalspieler wegen der nahen Europameisterschaft unabkömmlich sein werden.

Extrawurscht der Leichtathleten – aus Gründen!

Auch diese kämpfen dieses Wochenende um Titel und Platzierungen. Allerdings nicht in Hannover, sondern in Bochum-Wattenscheid, im altehrwürdigen Stadion an der Lohrheide, wo in den 80er-Jahren auch die Bundesliga-Kicker von Wattenscheid 09 spielten (heute Regionalliga).
Der Grund für den Sonderweg ist profan: Nach dem Umbau des Niedersachsenstadions in eine reine Fußball-Arena (für die WM 2006!) gibt es dort keine wettkampftaugliches Leichtathletik-Stadion. Der Zuschauer daheim wird nix merken, auch hier ist das Fernsehen live dabei, wahrscheinlich sogar besonders ausführlich, wie es sich für die olympische Kernsportart gehört.

 

Sturms erster Schritt zur Königsklasse 

 

Sturm Graz gegen Hearts of Midliothian – so lautet aus meiner austriaphiler Sicht der Schlager der 2. Qualifikationsrunde (Di., 20:30, ORF1).  Beide Teams wurden in der nationalen Meisterschaft Zweiter, die Hearts verpassten herzzerreißend in fast letzter Minute mit einer Niederlage beim direkten Konkurrenten Celtic Glasgow den Titel. Sowohl Österreicher als auch Schotten waren ja bei der WM dabei, beide Teams schieden früh aus. Inwieweit Spieler fehlen, vemag ich nicht zu sagen, noch weniger weiß ich über die Form: Aber gerade die Hearts haben im Sommer einen erheblichen Aderlass erlitten, die besten Profis haben sich davongemacht.

Ansonsten sticht noch die Partie FC Thun gegen Dinamo Zagreb heraus (Di., 20 Uhr/SRF), immerhin der Schweizer Meister (ohne Meistercoach Lustrinelli, der in Richtung 1. FC Union nach Berlin entschwand) gegen den Titelträger Kroatiens.

Insgesamt sind vier Qualifikationsrunden zu überstehen, bevor die Geldtöpfe der Königsklasse anvisiert werden können. In der 3. Runde greift dann auch der österreichische Titelträger LASK ein.

 

Und sonst?

 

  • Formel 1: Letzter Lauf vor der einmonatigen Sommerpause in Budapest (Sonntag, 15 Uhr). WM-Leader Kimi Antonelli im Mercedes muss sich de stärker werdenden Konkurrenz der Ferraris und von max Verstappen (Red Bull) erwehren.
  • Tennis: Traditionelle Sandplatzturniere der Männer in Kitzbühel (unter anderem mit Bublik, Vacherot, Struff und Altmaier) und Estoril (Rublew, Darderi, Wawrinka). Die Frauen messen sich in Hamburg (Olyinikova, Kalinina, Korpatsch) und Prag (Bouskova, Krejikova, Tagger).
    Das Gros der Spielerinnen und Spieler hat sich bereits nach Nordamerika aufgemacht, wo ab nächste Woche die Sommer-Hartplatz-Saison mit dem Höhepunkt US Open (ab 31. August) ansteht.

 

 

Das war die Woche, die war

Pogacars Husarenstück trotz Sturz

 

Der Monumenten-Klassiker Mailand-San Remo gehörte zu den ganz wenigen wichtigen Radrennen, die Tadej Pogacar noch nicht gewonnen hatte. Auch am Samstag sah es nicht gut aus für den Slowenen, denn nur 30 Kilometer vor dem Ziel kam er zu Sturz. Doch er bestätigte seine Ausnahmeklasse, holte den Rückstand fast spielend auf und bezwang mit zerrissenem Trikot und beschädigtem Rad gemeinsam mit dem Briten Thomas Pidcock den Anstieg um Poggio als Erster. Nach der rasenden Abfahrt hinunter nach San Remo erwies er sich im Schlussspurt als der Stärkere. Wie sehr ihm der Triumph bei der „Primavera“ am Herzen lag, zeigte sein ausgelassener Jubel, andere Siege nimmt er mittlerweile ja fast gleichgültig zur Kenntnis.

Von den ganz großen Rennen, egal ob Rundfahrt oder Eingtagesklassiker, fehlt Pogacar jetzt nur noch Paris-Roubaix in der Siegessammlung. Jenes Monument in der Hölle des Nordens mit den unberechenbaren Kopfsteinpflaster. Wer den wild entschlossenen Slowenen bei seiner Aufholjagd nach dem Sturz und dem unwiderstehlichen Anstieg zum Poggio gesehen hat, zweifelt nicht daran, dass Tadej Pogacar auch dieses Rennen für sich entscheiden wird, vielleicht schon am 13. April.

 

Englands Armada – ziemlich gebeutet

 

Gleich mit sechs Teams waren ins Achtelfinale der Fußball-Champions-League gestürmt, nur zwei haben diese Runde überstanden, der FC Liverpool gegen Galatasaray und der FC Arsenal gegen Bayer Leverkusen. Der Rest erlitt Schiffbruch. Vor allem die Auswärtsschwäche in Spanien war eklatant. Ob Manchester City bei Real Madrid (0:3), Tottenham bei Atlético (2:5) oder Newcastle bei Barca (2:7), es hagelte regelrecht Gegentore, was auch die Heimspiele nicht kompensieren konnten. Die Schadenfreude der Konkurrenz kam dann noch hinzu, die schon einen Durchmarsch der Premier League befürchtete angesichts der finanziellen Dominanz.

Sehr souverän löste der FC Bayern die Aufgabe Atalanta Bergamo. Dem 6:1 im HInspiel ließen die Münchner in der heimischen Arena ein 4:1 folgen. In der Form sehe ich den Deutschen Meister als (Mit)Favorit auf den Henkelpott, allerdings wartet jetzt die schwere Aufgabe Real Madrid, wo gerade im Santiago Bernabeu schon so manches Fußball-Wunder (oder überhaupt wunderliches Geschehen?) geschah, wie auch die Bayern leidvoll bestätigen können.
Außerdem habe ich ganz groß den Titelverteidiger auf dem Zettel: Paris St. Germain nahm die Hürde FC Chelsea sehr souverän. In einer Wiederholung des Club-WM-Finals setzten sich die Franzosen mit einem Gesamtscore von 8:2 durch. Offenbar pflegt PSG die Erfolgstaktik von 2025: sich bis zum Frühjahr irgendwie durchschlagen und dann fast unwiderstehlich auftrumpfen.

 

Kehl muss gehen

 

Borussia Dortmund wird den Vertrag mit ihrem langjährigen Spieler und jetzigen Sportdirektor nicht verlängern. Nachfolger wird Nils Ole Book, der aus dem völlig unbedeutenden Viertligisten SV Elversberg einen seriösen Aufstiegskandidaten zur Bundesliga formte (nicht allein, versteht sich!). Damit kappte der BVB seinen fast ehernen Grundsatz, nur altgediente Profis in die Teamführung zu integrieren. Frische Luft von außen soll den club-internen Mief und Muff vertreiben. Kehl wurde als Schuldiger einer insgesamt verfehlten Transfer-Politik ausgemacht. So fehlt zurzeit derzeit der Spieler im Kader, den man zu exorbitante Summen verkaufen könnte wie früher Dembélé, Bellingham, Haaland und Aubameyang. Angesichts der vielen Verantwortlichen, die bei den Dortmunder bei Transfers so mitmischen (neben Kehl: Ricken, Sammer, der geschasste Mislintat, vielleicht auch noch Vereins-Chef Watzke), vermag ich nicht zu urteilen, ob gerade Sebastian Kehl der Hauptschuldige ist. Zumal die Saison als ungefährdeter Bundesligazweiter auch nicht als Komplett-Desaster gelten kann.

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: Für den VfL Wolfsburg wird es im Abstiegskampf enger und enger. Die Niedersachsen verloren zu Hause das direkte Duell gegen Werder Bremen mit 0:1 – nach einer wenig mutmachenden Vorstellung. Der Rückjstand auf den Relegations-Platz 16 (St. Pauli) beträgt schon 3 Punkte und 13 Tore in der Differenz, Rang 15 (1. FC Köln) ist schon fünf Zähler entfernt.
    Apropos Köln: Die Rheinländer entschlossen sich vor der Pause wegen Länderspielen zum handelsüblichen Schritt in der Ergebniskrise und feuerten Trainer Lukas Kwasniok. Der trotz Tragens des Kölschen Spielertrikots offebar nie beim sehr eigenen FC angekommen schien. Nachfolger wird zumindest vorläufig der bisherige Assistent René Wagner, bisher noch ohne jede Erfahrung als Chefcoach. Mich würde also nicht wundern, wenn der FC bei einem Feuerwehrmann wie Friedhelm Funkel anfragt …
  • 3. Liga: Ein zartes Aufstiegsfünkchen flackerte bei mir als Löwen-Fan, es wurde durch eine Niederlage des TSV 1860 beim MSV in der Nachspielzeit jäh ausgetreten. Während der VfL Osnabrück als klar Erster schon die Aufstiegsfeier planen kann, gibt es dahinter zwischen 5 fast gleichaufen Teams ein wüstes Gerangel um den zweiten direkten Aufstiegsplatz und den Relegationsrang 3.
  • Wintersport: Auch beim Saisonfinale am Holmenkollen gab es keinen deutschen Sieg. Philipp Nawrath musste sich im Massenstart nur um 3,7 Sekunden dem Norweger Johan Botn beugen. Erstmals überhaupt blieb die Mannschaft komplett ohne Rang 1 bei einem Rennen. Norweger, Franzosen und Schwede sind bei Männern und Frauen in Quanitität, aber auch Qualität klar enteilt. Daran ändern auch vereizelte Siege einer Lisa Vitozzi (so am Sonntag im Massenstart nichts.
    2 prägende Österreicher bestritten am Holmenkollen ihre letzten Rennen. Lisa-Maria Hauser und Simon Eder, mit 43 Jahren eh schon in einem gesegneten Sportleralter. Hausers Rücktritt kam doch etwas überraschend, immerhin konnte sie in diesem Jahr noch einen Verfolger gewinnen. Aber sie sah nach dem eher enttäuschenden Olympia keine echte Motivation mehr.Während bei den Frauen junge Österreicherinnen wie Anna Gandler und Anna Andexer bereitstehen, schaut es bei den Männern für Austria zappenduster aus.

 

 

 

 

Das war die Woche, die war

Eine Woche hier fast ohne Fußball und doch mit unglaublich anmutenden Leistungen.

Marathon unter 2:10

Die Kenianerin Ruth Chepngetich siegte in Chicago in der unfassbaren Zeit von 2:09,56 Stunden und blieb dabei fast zwei Minuten unter der für mich vor einem Jahr schon unglaublichen Zeit von Tigit Assefa, die in Berlin nur 2:11,63 Sekunden brauchte. Noch 2019 lag der inoffizielle Weltrekord bei den Frauen bei knapp über 2:15. Natürlich wird diese Leistungsexplosion begünstigt durch sehr viel bessere Schuhe, und bei den Frauen kommt hinzu, dass sie lange im Windschatten von Männern laufen können. Was nichts daran ändert, die Zeit einfach nur fantastisch zu nennen. Chepngetich ist mit ihrer gestrigen Zeit zum Beispiel schneller als jeder österreichische Mann bisher.
Bei den Männern siegte der Kenianer John Korir in 2:02,43 Stunden.

Pogacar siegt wie er will

Apropos fantastische Leistungen. Tadej Pogacar dominiert gerade den Radsport wie vielleicht noch nie jemand vor ihm. Der Slowene schloss sein fast unwirkliches Jahr mit dem überlegenen Erfolg bei der Lombardei-Rundfahrt ab, einem der 5 großen Einzelrennen (Monumente) im Radsport. Wie vor zwei Wochen bei der WM in Zürich siegte er in einem unwiderstehlichen Alleingang, setzte sich 48 Kilometer vor dem Ziel ab und ward nicht mehr gesehen, als bestünde die Konkurrenz nicht aus Weltklassefahrern, sondern aus Postboten mit ihrer schweren Fracht.
Das so lange nicht mehr Gesehene: Pogacar beschrängt sich nicht nur auf die großen Rundfahrten wie Giro und Tour, die er beide dieses Jahr mehr als übelegen gewann, sondern auch auf Eintagesrennen und hier die Klassiker. So steht in seiner Erfolgsbilanz 2024 der Triumph im WM-Rennen und Lüttich-Bastogne-Lüttich, ein weiteres Monument. Geschlagen in einem wichtigen Rennen wurde er nur bei Mailand-San Remo, das er als Dritter beendete.
Eddy Merckx ist Radsportler des Jahrhunderts und galt als Kannibale, der jedem Sieg hinterherfuhr. Seine größte Zeit war schon vorbei, ehe ich 1977 mich wegen Didi Thurau erstmals näher mit dem Radsport beschäftigte. Aber nicht einmal Eddy Merckx hatte offenbar diese Dominanz, die jetzt Tadej Pogacar ausstrahlt. Mit all den Unwägbarkeiten und Betrügereien, die diesen Sport umschwirren. Pogacar muss mit den zweifeln leben, und alle Fans (von Pogacar und des Radsports insgesamt) müssen hoffen, dass er auchn wirklich sauber ist.

Sehr souveräner Sinner

Der Italiener hat in Schanghai das Masters gewonnen und das in einer fast Pogacar-ähnlichen Überlegenheit. Im Finale ließ er Novak Djokovic keine Chance, das Ergebnis von 7:6, 6:3 spiegelt die Dominanz nur sehr unzureichend wider. So hatte der beste Returnspieler Djokovic nicht einen einzigen Breakball, nicht einmal gab es bei Sinner-Aufschlag Einstand, nur zweimal 30:30, also die Chance zu einem Breakball, und nur ein einziges Mal lag Sinner 15:30 zurück.
Der Italiener gewann damit nach Miami und Cincinatti sein 3. Masters-Turnier des Jahres, dazu kommen die Grand-Slam-Triumphe in Australien und New York. Alles könnte so toll sein mit dem Zukunfts-Duell mit dem ebenfalls sehr erfolgreichen Carlos Alcáraz, der in Schanghai im Viertelfinale an einem formidabel aufspielenden Tomas Machac scheiterte. Doch hier gibt es leider schon die positive Dopingprobe, die unter reichlich nebulösen Umständen erst verheimlicht wurde und dann auch noch zu einer lächerlich geringen Strafe führte, weil der Tennissport  Sinners Ausflüchte offenbar nur zu gerne glauben wollte, um seine Nummer 1 nicht zu beschädigen. Der CAS ist angerufen, höchste Zeit, dass er endlcih zu einem Urteil kommt

Und sonst?

  • SÖDERholm ENTLASSEN!: Drei Heimniederlagen in Folge waren zuviele für den Eishockey-Trainer Toni Söderholm. Red Bull München, mit der neuen Halle aufgebrochen zu neuen Ufern, entband den Finnen seiner Aufgaben, wie es so unschön heißt. Der Ex-Bundestrainer war im vergangenen Frühjahr zu RB zurückgekehrt, den er 2016 zum Meistertitel geführt hatte.
  • Magdeburg schlägt zurück: Der SCM gewann das Spitzenspiel, der HBL beim Tabellenersten SG Flensburg-Handewitt 29:27 und übernahm wieder die Tabellenspitze. Nach Verlustpunkten sind sie gleich mit Tabellenführer Füchse Berlin, der MT Melsungen und der TSG Hannover-Burgdorf.
  • Fußball gibt es auch noch: Nämlich die Nations League. Dort gewann das deutsche Team mit 2:1 bei Bosnien-Herzegowina durch 2 Tore von Denis Undav, dem Spätberufenen Meppener. Heute mit einem weiteren Sieg in München gegen Holland kann schon der vorzeitge Einzug ins Viertelfinale praktisch fixgemacht werden. 2 Partien.
    In der B-Liga beeindruckte Österreich durch ein 5:1 gegen Norwegen. 2 Tore erzielte Ex-Bremer Marco Arnautovic.
  • Apropos Fußball: Bayern Münchens Frauen verloren mit 0:2 beim VfL Wolfsburg und kassierten nach 44 Spielen wieder eine Bundesliga-Niederlage.

 

Das war die Woche, die war

Spitzenspiel war wenig Spitze

Rekordmeister gegen Meister, Tabellenerster gegen die Unschlagbaren. Viel hab ich mir versprochen, vergleichsweise wenig ist herausgekommen, aber zwei fantastische Tore, die allerdings fast folgerichtig mit Robert Andrich und Alexander Pavlovic zwei defensive Mittelfeldspieler erzielten und nicht die jeweis unsichtbaren Stürmer Harry Kane und Victor Boniface. Immerhin live vor Ort. Das ist doch eine ganz andere Perspektive als nur am Bildschirm. Mehr dazu hier

Erstmals in einer Bayern-Loge – was dort wirklich passiert

Marmoush – einfach klasse

Die Bayern sind nach dem Remis Spitzenreiter geblieben. Härtester Verfolger ist Eintracht Frankfurt, das mit 4:2 bei Holstein Kiel gewann und den vierten Sieg in Folge schaffte. Maßgeblich daran Anteil hatte Stürmer Omar Marmoush, der zwei Tore selbst erzielte und zwei auflegte für Igor Matanovic und Tuta. Der Ägypter führt die Torschützenliste mit 6 Treffer an vor Kane.

Pogacar krönt grandiose Saison

Nach Giro und tour gewann der Slowene auch das Straßenrennen bei der Rad-WM in Zürich. Standesgemäß im Alleingang von Ben O´Connor aus Australien. Zeitfahr-Weltmeister und Doppelolympiasieger Remco Evenepoel blieb nur der 6. Platz, auch weil seine Verfolgungsgruppe sich nicht immer einig in der Nachführarbeit war. Die Übelegenheit von Pogacar ist frappierend.
Bei den Frauen siegte am Samstag die Belgierin Lote Kopecky, die den Sprint einer Sechsergruppe für sich entschied. Knapp an einer Medaille fuhr die Deutsche Liane Lippert auf Platz 4.
Überschattet wurde die WM vom tödlichen Sturz der Schweizer Nachwuchsfahrerin Muriel Furrer, dessen Umstände und Hergang noch ungeklärt sind. Ich habe mir dazu schon ein paar Gedanken gemacht

Was so übrigblieb

Radsport ist und bleibt gefährlich, Stürze sind leider unvermeidbar, aber Veranstalter können gerade bei den allein schon wegen des enormen Tempos gefährlichen Abfahrten die heikelsten Abschnitte besser schützen.

Berufung im Fall Sinner

Die Welt-Antidoping-Agentur WADA hat Berufung gegen den Quali-Freispruch gegen den des Dopings überführten Jannik Sinner eingelegt. Beim Weltranglistenersten waren im Frühjahr in zwei Proben Spuren des verbotenen Mitels Clostebol gefunden worden. Der Italiener begründete das mit verschmutzten Händen seines Masseurs, der für eine eigene Wunde eine Salbe mit diesem Wirkstoff aufgetan habe. Eine unabhängige Kommission folgte dieser Begründung, sah von einer Sperre ab. Einzig das Preisgeld und die Punkte fürs Turnier in Indian Wells, wo die erste positive Probe gezogen wurde, wurden dem Tennisprofi wieder abgezogen. Es regte sich zwar hier und da Unmut über die praktisch nicht vorhandene Strafe, aber größtenteils folgten auch viele Experten der Einlassung. Sinner ist mit seiner offenen Art ein echter Sympathie-Träger und dazu einer der großen Hoffnungen für die Zukunft, wenn die Großen 3 abgetreten sind.
Jetzt also der Einspruch der Wada, der vorm CAS, der obersten Instanz der Sportgerichtsbarkeit. Nicht nur ist die Frage zu klären, ob man der Begründung von Sinner weiter folgt (ich stell mir immer vor, das hätte ein chinesischer Schwimmer von sich gegeben). Aber sogar wenn ich das glaube:Muss sich Sinner nicht das grobe Fehlverhalten eines Mitglieds des allernächsten Umfelds nicht zurechnen lassen? So wie ich glaubte, dass das gängige Praxis ist. Ein Glaube allerdings, von dem ich langsam abfalle, wenn ich sehe, wie auch die haarsträubendsten Begründungen durchgewinkt werden. 23 gedopte Chinesen, die leider, leider alle kontaminiertes Kantinenessen zu sich genommen haben sollen. Obwohl bei einigen von denen große Zweifel bestehen, ob sie im besagten Trainingscamp überhaupt waren.
Es wird eine wegweisende Entscheidung: Urteilt der CAS im Sinne von Sinner, können wir das Doping gleich völlig freigeben. So was wie den Masseur findet wohl jeder Spitzensportler, und ein Pflaster, das die Wunde beweisen soll, kann auch jeder tragen.

Und sonst?

  • Fußball-Bundesliga: Erstaunliches in Hoffenheim, wo die heimische TSG bereits nach 13 Minuten 3:0 führte gegen Werder Bremen führte und doch noch verlor. Knackpunkt war die Rote Karte gegen Hoffenheims Stanley N´Soki wegen einer Notbremse. In Unterzahl wirkten die Gastgeber regelrecht hilflos, was ihn dieser Form nicht zwingend ist. Die Karten für Trainer Pellegrino Mattarazzo werden nicht unbedingt besser. Bis jetzt steht der Rauswurf allerdings aus. Für Werder traf der dänische Mittelfeldmann Jens Stage gleich dreimal. So viele Treffer waren ihm jeweils in den beiden vergangenen Spieilzeiten insgesamt für die Werderaner gelungen.
    Die Überraschung des Spieltags war der 3:0-Sieg von Neuling St. Pauli beim bis dato so starken SC Freiburg.
    Besonderheit: Die Torhüter hielten am Samstag 3 von 3. Deutsche Wertarbeit? Denkste, es waren der Leipziger Gulacsi aus Ungarn, der Wolfsburger Gabara aus Holland und der Paulianer Vasilj aus Bosh´nien-Herzegowina.
    Die White Sox stellten mit ihrer Pleite einen traurigen Rekord auf, verloren ihr 121. Spiel, so viele wie noch nie ein MLB-Team.
  • Internationaler Fußball: In England hat der FC Liverpool nach einemharterkämpften 2:1 bei Wolverhampton die Tabellenführung übernommen. ManCity kam ohne Rodri und Kevin de Bruyne nicht über ein 1:1 bei Newcastle United hinaus.
    Ein Kunststück der besonderen Art schaffte Chelseas Cole Palmer, der beim 4:2 gegen Brighton gleich 4 Tore in der 1. Halbzeit gelang, das gab es noch nie in der Premier League.
    Das nächste Desaster erlebte Manchester United. Das Team verlor zu Hause mit 0:3 gegen die Tottenham Hotspur und war mit dem Ergebnis noch gut bedient. Wie lange noch, Teamchef Erik ten Hag?
    In Spanien kassierte der FC Barcelona beim 2:4 bei Osasuna Pamplona die erste Saisonniederlage in der Primera Division. Einen ganz starken Auftritt bei den Gastgebern legte der vom FC Bayern ausgeliehene Bryan Zaragoza hin, der ein Tor erzielteund eines vorbereitete. Das Madrider Derby Atlético vs Real endete 1:1 durch den Atleti-Ausgleich in der 7. Minute der Nachspielzeit und VAR. Die Party wurde gut 20 Minuten unterbrochen, weil sogenannte Fans von Atlético den Real-Schlussmann Thibault Courtois (ehemals auch bei Atlético zwischen den Pfosten) mit Wurfgeschossen eindeckten. Trainer Diego Simeone sah eine Mitschuld von Courtois, der zuvor schon übelst beleidigt wurde, wiel er die Fans nach der Real-Führung provoziert habe.
  • Tennis: Ein französisches Finale gibt es morgen beim Turnier in Tokio. Die ungesetzten Ugo Humbert und Arthur Fils, Sieger in Halle/Westfalen) treffen aufeinander.
  • Deutsche Ligen: Im Handball hat der THW Kiel nach dem beeindruckenden Auswärtssieg beim Meister SC Magdeburg eine herbe Heimklatsche gegen dMT Melsungen kassiert. Allein der diesjährige Titel-Kandidat SG Fensburg-Handewitt ist nach dem 4. Spieltag noch ohne Punktverlust, da die Rhein-Neckar Löwen in Leipzig verloren.
    Im Basketball schaffte Meister Bayern München mit Müh und viel Not einen hauchzarten 81:80-Erfolg gegen die Hamburg Towers, den Devin Booker 12 Sekunden vor Schluss mit einem Wurf übers Brett sicherstellte. An der Spitze stehen mit 2 Siegen in 2 Spielen Ex-Meister ratiopharm Ulm und die Rostock Sea Wolves.
    In der DEL gewann Red Bull München mit 6:2 bei den Straubing Tigers und schafften im 3. Spiel den 3. vollen Erfolg (ohne Verländerung oder Penaltyschießen). Sie haben offenbar die Eröffnungsfeierlichkeiten ihrer neuen Halle SAP Garden und der folgenden 0:5-Klatsche gegen die Buffalo Sabres am Freitag gut überstanden.