von Münchner Löwe | Nov. 3, 2026 | basketball, bundesliga, Fußball, Tennis, WNBA, Wochenrückschau
Die Show der Gabby Williams
Spiel 7 in Best-of-7-Serien, erst recht im Finale, da werden Sporthelden geboren. Und Sportheldinnen. Wie die Basketballspielerin Gabby Williams von den Golden State Valkyries: Die ihr Team eben in diesem 7. Spiel, besser gesagt in der 2. Halbzeit dieser Partie, fast im Alleingang zum Sieg gegen Atlanta Dream und damit zum ersten Titel der Teamgeschichte führte.
28 Punkte gelangen der überragenden französischen Vizeweltmeisterin allein in der 2. Hälfte. Noch nie in der Play-off-Geschichte der WNBA hat einer Spielerin in einer Halbzeit so viele Punkte erzielt. Dabei war ihr im ersten Durchgang so gut wie nichts gelungen, 2 magere Pünktchen standen da auf der Habenseite, weswegen die Valkyries in der ausverkauften Halle in San Francisco mit 24:30 zurücklag. Weil auf der anderen Seite Jordin Canada endlich aufdrehte. Endlich, weil die Spielmacherin bis dato in der Serie nicht so zur Geltung kam. Gleich 13 Punkte legte sie auf, allerdings kam im zweiten Durchgang nur noch ein Dreier hinzu.
Es waren die 20 Minuten der Gabby Williams, die jetzt ihre körperliche und spielerische Überlegenheit gnadenlos ins Feld führte. Und ihr Händchen aus der Ferne bewies. 4 von 6 Dreier fanden das Ziel, außerdem verwandelte sie alle 6 Freiwürfe. Auch in der Verteidigung leistete sie ihren Beitrag mit 2 Blocks und 1 Steal. Auch wenn im Basketball nie eine einzige Spielerin gewinnen kann, ohne Williams wäre es nie im Leben etwas mit dem Sieg der Valkyries geworden. Ihren 28 Punkten in der 2. halbzeit standen nur 16 Zähler der Mannschaftskolleginnen gegenüber. Die wiederum im ersten Durchgang den Rückstand in Grenzen hielten, als Williams sich noch zurückhielt (netter Euphemismus).
Titel in der 2. Saison
Erst zur Saison 2025 waren die Valkyries zur WNBA dazugestoßen. Schon im 2. Jahr der Titel, so früh wie noch nie im US Sport. Es gibt Mannschaften, die warten schon Jahrzehnte darauf, und gerade in den ersten Jahren hagelt es Niederlagen zu hauf. Die Valkyries setzten auf Internationalität. Begonnen bei der japanischen Trainerin Natalie Nakase.
Natürlich ist dass in der WNBA leichter möglich, gerade in Zeiten, in denen sich ihrneue Dimensionen eröffnen. Frauen-Basketball hat sich voll etabliert, die Hallen in den Play-offs waren sehr gut gefüllt bis ausverkauft, die Stimmung auf den Rängen so leidenschaftlich wie noch nie. Endlich vedienen die Frauen auch ordentliches Geld, natürlich weit entfernt von den unfassbaren 50-Millionen+-Verträgen der NBA-Männer, aber wahrscheinlich so viel wie in keiner anderen Frauen-Liga. Durchschnittlich verdient eine NBA-Spielerin knapp 600.000 Dollar, die Stars der Szene erhalten bis zu 1,5 Millionen, die Tendenz ist stark steigend.
Sagte ich voll etabliert? Dann muss ich das einschränken. Unzumutbar für beide Teams war zumindest, dass sie ztu Spiel 6 in Atlanta schon um 12:30 Uhr Ortszeit (an einem Donnerstag) atreten mussten, weil die Halle am Abend von den Atlanta-Hawks-Männern belegt war. Die ihre Partie aber immerhin um eine Stunde nach hinten rückten, sodass die Doppelbelegung überhaupt möglich war. Viele WNBA-Tams kooperieren mittlerweile offiziell mit dem NBA-Team der Stadt. Wie die Valkyries in San Francisco mit den Warriors.
Kimi Antonelli jüngster Weltmeister
Es war nur noch eine Formsache, aber als der Titel auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen war, öffneten sich bei Kimi Antonelli alle Schleusen. Noch während der Auslaufrunde nach seinem dritten Platz in Mexiko heulte der Italiener hemmungslos, und das sollte den ganzen Abend fortdauern. „Ich habe viel zu viel geweint“, bekannte der mit 20 Jahren jüngte Formel-1-Weltmeister aller Zeiten.
So mancher Italiener wird auch die eine oder andere Träne verdrückt haben. Die motorsport-verrückten Tifosi warteten ja eine Ewigkeit auf einen einheimischen Weltmeister, genauer seit 1953 (Ascari). Zwar trösten sie sich mit Ferrari, aber gerade der Schumi-glanz der Nuller-Jahreist eben auch schon etwas verblasst. Der letzte Titel für die Scuderia datiert auch schon aus dem Jahr 2007, als Kimi Raikkönen triumphierte.
Jetzt also der italienische Kimi (laut der Mama hat die Namensgebung nichts mit dem schweigsamen Finnen zu tun). Mit einer für einen 20-Jahren furcheinflößenden Abgeklärtheit fuhr er rasend schnell und nahezu fehlerlos durch die Saison, legte gerade in der ersten Hälfte mit einem Erfolg nach dem anderen den Grundstein zum Titel. Dabei profitierte er sicher auch vom überlegenen Mercedes, aber gerade wie er den höher eingeschätzten Team-Kollegen George Russell in die Grenzen wies, das nötigte jedem in der Branche allerhöchsten Respekt ab. Auf den Schultern des Mexiko-Siegers Max Verstappen (vierfacher Weltmeister) und Lewis Hamilton (siebenmal Chmapion, davon sechsmal mit Mercedes) wurde er durchs Fahrerlage getragen – ehrliche Ehrerbietung. Aber gerade wer den überehrgeizigen Verstappen kennt weiß, dass dieser sich 2027 nicht kampflos ergeben lassen will. Der Red Bull, zu Beginn des Jahres noch absolut nicht konkurrenzfähig, ist zurzeit das Maß aller Dinge, wie der dritte Sieg des Holländers in den vergangenen vier Rennen beweist.
Zverev die Nummer 1
Seit Montag ist es offiziell. Da spuckte der Computer Alexander Zverev als neue Nummer 1 de Welt aus. Möglich machte dies ein schnöder Zweitrunden–Erfolg gegen den Holländer Tallon Griekspor in Wien, mit dem er den zurzeit pausierenden Jannik Sinner vorzeitig überflügelte (es war seit Wochen klar, dass Zverev den Italiener spätenstens zum Jahresende ablösen würde). Mit einem Turniersieg allerdings konnte Zverev seine historische Woche nicht krönen. Im Halbfinale unterlag er dem Australier Alex de Minuar im Tiebreak des 3. Satzes. Allzu traurig schien der hamburger nicht zu sein.
Vielleicht war es ihm sogar ganz recht, dass aus dem anvisierten Traumfinale gegen Carlos Alcáraz nichts werden würde. Der Spanier gewann das Finale klar gegen De Minaur und zeigte sich in Bestform. Da hätte es Zverev sehr schwer gehabt, und eine klare Niederlage hätte die eh zermürbenden Diskussionen neu entfacht. Diskussionen, ob Zverev eine „verdiente“ Nummer 1 sei, weil Sinner und auch Alcáraz sehr lange verletzungsbedingt fehlten und fehlen. Alcáraz selbst brach eine Lanze für Zverev. „Beim Tennis geht es nicht nur darum, den Platz zu betreten und an diesem einen Tag sein bestes Tennis zu spielen. Es geht auch um die Konstanz, die man während des gesamten Jahres zeigt.“
Und sonst?
- Bundesliga: Remis im Spitzenspiel. 2:2 trennten sich der FC Bayern und Borussia Dortmund. Die Bayern vergaben zahlreiche Chancen (so traf Harry Kane mit einem Elfmeter absurderweise nur die Latte). Das rächte sich, als kurz vor Schluss Flavio Silva mit einem platzierten Flachschuss Jonas Urbig im Bayern-Tor überwand.
- England: Der FC Arsenal hat eine betrübliche Serie beendet. Das 1:0 beim FC Livberpool war der erste Sieg der Londoner an der Anfield Road seit 14 Jahren. Der deutsche Nationalspieler Kai havertz traf schon in der 16. Minute nach einer herausragenden Kombination. Arsenal führt die Premier League mit 3 Punkten auf Manchester City an, das zuhause gegen Brghton mit 0:1 verlor.
- Tennis: Turniersiege feierten Harriet Dart in Guangzhou (Finalsieg über Lilli Tagger), Diana Shnaider in Tokio (Leyla Fernandez) und Valentin Vacherot (Jiri Lehecka). Jan-Lennard Struff zeigte erneut ein starkes Turnier, bezwang im Viertelfinale Novak Djokovic, unterlag aber im Halbfinale ganz knapp gegen Lehecka und vegab dabei im 2. Satz einen Matchball.
Das österreichische Doppel Lukas Miedler/Neil Oberleitner feierte in Wien einen umjubelten Heimsieg.
- Basketball: Zwei Niederlagen für den FC Bayern in der Euroleague: Dem knappen 84:88 zu Hause gegen den FC Barcelona folte am Donnerstag ein deprimierend deutliches 73:103 bei Roter Stern Belgrad. In der BBL setzte es dann am Sonntag mit 67:69 die erste Saisonpleite. Eine Woche zum Vergessen.
von Münchner Löwe | Okt. 20, 2026 | MLB, WNBA
Blick über den Teich, MLB und WNBA
Jetzt steht es fest. In der MLB wird es einen neuen Meister geben. Denn die World Series werden ab Fretag Nacht die bisher titellosen Milwaukee Brewers und Tampa Bay Rays bestreiten.
Einen Auswärtserfolg gab es dagegen im 2. Finalspiel der WNBA. Atlanta Dream siegte dank einer überzeugenden 2. Halbzeit mit 79:65 bei den Golden State Valkyrie und stellte in der Serie auf 1:1.
ALCS: TAMPA BAY RAYS – Cleveland Guardians 7:3 (Endstand: 4:2)
Im 8. Inning mussten die Rays noch mal richtig zittern. Beim Stand von 5:1 (2 Out, 2 Guardians auf den Bases 1 und 2) wechselte Team-Manager Kevin Cash den Ersatzwerfer Ian Seymour ein, und der hatte extreme Probleme mit der Strikezone. Mit dem ersten Walk (vs Travis Bazzana) lud er die Bases. Danach der nächste Walk (Patrick Bailey) – nur noch 5:2. Eine Auswechslung war den Regeln noch nicht möglich, aber Seymour blieb erratisch. Mit dem nächsten Wurf traf er Angel Martinez – Hit by Pitch und ein weiterer Punkt für die Guardians zum 5:3. Erst jetzt konnte Seymour von seinem Pitcher-Elend erlöst werden, doch die Situation blieb bei immer noch geladenen Bases bedrohlich. Wie gut, dass für die Rays Kevin Kelly die Nerven behielt und Brayan Rocchio per Strike out ausmachte.
Im unteren 8. Inning beseitigte dann Yandy Diaz mit seinem 2-Run-Homer letzte Zweifel am Sieg der Gastgeber und den Einzug in die World Series, erstmals seit 2020 und insgesamt zum dritten Mal (2008).
Vielleicht wird dann das Tropicana Field ausverkauft sein, denn nicht einmal fürs 6. Spiel der ALCS wurden alle Karten verkauft. Immerhin: Diejenigen, die gekommen waren (offiziell: 40.230), machten viel Stimmung. Sie sahen die frühe Führung im 2. Inning durch einen 2-Run-Double von Richie Palacios, die Johnny de Luca mit einem Sacrifice Fly im 3. Inning auf 3:0 ausbaute. Das notgedrungen erstellte Konzept der Guardians ohne echten Starting Pitcher ging nicht auf, zumal die Offensive ihre durchaus verhandenen Chancen nicht in Runs verwandeln konnte. Zwar verürzten die Guardians auf 1:3, doch Rays Starspieler Junior Caminero hatte umgehend die Antwort und drosch im 7. Inning einen 2-Run-Homer (seinen ersten in der Post Season überhaupt) zum 5:1 über den Zaun. Die vermeintliche Vorentschedung, ehe es Seymour im 8. nning noch mal spannend machte.
Brewers Favorit in den World Series
Ab Freitagnacht bekämpfen sich also Brewers und Rays in den World Series. Vieles spricht nach dem beeindruckenden 4:0-Sweep gegen den Titelverteidiger Los Angeles Dodgers für die Brewers, zumal sie sich vier Tage länger ausruhen durften (gerade für die WErfer von großer Bedeutung am Ende der strapaziösen Saison) und in einem eventuell entscheidenden 7. Spiel aufgrund der besseren Saisonbilanz Heimvorteil genießen würden. Die Wettanbieter sehen die Brewers sogar recht klar vorn (1:1,6/Brewers respektive 1:2,24/Rays)
Doch die Rays haben meines Erachtens mehr als nur Außenseiter-Chancen. Viel wird vom ersten Spiel abhängen, wenn die besten Starting Pitcher der Teams, Jakob Misiriowski und Drew Rasmussen, aufeinandertreffen. Gerade der während der Saison überragende Misiriowski hinterließ bisher in den Play-offs zumindest kleine Fragezeichen, kam in seinen Partien nie übers 5. Inning hinaus. Wobei die unfassbar starken Ersatzwerfer nahezu unangreifbar waren.
World Serie, Ansetzungen (MESZ/MEZ)
Sa., 02:00: Brewers – Rays
So., 02:00: Brewers – Rays
Di., 01:00: Rays – Brewers
Mi., 01:00: Rays – Brewers
Do., 01:00: Rays – Brewers *
Sa., 01:00: Brewers – Rays *
So., 01:00: Brewers – Rays *
* wenn nötig
Verschiebungen wegen Wetterungills wird es nicht geben, beiden Stadien sind überdacht, in Milwaukee zumindest bei Bedarf.
Zu beachten ist, dass in Europa schon nächsten Sonntag die Uhren zurückgestellt werden, in den USA erst eine Woche später.
WNBA: Golden State Valkyries – Atlanta Dream 65:79 (1:1)
Ausgleich in der Finalserie, die zum ersten Mal im Modus Best of 7 ausgetragen wird. Nahezu ausgeglichen war die 1. Halbzeit. Dabei konnte sich Atlanta bei der fulminanten Angel Reese bedanken, die in den ersten 20 Minuten ihr Team fast allein im Spiel hielt mit 15 Punkten und 7 Rebounds, davon 3 am offensiven Brett, so dass die Gäste mit einem 2-Zähler-Vorsprung (39:37) in die Pause gingen.
Die Hoffnungen der heimischen Fans (wieder alle fliederfarben gekleiden, recht gewöhnungsbedürftig) auf eine Wende und den zweiten Heimsieg zerschlugen sich schnell. Das 3. Viertel war eine einzige Demonstration der Dream, die teilweise traumhaften Team-Basketball zelebrierten, während bei Golden State nichts mehr zusammenging. Sinnbildlich die letzte Aktion des Abschnitts, als Dream-Spielmacherin Jordan Canada mit der Sirene aus weiter Entfernung den Dreier versenkte.
Mit 21:9 holten sich die Gäste das Viertel, und diesen Vorsprung bauten sie auf bis zu 21 Punkte aus. Reese war weiterhin kaum aufzuhalten, legte letztlich 30 Punkte auf und sammelte 16 Rebounds. Bei den Gastgebern blieben vor allem im 2. Durchgang alle Akteurinnen unter ihren Möglichkeiten, exemplarisch sei Gabby Williams genannt (5 Punkte, 2/10 erfolgreiche Würfe).
Weiter geht es jetzt mit 2 Spielen in Atlanta, danach wechselt der Heimvorteil von Partie zu Partie.
Ansetzungen
Do., 02:00: Dream – Valkyrie (1:1)
Sa., 19:00: Dream – Valkyrie
Di., 01:00: Valkyrie – Dream
Fr., 01:00: Dream – Valkyrie *
So., 01:00: Valkyrie – Dream *
* falls erforderlich
von Münchner Löwe | Okt. 19, 2026 | bundesliga, Formel 1, Fußball, NBA, Tennis, WNBA, Wochenvorschau
Skifoan in Sölden, Formel 1 in Austin/Texas und einige Schlager in der Champions League. Dazu massig US Sport, den ich hier aber nur kurz streife, auf den ich aber in gesonderten Texten länger eingehe.
Bayern empfängt Arsenal
Der Deutsche Meister gegen den englischen Titelträger (Mi., 21 Uhr). Klingt gut, könnte auch gut werden, aber mal ehrlich: Egal, wie es ausgeht, es ist fast ohne Belang. Denn wer zweifelt daran, dass sich beide Mannschaften souverän für die K.o.-Runde der Champions League erreichen werden und aller Wahrscheinlichkeit sogar in den Top8 der 36er-Monstertabelle? Und wie die Erfahrung der vergangenen beiden Jahre zeigt, geben nicht einmal diese direkten Treffen der Top-Favoriten wirklich Aufschluss, wie ein Viertelfinale oder Halbfianle zwischen denselben Kontrahenten ausgehen könnte.
Für mich verfestigt sich die Meinung, dass die Vorrunde in der jetzigen Form (36 Teams, 24 kommen weiter) zumindest für die Top-Clubs ein besseres (und nett anzuschauendes) Training unter Wettkampfbedingungen ist. Trotz Setzliste und dem Umstand, dass die ersten Acht sich die Zwischenrunde schenken.
Das Attraktive am Modus ist zugegebenermaßen, dass absolute Kracher an der Tagesordnung sind. So treffen am Diensgtag Titelverteidiger Paris St. Germain und der FC Barcelona aufeinander. Barca ist sowohl in Meisterschaft als auch in der Königsklasse noch ohne Punktverlust.
RB Leipzig (in Bernabéu bei Real/Mi., 21:00) ) und der VfB Stuttgart (zuhause vs Atlético/Di., 21:00) ) haben sehr schwere Aufgaben gegen die zwei Madrider Spitzenclubs. Borussia Dortmund muss die mühselige Reise nach Aserbaidschan bestreiten, wo Sabah FK wartet. Eine weitere Niederlage nach dem 0:1 bei Bödo Glimt wäre ein echter Rückschlag.
Verstappen strebt den Hattrick an
Formel-1-Weltmeister kann Max Verstappen nach Lage der Dinge nicht mehr werden, doch Siege schmecken dem Hollände immer gut. Nach den Erfolgen in Malaysia (für Bahrain eingesprungen) und Singapur will sich der vierfache Champion am Wochenende auch in Austin schadlos halten. De Red Bull ist wieder absolut siegfähig, und nach Monaten eher lust- und chancenlosem Hinterherfahren ist Verstappen voller Tatendrang. Auch wenn der Titel wie gesagt bei 119 Zählern Rückstand auf WM-Leader Kimi Antonelli und bestenfalls noch fünf Rennen (wegen des Irankrieges sind Katar und Saudi-Arabien gefährdet) außer Reichweite ist.
Ein Rennen fürs Weihnachtsgeschäft
Kaum zu glauben, aber der Wintersport rückt mit Riesenschritten näher. Wie der traditionelle Auftakt der alpinen Skifahrer am Wochenende in Sölden. Wie gehabt stehen 2 Riesenslaloms an für Frauen (Samstag) und Männer (Sonntag). Erfunden wurde das Ganze vor Jahren, umd Freizeit-Skifahrern Lust aufs Weihnachtsgeschäft zu machen, sportlich bringt dieser Frühstart praktisch keine Erkenntnisse. Ob und in welcher Form die Topstars an den Start gehen steht noch nicht fest. Weltcup-Titelverteidigerin Mikaela Shiffrin etwa hat verlauten lassen, dass sie dieses Jahr nur ein abgespecktes Programm fahren will, alles ist ausgerichtet auf die Ski-WM in Crans Montana Ende Januar. Die Chance für Vielfahrerin Emma Aicher im Gesamtweltcup
Sicher nicht dabei ist Shiffrins Verlobter Alexsander Aamodt Kilde, der sich bei Schneetraining in Chile einen Achillesehnenriss zuzog und die gesamte Saison ausfällt.
US-Sport, wohin man schaut
Ende Oktober, das sind die etwa zwei Wochen, wenn alle großen US-Ligen spielen. Am morgigen Dienstag öffnet die NBA ihre Pforten – und zwar zur besten deutschen Sendezeit (21 Uhr). Die Boston Celtics empfangen die Boston Celtics die Detroit Pistons. Beide Teams erwarte ich sicher in den Play-offs. Zwei weitere Top-Schlager von absoluten Titel-Favoriten folgen in der Nacht, wenn die New York Knicks auf die Philadelphia 76ers (mit Janes und Brown) treffen (01:00) und die san Antonio Spurs auf die Oklahoma City Thunder (03:30).
Näheres in einer längeren (ich fürchte: langen) Vorschau am Dienstag.
Schon weiter ist die WNBA, also die Frauen-Profiliga. Heute Nacht Spiel 2 der Finalserie zwischen den Golden State Valkyries und den Atlanta Dream, erneut in San Francisco. Die erste Partie ging denkbar knapp für die Valkyries aus (68:64).
Und sonst?
- Bundesliga: Das Beste des 6. Spieltags kommt zum Schluss, wenn nämlich am Sonntagabend der SC Freiburg den FC Bayern empfängt. Durch die Freiburger Niederlage in Leverkusen sind die Münchner aus ihrer Sicht „endlich“ Tabellenführer. Nur mit einem Sieg wäre das weiter sichegestellt, wenn tags zuvor im nominellen Topspiel (18:30) Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt gewinnt.
Bereits am Freitag im Blickpunkt ist Broussia Mönchengladbach, das beim VfB Stuttgart endlich die ersten Punkte einfahren will.
- Spanien: Barca vs Real, el clásico (So., 21:00). Barca führt bereits mit 6 Punkten Vorsprung auf die Hauptstädter, und die Katalanen spielen auch den weit attraktiveren Fußball. Vor Real ist sogar noch Atlético, das gegen Deportivo La Coruna klarer Favorit ist.
- Motorrad: Einer der schönsten Kurse des Jahres ist immer die Strecke in Phillips Island/Australien. Extreme Spannung in der MotoGP, wo zurzeit Jorge Martin gerade zwei Pünktchen Vorspung auf seinen spanischen Landsmann Marc Marquez hat. Wie immer Sprint am Samstag und Hauptrennen am Sonntag, in Europa wegen der Zeitverschiebung in den frühen Morgenstunden.
- Tennis: Die Männer kehren nach dem Asientrip nach Europa zurück. In Brüssel (Fils, Lehecka), Lyon (Cobolli, Fritz) und Astana (Medwedew, Darderi) geht es um wichtige Punkte im Rennen ums Saisonfinale, wo noch fünf freie Plätze zu vergeben sind (Zverev Alcáraz und Shelton snd fix qualfiziert, Sinner hat die Saison bereits beendet).
Die Frauen bleiben noch in Asien, nämlich in Ningbo (Rybakina, Swiatek, Kostyuk) und (längst nicht so gut besetzt) Osaka (Li, Stearns, Tagger, Kraus).
von Münchner Löwe | Okt. 10, 2026 | basketball, WNBA
Blick über den Teich, WNBA
Nach den Yankees in der MLB (0:3 gegen Tampa Bay) hat es in den Play-offs auch die Basketball-Spielerinnen der New York Liberty erwischt. Gegen Atlanta Dream verlor das Team um die deutsche Nationalspielerin Leonie Fiebich auch die dritte Partie der Best-of-5-Serie und muss die Titelhoffnungen begraben.
Werbung für Frauen-Basketball im Barclays Center
Es war eine extrem rassige und umkämpfte Partie im Barclays Center, wo auch die NBA-Männer der Brooklyn Nets zuhause sind. So stimmungsvolle, ja aufgeheizte Zuschauer habe ich Frauen-Mannschafts-Sport noch selten gesehen. Das übertrug sich aufs Parkett, wo die Akteurinnen immer wieder aneinandergerieten. Oft im Brennpunkt stand die bärenstarke Angel Reese von den Gästinnen, die in mehrere Scharmützel verwickelt war. Vor allem aber mit ihrer Leistung überzeugte, am Ende hatte sie 22 Punkte gesammelt und war damit Top-Scorerin ihres Teams.
Bei Liberty kam Superstar Breanna Steward nur schwer in die Gänge. Die wertvollste WM-Spielerin verwandelte in der 1. Hälfte gerade mal einen ihrer (nur) 6 Würfe. Einzig zwei Zirkus-Dreier von Sabrina Ionescu und die unermüdlich ackernde Center-Spielerin Jonquel Jones und deren Offensiv-Rebounds hielten die Gastgeberinnen in der Partie.
Die 2. Hälfte war ein einziges Auf und Ab, kein Team konnte sich absetzen. Jeder Ball umkämpft, jeder Wurf musste erarbeitet werden. Steward fand in die Partie (am Ende standen wie bei Jones 26 Punkte zu Buche), allerdings auch auf der anderen Seite Jordin Kanada, die in den zweiten 20 Minuten 16 Zähler erzielte. Beide Trainer, es sind tatsächlich Männer, vertrauten im 2. Durchgang fast ausschließlich denselben zehn Spielerinnen, am Ende war der Kräfte-Verschleiß gerade bei den Leistungsträgerinnen unverkennbar, Ballverluste prägten die Begegnung.
Der letzte von Atlanta hätte Dream (tatsächlich auch wegen der berühmten Rede von Martin Luther King in Atlanta) beinahe noch den Sieg gekostet. Leonie Fiebich klaute 17 Sekunden vor dem Ende den Ball, als sie einen Pass abfing. Beim Stand von 83:85 aus New Yorker Sicht hätten die Gastgeberinnen mit einem Zweier ausgleichen und mit einem Dreier sogar gewinnen können. Doch der Angriff versandete,weil Breana Steward einen ihrer Meinung nach „leichten Korbleger“ verpasste. So rettete Atlanta den Sieg über die Zeit und sicherte sich die Serie mit 3:0 Siegen. Das klingt viel deutlicher, als es die knappe Auseinandersetzung dieser beiden Teams war. Die letztlich Werbung für den Frauen-Basketball waren.
Damit ist auch die letzte deutsche Nationalspielerin (ein halbes Dutzend versucht derzeit sein Glück) aus den Play-offs ausgeschieden. Fiebich rackerte mehr fast 37 (von 40 möglichen) Minuten und war in der Verteidigung ein wichtiger Faktor (siehe der Steal). In der Offensive allerdings blieb sie äußerst zurückhaltend (8 Punkte, 1 Assist), das war in der Runde zuvor beim Ligaprimus Minnesota Lynx noch anders. Dennoch kann Fiebich auch in dieser Saison mit ihrem Auftritt in der stärksten Basketball-Liga der Welt generell zufrieden sein, auch wenn es nicht wie 2024 zum Titel reichte.
Auch Golden State im Finale
Der Kontrahent für die Atlanta Dream in der Endspielserie steht schon fest. Die Golden State Valkyries gewannen ebenfalls in drei Partien über Las Vegas Aces. Auch hier stand die dritte Begegnung Spitz auf Knopf, ging sogar in die Verlängerung. In den zusätzlichen fünf Minuten erwies sich Golden State als klar besser und abgezockter, auch weil die bis dato zurückhaltende französische Ausnahmespielerin Gabby Williams endlich aufwachte und alleine in dieser Zeit 8 ihrer 16 Punkte auflegte.
Da beide Halbfinalserien vorzeitig beendet wurden, haben die Teams jetzt eine längere Pause. Die sie auch dringend brauchen können, denn erstmals in der WNBA-Geschichte wird das Finale im Format Best of 7 ausgespielt. Die erste Partie findet erst in der Nacht zum nächsten Samstag in San Francisco (Golden State) statt. Die Valkyries hätten augrund der besseren Platzierung im Grunddurchgang auch in einem 7. und entscheidenden Spiel den Heimvorteil – in de Nacht zum 31. Oktober, wer so weit vorausplanen will.
von Münchner Löwe | Sep. 30, 2026 | basketball, MLB, WNBA
Blick über den Teich, MLB
Einige Monate dümpelte der US Sport so vor sich hin, trotz des Saisonstarts in der NFL und dem -Ende der MLB, bei dem leider „meine“ Arizona Diamondbacks die Play-offs verpassten. Aber jetzt geht es wieder hoch her, denn die stärkste Baseball-Liga und die Basketballerinnen suchen in den Play-offs ihre Besten. Gerade im Baseball ist Play-off eine ganz andere Sportart, wenn es wirklich um die Wurst geht vor einem elektrisierten Publikum und nicht nur darum, irgendwie die elend langen 162 Partien (vor recht unbeteiligten Zuschauern) zu überstehen.
Schlittler sehr gut, King noch besser
Seit sechs Jahren sind vor den eigentlichen Play-offs (Divisional Series, Conference Series, World Series) die sogenannten Wild-Card-Games anberaumt. In 4 Best-of-3-Serien (jeweils alle Spiele beim selben Gastgeber) werden die vier Gegner für die vier bereits gesetzten Mannschaften (je 2 in American und National League) gesucht. Die Schlager-Paarung in diesem Jahr ist zweifellos die Paarung New York Yankees gegen Boston Red Sox im Yankee Stadium. Das ist eine der größten Rivalitäten im US Sport überhaupt. Wer alle Geschichten nachgoogeln will, ist für den Rest der Woche beschäftigt …
Der brillante Yankee-Pitcher Cam Schlittler, geboren in Massachussetts, hatte ganz starken Abend. In 6.1 Innings ließ er gerade mal 2 Singles und einen Walk zu. Nach seiner bärenstarken Saison, bei die er nahezu sicher den Cy-Young-Award für den besten Werfer der American League einheimsen wird, war dieser Auftritt fast zu erwarten und dennoch extrem frustrierend für die nahezu chancenlosen Sox-Schlagmänner. Wenn Schlittler überhaupt etwas vorzuwerfen ist, dann der Umstand, dass er relativ viele Würfe brauchte (117 für 6.1 Innings) und trotz seiner Dominanz recht früh den Mound verlassen musste. Was angesichts des starken Bullpens (Ersatzwerfer) letztlich folgenlos blieb.
Das tolle Pitching kaschierte dann die Tatsache, dass die Yankees Offense lange ebenfalls ziemlich unproduktiv blieb (nur 2 Punkte in den ersten 6 Innings). Das zieht sich aber schon die gesamte Saison so hin, erst recht seitdem Top-Schlagmann Aaron Judge wegen seiner Rippenverletzung ausfällt. Und im 7. und 8. Abschnitt punkteten die New Yorker gegen den zusammenfallenden Bullpen der Red Sox zum letztlich standesgemäßen 9:0-Endstand.
Schon heute Nacht geht es weiter mit Spiel 2. Geht es nach der Statistik, stehen die Yankees als Sieger der Serie bereits fest. Noch nie in der allerdings erst recht kurzen Geschichte der Wild-Card-Spiele in diesem Format (6 Jahre), ist ein Heimteam gescheitert, wenn es die erste Partie gewonnen hat. Gespielt werden muss trotzdem, als Starting Pitcher stehen Max Fried (Yankees) und Sonny Gray auf dem Mound.
Noch besser als Schlittler war der Auftritt von Michael King von den San Diego Padres beim 8:0 gegen die Chicago Cubs. 6 Innings ließ er nicht einen einzigen Hit zu ehe Manny Machado an der dritten Base einen harten Ball nicht richtig zu fassen bekam. Das war aber auch der einzige Makel einer tollen Vorstellung der gastgebenden Padres, vor allem auch in der Offensive. Gleich im ersten Inning droschen Fernando Tatis (nach dem ersten Pitch übehaupt) und Machado den Ball über den Zaun, in den ersten fünf Abschnitten brachten sie gleich 7 Punkte auf die Anzeigentafel.
Den einzigen Auswärtssieg des Tages schafften die Chicago White Sox. Das Team, vor 2 Jahren noch mit einer katastrophalen 41-Siege-Saison das mit Abstand schwächste der gesamten Liga, gewann letztlich ungefährdet mit 6:3 bei den Houston Astros. Wirklich überraschend kam das aber nicht, denn in der Saison hatten sie eine um 3 Siege bessere Bilanz als Houston, die nur aufgrund ihres Divisionssieges Heimrecht genießen.
Die wahrscheinlich aufregendste Partie sahen die Zuschauer in Atlanta zwischen den heimischen Braves und den Philadelphia Phillies. Es war zumindest die einzige, in der die Führung wechselte. 0:1, 2:1, 2:3, 5:3 lautete die Run-folge. Den entscheidenden 3-Run-Homer schlug Austin Riley im unteren achten Inning.
Ansetzungen
Mi., 20:00: Braves – Phillies (1:0)
Mi., 23:00: Astros – White Sox (0:1)
Do., 02:00: Yankees – Red xox (1:0)
Do., 04:00: Padres – Cubs (1:0)
Die Liga-Besten sind schon raus
Die erste Runde der WNBA werden leider auch nur im Format Best of 3 ausgetragen. Denn diese Basketball-Duelle haben großen Unterhaltungswert und könnten durchaus mehr Spiele vertragen. Wie die Serie der an Nummer 1 gesetzten Minnesota Lynx gegen New York Liberty (8). Wie wenig diese Setzung basierend auf der Saisonbilanz wert ist, sahen die Zuschauer in den beiden Partien in Minneapolis und New York. Liberty feierte zwei klare Siege, vol allem dank der heruasragenden Breanna Steward: Zweimal war die beste WM-Spielerin Top-Scorerin ihres Teams, aus der anderen Seite kam die US-Weltmeistern Napheesa Collier nie so richtig zur Geltung.
Ihren Anteil am Weiterkommen hatte auch Leonie Fiebich, die einzige der deutschen Spielerinnen, die es mit ihrem Team in die Play-offs geschafft hat. Gerade in der ersten Partie, beim beeindruckenden 91:75 im Target Center (Minneapolis) glänzte sie mit 16 Punkten, 8 Rebounds und 3 Assists.
Ansetzungen
Do., 01:00: Washington Mystics – Atlanta Dreams (0:1)
Do., 03:00: Dallas Wings – Golden State Valkyres (0:1)
Fr., 03:00: Las Vegas Aces – Indiana Fever (1:1)
Fever verhinderte gestern nacht das vorzeitige Ausscheiden. Beim 99:89 sammelten gleich 3 Spielerinnen mehr als 20 Punkte. Catlin Clark war Top-Scorerin ihres Teams mit 27 Zählern vor Kelsey Mitchell (26) und Aliyah Boston (21). Freitagfrüh dann der Showdown in der Glitzerstadt Las Vegas.
von Münchner Löwe | Okt. 1, 2025 | basketball, MLB, WNBA
Die erste Runde der Wildcard-Spiel in der MLB, und die Basketballerinnen der Phoenix Mercury bekommen es im WNBA-Finale mit den Las Vegas Aces zu tun.
Aroldis Chapman wackelt, fällt aber nicht
New York Yankees gegen Boston Red Sox, das war von vornherein der erklärte Schlager der 4 Wildcard-Partien in der MLB, und die Fans kamen voll auf ihre Kosten. Denn bis zum letzten Pitch von Aroldis Chapman war nicht klar, wer als Sieger vom Platz gehen würde.
Aroldis Chapman ist der sogenannte Closer der Red Sox, also der Werfer, der am Ende einen Vorsprung seines Teams über die Runde bringen soll. Der 37-Jährige hat eine überaus bewegte Karriere hinter sich. Der Kubaner war 2016 das Closer-Um-und-Auf der MLB und wesentlich daran beteiligt, dass die Chicago Cubs dadmals zum ersten Mal nach mehr als 100 Jahren die World Series gewannen. Das ist bisher sein einziger MLB-Pokal, obwohl er danach lange beim Überflieger-Team New York Yankees einen durchaus guten Part spielte. Vor der Saison war er noch mal gewechselt, zu den Boston Red Sox. Dort spielte er eine phänomenale Saison, vielleicht gar die beste seiner Karriere.
Doch jetzt war er erstmals im Yankee Stadium in einem Play-off-Spiel der gegnerische Closer, und dieser Umstand kann auch einen Veteran nervös machen. Im 9. Inning also stand er also auf dem Mound bei einer 3:1-Führung seiner Mannschaft und lud die Bases, wie es so schön heißt (unschön für den Pitcher, versteht sich). Sprich, er ließ 3 Hits in Folge zu, schaffte in diesem Zeitraum kein einziges Aus. Geladene Bases, kein Aus – fast eine Garantie zum Punkten, und deshalb erwachten die Fans im Yankee Stadium wieder. Ein satter Hit oder gar ein Homerun (und wenn die Yankees-Schlagmänner eines können, dann sind es Homeruns!), würden im Wortsinn mit einem Schlag die Yankees noch als Sieger vom Platz gehen lassen. Und was machte Chapman? Er verlor nicht die Nerven, sondern vertraute weiter seinem 100-Meilen-Wurf (und mehr). Giancarlos Stanton, 24 Homeruns 2025? – Strikeout. Jazz Chisholm 31 Homeruns 2025? – Flyout, und als Chapman auch Trent Grisham (34 Homeruns 2025) per Strikeout von der Platte gefegt hatte, stand der Sieg der Red Sox über den verhassten Kontrahenten fest.
Es war eine Begegnung der brillanten Starting Pitcher auf beiden Seiten, jeweils die besten ihrer Mannschaft. Max Fried von den Yankees hatte eine außerordentliche Partie und ließ in 6.1 Innings nicht einen Run und nur 4 Hits sowie (3 Walks zu, hübsch verteilt auf die Spielabschnitte. Noch übertroffen wurde er von Garret Crochet, dem Ass der Red Sox. Der begann in seinem ersten Play-off-Spiel überhaupt zwar außerordentlich nervös und ließ die ersten beiden Schlagmänner auf Base. Doch danach hatten die Yankees offensiv praktisch nichts mehr zu melden außer einem Homerun von Anthony Volpe. 7.2 Innings hielt er durch (117 Pitches), und es blieb bei diesem einen Run (und insgesamt 4 Hits) – eine absolute Meisterleistung; die dann auch noch mit dem Sieg belohnt wurde, weil Ersatzschlagmann Yoshida mit einem Double 2 Punkte und Veteran Alex bregmann einen weiteren Zähler beisteuerte.
Damit führen die Red Sox mit 1:0 und können schon heute Nacht mit einem weiteren Sieg die Divisional Finals erreichen. Crochet allerdings wird nicht auf dem Mound als SP stehen, sondern Brayan Bello (Yankees: Carlos Rondon). Sollte aber wieder im 9. Inning ein Vorsprung der Roten Socken verteidigt werden, kommt Aroldis Chapman, und dann wird er die Bases nicht laden, ehe er den Sieg sichert …
Wild Card, 1. Spiele, American League
Cleveland Guardians – Detroit Tigers 1:2
Tiger-Pitcher Tarik Skubal ließ die Guardians mit 14 Strikeouts verzweifeln.
New York Yankees – Boston Red Sox 1:3
‚Nough (too much?) said
National League
Chicago Cubs – San Diego Padres 3:1
Los Angeles Dodgers – Cincinnati Reds 10:5
das klare Ergebnis täuscht etwas; im 8. Inning retteten sich die Dodgers bei geladenen Bases
Ansetzungen heute
Mi., 19:08 Uhr: Guardians – Tigers (0:1)
Mi., 21:08 Uhr: Cubs – Padres (1:0)
Do., 00:08 Uhr: Yankees – Red Sox (0:1)
Do., 03:08 Uhr: Dodgers – Reds (1:0)
Aces brauchen die Verlängerung
Mit einem Kraftakt qualifizierten sich die klar favorisierten Las Vegas Aces fürs WNBA-Finale, wo die Phoenix Mercury mit der deutchen Naitonalspielerin Satou Sabally warten. Gegen die erstaunlichen Indiana Fever (ohne die verletzte Caitlin Clark) benötigten sie im 5. und entscheidenden Spiel eine Verlängerung, ehe der 107:98-Sieg feststand. Bedanken kann sich das Team bei der überragenden Aja Wilson, die gleich 35 Punkte beisteuerte. Nebven der zum MvP der Saison gewählten gewählten Wilson überzeugte vor allem Jackie Young mit 32 Zählern. Bei Indiana, die ihre Scharfschützin Clark wie in den gesamten Play-offs schmerzlich vermissten, punkteten gleich 6 Spielerinnen zweistellig. Zum Verhängnis wurden die 18 Ballverluste, im Vergleich zu nur 7 der Aces.
Die Aces haben aufgrund der besseren Saisonbilanz Heimrecht gegen die Mercury. Doch das Team um Satou Sabally und vor allem der bärenstarken Alyssa Thomas geht durchaus chancenreich in die Best-of-7-Serie. Etwas überspitzt ausgedrückt: die Punkte von Wilson und Young minimieren, und es geht was.
Los geht es ab Samstagmorgen (02:00 Uhr, MESZ) mit 2 Partien in Vegas. Danach sieht der Spielplan 3 Spiele in Phoenix vor, ehe es wieder nach Las Vegas zurückgeht, wenn bis dato kein Team die 4 Siege erreicht hat. Zumindest die 2 Partien am Sonntag (5. und 12. Oktober/if necessary) finden zu europafreundlichen Zeiten (21 Uhr) statt. Zumindest für jene, die nicht urlauben …
Ansetzungen
Sa., 02:00: Aces – Mercury
So., 21:00: Aces – Mercury
Do., 02:00: Mercury – Aces
Sa., 02:00: Mercury – Aces
So., 21:00: Mercury – Aces *
Do., 02:00: Aces – Mercury *
Sa., 02:00: Aces – Mercury *
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