Schwarze Woche für New York

Blick über den Teich, WNBA

 

Nach den Yankees in der MLB (0:3 gegen Tampa Bay) hat es in den Play-offs auch die Basketball-Spielerinnen der New York Liberty erwischt. Gegen Atlanta Dream verlor das Team um die deutsche Nationalspielerin Leonie Fiebich auch die dritte Partie der Best-of-5-Serie und muss die Titelhoffnungen begraben.

 

Werbung für Frauen-Basketball im Barclays Center

 

Es war eine extrem rassige und umkämpfte Partie im Barclays Center, wo auch die NBA-Männer der Brooklyn Nets zuhause sind. So stimmungsvolle, ja aufgeheizte Zuschauer habe ich Frauen-Mannschafts-Sport noch selten gesehen. Das übertrug sich aufs Parkett, wo die Akteurinnen immer wieder aneinandergerieten. Oft im Brennpunkt stand die bärenstarke Angel Reese von den Gästinnen, die in mehrere  Scharmützel verwickelt war. Vor allem aber mit ihrer Leistung überzeugte, am Ende hatte sie 22 Punkte gesammelt und war damit Top-Scorerin ihres Teams.
Bei Liberty kam Superstar Breanna Steward nur schwer in die Gänge. Die wertvollste WM-Spielerin verwandelte in der 1. Hälfte gerade mal einen ihrer (nur) 6 Würfe. Einzig zwei Zirkus-Dreier von Sabrina Ionescu und die unermüdlich ackernde Center-Spielerin Jonquel Jones und deren Offensiv-Rebounds hielten die Gastgeberinnen in der Partie.

Die 2. Hälfte war ein einziges Auf und Ab, kein Team konnte sich absetzen. Jeder Ball umkämpft, jeder Wurf musste erarbeitet werden. Steward fand in die Partie (am Ende standen wie bei Jones 26 Punkte zu Buche), allerdings auch auf der anderen Seite Jordin Kanada, die in den zweiten 20 Minuten 16 Zähler erzielte. Beide Trainer, es sind tatsächlich Männer, vertrauten im 2. Durchgang fast ausschließlich denselben zehn Spielerinnen, am Ende war der Kräfte-Verschleiß gerade bei den Leistungsträgerinnen unverkennbar, Ballverluste prägten die Begegnung.
Der letzte von Atlanta hätte Dream (tatsächlich auch wegen der berühmten Rede von Martin Luther King in Atlanta) beinahe noch den Sieg gekostet. Leonie Fiebich klaute 17 Sekunden vor dem Ende den Ball, als sie einen Pass abfing. Beim Stand von 83:85 aus New Yorker Sicht hätten die Gastgeberinnen mit einem Zweier ausgleichen und mit einem Dreier sogar gewinnen können. Doch der Angriff versandete,weil Breana Steward einen ihrer Meinung nach „leichten Korbleger“ verpasste. So rettete Atlanta den Sieg über die Zeit und sicherte sich die Serie mit 3:0 Siegen. Das klingt viel deutlicher, als es die knappe Auseinandersetzung dieser beiden Teams war. Die letztlich Werbung für den Frauen-Basketball waren.

Damit ist auch die letzte deutsche Nationalspielerin (ein halbes Dutzend versucht derzeit sein Glück) aus den Play-offs ausgeschieden. Fiebich rackerte mehr fast 37 (von 40 möglichen) Minuten und war in der Verteidigung ein wichtiger Faktor (siehe der Steal). In der Offensive allerdings blieb sie äußerst zurückhaltend (8 Punkte, 1 Assist), das war in der Runde zuvor beim Ligaprimus Minnesota Lynx noch anders. Dennoch kann Fiebich auch in dieser Saison mit ihrem Auftritt in der stärksten Basketball-Liga der Welt generell zufrieden sein, auch wenn es nicht wie 2024 zum Titel reichte.

 

Auch Golden State im Finale

 

Der Kontrahent für die Atlanta Dream in der Endspielserie steht schon fest. Die Golden State Valkyries gewannen ebenfalls in drei Partien über Las Vegas Aces. Auch hier stand die dritte Begegnung Spitz auf Knopf, ging sogar in die Verlängerung. In den zusätzlichen fünf Minuten erwies sich Golden State als klar besser und abgezockter, auch weil die bis dato zurückhaltende  französische Ausnahmespielerin Gabby Williams endlich aufwachte und alleine in dieser Zeit 8 ihrer 16 Punkte auflegte.

Da beide Halbfinalserien vorzeitig beendet wurden, haben die Teams jetzt eine längere Pause. Die sie auch dringend brauchen können, denn erstmals in der WNBA-Geschichte wird das Finale im Format Best of 7 ausgespielt. Die erste Partie findet erst in der Nacht zum nächsten Samstag in San Francisco (Golden State) statt. Die Valkyries hätten augrund der besseren Platzierung im Grunddurchgang auch in einem 7. und entscheidenden Spiel den Heimvorteil – in de Nacht zum 31. Oktober, wer so weit vorausplanen will.

Play-off, Baby! Heißer Herbst im Baseball

Blick über den Teich, MLB

 

Einige Monate dümpelte der US Sport so vor sich hin, trotz des Saisonstarts in der NFL und dem -Ende der MLB, bei dem leider „meine“ Arizona Diamondbacks die Play-offs verpassten. Aber jetzt geht es wieder hoch her, denn die stärkste Baseball-Liga und die Basketballerinnen suchen in den Play-offs ihre Besten. Gerade im Baseball ist Play-off eine ganz andere Sportart, wenn es wirklich um die Wurst geht vor einem elektrisierten Publikum und nicht nur darum, irgendwie die elend langen 162 Partien (vor recht unbeteiligten Zuschauern) zu überstehen.

 

Schlittler sehr gut, King noch besser

 

Seit sechs Jahren sind vor den eigentlichen Play-offs (Divisional Series, Conference Series, World Series) die sogenannten Wild-Card-Games anberaumt. In 4 Best-of-3-Serien (jeweils alle Spiele beim selben Gastgeber) werden die vier Gegner für die vier bereits gesetzten Mannschaften (je 2 in American und National League) gesucht. Die Schlager-Paarung in diesem Jahr ist zweifellos die Paarung New York Yankees gegen Boston Red Sox im Yankee Stadium. Das ist eine der größten Rivalitäten im US Sport überhaupt. Wer alle Geschichten nachgoogeln will, ist für den Rest der Woche beschäftigt …

Der brillante Yankee-Pitcher Cam Schlittler, geboren in Massachussetts, hatte ganz starken Abend. In 6.1 Innings ließ er gerade mal 2 Singles und einen Walk zu. Nach seiner bärenstarken Saison, bei die er nahezu sicher den Cy-Young-Award für den besten Werfer der American League einheimsen wird, war dieser Auftritt fast zu erwarten und dennoch extrem frustrierend für die nahezu chancenlosen Sox-Schlagmänner. Wenn Schlittler überhaupt etwas vorzuwerfen ist, dann der Umstand, dass er relativ viele Würfe brauchte (117 für 6.1 Innings) und trotz seiner Dominanz recht früh den Mound verlassen musste. Was angesichts des starken Bullpens (Ersatzwerfer) letztlich folgenlos blieb.
Das tolle Pitching kaschierte dann die Tatsache, dass die Yankees Offense lange ebenfalls ziemlich unproduktiv blieb (nur 2 Punkte in den ersten 6 Innings). Das zieht sich aber schon die gesamte Saison so hin, erst recht seitdem Top-Schlagmann Aaron Judge wegen seiner Rippenverletzung ausfällt. Und im 7. und 8. Abschnitt punkteten die New Yorker gegen den zusammenfallenden Bullpen der Red Sox zum letztlich standesgemäßen 9:0-Endstand.

Schon heute Nacht geht es weiter mit Spiel 2. Geht es nach der Statistik, stehen die Yankees als Sieger der Serie bereits fest. Noch nie in der allerdings erst recht kurzen Geschichte der Wild-Card-Spiele in diesem Format (6 Jahre), ist ein Heimteam gescheitert, wenn es die erste Partie gewonnen hat. Gespielt werden muss trotzdem, als Starting Pitcher stehen Max Fried (Yankees) und Sonny Gray auf dem Mound.

 

Noch besser als Schlittler war der Auftritt von Michael King von den San Diego Padres beim 8:0 gegen die Chicago Cubs. 6 Innings ließ er nicht einen einzigen Hit zu ehe Manny Machado an der dritten Base einen harten Ball nicht richtig zu fassen bekam. Das war aber auch der einzige Makel einer tollen Vorstellung der gastgebenden Padres, vor allem auch in der Offensive. Gleich im ersten Inning droschen Fernando Tatis (nach dem ersten Pitch übehaupt) und Machado den Ball über den Zaun, in den ersten fünf Abschnitten brachten sie gleich 7 Punkte auf die Anzeigentafel.

 

Den einzigen Auswärtssieg des Tages schafften die Chicago White Sox. Das Team, vor 2 Jahren noch mit einer katastrophalen 41-Siege-Saison das mit Abstand schwächste der gesamten Liga, gewann letztlich ungefährdet mit 6:3 bei den Houston Astros. Wirklich überraschend kam das aber nicht, denn in der Saison hatten sie eine um 3 Siege bessere Bilanz als Houston, die nur aufgrund ihres Divisionssieges Heimrecht genießen.

 

Die wahrscheinlich aufregendste Partie sahen die Zuschauer in Atlanta zwischen den heimischen Braves und den Philadelphia Phillies. Es war zumindest die einzige, in der die Führung wechselte. 0:1, 2:1, 2:3, 5:3 lautete die Run-folge. Den entscheidenden 3-Run-Homer schlug Austin Riley im unteren achten Inning.

Ansetzungen

 

Mi., 20:00: Braves – Phillies (1:0)
Mi., 23:00: Astros – White Sox (0:1)
Do., 02:00: Yankees – Red xox (1:0)
Do., 04:00: Padres – Cubs (1:0)

Die Liga-Besten sind schon raus

 

Die erste Runde der WNBA werden leider auch nur im Format Best of 3 ausgetragen. Denn diese Basketball-Duelle haben großen Unterhaltungswert und könnten durchaus mehr Spiele vertragen. Wie die Serie der an Nummer 1 gesetzten Minnesota Lynx gegen New York Liberty (8). Wie wenig diese Setzung basierend auf der Saisonbilanz wert ist, sahen die Zuschauer in den beiden Partien in Minneapolis und New York. Liberty feierte zwei klare Siege, vol allem dank der heruasragenden Breanna Steward: Zweimal war die beste WM-Spielerin Top-Scorerin ihres Teams, aus der anderen Seite kam die US-Weltmeistern Napheesa Collier nie so richtig zur Geltung.
Ihren Anteil am Weiterkommen hatte auch Leonie Fiebich, die einzige der deutschen Spielerinnen, die es mit ihrem Team in die Play-offs geschafft hat. Gerade in der ersten Partie, beim  beeindruckenden 91:75 im Target Center (Minneapolis) glänzte sie mit 16 Punkten, 8 Rebounds und 3 Assists.

Ansetzungen

Do., 01:00: Washington Mystics – Atlanta Dreams (0:1)
Do., 03:00: Dallas Wings – Golden State Valkyres (0:1)
Fr., 03:00: Las Vegas Aces – Indiana Fever (1:1)

Fever verhinderte gestern nacht das vorzeitige Ausscheiden.  Beim 99:89 sammelten gleich 3 Spielerinnen mehr als 20 Punkte. Catlin Clark war Top-Scorerin ihres Teams mit 27 Zählern vor Kelsey Mitchell (26) und Aliyah Boston (21). Freitagfrüh dann der Showdown in der Glitzerstadt Las Vegas.

 

Blick über den Teich

Die erste Runde der Wildcard-Spiel in der MLB, und die Basketballerinnen der Phoenix Mercury bekommen es im WNBA-Finale mit den Las Vegas Aces zu tun.

 

Aroldis Chapman wackelt, fällt aber nicht

 

New York Yankees gegen Boston Red Sox, das war von vornherein der erklärte Schlager der 4 Wildcard-Partien in der MLB, und die Fans kamen voll auf ihre Kosten. Denn bis zum letzten Pitch von Aroldis Chapman war nicht klar, wer als Sieger vom Platz gehen würde.
Aroldis  Chapman ist der sogenannte Closer der Red Sox, also der Werfer, der am Ende einen Vorsprung seines Teams über die Runde bringen soll. Der 37-Jährige hat eine überaus bewegte Karriere hinter sich. Der Kubaner war 2016 das Closer-Um-und-Auf der MLB und  wesentlich daran beteiligt, dass die Chicago Cubs dadmals zum ersten Mal nach mehr als 100 Jahren die World Series gewannen. Das ist bisher sein einziger MLB-Pokal, obwohl er danach lange beim Überflieger-Team New York Yankees einen durchaus guten Part spielte. Vor der Saison war er noch mal gewechselt, zu den Boston Red Sox. Dort spielte er eine phänomenale Saison, vielleicht gar die beste seiner Karriere.

Doch jetzt war er erstmals im Yankee Stadium in einem Play-off-Spiel der gegnerische Closer, und dieser Umstand kann auch einen Veteran nervös machen. Im 9. Inning also stand er also auf dem Mound bei einer 3:1-Führung seiner Mannschaft und lud die Bases, wie es so schön heißt (unschön für den Pitcher, versteht sich). Sprich, er ließ 3 Hits in Folge zu, schaffte in diesem Zeitraum kein einziges Aus. Geladene Bases, kein Aus – fast eine Garantie zum Punkten, und deshalb erwachten die Fans im Yankee Stadium wieder. Ein satter Hit oder gar ein Homerun (und wenn die Yankees-Schlagmänner eines können, dann sind es Homeruns!), würden im Wortsinn mit einem Schlag die Yankees noch als Sieger vom Platz gehen lassen. Und was machte Chapman? Er verlor nicht die Nerven, sondern vertraute weiter seinem 100-Meilen-Wurf (und mehr). Giancarlos Stanton, 24 Homeruns 2025? – Strikeout. Jazz Chisholm 31 Homeruns 2025? – Flyout, und als Chapman auch Trent Grisham (34 Homeruns 2025) per Strikeout von der Platte gefegt hatte, stand der Sieg der Red Sox über den verhassten Kontrahenten fest.

Es war eine Begegnung der brillanten Starting Pitcher auf beiden Seiten, jeweils die besten ihrer Mannschaft. Max Fried von den Yankees hatte eine außerordentliche Partie und ließ in 6.1 Innings nicht einen Run und nur 4 Hits sowie (3 Walks zu, hübsch verteilt auf die Spielabschnitte. Noch übertroffen wurde er von Garret Crochet, dem Ass der Red Sox. Der begann in seinem ersten Play-off-Spiel überhaupt zwar außerordentlich nervös und ließ die ersten beiden Schlagmänner auf Base. Doch danach hatten die Yankees offensiv praktisch nichts mehr zu melden außer einem Homerun von Anthony Volpe. 7.2 Innings hielt er durch (117 Pitches), und es blieb bei diesem einen Run (und insgesamt 4 Hits) – eine absolute Meisterleistung; die dann auch noch mit dem Sieg belohnt wurde, weil Ersatzschlagmann Yoshida mit einem Double 2 Punkte und Veteran Alex bregmann einen weiteren Zähler beisteuerte.
Damit führen die Red Sox mit 1:0 und können schon heute Nacht mit einem weiteren Sieg die Divisional Finals erreichen. Crochet allerdings wird nicht auf dem Mound als SP stehen, sondern Brayan Bello (Yankees: Carlos Rondon). Sollte aber wieder im 9. Inning ein Vorsprung der Roten Socken verteidigt werden, kommt Aroldis Chapman, und dann wird er die Bases nicht laden, ehe er den Sieg sichert …

Wild Card, 1. Spiele, American League

 

Cleveland Guardians – Detroit Tigers 1:2
Tiger-Pitcher Tarik Skubal ließ die Guardians mit 14 Strikeouts verzweifeln.
New York Yankees – Boston Red Sox 1:3
‚Nough (too much?) said

National League

 

Chicago Cubs – San Diego Padres 3:1
Los Angeles Dodgers – Cincinnati Reds 10:5
das klare Ergebnis täuscht etwas; im 8. Inning retteten sich die Dodgers bei geladenen Bases

 

Ansetzungen heute

 

Mi., 19:08 Uhr: Guardians – Tigers (0:1)
Mi., 21:08 Uhr: Cubs – Padres (1:0)
Do., 00:08 Uhr: Yankees – Red Sox (0:1)
Do., 03:08 Uhr: Dodgers – Reds (1:0)

 

Aces brauchen die Verlängerung

 

Mit einem Kraftakt qualifizierten sich die klar favorisierten Las Vegas Aces fürs WNBA-Finale, wo die Phoenix Mercury mit der deutchen Naitonalspielerin Satou Sabally warten. Gegen die erstaunlichen Indiana Fever (ohne die verletzte Caitlin Clark) benötigten sie im 5. und entscheidenden Spiel eine Verlängerung, ehe der 107:98-Sieg feststand. Bedanken kann sich das Team bei der überragenden Aja Wilson, die gleich 35 Punkte beisteuerte. Nebven der zum MvP der Saison gewählten gewählten Wilson überzeugte vor allem Jackie Young mit 32 Zählern. Bei Indiana, die ihre Scharfschützin Clark wie in den gesamten Play-offs schmerzlich vermissten, punkteten gleich 6 Spielerinnen zweistellig. Zum Verhängnis wurden die 18 Ballverluste, im Vergleich zu nur 7 der Aces.

Die Aces haben aufgrund der besseren Saisonbilanz Heimrecht gegen die Mercury. Doch das Team um Satou Sabally und vor allem der bärenstarken Alyssa Thomas geht durchaus chancenreich in die Best-of-7-Serie. Etwas überspitzt ausgedrückt: die Punkte von Wilson und Young minimieren, und es geht was.

Los geht es ab Samstagmorgen (02:00 Uhr, MESZ) mit 2 Partien in Vegas. Danach sieht der Spielplan 3 Spiele in Phoenix vor, ehe es wieder nach Las Vegas zurückgeht, wenn bis dato kein Team die 4 Siege erreicht hat. Zumindest die 2 Partien am Sonntag (5. und 12. Oktober/if necessary) finden zu europafreundlichen Zeiten (21 Uhr) statt. Zumindest für jene, die nicht urlauben …

 

Ansetzungen

 

Sa., 02:00: Aces – Mercury
So., 21:00: Aces – Mercury
Do., 02:00: Mercury – Aces
Sa., 02:00: Mercury – Aces
So., 21:00: Mercury – Aces *
Do., 02:00: Aces – Mercury *
Sa., 02:00: Aces – Mercury *

 

 

 

 

 

 

Sabally kegelt den Titelverteidiger raus

Blick über den Teich, WNBA

 

Viertelfinale (Best of 3)

 

Die New York Liberty werden ihren Titel also nicht verteidigen. Im dritten und entscheidenden Sspiel unterlag der amtierende Meister den Phoenix Mercury in deren Halle. Wesentlichen Anteil daran hatte die deutsche Nationalspielerin Satou Sabally, die mit 23 Punkten Top-Scorerin des Teams aus Arizona war und zudem noch 12 Reobounds schnappte, dazu 3 Assists servierte und je 2 Blocks und Steals auflegte. Eine champions-reife Vorstellung der besten deutschen Basketballerin. Diese Kategorie verfestigte sie im direkten Duell mit ihrer Nationalmannschaftskollegin Leonie Fiebig, die allerdings sich früh verletzte und sichtlich behindert war in ihren Aktionen. Letztlich standen nur 3 Punkte auf dem Konto.

Die Mercury stehen damit im Halbfinale, wo sie allerdings als Außenseiterinnen ins Duell mit dem Liga-Primus nach der regulären Saison, Minnesota Lynx, gehen. Das Team aus Minneapolis brauchte als einziges der vier Halbfinalitinnen nur 2 Partien im Viertelfinale gegen die Golden State Valkyres, wobei sie das 2. Spiel in San Francisco nur mit einem Kraftakt im Schlussspurt für sich entschieden. Da dürfen sich Sabally und Co. durchaus Chancen ausrechnen, zumal sich auchAlyssa Thomas in Glanzform befindet, wie ihre drei zweistelligen Werte (20 Punkte, je 11 Rebounds und Assists) verdeutlicht.

Das zweite Halbfinale bestreiten die Las Vegas Aces und Indiana Fever. Beide Teams setzten sich im 3. Spiel nur hauchzart gegen die Seattle Storm respektive Atlanta Dream durch. Gerade der Erfolg von Indiana ist bemerkenswert: Nur an Nummer 6 gesetzt (alao das einzige erfolgreiche Auswärtsteam) und das, obwohl ihre Starspielerin Caitlin Clark verletzungsbedingt gar nicht dabei war und gar die Saison beenden musste.

Halbfinale ( Best of 5)

 

Mi., 01:30: Minnesota Lynx – Phoenix Mercury
Mi., 03:30: Las Vegans Aces – Indiana Fever
Sa., 01:30: Indiana Fever – Las Vegas Aces
Sa., 03:30: Phoenix Mercury – Minnesota Lynx

 

Das wird die Woche, die wird

Leichtathletik-WM in Tokio, Beginn der Champions-League-Gruppenphase: Außerdem sind die Frauen-Basketballerinnen in den Play-offs der WNBA beschäftigt.

 

Mehrkämpfer-Premiere und 400-Meter-Fernduell bei den Frauen

 

Drei äußerst interessante Wettkampftage haben wir bei der Leichtathletik-WM in Tokio bereits hinter uns gebracht mit dem Höhepunkt des erneuten Stabhochsprung-Weltrekordes von Armand Duplantis auf nunmehr sagenhafte 6,30 Meter. Die nächsten Tage stehen im Zeichen der Mehrkämpfer. Dabei havben sich die Terminplaner etwas Neues einfallen lassen, denn am Sanmstag gibt es sowohl den 2. Tag der Siebenkämpferinnen als auch den ersten Tag der Zehnkämpfer. Also volles Programm schon am Morgen (Ortszeit) im Nationalstadion.
Im Mittelpunkt stehen die 400 Meter: Beri den Frauen treffen die Topläuferinen über die Stadionrunde allerdings nicht direkt aufeinander, weil Sidney McLaughlin-Levrone die Strecke flach läuft, Femke Bol indes über die Hürden. Anhand einer Punktetabelle ließe sich wenigstens inoffiziell ermitteln, wer die bessere Leistung erbracht hat (wenn denn beide übehaupt Weltmeisterin werden.).
Die ganz brutale Hitze gibt es offenbar nicht mehr, vor allem die immense Luftfeuchtigkeit macht allerdings gerade Lanstrecklern zu schaffen.

 

36 Teams, 1 Tabelle

 

Die 2. Auflage des neuen Europapokal-Formats, in dem diese Woche der 1. Speiltag in der Champions League stattfindet.
36 Teams spielen je 8 Spiele (bis Ende Januar): vier daheim, 4 auswärts. Die Teams wurden in 4 Stärkestufen (Töpfe) eingeteil, jedes Team trifft auf 2 Teams pro Topf. Die ersten 8 Teams kommen direkt ins Achtelfinale, 9 bis 24 treffen in einer Zwischenrunde aufeinander. Ab Platz 25 ist die internationale Saison vorbei
Brutal erwischt hat es zumindest auf dem Papier Eintracht Frankfurt, aber auch Titelverteidiger PSG, das durchgehend schwierige Kontrahenten erwischt hat. Diese beiden Teams sind von Anfang an echt gefordert.
Meine Skepsis gegenüber dem Format hat sich mehr oder weniger bestätigt: Zuzugeben ist, dass es sehr viel mehr interessantere und für sich auch spannendere Partien gegeben hat. Allerdings bleibe ich bei meiner Kritik, dass jedes einzelne Spiel viel wenige Wert ist, dass die Tabelle am Anfang viel zu unübersichtlich ist. Und der letzte Spieltag mit 18 Partien gleichzeitig hat sich als Faace herausgestellt.
Erfahrungswerte konnten gesammelt werden: 16 Punkte (plus gutes Torverhältnis) reichen mit zeimlicher Sicherheit fürs Achtelfinale direkt, 12 Punkte zumindest für die Zwischenrunde.

Diese Woche (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag) gehört allein der Champions League. Die Schlager jeden Tages, wie die exklusive Löwen-Instrospektion ergab.

Di.: Juventus – BVB (21:00) Remember Finale 1997 in München, Lars Ricken lupft immer noch
Mi., FC Bayern – Chelsea (21:00) Deutscher Meister vs  Clubweltmeister
Do. ManCity – Napoli (21:00) Pep Guardiolas neuformiertes Team gegen den Italo-Champion

 

Deutsches Duell in der WNBA

 

Die Play-offs sind schon im Gange. In der 1. Runde (Best of 3) kommt es zu einem Duell deutscher Natioalspielerinnen, wenn die Phoenix Mercury auf Titelverteidiger New York Liberty treffen. Fürs Team aus Arizona läuft Satou Sabvally auf, für New York Leonie Fiebig. Die hatte mit ihrem Team am Samstag den besseren Auftakt, siegte bei den Mercurys nach Verlängerung. Dort hatte Fiebig mit 5 Punkten gehörigen Anteil am Sieg. Sabally ihrerseits erwischte einen schwarzen Tag, traf nur 2 von insgesamt Wurfversuchen zu 9 Zählern.Schon in der Nachht zu Donnerstag kann New York zu Hause die nächste Runde fixieren. Sollte das nicht gelingen, ginge die Serie zurück nach Phoenix.
Im New Yorker Team ist ja aucn Satou Saballys jüngere Schwester Nyary, die allerdings an einer Verletzung laboriert.

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: Nominelles Topspiel des 4. Spieltags ist die Partie RB Leipzig vs 1. FC Köln (Sa., 18:30): Leipzig hat nach dem 0:6-Desaster in München die nächsten beiden Spiele gewonnen, ohne dabei sondelich zu glänzen. Aufsteiger Köln is mit 7 Punkten glänzend gestartet. In Hamburg treffen „meine“ beiden Absteiger-Tipps HSV und Heidenheim aufeinander, die beide noch auf den ersten Saisonsieg warten. Spannung verspricht auch das rheinische Duell zwischen Leverkusen und Gladbach. Bei den Gästen steht Coach Gerard Seaune nach dem 0:4-Heimdebakel gegen Werder unter Erfolgszwang.
  • Internationaler Fußball, England: Nächser Top-Schlager in der Premier League: Vizemeister FC Arsenal empfängt Manchester City (So., 17:30). Wer da verliert, hat erst mal den Anschluss an Tabellenführer FC Liverpool  (Stadtderby vs Everton/Sa., 13:30) verloren.
    Italien: Römisches Derby zwischen Lazio und der AS. Nach zahllosen Ausschreitungen diesmal ein sehr früher Anstoß am Sonntag (12:30). Obs hilft?
  • Handball: Nordduell zwischen dem ganz schwach gestarteten Hannover-Burgdorf (1 Sieg aus 3 Spielen) und dem noch velustpunktfreien THW kiel (Do, 19:00).
    In de Champions League empfängt Meister Füchse Berlin Aalborg Handbold, VTitelverteidiger SC Magdeburg muss zum FC Barcelona.
  • Formel 1: Abschluss der Rennen in Europa mit dem Grand Prix in Baku/Aserbaidschan (So., 13:00). Die McLaren von Piastri und Norris kämpfen um den WM-Sieg, der stark verbesserte Titelverteidiger Max Verstappen um den Tagessieg.

 

Das war die Woche, die war

Etwas spät, dafür ziemlich kurz (naja): Aber das Wichtigste aus meiner Sicht (Ski-WM, Super Bowl, NBA Trades) habe ich ja schon in gesonderten Texten behandelt.

 

Bayern (fast schon) Meister

 

Die Münchner gewannen ihre Pflichtaufgabe mit etwas Mühe gegen Werder Bremen mit 3:0. Alle Tore fielen erst nahc der Pause, davon zwei Elfer von Harry Kane, der weiter in der Bundesliga ohne Fehlschuss vom Punkt ist (bei nunmehr 29 Versuchen).
Der einzige verblieben Konkurrent Bayer Leverkusen büßte dagegen beim 0:0 zwei weitere Punkte ein. Meistertrainer Xavi Alonso setzte nach dem Pokathriller gegen Köln (3:2 nach Verlängerung) auf starke Rotation. Ohne Wirtz und andere Topspieler blieb Leverjusen die gesamte Partie sehr harmlos, daran konnte auch der eingewexchselte Wirtz nichts mehr ändern.. Vor dem Gipfeltreffen in der BayArena am Samstag trennen die beiden Clubs 8 Punkte, die ganz große Brisanz ist raus.
Völlig missglückt ist das Trainer-Debüt von Nico Kovac bei Borussia Dortmund. Der BVB verlor in der eingenen Arena gegen den VfB Stuttgart mit 1:2. Engagiert waren die Westfalen ja, aber nicht effizient. Ausgerechnet der Ex-Stuttgarter Waldemar Anton leitete die Niederlage mit einem Eigentor ein.
Mein Aufreger: Mal wieder mein Lieblings-Schiedsrichter Felix Zwayer. Seine schlimme Leistung im Abstiegsduell Hlstein Kiel gegen VFL Bochum „krönte“ er gemeinsam mit den Viedeo-Schiedsrichter als er ein Tor der Kieler wieder aberkannte, weil er eine harmlose Situation vorher im Mittelfeld nachträglich als Foul bewertete. Ich bin ja echt Fan des Videobeweises, aber der soll wirklcih nur einschreiten, wenn es eine „klare!“ Fehlentscheiung auf dem Platz gegeben hat.

 

Rodel-WM – eine deutsch-österreichische Angelegenheit mit internationaler Beteiligung

 

7 Wettbewerbe standen in Whistler Mountain auf dem Programm, fünf Titel gingen nach Germany, zwei nach Austria. Dazu 7 respektive 3 Medaillen. Für den Rest der Welt blieb insgesamt viermal Edelmetall, das sich die USA (2), Lettland und Kanada (je einmal Bronze) aufteilten. Man merkt, welche 2 Nationen als mittlerweile einzige das Rodeln professionell beteiligen. Die Ösis mit Berater und Kufengott Hackl Schorsch waren angesichts der Vorleistungen nicht mal hundertprozentig zufrieden mit der Ausbeute. Eine Sportart macht sich überflüssig …

 

Und sonst?

  • Internationaler Fußball: Doppeltes Pokal-Aus für die Tottenham Hotspur. Zunächst am Donnerstag in Ligacup-Halbfinale gegen den FC Liverpool, dann im FA Cup beim 1:2 bei Aston Villa. Liverpool war denn im FA Cup auch für die einzig wirkliche Überraschung beteiligt. Mit der B_Elf angetreten, verlor der klare PL-Tabellenführer mit 0:1 beim Letzten der 2. Liga Plymouth. Ein erster Rückschlag für Klopp-Nachfolger Arne Slot.
    Madrid-Derby Remis. Im Bernaubeu Stadion trennten sich Gastgeber Real und Atlético mehr oder weniger friedlich mit 1:1. Real hatte in der Woche Aufsehen erregt, als man nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung es für nötig hielt, einen offenen Beschwerdebrief in Richtung Verband zu verfassen, in dem Real die „eklatante“ Benachteiligung beklagte. Ausgerechnet Real Madrid, das seit Jahrzehnten von den Schiris eher sehr zuvorkommend behandelt wird, um es noch sehr vorsichtig auszudrücken.
    In Italien schließlich setzt sich der Titel-Zweikampf zwischen SSC Neapel  und Inter Mailand fort. Beide schwächelten allerings am Wochenende: Napoli spielte zu Hause gegen Udinese nur 1:1, Inger verlor ein Nachholspiel bei der Florentina gleich mit 0:3, revanchierte sich aber am Montag daheim mit 3:1.
  • Hallensport: Nicht mal eine Woche nach dem WM-Finale mussten die Handballer wieder in der Bundesliga ran. Meister Magdeburg verlor den Schlager beim THW Kiel und damit fast alle Titelchancen. Mit Mühe setzte sich Tabellenführer MT Melsungen gegen Leipzig durch und wahrte seinen 4-Punkte-Vorsprung auf das Trio Berlin Füchse, Kiel und Hannover-Burgdorf.
    Der FC Bayern Basketball verbesserte durch 2 Heimsiege gegen Milano und Villeurbanne seine Situation in der Euroleague und ist jetzt Sechster, was die direkte Qualifaikation fürs Viertelfinale bedeuten würde.8 Spieltage sind noch zu absolvieren, ein kleines Polster (3 Siege) auf Platz 11 (Real Madrid) ist schon vorhanden. Alba Berlin ist dagegen  abgeschlagen Letzter und ohne Chance aufs Weiterkommen.
  • Erfreuliches für die Eishockey-Frauen: Die setzten sich in einem nervenaufreibenden Qualifikationsturnier gegen Ungarn, Österreich und die Slowakei durch und dürfen zum zweiten Mal nach 2014 zu Olympia.
  • Tennis:Turniersiege feierten Denis Schapovalov (im Finale gegen Casper Ruud) in Dallas, Carlos Alcáraz in Rotterdam (vs Alex Di Minaursowie Belinda Bencic (zum ersten Mal als Mama) in Abu Dhabi (Ashlyn Krüger) und Anastasia Potapova (Laura Bronzetti) in Cluj. Dort, in ihrer rumänischen Heimat, beendete Simona Haep ihre erfolgreiche Karriere, in der sie Grand-Slam-Siege in Paris und Wimbledon feierte. Eine lange heftig diskurierte Dopingsperre (sie wurde gesperrt im Gegensatz zu Iga Swiatek und Jannik Sinner) sowie Verletzungen zwangen sie mit  33 jahren zu diesem Schritt.