Knicks treffen Dreier wie noch nie

Blick über den Teich, NBA

 

Die Knicks und die Thunder sind schon im jeweiligen Conference Finale. Sie können jetzt in Ruhe abwarten wie sich im Osten die Pistons mit den Cavs und im Westen die Spurs mit den Timbefrwolves duellieren.

 

EASTERN CONFERENCE

 

Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 112:103 (2:2)

 

Die Heimsiegserie der Cavaliers geht weiter. Möglich gemacht hat es eine extreme Steigerung der Cavs undihrem Spielmacher Donovan Mitchell. Zur Pause stand es noch 56:52 für die Pistons, danach schafften die Gastgeber 22 Punkte in Folge – Franchise Rekord in einem Play-off-Spiel. Hauptverantworltich für den Aufschwung war Donovan Mitchell: Vor dem Seitenwechsel extrem blass, dann mit einer Leistungsexplosion. Mit 39 Punkten in einer Halbzeit stellte er einen NBA-Rekord ein.

 

Bester der Sieger

 

Donovan Mitchell: Am Ende waren es 43 Punkte, die der Spielmacher auflegte. Wie geschrieben: 39 Zähler in einer Hälfte sind Rekord in der NBA in einem Play-off-Spiel. Allein 21 gelangen ihm im 3. Viertel, Rekord für die Cavs.
In der ersten Hälfte war es vornehmlich James Harden, der mit 15 Punkten (11 im ersten Viertel) die Cavs im Spiel hielt.

 

Stark beim Verlierer

 

Charles le Vert: Ein unglaubliches Spiel des ehemaligen Cavs-Profis. Von der Bank kommend übernahm er viel Verantwortung und legte in der ersten Hälfte 17 Punkte auf. Letztlich war er mit 24 Punkten Top-Scorer.

 

X-Faktoren

 

Negativ Cade Cunningham: Der Starspieler der Pistons wehrte sich überhaupt nicht, als die Cavs Punkt um Punkt davonzogen. 0 Punkte in einem Viertel bei nur 2 Wurfversuchen, dafür 3 Ballverluste – fast unwürdig für den Top-Mann des Teams.

 

Zahlereien

 

8 Punkte sammelte Mitchell hintereinander anfangs des 3. Viertels. Am Ende waren es in diesem Durchgang 22Punkte und in der 2. Hälfte 39 Punkte. Rekordverdächtig.

22:0 Punkte der Cavs zu Beginn des 3. Viertels. In diesem Zeitraum 9 von 11 Würfen im Ziel, bei den Pistons 0 von 8.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder hatte eine durchschnittliche Partie mit 7 Punkten. Beim 22:0-Lauf nicht eingesetzt.

 

Ausblick

 

Jetzt gehts wieder nach Detroit. Dem Geset der Serie Folge müssten dann wieder die Pistons gewinnen. Aber jede Serie ist dazu da, gebrochen zu werden …

 

Philadelphia 76ers – NEW YORK KNICKS 114:144 (0:4)

 

Noch ein Spiel der Rekorde, nämlich de Dreierrekorde. Was die Knicks vor allem in der ersten Hälfte jenseits der Linie veranstalteten, war unwirklich. 11 von 13 Dreier fanden das Ziel, in der ersten Hälfte waren es dann „nur“ 18 von 25. Kein Wunder, dass schon zur Pause beim Stand von 81:57 alle Messen gesundgen waren.
Im 2. Durchgang ließen es die Knicks dann etwas ruhiger angehen, dennoch reiche es zu einem nie gefährdeten 144:114 und dem Sweep. 25 verwandelte Dreier sind Franchise-Rekord.

 

Bester der Sieger

 

Miles McBride: Erst durch die Verletzung von OJ Amunoby rückte er in die Starting Five. Seine 4 von 4 Dreier zu Beginn gaben die Richtung vor. Am Ende 25 Punkte und Top-Scorer der Partie.

 

Stark bei Verlierer

 

Zumindest Jel Embiid wehrte sich nach Kräften (das Dreier-Feuerwerk abzuwehren ist nicht sein Job). In de Offensive verlässlich, allerdings ohne große Unterstützung.

 

Zahlereien

 

11 verwandelte Dreier – mehr hat noch nie ein Team in einem Viertel geschafft in einem Play-off-Spiel. Gleiches gilt für die 18 Treffer in der 1. Hälfte.

 

Ausblick der Sieger

 

Die Knicks sind mächtig in Fahrt gekommen. Zur Erinnerung: In der 1. Runde lagen sie mit 1:2 Siegen gegen die Atlanta Hawks zurück. Seither: 7 zum Teil sehr überzeugende Siege. Sie werden natürlich nicht immer die Dreier so treffen, aber sie sind auch nicht abhängig von ihren Distanzschätzen.
Egal, ob es jetzt gegen die Pistons oder Cavs geht – die Knicks sind klarer Favorit im Conferecnce Finale des Ostens.

 

Und die Verlierer?

 

Es schaut gar nicht schlecht aus für die kommenden Jahre mit den jungen Top-Akteuren TJ Edgecombe und Tyrese Maxey (der allerdings in der Knicks-Serie arg enttäuschte). Eine Frage wird sein: kommt Joel Embiid wenigstens einigermaßen wieder in Form. Schlich manches Mal wie ein alter Mann übers Parkett (umso erstaunlicher sein Touch).

 

WESTERN CONFERENCE

 

Los Angeles Lakers – OKLAHOMA CITY THUNDER 110:115 (Endstand: 0:4)

 

Die Lakers hatten eine reelle Siegchance, doch am Ende setzten sich dann doch die Thunder durch.
41 Sekunden vor Schluss traf Marcus Smart mit 2 Freiwürfen zum 110:109. Der Titelverteidiger ließ sich niht groß beeindrucken und antwortete mit einem Dunk von Holmgren, und zwei Freiwurf-Punkten von Shai Gilgeous-Alexander. Aaron Reaves hätte mit einem Dreier noch ausgleichen können, er traf nur den Ring.

Eine durchschnittliche Leistung genügte den Thunder, um sich mit 4:0 Siegen gegen die Lakers durchzusetzen. Ich hatte zumindest in Spiel 4 lange das Gefühl, dass sie das Ganze nicht sonderlich ernst nehmen. Dennoch haben sie so viele Möglichkeiten, dass es gegen die dezimierten Lakes (Topscorer Luka Doncic fehlte an allen Ecken und Enden) reichte.
Die Lakers wehrten sich nach Kräften, angeführt von Reaves und LeBron james. Aber so gut der Altstar auch spielte, er is eben nichtmehr der James von vor 10 oder 15 Jahren. Zum Teil haarsträubende Ballverluste (insgesamt 4).

 

Beste der Sieger

 

Shai Gilgeous Alexander war mit 35 Punkten Topscorer der Partie. Ich hate das Gefühl, dass diesmal die Schiedsrichter einige Fouls gegen ihn nicht ahndeten (es hatte enorme Diskussionen über das vermeintliche Flopping (sehr leichtes Hinfallen aka Schwalbe) des Starspielers gegeben.. Traumwandlerisch sicher von seinem Hotspot rund um die Freiwurflinie. Ausbaufähig sein Dreier (1 von 4).
Ajaj Mitchell: Erneut glänzte er mit 28 Punkten. Für mich der Spieler der Serie. Furchterregend, dass bei OKC noch so viele Akteure nachkommen. Wenn SGA auf der Bank sitzt, übernimmt der Jungspund Verantwortung, als wäre er ein ganz alter Hase.

 

Stark beim Verlierer

 

Das Trio Austin Reaves (27 Punkte, Rui Hachimura (25) und LeBron James (24) wehrte sich nach Kräften. Allein – es kam zu wenig Unterstützung, obwohl sich auch noch Jackson Hayes (18) positiv hervortat.

 

X-Faktor

 

Alex Caruso: Der beste Verteidiger des starken Defense-Teams machte es LeBron James sehr schwer.

 

Ausblick der Sieger

 

8 Spiele, 8 Siege – so lautet die lußenreine Play-off-Bilanz. Ob daran die Spurs und Timberwolves im Conference Finale groß etwas ändern können – ich habe meine Zweifel. Denn nie hatte ich das Gefühl, dass OKC schon alles gezeigt hat, was sie können. Aber sie sind extrem vielseitig, haben den Liga-Superstar (Shai Gilgeous-Alexander) in ihren Reihen und sind doch nicht von ihm abhängig. Andere können jederzeit einspringen. Die große Frage lautet höchstens: was wenn sie wirklich einmal unter Druck geraten?

 

Und die Verlierer?

 

Die Lakers warten auf die Rückkehr von Luka Doncic, hoffentlich ab November dann auch voll fit und nicht fett (sorry, de Erfahrungswert). Jetzt erst mal etwas Sommertheater, denn die Zukunft von LeBron James ist sehr unsicher. Der üppig dotierte Vertrag läuft aus, und die Lakers haben schon signalisiert, dass sie nicht verlängern wollen. James seinerseits hat sich auch nicht sehr schmeichelhaft übers Team geäußert. Die zeichen stehen also auf Trennung, die Lakers haben dann 50 Millionen Dollar mehr in der Kasse, da kann man schon einiges bewirken.

 

Minnesota Timberwolves – San Antonio Spurs 114:109 (2:2)

 

Die entscheidnde Szene im 2. Viertel. Victor Wembanyama rammt seinem Gegenspieler Naz Reed den Ellenbogen ins Gesicht, die Refs entscheidennach Ansicht der Videobilder auf Absicht und schicken den Franzosen vom Feld.
Ohne ihren Riesen-Center liefern die Spurs zwar einen bis zuletzt spannenden Kampf und führen noch weit ins vierte Viertel. Doch am Ende haben die Gastgeber das bessere Ende für sich. Müßig zu spekulieren, ob das mit Wemby anders gelaufen wäre, aber seine Präsenz unterm Korb fehlte natürlich. Andererseits lief bei ihm bis zum Ausschluss wenig bis nichts, deshalb das Frustfoul.

Letztlich entschied der größere Siegeswille der Wolves und natürlich auch das tolle Heimpublkum im Target Center.

 

Bester der Sieger

 

Anthony Edwards: Am Ende hatte er 36 Punkte, 16 davon im Schlussabschnitt, als er übehaupt nicht mehr aufzuhalten war. Von seiner Verletzung ist kaum mehr etwas zu spüren, diesmal stand er 40 Minuten auf dem Parkett (offenbar keinerlei zeitbeschränkung mehr seitens der medizinischen Abteilung).

 

Stark beim Verlierer

 

De’Aaron Fox übernahm Verantwortung und hatte 24 Punkte. Allerdings enorme Schwierigkeiten beim Distanzwurf (1 von 7 Dreiern). Sehr stark von der Bank: Dylan Harper ebenfalls mit 24 Punkten, abe Defiziten in der Verteidigung.

 

Ausblick

 

Die Gemüter vor Spiel 5 sind erhitzt, es gab einige umstrittene Szenen und Kabbeleien. Victor Wmbanyama wird wieder dabei sein, die Liga sieht von weiteren Strafen ab. In San Antonio wird es für alle Beteiligten darauf ankommen, die Nerven zu bewahren. Die Wolves haben gezeigt, dass sie auch in Texas gewonnen haben, und Anthony Edwards scheint auf eine Mission zu sein.

 

Ansetzungen

 

Mi., 02:00: Spurs – Timberwolves (2:2)
Do., 02:00: Pistons – Cavaliers (2:2)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Thunder in der eigenen Umlaufbahn

Blick über den Teich, NBA

 

Die jeweils dritten Spiele der 2. Play-off-Runde sind absolviert. 2 Serien sind vorentschieden, in zweien herrscht noch Spannung.

 

EASTERN CONFERENCE

 

Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 116:109 (1:2)

 

Die Cavs bleiben sich treu: auswärts pfui, zu Hause hui. Wetter können bei Cavs-Partien getrost einen Heimerfolg buchen. So auch am Sanstag (zu guter europäischen Sendezeit), als sie im Endspurt den Sieg sicherten und in der Serie gegen die Pistons auf 1:2 stellten. Die Stars hatten diesmal funktioniert, zunächst Donovan Mitchell, im Endspurt dann der zuvor hart kritisierte James Harden.

Dabei war Detroit das Kunststück gelungen, im 3. und 4. Viertel einen 17-Punkte-Rückstand aufzuholen. Sie gingen sogar in Führung, doch dann übernahm der bis dato fast unscheinbare Harden und erzielte 7 ganz wichtige Punkte, die die ausverkaufte Halle in ein Tollhaus verwandelten.

 

Bester der Sieger

 

Donovan Mitchell: Bisher liefen die Play-offs nicht ganz nach Wunsch für den Spielmacher. Jetzt drehte er auf und schaffte 35 Punkte. Nur jenseits der Dreierlinie schwächelt er weiterhin, 2 von 8 Würfen sind klar verbesserungswürdig.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Cade Cunningham: Initierte die Aufholjagd, gemeinsam vor allem mit Tobias Harris und Scharfschütze Duncan Robinson. Am Ende hatte er starke 27 Punkte und je 10 Rebounds und Assists auf dem Konto.

 

X-Faktor

 

James Harden: Es gibt einen bösen Spruch über „The Beard“. Pro Saison hat er nur einen guten Play-off-Auftritt. Wenn dem so wäre, so müssten sich die Cavs Sorgen machen, denn diesen guten Auftritt legte Harden am Samstag hin. Zumindest im 4. Viertel, als Mitchell schwächer wurde. 9 seiner 19 Punkte sammelte er da, und in der knappen Schlussphase vesnkte er drei ganz schwierige und wichtige Würfe zum serien-erhaltenden Erfolg. Es ist nun an Harden, seine Kritiker zu widerlegen.

 

Zahlereien

 

73 Prozent aller Zweipunkte-Würfe der Cavaliers landeten im Ziel – ein außerordentlich hoher Wert. Zum Vergleich: bei den Pistons waren es nur 48,5 Prozent.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder: der wertvolle Helfer der Cavs. Wenn er seine Rolle so ausfüllt wie am Samstag, ist er von großem Wert. 11 Punkte legte er auf, verwandelte alle 3 Dreier-Versuche.
Ging heftig zu Boden, nachdem ihm ein (unabsichtlicher?!) Schlag von Daniss Jenkins am Hals getroffen hatte, mit dem er sich über Minuten eine Art Privatduell auf dem Parkett lieferte.

 

Ausblick

 

Eine der spannenden Serien, die ich angeköndigt hatte. Allerdings nur, wenn die Cavs auch mal ihre Serie durchbrechen. Morgen Nacht allerdings müssen sie erst mal schauen, dass sie auch die 2. Partie in heimischer Halle gewinnen.

 

Philadelphia 76ers – New York Knicks 94:108 (0:3)

 

Ein Sieg mit 14 Punkten Vorsprung, das klingt deutlicher als es klingt. Denn bis weit in 3. Veirtel stand die Partie auf Messers Schneide, als Joel Embiid mit einem Dreier sein Team auf bis zu 2 heranbrachte. Doch so sehr sich die Sixers bemühten, einen Führungswechsel sollten sie nicht schaffen, denn in den entscheidneden Momenten bewahrten die Knicks die Nerven und schlossen die Angriffe erfolgreich ab. Ein 15:2-Lauf Mitte des Schlussabschnittes beseitigte dann alle Zweifel. Am Sieg in Spielk 3 und wahrscheinlich auch am Weiterkommen.

 

Bester der Sieger

 

Jalen Brunson: Nicht perfekt (11/22 erfolgreiche Würfe), aber sehr stark (35 Punkte, 9 Assists). Immer wieder toll anzusehen, wie der nur 1,93 Meter (wir sprechen von Basketball) große Spielmacher Eins-zu-eins-Situationen löst mit Finten und Täuschungen. Wenn er auf dem Parkett steht (38 Minuten) hat er bei fast jedem Angriff seine Hände im Spiel.

 

Stark beim Verlierer

 

Kelly Oubre: Nimmermüder Einsatz: Mit einem Dreier unmittelbar vor der Pause ließ er die Fans hoffen. Am Ende mit 22 Punkten Top-Scorer des Teams, vor den vermeintlichen Stars wie Tyrese Maxey und Joel Embiid.
Paul George: allerdings nur EIN tolles 1. Viertel, als er 15 Punkte schaffte und dabei 3 Dreier versenkte. Das erinnerte an seine besten Zeiten. Danach kam nichts mehr, nicht ein einziger Punkt und auch sonst wenig vorzeigbare Aktionen.

 

X-Faktoren

 

positiv Landry Shamet: Genau das erhofft sich der Trainer von seinem Bankspieler. Frisches Blut. In diesem Fall insgesamt 15 Punkte,

negativ: Joel Embiid. Nach einer Partie Pause wurde er wieder für spielfähig erklärt. Doch gerade in der 1. Halbzeit gab er dem Wort „rostig“ eine ganz neue Dimension. Unbeweglich, sichtlich nicht fit und ganz bestimmt nicht in Bestform. Nach der Pause wurde es besser. Mit seiner Länge und seinem Touch ist er auch ohne Bewegung ein gefährlicher Faktor.
Insgesamt kam aber zu wenig, leider auch vom von mir so geschätzten Tyrese Maxey, der weit und er seinen Möglichkeiten blieb und nur 12 Wurfversuche unternahm. Diese Zurückhaltung habe ich überhaupt nicht verstanden.

 

Ausblick

 

Die Knicks können schon fürs Conference Finale planen. Noch nie hat in der NBA ein Team einen 3:0-Vorsprung hergegeben. Wenn den Sixers etwas Hoffnung gibt: Wenigstens 2 der 3  Partien waren umkämpft.

 

WESTERN CONFERENCE

 

Los Angeles Lakers – Oklahoma City Thunder 108:131 (0:3)

 

Wer soll die Thunder stoppen. Offensichtlich nicht die Lakers, zumal nicht die Lakers ohne Lukja Doncic. Eine Halbzeit hieltensie bestens mit, führten zur Pause sogar mit 59:57. Um danach hilflos mitansehen zu müssen, wie OKC Punkt um Punkt davonzog. Fast schien es, als hätten sie die Lakers im 1. Durchgang ein bisschen mitspielen lassen, damit das Publkum seine Freude hat.
Im Ernst: der kader der Thunder ist gleichermaßen faszinierend wie angsteinflößend. Ein überragender Topstar und daneben sieben, acht Akteure, die jederzeit übernehmen können. Und dazu noch die beste Defense der Liga.

 

Bester der Sieger

 

Ajaj Mitchell: Topscorer der Partie! (vor Topstar Shai Gilgeous-Alexander). Der Leistungssprung des Spielmachers in diesem jahr, in diesen Play-offs ist atemberaubend. 24 Punkte waren es am Ende, dazu 10 Assists. Und dieser Typ ist nur der Ersatz für den verletzten Jalen Williams. Ach ja, Mitchell ist gerade mal in seinem 2. NBA-Jahr. OKC schnappte ihn 2024 an 38. Stelle. Gebraucht haben sie ihn eigentlich nicht, aber wenn ihn die anderen nicht haben wollen …

 

Stark beim Verlierer

 

Rui Hachimura hat mir sehr gut gefallen. Seine Wurfqquote von außen in diesen play-offs ist unfassbar (am Samstag: 5 von 8 Dreier). 21 Punkte waren es am Ende.

 

X-Faktoren

 

Ausgeglichenheit der Thunder: 7 Spieler punketen zweistellig: Als es im 3. Viertel noch kanpp herging, schnappte sich Isaiah Joe zweimal den Ball und warf 2 Dreier. Ich nenne ihn stellvertretend.

 

Zahlereien

 

7 Siege in 7 Partien: So gut ist seit einem Jahrzehnt kein Titelverteidiger mehr in die Play-offs gestartet.

 

🇩🇪👓

 

Isaiah Hartenstein: Die Riesenanker der Thunder. Ob Prellbock gegen LeBron James und Co., sein Wurf funktioniert (6 von 7).

 

Ausblick

 

Wenn ich den Sixers wenig Chancen gebe, den Lakers gebe ich keine. Zumindest nicht für die Serie. Vielleicht werden sie am Montag Spiel 4 gewinnen, wenn die Thunder nicht nur eine Hälfte, sondern die gesamte Partie larifari auftreten, aber dass sie jetzt viermal hintereinander siegen, das kann ich mir einfach nicht vorstellen.

 

Minnesota Timbewolves – San Antonio Spurs 

 

Ein katastrophaler Beginn und ein schwaches Finale: Dazwischen allerdings zeigten die Timberwolves, dass sie ein fast ebenbürtiger Gegner sind. Nicht allerdings in den ersten 6:30 Minuten: Zahlen des Grauens: 1 Punkt (durch einen Freiwurf), 0 von 10 getroffene Würfe aus dem feld, 3 Ballverluste. Immerhin stand es „nur“ 1:14, ehe Rudy Gobert per Layup die ersten Zähler aus dem Feld schaffte. Danach eine vortreffliche Aufholjagd, und noch im 1. Viertel war der Rückstand so gut wie egalisiert (22:23).
Zweieinhalb Viertel wogte die partie danach hin und her, mit Führungswecseln und Körben um Ausgleich. Am Ende erwiesen sich die Spurs als nervenstärker – und sie hatten halt den „Außeirdischen“ Victor Wembanyama in ihren Reihen (allein 7 Punkte im entscheidnen Schlussspurt),

 

Bester der Sieger

 

Victor Wembanyama: Der Vorschusslorbeer war unendlich große (er wird das nächste jahrzehnt prägen, ja verändern!). Am Freitag zeigte er sein überragendes Können. 39 Punkte erzielte er, traf 13 seiner 18 Würfe. Dazu ist der Franzose noch de beste Vewrteidiger der Liga, allein mit seiner Länge (2,21 Meter) zwingt er den Gegner zu ungewöhnlichen Würfen, die er dann trotzdem blockt (diesmal waren es 5).
Nicht zu fassen, dass er erst im 3. jahr NBA spielt und erstmals eine Play-off-Saison.

 

Stark beim Verlierer

 

Anthony Edwards: Erstmals in dieser Serie von Beginn an dabei. 32 Punkte legte er auf, dazu 14 Rebounds und 6 Assists.

 

Ausblick

 

Für mich ist das tatsächlich die knappste Serie. Viel fehlt den Wolves nicht: Sie haben jetzt einen Top-Mann (edwards) und eine sehr starke Bank (auch wenn DiVincenzo fehlt). Wenn sie es irgendwie schaffen, dass Wemby nur normal gut spielt und hicht hereausragend gut, dann sehe ich echte Chancen. Spiel 4 heute Nacht ist natürlich fast schon ein Pflichtsieg.

 

Ansetzungen

 

So., 21:30: Sixers – Knicks (0:3)
Mo., 01:30: Wolves – Spurs (1:2)

Di., 02:00: Cavs – Pistons (1:2)
Di., 04:30: Lakers – Thunder (0:3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Spurs tanzen aus der Reihe

Blick über den Teich, NBA

 

Die ersten Spiele der 2. Runde brachten 3 Heimsiege. Alllein die San Antonio Spurs verloren zu Hause gegen die Minnesota Timberwolves.

 

Detroit Pistons – Cleveland Cavaliers 111:101 (1:0)

 

Eine bis ins vierte Viertel umkämpfte Partie. Die Pistons legten immer wieder vor, die Cavs kamen heran, zuletzt auf 93:93. Doch am Ende konnten die Gastgeber entscheidend zulegen.

 

Bester der Sieger

 

Einmal mehr Cade Cunningham mit 23 Punkten und 7 Assists. Allerdings nicht so dominant wie zuletzt gegen die Orlando Magic.

 

Stark beim Verlierer

 

Donovan Mitchell: Gerade in der ersten Halbzeit als Denker und Schütze stark. Im letzten Durchgang fiel er ab, da übernahm für ihn der bis dato schwache James Harden, der allein im Schlussabschnitt 13 seiner 22 Zähler erzielte.

 

X-Faktoren

 

Jalen Duren: Hielt sich lange mit dem Scoren zurück. Seine 6 Punkte in Folge zum 99:93 entschieden letztlich die Partie.
Duncan Robinson: Diesmal wieder der gefürchtete Scharfschütze. 5 von 8 Dreiern fanden das Ziel.
2 Buzzerbeater der Pistons: Jeweils mit auslaufender Uhr trafen mit fast unmöglichen Würfen Javonte Green (2. Viertel) und Ronald Holland (3. Viertel), die beide ansonsten praktisch unsichtbar lieben. So etwas hilft – gerade in engen Partien.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder kam 16 Minuten zum Einsatz. Gerade im 3. Viertel sorgte der Deutsche mit dem ebenfalls von der Bank kommenden Max Strus, dass der Rückstand der Cavs aufgeholt wurde.

 

Ausblick

 

Die Pistons haben das erste Spiel gewonnen – nicht mehr, nicht weniger. Cleveland fehlte es letztlich nu an Kleinigkeiten, etwa in der Offensive von den Big Men Evan Mobley und Jarrett Allen.

 

New York Knicks – Philadelphia 76ers 137:98 (1:0)

 

Praktisch von Beginn an beherrschten die Knicks das Geschehen und ließen nie zweifel am deutlichen Heimsieg aufkommen. Schon zur Pause führten sie mit 23 Punkten, der Rest war eine Art Kräftesammeln für die nächsten partien.

 

Bester der Sieger

 

Jalen Brunson hatte einen formdablen Tag. 35 Punkte, Wurfquote 66 Prozent, davon 3 von 6 Dreier. Der Spielmacher der Knicks war nicht zu stoppen, weder von TH Edgecombe noch von Paul George.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Paul George war der beste Scorer der Sixers. Vor allem jenseits der Dereierlinie äußerst treffsicher (4 von 6).

 

Zahlereien

 

63,1 Prozent der Knicks-Würfe landeten im Ziel. Überdurchscnittlich auch die Versuchtre aus der Distanz (19 von 37).

 

🇩🇪👓

 

Ariel Hukporti erhielt überraschend Einsatzzeit und wusste diese mit 5 Punkten und 9 Rebounds durchaus zu nutzen.

 

Ausblick

 

Den hohen Sieg sollte niemand überbewerten. Immerhin hatten die Sixers nach der anstrengenen 7-Spiele-Serie geben di Celtics nur eeinen Tag Pause. Den Kräfteverschleiß sah man vor allem Joel Embiid an. Andrereseits präsentieren sich die Knicks gerade in bestechneder Form. Die 3 klaren Siege hintereinander gegen die Atlanta Hawks haen mächtig Selbstvertrauen gegeben.

 

Oklahoma City Thunder – Los Angeles Lakers 108:90 (1:0)

 

Anfangs ging es zwar knapper zu als gegen die dezimierten Lakers (Luka Doncic fehlt weiterhin) zu erwarten war. Doch der Erfolg der Thunder stand nie ein Frage. Jederzeit scheint das Team in der Lage, einen Gang höher zu schalten, wenn es notwendig erscheint. LA und insbesondere LeBron James wehrten sich nach Kräften, letztlich waren sie chancenlos.

 

Beste der Sieger

 

Chet Holmgren war der Mann des ersten noch knappen  Viertels, als er 9 Punkte un d 3 Rebounds schaffte. Äußerst vielseitig agierte er dabei mit einem krachenden Dunk und einem versierten Dreier. am Ende war er mit 24 Punkten Top-Scorer von OKC noch vor Starspieler Shai Gilgeous-Alexander, dem „nur“ 18 Punkte gelangen, so wenige wie noch nie in dieser Saison.

 

Stark bei Verlierer

 

LeBron James: 27 Punkte, 4 Rebounds, 6 Assists zeugten erneut von einer ganz starken Vorstellung des 41-Jährigen. Er versucht, das Team fast allein zu tragen. Insgesamt ist das Team zu schwach aufgestellt, auch wenn diesmal Rui Hachimura, Marcus Smart und auch DeAndre Ayton durchaus ablieferten.

 

X-Faktoren

 

Ajaj Mitchell: Seine Rolle im Team wird wichtiger und wichtiger, vor allem solange Jaylen Williams ausfallt. Wichtige Punkte (18), wenn jetztn noch die dreierquote (1/5) steigt …

 

🇩🇪👓

 

Isaiah Hartenstein war wie immer der höchstzuverlässige Center. 8 Punkte (3/3 Würfe), 9 Rebounds (2 offensiv) und 4 Assists lieferte er ab.

 

Ausblick

 

Es scheint alles den erwarteten Gang zu gehen, die Lakers scheinen dem Titelverteidiger hoffnungslos unterlegen, zumal ohne ihren Top-Mann Luka Doncic. Dessen Rückkehr ist allerdings immer noch nicht mal absehbar.

 

San Antonio Spurs – Minnesota Timberwolves 102:104 (0:1)

 

Die erste Überraschung sxchon vor Spielbeginn, denn Anthony Edwards war wieder fit. Es entwickelte sich eine durchgehend spannende partie, in deren gesamten Verlauf diie Führung sage und schreibe 19-mal wechselte. Nicht einmal betrug der Vorsprung mehr als 9 Punkte.Die Spurs hätten die Partie mit dem letzten Wurf noch für sich entscheiden können, doch der Dreierversucht von Julien Champgnie traf nur den Ring.

 

Bester der Sieger

 

Julian Randle: Gerade im entscheidenen Abschnitt war der Forward zu Stelle, sammelte 8 der insgesamt 21 Punkte und war einer der hauptverantwortlichen für den Sieg der Wolves. Die sich enorm ausgeglchen zeigten, obwohl mit Donte DiVincenzo und Ayo Dosunmo zwei ganz wichtige Akteure fehlten. Und Randle hat noch Luft nach oben, denn in manchen Phasen vertändelte er leichtfertig gute Möglichkeiten (5 Ballverluste).

 

Stark beim Verlierer

 

Victor Wembanyama: Zwar offensiv enttäuschend mit nur 11 Punkte und vor allem null von acht Dreier-Versuchen.
Doch in der Abwehr eine Bank. Insgesamt 12 Würfe blockte er, NBA-Play-off-Rekord (bisher unter anderem Tim Duncan mit 9). Wobei die Schiedsrichter bei manchem Block das Goaltending (Ball schon am Brett oder absteigende Phase) übersahen (übersehen wollten?).

 

X-Faktoren

 

Anthony Edwards: Recht überraschend im Kader. Kam von der Bank und schnell zeigte sich, dass er dem Spiel der Wolves sehr gut tut. Im Schlussabschnitt übernahm er neben Randell die verantwortung, legte starke 11 Punkte auf (5 von 7).

 

Zahlereien

 

57 Prozent Freiwurfquote (12 von 21): Die Schwäche von der Linie hätte den Wolves fast den Erfolg gekostet. Zum Vergleich: Die Spurs trafen 14 von 18 Malen, auch nicht weltbewegend toll, aber doch um einiges besser.

 

Ausblick

 

Wie in Runde 1 gegen die Nuggets gelang den Wolves gleich ein Auswärtserfolg. Die Jungs von Trainer Chris Finch sind ein typisches Play-off-Team, das sich in den K.o.Spielen steigert. Trotzdem bleiben die Spurs nach Ansicht fast aller Experten der Favorit, und natürllich ist den Texandern auch im Target Center zu Minneapolis ein Erfolg zuzutrauen. Heute nacht allerdings ist ein Heimsieg fast schon Pflicht.

 

Ansetzungen

 

Do., 01:00: Knicks – Sixders (1:0)
Do., 03:00: Spurs – Timberwolves (0:1)

Fr., 01:00: Pistons – Cavaliers (1:0)
Fr., 03:30: Thunder – Lakers (1:0)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Osten scheint alles möglich

Blick über den Teich, NBA

 

Die 2. Runde der Play-offs stehen an. Wäjrend es in der Western Conference mit den Oklahoma City Thunder (vs LA Lakers) und den San Antonio Spurs (Minnesota Timberwolves) zwei klare Favoriten gibt, scheint das Rennen im Osten weitaus offener zu sein.

 

WESTERN CONFERENCE

 

(1) Oklahoma City Thunder – Los Angeles Lakers

 

Die Thunder sind nicht nur das beste Team der regulären Saison, sie haben auch in der 1. Runde mit den Phoenix Suns wenig Federlesens gemacht. Sie sind noch relativ jung, spielen großartig zusammen, und sie haben mit Shai Gilgeous-Alexander eine der  Top-Akteure Liga in ihrem Kader.
Was für die Lakes spricht? Eigentlch nichts, zumal mit Luka Doncic ihr bester Mann und Top-Scorer und Hirn zumindest in den ersten Partien fehlt. Immerhin haben sie LeBron James in ihren Reihen, der bisher mt seiner wieder hohen Verantwortung richtig gut zurecht kommt. Der aber halt als 41-Jähriger die letztlich doch anstrengende Serie gegen die Houston Rockets noch in den Knochen spürt.

Immerhin haben die Lakers ohne Doncic die Defense sehr stabilsiert (und das obwohl ein James wirklich nicht der geborene Verteidiger ist). Auch scheint die zweite Garde mit den Aufgaben zu wachsen, gerade die Erfahrenen wie Marcus Smart und Luke Kennard zeigt in der Offensive zum Teil Leistungen wie in der gesamten Saison nicht.

 

Die Stars

 

Shai Gilgeous-Alexander: der Beste unter vielen guten. Kann faast alles: dribbeln, passen, werfen, mittlerweile sogar Dreier. Und auch in der Verteidigung gehört er zu den Guten.

LeBron James: wahrscheinlich der letzte Sonmmer in LA, danach sucht der beste Punktesammler der NBA-Geschichte noch eine letzte Aufgabe (vielleicht bei Cleveland, wo alles begann?). Immer noch mit einer unfassbaren Athletik ausgestattet. Aber alles geht halt nicht mehr ganz so schnell, ganz so präzise, ganz so lang. So hing er am Ende der Partien gegen Houston doch ziemlich in den Seilen.

 

Die wichtigsten Helfer

(Gemeint sind Spieler, die zwar nicht von vornherein die erste Geige spielen, die aber jederzeit eingspringen/helfen/übernehmen können. Also so etwas wie der erwartete X-Faktor.)

 

Chet Holmgren: Hochbegabter Big Man. Vielleicht fehlt ihm die ganz große Athletik, die er aber mt Schnelligkeit und Touch kompenisiert. Gerade wen Jaylen Williams wie befürchtet ausfällt, wird er eine wichtige Rolle spielen, geraee weil er auch in der Defense mit seiner Größe ein wesentlicher Faktor ist.

Austin Reaves: Griff erst spät in die Houston-Serie ein und wirkte noch ein wenig eingerostet. Der kommende Spieler der Lakers, die um ihn um Doncic das kommende Team aufbauen wollen.

 

Die Verteidigung

 

Die große Stärke der Thunder, bei denen alle 5 Spiele auf dem Parkett den Gegner jagen können. Nicht die gesamten 48 Minuten lang, aber doch so, dass fast jede Offense ins Schwitzen gerät und jeder einzelne Wurf sehr hart erarbeitet werden muss. Anführer der verteidiger-Crew ist der unverwüstliche Alex Caruso, der jedem Gegner das Leben besonders schwer macht.

Die Lakers haben in Abwesenheit von Doncic (und Reaves) das Verteidigen gelernt. Alle helfen, sogar LeBron.

 

Die Bankspieler

Unerlässliche Ergänzung. In den Play-offs vertrauen die Trainer meist auf einen Stamm von insgesamt 8, höchstens 9 Akteuren.

 

OKC kann aus dem Vollen schöpfen und mndestens 8 oder 9 Akteure ins Rennen schicken, ohne dass es allzu großen Abfall in der Form gibt (nein! einen Shai kann niemand ersetzen!). Isaiah Joe und Ajaj Mitchell nenne ich hier als Erste.

Bei den Lakers ist da nicht viel zu erwarten. Zumindest Luke Kennard (rückte nach Reaves Comeback ins zweite Glied) könnte mit Dreiern einiges bewirken.

 

🧠 Thunder

Ich sehe überhaupt nicht, wie die Lakers den Titelverteidiger ersthaft gefährden können. Selst wenn Luka Doncic wider erwartet zurückkommt – es fehlt doch einiges.

❤️ Thunder

Nicht nur, weil ich die Lakers wenig mag. Die Spielweise von OKC hat es mir angetan, die es weniger mit purer Kraft, denn mit schnellem Team-Basketball probieren. Es mag allerdings Leute geben, die SGA (nicht ganz zu Unrecht!) des Freiwurf-Schindens bezichtigen und deshalb nicht so sehr mögen.

 

Ansetzungen (erste 4 Spiele)

Mi., 02:30: OKC – Lakers
Fr., 03:30: OKC – Lakers
So., 02:30: Lakers – OKC
Di., 04:30: Lakers – OKC

 

(2) San Antonio Spurs – (6) Minnesota Timberwolves

 

Was könnte das für eine tolle Serie werden, ja wenn alle bei den Wolves gesund wären. So aber fehlen Anthony Edwards (vielleicht nur 2 Spiele) und Donte DiVincenzo (die gesamten Play-offs) sicher und vielleicht zunächst auch Ayo Dosunmo. Es spricht sos sehr für die großartige Arbeit des gesamten Teams, dass sie die Denver Nuggets um Nikola Jokic eliminieren konnten. Dabei zeigte Rudy Gobert zum Teil überragende Abwehrarbeit gegen Jokic, in der Offensive übernahmen vor allem Julian Randle (bei all seinen Schwächen) und zuletzt endlich auch Jalen McDaniels.

Doch die Spurs sind eine ganz andere Hausnummer – jedenfalls solange Victor Wembanyama auf dem Feld steht. Der Franzose ist nicht nur körperlich wegen seiner 2.21 Meter herausragend. Ihm zur Seite stehen teils erfahrene (Fox, Barnes) und sehr junge hochveranlagte Spieler (Castle, Champaigne).

Was für die Timberwolves spricht: Sie haben sehr viel im Gegensatz zu den Spurs viel (Play-off)-Erfahrung, das Team ist eigespielt und kam in den vergangenen beiden jahren zweimal ins Conference Finale.

 

Die Besten

 

Victor Wembanyama: Alles dreht sich um den Franzosen, mit dem das Spiel von den Spurs, aber auch des Gegners eine ganz anderes ist. Unglaublich beweglich für seine Größe, dazu mit einem guten touch (mittlerweile lässt er auch die übermäßigen Dreier.

Wenn Anthony Edwards gesund ist, gehört er mit seiner Athletik und Durchsetzungskraft zu den spektakulärsten Spilern der Liga. Ohne ihn verteilt sich die Verantwortung auf mehrere Schultern, von Spiel zu Spiel können das andere sein (Julian Randle, Naz Reed, Jalen McDaniels). 

 

Wichtigste Helfer

 

An erster Stelle genannt seien De’Aaron Fox und Stephon Castle, die gegen die Portland TrailBlazes auftrumpfen, als Wemby wegen seine Gehirnerschütterung fehlte respektive nicht gänzlich in der Verantwortung stand.

Plötzlich könnte ein Mike Conley wieder gefragt sein, der bei den Wolves nur den ruhigen Ausstand seine großartigen Karriere genießen wollte und sich plötzlich in der Starting Five als Spielmacher wiederfand. Besticht immer noch mit unerschüttlicher Ruhe und Ballsicherheit, aber die letzte Explosivität fehlte schon in seinen besten Tagen

 

Die Verteidigung

 

Vor allem hier setzt Wembanyama neue Maßstäbe. Dank seiner Riesigkeit und ewig langen Arme kann er Würfe verhindern oder blocken, wie es kein anderer vermag. Mit der Folge, dass sich die gegnerischen Schützen neue Wege suchen müssen.

Wembys Landsmann Rudy Gobert ist ein Center der alten Schule. Immehin auch 2,16 Meter groß, ein Athlet, den man nicht einfach so rumschubsen kann.

 

Die Bankspieler

 

Luke Kornet ist der extrem zuverlässige Center-Ersatz für Wembanyama, wenn dieser eine Pause braucht. In vielen Teams wäre er in der Starting Five, er weiß als einziger im Team, wie man Titel holt (mit den Boston Celtics 2024). Vorne ist Top-Rookie Dylan Harper durchaus eine Waffe, die dem Gegner wehtun kann.

Auch wenn der Kader ausgedünnt ist, die zweite Garde ist immer noch stark. Vor allem Naz Reid, auch wenn er vielleicht nicht mehr ganz so gut ist wie noch vor 2 Jahren.

 

🧠 Spurs

Sie haben gegen die Blazers trotz eines verlorenen Heimspiels gezeigt, dass sie Play-offs können. Gegen die Wolves in Bestbesetzung hätte ich Zweifel, so könnte es eine klare Angelegenheit werden. Auch wenn Edwards zurückkomt, in absoluter Top-Form wird er nicht sein.

❤️ Timberwolves

Ich mag den Trainer Chris Finch, ich mag das Team. Sie hätten die NBA Finals verdient. Vielleicht ist der Sport doch mal ein Wunschkonzert?

 

Ansetzungen (erste 4 Spiele)

Di., 03:30: Spurs – Wolves
Do., 03:30: Spurs – Wolves
Sa., 03:30: Wolves – Spurs
Mo., 01:30: Wolves – Spurs

 

EASTERN CONFERENCE

 

(1) Detroit Pistons – (4) Cleveland Cavaliers

 

beide Teams kommen aus harten 7 Erstrundenpartien gegen die Orlando Magic und toronto Raptors. Beide zeigten dort auch viele Schwächen, aber letztlich genug Stärken, um eine Runde weiterzukommen. Wer das besser verkraftet hat, könnte zumindest für die ersten beiden Partien in Detroit einen Vorteil haben. Mich würde nicht großartig wundern, würden die Cavs eine der beiden partien klauen.

Kleinigkeiten werden entscheiden oder sehr wechselhafte Faktoren wie die Dreier-Quote. Jedenfalls sind enge Spiele zu erwarten, und letztlich gehe ich  auch von einer langen Serie aus.

 

Die Stars

 

Cade Cunningham: Ist bei den Pistons das Um und Auf. Glänzender Schütze (neuerdings auch von draußen), und er vermag es, seine Mitspieler sehr gut einzusetzen.

Donovan Mitchell: Ich warte auf sein Durchbruch-Spiel in den diesjährigen Play-offs. Dass er das kann, hat er schon oft bewiesen. Irgendwie wirkt er aber nicht frei, trotz oder wegen eines james harden an seiner Seite?!

 

Wichtigste Helfer

 

Bei den Pistons sind das ohne Zweifel Center Jalen Duren und Tobias Harris, der in Spiel 7 Cunningham perfekt entlastete. Von de Dreierlinie ist normalerweise Duncan Robinson ein verlässlicher Scharfschütze.

2 mögliche X-Faktoren der Cavs: Center Jarrett Allen (das könnte ein Riesenduell gegen Duren werden) und eben James Harden, der ehemalige MvP der Liga, der jederzeit übernehmen kann.

 

Die Verteidigung

 

Gerade mit ihrer unerbittlichen Defense zwangen die Pistons die magic letztlich in die Knie. Als sie minutenlang Ballverluste provozierten und nur schwierigste Wüfe zuließen.

Jarrett Allen und Evan Mobley sind schon ein großen Duo, das es zu überwinden gilt. Und beide prozieren auch punkte.

 

Die Bankspieler

 

Bei den Pistons trat einzig Daniss Jenkins in Erscheinung, der Rest blieb zumindest in Spiel 7 gegen die Magic nahezun unsichtbar.

Sehr viel besser schaut das bei den Cavs aus. Max Strus und Sam Merrill sind sehr gefährlich von außen, und was ein Dennis Schröder kann, wissen zumindest die Fans der deutschen Nationalmannschaft nur allzu gut. Wehe wenn er losgelassen wird UND einen guten Tag erwischt.

 

🧠 Cavaliers

nach einigem Hin und Her habe ich mich für Cleveland entschieden. Sie scheinen mir etwas breiter aufgestellt, was in einer solchen Serie entscheidend sein kann. Für die Pistons spricht, dass sie mt Cade Cunningham sicher den formstärksten Spieler haben. Wenn der richtig Feuer fängt, kann er Partien praktisch im Alleingang (und etwas Harris-Hilfe) entscheiden.

❤️ Cavaliers

Ich habe sie vergangene Saison sehr liebgewonnen, als nach tollen Leistungen nur großes Verletzungspech einen tiefen Play-Run (und vielleicht sogar den Titel?) verhinderten. Man beweise mir das Gegenteil … Auch wenn die dazugekommenen Harden und Schröder nicht zu meinen Lieblingsspielern gehören, an der Grundsympathie hat sich nichts geändet

 

Ansetzungen (erste 4 Spiele)

Di., 01:00: Pistons – Cavaliers
Do., 01:00: Pistons – Cavaliers
Sa., 21:00: Cavaliers – Pistons
Di., 02:00: Cavaliers – Pistons

 

(3) New York Knicks – (7) Philadelphia 76ers

 

Beide Teams haben trotz Rückstands ihre Serien gegen die Atlanta Hawks und Boston Celtics für sich entschieden. Die Sixers in fremder halle in einem 7. Spiel. Sie zu unrtschätzen, wäe also nciht so schlau von den Knicks. Die ihrerseits aus den 2 verlorenen Partien gegen Atlanta ihre Lehren gezogen haben, da hat das Trainerteam großartige Arbeit geleistet.

New York und Philadelphia verbindet in allen Sportarten eine herzliche Abneigung. Es wird also zur Sache gehen, und hoffen wir, dass die Refs den überblick bewahren und ihre Objektivität trotz brodelnder Hallen bewahren. Dann steht einer tollen Serie wenig entgegen.

Ein großes Fragezeichen beherrscht die Szenerie. Wie steht es um die Fitness von Joel Embiid. Kann er an die Leistungen derletzten partien gegen Boston anknüpfen, dürften die Knicks im Wortsinne ein Riesen-Problem haben (das zweite heißt Tyrese Maxey).

 

Die Stars

 

Jalen Brunson ist die unbestrittene Nummer 1 der Knicks, emsiger Punktesammler und Ballverteiler. Trotz seine „nur“ 1,93 kaum aufzuhalten, wenn er zum Korb zieht, zumindest nicht mit fairen Mitteln.

Tyrese Maxey: Vielleicht der schnellste Spieler der gesamten Liga. Wenn er antritt, ist er auf und davon. Sein Dreier könnte noch öfter fallen, aber auf wen trifft das nicht zu?

 

Die wichtigsten Helfer

 

Karl-Anthony Towns: Ewig umstritten, aber so oft holt er die Kohlen aus dem Feuer, wenn es spitz auf knopf steht. Handelt sich allzu oft unnötige Fouls ein, weswegen er länger auf de Bak sitzt als ihm lieb ist. Gut, dass die Knicks auch noch einen OJ Amunoby haben, der mit Power und Wurfstärke die Spiele entscheidet.
Und wenn der Schuss danebengeht? Sammelt Rebound-Spezilist Mtchell Robinson die abprallenden Bälle ein.

Joel Embiid, ebenfalls ein ehemaliger MvP. Eine schier unendliche Veletzugnsserie verhinderte weitere Nominierungen, gegen die Celtics war er plötzlich zur Stelle, gerade in der Offensive auch jenseits de Dreierlinie.
VJ Edgecombe wiederum ist der Shooting-Star. De Rookie konnte voll überzeugen in seiner ersten Saison, von den Top-Neulngen hinerlässt er in den Play-offs den besten Eindruck. Scheißt sich nix, um es auf gut österreichisch zu sagen.

 

Die Verteidigung

Körperlich dagegenhalten, das ist das Konzept der Knicks, das zumindest ab Spiel 4 gegen die eher kleinen Hawks sehr gut funktioniert hat. Ob auch gegen einen Embiid, muss sich zeigen, zumal Towns sich trotz seinerGröße einige Aussetzer und wie gesagt überflüssige Fouls leistet.

Tyrese Maxey ist wegen seiner Schnelligkeit (auch im Kopf) extrem lästig. Ein wichtiger Mann ist auch KJ Oubre.

 

Die Bankspieler

 

Leichte Vorteile bei den Knicks, die wenigstens Jordan Clarkso und Mitchell Robinson bringen können, ohne dass es Substanzverlust gibt.

Bei den Sixers schaut es diesbezüglich trübe aus. Einzig Quentin Grimes streut den einen ode anderen Dreier ein, der Rest ist fast Schweigen. Vielleicht überrascht Andre Drummond.

 

🧠 Knicks

Sie wirkten nach dem Fehlstart gegen die Hawks sehr konzentriert, sehr fokussiert. Sie haben ihren Spielstil gefunden, der sie für mich zum Favorit im Osten überhaupt macht. Nadelstiche der Sixers wird es geben und vielleicht auch das eine oder andere unauflösbare Maxey-Problem. Im Zweifel hilft der heimische Madison Square Garden

❤️ Knicks

New York, New York: muss ich noch mehr sagen (es sei den es geht um die verhassten Yankees)? Die Stadt hat endlich mal wieder einen sportlichen Erfolg verdient, zumindest aber ein Conference-Finale.

 

Ansetzungen

 

Di., 02:00: Knicks – Sixers
Do., 01:00: Knicks – Sixers
Sa., 01:00 Sixers – Knicks
So., 21:30: Sixers – Knicks

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Team Deutschland“ nur noch Zuschauer

Blick über den Teich, NBA

 

DETROIT PISTONS – Orlando Magic 116:94 (Endstand: 4:3)

 

Das wars für die Orlando Magic mit den 3 deutschen Nationalspielern Franz und Moe Wagner sowie Tristan da Silva. Nach einem neuerlichen Kollaps vor und nach der Pause unterlag das Team aus Florida klar bei den Detroit Pistons, die damit noch den 1:3-Rückstand in der Serie drehen konnten.

Bis vier Minuten vor der Pause hielten die Magic die Partie offen, führten zeitweise sogar mit 4 Punkten. Doch in den je 3 Minuten vor und nach dem Wechsel sorgten die Pistons für klare Verhältnisse und führten plötzlich mit 20 Punkten – schon die Entscheidung. Diese Formeinbrüche, bei denen vorn und hinten gar nichts läuft (keinerlei Teambasketball), sind geradezu sinnbildlich für die Play-off-Serie.

 

Bester der Sieger

 

Cade Cunningham: 32 Punkte und 12 Assists. Der Star der Pistons hat rechtzeitig auch seinen Dreier wiedergefunden (4 von 6). Diesmal hatte er auch einen adäquten Partner: Tobias Harris legte 30 Punkte auf.

 

Stark beim Verlierer

 

Paolo Banchero: In Abwesenheit von Franz Wagner lag es vor allem an ihm, das die Magic bis kurz vor dem Wechsel mithalten konnten, als er 21 Punkte sammelte und 4 seiner 5 Dreier verwandelte. Ging dann allerdings mit unter.

 

X-Faktoren

 

Jalen Duren: Vor allem dessen Offensiv-Rebounds (5), die dem Gegner immer besonders weh tun. Insgesamt legte er 16 Punkte un 15 Reebounds auf, so hat man sich das in Detroit vorgestellt.
Daniss Jenkins von der Bank ergänzte 16 Punkte und war vor allem jenseits der Dreierlinie sehr gefährlich (4 von 5).
Dagegen hatte Jalen Suggs einen gebrauchten Tag mit seinen 6 Pünktchen und 0 von 4 Dreiern.

 

🇩🇪👓

 

Franz Wagner fehlte erneut wegen seiner Wadenveletzung. Er wäre sehr gut beraten, wenn er diese jetzt voll auskuriert und nicht im Sommer ein National-Team-Intermezzo (WM-Qualifikation) einlegt. Moe Wagner erhielt diesmal den Vorzug auf der großen Position vor Goto Bitadze, gefiel durch Einsatz, konnte dem Spiel allerdings keine großen Impulse geben. Tristan da Silva war in seinen kanpp 9 Minuten Einsatz ein Null-Faktor.

 

Ausblick der Sieger

 

Die Pistons treffen jetzt auf die Cleveland Cavaliers (siehe unten). Für mich ein Duell auf Augenhöhe, aber in einem eventuellen Spiel 7 ist der Heimvorteil für Detroit vielleicht ausschlaggebend.

 

Und die Verlierer?

 

Eine weitere Saison, in der die Magic nicht wirklich weitergekommen sind. Was auch an den Verletzungen (Banchero, die Wagners) lag, aber vor allem auch daran, dass es Cheftrainer Jamahl Mosley nicht gelungen ist, ein Team-Basketball zu installieren. Extrem bedenklich sind die wiederholten Komplett-Einbrüche, in denen minutenlang überhaupt nichts geht. Das hat ihnen vor allem in Spiel 6 zu Hause die Serie gekostet, als sie eine 24-Punkte-Führung förmlich weggeschmissen hatten.
Ob Mosley eine Zukunft hat, sei dahingestellt und erscheint äußerst fraglich. Außerdem habe ich tatsächlich die Befürchtung, dass der Körper von Franz Wagner den Anforderungen einer NBA-Saison nicht gewachsen ist. Vielleicht (zu) viel Schwarzmalerei, aber die Verletzungs-Historie ist für einen 24-Jährigen halt ellenlang.

 

CLEVELAND CAVALIERS – Toronto Raptors 114:102 (Endstand: 4:3) 

 

Im 7. Spiel der Serie der 7. Heimsieg. Parallele der Ereignisse: Auch diese Partie wurde in den Minuten kurz vor und nach der Pause entschieden. Die Raptors erwischten den besseren Start, auch dank eines sehr gut aufgelegten Scottie Barnes. Sie führten mit bis zu 10 Punkten.

Doch mit einem 11:2-Lauf vor der Pause glichen die Cavs aus, und in den ersten 3 Minuten schafften sie einen weiteren 9:0-Run. Diese Führung hielt, auch weil Barnes (wegen seiner Knieverletzung?) nicht mehr so auftrumpfen konnte und vor allem Cavs-Center Jarrett Allen unaufhaltsam war. Allein im 3. Viertel schafft er 14 Punkte und 10 Rebounds (5 offensiv).

 

Bester der Sieger

 

Jarrett Allen: Bisher in der Serie eher verhalten, wurde er um entscheidenden Mann. Am Ende standen für ihn 22 Punkte und gleich 19 Rebounds auf der Anzeigentafel.

 

Stark beim Verlierer

 

Scottie Barnes: Starke Anfangsphase, als er noch voll bei Kräften war. Noch eklatanter die Diskrepanz bei Sam Shead: 14 Punkte in der 1. Halbzeit, 0 im 2. Durchgang.

 

x-Faktoren

 

Rebounds: 60:33 (!) lautete das Verhältnis zugunsten der Cavaliers. Im vorentscheidenden 3. Viertel waren es gar 22:8! Jakob Pöltl und Co. waren unterm Korb schlicht überfordert.

Fehlende Spieler: Die Raptors konnten den Ausfall von Quickley und Ingram letztlich nicht kompensieren. So fehlte es schlicht an Breite im Kader, die den angeschlagenen Barnes hätte entlasten können. Das gehört allerdings zum Play-off-Geschäft.

 

🇩🇪🇦🇹👓

 

Dennis Schröder stand nur 8 Minuten auf dem Parkett, wo er wenig zustandebrachte und nur einen seiner 7 Würfe im Ziel unterbrachte.

Jakob Pöltl war wie gesagt als Center gegen Jarrett Allen hoffnungslos unterlegen, am Ende sammelte er wenigstens noch 9 Punkte und 7 Rebounds für die persönliche Statistik.

 

Ausblick der Sieger

 

Wie gesagt – ich halte die kommende Serie der Cavs gegen die Pistons für ausgeglichen. Beide Teams haben ihre Stärken und Schwächen (mehr bis spätenstens morgen in einer gesonderten Vorschau).

 

Und die Verlierer?

 

Unterm Strich haben die Raptors eine zufriedenstellende Saison gespielt. Sie haben mit Scottie Barnes und auch RJ Barrett und einem hoffentlich bald wieder gesunden Immanuel Qickley aufregende Akteure im Kader. Schwächen auf der Center-Position (leider ist Jakob Pöltl nicht mehr in der Verfassung von vor 2 Jahren) müssten allerdings angegangen werden, soll der nächste Schritt nach vorn getätigt werden.

 

Ansetzungen

 

Di., 02:00: Knicks – 76ers (0:0)
Di., 03:30: Spurs – Timberwolves (weiter ohne Edwards, DiVincenzo und vielleicht auch ohne Dosunmo)

Mi., 01:00: Pistons – Cavaliers (0:0)
Mi., 03:30: Thunder – Lakers (Doncic dürfte weiterhin fehlen)

 

 

 

 

 

 

 

 

Magic-Einbruch von historischem Ausmaß

Blick über den Teich, NBA

 

Gestern das Desaster der Atlanta Hawks, jetzt ein unfassbarer Einbruch der Orlando Magic. Die Play-offs in der Eastern Conference zeigen vielleicht nicht den besten Basketball, die eh schon prall gefüllten Rekordbücher erhalten viel neuen Stoff

 

Orlando Magic – Detroit Pistons 79:93 (3:3)

 

Eine Halbzeit spielten die Magic großartigen Basketball. Team-Basketball, in dem jeder Spieler einen noch besseren Kollegen fand (16 Assists); eine Halbzeit, in der die Dreier zumindest ordentlich fielen (7 von 16); eine Halbzeit, in der sich gleich 9 Spieler in die Schützenliste eintrugen;  eine Halbzeit in der der Starspieler ablieferte (Desmond Bane: 15 Punkte). Eine Halbzeit, in der sie sich eine 61:37-Führung erarbeiteten.
Es folgte: die Halbzeit des Grauens, in der die Magic einige Negativ-Rekorde aufstellten oder diese nur ganz knapp verfehlten. Das Passspiel – vorbei, die Trefferquote – indiskutabel. Punkt für Punkt knabberten die Pistons am Rückstand, ein winziges Aufbäumen mit 2 Dreiern von Tristan da Silva und Anthony Black war nur ein unbedeutendes Strohfeuer. Die Pistons brauchten sich gar nicht großartig anzustrengen oder überragend zu treffen. Nach dem 3. Viertel betrug der Vorsprung nur noch 11 Punkte.
Danach nahm das absolute Desaster seinen Lauf. Als würde eine Schülermannschaft auf dem Parkett stehen, so hilflos agierte Orlando (immerhin vor heimischen Publikum, das allerdings vor Entsetzen gelähmt war) Es brauchte nur 5 Minuten, dann waren auch diese 11 Punkte aufgebraucht, und fast wehrlos ergaben sich die Magic in ihr Verlierer-Schicksal. Einen einzigen Korb aus dem Feld schafften sie, als Detroit schon fast Mitleid zu haben schien und Paolo Banchero ungehindert zum Korb ziehen ließ.
Am Ende hatten die Pistons 14 Punkte Vorsprung, einen solchen Swing von -24 hat es in einer Halbzeit in einem Play-off-Spiel, erst recht in einem, in dem die Serie hätte beendet werden können, noch nie gegeben.
Wer zu den Magic-Fans zählt, möge die folgenden Zeilen überspringen, erst recht die Zahlereien.

 

Bester der Sieger

 

Cade Cunningham: Nach verhaltener erster Halbzeit (8 Punkte) drehte der Starspieler der Pistons im 2. Durchgang auf und markierte dort 24 Zähler. Er musste gegen das auseinanderfallende Magic-Team gar nichts Außergewöhnliches leisten, um die Wende herbeizuführen (Wurfquote 7/14, 1 Dreier, 9 Assists).

 

Stark trotz der Niederlage

 

Ich beziehe mich allein auf die 1. Halbzeit, in der die Magic so gut auftrumpften. Vor allem Desmond Bane mit 15 Punkten (3/4 Dreier). Jalen Suggs (5 Assists) und Paulo Banchero (4) glänzten als Ballverteiler.

 

Zahlereien

 

23 Würfe der Magic hintereinander verfehlten das Ziel. 24 wäre Rekord überhaupt in einem NBA-Spiel gewesen (Thunder 2017 gegen die Wizards). Wer sich die Würfe genauer ansehen will, bitte sehr.
https://www.nytimes.com/athletic/7247468/2026/05/01/magic-collapse-records-pistons/?unlocked_article_code=1.fVA.XCCQ.9QRNi7TkIw9K

1 Wurf (von 20) der Magic fand im 4. Viertel das Ziel, weniger hat es noch nie in der NBA gegeben.

19 erzielte Punkte in einer Halbzeit: Nie in Play-offs hat ein Team weniger erzielt (der Negativ-Rekord in der NBA überhaupt sliegt bei 16 (New Orleans 2006 gegen die Clippers)

 

🇩🇪👓

 

Franz Wagner fehlte erneut wegen der Wadenverletzung, sein Bruder Moritz wurde nicht eingesetzt (hätte er nicht helfen  können, Mr. Mosley?) Tristan da Silva hatte eine sehr gute 1. halbzeit (10 Punkte), im zweiten Durchgang ging er mit unter.

 

Ausblick

 

Absurd, aber wahr: Noch ist die Serie für die Magic nicht verloren, sie können zurückschlagen. Am Sonntag (21:30) kommt es in Detroit zu Spiel 7. In dem die Magic weiterhin das 7. Team werden können, dass in der 1. Runde das Erst-Gesetzte Team der Conference eliminieren kann. Wers nicht glauben will, dass das gelingen kann: einfach noch mal die erste Halbzeit anschauen und die zweite vergessen. Basketball-Profis können das.

 

Toronto Raptors – Cleveland Cavaliers 112:110 OT (3:3)

 

Glücksgöttin Fortuna meinte es gut mit Kanada. 1,2 Sekunden vor Ende der 1. Verlängerung traf RJ Barrets Wurf nur den Ring, doch der Ball sprang senkrecht in die Luft und beim Fallen genau durch die Reuse. Damit war ein bemerkenswertes Spiel 6 entschieden, und die Serie geht noch mal nach Cleveland.
Dabei sah lage alles danach aus, dass die Raptors diese Partie auch ohne Glücksgöttin gewinnen könnten. Immerhin führten sie zu Beginn des Schlussabschnittes noch mit neun Punkten. Allerdings war der Kräfteverfall deutlich ersichtlich, vor allem bei Top-Mann Scottie Barnes, der in Abwehr und Angriff Schwerstarbeit verrichtet hatte. So starteten die Cavaliers noch eine erfolgreiche Aufholjagd, die sie in die Overtime führte. Dort zogen sie wider alle Wahrscheinlichkeit den Kürzeren.

 

Bester der Sieger

 

Scottie Barnes: Topscorer des Teams (25 Punkte), dazu 14 Assists. Außerdem unfassbar stark in der Abwehr, als er vor allem James harden das leben sehr schwer machte. Am Ende verließen ihn zwar die Kräfte, trotzdem schaffte er mit letzter Energie auch in der Verlängerung noch wichtige Aktionen.

 

Stark beim Verlierer

 

Evan Mobley: Wieder mit einem ganz wichtigen Dreier im vierten Viertel, in dem er 9 seiner 26 Punkte erzielte (Donovan Mitchell sogar 11). In der Verlängerung allerdings kaum mehr ein faktor, auch ihn hatte die Partie alle Kräfte gekostet.

 

X-Faktoren

 

Jakobi Walter: Die große Frage bei den Raptors ist ja immer, wer neben Scottie Barnes und RJ Barrett der 3. Mann ist. Jakobi Walter war es am Freitag, als er 24 Punkte auflegte und dabei 4 von 9 Dreier verwandelte.
Ganz wichtig aber auch Collen Murray-Boyles mit 17 Zählern.

 

🇩🇪🇦🇹👓

 

Dennis Schröder hatte einen leeren Tag. Nicht einer seiner 4 Wurfversuche landete im Korb, immehin verwandelte er 7 seiner 8 Freiwürfe. In der entscheidnen Phase wurde er von Trainer Atkinson nicht eingesetzt (8 Sekunden in der Overtime übergehe ich jetzt).

Jakob Pöltl konzentrierte sich weitgehend auf die Defensive. Nur 2 punkte, aber immerhin 4 Rebounds und ein blockierter Schuss.

 

Ausblick

 

Spiel 7 in der Nacht zu Montag (01:30 Uhr) in Cleveland. Geht es nach der Statistik, werden die Cavaliers gewinnen, denn bisher gab es in der Serie nur Heimsiege.

 

Houston Rockets – LOS ANGELES LAKERS 78:98 Endstand: 2:4)

 

Die Rockets hatten sich nach Hoffnungen machen dürfen als erst fünftes NBA-Team nach einem 0:3-Rückstand auf 3:3 zu stellen und vielleicht sogar die Serie ganz zu kippen. Doch diese Hoffnung starb schnell, denn ein in der Offensive völlig indisponierter Auftritt von Beginn an brachte die Lakers schnell auf die Siegerstraße (die sie auch nicht mehr verlassen würden). Nach noch recht ausgeglichenem 1. Viertel (23:18 für die Lakers) stand es zur Pause schon 49:31 für das Team aus LA, die diese Führung souverän nach Hause brachten. Kein Drama, nirgends gegen fast leblose Rockets, die den Ausfall von Kevin Durant sehr viel schlechter verkrafteten als die Lakers jenen von Luka Doncic.

 

Bester der Sieger

 

LeBron James: Top-Scorer in der vorentscheidenden 1. Halbzeit (18 Punkte), dazu servierte der 41-Jährige 5 Assists.

 

Stark beim Verlierer

 

Noch am ehesten Alperen Sengün (17 Punkte, 11 Rebounds) und Amen Thompson (18, 9). Aber sehr viel Stückwerk und sehr wenig Team-Basketball.

 

Zahlereien

 

15 Prozent der Rockets-Dreier fanden das Ziel – unterirdisch. Auch insgesamt war die Wurfquote äußerst dürftig (35 Prozent)

Nur in 1 von insgesamt 6 Partien schafften die Rockets die 100-Punkte-Marke. Sehr wenig angesichts der Punkte-Inflation in der Liga.

 

Ausblick der Sieger

 

Auf die Lakers warten die Oklahoma City Thunder. Sogar wenn Luka Doncic sich gesund und in alter Stärke zurückmeldet, gegen den bisher so souveränen Titelverteidiger wird es sehr schwer bis unmöglich. Vielleicht gewinnen die Lakers ein Spiel, wenn es toll läuft, gar 2. Aber dass sie die Serie für sich entscheiden, halte ich für ausgeschlossen.

 

Und die Verlierer?

 

Eine verlorene Saison, und das hängt natürlich auch mit dem Kreuzbandriss des enorm wichtigen Spielmachers Fred van Vleet zusammen, den das Team nie aufangen konnte (warum eigentlich keine Kaderergänzung, liebes Team-management?). Die Rockets haben sehr viel riskiert, als sie vor der Saison Kevin Durant verpflichtet haben. Klar ist es großes Pech, dass der Superstar in den Play-offs ab Spiel 3 nicht mehr zur Verfügung stand, andererseits muss damit bei einem 37-Jährigen gerechnet werden. Bedenklich stimmt, dass Leistungsträger wie Amen Thompson und Alperen Sengün keinen Schritt nach vorne gemacht haben. Der junge Reed Sheppad ist eine Hoffnung für die Zukunft, mehr aber auch nicht.