von Münchner Löwe | Mai 1, 2026 | Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Feiertag in der Doppelstadt Minneapolis und St. Paul (auch ohne Tag der Arbeit). Fast gleichzeitig schafften die Minnesota Timberwolves (in der NBA gegen die Denver Nuggets) und die Minnesota Wild (in der NHL gegen die Dallas Stars) den entscheidenden vierten Sieg in der 1. Play-off-Runde und das zwar überraschende, aber nicht sensationelle Weiterkommen. Ein Desaster historischen Ausmaßes erlebten die Atlanta Hawks gegen die New York Knicks.
Aus deutscher Sicht bemerkenswert und bedauerlich: Leon Draisaitl ist mit seinen Edmonton Oilers bereits in der 1. Runde an den Anaheim Mighty Ducks gescheitert.
Atlanta Hawks – NEW YORK KNICKS 89:140 (ENDSTAND: 2:4)
Ich habe mit vielem gerechnet, durchaus auch mit einem Auswärtserfolg der Knicks. Aber nichts hat mich auf diesen Kantersieg vorbereitet. Schon zur Pause stand es 83(!):36, so hoch hat in der Play-off-Geschichte ein Team zur Pause geführt. Dabei hatten die Hawks nach 3 Minuten noch in Führung (9:5) gelegen, und ich hatte tatsächlich gehofft … Nach diesen 3 Minuten brach alles auseinander, schon bis Ende des 1. Viertels waren alle Messen für die Knicks gesungen (40:15).
Die 2. Hälfte war dann nur noch Schadensbegrenzung respektive seitens der Knicks, die verbleibende Zeit im Hinblick auf die kommende Aufgabe(n) ohne größeren Aufwand und vor allem ohne Verletzung zu überstehen.
Nach zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand sind die Knicks in der Serie regelrecht über die Hawks hinweggerollt und gewannen die folgenden Partien mit 15, 29 und 51 Punkten Vorsprung . Da hat das Trainerteam um Mike Brown wohl die richtigen Stellschrauben gefunden, vor allem im der Verteidigung
Bester der Sieger
OJ Amunoby: Unfair und letztlich auch unsinnig, jemanden herauszuheben. Ich beziehe mich dabei allem auch allein auf die 1. Halbzeit, weil der 2. Durchgang letztlich außer Konkurrez lief. Dort schaffte der Forward 26 Punkte, traf 10 seiner 12 Versuche.
Stark in der Niederlage
Jalen Johnson: Hatte gerade am Anfang gute Momente, aber er ging wie alle anderen regelrecht unter.
Zahlereien
61 Punkte: So hoch führten die Knicks zeitweise (101:40). Es war der höchste Vorsprung eines Teams in der Play-off-Geschichte.
Alle 15 Spieler der Knicks wurden eingesetzt, und alle trugen sich auch in die Punkteliste ein. Auch Ariel Hukporti, der deutsche Ersatz-Ersatz-Center mit 3 Zählern und 4 Revounds.
Ausblick der Sieger
Spätestens jetzt sind die Knicks im Play-off-Modus. Es warten die Boston Celtics oder Philadelphia 76ers, aber mit einer annähernd so starken Leistung muss der Weg da noch lange nicht zu Ende sein.
Und die Verlierer?
Natürlich schmerzt die Art und Weise, wie diese Serie nach Führung noch verlorengegangen ist. Aber insgesamt erscheint mir das Team auf einem guten Weg. Wenn der überwiegend junge Kern der Mannschaft zusammenbleibt, ist da noch einiges zu erwarten.
Philadelphia 76ers – Boston Celtics 106:93 (3:3)
2. Matchball abgewehrt. Mit einer überzeugenden Teamleistung und dank eines überragenden Tyrese Maxey haben die Sixers ein 7. Spiel erzwungen. Und auch wenn dieses im Bostoner TD Garden stattfindet (in de Nacht zu Sonntag), ich sehe durcaus Chancen für Philly.
Nach Führung im 1. Viertel (23:20) lief für die Celtics lange wenig bis nichts. Philly setzte sich schnell ab (zur Pause 58:49), baute die Führung weiter aus (82:63 nach dem 3. Viertel). Davon erholten disch die Celtics nicht mehr, nie kamen sie näher als auf 12 Zähler (89:101) heran.
Bester der Sieger
Tyrese Maxey: Das Herz und Hirn der Mannschaft. 30 Punkte legte er auf, raubte dem Gegner mit unnachahmlichen Dreiern. Fast jeder Angriff läuft über den Spielmacher, der mit seiner Schnelligkeit in jede Abwehr Lücken reißt.
Stark beim Verlierer
Jayom Tatum (17 Punkte, 11 Rebounds) und Jalen Brown (18) wehrten sich nach Kräften, aber auch die „Großen Zwei“ der Celtics haben schon bessere Tage erwischt.
X-Faktor
Paul George: Der einstige Top-Star der Liga ist mittlwerweile eine Wundertüte, ws die Form betrifft. Am Donnerstag hatte er einen ganz starken Abend mit 21 Punkten. 5 von 9 Dreierversuche trafen, das hilft.
Zahlereien
Nur 6 Punkte erzielten die Bankspieler der Sixers, verdammt wenig Unterstützung. Andre Drummond, Justin Edwards und Quentin Grimes trafen je einen Wurf aus dem Feld.
Ausblick
Spiel 7, da schlägt das Herz jeden Sportfans höher. Was vorher war, interessiert nicht, erst recht nicht die 2 Kantersiege (je +30 Punkte) der Celtics, mit den en sie die Sixers deklassierten. Die können offenbar auf einen gesunden Joel Embiid bauen (diesmal: 19 Punkte, 10 Rebounds, 8 Assists). Fü die Celtics spricht der Heimvorteil und die Klasse von Brown und Tatum
MINNESOTA TIMBERWOLVES – Denver Nuggets 110:98 (Endstand: 4:2)
Das relativ klare Ergebnis täuscht. Bis weit ins vierte Viertel war das ein sehr enges Spiel, das jederzeit auch in die andere Richtung hätte kippen können.
Von Beginn an eine Partie auf Augenhöhe. Ende des 2. Viertels erarbeiteten sich die Wolves eine 7-Punkte-Führung; der letztlich entscheidende Faustpfand, denn trotz aller Bemühungen gerade auch von Nikola Jokic konnten die Nuggets diese Führung nicht ein einziges Mal mehr entreißen. Die Wolves, ohne ihren Topstar Anthony Edwards und auch Spielmacher Ayo Dosunmo und Scharfschütze Donte DiVincenzo, hielten mit aller Leidenschaft dagegen.
Beste der Sieger
Jaden McDaniels: Bisher spielte er eher unauffällige Play-offs, jetzt sprang er in höchstrer Pwersonalnot in de Bresche und wuchs über sich hinaus. 32 Punkte legte er auf, dazu 10 Rebounds und 3 Assists.
Rudy Gobert: Fels in der Brandung, und das gegen Nikola Jokic, den besten Basketballer der Welt, den er so gut wie möglich auf Punkten hinderte. Dazu wichtige Rebounds und einen Zauberpass zu einem erfolgreichen Dreier hatte der Frazose auch noch auf Lager.
Stark beim Verlierer
Nikola Jokic: 18 Punkte, 9 Rebounds, 10 Assists: Tolle zahlen, aber in entscheidenden Partien hat der Serbe schon viel tollere zahlen aufgelegt. Daran hinderte ihn einerseits Gobert, andrerseits ist Jokic auch nicht in der Super-Form, in der er in heiklen Situationen überhaupt nicht aufzuhalten war.
Ein Schatten seiner selbst war dagegen Jamal Murray: Der Kanadier erwischte einen schwarzen Tag und traf nur 4 seiner 17 Versuche
X-Faktor
Terrence Shannon jr. Vielleicht die vierte Wahl im Backfield der Wolves, aber in Abwesenheit des Trios Edwards, Dosunmo und DiVincenzo ward er ins kalte Wasser geworfen. Und bewährte sich in überragender manier. Schon im 1. Viertel, als er 8 Punkte erzielte und dabei zeigte, dass er Verantwortung übernehmen wollte. Das tat er auch in der heiklen Schlussphase, als er mit dem ganz wichtigen Dreier (auf Goberts Zauberpass) Luft verschaffte.
Zahlereien
19:6 Offensiv-Rebounds schnappten sich die Wolves. Die hohe Überlegenheit war allerdings auch dem Umstand geschuldet, dass sie etwa ihre Dreier sehr viel schlechter trafen als die Nuggets (24:37 Prozent).
Ausblick der Sieger
Ab Sonntag das Zweitrundenduell mit den Spurs, die als klarer Favorit gelten müssen. Viel wird natürlich abhängen, ob und in welcher Verfassung das abwesende Trio (oder wenigstens ein Teil davon) zurückkehrt. Die Wolves können Play-offs, das haben die vergangenen beiden jahre gezeigt, als sie jeweils ins Conference Finale stürmten.
Und die Verlierer?
Lecken ihre Wunden. Die Nuggets schienen alles richtig gemacht zu haben, als sie vor der Saison ihren Kader mit Top-Akteuren wie Cam Johnson, Tim Hardaway und Jokic-Backup Jonas Valenciunas ergänzten. Dieses Trio enttäuschte auch nicht, im Gegenteil. Aber Jokic war eben nicht in Überform, Murray ein Ausfall in Spiel 6, und Christian Braun und Bruce Brown stagnieren doch sehr in ihrer Entwicklung.
Es muss bestimmt nicht tabula rasa gemacht werden, aber Jokic ist jetzt auch schon 31 jahre alt und wird nicht ewig auf diesem absoluten Top-Level agieren können
Wild machen den Minnesota-Festtag perfekt
Besser gesagt, das NHL-Team servierte die perfekte Vorspeise. Sie spielen ja ihre heimpartein im anderen Teil der Doppelstadt Minneapolis, in St. Paul. Dort bezwangen sie die Dallas Stars in Spiel 6 trotz 1:2-Rückstandes mit 5:2. Matthew Boldy führte mit 2 Treffern ins leere Tor zum 4:2 und 5:2 die Entscheidung hervor.
Die Wild treffen jetzt in der 2. Runde auf den Liga-Primus Colorado Avalanche, es kommt also auch in der NHL zum Duell Minnesota gegen Denver.
Stanley-Cup bleibt für Draisaitl unerreichbar
Aus, Schluss, vorbei! Schon in der 1. Runde haben sich die Titelträume des Leon Draisaitl für ein weiteres jahr erledigt. Gegen die Anaheim Mighty Ducks verlor das Team die Serie letztlich überraschend und enttäuschend mit 2:4. Und das, obwohl die Besonderheiten des Spielplans den Oilers zunächst von den Top-Teams aus Colorado, Dallas oder auch Minnesota verschont blieben.
Die Ducks gingen am Donnerstag recht früh mit 2:0 und 3:1 in Führung, den Kanadiern gelang zweimal der Anschluss, wobei der Deutsche Samanski zum 1:2 den Assist gab und Draisaitl zum 2:3. Doch der ganz große und effektive Ansturm blieb aus, vor allem Superstar Conor McDavid enttäuschte abermals und blieb ohne Punkt. Die ernüchterne Bilanz des unbestritten besten Eishockey-spielers dieser Zeit in den Play-offs gegen Anaheim: 6 Spiele, 1 Tor, 5 Assists.
Da obendrein Oilers-Torwart Connor Ingram bei zwei Toren unglücklich aussah, nutze auch die ordentliche Leistung von Draisaitl wenig. An ihm lag e das Ausscheiden noch am wenigsten. Obwohl er gerade von einer Unterkörper-Verletzung aufs Eis zurückkam, schaffte er in jeder der sechs Partien Scorer Punkte (3 Tore, 7 Assists).
von Münchner Löwe | Apr. 30, 2026 | NBA
Blick über den Teich, NBA
Ausgeglichener Osten ohne Star-Team. Alle 4 Serien gehen mindestens über 6 Spiele.
Detroit Pistons – Orlando Magic 116:109 (2:3)
Dank eines überragenden Cade Cunningham konnten die Detroit Pistons das Erstrundenaus vorerst vermeiden. Die Magic (ohne den waden-verletzten Franz Wagner) hatten durchaus ihre Chancen auch durch eine erstaunliche Treffsicherheit bei den Dreiern (44 Prozent). aber in der entscheidnen Phase fehlte eben ein smarter Akteur, wie es Franz Wagner ist.
Bester der Sieger
Cade Cunningham: 27 seiner 45 Punkte sammelte er in der 1. Hälfte, als er fast im Alleingang die 12-Zähler-Führung bewerkstelligte. Enorme Nervenstärke von der Freiwurflinie, als er alle 14 Versuche verwandelte. In diesen Play-offs ist das wirklich keine Selbstverständlichkeit. Formidabel auch sein Dreier (5 von 8), allerdings auch mit 6 Ballverlusten.
Stark trotz der Niederlage
Paolo Banchero: Ebenfalls 45 Punkte. Quasi der Alleinunterhalter im Schlussviertel, als er 18 Zähler auflegte (dem Rest des Teams gelangen insgesamt nur 12). Damit ist schon viel erklärt. Banchero ist ein begnadeter Egozocker, im 1 gegen 1 kaum zu stoppen. Doch manches Mal übertreibt er es maßlos und übersieht die klar besser postierten Mitspieler. Mannschafts-Basketball seht man mit einem Banchero auf dem Parkett äußerst selten.
X-Faktoren
Rebounds: 49 abprallende Bälle sicherten sich die Pistons, nur 33 die Magic.
Freiwürfe: Die Pistons verwandelten 80 Prozent (28 von 35), die Magic indiskutable 53 Prozent (16 von 30).
Angesichts dieser Diskrepanzen verwundert das knappe Ergebnis extrem.
🇩🇪👓
Franz Wagner fehlte wegen einer Wadenzerrung. Der Einsatz in Spiel 6 am Samstag ist extrem unsicher.
Tristan da Silva spielte zwar 16 Minuten, aber praktisch keine Rolle.
Ausblick
Es geht zurück nach Orlando, wo der Heimvorteil die Magic zum Sieg verhelfen soll. Ich sehe keinerlei Favoritenstellung, entscheidned wird sein, welcher Superstar die jeweiligen Kollegen mehr einbindet und weniger Fehler macht.
Nächstes Spiel: Sa., 01:00: Magic – Pistons
Cleveland Cavaliers – Toronto Raptors 125:120 (3:2)
Bis weit ins dritte Viertel sah es nach einer Überraschung aus. Mit bis zu 12 Punkten führten die Raptors, ehe ein fulminanter Zwischenspurt die heimischen Cavs wieder heranbrachte. Im Schlussabschnitt entschieden letztlich 2 schwierige Dreier von Evan Mobley und ein hervorragender Spielmacher und Punktesammler Dennis Schröder die Partie zu Gunsten der Cavs.
Bester der Sieger
Evan Mobley: Topscorer der Cavs gemeinsamt mit James Harden (je 23 Punkte), aber neben seinen Dreiern in der Schlussphase zeigt er unter anderem mit 3 Blocks, warum er in der vergangenen Saison zum besten Defensivmann der Saison gewählt wurde.
Stark trotz der Niederlage
RJ Bennett legte 25 Punkte auf und bestach auch durch 12 Rebounds (5 am offensiven Brett) und 5 Assists. Sehr gut auch der bis dato nahezu unsichtbare Ja’akobi Walter (20) Zähler.
X-Faktor
Dennis Schröder: Mit Abstand sein bestes Spiel in dieser Serie. Gerade im Schlussabschnitt war er die ideale Ergänzung und schaffte 11 seiner insgesamt 19 Punkte, dazu 2 Assists bei keinem Ballverlust. Das war der Schröder, den die Deutschen aus WM- und EM-(Ko)Partien bestens kennen. Endlich gab ihm Trainer Atkinson das volle Vertrauen und ließ den Deutschen im letzten Viertel die kompletten 12 Minuten durchspielen.
🇦🇹👓
Jakob Pöltl hatte einen mehr als soliden Auftritt mit 14 Punkten (5 von 6) und 9 Rebounds, alle am defensiven Brett.
Ausblick
Die Cavs sind wieder in der Vorderhand, aber was heißt das schon. Zumindest in der heimischen Halle dürfte Toronto noch mal zurückschlagen, vor allem wenn Scottie Barnes seinen Slump (auf immer noh hohem Niveau) überwindet.
Nächstes Spiel: Sa., 01:30: Raptors – Cavaliers
Los Angeles Lakers – Houston Rockets 93:99 (3:2)
Die Rocktes leben noch. Als erst 16. Team der Geschichte verkürzten sie nach 0:3-Rückstand auf 2:3 und so, wie die Formkurven verlaufen, würde es mich wenig wundern, wenn sie am Samstag in eigener Halle auch ein 7. Spiel erzwingen würden.
Die Lakers, wieder mit Austin Reaves (22 Punkte, 6 Assists) entschieden zwar das erste Viertel für sich (28:21), doch ab dem 2. Viertel übernahmen die Rockets das Kommando, gingen in Führung. Die Lakers blieben zwar die gesamte Partie über in Schlagdistanz, doch die Rockets hatten oft die entscheidnde Antwort, sogar als Ayton auf 93:98 verkürzte..
Bester der Sieger
Jabari Smith mit 22 Punkten. Doch die gesamte Starting Five punktete zweistellig, die Ausgeglichenheit war der größte Trumpf.
Stark beim Verlierer
LeBron James, der Unverwüstliche. 25 Punkte und 7 Assists. Allerdings ein Dauer-Meckern gegen die Schiris, die gnädigerweise die Ohren auf Durchzug stellten. Der wohl verdiente (nicht wohlverdient) Star-Bonus. Bemerkenswert auch die 18 Punkte und gleich 17 Rebounds von Center DeAndré Ayton.
Zahlereien
1 Pünktchen schaffte Luke Kennard von den Lakers, bis dato zuverlässiger Punktesammler. Wenn man so will, der große Verlierer, dass Austin Reaves wieder dabei ist.
Ausblick
Das Pendel scheint in Richtung Houston auszuschlagen, ich sehe sie als Favorit für Spiel 6, zumal zu Hause in Texas. Eine offene Frage: Kommen die Superstars Durant (Rockets) und/oder Doncic (Lakers) noch für diese Serie zurück?
Nächstes Spiel: Sa., 03:30: Rockets – Lakers
Ansetzungen
Fr., 01:00: Hawks – Knicks (2:3)
Fr., 02:00: 76ers – Celtics (2:3)
Fr., 03:30: Timberwolves – Nuggets (3:2)
Sa., 01:00: Magic – Pistons (3:2)
Sa., 01:30: Raptors – 76ers (2:3)
Sa., 03:30: Rockets – Lakers (2:3)
von Münchner Löwe | Apr. 29, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Während im Westen die Top-Feavoriten Thunder und Spurs schon in die 2. Runde gestürmt sind, schaut es im Osten nach mehreren (sehr) langen Serien aus. Deshalb möchte ich mich auf die Spiele dort beschränken.
Orlando Magic – Detroit Pistons 94:88 (3:1)
Mit Zähnen und Klauen haben die Magic den geklauten Heimvorteil verteidigt. Gegen das beste Team der Vorrunde zeigten sie eine außergewöhnliche Abwehrleistung (zumindest für dieses Jahr). Vorn kam zwar die gewohnte Dreier-Schwäche zurück außer bei Desmond Bane (5 von 10), aber die für ihre Distanzwürfe ebenfalls nicht berühmten Pistons waren diesbezüglich sogar noch schwächer.
Ein Wermutstropfen: Franz Wagner verletzte sich nach veritabler erster Halbzeit (17 Punkte) an der Wade. sein Einsatz zumindest heute Nacht in Detroit ist fraglich. Gerade mit Wadenblessuren ist nicht zu spaßen
Mann des Spiels
Desmond Bane: Topscorer der Magic mit 22 Punkten und wie geschrieben der einzige, der auch aus der Distanz traf (besser im übrigen als bei den zweiern 2/8).
Stark trotz der Niederlage
Cade Cunningham legte 25 Punkte auf. Allerdings war das eine für seine Verhältnisse eher durchwachsene Partie, denn die Treffsicherheit ließ doch sehr zu wünschen übrig (7 von 23).
X-Faktor
Jamal Cain: Ersatz für Wagner, und im 3. Viertel verschaffte er den mit ganz wichtigen Aktionen immer wieder Luft. Am Ende 8 Punkte und 9 Assists.
🇩🇪👓
Franz Wagner hatte seine vielleicht beste Halbzeit in den Play-offs. Endlich wurde er öfter eingesetzt, endlich schien er den bewährten Drive zum Korb wiedergefunden zu haben. 17 Punkte sammelte der Berliner und stibitzte gleich viermal den Ball. Ausblick
Ein Sieg fehlt den Magic noch, und sie reihen sich in die immer noch überschaubare Anzahl von Teams ein, die in der 1. Runde das bestgesetzte aus den Play-offs nehmen. Doch dieser letzte Sieg ist der schwerste, vor allem wenn Franzn Wagner tatsächlich ausfallen sollte. Aber die Pistons scheinen angeschlagen, und das Spiel wird trotz des Heimvorteils zur Nervenprobe.
Nächstes Spiel: Do., 01:00: Pistons – Magic
New York Knicks – Atlanta Hawks 126:97 (3:2)
Eine ganz klare Angelegenheit: Schon zur Pause waren fast alle zweifel beseitigt, dass die Fans im Madison Square Garden einen ungefährdeten Heimsieg feiern durften. Offenbar hat Traine Mike Brown tatsächlich das Mittel gegen den kombinationsstarken Gegner gefunden.
Bester der Sieger
Jalen Brunson hatte endlich einen seine Play-off-Sahne-Tage. Der Spielmacher war von den Hawks nie zu stoppen. 39 Punkte legte er auf, servierte dazu noch 8 Assists.
Stark beim Verlierer
Am ehesten noch Jalen Johnson, der mit 18 Punkten, 10 Rebounds und 6 Assists sich nach Kräften wehrte. Leider fast ein Total-Ausfall: CJ McCollum mit bescheidenen 6 Zählern.
Zahlereien
48:27 Rebounds schnappten sich die Knicks. Endlich haben sie aus ihrem Größenvorteil etwas gemacht. Karl-Anthony Towns mit 14 Boards tat sich besonders hervor.
Ausblick
Alles spricht nach den zuletzt 2 ungefährdeten Siegen für die Knicks. Ob sich die Hawks noch mal aufraffen können, hängt auch von ihrer Treffsicherheit ab. Und die lässt gerade sehr zu wünschne übrig
Nächstes Spiel: Fr., 01:00: Hawks – Knicks
Boston Celtics – Philadelphia 76ers 97:113 (3:2)
Diesen Auswärtssieg hatte wohl niemand im TD Garden erwartet, erst recht nicht zur Pause, als die Celtics noch mit 7 Punkten in Führung lagen und die Partie im Griff zu haben schienen. Auch nach dem 3. Viertel führten sie noch, doch ein unterirdischer Schlussabschnitt brachte die unverhoffte Wende. 11 Pünktchen gelangen da nur noch, und die Stars Jayson Tatum und Jalen Brown trafen aus dem Feld überhaupt nicht mehr (zusammen: 0 von 8).
Die Sixers ihrerseits wurden für ihren Kampfgeist belohnt. Abzuwarten bleibt, ob sie diesen Rückenwind zumindest fürs Heimspiel am Freitag mitnehmen können.
Beste der Sieger
Joel Embiid sammelte 33 Punkte und erinnerte fast an alte zeiten. fast insofern, dass er jenseits der Dreierlinie alle fünf Würfe vergab.
Tyrese Maxey traf wenigsten 3/10 Dreier und insgesamt für 25 Punkte. Als Spielmacher unentbehrlich.
Stark trotz der Niederlage
Jayson Tatum: Drei Viertel war das wieder der Tatum der vergangenen beiden jahre (vor dem Achillessehnenriss). 24 Punkte sammelte er in dieser Zeit. Im Schluss-Abschnitt ging ihm sichtlich die Kraft aus, trotzdem beließ ihn Trainer Mike Machulla 7:30 Minuten auf dem Feld. Zeichen der Wertschätzung, aber auch Alarmsignal, dass ohne ihn offenbar wenig geht.
X-Faktor
Quentin Grimes: Bis dato in der Serie fast ein Null-Faktor, jetzt mit seinen 18 Punkten (6 davon im Schlussabschnitt) einer der wichtigen Ergänzungsspieler. Hielt die Sixers mit seinen dreiern im Spiel und übernahm Verantwortung, als die Partie zu entgleiten drohte.
Zahlereien
Nur 14 von 23 Celtics-Freiwürfe fanden das Ziel. 61 Prozent Erfolgsquote (im letzten Vietel gar nur 43%) sind eines NBA-Teams unwürdig (Sixers: 87 Prozent und im 4. Viertel 7 von 7.
Ausblick
Die nächste Partie wieder in Philly. Doch in fremder Halle fühlen sich die Celtics durchaus wohl, wie die beiden klaren Auswärtshalle belegen. Allerdings ist Joel Embiid wieder in Top-Form, sollte seine Kraft halten, könnte das ein richtig schwieriger Gang werden.
Nächstes Spiel: Fr., 02:00: Sixers – Celtics
Thunder und Spurs weiter
Oklahoma City Thunder schaffte gegen die Phoenix Suns einen Sweep, gewann also alle 4 Partien (und zwar durchweg recht souverän. In der Form der klare Favorit.
Nach den bisherigen Leistungen kännen ihnen allenfalls die San Antonio Spurs gefährlich werden, die im fünften Spiel gegen die Portland TrailBlazers (114:95)von Beginn keine Zweifel auf,kommen ließen, wer das Parkett als Sieger verlässt. Victor Wembanyama hat die Auswirkungen seine leichten Gehirnerschütterung vollständig überstanden, und De’Aaron Fox übernimmt zunehmend Verantwortung.
Ansetzungen
Do., 01:00: Pistons – Magic (1:3)
Do., 01:30: Cavaliers – Raptors (2:2)
Do., 04:00: Lakers – Rockets (3:1)
Fr., 01:00: Hawks – Knicks (2:3)
Fr., 02:00: Sixers – Celtics (2:3)
Fr., 03:30: Timberwolves – Nuggets (3:2)
In Spiel 5 in Denver waren die Wolves ohne Edwards und Divicenzo völlig überfordert. Mal sehen, ob der Heimvorteil im Target Center diese beiden Ausfälle kompensieren kann.
von Münchner Löwe | Apr. 27, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Wieder 4 Spiele, wieder werde ich mich zumindest bei zweien eher kurz halten. Das Match des Tages lieferten sich die Toronto Raptors und Cleveland Cavaliers, nicht unbedingt wegen der Qualität (die war eher unterirdisch), aber die Spannung war rieseig.
Toronto Raptors – Cleveland Cavaliers 93:89 (2:2)
Spätestens jetzt werden die Cavaliers ins Nachdenken kommen. Dass diese Serie doch nicht so einfach ist, wie sie sich das nach den beiden ehe lockeren Heimerfolgen vorgestellt haben. Trotz unfassbarer Abschlussschwächen (wie zur Hölle kann man trotz einer desaströsen Dreierquote von 13,3 Prozent gewinnen?), schafften die Raptors den Ausgleich nach Siegen.
Bester der Sieger
Scottie Barnes: Er begann, als wolle er die Cavs alleine erledigen, kühlte allerdings genauso schnell ab, wie er sich erhitzt hatte. Immerhin fing er sich im Schlussabschnitt (10 Punkte), als er vor allem an der Freiwurflinie die Nerven behielt (6 von 6). Das Schöne für Toronto: Es besteht Steigerungspotenzial.
Stark beim Verlierer
Donovan Mitchell: 3 eher desaströse Viertel schüttelte er ab, wie es nur ein Superstar vermag. War allerdings fast Alleinunterhalter eines langsam, aber sicher zerbröselnden Teams, in dem zum Beispiel Co-Star James Harden kaum mehr zu sehen war, zumindest nicht als Schütze (1 Dreier). Am Ende standen für Mitchell 20 Punkte zu Buche, für ihn unterdurchschnittlich gerade wegen der grauenhaften Quote (6/24).
X-Faktor
Brandon Ingram: Kam ebenfalls auf 23 Punkte: Stark an der Freiwurflinie (8 von 9), eher ineffizient aus dem Feld (6 von 23). Doch 3 Dreier zur rechten Z halfen den kanadiern sehr weiter.
Zahlereien
0/11 Dreier der Raptors fanden im 1. Viertel das Ziel. Da sind die 2/10 erfolgreichen Distanzwürfe der Cavs fast schon lobend zu erwähnen. Am Ende waren es 4/30 der Raptors und 10/40 der Cavs. Noch Fragen?
🇩🇪🇦🇹👓
Dennis Schröder bekam 13:12 Minuten Einsatzzeit, in denen er immehin 8 Punkte (Wurfquote: 4/7) und 5 Rebounds schaffte. Andgesichts der eher mauen Vorstellung von anderen, stellt sich schon die Frage, warum es nicht ein bisschnen mehr sein durfte.
Jakob Pöltl: Zuverlässig wie immer (und das Dreierwerfen untelässt er von vornherein). 10 Punkte, 6 Rebounds und je 1 Asssist, Block udnd Steal trug der österreichische Center bei.
Ausblick
In Cleveland geht die Angst um, dass die Cavs nach 2025 wieder viel zu früh scheitern. Schlüsselspiel wird Game 5 in der Nacht zu Donnerstag, und die Nerven dürften gewaltig flattern. Von kantersieg bis Auswärts-Erfolg ist da alles drin.
Nächstes Spiel: Do., 01:30: Cavaliers – Raptors
Portland TrailBlazers – San Antonio Spurs 93:114 (1:3)
Zur Pause führten die Blazers noch mit 18 Punkten, doch dieser Vorsprung war im 3. Viertel innerhalb von nur acht MinutenMinuten aufgebraucht. Da trafen die Spurs nach Belieben, unter anderem gleich 4 von 7 Dreier. Ein weiterer Zwischenspurt Ende 3. Anfang 4. Vierel beseitigte alle Zweifel am Auswärtssieg der Spurs, bei denen Victor Wembanyama wieder dabei war.
Bester der Sieger
Victor Wembanyama: Starke Rückkehr nach der leichten Gehirnerschütterung in Spiel 2: 27 Punkte sammte er und 12 Rebounds. Doch vor allem in der Verteidigung war er teilweise unüberwindlich: 4 Steals und 7 Blocks sind reif fürs Rekordbuch (nicht wörtlich nehmen).
Stark trotz der Niederlage
Deni Avidja: 26 Punkte schaffte der Israeli, dazu 7 Rebounds und 3 Assists (aber auch 5 Ballverluste). Allein war er überfordert, und nur Jrue Holiday und Jeremi Grant gaben ein bisschen Unterstürzung.
X-Faktor:
De’Aaron Fox: Der einzige in der Starting Five mit größerer Play-off-Erfahrung, die er noch bei den Sacramento Kings sammelte. Dieses Mal zeigte er endlich seine ganze Klasse 7 Assists und 6 Rebounds. So haben sich die Spurs das bei der Verpflichtung vorgestellt.
Ausblick
Alles spricht dafür, dass die Spurs den Sack in Spiel 5 zumachen. Kräftesparen für Wembanyama wäre nicht das Schlechteste.
Nächstes Spiel: Mi., 03:30: Spurs – Blazers
Philadelphia 76ers – Boston Celtics 96:128 (1:3)
Nie hatten die Sixers den hauch eine Chance. Zunächst war die vermeintlich 2. Garde der Celtics um e Peyton Pritchard erfolgreich, später übernahm Top-Star Jayson Tatum (25 Punkte in der 2. Halbzeit).
Bester der Sieger
Peyton Pritchard: 32 Punkte legte er auf, davon 13 im 1. Viertel, als er mit 4 Dreiern die Sixers entnervte. Solche Leute in der Hinterhand helfen ungemein.
Stark beim Verlierer:
Joel Embiid: Endlich wieder dabei, und der Center war der einzige der Sixers, der sich gegen die Niederlage stemmte (26 Punkte, 10 Rebounds).
Ausblick
Hier ist für mich die Sache noch klarer als die für San Antonio. Boston wird in die nächste Runde einziehen.
Nächstes Spiel: Mi., 01:00: Celtics – Sixers
Houston Rockets – Los Angeles Lakers 115:96 (1:3)
Start einer Aufholjagd ode doch nur Verschnaufpause der Lakers? Früh fiel die Entscheidung, un d niemand in LA sah sich genötigt, wirklich ernsthaft dagegen einzuschreiten.Sehr ausgeglichene Rockets, bei denen alle 5 Startspieler 16+ Punkte sammelten. Deandre Ayton (19 Punkte) zeigte bei den Lakers noch am ehesten auf.
Ausblick
Im nächsten Spiel zuhause sollte es die Lakers dann schon richten, wenn sie sich eine Nervenprobe ersparen wollen. Offenbar allerdings weiterhin ohne Luka Doncic und Austin Reaves
Nächstes Spiel: Do., 04:30: Lakers – Rockets
Ansetzungen
Di., 02:00: Magic – Pistons (2:1)
Di., 03:30: Suns – Thunder (0:3)
Di., 04:30: Nuggets – Timberwolves (die Wolves ohne Edwards und wahrscheinlich auch ohne DiVincenzo)
Mi., 01:00: Celtics – Sixers (3:1)
Mi., 02:00: Knicks – hawks (2:2)
Mi., 03:30: Spurs – Blazers (3:1)
von Münchner Löwe | Apr. 25, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Falls jemand Fan der Houston Rockets ist, wird er nach der Partie gegen die LA Lakers eine schlechte Zeit verbracht werden. Die Bezeichnung „verschenkter Sieg“ erhält eine neue Dimension. Ich habe in meiner langen Zeit als Basketball-Fan noch nie einen derart verhühnerten Erfolg gesehen. Bei mir kamen aber schnell Erinnerungen an das Handball-Viertel-Finale bei Olympia in Paris auf, als die Franzosen den fast sicheren Triumph durch einen ähnlich stümperhaften Fehler wie den von Smith weggeschmissen haben.
Houston Rockets – Los Angeles Lakers 108:112 OT (0:3)
Alles schien entschieden. Ein Wurf der Lakers ging daneben, Houstons Jabari Smith schnappt sich den Ball: 25 Sekunden sind noch zu spielen, die Rockets sind 6 Punkte (101:95) vorn, was kann da passieren? Es passierte Folgendes, eine unfassbare Fehlerkette:
Jabari Smith versucht einen Lob-Pass zu: ja wen eigentlich? Markus Smart von den Lakers schnappt sich den Ball und wird bei seinem sofortigen Dreier-Wurfversuch sinnbefreit gefoult – 3 Freiwürfe, die Smart alle verwandelt zum 98:101. Nächster Angriffsversuch der Rockets. Reed Shepard verliert fast umgehend den Ball, ein Pass zu LeBron James, der versenkt einen Dreier zum Ausgleich.
Immer noch 20 Sekunden zu spielen, und die Rockets können trotz des Desasters die Partie noch für sich entscheiden. Wenig überraschend haben sie allerdings völlig den Faden verloren, Alperin Sengün hat trotzdem eine kleine Wurfchance, der Ball verfehlt klar das Ziel.
Also Verlängerung, und hier machen die Lakers kurzen Prozess. Sie führen damit praktisch uneinholbar mit 3:0 Siegen, diesen Rückstand hat in der Play-off-Geschichte noch nie ein NBA-Team gedreht.
Bester bei den Siegern
LeBron James: Der 41-Jährige blüht in Abwesenheit von Lika Doncic regelrecht auf. Obwohl er mit den Kräften völlig am Ende schien, verwandelte er eiskalt seinen Dreier zum Ausgleich. Letztlich kam er auf glänzende 29 Punkte und 13 Rebounds.
Stark trotz der Niederlage
Alperin Sengün: Endlich hat der türkische Nationalspieler auch in der NBA den Schlüssel gefunden und konnte seine überragende Klasse ausspielen. Kaum zu stoppen war er unterm Korb. 33 Punkte legte er auf, holte 16 Rebounds und klaute dreimal den Ball. Wäre dank seines grandiosen vierten Viertels der bejubelte Matchwinner gewesen, aber die fette Dame hatte eben noch nicht gesungen …
X-Faktoren
Rui Hachimura: Sein unglaubliches 1. Viertel hielt die Lakers auf Kurs. 16 Punkte schenkte der Japaner ein, blieb bei 6 Versuchen ohne Fehlwurf (3 Dreier).
Und sonst?
- Spiel ohne Stars: Bei den Lakers fehlten weiter Luka Doncic und Austin Teaves, bei den Rockets Kevin Durant. Ob sie in dieser Serie wiederkommen, bleibt ungewiss.
Ausblick
Alles spricht für die Lakers. Es wäre für mich wenig verwundelich, wenn sie nach diesem Sieg die Serie schon im nächsten Spiel in Houston für sich entscheiden würden. Dem 41-Jährigen LeBron James käme eine vorzeitige Spielpause bestimmt willkommen, bevor es dann höchstwahrscheinlich gegen die Oklahoma City Thunder geht, wenn ich so weit vorgreifen darf.
Nächstes Spiel: Mo., 03:30: Rockets – Lakers
Philadelphia 76ers – Boston Celtics 100:108 (1:2)
Die große Frage nach Spiel 2 lautete: War das nur ein Ausrutscher der Celtics oder ein echter Swing. Boston gab die Antwort und holte sich mit einem Sieg in Philly den Heimvorteil zurück. Die Entscheidung fiel allerdings erst in der Schlussphase ,als vor allem Starspieler Jayson Tatum nach zuvor eher durchwachsener Partie 11 seiner insgesamt 25 Punkte markierte, darunter 2 Dreier mtten ins Herz der Sixers versenkte.
Beste der Sieger
Jayson Tatum und Jalen Brown: Das kongeniale Duo der Celtics findet langsam, aber sicher zur Meisterform 24. Je 25 Punkte, dazu zusammen noch 11 Rebounds und 11 Assists. Auf diese beiden kann sich die Celtics-Gemeinde verlassen. Allerdings doch mit dem kleinen Fragezeichen, denn zeitweise war vor allem Tatum seine lange Verletzungspause anzusehen.
Stark beim Verlierer
Tyrese Maxey: eine bärenstarke Vorstellung. 31 Punkte (10 im letzten Viertel) sammelte der Spielmacher, der mit seiner Schnelligkeit mehrere Fastbreaks abschloss. Am Ende erhilet er schlicht keine Unterstützung mehr.
X-Faktoren
Peyton Pritchard: Der Scharfschütze hatte endlich sein Visier richtig eingestellt. 5 von 10 Dreierversuchen fanden das Ziel, das erinnerte an den Peyton Pritchard der vergangenen Saison, als er wegen seiner Distanzwürfe zum besten sechsten Mann der Liga gewählt wurde.
Zahlereien
0 von 7 Dreier verwandelte VJ Edgecombe. Los eines Rookies (Neuling in der 1. Saison), der seine fabulöse Leistung aus Spiel 2 nicht wiederholen konnte. Nächstes Mal wirds besser.
Ausblick
Die Celtics haben also den Heimvorteil wieder, aber die Serie gegen den Erzrivalen bleibt haarig. Insgesamt scheint mir Boston stärker aufgestellt, zumal Phillies Superstar Joel Embiid wegen einer Blinddarm-Entzündung ausfällt.
Nächstes Spiel: Mo., 01:00: 76ers – Celtics
Portland TrailBlazers – San Antonio Spurs 108:120 (1:2)
Lange sah es wahrlich nicht nach einem derart klaren Ergebnis für die Spurs aus, im Gegenteil: Mitte des 3. Viertels führten die Blazers mit 82:67, denn gegen die Spurs-Abwehr ohne Victor Wembayama hattensie oft sehr geringe Probleme, frei zum Abschluss zu kommen. Doch San Antonio blieb hellwach und zeigte, dass sie auch ohne ihr „Alien“ vernünftigen Basketball spielen können (das hatten sie auch in der regulären Saison oft genug demonstriert). Innerhalb von nur vier Minuten hatten sie noch im 3. viertel den hohen Rückstand in eine Führung (88:87) verwandelt, und im Schlussabschnitt hatte Portland nichts mehr entgegenzusetzen.
Beste beim Sieger
Top-Scorer war Stephon Castle mit 33 Punkten und hervorragender Wurfquote (10/18, 3/4 Dreier). Sein Gesellenstürck machte Rookie Dylan Harper, der 27 Zähler beisteuerte und zeigte, warum ihn die Spurs vor de Saison an Nummer 2 gedraftet haben.
Stark trotz der Niederlage
Jrue Holiday: Eigentlich war der Veteran vor zwei Jahren zu den Blazers gekommen, um das Team zu konsolidieren. Jetzt hatte der 35-HJährige plötzlich Lust am Punkten und traf zeitweise, wie er wollte. 29 Punkte sammelte er letztlich, aber auch in der Verteidigung stand er seinen Mann und stahl gleich vier Bälle.
X-Faktor
Luke Kornet: Ohne Wemby stand plötzlich der Ersatz-Center im Blicküunkt, der vor 2 Jahren noch zusammen mit Holiday für die Boston Celtics den Titel geholt hatte. ER machte seine Sache mehr als ordentlich, punktete zuverlässig (14) und stemmte sich den Angriffen entgegen. Luke Kornet ist natürlich kein Alien wie Wembanyama, aber sehr verlässlich.
Ausblick
Die Spurs sind wieder in der Oberhand, und wie es aussieht, wird fürs nächste Spiel Victor Wembanyama nach seiner offenbar nicht zu heftigen Gehirnerschütterung wieder dabei sein. Trotzdem dürfte niemand die Blazers unterschätzend, die mehr als angedeutet haben, wie gefährlich sie sind.
Nächstes Spiel: So., 21:30: Blazers – Spurs
Ansetzungen
Sa., 19:00: Magic – Piston (1:1)
Sa., 21:30: Suns – Thunder (0:2)
So., 00:00: Hawks – Knicks (2:1)
So., 02:30:Timberwolves – Nuggets (2:1)
So., 19:00: Raptors – Cavaliers (1.2)
So., 21:30: Blazers – Spurs (1:2)
Mo., 01:00: 76ers – Celtics (1:2)
Mi., 03:30: Rockets – Lakers (0:3)
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von Münchner Löwe | Apr. 24, 2026 | NBA
Blick über den Teich, NBA
Drei Spiele, drei Heimsiege gab es diese Nacht für die Gastgeber. Die atlanta Braves und Minnesota kamen damit dem überraschenden Weiterkommen einen Erfolg weiter, doch der Weg ist noch lang
Atlanta Hawks – New York Knicks 109:108 (2:1)
Die Partie hatte alles, was man von einem Ost-Play-off-Spiel und speziell von dieser Serie erwarten durfte. Knallharte Defense und viel Spannung gerade am Ende mit mehreren Führungswechseln.
Dabei sah es lange Zeit für einen souveränen Erfolg der Hawks aus, die noch anfangs des vierten Viertels mit 10 Punkten Vorsprung führten. Doch wenn die Knicks eines können, dann kämpfen. OJ Amunoby traf gleich 2 fabulöse Dreier mit auslaufender Shotclock, und 1:03 Minuten vor dem Ende führten plötzlich die Knicks mit 108:105. Jalen Johnson verkürzte auf 107:108, die Hawks stoppten den nächsten Angriff, und es war CJ McCollum, der wiederum die Hawks mit einem Sprungwurf in Führung brachte. Der letzte Angriff der Knicks verpuffte, und die Halle von Atlanta feierte den zweiten Sieg der Hawks, der sehr viel mehr Nerven geraubt hatte als lange gedacht.
Bester der Sieger
CJ McCollum: Nicht nur wegen des entscheidenden Korbes. Der Routinier, der erst im Januar im Tausch mit Trae Young von den Washington Wizards kam, steuerte insgesamt 23 Punkte und 5 Rebounds zum Erfolg bei. Vor allem aber gibt er dem insgesamt jungen Team Halt mit der ganzen Erfahrung seiner 34 Jahren. Zeitweise erinnert er an Glanzzeiten zusammen mit Damian Lillard bei den Portland TrailBlazers, lang, lang ists her.
Stark beim Verlierer
OJ Amunoby: Sinnbild der Aufholjagd. Hätten die Knicks gewonnen, wären seine zwei unglaublichen Dreier in der Schlussphase Vereinslegende geworden und noch in Jahren bei jedem Rückblick gezeigt worden . So reichten sie „nur“ dazu, dass sie das allumfassende Talent des 28-Jährigen dokumentierten. Isgesamt legte er 29 Zähler und 9 Rebounds auf und war damit Top-Scorer der Partie. Zudem extrem bissig in der Verteidigung (3 blockierte Würfe).
X-Faktor
Jonathan Kuminga: Falls Trainer Steve Kerr von den Golden State Warriors aus dem Urlaubsdomizil zugeschaut hat, werden ihm die Tränen gekommen sein. Tränen des Verlustes und vielleicht auch Wut über sich selbst, dass er es mit diesem zwar schwierigen (wechselwilligen), hochbegabten Basketballspieler nicht besser hinbekommen hat, so dass Kuminga Kalifornien in Richtung Atlanta verließ (im Tausch gegen den verletzungsanfälligen Kristaps Porzingis). Mit seiner unglaublichen Athletik schuf sich Kuminga immer wieder Räume, die er sehr gut zu nutzen wusste (21 Punkte 9/14 erfolgreiche Würfe aus dem Feld).
Zahlereien
2 verschiedene Korb-Schützen hatten die Knicks im ersten Viertel. Jalen Bruson (11 Punkte und OJ Amunoby (10). Der Rest (immerhin Größen wie Towns und Hart und Bridges hatte eine fette Null auf der Habenseite.
Nur 69,2 Prozent (18 von 26) der Freiwürfe verwandelten die Hawks. Ganz anders die Knicks, die zu 90 Prozent (18/20) erfolgreich waren. So kann man überlegene Partien auch wieder spannend machen.
Ausblick
Bereits in der Nacht zu Sonntag folgt ebenfalls in Atlanta das vorentscheidende Spiel 4. Die Knicks haben Kämpferherz bewiesen, müssen aber schauen, dass alle fünf Startspieler von Beginn an wirklich auch dabei sind. Wenn sie es dann noch schaffen, ihre Dreierquote wenigstens auf ein Drittel zu erhöhen (Freitag: 28,9 %), traue ich ihnen den dringend notwendigen Auswärtserfolg zu.
Nächstes Spiel: So., 00:00: Hawks – Knicks
Toronto Raptors – Cleveland Cavaliers 126:104 (1:2)
Drei Viertel war die Partie völlig ausgeglichen (83:81), doch im Schlussviertel brachen die Cavaliers komplett auseinader und kassierten alleine in diesen 12 Minuten rekordverdächtige 43 (!) Zähler. Damit verkürzte das einzige kanadische Team der Liga auf 1:2, und wenn die Cavs nicht schleunigst draufkommen, was da am Ende so schiefgelafen wird, könnte diese Serie sehr viel aufregender werden als nach den ersten beiden Partien anzunehmen war.
Beste Spieler der Sieger
Scottie Barnes und RJ Barrett kamen am Ende auf je 33 Punkte. Barnes war vor allem in den ersten drei Vierteln der Mann, der die Raptors im Spiel hielt. Als ihm im Schlussviertel etwas die Kräfte ausgingen, übernahm vor allem Barrett (16 Punkte und Jamison Battle/siehe X-Faktor.
Stark beim Verlierer
James Harden war mit 18 Punkten zumindest der treffsicherste. Dagegen blieb Donovan Mitchell (15) weit unter seinem Normaschnitt von etwa 28 Zählern.
X-Faktoren
Jamison Battle: Hatte die besten Minuten seiner noch jungen Karriere. Alle seine 14 Punkte erzielte er im Schlussviertel, als er einen Dreier nach dem anderen versenkte (4/4, dazu ein verwandelter Zweier). Den hatten die Cavs in ihrer Spielvorbereiung nicht auf dem Zettel.
Offensichtlich auch nicht Rookie Collin-Murray-Boyles, der starke 22 Zähler beisteuerte und dabei 11 von 15 oft gar nicht so einfache Würfe traf und letztlich auf 22 Punkte kam.
Zahlereien
60,87 Prozent Dreier der Raptors waren erfolgreich, dagegen nur 57,1 der Freiwürfe. Wer will nicht über Verrücktheiten auf dem Basketball-Court verzweifeln?
🇩🇪🇦🇹👓
Dennis Schröder (Cavs): Traurige Zahlen für den Nationalmannschafts-Kapitän. Nur 5 Minuten Einsatzzeit gönnte ihm Trainer Kenny Atkinson. In denen sammelte er nur 3 Pünktchen (durch einen Dreier) und einen Rebound.
Jakob Poeltl (Raptors). Solide Leistung des Ösi-Centers mit 8 Punkten, 6 Rebounds und 2 Assists.
Ausblick
Noch sind die Cavaliers in der Vorderhand, aber sie müssen das schlimme Schlussviertel aus den Köpfen bekommen. Und eine Steigerung ihrer Topspieler Donovan Mitchell und James Harden täte ebenfalls gut. Die Raptors haben gezeigt, dass sie nicht das Schlachtvieh abgeben wollen, für das sie viele Experten gehalten haben.
Nächstes Spiel: So., 19:00: Raptors – Cavaliers
Minnesota Timberwolves – Denver Nuggets 113:96 (2:1)
Ein von vorn bis (fast) hinten komplett missratener Abend der Nuggets. Vor allem das erste Vietel werden sie in Denver in grausamer Erinnerung behalten, in dem sie gerade mal 11 Punkte sammelten. So schlecht habe ich einen gesunden Nikola Jokic wohl noch nie gesehen, der eine Fahrkarte nach dem anderen warf, absurde Ballverluste produzierte und auch in der Abwehr daneben lag. Mit dem 11:25 waren die Gäste im Target Center noch gut bedient, auch weil Wolfs-Star Anthony Edwards sichtlich gehandicapt war.
Der Vorsprung der Wolves wuchs und wuchs auf zeitweise 25 Punkte an. Riese Rudy Goberts räumte nicht nurn in der Abwehr auf, sondern zauberte vorne in selten gesehener Art und Weise.
So war die Partie zur Halbzeit entschieden (61:39), und auch wenn die Nuggets zeitweise auf bis zu 13 Zähler herankamen, ernstfhaft in Gefahr geriet der Heimsieg der Timberwolves nie. So bleibt den Gästen höchstens die Genugtuung, dass sie den zweiten Abschnitt mit 57:52 für sich entschieden. Ein schwacher Trost.
Bester der Sieger
Ayo Dosunmo: Erwischte einen Sahnetag mit 25 Punkten und 9 Assists. Sprang für Anthony Edwards in die Bresche, der wegen seines Knies nur 24 Minuten auf dem Parkett stand und dabei auf 17 Zähler kam.
Stark beim Verlierer
Nikola Jokic: 27 Punkte und 15 Rebounds lesen sich auch großartig. Doch nur jeder 4. Wurf des serbischen Ausnahmespielers fand sein Ziel (im ersten Viertel war es nur einer von 8).
X-Faktoren
Ausgeglichenheit der Wolves: Sechs Spieler trafen zweistellig
Rudy Gobert: Der Franzose errichtete in der Defensive meist gegen Jokic großartige Arbeit und zwang ihn zu schwierigen Würfen. Dazu erstaunliche Aktionen auf der anderen Seite des Feldes wie ein Anspiel hinter dem Rücken.
Zahlereien
Nur 40 Prozent aller Würfe der Nuggets trafen zwischen die Reuse. Ein in der heutigen NBA nicht mehr wettbewerbsfähiger Wert. Die Wolfes hingegen waren zu fast 60 Prozent erfolgreich.
31 Assists gaben die Wolves, also Vorlagen, die direkt zu Punkten führten. Ausdruck des tollen Team-Basketballs von Minnesota (Nuggets 12)
Ausblick
Ähnliche Situation wie in Atlanta: Die Denver Nuggets brauchen in Spiel 4 unbedingt einen Auswärtserfolg, damit sie sich realistische Chancen bewahren. Jokic wird nicht noch mal so schwach beginnen, der zweite Top-Mann wird sich ebenfalls steigern (müssen). Vielleicht wird auch der schmerzlich vermisste Aaron Gordon wieder dabei sein, seine Körperlichkeit würden die Nuggets dringend gebrauchen.
Nächstes Spiel: So., 02:30: Timberwolves – Nuggets
Ansetzungen
Sa., 01:00: 76ers – Celtics (1:1)
Sa., 02:00: Rockets – Lakers (ohne Doncic und Reaves) (0:2)
Sa., 04:30: TrailBlazers – Spurs (ohne Wembanyama) (1:1)
Sa., 19:00: Magic – Pistons (1:1)
Sa., 21:30: Suns – Thunder (0:2)
So., 00:00: Hawks – Knicks (2:1)
So., 02:30: Timberwolves – Nuggets (2:1)
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