Alle fragen sich: Wer will Frankreich schlagen?

Die nicht enden wollende Zwischenrunde ist überraschenderweise doch noch zu einem Ende gekommen. 16 Partien haben wir sehen dürfen, zum Teil eher müssen; bestenfalls eine Handvoll wird dem neutralen Betrachter in Erinnerung bleiben. Ansonsten hatte das Ganze sehr viel von einer 1. Pokalrunde, wenn ein mehr oder weniger engagierter und spielerisch limitierter Außenseiter den klaren Favoriten fordert. Vor allem mit einer extremen Defensive, und vorne möge der liebe Gott helfen.
Außerdem gab es dann Duelle, die übelst an einen mittelmäßigen Zweitliga-Kick erinnerten: einer musste halt gewinnen, und so zogen Kanada (vs Südafrika) und Ägypten (Australien) ins Achtelfinale.

Manchmal hatte das sogar Erfolg wie bei den unglaublich schwachen paraguayos, die mit ihrer Maurertaktik und dem erratischen Elfmeterschießen den hohen Favoriten Deutschland rauskickten. Meist aber blieb es beim Vorhaben, wie chancenlose Österreicher (vs Spanien), Algerier (Schweiz) und Bosnier (USA) ernüchtert feststellen mussten. Ein Sonderfall: die völlig überforderten Schweden, die dem Angriffswirbel der Franzosen schlicht nichts entgegenzusetzen hatten

Bleiben einige erinnerungswürdige Partien. Das sportlich hochwertigste war meiner Meinung nach das Duell Portugal vs Kroatien. Zwei Teams, die offensichtlich gewinnen wollten, die auch offensiv etwas zu bieten hatten und trotzdem die Verteidigung nicht vernachlässigten. Zu so einem Spiel gehört ein grausames Ende zwingend dazu, und hätte es katastrophaler (ja, wir reden vom Sport, ich weiß) ausgehen können für Kroatien. Es steht 1:2 aus ihrer Sicht, eine letzte Flanke fliegt in den Strafraum, wird verlängert und der aufgerückte Weltklasse-Verteidiger Guardiol schießt den Ball ins Tor! Verlängerung und 30 Minuten weiter hoffen? Nein, denn der Schütze stand im Abseits. Nicht beim Schuss selbst, aber bei einer Kopfball-Verlängerung, als die Ballberührung mit bloßen Auge nicht wahrnehmbar war. Der Chip im Ball hatte eine geringstfügige Berührung festgestellt, wollen wir dem Ausschlag glauben.

Herzzerreißend auch Argentinien gegen die Kap Verden. Hier der Titelverteidiger und die gestandene Fußball-Nation aus Südamerika mit Lionel Messi, dem vielleicht besten Spieler aller Zeiten im xten Frühling und torhungrig wie nie zuvor bei eien WM. Dort die von den Einwohnern her kleinste Nation, die je an einer Endrunde teilgenommen hatte, wer könnte auf dem Globus genau benennen, wo diese Inselgruppe genau liegt? Die Führung von Messi in der 1. Halbzeit nach sensationeller Ballannahme und perfektem Abschluss, der Ausgleich in Durchgang 2. Biedere Argentinier; sie wirken müde, es ist ja fast das gleiche Team wie 2022 (offenbar herrscht im Land gerade Extrem-Mangel an Talenten). Trotzdem Chancen, die vernichtet der wieder großartige Torwart Vozinha. So einen 40-jährigben Keeper lasse ich mir gerne gefallen!
In der Verlängerung: eine hübsche Ecke von Messi (ansonsten mittlerweile fast abgemeldet und brotlos in seinen Dribblings) – Führung Argentinien. Ein Traumtor von Cabral Lopez, wer hat vom Trabzonspor-Profi noch nicht gehört?, wieder Ausgleich!. Noch eine hübsche Ecke von Messi, abermals die Führung. Die Kap Verden werfen alles nach vorn, Argentinien schwimmt, schindet zeit, wo es geht, und  ihr großartige Torwart Emiliano Martinez (nicht 40, sondern erst 33) rettet mit zwei Super-Paraden den 3:2-Erfolg. Ich behaupte mal: Außerhalb von Argentinien hat die gesamte Fußballwelt ein Tränchen der Trauer verdrückt, dass diese heroischen Nobodies jetzt draußen sind. Sie waren tatsächlich eine echte Bereicherung für diese Weltmeisterschaft.

 

Ach ja, Frankreich!

 

Welcher Fußballfreund war nicht hellauf begeistert von diesem Auftritt. Das 3:0 gegen Schweden spielgelt die Übelegenheit ha ja nicht ansatzweise wider. Was das Offensiv-Quartett Mbappé, Osise, Dembélé und Barcola (anstelle von Doué) auf den Rasen zauberte, hat man lage nicht gesehen. Spielfreude, Technik, Tempo. Vielleicht wird der eine oder andere deutsche Fan nachträglich ganz froh sein, dass die paraguayos sich jetzt (heute, 23 Uhr) mit diesem übermächtigen Gegner herumschlagen dürfen und vielleicht nicht mit einem 0:3 herauskommen.
Können wir uns also den Rest des Turniers ersparen und den Franzosen gleich die Trophäe überreichen? Gemach, gemach! Zum einen sind die Ball-Zauberer Menschen, die vielleicht mal einen schlechten Tag haben, sich unwohl fühlen, gar verletz snd. Vor allem aber wirkt die Abwehr nicht hundertprozentig sattelfest, sogar die eher biederen Schweden hatten die eine oder andere Möglichkeit.
Trotz dieser kleinen Zweifel würde ich mich jetzt, also vor Beginn des Achtelfinals, festlegen: Frankreich wird Weltmeister. Nona, auf ins Wettbüro?

 

Gerupfte Afrikaner

 

9 Teams hatten die Zwischenrunde erreicht, und alle betonten, wie sehr der Kontinent fußballerisch aufgeholt habe. Ich wollte in diese Euphorie nicht einfallen, und der Realitäts-Check der Zwischenrunde fällt dann doch  ernüchternd aus. Einzig Marokko und Ägypten schafften den Sprung ins Achtelfinale, sinnigerweise setzten sich beide Teams erst im Elfmeterschießen durch gegen Holland und Australien. Die übrigen 7 scheiterten teils knapp (wie gesagt: Kap Verden, aber auch die Elfenbeinküste, Senegal und DR Kongo hätten mit etwas mehr Spielglück und oder Erfahrung die Oberhand gegen Norwegen, Belgien und England behalten können), teils chancenlos (Algerien, Ghana, Südafrika).
MIt Abstand das beste Team sind die Marokkaner, aber auch die benötigten gegen Holland erst Glück (Ausgleich in der Nachspielzeit) dann Können im Elfmeterschießen. Im Viertelfinale könnte es zum Duell gegen Frankreich kommen, ich schau mal etwas weiter voraus..

 

Das Achtelfinale (Turnierbaum, also nicht chronologisch)

 

Sa.,. 19:00: Kanada – Marokko (Houston)

Der Co-Gastgeber sinnigerweise in Houston/Texas, also weit weg von der kanadischen Grenze. Nicht nur deshalb würde ich Marokko klar favorisieren, das in allen Belangen überlegen scheint.

 

Sa., 23:00: Frankreich gegen Paraguay (Philadelphia)

Alles andere als ein Sieg von Mbappé und Co. würde mich unfassbar überraschen. Paraguay mag müde, langsame und einfallsarme Deutsche aufhalten können, dem französischen Angriffswirbel voller Tempo und Spielwitz sind sie nicht gewachsen.

 

Mo., 21:00: Spanien – Portugal (Dallas)

Das berüchtigte Iberer-Duell, im vergangenen Jahr siegte Portugal in München im Nations-League-Finale. Die Spanier wirken sehr gut eingespielt und scheinen in der Abwehr kaum überwindlich (bisher kein Gegentor). Portugal hat viel entgegenzusetzen, aber die Pariser Spieler um Vitnha wirken nicht wirklich fit. Deshalb kleiner Vorteil: Spanien.

 

Di., 02:00: USA – Belgien (Seattle)

Die US-Boys gefallen durch mannschaftliche Geschlossenheit und Begeisterung. Belgien war gegen Senegal schon geschlagen, kehrte aber trotz 0:2-Rückstand wundersamst zurück. Der Heimvorteil gerade in der Fußball-affinen Stadt Seattle im wunderschönen Lumen Field dürfte den USA letztlich helfen zum erstmaligen Aufstieg ins Viertelfinale.

 

So., 22:00: Brasilien – Norwegen (New York/New Jersey)

Beide Teams erreichten das Achtelfinale durch Tore in der Nachspielzeit (gegen Japan respektive Elfenbeinküste). Brasilien ist kompakt und hat individuell sehr starke Spieler (nicht nur Vini jr), die eine enge Partie entscheiden können wie Martinelli gegen die Ivorer. Norwegen hat eine Goldene Generation, beileibe nicht nur Superstürmer Erling Haaland. Ein klares 50/50-Match, macht also Trainerguru Carlo Ancelotti für Brazil den Unterschied?

 

Mo., 02:00: Mexiko – England (Mexiko Stadt)

Riesennachteil der Engländer: Sie müssen sich für die Höhe in Mexikos Hauptstadt (2200 Meter) erst akklimatisieren, kommen aus Atlanta (320 Meter) wo sie erst am Mittwoch die DR Kongo bezwangen. Dazu noch der Heimvorteil der Mexikaner im Aztekenstadion, wo sie noch ungeschlagen sind. An das die Engländer übrigens trübe Erinnerungen haben an die WM 86, als sie an Maradona gescheitert sind;  an dessen  Wahnsinn (Hand Gottes) und Genie (Solo für die Ewigkeit). Können diese Geister vertrieben werden? Es sind Gewitter angesagt, vielleicht wird die Partie vorgezogen. Leichte Vorteile für Mexiko.

 

Di., 18:00: Argentinien – Ägypten (Atlanta)

Trotz aller Kap-Verde-Qual: Argentinien ist der klare Favorit. Wegen Messi, wegen Martinez, wegen der mannschaftlichen Geschlossenheit. Und weil es halt „nur“ gegen sehr biedere Ägypter geht, die mich bisher trotz Achtelfinal-Einzugs überhaupt nicht überzeugt haben. Also Argentinien!

 

Di., 22:00: Schweiz – Kolumbien (Vancouver)

Ausklang in Kanada (die Schweizer besetzen den Platz der Ahornblätter). Die Eidgenossen sind für mich eine der positiven Überraschungen, zumal aus Europa. Bisher sehr souveräne Auftritte. Hinten stabil mit dem großartigen Schlussmann Gregor Kobel, und vorne wirbelt der junge Freiburger Manzambi mit dem nicht mehr ganz so jungem Ex-Gladbacher Embolo und anderen. Reicht das für Kolumbiens Abwehrrecken? Ich sehe zumindest gute Chancen für die Schweiz!

 

 

 

 

 

 

WM beim Faschisten – erst mal ohne Kommentare

Wer von mir Erörterungen zum vermeintlichen Sportereignis des Jahres erwartet, sucht vorerst vergebens. Ich bin zu angewidert von Trump, Infantino und dem ganzen Rest. Mindestens bis Beginn der K.o.Phase werde ich mich höchstens im Ausnahmefall äußern. Leider bin ich zu sportbegeistert, um auf die Spiele selbst gänzlich zu verzichten.

Drei Spiele, drei Auswärtssiege

Blick über den Teich, NBA

 

Alles schien schon angerichtet für den Triumphzug der New York Knicks. Was sollte schon noch viel passieren nach den beiden Auswärtssiegen beim Gegner der NBA Finals, den San Antonio Spurs. Ein flirrender Madison Square Garden wartete auf die Gefühlsexplosion. Die aufgerufenen und offenbar bezahlten Eintrittspreise erklommen stundenweise Rekordwerte (und lassen sie meisten Partien de Fußball-WM wie ein Billig-Vergnügen dastehen). Fünfstellige Dollarsummen mussten fürs günstigste Ticket berappt werden, Rekordpreis waren angeblich die dreiviertel Million Dollar.

Sogar der Präsident war live vor Ort, eingeladen vom Besitzer der Knicks und mit dem freundlichem Segen der Liga. Donald Trump war laut Angaben der NBA das erste US-Staatsoberhaupt  live vor Ort in einem Finalspiel. Bei de Hymne wurde er kurz eingeblendet, auf das Herzlichste ausgebuht vom New Yorker Publikum. Die Pfiffe endeten erst, als die Nationalflagge gezeigt wurde. Die Amerikaner, ich werde sie wohl nicht mehr begreifen.

Vielleicht war das alles zu viel für die Knicks. Die begannen schrecklich nervös, auch wegen der eigenartgen Stimmung im Garden. Die beinharten Fans waren nicht da, dafür ein sogenanntes Opernpublikum, das sich gerne bespaßen lässt, aber nicht selbst für die Anfeuerung sorgt. Die größte Sorge vor Spiel 3 war ja, wie die junge Spurs-Truppe mit dem ganzen Tohuwabohu umgehen würde gerade nach dem Rückschlag der 2 knappen Heimniederlagen. Sie taten es glänzend, und in der starken Schlussphase sicherten sie sich Spiel 3, das die Best-of-7-Serie wieder völlig offen lässt.

 

Bester der Sieger

 

Victor Wembanyama: Vorne und hinten der Anker. Er begann mit 2 krachenden Dunks, und in der Verteidigung hatte er insgesamt 3 Blocks und 2 Steals. 32 Punkte sammelte er, verteilte 6 Assists und schnappte 8 Rebounds.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Jalen Brunson (32 Punkte) und OJ Amunoby (28) stemmten sich am meisten gegen die drohende Niederlage. Amunoby war effizienter (9/13) und auch in der Abwehr stärker.
Diesmal allerdings fehlte die außerordentliche Unterstützung von der Bank, die in Spiel 2 den Ausschlag für die Knicks gegeben hatte.

 

X-Faktor

 

Stephon Castle: Beeindruckendes 1. Hälfte, als er gleich 18 seiner insgesamt 23 Zähler auflegte.Wichtig war, dass er nach einer schöpferischen Pause im 3. Viertel im Schlussabschnitt wieder zur Stelle war mit einem ganz wichtigen Dreier.

 

Ausblick

 

Alles ist wieder offen. Spiel 4 wird vielleicht nicht ganz so viel Brimborium bringen und erst recht keinen Präsidentenbesuch. Dafür aber wieder die echte Garden-Basketball-Atmosphäre, die die Halle so einzigartig macht. Die Spurs haben gezeigt, dass sie auch gewinnen können, sogar bei den Knicks, die zuletzt im April (!) eine Partie verloren haben.

 

Ansetzungen

 

Do., 02:30: Knicks – Spurs (2:1)
So., 02:30: Spurs – Knicks
Mi., 02:30: Knicks – Spurs *
Sa., 02:30: Spurs – Knicks *

* falls erforderlich

 

 

 

Insgesamt 44 Ballverluste leisteten sich die Teams, Ausdruck de großen Nervosität auf beiden Seiten, die die gesamte partie nie so richtig verschwand.

Neuer und Nagelsmann – zwei verachtenswerte Typen

Es ist also offiziell: Manuel Neuer fährt als Nummer 1 zur Fußball-WM. Eigentlch wollte ich launige, boshafte, vielleicht sogar bis bösartige Zeilen dazu schreiben. Ich habe nur noch abgrundtiefe Verachtung für N&N übrig

Nur die letzte Pointe will ich nicht vorenthalten. Manuel Neuer fehlt den Bayern im Pokalendspiel gegen Stuttgart wegen seiner dauernd maladen Wade. Er will sich für die WM schonen. Kannste Dir nicht ausdenken. Leider gut für die Bayern, weil Vertreter Jonas Urbig eh der viel bessere Torwart ist.

Unglaubliche Aufholjagd der Knicks

New York Knicks – Cleveland Cavaliers 115:104 OT (1:0)

 

Im Geiste hatte ich sie schon formuliert. Meine süffisanten Kommentare zu den ganzen allwissenden Experten, die den Cavaliers so überhaupt keine Chance geben wollten. Die detailgenau wussten, warum sich die Knicks klar durchsetzen und in die NBA Finals einziehen würden.

Und dann wurden die New Yorker in eigener Halle richtiggehend vorgeführt. Vor all den Prominenten, die sich so gerne im Madison Square Garden sehen lassen, nicht nur Edelman Spike Lee. Naxch ausgeglichenem Beginn shcraubten die Gäste um den übrragenden Donovan Mitchelldie Knicks in die Einzelteile, und im 4. Viertel betrug der Vorsprung 22 Punkte; es stand 93:71, und es waren nur noch 7:52 Minuten zu spielen, und die ersten Zuschauer verließen die berühmteste Halle der Welt, sie sollten eine historische Aufholjagd versäumen, wenn sie das Gebrüll der Zuschauer nicht wieder auf ihren Sitz gelockt hat.

Punkt für Punkt knabberten die Knicks am Vorsprung weg – und das in beängstigend kurzer Zeit. 4 Minuten vor Schluss waren es nur noch acht. Den Knicks gelang fast alles, den Cavs nichts mehr, vielleicht auch weil ihr Bester Donovan Mitchell sichtlich nicht mehr hundertprozent bei Kräften war. Doch Trainer Kenny Atkinson wollt ihn nicht vom Parkett nehmen, und so ging er im Knicks-Wirbelsturm mit unter. Vor einem ausrastenden Publikum. Der Garden hat schon sehr viel ikonische Sportwettkämpfe gesehen, unter anderem Ali gegen Frazier, doch so eine Extase war selten.

45 Sekunden vor Schluss der Ausgleich zum 99:99, noch einmal hatte die Cavs durch James Harden die Antwort, wieder glichen die Knicks aus (101:101). Den letzten Angriff in der regulären Spielzeit hatten die Cavs, sie hätten mit einem Treffer die absurde Aufholjagd zu einer kuriosen Aufholjagd marginalisieren können: Ausgerechnet Mitchell wagte den Versucht – daneben und damit Verlängerung. Und in dieser machten die Knicks kurzen Prozess mit den völlig entnervten Gästen.

 

Bester der Sieger

 

Jalen Brunson: Der Initiator der Aufholjagd. Der mit seinem unbändigen Willen dem Team noch mal Leben einhauchte. 15 Punkte hatte er allein in den jetzt schon legendären 7:50 Minuten, insgesamt waren es 38.

 

Stark beim Verlierer

 

Donovan Mitchell: Etwas mehr als drei Viertel war es sein Abend. Der eines unfassbar eleganten, kraftvollen Spielers, der fast nach nach Belieben schalten und walten konnte. Bis er angeschlagen wurde und dem Team nicht mehr helfen konnte, das ohne ihn völlig auseinander bracht.

 

X-Faktor

 

OJ Amunoby: In der Verlängerung kam seine Zeit, als er 9 Punkte sammelte (und damit 6 mehr als das gesamte Team der Cavaliers). Bis dahin agierte der Rückkehrer recht gehemmt; als behindere ihn noch die Verletzung, wegen der er zuletzt gegen Philadelphia pausieren musste.

 

Zahlereien der Aufholjagd

 

22 Punkte sind der zweitgrößte Rückstand in den vergangenen 30 Jahren, den je ein Team im 4. Viertel einer Play-off-Partie aufgeholt hat. Die LA Clippers machten 2012 gegen Memphis gar 24 Zähler gut.

5 von 6 Dreier fanden das Ziel. Zuvor waren 5 von 26.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder saß während der Aufholjagd weitestgehend auf der Bank.Hätte der Weltmeister helfen können? Man wird ja noch mal fragen dürfen. Zuvor viel aktiver (5 Assists) als zuletzt, allerdings weiterhin mit grauenhafter Wurfquote (1 von 9, obwohl der erste Dreier saß).

 

Ausblick

 

Die große Frage: Können sich die Cavs erholen nah dieser Niederlage, die schon als Sieg verbucht war. Doch die Play-off-Historie zeigt, dass dies durchaus möglich ist. Viel wichtiger ist deshalb die Frage, o Mitchell sich ensthaft verletzt hat. Das wäre wirklich bitter.

 

Ansetzungen

 

Do., 02:30: Thunder – Spurs (0:1)
Fr., 02:00: Knicks – Cavaliers (1:0)
Sa., 02:30: Spurs – Thunder
So., 02:00: Cavaliers – Knicks

 

 

Das wird die Woche, die wird

Bundesliga-Finale, dazu Tennis in Rom und der Giro.

 

Irrer Abstiegsdreikampf

 

Das hats noch nie gegeben: Vor dem letzten Spieltag sind die letzten der Tabelle punktgleich. Wolfsburg, St. Pauli und Heidenheim haben jeweils 26 Zähler, sie werden die Ränge 16 bis 18 unter sich ausmachen.
Der Clu: imn Hamburg kommt es zum direkten Duell zwischen St. Pauli und Wolfsburg, außerdem spielt Heidenheim gegen Mainz, das selbst keinerlei Ambitionen mehr hat. Wolfsburg hat beste Torverhältnis, jeweils um drei besser als Pauli und Heidenheim. Vorausgesetzt, die Württemberger gewinnen gegen Mainz, hat nur der Sieger eine Chance.
Gerettet wäre man dann immer noch nicht, aber in der Relegation war zuletzt immer der Erstligist siegreich.

Auperdem gibt es ein Fernduell um den letzten verbliebenen Championsplatz (hinter Meister FC Bayern, dem BVB und RB Leipzig. Stuttgart und Hoffenheim sind punktgleich, die Stuttgarter haben aber die um 5 Toire bessere Tordifferenz. Mit anderen Worten: ein Sieg in Frankfurt würde alle Voraussicht nach reichen, wäre aber auch notwendig, weil Hoffenheim in Gladbach Favorit ist. Nur wenn beide Anwärter verlieren, kann Bayer Leverkusen sich mit einem Sieg über HSV noch zur lukrativen Königsklasse. Große Hoffnungen sollte sich die Werkself angesichts der Nicht-Form der Frankfurter und Gladbache nicht machen.

 

Wer folgt Schalke ins Oberhaus?

 

Auch hier: drei punktgleiche clubs Die besten Chancen hat Elversberg, das zu Hause den Tabellenletzten und sicheren Absteiger Preußen Münster erwartet und zudem das beste Torverhältnis hat. Ein Sieg, und die Saarländer wären tatsächlich im Oberhaus, als 59. Team. Hannover 96 und der SC Paderborn bleibt nur die Hoffnung auf einen Ausrutscher. Im Fernduell um Rang 3 (gegen den Bundesliga-16.) hat Hannover klar die besseren Karten: das einfachere Spiel (zu Hause gegen Nürnberg, Paderborn in Darmstadt), vor allem aber die um 4 Treffer bessere Tordifferenz.

Im Abstiegskampf der 2. Liga sind noch ein Halbes Dutzend involviert. Ich will jetzt nicht ales aufdröseln, nur so viel: Neben Preußen Münster hat Fürth die schlechtesten Karten, denn nach Lage der Dinge brauchen sie einen Sieg mit 3 Toren Vorsprung gegen Fortuna Düsseldorf, um sich zu retten.

 

FC Energie vorm Aufstieg

 

Wem das an nationaler Fußball-Spannung immer noch nicht reicht, der kann noch zur 3. Liga schauen (alle Spiele: Sa., 13:30). Energie Cottbus kann mit einem Sieg bei Jahn Regensburg Rang 2 und damit den direkten Aufstieg fixieren. Bei einem Remis heißt es zittern, ob nämlich der MSV Duisburg nicht mit einem Sieg mit 3 oder mehr Toren Unterschied gegen Viktoria Köln vorbeizieht. Bei eine Niederlage wäre die Lausitzer höchstwahrscheinlich sogar nur Vierter. Aufgrund alter Verbundenheit aus meinen Frankfurter zeiten drücke ich Trainer Pele Wollitz und dem Team alle Daumen.

 

Jannik Sinner – wer sonst?

 

Da Tennis-Masters in Rom geht in die entscheidende Phase. Klaer Favorit ist wieder mal Jannik Sinner: Der Italiener ist weiter in bestechender Form, und sein vermeintlicher härtester Konkurrent Carlos Alcáraz nicht dabei. Alexander Zverev ist bereits ausgeschieden, er musste sich gestern dem Italiener Darderi beugen, wobei er im 2. Satz 4 Matchbälle vergab auf einem abenteuerlich schlecht präparierten Platz. So viele falsch springende Bälle habe ich noch nicht mal in Wimbledon gesehen. Unfassbar, was sich die Organisatoren da leistn.

Bei den Frauen hat es die Nummer 1 dagegen erwischt. Aryna Sambalenka unterlag der Rumänin Sofia Cirstea, die im halbfinale auf Coco Gauff trifft. In der andere Hälfte ist steht Iga Swiatek schon in der Runde der besten Vier und wartet auf die Siegerin aus der Partie Lena Rybakina und Lena Svitolina.

 

Alles läuft für Jonas Vingegard

 

Der Däne ist beim Giro ohnehin der große Favorit. Bisher kam er im Gegensatz zu seinen Konkurrenten ohne schlimmeren Sturz aus. Ausgeschieden nach einem bösen Sturz ist dagegen Bergspezialist Adam Yates. Diese Woche stehen dann die ersten schwereren Etappen an, mal sehen, in welcher Form sich Vingegaard präsentiert.

 

Und sonst?

 

  • England: Cup-Finale in Wembley. Im Endspiel auf dem heiligen Rasen treffen Manchester City und der FC Chelsea aufeinander (Sa., 16:00). Für die Londoner die einzige Chance, eine katastrophale Saison noch einigermaßen zu retten mit einer Trophäe und dem damit verbundenen Einzug in die Eruopa League nächste Saison.
    Am gleichen Wochenende ist auch der vorletzte Spieltag der Premier League terminiert. Der FC Arsenal kannn mit einem Sieg gegen Absteiger Burnley einen wichtigen Schritt Richtung Titel machen, City (am heutigen Mittwoch noch das Nachholspiel gegen Crystal Palace), müsste dann gegen Bournemouth (zurzeit in bestechender Form) am 19. Mai nachlegen.
    Eine sehr erstaunliche Terminplanung, eine Vermutung: man will das Wembleystadion freibekommen, weil hier  Aufstiegsendspiele in die Premier League respektive Champiuonship stattfinden.
  • Österreich: Hier entscheidet sich am Sonntag das Titelrennen (14:30). Dem Ersten Linzer ASK (allgemein als LASK bekannt) reicht dabei ein Unentschieden bei Austria Wien, Verfolger Sturm muss zu Hause gegen Rapid gewinnen und auf einen Komplett-Ausrutscher des LASK hoffen. Es wäre der erste Meister-Titel der Linzer seit 1966, den Pokal haben sie sich schon gesichert.
  • Eishockey: Die WM beginnt am Freitag. Ja, auch nach diesem Super-Olympia-Turnier mit allen NHL-Stars gibt es wie eine Weltmeisterschaft, parallel zu den NHL-Play-offs. Gespielt wird in der Schweiz, genauer in Zürich und Fribourg. Wie immer 2 Achtergruppen. Die Deutschen (ohne Draisaitl und Stützle), beginnen am Freitag gegen Finnland. Beim Team Suomi gibt Alexander Barkov sein Comeback, de die gesamte Saison wegen eines Kreuzbandrisses fehlte. Ansonsten eine Mischung aus NHL-Profis und den Ligen aus Finnland und er Schweiz.
    Das erklärte Ziel der Deutschen ist das Viertelfinale. Das sollte zu erreichen sein. Knackpunkt hierzu dürften die Partien gegen Lettland (Sonntag) und Österreich (23.05.) sein.
  • Basketball: Die Play-offs in der BBL beginnen. Schlager der 1. Runde (Best of 3) ist das Duell zwischen den Ex-Meistern Bamberg Baskets und ratiopharm Ulm. Der FC Bayern spielt gegen den Sieger der morgigen Play-in-Partie Gladiators Trier und Seawolves Rostock.
    In der Euroleague kommt es heute zum Spiel 5 zwischen Valencia und Panathinaikos. Bisher hat es nur Auswärtssiege gegeben. Wer gewinnt, steigt ins Final Four auf, wo schon Real Madrid, Olympiakos und Fenebahce warten zum Turnier am 22. und 24. April in Athen.