von Münchner Löwe | Mai 11, 2026 | Allgemein
Tischtennis-WM, ein Freiburger Fußball-Märchen, und Barca mit Hasi Flick schafft einen histrischen Coup.
Fantastisches Tischtennis, aber am Ende siegt doch China
Das Sporteignis, das mich in der vergangenern Woche am meisten geflasht hat: die Mannschafts-WM in London. Mit unfassbar spektakulärem Sport und trotz der letztlich erwarteten Titel für Chinas Frauen und Männer – spannend war es auch. Mein Daumendrücken für die Gegner)innen vor allem aus Frankreich und Japan war letztlich erfolglos.
Seit jeher sind die Chinesen im Tischtennis nahezu unangreifbar. Diesmal waren die anderen Teams so nah dran wie lange nicht, in der Vorrunde kassierten die Männer sogar Niederlagen gegen Südkorea und Schweden. Doch als es drauf ankam, waren sie zur Stelle, obwohl die Männer ihre besten Spieler Fan Zhengdong und Ma Ling ersetzen mussten, die nicht mehr für ihr Land antreten.
Nicht nur mein tragischer Held heißt Alexis Lebrun. 1:1 stand es im Halbfinale zwischen Frankreich und China. Er gewann gegen Liang die ersten beiden Sätze mit 11:3 und 11:1(!), hatte im 3. Satz 2 Matchbälle, die der Chinese kunstvoll abwehrte. Lebrun verlor Satz und Match, und sein Team (darunter sein Bruder Felix Lebrun) waren gebrochen. Aber das ist eine goldene Generation mit den Lebruns und Flavien Coton
Im Finale ein ähnliches Bild. Japan konnte sehr gut mithalten, führte sogar mit 2:1, am Ende hatten die Chinesen die besseren Nerven. Was auffiel: Wenn die Chinesen zurücklagen, änderten sie ihr Spiel, stellten sich auf den Gegner ein, der seinerseits keinen Plan B hatte.
All das auf einem unwahrscheinlich hohen Niveau, grandios eingefangen von Hd-Kameras, als leidlich guter Freizeitsspieler saß ich bei manchem Ballwechsel atemlos, konsterniert und schwerst begeistert vorm Fernseher, egal ob bei den Frauen oder Männern. Letztlich habe ich nur bedauert, dass dann doch zweimal China im Finale gegen Japan gewann. Wie heißt es so schön? Varietas delectat …
Hansi Flicks schönster und trauriger Tag
Dass der FC Barceona spanischer Fußball-Meister wird, das stand schon sein mehreren Wochen praktisch fest. Nur rechnerisch fehlte noch was, und am Sonntag sollte der große Tag sein: Im Spiel gegen den Erzrivalen Real Madrid und damit eine Novität. Keinen einzigen seiner jetzt 29 Meistertitel hat Barca mit einem Sieg gegen Real auch rechnerisch fixiert.
Ein großer Tag für Trainer Hansi Flick. Doch am Morgen erhielt er die traurige Nachricht, dass sein Vater gestorben war. Er entschloss sich dennoch, dass er am Abend live dabei sein wollte. Camp Nou und seine Zuschauer dankten es. Vor der Partie eine Schweigeminute, danach „Hansi-Flick-Rufe!“ In Barcelona lieben sie ihren Trainer, der in Deutschland seit der verpatzten WM 2022 nur noch Hohn und Spott erhielt. Googelt mal „Flick“ und „Graugänse“.
Im Spiel selbst begeisterte die junge Barca-Mannschaft gegen ein Real Madrid, das zurzeit sehr schwere Zeiten durchlebt. Das 2:0 gibt nicht ansatzweise die Überlegenheit der Gastgeber wider, allein Madrids Schlussmann Thibault Courtois verhinderte eine höhere Niederlage. Immerhin zeigten sie sich als gute Verlierer und umarmten Hansi Flick mit aller herzlichkeit.
14 Punkte Vorsprung hat Barca jetzt auf Real, vor gerade mal 19 Spieltagen, nach dem 2:1 der Madrilenen im Hinspiel, hatten die Königlichen ihrerseits 5 Punkte Vorsprung – was für eine Umkehr der Verhältnisse. Seitdem ist bei Real allerdings alles schiefgelaufen samt völlig verfrühten und sinnlosem Trainerwechsel von Xabi Alonso zu Arbeloa. Ein zerstrittener Haufen (Schlägerei in dieser Woche zwischen Valverde und Tchouameni als negativer Höhepunkt) voller Egomanen (Vini jr., der mit Jude Bellingam den Trainerwechsel forciert haben sollen, auch Mbappé samt Extratouren nach seiner Verletzung). Bei Real dürfte das große Aufräumen und ein kompletter Neustart anstehen. Den Gerüchten nach mit José Mourinho auf der Bank, na denn viel Glück ….
Barca dagegen hat gute Zeiten vor sich (ich denke trotzdem immer an die gut 1 Milliarde Schulden oder mehr? Wer zählt schon …). Das komplett renovierte Stadion wird tatsächlich irgendwann vollständig fertig, das Team ist jung und kommt zu großen Teilen aus der eigenen Jugend (der vermeintlich beste Lamine Yamal war gegen Real gar nicht dabei), und Flick ist der richtige Anleiter. Hier hat er endlich sportliches Glück gefunden, obwohl längst nicht alles nach Wunsch verlief in dieser Saison. Das Ausscheiden jeweils gegen Atlético Madrid in Champions League und Pokal schmerzt, zumindest die Königsklasse ist nächste Saison ein Muss!
Freiburg erobert Europa
Wer hätte das gedacht? Die Breisgauer stehen im Finale um die Europa Leagu, dem zweitwichtigsten Wettbewerb des Kontinents. Im Rückspiel gewannen sie mit 3:1 gegen Sporting Braga und kompensierten die 1:2-Hinspiel-Niederlage. am 20. Mai treffen sie in Istanbul auf Aston Villa und müssen dann gegen royale Unetstützung ankommen. Prinz William, der Thronfolger, ist nämlich glühende Villa-Fan, er dürfte live vor Ort dabei sein – auch als Chef des englischen Fußball-Verbandes.
Was die Freiburger aus ihren vergleichsweise geringen Möglichkeiten machen, erstaunt schon länger Fußball-Deutschland. In der wärmsten Stadt des Landes kann Fußball gedeihen, ein Eldorado auch für die Trainer, die ruhig arbeiten können. Volker Finke war in den 90ern 16 jahre lang der Vorreiter, Christian Streich setzte von 2011 bis 2024 das Werk fort; beide waren also weit mehr als 10 Jahre verantwortlich, wo gibt es das noch in der Bundesliga außer in Heidenheim. Julian Schuster, als aktiver Spieler Kapitän der Mannschat, wirkt jetzt seit fast 2 Jahren. Vielleicht ist das Spiel nicht mehr so spektakulär, erfolgreich allemal. Jetzt die Krönung vorm designierten König?
Und sonst?
- Bundesliga: Der VfB Stuttgart hat nun die besten Karten um den letzten verbliebenen Champions-League-Platz. Im direkten Duell gewannen die Schwaben mit 3:1 gegen ein auf der ganzen Linie enttäuschendes Bayer Leverkusen, das nächsten Samstag auf Ausrutscher hoffen muss. Nicht nur von Stuttgart (bei Eintracht frankfurt), sondern auch von 1899 Hoffenheim (in Mönchengladbach)
Im Abstiegskampf wahrte der 1. FC heidenheim die Chance mit einem 3:1 in Köln, auch weil die beiden Konkurrenten St. pauli (1:2 in Leipzig) und VfL Wolfsburg (0:1 gegen Bayern) verloren. Das Trio ist jetzt punktgleich, nächsten Samstag treffen Pauli und wolfsburg am Millerntor aufeinander, eidenheim erwartet Mainz 05. Es geht allerdings nur noch um Platz 16 und die Relegation gegen den Dritten der 2. Liga.
- England: Der VAR hat vielleicht die Meisterschaft entschieden – zu Gunsten des FC Arsenal. 1:0 führten die Guners bei West ham, als nach eine Ecke und Getümmel im Torraum der Ball plötzlich im lag. Doch ging alles mit rechten Dingen zu? Der Schiri konsultierte die Fernsehbilder und siehe da, es lag eine klare Behinderung des Arsenal-Torhüters vor. Es gibt allerdings den äußerst faden Beigeschmack, dass gerade Arsenal auf ähnliche Art und Weise nach Eckbällen und Torhüterbehinderung viele Treffer erzielte in dieser Saison. Sie haben diese Art der Eckbällle erst hoffähig gemacht.
Seis drum: Jetzt können die Londoner mit 2 Siegen gegen Absteiger Fulham und bei Crystal Palace den Titel perfekt machen. Es wäre de erste seit 2004, als die sogenannten Invincibles die Meisterschaft sicherten. Zudem steht Arsenal noch im Champions-League-Finale gegen Paris St. Germain (30. Mai in Budapest)
- Handball: Der SC magdeburg und die Füchse Berlin stehen im Final 4 der Champions League. Sie setzten sich im Viertelfinale jeweils gegen ungarische Clubs durch. Dabei benötigten die Füchse gegen Vezprem ein Siebenmeterschießen.Außerdem beim Viererturnier in Köln in einem Monat dabei: Handbold Aalborg und der FC Barcelona.
von Münchner Löwe | Mai 8, 2026 | Allgemein
Blick über den Teich, NBA
Die jeweils zweiten Spiele der vier Serien brachten 4 Siege für die Gastgeber. Und doch sehe ich fast überall Spannungspotenzial, wenn jetzt das heimrecht wechselt.
New York Knicks – Philadelphia 76ers 108:102 (2:0)
Im Gegensatz zur ersten Partie war es diesmal fast bis zuletzt spannend. Die Sixers haben sich offensichtlich erholt, zeigten sich klar allerdings mussten sie auf ihren Star-Center Hoel Embiid auskommen, was letztlich vielleicht den Ausschlag gab.
Bis weit ins vierte Viertel (99:99/4:30 Minuten zu spielen) gestalteten die Gäste die Partie ausgeglichen. Dann allerdings ging vorne überhaupt nichts mehr, und ein 6:0-Lauf der Knicks entschied die Partie.
Mut macht alledings den Sixers, dass sie ansatzweise Lösungen in der Defensive gegen Jalen Brunson gefunden haben, und dass ain ihrer Offensive Tyrese Maxey und Paul George ins Laufen gekommen sind.
Beste der Sieger
OJ Amunoby: Offensiv stark und vielseitig wie eh und je, und in der Verteidigung lästig wie eine Wespe beim Marmeladenfrühstück. Unter anderem klaute er 4 Bälle und schaffte sogar einen Block.
Jalen Brunson: Nicht ganz so spielprägend wie in Partie 1, aberr letztlich mit 26 Punkten (9/21) Topscorer seines Teams.
Stark beim Verlierer
Tyrese Maxey: Eine extrem starke 1. Halbzeit (19 Punkte). Danach konnte er sich gegen die stärke werdende Knicks-Abwehr nicht mehr durchsetzen. Paul George gefiel anfangs mit enormer Trefferquote aus der Distanz (3 schnelle Dreier), dass er diese nicht halten konnte, war letztlich ausschlaggebend füt die Niederlage.
🇩🇪👓
Ariel Hukporti kam gut 6 Minuten zum Einsatz, weil die Knicks auf ihren Reboundspezialisten Mitchell Robinson verzichten mussten. Der Deutsche konnte die Chance nicht nutzen, die vier Fouls in dieser kurzen Zeit scheinen rekordverdächtig.
Ausblick
Die Knicks also mit Rückenwind nach Philadelphia. Doch dort werden die Sixsers sich nicht von vornherein geschlagen geben. Viel hänt davon ab, ob die medizinische Abteilung Joel Embiid wieder hinbekommt.
Detroit Pistons – Cleveland Cavaliers 107:97 (2:0)
Die Cavs blieben sich treu und verloren auch die fünfte Play-off-Partie in dieser Saison (bei 4 Heimerfolgen). Wieder konnten sie die Partie lange offen halten (anfangs des 4. Viertels ergatterten sie sogar eine Führung/81:79), wieder ging ihnen am Ende ein wenig die Luft aus. Letztlich eine überflüssige Niederlage.
Bester der Sieger
Cade Cunningham: Der Starspieler übernahm im 4. Abschnitt und schaffte hie 12 seiner insgesamt 25 Punkte. Das macht einen großen Spieler aus, dass er sich von eher bescheidenen Leistungen nicht abhalten lässt.
Stark beim Verlierer
Donovan Mitchell: Von Beginn an sehr präsent. Wollte seine eher dürftige leistung aus Spiel 1 vergessen machen – das gelang mit 31 Punkten. Haderte dabei mit den Schiedsrichtern, die seiner Meinung nach mehrere Fouls an ihn nicht ahndeten. Am Ende verließ ihn sein Distanzwurf (0/3 Dreier im Schlussabschnitt).
x-Faktoren
Die Dreier: Diese galt (und gilt?) als Schwäche bei den Pistons (außer bei Duncan Robinson). Am Donnerstag trafen sie 14 von 28 Vesuche, also exakt zur Hälfte. Besonders hervor tat sich natürlich Robinson (5 von 8), aber eben auch ein Tobias Harris sowie sogar der bisherige Nicht-Faktor und Ex-Cavs-Profi Caris LaVert (je 2 von 3)
Anders die Cavs: Nur 7 von 32 Würfen (22 Prozent) fanden das Ziel. Da braucht sich niemand zu wundern über die Niederlage, höchstens, dass sie noch relativ knapp ausgefallen ist.
James Harden: In negativer Hinsicht. Ein gebrauchter Tag für den vermeintlich zweiten Topmann, und im Gegensatz zu Cunningham konnte er eben nicht wenigstens im 4. Viertel Akzente setzen. 10 Pünktchen sammelte er, traf keinen seiner 4 Dreier, produzierte dafür 4 Ballverluste.Teilweise wirkte das fast lustlos, was „The Beard“ ablieferte). Erstaunlich, dass er trotzdem fast 37 Minuten Spielzeit bekam.
🇩🇪👓
Dennis Schröder: 20 Minuten stand er auf dem Parkett und sorgte durchaus für Betrieb (5 Assists) Allerdings ohne Wurfglück (1 von 5), zu WM- und EM-form fehlt doch einiges. Dabei könnten die Cavs ihn bster Verfassung so gut brauchen.
Ausblick
So auswärtsschwach die Cavs sind, so stark sind sie in eigener Halle (4 Siege gegen die Raptors in der 1. Runde). Cleveland hat gezeigt, dass es mithalten kann, Mitchell und zeitweise auch Jarrett Allen können zum Faktor werden. Und ein James Harden wird nicht immer so schwach spielen wie am Donnerstag.
San Antonio Spurs – Minnesota Timberwolves 133:95 (1:1)
Von Beginn an eine klare Angelegenheit. Die Wolves trotz eines Anthony Edwards ohne jede Chance.
Beste der Sieger
Keiner war wirklich herausragend (das war auch nich nötig. Stephon Castle war mit 21 Punkten Top-Scorer, Victor Wembanyama Top-Rebounder (15). Im 4. Viertel saßen die Stars auf beiden Seiten weitestgehend auf der Bank.
Zahlereien
22 Ballverluste (19 in den ersten 3 Vierteln) leisteten sich die Timberwolves, 5 allein Julian Randle.
Ausblick
Keine Frage, die Spurs haben die Heimniederlage aus Spiel 1 utweggesteckt. Doch der Kantersieg sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wolves in eigener Halle sich ganz anders wehren dürften. Ob Heimvorteil alleine sich jetzt in 2 Siegen auszahlt, das scheint angesichts der Überlegenheit de Spurs doch recht fraglich.
Oklahoma City Thunder – Los Angeles Lakers 125:107 (2:0)
Mitte des 3. Viertels durften die Lakers tatsächlich an eine Überraschung glauben. Mit 5 Punkten führten sie, und Thunder-Topstar Shai Gilgeous-Alexander hatte sich gerade sein 4. Foul eingehandelt und musste erst mal von außen zuschauen. Fast schien es, als wüssten die Thunder gar nicht wohin mit ihren zahllosen Möglichkeiten.
Doch als es drauf ankam zeigten sie, dass sie sich längst von Shai emanzipiert haben, dass sie von seiner Stärke nicht abhängig sind (im Gegensatz etwa zu den Denver Nuggets und Nikola Jokic). In SGAs Abwesenheit übernahmen dann halt Ajaj Mitchell und Jared McCain, und aus dem kleinen Vorsprung wurde für die Lakes ein vorentscheidender 11-Punkte-Rückstand.
Auch wenn sich die Lakers noch mal ranrobbten, letztlich hatten sie gegen OKC (und dann auch wieder SGA) keine Chance.
Bester der Sieger
Chet Holmgren: In der Offensive gut (22 Punkte), in der Defensive mit seiner Wendigkeit und den langen Armen überragend, unter anderem mit 4 Steals und 2 Blocks.
Stark beim Verlierer
Austin Reaves: Klar das beste Spiel seit seiner Rückkehr nach Verletzung. 31 Punkte sammelte er, dabei erwies er sich als zielsicher (10 von 16 meist recht schwierige Versuche).
LeBron James zeigte diesmal eine bestenfalls durchschnittliche Leistung (für seine Verhältnisse). Dafür fiel er durch fortwährendes Meckern auf (würdige Vertretung des verletzten Luka Doncic), ohne dass ihn die Refs mit einem technischen Foul bestraften. Superstar-Bonus vom Feinsten.
X-Faktoren
Jared McCain: Für mich immer noch ein völliges Rätsel, wie die Sixers diesen Top-Rookie der vergangenen Saison (bis zur Verletzung) haben ziehen lassen. Dass ausgerechnet der Liga-Primus zuschlagen konnte, ist ein trauriges Trade-kapitel für sich). McCain zegte von der Bank kommend keinerlei scheut, am Ende hatte er 18 Punkte auf dem Konto bei vier von 5 verwandelten Dreier.
Ajaj Mitchell stand gar in der Starting Five: Seine Vorstellung war wieder bärenstark (20 Punkte, 6 Assists). Fast lässt e den verletzten Jaylen Williams vergessen.
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein zeigte sich von seinr besten Seite. Gerade im 1. Viertel trug er mit zahlreichen guten Aktionen (6 Punkte, 2 Blocks, 4 Rebounds zum gelungenen Start von OKC bei.
Ausblick
Auch wenn sich die Lakes bei Kräften bemühen: Gegen die Thunder scheint kein Kraut gewachsen. Vielleicht gelingt es ihnen, dass sie wengstens eines der beiden anstehenden heimspiele für sich entscheiden, dass sie die Serie umbiegen, halte ich für ausgeschlossen, wenn nicht den OKC-Kader en massiver Virus oder ähnliches befällt.
Ansetzungen
Sa., 01:00: Sixers – Knicks (0:2)
Sa., 03:30: Wolves – Spurs (1:1)
Sa., 21:00: Cavs – Pistons (0:2)
So., 02:30: Lakers – Thunder (1:1)
So., 21:30: Sixers – Pistons
Mo., 01:30: Wolves – Spurs
von Münchner Löwe | Mai 3, 2026 | Allgemein
Blick über den Teich, NBA
Boston Celtics – PHILADELPHIA 76ers 100:109 (3:4)
Zum ersten Mal in der Team-Geschichte haben die Philadelphia 76ers einen 1:3-Rückstand in einer Serie gedreht (beim 19. Versuch). Früh hatten sie sich einen Vorsprung herausgearbeitet, vor allem auch, weil Joel Embiid unterm Korb agieren konnte, fast wie er wollte. Die Celtics versuchten es von Beginn an mit Distanzwürfen, doch zunächst hatte nur Derrick White sein Visier richtig eingestellt, Jalen Brown erarbeitete sich mit purer Willenskraft wichtige Zähler. Topstar Jayson Tatum hingegen fehlte wegen einer Knieverletzung.
Im dritten Viertel schienen die Sixers schon die Vorentscheidung herbeigeführt zu haben, 18 Punkte betrug der Vorsprung. Doch wenn. diese Play-offs mich eines gelehrt haben, dann bitte auf voreilige Schlusse verzichten. Die Celtics robbten sich Punkt für Punkt heran. Drei Minuten vor Ende war die Partie völlig offen, als die Sixers mit 99:98 führten.
Mehrere Male hatten die Celtics die Chance zur Führung, doch Jalen Brown verpasste 2 durchaus machbare Würfe. Auf der anderen Seite war der bis dato sehr starke Center Joel Embiid sichtlich angeschlagen und humpelte nur noch übers Feld.. Es war dann Tyrese Maxey, der mit 2 unwiderstehlichen Antritten zum Korb die Entscheidung herbeiführte. nervenstark zewgte er sich überdies von der Freiwurflinie. 8 Punkte in Folge schaffte er – die Entscheidung.
Beste der Sieger
Joel Embiid legte erstaunliche Zahlen auf: 34 Punkte, 12 Rebounds und 6 Assists. Das kompensierte auch Schwächen in der Defensive, als er manches Mal arg unbeweglich schien.
Tyrese Maxey hielt sich lange zurück (8 Punkte in der 1. Halbzeit), als es darauf ankam war er mit seiner unglaublichen Schnelligkeit zur Stelle. Am Ende standen 30 Punkte, 11 Rebounds und 7 Assists zu Buche.
Stark beim Verlierer
Jalen Brown: Hielt mit Kraft und Durchsetzungsvermögen lange dagegen. 33 Punkte legte er auf, und gleich drei Würfe konnte er blocken.
Derrick White hatte eine tolle erste Halbzeit, doch im zweiten Durchgang hatte er seinen Distanzwurf fast völlig verloren (1/9).
X-Faktor
VJ Edgecombe: Der Rookie lieferte erneut und legte 23 Punkte auf, war zielsicher von der Dreierlinie (5/11) und sorgte für die nötige Entlastung. Edgecombe wurde zwar nicht zum Rookie des jahres gewählt, sondern Coope Flagg, aber von allen neuen Spielern in diesem Jahr hat er mit Abstand die besten Play-offs.
Zahlereien
3 Punkte nur hatten die Sixers-Bank-Spieler (Quentin Grimes). Trainer Nick Nurse hat offenbar null Vertrauen in die zweite Garde, allein Grimes erhielt mehr als 10 Minuten Spielzeit und durfte überhaupt auf den Korb werfen. Dagegen mussten die Stammkräfte unververhältnis lange ran, etwa Maxey mit 45 und Edgecombe mit mehr als 43 Minuten.
13 von 49 Dreier: Die vermeintliche Stärke der Celtics (Treffsicherheit von außen) wurde mal wieder zur Schwäche. Wie in der vergangenen Saison, als vornehmlich der Slump jeseits der Dreierlinie das Ausscheiden gegen die Knicks bescherte. Gerade der vermeintliche Spezialist Payton Pritchard (2 von 7) traf längst nicht so gut, wie er es gewöhnlich vermag. Der Dreier ist halt eine sehr volatile Angelegenheit, kommt und geht (bei vielen ist er allerdings nie da …).
Ausblick der Sieger
Die Sixers treffen jetzt auf die Knicks, die unter Mke Brown ihren Play-off-Modus gefunden haben und gerade unterm Korb für Embiid und Co eine weitaus größere (im Wortsinn) Herausforderung sind mit Karl-Anthony Towns und Mitchell Robinson. Abzuwarten bleibt, wie der gerade von einer Blinddarm-OP genesene Embiid die Strapazen wegsteckt, das sichtbare sah am Ende der Celtics-Partie alles andere als gut aus, und die Pause bis Dienstagfrüh (MESZ) relativ kurz. Andererseits sind Maxey, Edgecombe und auch Paul George ein extrem gefährliches Trio. Ohne effektive Unterstützung von der Bank (Drummond, Grimes) wird die Serie abe kaum zu gewinnen sein.
Und die Verlierer?
Die überraschend starke Saison der Celtics hat ein überraschend frühes Ende gefunden. Ob das jetzt allein am Ausfall von Tatum in Spiel 7 lag, sei mal dahingestellt (die Celtics-Fans weden es natürlich behaupten). Das Team hat eine große Schwäche, nämllich unter dem Korb, wo Queta allein überfordert ist. Sollten die Celtics hier nachlegen, dürfte mit einem dann wieder vollends wiederhergestellten Tatum mit Boston wieder zu rechnen sein.
Ansetzungen, 1. Runde
So., 21:30: Pistons – Magic (3:3) Die orlando Magic erneut ohne Franz Wagner, dessen Wadenverletzung schlimmer ist als zunächst angenommen.
Mo., 01:30: Cavaliers – Raptors (3:3)
2. Runde
Di., 02:00: Knicks – 76ers (0:0)
Di., 03:30: Spurs – Timberwolves (die Wolves offenbar weiter ohne Edwards und DiVincenzo und vielleicht auch noch ohne Dosunmo.
von Münchner Löwe | Apr. 26, 2026 | Allgemein
Blick über den Teich, NBA
4 Spiele standen am Samstag an. Ihr habt sicher Verständnis, dass ich nicht auf alle gleich lang eingehe.
Orlando Magic – Detroit Pistons 113:105 (2:1)
Die Riesen-Überraschung rückt näher. Mit einer erstaunlichen Leistung schafften die Magic den Heimsieg. Ausschlaggebend die erstaunliche Leistung bei den Distanzwürfen. Was die gesamte Saison das größte Problem war, entschied diese hartumkämpfte Partie.
Bester der Sieger
Paolo Banchero: Mit 25 Punkten war er Top-Scorer seines Teams dazu schnappt er 10 Rebounds und servierte 9 Assists. Manchmal etwas eigensinnig, aber das gehört zu seinem Spiel. Und nur 3 Ballverluste zeugen davon, dass er in seinen 38 Minuten Spielzeit nur selten den Überblick verlor.
Stark trotz der Niederlage
Cade Cunningham: Mit 27 Zählern bester Schütze der Partie. Allerdings drehte er erst im Schlussviertel so richtig auf, als er mt 12 Punkten gemeinsam mit Tobias Harris (10) die Pistons allein im Spiel hielt. Zuvor mit großen Schwächen und insgesamt gleich mit 9 (!) Ballverlusten. Viel zu viel für einen Spieler seiner Klasse.
X-Faktor
Desmond Bane: Vor Saisonbeginn holten ihn die Magic aus Memphis, weil er mit seinen Distanzwürfen helfen sollte. Das gelang grundsätzlich, aber nie war er so wertvol wie am Samstag. Nenmal versuchte er es jenseits der Dreierlinie, siebenmal war er erfolgreich, und dabei waren die ersten sechs Würfe makellos. So oder zumindest so ähnlich hat man sich das in Florida wohl vorgestellt.
Zahlereien
45 Prozent der Orlando-Dreier flogen durch die Reuse, das war wirklich magisch von den Magic, die ansonsten Schweirigkeiten haben, die 30-Prozent-Marke zu knacken. Sogar wenn ich Bane herausrechne, waren es 8/24, für Magic-Verhältnisse überdurchschnittlich. Geradezu sinnbildlich Bancheros Versuch in der Schlussphase, als der Ball hoch von der Ringkante absprang und beim Fallen direkt durchs Ziel flog. Glück braucht der Mensch.
🇩🇪👓
Franz Wagner legte offensiv ordentliche Zahlen auf mit 17 Punkten, 5 Rebounds und 6 zum Teil sehr schöne Assists. Viel wichtiger war der Berliner in der Abwehr, als er Cunningham das Lebens äußerst sauer machte und einige der Turnovers provozierte. Noch immer hält er sich nach seiner Verletzung zurück, wie es scheint, aber es wird besser und besser. Herausragend der +/–Wert von 19, der beste aller eingesetzten Profis.
Tristan da Silva trat diesmal kaum in Erscheinung, Moe Wagner wurde erneut nicht berücksichtigt.
Ausblick
Die große Frage lautet: Können die Magic und vor allem Bane ihre Dreier-Quote wenigstens annähernd halten? Dann haben sie wirklich gute Chancen, dass sie den Conference-Ersten eliminieren. Denn die Defense erinnert fast schon ans vergangene Jahr, als sie zu den besten der Liga gehörte. Aber niemand sollte die Pistons abschreiben. Cunningham und auch Duren und Harris stellten die Magic oft vor große Rätsel
Nächstes Spiel: Di., 02:00: Magic – Pistons
Phoenix Suns – Oklahoma City Thunder 109:121 (0:3)
Nie waren die Thunder ernsthaft gefährdet, obwohl mit Jaylen Williams ihr zweitbester Mann fehlte. Shai Gilgeous-Alexander legte 42 Punkte auf. Isaiah Hartenstein hielt sich mit 9 Zählern und 3 Rebounds zurück. Bei den Sus gefiel erneut Dillon Brooks mit 33 Punkten.
Schon am Dienstag dürfte OKC erneut in Phoenix die Serie klarmachen.
Atlanta Hawks – New York Knicks 98:114 (2:2)
Nicht einmal ein Viertel konnten die Hawks mithalten, danach setzten sich die Knicks Schritt für Schritt ab und brachten die Partie sicher nach Hause. New York war viel konsequenter in der Abwehr und gabern längst nicht mehr so viele freie Würfe ab.
Bester der Sieger
Karl-Anthony Towns: Am Ende stand sogar ein Triple Double auf der Anzeigentafel (zweistellige Werte in drei kategorien), nämlich 20 Punkte und je 10 Rebounds und Assists. Diesen Input brauchten die Knicks, und die Stärke in der Verteidigung.
Stark beim Verlierer
Keiner stach wirklich heraus. Immerhin 6 Spieler punkteten zweistellig.
X-Faktor
Die Dreier: Hier war der Unterschied am elementarsten. Die Hawks verwandelten nur 25 Prozent der Distanzwürfe, be den Knicks waren es starke 45 Prozent. Und die Last verteilte sich auf mehrere Spieler, die zuverlässig trafen.
Ausblick
Nach 2 Tagen Pause geht es in New York mit Spiel 5 weiter, das bei ausgeglichenem Stand gerne als Wahrsager herhält. Für mich ist die Serie aber weiterhin völlig offen, das Pendel kann auch wieder zurückschwingen. Aber offensichtlich hat Knicks-Trainer Mike Brown einen Schölüssel gefunden.
Nächstes Spiel: Mi., 02:00: Knicks – Hawks
Minnesota Timberwolves – Denver Nuggets 112:96 (3:1)
Nach zweieinhalb Vierteln sprach sehr vieles für die Nuggets. Nicht nur führte das Team um Nikola Jokic mit 6 Zählern, bei den Timberwolves fehlten mit Donte DiVicenzo und vor allem Anthony Edwards verletzungsbedingt zwei ganz wichtige Akteure. Doch wenn ein Kader Ausfälle verkraften kann, dann der von Minnesota. Angeführt von Ayo Dosunmo überrannte das Team den fAvoriten förmlich, das im Schlussviertel nichts mehr entgegenzusetzen hatte.
Bester des Siegers
Ayo Dosunmo: Am Ende standen 43 Punkte (!) auf der Habenseite. Erst zum vierten Mal seit 1970 hatte ein Bankspieler ein 40+-Spiel in den Play-offs geschafft. Die MvP-Rufe bei jedem Freiwurf waren hatten zumindest in dieser Partie ihre Berechtigung.
Stark beim Verlierer
Jamal Murray und Nikola Jokic: Stemmten sich lange gegen die Niederlage, doch sie fanden viel zu wenig Unterstützung und hatten in entscheidnen Phasen auch ihre Schwächen. So traf Jokic nicht einen seiner 3 Dreier-Versuche und leistete sich erstaunliche Abspielfehler.
Zahlereien
72 von 112 Punkten der Wolves erzielten die Bankspieler, also fast zwei Drittel. Natürlich dem frühen Ausfall von Edwards und DiVincenzo geschuldet, aber neben Dosunmo hatten auch Naz Reid (17 Punkte + 9 Rebounds) und Bones Hyland (8 Punkte, 7 Assists einen guten Tag erwischt.
Und sonst?
Die Partie endete mit dem Ausschluss von Nikola Jokic und Julian Randle. Nachdem Jalen McDaniels 2 Sekunden vor Schluss trotz entschiedener Partie einen Korbleger verwandelt hatte (gegen alle ungeschriebenen Usancen in solchen Fällen) rastete Jokic aus und schubste McDaniels, was wiederum Randle auf den Plan rief. Eine völlig überflüssige Aktion, aber die Gemüter beruhigten sich schnell, und das Ganz dürfte sich nicht über Gebühr auf den Rest der Serie auswirken. Zündstoff genug ist schon vorhanden
Ausblick
Einen 1:3-Rückstand haben bisher nur wenige NBA-Teams umgebogen. Abzuwarten bleibt, ob und wie lange Edwards und DiVincenzo ausfallen. Zumindest dürfte Nuggets-Trainer Adelman sich ein Konzept gegen Dosunmo überlegen.
Nächstes Spiel: Di., 04:30: Nuggets – Timberwolves
Ansetzungen
So., 19:00: Raptors – Cavaliers (1:2)
So., 21:30: Trailblazers – Spurs (1:2)
Mo., 01:00: 76ers – Celtics (1:2)
Mo., 03:30: Rockets – Lakers (0:3)
von Münchner Löwe | März 23, 2026 | Allgemein
Die letzten WM-Tickets werden vergeben, Saisonfinale bei den Alpinen und Miami sucht die Masters-Sieger im Tennis
Italiens letzte WM-Chance
Nach zwei verpassten Turnieren muss die (ehemalige?) Fußball-Nation erneut in eine Hoffnungsrunde, weil die direkte Qualifikation klar gegen Norwegen verpasst wurde. Die Azzurri gehören zu den 16 europäischen Nationen, die sich um vier freie Plätze streiten.
In vier Mini-Turnieren werden per Halbfinale und Finale Sieger ermittelt, die das (zweifelhafte!?) Vergnügen haben, dass sie zur Endrunde nach Nordamerika fliegen dürfen, wo die Kriegsnation USA der Hauptgastgeber ist neben Mexiko und Kanada. Welch ein Vegnügen das wird!
Die Italiener beginnen mit einem Heimspiel gegen Nordirland, sollten sie diess gewinnen, wartet eine ungleich schwierigere Aufgabe noch dazu auswärts: gegen den Sieger Wales gegen Bosnien-Herzegowina.
Folgendes Quaoifikationsturnier hat die FIFA ausgewürfelt. Die Partien finden jeweils am Donnerstag und Sonntag statt. DAZN überträgt alle Partien. Ein Quartett, ein Turniersieger=WM-Ticket samt bereits ausgeloster WM-Gruppe (das lass ich jetzt hier).
Wales – Bosnien-Herz.
Italien – Nordirland
Ukraine – Schweden
Polen – Albanien
Slowakei – Kosovo
Türkei – Rumänien
Tschechien – Irland
Dänemark – Rumänien
Interkontinentale Qualifikation in Mexiko
Die letzten beiden WM-Tickets werden ausgespielt. Die fünf verbliebenen Kontinente entsenden jeweils einen Vertreter, Nord- und Mittelamerika sogar zwei (nicht fragen, warum). Dabei haben die DR Kongo und der Irak zunächst ein Freilos. DR Kongo wartet auf den Sieger Neukaledonien – Jamaika, der Irak bekommt es mit Bolivien oder Surinam zu tun. Echte Fußball-Schmankerl warten da auf uns.
Tests für den Rest
Also die berühmt-berüchtigten Freundschaftsspiele, mit der sich die bereits qualifizierten Teams auf das Turnier einschwören. Es ist die einzige Möglichkeit dazu, bevor nach Ende der Saison Ende Mai die eigentliche Vorbereitung beginnt. So mancher Top-Schlager ist dabei, zum Beispiel die Partie Brasilien – Frankreich (Do., 21:00).
Das deutsche Team spielt zunächst in der Schweiz (Freitag, 20:45) und empfängt am Montag in Stuttgart (20:45) Ghana. Bundestrainer Julian Nagelsmann wird diese Partien einerseits nutzen, dass sich seine Stammelf einspielen kann, andererseits hat er die vielleicht letzte Gelegenheit zu sehen, wie sich Neulinge wie Bayerns Lennart Karl international bewähren. Die Ergebnisse sind dabei bestenfalls zweitrangig. Ob das der Boulevard allerdings auch so sieht, gerade nach heftigen Niederlage(n), das wage ich zu bezweifeln.
Aicher braucht ein Shiffrin-Aus (aber niemand hofft darauf)
Die letzten Weltcup-Skirennen finden am Dienstag und Mittwoch für Frauen und Männer in Lillehammer, genauer Hafjell statt. Während Marco Odermatt schon als Gesamtsieger feststeht, muss Mikaela Shiffrin vorm Slalom (Dienstag) und Riesenslalom (Mittwoch) noch zittern. Besser gesagt: Sie muss halt so Slalom fahren wie bisher (sprich: gewinnen), dann hat sie Große Kugel praktisch sicher. Es gibt dann noc h Rechenkunsstücke, aber die lasse ich jetzt bleiben!
Letzte verbliebene Konkurrentin ist Emma Aicher. Die Deutsche punktete am Wochenende durchaus gut als Fünfte in der Abfahrt und Vierte im Super-G, aber eben nicht überragend genug, als dass sie die US-Amerikanerin ernsthaft bedrohen könnte (im sportlichen Sinn, versteht sich). 45 Punkte Rückstand hat sie eben noch. Klingt nicht sehr viel angesichts für 100 Punkte für eine Laufsiegerin. Klingt fast unmöglich, wenn Shiffrin wie erwartet (sic) ihren Slalom gewinnt. Egal wie: Die Saison ist für die 22-jährige Deutsche der totale Erfolg, und wenn sie gesund bleibt, sind die noch ausgebliebenen Weltcup-Kugeln nur noch eine Frage der Zeit. Die sie eben hat und die doch schon 31-jährige Shiffrin eher nicht.
Entscheidung in Miami
Allerdings ohne den Tennis-Weltranglistenersten Carlos Alcáraz, bereits in der 3. Runde an Sebastian Korda scheiterte. Eine geradezu unfassbare Statistik ermittelte, dass Korda in den vergangenen 10 (!) Jahren erst der sechste US-Amerikaner war, der eine amtierende Nummer 1 in einem regulären Turnier besiegte.
Jannik Sinner, vor einer Woche Triumphator in Indian Wells, ist dagegen noch dabei, genauso wie der Deutsche Alexander Zverev. Die beiden könnten in der unteren Tableau-Hälfte im Halbfinale aufeinandertreffen, das Feld in der oberen scheint recht offen (Taylor Fritz?).
Bei den Frauen gaben sich die Indian-Wells-Favoritinnen Aryna Sabalenka un Lena Rybakina bisher keine Blöße. Sie würden allerdings schon im Halbfinale aufeinandertreffen.
Erster Wurf in der MLB-Saison
Nach den Ausflügen nach Japan in den vergangenen Jahren startet die Profiliga wieder in Amerika. Offizieller Saison-Auftakt ist die Partie am Mittwoch zwischen den San Francisco Giants gegen New York Yankees, der Donnerstag ist dann der „Opening Day“ mit insgesamt 11 Spielen.
Wie gehabt warten auf jedes der 32 Teams 162 Partien. Eine längere Saison-Vorschau erspare ich mir, nur soviel: Titelverteidiger Los Angeles Dodgers ist erneut der ganz große Favorit. So groß, dass vielen Experten jedwede Fantasie, wie sie nicht erneut Meister werden. Dennoch: Play Ball!
Die DEL macht jetzt play-off-ernst
Vorbei das Vorrunden-Geplänkel, am Dienstag beginnt die eigentliche Saison. Und die Frage, ob das bisher klar beste Team Kölner Haie auch in der K.-o.-Runde die PS auf die Straße bekommt.
3 Runden stehen an, jeweils vier Siege braucht ein Team, damit es weiterkommt repekive im Finale den Titel holt. Folgende Paarungen hat die Vorrunde ergeben. Das Heimrecht wechselt von Partie zu Partie, die erst genannte Mannschaft spielt in der ersten und gegebenenfalls siebten und entscheidenden Partie zu Hause
(1) Kölner Haie – (9) Schwenningen Wild Wings
(4) Red Bull München – (5) ERC Ingolstadt
(2) Adler Mannheim – (7) Fischtown Pinguins Bremerhaven
(3) Straubing Tigers – (6) Eisbären Berlin
Und sonst?
- Eiskunstlauf: Die Weltmeisterschaften in Prag ab Dienstag werden zwar angekündigt als Olympia-Revanche, doch es bleibt abzuwarten, ob und vor allem in welcher Form sie Sieger und Besiegten von Mailand gut einen Monat danach antreten. Die besten deutschen Chancen erneut das Paar Minerva Hase/Nikita Volodin, zumal die japanischen Olympiasieger nicht am Start sind. Das erhöht natürlich auch die Chancen für Annika Hocke/Robert Kunkel auf eine Top-Platzierung.
Wers sehen will: Eurosport ist live dabei bei allen Küren und auch Vorentscheidungen.
- Wintersport: Traditionell gibt es von Donnerstag bis Sonntag zum Saisonausklang der Skispringer noch ein Flug-Spektakel von der Monsterschanze in Planica. Erstmals in Slowenien dabei sind auch die Frauen, nachdem sie dieses Wochenende Vikersund auf Weitenjagd gebgangen sind.
- Basketball: Zwei Spieltage diese Woche in der nicht enden wollenden Vorrunde der Euroleague: Der FC Bayern wird die Play-offs verpassen Dem Gastspiel in Kaunas morgen (19:00) folgt am Donnerstag (20:30) eine Heimpartie gegen Villeurbanne.
von Münchner Löwe | März 18, 2026 | Allgemein
Als der fantastische Closer Daniel Palencia das letzte Aus der USA besiegelte und der 3:2-Triumph Venezuelas feststand, kannte der Jubel keine Grenzen mehr im Miami-Stadium. Alle Spieler strömten aufs Feld, venezolanische Fahnen schwenkend oder um die Schultern umgehängt, und alle mit Tränen in den Augen. Zum ersten Mal in der Geschichte hatten sich die Baseballer die WM geholt, und wer die geradezu entrückten Gesichter all dieser Profis sah, weiß, was das für das Land bedeutet. Nämlich den wohl größten sportlichen Erfolg, den dieses Land je gefeiert hat. Und auch der letzte – dem Baseball vielleicht nicht so zugängliche – Sportfreund erfuhr, dass diese World Baseball Classics viel, viel mehr sind als ein schnödes Vorbereitungsturnier für die MLB-Saison. So viel Emotionen wie spätestens seit dem Viertelfinale gibt es in der Major League Baseball bestenfalls in entscheidenden Partien der K.-o.-Runden. Auch auf den Tribünen, mindestens zur Hälfte mit venezolanischen Migranten befüllt, war der Jubel riesig. Eines scheint sicher zu sein: Bevor die heimischen Miami Marlins einen derartigen Erfolg feiern können, werden noch Jahre vergehen .
Venezuela gegen die USA, das war in der Nacht zu Mittwoch das Finale der dominanten Pitcher – und das trotz der furchteinflößenden Schlagmänner auf beiden Seiten. Venezuela ging mit 2:0 in Führung, und ihre Werfer schafften gegen die prominente US-Line Up ein geradezu müheloses Inning nach dem anderen. Bis im 8. Durchgang Bryce Harper dann doch einen Ball satt erwischte und zu einem 2-Run-Homer zum 2:2 über den Zaun drosch. Die Wende? Sollten die USA es doch noch schaffen, nachdem die Baseball-Nation Nummer 1 zuletzt bei WMs ohne Titel blieben. Eugenio Suárez von den Seattle Mariners fand die Antwort und sein Double brachte Venezuela wieder in Führung. Und eines hatte das Turnier gezeigt: Eine Führung mit Daniel Palenica als Closer auf dem Mound, das bedeutete in diesen Tagen schon den Sieg, auch jetzt.Kyle Schwarber, der Homerunkönig der vergangenen Saison versuchte sein Glück – Strike Out. Gunnar Henderson traf sogar den Ball – ein leichter Fang für die Verteidiger. David Anthony sah den 100-Meilen-Ball nicht mal – das dritte Aus. Die unfassbare Bilanz des Closer Palencia: 5 Spiele, kein zugelassener Hit und erst recht kein Run. Besser gehts nicht.
Der Ort des Triumphs hätte symbolischer kaum sein können, Miami/Florida. Jenem Land also, das vor drei Monaten das Venezuela überfiel und den regierenden Präsidenten Maduro, den widerwärtigen Diktator, entführte. Der Mann, der das initierte, ließ sich im Stadion allerdings nicht blicken, obwohl sein Wohnsitz Mar a Lago für US-Verhältnisse quasi um die Ecke wohnt. Doch Donald wäre nicht Trump, würde er nicht zumindest einen Teil des Venezolanischen Triumphes für sich reklamieren würde. Es würden „in letzter Zeit gute Sachen für Venezuela geschehen“ und er frage sich, womit diese „Magie“ wohl zusammenhänge? Nach dem Sieg Venezuelas goss er weiteres Öl (sic!) ins Feuer: „Statehood!“, schrieb er, was übersetzt so viel heißt wie: Bald ist Venezuela der 51. Bundesstaat. Zumindest die Kanadier wirds trösten …
Dabei ist Baseball schon lange vor Trumpistan DER Nationalsport in Venezuela, weit vor Fußball, wo das Land mal wieder die WM-Qualifikation verpasst hat. Alle Spieler des World-Classic-Kaders spielen in MLB-Teams, und dort eine zum Teil herausragende Rolle. Zwei absolute Legenden gar nicht lang vergangener Tage reihten sich in die Trainergilde ein. Johan Santana kümmerte sich um die Pitcher, Miguel Cabrera, vielleicht der beste unter vielen guten MLB-Profis aus Venezuela, war Hitting Coach.
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