von Münchner Löwe | Mai 12, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Die Knicks und die Thunder sind schon im jeweiligen Conference Finale. Sie können jetzt in Ruhe abwarten wie sich im Osten die Pistons mit den Cavs und im Westen die Spurs mit den Timbefrwolves duellieren.
EASTERN CONFERENCE
Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 112:103 (2:2)
Die Heimsiegserie der Cavaliers geht weiter. Möglich gemacht hat es eine extreme Steigerung der Cavs undihrem Spielmacher Donovan Mitchell. Zur Pause stand es noch 56:52 für die Pistons, danach schafften die Gastgeber 22 Punkte in Folge – Franchise Rekord in einem Play-off-Spiel. Hauptverantworltich für den Aufschwung war Donovan Mitchell: Vor dem Seitenwechsel extrem blass, dann mit einer Leistungsexplosion. Mit 39 Punkten in einer Halbzeit stellte er einen NBA-Rekord ein.
Bester der Sieger
Donovan Mitchell: Am Ende waren es 43 Punkte, die der Spielmacher auflegte. Wie geschrieben: 39 Zähler in einer Hälfte sind Rekord in der NBA in einem Play-off-Spiel. Allein 21 gelangen ihm im 3. Viertel, Rekord für die Cavs.
In der ersten Hälfte war es vornehmlich James Harden, der mit 15 Punkten (11 im ersten Viertel) die Cavs im Spiel hielt.
Stark beim Verlierer
Charles le Vert: Ein unglaubliches Spiel des ehemaligen Cavs-Profis. Von der Bank kommend übernahm er viel Verantwortung und legte in der ersten Hälfte 17 Punkte auf. Letztlich war er mit 24 Punkten Top-Scorer.
X-Faktoren
Negativ Cade Cunningham: Der Starspieler der Pistons wehrte sich überhaupt nicht, als die Cavs Punkt um Punkt davonzogen. 0 Punkte in einem Viertel bei nur 2 Wurfversuchen, dafür 3 Ballverluste – fast unwürdig für den Top-Mann des Teams.
Zahlereien
8 Punkte sammelte Mitchell hintereinander anfangs des 3. Viertels. Am Ende waren es in diesem Durchgang 22Punkte und in der 2. Hälfte 39 Punkte. Rekordverdächtig.
22:0 Punkte der Cavs zu Beginn des 3. Viertels. In diesem Zeitraum 9 von 11 Würfen im Ziel, bei den Pistons 0 von 8.
🇩🇪👓
Dennis Schröder hatte eine durchschnittliche Partie mit 7 Punkten. Beim 22:0-Lauf nicht eingesetzt.
Ausblick
Jetzt gehts wieder nach Detroit. Dem Geset der Serie Folge müssten dann wieder die Pistons gewinnen. Aber jede Serie ist dazu da, gebrochen zu werden …
Philadelphia 76ers – NEW YORK KNICKS 114:144 (0:4)
Noch ein Spiel der Rekorde, nämlich de Dreierrekorde. Was die Knicks vor allem in der ersten Hälfte jenseits der Linie veranstalteten, war unwirklich. 11 von 13 Dreier fanden das Ziel, in der ersten Hälfte waren es dann „nur“ 18 von 25. Kein Wunder, dass schon zur Pause beim Stand von 81:57 alle Messen gesundgen waren.
Im 2. Durchgang ließen es die Knicks dann etwas ruhiger angehen, dennoch reiche es zu einem nie gefährdeten 144:114 und dem Sweep. 25 verwandelte Dreier sind Franchise-Rekord.
Bester der Sieger
Miles McBride: Erst durch die Verletzung von OJ Amunoby rückte er in die Starting Five. Seine 4 von 4 Dreier zu Beginn gaben die Richtung vor. Am Ende 25 Punkte und Top-Scorer der Partie.
Stark bei Verlierer
Zumindest Jel Embiid wehrte sich nach Kräften (das Dreier-Feuerwerk abzuwehren ist nicht sein Job). In de Offensive verlässlich, allerdings ohne große Unterstützung.
Zahlereien
11 verwandelte Dreier – mehr hat noch nie ein Team in einem Viertel geschafft in einem Play-off-Spiel. Gleiches gilt für die 18 Treffer in der 1. Hälfte.
Ausblick der Sieger
Die Knicks sind mächtig in Fahrt gekommen. Zur Erinnerung: In der 1. Runde lagen sie mit 1:2 Siegen gegen die Atlanta Hawks zurück. Seither: 7 zum Teil sehr überzeugende Siege. Sie werden natürlich nicht immer die Dreier so treffen, aber sie sind auch nicht abhängig von ihren Distanzschätzen.
Egal, ob es jetzt gegen die Pistons oder Cavs geht – die Knicks sind klarer Favorit im Conferecnce Finale des Ostens.
Und die Verlierer?
Es schaut gar nicht schlecht aus für die kommenden Jahre mit den jungen Top-Akteuren TJ Edgecombe und Tyrese Maxey (der allerdings in der Knicks-Serie arg enttäuschte). Eine Frage wird sein: kommt Joel Embiid wenigstens einigermaßen wieder in Form. Schlich manches Mal wie ein alter Mann übers Parkett (umso erstaunlicher sein Touch).
WESTERN CONFERENCE
Los Angeles Lakers – OKLAHOMA CITY THUNDER 110:115 (Endstand: 0:4)
Die Lakers hatten eine reelle Siegchance, doch am Ende setzten sich dann doch die Thunder durch.
41 Sekunden vor Schluss traf Marcus Smart mit 2 Freiwürfen zum 110:109. Der Titelverteidiger ließ sich niht groß beeindrucken und antwortete mit einem Dunk von Holmgren, und zwei Freiwurf-Punkten von Shai Gilgeous-Alexander. Aaron Reaves hätte mit einem Dreier noch ausgleichen können, er traf nur den Ring.
Eine durchschnittliche Leistung genügte den Thunder, um sich mit 4:0 Siegen gegen die Lakers durchzusetzen. Ich hatte zumindest in Spiel 4 lange das Gefühl, dass sie das Ganze nicht sonderlich ernst nehmen. Dennoch haben sie so viele Möglichkeiten, dass es gegen die dezimierten Lakes (Topscorer Luka Doncic fehlte an allen Ecken und Enden) reichte.
Die Lakers wehrten sich nach Kräften, angeführt von Reaves und LeBron james. Aber so gut der Altstar auch spielte, er is eben nichtmehr der James von vor 10 oder 15 Jahren. Zum Teil haarsträubende Ballverluste (insgesamt 4).
Beste der Sieger
Shai Gilgeous Alexander war mit 35 Punkten Topscorer der Partie. Ich hate das Gefühl, dass diesmal die Schiedsrichter einige Fouls gegen ihn nicht ahndeten (es hatte enorme Diskussionen über das vermeintliche Flopping (sehr leichtes Hinfallen aka Schwalbe) des Starspielers gegeben.. Traumwandlerisch sicher von seinem Hotspot rund um die Freiwurflinie. Ausbaufähig sein Dreier (1 von 4).
Ajaj Mitchell: Erneut glänzte er mit 28 Punkten. Für mich der Spieler der Serie. Furchterregend, dass bei OKC noch so viele Akteure nachkommen. Wenn SGA auf der Bank sitzt, übernimmt der Jungspund Verantwortung, als wäre er ein ganz alter Hase.
Stark beim Verlierer
Das Trio Austin Reaves (27 Punkte, Rui Hachimura (25) und LeBron James (24) wehrte sich nach Kräften. Allein – es kam zu wenig Unterstützung, obwohl sich auch noch Jackson Hayes (18) positiv hervortat.
X-Faktor
Alex Caruso: Der beste Verteidiger des starken Defense-Teams machte es LeBron James sehr schwer.
Ausblick der Sieger
8 Spiele, 8 Siege – so lautet die lußenreine Play-off-Bilanz. Ob daran die Spurs und Timberwolves im Conference Finale groß etwas ändern können – ich habe meine Zweifel. Denn nie hatte ich das Gefühl, dass OKC schon alles gezeigt hat, was sie können. Aber sie sind extrem vielseitig, haben den Liga-Superstar (Shai Gilgeous-Alexander) in ihren Reihen und sind doch nicht von ihm abhängig. Andere können jederzeit einspringen. Die große Frage lautet höchstens: was wenn sie wirklich einmal unter Druck geraten?
Und die Verlierer?
Die Lakers warten auf die Rückkehr von Luka Doncic, hoffentlich ab November dann auch voll fit und nicht fett (sorry, de Erfahrungswert). Jetzt erst mal etwas Sommertheater, denn die Zukunft von LeBron James ist sehr unsicher. Der üppig dotierte Vertrag läuft aus, und die Lakers haben schon signalisiert, dass sie nicht verlängern wollen. James seinerseits hat sich auch nicht sehr schmeichelhaft übers Team geäußert. Die zeichen stehen also auf Trennung, die Lakers haben dann 50 Millionen Dollar mehr in der Kasse, da kann man schon einiges bewirken.
Minnesota Timberwolves – San Antonio Spurs 114:109 (2:2)
Die entscheidnde Szene im 2. Viertel. Victor Wembanyama rammt seinem Gegenspieler Naz Reed den Ellenbogen ins Gesicht, die Refs entscheidennach Ansicht der Videobilder auf Absicht und schicken den Franzosen vom Feld.
Ohne ihren Riesen-Center liefern die Spurs zwar einen bis zuletzt spannenden Kampf und führen noch weit ins vierte Viertel. Doch am Ende haben die Gastgeber das bessere Ende für sich. Müßig zu spekulieren, ob das mit Wemby anders gelaufen wäre, aber seine Präsenz unterm Korb fehlte natürlich. Andererseits lief bei ihm bis zum Ausschluss wenig bis nichts, deshalb das Frustfoul.
Letztlich entschied der größere Siegeswille der Wolves und natürlich auch das tolle Heimpublkum im Target Center.
Bester der Sieger
Anthony Edwards: Am Ende hatte er 36 Punkte, 16 davon im Schlussabschnitt, als er übehaupt nicht mehr aufzuhalten war. Von seiner Verletzung ist kaum mehr etwas zu spüren, diesmal stand er 40 Minuten auf dem Parkett (offenbar keinerlei zeitbeschränkung mehr seitens der medizinischen Abteilung).
Stark beim Verlierer
De’Aaron Fox übernahm Verantwortung und hatte 24 Punkte. Allerdings enorme Schwierigkeiten beim Distanzwurf (1 von 7 Dreiern). Sehr stark von der Bank: Dylan Harper ebenfalls mit 24 Punkten, abe Defiziten in der Verteidigung.
Ausblick
Die Gemüter vor Spiel 5 sind erhitzt, es gab einige umstrittene Szenen und Kabbeleien. Victor Wmbanyama wird wieder dabei sein, die Liga sieht von weiteren Strafen ab. In San Antonio wird es für alle Beteiligten darauf ankommen, die Nerven zu bewahren. Die Wolves haben gezeigt, dass sie auch in Texas gewonnen haben, und Anthony Edwards scheint auf eine Mission zu sein.
Ansetzungen
Mi., 02:00: Spurs – Timberwolves (2:2)
Do., 02:00: Pistons – Cavaliers (2:2)
von Münchner Löwe | Mai 11, 2026 | Allgemein
Tischtennis-WM, ein Freiburger Fußball-Märchen, und Barca mit Hasi Flick schafft einen histrischen Coup.
Fantastisches Tischtennis, aber am Ende siegt doch China
Das Sporteignis, das mich in der vergangenern Woche am meisten geflasht hat: die Mannschafts-WM in London. Mit unfassbar spektakulärem Sport und trotz der letztlich erwarteten Titel für Chinas Frauen und Männer – spannend war es auch. Mein Daumendrücken für die Gegner)innen vor allem aus Frankreich und Japan war letztlich erfolglos.
Seit jeher sind die Chinesen im Tischtennis nahezu unangreifbar. Diesmal waren die anderen Teams so nah dran wie lange nicht, in der Vorrunde kassierten die Männer sogar Niederlagen gegen Südkorea und Schweden. Doch als es drauf ankam, waren sie zur Stelle, obwohl die Männer ihre besten Spieler Fan Zhengdong und Ma Ling ersetzen mussten, die nicht mehr für ihr Land antreten.
Nicht nur mein tragischer Held heißt Alexis Lebrun. 1:1 stand es im Halbfinale zwischen Frankreich und China. Er gewann gegen Liang die ersten beiden Sätze mit 11:3 und 11:1(!), hatte im 3. Satz 2 Matchbälle, die der Chinese kunstvoll abwehrte. Lebrun verlor Satz und Match, und sein Team (darunter sein Bruder Felix Lebrun) waren gebrochen. Aber das ist eine goldene Generation mit den Lebruns und Flavien Coton
Im Finale ein ähnliches Bild. Japan konnte sehr gut mithalten, führte sogar mit 2:1, am Ende hatten die Chinesen die besseren Nerven. Was auffiel: Wenn die Chinesen zurücklagen, änderten sie ihr Spiel, stellten sich auf den Gegner ein, der seinerseits keinen Plan B hatte.
All das auf einem unwahrscheinlich hohen Niveau, grandios eingefangen von Hd-Kameras, als leidlich guter Freizeitsspieler saß ich bei manchem Ballwechsel atemlos, konsterniert und schwerst begeistert vorm Fernseher, egal ob bei den Frauen oder Männern. Letztlich habe ich nur bedauert, dass dann doch zweimal China im Finale gegen Japan gewann. Wie heißt es so schön? Varietas delectat …
Hansi Flicks schönster und trauriger Tag
Dass der FC Barceona spanischer Fußball-Meister wird, das stand schon sein mehreren Wochen praktisch fest. Nur rechnerisch fehlte noch was, und am Sonntag sollte der große Tag sein: Im Spiel gegen den Erzrivalen Real Madrid und damit eine Novität. Keinen einzigen seiner jetzt 29 Meistertitel hat Barca mit einem Sieg gegen Real auch rechnerisch fixiert.
Ein großer Tag für Trainer Hansi Flick. Doch am Morgen erhielt er die traurige Nachricht, dass sein Vater gestorben war. Er entschloss sich dennoch, dass er am Abend live dabei sein wollte. Camp Nou und seine Zuschauer dankten es. Vor der Partie eine Schweigeminute, danach „Hansi-Flick-Rufe!“ In Barcelona lieben sie ihren Trainer, der in Deutschland seit der verpatzten WM 2022 nur noch Hohn und Spott erhielt. Googelt mal „Flick“ und „Graugänse“.
Im Spiel selbst begeisterte die junge Barca-Mannschaft gegen ein Real Madrid, das zurzeit sehr schwere Zeiten durchlebt. Das 2:0 gibt nicht ansatzweise die Überlegenheit der Gastgeber wider, allein Madrids Schlussmann Thibault Courtois verhinderte eine höhere Niederlage. Immerhin zeigten sie sich als gute Verlierer und umarmten Hansi Flick mit aller herzlichkeit.
14 Punkte Vorsprung hat Barca jetzt auf Real, vor gerade mal 19 Spieltagen, nach dem 2:1 der Madrilenen im Hinspiel, hatten die Königlichen ihrerseits 5 Punkte Vorsprung – was für eine Umkehr der Verhältnisse. Seitdem ist bei Real allerdings alles schiefgelaufen samt völlig verfrühten und sinnlosem Trainerwechsel von Xabi Alonso zu Arbeloa. Ein zerstrittener Haufen (Schlägerei in dieser Woche zwischen Valverde und Tchouameni als negativer Höhepunkt) voller Egomanen (Vini jr., der mit Jude Bellingam den Trainerwechsel forciert haben sollen, auch Mbappé samt Extratouren nach seiner Verletzung). Bei Real dürfte das große Aufräumen und ein kompletter Neustart anstehen. Den Gerüchten nach mit José Mourinho auf der Bank, na denn viel Glück ….
Barca dagegen hat gute Zeiten vor sich (ich denke trotzdem immer an die gut 1 Milliarde Schulden oder mehr? Wer zählt schon …). Das komplett renovierte Stadion wird tatsächlich irgendwann vollständig fertig, das Team ist jung und kommt zu großen Teilen aus der eigenen Jugend (der vermeintlich beste Lamine Yamal war gegen Real gar nicht dabei), und Flick ist der richtige Anleiter. Hier hat er endlich sportliches Glück gefunden, obwohl längst nicht alles nach Wunsch verlief in dieser Saison. Das Ausscheiden jeweils gegen Atlético Madrid in Champions League und Pokal schmerzt, zumindest die Königsklasse ist nächste Saison ein Muss!
Freiburg erobert Europa
Wer hätte das gedacht? Die Breisgauer stehen im Finale um die Europa Leagu, dem zweitwichtigsten Wettbewerb des Kontinents. Im Rückspiel gewannen sie mit 3:1 gegen Sporting Braga und kompensierten die 1:2-Hinspiel-Niederlage. am 20. Mai treffen sie in Istanbul auf Aston Villa und müssen dann gegen royale Unetstützung ankommen. Prinz William, der Thronfolger, ist nämlich glühende Villa-Fan, er dürfte live vor Ort dabei sein – auch als Chef des englischen Fußball-Verbandes.
Was die Freiburger aus ihren vergleichsweise geringen Möglichkeiten machen, erstaunt schon länger Fußball-Deutschland. In der wärmsten Stadt des Landes kann Fußball gedeihen, ein Eldorado auch für die Trainer, die ruhig arbeiten können. Volker Finke war in den 90ern 16 jahre lang der Vorreiter, Christian Streich setzte von 2011 bis 2024 das Werk fort; beide waren also weit mehr als 10 Jahre verantwortlich, wo gibt es das noch in der Bundesliga außer in Heidenheim. Julian Schuster, als aktiver Spieler Kapitän der Mannschat, wirkt jetzt seit fast 2 Jahren. Vielleicht ist das Spiel nicht mehr so spektakulär, erfolgreich allemal. Jetzt die Krönung vorm designierten König?
Und sonst?
- Bundesliga: Der VfB Stuttgart hat nun die besten Karten um den letzten verbliebenen Champions-League-Platz. Im direkten Duell gewannen die Schwaben mit 3:1 gegen ein auf der ganzen Linie enttäuschendes Bayer Leverkusen, das nächsten Samstag auf Ausrutscher hoffen muss. Nicht nur von Stuttgart (bei Eintracht frankfurt), sondern auch von 1899 Hoffenheim (in Mönchengladbach)
Im Abstiegskampf wahrte der 1. FC heidenheim die Chance mit einem 3:1 in Köln, auch weil die beiden Konkurrenten St. pauli (1:2 in Leipzig) und VfL Wolfsburg (0:1 gegen Bayern) verloren. Das Trio ist jetzt punktgleich, nächsten Samstag treffen Pauli und wolfsburg am Millerntor aufeinander, eidenheim erwartet Mainz 05. Es geht allerdings nur noch um Platz 16 und die Relegation gegen den Dritten der 2. Liga.
- England: Der VAR hat vielleicht die Meisterschaft entschieden – zu Gunsten des FC Arsenal. 1:0 führten die Guners bei West ham, als nach eine Ecke und Getümmel im Torraum der Ball plötzlich im lag. Doch ging alles mit rechten Dingen zu? Der Schiri konsultierte die Fernsehbilder und siehe da, es lag eine klare Behinderung des Arsenal-Torhüters vor. Es gibt allerdings den äußerst faden Beigeschmack, dass gerade Arsenal auf ähnliche Art und Weise nach Eckbällen und Torhüterbehinderung viele Treffer erzielte in dieser Saison. Sie haben diese Art der Eckbällle erst hoffähig gemacht.
Seis drum: Jetzt können die Londoner mit 2 Siegen gegen Absteiger Fulham und bei Crystal Palace den Titel perfekt machen. Es wäre de erste seit 2004, als die sogenannten Invincibles die Meisterschaft sicherten. Zudem steht Arsenal noch im Champions-League-Finale gegen Paris St. Germain (30. Mai in Budapest)
- Handball: Der SC magdeburg und die Füchse Berlin stehen im Final 4 der Champions League. Sie setzten sich im Viertelfinale jeweils gegen ungarische Clubs durch. Dabei benötigten die Füchse gegen Vezprem ein Siebenmeterschießen.Außerdem beim Viererturnier in Köln in einem Monat dabei: Handbold Aalborg und der FC Barcelona.
von Münchner Löwe | Mai 10, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Die jeweils dritten Spiele der 2. Play-off-Runde sind absolviert. 2 Serien sind vorentschieden, in zweien herrscht noch Spannung.
EASTERN CONFERENCE
Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 116:109 (1:2)
Die Cavs bleiben sich treu: auswärts pfui, zu Hause hui. Wetter können bei Cavs-Partien getrost einen Heimerfolg buchen. So auch am Sanstag (zu guter europäischen Sendezeit), als sie im Endspurt den Sieg sicherten und in der Serie gegen die Pistons auf 1:2 stellten. Die Stars hatten diesmal funktioniert, zunächst Donovan Mitchell, im Endspurt dann der zuvor hart kritisierte James Harden.
Dabei war Detroit das Kunststück gelungen, im 3. und 4. Viertel einen 17-Punkte-Rückstand aufzuholen. Sie gingen sogar in Führung, doch dann übernahm der bis dato fast unscheinbare Harden und erzielte 7 ganz wichtige Punkte, die die ausverkaufte Halle in ein Tollhaus verwandelten.
Bester der Sieger
Donovan Mitchell: Bisher liefen die Play-offs nicht ganz nach Wunsch für den Spielmacher. Jetzt drehte er auf und schaffte 35 Punkte. Nur jenseits der Dreierlinie schwächelt er weiterhin, 2 von 8 Würfen sind klar verbesserungswürdig.
Stark trotz der Niederlage
Cade Cunningham: Initierte die Aufholjagd, gemeinsam vor allem mit Tobias Harris und Scharfschütze Duncan Robinson. Am Ende hatte er starke 27 Punkte und je 10 Rebounds und Assists auf dem Konto.
X-Faktor
James Harden: Es gibt einen bösen Spruch über „The Beard“. Pro Saison hat er nur einen guten Play-off-Auftritt. Wenn dem so wäre, so müssten sich die Cavs Sorgen machen, denn diesen guten Auftritt legte Harden am Samstag hin. Zumindest im 4. Viertel, als Mitchell schwächer wurde. 9 seiner 19 Punkte sammelte er da, und in der knappen Schlussphase vesnkte er drei ganz schwierige und wichtige Würfe zum serien-erhaltenden Erfolg. Es ist nun an Harden, seine Kritiker zu widerlegen.
Zahlereien
73 Prozent aller Zweipunkte-Würfe der Cavaliers landeten im Ziel – ein außerordentlich hoher Wert. Zum Vergleich: bei den Pistons waren es nur 48,5 Prozent.
🇩🇪👓
Dennis Schröder: der wertvolle Helfer der Cavs. Wenn er seine Rolle so ausfüllt wie am Samstag, ist er von großem Wert. 11 Punkte legte er auf, verwandelte alle 3 Dreier-Versuche.
Ging heftig zu Boden, nachdem ihm ein (unabsichtlicher?!) Schlag von Daniss Jenkins am Hals getroffen hatte, mit dem er sich über Minuten eine Art Privatduell auf dem Parkett lieferte.
Ausblick
Eine der spannenden Serien, die ich angeköndigt hatte. Allerdings nur, wenn die Cavs auch mal ihre Serie durchbrechen. Morgen Nacht allerdings müssen sie erst mal schauen, dass sie auch die 2. Partie in heimischer Halle gewinnen.
Philadelphia 76ers – New York Knicks 94:108 (0:3)
Ein Sieg mit 14 Punkten Vorsprung, das klingt deutlicher als es klingt. Denn bis weit in 3. Veirtel stand die Partie auf Messers Schneide, als Joel Embiid mit einem Dreier sein Team auf bis zu 2 heranbrachte. Doch so sehr sich die Sixers bemühten, einen Führungswechsel sollten sie nicht schaffen, denn in den entscheidneden Momenten bewahrten die Knicks die Nerven und schlossen die Angriffe erfolgreich ab. Ein 15:2-Lauf Mitte des Schlussabschnittes beseitigte dann alle Zweifel. Am Sieg in Spielk 3 und wahrscheinlich auch am Weiterkommen.
Bester der Sieger
Jalen Brunson: Nicht perfekt (11/22 erfolgreiche Würfe), aber sehr stark (35 Punkte, 9 Assists). Immer wieder toll anzusehen, wie der nur 1,93 Meter (wir sprechen von Basketball) große Spielmacher Eins-zu-eins-Situationen löst mit Finten und Täuschungen. Wenn er auf dem Parkett steht (38 Minuten) hat er bei fast jedem Angriff seine Hände im Spiel.
Stark beim Verlierer
Kelly Oubre: Nimmermüder Einsatz: Mit einem Dreier unmittelbar vor der Pause ließ er die Fans hoffen. Am Ende mit 22 Punkten Top-Scorer des Teams, vor den vermeintlichen Stars wie Tyrese Maxey und Joel Embiid.
Paul George: allerdings nur EIN tolles 1. Viertel, als er 15 Punkte schaffte und dabei 3 Dreier versenkte. Das erinnerte an seine besten Zeiten. Danach kam nichts mehr, nicht ein einziger Punkt und auch sonst wenig vorzeigbare Aktionen.
X-Faktoren
positiv Landry Shamet: Genau das erhofft sich der Trainer von seinem Bankspieler. Frisches Blut. In diesem Fall insgesamt 15 Punkte,
negativ: Joel Embiid. Nach einer Partie Pause wurde er wieder für spielfähig erklärt. Doch gerade in der 1. Halbzeit gab er dem Wort „rostig“ eine ganz neue Dimension. Unbeweglich, sichtlich nicht fit und ganz bestimmt nicht in Bestform. Nach der Pause wurde es besser. Mit seiner Länge und seinem Touch ist er auch ohne Bewegung ein gefährlicher Faktor.
Insgesamt kam aber zu wenig, leider auch vom von mir so geschätzten Tyrese Maxey, der weit und er seinen Möglichkeiten blieb und nur 12 Wurfversuche unternahm. Diese Zurückhaltung habe ich überhaupt nicht verstanden.
Ausblick
Die Knicks können schon fürs Conference Finale planen. Noch nie hat in der NBA ein Team einen 3:0-Vorsprung hergegeben. Wenn den Sixers etwas Hoffnung gibt: Wenigstens 2 der 3 Partien waren umkämpft.
WESTERN CONFERENCE
Los Angeles Lakers – Oklahoma City Thunder 108:131 (0:3)
Wer soll die Thunder stoppen. Offensichtlich nicht die Lakers, zumal nicht die Lakers ohne Lukja Doncic. Eine Halbzeit hieltensie bestens mit, führten zur Pause sogar mit 59:57. Um danach hilflos mitansehen zu müssen, wie OKC Punkt um Punkt davonzog. Fast schien es, als hätten sie die Lakers im 1. Durchgang ein bisschen mitspielen lassen, damit das Publkum seine Freude hat.
Im Ernst: der kader der Thunder ist gleichermaßen faszinierend wie angsteinflößend. Ein überragender Topstar und daneben sieben, acht Akteure, die jederzeit übernehmen können. Und dazu noch die beste Defense der Liga.
Bester der Sieger
Ajaj Mitchell: Topscorer der Partie! (vor Topstar Shai Gilgeous-Alexander). Der Leistungssprung des Spielmachers in diesem jahr, in diesen Play-offs ist atemberaubend. 24 Punkte waren es am Ende, dazu 10 Assists. Und dieser Typ ist nur der Ersatz für den verletzten Jalen Williams. Ach ja, Mitchell ist gerade mal in seinem 2. NBA-Jahr. OKC schnappte ihn 2024 an 38. Stelle. Gebraucht haben sie ihn eigentlich nicht, aber wenn ihn die anderen nicht haben wollen …
Stark beim Verlierer
Rui Hachimura hat mir sehr gut gefallen. Seine Wurfqquote von außen in diesen play-offs ist unfassbar (am Samstag: 5 von 8 Dreier). 21 Punkte waren es am Ende.
X-Faktoren
Ausgeglichenheit der Thunder: 7 Spieler punketen zweistellig: Als es im 3. Viertel noch kanpp herging, schnappte sich Isaiah Joe zweimal den Ball und warf 2 Dreier. Ich nenne ihn stellvertretend.
Zahlereien
7 Siege in 7 Partien: So gut ist seit einem Jahrzehnt kein Titelverteidiger mehr in die Play-offs gestartet.
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein: Die Riesenanker der Thunder. Ob Prellbock gegen LeBron James und Co., sein Wurf funktioniert (6 von 7).
Ausblick
Wenn ich den Sixers wenig Chancen gebe, den Lakers gebe ich keine. Zumindest nicht für die Serie. Vielleicht werden sie am Montag Spiel 4 gewinnen, wenn die Thunder nicht nur eine Hälfte, sondern die gesamte Partie larifari auftreten, aber dass sie jetzt viermal hintereinander siegen, das kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Minnesota Timbewolves – San Antonio Spurs
Ein katastrophaler Beginn und ein schwaches Finale: Dazwischen allerdings zeigten die Timberwolves, dass sie ein fast ebenbürtiger Gegner sind. Nicht allerdings in den ersten 6:30 Minuten: Zahlen des Grauens: 1 Punkt (durch einen Freiwurf), 0 von 10 getroffene Würfe aus dem feld, 3 Ballverluste. Immerhin stand es „nur“ 1:14, ehe Rudy Gobert per Layup die ersten Zähler aus dem Feld schaffte. Danach eine vortreffliche Aufholjagd, und noch im 1. Viertel war der Rückstand so gut wie egalisiert (22:23).
Zweieinhalb Viertel wogte die partie danach hin und her, mit Führungswecseln und Körben um Ausgleich. Am Ende erwiesen sich die Spurs als nervenstärker – und sie hatten halt den „Außeirdischen“ Victor Wembanyama in ihren Reihen (allein 7 Punkte im entscheidnen Schlussspurt),
Bester der Sieger
Victor Wembanyama: Der Vorschusslorbeer war unendlich große (er wird das nächste jahrzehnt prägen, ja verändern!). Am Freitag zeigte er sein überragendes Können. 39 Punkte erzielte er, traf 13 seiner 18 Würfe. Dazu ist der Franzose noch de beste Vewrteidiger der Liga, allein mit seiner Länge (2,21 Meter) zwingt er den Gegner zu ungewöhnlichen Würfen, die er dann trotzdem blockt (diesmal waren es 5).
Nicht zu fassen, dass er erst im 3. jahr NBA spielt und erstmals eine Play-off-Saison.
Stark beim Verlierer
Anthony Edwards: Erstmals in dieser Serie von Beginn an dabei. 32 Punkte legte er auf, dazu 14 Rebounds und 6 Assists.
Ausblick
Für mich ist das tatsächlich die knappste Serie. Viel fehlt den Wolves nicht: Sie haben jetzt einen Top-Mann (edwards) und eine sehr starke Bank (auch wenn DiVincenzo fehlt). Wenn sie es irgendwie schaffen, dass Wemby nur normal gut spielt und hicht hereausragend gut, dann sehe ich echte Chancen. Spiel 4 heute Nacht ist natürlich fast schon ein Pflichtsieg.
Ansetzungen
So., 21:30: Sixers – Knicks (0:3)
Mo., 01:30: Wolves – Spurs (1:2)
Di., 02:00: Cavs – Pistons (1:2)
Di., 04:30: Lakers – Thunder (0:3)
von Münchner Löwe | Mai 8, 2026 | Allgemein
Blick über den Teich, NBA
Die jeweils zweiten Spiele der vier Serien brachten 4 Siege für die Gastgeber. Und doch sehe ich fast überall Spannungspotenzial, wenn jetzt das heimrecht wechselt.
New York Knicks – Philadelphia 76ers 108:102 (2:0)
Im Gegensatz zur ersten Partie war es diesmal fast bis zuletzt spannend. Die Sixers haben sich offensichtlich erholt, zeigten sich klar allerdings mussten sie auf ihren Star-Center Hoel Embiid auskommen, was letztlich vielleicht den Ausschlag gab.
Bis weit ins vierte Viertel (99:99/4:30 Minuten zu spielen) gestalteten die Gäste die Partie ausgeglichen. Dann allerdings ging vorne überhaupt nichts mehr, und ein 6:0-Lauf der Knicks entschied die Partie.
Mut macht alledings den Sixers, dass sie ansatzweise Lösungen in der Defensive gegen Jalen Brunson gefunden haben, und dass ain ihrer Offensive Tyrese Maxey und Paul George ins Laufen gekommen sind.
Beste der Sieger
OJ Amunoby: Offensiv stark und vielseitig wie eh und je, und in der Verteidigung lästig wie eine Wespe beim Marmeladenfrühstück. Unter anderem klaute er 4 Bälle und schaffte sogar einen Block.
Jalen Brunson: Nicht ganz so spielprägend wie in Partie 1, aberr letztlich mit 26 Punkten (9/21) Topscorer seines Teams.
Stark beim Verlierer
Tyrese Maxey: Eine extrem starke 1. Halbzeit (19 Punkte). Danach konnte er sich gegen die stärke werdende Knicks-Abwehr nicht mehr durchsetzen. Paul George gefiel anfangs mit enormer Trefferquote aus der Distanz (3 schnelle Dreier), dass er diese nicht halten konnte, war letztlich ausschlaggebend füt die Niederlage.
🇩🇪👓
Ariel Hukporti kam gut 6 Minuten zum Einsatz, weil die Knicks auf ihren Reboundspezialisten Mitchell Robinson verzichten mussten. Der Deutsche konnte die Chance nicht nutzen, die vier Fouls in dieser kurzen Zeit scheinen rekordverdächtig.
Ausblick
Die Knicks also mit Rückenwind nach Philadelphia. Doch dort werden die Sixsers sich nicht von vornherein geschlagen geben. Viel hänt davon ab, ob die medizinische Abteilung Joel Embiid wieder hinbekommt.
Detroit Pistons – Cleveland Cavaliers 107:97 (2:0)
Die Cavs blieben sich treu und verloren auch die fünfte Play-off-Partie in dieser Saison (bei 4 Heimerfolgen). Wieder konnten sie die Partie lange offen halten (anfangs des 4. Viertels ergatterten sie sogar eine Führung/81:79), wieder ging ihnen am Ende ein wenig die Luft aus. Letztlich eine überflüssige Niederlage.
Bester der Sieger
Cade Cunningham: Der Starspieler übernahm im 4. Abschnitt und schaffte hie 12 seiner insgesamt 25 Punkte. Das macht einen großen Spieler aus, dass er sich von eher bescheidenen Leistungen nicht abhalten lässt.
Stark beim Verlierer
Donovan Mitchell: Von Beginn an sehr präsent. Wollte seine eher dürftige leistung aus Spiel 1 vergessen machen – das gelang mit 31 Punkten. Haderte dabei mit den Schiedsrichtern, die seiner Meinung nach mehrere Fouls an ihn nicht ahndeten. Am Ende verließ ihn sein Distanzwurf (0/3 Dreier im Schlussabschnitt).
x-Faktoren
Die Dreier: Diese galt (und gilt?) als Schwäche bei den Pistons (außer bei Duncan Robinson). Am Donnerstag trafen sie 14 von 28 Vesuche, also exakt zur Hälfte. Besonders hervor tat sich natürlich Robinson (5 von 8), aber eben auch ein Tobias Harris sowie sogar der bisherige Nicht-Faktor und Ex-Cavs-Profi Caris LaVert (je 2 von 3)
Anders die Cavs: Nur 7 von 32 Würfen (22 Prozent) fanden das Ziel. Da braucht sich niemand zu wundern über die Niederlage, höchstens, dass sie noch relativ knapp ausgefallen ist.
James Harden: In negativer Hinsicht. Ein gebrauchter Tag für den vermeintlich zweiten Topmann, und im Gegensatz zu Cunningham konnte er eben nicht wenigstens im 4. Viertel Akzente setzen. 10 Pünktchen sammelte er, traf keinen seiner 4 Dreier, produzierte dafür 4 Ballverluste.Teilweise wirkte das fast lustlos, was „The Beard“ ablieferte). Erstaunlich, dass er trotzdem fast 37 Minuten Spielzeit bekam.
🇩🇪👓
Dennis Schröder: 20 Minuten stand er auf dem Parkett und sorgte durchaus für Betrieb (5 Assists) Allerdings ohne Wurfglück (1 von 5), zu WM- und EM-form fehlt doch einiges. Dabei könnten die Cavs ihn bster Verfassung so gut brauchen.
Ausblick
So auswärtsschwach die Cavs sind, so stark sind sie in eigener Halle (4 Siege gegen die Raptors in der 1. Runde). Cleveland hat gezeigt, dass es mithalten kann, Mitchell und zeitweise auch Jarrett Allen können zum Faktor werden. Und ein James Harden wird nicht immer so schwach spielen wie am Donnerstag.
San Antonio Spurs – Minnesota Timberwolves 133:95 (1:1)
Von Beginn an eine klare Angelegenheit. Die Wolves trotz eines Anthony Edwards ohne jede Chance.
Beste der Sieger
Keiner war wirklich herausragend (das war auch nich nötig. Stephon Castle war mit 21 Punkten Top-Scorer, Victor Wembanyama Top-Rebounder (15). Im 4. Viertel saßen die Stars auf beiden Seiten weitestgehend auf der Bank.
Zahlereien
22 Ballverluste (19 in den ersten 3 Vierteln) leisteten sich die Timberwolves, 5 allein Julian Randle.
Ausblick
Keine Frage, die Spurs haben die Heimniederlage aus Spiel 1 utweggesteckt. Doch der Kantersieg sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wolves in eigener Halle sich ganz anders wehren dürften. Ob Heimvorteil alleine sich jetzt in 2 Siegen auszahlt, das scheint angesichts der Überlegenheit de Spurs doch recht fraglich.
Oklahoma City Thunder – Los Angeles Lakers 125:107 (2:0)
Mitte des 3. Viertels durften die Lakers tatsächlich an eine Überraschung glauben. Mit 5 Punkten führten sie, und Thunder-Topstar Shai Gilgeous-Alexander hatte sich gerade sein 4. Foul eingehandelt und musste erst mal von außen zuschauen. Fast schien es, als wüssten die Thunder gar nicht wohin mit ihren zahllosen Möglichkeiten.
Doch als es drauf ankam zeigten sie, dass sie sich längst von Shai emanzipiert haben, dass sie von seiner Stärke nicht abhängig sind (im Gegensatz etwa zu den Denver Nuggets und Nikola Jokic). In SGAs Abwesenheit übernahmen dann halt Ajaj Mitchell und Jared McCain, und aus dem kleinen Vorsprung wurde für die Lakes ein vorentscheidender 11-Punkte-Rückstand.
Auch wenn sich die Lakers noch mal ranrobbten, letztlich hatten sie gegen OKC (und dann auch wieder SGA) keine Chance.
Bester der Sieger
Chet Holmgren: In der Offensive gut (22 Punkte), in der Defensive mit seiner Wendigkeit und den langen Armen überragend, unter anderem mit 4 Steals und 2 Blocks.
Stark beim Verlierer
Austin Reaves: Klar das beste Spiel seit seiner Rückkehr nach Verletzung. 31 Punkte sammelte er, dabei erwies er sich als zielsicher (10 von 16 meist recht schwierige Versuche).
LeBron James zeigte diesmal eine bestenfalls durchschnittliche Leistung (für seine Verhältnisse). Dafür fiel er durch fortwährendes Meckern auf (würdige Vertretung des verletzten Luka Doncic), ohne dass ihn die Refs mit einem technischen Foul bestraften. Superstar-Bonus vom Feinsten.
X-Faktoren
Jared McCain: Für mich immer noch ein völliges Rätsel, wie die Sixers diesen Top-Rookie der vergangenen Saison (bis zur Verletzung) haben ziehen lassen. Dass ausgerechnet der Liga-Primus zuschlagen konnte, ist ein trauriges Trade-kapitel für sich). McCain zegte von der Bank kommend keinerlei scheut, am Ende hatte er 18 Punkte auf dem Konto bei vier von 5 verwandelten Dreier.
Ajaj Mitchell stand gar in der Starting Five: Seine Vorstellung war wieder bärenstark (20 Punkte, 6 Assists). Fast lässt e den verletzten Jaylen Williams vergessen.
🇩🇪👓
Isaiah Hartenstein zeigte sich von seinr besten Seite. Gerade im 1. Viertel trug er mit zahlreichen guten Aktionen (6 Punkte, 2 Blocks, 4 Rebounds zum gelungenen Start von OKC bei.
Ausblick
Auch wenn sich die Lakes bei Kräften bemühen: Gegen die Thunder scheint kein Kraut gewachsen. Vielleicht gelingt es ihnen, dass sie wengstens eines der beiden anstehenden heimspiele für sich entscheiden, dass sie die Serie umbiegen, halte ich für ausgeschlossen, wenn nicht den OKC-Kader en massiver Virus oder ähnliches befällt.
Ansetzungen
Sa., 01:00: Sixers – Knicks (0:2)
Sa., 03:30: Wolves – Spurs (1:1)
Sa., 21:00: Cavs – Pistons (0:2)
So., 02:30: Lakers – Thunder (1:1)
So., 21:30: Sixers – Pistons
Mo., 01:30: Wolves – Spurs
von Münchner Löwe | Mai 7, 2026 | Fußball
Die bisher so großartige Saison des FC Bayern hat im Halbfinale der Champions League international ein jähes Ende gefunden. Das 1:1 im Rückspiel gegen Titelverteidiger Paris St. Germain war zu wenig nach dem spektakulären 4:5 im Hinspiel. Im Blickpunkt stand der portugiesische Schiedsrichter Pinheiro: Wegen zwei umstrittenen Entscheidungen hatte er schon während des Spiels en Zorn der Münchner Spieler/Fans auf sich gezogen und auch das völlige Unverständnis der Kommentatoren bei DAZN.
Schon früh waren die Pariser in Führung gegangen als der überragende Kvisha Kvavartskela auf der linken Seite allen entwischte, fast von der Grundlinie den völlig freien Ousmane Dembélé bediente, der mit einem knallharten Direktschuss uner die Latte Manuel Neuer überhaupt keine Chance ließ. Der Ausgleich in der 4. Minute der Nachspielzeit durch Harry Kane kam zu spät. Erst da hatten die Münchner ein Mittel gegen den dichten Abwehrriegel der Pariser gefunden. Die insgesamt den reiferen und besseren Eindruck machten, allerdings auch beste Möglichkeiten zum Erhöhen fahrlässig ausließen beziehungsweise am sehr starken Manuel Neuer scheiterten.
Und was war jetzt mit dem Schiri
Im Wesentlichen 2 Entscheidungen des Mannes aus Portugal (darauf kommen wir noch) entfachten die Wut der Münchner.
Szene 1: das Handspiel von Nuno Mendez
was war passiert?
nach einem Vorstoß von Konni Laimer im Mittelfeld stoppte der Portugiese den Ball mit dem Oberarm. Die logische Folge auf dem ersten Blick wäre gewesen, Freistoß für Bayern, Gelb und damit Gelb-Rot (Platzverweis) für den bereits verwarnten Mendez.
was machte der Schiedsrichter
ahndete ein Handspiel von Laimer. Er will gesehen haben, dass der Österreicher seinerseits bei seinem Vorstoß den Ball mit der Hand spielte. Besser gesagt tat das der vierte Offizielle am Spielfeldrand, vor dessen Augen das Ganze stattfand; es gab offenbar einen Hinweis von ihm, ganz klar ist die Kommunikation nicht (von den Schiedsrichtern gibt es bei internationalen Top-Partien nie eine Erklärung über das, was sie so treiben und pfeifen). Gepfiffen wurde jedenfalls erst, als Mendez den Ball gespielt hat, also mit einem Zeitversatz von etwa 4 Sekunden. Und zumindest die mir zur Verfügung stehenden Fernsehbilder lassen eher keine Hand von Laimer erkennen. Aber trotz der Proteste blieb Pinheiro unerschütterlich (?!) bei seiner Wahrnehmung (Laimer-Handspiel) und damit auch bei seinem Pfiff für die Pariser.
Was könnte dahinterstehen?
Die Schlussfolgerung der Münchner: Pinheiro wollte auf jeden Fall die Gelb-Rote Karte (extreme Spielbeeinflussung) vermeiden und „erfand“ (auf Zuruf des 4. Schiedsrichters) das andere Handspiel. Die Frage, die sich mir dann stellt, wenn das so wäre: Warum belässt er es nicht einfach beim Handfreistoß für Bayern und lässt die Gelbe Karte stecken mit einer wirklich allerletzten Ermahnung. Derlei geschieht andauernd (nicht sooo klares Hand, es war ja fast die Schulter, keine echte Absicht). Aber offenbar hatten er und seine Crew eben etwas gesehen, was dem Rest der Fußballwelt verborgen blieb; ein klassischer Wahrnehmungsfehler. Ob er jetzt besser dasteht (auch Schiedsrichter unterliegen Leistungskontrollen von offiziellen Beobachtern), wage ich allerdings zu bezweifeln.
Sind die Folgen so dramatisch
Natürlich hätte das Spiel 11:10 eine ganz andere Wendung genommen. Eine Stunde Unterzahl auf diesem Niveau und dieser engen Leistungsdiskrepanz zweier Top-Teams ist ein fast nicht gutzumachender Nachteil. Deshalb ist die Wut der Münchner durchaus verständlich. Von „Skandal!“ (Bild) kann allerdings nicht die Rede sein. Profan urteile ich: Der Schiri hat im Mittelfeld eine Hand-Situation falsch beurteilt. Kommt in jedem Spiel zigfach vor, ohne dass sich die Fußball-Nation und noch viele mehr aufregen. Ein mehr oder weniger Unbeteiligter kann ich natürlich schlau daherreden …
Szene 2: das Handspiel des Joao Neves
Was war passiert?
Nach einer zu kurzen Torwartparade will Vitinha den Ball aus dem Strafraum dreschen. Er trifft dabei noch innerhalb des Strafraums (unstrittig) die Hand von PSG-Spieler Neves – ausgestreckt hoch über seinem Kopf (unstrittig).
Was macht der Schiedsrichter
Nichts. Kein Elfmeterpfiff und auch kein Konsultieren des VAR, obwohl ihn fast das ganze Bayern-Team bestürmte und auch alle Kommentatoren von einer „klaren Fehlentscheidung“ sprachen.
Was steckt dahinter?
die Regelauslegung der UEFA, nämlich die sogenannte Teammate-Regel. Die besagt klar und eindeutig, dass es keinen Elfmeter geben soll/darf, wenn ein eigene Abwehrspieler bei einem Befreiungsschlag! (also weg vom Tor die Hand eines Mitspieles trifft): Teammate zu Teammate. Ergibt ja auch Sinn, denn welcher Abwehrspieler bei Sinnen (nona, es geht um Fußball) stoppt mit Absicht (auf die kommt es grundsätzlich an bei Handspielen) einen Ball im Strafraum und beschwört womöglich eine nächste bedrohliche Situation. Eine Regelauslegung ganz im Sinne des Fußballs (dessen Sinn es eben nicht ist, unsinnige Elfmeter zu geben), da sind sich letztlich auch alle einig. Die Riesenaufregung basierte vor allem darauf, dass diese Teammate-zu-Teammate-Regel bis dato weitgehend unbekannt war (auch die Herren Fußball-Kommentatoren mussten sich erst schlau machen und nahmen dann recht kleinlaut ihre zuvor wüsten Beschimpfungen zurück).
Sind die Folgen so dramatisch?
Kein Zweifel: ein Elfmeter ist zu 75 Prozent ein Tor, beim Bayern-Spieler Harry Kane in wichtigen Partien zu 100 Prozent. Es wäre der Ausgleich noch vor der Pause gewesen – und dann hätte nur ein Tor zu Verlängerung gefehlt.
Das grundsätzliche Theater
Der Ton war gesetzt: Schuld am Ausscheiden ist der Schiedsrichter. Sagte explizit niemand der Bayern-Spilder und -Veranwwortlichen (und alle räumten die Klasse und Überlegenheit von PSG auch ein), aber die Kritik war einhellig: Wir (die Bayern) sind verpfiffen worden. Dass Gezetere und Geweine trieb dann Sportvorstand Max Eberl auf die Spitze. Es sei ein Freundschaftsdienst des portugiesischen Schiedsrichters Pinheiro an seine portugiesischen Landsleute im PSG-Dress gewesen (nicht nur die Übeltäter Mendez und Neves, sondern auch noch Spielgestalter Vitinha sind Portugiesen). Der von mit einst geschätzte Marcel Reif prangerte im Bild-Talk (auch deshalb das „einst“) am Donnerstag (also nach einer Nacht des offenbar kurzen Überschlafens) die UEFA an, dass sie bei dieser Personen-Konstellation (viele Portugiesen bei PSG) niemals einen portugiesischen Schiri hätten benennen dürfen.
Fast alle monierten die Unerfahrenheit von Pinheiro, der bis dato nur 15 Champions-League-Spiele gepfiffen hatte und dem schlicht der Mut zu tiefgreifenden Entscheidungen gefehlt hätte. Hübsch fand ich Vorstands-Chef Jan Dreßen, der kritisierte: Wie kann es sein, dasss die UEFA einen Schiedsrichter benannt hat, der noch die ein Halbfinale gepfiffen hat? (irgendwann muss es halt das erste Mal sein, Herr Dreßen).
Was bleibt sonst?
- Bayern-Müdigkeit: viele Münchner bleiben weit unter ihrem Leistungsstandard zurück, vor allem auch der in dieser Saison überragende Michael Olise und trotz seines Tores auch der ansonsten weitgehend ungefährliche Harry Kane. Meine (nicht bewiesene!) These. Olise, Kane und auch Luis Diaz haben zuletzt zu viele Körner in der Bundesliga gelassen, als sie eingesetzt wurden, obwohl die Meisterschaft längst entschieden war. Auch am vergangen Samstag, als sie in der 2. Halbzeit mit alle Macht gegen ein sich verzweifelt wehrendes Heidenheim noch in der Schlussminute den Ausgleich retteten (ähnliches eine Woche zuvor in Mainz, dort schafften die eingewechselten Top-Stars nach einem 0:3 ein 4:3). Vielleicht wäre es tatsächlich besser gewesen, gerade Olise, Kane und auch Diaz eine komplette Pause zu gönnen, also einen ode zwei Tage ohne Fußball, respektive mit Konzentration allein auf PSG. Die Pariser etwa verzichteten am Samstag gegen Lorient gänzlich auf die Dienste von Kvarazskhelia, Dembele und Abwehrchef Marquinos. Der Rest riss sich beim 2:2 keine Beine raus.
Dass Vincent Kompany das nicht getan hat, liegt eben auch am sehr kleinen Kader gerade in der Offensive.
- Neuers Glanzleistung: Für mich war sie sogar noch besser als die beim bereits sagenumwobenen Viertelfinale in Madrid. Diesmal nämlich wehrte er sogenannte „Unhaltbare“ Schüsse ab (die man also schon im tor sieht), etwa gegen Neves Kopfball in der 1. Halbzeit und im 2. Durchgang verhindete er mehrere Male einen höheren Rückstand gegen Doué, Kvaratshkelia und Barcola. Es besteht wohl kaum ein Zweifel, dass Neuer ein weiteres Jahr dranhängt. Obs im Sinne von seinem potentiellen Nachfolger Jonas Urbig ist und dessen Karriere förderlich, sei mal dahingestellt. Denn er verliert ein weiteres Jahr, denn jetzt hilft nur Spielpraxis – nicht nur gegen Mainz und Co., sondern eben auch in einem Champions-League-Halbfinale!.
- Kompanys Wechsel: Wechselfehler, behaupte ich. So verzichtete der belgische Trainer gänzlich auf die Dienste von Leon goetzka, der mit seiner Kopfballstärke und Torgefährlichkeit durchaus Unheil hätte anrichten können. Auch dass Kompany den veritablen Offensivkünstler Lennart Karl erst sehr spät brachte (82.) stattdessen vorher die Abwehrleute Kim und Davies, erschloss sich den Wenigsten. Klar, der Jungspund kommt von einer längeren Verletzungspause, aber offensichtlich war er fit, und in den wenigen Aktionen, die ihm blieben, deutete er seine Gefährlichkeit an.
In kann es letztlich nicht anders urteilen: Luis Enrique hat Kompany ausgecoacht, wie es neudeutsch so schön heißt. Er hat eben die paar Jahre Erfahrung mehr, die man offenbar braucht.
Jetzt wartet Arsenal auf PSG
Die Londoner erreichten am Diensgag durch ein 1:0 gegen Atlético Madrid das Endspiel. Die Spanier waren eine einzige Enttäuschung: trotz veritabler Offensivkräfte wie Alvarez, Griezmann und Lookman entwickelten die Madrilenen nie Druck genug, um die Arsenal-Abwehr in die Bredouille zu bringen (trotzdem hatte Trainer-Sohn Simeone eine Riesenchance). Einem Offenbarungseid kam es dann gleich, als Diego Simeone seine gefährlichsten Kräfte Lookman (57.), Griezmann und Alvarez (je 66.) recht früh vom Feld nahm. Da war mit als Atletico-Sympathisant) klar, dass das nichts mehr werden würde.
Ich sehe das Finale am 30 Mai in Budapest (18 Uhr) recht offen. Die Kondoner scheinen sich wieder einigemaßen gefangen zu haben und sind in der Abwehr schier unüberwindlich. Eine große Rolle wird spielen, ob sie als englischer Meister (danach sieht es gerade aus) ode nur als zweiter (Arsenal kann sehr gut verbaseln) zum Finale in die ungarische Hauptstadt reisen.
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