Fiasko statt Finaleinzug

Blick über den Teich, NBA

 

Detroit Pistons – CLEVELAND CAVALIERS 94:125 (Endstand: 3:4)

 

Das hatten sich die Pistons ganz anders vorgestellt. Anstatt in eigener Halle den Einzug ins Conference Final klarzumachen, elebten sie ein Debakel von historischem Ausmaß. So werden sie nur Zuschaer sein, wenn sich im Osten die Cleveland Cavaliers mit den New york Knicks duellieren.

Von Beginn an dominierten die Cavs. Angeführt von einem diesmal bestens aufgelegten Donovan Mitchel zelegten diese die Pistons in ihre Einzelteile. Kein Mittel fand Detroit gegen den klassischen Spielzug. Mitchell oder James Harden drangen in die Zone ein und bedienten die Big Men Jarrett Allen oder Evan Mobley unterm Korb, die per Dunk vollendeten. Wenn die Mitte dicht war, passten sie nach außen, wo Sam Merrill geradezu traumwandlerisch seine Dreier versenkte.
Nach dem 1. Viertel stand es 31:22 für die Cavs, zur Pause schon 64:27; das war bereits die Entscheidung; auch weil Pistons-Starspieler Cade Cunningham einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte.

Teilweise wurde die hochgelobte Pistons-Abwehr regelrecht in die Bestandteiele zerlegt. Einzig die Dreier von Duncan Robinson hielten die Gastgeber noch einigermaßen im Spiel – und eine furchtbare Freiwurfquote von Cleveland, die in den ersten drei Vierteln nur 22 von 35 Versuche verwandelten.

 

Bester der Sieger

 

Donovan Mitchell: In glänzender Spiellaune. Zuerst als toller Passgeber und ziemlich schnell auch als Punktesammler. Nie fanden die Pistons ein Mittel gegen ihn. Am Ende hatte er 26 Punkte, 7 Rebounds und acht Assists. Das alles ohne einen einzigen Ballverlust!

 

Stark trotz der Niederlage

 

Dariss Jenkins: der einzige der Starting Five, der sich wehrte und der auch ablieferte mit 17 Punkte. Duncan Robinson von der Bank verwandelte zwar 3 von 4 Dreiern, wurde aber zu wenig eingsetzt von den Kollegen.

 

X-Faktoren

 

Ausgeglichenheit der Cavs: Gleich vier Spieler hatten 20+ Punkte. Extreme Variabilität. Mich verwunderte vor allem die Überlegenheit, unterm Korb gegen die Pistons-Riesen Duren und Thompsen, die Offensiv-Rebounds ermöglichten immer wieder eine zweite Wurfchance.
Sam Merrill: Seine Dreier in der 1. Halbzeit(4 von 6) machten den Weg erst so richtig frei.

Cade Cunningham (negativ): Ein komplett gebrauchter Tag. Von Beginn an mit Fehlern, ungenauen Zuspielen und eine gruseligen Wurfquote (. 13 Punkte sammelte er nur, sein Play-off-Schnitt lag zuvor bei 29.
Und es gab niemanden, der vür ihn einspringen konnte, das Manko des zweiten ganz starken Mannes kam hier zum Tragen.

 

Zahlereien

 

Je 85 Wurfversuche hatten die Teams: die Cavs trafen 43, die Pistons 30.
Vor allem die Diskrepanz bei den Zweiern war entscheidend. Cavs 62 Prozent, dort Pistons 39 Prozent.

63,6 Prozent der Cavs-Freiwürfe (28 von 44). Unfassbar schwach für dieses Niveau (und mit Sicherheit ein Thema für die Trainer).
1. Heimniederlage der Pistons in einem Spiel 7 in Play-offs (bisher: 5:0)

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder kam 18 Minuten zum Einsatz. Der Weltmeister blieb unauffällig mit 2 Punkten, und je 3 Assists und Rebounds.

 

Ausblick der Sieger

 

Die Cavs treffen jetzt auf die New York Knicks, müssen dabei als Außenseiter gelten. Zu un tetschiedlich sind die Leistungen. Spielen sie allerdings auf dem Niveau vom Sonntag, kann das eine extrem spannende Serie werden. Zumal ein der diesmal sehr unauffällige James Harden zum Trumpf werden kann.

 

Und die Verlierer?

 

Den Pistons bleibt der Trost, dasss sie die reguläre Saison als bestes Ost-Team absolviert haben erstmals seit Jahren wieder eine Play-off-Serie gewonnen haben. Potenzial ist also vorhanden, viele der hauptverantwortlichen Spiler sind alle noch jung. Sie werden in de Off-Season alles dafür tun, einen Top-Mann neben Cade Cunningham zu installieren.
Ein großes Fragezeichen steht hinter der Zukunft von Jaren Duren. Der Center enttäuschte insgesamt bei den Play-offs, zeigte aber während der Saison, was für ein toller und auch entscheidender Spieler er sein kann. Er wird sehr viel Geld verlangen (ca. 40 Millionen Dollar im Jahr stehen im Raum), ob die Pistons sich darauf einlassen, dürfte eines der Hauptthemen in den nächsten Wochen und Monaten sein.

 

Ansetzungen

 

Die Conference Finals stehen fest. Im Westen Oklahoma City Thunder gegen San Antonio Spurs, im Osten New York Knicks gegen Cleveland Cavaliers. Die Ost-Serie überträgt in Deutschland Amazon Prime, die Partien des Westens laufen bei Sky (Streaming: wow)

 

Western Conference

Di., 02:30: Thunder – Spurs
Do., 02:30: Thunder – Spurs
Sa., 02:30: Spurs – Thunder
Mo., 02:00: Spurs – Thunder
Mi., 02:30: Thunder – Spurs *
Fr., 02:30: Spurs – Thunder *
So., 02:00: Thunder – Spurs *

+ wenn nötig

 

Eastern Conference

 

Mi., 02:00: Knicks – Cavaliers
Fr., 02:00: Knicks – Cavaliers
So., 02:00: Cavaliers – Knicks
Di., 02:00: Cavaliers – Knicks
Do., 02:00: Knicks – Cavaliers *
Sa., 02:00: Cavaliers – Knicks *
Mo., 02:00: Knicks – Cavaliers *

* wenn nötig

 

Kleine Vorausschau: Die NBA Finals beginnen in der Nacht zum 4. Juni. Dann gibt es alle Spiele bei Prime

 

 

 

 

 

 

 

Nagelsmann – ohne Anstand, ohne Moral

Der Fall Neuer und WM erreicht eine neue Dimension. Wie Sky am Samstag vermeldete, hat sich Trainer Julian Nagelsmann entschlossen, den 40-Jährigen ins WM-Tor zu hieven. Eine unfassbare Kehrtwende, nachdem Neuer nach der EM 2024 seinen Rücktritt erklärt hatte. Nagelsmann akzeptierte (vielleicht sogar zufrieden), Oliver Baumann rückte ins Team und dieses schaffte mit ordentlichen, teils starken Baumann-Leistungen (in Nordirland!) am Ende souverän die Qualfikation. Niemand bezweifelte ernsthaft, dass er auch bei der WM das Tor hüten würde. Weder ließ Neuer auch nur ansatzweise erkennen, dass er von seinem Rücktritt zurücktreten würde, noch dass Nagelsmann in irgendeiner Weise daran interessiert wäre.

Bestätigt hat Nagelsmann seine Kehrtwende und den Sky-Bericht (offenbar aus erster Hand vermeldet) nicht. Im Gegenteil. In einem bemerkensweert absurden Auftritt gestern im Sportstudio eierte der Mann in einer Weise herum, dass jeder um heikle Themen herumeiernde Politiker eigelb vor Neid werden müsste. Nein, er habe sich noch nicht entschieden. Nein, er könne nicht mal sagen, ob Neuer auf der 55er-Liste steht, die der DFB am vorvergangenen Samstag der FIFA schicken musste. Ja, er wisse eigentlich überhaupt nicht, wer denn auf dieser Liste stehe. Wohlgemerkt: hier sprach der Bundestrainer über die von ihm zusammengestellte Liste (die eine Shortlist für den endgültigen Kader ist, den Nagelsmann am Donnerstag benennt). Mehr Publikumsverarsche war noch selten. Dadurch, dass Nagelsmann nichts gesagt hat, hat er das Thema erst recht angeheizt. Keiner glaubt ernsthaft mehr, dass das kein Thema  ist. Ich bewundere Interviewer Jochen Breyer dafür, dass er nicht komplett die Contenance verloren hat (die Gesichtszüge waren ihm schon entglitten) angesichts der schamlosen Lügen (begleitet von überheblichem Grinsen), die ihm offen ins Gesicht geschleudert wurden.

Allein die Tatsache, dass das Thema wieder aufploppt und zwar im Sinne eines bisher nie dagewesenen Toornarounds, schockert mich zutiefst (nicht dass mich bei diesem komplett überschätzten, durch und durch charakterlosen, bösartig-egozentrischen Bundestrainer noch etwas schockieren sollte). Er hat ohne jede Not ein unendlich tiefes Fass aufgemacht. Er hat ohne jede Not einen untadeligen, vorzüglichen Sportsmann (Oliver Baumann) zertrümmert. Mehr Verachtung, mehr Herablassung war nie, und es hat schon gerade auf der Torwart-Psoition entsetzliche  Grabenkämpfe gegeben. Ich erinnere an Stein/Schumacher 1986 und den berühmten Steinschen „Suppenkasper“ in Richtung Bundestrainer Kaiser Franz, der ihm (Stein!) die vorzeitige Abreise aus Mexiko bescherte. Es gab auch immer auch beinharte Zweikämpfe wie Kahn/Lehmann vor der Heim-WM 2006, als Jürgen Klinsmann die beiden Kombatanten in ein offenes Duell schickte (sportlich versteht sich, obwohl Kahn wahrscheinlich gerne zur Waffe gegriffen hätte, erst recht, als das Klinsmann sich für Lehmann entschied). Aber noch nie wurde so perfide die Nummer 1 hinterrücks ermeuchelt, erst recht nicht so kurz vor einem großen Turnier.

Nicht verhehlen möchte ich die (für mich) indiskutable Rolle von Manuel Neuer. Noch bis nach seiner (glänzenden!) Leistung im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen PSG hat er das Thema nicht an sich herangelassen. Nie hat er ansatzweise zu erkennen gegeben, dass es ihn noch mal reizt, in einem WM-Tor zu stehen. Hat er auch nicht nötig. Er war viermal dabei, zweimal vorzüglich (2010 und mit dem Höhepunkt Weltmeister 2014), zweimal allerdings auch wirklich schlecht, als er 2018 und erst recht 2022 gewichtigen Anteil daran hatte, dass die Deutschen zweimal in der Vorrunde ausschieden. Niemand bezweifelt, dass Neuer in seiner Prime zu den besten Torhütern der Welt zählte (der Beste?). Aber trotz starker Leistungen in Madrid und gegen PSG: Er ist nicht mehr so gut, nicht mehr so (gedanken)schnell, und das macht seine Ausflüge außerhalb des Strafraums so gefährlich. Es besteht also noch nicht einmal eine sportliche Notwenidgkeit zu diesem radikalen Schritt. Und dabei lasse ich noch außen vor, dass Neuer in dieser Saison sehr oft angeschlagen war und pausieren musste; auch am Samsag wurde er (mit angeblich nicht so schlimmen Wadenbeschwerden) ausgewechselt. Neuer und die Bayern – das ist ein Thema für sich, über das ich mich jetzt nicht auch noch auslassen möchte …

Ich weiß natürlich nicht, werden ersten Schritt gemacht hat, der Bundestrainer oder der Torwart.

– Nagelsmann, weil er mit Baumann nicht zufrieden war, weil er Bedenken hatte? Das wäre sogar noch akzeptabel, aber nicht auf diese perfide Weise. Nicht hinterrücks Oliver Baumann das Messer in den Rücken rammen!
Neuer, weil er aus Langeweile oder finanziellen Erwägungen oder sonstigen Gründen (sein fanatischer Ehrgeiz) doch noch mal WM-Torwart sein wollte? Dann hat er ebenfalls ein perfides Spiel gespielt, ohne Rücksicht auf Verluste sein eigenes Ding durchgezogen. Einen Keil ins Team getrieben, das ohnehin auf der Suche nach Zusammenhalt ist. Was nota bene wiederum, am nicht nur in der Torwartfrage erratischen Nagelsmann liegt, der nach dem letzten Testspiel gegen Ghana seinen Siegtorschützen (!)  Denis Undav aufs Schändlichste beschimpfte – nur wachsweich zurückgenommen „weil meine Frau dazu riet“ (Nagelsmann).

Eine ruhmlose, ja schändliche Rolle haben auch die Medien gespielt. Die immer wieder „Neuer! Neuer! schrien und schrieben, wenn dieser ein gutes Spiel ablieferten. Die ebenfalls Baumann aufs Übelste demontierten. Wer den völlig desillusionierten Schlussmann gestern gesehen und vor allem flüstern hören hat, weiß, dass diese Demontage brillant gelungen ist. Respekt, ihr Bild-Hetzer, Repekt, liebe SZ–Redakteure, die in einer einzigartigen Kampagne (aus München-patriotischen Gründen) Neuer ins WM-Team schreiben. Ihr könnt Euch den Baumann-Skalp ans Revers heften!

Wemby und Co. fordern die Thunder

Blick über den Teich, NBA

 

Die Spurs sind bereit für den Titelverteidiger. In beeindruckender Weise gewannen sie Spiel 6 bei den Minnesota Tumberwolves und zogen ins Conference Finale ein, wo Titelverteidiger Oklahoma City Thunder wartet. Dagegen erwangen die Detroit Pistons ein Spiel 7 gegen die Cleveland Cavaliers.

 

Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 94:115 (3:3)

 

Nach der ersten ausgeglichenen Hälfte entschied der starke Beginn des 3. Viertels die Partie zu Gunsten der Piston. Da zogen sie auf 13 Punkte davon, ein Vorsprung, den die Cavs trotz aller Bemühungen nicht mehr kpompensieren können. Zu viele Ausfälle hatten sie im Team, angefangen bei Starspieler Donovan Mitchell (Wurfquote: 30 Prozent) über Dennis Schröder (0 Punkrte, aber drei Ballverluste) bis hin zu James Harden, der zwar 23 Punkte auflegte, aber gleich für 8 Turnovers verantwortlich zeichnete.
Die Pistons dagegen zeigten sich in der Verteidigung extrem aggressiv. Sie sind Spezialisten, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Schon gegen die Orlando Magic gewannen sie nach 1:3-Rückstand. Die Bilanz bei sogenannten Elimation Games: 4:0, davon 2 Siege auswärts.

 

Bester der Sieger

 

Cade Cunningham: Torpscorer. it 21 Punkte, dazu 8 Assists und sehr wertvoll in der Verteidigung. Diesmal war er eben nicht Alleinuunterhalter, hatte wertvolle Unterstürung (sieh X-Faktoren(.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Keiner konnte wirklich überzeugen. James Harden war trotz seiner 23 Punkte sehr fehlerhaft.

 

X-Faktoren

 

Die Cavs-Bank und hier insbesondere Scharfschütze Duncan Robinson (4/7 Dreier) und Paul Reed (17 Punkte). Die dringend benötigte Hilfe in solchen Partien.

Jalen Duren: Der Pistons-Center musste in diesen Play-offs sehr viel Kritik einstecken. Zu recht, denn er blieb weit hinter den Leistungen der regulären Saison zurück. Am Freitag betrieb er etwas Wiedergutmachung. 15 Punkte und 11 Rebounds sammelte er, sicher noch nicht weltbewegende Stats, aber der Gesamteindruck war so viel besser als zuletzt.

Donovan Mitchell (negativ): Es wäre natürlich unfair, die Niederlage allein an dem Spielmacher der Cavs festzumachen. Aber er selbst wird über seine schwache Leistung selbst am meisten enttäuscht sein. Nie kam er in den Flow, der ihn unwiderstehlich macht, gerade in eigener Hallte (ich denke an die Rekord-Halbzeit in Spiel 4).

 

Zahlereien

 

37 Ballverluste (17 Pistons, 20 Cavs) sind ein Ausdruck einerseits von guter Abwehr, andrerseits von extrem unaufmerksamen Spielgestaltern. Was da an Bällen vewrplempert wurden, war teilweise atemberaubend.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder hatte einen rabenschwarzen Tag. Dreimal verlor er im 1. Viertel fast läppisch den Ball, keiner seiner 4 Wurfvesuche landete im Korb. Coach Kenny Atkinson hatte ein Einsehen und ließ den Deutschen weitestgehend viel länger auf der Bank als üblich (nur 15 Minuten Spielzeit)

 

Ausblick

 

Der Showdown am Sonntag Spiel mit 7 in Detroit. Beide Teams haben in der 1. Runde ihr  7. Spiel gewonnen. Die Pistons haben wieder Oberwasser, die Cavs müssen hoffen, dass die Stars, aber auch die Ergänzungsspieler ihre Form wiederfinden.

 

Minnesota Timberwolves – SAN ANTONIO SPURS 109:139 (Endstand: 2:4)

 

Eine extrem reife Leistung dieses jungen Teams. Bis auf eine Schwächephase im 2. Viertel, als die Wolves den Rückstand von 29 auf 13 Punkte reduzierten, hatten die Texander das Geschehen unter Kontrolle. Variabel im Angriff und stark in der Defense präsentierten sie sich.

 

Bester der Sieger

 

Stephon Castle: Eine fast makellose Leistung mit 32 Punkten und 11 Rebounds. Man darf ja nie vergessen, dass auch dieser Spielmacher erst 21 jahre alt ist, wo soll das nur hinführen? Von Beginn an bestens aufgelegt (3/3 Dreier im 1. Viertel) war er wesentlich daran beteiligt, dass die Spurs sich schnell einen zweistelligen Vorsprung erarbeiteten, den sie nach und nach ausbauten.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Anthony Edwards: Der Initiator der Aufholjagd, als er seine Knieschmerzen ignorierte und 11 seiner insgesamt 24 Punkte sammelte. Er war erkennbar nicht bei 100 Prozent, und im Team gab es zu wenige Spieler, die für ihn einsprangen. Am ehesten noch Terrence Shannon und Naz Reed.

 

X-Faktoren

 

De’Aaron Fox: Er ist ja auch erst 28 Jahre alt, aber damit der Erfahrenste der Satarting Five. Wchts zunehmend in die Rolle der starken Ergänzung, geht mit Mut in die Verteidigung. So springen dann halt 21 Punkte und 9 Assists raus.

Ausfälle der Wolves: An erster Stelle seinen hier Julian Randle und Rudy Gobert genannt. Randle stand fast komplett neben sich (3 Punkte 1/8 Wüerfolgreiche Würfe). Viel zu wenig für den Co-Star des Teams, der ja auch dementsprechend bezahlt wird. Rudy Gobert war defensiv überfordert gegen die schnellen Spurs-Angreifer, und offensiv war der Franzose überhaupt kein Faktor (0 Punkte, 0 Assists, 1 Offensiv-Rebound).

 

Zahlereien

 

29 Rebounds sammelten die Wolves, 60 die Spurs! Das Verhalten der Gastgeber unter den Körben war unwürdig für Play-offs. Und das lag nicht am Spurs-Riesen Victor Wembanyama, der „nur“ 6 Abpraller schnappte.

 

Ausblick der Sieger

 

Die Spurs treffen nun auf den Titelverteidiger, das wird eine ungleich schwierigere Aufgabe. Mut macht die Saison-Bilanz gegen die Thunder, 4 der 5 Partien gewannen die Spurs. Ein Muster ohne Wert oder doch ein kleiner Hinweis, dass es für OKC nicht so einfach wird.
Das Schöne für San Antonio: Sie stehen erst ganz am Anfang ihrer Entwicklung, der Zenith wird erst in 2, 3 jahren erwartet. Avber wenn sich die Chance jetzt schon ergibt, man wäre bereit …

 

Und die Verlierer?

 

Müssen sich damit trösten, dass sie erneut überraschend eine Play-off-Runde gewonnen haben gegen die Denver Nuggets (also ist die Überraschung keine Überraschung mehr). Ihr Bester war sichtlich nicht in Top-form, und doch reichte es für eine spannende Serie. Ob in dieser Konstellation mehr drin ist, erscheint mir zweifelhaft: Da müsste offensiv doch einiges passieren, denn Randle und Gobert sind doch arg limitiert.

 

Ansetzungen

 

Mo., 02:00: Pistons – Cavaliers (3:3)
Schade, kein Sonntags-Primetime-Spiel für Europa

Di., 02:30: Thunder – Spurs (0:0)
Beginn der Conference Finals. Alle Experten gehen davon aus, dass der Sieger dieser Serie auch dienFinals gewinnt.

 

 

Wemby mit Mit im Bauch zum Erfolg

Blick über den Teich, NBA

 

San Antonio Spurs – Minnesota Timberwolves 126:97 (3:2)

 

Dass es so ein Kantersieg werden würde, war lange absolut nicht absehbar. Mitte des 3. Viertels war die Partie nämlich noch völlig (61:61), nachdem die Timberwolves fast spielend einen 15-Punkte-Rückstand aufgeholt hatten und die Spurs dabei sehr schlecht aussahen.
Ein Dreier von Champaigne beendete diessen negativ-Lauf, und so schnell, wie der Vorsprung dahinschmolz, son schnell wuchs er wieder an. Zum Viertel-Ende betrug er wieder 18 Punkte, und das war dann tatsächlich die Entscheidung.

 

Bester der Sieger

 

Victor Wembanyama: Der Franzose begann voller Wut nach dem Ausschluss in Spiel 4. Alleine in den ersten 6 Minuten sammelte der Center 16 Punkte und 5 Rebounds. Diese Schlagzahl konnte er zwar nicht durchhalten, doch die 27 Zähler am Ende waren der Topwert der Partie, dazu sehr starke 17 Rebounds, 5 Assists und (natürlich!) 3 Blocks.

 

Stark beim Verlierer

 

Ayo Dosunmo: Hielt 3 Viertel stark dagegen und hatte in diesem Zeitpunkt 16 Punkte, 9 Rebounds und 4 Assists. Anthony Edwards hingegen enttäuschte etwas (auf hohem Niveau). Er war zwar am Ende mit 20 Punkten Top-Scorer seines Teams, blieb aber doch weit unter den vorigen Leistungen zurück.

 

X-Faktoren

 

Keldon Johnson: Nicht nur wegen seiner 21 Punkte (8 davon in der entscheidenden phase des 3. Viertels), die er von der Bank aus kommend sammelte, sondern auch mit guter Verteidigung. Bisher die beste Partie des zum besten Einwechselspielers gewählten Prifis.
Der Dreier von Jerome Champaigne: Der die Partie wieder in die richtige Bahn lenkte. Es gibt natürlich nie eine entscheidenee Aktion in einem Spiel (außer ein Buzzerbeater, aber das war ein echter Gamechanger, der auch die zunehmend entsetzten zuschauer wieder aufweckte.

 

Ausblick

 

Erster Matchball der Spurs: Aber im Target Center zu Minneapolis hängen die Trauben hoch, und die Timberwolves werden sich bestimmt nicht kampflos ergeben: Das zeigten sie auch mit ihrem beeindruckenden Lauf Ende des 2. und Anfang des 3. Viertels.

 

Detoit Pistons – Cleveland Cavaliers 113:117 OT (2:3)

 

Da ist er! Der erste Auswärtssieg der Cavs in diesen Play-offs überhaupt (im 6. Versuch). Noch dazu in der für den Geegner schmerzvollsten Art, nämlich in der Overtime. In der dann plätzlich der bis dato eiskalte Donova Mitchel zum Matchwinner wurde mit sieben punkten.
Die Pistons hatten den klar besseren Start, erarbeiteten sich eine 15-Punkte-Führung im 2. Viertel (47:32). Doch die Cavaliers behielten die Ruhe und kamen noch vor der Pause auf bis zu 4 Zähler heran.

Der 2. Durchgang: nichts für schwache Nerven. Jeder Fehlwurf zerrte an den Nerven der heweiligen Fans – und davon gab es reichlich. Fünf Minuten vo Schluss führten die gastgeber mit 8 Punkte – weniger Fehler und bessere Aktionen. Die Cavs ließen sich nicht beiirren, kamen wieder heran und hatten sogar mit dem letzten Angriff die Chance auf den Sieg., doch Mitchells Sprungwurf wurde geblockt.

Also Verlängerung, und hier war Mitchell plötzlich in seinem Element. Zweier, Dreier, Zweier= 7 Punkte. Davon erholten sich die Pistons nicht mehr. Ihnen bleibt die Hoffnung der Revanche in Cleveland. Viel würde ich nicht drauf wetten!

 

Bester der Sieger

 

James Harden scheint es den Kritikern zeigen zu wollen, die ihm Play-off-Fähigkeit absprechen. 30 Punkte legte der Altstar auf. Nein, bestimmt nicht alles gelang nach Wunsch (Wurfquote 8 von 21, 6 Ballverluste), aber Harden übernimmt Verantwortung, und gerade weil Mitchell so lange schwächelte, war er umso wichtiger.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Cade Cunningham: 39 Punkte, was soll ich da beckmessern? Etwa dass er in der Overtime nichts mehr zustandebrachte (2 Punkte bei insgesamt nur noch 2 Wurfversuchen). Der Mann war schlicht platt, kein Wunder nach 48 Minuten auf dem Parkett.
Als er noch bei Kräften war, agierte er zeitweise nach Belieben, war nie auszuschalten. Allerdings 6 Ballverluste sehr viel, gerade in so einer knappen Partie.

 

X-Faktor

 

Max Strus: Seine Dreier hielten die Cavs zunächst im Spiel. Insgesamt traf er 6 von 8 Distanzwürfen.
Bei den Pistons überzeugte zunächst Daniss Jenkins (schnelle 7 Punkte). Aber er konnte dieses Tempo nicht durchhalten.

 

Zahlereien

 

95:80 Wurfversuche aus Sicht der Pistons – eine sehr hohe Diskrepanz – erst recht angesichts des Ergebnisses.

 

Ausblick

 

Matchball Cavaliers! In eigener Halle! In der sie bisher in diesen Play-offs alle 6 Spiele gewonnen haben (zweimal schon gegen die Pistons). Viel spricht also dafür, dass Cleveland in die Conference Finals gegen die Knicks einzieht.
Und warum nicht alles? Ein Mr. Cunningham könnte einiges dagegen haben.

 

Ansetzungen

 

Alle haben offenbar einen Tag Pause nötig/verdient, deshalb geht es erst übernächste nach weiter.

Sa., 01:00:  Cavaliers – Pistons (3:2)
Sa., 03:30: Timberwolves – Spurs (2:3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das wird die Woche, die wird

Bundesliga-Finale, dazu Tennis in Rom und der Giro.

 

Irrer Abstiegsdreikampf

 

Das hats noch nie gegeben: Vor dem letzten Spieltag sind die letzten der Tabelle punktgleich. Wolfsburg, St. Pauli und Heidenheim haben jeweils 26 Zähler, sie werden die Ränge 16 bis 18 unter sich ausmachen.
Der Clu: imn Hamburg kommt es zum direkten Duell zwischen St. Pauli und Wolfsburg, außerdem spielt Heidenheim gegen Mainz, das selbst keinerlei Ambitionen mehr hat. Wolfsburg hat beste Torverhältnis, jeweils um drei besser als Pauli und Heidenheim. Vorausgesetzt, die Württemberger gewinnen gegen Mainz, hat nur der Sieger eine Chance.
Gerettet wäre man dann immer noch nicht, aber in der Relegation war zuletzt immer der Erstligist siegreich.

Auperdem gibt es ein Fernduell um den letzten verbliebenen Championsplatz (hinter Meister FC Bayern, dem BVB und RB Leipzig. Stuttgart und Hoffenheim sind punktgleich, die Stuttgarter haben aber die um 5 Toire bessere Tordifferenz. Mit anderen Worten: ein Sieg in Frankfurt würde alle Voraussicht nach reichen, wäre aber auch notwendig, weil Hoffenheim in Gladbach Favorit ist. Nur wenn beide Anwärter verlieren, kann Bayer Leverkusen sich mit einem Sieg über HSV noch zur lukrativen Königsklasse. Große Hoffnungen sollte sich die Werkself angesichts der Nicht-Form der Frankfurter und Gladbache nicht machen.

 

Wer folgt Schalke ins Oberhaus?

 

Auch hier: drei punktgleiche clubs Die besten Chancen hat Elversberg, das zu Hause den Tabellenletzten und sicheren Absteiger Preußen Münster erwartet und zudem das beste Torverhältnis hat. Ein Sieg, und die Saarländer wären tatsächlich im Oberhaus, als 59. Team. Hannover 96 und der SC Paderborn bleibt nur die Hoffnung auf einen Ausrutscher. Im Fernduell um Rang 3 (gegen den Bundesliga-16.) hat Hannover klar die besseren Karten: das einfachere Spiel (zu Hause gegen Nürnberg, Paderborn in Darmstadt), vor allem aber die um 4 Treffer bessere Tordifferenz.

Im Abstiegskampf der 2. Liga sind noch ein Halbes Dutzend involviert. Ich will jetzt nicht ales aufdröseln, nur so viel: Neben Preußen Münster hat Fürth die schlechtesten Karten, denn nach Lage der Dinge brauchen sie einen Sieg mit 3 Toren Vorsprung gegen Fortuna Düsseldorf, um sich zu retten.

 

FC Energie vorm Aufstieg

 

Wem das an nationaler Fußball-Spannung immer noch nicht reicht, der kann noch zur 3. Liga schauen (alle Spiele: Sa., 13:30). Energie Cottbus kann mit einem Sieg bei Jahn Regensburg Rang 2 und damit den direkten Aufstieg fixieren. Bei einem Remis heißt es zittern, ob nämlich der MSV Duisburg nicht mit einem Sieg mit 3 oder mehr Toren Unterschied gegen Viktoria Köln vorbeizieht. Bei eine Niederlage wäre die Lausitzer höchstwahrscheinlich sogar nur Vierter. Aufgrund alter Verbundenheit aus meinen Frankfurter zeiten drücke ich Trainer Pele Wollitz und dem Team alle Daumen.

 

Jannik Sinner – wer sonst?

 

Da Tennis-Masters in Rom geht in die entscheidende Phase. Klaer Favorit ist wieder mal Jannik Sinner: Der Italiener ist weiter in bestechender Form, und sein vermeintlicher härtester Konkurrent Carlos Alcáraz nicht dabei. Alexander Zverev ist bereits ausgeschieden, er musste sich gestern dem Italiener Darderi beugen, wobei er im 2. Satz 4 Matchbälle vergab auf einem abenteuerlich schlecht präparierten Platz. So viele falsch springende Bälle habe ich noch nicht mal in Wimbledon gesehen. Unfassbar, was sich die Organisatoren da leistn.

Bei den Frauen hat es die Nummer 1 dagegen erwischt. Aryna Sambalenka unterlag der Rumänin Sofia Cirstea, die im halbfinale auf Coco Gauff trifft. In der andere Hälfte ist steht Iga Swiatek schon in der Runde der besten Vier und wartet auf die Siegerin aus der Partie Lena Rybakina und Lena Svitolina.

 

Alles läuft für Jonas Vingegard

 

Der Däne ist beim Giro ohnehin der große Favorit. Bisher kam er im Gegensatz zu seinen Konkurrenten ohne schlimmeren Sturz aus. Ausgeschieden nach einem bösen Sturz ist dagegen Bergspezialist Adam Yates. Diese Woche stehen dann die ersten schwereren Etappen an, mal sehen, in welcher Form sich Vingegaard präsentiert.

 

Und sonst?

 

  • England: Cup-Finale in Wembley. Im Endspiel auf dem heiligen Rasen treffen Manchester City und der FC Chelsea aufeinander (Sa., 16:00). Für die Londoner die einzige Chance, eine katastrophale Saison noch einigermaßen zu retten mit einer Trophäe und dem damit verbundenen Einzug in die Eruopa League nächste Saison.
    Am gleichen Wochenende ist auch der vorletzte Spieltag der Premier League terminiert. Der FC Arsenal kannn mit einem Sieg gegen Absteiger Burnley einen wichtigen Schritt Richtung Titel machen, City (am heutigen Mittwoch noch das Nachholspiel gegen Crystal Palace), müsste dann gegen Bournemouth (zurzeit in bestechender Form) am 19. Mai nachlegen.
    Eine sehr erstaunliche Terminplanung, eine Vermutung: man will das Wembleystadion freibekommen, weil hier  Aufstiegsendspiele in die Premier League respektive Champiuonship stattfinden.
  • Österreich: Hier entscheidet sich am Sonntag das Titelrennen (14:30). Dem Ersten Linzer ASK (allgemein als LASK bekannt) reicht dabei ein Unentschieden bei Austria Wien, Verfolger Sturm muss zu Hause gegen Rapid gewinnen und auf einen Komplett-Ausrutscher des LASK hoffen. Es wäre der erste Meister-Titel der Linzer seit 1966, den Pokal haben sie sich schon gesichert.
  • Eishockey: Die WM beginnt am Freitag. Ja, auch nach diesem Super-Olympia-Turnier mit allen NHL-Stars gibt es wie eine Weltmeisterschaft, parallel zu den NHL-Play-offs. Gespielt wird in der Schweiz, genauer in Zürich und Fribourg. Wie immer 2 Achtergruppen. Die Deutschen (ohne Draisaitl und Stützle), beginnen am Freitag gegen Finnland. Beim Team Suomi gibt Alexander Barkov sein Comeback, de die gesamte Saison wegen eines Kreuzbandrisses fehlte. Ansonsten eine Mischung aus NHL-Profis und den Ligen aus Finnland und er Schweiz.
    Das erklärte Ziel der Deutschen ist das Viertelfinale. Das sollte zu erreichen sein. Knackpunkt hierzu dürften die Partien gegen Lettland (Sonntag) und Österreich (23.05.) sein.
  • Basketball: Die Play-offs in der BBL beginnen. Schlager der 1. Runde (Best of 3) ist das Duell zwischen den Ex-Meistern Bamberg Baskets und ratiopharm Ulm. Der FC Bayern spielt gegen den Sieger der morgigen Play-in-Partie Gladiators Trier und Seawolves Rostock.
    In der Euroleague kommt es heute zum Spiel 5 zwischen Valencia und Panathinaikos. Bisher hat es nur Auswärtssiege gegeben. Wer gewinnt, steigt ins Final Four auf, wo schon Real Madrid, Olympiakos und Fenebahce warten zum Turnier am 22. und 24. April in Athen.