Alle jagen die Donnergötter

Blick über den Teich, NBA

 

Endlich hat sie begonnen, die schönste Zeit des Basketball-Jahres. Play-off, Baby! Mit 3 Tagen Verspätung, geschuldet meinem Griechenland-Urlaub (wer plant eigentlich so etwas?), blicke ich auf die Serien, wage eine Vorschau, wer wie weit kommt. Natürlich lasse ich die bisherigen Spiele einfließen in meine Vorschau, versuche allerdings, mich davon nicht allzu sehr von meinen ursprünglichen Gedanken abbringen zu lassen (was im Fall der Orlando Magic schon mal gar nicht so einfach ist)

Allgemein wird die Western Conference für sehr viel stärker eingeschätzt als die Eastern Conference. Trotzdem wird natürlich der Modus nicht geändert. In den Fianls tirfft ein Wet-teams auf eines aus dem Osten. Es gibt mit Titelverteidiger Oklahoma City Thunder den einen ganz großen Meisterschafts-Favoriten, dahinter sind Vorhersagen schon sehr viel komplizierter und komplexer (Copyright: Fritze Merz).

Der Modus ist klar: Es gibt 4 Runden, drei innerhalb der jeweiligen Conference. Jede Serie geht über maximal 7 Spiele. Das bessere Team der Hauptrunde hätte in diesem 7. Spiel Heimvorteil und beginnt jede Serie mit zwei heimpartien.

 

EASTERN CONFERENCE

 

Die Abschlusstabelle ließ eine einseitige erste Runde erwarten, denn die ersten vier Teams hatten sich einen gewaltigen Vorsprung auf die Mannschaften 5 bis 8 erarbeitet. Doch erstens kommt es anders und zweitens kommt es vielleicht doch noch mal anders als anders.

 

(1) Detroit Pistons – Orlando Magic (8) (0:1)

 

Hier der Primus der Conference, dort das Team, das gleich zwei Play-In-Partien (Niederlage in Philadelphia, Sieg gegen Charlotte) brauchte, umd den Play-off-Platz zu sichern. Es ist an andrer Stelle verbürgt, dass ich den Magic Chancen gegen die Pistons eingeräumt habe (dort war das Gelächter recht groß …). Zumindest das erste Spiel hat gezeigt, wie die Orlando Magic den Pistons beikommen kann. Mit extrem aggressiver Deckung und guten Aktionen in der Offensive. Das führte zu einem 112:101 und dem Steal des ersten Heimspiels. Besagt allerdings auch nicht mehr als nur den ersten Sieg von vier notwendigen Erfolgen, aber eben auch nich weniger. Zumal die Leistung des Teams aus Florida auch nicht außerirdisch war, etwa mit der beklemmenden Dreierquote von nur 29,41 % (10/34). Das lernen sie wohl nie mehr.

 

Die Stars

 

Bei den Pistons ist das ohne Zweifel Cade Cunningham. Der Spielmacher ist mit
Abstand der Wichtigste im Team aus Motor City: punktet gut bis überragend, schnappt Rebounds gibt Assist und überhaupt den Takt vor. Von der Lungenverletzung, die ihn Wochen außer Gefecht setzte, ist nichts mehr zu sehen. Sehr gute Ergänzung durch Jalen Duren (das klappte allerdings in Spiel 1 überhaupt nicht).

Bei den Magic gibt es mehrere Schultern, auf denen die Veantwortung lastet. Paolo Banchero, Franz Wagner und Desmond Bane. Für mich Segen und Fluch zugleich. Segen deshalb, weil die Gegner nicht wissen, auf wen sie sich stürzen können. Fluch, wenn die verein-internen Regeln nicht funktionieren und deshalb kein Team-Basketball zustandekommt. Primus inter pares ist trotz allem Banchero, Nummer-1-Pick und Franchise Player in Disney Town. Er wartet noch auf den Durchbruch in die Liga der Top-top-Stars.

 

X-Faktoren

 

Die Pistons sind nicht als Scharfschützen bekannt (und als Team auch nicht darauf ausgelegt). Die große Ausnahme ist Duncan Robinson, noch immer einer der besten „Catch-and Shoot“-Spieler der Liga. Wenn er Feuer fängt und entsprechend eingesetzt wird.

Bei den Magic sehe ich vor allem Jalen Suggs und Wendell Carter jr. in größerer Verantwortung. Suggs mit zuverlässigem Ballvortrag, Carter als Größe unterm Korb (Faktoren wie Turnovers und Offensiv-Rebounds entscheiden knappe Serien).

 

🇩🇪 👓

Die Magic sind das „deutsche“ Team der Liga. Franz Wagner ist rechtzeitig von langen Veletzungsbescwerden wieder zurückgekommen und wird von Tag zu Tag sicher. Tristan da Silva zur sehr wichtigen Ergänzung geworden. Moe Wagner allerdings hat zuletzt kaum mehr Bedeutung, in der 1. Partie kam er überhaupt nicht zum Einsatz

 

🧠 Pistons
sie werden ihre Lehren ziehen und vor allem Duren besser ins Spiel integrieren können
❤️ Dem Franz würde ich es schon sehr gönnen.

 

(2) Boston Celtics – (7) Philadelphia 76ers (1:0)

 

Zwei Teams, die ich nicht besonders gut leiden kann mit besonders nervenden Hallen(sprechern). Irgendwoher muss ich meine Kriterien des Mögens/Nichtmögens ja herleiten … Die Celtics sind die Überraschung der gesamten Liga. Von wegen abgeschenkte Saison, die ihnen viele nach der schweren Veletzung von Jayson Tatum prognostizierten. Schon ohne Tatum mischten sie munter mit, mit ihm sind sie zum Top-Kandidaten zumindest im Osten avanciert.
Die Sixers ihrerseits sind schwer einzuschätzen. Ihr Verletzungspech ist legendär. Zurzeit mal wieder ohne Superstar Joel Embiid unterwegs, dann sind sie gleich eine Klasse schwächer als mit dem überragenden Center

 

Die Stars

 

Jalen Brown avancierte in Abwesenheit von Tatum zum überragenden Mann, hat sogar (kleine) Chancen auf den Titel des MvP (und sehr gute, dass er ins erste All-Star-Team gewählt wird). Die Kunst wird sein, Tatum zu integrieren, was Trainer Machulla offebar glänzend gelungen ist.

Überragender Mann bei den Sixers ist Tyrese Maxey, einer der smartesten Spieler der gesamten Liga. Unglaublich reif und abgeklärt trotz seiner erst 25 jahre.

 

X-Faktor(en)

 

Bostons Dreier: Pritchard, Hauser, White. Man gebe ihnen den Ball in die Hand, und sie drücken ab. Nicht immer erfolgreich (eh klar), aber sehr viel öfter als die Konkurrenz.
Phillies Edgecombe: Einer der tollen Rookies in dieser Saison. Da Joel Embiids Rückkehr emhr als fraglich ist, rücken er und Veteran Paul George in den Vordergrund. In Spiel 1 hat das allerdings überhaupt nicht funktioniert

🧠 Celtics
Ausgeglichen der Kader, Extreme Klasse in der Spitze mit Brown und auch Tatum
❤️ Pest oder Cholera (ja, ich übertreibe, aber diese Serie bringt mir nix). Sixers, weil die dan eher in der nächsten Runde rausfliegen …

 

(3) New York Knicks – (6) Atlanta Hawks (1:1)

 

Die Hawks waren von Anfang an mein Dark horse der Play-offs. Es kann sehr weit gehen, es kann natürlich auch schon in der 1. Runde zu Ende sein. Aber die Line Up liest sich sehr hübsch mit den jungen Wilden Jalen Johnson, Jonathan Kuminga und Onyeka Okungwu und den Erfahrenen CJ McCallum und Nickeil Alexander-Walker.
So hat mich der Sieg in Spiel 2 (nach der ersten schon recht knappen Partie) bei den Knicks nicht groß erstaunt. Die Knicks, ein ähnlich ausgeglichenes Ensemble mit dem außergewöhnlichen Jalen Brunson an der Spitze, der unter anderem mit Karl-Antony Towns und Mikal Bridges herausragende Helfer hat.

 

Die Stars

 

Jalen Brunson ist der wichtigste Spieler der Knicks. In entscheidenden Momenten kaum mehr nicht zu stoppen, obwol er „nur“ 1,93 Meter groß ist. Allein kann ers natürlich nicht richten, Karl-Anthony Towns ist dafür prädestiniert zu assistieren.
Jalen Johnson hat diese Saison seinen Durchbruch in die Elite. Sein  großer Vorteil jetzt: Es kommt nicht auf in alleine an. Vielmehr regiert bei den hawks die Kunst des Team-Basketballs. Und dann haben sie im Januar mit CJ McCullum einen echten Unterschiedsspieler dazubekommen. Allerdings wird er nicht immer 32 Punkte auflegen wie in Spiel 2.

 

X-Faktoren

Mitchell Robinson von den Knicks: Der personifizierte Offensiv-Rebound. Gerade gegen eher kleinen Hawks wird es darauf ankommen, wie viele zweite Angriffe er sichern kann.
Der fehlende Center bei den Hawks: Zumindest fehlt der ganz große Riese im Team. Bisher ist es ihnen gut gelungen, mit diesem Konzept durchzukommen, aber gegen einen Robinson kann sich das schon rächen.

 

🧠 Hawks
Für mich die wahrscheinlichste Überraschung in der 1. Runde.
❤️ Hawks
ich mag das Kombi-Spiel und vor allem mag ich Spieler wie McCullum und Johnson.

 

(4) Cleveland Cavaliers – (5) Toronto Raptors (2:0)

 

Die Cavs haben einiges gutzumachen nach der vergangenen Saison. Damals scheiterten sie als Conference-Bester schon in der 2. Play-off-runde. Damit ihnen das nicht wieder passiert, haben sie das Team verändert. Es ging Darius Garland, zwar hochbegabt, aber oft verletzt. Es kam James Harden mit riesiger Erfahrung und obendrauf auch der Deutsche Dennis Schröder sowie Keon Ellis von den Sacramento Kings (für beide ein Segen!). Ein Team ohne erkennbare Schwäche. Aber können sie auch Play-offs?
Alles scheint bereitet für einen tiefen Play-off-Lauf, der vielleicht erst im Conference-Finale (oder gar erst in den Finals?) enden kann.
Die Raptors sind sehr schwer einzuschätzen. Eingespielt in der Offensive, zupackend in der Defensive. Mir fehlt allerdings der Glaube, wie das gegen Cleveland funktionieren kann. Die bisherigen Partien waren wenig dienlich, diese Skepsis abzuschütteln …

 

Die Stars

 

Donovan Mitchell hat nioch die Wut im Bauch, gut abgehangen nach 2025, als er als Einziger der Stars noch voll bei Kräften war. Er ist der Kopf des Teams. Hinten räumt Evan Mobley zuverlässig auf, auch wenn er von der Superstärke der vergangenen Saison noch etwas entfernt ist.

Scottie Barnes ist der beste von vielen guten Spielern. Die nicht allzu bekannt sein mögen, aber einen mehr als ordentlichen Job verrichten.

 

X-Faktoren

 

James Harden: Kann sich der 35-Jährige auch in Play-offs zu außergewöhnlichen Leistungen aufschwingen. Wenn das gelingt, sehe ich für die Cavs wenige Grenzen und das Team mindestens im Conference Finale.
Torontos Ausgeglichenheit: Neben Barnes können sich auch RJ Barrett, Brandon Ingram und  Ja`kobe Walter zu großen Taten aufschwingen. Wenn dann noch Qickley zurückkommt …

 

🇩🇪🇦🇹👓

 

Dennis Schröder hat im Januar den Jackpot gezogen. Statt mit den Kings auf Verlierer-Jagd zu gehen (sooo großer Seufzer), kämpft er jetzt mit den Cavs zumindest um den Conference-Titel. Ein großer Faktor ist er in den bisherigen zwei Spielen der Serie allerdings nicht gewesen.
Jakob Poeltl schlägt sich diese Saison oft mit Verletzungen herum, und natürlich leiden die Leistungen darunter. Ein zuverlässiger Center, normalerweise für einige Offensiv-Rebounds und Blocks gut.

 

🧠 Cavs
In allen Belangen überlegen, und sie haben einen Donovan Mitchell in Top-Form.

❤️ Cavs
Ich hab mit ihnen letztes Jahr gelitten und wünsche Wiedergutmachung.

 

WESTERN CONFERENCE

 

(1) Oklahoma City Thunder – (8) Phoenix Suns

 

Der Titelverteidiger hat wieder alle Mann an Bord und auch die Form des Vorjahrestriumphes offenbar wiedergefunden. Sie müssen als klarer Favorit gelten, nicht nur für diese Serie
Ich sehe nicht, wie die Suns ihnen gefährlich werden können. Dass diese überhaupt die Play-offs erreicht haben, ist für ein Riesen-Erfolg.

 

Die Stars

 

Shai Gilgeous-Alexander. Schon letzte überragend, jetzt ist er ein Jahr reifer. Das gilt für das gesamte Team, in dem die meisten Spieler ihren Zenith noch gar nicht erreicht haben. In der Rolle des Co–Stars wechseln sich Jalen Williams und Chet Holmgren ab.

Devin Booker ist vom einstigen Star-Ensemble übriggeblieben und gefiel in der Rolle als Anführer.

 

X-Faktoren

 

Die Thunder-Abwehr um Alex Caruso. Macht es jedem Gegner extrem schwer und erlaubt nicht die geringste Atempause.
Suns-Schützen: Einige im Köcher wie Dillon Brooks und Jalen Green.

 

🇩🇪👓

 

Isiah Hartenstein: Wenn dann doch was durchkommt, gibt es noch den deutschen 2,15-Meter-Riesen als Rammbock. Vorne an vielen Angriffen beteiligt und mit einem guten Händchen ausgestattet
Abseits von der NBA: Es ist hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Hartenstein ins deutsche Nationalteam rückt. Offenbar schon diesen Sommer in der WM-Qualifikaiton.

 

🧠 Thunder
Vielleicht gelingt den Suns ein Ehrensieg zu Hause. Zu einem Weiterkommen des Teams aus Arizona fehlt mir jegliche Fantasie.

❤️ Suns
Seit Steve Nash habe ich Grundsympathie für die Suns. Und meine Neigung für Außenseiter. Aber ich bin Realist und kann überdies           auch mit den Thunder leben.

 

(2) San Antonio Spurs – (7) Portland TrailBlazers (1:0)

 

Überraschung, Überraschung! Die Spurs sind erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit wieder in den Play-offs, ebenso der Gegner aus Oregon. Beide Teams stehen erst am Anfang der Entwicklung, deren Ende noch längst nicht abgeschossen und abzusehen ist. Die Spurs sind in allem etwa 2 jahre weiter, und sie haben etwas (besser: jemanden), das die Blazers nie haben werden. Den unglaublichen Victor Wembanyama.
Der kommende Weltstar feierte  in der Nacht zu Montag sogar Post-Season-Premiere. Die Bilanz: mehr als beeindruckend mit 35 Punkten, davon 21 schon in der 1. Halbzeit. Nervosität war ihm und dem jungen Team nicht anzumerken, obwohl es vom jungen Portland-Team  gefordert wurde und die Partie  durchaus noch hätte kippen können. Zumindest theoretisch …

 

Die Stars

 

Victor Wembanyama: noch immer erst 21 Jahre alt, doch schon jetzt der Anker. In der Verteidigung gibt der 2,21-Meter-MRiese mit den Krakenarmen den Angreifern bis dato unbekannte Rätsel ohne Lösungsansatz. Vorne inspiriert er die Mitspieler als Anspielpnkt in ungeahnter Höhe. Dazu ein hübscher Distanzwurf. Das sieht schon im Fernsehen äußerst geschmeidig aus, live vor Ort wird man es kaum glauben, wie elegant sich dieser Riese bewegt. Auf meiner to-do-Liste, wenn der Irre aus dem Weißen Haus verschwunden ist und ich wieder in die USA kann …

Dan diese Superduper-Klasse kommt Dani Avdija zwar nicht ran, aber im hochbegabten Blazers-Team scheint er der begabteste zu sein. benfalls ein glänzendes Play-off-Debüt, nachdem er schon vergangene Woche maßgeblich am Play-In-Sieg über die Suns beteiligt war.

 

X-Faktoren

 

Falls dem jungen Spurs doch die Angst beschleicht: Sie haben Routiniers, die in die Bresche springen. Namentlich De’Aaron Fox sei hier genannt, vor gut einem Jahr von den Kings gewechselt, wo er zwei Jahre Play-off-Luft schnuppern durfte. Luke Kornet, der Backup von Wemby als Center, kann sogar einen Meisterschaftsring (mit den Celtics 2024) sein Eigen nennen.

 

🧠 Spurs
Überspitzt gesagt: Die Blazers sind das ideale Team zum Einspielen für die nächsten Runden. Talent ist im Übermaß vorhanden,

❤️ Spurs
Kaum zu glauben die Metamorphose, nachdem ich die Spurs unter Tim Duncan als Dirk-Widersacher nicht so leiden konnte.

 

(3) Denver Nuggets – (6) Minnesota Timberwolves (1:1)

 

Nominell der Top-Schlager der 1. Runde. 2 Teams, durchsetzt mit Top-Stars (Jokic und Murray gegen Edwards und Randle), beide mit tiefen Aufstellungen und hohen Ambitionen. Gerade das 2. Spiel heute Nacht übertraf schon die Erwartungen, und dass die Timberwolves auswärts das bessere Ende für sich hatten und den Heimvorteil „stahlen“, war meiner Laune nicht abträglich (siehe unten). Aber das ist natürlich noch längst nicht die Entscheidung. Mich würde es im Gegenteil nicht wundern, wenn diese Serie über 7 Spiele gehen würde

 

Die Stars

 

Nikola Jokic, soll ich wirklich noch was zu diesem Giganten sagen. In dieser Saison „gewann“ er die Wertung in Reobounds UND Assists, das hat es zuvor in der stärksten Liga der Welt noch nie gegeben. Punkte liefert der Serbe dann frei Haus …
Co-Star der Nuggets ist Jamal Murray. Endlich behindern den Kanadier keine Verletzungen.

Auch Anthony Edwards hat zumindest zurzeit keine körperlichen Beschwerden. Das ermuntert den Jungstar zu außerordentlichen Leistungen. Auch er hat mit Julian Randle einen vorzüglichen Side-Kick, der jederzeit bei Bedarf übernehmen kann.

 

x-Faktoren

Verteidigen gegen Jokic: Die T-Wolves versuchen es einerseits mit dem Riesen Rudy Gobert, allerdings etwas unbeweglich und auch schnell in Foul-Trouble. Der kleinere, aber kräftig-wendige Naz Reed ist eine denkbare Alternative. Letztlich gehts nur im Verbund.

Die Ergängzungsspieler: Christian Braun oder Tim Hardaway (beide Nuggets), Donte di Vincenzo oder Jalen McDavids. Die Stars hinter den Topstars haben ebenfalls klingende Namen. Sogar die dritte Garde (Gordon/Reed) könnte in extremis entscheidend eingreifen.

 

🧠 Nuggets
Neben Hawks vs Knicks für mich die engste Serie. Vielleicht entscheidet am Ende wie so oft ein absolutes Monsterspiel von Jokic mit           45+ Punkten oder so ähnlich. Ein bisschen Aberglaube ist bei diesem Tipp auch dabei, denn …

❤️ Timberwolves
ich mag sie seit ihren Anfängen zum Ende des Jahrhunderts. Seit Jahren in der erweiterten Spitze, doch nie reichte es zu mehr als für die Conference Finals. Ein geschmeidiger Edwards ist mir außerdem lieber als so ein Riesenmensch wie Jokic, bei aller Bewunderung.

 

(4) Los Angeles Lakers – (5) Houston Rockets (1:0)

 

Wenn die beiden Topstars dabei wären, wäre das eine Super-Serie. Doch in Spiel 1 fehlten sowohl Luka Doncic (Lakers) als auch Kevin Durant (Rockets), und es ist unsicher (Durant) bis unwahrscheinlich (Doncic) ob und wann sie zurückkommen. Die erste Partie war dementsprechend fehlerhaft, ja mau (einer musste halt gewinnen, es waren die Lakers …)

 

Die Stars

 

Besser: die in die Bresche springenden Spieler. Von denen LeBron James ja nicht den allerschlechtesten Namen hat. 41 Jahre ist er mittlerweile alt, doch ohne Doncic und den ebenfalls fehlenden Austin Reaves muss der ewige Rekordschütze bei den Lakers sehr viel mehr leisten als gedacht und vielleicht auch gewünscht. Er tat dies durchaus beeindruckend, legte 19 Punkte und 13 Assists auf.

Bei den Rockets gehört ohnehin einem Alperin Sengün die Zukunft. Noch kann er nicht Super-Leistungen wie im türkischen Nationalteam anknüpfen, aber er steigert sich kontinuierlich.

 

X-Faktoren

Rückkehr der Stars: Da sieht es bei den Rockets weit besser aus wie bei den Lakers, wo Doncic mindestens noch eine Woche braucht (vielleicht Spiel 6 oder 7?)
Offensiv-Rebounds: Die Riesenstärke der Rockets. 21:3 (!) entschieden sie diese Kategorie in Spiel 1 für sich. Abenteuerlich, dass sie trotzdem verloren haben. Bei einer Wurfquote von indiskutablen 40 Prozent bei den Zweiern (!) ist das dann nicht mehr so verwunderlich.

 

🧠 Lakers
Die Rockets sind meines Erachtens weit überschätzt (gerne dann auf Wiedervorlage, wenn sie in den Finals stehen …). Ein LeBron James wächst mit seinen Aufgaben, und wenn dann ein Luke Kennard (27 Punkte) oder DeAndre Ayton erneut in die Bresche springt, ist vieles möglich. Natürlich auch, dass Durant einen Jungbrunnen findet und die Lakers im Alleingang erledigt

❤️ Rockets
Nach meiner langjährigen Devise: All but Lakers. Traumatische Triumphe vor mehr als 20 Jahren haben Spuren hinterlassen

 

 

 

 

 

 

Das wird die Woche, die wird

Willkommen zurück nach einer gar nicht so heißen Griechenland-Woche. Pokal-Halbfinale, Tennis-Masters in Madrid und Lüttich-Bastogne Lüttich. Dazu im US-Sport der Beginn der heipen Phase mit den Play-offs in NBA und NHL.

 

Bayerns nächster Schritt zum Double

 

Die Meisterschaft für die Münchner steht vier Spieltage vor Schluss auch rechnerisch schon fest, jetzt können sie einen großen Schritt in Richtung nationales Double machen. In Leverkusen müssen die Bayern am Mittwochabend (20:45/ZDF) im Pokal-Halbfinale allerdings eine hohe Hürde überwinden. Die Bundesliga-Partie vor gut einem Monat ließ die Emottionen hochkommen, samt der absrurden und widerwätigen Schiedsrichterkritik des „Ehren“-Präsidenten Uli Hoeneß. Die Gemüter haben sich wieder beruhigt, jetzt steht einem fußballerischen Leckerbissen nichts mehr entgegen.
Leverkusen allerdings hat sportlich schwierige Wochen hinter sich. Das erklärte Saisonziel champions League scheint derzeit als Sechster unerreichbar, sogar wenn die Bundesliga durch gutes Europapokal-Abschneiden einen fünften Platz zugesprochen bekäme. Der Pokalsieg wäre da ein schon fast notwendiges Trostpflaster. Bei den Münchnern dagegen steht natürlich der Triumph in der Champions League ganz oben auf der Prioritätenliste, andererseits wären sie schon sehr froh über eine Endspielteilhnahme nach sehr langen sechs Jahren.

Dsa zweite Halbfinale bestreiten der VfB Stuttgart und der SC Freiburg. Gespielt wird am Donnerstag (20:45/ARD), weil durch die internationalen Begegnungen 3 der 4 Halbfinalisten am Sonntag spielen mussten und deshalb der „normale“ Termin Dienstag nicht möglich war. Die Stuttgarter sind Titelverteidiger, Freiburg stand zuletzt 2024 im Finale, unterlag dort aber RB Leipzig. Beide Teams haben zudem noch höhere Ziele. Die Stuttgarter kämpfen als derzeit der Liga um einen Champions-League-Platz, der SC Freiburg steht im Halbfinale der Europa League, wo es gegen Sporting Braga geht.

 

Gemeinsames Masters auf Sand

 

Und das erste ganz große Turnier der Frauen auf diesem Belag in diesem Jahr. Die Top-Favoritinnen sind trotzdem die üblichen Verdächtigen. Lena Rybakina kommt als frische Turniersiegerin von Stuttgart (mit einem Großteil der Weltelite), Aryna Sabalenka machte nach dem erfolgreichen Sunshine-Doppel (Indian Wells und Miami) eine kurze schöpferische Pause. Dahinter lauert zum einen die US-amerikanische Garde um Coco Gauff und Jessica Pegula), und auf San muss man auch immer Iga Swiatek auf der Liste haben.

Bei den Männern ist Jannik Sinner der klare Turnier-Favorit. Der vermeintlich härteste Konkurrent Carlos Alcáraz musste für sein Heimturnier schweren Herzens passen. Eine doch recht hartnäckige Handverletzung macht dem Spanier das Leben schwer. Schon gibt es die Befürchtung, dass es auch für das Masters in Rom (in 2 Wochen) und sogar für die French Open knapp werden könnte.
Trotzdem wird Sinne kämpfen müssen für seinen fünften Masters-Titel in Folge. Alexander Zverev rückte in der Setzliste an Rang 2 vor, Ben Shelton (München) und Arthur Fils (Barcelona) haben mit Turniersiegen Selbstvertrauen bekommen. Sehr gespannt bin ich auf den Auftritt des jungen spanischen Himmelstürmers Mir Jodar und den Brasilianer Joan Fonseca.

 

Abschluss der Klassiker-Saison

 

Lüttich-Bastogne-Lüttich – die  Ardennenfahrt über 260 Kilometer. Das nächste und vorerst letzte Aufeinandertreffen der Klassik-Spezialisten Tadej Pogacar, Matthew van de Poel und Wout van Aertm bevor die Etappenrennen in den Vordergrund rücken. Wobei hier Pogacar (Sieger bei den Monumenten Mailand-San Remo, Flandern-Rundfahrt) erneut (klarer) Favorit ist. Der hügelige Kurs mit giftigen Anstiegen scheint ihm geradezu auf den Leib geschneidert.
Van der Poel fehlt in diesem Jahr noch der große Erfolg auf der Straße, van Aert triumphierte bei der Staraßenschlacht Paris-Roubaix und vermasselte Pogacar den heiß ersehnten Sieg in der Hölle des Nordens.

Quais als Vorgeschmack am Mittwoch der „Halbklassiker“ Fleche Wallone: Immerhin mit Größen wie Remco Evenepoel (am Sonntag Sieger des Amstel Gold Race)), Tom Pidcock (knapp gechlagen bei Mailand-San Remo) und der ganz großen französischen Hoffnung Paul Seixas, der allerdings ehr für die längeren Etappenrennen aufgebaut werden soll.

 

Und sonst

 

  • Bundesliga:  Im Brenpunkt der Abstiegskampf. Dort hat der VfL Wolfsburg wieder Hoffnung geschöpft nach dem 2:1 beim 1. FC Union. Mit einem Sieg gegen Samstag gegen Gladbach (15:30) wären die Niedersachsen wieder voll im Gechäft und würden sie Fohlen selbst in die bedrohliche Zone ziehen.
  • 3. Liga: Dreikampf um die Aufstiegsplätze 2 und 3 (hinter Osnabrück) zwischen RW Essen, Energie Cottbus und MSV Duisburg. Duisburg (63 Punkte) kann am Freitag vorlegen, hat aber bei Alemannia Aachen eine schwierige Aufgabe), Essen (64/gegen Saarbrücken) und Cottbus (63/bei Viktoria Köln) legen am Sonntag nach.
  • England: Plätzlich wieder Höchstspannung im Titelkampf. Manchester City kann mit einem Sieg im Nacholspiel in Burnley mit dem FC Arsenal punktemäßig gleichziehen. Am Wochende spielen die Londoner gegen Newcastle (Sa., 18:30).
    Die Terminirren in England fanden es eine gute Idee, dass gleichzeitig ebenfalls in London das erste Halbfinale im FA-Cup stattfindet. Dort trifft City auf den FC Southampton. Der Finalgegner wird ebenfalls in Wembley tags darauf zwischen dem FC Chelsea und Leeds United ermittelt.
  • Snooker: WM in Sheffield, 1. und 2. Runde. Unfassbar viele Chinesen sind mittlerweile im Feld, aber auch die alten haudegen Ronnie O´Sulvan, Jonn Higgins und Judd Trump. Immer hübsch rein zuschauen, wenn nichts Besseres zu tun ist.
  • Basketball: Nach ewig langer Vorrunde (38 Spieltage) startet die K.-o.-Runde der Euroleague. Heute mit den Play-Ins Panathinaikos gegen Monaco (Siebter vs Achter) und Barca vs RS Belgrad (Nuenter vs Zehnter).
  • Eishockey: Die beiden DEL-Finalteilnehmer stehen fest. Ab Freitag kämpfen die Adler Mannheim und die Eisbären Berlin in einer Best-of-7-Serie um den Titel.

 

Das wird die Woche, die wird

Sport satt! Ob Fußball-Champions-League Golf-M;asters in Augusta, Sand-Aufgelopp in Monte Carlo oder de Hölle des Nordens bei Paris-Roubaix – für jeden ist etwas dabei. Kleinigkeiten wie die DEL-Halbfinali, der Schlussspurt der regulären Saison in NBA und NHL sowie die Entscheidungen in den diversen Sportligen in Europa fallen da schon fast unter den Tisch.

Anmerkung: Der Münchner Löwe wird ab Freitag für 10 Tage zum Griechischen Löwen, der nicht weiß ob und wie er sich am reich beladenen Gabentisch bedienen will.

 

Die beste Zeit der Champions League

 

Eine Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt: Der beste Fußball der Welt wird im Viertel- und Halbfinale  der Königsklasse gespielt. Vier zum Teil elekrisierende Duelle dürften das bestätigen, diese Woche die Hinspiele

 

Real Madrid – Bayern München

 

Glaube ich den Wettbüros und der allgeme3inen Vegassung der Teams, sind die Münchner klarer Favorit. Während die Bayern bisher praktisch unaufhaltsam durch die Saison gestürmt, bereits praktisch als Bundesliga-Meister feststehen, im Halbfinale des Pokals stehen, mehrere Rekorde aufgestellt haben und in der Champions League bella figura machten, verläuft die Saison für die Madrilenen wenig königlich. Die Meistersxchaft ist fast abgehakt bei 7 Punkten Rückstand auf den FC Barcelona, im Pokal ist das Team draußen.
Muss also gar nicht gespielt werden? Falscher könnte man nicht liegen, denn die Champions League ist der Real(e) Wettbewerb für Madrid, und das heimische Bernabeu entwickelt einen ganz speziellen Flair und eine einmalige Wucht. Was zuletzt Manchester City musste: Die Pep-Mannschaft ging im Achtelfinal-Hinspiel mit 0:3 unter, und konnte dieses handicap auch im Rückspiel nicht mehr wettmachen.
Zudem haben die Madrilenen zuletzt sehr gut gegen die Bayern ausgesehen. Beim letzten Aufeinandertreffen im Halbfinale vor 2 Jahren behielten sie di Oberhand. Unvergessen Manuel Neuers schwerer Fehler in Bernabeu kurz vor Schluss, nachdem der Schlussmann zuvor auch die unmöglichsten Bälle gehalten hatte.
Auf Neuer wird es auch diesmal ankommen. Nicht nur Bayern-Fans sind aber skeptisch, dass er seine absolute Topform noch abruen kann. Trotzdem haben sie in Mdrid üble Erinnerungen an die „bestia negra“ und die 2000er-Jahre, also Real wiederholt an den Münchnern scheiterte.

Ansonsten spielen

Di., 21:00: Sporting – Arsenal
Mi., 21:00: Barca – Atletico
Mi., 21:00: PSG – Liverpool

 

Wem dann der Fußball noch nicht reicht, für den stehen am Donnerstag noch die Viertelfinali in Europa und Conference League bereit.

 

Sandtreffen in Monte Carlo

 

Der am schönsten gelegene Center Court der Welt mit dem spektakulären Blick aufs Mittelmeer. Wie immer das erste Masters-Turnier auf Sand mit all den Unwägbarkeiten, die dieser meist eher langsame Belag mit sich bringt.
Fast die gesamte Weltelte hat gemeldet (nicht so die US-Amerikaner Ben Shelton und Taylor Fritz), und trotz der Unwägbarkeiten sind die üblichen Verdächtigen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner die Top-Favoriten. Alcaraz ist die Nummer 1 der Weltrangliste und zudem Titelverteidiger, Sinner überzeugte zuletzt mit 2 Masters-Siegen in Indian Wells und Miami, jeweils ohne Satzverlust. Aus deutscher Sicht wird das Abschneiden von Alexander Zverev spannend. Sand ist ohnehin sein bester Belag, in diesem Jahr scheint er offensiver zu Werke zu gehen als zuletzt.

 

Pogacar – und der letzte fehlende Erfolg

 

Als Trophäe gibt es immer einen riesigen Pflasterstein. Symbol für die Hölle des Nordens mit 40+ Passagen auf Kopfsteinpflaster noch aus Beginn des vergangenen Jahrhunderts, über die man eigentlich keinen Pferdewagen mehr scheucht. Entweder es ist trocken, dann schauen alle Fahrer aus, als kämen sie aus einer mehrtägigen Sandwanderung. Noch schlimmer wird es, wenns regnet, weil es dann glitschig wird und die Stürze programmiert sind. Defekte sind bei der Rüttelei eh an der Tagesordnung (die Arme der Fahrer sind nach den 270 Kilometern mehrere Tage fast taub). Bisher zu viele Unwägbarkeiten für Pogacar, dem überragenden Fahrer der Gegenwart, der ansonsten alle wichtigen Rennen mindestens einmal für sich entschieden hat, zuletzt die beiden Klassiker Mailand-San Remo und Flandern-Rundfahrt. Wieder gilt der Slowene am Sonntag als Top-Favorit neben anderen Klassiker-Spezialisten Matthew van der Poel und dem Beglgier Wout van Aert. Bis ins Letzte lässt sich kein Radrennen programmieren, Paris Roubaix erst recht nicht.

 

Das Wohnzimmer aller Golf-Fans

 

Ds Masters in Augusta, das erste Major des Jahres und für viele immer noch auch der absolute Höhepunkt. Gespielt wird immer auf dem gleichen Kurs (bei keinem anderes Major ist das der Fall), jedes Jahr Anfang April in einem perfekt bereiteten blühenden, ja betörenden Blumenmeer. Die 18 Löcher werden nach Pflanzen der Region benannt, ein jedes hat seine eigenen legendären Momente schon erlebt.
Titelverteidiger ist der Nordire Rory McIlroy, der nach zig vergeblichen Anläufen sich endlich das grüne Jackett des Siegers überstreifen durfte (wie immer assistiert von seinem Vorgänger). Tradition ist eh Trumpf, ebenso die Verschwiegenheit des elitären Clubs, was Zuschauerzahlen, Einschaltquoten betrifft. Dafür kostet das berühmte Sandwich wie seit Jahrzehnten nur 1,50 Dollar, es dürfte das billigste Nahrungsmittel einer Profi-Sportveranstaltung in den USA sein. Den Fans ist es verboten zu rennen, bestenfalls mit schnellem Gehen dürfen sie sich die besten Plätze sichern. Dort verharren sie und warten auf die oft erstaunlichen Dinge, die da kommen.

 

Und sonst?

 

  • DEL: Großstädte unter sich. Die beiden Halbfinalserien Best of 7 bestreiten Red Bull München gegen Adler Mannheim und Kölner haie gegen die Eisbären Berlin. Die ersten Partien sind für Freitag angesetzt, danach geht es im 2-Tages-Rhythmus weiter.
  • Bundesliga: Eine der hauptfragen: Steigt der VfL Wolfsburg wirklich ab? Vier Punkte Rückstand sind es jetzt schon auf das rettende Ufer, da ist ein heimsieg gegen Eintracht Frankfurt (Sa., 15:30) Pflicht. Immerhin dürfte es Konkurrent St. Pauli gegen den FC Bayern beim nominellen Top-Spiel (Sa., 18:30) schwer haben zu punkten.
  • England: Nach 3 Wochen Pause (Ländespiele, Pokal) geht es in der Premier League weiter. Tabellenführer FC Arsenal legt mit dem Heimspiel gegen Bornemouth vor (Sa., 13:30), Verfolger ManCity (9 Punkte zurück bei einem Spiel weniger) muss am Sonntag (17:30) nachlegen.
  • NBA: Die letzte Woche der regulären Saison. Es geht noch um Platzierungen, bevor es nächste Woche mit den Play-Ins losgeht. Die eigentlichen Play-offs starten Samstag in einer Woche.
  • Tennis: Zum einen die erste Runde des Billie-Jean-King-Cups. Deutschland trifft heute auf Portugal. Außerdem das Turnier in Linz, wo die Russinen Mirra Andreewa und Ekaterina Alexandrowa das Feld anführen. Tatjana Korpatsch hat die Qualifikation übestanden und sich in der 1. Runde gegen die Rumänin Cirstea durchgesetzt. Die junge Österreicherin Lilli Tagger erhielt eine Wild Card und bestätigte diese gerade mit einem Überraschungserfolg über Paola Badosa aus Spanien.

 

Das wird die Woche, die war

Überschattetes Testspiel, Pogacars erneuter Triumph und Arsenal muss den zweiten Titel abschreiben.

 

Nagelsmann macht sich unmöglich

 

Zwei zumindest vom Ergebnis gelungene Testspiele der deutschen Nationalmannschaft, doch kein Mensch spricht darüber. Schuld daran ist einzig und allein Julian Nchlecht gespielkt“, wetterte der Bundestrainer. Offenbar schwer genervt von Stuttgarter Publikum, das seinen Liebling schon in der ersten Halbzeit vehement forderte. Nagelsmanns Erkenntnis: Auf keinen Fall werde Undav bvei der WM von Beginn an spielen, Kai Havertz und Nick Woltemade hätten klar die Nase vorn. Immerhin: Undav könne dann gegen müd gespielte Gegner auftrumpfen, wie Nagelsmann großmütig konzedierte.

Für mich ist das dennoch eine indiskutable Degradierung des mit Abstand besten Bundesliga-Torschützen, den nafgelsmann beim 4:3 in der Schweiz 90 Minuten auf der Bank versauern ließ. Eine derart vehemente Kritik hat wohl noch nie ein deutscher Siegtroschütze von einem Bundestrainer erhalten. Ohne Not hat dieser ein Riesenfass aufgemacht. Aus verletzter Eitelkeit, weil er eh alles besser weiß. Weil er vielleicht ein guter Trainer ist, aber menschlich fehlt es ihm offenbar an allem. Das zeigte ja schon sein Interview im Kicker vor 3 Wochen, als er mehrere Nationalspieler wie ungehorsame und faule Schüler abkanzelte in eine Deutlichkeit, die in der Öffentlichkeit absolut nichts zu suchen hat. Zwar sprang der Kicker selbst Nagelsmann zur Sete (kein Wunder, nachdem dieser dieses fast obsolet gewordene ehemalige Fachblatt wieder hoffähig und prominent gemacht hatte), aber der allgemeine Tenor war vernichtend. „Du sägst einen Top-Spieler weg“, monierte etwa Stefan Effenberg, sonst im „Doppelpass“ wirklich nicht die Instanz, die das DFB-Team über Gebühr kritisiert. „Einen Spieler, den du vielleicht noch brauchen kannst.“

Wenigstens heizte Undav die hitzige Stimmung nicht weiter auf. „Wir haben gesprochen. Für mich ist alles gut“, sagte der Stürmer am Samstag im Sportstudio. Auf Wiedervorlage dann bei der WM (so diese denn stattfindet bei all den Trumpereien …).

 

Tadej Pogacar – einfach unschlagbar

 

Knapp 20 Kilometer vor Ende der Flandern-Rundfahrt musste dann auch der letzte verbliebene Konkurrent abreißen lassen. An einer der vielen giftigen Steigungen distanzierte Tadej Pogacar den Holländer Matthew van der Poel, einen ausgesprochenen Spezialisten dieses Eintages-Klassikers, den er selbst schon dreimal gewonnen hatte. Gegen den Slowenen konnte er nichts ausrichten. Wie zuvor die komplette Weltelite wie die Belgier Remco Evenepoel und Woutvan Aert, die dem Höllentempo nach und nach nichtmehr folgen konnten.
So triumphierte Tadej Pogacar auch beim zweiten Monument des Jahres (nach Mailand-San Remo).  In seiner Ausnahme-Form ist es sogar denkbar bis wahrscheinlich, dass er auch die folgenden drei Monumente für sich entscheiden kann (Paris Roubaix am Sonntag, Lüttich-Bastogne-Lüttich noch im Frühjahr und die Lombardei-Rundfahrt m Herbst). Das hat es noch nie dagegen, und dazwischen dürfte auch der nächste Triumph bei der Tour liegen. Pogacar fährt in seiner eigenen Welt, hat mittlerweile überhaupt keine Schwächen mehr, kann zur Not sogar sprinten. Dergleichen hat es im Radsport noch nie gegeben, zumindest nicht seit Eddy Merckx (dem Kannibalen, weil er jedes Rennen gewinnen wollte) – und das ist mehr als 50 Jahre her und war außerdem doping-gefördert, wie wir heute wissen.

Noch nicht einmal von einem roten Licht bei einem Bahnübergang ließ er sich stoppen. 200 Kilometer vor dem Schluss poassierte das zu dieser zeit noch geschlossene Feld sogar eine geschlossene Schranke, was selbstverständlich auch in einem Radrennen strikt verboten ist, ich muss wohl nicht ausführen, warum. Passiert ist Gott sei Dank nicht, aber den Profis droht ein Nachspiel: Geldstrafe und womöglich sogar acht Tage Führerschein-Verbot. Theoretisch wäre sogar eine Disqualifikation möglich, erscheint aber höchst unwahrscheinlich, weil 200 Fahrer sich diesen Fauxpas leisteten. Also eher ein Sturm im Wasserglas.

 

Ach, Arsenal! der nächste Titel vergeigt

 

Wenig ist mehr übrig geblieben vom Zauberfußball der Londoner im Herbst, als sie die Premier League aufmischten und die europäischen Spitzenclubs. Zwar führen sie die englische Meisterschaft noch an (sogar relativ komfortabel), aber ihr Spiel macht keinerlei Spaß mehr (boaring Arsenal lebt wieder auf) und ist auch längst nicht mehr so erfolgreich. Am Samstag scheiterten sie im tradtionellen FA-Cup gar an einem Zweitligisten. In einem nur zeitweise packenden Viertelfinale hatte der FC Southampton mit 2:1 die Nase vorn. Allerdings konnte das Spiel am Ostersamstag gar nicht anders ausgehen, wenn ich die Spitznamen bedenke: Hier die Saints (Heiligen), dort die Gunners (Kanoniere), da musste der Fußball-Gott oder eine ähnlich hohe Instanz einfach eingreifen, wobei in de Partie selbst alles mit rechten Dingen zugegangen war (kein Schiri-Betrug, nirgends, das muss man wohl eigens erwähnen).

Southampton trifft nun im Halbfinale auf Manchester City. Das Team von Pep Guardiola demontierte den FC Liverpool und triumphierte mit 4:0. Drei Tore erzielte dabei Erling Haaland, dem die Experten schon eine schwere Krise nachgesagt hatten. Das andere Halbfinale bestreiten der FC Chelsea und Leeds United; beide Partien werden am letzten April-Wochenende im Londoner Wembley-Stadion ausgetragen (wie auch das Endspiel). Ein schöner Brauch.

 

Lilli Freischem gewinnt das Schwestern-Duell beim Boat Race

 

Das Duell Oxford gegen Cambridge, der englische Klassiker, nur „the Boat Race“ genannt. Bei den Frauen mit der Besondeheit, dass zwei  Schwestern gegeneinander antraten (zum ersten Mal seit 22 jahren), nämlich die Kölnerinnen Mia (Cambridge) und Lilli (Oxford) Freischem. Oxford hatte die Bugspitze klar vorn nach 6,8 Kilometern auf einer eher unruhigen Themse. Die Eltern verfolgten das Spektakel live vor Ort in extra hellblau/dunkelblau gestrickten Pullovern. Kleiner Trost für Mia: Sie kann auch nächstes Jahr noch mal antreten, während Lilli ihr Chirurgie-Studium beendet. Und Partie kann sie auch feiern, denn die Cambridge-Studenten besiegten Oxford klar.

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: Der FC Bayern steckte beim SC Freiburg enen 0:2-Rückstand weg (wie übrigens schon im Hinspiel) und siegte dank eines Treffers in der Nachspielzeit der Nachspielzeit des bis dato sehr blassen Lennart Karl mit 3:2. Es war das 100. Tor der Münchner in der Saison, nächsten Samstag dürfte der Bundesliga-Rekord der Münchner aus der Spieltzeit 1971/72 (101) fallen.
    Der Vorsprung auf Borussia Dortmund beträgt weiterhin 9 Punkte, der BVB erzielte seine Tore zum 2:0 beim VfB Stuttgart (mit einem ehe schwachen Undav) mit den ersten Schüssen ebenfalls in der Nachspielzeit.
    Im Abstiegskampf wird es für den VfL Wolfsburg eng und enger. Trotz einer 3:1-Führung bei Bayer Leverkusen verlor das Team im Plastico der beiden Werksclubs noch mit 3:6. Neu-Trainer Dieter Hecking tobte über die Schiri-Leistung, die in der Tat einiges zu wünschen ließ (Witz-Elfer für Bayer zum 1:1). Der Rückstand auf Platz 16 (St. Pauli /1:1 beim 1. FC Union) beträgt schon 4 Punkte.
  • 2. Bundesliga: Dresden gegen Hertha, und mal wieder wird nicht über Sport geredet, sondern über wildgewordene Männer (es waren wirklich ausschließlich Männer). Fans beider Lager waren über die Zäune aufs Spielfeld geklettert und beschossen sich mit Pyrotechnik. In einer rund 20 Minuten langen Spielunterbrechung drängte die Polizei die Anhänger zurück in ihre Fanblöcke, und die Partie konnte tatsächlich zu Ende gespielt werden; Hertha siegte mit 1:0.
  • Spanien: Der FC Barcelona machte einen Riesenschritt in Richtung Meisterschaft. In einem hitzigen Duell behielten die Katalanen mit 2:1 bei Atlético Madrid die Oberhand. Den entscheidenden Treffer „erzielte“ Robert Lewandowski. Viel dafür konnte der Pole nicht, denn der Ball prallte nach einer tollen Abwehr-Aktion von Atleti-Schlussmann Musso an Lewandowksi Schulter und von dort direkt ins Tor. Da Real zuvor seine Partie auf Mallorca mit 1:2 verloren hatte, beträgt der Vorsprung von Barca jetzt schon komfortable sieben Punkte.
  • Tennis: Eine Woc he eher zum verschnaufen: Turniersiege holten sich Marie Boukova (in Bogotá), Jessica Pegula (Charleston) sowie Jungstar Mir Jodar (Marrakesch), Mariano Navone (Bukarest) sowie Tommy Paul in Houston. Der Amerikane besiegte im Finale den Argentinier R.A. Burruchaga. Wem dieser Nachname bekannt vorkommt: Richtig. Sein Vater Jorge Burruchaga überwand im WM-Finale 1986 Toni Schumacher zum entscheidenden 3:2 (Unvergessen ZDF-Reporter Rolf Kramer: Toni, halt ihn ! Nein!)
  • Tischtennis: Toller Erfolg für Sabine Winter. Bei einem stark besetzten Welt-Turnier in Macau musste sich die Deutsche erst im Halbfinale der späteren Turniersiegerin und Weltmeisterin Sun Yingsha beugen. So weit war eine Europäerin in einem Turnier dieser Kategorie zuletzt vor 11 jahren vorgedrungen (Petrissa Solja). Bei den Männern triumphierte mit Chuqin Wang ebenfalls ein Chinese.

NBA-Endspurt ohne große Dramen

Blick über den Teich, NBA

 

Eine Woche oder 4 bis 5 Partien haben die Teams noch vor sich, bevor es in die Play-offs geht. Normalerweise Zeit für Dramen, wer es über den Strich schafft und wer noch absackt. Diese Saison, keine Spannung, fast nirgends. Natürllich gibt es den einen oder anderen Fight um Platzierungen, aber die insgesamt 20 Teams (je 10 im Osten und Westen), stehen schon längst fest. Weil so viele Teams wie noch nie die Saison von vornherein oder sehr frühzeitig abgeschenkt haben, um sich in der reich beladenen Draft-Klasse ’26 ein besonders exquisites Stück zu sichern. Das sogenannte Tanken=absichtliches Verlieren ist ein extrem trauriges Kapitel für sich, das ich jetzt nicht näher beleuchten will, sondern erst, wenn die Draft Ende Juni ansteht.

So määndert die Saison dem Ende entgegen. 2 Spannungsmomente sind dann doch zu entdecken: Im Westen geht es um die Plätze 3 bis 6 (hinter den Oklahoma City Thunder und San Antonio Spurs), im Osten sogar um die Plätze 5 bis 10, wo noch 2 direkte Play-off-Plätze ausgespielt werden.

 

Western Conference

 

OKC wird auf Platz 1 landen. Rechtzeitig sind alle Spieler fit geworden, und spätestens nach dem 139:96 Kantersieg gegen die  LA Lakers besteht auch kein Zweifel mehr, dass der Titelverteidiger für das erneute Meisterrennen bereit ist. Sicherer Zweiter sind die San Antonio Spurs, das sich in den Spielen gegen OKC als Kryptonit erwiesen hat (3 Siege in 4 Partien)

 

Der Kampf um Platz 3

 

Verwickelt sind die Lakers (50:27 Siege), die Denver Nuggets (49:28), die Houston Rockets (48:29) und die schon etwas abgeschlagenen Minnesota Timberwolves (46:31). Rang 3 wäre in doppelter Hinsicht erstrebenswert. Man hätte Heimrecht in der 1. Runde, und würde außerdem in der 2. Runde den vermeintlich unberzwingbaren Thunder aus den Weg gehen. Um so mehr trifft die Lakers der Ausfall von Topstar Luka Doncic, der wegen einer Oberschenkelzerrung mindestens 2 Wochen ausfällt, schlimmstenfalls sogar sechs. Ob sie ohne den slowenischen Spielmacher den Ein-Siege-Vorsprung auf die Nuggets ins Ziel retten, erscheint mir äußerst fraglich.
Die besten Chancen für Platz 3 haben somit die Nuggets um den potenziellen MvP Nikola Jokic. Zwar müssen sie noch zweimal gegen die Spurs ran und einmal gegen die Thunder, doch die könnten am Ende der Woche bereits im Schon-Modus sein im Hinblick auf die Play-offs. Dahinter haben die Rockets eher theoretische Chancen: Sie müssen alle verbliebenen 5 Spiele gewinnen und dann hoffen, dass die Konkurrenz patzt. Minnesota wird auf Rang 6 verbleiben und versuchen, sich für die Play-offs zu konsolidieren.

Mein Tipp: Denver wird noch Dritter. Vor LA, Houston und Minnesota

 

Die Play-Ins

 

Die 4 Teams stehen schon fest (Phoenix Suns, Portland Trailblazers, Los Angeles Clippers und Golden State Warriors). Sie spielen die Plätze 7 und 8 aus, die aller Wahrscheinlichkeit nur Schlachtopfer in der 1. Play-off-Runde für Thunder und Spurs sein werden.

 

Eastern Conference

 

Die Plätze 1 bis 4 sind praktisch vergeben an Detroit Pistons, Boston Celtics, New York Knicks und Cleveland Cavaliers (die beiden Letztgenannten kämpfen um Rang 3 und 4, was praktisch egal ist). Dahinter sind 6 Mannschaften innerhalb von 4 Siegen. Eines scheint im Osten klar, respektive eben gar nicht klar: Die besten Vier sind nicht so viel besser, als dass nicht in der ersten Play-off-Runde eine Überraschung gegen sie gelingen könnte.

Erster Anwärter auf eine solche Überraschung wären die Atlanta Hawks, zuletzt in ausgezeichneter Form und Favorit auf Rang 5 (oder wenigstens 6), was die Play-offs ohne Umweg über Play-Ins bedeuten würde. Ihr Team ist homogen mit mehreren Waffen (Jalen Johnson, CJ McCullom, Nickell Alexander-Walker, Dyson Daniels). Den Hawks in dieser Form traue ich einen Play-off-Run zu, allerdings könnte ihnen der fehlende Top-Center auf die Füße fallen.
Viel versprechen auch die Charlotte Hornets um den endlich gesunden Lorenzo Ball und Super-Rookie Kon Knuppel, seit Ewigkeiten wieder in der Post season dabei samt dementsprechend fanatischen Publikum (bitte lasst bei Heimspielen das entsetzliche dunkelblaue Parkett im Keller).
Und da sind auch noch die Philadelphia 76ers. Die komplette Wundertüte. Nominell ein Top-Team mit absoluten Topstars wie Tyrese Maxey, Joel Embiid und Paul George. Wenn die gesund bleiben (George? Embiid??) und Rookie VJ Edgecombe und andere Ergänzungsspieler Feuer fangen, kann wirklich alles passieren.

Aus deutscher Sicht am interessantesten sind natürlich die Orlando Magic mit 3 Nationalspielern. Franzn Wagner ist nach sehr langer Pause wieder dabei, wirkt allerdings noch arg rostig (und sein Dreier fällt immer noch nicht …). Tristan da Silva hat eine klare Leistungssteigerung hingelegt und mittlerweile auch einiges Selbstvertrauen. Moe Wagner hingegen ist dezeit aus der Rotation rausgefallen. Irgendwie werde ich mit diesen Magic nicht warm (es fehlt jegliche Magie, höhö). Vor allem ist die Abwehr längst nicht so stark wie im Vorjahr. Mich würde also wenig wundern, wenn Orlando in den Play-Ins (an ein Klettern auf Platz 6 nach dem Grunddurchgang glaube ich trotz knappen Rückstands nicht mehr) scheitern würden; Zurzeit würde ich Atlanta, Philly, Toronto und auch Charlotte stärker einschätzen. Ähnliches wie für Orlando gilt für die Miami Heat. Das Glück für die Florida-Teams: meine Vorhersagen treffen recht selten zu.

Mein Tipp ist also mit größter Vorsicht zu genießen, lautet aber:

5. Atlanta Hawks
6. Philadelphia 76ers
7. Charlotte Hornets
8. Toronto Raptors
9. Orlando Magic
10. Miami Heat

Auf Wiedervorlage Montag in einer Woche, dann bin ich aber schon in Griechenland …