von Münchner Löwe | Juni 6, 2024 | Tennis
Die French Open gehen in die entscheidende Phase. Heute stehen die Halbfinals der Frauen an, morgen die der Männer und am Wochenende die Endspiele. Bereits heute spielt Laura Siegemund das Mixed-Finale an der Seite von Edouard Roger-Vasselingegen die britisch-amerikanische (mit ponischem Einschlag?) Paarung Desirae Krawczyk Neal Skupski.
Tennis-Nation Italien
Sowohl bei Frauen (Jasmine Paolini) als auch bei den Männern (Jannik Sinner) ist Bella Italia in der Vorschlussrunde noch vertreten, das hat es bei einem Grand-Slam-Turnier noch nicht gegeben. Und das muss auch noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Paolini bekommt es heute mit der russischen Aufsteigerin Mirra Andreejava zu tun, Sinner morgen (in einem vorgezogenen Endspiel) mit dem bisher sehr überzeugenden Carlos Alcaraz, den ich für morgen leicht favorisiere. Überhaupt ist Italien im Tennis-Aufschwung. 9 Männer sind unter den ersten 101, 5 unter den ersten 50.
Djokovic kampflos raus
Quasi zum Drüberstreuen steht jetzt schon fest, dass Sinner die neue Nummer 1 wird und Novak Djokovic ablöst. Der Serbe musste für das Viertelfinale absagen. In der Partie im Achtelfinale, das er in 5 Sätzen äußerst mühevoll gegen Francisco Cerundolo gewann, zog er sich einen Riss des Innenmeniskus zu, wie die Diagnose am Dienstag ergab. Gestern wurde er noch in Paris operiert, damit ist auch sein Antreten in Wimbledon äußerst unwahrscheinlich, das Ziel heißt jetzt offenbar Olympia in Paris – und auch das könnte knapp werden.
Es vermehren sich die Zeichen, dass die unfassbare Ära der Großen Drei Roger Federer, Rafael Nadal und eben Djokovic sich dem Ende nähert, dass es zum ersten Mal seit ewigen Zeiten ein Jahr ohne Grandslam-Sieger dieser Drei (zuletzt 2002!) geben könnte. Allerdings will ich Djokovic noch nicht abschreiben. Einzelne Turniersiege traue ich ihm zumindest in den nächsten zwei Jahren jederzeit zu, wenn er wieder fit ist. Das haben ja auch Federer und Nadal nach längeren Pausen eindrucksvoll geschafft. Aber ein dauerndes Beherrschen der Szene halte ich fast für ausgeschlossen und wird auch nicht Djokovics Ziel sein. Sondern einzig die Konzentration auf die wichtigsten Turniere.
Zverev meisterhaft
Ich fand es höchst beeindruckend, wie der Hamburger die Hürde de Minaur gelöst hat. Der Australier ist ja in der Form seines Lebens und er machte Zverev das Leben wahrlich nicht einfach. Doch der nahm die Aufgabe an, blieb geduldig. Er spielte wahrlich nicht fehlerfrei, doch in den entscheidenden Situationen hatte er eben das Itzerl mehr Tenniskönnen und den passenden Gewinnschlag. Knackpunkt war der Tiebreak des 2. Satzes, den Zverev trotz 0:4-Rückstand noch für sich entschied, nachdem er schon beim Stand von 5:6 einen Satzball abgewehrt hat.
Bis zuletzt stand der Sieg auf der Kippe. Sehr wichtig für Zverev war im Hinblick auf seine Kraftreserven, dass er de Minaur in 3 Sätzen schlug, die schon 3:02 extrem anstrengende Stunden dauerten. Zumal er ja schon zuvor fordende Fünfasatz-Matches hatte und Halbfinalgegner Christian Ruud ausgeruht ist aufgrund des kampflosen Sieges gegen Djokovic.
Es ist die vierte Halbfinalteilnahme von Zverev in Paris hintereinander, das allein nötigt schon größten Respekt ab. Vor zwei Jahren zog er sich den bösen Bänderriss gegen Nadal zu, vergangenes Jahr unterlag er dieser Runde eben gegen Ruud. Wie es morgen ausgeht? On verra, wie die Französin so schön sagt.
Noch ein Gala-Content: Zverevs Freundin Sophia Thomalla wird nicht aufgrund ihrer beruflichen Verpflichtungen in Thailand nicht live vor Ort sein.
Schneckles Durchmarsch
Das kann man wörtlich nehmen. Denn gestern musste Laura Siegemund im Mixed zwei Spiel bestreiten und gerade jetzt das Endspiel. Zweimal siegte sie gestern im Matchtiebreak, stand insgesamt fast dreieinhalb Stunden auf dem Platz.
Warum das Finale nicht morgen oder übermorgen? Erstaunliche Terminplanung, Wetterunbill in den Tagen zuvor hin oder her. Ich wünsche dem Schneckle alles Gute.
von Münchner Löwe | Juni 2, 2024 | Fußball, Tennis
Erst Real Madrid, dann Novak Djokovik: Samstagabend bis früh in die Nacht durfte der Sportfan mal wieder erleben, dass die wahren Champs wirklich erst dann geschlagen sind, wenn der Schlusspfiff ertönt oder der Matchball gespielt ist. Leidtragende waren erst Borussia Dortmund und Lorenzo Musetti: Überlegen, doch letztlich den Sack nicht zumachend und am Ende überrollt.
Wer die Chancen nicht nutzt …
Was war das für eine erste Halbzeit des BVB. Praktisch an die Wand spielten die Borussen die Königlichen von Real Madrid, allein es fehlten die Tore. Die beste Chance vergab Karim Adeyemi nach brillantem Zuspiel von Mats Hummels, der jedem Vergleich zum Toni-Kroos-Traumpass gegen die Bayern standhält (did you see that, Mr. Nagelsmann?). Doch er konnte Real-Torwart Thibault Courtois nicht überwinden. Wie überhaupt der Belgier, der nach seinem Kreuzbandriss sein erstes CL–Spiel in dieser Saison bestritt, eine unglaubliche Ruhe ausstrahlte und den Dortmundern den Zahn zog. Außerdem war es fast tragisch, wie wirkungslos die Borussen-Ecken verpufften. Und so ließen die Madrilenen das Angriffs-Feuerwerk, leider aus Borussensicht nicht effizient abgeschlossen über sich ergehen mit dem Wissen, ja Wissen!, dass sie das schon überstehen würden. Da fällt mir ein wenig besserwisserisch ein: Wenn Experten und andere von nicht effektiv sprechen, meinen sie „nicht effizient“. bastian Sick und viele andere haben sich darüber schon länger ausgelassen.
Und fast erwartbar sollte sich der Chancenwucher rächen. Nach der Pause und wahrscheinlich ein paar sehr klaren und treffenden Worten von Trainer Carlo Ancelotti gab es halt dann nicht mehr die sperrangelweiten Real-Lücken in der Abwehr. Mit zunehmender Spieldauer kippte das Geschehen in Richtung Madrid. Und dann zeigte Toni Kroos, wie man eine Ecke schlägt. Scharf und und punktgenau auf den Kopf von Daniel Carvajal, und der nur 1,73 Meter große Verteidiger (ehemals Bayer LeverkusenI überwand Gregor Kobel. Danach zeigte Real seine ganze Königsklassen-Klasse, setzte die Borussen enorm unter Druck sodass Fehler nicht ausblieben. Einen grausamen Fehlpass von Maatsen in der eigenen Hälfte nutzte letztlich Vinicius jr zum 2:0, die Entscheidung, zumal Niklas Füllkrug bei seinem vermeintlichen Anschlusstreffer knapp aber doch eindeutig im Abseits stand.
So durfte Toni Kroos in seinem letzten Real-Spiel sich mit dem insgesamt 6. Champions-League-Titel krönen, so viele hat nur der große Francisco Gento und außerdem auch der gestern eingewechselte Luca Modric.
Die Auferstehung des Djokers
Zum 27. Mal: Ich bin kein Fan von Novak Djokovic, im Gegenteil, ich mag ihn nicht, wegen seiner Art, seiner endlosen Balltipperei beim Aufschlag. Aber ebenfalls zum 27. Mal: Aus für mich leidvoller Erfahrung weiß ich, dass der Serbe wirklich erst bei einem vom Gegner verwandelten Matchball geschlagen ist (Federer Wimbledon-Finale 2019, ein Albtraum). So auch heute Morgen beim faszinierendem Drittrundenspiel der French Open gegen einen zeitweise brillanten Lorenzo Musetti. Die Partie begann aufgrund der Wetterkapriolen erst um 22.40 Uhr Pariser Zeit und endete weit nach 3 Uhr nachts nach mehr als 4 Stunden Spielzeit. Musetti hatte nach verlorenem ersten Satz sich die beiden nächsten Sätze geholt. Da sah Djokovic wie ein wandelnder Leichnam aus, schlurfte nur über den Platz, vermeintlich sich ergebend. „Am Rande einer Niederlage“ sei er, konstatierte Wolle Nadvornik am Eurosport-Mikrofon, und jeder wird diesen Eindruck gehabt haben – wenn es halt nicht der Djokovic wäre.
Und dann? Drückte der Serve den Turbo-Boost wie einst Michael Knight bei bei seinem Wunderauto KITT, der irgendwo in seinem Körper versteckt sein muss. Quasi von einer Sekunde auf die andere war da plötzlich ein springlebendiger Djokovic auf dem Platz, als sei es nicht weit nach Mitternacht, als seien nicht mehr als drei Stunden gespielt. Beim Stand von 2:2 im 4. Satz gelang ihn ein Break, und danach gab es den besten Djokovic in diesem Jahr, das für ihn bisher so gar nicht laufen wollte. Musetti spielte weiter großartig, doch Djokovic agierte in eigenen Tennis-Sphären, praktisch fehlerlos. Ich streiche für den letzten Satz das „praktisch“. Er verwandelte den ersten Matchball nach 4:32 Stunden, es war 3:20 Uhr. Genau ein Game sollte er in dieser Zeit trotz erbitterter Gegenwehr von Musetti abgeben. So endete der 5. Satz 6:0, dauerte aber auch 37 Minuten, also gut 6 Minuten per Game. Klar, auch weil es die Spieler mit der Gameclock nicht mehr ganz so genau nahmen. So feierte Djokovic ausgelassen, Musetti bleibt die Ehre, ein großes Spiel geliefert zu haben. Mit einem Sieg hätte er seinem italienischen Landsmann Jannik Sinner zur Nummer 1 der Weltrangliste verholfen. Der muss das jetzt selbst hinkriegen, indem er wenigstens das Halbfinale in Paris erreicht.
Für Djokovic geht die Reise weiter, und vielleicht war genau dieses Spiel der Schlüssel zu einem doch noch erfolgreichen Jahr. Er hat eindrucksvoll gezeigt, dass er es noch kann, die Frage ist jetzt halt, wie er diesen Kraftakt zu dieser sehr späten Zeit wegsteckt und ob er so was wiederholen kann. Morgen trifft er im Achtelfinale auf den Argentinier Francisco Cerundolo, wir dürfen gespannt sein. Ich persönlich befürchte allerdings bei allem Respekt, dass das eine eher leichte Aufgabe für ihn wird.
von Münchner Löwe | Mai 28, 2024 | bundesliga, Fußball, Tennis
Nadals Abschied – für immer?
Roland Garros – das ist Nadal-Terrain. 14-mal hat der Spanier die French Open dort gewonnen, nicht Spiele, sondern das Grand-Slam-Turnier. Ein Rekord für die Ewigkeit.
Jetzt ereilte ihn am Montag das Erstrunden-Aus, zum ersten Mal in seiner Karriere. Klar, er ist älter geworden und die Verletzungen sind kaum mehr alle aufzuzählen. Hüfte, Bauchmuskel, Knie, Arm, der Kuckuck weiß, was noch alles. Und dennoch: Egal in welchem Zustand Rafa dort antritt, es darf viel erwartet werden. Nun ergab das Erstrundenlos ausgerechnet einen der zurzeit heißesten Spieler der Tour: Alexander Zverev. Und obwohl Nadal wahrscheinlich das beste Tennis seit zwei Jahren auspackte, als er zum letzten Mal in Paris triumphierte, es reicht nicht. Nadal bezog beim 20. Antreten erst seine vierte Niederlage. Zweimal verlor er gegen Novak Djokovic, einmal gegen Robin Söderling 2009, immer noch völlig unerklärlich, und jetzt eben gegen Zverev. Ich wage die Behauptung, dass Nadal gegen 90 Prozent der möglichen Gegner gewonnen hätte.
Und für Zverev schließt sich der Kreis. Eben 2022 spielte er das schon epische Spiel im Halbfinale der FO gegen Nadal: Nach 3 Stunden waren noch nicht einmal 2 Sätze gespielt, als Zverev im Tiebreak schwer umknickte und sich alle Bänder im Fuß riss. Vielleicht/wahrscheinlich/sicher/ganz sicher (sucht es euch aus) hätte Zverev gegen den ermüdenden nadal gewonnen und dann auch das Finale gegen Christian Ruud. Es sollte nicht sein.
Doch es war keine Revanche, dazu haben sich die Vorzeichen zu sehr geändert. Zverev zeigte im Sieg Größe, überließ Nadal die Bühne für dessen Publikum, das viel versuchte, um „seinen“ Rafa zum sieg zu brüllen. Nadal bedankte sich, ein Hintertürchen für die French Open ließ er offen, zumindest lässt er seine Jünger hoffen. Auf jeden FAll aber wird er im Sommer bei Olympia an seinen liebsten Sportplatz zurückkommen, wobei ich über die Qualifikations-Modalitäten oder eventuelle Wildcards noch nicht schlau werde.
Verdammte Relegation
Es sah tatsächlich danach aus, als würde Fortuna Düsseldorf den Zweitliga-Fluch durchbrechen und sich gegen den Bundesliga-16. VfL Bochum durchsetzen. 3:0 im Hinspiel im Ruhrstadion – was sollte da da zu Hause passieren. Nun, es passierte ein völlig verwandelter VfL und eine zaghafte Fortuna. 1:0 stand es zur Pause, noch kein Beinbruch, aber die Neven … Ein Doppelschlag der Gäste innerhalb von zwei Minuten stellte Mitte der 2. Halbzeit den Gesamtstand wieder auf Unentschieden. Danach wagte niemand auf Teufel komm raus die Entscheidung, und so musste das Elferschießen den 18, und letzten Bundesligisten für die Saison 24/25 ermitteln. Auch hier ging es in die Verlängerung, weil auf beiden Seiten von der ersten Fünf ein Schütze am gegnerischen Torwart scheiterte. Wobei die Bochumer Versuche deutlich sicherer wirkten als die der Fortunen. Und sie hatten zudem den Vorteil, immer vorlegen zu dürfen. Kein ABBA, sondern ABAB, wie leider üblich. So kam es, wie es kommen musste. Dem 7. Düsseldorfer SchützenTakashi Uchini versagten die Nerven, und er jagte den Ball Uli-Hoeneß-Like nicht in den Belgrader, aber in den Düsseldorfer Nachthimmel. Er brach zusammen, und war natürlich untröstlich, obwohl viele Düsseldorfer zum Trösten kamen. Brutaler kann sich Fußball nicht zeigten. Die Fortuna-Fans zeigten Größe, blieben leise trauern auf ihren Sitzen und stürmten eben nicht den Platz.
Verdammte Relegation, habe ich getitelt. Ich bin klarer Gegner dieser elendigen Regelung, und im Elferschießen erst recht. Drei Absteiger, drei Aufsteiger – so müsste es sein. Es mag ja unterhaltsam für die neutralen Zuschauer sein, sich am Glück (und vor allem Unglück!) anderer zu weiden, aber braucht es nach so einer langen Saison wirklich noch zwei zusätzliche, die eine ganze Spielzeit ad absurdum führen. Auf keinen Fall aber darf eine solche Entscheidung im Elferschießen fallen. Die Fallhöhe, mit einem einzigen Fehlschuss eine ganze Saison kaputtzumachen, ist einfach zu hoch. Viel schlimmer, als in einer K.o.Runde zu scheitern.
Den Düsseldorfern bleibt der gar nicht so kleine Trost, dass die 2. Liga von den Namen her extrem attraktiv daherkommt. Sie war ja schon in diesem Jahr höchst unterhaltsam, und jetzt kommt noch der Rheinrivale 1. FC Köln dazu.
von Münchner Löwe | Mai 24, 2024 | basketball, bundesliga, Darts, Eishockey, Formel 1, Fußball, Tennis, WM
Einen Tag pausiere ich, und schon überrollt mich das Sportgeschehen. Bayers Serienende, Bayern Trainersuche, Eishockey-WM, Basketball-Play-offs. Und am Wochenende volles Programm mit Pokal, Motorsport in Indy und Monte and so on
Serientäter vorgeführt
Nichts ist aus Bayer Leverkusens perfekter Saison geeworden. Im Europa_league-Endspielin Dublin fand die Werkself mit Atalanta Bergamo ihren Meister. Chancenlos war der Deutsche Meister gegen das Dauerpressing der Italiener, der sie zu ungeahnten und folgeschweren Fehlern zwang. Sicher: Bayer hatte nicht den besten Tag, aber das lag halt an der von Trainer Piero Gasperini glänzend eingestellten Bergamasken, die ihren ersten internationalen Titel holten. Mann des Spiels war Antionio Lookman mit drei blitzsauberen Toren.
Bayer bleibt der Trost der Meisterschaft und das Pokalfinale am Samstag in Berlin, wo es gegen den 1. FC Kaiserslautern haushoher Favorit ist. Bergamo kann in der Serie A noch Vierter werden und somit der AS Roma die Champions League kaputtmachen.
Fündige Bayern?
Die unendlich anmutende Trainersuche hat des FC Bayern hat den nächsten angeblich sicheren Kandidaten hervorgebracht. Vincent Kompany soll sich mit den Münchnern einig sein, jetzt müssen die „nur“ noch mit Kompany derzeitigem Club FC Burnley einig werden. Dieses „nur“ kann aber noch ein bösartiger Stolperstein werden, denn der Absteiger aus der Premier League hat mit dem Ex-HSV- und Ciy-Profi noch einen Vertrag bis 2028, offenbar ohne Ausstiegsklausel. Es ist also auf jeden Fall eine Ablöse fällig, kolportiert wird gerade, dass Burnley so 20 Millionen Euro (Pfund?) aufzurufen gedenkt, und die Verzweiflung der Münchner, endlich zu Potte zu kommen, macht die Sache bestimmt nicht einfacher. Zumal der Tegernsee (Hoeneß) schon grollt, mit Ablösen für Trainer nach den unguten Erfahrungen mit Nagelsmann (25 Mios an RB Leipzig) bitte (=unbedingt) bitte sparsamer umzugehen.
Unterhaltsame Fortsetzung folgt, gerne auch hier zu verfolgen.
Vizeweltmeister draußen
Die deutschen Eishackler haben das Halbfinale bei der WM in Tschechien dieses Mal verpasst. Das 1:3 gegen die Schweiz, zuletzt ein Lieblingsgegner, war trotzdem aller Ehren wert. Hier die Schweizer mit absoluten NHL-Stars wie der grandiose Verteidiger Roman Josi oder der gegen Deutschland zweimal erfolgreiche Nico Hischler, dort die Deutschen, wo die ibei der WM 2023 so überragenden Moritz Seider und Tim Stützle fehlten, von einem Leon Draisaitl, der mit den Edmonton Oilers im NHL-Halbfinale steht, will ich gar nicht erst reden.
Die Schweiz wird morgen im Halbfinale auf Kanada treffen, das sich gegen die Slowakei deutlich mit 6:3 durchsetzte. Das andere Semifinale bestreiten Tschechien (1:0 gegen die USA) und Schweden (2:1 OT gegen Finnland, seufz).
Alba marschiert
Die Berliner stehen nach 3 souveränen Siegen gegen die Telekom Baskets Bonn im Halbfinale der BBL, wo sie auf die Niners Chemnitz treffen, die sich gegen Rasta Vechta mit einiger Mühe mit 3:1 durchsetzen. Heute können die Bayern in Ludwigsburg (2:1) und Würzburg gegen Titelverteidiger Ulm (2:1) nachziehen. Ein Siel 5 würde jeweils am Sonntag stattfinden.
Zumindest die europäischen Basketball-Fans werden mit mehr als einem Auge nach Berlin schauen, wo in der Arena am Ostbahnhof das Final Four der Euroleague stattfindet. Heute im Halbfinale Panathinaikos – Fenerbahnce und Olympiakos – Reaal Madrid. Finale und vorher Spiel um Platz 3 am Sonntag.
Wagner kann auch Judo
Wahrscheinlich auch der Basketball-Franz. Auf jeden Fall sicherte sich die Ravensburgerin Anna Maria Wagner in der Kategorie -79 kg zum zweiten Mal den WM-Titel nach 2021 und ist Deutschlands erste Doppelweltmeisterin. Gleichzeitig sicherte sie sich in der beinharten nationalen Qualifikation den Platz für Olympia. Wie ich mir von einem Experten sagen ließ, viele Grüße an Elias Frank, ist die Klasse die dichteste bei den Frauen, auch international.
Und sonst? (Vorschau und Rückschau)
– Hammerlos für Zverev: Der Hamburger hat bei den French Open ab Sonntag die zweifelhafte Ehre, gleich zum Auftakt den 14-maligen Champion Rafael Nadal zu fordern, der ja in diesem Jahr auf Abschiedsturnee ist. Auch wenn der Spanier nicht mehr in Topform ist, rein körperlich – Nadal auf Sand und das auch noch im Wohnzimmer Roland Garros, das ist ein Kapitel für sich. Einzig Robin Söderling 2009, wofür ihn der spätere Turniersieger Roger Federer auf ewig dankbar sein müsste) und zweimal Novak Djokovic konnten ihn überhaupt auf der Pariser Asche bezwingen. Zverev war vor zwei Jahren im Halbfinale (vielleicht?) dicht davor, bevor er seinen schweren Bänderriss erlitt. Zumindest stimmt seine Form, wie der Turniersieg beim Masters in Rom belegt.
– Bochum praktisch abgestiegen: Im Relegations-Hinspiel kassierte der VfL eine empfindliche 0:3-Niederlage zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf. Schwer vorstellbar, dass sie das am Montag in Düsseldorf drehen können.
– Littlers Durchmarsch: Bei seiner ersten Teilnahme an der Premier League im Darts und in seiner ersten Profisaison überhaupt gewann der 17-Jährige souverän. In einem hochklassigen Endspiel am Donnerstag in London setzte er sich in einer Neuauflage des WM-Finals gegen Weltmeister Luke Humphries mit 11:7 Legs durch. Er schaffte einen Schnitt von 105 (Humphries auch tolle 102)
– Motorsport satt: Es stehen am Sonntag an: die Klassiker Indy 500 und der Grand Prix von Monaco. Außerdem MotoGP in Barcelona und DTM am Lausitzring.
– Pokalteilnehmer gesucht: Wie immer am Pokalwochenende gibt es den sogenannten Tag der Amateure mit den Landespokalendspielen zu verschiedenen Anstoßzeiten in allen Verbänden. Die ARD ist wie immer live dabei.
– Manchester-Derby: Pokalfinale auch in England wie immer in Wembley zwischen den Manchester-Clubs City und United. City kann das Double fixieren, United mit einem Sieg die desaströse Saison retten, der dann auch die Europa League Qual für die nächste Saison bedeuten würde.
von Münchner Löwe | Mai 21, 2024 | Allgemein, basketball, bundesliga, Eishockey, Radsport, Tennis
Viele Fußball-Entscheidungensind , ein umstrittenes EM-Aufgebot, ein starker Zverev, ein noch stärkerer Pogacar und rührseliger Abschied in Anfield.
City Meister, Sturm auch
Die Spannung in England hielt sich doch in argen Grenzen nach dem Sieg von Manchester City während der Woche bei den Tottenham Hotspur. Das Heimspiel gegen West Ham United war dann eher eine Pflichtüubung, die City mit 3:1 souverän bewältigte. Zum 4. Mal hinterander sind die Skyblues damit Meister, das hat in England noch niemand geschafft.
Eine Meisterserie endete dagegen in Österreich. Nach 10 Titeln in Folge musste Red Bull Salzburg diesmal Sturm Graz den Vortritt lassen. Das letzte Spiel wurde für Sturm zur Nervenprobe, denn lange stand es gegen denAustria Klagenfurt nur 0:0, was zu wenig gewesen wäre. Doch zwei Tore Tote von wüthrich nach einem Corner und Camara (jeweils der erste Saisontreffer) beseitigten die Sorgen, dass es Sturm so erginge wie der BVB im vergangenen Jahr. Grenzenloser Jubel und das sichere CL-Ticket. Salzburg half auch das 7:1 gegen den LASK nichts mehr. Sie müssen in der CL in die Qualfikation (ab 3. Runde).
Kölner Wunder blieb aus
Gleich mit 1:4 verlor der FC nach einer mehr als bescheidenen Leistung beim Aufsteiger 1. FC Heidenheim und muss in die 2. Liga. Dramatisch ging es im Fernduell gegen Platz 16 zu. Mainz schaffte einen letztlich souveränen 3:1-Erfolg und überholte sogar noch Gladbach. Union vermied die Relegation mit einem 2:1 gegen Freiburg. Der Siegtreffer fiel in der Nachspielzeit durch einen Elfer im Nachschuss. Platz 16 geht damit an den VfL Bochum, der auf Fortuna Düsseldorf trifft. Allerdings ohne Stammtorwart Riemann, der wegen ungebührlichen Verhaltens dsuspendiert wurde.
Auf Wiedersehen, Hansa
Die Rostocker verloren zu Hause gegen Paderborn und verblieben auf Platz 17. Ein paar Chaoten warfen mit Feuerwerkskörpern und sorgten für eine Spielunterbrechung. Diese Idioten wird niemand in der 2. Liga vermissen
Und sonst
– Preussen Münster steigt direkt in die 2. Liga auf, Regensburg spielt Relegation gegen Wehen-Wiesbaden
– Energie Cottbus steigt als Meister der Regionalliga Nordost in die 3. Liga auf. Da freue ich mich schon ein bisschen, denn diesen Club habe ich während seiner Zeit in der 1. und 2. Liga als MOZ-Redakteur betreut.
Kader steht, Fragen bleiben
Tröpfchenweise haben mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten die nominierten Spieler für den deutschen EM-Kader bekannt gegeben. Eine nette Spielerei, nicht mehr, nicht weniger.
Viel wichtiger ist der Kader selbst: Es gibt wohl keinen Fußball-Fan, der vor einem Großereignis hundertprozentig mit den auserwählten Spielern konform geht. Diesmal blieben die ganz großen Überraschungen Aus. Die Diskussion entzündete sich hauptsächlich, ob es richtig ist, dass Julian Nagelsmann auf Mats Hummels und auch Leon Goretzka verzichtet. Ich hätte Hummels auf alle Fälle mitgenommen. Er ist auf jeden Fall formstärker als die berücksichtigten Nico Schlotterbeck und vor allem Robin Koch. Außerdem hat er Turniererfahrung und hat gerade in nervenaufreibenden Champions-League-Spielen gezeigt, dass eer vor allem in heiklen Phasen kühlen Kopf bewahrt. Und er ist noch torgefährlich. Nagelsmanns Begründung, Hummels sei schlechter für die Teamchemie und nicht so gut zu integrieren, wenn er nicht von Beginn an spielt, ist durch nichts belegt. Der Bundestrainer hat sich damit freiwillig eines echten Abwehrtrumpfes beraubt. Gerade wenn es gilt, einen Vorsprung über die Zeit zu retten, ist Hummels mit seiner Erfahrung, Zweikampf- und Kopfballstärke geradezu prädestiniert.
Und wenn jetzt ins Feld geführt wird, dass die jüngeren Turnier-Erfahrung sammeln für die WM 26, dann halte ich das, entschuldigung, für echten Blödsinn. Diese Heim-EM ist viel zu wertvoll und wichtig für den deutschen Fußball, um hier Vesuchballons im Hinblick auf später zu starten. Ich wünsche Tah und Rüdiger alles Gute und vor allem Gesundheit.
All das, vielleicht nicht ganz so zwingend, gilt auch für Goretzka.
Und damit komme ich zu einem Spieler, den ich auch sehr gerne dabei gesehen hätte. Torwart Stefan Ortega. Ich glaube, es ist nicht vermessen zu behaupten, dass er wesentlichen Anteil am Titel von Manchester City hat mit Glanzleistungen am Dienstag gegen Tottenham und zuvor in den Titelspielen gegen Arsenal und Liverpool. Und vor allem: Er ist der ideale Ersatztorwart, ist sofort zur Stelle, wenn er eingewechselt wird. Und angesichts der Leistungen des in Deutschland ach so unantastbaren Manuel Neuer, muss einem eh Angst und Bange werden. Schaut das Heidenheim-Spiel, wenn ihr euch gruseln wollt über eine Torhüterleistung.
Großer Abschied für Klopp
näheres hier
https://blickueberdenteich.de/juergen-klopp-so-geht-abschied/
Zverevs Statement
Der Hamburger gewann das Turnier in Rom und damit sein erstes Masters seit der Zwangspause aufgrund seines Bänderisses vor zwei Jahren in Paris. Er zeigte durchweg solides bis überdurchschnittliches Sandplatztennis. Natürlich hat er auch profitiert, dass Sinner und Alcaraz nicht dabei waren und Djokovic früh die Segel streichen ließ, aber diese Chance nutzte er in beeindruckender Weise. In dieser Form ist er für mich Mitv+favorit für die French Open ab Sonntag.
Bei den Frauen gewann Iga Swiatek und revanchierte sich im Finale am Samstag für die Niederlage gegen Aryna Sabalenka zwei Wochen zuvor in Madrid. Diese zwei stehen auf Sand über allen anderen oder können Lena Rybakina und Coco Gauff noch mal eingreifen?
Solo Pogacar
Dass der Slowene den Giro gewinnen würde, war für fast alle Experten klar. Die Art und Weise wie er das Feld dominiert, beeindruckte mich dann doch sehr. Auf schwierigen Bergetappen spielt er sich gerade mit der Konkurrenz, sein Team hat das Feld jederzeit unter Kontrolle, und auch im Zeitfahren wird ihm höchstens der ausgemachte Spezialist Ganna gefährlich, der aber für die Gesamtwertung keine Rolle spielt. 4 Etappensiege hat er schon eingefahren, und wenn er wirklich will, werden es in dieser Woche in den Bergen noch mehr.
Souverän im Viertelfinale
Nach den beiden klaren Niederlagen des deutschen Teams zu Beginn der Eishockey-WM gegen USA und Schweden durfte man sich leichte Sorgen machen. Unbegründet, denn zumindest das Vietelfinale hat das Team danach durch klare Siege eindrucksvoll geschafft. Der Gegner dort steht noch nicht fest, Schweiz oder Tschechien, das ist die Frage, die erst heute Abend geklärt ist.
Für das bisher so fulminante österreichische Team hat sich das Viertelfinale dagegen durch das 2:4 gegen Absteiger Großbritannien erledigt. Der Sieg in buchstäblich letzter Sekunde und die Aufholjagd gegen Kanada zum 6:6 nach 1:6 werden als absolute Höhepunkte des österreichischen Eishockeys in erinnerung bleiben.
Und sonst
– begannen die Basketball-Play-offs mit Überraschungen. Vor allem die Heimniederlage des FC Bayern gegen Ludwigsburg kam unerwartet, konnte aber am Montag repariert werden. Allein Alba Berlin hat zwei Heimsiege auf dem Konto. Ab heute geht es in die dritten Spiele
– zu NBA und NHL verweise ich auf meine Blicke über den Teich: Hier nur soviel: Die Conference Finals stehen ab sofort auf dem Programm. Dallas ist die einzige Stadt, die noch in NBA und NHL dabei ist. Die Titelverteidiger Las Vegas (NHL) und Denver (NBA) sind raus.
– Max Verstappen hat mal wieder gewonnen. Doch Mc Laren ist seinem Red Bull ziemlich auf die Pelle gerückt. Könnte man vielleicht ein Auge drauf werfen zumal jetzt Monte Carlo ansteht
– Xander Schauffele der erste Major Sieg im Golf bei den PGA Championships. Er siegte mit einem Schlag Vorsprung auf Bryson DeChambeau. Vor 3 Jahren gab es ernsthafte überlegungen, ob der deutschstämmige Profi nicht fürs deutsche Olympia-Team antreten könnte. Die Idee hat sich dann zerschlagen, schade eigentlich.
von Münchner Löwe | Mai 13, 2024 | bundesliga, Fußball, MLB, Tennis, Wochenrückschau
Koan Titel
Erstmals seit 2012, als die Bayern in Champions League, DFB-Pokal und Meisterschaft jeweils Zweite wurden, schaut dieses Jahr also keine Trophäe heraus. Die letzte Chance vergaben die Münchner durch das 1:2 bei Real Madrid am Mittwoch. Ausgerechnet mit die beiden besten Akteure auf dem Platz patzten entscheidend. In der 89. Minute ließ der bis dato überragende Manuel Neuer, der zwei sog. „Unhaltbare“ entschärft hatte, einen harmlosen Ball nach vorne prallen, und Joselu verwertete. Sekunden vor Schluss, pfiff der bis dato gute Schiri Machiniak eine verheißungsvolle Aktion der Münchner wegen vermeintlichen Abseits ab, die den Ausgleich hätte bedeuten können. Der Ball landete tatsächlich im Tor, allerdings machte vor allem Real-Torwart Lunin keinerlei Abwehrgestalten nach dem Pfiff. Der absolut vorschnell war, denn in Zeiten des VAR sind die Unparteiischen strikt angehalten, in kniffligen Szenen mit Pfiffen abzuwarten, damit die Situation notfalls am Bildschirm kontorlliert werden kann. Die Geschrei vor allem in München ist riesig. Bei allem verständlichem Ärger: Gerade Überschriften „Schiri-Versager“, „Skandal-Schiri“ „Größter Torraub seit Wembley 66“ schießen doch weit übers Ziel hinaus. Den Vogel schoss die tz ab, die 4 vermeintliche Fehlentscheidungen jeweils zu Ungunsten des FCB fand, um dann scheinheilig zu konstatierenman wisse, ob diese Fehler auch spielentscheidend waren. Erbärmlich, bei aller auch von mir zugestandenen Parteilichkeit.
Besser als die Münchner machten es die Dortmunder, die auch in Paris mit 1:0 gewannen. Mats Hummels köpfte das Goldtor, das den BVB ins Endspiel von Wembley am 1. Juni gegen Real brachte. Und der neben Hummels überragende Abwehrmann Nico Schlotterbeck erhält zur Belohnung ein EM-Ticket, wie die 20 Uhr-Tagesschau, offenbar händeringend nach relevanten Themen suchend, exklusiv vermeldete. Gibt in dieser vollkommen heilen Welt ja keine Krisenherde, gibt es doch?
Und auch in der Europa League ist ein deutsches Team beteiligt. Bayer Leverkusen rettete in letzter Minute gegen die Roma die niederlaglose Saison mit Stanisics Tor und trifft im Endspiel in 2 Wochen auf Atalanta Bergamo.
Nordclubs steigen auf.
Der FC St. Pauli und Holstein Kiel machten am vorletzten Spieltag den Bundesliga-Aufstieg auch rechnerisch perfekt. Pauli kehrt nach 2011 ins Oberhaus zurück, Holstein ist Bundesliga-Neuling und erstes Team aus Schleswig-Holstein. Den Kielern genügte ein 1:1 zu Hause gegen Düsseldorf, das eine für norddeutsche untypisch ausgelassene Feier zur Folge hatte. Eine schier unglaubliche Leistung, weil die Mannschaft vor der Saison einen enormen personellen Aderlass vekraften musste. Pauli dagegen war nach dem im letzten Jahr verpatzten Aufstieg Mitfavorit und schaffte es letztlich souverän trotz unerklärlicher Aussetzer.
Fortuna Düsseldorf haderte mit den Unparteiischen, die ihnen einen klaren Handelfmeter versagten. Darf sich aber mit der Relegation täuschen
Kölner Wunder
Auf wen die Fortuna dort trifft, ist völlig ungewiss. Die Abstiegsfrage ist der letzte richtige Spannungsmoment in der 1. Liga. In die der 1. FC Köln sogarnoch eingreifen kann. Mausetod schien das Team nach dem frühen 0:2 zu Hause gegen Union. Doch ein völlig überflüssiger Foulelfer und zwei nicht mehr für möglich gehaltene Treffer in der Schlussphase erhielten die Chancen am Leben. Ein echtes Wunder. Ein zweites werden sie allerdings brauchen, nämlich einerseits einen Sieg beim souverän geretteten Aufsteiger 1. FC Heidenheim und gleichzeitig eine Niederlage des 1. FC Union zu Hause gegen den SC Freiburg. Die Breisgauer ihrerseits brauchen einen Sieg fürs internationale Geschäft und wollen ihre scheidende Trainerlegende Christian Streich nicht mit einer Niederlage in den vorläufigen (?) Ruhestand schicken.
Richtig aufregend wird der Kampf um den Relegationsplatz 16, besser gesagt, ihn zu vermeiden. Durch das klare 3:0 gegen unterirdische Dortmunder hat der FSV Mainz plötzlich gute Karten auf den sicheren Klassenerhalt. Ein Punkt n Wolfsburg reicht. Den braucht auch der VfL Bochum, um sicherzugehen. Union kann sich nur noch direkt retten, wenn sie gewinnen und Mainz und Bochum verlieren. Durchaus möglich, dass das Torvehältnis entscheidet, doch die Höhe der Ergebnisse bächsten Samstag sind irrelevant.
Verdammtes Handgelenk
Dies behindert Dominic Thiem seit 3 Jahren so stark, dass er jetzt entschied: am Ende der Saison ist Schluss, und zwar beim Heimturnier im Oktober in Wien. Drei jahre ist es her, als er bei einem Rasenturnier auf Mallorca so große Schmerzen in der rechten Hand hatte, dass er sich operieren lassen musste. Knapp ein Jahr später kehrte er zurück, aber er fand nie wieder in seine grandiose Form zurück, die ihn zum zweitbeten Sandplatzspieler der Welt hinter Rafael Nadal werden ließ. Der Spanier war es auch, der einen Triumph des Österreichers bei seinem Lieblingsturnier in Roland Garros verhinderte, zweimal im Endspiel. Dafür schaffte er den Erfolg bei den US Open 2020, allerdings wegen Corona vor leeren Rängen. Im Endspiel rang er Alexander Zverev nieder, der immer noch auf einen Grand-Slam-Erfolg wartet.
17 Turniere hat er gewonnen, und gerade gegen die Großen Drei Federer, Nadal und Djokovic hat er eine tolle Bilanz, konnte jeden der Drei mindestens fünfmal bezwingen. Schade um einen großartigen Sportler, vielleicht nicht immer optimal betreut, weil er wohl zu sehr an seiner Familie hing, die ihn für meine Begriffe zu sehr einschränkte.
Der Djoker sucht die Form
Ein frühes Aus ereilte Novak Djokovic am Sonntag in Rom. Dort unterlag er völlig überraschend dem Chilenen Alejandro Tabilo mit 2:6 und 3:6. Nochnie hatte der Djoker in Rom gegen einen schlechter platzierten Spieler (32) verloren. Für Rafa Nadal geht die Abschiedstournee relativ erfolglos weiter. Gegen Hubert Hurkacz sah er in der 2. Runde beim 1:6 und 3:6 kein Land.
Kepler trifft und trifft
Der einzige Deutsche in der Major League Baseball schaffte die zweite komplette Woche mit mindestens einem Hit pro Spiel. Insgesamt jetzt 14 Partien hintereinander, persönlicher Bestwert. Sein Durchschnitt beträgt in dieser zurzeit 0.325, das ist schon echte Klasse und um Längen besser als das, was er bisher produzierte (ca 0.250). Seine Minnesota Twins haben sich nach durchwachsenem Start bis auf einen halben Siege an Divisionsanführer Cleveland Guardians herangekämpft.
Und sonst
– Ein Turniersieg für Golfprofi Rory McIroy in Charlotte. Er siegte mit 5 Schlägen Vorsprung auf Xander Schauffele. Gelungene generalprobe fürs PGA Championships, dem 2. Major des Jahres.
– (erst mal?) vepasste Meisterschaft. Sturm Graz vergab den Mattchball in Österreich durch ein 2:2 beim Linzer ASK. Nächsten Sonntag haben die Steirer allerdings zu Hause gegen Austria Klagenfurt die zweite (und viel) bessere Chance, brauchen aber einen Sieg.
– Tadej Pogacar auf dem Weg zum Giro-Sieg. Bester am Berg, Bester im Zeitfahren. Der Slowene ist in seiner eigenen Liga. Nur großes Pech (Sturz, Krankheit) kann den Sieg bei der Italien-Rundfahrt und damit Teil 1 des Doubles /Giro/Tour verhindern.
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