Das wird die Woche, wie wird

Das größte Spiel der Vereinsgeschichte

 

Superlative im Sport sind außerhalb von messbaren Rekorden immer schwierig, aber was kann es Tolleres geben für den SC Freiburg als ein internationales Finale. Nämlich das Endspiel am Mittwochabend (21 Uhr) in Istanbul gegen den englischen Spitzenclub Aston Villa. Die Breisgauer haben sich mit sehr starken Leistungen völlig verdient für dieses Finale qualfiziert, sie haben mit ihrem Fußball das Land begeistert.
Der SC Freiburg ist ja ohnehin so etwas wie der erklärte Lieblingsclub in Deutschland (Bei allen Fans ist er seit Jahren so etwas wie der Zweitclub hinter dem eigenem Verein). Weil hier einerseits natürlich professionell gearbeitet wird, andrerseits nicht alles so unfassbar hoch gehängt wird. Was natürlich auch am Standort Freiburg ist. Dieser Stadt im Südwesten des Landes, die meisten Sonnenstunden mit allen Vorzügen einer Studentenstadt – eine gewisse Entspanntheit sagt man den Einwohnern nach.
Bestens hinein passt der SCF. Wo in den 90er-Jahren Volker Finke den Club hoffähig gemacht hat und wie der Nach-Nachfolger mehr als ein Jahrzehnt wirken durfte. Auch weil die Clubführung(en) auch im Falle des sportlichen Misserfolges am Trainer festhielten und sogar 2 Abstiege in die 2. Bundesliga ruhig vearbeiteten. Ohne Überreaktion, aber natürlich mit klarer Analyse, was schiefgelaufen ist.

Jetzt also die Krönung? Gegen Aston Villa, dessen prominentester Anhänger der englische Thronfolger ist. Prinz Williams lässt es sich offenbar nicht nehmen und feuert sein Team von der Tribüne aus an. Wie offenbar 20.000 Fans aus Birmingham, die das Besiktas-Stadion in eine Art Villa Park verwandeln wollen. Villa ist sicher der Favorit, das Team hat Rang 4 in der Premier League und damit die Qualifikation für die kommende Champions League sicher. Freiburg kann ebenfalls in die Königsklasse rücken, es wäre der äußerst lukrative Nebenaspekt des Europa-League-Triumphes.

 

Basketball-Spektakel in Athen

 

Das Final Four der Euroleague ist Vereins-Höhepunkt der europäischen Saison. Am Freitag stehen in Athen 2 Halbfinali auf dem Program, am Sonntag folgen die Partie um Platz 3 und das Endspiel. Nicht dabei ist allerdings der nominelle Heimverein Panathinaikos, in dessen Halle das Ganze zur Austragung kommt. Woll aber Lokalrivale Olympiakos, der es am Freitag (17 Ur) mit dem türkischen Spitzenclub Fenerbahce Istanbul zu tun bekommt. Daszweite Halbfinale bestreiten anschließend in einer spanischen Auseinandersetzung Valencia und Real Madrid.
Der Ausgang scheint offen, für Olympiakos spricht der Heimvorteil (viele werden sich vom Hafen aus ins nahe Telekom Center aufmachen. Aber immer zu beachten sind die alten Herrschaften von Real, die wie im Fußball regelrecht aufblühen, wenn es um internationale Weihen geht.

 

Und sonst?

 

  • Eishockey: Noch bis einschließlich Montag stehen für die Teams bis zu vier Vorrundenspiele bei der Eishockey-WM an. Schon heute trifft das deutsche Team auf die USA, nach 3 Niederlagen ist die Stimmung ziemlich im Keller. Und trotzdem ist das Viertelfinale noch nicht außer Reichweite, erst recht mit einem Sieg gegen den Titelverteidiger, der allerdings in völlig veränderter Aufstellung in die Schweiz gereist wird.
    Aber sogar wenn die Deutschen heute verlieren, könnte es noch klappen. Dann allerdings müsste das Team des umstrittenen Bundestrainers Harold Kreis am Samstag gegen Österreich gewinnen, wahrscheinlich sogar mit 2 oder gar 3 Toren Unterschied.
    Favoriten auf den Titel sind eh andere. Die Schweizer Gastgeber überzeugten beim 6:1 gegen Deutschland, auch Finnland und Kanada sind stark. Für mich bleibt die Frage, was dieses Turnier soll in Olympiajahren, weil der absolute Höhepunkt das Turnier in Mailand mit allen NHL-Stars gewesen ist.
  • Pokal-Finale in Berlin: Es trifft der FC Bayern auf den VfB Stuttgart. Alles andere als ein klarer Sieg der Münchner wäre eine Sensation. Die große Frage: Wie wird der frischgebackene Nationalmannschaftsrückkehrer Manuel Neuer aufgenommen. An dieser Stelle spare ich mir die Worte zu dem unfassbaren Umfaller des zurückgetretenen Weltmeisters von 2014. Mehr morgen (Donnerstag), wenn der Kader vom Bundestrainer offiziell bekannt gegeben wird.
  • England: Die letzte offene Frage von Bedeutung: Wer steigt als dritter Club neben Wolverhampton und Burnley ab. Tottenham Hotspur genügt zu Hause gegen den FC Everton ein Remis (ich lass jetzt mal einen Sieg von Rivalen West Ham United mit 12 Toren Unterschied gegen Leeds außen vor). Dann würde eine durch und durch verkorkste Saison der Londoner wenigstens nicht mit einem Super-GAU enden.
  • Handball: Der SC Mageburg kann am Donnerstag mit einem Unentschieden gegen den härtesten Verfolger die Meisterschaft auch rechnerisch fixieren. Die Norddeutschen ihrerseits befinden sich im Fernduell mit den Füchsen Berlin um Platz 2 (und die Champions-League-Qualifikation). Diese haben ebenfalls am Donnerstag mit der Heimpartie gegen hannover -Burgdorf die wesentlich einfachere Aufgabe.
  • Radsport: Einige schwierige Etappen stehen in den nächsten Tagen beim Giro d’Italia an. Dann wird sich zeigen, ob die Gerüchte um den angeschlagenen Gesundheitsustand von Top-Favorit Jonas Vingegaard zutreffen. Beim Zeitfahren gestern zeigte er Schwächen, ob aus Taktik (Kraftsparen) oder tatsächlich körperlicher Schwäche, die Radsportwelt rätselt.
  • Basketball: Die Play-offs in der BBL wird am Wochenende mit den jeweils dritten und vierten Partien fortgesetzt. Während der FC Bayern souverän seine beiden Heimpartien gegen die Gladiators Trier gewann, musste Alba Berlin eine übeerraschende Niederlage gegen Vechta hinnehmen (und vermied eine zwweite Heimplete am Dienstag nur mit größter Mühe). Außerdem spielen: Ratiopharm Ulm – Bamberg (0:2) und Würzburg gegen Bonn (1:1).
  • Formel 1: Der 5. WM-Lauf am Sonntag in Kanada. Gefahren wird auf dem Circui de Villeneuve, einer der schönsten Strecken mit der berühmten Wall of Champions. Wer schlägt die Mercedesse, wer schlägt Kimi Antonelli?
  • Tennis: Männer-Turnier in Hamburg und Genf, Frauen-Turniere in Rabat und Straßburg. Das Ganze als Vorbereitung und Formüberprüfung für die French Open. In Paris selbst findet die Qualifikation für das 2. Grand-Slam-Tunier des Jahres statt, das am Sonntag beginnt.

Ein Basketballspiel am Rande des Wahnsinns

Blick über den Teich, NBA

 

Oklahoma City Thunder – San Antonio Spurs 115:122 2OT (0:1)

Vorweg: Ich kann und will nicht auf alle Aspekte des Spiels eingehen, sonst wirds uferlos.

 

Was für ein Kampf auf Biegen und Brechen! Was für ein Thriller mit 2 Verlöngerungen! Wa sfür ein Matchwinner mit einer fast epochelen Leistung! Die erste Partie zwischen den Thunder und den Spurs hat die ohnehin schon hohen Erwartungen weit übertroffen. Vielleicht ist es der Auftakt einer epochalen Serie. Nach 2 Verlängerungen und 58 Minuten hatten die Spurs schlicht mehr zuzusetzen und sicherten sich in der Fremde den Sieg.

Erstaunlich deswegen, weil sie das viel unerfahrenere Team sind, das aber sogar in der 2. Verlängerung die Nerven behielt und eben nicht Fehler machten, die junge Spieler gerne machen in heiklen Phasen – vor allem auswärts gegen ein infernalisch lärmendes Publikum.
Erstaunlich auch, weil der Spielverlauf und das berühmt-berüchtigte Momentum gegen sie sprach. Sie lagen eigentlich die gesamte Partie vorn (mit bis zu 10 Punkten) und mussten doch in einem furiosen Endspurt die Thunder herankommen lassen.

Aber natürlich aben sie mit Victor Wembanyama einen außergewöhnichen Spieler, der Außergewöhnliches leistet. Wie eben 25 Sekunden vor Schluss einen elementar wichtigen Wurf 2 Meter hinter der Dreipunkte-Linie ohne Wackler ins Ziel zum Ausgleich. Oder einen ikonischen Block in der 2. Verlängerung fabriziert (außergewöhnlich toll eingefangen von den Kameras).

 

Bester der Sieger

 

Victor Wembanyama: Allein die Statline ist furchterregend: 41 Punkte, 24 Rebounds, davon 9 am offensiven Brett. Dazu noch je 3 Assists und 3 Blocks. Doch noch viel mehr als diese Zahlen beeindruckte mich sein unglaubliches Defensivspiel. Wenn er mit seinen 2,21 Metern und riesiger Spannweite auf dem Parkett ist, verändert sich das ganze Offensiv-Spiel des Gegners. Die Würfe werden komplizierter und weniger treffsicher. Der Respekt ist verständlicherweise enorm, und das verursacht Fehler.
Man darf ja nie vergessen: Der Kerl ist erst 21 Jahre alt und spielt seine erste Play-off-Saison, somit also sein erstes Conference Finale. Wo soll das noch hinführen?

 

Stark beim Verlierer

 

Alex Caruso: Allein seine Dreier hileten die Thunder in der 1. Halbzeit im Spiel (4 von 7 in der 1. Halbzeit). In der Defensive ist er ohnehin ein Biest, jederzeit auf einen Steal aus. Am Ende war er mit 31 Punkten Top-Scorer seines Teams, das hatten wohl die wenigsten Experten auf dem Zettel

 

X-Faktoren

 

Dylan Harper: Der Rookie im Spurs-Dress legte eine fulminante Leistung hin. Nicht nur wegen seiner 24 Punkte. Der Spielmacher behielt auch feindlicher Atmosphäre stets den Überblick und verlor trotz der ihn dauernd bedrängenden Verteidiger nur einmal den Ball (durch einen Fangfehler). Die Spurs wurden häufig kritisiert, dass sie 2025 ihren Nummer-2-Pick für Harpe verwendet hatten, jetzt ahnen wir, was sich die Tamführung davon versprochen hat.

Spurs-Verteidigung gegen den MvP : 3 Viertel trat Shai Gilgeous-Alexander überhaupt nicht in Erscheinung hatte nur 10 Punkte erzielt. Im 4. Viertel drehte er auf, ermöglichte mit seinen 12 Zählern die Verlängerungen. Alle dachten, dass er die Spurs-Verteidigung decodeirt hätte, doch gerade in den 10 Minuten der Verlängerung blieb er weit unter seinen Möglichkeiten, und es war dann sein Ballverlust, der die Entscheidung für die Spurs herbeiführte.

 

Zahlereien:

 

93 Prozent der Spurs-Frewürfe landeten im Ziel (27/29), ein außergewöhnlich hoher Wert gerade in so einem nervenaufreibenden Spiel. In den 2 Verlängerungen blieben die Spurs sogar fehlerlos. Wemby und Harper verwandeten je 3 Versuche.

11 Ballverluste leistete sich Stephon Castle von den Spurs. Zur Entschuldigung sollte ich ergänzen, gegen ein dauern attackierendes Thunder-Team. Wie wertvoll der Spielmacher trotzdem ist, zeigen die 11 Assists.

 

🇩🇪👓

 

Isaiah Hartenstein hatte nicht den besten Tag. Nur gut 12 Minuten stand der Center auf dem Feld, und diese 12 Minuten liefen sowohl defensiv als auch offensiv ziemlich am Center vorbei. Hier dürfte Trainer Marc Daigenault für die nächsten Spiele ansetzen, um den Deutschen jeweils besser zu integrieren.

 

Ausblick

 

Die Spurs haben das erste Spiel gewonnen. Wichtig für den Kopf, dass sie diese insgesamt überlegen geführte Partie tatsächlich heimbekommen haben. Doch diese Serie ist noch längst nicht entschieden. gerade die Thunder haben noch einige Möglichkeiten im Kader. So dürfte der in den ersten Runden so glänzende Ajaj Mitchell wieder eine gewichtigere Rolle bekommen (Daigenault vertraute lieber dem wiedergenesenen Jayson Williams, der auch stark anfing, aber doch recht deutlich nachließ).
Bei den Spurs bleibt abzuwarten, ob der wegen einer Knöchslverletzung pausierende De’Aaron Fox zurückkehrt.

Auf die neutralen Basketball-Freunde warten Festspiele, und Fans der jeweiligen Teams werden noch viel Grund zum Zittern haben.

 

Ansetzungen: 

Mi., 02:00: Knicks – Cavaliers (0:0)

Auftakt der Conference Series im Osten. Die Knicks wieder mit OJ Amunoby gelten fürs Spiel und für die Serie als ziemlich klarer Favorit. Für die Knicks spricht zumindest für Spiel 1, dass sie sich eine Woche ausruhen konngten, während die Cavaliers noch am Sonntag das 7. Spiel der 2. Runde in Detroit bestreiten mussten.

Do., 02:30: Thunder – Spurs (0:1)

 

 

 

 

Das war die Woche, die war

Viele Entschedungen auf Europas Fußball-Plätzen, Jannik Sinners Erfolgslauf geht weiter, und Matti Schmid katpaultiert sich in die Golf-Elite.

 

Gebrochene Herzen aus Edinburgh

 

Die Hearts of Midlothian haben es nicht geschafft. In einem Herzschlagfinale (sic) im Glasgower Parkhead-Stadium unterlagen sie Celtic mit 1:3, ein Remis hätte zum Titel gereicht. Der  Treffer zum 1:2 kurz vorm Ende, als Daizen Maeda ein Zuspiel verwertete. Ganz kurze Zeit noch Hoffnung, ob es nicht Abseits gewesen wäre, war es nicht, und ein Konter aufs leere Tor beseitigte letzte Zweifel.

Es blieben: gebrochene Herzen. Nicht zur bei den Herts-Fans, sondern wohl bei jedem neutralen Betrachter. Denn die Hearts hätten Geschichte schreiben können. Seit 1985 nämlich geht der schottische Meistertitel immer nach Glasgow, entweder zu den Celtics (mit Edelfan Rod Steward) oder zu den Rangers. Der FC Aberdeen, damals mit dem späteren Sir Alex Ferguson auf der Bank, war der letzte Meister aus Nicht-Glasgow. Die Hearts selbst warten gar seit 1960 auf den Titel.

Dabei spielte das Team aus Edinburgh eine fantastische Saison, führte schon souverän die Tabelle an, bis die Celtics eine Auholjagd starteten. Große Aufregung gab es am Mittwoch über einen mehr als umstrittenen Handelfmeter für die Boys in Green bei der Partie in Motherwell, der den Celtics in letzter Sekunde den Sieg einbrachte. Offenbar hatten sich die Götter (oder doch die Schiris?) gegen das moderne Fußball-Märchen entschieden. Die Romantiker unter uns Fans seufzen laut auf.

 

LASK schafft das Double

 

In Österreich dagegen holte sich ein sehr lange titelloser Traditionsclub die Meisterschaft. Der Linzer ASK, allgemein als LASK bekannt, ließ sich die einmalige Chance nicht mehr entgehen und siegte bei Austria Wien mit 3:1. Was für ein Erfolg auch Trainer Didi Kühbauer, der nach dem kapitalen Fehlstart der Oberösterreicher das Traineramt übernommen hatte. Dem Titelverteidiger Sturm Graz blieb nur Rang 2, dem einstigen Dauermeister RB Leipzig gar der dritte Platz. Der Lask hatte schon vor anderthalb Wochen durch einen 4:2-Finalsieg über Hartberg den Pokal gewonnen. Wieder das Double, wie zuletzt 1965 bei den letzten Titeln.

 

Saisonabschluss in Deutschland

 

Die mit Spannung erwartete Abstiegstrielle entschied der VfL Wolfsburg für sich. Die VW-Städter gewannen im direkten Duell bei St. Pauli mit 2:1 und ergatterten noch den Relegationsplatz. St. Pauli muss den Gang in die 2. Liga antreten – ebenso wie der 1. fC Heidenheim, de zu Hause mit 0:2 dem FSV Mainz 05 unterlag. Wieder hat Mainz auswärts eine Saison-Abschlussparty gecrasht, wie 2023, als man ein mit einem 2:2 bei Borussia Dortmund dessen Meisterschaft versaute.

Erstmals in die Bundesliga aufgestiegen ist der SV Elversberg. Die Saarländer sind das insgesamt 59. Team im Oberhaus und das viere ausihrem Bundeslgan (zuvor Saarbrücken, Neunkirchen und Homburg). 13.000 Einwohner hat das Städtchen, allerdings weder einen Bahnhof noch einen Rathausbalkon.
In einem dramatischen Saisonfinale sicherte sich der SC Paderborn den 3. Platz und die 2 Relegationspartien gegen Wolfsburg. Hannover 96 nämlich kam in einer hin und her wogenden Patie nicht über ein 3:3 gegen den 1. FC Nürnberg hinaus.

Zum Drama wurde der Abstiegskampf der 2. Liga. Die SpVgg Greuther Fürth schaffte das Wunder und erklomm wenigstens noch einen Relegationsplatz (gegen Rot-Weiß Essen). Mit drei Toren Unterschied mussten sie gewinnen, um fortuna Düsseldorf noch abzufangen, 3:0 stand es zur Pause. Am Ende stürmte die Fortuna mit Man und Maus und Torwart, es war umsonst. Eine anfangs normale, später unglückliche Saison hat ein desaströses Ende gefunden. Lehrbeispiel, das sich Trainerwechsel nicht immer lohnen, denn das Unheil nahm erst so richtig Fahrt auf, als erst die herren Anfang und später Ende das Traineramt übernommen hatten.

 

FC Energie Cottbus wieder in der 2. Liga

 

Disclaimer: Zu den Lausitzern habe ich ein besonderes Verhältnis. Als Journalist habe ich den Verein 12 jahre lang sehr intensiv begleitet. Und so freut es mich auch als Münchner ungemein, dass der FC Energie wieder in der 2. Bundesliga ist. Den letzten Schritt machte das Team mit dem exaltierten Trainer Claus-Dieter Wollitz am Samstag mit dem 1:0 bei jahn Regensburg. 8000 Brandenburger waren mitgefahren.
Ich kenne Wollitz sehr gut. So wild (manche sagen: schrecklich) er sich manchmal auf dem Fußballplatz (besser an der Seitenlinie) aufführt, so freundlich und nachdenklich machen ist er im persönlichen Gespräch. Immer ein Mann der klaren Worte, der gerne auch die Missstände anprangert, weil er sich und den Verein von Stadt und Land nicht genug gewürdigt fühlt. Erstmals wurde Wollitz im Jahr 2009 Trainer beim FC Energie, seitdem coacht er (mit Unterbrechungen) den Club.

Herausragender Spieler von Cottbus ist Tolcay Cigerci. Der Türke ist mit Abstand der beste Akteur in der 3. Liga und trug wesentlich zum Aufstieg bei. Ich bin sehr gespannt, ob das auch in de 2. Liga so gut klappt. Ich erlaube mir, die Daumen zu drücken.

 

Sinner, immer wieder Sinner

 

Die beängstigende Serie der Nummer 1 im Tennis fand in seinem Heimatland ihre Fortsetzung. Im Finale des Masters von Rom setzte sich der Italiener in 2 Sätzen gegen den Norweger Carsten Ruud durch. Damit gelang ihm der sechste masters-Triumph hintereinander und der fünfte in diesem jahr. In diesen sechs turnieren hat er nur 2 Sätze abgegeben, einen davon im Römer Halbfinale gegen Daniil Medwedew. Ausgerechnet Rom hatte noch in der Masters-Sammlung gefehlt. Er hat nun bei allen zurzeit ausgetragenen Veanstaltungen mindestens einen Titel gewonnen. Das hat nicht mal die Legende Novak Djokovic geschafft. So eine Überlegenheit gab es noch nie, und deshalb fährt er auch als haushoher Favorit nach paris zu den French Open ab nächsten Sonntag. Zumal sein vermeintlich härtester Konkurret Carlos Alcáraz weiter verletzt passen muss. es wird also keine Wiederholung des großartigen Finals 2025 geben, als sich der Spanier in einer eipischen partie nach Abwehr von 3 Matchbällen durchsetzte.

Bei den Frauen gewann die Ukrainerin Lena Svitolina  das Finale gegen die US-Amerikanerin Coco Gauff und sicherte sich ihren ddritten Römer Titel und den 20. Turniersieg überhaupt.

 

Matti Schmid kratzt am Sieg

 

Am letzten Tag der PGA Championships im US-Staat Pennsylvania, dem 2. Golf-Major-Turnier des jahres, lag der Deutsche zeitweise sogar allein in Führung. Doch zum Sieg reichte es dann doch nicht. zum einen, weil er selbst einige Bälle nicht nach Wunsch traf, die dann unglücklich landeten. Vor allem aber, weil ein Spieler plötzlich über sich hinauswuchs und das bis dato fast einmalig eng beieinande liegende Feld förmlich sprengte: Der Engländer Aaron Rai spielte auf den letzten 10 Löchern 6 unter Par und gewann letztlich mit 3 Schlägen Vorsprung auf den Spanier Jon Rahm und Alex Smalley aus den USA. Er ist der zweite Engländer, der bei den PGA Championships triumphierte. Der erste war vor 107 Jahren Jim Barnes, wer erinnert sich nicht …
Rai gilt als fanatischer Arbeiter und ist im Spielerkreis äußest beliebt. In bescheidenen Vehältnissen aufgewachsen, hat er ein besonderes Verhältnis zu seinem Spielgerätn. Als einziger Profi deckt er immer noch seine Schläger mit einer Schutzhülle ab. In diesem jahr gelang ihm bisher wenig Berauschendes, umso mehr war er selbst von seinem Triumph überwältigt und überrascht. Letzte Zweifel daran beseitigte er auf Loch 17 mit einem unfassbaren 21-Meter-Putt. „Sie werden auf der ganzen Anlage nicht einen menschen finden, der ihm den Erfolg nicht gönnt“ fasste Masters-Champions Rory McIllroy die Beliebtheit von Rai zusammen.

Schmid landete auf dem geteilten vierten Platz, sein mit Abstand bestes Ergebnis bei einem Major, das ihm nicht nur etwa 800.000 Dollar einbrachte, sondern automatisch auch eine Einlandung fürs Masters 2027. „Eines der besten Turniere meines Lebens“, resümierte Schmid. Stephan Jäger als geteilter 18. und Martin Kaymer (2014 letzter deutscher Major-Gewinner) als 35. rundeten das für Deutschland erfreuliche Ergbnis ab.

 

Uns sonst?

 

  • England: Manchester City ist FA-Cup-Sieger. Das Team von Pep Guardiola gewann das Endspiel in Wembley mit 1:0 gegen Clubweltmeister FC Chelsea. Das Siegestor in einem eher dürftigen Finale erzielte der Gnanaer Antoine Semenyo. it einem fantasischen hackentrick.
  • Basketball: Zum Auftakt der deutschen Play-offs gab es eine überraschende Niederlage für Alba. Die Berliner unterlagen in eigener halle gegen Vechta mit 89:103. Liga-Primus FC Bayern
  • Eishockey: Mit 2 Niederlagen startetgen die deutsche Nationalmannschaft in die Weltmeistetrsdchaft in der Schweiz. Dem 1:3 gegen Finnland folgte am Sonntagabend ein ernüchterndes 0:2 gegen Außenseiter Lettland. 1 Tor in 120 Minuten, das sagt schon viel.
  • Leichtathletik: Paukenschlag durch Mohamed Abdilaahi. Der deutsche Langstreckler düpierte zum Auftakt der Diamond League in Schanghai die Weltelite und siegte über 3000 Meter. In 7:25,77 Sekunden pulverisierte er den deutschen Rekord von Dieter Baumann aus dem jahr 1988 (!) um fast 5 Sekunden und stellte zudem eine Weltjahresbestzeit auf.

Fiasko statt Finaleinzug

Blick über den Teich, NBA

 

Detroit Pistons – CLEVELAND CAVALIERS 94:125 (Endstand: 3:4)

 

Das hatten sich die Pistons ganz anders vorgestellt. Anstatt in eigener Halle den Einzug ins Conference Final klarzumachen, elebten sie ein Debakel von historischem Ausmaß. So werden sie nur Zuschaer sein, wenn sich im Osten die Cleveland Cavaliers mit den New york Knicks duellieren.

Von Beginn an dominierten die Cavs. Angeführt von einem diesmal bestens aufgelegten Donovan Mitchel zelegten diese die Pistons in ihre Einzelteile. Kein Mittel fand Detroit gegen den klassischen Spielzug. Mitchell oder James Harden drangen in die Zone ein und bedienten die Big Men Jarrett Allen oder Evan Mobley unterm Korb, die per Dunk vollendeten. Wenn die Mitte dicht war, passten sie nach außen, wo Sam Merrill geradezu traumwandlerisch seine Dreier versenkte.
Nach dem 1. Viertel stand es 31:22 für die Cavs, zur Pause schon 64:27; das war bereits die Entscheidung; auch weil Pistons-Starspieler Cade Cunningham einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte.

Teilweise wurde die hochgelobte Pistons-Abwehr regelrecht in die Bestandteiele zerlegt. Einzig die Dreier von Duncan Robinson hielten die Gastgeber noch einigermaßen im Spiel – und eine furchtbare Freiwurfquote von Cleveland, die in den ersten drei Vierteln nur 22 von 35 Versuche verwandelten.

 

Bester der Sieger

 

Donovan Mitchell: In glänzender Spiellaune. Zuerst als toller Passgeber und ziemlich schnell auch als Punktesammler. Nie fanden die Pistons ein Mittel gegen ihn. Am Ende hatte er 26 Punkte, 7 Rebounds und acht Assists. Das alles ohne einen einzigen Ballverlust!

 

Stark trotz der Niederlage

 

Dariss Jenkins: der einzige der Starting Five, der sich wehrte und der auch ablieferte mit 17 Punkte. Duncan Robinson von der Bank verwandelte zwar 3 von 4 Dreiern, wurde aber zu wenig eingsetzt von den Kollegen.

 

X-Faktoren

 

Ausgeglichenheit der Cavs: Gleich vier Spieler hatten 20+ Punkte. Extreme Variabilität. Mich verwunderte vor allem die Überlegenheit, unterm Korb gegen die Pistons-Riesen Duren und Thompsen, die Offensiv-Rebounds ermöglichten immer wieder eine zweite Wurfchance.
Sam Merrill: Seine Dreier in der 1. Halbzeit(4 von 6) machten den Weg erst so richtig frei.

Cade Cunningham (negativ): Ein komplett gebrauchter Tag. Von Beginn an mit Fehlern, ungenauen Zuspielen und eine gruseligen Wurfquote (. 13 Punkte sammelte er nur, sein Play-off-Schnitt lag zuvor bei 29.
Und es gab niemanden, der vür ihn einspringen konnte, das Manko des zweiten ganz starken Mannes kam hier zum Tragen.

 

Zahlereien

 

Je 85 Wurfversuche hatten die Teams: die Cavs trafen 43, die Pistons 30.
Vor allem die Diskrepanz bei den Zweiern war entscheidend. Cavs 62 Prozent, dort Pistons 39 Prozent.

63,6 Prozent der Cavs-Freiwürfe (28 von 44). Unfassbar schwach für dieses Niveau (und mit Sicherheit ein Thema für die Trainer).
1. Heimniederlage der Pistons in einem Spiel 7 in Play-offs (bisher: 5:0)

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder kam 18 Minuten zum Einsatz. Der Weltmeister blieb unauffällig mit 2 Punkten, und je 3 Assists und Rebounds.

 

Ausblick der Sieger

 

Die Cavs treffen jetzt auf die New York Knicks, müssen dabei als Außenseiter gelten. Zu un tetschiedlich sind die Leistungen. Spielen sie allerdings auf dem Niveau vom Sonntag, kann das eine extrem spannende Serie werden. Zumal ein der diesmal sehr unauffällige James Harden zum Trumpf werden kann.

 

Und die Verlierer?

 

Den Pistons bleibt der Trost, dasss sie die reguläre Saison als bestes Ost-Team absolviert haben erstmals seit Jahren wieder eine Play-off-Serie gewonnen haben. Potenzial ist also vorhanden, viele der hauptverantwortlichen Spiler sind alle noch jung. Sie werden in de Off-Season alles dafür tun, einen Top-Mann neben Cade Cunningham zu installieren.
Ein großes Fragezeichen steht hinter der Zukunft von Jaren Duren. Der Center enttäuschte insgesamt bei den Play-offs, zeigte aber während der Saison, was für ein toller und auch entscheidender Spieler er sein kann. Er wird sehr viel Geld verlangen (ca. 40 Millionen Dollar im Jahr stehen im Raum), ob die Pistons sich darauf einlassen, dürfte eines der Hauptthemen in den nächsten Wochen und Monaten sein.

 

Ansetzungen

 

Die Conference Finals stehen fest. Im Westen Oklahoma City Thunder gegen San Antonio Spurs, im Osten New York Knicks gegen Cleveland Cavaliers. Die Ost-Serie überträgt in Deutschland Amazon Prime, die Partien des Westens laufen bei Sky (Streaming: wow)

 

Western Conference

Di., 02:30: Thunder – Spurs
Do., 02:30: Thunder – Spurs
Sa., 02:30: Spurs – Thunder
Mo., 02:00: Spurs – Thunder
Mi., 02:30: Thunder – Spurs *
Fr., 02:30: Spurs – Thunder *
So., 02:00: Thunder – Spurs *

+ wenn nötig

 

Eastern Conference

 

Mi., 02:00: Knicks – Cavaliers
Fr., 02:00: Knicks – Cavaliers
So., 02:00: Cavaliers – Knicks
Di., 02:00: Cavaliers – Knicks
Do., 02:00: Knicks – Cavaliers *
Sa., 02:00: Cavaliers – Knicks *
Mo., 02:00: Knicks – Cavaliers *

* wenn nötig

 

Kleine Vorausschau: Die NBA Finals beginnen in der Nacht zum 4. Juni. Dann gibt es alle Spiele bei Prime

 

 

 

 

 

 

 

Nagelsmann – ohne Anstand, ohne Moral

Der Fall Neuer und WM erreicht eine neue Dimension. Wie Sky am Samstag vermeldete, hat sich Trainer Julian Nagelsmann entschlossen, den 40-Jährigen ins WM-Tor zu hieven. Eine unfassbare Kehrtwende, nachdem Neuer nach der EM 2024 seinen Rücktritt erklärt hatte. Nagelsmann akzeptierte (vielleicht sogar zufrieden), Oliver Baumann rückte ins Team und dieses schaffte mit ordentlichen, teils starken Baumann-Leistungen (in Nordirland!) am Ende souverän die Qualfikation. Niemand bezweifelte ernsthaft, dass er auch bei der WM das Tor hüten würde. Weder ließ Neuer auch nur ansatzweise erkennen, dass er von seinem Rücktritt zurücktreten würde, noch dass Nagelsmann in irgendeiner Weise daran interessiert wäre.

Bestätigt hat Nagelsmann seine Kehrtwende und den Sky-Bericht (offenbar aus erster Hand vermeldet) nicht. Im Gegenteil. In einem bemerkensweert absurden Auftritt gestern im Sportstudio eierte der Mann in einer Weise herum, dass jeder um heikle Themen herumeiernde Politiker eigelb vor Neid werden müsste. Nein, er habe sich noch nicht entschieden. Nein, er könne nicht mal sagen, ob Neuer auf der 55er-Liste steht, die der DFB am vorvergangenen Samstag der FIFA schicken musste. Ja, er wisse eigentlich überhaupt nicht, wer denn auf dieser Liste stehe. Wohlgemerkt: hier sprach der Bundestrainer über die von ihm zusammengestellte Liste (die eine Shortlist für den endgültigen Kader ist, den Nagelsmann am Donnerstag benennt). Mehr Publikumsverarsche war noch selten. Dadurch, dass Nagelsmann nichts gesagt hat, hat er das Thema erst recht angeheizt. Keiner glaubt ernsthaft mehr, dass das kein Thema  ist. Ich bewundere Interviewer Jochen Breyer dafür, dass er nicht komplett die Contenance verloren hat (die Gesichtszüge waren ihm schon entglitten) angesichts der schamlosen Lügen (begleitet von überheblichem Grinsen), die ihm offen ins Gesicht geschleudert wurden.

Allein die Tatsache, dass das Thema wieder aufploppt und zwar im Sinne eines bisher nie dagewesenen Toornarounds, schockert mich zutiefst (nicht dass mich bei diesem komplett überschätzten, durch und durch charakterlosen, bösartig-egozentrischen Bundestrainer noch etwas schockieren sollte). Er hat ohne jede Not ein unendlich tiefes Fass aufgemacht. Er hat ohne jede Not einen untadeligen, vorzüglichen Sportsmann (Oliver Baumann) zertrümmert. Mehr Verachtung, mehr Herablassung war nie, und es hat schon gerade auf der Torwart-Psoition entsetzliche  Grabenkämpfe gegeben. Ich erinnere an Stein/Schumacher 1986 und den berühmten Steinschen „Suppenkasper“ in Richtung Bundestrainer Kaiser Franz, der ihm (Stein!) die vorzeitige Abreise aus Mexiko bescherte. Es gab auch immer auch beinharte Zweikämpfe wie Kahn/Lehmann vor der Heim-WM 2006, als Jürgen Klinsmann die beiden Kombatanten in ein offenes Duell schickte (sportlich versteht sich, obwohl Kahn wahrscheinlich gerne zur Waffe gegriffen hätte, erst recht, als das Klinsmann sich für Lehmann entschied). Aber noch nie wurde so perfide die Nummer 1 hinterrücks ermeuchelt, erst recht nicht so kurz vor einem großen Turnier.

Nicht verhehlen möchte ich die (für mich) indiskutable Rolle von Manuel Neuer. Noch bis nach seiner (glänzenden!) Leistung im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen PSG hat er das Thema nicht an sich herangelassen. Nie hat er ansatzweise zu erkennen gegeben, dass es ihn noch mal reizt, in einem WM-Tor zu stehen. Hat er auch nicht nötig. Er war viermal dabei, zweimal vorzüglich (2010 und mit dem Höhepunkt Weltmeister 2014), zweimal allerdings auch wirklich schlecht, als er 2018 und erst recht 2022 gewichtigen Anteil daran hatte, dass die Deutschen zweimal in der Vorrunde ausschieden. Niemand bezweifelt, dass Neuer in seiner Prime zu den besten Torhütern der Welt zählte (der Beste?). Aber trotz starker Leistungen in Madrid und gegen PSG: Er ist nicht mehr so gut, nicht mehr so (gedanken)schnell, und das macht seine Ausflüge außerhalb des Strafraums so gefährlich. Es besteht also noch nicht einmal eine sportliche Notwenidgkeit zu diesem radikalen Schritt. Und dabei lasse ich noch außen vor, dass Neuer in dieser Saison sehr oft angeschlagen war und pausieren musste; auch am Samsag wurde er (mit angeblich nicht so schlimmen Wadenbeschwerden) ausgewechselt. Neuer und die Bayern – das ist ein Thema für sich, über das ich mich jetzt nicht auch noch auslassen möchte …

Ich weiß natürlich nicht, werden ersten Schritt gemacht hat, der Bundestrainer oder der Torwart.

– Nagelsmann, weil er mit Baumann nicht zufrieden war, weil er Bedenken hatte? Das wäre sogar noch akzeptabel, aber nicht auf diese perfide Weise. Nicht hinterrücks Oliver Baumann das Messer in den Rücken rammen!
Neuer, weil er aus Langeweile oder finanziellen Erwägungen oder sonstigen Gründen (sein fanatischer Ehrgeiz) doch noch mal WM-Torwart sein wollte? Dann hat er ebenfalls ein perfides Spiel gespielt, ohne Rücksicht auf Verluste sein eigenes Ding durchgezogen. Einen Keil ins Team getrieben, das ohnehin auf der Suche nach Zusammenhalt ist. Was nota bene wiederum, am nicht nur in der Torwartfrage erratischen Nagelsmann liegt, der nach dem letzten Testspiel gegen Ghana seinen Siegtorschützen (!)  Denis Undav aufs Schändlichste beschimpfte – nur wachsweich zurückgenommen „weil meine Frau dazu riet“ (Nagelsmann).

Eine ruhmlose, ja schändliche Rolle haben auch die Medien gespielt. Die immer wieder „Neuer! Neuer! schrien und schrieben, wenn dieser ein gutes Spiel ablieferten. Die ebenfalls Baumann aufs Übelste demontierten. Wer den völlig desillusionierten Schlussmann gestern gesehen und vor allem flüstern hören hat, weiß, dass diese Demontage brillant gelungen ist. Respekt, ihr Bild-Hetzer, Repekt, liebe SZ–Redakteure, die in einer einzigartigen Kampagne (aus München-patriotischen Gründen) Neuer ins WM-Team schreiben. Ihr könnt Euch den Baumann-Skalp ans Revers heften!