von Münchner Löwe | Sep. 12, 2025 | Leichtathletik
Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio – das bedeutet: Der Kalender wird umgekrempelt, weil aufgrund der klimatischen Verhältnisse der Höhepunkt des Jahres erst ab Mitte September (und damit knapp einen Monat später als üblich) stattfinden kann. Dementsprechend unklar ist, wie die Stars der Szene noch darauf sind. Mal davon abgesehen, dass es ohnehin schwierig ist, echte Stars noch auszumachen. Am Samstag geht es also los, dank der Zeitverschiebung (Tokio ist 7 Stunden voraus) finden die Entscheidungen alle am (späten) Vormittag MESZ statt.
Rückblick 1991
Wenn ich an die WM 1991 zurückdenke, war die Zeitverschiebung geradezu ideal, obwohl ich schon in der Vorbereitung aufs 2. juristische Staatsexamen steckte (very long away, seufz). Der absolute Höhepunkt damals: das epische Weitsprung-Finale zwischen Mike Powell und Carl Lewis, mitkommentiert in der ARD von Lewis‘ Schwester Carole. Powell siegte mit dem immer noch gültigen Weltrekord von 8,95 Metern, Lewis blieb ebenfalls über der magischen Weite von 8,90 von Bob Beamon (windunterstützte 8,91). Eingebrannte Zahlen in meinem Gedächtnis ohne Nachschauen, ganz ehrlich. Auch das Sprintfinale der Männe mit 6 Läufern unter 10 Sekunden (und Sieger Carl Lewis mit 9,86/Weltrekord) ist mir in Erinnerung geblieben. Überhaupt liest sich die Männer-Siegerliste für alle (zumindest ältere) Leichtathletikfans wie ein Who is who (Pettigrew, Konchellah, Kiptanui, Bubka, Günthör, Riedel). Aber zumindest von mir längst vergessene (sagen wir: verdrängte) Größen (Matete, Austin, Foster)
Bei den Frauen schaffte Kathrin Krabbe das Sprint-Doppel 100 und 200 Meter jeweils vor Gewn Torrence und Melene Ottey), Grit Breuer (die dritte aus der Springstein-Trainingsgruppe, die später des Dopings überführt wurde). Auch hier eine grandiose Weitsprungkonkurrenz Jackie Joyner-Kersee mit 7,32 vor Heike Drechsler mit 7,29 und Heike Henkel zu Hochsprunggold (2,05).
Und 2025?
Im Jahr nach Olympia nimmt die Leichtathletik gefühlt ein bisschen Pause, zumindest bei mir. Das was ich bei den Diamond-League-Meetings gesehen haben, war durchaus hochklassig, hat mich aber nicht wirklich vom Hocker gehauen (was immer ich auch erwartet habe). Mal wieder die große Ausnahme: der unfassbare Stabhochspringer Mondo Duplantis, der mit seinen Weltrekordsprüngen mittlerweile bei 6,28 angelangt ist. In seinem Sog: der Grieche Emanuel Karelis, der jetzt regelmäßig die 6 Meter überspringt. Das Finale ist am Montag ab 13:10).
Natürlich sind die 100 Meter immer spannend: Am Sonntag die Finals bei Frauen (15:13) und Männern (15:20)
Bei den Frauen sind meine beiden Stars die 400-Meter-Läuferinnen Sidney McLauglin-Levrone und Femke Bol. Leider treffen die beiden nicht im direkten Duell aufeinander, weil McLaughlin diesmal über die flache Strecke unterwegs ist und Bol die Hürden bevorzugt. Vielleicht ein Treffen in Mixed- und Frauenstaffel?
Ein Top-Wettbewerb könnten die 100 Meter Hürden werden, wo Masai Russell, Tia Jones und Weltrekordlerin Tobi Amusan sich einen packenden Dreikampf um den Titel geben (bei guten Verhältnissen gar mit Weltrekord=12,12).
Die DeutschInnen
Nach dem medaillenlosen Debakel bei der WM 2023 in Budapest gab es immerhin viermal Edelmetall bei Olympia 2024.
Diese 4 Medaillen sollte erneut zu erreichen sein, wobei gerade in der Leichtathletik die Felder sehr viel ausgeglichener und stärker sind in den meisten Disziplinen als etwa im Rodeln. Mit dem bloßen Zählen von Gold, Silber und Bronze habe ich sowieso meine Probleme, aber sie sind halt die harte (und letztlich auch zähl- und zahlbare Währung). Aber eines lässt sich wohl prognostizieren: Die deutwschen Leichtathleten werden ein besseres Bild abgeben als 2023.
Mit Malaika Mihambo (Weitsprung) und Julian Weber (Speerwurf) sehe ich 2 (klare Weber) GoldfavoritInnen, die beide auf jeden Fall gut für eine Medaille sind. Das gilt auch für Zehnkämpfer Leo Neugebauer, dem meist eher früh im Jahr sehr starken US-Studenten behagt der späte Termin vielleicht noch weniger.
Sehr stark waren die deutschen Mittel- und Langstreckenläufer: Ob es allerdings gegen die afrikanische Übermacht vor allem aus Kenia und Äthiopien (auch ansonsten ist gerade hier die Konkurrenz enorm) wirklich zu einer Medaille reicht, glaube ich eher nicht. Ein günstiger Verlauf könnte bei diesen oft taktisch geprägten natürlich in die Karten spielen. Wobei es für jeden der Starter schon eine Top-Leistung wäre, die Endläufe zu erreichen. Sehr gespannt bin ich auf den jungen Hammerwerfer Merlin Hummel, dem ich hinter dem unangreifbar scheinenden Olympiasieger Ethan Katzberg alles zutraue (naja).
(Gute) Außenseiterchancen haben Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogonleye und die 3 Diskusstarterinnen Shanice Craft, Kristine Pudenz und Marieke Steinacker). Und die 2-Meter-Springerin Christina Honsel, vor allem wenn sie diese Höhe im 1. Versuch packen sollte.
Noch ein Wort zu Gina Lückenkemper, neben Mihambo die bekannteste deutsche Leichtathletin. Wenn sie gegen die amerikanische Macht aus den USA und Karibik den Endlauf erreicht, wäre das eine Top-Leistung. Wirklich toll wäre es halt, wenn sie auch mal bei einem Großereignis unter den 11 Sekunden bleiben würde. Und mit der Staffel hat sie sogar Chancen auf eine Medaille, wenn denn die Wechsel klappen …
von Münchner Löwe | Aug. 19, 2025 | basketball, Fußball, Leichtathletik, Tennis, Wochenrückschau
Eher mauer Pokal
Schon am Freitag erwischte es den ersten Erstligisten, weil Werder Bremen beim letztjährigen Finalisten Arminia Bielefeld mit 0:1 verlor und die Niederlage aus dem Viertelfinale im März wiederholte. Doch das war es schon mit den ganz großen Überraschungen, die echte Fußballfans nach dem glänzenden Saisonstart der Arminia in die 2. Bundesliga (Tabellenführer nach 2 Spieltagen) nicht wirklicu überraschte. Die anderen 15 Bundesligisten, die am Wochenende im Einsatz waren (Stuttgart und Bayern hatten ihr SuperFranz-Beckenbauer-Cup-Finale/2:1 für die Bayern) entledigten sich ihrr Aufgaben mehr oder weniger souverän. Der 1. FC Köln machte es besonders spannend, als er erst in der Nachspielzeit das 0:1 bei Jahn Regensburg in ein 2:1 umwandelte.
Erwähnenswert halte ich noch das Weiterkommen von Energie Cottbus gegen Hannover 96 und die Pleite des 1. FC Nürnberg beim Regionalligisten Illertissen. Ansonsten meist Business as usual.
Swiatek und Alcaraz sind die Cincinnati-Kids
Wimbledon-Siegerin Iga Swiatek zeigte sich gut erhölolt vom Ausscheiden in Montreal und sicherte sich souverän den Masterstitel im heißen Cincinnati. Im Finale wurde sie zwar von Yasmine Paolini sehr gefordert, hatte aber in den entscheidenden Momenten einiges zuzusetzen. In dieser Form ist sie klare Favoritin für die US Open ab Montag.
Bei den Männern holte sich Carlos Alcáraz den Titel. Enttäuschend natürlich das Finale, das sein Gegner Jannik Sinner wegen deutlichen Unwohlseins schon nach 23 Minuten beim Stand von 0:5 aus seiner Sicht aufgeben musste. Auch im Semifinale profitierte er davon, dass Alexander Zverev spätestens im 2. Satz nicht mehrbei Kräften war (und eigentlich auch hätte aufgeben müssen). Die schwülheißen Temperaturen hatten ihren Tribut gefordert.
Abzuwarten bleibt jatzt, wie sich Sinner erholt. das Mixed-Doppel an der Seite von Katerina Siniakova hat er sicherheitshalber abgesagt. Schon heute wären die ersten Begegnungen gewesen. Zverev dagegen will gemeinsamt mit Belinda Bencic antreten, er scheint also gut erholt zu sein.
Ein deutsches Achtungszeichen gab Ella Seidel, die die weit höher eingeschätzten Emma Navarro und McCartney Kessler eliminierte.
Und sonst
- Fußball: Auftaktsiege der Favoriten in England und Spanien. Der FC Liverpool siegte gegen Bornemouth mit 4:2, ManCity gar mit 4:0 in Wolverhampton.
In der Primera Division ließ Meister FC Barcelona beim 3:0 auf Mallorca nichst anbrennen. Real empfängt heute Osasuna.
- Motorrad: Marc Marquez weiter ungefährdet. Der spanische MotoGP-Fahrer siegte auch in Spielberg in Sprint und Hauptrennen, das 6. Doppel hintereinander.
- Basketball: Das deutsche Team belegte beim Supercup in München den zweiten Platz. Nach einem harterkämpften Sieg gegen die Türkei war im Finale der EM-Titelfavorit Serbien um Nikola Jokic eine Klasse zu stark. Die EM in gleich 4 Austragungsländern (Finnland, Lettland, Polen, Zypern) beginnt nächste Woche.
- Leichtathletik: Beim Diamond-League-Meeting in Chorzow schaffte Karsten Warholm die beste Leistung. Der Norweger brillierte über 400 m Hürden in 46,28 Sekunden, die drittbeste Zeit über diese Strecke und die beste in diesem Jahr. Femke Bol siegte über die gleiche Distanz in ebenfalls herausragenden 51,91 Sekunden. Stabhochspringer Armand Duplantis, der 2 Tage zuvor in Budapest noch mit 6,28 Metern einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte, musste sich diesmal mit 6,10 Metern begnügen. Für den Sieg reichte es natürlich trotzdem.
von Münchner Löwe | Aug. 15, 2025 | Fußball, Leichtathletik, Tagesrückschau, Tennis
Erfolgslauf von Ella Seidel erst im Achtelfinale gestoppt
Die 20-jährige Hamburgerin hat in Cincinnati erste sichtbare Spuren auf der Frauen-Profitour hinterlassen. Sie schaffte zum ersten Mal die Qualifikation für ein Masters-Turnier und besiegte unter anderem die gesetzten US-Amerikanerinnen Emma Navarro und McCartney (was für ein Vorname) Kessler. Sogar das Viertelfinale schien greifbar gegen die Französin Varvara Gracheva (Qualifikantin wie sie selbst), doch nach dem 6:2 im ersten Satz lief gar nichts mehr zusammen bei der jungen Deutschen (1:6, 1:6).
Immerhin kann sie sich mit gut 100.000 Dollar Preisgeld trösten (Planungssicherheit!) und den Sprung auf Patz 105 der Weltrangliste. Vor allem aber: Sie hat ihre unglückliche Verletztung aus Wimbledon gut überstanden, als sie in der 1. Runde auf einer Spielfeldumrandung umknickte und aufgeben musste.
Die Top 3 der Welt (Sabalenka, Gauff, Swiatek) sind allesamt noch vertreten und spielen am heutigen Freitag im Viertelfinale (vs Rybakina, Paoini und Kalinskaya. Dazu das Duell der Ungesetzten zwischen Gracheva und Veronica Kudemertova.
Bei den Männern stehen Jannik Sinner und dem französischen Überraschungs-Qua,lifikanten Terence Atmane bereits im Halbfinale. Atmane besiegte unter anderem Taylor Fritz und Hlger Rune Im Viertelfinale stehen heute noch die Partien Alexander Zverev vs Ben Shelton sowie Carlos Alcáraz vs Alexander Rublew auf dem Programm. Zverev revanchierte sich im Achtelfinale gegen Karim Khachanov für die Nieerderlage in Toronto. Shelton prolongiert seinen Erfolgsrun nach dem Turniersieg in Kanada.
PSG siegt und degradiert den Torwarthelden
Das Supercup-Finale am Mittwoch in Udine zwischen Champions-League-Gewinner Paris Saint Germain und den Tottenham Hotspur (Europa League) wurde erst im Elfmeterschießen entschieden. Dort hatte der französische Dauermeister das bessere Ende für sich. Der Erfolg spielte aber nur eine zweitrangige Rolle. Im Blickpunkt stand und steht die Degradierung des Torwart Gianluigi Donnarumma. Der Italiener hatte mit grandiosen Partien in den K.-.-Runden erst den Triumph in der Champions möglich gemacht, jetzt befdand TrainerLuis Enrique, dass er nicht mehr gut genug für die Nummer 1 sei und gab Nuezugang Lucas Chevalier den Vorzug. Ein böser Affront, und folgedessen fühlt sich Donnarumma „gemobbt“, wie sein Berater klagte. Der sich sofort bei Europas Spitzenclubs umsieht, wo er besser behandelt wird. So zeigt Manchester City großes Interesse, wo Trainer Pep Guardiola mit den Leistungen von Ederson nicht hundertpronzent glücklich ist. Gut 2 Wochen sind es noch, in denne ein möglicher Transfer abgeschlossen werden muss.
Apropos schlecht behandelte Torhüter bei Top-Clubs. Der öffentlich ausgetragene Streit des FC Barcelona mit Marc-André ter Stegen scheint offiziell beigelegt. Ter Stegen hart nun doch zugestimmt, dass seine medizinischen Daten nach seiner Rücken-OP an den spanischen Verband weitergeleitet werden. Im Gegenzug hat Barca ihn wieder die Kapitänsrolle zugestanden. Der Vergband seinerseits hat den Verletzungsstatuns auf 4 Monate eingeschätzt, so dass die Katalanen den NeuzugangGarcia als Torwart für die Saison inklusive Champions League benennen dürfen.
Trotz des Burgfriedens scheint es mehr als fraglich, dass der 33-Jährige noch mal ein wichtiges Spiel für Barca bestreiten wird. Um seine Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme zu wahren, müsste er im Winter den Club wechseln. Galatasaray soll weiter interessiert sein.
Mondo bleibt der Überflieger
Beim Meeting in Budapest überquerte der 25-jährige Ausnahme-Athlet mit dem Stab 6,19 Meter, sein mittlerweile 13. Weltrekord, den er Zentimeter für Zentimeter verbessert, was ihm jeweils eine Prämie von 100.000 Dollar einbringt. 6,40 Meter seien auf jeden Fall drin, ließ der Armand Duplantis verlauten.
Eine weitere herausragende Leistung in Budapest schaffte Lokalmatador Bence Halasz, der den Hammer auf 83,18 Meter schleuderte und Olympiasieger Ethan Katzvberg (81,61) auf Platz 2 verwies. Der Jamaikaner brillierte über 200 Meter mit 19,68 Sekunden, die Holländerin Femke Bol mit 52,24 über 400 Meter Hürden.
von Münchner Löwe | Juli 15, 2025 | Fußball, Leichtathletik, Wochenrückschau
Wimbledon habe ich in einem gesonderten Text behandelt, Tour und Fußball-EM der Frauen schon in die Wochenvorschau gepackt. Ein übersichtlicher Rest bleibt dennoch.
Deutsche rennen wirklich gut
Am Freitag fiel in Monaco ein weiterer deutscher Uralt-Rekord. Mohamed Abdilaahi rannte die 5000 Meter in 12:53,63 Minuten und blieb damit gut eine Sekunde unter der bisherigen Bestleistung, die Olympiasieger Dieter Baumann 1997 in Zürich aufgestellt hatte. Der nächste deutsche Laufrekord über eine Mittel- oder Langstrecke, nachdem zuvor schon Frederik Ruppert (3000 Meter Hindernis) und Robert Farken (1500 Meter, Meile) ewig lang bestehende Marken verbessert hatten.
Ein Glanzlich in Monaco setzte 800-Meter-Olympiasieger Emmanuel Wanyonyi, der die 2 Stadionrunden in 1:41,44 Minuten bewältigte. Insgesamt blieben 6 Läufer unter der 1:43er-Marke. Auch Femke Bol stellte über 400 Meter Hürden mit 51,95 Sekunden eine Weltjahresbestleistung auf, blieb aber fast eine Sekunde unter ihrem Europarekord und anderthalb Sekunden unter dem Weltrekord von Sydney McLaughlin-Levronne (50,37).
Chelsea triumphiert, und Trump feiert mit
Die Club-Weltmeisterschaft fand endlich einen Sieger, und der heißt etwas überraschend FC Chelsea. Die Londoner überrannten im Finale in New York förmlich das favorisierte Paris Saint-Germain. Schon zur Pause hieß es 3:0 durch 2 Treffer von Cole Palmer, der auch das 3:0 brillant vorbereitete. Live vor Ort im MetLive Stadium war auch Donald Trump. Der wurde von FIFA-Boss Gianni Infantino unterwürfigst hofiert und ließ es sich nicht nehmen, bei der Siegerehrung den wahren Siegern die Schau zu stehlen (er blieb viel länger auf dem Podest als vorgesehen). Das weiß ich allerdings nur aus Berichten, selbst angetan habe ich mir nur das Spiel.
Damit ist ein Monat zusätzlicher Fußball auch vorbei. Zurück bleiben sehr erschöpfte Spieler, sehr reiche Vereine (Chelsea sackte insgesamt mehr als 100 Millionen Euro ein), ein zwiespältiges Publikum (in Deutschland wollte nur 1,7 Millionen das Endspiel sehen und damit gerade mal die Hälfte der Anzahl, die zum gleichzeitige Frauen-Vorrundenspiel Frankrech gegen Schweden einschalteten). Infantino allerdings zeigte sich hochzufrieden mit „seinem“ Turnier, das er höchstselbst aus de Taufe gehoben hat. Und ich muss es bei aller Skepsis zugeben: Zumindest in Südamerika war es tatsächlich ein großer Erfolg. Ich persönlcih alledings brauche es in etwa so dringend wie Zahnschmerzen (reingeguckt hab ich natürlich trotzdem 🦁).
Und sonst
- Radsport: Isaac del Toro hat die Österreich-Rundfahrt für sich entschieden, die über 5 zum Teil sehr anspruchsvolle Etappen (14.000 Höhenmeter) führte. Der Mexikaner hatte den Giro als Zweiter beendet und war dort 11 Tage lang in Rosa gefahren.
- Motorrad: Der Marquez-Festspiele fanden auch am Sachsenring ihre Fortsetzung. Der Spanier siegte erneut sowohl im Sprint als auch im Hauptrennen, das durch zahlreiche Stürze geprägt war. Er feietre seinen 69. Sieg in der Königsklasse und übertrumpfte damit den legendären Giacomo Agostini. Das Familienfest machte der jäüngere Bruder Alexis als Zwweiter des Hauptrennens perfekt.
- Tennis: Nach ihrem schnellen Wimbledon-Aus machte sich Tatjana Maria auf nach Newport/USA, wo ein Challenger-Turnier auf Rasen anstand. Dort kam sie immerhin bis ins Finale, wo sie dann allerdings der Amerikanerin Caty McNally unterlag. Immehin sprang Maria in der Weltrangliste auf ihren Bestwert 36.
von Münchner Löwe | Juli 8, 2025 | Fußball, Golf, Leichtathletik, Motorrad, Radsport, Tennis, Wochenvorschau
1. Tour-Woche, 2. Wimbledon-Woche, Frauen-EM und (tatsächlich!) die Club-WM
Pogacar schon auf der Lauer nach Gelb
Die Tour-Woche steht erst mal im Zeichen des Zeitfahrens morgen in Caen. Ein Kurs ohne große Erhebungen, also wie gemacht für die Rolleure im Feld.(Klarer) Favorit auf den Tagessieg ist Remco Evenepoel, der Zeitfahr-Olympiasieger und -Weltmeister. Zumal der vermeintlich härteste Konkurrent im Kampf gegen die Uhr, Fillipo Ganna, bereits in der 2. Etappe aufgegeben hat.
Doch für Evenepoel wird der Sprung ins Gelbe Trikot schwerer als geplant, den er bei Bekantgabe des Tour-Kurses sicher im Blick hatte. Denn auf der 1. Etappe verlor der Belgier 45 Sekunden auf Tadej Pogacar, und diesen Vorsprung aufzuholen, wird auch für den ausgemachten Zeitfahrer schwierig. Pogacar selbst hat als Gesamtzweiter nur 4 Sekunden Rückstand auf Gelb-Träger Matthew van de Poel. Für ihn gilt es, auf seinen wohl härtesten Konkurrenten Jonas Vingegaard nicht allzuviel Zeit zu verlieren, wenn überhaupt.
Doch schon heute steht eine knackige Etappe an, die mit ihrem Profil durchaus mit einem Ardennen-Klassiker ähnelt und mit einem heftigen Anstieg endet. Ansonsten sind in der Woche die Sprinter gefordert und gefragt. Nicht mehr dabei ist allerdings der zurzeit beste Spurter Jasper Philipsen, der gestern schwer stürzte und aufgeben musste.
Auch der Tennis-Nachwuchs kämpft um Wimbledon-Krone
Zur Frauen- und Männerkonkurrenz habe ich schon geschrieben
Auch ohne Gwinn auf Viertelfinal-Kurs
Etwas mühsam sind die deutschen Fußball-Frauen ins EM-Turnier gestartet, heute können sie schon einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale machen. Ab 18 Uhr treffen sie in Basel auf Dänemark, das die erste Patie knapp gegen die Schwedinnen verlor. Ein Sieg der Truppe von Christian Wück, und das Viertelfinale ist (so gut wie) sicher. Und auch wenn die Kapitänin Giulia Gwinn wegen ihrer Verletzung fürs gesamte Turnier ausfällt: Das müsste gegen die Däninnen, die zurzeit längst nicht mehr so stark sind wie vor ein paar Jahren noch, zu machen sein. Die 3. Partie findet dann. am Samstag gegen Schweden statt. Im Idealfall sind dann beide Teams schon für die Runde der besten Acht qualifiziert.
Große Spannung in der Gruppe D. Nachdem England zum Auftakt gegen Frankreich mit 1:2 verlor, ist der Titelverteidiger unter Zugzwang. Eine Niederlage morgen gegen Holland, und das Viertelfinale wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verspielt. Selbst ein Remis wäre vielleicht zu wenig.
Fluminense gegen drei Europäer
Tatsächlich, jetzt interessiert mich die Club-WM doch: Im Halbfinale treffen heute Fluninense und der FC Chelsea aufeinander, morgen das vom Papier her namhaftere Duell zwischen den „Deutschen“-Bezwingern Paris St. Germain (FC Bayern) und Real Madrid (Borussia Dortmund). Beide Spiele im Metlife-Stadium in New Jersey ab 21 Uhr, wo dann auch am Samstag das finale stattfindet. Ich sehe beide Partien völlig offen. Bei PSG gegen Real trifft mannschaftliche Geschlossenheit (Paris) auf höchstem Niveau auf individuelle Brillanz einzelner Spieler andererseits (Madrid).
Und sonst
- Motorsport: Zwei große Veranstaltungen in Deutschland. In Berlin gastiert die Formel E auf em Flughafen Tempelhof.
Zuschauermassen werden auf dem Sachsenring erwartet, wenn die besten Motorradfahrer ihre Läufe austragen. Marc Marquez liebt die Strecke bei Hohenstein Ennstal und dürfte seine Siegesserie in der MotoGP verlängern, zumal der Start seinen Bruders und schärfsten Rivalen Alx Marquez noch ungewiss ist nach dessen handbruch.
- Leichtathletik: Die Diamond League macht am Freitag Station in Monaco mit einem sicher erlesenen Feld in einem schmucken, aber nicht übermäßig vollen Stadion. Die ARD plant einen Livestream ab 20 Uhr.
- Golf: Die besten Profis machen sich auf zur britischen Tour, die wie immer in Schottland startet. Gespielt wird auf dem Renaissance Club in North Berwick. Nächste Woche folgt der Höhepunkt (vielleicht des ganzen Golfjahres): The Open, 2025 in Royal Purtrash/Nordirland.
von Münchner Löwe | Juni 10, 2025 | Formel 1, Fußball, Golf, Leichtathletik, Tennis, Wochenvorschau
US Open im Golf, Formel 1 in Montreal, die Sportwelt schaut nach Amerika. Wo ja auch noch ein Fußball-Turnier stattfindet, das mich bisher allerdings überhaupt nicht interessiert
McIlroy? Scheffler? – oder ein Dritter Mann?
Das 3. Major-Turnier der Golfer startet ab Donnerstag. Gespielt wird auf dem extrem schwierigen Platz in Oakmont Country/Pennsylvania, und wer die Organisatoren der Open kennt, weiß, dass niedrige Scores nur sehr schwer zu erreichen sein werden. Als Favorit sehe ich Scottie Scheffle, zuletzt in bestechender Form und zwei großen Siegen in den USA, darunter die PGA Championshhips.Imme zu nennen ist auch Masters-Triumphator Rory McIlroy, seitdem allerdings nicht mehr groß in Erscheinung getreten. Diese beiden bekommen es mit gut zwei Dutzend seriöser Sieganwärter zu tun – wie immer beim Golf und erst recht bei den US Open.
Auch Phil Mickelsen ist dabei, dem die Open noch in seiner reichen Siegerssammlung fehlen als einziges Major. Vielleicht zum letzten Mal, denn seine automatische Teilnahmeberechtigung läuft aus. Allerdings wird der 55-Jährige schon froh sein, wenn er den Cut schafft.
Apropos US Open. Zu miener Schande und dem größten Bedauern habe ich das Frauen-Turnier vorvegangene Woche (!)völlig verschwitzt. Nachträglich sei wenigstens die Siegerin genannt: Es gewann die Schwedin Maja Stark, die ihren ersten Major-Triumph landete und dafür immerhin 2,4 Millionen Dollar kassierte. Unter Ausschluss zumindest der deutschen Sport-Öffentlichkeit (ich habs echt nicht mitbekommen). Die sich dann aufregt, wenn die Tennis-Frauen nicht zur besten Zeit gezeigt werden und am Abend auf dem Center Court spielen dürfen. Da darf ich mir auch gerne selbst an die Nase fassen.
McLarens wieder die Gejagten
Die Formel 1 macht wieder in Montreal Station, mein allerliebstes Rennen im Kalender, zumal es auch noch zur besten europäischen Sendezeit läuft (Start, Sonntag 20 Uhr). Nicht nur, aber schon auch wegen der berühmten „Wall of Champions“, jener Mauer, die nach einer verzwickten Kurvenkombination lauert und die schon die absoluten Weltklassefahrer wie auch ein Michael Schumacher schon geküsst haben.
Favoriten sind natürlich wieder die McLarens, das mit Abstand beste Auto im Feld. Der junge Australier fährt in dieser Saison bisher praktisch fehlerlos und ist noch stäker einzuschätzen als Teamkollege Lando Norris. Die Konkurrenz kann eigentlich nur hoffen, dass sie sich gegenseitig ins Gehege kommen, was bisher aledings ausblieb.
Die sagenumwobene Club-WM
Startet in der Nacht zu Sonntag mit dem Knaller Inter Miami (mit Lionel Messi und nur deshalb überhaupt dabei) gegen Al Ahly. Stand heute werde ich das geldige Turnier nicht besonders verfolgen. Wenn überhaupt etwas reizvoll sein könnte, dann die Vergleiche der südamerikanischen und europäischen Teams. Aus Deutschland dabei sind Bayern München und Borussia Dortmund, die mindestens 50 Millionen Euro kassieren, wenn es nur einigermaßen läuft. Der Teufel und der Haufen, ihr wisst schon …
Und sonst?
- BBL: Am Dienstag die 4. Spiele im Halbfinale: Würzburg erzwang gerade mit einem Sieg gerade Ulm ein 5. Spiel, gerade spielt Heidelberg gegen München und muss gewinnen, um nicht auszuscheiden. Die 5. Spiel(e) finden am Freitag statt.
- Tennis: Die Rasensaison beginnt mit Männer-Turnieren in Stuttgart (Zverev, Engel, Struff), ´s Hertogenbosch (Medwedew, Humbert). Dort sind auch die Frauen am Start (Samsonowa, Alexandrowa), die erstmals seit 1974 auch wieder in London (nicht Wimbledon ist gemeint) antreten (Qinwen Zheng, Keys).
- US Sport: Die Finalserien in NBA und NHL gehen langsam in die entscheidende Phase. Florida Panthers führen 2:1 vs Edmonton, das nächste Spiel in der Nacht zu Freitag in Florida). Die Serie zwischen den Oklahoma City Thunder und Indiana Pacers steht 1:1 (Nacht zu Donnerstag in Indianapolis).
- Leichtathletik: Bislet Games in Oslo, eines der schönsten Meetings im Rahmen der Diamond League am Donnerstag. In Deutschland nur gegen Aufgeld zu sehen. Sucht lieber per VPN einen britischen (BBC4), italienischen ode sonstigen Sender.
https://blickueberdenteich.de/schneckles-erfolgslauf-geht-weiter-auch-gegen-sabalenka/
so schaue ich hier auf die Nachwuchs-Wettbewerbe („Boys and Girls“). Da haben die deutschsprachigen SpiererInnen vor einen Monat toll abgeräumt. Max Schönhaus gewann das deutsche Finale gegen Niels McDonald, bei den Girls triumphierte die Österreicherin Lilli Tagger. Alle Drei sind noch im Wettbewerb, mal sehen, wie weit sie kommen.
Im Doppel ist dagegen das an 3 gesetzte Paar Kevin Krawietz/Tim Pütz überraschend schon gescheitert. Hier haben die Briten noch einige Asse im Ärmel: 2 rein britische Doppel stehen im Viertelfinale, sowie die britisch-finnische Paarung Patten/Helisivuora, die die Australian Open für sich entscheiden haben.