von Münchner Löwe | Apr. 21, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Endlich hat sie begonnen, die schönste Zeit des Basketball-Jahres. Play-off, Baby! Mit 3 Tagen Verspätung, geschuldet meinem Griechenland-Urlaub (wer plant eigentlich so etwas?), blicke ich auf die Serien, wage eine Vorschau, wer wie weit kommt. Natürlich lasse ich die bisherigen Spiele einfließen in meine Vorschau, versuche allerdings, mich davon nicht allzu sehr von meinen ursprünglichen Gedanken abbringen zu lassen (was im Fall der Orlando Magic schon mal gar nicht so einfach ist)
Allgemein wird die Western Conference für sehr viel stärker eingeschätzt als die Eastern Conference. Trotzdem wird natürlich der Modus nicht geändert. In den Fianls tirfft ein Wet-teams auf eines aus dem Osten. Es gibt mit Titelverteidiger Oklahoma City Thunder den einen ganz großen Meisterschafts-Favoriten, dahinter sind Vorhersagen schon sehr viel komplizierter und komplexer (Copyright: Fritze Merz).
Der Modus ist klar: Es gibt 4 Runden, drei innerhalb der jeweiligen Conference. Jede Serie geht über maximal 7 Spiele. Das bessere Team der Hauptrunde hätte in diesem 7. Spiel Heimvorteil und beginnt jede Serie mit zwei heimpartien.
EASTERN CONFERENCE
Die Abschlusstabelle ließ eine einseitige erste Runde erwarten, denn die ersten vier Teams hatten sich einen gewaltigen Vorsprung auf die Mannschaften 5 bis 8 erarbeitet. Doch erstens kommt es anders und zweitens kommt es vielleicht doch noch mal anders als anders.
(1) Detroit Pistons – Orlando Magic (8) (0:1)
Hier der Primus der Conference, dort das Team, das gleich zwei Play-In-Partien (Niederlage in Philadelphia, Sieg gegen Charlotte) brauchte, umd den Play-off-Platz zu sichern. Es ist an andrer Stelle verbürgt, dass ich den Magic Chancen gegen die Pistons eingeräumt habe (dort war das Gelächter recht groß …). Zumindest das erste Spiel hat gezeigt, wie die Orlando Magic den Pistons beikommen kann. Mit extrem aggressiver Deckung und guten Aktionen in der Offensive. Das führte zu einem 112:101 und dem Steal des ersten Heimspiels. Besagt allerdings auch nicht mehr als nur den ersten Sieg von vier notwendigen Erfolgen, aber eben auch nich weniger. Zumal die Leistung des Teams aus Florida auch nicht außerirdisch war, etwa mit der beklemmenden Dreierquote von nur 29,41 % (10/34). Das lernen sie wohl nie mehr.
Die Stars
Bei den Pistons ist das ohne Zweifel Cade Cunningham. Der Spielmacher ist mit
Abstand der Wichtigste im Team aus Motor City: punktet gut bis überragend, schnappt Rebounds gibt Assist und überhaupt den Takt vor. Von der Lungenverletzung, die ihn Wochen außer Gefecht setzte, ist nichts mehr zu sehen. Sehr gute Ergänzung durch Jalen Duren (das klappte allerdings in Spiel 1 überhaupt nicht).
Bei den Magic gibt es mehrere Schultern, auf denen die Veantwortung lastet. Paolo Banchero, Franz Wagner und Desmond Bane. Für mich Segen und Fluch zugleich. Segen deshalb, weil die Gegner nicht wissen, auf wen sie sich stürzen können. Fluch, wenn die verein-internen Regeln nicht funktionieren und deshalb kein Team-Basketball zustandekommt. Primus inter pares ist trotz allem Banchero, Nummer-1-Pick und Franchise Player in Disney Town. Er wartet noch auf den Durchbruch in die Liga der Top-top-Stars.
X-Faktoren
Die Pistons sind nicht als Scharfschützen bekannt (und als Team auch nicht darauf ausgelegt). Die große Ausnahme ist Duncan Robinson, noch immer einer der besten „Catch-and Shoot“-Spieler der Liga. Wenn er Feuer fängt und entsprechend eingesetzt wird.
Bei den Magic sehe ich vor allem Jalen Suggs und Wendell Carter jr. in größerer Verantwortung. Suggs mit zuverlässigem Ballvortrag, Carter als Größe unterm Korb (Faktoren wie Turnovers und Offensiv-Rebounds entscheiden knappe Serien).
🇩🇪 👓
Die Magic sind das „deutsche“ Team der Liga. Franz Wagner ist rechtzeitig von langen Veletzungsbescwerden wieder zurückgekommen und wird von Tag zu Tag sicher. Tristan da Silva zur sehr wichtigen Ergänzung geworden. Moe Wagner allerdings hat zuletzt kaum mehr Bedeutung, in der 1. Partie kam er überhaupt nicht zum Einsatz
🧠 Pistons
sie werden ihre Lehren ziehen und vor allem Duren besser ins Spiel integrieren können
❤️ Dem Franz würde ich es schon sehr gönnen.
(2) Boston Celtics – (7) Philadelphia 76ers (1:0)
Zwei Teams, die ich nicht besonders gut leiden kann mit besonders nervenden Hallen(sprechern). Irgendwoher muss ich meine Kriterien des Mögens/Nichtmögens ja herleiten … Die Celtics sind die Überraschung der gesamten Liga. Von wegen abgeschenkte Saison, die ihnen viele nach der schweren Veletzung von Jayson Tatum prognostizierten. Schon ohne Tatum mischten sie munter mit, mit ihm sind sie zum Top-Kandidaten zumindest im Osten avanciert.
Die Sixers ihrerseits sind schwer einzuschätzen. Ihr Verletzungspech ist legendär. Zurzeit mal wieder ohne Superstar Joel Embiid unterwegs, dann sind sie gleich eine Klasse schwächer als mit dem überragenden Center
Die Stars
Jalen Brown avancierte in Abwesenheit von Tatum zum überragenden Mann, hat sogar (kleine) Chancen auf den Titel des MvP (und sehr gute, dass er ins erste All-Star-Team gewählt wird). Die Kunst wird sein, Tatum zu integrieren, was Trainer Machulla offebar glänzend gelungen ist.
Überragender Mann bei den Sixers ist Tyrese Maxey, einer der smartesten Spieler der gesamten Liga. Unglaublich reif und abgeklärt trotz seiner erst 25 jahre.
X-Faktor(en)
Bostons Dreier: Pritchard, Hauser, White. Man gebe ihnen den Ball in die Hand, und sie drücken ab. Nicht immer erfolgreich (eh klar), aber sehr viel öfter als die Konkurrenz.
Phillies Edgecombe: Einer der tollen Rookies in dieser Saison. Da Joel Embiids Rückkehr emhr als fraglich ist, rücken er und Veteran Paul George in den Vordergrund. In Spiel 1 hat das allerdings überhaupt nicht funktioniert
🧠 Celtics
Ausgeglichen der Kader, Extreme Klasse in der Spitze mit Brown und auch Tatum
❤️ Pest oder Cholera (ja, ich übertreibe, aber diese Serie bringt mir nix). Sixers, weil die dan eher in der nächsten Runde rausfliegen …
(3) New York Knicks – (6) Atlanta Hawks (1:1)
Die Hawks waren von Anfang an mein Dark horse der Play-offs. Es kann sehr weit gehen, es kann natürlich auch schon in der 1. Runde zu Ende sein. Aber die Line Up liest sich sehr hübsch mit den jungen Wilden Jalen Johnson, Jonathan Kuminga und Onyeka Okungwu und den Erfahrenen CJ McCallum und Nickeil Alexander-Walker.
So hat mich der Sieg in Spiel 2 (nach der ersten schon recht knappen Partie) bei den Knicks nicht groß erstaunt. Die Knicks, ein ähnlich ausgeglichenes Ensemble mit dem außergewöhnlichen Jalen Brunson an der Spitze, der unter anderem mit Karl-Antony Towns und Mikal Bridges herausragende Helfer hat.
Die Stars
Jalen Brunson ist der wichtigste Spieler der Knicks. In entscheidenden Momenten kaum mehr nicht zu stoppen, obwol er „nur“ 1,93 Meter groß ist. Allein kann ers natürlich nicht richten, Karl-Anthony Towns ist dafür prädestiniert zu assistieren.
Jalen Johnson hat diese Saison seinen Durchbruch in die Elite. Sein großer Vorteil jetzt: Es kommt nicht auf in alleine an. Vielmehr regiert bei den hawks die Kunst des Team-Basketballs. Und dann haben sie im Januar mit CJ McCullum einen echten Unterschiedsspieler dazubekommen. Allerdings wird er nicht immer 32 Punkte auflegen wie in Spiel 2.
X-Faktoren
Mitchell Robinson von den Knicks: Der personifizierte Offensiv-Rebound. Gerade gegen eher kleinen Hawks wird es darauf ankommen, wie viele zweite Angriffe er sichern kann.
Der fehlende Center bei den Hawks: Zumindest fehlt der ganz große Riese im Team. Bisher ist es ihnen gut gelungen, mit diesem Konzept durchzukommen, aber gegen einen Robinson kann sich das schon rächen.
🧠 Hawks
Für mich die wahrscheinlichste Überraschung in der 1. Runde.
❤️ Hawks
ich mag das Kombi-Spiel und vor allem mag ich Spieler wie McCullum und Johnson.
(4) Cleveland Cavaliers – (5) Toronto Raptors (2:0)
Die Cavs haben einiges gutzumachen nach der vergangenen Saison. Damals scheiterten sie als Conference-Bester schon in der 2. Play-off-runde. Damit ihnen das nicht wieder passiert, haben sie das Team verändert. Es ging Darius Garland, zwar hochbegabt, aber oft verletzt. Es kam James Harden mit riesiger Erfahrung und obendrauf auch der Deutsche Dennis Schröder sowie Keon Ellis von den Sacramento Kings (für beide ein Segen!). Ein Team ohne erkennbare Schwäche. Aber können sie auch Play-offs?
Alles scheint bereitet für einen tiefen Play-off-Lauf, der vielleicht erst im Conference-Finale (oder gar erst in den Finals?) enden kann.
Die Raptors sind sehr schwer einzuschätzen. Eingespielt in der Offensive, zupackend in der Defensive. Mir fehlt allerdings der Glaube, wie das gegen Cleveland funktionieren kann. Die bisherigen Partien waren wenig dienlich, diese Skepsis abzuschütteln …
Die Stars
Donovan Mitchell hat nioch die Wut im Bauch, gut abgehangen nach 2025, als er als Einziger der Stars noch voll bei Kräften war. Er ist der Kopf des Teams. Hinten räumt Evan Mobley zuverlässig auf, auch wenn er von der Superstärke der vergangenen Saison noch etwas entfernt ist.
Scottie Barnes ist der beste von vielen guten Spielern. Die nicht allzu bekannt sein mögen, aber einen mehr als ordentlichen Job verrichten.
X-Faktoren
James Harden: Kann sich der 35-Jährige auch in Play-offs zu außergewöhnlichen Leistungen aufschwingen. Wenn das gelingt, sehe ich für die Cavs wenige Grenzen und das Team mindestens im Conference Finale.
Torontos Ausgeglichenheit: Neben Barnes können sich auch RJ Barrett, Brandon Ingram und Ja`kobe Walter zu großen Taten aufschwingen. Wenn dann noch Qickley zurückkommt …
🇩🇪🇦🇹👓
Dennis Schröder hat im Januar den Jackpot gezogen. Statt mit den Kings auf Verlierer-Jagd zu gehen (sooo großer Seufzer), kämpft er jetzt mit den Cavs zumindest um den Conference-Titel. Ein großer Faktor ist er in den bisherigen zwei Spielen der Serie allerdings nicht gewesen.
Jakob Poeltl schlägt sich diese Saison oft mit Verletzungen herum, und natürlich leiden die Leistungen darunter. Ein zuverlässiger Center, normalerweise für einige Offensiv-Rebounds und Blocks gut.
🧠 Cavs
In allen Belangen überlegen, und sie haben einen Donovan Mitchell in Top-Form.
❤️ Cavs
Ich hab mit ihnen letztes Jahr gelitten und wünsche Wiedergutmachung.
WESTERN CONFERENCE
(1) Oklahoma City Thunder – (8) Phoenix Suns
Der Titelverteidiger hat wieder alle Mann an Bord und auch die Form des Vorjahrestriumphes offenbar wiedergefunden. Sie müssen als klarer Favorit gelten, nicht nur für diese Serie
Ich sehe nicht, wie die Suns ihnen gefährlich werden können. Dass diese überhaupt die Play-offs erreicht haben, ist für ein Riesen-Erfolg.
Die Stars
Shai Gilgeous-Alexander. Schon letzte überragend, jetzt ist er ein Jahr reifer. Das gilt für das gesamte Team, in dem die meisten Spieler ihren Zenith noch gar nicht erreicht haben. In der Rolle des Co–Stars wechseln sich Jalen Williams und Chet Holmgren ab.
Devin Booker ist vom einstigen Star-Ensemble übriggeblieben und gefiel in der Rolle als Anführer.
X-Faktoren
Die Thunder-Abwehr um Alex Caruso. Macht es jedem Gegner extrem schwer und erlaubt nicht die geringste Atempause.
Suns-Schützen: Einige im Köcher wie Dillon Brooks und Jalen Green.
🇩🇪👓
Isiah Hartenstein: Wenn dann doch was durchkommt, gibt es noch den deutschen 2,15-Meter-Riesen als Rammbock. Vorne an vielen Angriffen beteiligt und mit einem guten Händchen ausgestattet
Abseits von der NBA: Es ist hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Hartenstein ins deutsche Nationalteam rückt. Offenbar schon diesen Sommer in der WM-Qualifikaiton.
🧠 Thunder
Vielleicht gelingt den Suns ein Ehrensieg zu Hause. Zu einem Weiterkommen des Teams aus Arizona fehlt mir jegliche Fantasie.
❤️ Suns
Seit Steve Nash habe ich Grundsympathie für die Suns. Und meine Neigung für Außenseiter. Aber ich bin Realist und kann überdies auch mit den Thunder leben.
(2) San Antonio Spurs – (7) Portland TrailBlazers (1:0)
Überraschung, Überraschung! Die Spurs sind erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit wieder in den Play-offs, ebenso der Gegner aus Oregon. Beide Teams stehen erst am Anfang der Entwicklung, deren Ende noch längst nicht abgeschossen und abzusehen ist. Die Spurs sind in allem etwa 2 jahre weiter, und sie haben etwas (besser: jemanden), das die Blazers nie haben werden. Den unglaublichen Victor Wembanyama.
Der kommende Weltstar feierte in der Nacht zu Montag sogar Post-Season-Premiere. Die Bilanz: mehr als beeindruckend mit 35 Punkten, davon 21 schon in der 1. Halbzeit. Nervosität war ihm und dem jungen Team nicht anzumerken, obwohl es vom jungen Portland-Team gefordert wurde und die Partie durchaus noch hätte kippen können. Zumindest theoretisch …
Die Stars
Victor Wembanyama: noch immer erst 21 Jahre alt, doch schon jetzt der Anker. In der Verteidigung gibt der 2,21-Meter-MRiese mit den Krakenarmen den Angreifern bis dato unbekannte Rätsel ohne Lösungsansatz. Vorne inspiriert er die Mitspieler als Anspielpnkt in ungeahnter Höhe. Dazu ein hübscher Distanzwurf. Das sieht schon im Fernsehen äußerst geschmeidig aus, live vor Ort wird man es kaum glauben, wie elegant sich dieser Riese bewegt. Auf meiner to-do-Liste, wenn der Irre aus dem Weißen Haus verschwunden ist und ich wieder in die USA kann …
Dan diese Superduper-Klasse kommt Dani Avdija zwar nicht ran, aber im hochbegabten Blazers-Team scheint er der begabteste zu sein. benfalls ein glänzendes Play-off-Debüt, nachdem er schon vergangene Woche maßgeblich am Play-In-Sieg über die Suns beteiligt war.
X-Faktoren
Falls dem jungen Spurs doch die Angst beschleicht: Sie haben Routiniers, die in die Bresche springen. Namentlich De’Aaron Fox sei hier genannt, vor gut einem Jahr von den Kings gewechselt, wo er zwei Jahre Play-off-Luft schnuppern durfte. Luke Kornet, der Backup von Wemby als Center, kann sogar einen Meisterschaftsring (mit den Celtics 2024) sein Eigen nennen.
🧠 Spurs
Überspitzt gesagt: Die Blazers sind das ideale Team zum Einspielen für die nächsten Runden. Talent ist im Übermaß vorhanden,
❤️ Spurs
Kaum zu glauben die Metamorphose, nachdem ich die Spurs unter Tim Duncan als Dirk-Widersacher nicht so leiden konnte.
(3) Denver Nuggets – (6) Minnesota Timberwolves (1:1)
Nominell der Top-Schlager der 1. Runde. 2 Teams, durchsetzt mit Top-Stars (Jokic und Murray gegen Edwards und Randle), beide mit tiefen Aufstellungen und hohen Ambitionen. Gerade das 2. Spiel heute Nacht übertraf schon die Erwartungen, und dass die Timberwolves auswärts das bessere Ende für sich hatten und den Heimvorteil „stahlen“, war meiner Laune nicht abträglich (siehe unten). Aber das ist natürlich noch längst nicht die Entscheidung. Mich würde es im Gegenteil nicht wundern, wenn diese Serie über 7 Spiele gehen würde
Die Stars
Nikola Jokic, soll ich wirklich noch was zu diesem Giganten sagen. In dieser Saison „gewann“ er die Wertung in Reobounds UND Assists, das hat es zuvor in der stärksten Liga der Welt noch nie gegeben. Punkte liefert der Serbe dann frei Haus …
Co-Star der Nuggets ist Jamal Murray. Endlich behindern den Kanadier keine Verletzungen.
Auch Anthony Edwards hat zumindest zurzeit keine körperlichen Beschwerden. Das ermuntert den Jungstar zu außerordentlichen Leistungen. Auch er hat mit Julian Randle einen vorzüglichen Side-Kick, der jederzeit bei Bedarf übernehmen kann.
x-Faktoren
Verteidigen gegen Jokic: Die T-Wolves versuchen es einerseits mit dem Riesen Rudy Gobert, allerdings etwas unbeweglich und auch schnell in Foul-Trouble. Der kleinere, aber kräftig-wendige Naz Reed ist eine denkbare Alternative. Letztlich gehts nur im Verbund.
Die Ergängzungsspieler: Christian Braun oder Tim Hardaway (beide Nuggets), Donte di Vincenzo oder Jalen McDavids. Die Stars hinter den Topstars haben ebenfalls klingende Namen. Sogar die dritte Garde (Gordon/Reed) könnte in extremis entscheidend eingreifen.
🧠 Nuggets
Neben Hawks vs Knicks für mich die engste Serie. Vielleicht entscheidet am Ende wie so oft ein absolutes Monsterspiel von Jokic mit 45+ Punkten oder so ähnlich. Ein bisschen Aberglaube ist bei diesem Tipp auch dabei, denn …
❤️ Timberwolves
ich mag sie seit ihren Anfängen zum Ende des Jahrhunderts. Seit Jahren in der erweiterten Spitze, doch nie reichte es zu mehr als für die Conference Finals. Ein geschmeidiger Edwards ist mir außerdem lieber als so ein Riesenmensch wie Jokic, bei aller Bewunderung.
(4) Los Angeles Lakers – (5) Houston Rockets (1:0)
Wenn die beiden Topstars dabei wären, wäre das eine Super-Serie. Doch in Spiel 1 fehlten sowohl Luka Doncic (Lakers) als auch Kevin Durant (Rockets), und es ist unsicher (Durant) bis unwahrscheinlich (Doncic) ob und wann sie zurückkommen. Die erste Partie war dementsprechend fehlerhaft, ja mau (einer musste halt gewinnen, es waren die Lakers …)
Die Stars
Besser: die in die Bresche springenden Spieler. Von denen LeBron James ja nicht den allerschlechtesten Namen hat. 41 Jahre ist er mittlerweile alt, doch ohne Doncic und den ebenfalls fehlenden Austin Reaves muss der ewige Rekordschütze bei den Lakers sehr viel mehr leisten als gedacht und vielleicht auch gewünscht. Er tat dies durchaus beeindruckend, legte 19 Punkte und 13 Assists auf.
Bei den Rockets gehört ohnehin einem Alperin Sengün die Zukunft. Noch kann er nicht Super-Leistungen wie im türkischen Nationalteam anknüpfen, aber er steigert sich kontinuierlich.
X-Faktoren
Rückkehr der Stars: Da sieht es bei den Rockets weit besser aus wie bei den Lakers, wo Doncic mindestens noch eine Woche braucht (vielleicht Spiel 6 oder 7?)
Offensiv-Rebounds: Die Riesenstärke der Rockets. 21:3 (!) entschieden sie diese Kategorie in Spiel 1 für sich. Abenteuerlich, dass sie trotzdem verloren haben. Bei einer Wurfquote von indiskutablen 40 Prozent bei den Zweiern (!) ist das dann nicht mehr so verwunderlich.
🧠 Lakers
Die Rockets sind meines Erachtens weit überschätzt (gerne dann auf Wiedervorlage, wenn sie in den Finals stehen …). Ein LeBron James wächst mit seinen Aufgaben, und wenn dann ein Luke Kennard (27 Punkte) oder DeAndre Ayton erneut in die Bresche springt, ist vieles möglich. Natürlich auch, dass Durant einen Jungbrunnen findet und die Lakers im Alleingang erledigt
❤️ Rockets
Nach meiner langjährigen Devise: All but Lakers. Traumatische Triumphe vor mehr als 20 Jahren haben Spuren hinterlassen
von Münchner Löwe | Apr. 4, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Eine Woche oder 4 bis 5 Partien haben die Teams noch vor sich, bevor es in die Play-offs geht. Normalerweise Zeit für Dramen, wer es über den Strich schafft und wer noch absackt. Diese Saison, keine Spannung, fast nirgends. Natürllich gibt es den einen oder anderen Fight um Platzierungen, aber die insgesamt 20 Teams (je 10 im Osten und Westen), stehen schon längst fest. Weil so viele Teams wie noch nie die Saison von vornherein oder sehr frühzeitig abgeschenkt haben, um sich in der reich beladenen Draft-Klasse ’26 ein besonders exquisites Stück zu sichern. Das sogenannte Tanken=absichtliches Verlieren ist ein extrem trauriges Kapitel für sich, das ich jetzt nicht näher beleuchten will, sondern erst, wenn die Draft Ende Juni ansteht.
So määndert die Saison dem Ende entgegen. 2 Spannungsmomente sind dann doch zu entdecken: Im Westen geht es um die Plätze 3 bis 6 (hinter den Oklahoma City Thunder und San Antonio Spurs), im Osten sogar um die Plätze 5 bis 10, wo noch 2 direkte Play-off-Plätze ausgespielt werden.
Western Conference
OKC wird auf Platz 1 landen. Rechtzeitig sind alle Spieler fit geworden, und spätestens nach dem 139:96 Kantersieg gegen die LA Lakers besteht auch kein Zweifel mehr, dass der Titelverteidiger für das erneute Meisterrennen bereit ist. Sicherer Zweiter sind die San Antonio Spurs, das sich in den Spielen gegen OKC als Kryptonit erwiesen hat (3 Siege in 4 Partien)
Der Kampf um Platz 3
Verwickelt sind die Lakers (50:27 Siege), die Denver Nuggets (49:28), die Houston Rockets (48:29) und die schon etwas abgeschlagenen Minnesota Timberwolves (46:31). Rang 3 wäre in doppelter Hinsicht erstrebenswert. Man hätte Heimrecht in der 1. Runde, und würde außerdem in der 2. Runde den vermeintlich unberzwingbaren Thunder aus den Weg gehen. Um so mehr trifft die Lakers der Ausfall von Topstar Luka Doncic, der wegen einer Oberschenkelzerrung mindestens 2 Wochen ausfällt, schlimmstenfalls sogar sechs. Ob sie ohne den slowenischen Spielmacher den Ein-Siege-Vorsprung auf die Nuggets ins Ziel retten, erscheint mir äußerst fraglich.
Die besten Chancen für Platz 3 haben somit die Nuggets um den potenziellen MvP Nikola Jokic. Zwar müssen sie noch zweimal gegen die Spurs ran und einmal gegen die Thunder, doch die könnten am Ende der Woche bereits im Schon-Modus sein im Hinblick auf die Play-offs. Dahinter haben die Rockets eher theoretische Chancen: Sie müssen alle verbliebenen 5 Spiele gewinnen und dann hoffen, dass die Konkurrenz patzt. Minnesota wird auf Rang 6 verbleiben und versuchen, sich für die Play-offs zu konsolidieren.
Mein Tipp: Denver wird noch Dritter. Vor LA, Houston und Minnesota
Die Play-Ins
Die 4 Teams stehen schon fest (Phoenix Suns, Portland Trailblazers, Los Angeles Clippers und Golden State Warriors). Sie spielen die Plätze 7 und 8 aus, die aller Wahrscheinlichkeit nur Schlachtopfer in der 1. Play-off-Runde für Thunder und Spurs sein werden.
Eastern Conference
Die Plätze 1 bis 4 sind praktisch vergeben an Detroit Pistons, Boston Celtics, New York Knicks und Cleveland Cavaliers (die beiden Letztgenannten kämpfen um Rang 3 und 4, was praktisch egal ist). Dahinter sind 6 Mannschaften innerhalb von 4 Siegen. Eines scheint im Osten klar, respektive eben gar nicht klar: Die besten Vier sind nicht so viel besser, als dass nicht in der ersten Play-off-Runde eine Überraschung gegen sie gelingen könnte.
Erster Anwärter auf eine solche Überraschung wären die Atlanta Hawks, zuletzt in ausgezeichneter Form und Favorit auf Rang 5 (oder wenigstens 6), was die Play-offs ohne Umweg über Play-Ins bedeuten würde. Ihr Team ist homogen mit mehreren Waffen (Jalen Johnson, CJ McCullom, Nickell Alexander-Walker, Dyson Daniels). Den Hawks in dieser Form traue ich einen Play-off-Run zu, allerdings könnte ihnen der fehlende Top-Center auf die Füße fallen.
Viel versprechen auch die Charlotte Hornets um den endlich gesunden Lorenzo Ball und Super-Rookie Kon Knuppel, seit Ewigkeiten wieder in der Post season dabei samt dementsprechend fanatischen Publikum (bitte lasst bei Heimspielen das entsetzliche dunkelblaue Parkett im Keller).
Und da sind auch noch die Philadelphia 76ers. Die komplette Wundertüte. Nominell ein Top-Team mit absoluten Topstars wie Tyrese Maxey, Joel Embiid und Paul George. Wenn die gesund bleiben (George? Embiid??) und Rookie VJ Edgecombe und andere Ergänzungsspieler Feuer fangen, kann wirklich alles passieren.
Aus deutscher Sicht am interessantesten sind natürlich die Orlando Magic mit 3 Nationalspielern. Franzn Wagner ist nach sehr langer Pause wieder dabei, wirkt allerdings noch arg rostig (und sein Dreier fällt immer noch nicht …). Tristan da Silva hat eine klare Leistungssteigerung hingelegt und mittlerweile auch einiges Selbstvertrauen. Moe Wagner hingegen ist dezeit aus der Rotation rausgefallen. Irgendwie werde ich mit diesen Magic nicht warm (es fehlt jegliche Magie, höhö). Vor allem ist die Abwehr längst nicht so stark wie im Vorjahr. Mich würde also wenig wundern, wenn Orlando in den Play-Ins (an ein Klettern auf Platz 6 nach dem Grunddurchgang glaube ich trotz knappen Rückstands nicht mehr) scheitern würden; Zurzeit würde ich Atlanta, Philly, Toronto und auch Charlotte stärker einschätzen. Ähnliches wie für Orlando gilt für die Miami Heat. Das Glück für die Florida-Teams: meine Vorhersagen treffen recht selten zu.
Mein Tipp ist also mit größter Vorsicht zu genießen, lautet aber:
5. Atlanta Hawks
6. Philadelphia 76ers
7. Charlotte Hornets
8. Toronto Raptors
9. Orlando Magic
10. Miami Heat
Auf Wiedervorlage Montag in einer Woche, dann bin ich aber schon in Griechenland …
von Münchner Löwe | März 11, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Gut einen Monat und 16+ Partien läuft noch der Grunddurchgang. Höchste Zeit für eine Vorschau, was da noch passieren kann, wobei die Konstellationen sich im Hinblick aufs Play-off-(Play-In) schon ziemlich verfestigt haben. Sowohl im Osten als auch im Westen haben sich Favoriten kristallisiert. Gut ein Viertel der Liga hat schon abgeschenkt; den betreffenden Teams geht es nur noch darum, möglichst oft zu verlieren, damit die Chancen auf einen Top-Pick in der kommenden Draft steigen (ein sehr vielversprechender Jahrgang, was ich so lese und höre). Übers sogenannte Tanking möchte ich mich jetzt aber nicht auslassen.
Eastern Conference
Die Spitze
Ganz vorn rangieren immer noch die Detroit Pistons, doch dahinter kommen die Boston Celtics mit Wucht. Viele Experten hatten dem Meister von 2024 wenige Chancen eingeräumt, auch weil sie ihren Kader aufgeräumt haben und gute, aber alternde und zu teure Profis weggetradet haben (Porzingis, Holiday, Kornet). Dazu die schwere Verletzung von Jayson Tatum. Doch Abschenken der Saison kam nicht infrage, jetzt ist auch Tatum wieder dabei (noch nicht ganz in Top-Form), aber das wird besser und besser.
Dass sie die Pistons in den verbleibenden Spielen noch von Rang 1 verdrängen, ist zwar nicht sehr wahrscheinlich angesichts des derzeitigen Rückstands von 3,5 Siegen, aber das ist zweitrangig. Die Play-offs sind schon sicher und dort muss man den Rekord-Champion erst mal aus dem Weg räumen.
Ob das etwa dem jungen Team aus Detroit gelingt, erscheint mir fraglich. Hinter den überragenden Cunningham und Duren wird es doch recht dünn, wobei ein Duncan Robinson jenseits der Dreierlinie immer heißlaufen kann.
Fix in den Top 4 würde ich auch die New York Knicks und Cleveland Cavaliers einordnen. Gerade die Cavs haben sich in der Wechselzeit noch klar verstärkt. Harden ist ein Upset gegenüber dem verletzungsanfälligen Garland (Tausch mit den LA Clippers), Schröder und auch Ellis gute Ergänzungen im Kader. Die Knicks wiederum können sich auf ein eingespieltes Team um Brunson, Towns und Amunoby verlassen. Und auf Mitchell Robinson, den Offensiv-Rebound-König.
Kampf um die direkten Play-offs
Wenn ich großzügig bin, kämpfen sechs Teams um 2 Plätze, die anderen vier machen dann in den Play-Ins die übrigen 2 Plätze unter sich aus. Wenn ich mir Bilanz und Form ansehe, spricht vieles für die beiden Teams aus Florida, Miami Heat und Orlando Magic. Dann müsssten Toronto, Philadelphia, Atlanta und Charlotte in die Ehrenrunde.
Gerade das „deutsche“ Team der Magic (Wagner-Brüder, Tristan da Silva) hat sich zuletzt gefangen, zB mit 2 Auswärts-Siegen in Los Angeles bei den Lakers und Clippers. Endlich scheint auch wieder die Verteidigung besser zu funktionieren. Das alles allerdings ohne Franz Wagner, der erneut wegen einer Verletzung ausfällt. Sehr viel spricht leider dafür, dass er im Januar wegen des Berlin Game in seiner Heimatstadt zu früh wieder eingesetzt wurde (Wer kann ihm verdenken, dass er dort unbedingt auflaufen wollte?). Ob und in welcher Form er zurückkehrt, steht noch nicht fest. Allzu sehr scheint man nicht mehr darauf zu vertrauen.
Der traurige Rest
Zumindest die Milwaukee Bucks mit Superstar Giannis Antetokuonmpo kämpfen noch um Rang 10, doch der Abstand wird und wird nicht geringer – im Gegenteil. 4 Teams (ich nenne sie jetzt gar nicht) versuchen nur noch zu verlieren. Natürlich nicht die Spieler auf dem Parkett, aber es gibt Mittel und Wege, sie einzuhegen. So traurig.
Western Conference
Die Spitze
Die große Frage: Retten die Oklahoma City Thunder ihren 2-Siege-Vorsprung ins Ziel oder werden sie noch von den San Antonio Spurs noch abgefangen. Trotz erheblicher Verletzugnsprobleme (zuletzt fehlten Jaylen Williams, Hartenstein, Caruso, Holmgren) hat sich OKC um Shai Gilgeous-Alexander wieder gefangen, gewann 9 der letzten 10 Partien – ebenso wie der texanische Kontrahent um Victor Wembanyama, der zunhmend Verantrwortung übernimmt. Gut möglich, dass diese beiden Teams auch das Conference Final bestreiten, wenn ich so weit vorausgreifen darf (so viele Unwägbarkeiten, weshalb man das eigentlich unterlassen sollte).
Kampf um die Play-offs
5 Teams (Houston, LA Lakers, Minnesota, Denver, Phoenix) rangeln um die Plätze 3 bis 6: Ohne allzu waghalsig zu prophezeien: Der Siebte (das wären zurzeit die Phoenix Suns) wird mit größter Wahrscheinlichkeit die Play-offs über die Play-Ins erreichen.
Die Ränge 3 und 4 hätten in der ersten Play-off-Runde Heimrecht und sind deshalb so begehrt. Wer das letztlich sein wird: Meine Glaskugel ist trotz neuer Brille sehr trüb. Schemenhaft habe ich die Lakers und Timberwolves im Visier, allerdings hier wie dort mit großem Fragezeichen versehen. Bei LA ist der Elefant im Raum LeBron James. Zurzeit fehlt er mal wieder verletzt, und plötzlich spielen sie besser. Andrerseits: Wer könnte mehr helfen als der so vielen Play-off-Serien gestellte James – trotz des fortgeschrittenens Alters (41).
Die Timberwwolves haben vielleicht das meiste Talent (Anthony Edwards!), aber sie bringen ihre PS nicht auf die Straße, wie der völlig missglückte Auftritt heute Nacht bei den Lakers verdeutlichte.
Ähnliches Hin und Her sehe ich bei den Nuggets (trotz Nikola Jokic!) und Houston Rockets (trotz Kevin Durant!). Deren außerordentliche Leistungen kann das Team plötzlich beflügeln und auf ein ganz anderes Level heben, und dann müssten sich auch Thunder und Spurs warm anziehen.
Die Suns wiederum spielen ohne jeden Druck, wie es scheint. Der 7. Platz ist gesichert.
Die Post-Season-Teams
Die Ränge 8 bis 10 (und damit die verbleibenden Play-In-Plätze) scheinen schon vergeben. LA Clippers, Golden State Warriors und Portland Trail Blazers kämpfen nur noch um die Reihenfolge. Ein Team des Trios wird sogar noch in die Play-offs rutschen (und dort das Schlachtopfer der Thunder oder Spurs werden, oder etwa nicht?). Während die alternden Clippers (Leonhard) und Warriors (Curry, Butler, Green) dem Sonnenuntergang entgegenreiten, scheint die mittelfristige Zukunft der Blazers eher verheißungsvoll, da viele junge Spieler ihren Zenith erst noch erreichen werden.
Der traurige Rest
Memphis, Dallas, New Orleans, Utah und Sacramento: 5 Teams des Grauens und keine Zeile wert..
von Münchner Löwe | Feb. 2, 2026 | basketball, bundesliga, Fußball, Handball, NBA, ski alpin, Tennis
Australian Open, Handball-EM und der Hauch einer Bayern Krise. Dazu letzte Winter-Wettbewerbe vor Olympia.
Alcáraz schafft den Karriere-Grand-Slam
Nix wurde es mit dem Rekord-Triumph von Novak Djokovic. Obwohl er im Finale den ersten Satz gegen Carlos Alcáraz für sich entschid und zumindest teilweise richtig gutes Tennis spielte, der Spanier war doch in den entscheidnden Momenten zu stark und gewann in vier Durchgängen. Damit sicherte er sich nicht nur den insgesamt 7. Grand-Slam-Titel der Karriere, sondern vervollständigte auch so früh wie zuvor noch kein Profi die Sammlung. Je 2 Titel hat er nämlich zuvor in Paris, Wimbledon und Flushing Meadows errungen.
Dem Djoker lieb dagegen der 25. Triumph versagt, mit dem er alleiniger Rekordhalter geworden wäre (es bleibt bei der geteilten Führung mit Margareth Court). Dass er überhaupt das Finale mit seinen 38 Jahren erreichte, spricht für sich, war aber auch glücklichen Umständen geschuldet wie die Verletzung von Lorenzo Musetti im Viertelfinale. Aber allein, wie er sich im Halbfinale gegen Titelverteidiger jannik Sinner durchsetzte, nötigt sogar mir, dem erklärten Nole-Hater, größten Respekt ab. Eine wirklich realistische Chance gebe ich dem Serben, im Juli in Wimbledon.
Bei den Frauen triumphierte Lena Rybakina. Einerseits überraschend, weil die Kasachin bisher nur einen Wimbledontitel aufzuweisen hatte und nur als Nummer 8 ins Turnier ging. Andererseits fast naheliegend. Seit Spätherbst ist Rybakina ungeschlagen, gewann im November souverän das WTA-Finale. Leider habe ich bei meinem Melbourne-Tipp ihrer Niederlage im Vorberereitungsturnier in Brisbane gegen Karolina Muchova zu viel Bedeutung beigemessen …
Beeindruckend jedenfalls, wie sich die über 1,80 Meter große Rybakina im Finale gegen Aryna Sabalenka mit ihrem Aufschlag aus der Affäre rettete. Ein Finale, das tatsächlich über 3 Sätze ging und mehr als 2 Sunden dauerte (2:19). Eine Rarität bei diesem eher spannungsarmen Turnier; gerade die Frauen-Matches waren meist doch eine sehr einseitige und damit auch eintönige Angelegenheit (genauso übrigens wie die Männer-Matches, natürlich ausgenommen die beiden 5-Satz-Thriller im Halbfinale).
Deutscher Erfolgslauf gestoppt
Auch der Kanzler konnte nicht helfen, oder lags gar an Friedrich Merz. Jedenfalls zeigten sich die unbesiegbaren handball-Dänen bei der Heim-EM im Finale auch tatsächlich als unbesiegbar. Zwar hielten die Deutschen eine Halbzeit sehr gut mit und konnten die Partie zeitweise sogar ausgeglichen gestalten, doch letztlich hatten sie gegen Danish Dynamite doch keine Chance und verloren mit 27:34 (zu) deutlich. Immerhin eine klare Steigerung zum Olympiafinale, als vom gleichen Gegner regelrecht demontiert wurden.
Ausgerechnet der dänische Ersatztorhüter Kevin Möller sorgte für die Vorentscheidung. Noch während der 1. halbzeit ersetzte der Keeper der SG Flensburg-Handewitt den eher glücklosen Emil Nielsen, und seine Paraden ebneten den Weg. Er überstrahlte zeitweise sogar Andi Wolff im deutschen Kasten, der gerade im ersten Durchgang nicht ganz an seine vorherigen Weltkassepartien heranreichte.
Erstau licherweise blieb Mölle auch die gesamte 2. Halbzeit im Tor (außer bei einem einigen Siebenmeter). Dass er zum Mann der partie offiziell ausgezeichnet wurde, das hätte vor der partie wohl niemand prophezeit.
Das junge deutsche Team wird mit dem Finaleinzug mehr als zufrieden sein, gerade die Siege gegen Frankreich und Portugal durfte nicht jeder erwarten. Im Endspiel selbst kamen manche nicht an ihr Leistungsvermögen heran, gerade im Angriff Uncins und Knorr. Und wer weiß, wie alles gelaufen wäre, hätte nicht Abwehrchef Kiesler nach einer Würge-Attacke gegen Mthias Gisdel früh mit Rot vom Parkett gemusst.
ARD – Unterirdische Kommentatoren
Ein Wort zur Fernsehberichterstattung: Die deutschen Spiele wurden in ARD und ZDF gezeigt, und größer könnte der Qualitätsunterschied nicht sein. Im ZDF überzeugten mich Reporter martin Schneider und Experte Sven Christophersen. Voller Sachkenntnis ohnehin, mit viel Engagement, aber jederzeit fair in der Einordnung – was des Gegners Leistung betrifft ebenso wie die der Schiris. Bei der ARD dagegen überboten sich Florian Nass und Jogi Bitter an peinlichem Nationalismus, jede Entscheidung gegen Deutschland war ein Affront, jeder Fehlwurf des Gegners wurde bejubelt (ich übertreibe nur wenig). Alles war immer nur schwarz, rot, geil – absolut zum Fremdschämen. Und letztlich auch gefährlich in einer Sportart, wo die allerwenigsten so regelfirm sind, um das ewige Klammern, Halten, Stoßen, vielleicht auch Würgen richtig einordnen können. Gerade hier bräuchte es eine objektive Anleitung und nicht dumpfbackiges Pro-Deutschland-Gebrüll. Überspitzt gesagt: Mehr Nationalismus sehe ich auch bei einem AfD-Parteitag nicht (nein, ich behaupte nicht, das Nass und Bitter der AfD anhängen. Aber ihre Art der Kommentierung mögen sie bitte überprüfen!).
Die Bayern – plötzlich nervös
Kaum läuft es nicht mehr ganz so flüssig, zeigen die Münchner Fußballer Nerven. Zu besichtigen beim in der Tat aufreibenden 2:2 beim Aufsteiger Hamburger SV. Von Beginn an war viel Hekik im Spiel, Haken und Ösen auf beiden Seiten, und Schiri Harm Osmers zeigte sich in der Zweikampfbewertung in der Tat samft überfordert, allerdings auf beiden Seiten.
In der Endphase, als die Bayern verzweifelt den Siegestreffer versuchten, musste der Frust raus. Bei jedem Pfiff (oder unterlassenem Pfiff) gegen München stürmten mehrere Byyern-Profis auf den unparteiischen ein. Die Regel, dass nur noch der Kapitän protestieren darf, die gilt offenbar nicht mehr (das bedaure ich schon seit einigen Monaten). Sogar Harry Kane, der als Engländer angeblich die Fairness und die Achtung gegen den Referee mit der Muttermilch aufgesogen hat, beteiligte sich am Schiri-Bedrängen.
Nach dem Schlusspfiff ging das Schiri-Bashing erst recht los. Wlchen Bayern man die Reporter auch befragten, zunächst gab es eine Breitseite gegen den Schiri. Der aus meine Sicht bei allen brenzligen Entscheidungen richtig lag (zumindest nicht völlig falsch), sowohl beim Elfer für den HSV unterbliebenen Strafstößen für die Bayern wegen Hand (klar angeschossen) und Foul (nicht genug). Klar, es hat schon Schiris gegeben, die die beiden Strafstöße gegeben hätten und haben, aber wie lautet ein ehernes Grundrechtsgebot: Keine Gleichheit im Unrecht.
Im Laufe der zeit wunderte ich mich, warum sich die Bayern so aufführten. Sie, die doh so souverän durch die Liga cruisen. Doch jetzt sah ich nicht nur extrem unsympathische Profis (sogar der für mich sympathische Kane mutierte zum Bayern-Deppen), sondern geradezu panische Spieler und Verantwortliche. Ob da vielleicht sogar mehr dahintersteckt als 2 verlorene Pünktchen? Weil jeder spürt, dass jetzt, wo es langsam ernst wird, die wunderbare Leixhtigkeit des Seins verschwunden ist ode zumindest auf den rumpeligen Winter-Spielfeldern nicht mehr zum Tragen kommt.
Noch ist das Spekulatius. Noch ist auch de Abstand auf den Zweiten Borussia Dortmund komfortabel (6 Punkte und das uneinholbar bessere Torverhältnis). Aber jetzt noch eine Niederlage gegen das formstarke Hoffenheim und gleichzeitiger Dormund-Sieg – und plötzlich wären beide Teams in Reichweite.
Werder verliert die Nerven
Hier hat die Panik schon zur üblichen Raktion geführt: Einen Tag nach dem 1:1 zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach feuerten die Bremer Verantwortlichen den Coach. Horst Steffen, erst im Sommer vom Zweitligisten SV Elversberg gekommen, muss gehen. Zehn Spiele ohne Sieg – das hat noch nie einem Bundesliga-Coach gut getan. Obwohl nach Auffassung vieler Experten, die viel näher an Werder sind als ich, diesen Schritt für verfrüht halten. Wer den sich windenden Arnd Zeigler, der Stadionsprecher im Weserstadion, gestern bei seiner Sendung sah, weiß von was ich rede. Nur Diplomatie und Achtung vor seinem herzensclub bewahrten die Verantwortlichen vor einer Tirade, da bin ich mir sicher.
Natürlich hat Steffen, der den Noname-Club Elversberg fast in die Bundesliga geführt hätte, nicht alles richtig gemacht. Aber die Sportliche Leitung beging einen Fehle nach dem anderen, vor allem in der Kaderzusammenstellung. Die gipfelte darin, dass sie den durchaus begabten Victor Boniface verpflichtete. Jenen Angreifer, der nur Tage zuvor durch den Medizincheck beim AC mailand gefallen war. Kann man sogar eingehen, dieses Risiko, allerdings bitte mit Netz und dippelten Boden, hier also guten Backups. Diese fehlen komplett, es kam, wie es kommen musste. Boniface fehlt bis zum Ende wegen einer Knieverletzung (das die mailänder moniert hatten), die traurige Bilanz: ein Stürmertor.
Schweizer Trost am Unglücksort
Die Brand-Katastrophe in Crans Montana ist noch längst nicht verdaut (am Sonntag erlag ein Mann seinen Verletzungen), da machte der Skizirkus im Schweizer Ort Station. Alles natürlich im Zeichen des Unglücks, aber eben auch mit viel sportlichem Wert: zum einen weil in nicht einmal einer Woche die Olympischen Abfahrten anstehen, zum anderen, weil Crans Montana 2027 die alpinen Skiweltmeisteschaften ausrichtet.
Am Freitag schien sich das Unglück, das diesen Ort 2026 ereilt hat, fortzusetzen. Beim Super-G der Frauen stürzten von den ersten 6 Starterinnen drei, darunter Lindey Vonn, die an einer tückischen Strecke in den Schnee musste. Zwar konnte die Amerikanerin aus eigener Kraft ins Ziel schwingen, von dort wurde sie aber per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen – zur Beobachtung. Offenbar hat sie sich eine Knieverletzung zugezogen, nicht an ihrem künstlichen Gelenk allerdings. Ob und in welchem Fitnesszustand sie jetzt nach Cortina reist, ist völlig unklar. Schon am Sonntag steht die Abfahrt von der Tofana auf dem Olympischen Programm, kurz darauf die Kombi-Abfahrt (Dienstag) und Super-G (Donnerstag). Das Rennen wurde nach Vonns Sturz abgebrochen.
Tags darauf strahlender Sonnenschein. Und mit der Schweizerin Marjorie Blanc eine Super-G-Siegerin, die ganz in der Nähe aufgewachsen ist. Blanc, in dieser Saison noch nicht sehr auffällig, legte eine nahezu fehlerfreie Fahrt hin und siegte Sofia Goggia aus Italien und Abfahrtsweltmeisterin Breezy Johnson, die für Vonn für die USA in die Bresche sprang. Während Kira Weidle-Winkelmann auf Platz 5 überzeugte, beging Emma Aicher mal wieder einer unfassbaren Leichtsinnsfehler und schied aus.
Van Allmen überragt
Die Abfahrt am Sonntag war ebenfalls eine Schweizer Angelegenheit. Nämlich die von Weltmeister Franjo van Allmen, der die gesamte Konkurrenz förmlich deklassierte. 65 Hundertstelsekunden lag er vor dem Italiener Dominik Paris, das klingt gar nicht sooo viel. Wenn man allerdings bedenkt, dass andrerseits zwischen Paris und dem Zwölften Muzaton sogar nur 63 Hunderstel lagen, dann zeigt das die Ausnahmefahrt. In dieser Form erhebe ich van Allmen zum Favoriten für die Olympia-Abfahrt von der Stelvio diesen Samstag – und bin mit dieser Einschätzung bestimmt nicht allein.
Dennis Schröder – der 11. Verein
Das Gastspiel bei den Sacramento Kings dauerte nur gut drei Monate, jetzt ist der deutsche Welt- und Europameister ein „Cavalier“. Die Cavs aus Cleveland sicherten sich die Dienste des Deutschen, er kommt gemeinsam mit dem äußerst talentierten Keon Ellis aus Kalifornien, für ihn geht DeAndre Hunter nach Sacramento.
Für Schröder ist es die 11. Station – rekordverdächtig (der steht bei 13/ein gewisser Ish Smith, der wirklich so heißt …), aber vielleicht ein Glücksfall. Denn während die Kings das schlechteste Team der gesamten NBA sind und längst keine Chancen mehr haben auf die Play-offs (großer Seufzer des Kings-Fans), ist Cleveland eine äußerst starke Mannschaft. In der vergangenen Saison waren die Cavs im Grunddurchgang das mit Abstand beste Team in der Eastern Conference, sie scheiterten allerdings in der 2. Runde am späeren Finalisten Indiana Pacers, auch weil mit Darius Garland und Evan Mobley zwei wichtige Spieler fehlten. Gerade die Verletzungsanfälligkeit von Spielmacher Garland dürfte die Cavs dazu bewegt haben, sich den deutschen Kapitän zu angeln, der diese Position glänzend ausführt. Anführer ist Donovan Mitchell, einer der elegantesten Profis der Liga, Evan Mobley wurde 2025 zum besten Defense-Spieler gewählt
Es besteht also nicht der geringste Grund zur Häme, die ich hier und dort schon lesen musste.
von Münchner Löwe | Jan. 13, 2026 | basketball, Biathlon, Fußball, Handball, NBA, ski alpin, Wintersport, Wochenvorschau
Sport satt, nämlich Fußball, Handball-EM und Wintersport
Bundesligisten im Doppeleinsatz
Der kurze Zeit sehr strenge Winter ist offenbar wieder dabei, der Englischen Woche in der Fußball-Bundesliga steht nichts mehr entgegen – außer Tauwetter, siehe Hamburg. Der 17. Spieltag m Dienstag/Mittwoch – nicht zu vergessen das Topspiel zwischen Augsburg und Union am Donnerstag, komplettiert die Hinrunde, die Rückrunde startet am Wochenende. Partien, die es sich vielleicht lohnt zu gucken, sind während der Woche Stuttgart vs Frankfurt (Di., 18:30), eine Art Best of the Rest neben den Großen, HSV – Leverkusen (Di., 20:30, abgesagt wg. Tauwetters) und Köln vs Bayern (Mi., 20:30). Letztere Partie nur unter dem Gesichtspunkt, ob Rib und Rob (Ribéry und Robben) mit Oliseh und Diaz tatsächllich Zauber-Nachfolger gefunden haben und wie hoch letztlich tatsächlich die Hinrunden-Rekordtormarke (zurzeit 63) der Bundesliga-Geschichte gesetzt wird.
Am Samstag zum Topsiel des Tages müssen die Münchner dann nach Leißzig (Sa., 18:30). Mit dabei ist dann wieder aif Leipziger Seite der ivorische Star Yan Diamonde, nachdem die Elfenbeinküste im Viertelfinale des Afrika-Cups gescheitert ist.
Am Wochenende startet dann auch die 2. Bundesliga, und die Jagd auf Schalke beginnt. Der Tabellenführer handelte sich zum Jahresabschluss eine Pleite bei Eintracht Braunschweig ein, der Vorsprung auf Platz 3 (Darmstadt) beträgt immer noch 4 Punkte. Fast standesgemäß geht es für die Knappen mit einem echten Schlager los, denn sie sind am Samstagabend (20:30) im Berliner Olympiastadion bei Hertha BSC zu Gast.
Mit Knallhart-Handball zur Medaille?
Die Männer-EM beginnt am Mittwoch, und das Ziel des deutschen Teams lautet Edelmetall, vielleicht sogar Gold. Doch die Auslosung hat einen sehr harten Weg beschert. Weniger in der Vorrunde, wenn Österreich, Spanien und Serbien die Gegner sind, das klingt schon knackig genug. Aber wenn die Truppe ersten Zwei erreicht, trifft sie in der Hauptrunde höchstwahrscheinlich auf Dänemark und Frankreich, dazu vielleicht Aufstreber wie Portugal und Norwegen.
Richten soll es eine Knallhart-Abwehr und vor allem die Torhüter Andi Wolff (Europameister vor 10 Jahren) und David Späth, die weltweit zu den besten ihres Fachs zählen.
Los geht es am Donnerstag (20:30) gegen Österreich (mit vielen Bundesliga-Akteuren), es folgen die Partien gegen Serbien (Sa., 20:30) und Spanien nächsten Montag.
Klarer Titelfavorit ist Dänemark, der souveräne Olympiasieger von 2024 (auch dank einer Finalgala gegen Deutschland). Frankreich hat vielleicht einen besseren Ruf als Team, das vermag ich nicht einzuschätzen.
Winter-Klassiker, wohin man schaut
Männer-Abfahrt am samstag in Wengen, klassischer gehts nicht . das 4,2-Kilometer-Rennen mit Hundsschopf, Minschg-Kante, Österreicher-Loch und Schluss-S vor malerischer Postkarten-Kulisse (leider nicht für Dänen mehr) mit den Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau. Bei Sonnenschein gibt es nicht Schöneres für die Augen im Ski-Winter. Tags zuvor steht ein Super-G an gleicher Stelle an (stark verkürrzte Strecke), am Sonntag der Spezialslalom.
In den Speedrennen geht der Sieg jeweils nur über marco Odermatt, schon ein Wengen-Spezialist, im Slalom gibt es ein gutes Dutzend Sieganwärter.
Die Frauen lassen diesmal Cortina aus, weil dort in einem Monat die Olympia-Wettbewerbe stattfinden. Stattdessen geht es nach Tarvisio, wo Abfahrt und Super-G angesetzt sind. Chance für Lindsey Vonn, an ihrem Legendenstatus zu basteln, Chance aber auch für Emma Aicher, mit einem Platz ganz vorne Selbstvertrauen für die olympischen Tage zu tanken.
Die Biathleten machen bei der zweiten deutschen Traditionsstrecke Station. Nach Oberhof stehen die Rennen in Ruhpolding an mit Staffeln, Sprint und Verfolger. Norweger und Französinnen sind das Maß aller Dinge, SchwedInnen, etwa die Öberg-Schwestern und Samuelson haben auch schon aufgezeigt.
Dem deutschen Team fehlt noch ein Sieg in diesem Winter: Kommt es zu Durchbruch für Weltcup-Titelverteidigerin Franzi Preuß oder gar ein Debüt ganz oben auf dem Stockerl für Philipp Nawrath?
Berlin Game der NBA
Am Donnerstag ist es so weit. In der Halle am Ostbahnhof gibt es das erste reguläre Match der NBA in Deutschland, wenn die Orlando Magic auf die Memphis Grizzlies treffen. Die Magic sind das „deutsche“ Team der US-Basketball-Liga mit den Nationalspielern Franz und Moritz Wagner sowie Tristan da Silva. Ob Franz nach seine Knöchwelverletzung rechtzeitig fit wird, bleibt abzuwarten, er macht zwar den Trip mit, doch die Teamführung machte deutlich, dass er auf keinen Fall verheiuzt werden soll, dafür haben die Magic mit ihrem besten Mann noch zu viel vor in dieser Saison. Moritz jedenfalls gab am Sonntag sein Debüt nach mehr als einjähriger Pause wegen Krezbandriss, noch etwas rostig, aber voller Einsatz. Bei da Silva schwankt im zweiten NBA-Jahr die Form, gute und schwache Partien wechseln sich unregelmäßig ab, genauso die Frage, ob sein Dreier fällt oder nicht.
Auch die Grizzlies haben Deutschland-Bezug. Der finnische Trainer Tommy Iisalo coachte lange in der BBL und führte 2023 die Telekom Baskets Bonn in die Finalserie, in der allerdings sich Ulm als besser erwies. Seit Mai ist der Chefcoach bei Memphis und hat sich mit seinem kompromisslosen Verhalten gegen Starspieler Ja Morant zwar nicht dessen Frendschaft, wohl aber Respekt in der Liga verschafft. Amit Orlando und Memphis nicht nurfür ein Spiel nach Europa fliegen, kommt es am Samstag in London zu einer weiteren Partie zwischen diesen beiden Kontrahenten.
Und sonst?
- Internationale Ligen, England: Im Blickpunkt steht das Mancester-Stadtderby zwischen City und United (Sa., 13:30). United nach vergleichsweise ansprechendem Start in der Krise. Teammanager Roben Amorim wurde schon gefeuert, aber auch mit neuen Coach flog man im FA-Cup schon in der 1. Runde raus (mit der Folfge, das in dieser Saison nur noch Ligaspiele anstehen). City hat mit 3 zum teil überflüssigen Remis den Abstand zu Arsenal nicht verkürzen können, er beträgt immer noch 6 Punkte. Die Abhängigkeit von den Toren Erling Haalands ist frappierend.
Spanien: Real trifft auf Levante (Sa., 14:00): Das wäre nicht weiter erwähnenswert, aber die Madrilenen haben nach der Niederlage im Supercup-Endspiel in Dschidda Trainer Xabi Alonso nach einem knappen halben Jahr schon gefeuert (angeboten hätte sich: in der Wüste gelassen …). Jetzt soll es der Coach der 2. Mannschaft, Arbeloa, richten. Wie Alonso war auch Arbeloa ein großartiger Mittelfeldspieler, die beiden haben sogar bei Liverpool gemeinsam gespielt.
- Basketball: Stimmungsvoll wird es am Donnerstag im SAP Garden, wenn der FC Bayern das griechische Team Panathinaikos Athen empfängt, dessen fans mit Sicherheit für viel Radau sorgen. Die Münchner haben nur noch theoretische Chancen auf die K.-o.-Runde, Panathinaikos kämpf als 7. sogar um einen Top-6-Rang und die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale.
- Tennis: Die Australian Open werfen ihre Schatten voraus. Im Form des Qualifiationsturniers. Drei Runden gilt es zu überstehen, dann haben die Profis die 1. Runde erreicht, und allein das dortige Preisgeld sichet einen Großteil des (Reise)-Budgets fürs Jahr.
Der junge Deutsche Justin Engel ist schon in der 1. Runde gescheitert. Yannick Hanfmann hatte Glück: Da der Finne Emil Ruusovuori die Teilnahme absagte, rückte er ohne Quali-Müh(l)e ins Hauptfeld nach.
- Snooker: Das Masters in London ist nach der WM vielleicht das wichtigste Turnier im Jahr und gehört zur „Triple Crown“. Die komplette Weltelite ist folgerichtig am Start. Gespielt wird im Ally Pally, allerdings ist es sehr, sehr, sehr viel ruhiger als vor zwei Wochen bei der Darts-WM an gleicher Stelle.
- US Sport: In der NFL stehen am Wochenende 4 Partien der Divisional Round auf dem Programm. Mehr dazu in einem gesonderten Text.
von Münchner Löwe | Jan. 12, 2026 | Allgemein, basketball, bundesliga, Fußball, ski alpin, Tennis, Wintersport, Wochenrückschau
Viel Wintersport, wieder oder weiterhin Fußball und die ersten Zuckungen des Tennisjahres.
Lindsey Vonn – königlich gut
Speedqueen wurde die Amerikanerin in ihren besten Zeiten genannt. Doch was heißt beste Zeiten, wenn ich mir diese Saison so anschaue. Am Samstag in Zauchensee feierte sie bereits den zweiten Sieg, und es tat ihrer Leistung keinerlei Abbruch, dass wegen des Schneefalls (der große Feind aller Wintersport-Organisatoren) die Strecke verkürzt wurde und die Siegerinnen-Zeit nur etwa 65 Sekunden betrug. Keine vermag die schnellen Kurven so gewagt und doch gekonnt zu nehmen. Die US-Amerikanerin behauptet sogar, dass sie gar nicht das letzte Risiko nimmt (das wird erst bei der Olympia-Abfahrt in Cortina am 8. Februar der Fall sein, dann heißt es Sieg oder Akkia …)). Was sie zeigt, das genügt, um die gesamte Weltelite in Schach zu halten. In 4 der 5 Abfahrten diese Saison schaffte sie einen Podestrang, in der Abfahrts-Weltcupwertung führt sie klar mit 340 Punkten vor der Deutschen Emma Aicher (211), die in Österreich den sechsten Platz schaffte. Da winkt die nächste Kristallkugel für die 41-Jährige Vonn, deren Comeback niemand mehr belächeln würde, wie es vor gut einem jahr so viele machten.
Ein bitteres Aus ereilte die junge Österreicherin Magdalena Egger. Die 22-Jährige zog sich bei einem Sturz einen Kreuzbandriss zu und muss ihre Olympiaträume zumindest für 2026 begraben. So erlebte Austria ein Abfahrtsdebakel. Cornelia Hütter landete als Beste auf dem 20. Platz.
Während Zauchensee unter den Bedingungen litt (der für Sonntag geplante Super-G musste abgesagt werden), erlebte Adelboden ein Skifest auf dem berühmt-berüchtigten Kuenichsbärgli. Im Riesenslalom triumphierte der Schweizer Lokalmatador Marco Odermatt. Er gewann zum fünften Mal auf dem Traditionskurs mit dem fantastisch steilen Schlusshang mitten in ein stadion-ähnliches Zuschauermeer und egalisierte die Bestmarke von Ingemar Stenmark, der in der 70ern und 80ern das Maß aller Riesenslalom-Spezialisten war.
Am Sonntag war im Slalombei strahlendem Sonnenschein der Aufsteiger der Saison, Paco Rassat, erfolgreich. Der nach dem 1. Lauf viertplatzierte Franzose fing mit einem fulminanten zweiten Durchgang Henrik Kristoffersen noch ab und landete den zweiten Saisonsieg vor . Linus Straßer kommt einfach nicht in Form, schied diesmal sogar aus und verschlechterte weiter seine Ausgangsposition im Kampf um günstige Startnummern.
Giacomel und die große Geste an den toten Biathlon-Freund
Noch immer steht die Biathlonblase unter dem Schock des Todes vom Norweger Sivert Bakken, der vor zwei Wochen leblos in seinem Hotelzimmer aufgefunden wurde, mit einer Maske für Höhenluft überm Kopf. Sein vielleicht bester Freund im Weltcup ist der Italiener Tommasso Giacomel. Vielleicht höhere Mächte wollten es wohl, dass dieser Giacomel am Donnerstag den Sprint in Oberhof gewann. Als er mit Bestzeit durchs Ziel stürmte, brach es aus ihm heraus. Er grüßte mit dem Trauerflor-umschossenen rechten Arm in den Himmel. „Es ist einer meiner besten Tage im Biathlon und gleichzeitig einer meiner schlechtesten, weil Sivert nicht mehr hier ist. Das macht mich extrem traurig.“ Giacomel gewann dann auch am Samstag den Verfolger nach abstrusen Rennen, wo die Spitzenläufer reihenweise die Scheiben verfehlten. 6 Strafrunden leistete sich Giacomel, und trotzdem reichte es zum Sieg, so ein Kunststück schaffte zuletzt der große Ole Einar Björndalen 2001, wenn ich der menschgewordenen Datenbank Sigi Heinrich Glauben schenekn darf.
Eine faszinierende Männer-Staffel war der sportliche Höhepunkt der tollen Biathlontage im endlich mal wieder verschneiten Oberhof – und das bei Kaiserwetter. Vorm letzten Schießen hatten gleich 5 Staffeln die Möglichkeit zum Sieg. Am Ende hatten mal wieder die Norweger die Nase vorn und setzten sich gegen Frankreich und Schweden durch. Die Deutschen mit Schlussläufer David Zobel schnupperten ebenfalls am Sieg: Am Ende reichte es zwar nur zu Platz 5 noch hinter Italien (und dem furiosen Schlussläufer Giacomel); der insgesamt stark verbesserte Auftritt macht aber durchaus Hoffnungen.
Für die Norweger und Giacomel wird es jetzt stressig. Am Dienstag findet in Norwegen die Beisetzung für Bakken statt, das komplette Team und eben auch der Italiener werden dabei sein, danach geht es umgehend nach Ruhpolding, wo in dieser Woche die nächsten Traditionsrennen stattfinden – hoffentlich in einer ähnlich schönen Winterlandschaft.
Harziger Start ins Bundesliga-Jahr
Schon bevor es am Freitag losging, standen die ersten Hiobsbotschaften fest. Aufgrund des heftigen Wintereinbruchs gerade im Norden mussten die Partien St. Pauli vs Leipzig und Bremen vs Hoffenheim abgesagt werden. Wer ansonsten tatsächlich noch auf eine spannende Meisterschaft gehofft haben sollte, wurde am Sonntag eines Besseren belegt. Der souveräne Tabellenführer FC Bayern fertigte nach 6 Tore in de 2. Halbzeit den inferioren VfL Wolfburg mit 8:1 ab. Wer auf Rost in der Winterpause (und auf Nachwirkungen aufgrund der Club-WM im Sommer) gehofft hatte, sah sich enttäusch. Extrem spielfreudig waren die Münchner mit einem überragenden Michael Olise, dazu wie gewohnt enrom lauffreudig (127 Kilometer).
Die „Verfolger“ patzten dagegen: Borussia Dortmund kam in eine wüsten Partie mit haarsträubenden Abwehrpatzern nicht über ein 3:3 bei Eintracht Frankfurt hinaus. Bayer Leverkusen erlebte daheim gegen den VfB Stuttgart gar ein Desaster: 1:4 verlor der Werksclub, gerade in der 1. Halbzeit wurde der Meister von 2024 geradezu vorgeführt (0:4).
Um die Überlegenheit der Münchner darzustellen: Der Vorsperung auf den zweiten Dortmund beträgt 11 Punkte, das Torverhältnis lautet 63:11 (nach 16 Partien). Die Tordifferenz von +51 ist besser als die aller anderen mit einem ositiven Torverhältnis). Am Mittwoch gehts zum 1. FC Köln, seit 7 Spielen sieglos – noch Fragen?
Polen holt den United-Cup
Dass unser östlicher Nachbar bei der inoffiziellen Tennis-Club-WM in Perth und Sydney ein Wort mitreden würden war angesichts ihrer Einzelbesetzung Iga Swiatek und Hubert Hurkacz zu erwarten gewesen. Nicht allerdings, dass ihr zusammengewürfeltes Mixed-Doppel Katarzyna Zawa/Jan Zielinski die Kastanien aus dem Feue reißen würde oft die Kastanien aus dem Feuer reißen würde. So geschehen im Finale gegen die USA (vs Bencic/Paul), davor aber auch im Halbfinale gegen die USA (Gauff/Harrison). Zweimal musste das Mixed entscheiden, da zuvor Topspielerin Swiatek gegen Bencic und Gauff den Kürzeren gezogen hatte.
An Polen war das deutsche Team schon in der Vorrunde gescheitert (ohne dass das Doppel entscheidn musste). Ein schimpfender Zverev (vs Hurkacz) und eine sich tapfer wehrende Eva Lys (Swiatek, erstmals aber mit Satzgewinn)) hatten ihre Einzel schon verloren.
Sechstligist schmeißt Titelverteidiger raus
Im Mai war Crystal Palace noch strahlender FACup-Sieger nach dem Übverraschungserfolg gegen Manchester City, jetzt musste das Team von Teammanager Oliver Glasner in diesem Wettbewerb eine unglaubliche Schmach erleben. Die Londoner verloren in de 1. Runde beim Sechstligisten Maccelesfield mit 1:2. Seit 1909 war die ein Titelverteidiger an derart unterkassigen Team gescheitert, damals hieß die Überraschungsmannschaft übrigens Crystal Palace … Zwischen Maccelsfield und Crystal Palace liege 117 Plätze, noch nie in der Geschichte des ältesten Fußball-Wettbewerbs der Welt (seit 1863) hat es laut BBC eine gößere Sensation gegeben.
Das frühe Aus im FA-Cup ereilte unter anderem auch Manchester United und Tottenham Hotspur. Wenigstens erfolgen die Heimniederlagen gegen Erstligisten (West Ham und Aston Villa).
Erfolgreiches Comeback von Moe Wagner
Mehr als ein Jahr musste der Berliner im Dress der Orlando Magic nach seinem Kreuzbandriss im Dezember 2024 pausieren. In der Nacht zu Montag kam er in der NBA wieder zum Einsatz. 10 Minuten agierte er beim 128:118-Erfolg über die New Orleans Pelicans, den sich die Magic im Endspurt sicherten, sammelte trotz nervöser Anfangsphase ansprechende 8 Punkte und je 2 Rebounds und Assists. Groß war der Jubel in der Orlando-Halle, als Wagner kurz vor Ende des 1. Viertels das Parkett betrat. Sein jüngerer Bruder Franz fieberte von der Bank aus mit.
Damit ist Wagner rechtzeitig fürs Berlin Game am Donnerstag gegen die Memphis Grizzlies fit, ob das auch für Franz gilt, bleibt abzuwarten. Glänzend in Form zeigte sich de dritte Deutsche im Orlando-Team: Tristan da Silva sammelte 16 Punkte und verwandelte alle 4 Versuche jenseits der Dreierlinie.
Und sonst?
- Super-Cup an Barca: Im Finale siegten die Katalanen mit 3:2 gegen Real Madrid. Der abwechslungsreiche Clasico fand in Dschidah/Saudi-Arabien statt – wo halt die meisten
Peseten Euronen Perodollars gezahlt werden. Für Barca-Trainer Hansi Flick war es der achte Finalsieg in seinem achten Finale – bemerkenswert.
- Serie A: Das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Inter und Meister Napoli endete 2:2. zweimal waren die Mailänder in Führung gegangen, zweimal glichen die Gäste durch den Schotten McTominay aus. 4 Punkte beträgt nun der Vorspung von Inter auf Neapel, dazwischen liegt noch der AC Mailand, das bei Letzten Florentina nicht über 1:1 hinauskam.
- Skispringen: Nach dem souveränen Sieg von Domen Prevc trat beim Weltcup in Zakopane ein anderer Slowene in Erscheinung: Anti Lanisek war im Einzel vom großen Bakken nicht zu schlagen und schaffte vor den Österreichern Jan Hörl (endlich mal wieder Zweiter wie schon in der Tournee-Gesamtwertung 25 und 26) und Manuel Fettner den ersten Saisonerfolg. Prevc landete nur auf Rang 27.
Im Teamspringen (Zweiermannschaften) hatte der Slowene eine Pause erhalten. Weine Landsleute Timi Zajc (endlich mal mit regelkonformen Anzug) und Ante Lanisek kamen hinter Österreich (Jan Hörl/Stephan Embacher) auf dem zweiten Platz.
- Hockey: Österreichs Männer gewannen die Hallen-EM in Heidelberg: Im Finale setzte sich Austria nach Siebenmeterschießen gegen Polen durch. Rekordeuropameister Deutschland war schon im Halbfinale an den Polen gescheitert.
- Tennis: Turniersiege holten sich die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka aus Weißrussland in Adelaide, die Ukrainerin Lena Switolina in Auckland sowie bei den Männern der Russe Daniil Medwedew in Brisbane und Alexander Bublikin aus Kasachstan in Hongkong. Der Osten lebt auf.
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