Magic-Einbruch von historischem Ausmaß

Blick über den Teich, NBA

 

Gestern das Desaster der Atlanta Hawks, jetzt ein unfassbarer Einbruch der Orlando Magic. Die Play-offs in der Eastern Conference zeigen vielleicht nicht den besten Basketball, die eh schon prall gefüllten Rekordbücher erhalten viel neuen Stoff

 

Orlando Magic – Detroit Pistons 79:93 (3:3)

 

Eine Halbzeit spielten die Magic großartigen Basketball. Team-Basketball, in dem jeder Spieler einen noch besseren Kollegen fand (16 Assists); eine Halbzeit, in der die Dreier zumindest ordentlich fielen (7 von 16); eine Halbzeit, in der sich gleich 9 Spieler in die Schützenliste eintrugen;  eine Halbzeit in der der Starspieler ablieferte (Desmond Bane: 15 Punkte). Eine Halbzeit, in der sie sich eine 61:37-Führung erarbeiteten.
Es folgte: die Halbzeit des Grauens, in der die Magic einige Negativ-Rekorde aufstellten oder diese nur ganz knapp verfehlten. Das Passspiel – vorbei, die Trefferquote – indiskutabel. Punkt für Punkt knabberten die Pistons am Rückstand, ein winziges Aufbäumen mit 2 Dreiern von Tristan da Silva und Anthony Black war nur ein unbedeutendes Strohfeuer. Die Pistons brauchten sich gar nicht großartig anzustrengen oder überragend zu treffen. Nach dem 3. Viertel betrug der Vorsprung nur noch 11 Punkte.
Danach nahm das absolute Desaster seinen Lauf. Als würde eine Schülermannschaft auf dem Parkett stehen, so hilflos agierte Orlando (immerhin vor heimischen Publikum, das allerdings vor Entsetzen gelähmt war) Es brauchte nur 5 Minuten, dann waren auch diese 11 Punkte aufgebraucht, und fast wehrlos ergaben sich die Magic in ihr Verlierer-Schicksal. Einen einzigen Korb aus dem Feld schafften sie, als Detroit schon fast Mitleid zu haben schien und Paolo Banchero ungehindert zum Korb ziehen ließ.
Am Ende hatten die Pistons 14 Punkte Vorsprung, einen solchen Swing von -24 hat es in einer Halbzeit in einem Play-off-Spiel, erst recht in einem, in dem die Serie hätte beendet werden können, noch nie gegeben.
Wer zu den Magic-Fans zählt, möge die folgenden Zeilen überspringen, erst recht die Zahlereien.

 

Bester der Sieger

 

Cade Cunningham: Nach verhaltener erster Halbzeit (8 Punkte) drehte der Starspieler der Pistons im 2. Durchgang auf und markierte dort 24 Zähler. Er musste gegen das auseinanderfallende Magic-Team gar nichts Außergewöhnliches leisten, um die Wende herbeizuführen (Wurfquote 7/14, 1 Dreier, 9 Assists).

 

Stark trotz der Niederlage

 

Ich beziehe mich allein auf die 1. Halbzeit, in der die Magic so gut auftrumpften. Vor allem Desmond Bane mit 15 Punkten (3/4 Dreier). Jalen Suggs (5 Assists) und Paulo Banchero (4) glänzten als Ballverteiler.

 

Zahlereien

 

23 Würfe der Magic hintereinander verfehlten das Ziel. 24 wäre Rekord überhaupt in einem NBA-Spiel gewesen (Thunder 2017 gegen die Wizards). Wer sich die Würfe genauer ansehen will, bitte sehr.
https://www.nytimes.com/athletic/7247468/2026/05/01/magic-collapse-records-pistons/?unlocked_article_code=1.fVA.XCCQ.9QRNi7TkIw9K

1 Wurf (von 20) der Magic fand im 4. Viertel das Ziel, weniger hat es noch nie in der NBA gegeben.

19 erzielte Punkte in einer Halbzeit: Nie in Play-offs hat ein Team weniger erzielt (der Negativ-Rekord in der NBA überhaupt sliegt bei 16 (New Orleans 2006 gegen die Clippers)

 

🇩🇪👓

 

Franz Wagner fehlte erneut wegen der Wadenverletzung, sein Bruder Moritz wurde nicht eingesetzt (hätte er nicht helfen  können, Mr. Mosley?) Tristan da Silva hatte eine sehr gute 1. halbzeit (10 Punkte), im zweiten Durchgang ging er mit unter.

 

Ausblick

 

Absurd, aber wahr: Noch ist die Serie für die Magic nicht verloren, sie können zurückschlagen. Am Sonntag (21:30) kommt es in Detroit zu Spiel 7. In dem die Magic weiterhin das 7. Team werden können, dass in der 1. Runde das Erst-Gesetzte Team der Conference eliminieren kann. Wers nicht glauben will, dass das gelingen kann: einfach noch mal die erste Halbzeit anschauen und die zweite vergessen. Basketball-Profis können das.

 

Toronto Raptors – Cleveland Cavaliers 112:110 OT (3:3)

 

Glücksgöttin Fortuna meinte es gut mit Kanada. 1,2 Sekunden vor Ende der 1. Verlängerung traf RJ Barrets Wurf nur den Ring, doch der Ball sprang senkrecht in die Luft und beim Fallen genau durch die Reuse. Damit war ein bemerkenswertes Spiel 6 entschieden, und die Serie geht noch mal nach Cleveland.
Dabei sah lage alles danach aus, dass die Raptors diese Partie auch ohne Glücksgöttin gewinnen könnten. Immerhin führten sie zu Beginn des Schlussabschnittes noch mit neun Punkten. Allerdings war der Kräfteverfall deutlich ersichtlich, vor allem bei Top-Mann Scottie Barnes, der in Abwehr und Angriff Schwerstarbeit verrichtet hatte. So starteten die Cavaliers noch eine erfolgreiche Aufholjagd, die sie in die Overtime führte. Dort zogen sie wider alle Wahrscheinlichkeit den Kürzeren.

 

Bester der Sieger

 

Scottie Barnes: Topscorer des Teams (25 Punkte), dazu 14 Assists. Außerdem unfassbar stark in der Abwehr, als er vor allem James harden das leben sehr schwer machte. Am Ende verließen ihn zwar die Kräfte, trotzdem schaffte er mit letzter Energie auch in der Verlängerung noch wichtige Aktionen.

 

Stark beim Verlierer

 

Evan Mobley: Wieder mit einem ganz wichtigen Dreier im vierten Viertel, in dem er 9 seiner 26 Punkte erzielte (Donovan Mitchell sogar 11). In der Verlängerung allerdings kaum mehr ein faktor, auch ihn hatte die Partie alle Kräfte gekostet.

 

X-Faktoren

 

Jakobi Walter: Die große Frage bei den Raptors ist ja immer, wer neben Scottie Barnes und RJ Barrett der 3. Mann ist. Jakobi Walter war es am Freitag, als er 24 Punkte auflegte und dabei 4 von 9 Dreier verwandelte.
Ganz wichtig aber auch Collen Murray-Boyles mit 17 Zählern.

 

🇩🇪🇦🇹👓

 

Dennis Schröder hatte einen leeren Tag. Nicht einer seiner 4 Wurfversuche landete im Korb, immehin verwandelte er 7 seiner 8 Freiwürfe. In der entscheidnen Phase wurde er von Trainer Atkinson nicht eingesetzt (8 Sekunden in der Overtime übergehe ich jetzt).

Jakob Pöltl konzentrierte sich weitgehend auf die Defensive. Nur 2 punkte, aber immerhin 4 Rebounds und ein blockierter Schuss.

 

Ausblick

 

Spiel 7 in der Nacht zu Montag (01:30 Uhr) in Cleveland. Geht es nach der Statistik, werden die Cavaliers gewinnen, denn bisher gab es in der Serie nur Heimsiege.

 

Houston Rockets – LOS ANGELES LAKERS 78:98 Endstand: 2:4)

 

Die Rockets hatten sich nach Hoffnungen machen dürfen als erst fünftes NBA-Team nach einem 0:3-Rückstand auf 3:3 zu stellen und vielleicht sogar die Serie ganz zu kippen. Doch diese Hoffnung starb schnell, denn ein in der Offensive völlig indisponierter Auftritt von Beginn an brachte die Lakers schnell auf die Siegerstraße (die sie auch nicht mehr verlassen würden). Nach noch recht ausgeglichenem 1. Viertel (23:18 für die Lakers) stand es zur Pause schon 49:31 für das Team aus LA, die diese Führung souverän nach Hause brachten. Kein Drama, nirgends gegen fast leblose Rockets, die den Ausfall von Kevin Durant sehr viel schlechter verkrafteten als die Lakers jenen von Luka Doncic.

 

Bester der Sieger

 

LeBron James: Top-Scorer in der vorentscheidenden 1. Halbzeit (18 Punkte), dazu servierte der 41-Jährige 5 Assists.

 

Stark beim Verlierer

 

Noch am ehesten Alperen Sengün (17 Punkte, 11 Rebounds) und Amen Thompson (18, 9). Aber sehr viel Stückwerk und sehr wenig Team-Basketball.

 

Zahlereien

 

15 Prozent der Rockets-Dreier fanden das Ziel – unterirdisch. Auch insgesamt war die Wurfquote äußerst dürftig (35 Prozent)

Nur in 1 von insgesamt 6 Partien schafften die Rockets die 100-Punkte-Marke. Sehr wenig angesichts der Punkte-Inflation in der Liga.

 

Ausblick der Sieger

 

Auf die Lakers warten die Oklahoma City Thunder. Sogar wenn Luka Doncic sich gesund und in alter Stärke zurückmeldet, gegen den bisher so souveränen Titelverteidiger wird es sehr schwer bis unmöglich. Vielleicht gewinnen die Lakers ein Spiel, wenn es toll läuft, gar 2. Aber dass sie die Serie für sich entscheiden, halte ich für ausgeschlossen.

 

Und die Verlierer?

 

Eine verlorene Saison, und das hängt natürlich auch mit dem Kreuzbandriss des enorm wichtigen Spielmachers Fred van Vleet zusammen, den das Team nie aufangen konnte (warum eigentlich keine Kaderergänzung, liebes Team-management?). Die Rockets haben sehr viel riskiert, als sie vor der Saison Kevin Durant verpflichtet haben. Klar ist es großes Pech, dass der Superstar in den Play-offs ab Spiel 3 nicht mehr zur Verfügung stand, andererseits muss damit bei einem 37-Jährigen gerechnet werden. Bedenklich stimmt, dass Leistungsträger wie Amen Thompson und Alperen Sengün keinen Schritt nach vorne gemacht haben. Der junge Reed Sheppad ist eine Hoffnung für die Zukunft, mehr aber auch nicht.

 

 

 

 

 

Magic kratzen an der Überraschung

Blick über den Teich, NBA

 

Während im Westen die Top-Feavoriten Thunder und Spurs schon in die 2. Runde gestürmt sind, schaut es im Osten nach mehreren (sehr) langen Serien aus. Deshalb möchte ich mich auf die Spiele dort beschränken.

 

Orlando Magic – Detroit Pistons 94:88 (3:1)

 

Mit Zähnen und Klauen haben die Magic den geklauten Heimvorteil verteidigt. Gegen das beste Team der Vorrunde zeigten sie eine außergewöhnliche Abwehrleistung (zumindest für dieses Jahr). Vorn kam zwar die gewohnte Dreier-Schwäche zurück außer bei Desmond Bane (5 von 10), aber die für ihre Distanzwürfe ebenfalls nicht berühmten Pistons waren diesbezüglich sogar noch schwächer.
Ein Wermutstropfen: Franz Wagner verletzte sich nach veritabler erster Halbzeit (17 Punkte) an der Wade. sein Einsatz zumindest heute Nacht in Detroit ist fraglich. Gerade mit Wadenblessuren ist nicht zu spaßen

 

Mann des Spiels

 

Desmond Bane: Topscorer der Magic mit 22 Punkten und wie geschrieben der einzige, der auch aus der Distanz traf (besser im übrigen als bei den zweiern 2/8).

 

Stark trotz der Niederlage

 

Cade Cunningham legte 25 Punkte auf. Allerdings war das eine für seine Verhältnisse eher durchwachsene Partie, denn die Treffsicherheit ließ doch sehr zu wünschen übrig (7 von 23).

 

X-Faktor

 

Jamal Cain: Ersatz für Wagner, und im 3. Viertel verschaffte er den mit ganz wichtigen Aktionen immer wieder Luft. Am Ende 8 Punkte und 9 Assists.

 

🇩🇪👓

 

Franz Wagner hatte seine vielleicht beste Halbzeit in den Play-offs. Endlich wurde er öfter eingesetzt, endlich schien er den bewährten Drive zum Korb wiedergefunden zu haben. 17 Punkte sammelte der Berliner und stibitzte gleich viermal den Ball. Ausblick

 

Ein Sieg fehlt den Magic noch, und sie reihen sich in die immer noch überschaubare Anzahl von Teams ein, die in der 1. Runde das bestgesetzte aus den Play-offs nehmen. Doch dieser letzte Sieg ist der schwerste, vor allem wenn Franzn Wagner tatsächlich ausfallen sollte. Aber die Pistons scheinen angeschlagen, und das Spiel wird trotz des Heimvorteils zur Nervenprobe.

Nächstes Spiel: Do., 01:00: Pistons – Magic

 

New York Knicks – Atlanta Hawks 126:97 (3:2)

 

Eine ganz klare Angelegenheit: Schon zur Pause waren fast alle zweifel beseitigt, dass die Fans im Madison Square Garden einen ungefährdeten Heimsieg feiern durften. Offenbar hat Traine Mike Brown tatsächlich das Mittel gegen den kombinationsstarken Gegner gefunden.

Bester der Sieger

 

Jalen Brunson hatte endlich einen seine Play-off-Sahne-Tage. Der Spielmacher war von den Hawks nie zu stoppen. 39 Punkte legte er auf, servierte dazu noch 8 Assists.

 

Stark beim Verlierer

 

Am ehesten noch Jalen Johnson, der mit 18 Punkten, 10 Rebounds und 6 Assists sich nach Kräften wehrte. Leider fast ein Total-Ausfall: CJ McCollum mit bescheidenen 6 Zählern.

 

Zahlereien

 

48:27 Rebounds schnappten sich die Knicks. Endlich haben sie aus ihrem Größenvorteil etwas gemacht. Karl-Anthony Towns mit 14 Boards tat sich besonders hervor.

 

Ausblick

 

Alles spricht nach den zuletzt 2 ungefährdeten Siegen für die Knicks. Ob sich die Hawks noch mal aufraffen können, hängt auch von ihrer Treffsicherheit ab. Und die lässt gerade sehr zu wünschne übrig

Nächstes Spiel: Fr., 01:00: Hawks – Knicks

 

Boston Celtics – Philadelphia 76ers 97:113 (3:2)

 

Diesen Auswärtssieg hatte wohl niemand im TD Garden erwartet, erst recht nicht zur Pause, als die Celtics noch mit 7 Punkten in Führung lagen und die Partie im Griff zu haben schienen. Auch nach dem 3. Viertel führten sie noch, doch ein unterirdischer Schlussabschnitt brachte die unverhoffte Wende. 11 Pünktchen gelangen da nur noch, und die Stars Jayson Tatum und Jalen Brown trafen aus dem Feld überhaupt nicht mehr (zusammen: 0 von 8).
Die Sixers ihrerseits wurden für ihren Kampfgeist belohnt. Abzuwarten bleibt, ob sie diesen Rückenwind zumindest fürs Heimspiel am Freitag mitnehmen können.

 

Beste der Sieger

 

Joel Embiid sammelte 33 Punkte und erinnerte fast an alte zeiten. fast insofern, dass er jenseits der Dreierlinie alle fünf Würfe vergab.
Tyrese Maxey traf wenigsten 3/10 Dreier und insgesamt für 25 Punkte. Als Spielmacher unentbehrlich.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Jayson Tatum: Drei Viertel war das wieder der Tatum der vergangenen beiden jahre (vor dem Achillessehnenriss). 24 Punkte sammelte er in dieser Zeit. Im Schluss-Abschnitt ging ihm sichtlich die Kraft aus, trotzdem beließ ihn Trainer Mike Machulla 7:30 Minuten auf dem Feld. Zeichen der Wertschätzung, aber auch Alarmsignal, dass ohne ihn offenbar wenig geht.

 

X-Faktor

 

Quentin Grimes: Bis dato in der Serie fast ein Null-Faktor, jetzt mit seinen 18 Punkten (6 davon im Schlussabschnitt) einer der wichtigen Ergänzungsspieler. Hielt die Sixers mit seinen dreiern im Spiel und übernahm Verantwortung, als die Partie zu entgleiten drohte.

 

Zahlereien

 

Nur 14 von 23 Celtics-Freiwürfe fanden das Ziel. 61 Prozent Erfolgsquote (im letzten Vietel gar nur 43%) sind eines NBA-Teams unwürdig (Sixers: 87 Prozent und im 4. Viertel 7 von 7.

 

Ausblick

 

Die nächste Partie wieder in Philly. Doch in fremder Halle fühlen sich die Celtics durchaus wohl, wie die beiden klaren Auswärtshalle belegen. Allerdings ist Joel Embiid wieder in Top-Form, sollte seine Kraft halten, könnte das ein richtig schwieriger Gang werden.

Nächstes Spiel: Fr., 02:00: Sixers – Celtics

 

Thunder und Spurs weiter

 

Oklahoma City Thunder schaffte gegen die Phoenix Suns einen Sweep, gewann also alle 4 Partien (und zwar durchweg recht souverän. In der Form der klare Favorit.
Nach den bisherigen Leistungen kännen ihnen allenfalls die San Antonio Spurs gefährlich werden, die im fünften Spiel gegen die Portland TrailBlazers (114:95)von Beginn keine Zweifel auf,kommen ließen, wer das Parkett als Sieger verlässt. Victor Wembanyama hat die Auswirkungen seine leichten Gehirnerschütterung vollständig überstanden, und De’Aaron Fox übernimmt zunehmend Verantwortung.

 

Ansetzungen

 

Do., 01:00: Pistons – Magic (1:3)
Do., 01:30: Cavaliers – Raptors (2:2)
Do., 04:00: Lakers – Rockets (3:1)

Fr., 01:00: Hawks – Knicks (2:3)
Fr., 02:00: Sixers – Celtics (2:3)
Fr., 03:30: Timberwolves – Nuggets (3:2)
In Spiel 5 in Denver waren die Wolves ohne Edwards und Divicenzo völlig überfordert. Mal sehen, ob der Heimvorteil im Target Center diese beiden Ausfälle kompensieren kann.

 

 

Raptors gewinnen trotz Wurf-Debakel

Blick über den Teich, NBA

 

Wieder 4 Spiele, wieder werde ich mich zumindest bei zweien eher kurz halten. Das Match des Tages lieferten sich die Toronto Raptors und Cleveland Cavaliers, nicht unbedingt wegen der Qualität (die war eher unterirdisch), aber die Spannung war rieseig.

 

Toronto Raptors – Cleveland Cavaliers 93:89 (2:2)

 

Spätestens jetzt werden die Cavaliers ins Nachdenken kommen. Dass diese Serie doch nicht so einfach ist, wie sie sich das nach den beiden ehe lockeren Heimerfolgen vorgestellt haben. Trotz unfassbarer Abschlussschwächen (wie zur Hölle kann man trotz einer desaströsen Dreierquote von 13,3 Prozent gewinnen?), schafften die Raptors den Ausgleich nach Siegen.

 

Bester der Sieger

 

Scottie Barnes: Er begann, als wolle er die Cavs alleine erledigen, kühlte allerdings genauso schnell ab, wie er sich erhitzt hatte. Immerhin fing er sich im Schlussabschnitt (10 Punkte), als er vor allem an der Freiwurflinie die Nerven behielt (6 von 6). Das Schöne für Toronto: Es besteht Steigerungspotenzial.

 

Stark beim Verlierer

 

Donovan Mitchell: 3 eher desaströse Viertel schüttelte er ab, wie es nur ein Superstar vermag. War allerdings fast Alleinunterhalter eines langsam, aber sicher zerbröselnden Teams, in dem zum Beispiel Co-Star James Harden kaum mehr zu sehen war, zumindest nicht als Schütze (1 Dreier). Am Ende standen für Mitchell 20 Punkte zu Buche, für ihn unterdurchschnittlich gerade wegen der grauenhaften Quote (6/24).

 

X-Faktor

 

Brandon Ingram: Kam ebenfalls auf 23 Punkte: Stark an der Freiwurflinie (8 von 9), eher ineffizient aus dem Feld (6 von 23). Doch 3 Dreier zur rechten Z halfen den kanadiern sehr weiter.

 

Zahlereien

 

0/11 Dreier der Raptors fanden im 1. Viertel das Ziel. Da sind die 2/10 erfolgreichen Distanzwürfe der Cavs fast schon lobend zu erwähnen. Am Ende waren es 4/30 der Raptors und 10/40 der Cavs. Noch Fragen?

 

🇩🇪🇦🇹👓

 

Dennis Schröder bekam 13:12 Minuten Einsatzzeit, in denen er immehin 8 Punkte (Wurfquote: 4/7) und 5 Rebounds schaffte. Andgesichts der eher mauen Vorstellung von anderen, stellt sich schon die Frage, warum es nicht ein bisschnen mehr sein durfte.
Jakob Pöltl: Zuverlässig wie immer (und das Dreierwerfen untelässt er von vornherein). 10 Punkte, 6 Rebounds und je 1 Asssist, Block udnd Steal trug der österreichische Center bei.

 

Ausblick

 

In Cleveland geht die Angst um, dass die Cavs nach 2025 wieder viel zu früh scheitern. Schlüsselspiel wird Game 5 in der Nacht zu Donnerstag, und die Nerven dürften gewaltig flattern. Von kantersieg bis Auswärts-Erfolg ist da alles drin.

Nächstes Spiel: Do., 01:30: Cavaliers – Raptors

 

Portland  TrailBlazers – San Antonio Spurs 93:114 (1:3)

 

Zur Pause führten die Blazers noch mit 18 Punkten, doch dieser Vorsprung war im 3. Viertel innerhalb von nur acht MinutenMinuten aufgebraucht. Da trafen die Spurs nach Belieben, unter anderem gleich 4 von 7 Dreier. Ein weiterer Zwischenspurt Ende 3. Anfang 4. Vierel beseitigte alle Zweifel am Auswärtssieg der Spurs, bei denen Victor Wembanyama wieder dabei war.

 

Bester der Sieger

 

Victor Wembanyama: Starke Rückkehr nach der leichten Gehirnerschütterung in Spiel 2: 27 Punkte sammte er und 12 Rebounds. Doch vor allem in der Verteidigung war er teilweise unüberwindlich: 4 Steals und 7 Blocks sind reif fürs Rekordbuch (nicht wörtlich nehmen).

 

Stark trotz der Niederlage

 

Deni Avidja: 26 Punkte schaffte der Israeli, dazu 7 Rebounds und 3 Assists (aber auch 5 Ballverluste). Allein war er überfordert, und nur Jrue Holiday und Jeremi Grant gaben ein bisschen Unterstürzung.

 

X-Faktor:

 

De’Aaron Fox: Der einzige in der Starting Five mit größerer Play-off-Erfahrung, die er noch bei den Sacramento Kings sammelte. Dieses Mal zeigte er endlich seine ganze Klasse 7 Assists und 6 Rebounds. So haben sich die Spurs das bei der Verpflichtung vorgestellt.

 

Ausblick

 

Alles spricht dafür, dass die Spurs den Sack in Spiel 5 zumachen. Kräftesparen für Wembanyama wäre nicht das Schlechteste.

Nächstes Spiel: Mi., 03:30: Spurs – Blazers

 

Philadelphia 76ers – Boston Celtics 96:128 (1:3)

 

Nie hatten die Sixers den hauch eine Chance. Zunächst war die vermeintlich 2. Garde der Celtics um e Peyton Pritchard erfolgreich, später übernahm Top-Star Jayson Tatum (25 Punkte in der 2. Halbzeit).

 

Bester der Sieger

 

Peyton Pritchard: 32 Punkte legte er auf, davon 13 im 1. Viertel, als er mit 4 Dreiern die Sixers entnervte. Solche Leute in der Hinterhand helfen ungemein.

 

Stark beim Verlierer:

 

Joel Embiid: Endlich wieder dabei, und der Center war der einzige der Sixers, der sich gegen die Niederlage stemmte (26 Punkte, 10 Rebounds).

 

Ausblick

 

Hier ist für mich die Sache noch klarer als die für San Antonio. Boston wird in die nächste Runde einziehen.

Nächstes Spiel: Mi., 01:00:  Celtics – Sixers

 

Houston Rockets – Los Angeles Lakers 115:96 (1:3)

 

Start einer Aufholjagd ode doch nur Verschnaufpause der Lakers? Früh fiel die Entscheidung, un d niemand in LA sah sich genötigt, wirklich ernsthaft dagegen einzuschreiten.Sehr ausgeglichene Rockets, bei denen alle 5 Startspieler 16+ Punkte sammelten. Deandre Ayton (19 Punkte) zeigte bei den Lakers noch am ehesten auf.

 

Ausblick

 

Im nächsten Spiel zuhause sollte es die Lakers dann schon richten, wenn sie sich eine Nervenprobe ersparen wollen. Offenbar allerdings weiterhin ohne Luka Doncic und Austin Reaves

Nächstes Spiel: Do., 04:30: Lakers – Rockets

 

Ansetzungen

 

Di., 02:00: Magic – Pistons (2:1)
Di., 03:30: Suns – Thunder (0:3)
Di., 04:30: Nuggets – Timberwolves (die Wolves ohne Edwards und wahrscheinlich auch ohne DiVincenzo)

Mi., 01:00: Celtics – Sixers (3:1)
Mi., 02:00: Knicks – hawks (2:2)
Mi., 03:30: Spurs – Blazers (3:1)

 

 

 

 

 

Komplett-Versagen der Houston Rockets

Blick über den Teich, NBA

 

Falls jemand Fan der Houston Rockets ist, wird er nach der Partie gegen die LA Lakers eine schlechte Zeit verbracht werden. Die Bezeichnung „verschenkter Sieg“ erhält eine neue Dimension. Ich habe in meiner langen Zeit als Basketball-Fan noch nie einen derart verhühnerten Erfolg gesehen. Bei mir kamen aber schnell Erinnerungen an das Handball-Viertel-Finale bei Olympia in Paris auf, als die Franzosen den fast sicheren Triumph durch einen ähnlich stümperhaften Fehler wie den von Smith weggeschmissen haben.

 

Houston Rockets – Los Angeles Lakers 108:112 OT (0:3)

 

Alles schien entschieden. Ein Wurf der Lakers ging daneben, Houstons Jabari Smith schnappt sich den Ball: 25 Sekunden sind noch zu spielen, die Rockets sind 6 Punkte (101:95) vorn, was kann da passieren? Es passierte Folgendes, eine unfassbare Fehlerkette:
Jabari Smith versucht einen Lob-Pass zu: ja wen eigentlich? Markus Smart von den Lakers schnappt sich den Ball und wird bei seinem sofortigen Dreier-Wurfversuch sinnbefreit gefoult – 3 Freiwürfe, die Smart alle verwandelt zum 98:101. Nächster Angriffsversuch der Rockets. Reed Shepard verliert fast umgehend den Ball, ein Pass zu LeBron James, der versenkt einen Dreier zum Ausgleich.
Immer noch 20 Sekunden zu spielen, und die Rockets können trotz des Desasters die Partie noch für sich entscheiden. Wenig überraschend haben sie allerdings völlig den Faden verloren, Alperin Sengün hat trotzdem eine kleine Wurfchance, der Ball verfehlt klar das Ziel.
Also Verlängerung, und hier machen die Lakers kurzen Prozess. Sie führen damit praktisch uneinholbar mit 3:0 Siegen, diesen Rückstand hat in der Play-off-Geschichte noch nie ein NBA-Team gedreht.

 

Bester bei den Siegern

 

LeBron James: Der 41-Jährige blüht in Abwesenheit von Lika Doncic regelrecht auf. Obwohl er mit den Kräften völlig am Ende schien, verwandelte er eiskalt seinen Dreier zum Ausgleich. Letztlich kam er auf glänzende 29 Punkte und 13 Rebounds.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Alperin Sengün: Endlich hat der türkische Nationalspieler auch in der NBA den Schlüssel gefunden und konnte seine überragende Klasse ausspielen. Kaum zu stoppen war er unterm Korb. 33 Punkte legte er auf, holte 16 Rebounds und klaute dreimal den Ball. Wäre dank seines grandiosen vierten Viertels der bejubelte Matchwinner gewesen, aber die fette Dame hatte eben noch nicht gesungen …

 

X-Faktoren

 

Rui Hachimura: Sein unglaubliches 1. Viertel hielt die Lakers auf Kurs. 16 Punkte schenkte der Japaner ein, blieb bei 6 Versuchen ohne Fehlwurf (3 Dreier).

 

Und sonst?

 

  • Spiel ohne Stars: Bei den Lakers fehlten weiter Luka Doncic und Austin Teaves, bei den Rockets Kevin Durant. Ob sie in dieser Serie wiederkommen, bleibt ungewiss.

 

Ausblick

 

Alles spricht für die Lakers. Es wäre für mich wenig verwundelich, wenn sie nach diesem Sieg die Serie schon im nächsten Spiel in Houston für sich entscheiden würden. Dem 41-Jährigen LeBron James käme eine vorzeitige Spielpause bestimmt willkommen, bevor es dann höchstwahrscheinlich gegen die Oklahoma City Thunder geht, wenn ich so weit vorgreifen darf.

Nächstes Spiel: Mo., 03:30: Rockets – Lakers

 

Philadelphia 76ers – Boston Celtics 100:108 (1:2)

 

Die große Frage nach Spiel 2 lautete: War das nur ein Ausrutscher der Celtics oder ein echter Swing. Boston gab die Antwort und holte sich mit einem Sieg in Philly den Heimvorteil zurück. Die Entscheidung fiel allerdings erst in der Schlussphase ,als vor allem Starspieler Jayson Tatum nach zuvor eher durchwachsener Partie 11 seiner insgesamt 25 Punkte markierte, darunter 2 Dreier mtten ins Herz der Sixers versenkte.

 

Beste der Sieger

 

Jayson Tatum und Jalen Brown: Das kongeniale Duo der Celtics findet langsam, aber sicher zur Meisterform 24. Je 25 Punkte, dazu zusammen noch 11 Rebounds und 11 Assists. Auf diese beiden kann sich die Celtics-Gemeinde verlassen. Allerdings doch mit dem kleinen Fragezeichen, denn zeitweise war vor allem Tatum seine lange Verletzungspause anzusehen.

 

Stark beim Verlierer

 

Tyrese Maxey: eine bärenstarke Vorstellung. 31 Punkte (10 im letzten Viertel) sammelte der Spielmacher, der mit seiner Schnelligkeit mehrere Fastbreaks abschloss. Am Ende erhilet er schlicht keine Unterstützung mehr.

 

X-Faktoren

 

Peyton Pritchard: Der Scharfschütze hatte endlich sein Visier richtig eingestellt. 5 von 10 Dreierversuchen fanden das Ziel, das erinnerte an den Peyton Pritchard der vergangenen Saison, als er wegen seiner Distanzwürfe zum besten sechsten Mann der Liga gewählt wurde.

 

Zahlereien

 

0 von 7 Dreier verwandelte VJ Edgecombe. Los eines Rookies (Neuling in der 1. Saison), der seine fabulöse Leistung aus Spiel 2 nicht wiederholen konnte. Nächstes Mal wirds besser.

 

Ausblick

 

Die Celtics haben also den Heimvorteil wieder, aber die Serie gegen den Erzrivalen bleibt haarig. Insgesamt scheint mir Boston stärker aufgestellt, zumal Phillies Superstar Joel Embiid wegen einer Blinddarm-Entzündung ausfällt.

Nächstes Spiel: Mo., 01:00: 76ers – Celtics

 

Portland TrailBlazers – San Antonio Spurs 108:120 (1:2)

 

Lange sah es wahrlich nicht nach einem derart klaren Ergebnis für die Spurs aus, im Gegenteil: Mitte des 3. Viertels führten die Blazers mit 82:67, denn gegen die Spurs-Abwehr ohne Victor Wembayama hattensie oft sehr geringe Probleme, frei zum Abschluss zu kommen. Doch San Antonio blieb hellwach und zeigte, dass sie auch ohne ihr „Alien“ vernünftigen Basketball spielen können (das hatten sie auch in der regulären Saison oft genug demonstriert). Innerhalb von nur vier Minuten hatten sie noch im 3. viertel den hohen Rückstand in eine Führung (88:87) verwandelt, und im Schlussabschnitt hatte Portland nichts mehr entgegenzusetzen.

 

Beste beim Sieger

 

Top-Scorer war Stephon Castle mit 33 Punkten und hervorragender Wurfquote (10/18, 3/4 Dreier). Sein Gesellenstürck machte Rookie Dylan Harper, der 27 Zähler beisteuerte und zeigte, warum ihn die Spurs vor de Saison an Nummer 2 gedraftet haben.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Jrue Holiday: Eigentlich war der Veteran vor zwei Jahren zu den Blazers gekommen, um das Team zu konsolidieren. Jetzt hatte der 35-HJährige plötzlich Lust am Punkten und traf zeitweise, wie er wollte. 29 Punkte sammelte er letztlich, aber auch in der Verteidigung stand er seinen Mann und stahl gleich vier Bälle.

 

X-Faktor

 

Luke Kornet: Ohne Wemby stand plötzlich der Ersatz-Center im Blicküunkt, der vor 2 Jahren noch zusammen mit Holiday für die Boston Celtics den Titel geholt hatte. ER machte seine Sache mehr als ordentlich, punktete zuverlässig (14) und stemmte sich den Angriffen entgegen. Luke Kornet ist natürlich kein Alien wie Wembanyama, aber sehr verlässlich.

 

Ausblick

 

Die Spurs sind wieder in der Oberhand, und wie es aussieht, wird fürs nächste Spiel Victor Wembanyama nach seiner offenbar nicht zu heftigen Gehirnerschütterung wieder dabei sein. Trotzdem dürfte niemand die Blazers unterschätzend, die mehr als angedeutet haben, wie gefährlich sie sind.

Nächstes Spiel: So., 21:30: Blazers – Spurs

 

Ansetzungen

 

Sa., 19:00: Magic – Piston (1:1)
Sa., 21:30: Suns – Thunder (0:2)
So., 00:00: Hawks – Knicks (2:1)
So., 02:30:Timberwolves – Nuggets (2:1)

So., 19:00: Raptors – Cavaliers (1.2)
So., 21:30: Blazers – Spurs (1:2)
Mo., 01:00: 76ers – Celtics (1:2)
Mi., 03:30: Rockets – Lakers (0:3)

 

 

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Wagner und Co erleiden Komplett-Einbruch nach der Pause

Blick über den Teich, NBA

 

Die zweiten Spiele der 1. Play-off-Runde sind absolviert, nur in drei von acht Serien liegt ein Team mit 2:0 Siegen voran.

 

Detroit Pistons – Orlando Magic 98:83 (1:1)

 

Es ist mir nicht bekannt, ob die Magic die Kabinenwände oder den berühmt-berüchtigten Pausentee in Detroit noch einmal untersucht haben. Grund genug hätten sie, denn allein mit fehlender Klasse ist das komplett-Versagen direkt nach dem Seitenwechsel kaum zu erklären. 46:46 stand die immer umkämpfte, von beiden Seiten recht fehlerhaft geführte Partie zur Halbzeit. Nach 8 Minuten des 3. Viertels lagen die Magic um Franz Wagner mit 49:76 zurück. 3:30 (!) lautete also der Negativ-Run in diesem Zeitraum, so einen Einbruch nach zuvor ausgeglichener Partie habe zumindest ich noch nie gesehen, da kann man schon mal höhere Mächte anfragen.
Ein paar Zahlen in diesen verheerenden 7:30 Minuten belegen das absoute Desaster. Die Magic trafen einen von zehn Wurf-Versuchen (Jalen Suggs per Dreier), ihnen unterliefen 6 Ballverluste. Hingegen durften die Pistons nahezu ungehindert von einer Magic-„Abwehr“ agieren (11/15, 1 Turnover).

Immerhin, das sei positiv angemerkt und gibt auch Hoffnung für die nächsten Partien: So unerwartet der Einbruch kam, so schnell hörte er weder auf, in den verbleibenden 16 Minuten, die natürich nicht mehr allzu play-off-verbissen geführt wurden vekürzten die Magic den Rückstand auf 15 Zähler.

 

Bester beim Sieger

 

Cade Cunningham: 27 Punkte erzielte der Starspieler der Pistons, servierte dazu 11 Assists und pflückte 8 Rebounds. Zeitweise kaum aufzuhalten, und diesmal erhielt er auch die notwendige Unterstützung (weitere 5 Spieler trafen zweistellig).

 

Stark trotz der Niederlage

 

Am ehesten noch Jalen Suggs mit 19 Punkten und 6 Rebounds.

 

Zahlereien

 

Gleich 7 Blocks gelangen den Pistons im ersten Viertel
Gerade mal 14 von 24 (58 %) Pistons-Freiwürfen fanden das Ziel. Cunningham verwandelte nur 4 von 8 Frewürfe, dagegen 10 von 13 seiner zweier-Versuche.

 

🇩🇪👓

 

Franz Wagner kam nur auf 12 Punkte, sehr wenig für seine Verhältnisse. Immerhin gelangen dem Berliner 4 Steals.
Tristan da Silva hatte einen verwandelten Dreier zu Buche stehen, Moe Wagner kam erst in der „Garbage Time“ zum Einsatz, als die Partie entschieden war.

 

Ausblick

 

Die Serie wandert nun nach Orlando. Die Magic werden ihre Lehren aus den desaströsen siebeneinhalb Minuten ziehen, die Pistons sollten diese nicht überbewerten, bleiben aber Favorit der Begegnung.

Nächstes Spiel: Magic – Pistons, Sa., 19:00

 

Oklahoma City Thunder – Phoenix Suns 120:107 (2:0)

 

Die zweite Partie verlief ähnlich wie die erste. Schnelle Führung der Thunder, die Suns können zeitweise hübsch dagegenhalten, aber letztendlich waren sie nie auch nur in der Nähe eines Sieges.

 

Bester der Sieger

 

Shai Gilgeous-Alexander: Diesmal sammelte der Kanadier 37 Punkte, 5 Rebounds und 9 Assists. Der Unterschiedsspieler, den das Tam aus Arizona nie in den Griff bekam.

 

Stark beim Verlierer

 

Dillon Brooks: 30 Punkte legte der Kanadier im Sun-Dress auf, dazu schnappte er 6 Rebounds.

 

Zahlereien

 

21 Ballverluste unterliefen den Suns, natürlich auch der enorm aggressiven Defense der Thunder geschuldet. Statistisch gesehen war das der größte Unterschied der beiden Teams.

 

🇩🇪👓

 

Isaiah Hartenstein holte 9 Punkte und 10 Rebounds und war wie gewohnt bei zahlreichen Angriffen als Blocksteller beteiligt.

 

Ausblick

 

Alles scheint den eerwarteten Gang zu gehen. Die Serie wandert nun nach Phoenix, es würde mich nicht wundern, wenn die Thunder auch dort zweimal erfolgreich wären und vorzeitig in die nächste Runde einziehen würden.

Nächstes Spiel: Suns – Magic Sa., 21:30

 

Ansetzungen 

 

Fr., 01:00: Hawks – Knicks (1:1)
Fr., 02:00: Raptors – Cavaliers (0:2)
Fr., 03:30: Timberwolves – Nuggets (1:1)

Sa., 01:00: 76ers – Celtics (1:1)
Sa., 02:00: Rockets – Lakers (0:2)
Sa., 04:30: Blazers – Spurs (1:1)

 

 

 

 

 

Wemby raus – die Spurs müssen zittern

Blick über den Teich, NBA

 

Die jeweils zweiten Spiele zeigen: die meisten Serien sind doch sehr viel unterhaltsamer und ausgeglichener als ich dachte. Gerade in San Antonio dürfte jetzt das große Heulen und Zähnklappern losgehen

 

Boston Celtics – Philadelphia 76ers 97:111 (1:1)

 

Große Ernüchterung im TD Garden. Mit einer reifen Leistung holten sich die 76ers von den Celtics den Heimvorteil. Mit einem tollen 2. Viertel stellte das Team aus Pennsylvania die Weichen auf Sieg. Besonders hervor tat sich Rookie V.J. Edgecombe, der in diesem Abschnitt gleich 16 seiner insgesamt 30 Punkte erzielte und dabei 4 von 5 Dreier versenkte.
Die Celtics kamen zwar im 4. Viertel noch einmal auf 2 Punkte heran, doch in dieser heiklen Phase behielt vor allem Tyrese Maxey den Überblick und die nötige Ruhe.

 

Beste Männer des Siegers

 

VJ Edgecombe: eine fabulöse Leistung des Rookies in seinem erst zweiten Play-off-Spiel. Mit seinen 16 Punkten im 2. Viertel brachte er die Sixers nicht nur wieder heran, sondern führte die vorentscheidende Führung herbei. Am Ende standen 30 Punkte (6/10 Dreier) und 10n Rebounds zu Buche.
Maßgelich am Sieg beteiligt war auch Tyrese Maxey, der im Schlussviertel so richtig aufdrehte (12 Punkte) und sich ebenfalls mit herausragenden Distanzwürfen (3/4) hervortat.

 

Stark in der Niederlage

 

Jalen Brown: 36 Punkte legte der nimmermüde Kämpfer auf, und als Einziger Celtic hielt er im Schlussabschnitt dagegen. Jayson Tatum spielte durchaus ordentlich, aber von der Top-Klasse der vergangenen Play-offs ist er nach seinem Achillessehnenriss doch noch sehr weit entfernt.

 

Zahlereien

 

13/50 Dreier: Dies ist die verheerende Bilanz der Celtics-Profis, eigentlich für ihre Treffgenauigkeit bekannt. So scheiterte Dreierspezialist Peyton Pritchard mit all seinen 3 Versuchen (offenbar hat er schnell eingesehen, dass das nichts bringt. Die Sixers hingegen kamen auf 10/19 erfolgreiche Abschlüsse von jenseits der Linie; außerordentlich, zumal wenn ich bedenke, dass sie im ersten Spiel nur 4 von 23 Würfen verwandelten. Die gleiche Halle, dieselben Spieler, derselbe Gegner – und so ein Unterschied.

 

Ausblick

 

Zwar ist jetzt der Heimvorteil bei den Sixers und die Halle in Philly vielleicht die unangenehmste für Auswärtsteams, aber das ist noch nicht einmal eine Vorentscheidung. Zumal sich das Dreierglück (-Können) auch wieder drehen kann. Ich bis gespannt, wie sich die Form Tatum entwickelt

 

San Antonio Spurs – Portland Trail Blazers 103:106 (1:1)

 

Schock für alle Spurs-Fans: Victor Wembanyama zog sich im 2. Viertel einen Gehirnerschütterung zu und musste das Parkett verlassen. Nach einem Foul von Jrue Holiday schlug er mit dem Kopf auf dem Parkett auf. Den Regeln entsprechend musste er das concussion protocoll durchlaufen und dürfte mehrere Spiele ausfallen.
Auch ohne Wemby hätten die Spurs die Partie gewinnen können, vielleicht müssen. Ein Zwischenspurt im 4. Viertel brachte ihnen eine 13-Punkte-Führung (92:79), dicg dieser Vorsprung schmolu so schnell dahin wie er erarbeitet wurde. Der play-off-erfahrene Jrue Holiday war dabei der Anker, an dem sich das junge Blazers-Team aufrichten konnte. Die Spurs hatten mit dem letzten Angriff zwar noch die Chance auf den Ausgleich, doch der Dreier-Versuch von Devin Vassell traf nur den Ring.

 

Bester Mann der Sieger

 

Scott Henderson: Am Ende standen für ihn 31 Punkte zu Buche, im ersten Viertel war er der einzige Blazer, der dagegenhielt (13 Zähler) und den Abstand im erträglichen Maß hielt.

 

Stark in der Niederlage

 

Wirklich überzeugend war keiner, offenbar hatte der Ausfall von Wembanyama sehr stark mitgenommen. Von den Startern hatte allein Julien Champagne eine Wurfquote von mehr als 50 Prozent.

 

X-Faktoren

 

Jrue Holiday und Robert Williams: Zwei sehr erfahrene Spieler, die unter anderem bei den Celtics extrem erfolgreiche Play-ofs absolviert haben. In der entscheidnen Phase behileten sie immer die Ruhe, sorgten mit ihren Punkten und Rebounds für entlastende Momente.

 

Zahlereien

 

5 Offensiv-Rebounds pflückte Luke Kornet. Am Wemby-Ersatz lag es nicht, dass die Spurs unterlagen.
Schwache Freiwürfe: Die Blazers verwandelten nur 17 von 23, die Spurs gar nur 20 von 28. Alles unter 75 Prozent ist nicht NBA-würdig, außer man heißt Shaquille O’Neal.

 

Ausblick

 

Noch steht nicht fest, wann Wembanyama wieder zurück aufs Parkett darf. Fest steht: Ohne ihren französischen Star werden es die Texaner sehr schwer haben, eines der beien nächsten Auswärtsspiele in Portland zu gewinnen. Es ist natürlich nicht unmöglich, aber etzt müssen gerade De’Aaron Fox und Stephon Castle Verantwortung übernehmen.
Die Blazers erweisen sich als der erwartet schwere Brocken. Mit Henderson, Deni Avdija und Center Donovan Clingan verfügen sie über ausgezeichnete Profis. Und ein Jeremi Grant wird auch bessere Tage erleben als am Dientagabend (5 Punkte, 1/8 aus dem Feld).

 

Los Angeles Lakers – Houston Rockets 101:94 (2:0)

 

Der nächste extrem enttäuschende Abend der Rockets, die ihren Ruf als schwaches Play-off-Team eindrucksvoll bestätigten.. Und das, obwohl ihr Altstar Kevin Durant wieder dabei war. Allerdings erkennbar nicht auf der Höhe seines Schaffens, obwohl er mit 23 Punkten Top-Scorer seines Teams war. Aber in der Abwehr fahrig (3 Fouls in der 1. halbzeit), und in der Offensive leistete er sich satte 9 Ballverluste.
Den Lakers (weiter ohne Doncic und Reaves) genügte eine Durchschnittsleistung ohne Ausschläge nach oben oder unten. Ab dem 3. Viertel lagen sie stets zwar nur knapp in Führung (meist zwischen 5 un 10 Punkten), aber ich hatte nie das Gefühl, dass die Partie noch kippen könnte.

 

Bester beim Sieger

 

LeBron James: Der 41-Jährige übernimmt in Abwesenheit von Luka Doncic Verantwortung und liefert ab. 28 Punkte, 8 Rebounds und 7 Assists sind herausragend.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Trotz allem Kevin Durant: 23 Punkte im ersten Spiel nach der Knieverletzung sind in Ordnung. Nicht mehr, nicht weniger. Fatal, dass er so wenig Unterstützung erfuhr, etwa von Alperin Sengün, der seine Klasse kaum zur Geltung brachte

 

X-Faktoren:

 

Marcus Smart: Dass der Verteidiungs-Spezialist mit 25 Punkten auftrumpfen würde hatte kaum jemand erwartet, jedenfalls nicht in Houston. Sonst hätten sie ihn nicht so frei seine Würfe (5/7 Dreier) verwandeln lassen. Auch Luke Kennard elgte mit 23 Zählern erneut eine sehr ordentliche Leistung hin.

 

Zahlereien

 

9 Ballverluste leistete sich Kevin Durant. Indiskutabel bei einem absoluten Topsgtar der Szene mit reichlich Erfahrung.

7 Dreier verwandelten die Rockets. In Zeiten der Distanzwürfe ein anachronistisch niedriger Wert.

 

Ausblick

 

Mit 2:0 Siegen können die Lakers jetzt recht beruhigt nach Houston fahren. Dort erwartet sie dann ein hoffentlich stärkeres Rockets-Team, sonst könnte diese Serie sehr schnell entschieden sein. Vor heimischer Kulisse wird sich Houston wohl nicht fast kampflos ergeben, wie es in LA den Anschein hatte.

 

Ansetzungen Donnerstag (MESZ)

01:00: Detroit Pistons – Orlando Magic (0:1) East
03:30: Oklahoma City Thunder – Phoenix Suns (1:0) West

Ansetzungen Freitag

01:00: Atlanta Hawks – New York Knicks (1:1) East
02:00: Toronto Raptors – Cleveland Cavaliers (0:2) East
03:30: Minnesota Timberwolves – Denver Nuggets (1:1) West