von Münchner Löwe | Okt. 7, 2024 | basketball, WNBA
Blick über den Teich
Bevor ich auf die Play-offs MLB und WNBA eingehe, doch schon ein Blick auf die NFL. Docrt hat es in Cinicnatti ein unfassbares Offensivspektakel zwischen den heimischen Bengals und den Baltimore Ravens gegeben. Freunde des Verteidigens werden allerdings wenig Freude haben. Tragisch für die Bengals: In der Overtime vergab Kicker Evan McPearson, leider nicht mehr so zuverlässig wie in seinem Rookie-Jahr 2022, ein Field Goal aus 53 Yards, wobei die Hauptschuld der Holder trug, der den schon schlecht gesnappten Ball fast unspielbar hinlegte. Im Gegenzug sicherten sich die Ravens den Sieg. Da nutzten auch 5 Td-Pässe von Joe Burrow nichts, zumal Lamar jackson auf der anderen Seite ebenfalls unstoppable war.. Mehr dann morgen im NFL-Teil über den 5. Spieltag.
MLB
Ein Nailbiter und eine klare Angelegenheit, so verliefen die beiden zweiten Spiele der National League. Die American League ist heute dran.
Philadelphia Phillies – New York Mets 7:6 (1:1)
Spannung bis zum buchstäblich letzten Schlag in einer Partie mit vielen Wenden und Irrungen, über die die Fans noch lange diskurieren dürften. Ein Klassiker, schon jetzt. Es sah so gut aus für die Mets, die nach Homeruns von Mark Vientos (2 Runs) und Pete Alonso bis zum unteren 6. Inning 3:0 führten. Ihr Pitcher Luis Severino agierte 5 2/3 Innigs sehr souverän, ließ nur 3 Hits und keinen Run zu. Doch dann verließen sie ihn und er kassierte hintereinander ein Single und 2 Homeruns – 3:3 Ausgleich. Die Mets antworteten umgehen im 7. Inning, als Brandon Nimmo einen Solo-Homerun zur 4:3-Führung schlug. wasrs das? War es nicht. Im 8. Inning brachte ein Triple von Bryson Stott Punkte für Bryce Harper und Nick Castellanos ins Ziel, und die Phillies erhöhten auf 6:4. Klare Sache für Phillies so starken Closer Matt Strahm, doch diese Stärke hatte sich offenbar nicht zu Viuentos herumgesprochen, der mit seinem 2. Homerun zum 6:6 ausglich. Angesichts der Schlagstärke auf beiden Seiten ähnte man schon, dass dieses Ergebnis im unteren 9. Inning keinen Bestand haben dürfte. Wie es sich für die Achterbahn-Mets gehört, schafften sie zwar schnell zwei Outs, doch dann verließ Closer Megill die Genauigkeit, ließ 2 Walks in Folge zu, und Nick Castellanos schlug den entscheidenden Single zum 7:6. Das Phillie-Stadion explodierte. Jetzt folgen 2 Spiele in New York, mich würde es aber fast wundern, wenn sich nicht auch dort die Teams die Siege teilen würden und es zu einem Showdown am Freitag in Philadelphia kommt.
Los Angeles Dodgers – San Diego Padres 2:10 (1:1)
Ein Sahnetag der Padres. Starkes Pitching, gutes Schlagen und zum Teil überragendes Fielding, für mich von den 3 Komponenten oft unterschätzt. Beispiel gefällig. Beim Stand von 0:1 trat von den Dodgers Mookie Betts an die Platte und traf die Kugel auch bestens. Klarer Homerun, glaubten alle und wurde auch schon eingeblendet, doch Left Fielder Jurickson Profar pflückte den Ball noch irgendwie hinter der Plane und jubelte aufreizend vor den Dodgers-Fans. Seht aber selbst https://www.mlb.com/video/mookie-betts-flies-out-to-left-fielder-jurickson-profar-couzca
Danach lief es bei den Padres nach Plan. David Peralta erhöhte per 2-Run-Homer im 2. Inning auf 3:0, Pitcher Yu Darvis ließ in 7 Innings nur 3 Hits und einen Run zu. Am Ende zerbrachen die Dodgers regelrecht, kassierten im 8. und 9. Innings je 3 Runs. Letztlich droschen 5 verschiedene Padres-Batter den Ball per Homerun über den Zaun. Auch hier wechselt die Serie den Gastgeber und wird morgen in San Diego fortgesetzt.
Ansetzungen heute
22:08: Cleveland Guardians – Detroit Tigers (1:0)
02:35: New York Yankees – Kansas City Chiefs (1:0)
WNBA
Die New York Liberty mit der Deutschen Leonie Fiebich gewannen das 4. Spiel dank eines sehr starken 4. Viertels bei Titelverteidiger Las Vegas Aces mit 76:62 und stehen im Finale. Dort treffen sie auf die Minnesota Lynx oder Connecticut Sun, die am Mittwoch ihr 5. Spiel im Target Center von Minneapolis austragen. Sabrina Ionescu war unbeeindruckt von ihrem schwachem Auftritt in Spiel 2 und war mit 22 Punkten Top-Scorerin und beeindruckte mal wieder als Scharfschützin mit 5 von 8 Dreiern.
Auch wenn Leonie Fiebich nicht die ganz großen Zahlen auflegte (11 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists sind wahrlich nicht schlecht), sie ist unfassbar wertvoll für ihr Team, gilt bei vielen US-Experten, die sich in der Übertragung in Lobeshymnen ergingen, als das Puzzleteil, das dem Team noch zum Titelkandidaten gefehlt hat. In Offense und Defense gleichrmaßen wertvoll.Eine andere Zahl verdeutlicht das. Sie hatte von ihrem Team mit Abstand den besten +/–Wert (+28). Wie sehr sie fehlte, war immer dann zu sehen, wenn sie auf der Bank saß, was öfter als geplant der Fall war, weil sie früh mit Foulproblemen zu kämpfen hatte. Ohne diese Fouls jetzt diskutieren zu wollen: Viel Kredit hat sie bei den Refs (noch) nicht).
Höchste Zeit, dass das deutsche Fernsehen die WNBA und den tollen Sport dort entdeckt (wahrlich nicht nur wegen Fiebich). Gerade auch im Hinblick auf die Frauen-WM 2026 in Berlin, die nach derzeitigen Planungenin 2 Hallen (am Ostbahnhof, Max-Schmeling) ausgetragen wird.
von Münchner Löwe | Okt. 5, 2024 | basketball, MLB, WNBA
Blick über den Teich, WNBA und MLB
Die Basketball-Frauen bestritten diese Nacht ihre dritten Spiele im WNBA-Halbfinale, in der MLB beginnt heute das Viertelfinale bzw. die Divisional Finals.
WNBA
Die Liga hat vor dem 3. Spieltag einige Ehrungen bekannt gegeben. MvP wurde wie im Vorjahr A´ja Wilson von den Las Vegas Aces. Rookie of the Year wie allgemein erwartet Caitlin Clark von den Indiana Fever, die 65 von 66 Stimmen erhielt. Die Deutsche Leonie Fiebich (New York Liberty wurde in All-Star-Team der Rookies gewählt, als einzige der Starting Five ist sie in den Play-offs noch dabei.
Las Vegas Aces – New York Liberty 95:81 (1:2)
Das Team aus New York hat die erste Niederlage in der Post Season erlitten. Die Partie beim Titelverteidiger konnten die Frauen in der sehr unterhaltsamen ersten Halbzeit noch einigermaßen ausgeglichen gestalten, brachen aber im 3. Viertel regelrecht ein, als ihnen nur 6 Punkte gelangen. Einen rabenschwarzen Tag erwischte Scharfschützin Sabrina Ionescu, die insgesamt nur 4 Zähler beisteuerte. Sie nahm überhaupt nur 7 Würfe, von denen sie gerade mal einen traf (als alles schon entschieden war).
Die Deutsche Leonie Fiebich hat jenseits der Dreierlinnie auch schon mal besser getroffen 2/6), immerhin gelangenen ihr im 2. Viertel 7 Zähler.
Bei Las Vegas trumpften vor allem Jackie Young (24 Punkte) und A´ja Wilson (19, 14 Rebounds auf.
Connecticut Sun – Minnesota Lynx 81:90 (1:2)
Damit haben sich die Lynx den Heimvorteil in der Best-of-5-Serie zurückgeholt. Das Team lag von Beginn an in Führung, ab dem 2. Vietel auch zweistellig. Connecticut kam nie bedrohlich heran.
Napheesa Collier war Top-Scorerin mit 26 Punkten und beeindruckte mit 11 von 19 verwandelten Würfen. Auf der anderen Seite schwächelte Connecticut von der Dreielinie traf nur 3/20 Versuchen. Marisa Mabrey hätte es bei einer Quaote von 1/10 irgendwann lieber bleiben lassen.
Beide Serien werden am Sonntag fortgesetzt.
MLB, Divisional Series, Best of 5
Ganz viele Leute hoffen ja auf World Series 2024 zwischen den New York Yankees und den Los Angeles Dodgers. Der meiste Star-Appeal, die tollste Promi-Aufmarsch, die größten Medien-Märkte und damit das höchste Rating. Doch vor dem Traum-Finale (für mich wäre es eher Pest gegen Cholera😅) stehen Divisional und Conference Finals an, und da lauern Stolpersteine, auf die ich sehr hoffe.
AMERICAN LEAGUE
19.08: Cleveland Guardians – Detroit Tigers
Die Guardians sind fast unbemerkt (Achtung: Übertreibung) als zweitbestes Team der AL in die Play-offs einbezogen. Sie bestechen durch tolles Pitching, gerade der Bull Pen ist an guten Tagen fast unschlagbar.
Gutes Pitching ist auch die Grundlage des Laufs der Tigers, die in den beiden Wild-Card-Partien bei den Houston Astros nur 3 Runs zuließen. Gerade auf die Starting Pitcher wird es ankommen und hier vor allem auf Tarik Skubal, der in Spiel 2 am Montag auf den Mound treten dürfte.
Ich traue den Tigers eine Überraschung zu
🧠 Tigers. ❤️Tigers
00:38: New York Yankees – Kansas City Royals
Die große Frage lautet: Kann das tolle Royals-Pitching auch Aaron Judge und Juan Soto einbremsem, die hintereinander an die Platte treten und in der Saison schon viel Unheil beim Gegner angerichtet haben. Das verhalf letztlich den Yankees letztlich zur besten Bilanz der AL. Was für die Royals sprechen könnte. Sie haben mit dem Einzug ins Divisional Final ihr Saisonziel übererfüllt nach dem furchtbaren Jahr 2003. Und das anspruchsvolle New Yorker Publikum, das letztlich mit nichts anderem zufriedenzustellen ist als mit Titel Nummer 28, könnte unruhig werden wenn es nicht so läuft und ihr Team gar in Rückstand geraten sollte. Dann sind im Yankee Stadium auch schnell Buhs und Pfiffe zu vernehmen. Das Pitching der Yankees hinter Gerrit Cole ist vielleicht der Knackpunkt, wo die Royals angreifen können. Sie brauchen aber mit Sicherheit mehr Extra Base Hits als gegen die Baltimore Orioles.
🧠Yankees ❤️Royals
NATIONAL LEAGUE
22.08: Philadelphia Phillies – New York Mets
Auf dem Papier haben die Mets keine Chance, aber warum sollten sie diese nicht nutzen. Sie schweben ja auf der Euphorie-Welle und haben mit starken Schlagmännern wie Francisco Lindor und Pete Alonso auch das Rüstzeug, den vermeintlich übermächtigen Phillies und sogar den außerordentlichen Pitchern um Zach Wheeler wehzutun. Andererseits ist die Line Up der Phillies durch die Bank (Play-off-Aufblüher Bryce Harper, Alex Bohm, Kyle Schwarber) für Hits und Homeruns gut, sie haben auch Play-off-Erfahrung und wissen, dass sich das Titelfenster für einige Stars langsam schließt. Das fanatische Publikum in Philadelphia, manchmal nahe der Unfairness, könnte auch einiges ausmachen.
🧠Phillies. ❤️Mets
02:38: Los Angeles Dodgers – San Diego Padres
Kaum zu fassen, aber Superstar (ich versuche ja, dieses Wort selten zu gebrauchen) Shohei Ohtani bestreitet heute Nacht sein erstes Play-off-spiel. Und damit ist schon die größte Bedrohung für die Padres benannt. Der Japaner trifft die Kugel gut und vor allem weit, und wenn er auf Base ist, wird der gegnerische Pitcher unruhig, weil dann jederzeit eine gestohlene Base droht. Aber auch Mookie Betts und Freddy Freeman haben tolle Werte.
Brauchen die Padres also im südkalifornischem Duell gar nicht anzutreten? Gemach, gemach: Zum einen ist San Diego zurzeit von allen Teams am besten in Form. Sie haben sowohl gutes Pitching als auch gutes Batting. Ein Luis Arraez ist kaum von der Platte zu bekommen und erst recht nicht per Strike out, treibt den gegnerischen Pitch Count in die Höhe. Außerdem haben die Dodgers trotz toller Saison-Bilanzen fast schon ein Play-off-Trauma, verloren etwa letztes Jahr völlig überraschend gegen die Arizona Diamondbacks. Deshalb:
🧠Padres. ❤️
von Münchner Löwe | Okt. 4, 2024 | basketball, Fußball, NFL, Tagesrückschau, Tennis
Bayer nur auf Platz 15!
Alarm! So schlecht standen die Münchner seit ewigen Zeiten nicht mehr in einer Tabelle! Und auch nur wegen des guten Torverhältnisses, punktemäßig hat der FCB so wenige wie der 23. Atlético Madrid nach dem 2. Spieltag der Champions League so wenige Schaue ich näher hin, ist allerdings Hoipfen und Malz noch NICHT verloren, nur halt dieses eine Spiel bei Aston Villa, bei dem der vor dem Tor herumirrende Manuel Neuer überhoben wurde und in seiner Analyse alles der Taktik zuschrieb, die tatsächlich eher Harakiri gleicht denn einer gesicherten Verteidigung. Was am Herumirren dennoch nichts ändert.
Besser steht der BVB da, mämlich auf Platz 1, mit 6 Punkten und 10:1 Toren. Was diese eine Tabelle mit 36 Teams tatsächlich so interessant machen könnte: Mit Ausnahme der Engländer haben alle sogenannten großen Nationen schon echte Sorgenkinder (Leipzig, Girona, Milan).
Glänzend stehen die deutschen Teams in Europa und Conference League da. Sogar die kriselnden Hoffenheimer gewannen, und Heidenheim feierte in der Conf League im 2. Spiel schon den 2. Sieg. Betrüblich: Nicht einmal ihr eh nichtgroßes Stadion (15 000 Zuschauer) war ausverkauft (12 800).
Alcaraz schlägt Sinner
Dieses Duell wird auf absehbare Zeit die Tennis-Spitze beherrschen (ein droht allerdings eine Sinner-Sperre wg Doping-Affäre). In Peking beharkten sich die beiden im Finale mehr als 3 Stunden lang, ehe Alcaraz im Tiebreak im 3. Satz das auf höchstem Niveau befindliche Match mit 7:3 für sich entschied.
Bei den Frauen ist die an Nummer 1 gesetzte Aryna Sabalenka (Iga Siatek war nicht dabei) im Viertelfinale an Karolina Muchova gescheitert, die wieder mit äußerst variantenreichem Spiel verzückte.Ihre Rückkehr in die Top 10 ist nur eine Frage der Zeit, wenn sie gesund bleibt.
Falcons gewinnen NFL-Thriller
Das Team aus Atlanta gewann ein Offensiv-Spektakel (vor allem in der 1. Halbzeit) gegen die Tampa Bay Buccaneers mit 36:30 in Overtime. Zur Pause führten die Bucs schon 24:17. In der servierte Kirk Cousins seinen 4. Touchdown-Pass auf Kha-Darel Hodge und krönte eine fast makellose Leistung. 509 Yards erwarf er, Franchise-Rekord und Bestleistung eines über 36-Jährigen. Eine Diskussion über die ungerechte Regel, dass nach einem Touchdown in der Overtime der Gegner kein Angriffsrecht mehr hat, wäre mal wieder angebracht.
Es war insgesamt ein fantastisches Spiel, denn Baker Mayfield auf der anderen Quarterback-Seite erwischte einen Sahnetag. Spannend genug war es auch, denn erst mit ablaufender Uhr schaffte Koo mit einem Field Goal aus 51 Yards den Ausgleich für die Falcons. Zuvor hatte de Kicker zweimal danebengeschossen.
Debütspiel mit Hindernissen
Am Donnerstag eröffneten die Bayern den neuen SAP Garden auch für den Basketball. In der EuroLeague gelang ihnen ein spektakuläres 97:89 gegen Real Madrid und entschied dabei das letzte Viertel mit gleich 33:16 für sich. Sportlich lief also alles nach Wunsch, doch es hakte in der Halle. Der Tribünenumbau vom Eishockey zu Basketball verlief nicht nach Wunsch, und plötzlich hatten die Zuschauer auf den teuersten Plätzen schlecht Sicht. Vor dem 4. Viertel machte eine Anzeigentafel samt Shotclock (wie viel Zeit bleibt noch für einen Wurf?) über einem Korb schlapp, es wussten also Bayern-Offense und Real-Verteidigung nur über Umwege Bescheid. Was offenbar den bayern nicht schadete, siehe die 33 Punkte. Ein böser Brief an den Hallen-Eigentümer Red Bull dürfte trotzdem folgen.
von Münchner Löwe | Okt. 1, 2024 | basketball, NBA
Ich bin wirklich sehr traurig über den Tod von Dikembe Mutombo. Er war in den 90er- und Nuller-Jahren ein absoluter Superstar in der NBA. Der beste Verteidiger zu seiner Zeit und für viele der beste aller Zeiten. Ikonisch „seine“ Szene im Jahr 1994, als er in den Play-offs den Superstar der Seattle SuperSonics Shawn Kemp abräumt und nach dem Sieg jubelnd und mit strahlendem Gesicht mit dem Ball in den riesigen Händen auf dem Boden liegt, weil seine Denver Nuggets die hochfavorisierten Sonics mit dem Deutschen Detlef Schrempf ausschalteten. Damals als erstes Nr.8-Team gegen eine Nummer 1, und in den insgesamt 5 Spielen gelangen Mutombo 31 (!) Blocks – unerreicht in eine Play-off-Serie bis heute. Bilder sagen mehr als Worte https://www.youtube.com/watch?v=-twXgxuDBPE
Defensive war die Sache von Dikembe Mutombo. Nach jedem Block erhob er den Zeigefinger in Richtung Gegner. „Not in my House!“, rief er dabei; eine stilbildende Geste, die später andere übernahmen, unter anderen Fußball-Profi Mats Hummels nach gelungenen Verteidiger-Aktionen. Nie despektierlich gegenüber dem Anderen war das gemeint, aber eben respekteinflößend. Und alle hatten Respekt vor der 55, die Nummer, die sowohl die Denver Nuggets als auch die Atlanta Hawks nicht mehr vergeben. Jeder mochte trotz der sportlichen Rivalität den sympathischen 2,15-Meter-Riesen, der so wunderbar lachen konnte
Achtmal wurde er ins All-Star-Team gewählt, viermal war er Defensivspieler des Jahres der Liga. Ein Titel war ihm nicht vergönnt. Zweimal scheiterte er mit seinen Teams in den Finals, 2001 mit den Philadelphia 76ers gegen die LA Lakers und 2003 mit den New Jersey Nets gegen die San Antonio Spurs. Seit 2015 ist er Mitglied der Hall of Fame.
Doch Mutombo war nicht einer dieser Blinky-Blinky-Stars, er vergaß nie seine kongolesischen Wurzeln. Er gründete eine Stiftung, um die Lebensbedingungen in seiner Heimat zu verbessern, baute mit viel eigenem Geld in seiner Heimatstadt Kinshasa ein Krankenhaus. So fand jetzt Bayern-Trainer Vincent Kompany, dessen Vater kongolesische Wurzeln hat, bewegende Abschiedsworte: „Er hat eine ganze Generation inspiriert und ihr Hoffnung gegeben.“
Nur 58 Jahre alt ist Mutombo geworden, vor 2 Jahren war bei ihm ein Hirntumor diagnostiziert worden. Ich sage es jetzt mal ziemlich pathetisch: Gäbe es mehr Menschen vom Schlage eines Dikembe Mutombo – die Welt wäre eine bessere.
von Münchner Löwe | Sep. 26, 2024 | basketball, WNBA
Blick über den Teich,WNBA und MLB
WNBA
Die 1. Play-off-Runde in Frauen US-Basketball-Liga ist gespielt, und sie verlief ohne größeres Drama. Schuld daran ist allerdings auch der reichlich absurde Modus: best of 3 (2 Siege reichten), und jede Serie beginnt mit 2 Heimspielen des besser klassierten Teams nach der Vorrunde. Mit der Folge, dass alle 4 Serien in jeweils zwei Partien schon entschieden sind und 4 der 8 Play-off-Teilnehmer nicht ein Heimspiel in der Post Season austragen durften. Reisebelastung hin, möglichst wenige Spiele her, das ist im höchsten Maße ungerecht und auch nicht zielführend. Mal sehen, wie lange dieser Modus bestehen bleibt.
Zum Sportlichen: Die Indiana Fever mit Super-Rookie Caitlin Clark sind wie letztlich erwartet gescheitert an Connecticut. Die 2. Partie war (eigentlich als einzige der insgesamt 8 PO-Partien) bis zuletzt spannend, doch ein grandioser Dreier kurz vor Schluss brachte letztlich die Entscheidung für Connecticut. Clark erzielte zwar 25 Punkte, so viele wie noch nie ein Rookie in einer Play-off-Begegnung, traf aber auch nur 10 von 23 Versuchen und gar nur 3/12 jenseits der Dreierlinie. Insgesamt war es eine ordentliche Debütsaison für sie. Letztlich klar, dass WNBA ein ganz anderer Schnack ist als College-Basketball, wo sie alle Rekorde pulverisierte.
Das beste Team der Vorrunde gab sich keine Blöße. Die New York Liberty setzte sich mit 2 letztlich deutlichen Siegen gegen Atlanta durch. Die deutschen Nationalspielerinnen Leonie Fiebich und Nyara Sabally dürfen also weiter vom Titel träumen. Gerade Fiebich spielt von der Bank kommend eine zunehmend wichtige Rolle im Team. Mit ihrer Größe (1,93) und Treffsicherheit von außen. Gerade wurde sie ins Rookie-Team der Liga gewählt.
Ab Sonntag kommt es zu den beiden Halbfinalserien, Gott sei Dank im Format Best of 5. Die Liberty treffen dabei auf Titelverteidigerin Las Vegas Aces. Außerdem messen sich die Minnesota Lynx und Connecticut Suns.
MLB
American League
Die Minnesota Twins wahrten ihre Minimal-chance auf die Play-offs durch ein 8:3 gegen die Miami Marlins. Der Abstand zum letzten Wild-Card-Platz beträgt weiter 2 Siege, weil sowohl die Kansas City Chiefs als auch die detroit Tigers ihre Partien gewannen.
Die Baltimore Orioles gewannen auch die 2. Partie bei den New York Yankees, ein Sieg fürs Selbstvertrauen. Aaron Judge von den Yankees gelang Homerun Nummer 57. Zum 60er wird es allerdings kaum noch reichen in noch 4 Spielen.
National League
Als sei der Dreikampf um die 2 Wildcard-Plätze zwischen den New York Mets, Arizona Diamondbacks und Atlanta Braves nicht spannend genug, gibt es jetzt auch noch eine wetterbedingte Pointe. Das direkte Duell zwischen Braves und Mets fiel aus. Da die Wettervorhersage auch für heute schlecht ist, gibt es nun am Montag, also eigentlich nach Saisonende, in Atlanta einen Double-Header. Großer Nachteil auf jeden Fall für das/die Teams(s), das die Wild Cards erreicht, denn schon für Dienstag ist das 1. Wild-Card-Spiel anberaumt.
Die Diamondbacks gewannen dagegen ihre Partie gegen die San Francisco Giants mit 8:2 und können aus eigener Kraft die Wild Cards erreichen. Mathematiker werden ihre helle Freude haben, sich die diversen Konstellationen in diesem Trielle durchzurechnen.
Eine Vorentscheidung ist im Rennen um den Divisionssieg im Westen gefallen. Hier gewannen die Los Angeles Dodgers gegen die San Diego Padres und haben auf diese nunmehr 3 Siege Vorsprung bei noch 4 anstehenden Partien – das müsste reichen. Shohei Ohtani war mal wieder gefeierter Mann mit 2 RBIs und einer weiteren gestohlenen Base, seine 56.
von Münchner Löwe | Sep. 22, 2024 | basketball
Was für ein fantastisches Jahr hat der deutsche Basketball hinter sich. Erst der Titelgewinn der Männer bei der WM in Asien, die Qualifikation beider Teams (Frauen und Männer) für Olympia, wo sie trotz der jeweils verpassten Medaille gute bis sehr gute Auftritte hinlegten, der grandiose Triumph der 3×3-Frauen in Paris. Fehlt nur noch der Triumph in eine US-Profiliga
Den könnten jetzt Leonie Fiebich und Nyara Sabally in der WNBA, der Frauen US-Liga, mit ihren New York Liberty schaffen. Heute beginnen die Play-offs, und die New Yorkerinnen gehen als bestes Team des Grunddurchgangs als Mitfavoritinnen in die Post Season. Die beiden Deutschinnen sind jetzt nicht die Stars der Mannschaft wie reanna Steward und Sabrina Ionescu, aber wichtige Rollenspielerinnen, die von der Bank kommend frischen Wind bringen. Fiebich bringt sich in ihrer Rookie-Saison immer mehr und besser ein, Sabally räumt unter den Brettern auf. In der 1. Runde greffen sie in einer Best-of-3-Serie (immer eine heikle Angelegenheit) auf die Atlanta Dreams, ab dem Halbfinale geht es Best-of-5-Serien weiter.
Natürlich ist die Meisterschaft kein Selbstgänger. Titelverteidiger Las Vegas Aces mit Liga-Top-Scorerin A´ja Wilson ist ebenso zu beachten wie die Minnesota Lynx und Phoenix Mercury. (Sicher nicht nur mein) Dark Horse sind die Indiana Fever mit Caitlin Clark, der so gehypten Collegespielerin, wo sie zahllose Rekorde aufgestellt hat. Nach einem kapitalen Fehlstart kamen die Fever und Clark stärker und stärker in Fahrt, und wahrscheinlich hat es Clark auch gutgetan, dass sie bei Olympia nicht dabei war, obwohl das für sie sicher schmerzhaft war.
Keine Frage, die WNBA ist im Aufwind. Natürlich ist der Abstand zur NBA noch riesig und wird in absehbarer Zeit nicht mal ansatzweise aufzuholen sein. Doch meines Erachtens ist es nur noch eine Frage der Zeit, dass auch hier zumindest sechststellige Jahresverdienste an der Tagesordnung sind.
In den Play-offs nicht dabei ist die beste deutsche Spielerin. Satou Sabally mit den Dallas Wings haben die Endrunde verpasst. Sabally selbst griff erst gegen Saisonende wieder ins Liga-Geschehen ein. Sie bezahlte damit ihren heroischen Einsatz bei der Olympia-Qualifikation in Brasilien, als sie trotz sehr lädierter Schulter auflief, danach aber mehrere Monate aussetzen musste. Ohne ihre Top-Spielerin schieden die Texanerinnen als zweitschlechtestes Team hinter den Los Angeles Sparks mit nur 9 Siegen bei 31 Niederlagen sang- und klanglos aus.
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