von Münchner Löwe | Mai 4, 2026 | Wochenvorschau
Rückspiele im Europapokal und schon am Montag das Finale um die Snooke-WM.
Welche Super-Offensive wird supriger?
Showdown in München zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain. Unüberbietbar scheint das Hinspiel, das der franzöösiche Meister mit 5:4 gegen den deutschen Titelträger gewann. Allseits erwartet wird aber ein erneutes Offensiv-Feuerwerk, einfach weil die Teams im Angriff so viel besser aufgestellt sind als in der Verteidigung. Gold wert könnten die beiden Treffer der Münchner sein, als sie nach dem 2:5 nicht aufgaben und auf 4:5 verkürzten.
Ich sehe die Bayern leicht favorisiert, weil ich in die PSG-Abwehr noch weniger Vertrauen habe als in die der Münchner, die mit Upamecano, Davies und Tah wenigstens vernünftige Einzelspieler haben. Vielleicht entscheiden die Torhüter, vielleicht tatsächlich Manuel Neuer: Ob im Guten oder Schlechten (sihe Real Hin und Rück), wer weiß?
Dass 2. Halbfinale zwischen dem FC Arsenal und Atlético sehe ich völlig offen. Hier kommen die Freunde des gepflegten Defensive auf die Kosten, wobei sowohl Arsenals Coach Miguel Arteta noch Diego Simeone von Madrid auch hervorragende Angriffsspieler zur Verfügung haben. Diese Partie war im Hinspiel vielleicht nicht so spektakulär wie die in Paris, absolut sehenswert war sie dennoch. Hier wie dort standen die Schiris und VARS im Blickpunkt, aber lassen wird das!
Di., 21:00: Arsenal – Atletico (1:1)
Mi., 21:00: FC Bayern – PSG
Freiburg auf dem Finalsprung
Ein bisschen im Schatten steht wie immer die Europa League. Dabei könnte der SC Freiburg Historisches schaffen und erstmals in der Vereinsgeschichte ein europäisches Finale erreichen. Vor dem Trip nach Istanbul muss allerdings die Hürde Sporting Braga aus dem Weg geräumt werden. Wie schwer das ist, konnten die Badener im Hinspiel sehen, als sie mit 1:2 verloren. Und Braga kann Rückspiel, das zeigten die Portugiesen im Viertelfinale, als sie bei Betis Sevilla zwar 0:2 zurücklagen und dennoch mit 4:2 triumphierten. Aber Freiburg kann mit enormer Heimstärke aufwarten, man gewann alle 6 EL-Partien zu Hause.
Do., 21:00: SC Freiburg – Sporting Braga (1:2)
Do., 21:00: Asoton Villa – Nottingham Forest (0:1)
Conference League
Do., 21:00: Racing Straßburg – Vallecano (0:1)
Do., 21:00: Crystal Palace – Schactjor Donezk (3:1)
Shawn Murphy will den zweiten Snooker-Titel
Teil 2 des Finals zwischen Shaum Murphy aus England und dem Chinesen Yize Wu, der zurzeit mit 10:7 führt. De Gewinner mus 18 Frames für sich entscheiden, es gibt also noch eine Menge Snooker zu sehen, die Entscheidung im Crucible Theatre in Sheffield fällt aller Wahrscheinlichkeit erst am späte(re)n Abend.
Als der Engländer im Jahr 2005 zum ersten Mal Weltmeister wurde, war er gerade mal 20 Jahre alt und ein absoluter Nobody (Nummer 48 der Weltrangliste). Seitdem hat er eine Karriere mit vielen Auf und Abs hinter sich. Dreimal kam er noch ins WM-Finale in Sheffield, dreimal zog er den Kürzeren, zuletzt 2021 gegen Mark Selby. Wu bestreitet sein erstes WM-Finale. Zuletzt trafen die beiden in der 1. Runde des Masters in London aufeinander, dort behielt Wu die Oberhand und scheiterte erst im Halbfinale an Kyren Wilson.
Und sonst?
- Bundesliga: Im Blickpunkt vor letzten beiden Spieltagen steht der Kampf um Platz vier (sicheer Championsplatz) und eine Trielle um den Klassenerhalt, respektive den Relegationsplatz.. Zurzeit sind drei Tams punktgeleich Vierter, am Samstag (15:30). treffen mit dem VfB Stuttgart und bayer Leverkusen zwei von ihnen direkt aufeinander. Der dritte Kandidat, 1899 Hoffenheim, empfängt Werder Bremen (Sa., 15:30), das, um den Abstieg endgültig zu vermeiden, noch einen Punkt braucht.
Abstiegskampf: Im Kampf um Platz 16 sind der VfL Wolfsburg und St. Pauli punktgleich, wobei der VfL die um 3 Tore bessere Tordiferrenz hat. Wolfsburg spielt gegen Meister Bayern (euphorisiert oder tiefenttäuscht von der Champions League), der FC St. Pauli muss zu RB Leipzig. Theoretische Chancen hat auch noch der Letzte Heidenheim, der allerdings beide Partien in Köln und eine Woche darauf gegen Mainz gewinnen müsste.
- Spanien: El Clasico, nämlich der Echte zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona. Barca könnte die Meisterschaft im „feindlichen“ Bernabeu auch rechnerisch klarmachen (mit einem Sieg oder Remis) und dort feiern, das ist der besondere Reiz der ohnehin immer reizvollen Partie. Denn dass Barcelona den Titel in der Primera Division holt, steht außer Frage.
- Tennis: Nach Madrid ist vor Rom. Wieder sind je 96 Frauen und Männer am Start, allerdings nicht Carlos Alcáraz, der auch für die French Open ausfällt. Klarer Favorit ist Jannik Sinner, der am Sonntag in Madrid das fünfte Masters-turner in Folge gewann. bei den Frauen erscheint alles offen. Trotz der relativ frühen Niederlagen in Madrid sehe ich Aryna Sabalenka und Lena Rybakina leicht vorne.
- Handball: Rückspiele der Viertelfinali in der Champions League. Fürs Final Four buchen kann bereits der SC Magdeburg nach dem 35:28 in Szeged, auch die Füchse Berlin sollte die Endrunde erreichen: die knappe 34:35-Niderlage gegen Vezprem sollte aufholbar sein.
- Basketball: In der Euroleague stehen im Viertelfinale die Partien 3 und 4 der Best-of-5-Serie an. Sehr gut sieht es für die griechischen Clubs Olympiakos und Panathinaikos aus, die jeweils ihre beiden ersten Spiele gegen Monaco un Valencia geonnen haben.
- Motorrad: WM-Läufe in allen drei Klassen in Le Mans. Nicht auf dem legendären Langsrecken, sondern einem verkürzten Rundstrecke.
von Münchner Löwe | Mai 4, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
DETROIT PISTONS – Orlando Magic 116:94 (Endstand: 4:3)
Das wars für die Orlando Magic mit den 3 deutschen Nationalspielern Franz und Moe Wagner sowie Tristan da Silva. Nach einem neuerlichen Kollaps vor und nach der Pause unterlag das Team aus Florida klar bei den Detroit Pistons, die damit noch den 1:3-Rückstand in der Serie drehen konnten.
Bis vier Minuten vor der Pause hielten die Magic die Partie offen, führten zeitweise sogar mit 4 Punkten. Doch in den je 3 Minuten vor und nach dem Wechsel sorgten die Pistons für klare Verhältnisse und führten plötzlich mit 20 Punkten – schon die Entscheidung. Diese Formeinbrüche, bei denen vorn und hinten gar nichts läuft (keinerlei Teambasketball), sind geradezu sinnbildlich für die Play-off-Serie.
Bester der Sieger
Cade Cunningham: 32 Punkte und 12 Assists. Der Star der Pistons hat rechtzeitig auch seinen Dreier wiedergefunden (4 von 6). Diesmal hatte er auch einen adäquten Partner: Tobias Harris legte 30 Punkte auf.
Stark beim Verlierer
Paolo Banchero: In Abwesenheit von Franz Wagner lag es vor allem an ihm, das die Magic bis kurz vor dem Wechsel mithalten konnten, als er 21 Punkte sammelte und 4 seiner 5 Dreier verwandelte. Ging dann allerdings mit unter.
X-Faktoren
Jalen Duren: Vor allem dessen Offensiv-Rebounds (5), die dem Gegner immer besonders weh tun. Insgesamt legte er 16 Punkte un 15 Reebounds auf, so hat man sich das in Detroit vorgestellt.
Daniss Jenkins von der Bank ergänzte 16 Punkte und war vor allem jenseits der Dreierlinie sehr gefährlich (4 von 5).
Dagegen hatte Jalen Suggs einen gebrauchten Tag mit seinen 6 Pünktchen und 0 von 4 Dreiern.
🇩🇪👓
Franz Wagner fehlte erneut wegen seiner Wadenveletzung. Er wäre sehr gut beraten, wenn er diese jetzt voll auskuriert und nicht im Sommer ein National-Team-Intermezzo (WM-Qualifikation) einlegt. Moe Wagner erhielt diesmal den Vorzug auf der großen Position vor Goto Bitadze, gefiel durch Einsatz, konnte dem Spiel allerdings keine großen Impulse geben. Tristan da Silva war in seinen kanpp 9 Minuten Einsatz ein Null-Faktor.
Ausblick der Sieger
Die Pistons treffen jetzt auf die Cleveland Cavaliers (siehe unten). Für mich ein Duell auf Augenhöhe, aber in einem eventuellen Spiel 7 ist der Heimvorteil für Detroit vielleicht ausschlaggebend.
Und die Verlierer?
Eine weitere Saison, in der die Magic nicht wirklich weitergekommen sind. Was auch an den Verletzungen (Banchero, die Wagners) lag, aber vor allem auch daran, dass es Cheftrainer Jamahl Mosley nicht gelungen ist, ein Team-Basketball zu installieren. Extrem bedenklich sind die wiederholten Komplett-Einbrüche, in denen minutenlang überhaupt nichts geht. Das hat ihnen vor allem in Spiel 6 zu Hause die Serie gekostet, als sie eine 24-Punkte-Führung förmlich weggeschmissen hatten.
Ob Mosley eine Zukunft hat, sei dahingestellt und erscheint äußerst fraglich. Außerdem habe ich tatsächlich die Befürchtung, dass der Körper von Franz Wagner den Anforderungen einer NBA-Saison nicht gewachsen ist. Vielleicht (zu) viel Schwarzmalerei, aber die Verletzungs-Historie ist für einen 24-Jährigen halt ellenlang.
CLEVELAND CAVALIERS – Toronto Raptors 114:102 (Endstand: 4:3)
Im 7. Spiel der Serie der 7. Heimsieg. Parallele der Ereignisse: Auch diese Partie wurde in den Minuten kurz vor und nach der Pause entschieden. Die Raptors erwischten den besseren Start, auch dank eines sehr gut aufgelegten Scottie Barnes. Sie führten mit bis zu 10 Punkten.
Doch mit einem 11:2-Lauf vor der Pause glichen die Cavs aus, und in den ersten 3 Minuten schafften sie einen weiteren 9:0-Run. Diese Führung hielt, auch weil Barnes (wegen seiner Knieverletzung?) nicht mehr so auftrumpfen konnte und vor allem Cavs-Center Jarrett Allen unaufhaltsam war. Allein im 3. Viertel schafft er 14 Punkte und 10 Rebounds (5 offensiv).
Bester der Sieger
Jarrett Allen: Bisher in der Serie eher verhalten, wurde er um entscheidenden Mann. Am Ende standen für ihn 22 Punkte und gleich 19 Rebounds auf der Anzeigentafel.
Stark beim Verlierer
Scottie Barnes: Starke Anfangsphase, als er noch voll bei Kräften war. Noch eklatanter die Diskrepanz bei Sam Shead: 14 Punkte in der 1. Halbzeit, 0 im 2. Durchgang.
x-Faktoren
Rebounds: 60:33 (!) lautete das Verhältnis zugunsten der Cavaliers. Im vorentscheidenden 3. Viertel waren es gar 22:8! Jakob Pöltl und Co. waren unterm Korb schlicht überfordert.
Fehlende Spieler: Die Raptors konnten den Ausfall von Quickley und Ingram letztlich nicht kompensieren. So fehlte es schlicht an Breite im Kader, die den angeschlagenen Barnes hätte entlasten können. Das gehört allerdings zum Play-off-Geschäft.
🇩🇪🇦🇹👓
Dennis Schröder stand nur 8 Minuten auf dem Parkett, wo er wenig zustandebrachte und nur einen seiner 7 Würfe im Ziel unterbrachte.
Jakob Pöltl war wie gesagt als Center gegen Jarrett Allen hoffnungslos unterlegen, am Ende sammelte er wenigstens noch 9 Punkte und 7 Rebounds für die persönliche Statistik.
Ausblick der Sieger
Wie gesagt – ich halte die kommende Serie der Cavs gegen die Pistons für ausgeglichen. Beide Teams haben ihre Stärken und Schwächen (mehr bis spätenstens morgen in einer gesonderten Vorschau).
Und die Verlierer?
Unterm Strich haben die Raptors eine zufriedenstellende Saison gespielt. Sie haben mit Scottie Barnes und auch RJ Barrett und einem hoffentlich bald wieder gesunden Immanuel Qickley aufregende Akteure im Kader. Schwächen auf der Center-Position (leider ist Jakob Pöltl nicht mehr in der Verfassung von vor 2 Jahren) müssten allerdings angegangen werden, soll der nächste Schritt nach vorn getätigt werden.
Ansetzungen
Di., 02:00: Knicks – 76ers (0:0)
Di., 03:30: Spurs – Timberwolves (weiter ohne Edwards, DiVincenzo und vielleicht auch ohne Dosunmo)
Mi., 01:00: Pistons – Cavaliers (0:0)
Mi., 03:30: Thunder – Lakers (Doncic dürfte weiterhin fehlen)
von Münchner Löwe | Mai 3, 2026 | Nachruf
Trauer ist natürlich ein großes Wort, weil ich den Italiener nie persönlich kennengelernt habe. Aber bei jedem Fernsehauftritt, bei jedem Interview verbreitete er eine so große Freundlichkeit, so viel Lebensfreunde, so viel Freundlichkeit, dass es mir weh ums Herz wird, dass Alessandro Zanardi schon mit 59 Jahren von uns gegangen.
Der großen Öffentlichkeit bekannt geworden ist der in Bologna geborene Zanardi nicht durch seine überschaubar erfolgreiche Formel-1-karriere, sondern durch einen schrecklichen Unfall am Lausitzring 2001 in einem Rennen der damaligen ChampCar-Serie. Er lag in Führung, absolvierte einen turnusmäßigen Boxenstopp, doch bei der Rückkehr geriet er auf einen Grünstreifen und ins Schleudern und verlor die Kontrolle. Mit 300 Stundenkilometern raste der Kanadier Alexandre Tragiardi im rechten Winkel in Zanardis Fahrzeug und zerfetzte dieses in 2 Teile. Zanardi wurden beide Beine abgerissen, er verlor extrem viel Blut, aber die Ärzte retteten ihn das Leben. Es gibt bei Youtube mehrere Videos von diesem Crash, ich erspare mir und Euch den Link dazu.
„Ich bin jetzt ein halber Deutscher“, scherzte er, angesprochen auf die vielen Blutkonserven. Ein typischer Zanardi, der trotz des Verlustes der Beine nie den Lebensmut und nie seinen Humor verlor. 2003 kehrte er auf den Lausitzring zurück, fuhr in einem umgebauten Fahrzeug die 13 Runden zu Ende, die ihm zwei Jahre zuvor zum Sieg gefehlt hatten. Die Zuschauer erhoben sich von den Sitzen und applaudierten ihm. Aus den Boxen röhrte David Bowies „Heroes“. Wer live vor Ort oder wie ich am Fernseher dabei war, wird es kaum vergessen.
Auch wenn danach Alex Zanardi immer wieder in umgebauten Rennautos Rennen bestritt und sogar ein Rennen der Toruenwagen-WM gewann – das reichte ihm nicht. Er wurde zum fanatischen und extrem erfolgreichen Handbiker. Bei den Paralympics in London und Rio gewann er viermal Gold und zweimal Silber, er eroberte 12 Titel bei Weltmeisterschaften. Was er tat, das tat er gründlich, auch das war eine seiner Lebensweisheiten.
Ein weiterer schwerer Unfall beendete 2020 auch diese Karriere. Mit seinem Handbike kollidierte er bei einer Trainingsfahrt mit einem Lastwagen und schwebte mit schweren Kopfverletzungen tagelang in Lebensgefahr. Seitdem lebte er abgeschirmt und in Ruhe (Zanardi und Ruhe – ein Widerspruch an sich. Am Samstag ist er im Kreise seiner Lieben friedlich eingeschlafen. Damit wird es nichts aus seinem eigentlichen Lebenstraum. Das Zitat sagt viel aus über einen wunderbaren Sportler und noch tolleren Menschen, der für viele ein Vorbild war, wie er mit Rückschlägen umgegangen ist.
Vielleicht der erste Mensch auf dem Mars zu sein. Irgendetwas Einfaches halt.“
von Münchner Löwe | Mai 3, 2026 | Allgemein
Blick über den Teich, NBA
Boston Celtics – PHILADELPHIA 76ers 100:109 (3:4)
Zum ersten Mal in der Team-Geschichte haben die Philadelphia 76ers einen 1:3-Rückstand in einer Serie gedreht (beim 19. Versuch). Früh hatten sie sich einen Vorsprung herausgearbeitet, vor allem auch, weil Joel Embiid unterm Korb agieren konnte, fast wie er wollte. Die Celtics versuchten es von Beginn an mit Distanzwürfen, doch zunächst hatte nur Derrick White sein Visier richtig eingestellt, Jalen Brown erarbeitete sich mit purer Willenskraft wichtige Zähler. Topstar Jayson Tatum hingegen fehlte wegen einer Knieverletzung.
Im dritten Viertel schienen die Sixers schon die Vorentscheidung herbeigeführt zu haben, 18 Punkte betrug der Vorsprung. Doch wenn. diese Play-offs mich eines gelehrt haben, dann bitte auf voreilige Schlusse verzichten. Die Celtics robbten sich Punkt für Punkt heran. Drei Minuten vor Ende war die Partie völlig offen, als die Sixers mit 99:98 führten.
Mehrere Male hatten die Celtics die Chance zur Führung, doch Jalen Brown verpasste 2 durchaus machbare Würfe. Auf der anderen Seite war der bis dato sehr starke Center Joel Embiid sichtlich angeschlagen und humpelte nur noch übers Feld.. Es war dann Tyrese Maxey, der mit 2 unwiderstehlichen Antritten zum Korb die Entscheidung herbeiführte. nervenstark zewgte er sich überdies von der Freiwurflinie. 8 Punkte in Folge schaffte er – die Entscheidung.
Beste der Sieger
Joel Embiid legte erstaunliche Zahlen auf: 34 Punkte, 12 Rebounds und 6 Assists. Das kompensierte auch Schwächen in der Defensive, als er manches Mal arg unbeweglich schien.
Tyrese Maxey hielt sich lange zurück (8 Punkte in der 1. Halbzeit), als es darauf ankam war er mit seiner unglaublichen Schnelligkeit zur Stelle. Am Ende standen 30 Punkte, 11 Rebounds und 7 Assists zu Buche.
Stark beim Verlierer
Jalen Brown: Hielt mit Kraft und Durchsetzungsvermögen lange dagegen. 33 Punkte legte er auf, und gleich drei Würfe konnte er blocken.
Derrick White hatte eine tolle erste Halbzeit, doch im zweiten Durchgang hatte er seinen Distanzwurf fast völlig verloren (1/9).
X-Faktor
VJ Edgecombe: Der Rookie lieferte erneut und legte 23 Punkte auf, war zielsicher von der Dreierlinie (5/11) und sorgte für die nötige Entlastung. Edgecombe wurde zwar nicht zum Rookie des jahres gewählt, sondern Coope Flagg, aber von allen neuen Spielern in diesem Jahr hat er mit Abstand die besten Play-offs.
Zahlereien
3 Punkte nur hatten die Sixers-Bank-Spieler (Quentin Grimes). Trainer Nick Nurse hat offenbar null Vertrauen in die zweite Garde, allein Grimes erhielt mehr als 10 Minuten Spielzeit und durfte überhaupt auf den Korb werfen. Dagegen mussten die Stammkräfte unververhältnis lange ran, etwa Maxey mit 45 und Edgecombe mit mehr als 43 Minuten.
13 von 49 Dreier: Die vermeintliche Stärke der Celtics (Treffsicherheit von außen) wurde mal wieder zur Schwäche. Wie in der vergangenen Saison, als vornehmlich der Slump jeseits der Dreierlinie das Ausscheiden gegen die Knicks bescherte. Gerade der vermeintliche Spezialist Payton Pritchard (2 von 7) traf längst nicht so gut, wie er es gewöhnlich vermag. Der Dreier ist halt eine sehr volatile Angelegenheit, kommt und geht (bei vielen ist er allerdings nie da …).
Ausblick der Sieger
Die Sixers treffen jetzt auf die Knicks, die unter Mke Brown ihren Play-off-Modus gefunden haben und gerade unterm Korb für Embiid und Co eine weitaus größere (im Wortsinn) Herausforderung sind mit Karl-Anthony Towns und Mitchell Robinson. Abzuwarten bleibt, wie der gerade von einer Blinddarm-OP genesene Embiid die Strapazen wegsteckt, das sichtbare sah am Ende der Celtics-Partie alles andere als gut aus, und die Pause bis Dienstagfrüh (MESZ) relativ kurz. Andererseits sind Maxey, Edgecombe und auch Paul George ein extrem gefährliches Trio. Ohne effektive Unterstützung von der Bank (Drummond, Grimes) wird die Serie abe kaum zu gewinnen sein.
Und die Verlierer?
Die überraschend starke Saison der Celtics hat ein überraschend frühes Ende gefunden. Ob das jetzt allein am Ausfall von Tatum in Spiel 7 lag, sei mal dahingestellt (die Celtics-Fans weden es natürlich behaupten). Das Team hat eine große Schwäche, nämllich unter dem Korb, wo Queta allein überfordert ist. Sollten die Celtics hier nachlegen, dürfte mit einem dann wieder vollends wiederhergestellten Tatum mit Boston wieder zu rechnen sein.
Ansetzungen, 1. Runde
So., 21:30: Pistons – Magic (3:3) Die orlando Magic erneut ohne Franz Wagner, dessen Wadenverletzung schlimmer ist als zunächst angenommen.
Mo., 01:30: Cavaliers – Raptors (3:3)
2. Runde
Di., 02:00: Knicks – 76ers (0:0)
Di., 03:30: Spurs – Timberwolves (die Wolves offenbar weiter ohne Edwards und DiVincenzo und vielleicht auch noch ohne Dosunmo.
von Münchner Löwe | Mai 2, 2026 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Gestern das Desaster der Atlanta Hawks, jetzt ein unfassbarer Einbruch der Orlando Magic. Die Play-offs in der Eastern Conference zeigen vielleicht nicht den besten Basketball, die eh schon prall gefüllten Rekordbücher erhalten viel neuen Stoff
Orlando Magic – Detroit Pistons 79:93 (3:3)
Eine Halbzeit spielten die Magic großartigen Basketball. Team-Basketball, in dem jeder Spieler einen noch besseren Kollegen fand (16 Assists); eine Halbzeit, in der die Dreier zumindest ordentlich fielen (7 von 16); eine Halbzeit, in der sich gleich 9 Spieler in die Schützenliste eintrugen; eine Halbzeit in der der Starspieler ablieferte (Desmond Bane: 15 Punkte). Eine Halbzeit, in der sie sich eine 61:37-Führung erarbeiteten.
Es folgte: die Halbzeit des Grauens, in der die Magic einige Negativ-Rekorde aufstellten oder diese nur ganz knapp verfehlten. Das Passspiel – vorbei, die Trefferquote – indiskutabel. Punkt für Punkt knabberten die Pistons am Rückstand, ein winziges Aufbäumen mit 2 Dreiern von Tristan da Silva und Anthony Black war nur ein unbedeutendes Strohfeuer. Die Pistons brauchten sich gar nicht großartig anzustrengen oder überragend zu treffen. Nach dem 3. Viertel betrug der Vorsprung nur noch 11 Punkte.
Danach nahm das absolute Desaster seinen Lauf. Als würde eine Schülermannschaft auf dem Parkett stehen, so hilflos agierte Orlando (immerhin vor heimischen Publikum, das allerdings vor Entsetzen gelähmt war) Es brauchte nur 5 Minuten, dann waren auch diese 11 Punkte aufgebraucht, und fast wehrlos ergaben sich die Magic in ihr Verlierer-Schicksal. Einen einzigen Korb aus dem Feld schafften sie, als Detroit schon fast Mitleid zu haben schien und Paolo Banchero ungehindert zum Korb ziehen ließ.
Am Ende hatten die Pistons 14 Punkte Vorsprung, einen solchen Swing von -24 hat es in einer Halbzeit in einem Play-off-Spiel, erst recht in einem, in dem die Serie hätte beendet werden können, noch nie gegeben.
Wer zu den Magic-Fans zählt, möge die folgenden Zeilen überspringen, erst recht die Zahlereien.
Bester der Sieger
Cade Cunningham: Nach verhaltener erster Halbzeit (8 Punkte) drehte der Starspieler der Pistons im 2. Durchgang auf und markierte dort 24 Zähler. Er musste gegen das auseinanderfallende Magic-Team gar nichts Außergewöhnliches leisten, um die Wende herbeizuführen (Wurfquote 7/14, 1 Dreier, 9 Assists).
Stark trotz der Niederlage
Ich beziehe mich allein auf die 1. Halbzeit, in der die Magic so gut auftrumpften. Vor allem Desmond Bane mit 15 Punkten (3/4 Dreier). Jalen Suggs (5 Assists) und Paulo Banchero (4) glänzten als Ballverteiler.
Zahlereien
23 Würfe der Magic hintereinander verfehlten das Ziel. 24 wäre Rekord überhaupt in einem NBA-Spiel gewesen (Thunder 2017 gegen die Wizards). Wer sich die Würfe genauer ansehen will, bitte sehr.
https://www.nytimes.com/athletic/7247468/2026/05/01/magic-collapse-records-pistons/?unlocked_article_code=1.fVA.XCCQ.9QRNi7TkIw9K
1 Wurf (von 20) der Magic fand im 4. Viertel das Ziel, weniger hat es noch nie in der NBA gegeben.
19 erzielte Punkte in einer Halbzeit: Nie in Play-offs hat ein Team weniger erzielt (der Negativ-Rekord in der NBA überhaupt sliegt bei 16 (New Orleans 2006 gegen die Clippers)
🇩🇪👓
Franz Wagner fehlte erneut wegen der Wadenverletzung, sein Bruder Moritz wurde nicht eingesetzt (hätte er nicht helfen können, Mr. Mosley?) Tristan da Silva hatte eine sehr gute 1. halbzeit (10 Punkte), im zweiten Durchgang ging er mit unter.
Ausblick
Absurd, aber wahr: Noch ist die Serie für die Magic nicht verloren, sie können zurückschlagen. Am Sonntag (21:30) kommt es in Detroit zu Spiel 7. In dem die Magic weiterhin das 7. Team werden können, dass in der 1. Runde das Erst-Gesetzte Team der Conference eliminieren kann. Wers nicht glauben will, dass das gelingen kann: einfach noch mal die erste Halbzeit anschauen und die zweite vergessen. Basketball-Profis können das.
Toronto Raptors – Cleveland Cavaliers 112:110 OT (3:3)
Glücksgöttin Fortuna meinte es gut mit Kanada. 1,2 Sekunden vor Ende der 1. Verlängerung traf RJ Barrets Wurf nur den Ring, doch der Ball sprang senkrecht in die Luft und beim Fallen genau durch die Reuse. Damit war ein bemerkenswertes Spiel 6 entschieden, und die Serie geht noch mal nach Cleveland.
Dabei sah lage alles danach aus, dass die Raptors diese Partie auch ohne Glücksgöttin gewinnen könnten. Immerhin führten sie zu Beginn des Schlussabschnittes noch mit neun Punkten. Allerdings war der Kräfteverfall deutlich ersichtlich, vor allem bei Top-Mann Scottie Barnes, der in Abwehr und Angriff Schwerstarbeit verrichtet hatte. So starteten die Cavaliers noch eine erfolgreiche Aufholjagd, die sie in die Overtime führte. Dort zogen sie wider alle Wahrscheinlichkeit den Kürzeren.
Bester der Sieger
Scottie Barnes: Topscorer des Teams (25 Punkte), dazu 14 Assists. Außerdem unfassbar stark in der Abwehr, als er vor allem James harden das leben sehr schwer machte. Am Ende verließen ihn zwar die Kräfte, trotzdem schaffte er mit letzter Energie auch in der Verlängerung noch wichtige Aktionen.
Stark beim Verlierer
Evan Mobley: Wieder mit einem ganz wichtigen Dreier im vierten Viertel, in dem er 9 seiner 26 Punkte erzielte (Donovan Mitchell sogar 11). In der Verlängerung allerdings kaum mehr ein faktor, auch ihn hatte die Partie alle Kräfte gekostet.
X-Faktoren
Jakobi Walter: Die große Frage bei den Raptors ist ja immer, wer neben Scottie Barnes und RJ Barrett der 3. Mann ist. Jakobi Walter war es am Freitag, als er 24 Punkte auflegte und dabei 4 von 9 Dreier verwandelte.
Ganz wichtig aber auch Collen Murray-Boyles mit 17 Zählern.
🇩🇪🇦🇹👓
Dennis Schröder hatte einen leeren Tag. Nicht einer seiner 4 Wurfversuche landete im Korb, immehin verwandelte er 7 seiner 8 Freiwürfe. In der entscheidnen Phase wurde er von Trainer Atkinson nicht eingesetzt (8 Sekunden in der Overtime übergehe ich jetzt).
Jakob Pöltl konzentrierte sich weitgehend auf die Defensive. Nur 2 punkte, aber immerhin 4 Rebounds und ein blockierter Schuss.
Ausblick
Spiel 7 in der Nacht zu Montag (01:30 Uhr) in Cleveland. Geht es nach der Statistik, werden die Cavaliers gewinnen, denn bisher gab es in der Serie nur Heimsiege.
Houston Rockets – LOS ANGELES LAKERS 78:98 Endstand: 2:4)
Die Rockets hatten sich nach Hoffnungen machen dürfen als erst fünftes NBA-Team nach einem 0:3-Rückstand auf 3:3 zu stellen und vielleicht sogar die Serie ganz zu kippen. Doch diese Hoffnung starb schnell, denn ein in der Offensive völlig indisponierter Auftritt von Beginn an brachte die Lakers schnell auf die Siegerstraße (die sie auch nicht mehr verlassen würden). Nach noch recht ausgeglichenem 1. Viertel (23:18 für die Lakers) stand es zur Pause schon 49:31 für das Team aus LA, die diese Führung souverän nach Hause brachten. Kein Drama, nirgends gegen fast leblose Rockets, die den Ausfall von Kevin Durant sehr viel schlechter verkrafteten als die Lakers jenen von Luka Doncic.
Bester der Sieger
LeBron James: Top-Scorer in der vorentscheidenden 1. Halbzeit (18 Punkte), dazu servierte der 41-Jährige 5 Assists.
Stark beim Verlierer
Noch am ehesten Alperen Sengün (17 Punkte, 11 Rebounds) und Amen Thompson (18, 9). Aber sehr viel Stückwerk und sehr wenig Team-Basketball.
Zahlereien
15 Prozent der Rockets-Dreier fanden das Ziel – unterirdisch. Auch insgesamt war die Wurfquote äußerst dürftig (35 Prozent)
Nur in 1 von insgesamt 6 Partien schafften die Rockets die 100-Punkte-Marke. Sehr wenig angesichts der Punkte-Inflation in der Liga.
Ausblick der Sieger
Auf die Lakers warten die Oklahoma City Thunder. Sogar wenn Luka Doncic sich gesund und in alter Stärke zurückmeldet, gegen den bisher so souveränen Titelverteidiger wird es sehr schwer bis unmöglich. Vielleicht gewinnen die Lakers ein Spiel, wenn es toll läuft, gar 2. Aber dass sie die Serie für sich entscheiden, halte ich für ausgeschlossen.
Und die Verlierer?
Eine verlorene Saison, und das hängt natürlich auch mit dem Kreuzbandriss des enorm wichtigen Spielmachers Fred van Vleet zusammen, den das Team nie aufangen konnte (warum eigentlich keine Kaderergänzung, liebes Team-management?). Die Rockets haben sehr viel riskiert, als sie vor der Saison Kevin Durant verpflichtet haben. Klar ist es großes Pech, dass der Superstar in den Play-offs ab Spiel 3 nicht mehr zur Verfügung stand, andererseits muss damit bei einem 37-Jährigen gerechnet werden. Bedenklich stimmt, dass Leistungsträger wie Amen Thompson und Alperen Sengün keinen Schritt nach vorne gemacht haben. Der junge Reed Sheppad ist eine Hoffnung für die Zukunft, mehr aber auch nicht.
Neueste Kommentare