von Münchner Löwe | Aug. 22, 2025 | bundesliga, Fußball
Vorbemerkung: Geplant habe ich insgesamt 4 Teile, die ich bis spätestens nächste Woche fertiggestellt haben will. Ich nehme die Reihenfolge der vergangenen Saison.
In 3 Teilen die 18 Vereine (7,6,5), im 4. und letzten Allgemeines (Stellenwertsoswie Fernsehen, wichtigste Termine etc.). Und letztlich die getippte Abschlusstabelle – ohne Gewähr für alle Wetter.
BAYERN MÜNCHEN
Überblick
Sage noch einer, die sogenannte Off-Season, also die Zeit zwischen den Spielzeiten, sei langweilig. Die Münchner unterhielten uns jedenfalls mit viel Transfertheater, bei dem der Vorhang auch noch nicht unbedingt geschlossen sein muss. Zunächst das große Interesse an Florian Wirtz, der aber lieber zum FC Liverpool geht. Danach das enorme Werben um Nick Woltemade, dem der Stürmer auch erlegen wäre, der aber vom VfB Stuttgart keine Freigabe erhielt, höchstens für eine Fantasie-Summe von 80 Millionen+, die der FCB dann doch nicht berappen will. All das erfuhr die Öffentlichkeit quasi per Live-Ticker aus der Bayern-Zentrale.
So bleibt es zunächst (?) bei den Neuzugängen Jonathan Tah, Luis Diaz und Tom Bischoff. Trotzdem sind die Bayern haushoher Favorit auf die Meisterschaft. Zum einen, weil sie immer noch einen herausragenden Kader haben trotz der Abgänge unter anderem von Thomas Müller, Leroy Sané und Kingsley Coman, zum anderen weil es keinen Konkurrenten gibt, dem ich eine überragende Saison à la Bayer Leverkusen 23/24 zutraue.
Players to watch
Luis Diaz: 75 Millionen Euro überwiesen die Münchner an den FC Liverpool für den 28-jährigen Kolumbianer. Sie bekommen dafüpr einen technisch versierte Angreifer, auf mehreren Positionen einsetzbar und mit einem robusten Körper, der wenig anfällig für Verletzungen ist. Eine perfekte ERgänzug zu Michael Olese und Harry Kane in der Offensive
Alexander Pavlovic: Ein junger Spieler, dem Trainer Vincent Kompany vertraut – das ist die ganz große Ausnahme. Hochbegabt im defensiven Mittelfeld, aber jetzt schon mit einer recht langen Verletzungshistorie, die liehcte Zweifel aufkommen lkässt, ob sein Körper für Leistungssport auf diesem Niveau geeignet ist.
Leon Goretzka: Stellvertretend für alle Nationalspieler (vielleicht gar Manuel Neuer?), die sich für die WM 26 empfehlen wollen. Spielen sie bei den Bayern gut, werden sie auch nominiert. Goretzka, vergangene Saison fast schon aussortiert, hat fast durchweg abgeliefert und scheint derzeit im Mittelfeld unangefochten
Mögliche Fallstricke
Ein recht dünner Kader: Gerade in der Offensive war der Aderlass doch sehr hoch, zumal Jamal Musiala nach seinem Beinbruch mindestens bis Jahresende ausfällt. Viel darf den vorne gesetzten Kane, Olise und Diaz nicht passieren. Andererseits könnte sich Kompany aufgrund der engen Taktung der Spiel gezwungen sehen, junge und sehr begabte Spieler wie das Supertalent Lennard Karl ins kalte Wasser zu werfen. Bisher ist der Coach eher dadurch aufgefallen, dass er die jungen Akteure durch sein Nichtachten vergrault wie zuletzt Paul Wanner, der kurzfristig zur PSV Eindhoven wechselt.
Entscheidung erst im Frühjahr: Wie immer, wird sich erst im Frühjahr weisen, ob die Saison ein Erfolg oder Misserfolg wird, wenn die K.o.Spielle in der Champions League anstehen. Es gilt also, die Spannung hochzuhalten. Und für die Münchner wäre es zudem auch nett, mal im Pokal wieder in Richtung Finale in Berlin zu schielen.
Die Vereinsspitze: Wer hat denn nu das Sagen: Sportvorstand Max Eberl (im dauernden Rechtfertgungsmodus) und Christoph Freund (was macht der eigentlich?) oder doch der Alte vom Tegernsee aka Uli Hoeneß (zusammen mit Kalle Rummenigge), die sich höchst überflüssig, dafür umso unterhaltsamer ins Tagesgeschehen einmischen. Oder gar Vereins-Chef Wolfgang Hainer, Finanz-Boss Christian Dreßen. Das Wort unisono (mit einer Stimme), es wird selten im Zusammenhang mit dem FCB verwendet.
So verlangt der gebürtige Uli Hoeneß in bester Schwaben-Manier einen Sparkurs, de gerade in der Offensive arg abgespeckte Kader verlangt dagegen zumindest quantitativ Verstärkung. Zwischen den Stühlen: Eberl, der lauthals sein Leid klagte, ob es ihm etwas nützt.
Erste Spiele
- RB Leipzig (H) Fr., 20:30
- FC Augsburg (A)
- HSV (H)
- 1899 Hoffenheim (A)
Durchaus knackig mit 2 Auswärtspartien bei Gegnern, wo sich die Münchner meist ziemlich schwer taten.
Fazit
Für die Meisterschaft dürfte es reichen. Der Welpenschutz für Trainer Vincent Kompany ist aber weg; einerseits werden Titel von ihm verlangt, dazu allerdings auch attraktiver Fußball und das Heranziehen des einen oder anderen Talents.
BAYER LEVERKUSEN
Überblick
Kein Stein blieb nach der Saison über dem anderen: Der Meistertrainer Xabi Alonso hat sich ebenso verabschiedet (Real Madrid) wie Topstar Florian Wirtz (Liverpool) und absolute Schlüsselspieler wie Granit Xhaka (Sunderland), Jeremy Frimpong (Liverpool), Jonathan Tah (FC Bayern) und Lucas Hradecky (AS Monaco). Zwar kamen durchaus verheißungsvolle Profis wie der bundesliga-erfahrene Schlussmann Mark Flekken (Brentford), das große Mittelfeldtalent Ibrahim Maza (Hertha BSC) und Königstransfer Michael Tillmann (Eindhoven), doch die muss der neue Coach Erik ten Hag mit den verbliebenen Arrivierten um Alejandro Grimaldo, Robert Andrich und Patrik Schick erst mal zu einer Einzheit formen. All das in einem Umfeld, das nach der Meisterschaft 2024 durchaus Ansprüche hat.
Players to Watch
Michael Tillmann: Der Offensivmann aus der FC-Bayern-Akademie sah dort keine Chance mehr und versuchte sein Glück bei der PSV Eindhoven. Dort startete er durch, sodass er jetzt der größte Hoffnungsträger ist und gar als designierter Ersatzmann für Florian Wirtz gehandelt wird. Dessen Fußvbastapfen sind aller schon sehr groß, aber Tillmann hat genug Fähigkeiten zu außergewöhnlichen Leistungen.
Robert Andrich: Unverzichtbar in der Meistersaison 23/24, doch zuletzt saß er öfter als gewollt auf der Ersatzmann. Gilt als der große Sieger der Vorbereitung, als er an die starken Leistungen anknüpfte. Vielleicht der verlängerte Arm von Trainer ten Hag.
Patrik Schick: Die unangefochtene Nummer 1 im Sturm, der weiß, wo das Tor steht. Hellwach in jeder Partie bis zur letzten Sekunde.
Mögliche Fallstricke
Erik ten Hag steht von Beginn an im Fokus. Glanzlos verlief seine letzte Station bei Manchester United (was ganz sicher nicht allein die Schuld des Holländers war). Doch dass er das Trainerhandwerk beherrscht, bewies er zuvor bei Ajax Amsterdam, als er mehrere Spieler in die absolute Weltklasse führte. Ähnliches erhoffen die Bayer-Verantwortlichen, mal sehen, ob sie die notwendige Geduld aufbringen
Victor Boniface: Mittlerweile zur klaren Nummer 2 im Sturm hinter Patrik Schick degradiert, was dem Nigerianer nicht schmeckt. Sein Bekenntnis zum Verein ist eh sehr dünn, wie der fast schon sichere und dann doch gescheiterte Wechsel im verganenen Winter nach Saudi-Arabien zeigt. Andererseits könnte Boniface ein unerwarteter Jolly Joker sein, wen. er seine ganze Klasse abruft.
Erste Spiele
- 1899 Hoffenheim (H) Sa., 15.30
- Werder Bremen (A)
- Eintracht Frankfurt (H)
- Bor. Mönchengladbach (A)
Zwischen 4 Siegen und 4 Niederlagen ist alles drin. Ten Hag und die Bayer-Crew werden froh sein, wenn sie mindestens 2 Siege landen. Und da ist noch die unfassbare Auswärtsserie von 34 Partien (2 gesamte Saisons!) ohne Niederlage.
Fazit:
Ich tue mich wirklich schwer, das Team einzuschätzen. Letztlich scheint mir der Kader auf jeden Fall stark genug, dass er erneut einen sicheren Champions-League-Platz (also Top 4) erreicht. Wenn allerdings der Start verhauen wird, könnte es ungemütlich für alle Beteiligten werden.
EINTRACHT FRANKFURT
Überblick
Wieder haben die Hessen für astronomisches Geld einen Stürmer verkauft (Hugo Ekitiké für 90 Millionen+ zum FC Liverpool), und wieder sind alle Verantwortlichen und viele Experten recht sicher, dass das Team auch diesen Verlust auffangen darf. Irgendein Torgefährlichkeits-Gen muss im Frankfurter Trinkwasser (oder gar im Äppelwoi?) fließen, das aus normalen Stürmern Tormonster macht.
Dementsprechend zuversichtlich sind Fans und Verantwortliche am Main, dass es erneut eine tolle (noch tollere?) Saison wird. Ungeachtet aller Kritik hat Trainer Dino Toppmöller um seine(n) Superstürmer ein schlagkräftiges Team gebaut, es ist ihm dabei gelungen, Talente wie Ansgar Knauff zu bundesliga-reifen Profis zu formen.. Hilfreich natürlich, dass der stark verbesserte Abwehrchef Robin Koch bleibt.
Players to watch
Jonathan Burkhardt: Der Stürmer kam vom FSV Mainz 05 und war der treffsicherste deutsche Akteur in der abgelaufenen Saison. Also prädistiniert für einen erneuten Torrausch eines Eintracht-Angreifers. Schnell, abschlussstark, dazu mit der Aussicht auf eine WM-Teilnahme.
Mario Götze: Einer der verbliebenen Weltmeister 2014 in der Bundesliga. Enorm wichtig im Eintacht-Baukasten mit seiner Erfahrung und techischen Ausnahmestellung. Wird sicher nicht mehr der Robustikus, doch wie kaum ein anderer weiß Super-Mario, ein Spiel zu lenken und bei Bedarf auch selbst Torgefahr auszustrahlen.
Ritsu Doan: Neben Burckhardt der namhafteste Neuzugang, der beim SC Freiburg eine bärenstarke Saison spielte. Ich bin sehr gespannt, wie der Japaner mit Mario Götze harmoniert.
Mögliche Fallstricke
Erwartungshaltung: Ist am Main wie bei so vielen Traditionsclubs enorm hoch. Vorwitzige träumen schon vom Meistertitel, es wäre der erste in der Bundesliga; die erneute Qualifikation für die Champions League wird fast schon als sicher vorausgesetzt.
Torwartfrage: Toppmöller hat sich für Kaua Santos als Nummer 1 festgelegt, obwohl dieser erst im September einsatzfähig sein wird. Wodurch er ein kleines Beben auslöste. Der langjährige Stammtorwart (und Vereinsikone) Kevin Trapp suchte das Weite und spielt nun für den französischen Aufsteiger FC Paris. Für ihn kam in einer Nacht- und Nebel-Aktion Michael Zetterer, der nun gleich zwischen den Pfosten stehen wird (ironischerweise gegen seinen Ex-Club Werder Bremen). Ich kann für alle Eintrachtler (und Toppmöller!) nur wünschen, dass das alles auch gut geht.
Die Stürmer: Der Druck auf Burckhardt und Co. ist enorm hoch, denn irgendwann muss doch die Schwemme der super-erfolgreichen Angreifer doch ein Ende haben …
Erste Spiele
- Werder Bremen (H) Sa., 15:30
- 1899 Hoffenheim (A)
- Bayer Leverkusen (A)
- 1. FC Union (H)
Ein heikler Heimauftakt (Torwart!) und zwei schwierige Auswärtspartien, das kann einen bösen Fehlstart geben.
Fazit
Eine Saison, die viel Spannung verspricht. Ganz teile ich die Euphorie nicht, aber zumindest für die internationalen Plätze müsste es sich ausgehen.
BORUSSIA DORTMUND
Überblick
Mit einem fulminanten Endspurt haben sich die Dortmunder noch die lukrative Champions-League-Qualifikation gesichert. Wie viele andere auch sinniere ich über die tatsächliche Stärke der Mannschaft, des Kaders, des Trainers. Nko Kovac hat jedefalls erst mal Ruhe, doch die erscheint mir trügerisch, doch so gut am Ende die Ergegnisse waren, spielerisch bot das Team nicht viel Prickelndes.
Nominell haben die Dortmunder ein wettbewerbsfähiges Team, zumindest in der Bundesliga, wenn ich die Bayern mal außen vor lasse. Einen herausragenden Torwart (Gregor Kobel), einen brillanten Stürmer (Serhoz Guirassy), und auch sonst viel Klasse (Julian Brandt, wirklich!). Das Problem ist, dass diese Top-Spieler ihre Topleistungen zu selten abrufen (dürfen?). Weil sie vielleicht vom Defensiv-Fanatiker Kovac nicht zeigen dürfen, was sie wirklich können?
Wir werden sehen, wohin das führt, und da spielt natürlich auch das heimische Stadion eine wesentliche Rolle. Dieses ist eine Bank und siche für den einen oder anderen Punkt zusätzlich gut. Doch wehe, man ist auf der „Süd“ unzufrieden, dann legt sich drohende Stille übers Feld, ein Fest für jeden Gegner.
Players to Watch
Jobe Bellingham: Der jüngere Bruder von Jude Bellingham, der vor zwei Jahren die Dortmunder begeisterte. Alle bescheinigen dem Engländer mindestens genau so viel Talent, doch er muss das auch abrufen. Am besten, indem er seinen eigenen Weg geht und die Vergleiche so gut wie es geht ignoriert.
Serhou Guirassy: In seiner ersten Saison beim BVB übererfüllte er die ohnehin riesigen Erwartungen. Mit eingebauter Torgarantie ausgestattet, und vor allem erzielt er die wichtigen Treffer zu 1:0-Führungen (wie auch jetzt beim äußerst holprigen Erfolg im Pokal bei Rot-Weiss Essen.
Nico Schlotterbeck: Avancierte zum Topspieler, zum unumstrittenen Abwehrchef, ehe ihn eine schwere Verletzung ausbremste. Das Comeback ist für Ende September geplant, und eines ist klar: Der BVB braucht Schlotterbeck möglichst schnell wieder in Top-Form.
Mögliche Fallstricke
Serhou Guirassy: Die Dortmunder sind gefährlich abhängig von ihrem Stürmer und seinen Toren. Wehe, den Mann aus Afrika (Guinea) ereilt eine Torflaute oder gar eine Verletzung. Dann könnte es schnell äußerst trübe aussehen.
Die Verletzungen: Zu Saisonbeginn fallen gleich mehrere Abwehrspieler aus, neben Schlotterbeck fehlen auch Nationalspieler (naja) Niklas Süle, Emre Can und Julian Duranville.
Der Trainer: Nico Kovac muss jetzt zeigen, dass er auch einigermaßen attraktiven Offensiv-Fußball spielen lassen kann. begabte Akteure wie Julian Brandt, Karim Adeyemy und eben Bellingham stehen dem Trainer jedenfalls zur Verfügung. Wehe, wenn ihm nicht gelingt, die Qualität auch auf den Rasen zu bringen.
Erste Spiele
- St. Pauli (A) Sa., 18:30
- 1. FC Union (H)
- 1. FC Heidenheim (A)
- VfL Wolfsburg (H)
Alles machbare Teams, die zu einem guten Saisonstart und verbundener Euphorie führen können. Allerdings auch Stolperfallen, und falls diese tatsächlich zum Stolpern führen, ist gleich Druck unterm Kessel.
SC FREIBURG
Überblick
Julian Schuster ließ in seiner ersten Saison als verantwortlicher Trainer sogar Christian Streich (fast) vergessen und wurde völlig zurecht zum Trainer des Jahres gewählt. Womöglich noch schlauer als Streichlässt de Ex-Profi die Seinen spielen, dass nervende Streichsche Understatement ist so gar nicht seine Sache. Fast wären die Breisgauer gar in der Champions League gelandet, doch im letzten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt versagten die Nerven der Jungspunde.
Trotz des Abgangs von Doan dürfen die Freiburger erneut eine erfolgreiche Saison erwarten. Das junge Team ist jetzt erst recht hungrig und ein Jahr erfahrener im Bundesliaga-Alltag. Und die Europa League gilt als erfreuliche Zugabe und nicht als eine Belastung.
Players to Watch
Noah Atubolu: Der Schlussmann brillierte bei der U-21-EM, als er das deutsche Team mit ganz starken Leistungen bis ins Finale führte. Er hat trotz mancher Patzer eine hervorragende Erstliga-Saison hinter sich, und alle Experten erwarten eine weitere Steigerung. Die ihn vielleicht sogar ins Tor der Nationalmannschaft führen könnte, zumal hinter der klaren Nummer 1 Marc-André ter Stegen nach dessen Verletzung und unklarer Zukunft ein dickes Fragezeichen steht (und Manuel Neuer noch! kein Thema ist). Davon darf und dürfte sich der 23-Jährige trotz seiner Jugend nicht beeindrucken lassen. Spielt er weiter so stark, wird Bundestrainer Julian Nagelsmann kurz oder lang eh nicht an ihm vorbeikommen.
Max Rosenfelder: Auch er spielte eine ganz starke U-21-EM. Ein auch technisch äußerst versierter, schneller Abwehrmann, der eine große Zukunft hat. Zum Auftakt fehlt er zwar noch wegen der im EM-Halbfinale erlittenen Oberschenkelverletzung, aber die Heilung verläuft offenbar bestens, und er bekommt von der Trainercrew auch alle Zeit der Welt zum echten Auskurieren.
Vincenco Grifo: Der Elder Statesman im Kreis der jungen Wilden. Fantastisch immer noch die Standards des Italieners, der es in den Dunstkreis des Kaders der Squadra Azzurra geschafft hat. Auf den 32-Jährigen mit seiner Ballfertigkeit und dem immer noch großen Temperament ist immer Verlass.
Mögliche Fallstricke
Ritsu Doan: Der Abgang des gerade im Frühjahr aufblühenden Japaners tut wirklich weh und wird schwer aufzufangen sein.
Die Stürmerfrage: Auch Michael Gregoristsch hat die Badener verlassen, weil er kaine Chance mehr sah und seinen Platz im österreichischen WM(?)-Team gefährdet. Ob Neuzugang Igor Matanovic und die etablierten Niklas Höler die Lücke schließen könen, bleibt abzuwarten.
Atubolo und Rosenfelder: Das schwierige zweite Jahr, das so manches Problem bereithält, das die Köpfe auc h belasten kann.
Erste Spiele
- FC Augsburg (H) Sa., 15:30
- 1. FC Köln (A)
- VfB Stuttgart (H)
- Werder Bremen (A)
Verführerisch und doch heikel. Gerade das erste Auswaärtsspiel bei einem Aufsteiger, der gerade zu Saisonbeginn voller Euphorie ist.
Fazit
Ich sehe eine weitere gelungene Saison der Freiburger, die durchaus wieder in inbternationale Gefilde führen kann. Natürlich kein Muss angesichts der weitaus größeren Finanzkrat und Möglchkeiten der Teams dahinter (Leipzig, Stuttgart), aber das ruhige Umfeld und das stimmungsvolle Stadion werden sicher helfen.
FSV MAINZ 05
Trotz Freiburg und Heidenheim (das erneut den Klassenerhalt geschafft hat) – für mich sind die Rheinhessen die größte positive Überraschung der vergangenen Saison. Platz 6 hätte ich dem Fastabsteiger 23/24 wirkloich nicht zugetraut. Doch Trainer Bon Henriksen hat einen verschworenen Haufen geformt, der immerhin sogar einen Sieg gegen Meister Bayern München schaffte.
Allerdings ist das Vergangenheit. Stürmer Jonathan Burckhardt verließ die Mainzer, und um Nelson Weiper gibt es fürs eher ruhige Mainzer Umfeld außergewöhnliches Theater (sie auch die Fallsstricke).
Players to Watch
Nadiem Amiri: Der Offensivmann setzt offensive Glanzpunkte, zu denen kein anderer im Kader imstande ist. Er strahlt auch viel Torgefahr aus, doch seine Unbeherrschtheiten bringen ihm einige überflüssige Gelbe und sogar Gelb-Rote Karten ein, die das Team wiederum schwächen.
Paul Nebel: Das Um und Auf im Mainzer Mittelfeld. Umtriebig, torgefährlich und noch längst nicht am Zenit seiner Entwicklung, die sicher nicht bei Mainz endet.
Benecict Hollerbach: Der Angreifer kommt vom 1. FC Union und soll die Lücke im Angriff schließen, die die Abgänge von Burckhardt und Weiper hinterlassen haben. Knüpft er an die Leistungen bei Union an (9 Treffer), werden die Mainzer viel Freude an ihm haben.
Mögliche Fallstricke
Theater um Weiper: Vor 2 Wochen noch als Hoffnungsträger gepriesen, hat ihn der Club für die Conference-Qualifikation bei Rosenborg Trondheim suspendiert. Warum bleibt eher nebulös. Vielleicht weil der hoffnungsvolle Angreifer sich weigert, den 2026 auslaufenden Vertrag jetzt schon zu verlängern. Wie das Theater endet, ist ungewiss. Vielleicht sucht Weiper sogar bis Transferschluss (31.August) noch das Weite – das wäre ein herber Verlust, den viele vor allem auch Trainer Henriksen ankreiden würden.
Conference-League-Qualifikation: Schon nächsten Donnerstag wird sich gegen Trondheim entscheiden, ob die Mainzer international mittun. Sie müssen zu Hause ein 1:2 gegen die Norweger aufholen. Machbar, aber kompliziert, weil Trondheim mitten in der Saion und entsprechend voll im Saft steht. Ein Aus (gerade mit dem Theater um Weiper) wäre ein herber Rückschlag und riesiger Dämpfer.
Erste Spiele
- 1. FC Köln (H) So., 15:30
- VfL Wolfsburg (A)
- RB Leipzig (H)
- FC Augsburg (A)
Auftakt gegen einen Aufsteiger und dann 3 Partien gegen Teams mehr oder weniger auf Augenhöhe. Das verbunden mit der Conference-League-Quali birgt große Chancen und noch größere Gefahren.
RB LEIPZIG
Überblick
Gepäppelt von den Brause-Millionen gehen die Sachsen mittlerweile in ihre 10. Erstliga-Saison. Doch sie stehen vor einer Zäsur, denn nachdem es Jahr für Jahr aufwärts gegangen war, entäuschten die Leipziger auf der ganzen Linie, versäumten erstmals seit dem Aufstieg 2016 die internationalen Plätze.
Auf dem ersten Blick spricht nicht allzu viel dafür, dass es grundlegend besser laufen wird. Der äußerst starke Benjamin Sesko hat das Team in Richtung Manchester United verlassen; trotz der Katastrophensaison (Platz 17 in der Premier League) haben die Red Devils und das Old Trafford noch einen ausgezeichneten (Lock)Ruf. Außerdem nicht mehr dabei ist auch Youssuf Poulsen (HSV), der schon zu Drittligazeiten für die Roten Bullen die Schuhe schnürte, quasi zum Club-Inventar gehört.
Doch immer noch steckt viel Klasse im Kader, mit einer zumindest in der Theorie starken Achse Gulacsi-Orban-Simons-Openda. Doch diese Herrschaften haben alle ihre Macken, Xavi Simons pflegt Starallüren („Xavi“ nennt er sich ganz bescheiden nach der Barca-Legende), Openda mimt oft den Diver, fällt bei jedem Zweikampf. An Gulacsi (35) und Willi Orban (32) nagt schon der Zahn der Zeit.
Viel Arbeit also für den neuen Trainer Ole Werner, der aus Werder-Zeiten wenigstens die Liga bestens kennt und sich auch mit dem speziellen Leipziger Fußball auseinandergesetzt hat.
Players to Watch
Xabi Simons: Hat der Holländer einen guten Tag und auch noch Lust, kann er jedes Fußball-Publikum verzaubern mit seinen Zauberkünststücken und -Bällen. Nur hat er öfter wenig Lust, und dann ist er halt recht durchschnittlich. Noch ranken sich zudem Gerüchte, er werde den Club verlassen bis zum Ende der Transferfrist (oder halt dann in der Winterpause).
Xaver Schlager: Es ist nicht allzu vermessen zu behaupten: Mit dem extrem zweikampfstarken Mittelfeldmann wäre es zumindest so viel besser gelaufen, dass ses für die internationalen Plätze gereicht hätte. Doch der Österreicher musste allzu häufig verletzt passen (was auch sein Nationalteam bitter spürte). Jetzt scheint er auf dem Damm, und natürlich ist er auch gesetzt.
Johan Bakayoke/Yan Diomande: Die beiden Neuzugänge sollen das Flügelspiel der Leipziger beleben, bisher eine eher vernachlässigte Taktik im auf Konter-Überfall angelegten Spiel. Doch Ole Werner will ohnehin mehr Ballbesitz, und um die gegnerische Abwehr auseinanderzuziehen, helfen gute Außen.
Mögliche Fallstricke
Neue Taktik: Mit dem veränderten Grundkonzept verlässt Werner ausgetretene Pfade. das birgt gerade anfangs natürlich Risiken, weil sich das Ganz einpendeln muss.
Das Umfeld: RBL ist wohl insgesamt die am wenigsten geliebt Mannschaft, die nach Meinung vieler vermeintlich/tatsächlich „echten“ Fans ein reines Kunstprodukt ist und in der Bundesliga nichts zu suchen hat. Die eigentümliche Vereinsstruktur mit insgesamt knapp 50 Mitgliedern hährt den Unmut. Und auch das Publikum zu Hause scheint wählerisch zu sein. zwar durchaus guten und erfolgreichen Fußball goutierend, doch viele der Zuschauer sind sog. Erfolgsfans, die gene auch trotz Dauerkarte dem Zentralstadion fernbleiben.
Erste Spiele
- FC Bayern (A) Fr., 20:30
- 1. FC Heidenheim (H)
- Mainz 05 (A)
- 1. FC Köln (H)
2 Heimspiele gegen Abstiegskandidaten, wo schon ein Remis enttäuschend wären. Beim Auftakt in München kann RB nur positiv überraschen.
Fazit
Auch hier viele Unwägbarkeiten. Als großer Pluspunkt könnte sich herausstellen, dass die Leipziger international nicht gefordert sind. Während die Konkurrenz während der Woche viele Kräfte verbtraucht bei Spuel und Reise, können die Leipziger konzentriert trainieren. Objektiv gehören die Leipzige auf jeden Fall zu den Anwärtern auf internationale Plätze, womöglich gar für die Champions League.
von Münchner Löwe | März 14, 2025 | Formel 1
Ich habe es in meiner Wochenvorschau glatt vergessen oder besser gesagt verdrängt: Dieses Wochenende startet in Melbourne die Formel-1-Saison. Auch wenn mein Interesse an der Königsklasse des Motorsports mit den Jahren erheblich gesunken ist (wie groß war das beim ORF in den 70ern und 80ern mit den Prüllereien, seufz), ein gewisses Kribbeln gerade zum Saisonstart ist gegeben, weil doch einige Fragen offen sind,: Auf die bisherigen Tests gebe ich wenig bis nichts, klare Antworten habe ich ebensowenig weit weg vom Geschehen. Alle Expertisen laufen allerdings darauf hinaus, dass es mit einer Alleinherrschaft eines einzigen Teams vorbei sein dürfte. Die Formel 1 hat sich hübsch gemacht; sie feiert ja im Mai den 75. Geburtstag.
Allgemeine Fakten
Gleich 24 Rennen sind bis zum 7. Dezember geplant, wenn im besten Fall erst in Abu Dhabi die WM entschieden wird. Was für eine Parforcejagd quer über den Erdball. In der Heimat des Motorsports Europa sind es allerdings nur noch 10 Veranstaltungen. Deutschland ist wie in den vergangenen Jahren nicht mehr dabei, weil weder Nürburg- noch Hockenheimring die aufgerufenen Irrsinnssummen aufbringen können und wollen. Auch Frankreich schaut nur von außen zu.
Einmal gibt es den berüchtigten Triple-Header mit 3 Rennen an 3 Wochenenden hintereinander (18. Mai bis 1. Juni), gnädigerweise alle in Europa, also ohne große Reiserei. 4 Rennen sind in Anrainerstaaten des Persischen Golfs (hier ist das Geld ja kein Problem), 3 in den USA (Miami, Austin und Las Vegas). Der Rest verteilt sich auf Asien (China, Japan, Singapur) und Amerika (Brasilien, Mexiko, Kanada) und eben der Saisonstart in Australien.
An 6 der 24 Wochenenden gibt es auch wieder die sogenanten Sprintrennen am Samstag mit etwa einem Drittel der Renndistanz. Gerade am Saisonende, wenn es in 3 der 6 Austragungsorte zusätzliche Punkte gibt, könnten diese mitentscheiden im WM-Kampf. Ich pesönlich bin kein großer Freund dieses Formats, die „tolle Spannung und Action“, die vesprochen wird, konnte ich bisher nicht entdecken.
Wie gehabt gehen 10 Teams mit 20 Fahrern an den Start. Erst 2026 greift mit dem US-Konsortium um Cadillac ein 11. Rennstall ins Geschehen ein (nach alangem Hin und Her und Androhen einer Klage). Für 2026 ist auch der Einstieg des Audi-Teams geplant, in dem Sauber aufgehen soll. Wie sich das entwickelt, dürfte einer der interessantesten Begleiterscheinungen des Jahres sein. Nicht nur ich habe da noch einige Fragezeichen.
Sechs neue Piloten (mein früherer Sportchef Jürgen Leibner hasst dieses Wort im Mortorsport) werden eine ganze Saison in Angriff nehmen. Sehr gespannt bin ich auf den Neuseeländer Liam Lawson (Red Bull) und Kimi Antonelli (Mercedes), die in absolut konkurrenzfähigen Autos (RB mehr, Mercedes weniger) auf jeden Fall in die Punkteränge fahren müssten.
Das Gegenstück ist Fernando Alonso: Der Spanier ist seit 2001 in der Formel 1 dabei und hat bisher 403 (!) Rennen in der Königsklasse bestritten, einsamer Rekord. Ebenso ein ganz alter Hase ist der 7-fache Weltmeister Lewis Hamilton, der 2007 sein erstes von 355 Rennen bestritt, von denen er 105 gewann (Rekord).
Wie stark sind Verstappen und sein Red Bull?
Viermal in Folge ist der Holländer in seinem Brauserennstall Weltmeister geworden. Doch zumindest in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres war zumindest sein Auto nicht mehr haushoch überlegen, wie auch die bescheidenen Ergebnisse des Teamkollegen Sergieo Perez und vor allem der Verlust der Konstrukteurs-WM an McLaren zeigten Immerhin überwand Verstappen mit seiner fahrerischen Ausnahmeklasse sein Sommer-Tief und fuhr letztlich souverän zum Titel. Die Frage ist: Kann sich der Holländer neu motivieren, vielleicht tatsächlich angepickt durch die erwachende Konkurrenz, vor allem der Ferraris und McLarens?
Interessant wird sein, wie sich der Neuseeländer Liam Lawson bei seiner ersten vollen Saison macht, noch dazu in einem absoluten Topteam. Ketzerisch gefragt: War der gefeuerte Sergio Perez tatsächlich so eine Graupe oder hat die fahrerische Ausnahmestellung von Verstappen grundsätzliche Schwächen des Teams kaschiert?
Härteste Konkurrenten
Das dürften McLaren und Ferrari werden, die ich auf Augenhöhe sehe. McLaren sicherte sich schon 2024 die sehr begehrte Konstrukteurs-WM, und Lando Norris durfte sich zumindest bis Spätherbst sogar Hoffnungen auf den Einzeltitel machen. Das britische Team vertraut erneut auf die Paarung Lando Norris/Oscar Piastri. Faustpfand und vielleicht Problem zugleich: Beide Fahrer sind erst mal absolut gleichberechtigt, könnten sich also gegenseitig Punkte wegnehmen. Auch stellt sich die Frage, ob die Briten den nächsten Entwicklungsschritt schaffen und ob vor allem Norris seine Leichtsinnsfehler abstellt.
Auch Ferrari geht mit 2 auf dem Papier gleichstarken und -berechtigten Fahrern ins WM-Rennen. Der Unterschied: Lewis Hamilton muss sich nach seinem Wechsel von Mercedes neu orientieren, integrieren, was angeblich hervorragend gelungen ist. Allerdings hat der Engländer auch neue Motivation bei den Italienern, immer noch das Herzensteam vieler Formel-1-Fans. Charles LeClerc ist der Alteingesessene, der das Feld bestimmt nicht kampflos überlassen wird. Eine Frage: Befruchten sich die beiden oder behindern sie sich einander? Und was bedeutet der Abgang des im Team sehr beliebten Carlos Sainz?
Die Silberpfeile
„Zwischen Baum und Borke“ – das trifft es doch gut. Allgemein gilt Mercedes für zu schwach, als dass es ernsthaft in den Titelkampf eingreifen könnte. Andererseits ist vielleicht mit dem Abgang von Lewis Hamilton (und seiner bisweilen zur Schau gestellten Lustlosigkeit) auch ein wenig Mehltau beseitigt. An der fahrerischen Klasse von George Russell gibt es wenig Zweifel, und Kimi Antonelli hat schon angedeutet, dass er zu großen Taten befähigt ist. Wahrscheinlich werden die Silberpfeile tatsächlich nicht ganz vorne mitmischen können, für Tagessiege dürfte es allerdings ebenso reichen wie für den (sinnlosen) Titel „Best of the Rest“.
Zwischen Hoffen und Bangen
Zwei Teams sehe ich auf dem Sprung nach vorn: Aston Martin und Haas. Die Hoffnungen bei Aston Martin trägt vor allem ein Name: Technikgenie Adrian Newey, bei dem bisher fast alles zu Gold wurde, was er angepackt hat, zuletzt beim Wunderauto Red Bull. Auch wenn das Projekt mittel- und langfristig angelegt ist – schon 2025 müssten wir erste Früchte in Form von Erfolgserlebnissen sehen.
Haas hat sich mittlerweile in der Formel 1 eingelebt: Der in den US-Serien sehr erfolgreiche Rennstall hat die Eigenheiten der Königsklasse gelernt und dürfte den Aufwärtstrend fortsetzen. Ganz nach vorne werden sie noch nicht eindringen, zumindest nicht regelmäßig, aber sie könnten erstaunliche Rennverläufe durch Wetterkapriolen und Ähnliches (Gelbphasen zum richtigen Zeitpunkt) durchaus nutzen.
Es kann nur besser werden
Die traurigen 4 heißen Alpine, Williams, Sauber und Racing Bulls, die allesamt nur positiv überraschen können. Sie dürften mit der Spitze Nullkommajosef zu tun haben, es bleiben allerdings Abstauberpunkte, wenn die anderen Teams patzen. Die 8 Fahrer werden sich bemühen, Talentproben ihres großen Könnens abzuliefern und sich für höhere Aufgaben empfehlen. Die Rennställe ihrerseits werden ihre Boliden schon aufs Jahr 2026 trimmen.
Wenn mich nicht alles täuscht, werden sie sich dennoch spannende Rennen im Rennen liefern, weil ein Konstrukteursplatz 7 sehr viel besser dotiert ist als der 10. Rang.
Fernsehen
Zu sehen ist das Ganze komplett nur bei Sky, das an allen Rennwochenenden jede Trainingssession, jedes Qualifying, jeden Sprint und natürlich jedes Rennen live zeigen – mit ewig langer Vor- und Nachbetrachtung auf einem eigenen Kanal.
RTL hat wie vergangenes jahr eine Sublizenz für 7 Rennen erhalten und ist unter anderem beim Europa-Auftakt in Imola (18. Mai) dabei, aber auch in Kanada zur besten Sendezeit (25. Juni), beim tollen Ardennenkurs in Spa (27. Juli).
Der RTL-Bezahlsender RTL+ hat Rechte an mehreren Qualifikations-Sessions und Sprintrennen.
Als Kommentatoren werden wir alte Bekannte wiedertreffen bei Sky (Sascha Roos, Ralf Schumacher) und RTL (Heiko Waßer, Christian Danner).
Jetzt habe ich mich tatsächlich selbst angefixt und freue mich zumindest auf Australia.
von Münchner Löwe | Okt. 24, 2024 | basketball, NBA
Saisonvorschau NBA, Teil 3, Western Conference
Im Westen geht die Post ab, höchstwahrscheinlich auch dieses Jahr nach dem irren Rennen um Platz 1 im Frühjahr und die Play-off-Spitze. Fast jedes West-Duell hat es in sich. Abschreiben würde ich nur die Blazers und die JazzI. Ich teile Play-off-Aspiranten in 3 Stärke-Klassen, die natürlich nicht in Stein gemeißelt sind.
I. Gruß vor der Spitze
Oklahoma City Thunder
Schon in der vergangenen Saison hatten sie den Nummer-1-Spot, und das junge Team ist bestimmt nicht schwächer geworden. Durch extrem kluges Verhandeln ist die mittelfristige Zukunft dank einiger Top-Picks in den kommenden Jahren ohnehin golden, und die können auch schon jetzt für Trades eingesetzt werden.
Top-Stars
Shay Gilgeous-Alexander ist einer der aufregendsten Spieler der gesamten Liga, der alles kann und mit seinen 25 Jahren auch noch Steigerungspotenzial hat und Erfahrung sammeln wird. Chet Holmgren, zweitbester Rookie hinter Victor Wembanyama, und Jalen Willams haben ein tolles Jahr hinter sich. Beide sind noch längst nicht ausgereift.
X-Faktoren
Den ohnehin starken Kader haben die Thunder mit dem 2,13-Meter-Center Isaiah Hartenstein und Spielmacher Alex Caruso perfekt ergänzt und Schwächen am Brett und Spielaufbau kompensiert. Riesenpech für den Deutschen Nationalspieler (hoffentlich bald im Team), dass er wegen eines Handbruchs erst mal ausfällt. Caruso bringt mit seinen 30 Jahren die nögtge Erfahrung und Spielschläue ein.
Problemfelder
Die Jugend: Segen und Fluch zugleich: Denn es ist eben nicht gewiss, dass die Talente wie Holmgren den nächsten Leistungssprung schaffen. Und zunächst wird Coach Mark Dagneault das Centerproblem ohne Hartenstein lösen können. Vielleicht sogar durch eine Neuzugang.
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Nach seinen bärenstarken Play-offs für die Knicks hat Isaiah Hartenstein den üppigen 81-Dollar-Vetrag für die kommenden 3 Jahre mehr als verdient. Die Verletzung wirft ihn natürlich zurück, und jetzt muss der langjäjhrige Ergänzungsspieler auch eine gewisse Erwartungshaltung erfüllen. sehe allerdings beste Chancen, dass ihm das gelingt. Gnädigerweise hat DBB-Kapitän Dennis Schröder seine Rückkehr ins Team schongutgeheißen.
Minnesota Timberwolves
Der zweite andere Teil des großen Trades im Herbst. Karl-Antony Towns ist zu den Knicks, von denen kamen Julian Randle und Donte DiVicenzo. Zerschlagen ist damit das Riesenduo Gobert und Towns, dafür ist mehr Schnelligkeit und auch Entlastung im Spielaufbau (Randle) sowie Wurfstärke (DiVicenzo). Ob das so klappt, wie sich das Trainer Chris Finch vorstellt, bleibt abzuwarten.
Top-Stars
Anthony Edwards wird ja schon als neuer Michael Jordan gehandelt. Etwas vorschnell gewiss, aber er hat unfassbares Potenzial und wird sich in allen Facetten des Spiels noch steigern. Wenn er will, kann er sogar richtig gut verteidigen. Rudy Gobert ist immerhin zum Defensivspieler des Jahres gewählt worden, in den Play-offs allerdings hätte ich mir mehr Offensive von ihm gewünscht (den einen Zirkusdreier lasse ich mal außen vor).
X-Faktoren
Die unfassbar agile Defense mit dem Anker Gobert bliebt das Prunkstück. Hier sticht vor allem Jaden McDaniels hervor. Und bei Donte DiViicenzo bin ich wirklich gespannt, ob er seine Gala-Play-off-Form von New York nach Minnepaolis herübegerettet hat.
Problemfelder
Am ehesten noch auf der Spielmacher-Position, wo Mike Conley doch ein bisschen in die Jahre gekommen ist. Allerdings beeindruckend, wie gut er auf den Ball aufpasst und kaum Turnover produziert. Spätestens in den Play-offs: Reicht der Defensivspieler Rudy Gobert?
Denver Nuggets
Russell Westbrook kam neben Eric Godon als namhaftester Neuzugang, doch der Guard hat seine allerbesten Tage auch schon hinter sich. Ob die Nuggets tatsächlich noch mal in den Titelkampf eingreifen können, ist die große Frage und überhaupt nur mit einem absolut überragenden Nikola Jokic denkbar.
Top-Stars
Nikola Jokic: Außer Ultra-Fans anderer Teams wird ihm jeder Basketbalkenner bescheinigen, dass er der beste Spieler der Liga ist. Kann werfen (auch Dreier), kann rebounden, kann passen, kann verteidigen – alles auf höchstem Niveau. Zumindest in der Theorie ist der emsige und flinke Jamal Murray die ideale Ergänzung, so geschehen beim Titelfgewinn 2023. Doch der Kanadier hat nicht die beste Saison hinter sich, zunächst bei den Nuggets, im Sommer dann bei Olympia im Team Kanada.
X-Faktor
Vom 23-jährigen Christian Braun erwarten die Nuggets eine weitere Steigerung; er soll das Loch auf der Spielmacherposition stopfen. Bewährte Play-off-Kämpen sind Michael Porter jr. und der von den Suns gekommene Eric Gordon.
Problemfelder
Mit Kentavious Caldwell-Pope verließ ein ganz wichtiger Spieler das Team. Vielleicht nicht der ganz große Name, aber ein elementarer Baustein mit seiner Vieleitigkeit. Außerdem scheint mir die Kadertiefe nicht so groß wie bei anderen Top-Teams, da müsste ein Dario Saric einen enormen Sprung nach vorne machen.
Dallas Mavericks
Den Texandern gelang das Kunststück, als fünftbestes Team der Vorrunde ins ins NBA-Finale einzuziehen, wo dann die Celtics doch eine Klasse zu stark waren. Die in Texas ohnehin immer hohen Ansprüche werden nicht geringer sein, zumal mit Klay Thompson ein fantstischer wErfer hinzukam
Top-Stars
Luca Doncic ist ein Phänomen. Wirklich Austrainiert wirkt er selten, aber seine Ballfertigkeit, sein Auge, sein Dribbling sind einmalig. An guten Tagen wirft er auch die unmöglichsten Dreier in den Korb. Dass er nie ein Defensemonster wird, damit hat sich Trainer Jason Kidd abgefunden. Er wird schon froh sein, wenn der Slowene nicht mehr ganz so viel meckert und zumindest den Anschein des Verteidigungs-Willens zeigt. Kyrie Irving ist der ideale 2. Mann mit einem tollen Zug zum Korb.
X-Faktoren
Klay Thompson: Der Splash-Brother der Warriors (neben Steph Curry) jetzt bei den Mavericks, daran muss ich mich erst gewöhnen. An guten Tagen schießt der Scharfschütze aus allen Lagen alle Lampen aus, doch diese sind rarer geworden. Liegts am Alter (34), und kann die neue Umgebung neu beleben?
Problemfeld
Der meckernde Luka Doncic, der sich damit manchmal selbst aus dem Spiel nimmt. Die Centerposition scheint mir auch nichtdeal besetzt
🇩🇪 👓
Maxi Kleber will es noch mal wissen nach einem ziemlichen Sechenjahr. Einer der besten Verteidiger im Team, und an guten Tagen trifft er auch überdurchnittlich gut in den Korb.
II. Erste Herausforderer
Phoenix Suns
Das ewige Lied: Oft nah dran, aber nie wirklich mittendrin. Irgendwo hakt es immer. Wenn alle fit sind und ihr ganzes Können abrufen, dann allerdings Gnade den anderen.
Top-Stars
Die Dreierbande Kevin Durant, Devin Booker und Bradley Beal sucht ihresgleichen in der NBA. Gerade Beal allerdings hat ein verletzungs-intensive Jahre hinter sich, die 3 zusammen auf dem Court waren deshalb recht selten beisammen. Jeder für sich kann ein Spiel allein entscheiden, selbst Würfe kreieren. Durant ist dazu noch ein exzellenter Verteidiger.
X-Faktor
Grayson Allen: Ein Schütze vor dem Herrn, der die Großen Drei entlasten kann. Zu oft allerdings nicht entlastet hat.
Problemfelder
Hinter der Starting Five wird es doch schnell ziemlich dunkel, was die Kadertiefe betrifft. Ältergediente Profis, die aber selten den Unterschied ausmachen (Plumlee). Von Rookie-Spielmacher Tyus Jones sollte man bei allem Talent auch nicht allzu viel erwarten.
New Orleans Pelicans
Auch so ein Team, das alles hat. Power (Williamson), Defense (Alvarado) und Spielwitz (McMcullom, Ingram). Doch bisher passten die Puzzleteile nicht wirklich zusammen, weil das wichtigste in Person von Williamson zu oft ganz wegbracht.
Top Star
Zion Williamson: hatte eine tolle Saison inklusive 1 drei viertel gute Play-In-Spiele gegen die Kings und Lakers. Gegen LA musste er in der 2. Halbzeit das Spiel verlassen, und die Pels fielen fast auseinander. Weniger Abhangig muss das Team werden und doch doch von seiner Klasse profitieren
X-Faktoren
Mit der Verpflichtung des heiß begehrten Dejaunte Murray von den Hawks gelang den Südstaatlern ein echter Coup. In Bestform einer der besten Spielmacher der Liga, und die soll er in Louisiana wiederfinden nach einem eher trüben Atlanta-Jahr. Brandon Ingram kann an guten Tagen auch jede Abwehr vor große Probleme stellen. Wie gesagt, an guten Tagen, die er allerdings nicht immer hat. Herausragend ist die Defensiv-Bank mit Klette Alvarado und Herb Jones
Problemfelder
Zion Williamson und die Verletzungen – ein Thema, das ihn jede Saison vefolgt. In seiner Brachial-Spielweise unter beiden Körben nicht zu ersetzen.
🇩🇪 👓
Daniel Theis wird gut zu tun haben, es überhaupt zu Minuten auf dem Court zu bringen. Fehlenden Einsatz wird dem Kämpfer vor dem Herrn niemand vorwerfen. An Nationalmannschaftsform kam er allerdings nur selten heran.
Golden State Warriors
Vom Meisterteam der 10er-Jahre sind nur noch Stephen Curry, Andrew und Draymond Green sowie Trainer Steve Kerr übriggeblieben. Der Neuaufbau ist in vollem Gange, und ein paar Spieler gegeben auch Anlass zu großen Hoffnungen. Und der Kader scheint erheblich tiefer zu sein als in den vergangenen Jahren.
Top-Stars
Steph Curry: Schon 36 Jahre alt, phhh. Fragt mal die Serben und Franzosen, die bei Olympia auf so gutem Weg waren, die vermeintlich übemächtigen USA zu schlagen, bis sie von einem Dreier-Gewitter des besten Scharfschützen aller zeiten auf einem Basketballfeld erledigt wurden. Unnachahmlich, wie er Würfe findet und trift. Die Erfahrung kompensiert vielleicht nicht mehr ganz so fitte Knochen.
X-Faktoren
Brandon Podziemski hat ein viele überraschend starkes Rookie-Jahr hinter sich und kann tatsächlich der neue Franchise-Player werden (wenn denn ein Curry irgendwann doch aufhört zu treffen). Ein gewandter Spielmacher unglaublich abgeklärt für seine erst 21 Jahre. Auch Jonathan Kuminga dürfte ein Unterschiedsspieler werden.
Problemfelder:
Drayymond Green: Besser gefragt, wann rastet Draymond Green diese Saison? Wenn er seine Energie positiv einbringt, ist er ein Büffel in der Verteidiger und steter Antreiber, der auch nicht davor zurückschreckt, selbst einem Curry oder Kerr die Meinung zu geigen.
Los Angeles Lakers
Eher aus Respekt vorm alternden LeBron James schon in dieser Kategorie. Ob das Team, dem die Show oft genauso wichtig ist wie sportlicher Erfolg, wirklich ein ernsthafter Titelanwärter ist, möchte ich bezweifeln. Aber Show können sie dafür unschlagbar, siehe die rührselige Vater-Sohn-Geschichte Le Bron und Bronnie in einem Team. Da sind sie schon fabelhaft, die Laker Boys.
Top-Stars
LeBron James: 40 Jahre alt wird er im Dezember, und noch immer läuft ohne ihn gar nchts beim Club. So kam Neu-Coach JJ Redick kam auf sein Geheiß und eben auch der geliebte Sohn Bronnie (Geschichte ward gemacht). Sportlich längst überflügelt hat ihn Anthony Davis. Solange sein Körper mitspielt, mit der beste und veielseitigste Center der NBA.
X-Faktoren
Austin Reaves und Rui Hachimura: Wenn die Lakers überhaupt was im Kampf um obere Plätze zu tun haben wollen, brauchen sie viele Punkte und vor allem mehr Dreier der beiden. Distanwürfe waren das Manko der Lakers in der vergangenen Saison. Und dann ist da noch der genialische D´Andre Russell (mit neuer unaussprechlich hässlicher Blond-Frisur).
Problemfelder
Erst einmal Bronnie James, den so viele Experten NBA-Tauglichkeit (vorerst) absprechen. Trotzdem im Team, was Unruhe schafft bei so vielen Eitelkeiten. Vielleicht aber schon Anfang November kein Thema mehr, wenn die G-League beginnt und Bronnie James in das unterklassige Lakers-Team abgeschoben wird, wie es die Spatzen von den Dächern pfeifen.Und dann ist noch die Frage, ob Redick sein riesiges Basketball-Wissen in die Praxis umsetzen kann auf höchstem Niveau.
III. Die Hoffnungsvollen
Sacramento Kings
Mein Lieblingsteam. Vor letztes Jahr habe ich mein Herz an sie verloren mit ihrem spektakulären Tempo-Basketball. Das ist ein bisschen weniger geworden, aber ich bin recht hoffnungsvoll, dass sie mehr schaffen, als die Play-Ins.
Die Top-Stars
Domantas Sabonis: Vielseitiger Center, nach Jokic für mich der beste der Liga. Fliegt meines Erachtens immer noch ein bisschen unter dem Radar, obwohl er zuverlässig punktet, reboundet und auch passt. Meiste Triple Doubles. Dazu DeAaron Fox der Sprininsfeld gerade auch in der Chruchtime. Und Neuzugang DeMar DeRozan wird noch mehr Variationen in den Angriff bringen.
X-Faktoren
Malik Monk: Bringt unglaubliche Energie von der Bank, mit Naz Reed von den Thunder der beste 6. Mann. Als er zum Ende in der vergangenen Saison vergangenen Saison verletzt ausschied, ging es sichtlich bergab mit den Kings. Auf die Entwicklung von Keon Ellis und Backup-Center Alex Lin bin ich gespannt.
Problemfelder
Bleibt die Defensive. Sabonis ist auch nicht de allerbeste Verteidiger. Und die Abstimmung der beiden Ballhandler Fox und DeRozan könnte zu Unstimmigkeiten und Eifersüchteleien führen. Aber Mike Brown ist als Trainer erfahren genung, das zu managen.
Memphis Grizzlies
Die vergangene Saison war gelaufen, bevor sie überhaupt begonnen hat. Die lange Sperre für Ja Morant und unfassbares Verletzungspech, das fast das ganze Team betraf, war nicht zu kompensieren. Als Morant zurückkam, bekam man einen Eindruck, zu was die Mannschaft fähig ist, bevor eine sasison-beendende Verletzung jegliche Hoffnungsfüncken zerstieben lässt.
Top-Stars
Ja Morant: Einer der Spieler, weswegen ich Basketball so liebe. Fantasiereich, effektiv, immer für die erastaunliche Idee gut. Natürlich Exzentriker und seine Waffenleidenschaft muss ich auch nicht mögen: Auch Desmond Bane hat ein Seuchenjahr hinter sich. Einer der besten Dreierschützen der Liga.
X-Faktoren
Zach Edey: Der Center dominierte im College beide Bretter, doch die NBA ist ein ganz anderer Schnack. 2,24 Meter bringt er jedenfalls schon mal Gardemaß mit, und das Wurfhändchen hat er auch. Luke Kennard ist ein famoser Distanzschütze, ohne Nerven auch in der Chrunchtime.
Problemfelder
Die große Frage lautet: Wie gut haben die ganzen Zurückkommer ihre zum Teil sehr schweren Verletzungen überwunden. Wenn sie an ihre alte Form zurückfinden oder gar noch besser werden, können sie den ohnehin schon starken Westen gehörig aufmischen als zusätzlicher Contender.
Houston Rockets
In der vergangenen Saison ging ihren ein bisschen die Luft aus und verpassten als 11. die Play-Ins. Ich traue dem recht jungen Team durchaus die Steigerung für die fehlenden Siege zu. Im Osten wären sie für mich klarer Post-Season-Kandidat, aber im Westen ist die Konkurrenz extrem.
Top-Stars
Alperen Sengun: Der Center war die Entdeckung der vergangenen Saison. Vor allem zu Beginn waren die Rockets lange auf Play-off-Kurs, ehe dem Türken auch wg Verletzungen die Kräfte ausgingen. Spielmacher Fred van Vleet ist mit seinen 30 Jahren mit Abstand der Älteste des Teams. Ein glänzender Spielmacher mit einem herausragendem Wurf, der sogar weiß, wie Champions geht (2019 mit den Toronto Raptors
X-Faktor
Reed Shephard ist der Nummer-3-Draft Pick (eines nicht allzu gut beleumdeten Jahrgangs). Wie alle Rookies wird er Zeit brauchen, um sich an die NBA zu gewöhnen.
Problemfelder
Bei aller Klasse: Es könnten die Ergebnisse, sprich Siege fehlen gerade in den West-Duellen. Geduld ist gefragt, denn die Zukunft liegt in Houston. Vielleicht sogar schon die ganz nahe, wenn die Dreierquote nach oben geht.
San Antonio Spurs
Die Hoffnung heißt Wemby: Nur deswegen in dieser Kategorie, denn nach Lage der Dinge wird es für die Play-offs nicht reichen.
Top-Stars
Victor Wembanyama: Der „außerirdische“ Franzose hat ein großartiges Rookie-Jahr hinter sich, (obwohl Phantasten wie ich angesichts des irrsinnigen Vorschusslorbeers sogar noch mehr erwartet haben). Er wird sich weiter steigern, zumal die Spurs mit Chris Paul einen außerordentlichen Spielmacher verpflichtet haben, auch wenn der 37-Jährige seine allerbesten zeiten hinter sich hat. Der wirkliche Star sitzt auf der Bank: Gregg Popovic, mehrfacher Meistertrainer, mit 75 Jahren junggeblieben. Sehr wichtige Stimme, vor allem auch zu allen relevanten Themen außerhalb des Courts (wie auch Warrior Steve Kerr). Und aus sportlicher enau der Richtige Coach für den Aufbau eines Wembanyama..
X-Faktoren
Jeremy Sochan Ierstaunliche Löwen-Frisur), Darius Vasell: Zwei hochveranlagte Spieler. Das Schöne für sie ist: Keiner (bei Verstand und Realitätssinn) erwartet eine Winning Season oder gar Play-offs, sondern „nur“ eine Steigerung.
Problemfelder
Sehe ich eigentlich keine, wenn denn alle Verantwortlichen die Ruhe bewahren und nichts Irrwitziges verlangen. Natürlich muss das Team auch bei Laune gehalten werden angesichts möglicher Niederlagenseren.
IV. Und sonst?
Vebleiben die LA Clippers, Utah Jazz und Portland TrailBlazers. Während ich die Utah Jazz trotz eines Lauri Markkanen (finnisches leises Seufz) und die Blazers ganz abschreibe, sehe ich bei den Clippers einen Hoffnungsschimmer und auch viel Interessantes
Los Angeles Clippers
Sie hatten großes vor mit den 3 Top-Stars Kawhi Leonard, Paul George und James Harden sowie tollen Ergänzugnsspielern. Platz 4 im starken Westen war auch aller Ehren Wert, bevor die Mavs dem Run ein Play-off-Aus bescherten. Und jetzt? Paul George ist weg, Leonard (mal wieder) verletzt und Harden wird auch nicht jünger. Niedergang zur Unzeit in der funkelnagelnneuen ultrateuren Super-Halle, die Besitzer Steve Ballmer errichten ließ.
Top-Stars
Immer noch James Harden und Kawhi Leonard, oder sind es nur nocht Alt-Stars. Leonard fällt erst mal auf unbestimmte Zeit aus (ganz schlechtes Zeichen). Und Harden legt auch nicht mehr die unglaublichen Zahlen auf , die ihn einst zum MvP und besten Punktesammler der Liga machten.
X-Faktor
Die neue Halle: War so hübsch gedacht; ein titelreifes Team in endlich eigener Spielstätte. Endlich nicht mehr Anhängsel der alles überstrahlenden Lakers. Wenn der Start wider Erwarten doch einige Siege bringt, kann hier natürlich viel Energie gezogen werden.
Problemfelder
Wo anfangen, wo aufhören? Neben den verletzungs-anfälligen George und Harden ist da erst mal ein signiikanter Substanzverlust zu sehen mit dem Abgang von Plumlle, Theis und auch Westbrook. Und die Zukunft wurde verscherbelt. Erst 2030 (!) verfügen die Clippers wieder über ihre eigenen Draft-Picks. Die Stars der Branche werden angesichts dieser Gemengenlage nicht gerade Schlange stehen, um nach LA zu wechseln, obwohl Strand und Aber-Millionen locken.
Das wars mit der Vorschau. Let the Games begin
von Münchner Löwe | Okt. 22, 2024 | Allgemein, basketball, NBA
Saisonvorschau NBA, Teil 2, Eastern Conference
Nach allgemeiner Ansicht ist die Eastern Conference schwächer einzuordnen als die Western. Aber das beste Team kommt aus dem Osten, Titelverteidiger Boston Celtics. Die Play-offs im Frühjahr litten bis in die Conference Finals vor allem daran, dass alle Konkurrenten auf absolute Schlüsselspieler verzichten mussten (Bucks/Giannis, Pacers/Haliburton, Knicks/Randle et all, Sixers/Embiid). Diese sind jetzt einigermaßen wieder hergestellt. Folgende 8 Teams im einzelnen (die Reihenfolge entspricht in etwa auch meiner Wertung) dürften die ersten 6 Plätze unter sich ausmachen bzw ziemlcih sicher die Play-Ins erreichen.
Boston Celtics
Das Team ist weitestgehend zusammengeblieben, hat also den Riesenvorteil des Eingespieltseins. Und nach einem Titel ist man in der Sportstadt Boston auch noch nicht satt.
Top-Stars
Das sind ohne Zweifel Jason Tatum und Jaylen Brown, beide noch in den 20ern, also im besten Basketball-Alter. Die auch schon gezeigt haben, dass sie zusammenspielen können (bei Stars dieser Güte wahrhaff keine Selbstverständlichkeit). Tatum ist noch ein bisschen begabter und hat das Zeug zum MvP.
X-Faktoren
Eine wichtige Rolle vor allem in der Verteidigung spielen Derrick White und Jrue Holiday, die beide für Olympia nominiert wurden. Nicht zu vergessen Al Horford, der alte weise Anker, der wahrscheinlich vor seiner letzten Saison steht.
Problemfelder
Zumindest bis Dezember müssen die Celtics auf Kristaps Porzingis verzichten, in Bestform ein kaum zu verteidigernder 2,14-Meter-Riese mit gutem Wurf und mit seinen langen Armen auch Fels in der Verteidigung. Und trotz allem Titelhunger: Nehmen alle Spieler die Saison an wirklich ernst, gerade am Anfang?
New York Knicks
Das Team sorgte mit einem späten Trade im September noch für einen echten Paukenschlag. Die Knicks gaben Julian Randle und Donte DiVicenzo zu den Timberwolves ab und erhielten im Gegenzug Karl-Anthony Towns, mit dem sie ihre Länge am eigenem Brett verbesserten und den Verlust von Isaiah hartenstein (zu den Thunder) auffangen.
Top-Stars
Jalen Brunson hatte eine fantastische Saison und seinen Durchbruch in die absolute Top-Klasse. Fast allein er trug die Knicks bis in die 2. K.-o.Runde. Jetzt verzichtete er sogar auf einen noch höheren Vertrag, um Geld für andere Profis zu sparen. Und Karl-Anthony Towns ist als langer Spieler mit viel Offensiver Power extrem gefragt.
X-Faktoren
OG Amunoby kam während der vergangenen Saison von den Raptors und wurde einer der Schlüsselspieler. Entlastung verspricht sich die Team-Führung durch Mikal Bridges, der allerdings mit seinem Wurf kämpft, den er im Sommer irgendwo verloren hat.. Das begeisterungsfähige (zumindest in de Theorie) Publikum im Madison Square Garden ist für den einen oder anderen Sieg gut, allerdings auch für schnelles und unüberhörbares Murren bekannt.
Problemfelder
Schon wieder das Verletzungspech: So fällt der etatmäßige Center Mitchell Robinson enreut aus (mindestens bis Jahresende). Auch ein Achiuwa schlagt sich immer wieder mit verletzungen herum. Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich der nicht immer einfache Towns integriert.
Milwaukee Bucks
In der Theorie haben die Bucks ein tolles Team, einen tollen Kader. Das Problem ist, dass sie ihre PS oft nicht auf die Straße bringen auch wegen vieler Verletzungen
Top-Stars
Giannis Antetokuonpo ist (mindestens) einer der Top-5-Spieler der gesamten Liga. Wenn er mit seinen Riesenschritten Richtung Korb zieht, ist er kaum aufzuhalten. Damian Lillard brillierte viele Jahre bei den Trail Blazers (oft als Alleinunterhalter), doch sein erstes Jahr bei den Bucks verlief nicht ganz nach Wunsch. Sollte sich das verbessern, wären die Bucks ein echter Contender.
X-Faktoren
Khris Middleton und Marc Lopez: die neben Giannis letzten Verbliebenen des Titelteams 2018. Ohne Verletzungen ist vor allem Middleton ein ganz wichtiger Baustein, Lopez mit seiner Große und dem feinem Händchen die ideale Ergänzung zu Antetokuonpo, allerdings ist er etwas in die Jahre gekommen (36).
Problemfelder
Da Team ist insgesamt ziemlich alt. Außer Giannis sind alle Spieler der nominellen Starting Five 30+ Jahr alt. Das dürfte angesichts der sehr anstrengenden Saison ein Problem werden. Sollten sie allerdings auf dem Weg in die Play-offs Kräfte sparen, ist ihnen für die Post Season alles zuzutrauen.
Philadelphia 76ers
Embiid oder nicht Embiid, das ist die Frage, um die sich bei den Sixers alles dreht. Besser: Fällt er 15 Spiele aus oder wie schon so oft 30. Und kann er mal Play-offs durchspielen?
Top-Stars
Joel Embiid: Ist er fit, ist er für jede Verteidigung eine Bedrohung. Am Korb (auf beiden Seiten bärenstark, mit einem guten Wurf ausgestattet und mit gutem Auge für die Mitspieler. Tyrese Maxey hat an seiner Seite, vor allem aber auch ohne ihn, einen riesigen Leistungssprung gemacht, und wird mehr und mehr zum Gesicht der Franchise. Und mit Paul George haben sie einen weiteren Extra-Könner nach Philliy geholt.
X-Faktor
Caleb Martin ist sich nicht zu schade, Drecksarbeit für die Stars zu verrichten. Er ist ein Wettkampfty: Je Play-off, desto lieber.
Problemfelder
Wie so oft die Gesundheit der Spieler: Nicht nur Embiid ist verletzungsanfällig, sondern auch Paul George musste zuletzt bei den Clippers einige Zeit pausieren und ist mit seinen 34 Jahren auch nicht mehr der Jüngste.
Orlando Magic
Mit gleich drei Deutschen im Kader für uns vielleicht das interessanteste Team: Nach Jahren in den niederen Gefilden ging es zuletzt stetig aufwärts: In der 1. Play-off-Runde scheiterten die Magic nur knapp an den Cavaliers. Schlechter ist das junge Team sicher nicht geworden, ein Jahr mehr Erfahrung kann nur gut tun.
Top-Stars
Paulo Banchero, der Top-Pick 2022, ist weiter der Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft zusammen mit dem kongenialen Franz Wagner. Bei dem warte ich allerdings auf den nächsten entscheidenden Schritt nach vorn, und dazu braucht er einen vernünftigen Distanzwurf. Seine Dreierquote war zuletzt grauenhaft.
X-Faktor
Die teamübergreifend schwache Dreierfraktion soll Kentavious Caldwell-Pope verbessern, der Königstransfer von den Denver Nuggets. Die Erfahrung des 31-Jährigen, der sich in einigen Play-off-Schlachen schon bewährt hat, dürfte einen enormen Schub geben. Energizer von der Bank ist vor allem Mo Wagner, der ein tolles Jahr hinter sich hat.
Problemfelder
Die Jugend ist Schwäche und Stärke zugleich. Bisher fehlte in heiklen Situationen der Ruhepol, den man in KCP gefunden zu haben hofft. Und wirklich nach oben geht es sowieso nur, wenn praktisch jeder Spieler seine Dreier verbessert. Und ob Jalen Suggs auf der Spielmacher-Position der Weisheit letzter Schluss ist, bleicbt ebenfalls abzuwarten.
🇩🇪 👓
Franz Wagner hat diesen Monster-Vetrag unterzeichnet, der ihm ab 2025 mehr als 40 Millionen/Jahr garantiert. Sein Zug zum Korb ist einzigartig, er sollte bei Leonie Fiebich ein paar Trainigsstunden in Sachen Distanzwürfe nehmen. Mo Wagner kann Coach Jamahl Mosley jederzeit bringen und er zahlt es mit vollem Einsatz zurück. Tristan da Silva ist wohl in seinem Rookie-Jahr nur Lernender und dürfte über jede Einsatzminute froh sein.
Indiana Pacers
Für mich das aufregendste Team zumindest im Osten mit ihrem Höllentempo und dem fantasiereichen Angriffsspiel, das Tyrese Haliburton orchestriert. Der Einzug ins Conference Final 2024 war mehr als erwartet, mal sehen ob die Entwicklung weitergeht.
Top-Stars
Tyrese Haliburton gehört zu den besten 3 Spielmachern der Liga, wenn er nicht sogar der beste ist. Setzt die Mitspieler brillant ein und hat auch selbst einen guten Abschluss. Okay, sein Dreier könnte noch öfter fallen, aber er ist ja noch jung ..Pascal Siakam hat sich nach seinem Wechsel im Februar von den Raptors als Vestärkung erwiesen. Jetzt konnte er intensiv mit dem Team trainiren und die gesamte Vorbereitung bestreiten und wird ein noch wertvollerer Baustein, vor allem auch in der Defensive
X-Faktoren
Bennedict Maturin hatte eine veheißungsvolle Rookie-Saison, bevor ihn eine Verletzung stoppte. Wenn er an seine Leistungen anknüft und diese sogar verbssert, werden die Pacers noch vile Freude an ihm haben. Auch die beiden 24-jährigen Andrew Nembhard und Aaron Nesmith haben gerade in den Play-offs ihren Durchbruch geschafft.
Problemfelder
Die Defense bleibt das Sorgenkind. Das spektakuläre Spiel nach vorn ist halt auch fehleranfällig für schnelle Gegenangriffe. Auffällig im Kader ist die fehlende Länge. Nur Myles Turner hat mit 2,11 Metern Gardemaß. Das wirkt sich weniger in der fantasievollen Offensive aus, allerdings umso mehr beim Rebounding an beiden Brettern.Myles Turner allein wird es nicht richten können.
Cleveland Cavaliers
In einer atemberaubenden 7-Spiele-Serie eliminierten die Cavs 2024 die Orlando Magic. Die Starting Five genügt (fast?) höchsten Ansprüchen, dahinter allerdings klafft ein Loch.. Mit Kenny Atkinson steht ein neuer Cheftrainer an der Linie.
Top-Stars
Wenn Donovan Mitchell aufdreht, ist er kaum zu stoppen, wie die Magic leidvoll bestätigen werden. Ein Top-Werfer mit unglaublich schnellen Bewegungen zum Korb. Beim hochveanlagten Darius Garland warte ich auf den weiteren Schritt nach vorn.
X-Faktoren
Jugendliche Frische: Keiner der Starting Five ist älter als 28 Jahre alt, die Kräfte für die anstrengende Saison dürften also vorhanden sein. Der hochveranlagte Forward mit Gardemaß Evan Mobley (2,11 Meter) könnte vor einer Durchbruch-Saison stehen.
Problemfelder
Die Bank: Ich sehe bei keinem anderen Team einen so großen Unterschied von Starting Five und Ergänzungsspielern. Einzig Caris LeVert zeigt punktete zweistellig, die anderen hängen in ihrer Entwicklung fest. Rookie Jaylon Tyson ist Hoffnungsträger als Backup für Haliburton.
Miami Heat
Letztlich eine sehr unbefriedigende Saison für das Florida-Team, dem dann auch die sprichwörtliche Heat Culture abging (irgendwie die Play-offs erreichen und dort durchstarten). Diesmal: Aus in der 1. Runde und letztlich völlig chancenlos gegen die Celtics, obwohl man sogar Spiel 2 in Boston klaute, weil praktisch jeder Dreier in die Reusse fiel.
Top-Stars
Immer noch Jimmy „Bucket“ Butler. 35 Jahre ist er mittlerweile alt, doch wenn er fit ist, kann er das Team in hohe Höhen führen. Bam Adebayo hat sich in den letzten Jahren zu einen der Top-Centerder Liga gesteigert, stark an beiden Bretter, Super-Verteidiger, der sich die Olympia-Nominierung mehr als verdient hat. Nicht zu vergessen der stets braungebrannte (Florida halt!) Trainer Erik Spoelstra; voller Ideen und vielleicht der beste Coach während einer Partie.
X-Faktoren
Tyler Herro: Hatte fantastische erste Jahre, aber den nächste Schritt in die Top-Elite blieb ihm bisher versagt auch wegen ständiger Verletzungen. Einer meiner Lieblingsspieler ist Duncan Robinson, ein brillanter Schnell-Werfer jenseits der Dreier-Linie (allerdings grauslig in der Verteidigung). Jaimie Jaquez hatte ein tolles Rookie-Jahr, er ist eine der Hoffnungsträger für die mittelfristige Zukunft.
Problemfelder
Jimmy Butler: Keiner weiß, ob er nach 2025 noch eine Saison dranhängt. Und der Abgang vom veflässlichen Shooter Caleb Martin Richtung Philadelphia dürfte rictig weh tun. U d Kevin Love wird mit seinen 36 Jahren auch nicht jünger …
Der Rest
2 Teams werdendie letzten beiden Play-in-Plätze erben und dann mehr oder weniger chancenlos ausscheiden, naja. Interessant wird sein, ob die Detroit Piston ihre desaströse Saison ein bisschen verbessern. Ansonsten dürfte das Niveau der verbliebenen 7 bescheiden bleiben, Ausreißer nach oben kann es in einer so langen Saison natürlich immer geben.
Von all diesen Teams habe ich die Charlotte Hornets besonders im Blick, an die ich seit seligen Jump-Run-Zeiten und der summenden Halle ein wenig mein Herz verloren habe. Hier sehe ich einiges Potenzial vielleicht noch nicht für diese, aber die kommenden Spielzeiten. LaMelo Ball gibt nach langer Pause wieder sein Comebach.
Vom Namen her am besten aufgestellt sind die Atlanta Hawks, die am ehesten den Top 8 gefährlich werden können, weil sie mit Trae Young auch einen außerdordentlich guten Spieler haben (leider ziemlich unbrauchbar in der Defense, man höre sich diesbezüglich Dre Voigts Tiraden an).Der schweizer Clint Capella ist ein überdurchsnittlich guter Center, Bogdan Bojanovic kann an guten Tagen alles treffen.
🇩🇪 🇦🇹 👓
Für Dennis Schröder bei den New Jersey Nets dürfte es ein schwieriges Jahr werden. Ein neu zusammengestelltes Team, das wahrscheinlich gar nicht reüssieren will (Stichwort: Tanken). Schröder selbst hat in seinen NBA-Jahren nie an seine Glanzvorstellungen im Nationalteam (Weltmeister 2023 und MvP) anknüßfen können. Jetzt ist er als erfahrener Führungsspieler gefragt, allerdings halt in einem Team ohne große Ambitionen. Mich würde ein Trade nicht besonders verwundern.
Jakob Poeltl ist nach seinem verletzungsverseuchten Jahr wieder fit für die Toronto Raptors. Der Österreicher gehört zur aussterbenden Sorte jener Center, die vollends auf Distanzwürfe vezichten. Am Korb ist er auf beiden Seiten sehr effektiv (einer der besten Offensiv-Rebounder), auch mit gutem Auge ausgestattet und einem sehr treffsicheren Wurf aus kurzer Distanz (65,5 Prozent).
von Münchner Löwe | Okt. 22, 2024 | basketball, NBA
Saisonvorschau NBA, Teil 1, Allgemeines
Das Warten hat nach gut 4 Monaten ein Ende. Heute beginnt die neue Saison der NBA, gleich mit zwei Schlagern zwischen Titelverteidiger Boston Celtics gegen New York Knicks und LA Lakers gegen Minnesota Timberwolfves.
Ursprünglich wollte ich zu jedem der 30 Teams was schreiben, abe das wäre zu länglich. Ich beschränke mich auf die meines Erachtens wichtigsten Teams (das sind immer noch furchtbar viele) und Aspekte, geteilt in zwei Teile nach Eastern und Western Conference. Wer es dann noch genauer wissen will, für den habe ich ein paar Blogs und Websites parat. Bevor ich damit beginne, ein paar grundsätzliche Anmerkungen.
Format
Dasselbe wie in den vergangenen Jahren. Jedes Team hat 82 Spiele. Für die Play-offs qualifizieren sich die ersten Sechs jeder Conference direkt, die Plätze 7 bis 10 spielen in sogenannten Play-Ins die übrigen 2 Teilnehmer aus. Wie im vergangenen Jahr gibt es wieder einen NBA-Cup, ein gesondertes Turnier eingebettet in die Saison, wieder mit einem Finale in Las Vegas. Damit soll die doch längliche Saison gerade in den eher müden Monaten November/Dezember aufgepeppt werden, das hat tatsächlich bei der Premiere 2023 gut funktioniert und dass mit den LA Lakers eines der schillerndsten Teams am Ende gewann, war mit Sicherheit auch dienlich.
Monsterverträge
In keiner anderen Profiliga gibt es so viele höchstdotierte Verträge wie in der NBA. Das liegt vor allem daran, dass ein NBA-Team nur 15 Spieler umfasst und die Spieler-Gewerkschaft durchgesetzt hat, dass 50 Prozent der astronomischen (Fernseh)-Einnahmen direkt an die Profis fließen. Der Salary Cap liegt derzeit bei 180 MillionenDollar/Jahr, und dieser kann auch noch erhöht werden bei Zahung einer Luxussteuer. Ich vereinfache das jetzt. So sind jetzt 50 Mio/anno-Kontrakte möglich, die etwa ein Steph Curry, Jaylen Brown und andere verdienen. Und sogar ein Franz Wagner, sicher ein hochbegabter Spieler, aber (noch?) nicht absolute Top-Klasse, verdient mehr als 40 Mio/Jahr (allerdings erst ab 2025). Nur mal zum Vergleich: Leon Draisaitl, der Top-Verdiener der gesamten NHL, unterschrieb im September einen 8-Jahres-Vertrag für 112 Millionen Dollar, das sind 14 Mio/Jahr. Natürlich kein Hungerlohn, aber fast schon eher untere Kategorie für einen NBA-Profi.
Tanken
Unwort im US Sport und speziell in der NBA: Hat nichts mit Benzinzufuhr zu tun. Eine echte Übersetzung gibt es nicht, aber „Absichtlich verlieren“ trifft es. Gemeint ist aber nicht die einzelne Partie (kein Spieler bei Sinnen verliert gerne absichtlich), resulitert sich aber aus den Vereinsvorgaben (gewinnt mal nicht zu oft) und der damit zusammenhängenden Kaderzusammenstellung, mit der ein Team schlicht nicht mehr als 20+x Spiele gewinnen kann.
Warum das Ganze? Das Draftsystem das in der NBA für die kommende Saison die schlechtesten Teams bevorzugt. Was gerade auf den verheißungsvollen Jahrgang 25 sich durchaus lohnt, wo die Top-Picks schon als kommende Supestars gehandelt werden. Und manches Team hat dermaßen verworrene Wetten und Trades auf Draftnummern abgeschlossen, dass sie allesamt verlieren würden, wenn sie zu gut abschneiden. In diesem Jahr gibt es einige Verdächtige: Im Osten die Detroit Pistons, New Jersey Nets und Charlotte Hornets, im Westen die Portland TrailBlazers und vielleicht auch die Utah Jazz, wobei die schon fast zu gut aufgestellt sind. Manche Franchise wird erst mal sein Glück versuchen und dann abschenken, wenn die Play-Ins außer Reichweite sind. Offiziell ist das Ganze natürlich verboten, aber Beweise sind halt schwierig. Erstaunlich finde ich, dass tankende Teams trotzdem noch vor einigermaßen gefüllten oder gar vollen Hallen spielen.
NBA im deutschen Fernsehen (Stream)
Der echte Fan hat ohnehin den NBA-League-Pass, wo er jede Partie live oder relive (ohne Störer) sehen kann oder in einer Zusammenfassung von etwa 10 Minuten. Oft angeboten mit Heim- oder Auswärtskommentar. Wer auf deutsche Kommentierung nicht verzichten will, für den bietet der Streamingdienst fast täglich ein Topspiel des Tages an; manchmal sogar 2 an einem Tag (wie heute), manchmal keinen. Pro7Maxx zeigt am Samstag und Sonntagabend je ein Spiel, oft zur besten Sendezeit auch in Europa mit meist sehr ansehenswerten Partien.
Die deutschen Anstalten haben zumindest zu Beginn der Saison ein besonderes Augenmerk für die deutschen Profis. Da sind vor allem die Orlando Magic mit gleich 3 Nationalspielern (Franz und Moritz Wagner sowie Tristan da Siva). Isaiah Hartenstein wechselte von den Knicks zu den Thunder, muss aber erst mal wg einer Verletzung pausieren. Dennis Schröder ist einer der Leader bei den New Jersey Nets. Maxi Kleber hat bei den Mavs hoffentlich weniger Verletzungspech. Die NBA-Reise von Daniel Theis schließlich verschlug ihn diesen Sommer zu den New Orleans Pelicans.
Eckdaten:
14. Dezember: NBA-Cup, Final 4 in Las Vegas, Halbfinale und Finale (17.)
25. Dezember: Traditionell der Weihnachts-Marathon mit einigen Top-Partien über den ganzen Abend. Dieses Jahr: Mavericks – Timberwolves, Celtics – 76ers, Warriors – Lakers, Suns
– Nuggets
16. Februar: All-Star-Game in San Francisco, flankiert vom 3-Punkte-, und Dunk-Contest und dem Rookie-Game.
15. April: Play-Ins
18. April: Play-offs (Best of 7)
05. Juni: Beginn der Finalserie (Best of 7)
Links
Gotnexxt mit Dre Voigt https://www.podcast.de/podcast/3070937/got-nexxt-der-nba-und-basketball-podcast
Jeden Tag NBA https://www.podcast.de/podcast/3402680/jeden-tag-nba
Dazu basket.de
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