von Münchner Löwe | Mai 9, 2025 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Minnesota Timberwolves – Golden State Warriors 117:93 (1:0)
Überspitzt gesagt war die Partie nach 3 Minuten des 1. Viertels entschieden, als es schon 13:0 für die Timberwolves stand. Den Warriors ohne den oberschenkel-verletzten Steph Curry gelang der erste Korb erst nach 5 Minuten durch Jimmy Butlers Dreier zum 3:13. Diese zweistellige Führung hielt in den Zehnern hielt bis Mitte des 3. Drittels, als die Warriors noch mal eine Aufholjagd starteten und bis auf 7 Punkte herankamen. Doch mit einem 20:5-Run in diesem Abschnitt beseitigten die Gastgeber im Target Center alle Zweifel am Sieg (soweit sich das in diesen irren Play-offs sagen lässt).
Bester Mann der Gewinner
Julius Randle: Er stellte mit starken 16 Punkten im 1. Durchgang die Weichen auf Sieg, insgesamt war er dann mit 24 Zählern Topscorer der Partie, dazu gab er 11 Assists und 7 Rebounds.
Stark trotz der Niederlage
Jonathan Kuminga: Von der Bank kommend stabilisierte er die anfangs so furchtbare Warriors-Offensive. 18 Punkte gelangen ihm.
X-Faktor
Nikkel Alexander-Walker: Mit seinen wichtigen 6-Punkten war er maßgeblich beteiligt am letztlich entscheidenden Run der Wolves am Ende des 3. Viertels. Mit 20 Punkten und gleich 4/6 Dreiern wertvolle Ergänzung von der Bank.
Zahlereien
3:18 Minuten: So lange stand Startspieler Mike Post von den Warriors auf dem Parkett ohne eine statistisch relevante Aktion (nicht mal ein Foul) oder Ballverlust. Dann nahm ihn Coach Steve Kerr vom Feld, und er ward nicht mehr gesehen.
Ausblick
Es stehen jetzt 2 Heimspiele für die Warriors an. Eines davon müssen sie auch ohne ihren Superstar Curry gewinnen, wollen sie ihre Chance erhalten. Wie das gegen das ausgeglichene und devensivstarke T-Wolves-Team gelingen soll, wird die große Frage sein (mir fehlt fast dfie Fantasie dafür). Klar wenn Play-off-Jimmy Butler und Buddy Hield ihre Dreier übernatürlich versenken, ist viel drin, aber viel spricht für die Timberwolves.
Ansetzungen heute
01:30: Indiana Pacers – Cleveland Cavaliers (2:0)
04:00: Denver Nuggets – Oklahoma City Thunder (1:1)
Ansetzungen morgen
21:30: New York Knicks – Boston Celtics (2:0)
02:30: Golden State Warriors – Minnesota Timberwolves (1:1)
NHL
Die Edmonton Oilers haben den 6. Sieg in Folge in den Play-offs eingefahren und auch das 2. Spiel in Las Vegas bei den Knights für sich entschieden. Leon Draisaitl war in der Overtime zur Stelle und besiegelte nach herrlichem Zuspiel von Conor McDavid nach 15:20 Minuten den Sieg.
Mitentscheidend war die 4. Reihe der Oilers: Normalerweise ist das die Aufräumer-Truppe, jetzt erzielten sie gleich 2 Tore.Kurios: Erneut drehten die Oilers einen Rückstand.
Mit zwei Heimsiegen in Edmonton könnten die Kanadier die Serie bereits gewinnen, aber so einfach ist es in NHL-Play-offs äupßerst selten.
Im Osten egalisierten die Washington Capitals mit einem 3:1 gegen die Carolina Hurricanes die Serie auf 1:1.
von Münchner Löwe | Mai 4, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Die Conference Semifinali im Osten stehen fest mit zwei ganz klaren Favoriten.
(1) Cleveland Cavaliers – (4) Indiana Pacers
Alles spricht für die Cavaliers: die weit bessere Saisonbilanz, der sehr überzeugende Durchmarsch in der 1. Runde gegen die Miami Heat mit der insgesamt größten Differenz bisher in einer Serie überhaupt (+122 in 4 Spielen). Der breitere Kader (Ty Jerome von der Bank) und der beste beste Mann (Donovan Mitchell). Muss überhaupt gespielt werden? Dämliche Frage, ich weiß, und die Pacers haben durchaus ihre Möglichkeiten, den Cavaliers wehzutun. Ihr enormes Tempo, eine sehr ausgeglichene Starting 5 und mit Tyrese Haliburton einen der besten Spielmacher der Liga, in Glanzform sogar der beste. In der Saison lautet die Bilanz immmerhin 3:1 für die Pacers.
Auf die es ankommt
Bei den Cavs ist das unzweifelhaft Donovan Mitchell, der beste der sehr guten Spieler, der gerade in den Play-offs noch mal etwas zuzuseten hat. In der Verteidigung scheint Evan Mobley eine Bank, gerade zum besten Verteidiger der Liga gewählt.
Die Pacers setzen auf auf Tyrese Haliburton, assistiert von Pascal Siakam, der sich allerdings gehörig steigern muss. In der Verteidigung ist Miles Turner eine Bank, der beste Schussblocker der Liga hinter Ausnahmetalent Victor Wembanyama
X-Faktoren
Beide Teams haben einen breiten Kader, und die Trainer sind auch bereit, vielen Spielern Einsatzzeiten zu gewähren. Ty Jerome von den Cavs hat sich in der 1. Runde den inoffiziellen Titel als bester Einwechselspieler verdient. Bei den Pacers bin ich auf TJ McConnell gespannt.
🧠 Cavs: In allen relevanten Statistiken ist Cleveland besser. Das Dreigestirn Mitchell, Garland (wenn er enn fit ist) und Mobley dürfte den Ausschlag geben. Wenn nicht, hilft die Super Bank
❤️ Cavs: Ich hab sie einfach liebgewonnen wegen ihrer zum Teil fantastischen Auftritte in der Saison. Dabei habe ich überhaupt nichts gegen die Pacers. Letztliuch aber sehe ich auch nur die Cavs als ebenbürtig mit den Celtics, die ich jetzt nicht so prickelnd finde.
(2) Boston Celtics – (3) New York Knicks
Hier sehe ich die Favoritenrolle zu Gunsten der Celtics fast noch größer als in der Cavs-Pacers-Serie. Obwohl wahrlich nicht in Bestform, haben sie sich in der 1. Runde letztlich klar gegen die Orlando Magic durchgesetzt. Die Knicks ihrerseits benötigten gegen die Detroit Pistons auch viel Glück (und die Refs?) in den jeweiligen Schlussphasen. Mal sehen, wie sie die intensive, kraft- und nervenaufreibende Serie überstanden haben. Das Hauptproblem: Von der Bank gibt es praktisch Null Unterstützung. Und das intensive Spiel ist recht foulgefährdet (Karl-Anthony Towns!).
Auf die es ankommt
Jayson Tatum hat sich diese Saison klar zum besten Spieler der Celtics aufgeschwungen. Er ist derjenige, der in den heiklen Phasen den Ball bekommt und meist etwas sehr Sinnvolles damit anzufangen weiß. Glänzend assistiert wird er von Jaylen Brown und Payton Pritchard, der Super Dreierschütze von der Bank kommend.
Bei den Knicks dreht sich alles um Jalen Brunson, Matchwinner in Spiel 6 gegen die Pistons und insgesamt wieder in überragender Play-off-Form. Ihn müssen die Celtics stoppen, sonst könnte es bitter werden. Towns, OJ Amunoby und Mikal Bridges müssen mehr (Schuss)-Verwantwortung übernehmen. Wenn sie treffen, ist einiges drin.
X-Faktoren
Bei den Celtics wird viel davon abhängen, wie die Dreier fallen. Das war die riesige Stärke in der Saison, doch gegen die Magic waren die Zahlen ehe ernüchternd, sowohl was Anzahl als auch Trefferquote betrifft. Doch wehe, Pritchard, Tatum und Co. treffen …
Die Knicks brauchen die Bank, denn die Starting Five wird ihre Pause brauchen. Vielleicht Mitchell Robinson wenigstens in der Defensive
🧠 Celtics: ch sehe nicht, wie die Knicks das schaffen wollen. Höchstens wenn die Wurfquoten der Celtics im Keller sind, sehe ich eine kleine Chance. Es wird auch eine Kraftfrage, gerade bei Brunson und Amunoby.
❤️ Knicks: Dabei würde ich ihnen den Einzug in die nächste Runde wünschen. Die intensive Serie gegen die Pistons war genau was für den Basketball-Fan. Die Celtics sind mir fast zu klinisch mit ihrer Dreierschießerei, und sie haben ja letztes Jahr schon gewonnen.
Ansetzungen der Serien (MESZ soweit bestätigt und ohne Gewähr)
Cavs – Pacers
Mo., 00:00 (Cleveland)
Mi., 01:00 (Cleveland)
Sa., 01:30: (Indiana
Mo., 02:00: (Indiana)
Celtics – Knicks
Di., 01:00: (Boston)
Do., 01:00 (Boston)
Die nächsten beiden Spiele sind in der Nacht zu Samstag und Sonntagabend/in der Nacht zu Montag (13/05) in New York.
von Münchner Löwe | Mai 4, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
(4) DENVER NUGGETS – (5) Los Angeles Clippers 120:101 (Endstand: 4:3)
Die Wende zu ihren Gunsten leiteten die Nuggets ausgerechnet da ain, als ihr Superstar Nikola Jokic auf der Bank saß, ansonsten eine für sie desaströse Zeit. Zu Beginn des 2. Viertels schafften sie den Tornaround und verwandelten einen 5-Punkte-Rückstand in einen Vorsprung. Als dann Jokic zurückkam, hatte er auch seine Wurfschwäche überwunden und versenkte sofort einen Dreier. Danach gab es kein Halten mehr, und die bis dato ausgeglichene Partie mutierte zum Blow out. : Punkt für Punkt zogen die Nuggets davon. Zur Pause führten sie mit 11, nach dem 3. Viertel gar mit 27 Punkten. Der Rest war Schaulaufen respektive Kräftesparen.
Bester Mann
Die Starting Five: Alle 5 Spieler hatten 15+ Punkte auf dem Konto. Hervorheben würde ich Christian Braun, der seine mit Abstand beste Partie der Serie abieferte und gerade im 1. Viertel die Nuggets im Spiel und den Rückstand mit 9 Punkten in Grenzen hielt.
Stark in der Niederlage
Am ehesten noch Kawhi Leonard, der sich lange Zeit als einziger gegen die Niederlage stemmte. Der Rest ging hoffnungslos unter.
Ausblick der Sieger
Die Nuggets bekommen es mit dem Liga-Primus Oklahoma City Thunder zu tun. Offen gestanden fehlt mir die Fantasie, wie sie 4 Spiele gegen sie gewinnen können. Andererseits: Jokic, Murray und Co haben die Play-off- und Titelerfahrung, die OKC noch abgeht. Und wenn der Serbe so richtig abgeht …
Und die Verlierer
Die Clippers haben eine weit bessere Saison gespielt, als viele Experten und auch ich ihnen zugetraut habe. Blutauffrischung tut dem alten Team Leonard 33, Harden 35, Powell 31) dennoch Not, allerdings haben sie wenige Draft Picks in den nächsten Jahren. Es könnten schwierige Jahre werden.
Ansetzungen
Leider gibt es Sonntagabend unserer Zeit keine Partie. So viel zum Thema, dass die NBA sich um den europäischen Markt kümmern will.
Mo., 00:00: Cleveland Cavaliers – Indiana Pacers 0:0
Mo., 02:30: Houston Rockets – GS Warriors (3:3)
Di., 01:00: Boston Celtics – New York Knicks (0:0)
Di., 03:30: Oklahomo City Thunder – Denver Nuggets (3:3)
In eigener Sache: Ich fahre für gut eine Woche an den Bodensee. Dort habe ich zwar WLan, aber hoffentlich auch schönes Wetter, also nicht so viel Zeit für diesen Blog. Zuvor werde ich heute aber noch eine Vorschau der Conference Halbfinals im Osten wagen.
von Münchner Löwe | Mai 1, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Die Rockets bleiben nach dem Heimsieg gegen die Warriors im Titelrennen, die Lakers haben sich dagegen verabschiedet nach einer insgesamt enttäuschenden Serie gegen die Timberwolves
(2) Houston Rockets – (7) Golden State Warriors 131:116 (2:3)
Schon im ersten Vietel überrannten die Rockets die zeitweise desaströsen Warriors (5 Ballverluste) und legten 40 Punkte auf, in Play-offs ein irrsinniger Wert. Dies begünstigte natürlich die überdurchschnittliche Trefferquote von 64,7 Prozent der erfolgreichen Würfe. Bei en Warriors lief es erst etwas besser, als Steve Kerr der zweiten Garde eine Chance gab.
Ähnliches Bild im 2. Viertel: Die Rockets trafen nach Belieben, die Warriors suchten nach ihrer Form. So betrug der Vorsprung zur Pause satte 25 Zähler, und den sollten die Rockets im 2. Durchgang sicher verwalten. Den Warriors bleibt die Genugtuung, dass sie das letzte Viertel mit satten 12 Punkten Vorsprung für sich entschieden.
Bester Mann
Aus dem starken Kollektiv der Rockets (alle Startspieler punkteten zweistellig) ragte Fred van Vleet heraus. 26 Punkte standen für ihn zu Buche, erneut war er von der Dreierlinie stark (4/6).
Stark in der Niederlage
Am ehesten noch Moses Moody mit seinen 25 Punkten von der Bank kommend. Es stellt sich halt die Frage, ob er auch in engen Partien so zum Zug kommt.
Ausblick
Die Warriors brauchen eine erhebliche Steigerung ihrer Starspieler Stephen Curry und Jimmy Butler, die beide einen eher furchtbaren Tag hatten. Gerade bei Curry ist das sehr wahrscheinlich.
(3) Los Angeles Lakers – (6) MINNESOTA TIMERWOLVES 96:103 (Endstand: 1:4)
Der erste Upset der diesjährigen Play-offs, also ein Weiterkommen des schechter gesetzten Teams. Dass die Timberwolves in der LA-Halle gewannen, ist eigentlich in diesen Basketball-Zeiten absurd. Denn ihre Dreierquote war eine absolute Katastrophe. Gleich 47-mal versuchten sie es aus der Ferne, ganze 7-mal waren die Spieler dabei erfolgreich. 14,7 Prozent Quote – da wäre mancher Oberligist ins Grübeln kommen. Beispielhaft Anthony Edwards. Der wagte (anders kann ich das gar nicht mehr nennen) es 11-mal, und traf nicht einmal in den Korb.
Und doch siegten sie am Ende fast komfortabel, weil die Lakers ihr hausgemachtes Problem absolut nicht in den Griff bekamen. Und dieses Problem heißt nach dem Trade von Anthony Davis: Länge unter dem Korb, vor allem auch unter dem eigenen Korb. 54:37 lautete am Ende das Rebound-Verhältnis, und der lange Rudy Gobert auf Wolves-Seite bedankte sich für die Lufthohein mit einem Dunk nach dem anderen. Lakers-Coach JJ Reddick wird sich schon fragen lassen müssen, warum er seinen Center Jaxson Hayes nicht eine Minute lang spielen ließ. Der hätte vielleicht wenigstens foulen können und den eher freiwurfschwachen Franzosen an die Linie schicken können …
Und so retteten sich die Wolves trotz des venagelten Korbs zum Sieg, obwohl die Lakers im 3. Viertel, ohnehin ihre Spezialität, kurz sogar in Führung gingen.
Bester Mann
Rudy Gobert: Der Franzose muss sich ja viel Kritik anhören. Nicht mehr zeitgemäß sei sein Spiel, nur auf tumbes Zerstören unterm eigenen Korb ausgelegt. Nun denn: Der „rückständige“ Gobert legte 27 Punkte auf (viele praktisch ungestört unterm Korb) und schnappte sich 24 Rebounds, davon 9 am offensiven Brett. Beides Top-Werte des Teams, wo sich im 4. Viertel noch Julius Randle mjit schwierigen Treffern letztlic h zum Matchwinner aufschwang.
Stark in der Niederlage
Rui Hachimura: Der Japaner zeigte eine exzellente Vorstellung, zum einen in der Verteidigung (gemeinsam mit Austin Reaves gegen Edwards), aber vor allem auch in der Offensive, wo er 23 Punkte sammelte, dabei 5 von 8 Dreier verwandelte.
🇩🇪👓
Maxi Kleber durfte zum ersten Mal für die Lakers ran. In 5 Minuten verwandelte er 2 Freiwürfe, scheiterte aber mit einem wichtigen Dreier.
Ausblick des Siegers
Die Timberwolves warten auf den Sieger der Serie Rockets/Warriors. Gegen beide Teams sehe ich beste Chancen, zumal sich ein derartiges Dreier-Desasgter nicht wiederhoen dürfte. Kommen die Warriors weiter, hätten sie zudem sogar Heimvorteil
Und die Verlierer?
Es wird nicht ohne Umbruch gehen, zumal LeBron James nicht älter wird. Unglaublich genug, welch großartige Leistungen er immer noch zeigt, aber auch er kann das Alern nicht besiegen. Klar ist, dass sich die Lakers auf dem Markt nach einem sehr guten Big Man umsehen werden (müssen!). Luka Doncic wird der Spieler sein, um den das Team aufgebaut wird. Die Lakers sind immer noch eine sehr feine Adresse, und der Pazifik nicht das Schlechteste zum Wohnen.
von Münchner Löwe | Apr. 30, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Zwei weitere Play-off-Serien sind mit dem Weiterkommen des Favoriten beendet, aber die Detroit Pistons erhielten sich mit einem Erfolg in New York die Chance.
EASTERN CONFERENCE
(2) BOSTON CELTICS – Orlando Magic 120:89 (Endstand: 4:1)
Bei diesem klaren Endergebnis kaum zu glauben, aber zur Pause führten die Magic mit 49:47 und durften sich Hoffnungen machen, die Serie noch mal nach Florida zu bringen. Gegen vogelwilde Celtics (insgesamt 11 Ballverluste und 0/6 Dreier) vergaben sie sogar eine noch höhere Führung, weil auch sie von der Dreierlinie unterirdisch trafen (4/18). Franz Wagner überzeugte mit 17 Punkten (das Dreierwerfen ließ er schlauerweise bleiben).
Doch der Celtics-trainer scheint in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nach dem Wechsel gab es nichts mehr zu erben für die Gäste. Jetzt fielen die Dreier in die Reuse der Magic, wie man es von den Celtics gewohnt ist; 13 von 18 iost sogar für Bostoner TD-Garden-Verhältnisse außergewöhnlich gut. Orlando fand kein Mittel und lag schon nach dem 3. Viertel aussischtslos zurück.
Bester Mann
Einmal mehr Jayson Tatum: Er allein hielt die Celtics in der 1. Halbzeit im Spiel. Am Ende verbuchte er 35 Punkte, 8 Rebounds und 10 Assists.
Stark in der Niederlage
Auch wenn es im 2. Durchgang nicht mehr so gut klappte, auch weil er in Foulnöte geriet: Franz Wagner stemmte sichmit 25 Punkten, je 4 Assists und Rebounds sowie sehr guten Verteidiungsaktionen lange gegen die Niederlage.
Ausblick des Siegers
Die Celtics treffen in der 2. Runde auf die New York Knicks oder Detroit Pistons und sind auf jeden Fall Favorit. Zumindest wenn sie den SAchwung der 2. halbzeit der 4. Magic-Partie mitnehmen. Denn davor war doch einiges sehr rostig beim Titelverteidiger.
Und die Verlierer?
Orlando Magic kann auf ein besseres Jahr hoffen. Voraussetzung, Jalen Suggs und Moe Wagner finden nach ihren schweren Vereltzungen zu alter Form zurück. Vor allem müssen sie sich aber nach einem wirklich guten Distanzschützen umschauen (vielleicht lent es ja der Franz Wagner auch noch). Der könnte das Duo Wagner/Banchero entlasten. Ob sie dann vom Titel träumen dürfen, wie SZ-Reporter Jürgen Schmieder schreibt, sei dann mal dahingestellt.
(3) New York Knicks – (6) Detroit Pistons 103:106 (3:2)
Angesichts der bisher so engen Partien kommt der 2. Sieg der Pistons im Madison Square Garden gar nicht so überraschend daher. Wieder war es eine extrem enge, von durchgehend harter Defensive geprägte Partie, in der sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte. 18-mal wechselte die Führung, und wieder entschied erst der letzte Angriff die Partie, als die Knicks allerdings ziemlich konfus scheiterten.
Bester Mann
Die Pistons zeigten Team-Basketball, aber kein Akteur überragte. Cade Cunningham war zwar mit 28 Punkten, 8 Assists und Rebounds am erfolgreichsten, doch seine Trefferquote aus dem Feld 6/17 war ausbaufähig. Wenigstens war er von der Freiwurflinie treffsicher (11/12) im Gegensatz zum Team, das insgesamt eine Quote von nur 72 Prozent (26/36) bei der vermeintlich einfachsten Übung des Basketballs schaffte.
Stark in der Niederlage
Alle Starter der Knicks punkteten zweistellig. Das Problem: Von der Bank kommt praktisch keine Unterstützung.
🇩🇪 👓
Dennis Schröder hatte vor allem in der 1. Halbzeit einen wichtigen Part, als er in 13 Minuten immerhin 9 Punkte und 2 Assists beisteuerte.
Ausblick
Jetzt geht es wieder nach Detroit, wo in der Nacht zu Freitag Spiel 6 stattfindet. Die Pistons wollen in MotorCity den ersten Play-off-Heimsieg seit 2008 klarmachen. 9 Partien haben sie seitdem in eigener Halle verloren.
(4) INDIANA PACERS – (5) Milwuakee Bucks 119:118 OT (Endstand: 4:1)
Es sind wohl diese Spiele, die Trainer an den Rand des Wahnsinns treiben und die Fans am Sinn ihres Fanlebens zweifeln lassen. Hauptdarsteller und ein tatsächlich tragischer Held: Gary Trent von den Milwaukee Bucks. Der Guard, de nur wegen der schweren Verletzung von Damian Lillard in die Starting Five gerückt war, lieferte die Partie seines Lebens ab. Gerade in der Overtime war er überhaupt nicht mehr zu stoppen und versenkte und versenkte 4 von 5 Dreier.
Das führte dazu, dass die Bucks 118:117 führten, bei noch 17 Sekunden zu spielen und eigenem Ballbesitz. Was konnte da passieren?. Es passierte: ein einfacher Pass auf Trent, klar, dem besten Spieler der Verlängerung. Und der ließ den Ball wie ein Anfänger, der zudem noch Angst vorm Ball hat, durch die Hände ins Aus rutschen. Also doch noch mal die Chance fü+r die Pacers, und Tyrese Haliburton ließ sich gegen reichlich konsternierte Bucks nicht bitten und vollendete per Korbleger. Sieg Indiana, 2. Runde erreicht, Kräfte gespart. Zurück blieb das fassungslose Bucks-Team, das den scheinbar sicheren Sieg im wahrsten Sinn des Wortes weggeworfen hatte.
Bester Mann
Tyrese Haliburton schaffte nicht nur den Game Winning Basket. Er sorgte auch kurz vor Ende der regulären Spielzeit mit seinem Dunk für den Ausgleich und die Verlängerung. Am Ende hatte er 26 Punkte, 9 Assists, 5 Rebounds und je 3 Blocks und Steals – bei nur einem Ballverlust. Erst mal vergessen ist seine eher durchschnittliche Saison, und wenn er jetzt noch den Dreier trifft …(2/10).
Stark in der Niederlage
Trotz allem natürlich Gary Trent, der sehr starke 33 Punkte auflegte, dazu gleich fünfmal den Ball stibitzte. Daneben wie immer bei den Bucks Giannis Antetokuonpo, der vor allem in der 2. Halbzeit aufdreht und dort 20 seiner 30 Punkte erzielte. Außedem 20 Rebounds und 13 Assists, das ist Allstar-würdig.
Ausblick des Siegers
Die Pacers treffen jetzt auf die Cleveland Cavaliers, die ih+n ihrer ersten Runde die Miami Heat demontierten. Eine schwierige, ja fast unlösbare Aufgabe.
Und die Verlierer?
Auf die Bucks kommen schwere Zeiten vor. Damian Lillard wird wegen seines Achillessehnenerisses villeicht bis Ende des Jahres fehlen, belastet aber das Gehaltskonto extrem. Das Team wirkt alt. Die große Frage: Was macht Giannis, der bestimmt nicht auf Dauer in einem mittelmäßigen und überalterten Team spielen will in den zwei, drei wirklich guten Jahren, die er noch hat. Eine Option der Bucks: Für den Griechen das Maximale herausholen und einen Neuanfang wagen.
WESTERN CONFERENCE
Denver Nuggets – Los Angeles Clippers 131:115 (3:2)
Groß waren meine Erwartungen nach den bisherigen Thrillern der beiden Teams. Doch wie es so ist: Das Ganze wurde zu eine klaren Angelegenheit der Nuggets in eigener Halle. Bereits nach dem 1. Viertel deuteten alle Weichen auf Sieg, weil diesmal die Clippers in der Höhe von Denver überhaupt nicht zurechtkamen.
Konnte das Team aus LA die Partie bis zur Halbzeit wenigstens einigermaßen unentschieden gestalten, brachen sie danach zusammen und die Nuggets zogen auf und davon.
Bester Mann
Lest und staunt! NICHT Nikola Jokic, wie sonst immer bei den Nuggets, sondern Jamal Murray. Ein Spezialist für 5. Spiele in Play-offs, wie ich im Vorfeld vernahm. Und als wollte der Kanadier nach seiner höchst mediokren Saison diesen Ruf bestätigen, legte er grandiose 43 Punkte auf, dazu 7 Assists, 5 Rebounds und 3 Steals. Das war der Murray 2023, als er mit Jokic den Nuggets zu ihrem bisher einzigen Titel verhalf. Jokic selbst begnügte sich mit 13 Punkten, schnappte sich 10 Rebounds und gab 12 Assists. Für ihn unterdurchschnittliche Werte …
Stark in der Niederlage
Ivica Zubac: Machte in der Verteidigung seine Sache gegen Jokic hervorragend und schaffte zudem 27 Punkte. Allerdings für ihn nur 5 Rebounds.
Ausblick
Jetzt geht es wieder nach LA, in die neue Clippers-Halle. Dort werden die Karten wieder neu aufgelegt. Sollte aber Jamal Murray dem suprigen Spiel 5 ein ähnlich starkes Spiel 6 folgen lassen, wird es sehr schwer für LA.
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