Das war die Woche, die war

Der gewöhnliche Schiri-Ärger im Fußball und in der Formel 1 sowie der nächste Geldregen für Dopingsünder Jannik Sinner

Meisterbonus für Bayer

Da müsste doch ein Fragezeichen stehen, denn natürlich werden alle Schiri-Verantwortlichen diese Thema auf das Entschiedenste verneinen. Doch wie anders soll ich zu diesem Schluss kommen, wenn der einköpf-bereite Frankfurter Stürmer Ekitiké in der Nachspielzeit auf der Torlinie durch einen erkennbaren Schubser von Taj mit ausgestrecktem Arm am Einköpfen gehindert wurde und Scri Felix Brych den fällligen Elfmeterpfiff unterließ? Und anders als bei seinen zuvor den von ihm konsultierten Video Assistenten nicht konsultiert hat oder es dieser (Günter Perl) nicht für nötig befunden hat einzugreifen? Eine andere Erklärung wäre höchstens, dass Felix Brych an ernsthaften Wahrnehmungsfehlern leidet. Für diese These spricht immerhin, dass er zuvor bei zwei extremen Trikotzupfern von Leverkusener Verteidigern nicht auf Freistoß aüf die Eintracht entschied.
Die katastrophale Leistung von Brych, sowohl vom Kicker als auch von der Bild mit der Note 6 bedacht, verschattete ein mehr als ansehnliches Spiel zweier Teams. Gerade die Eintracht verzückt die Fans weiterhin mit ihrem großartigen Marmoush/Etikité. Und Bayers Florian Wirtz zeigte nach seiner Einwechslung in der letzten halben Stunde, dass er tatsächlich der Unterschiedsspieler ist in einem Bayer-Team, wo die Rädchen nicht ineinander grefen wollen.

Hasenfüßige Stuttgarter

Wieso denn das, das war doch eine ganz nette erste Halbzeit? Ja, da haben die Schwaben tatsächlich mehr Spielanteile gehabt, abe3r um den Münchnern wirklich gefährlich werden zu wollen, braucht es halt mehr als 3, 4 Hanseln im gegnerischen Strafraum. Und der eine oder andere Schuss AUFS Tor von Manuel Neuer könnte auch nicht schaden. So kam es, wie es kommen musste. Die Münchner waren im 2. Durchgang engagierter und zielstrebiger. Und dann gibt es noch einen Harry Kane, dem ein lupenreiner Hatrick gelang, also 3 Tore in Folge in einer Halbzeit. Beim ersten half Stuttgarts Nationalschlussmann, seufz, Alexander Nübel kräftig mit, als er schnell wie eine Bahnschranke niedersank gegen den 30-Meter-Schuss des englischen Kapitäns. Es folgten zwei schöne Abstauber. und ein Jokertor von Kingsliey Coman.
Die Partie geriet schnell zur Nebensache. Im Blickspunkt stand Jan-Christian Dreesen. Über den berichtete das Sportfachblatt Manager Magazin, dass er eine Mitarbeiterin beschimpft und mit einer Zeitung nach ihr geworfen hatte. Dieser Vorfall fand vor 3 (!) ahren statt, besagte und nicht benannte Mitarbeiterin arbeitet nicht mehr im Club. Jetzt stellt sich die Frage, warum dieser den örtlichen Journalisten bekannte, aber nie veröffentlichte Fall gerade jetztn publik wurde. Will jemand Dreesen loswerden= Wenn ja, wer und warum? Und warum wartet derjenige nicht die Vorstandswahlen im November ab? Schlüssige Antworten vermochte niemand zu geben, vielleicht wurde es auch jemandem schlicht zu langweilig, nachdem zurzeit alle so megahappy mit dem neuen Trainer.

Überholmanöver für die Katz

Einen echten Aufreger gab es in de Formel 1 beim rennen in Mexiko.. Denn ein brillantes Überhol-Manöver von Lando Norris gegen Max Verstappen wurde von den Stewards wieder einkassiert. Nach längerem Video-Studium entschieden sie, dass sich Norris einen unvedienten Vorteil dadurch erkauft hat, weil er außerhalb der Strecke Verstappen außen überholte. Blöd natürlich, dass Verstappen für ein änhliches Manöver am Start nicht belangt wurde. So landete Verstappen auf 3 vor Norris, und da er auch den Sprint für sich entschieden hatte, baute er vielleicht entscheidnde seinen WM-Vorsprung aus. Für mich sehr unbefriedigend, weil Norris erkennbar von Verstappen nach außen gedrängt wurde.
Mit dem Sieg hatten beide nichts zu tun. Ferrari feierte einen souveränen Doppel-Erfolg durch Charles Leclerc und Carlos Sainz. Eine Demonstration der Stärke, abe die roten Göttinnen funktionieren halt nur auf bestimmten Strecken.
Eines lässt sich auf jeden fall sagen: Die 4 Wochen Pause vor dem Rennen hat Red Bull genutzt, um das Fahrzeug klar zu verbessern. Auch deshalb sieht es ganz nach der Titelverteidiung von Verstappen aus. McLaren wird sich auf die Teamwertung konzentrieren, wo es super aussieht.

Großer Zahltag

Saudi-Arabien drängt schon länger mit Macht in den Tennissport und will (mindestens) ein Masters-Turnier austragen. wenn nicht gar ein Grand Slam, warum bescheiden bleiben. Soweit ist es noch nicht, aber jetzt lud man 6 auserwählte Profis zu einem Turnier nach Riad ein, das nicht nur Profitour zählt. 1,5 Millionen Dollar betrug allein die Antrittsprämie, und Turniersieger Jannik Sinner vediente sich durch seinen Finalerfolg gegen Carlos Alcáraz 6 Millionen Siegprämie. Da kann er sich noch den einen oder anderen Top-Anwalt für sein Doping-verfahren vor dem Sportgerichtshof leisten. Ich ärgerre mich Woche für Woche mehr, dass es da kein Fortkommen gibt, wo die Fakten doch relativ klar auf dem Tisch lliegen.

Polcanova triumphiert zu Hause

Die Tischtennis-EM in Linz wurde zur Erfolgsstätte von Sofia Polcanova. Die Viertelfinalistin von Olympia (damit war sie beste Europäerin) holte sich den kontinentalen Einzeltitel durch einen Viersatzsieg gegen die Rumänin Bernadette Szocs. Zovor hatte sie zweimal Silber geholt: Im Frauendoppel mit Szocs und im Mixed mit dem 45-jährigen Robert Gardos.
Für die deutschen teilnehmer blieb zwar kein Gold übrig. Für ein Highlight sorgte allerdings Benedict Duda, der den topgesetzten Felix LeBrun im Viertelfinale eliminierte. Der Franzose war darob so erzürnt, dass seinen Schläger in die LED-Anzeige schleuderte und diese zerstörte. Die Disqualifikatikon war die Folge (kein Preisgeld, keine Punkte), und LeBrun durfte von großem Glück sprechen, dass er im Doppel noch starten durfte. Dort holte er sich an der Seite seines Bruders tatsächlich Gold. Alexis Lebrun wiederum stellte mit seinem Final-Erfolg gegen Duda die Familienehre wieder her.
Bronzemedaillen im Einzel sammelten zudem Nina Mittelham und Dmitrij Ovcharov.

Und sonst?

  • Fußball-Bundesliga: Der VfLBochum hat nach dem harmlosen Auftritt in Hoffenheim und der noch gnädigen 1:3-Niederlage Trainer Peter Zeidler entlassen. Der Schweizer kam erst zu Saison-Beginn, doch der gruselige Saisonstart mit nur einem Punkt nach 7 Spielen ließ die Verantwortlichen um Team-Manager Ilja Kaenzig handeln. Viel mehr war für den VfL aber nicht zu erwarten, angesichts der Gerade-Noch-Rettung in der Relegation gegen Fortuna Düsseldorf und dem Verlust des besten Spielers Kevin Stöger. Ebenfalls gehen muss Sportdirektor Marc Lettau, obwohl dem gute Transfers bescheinigt wurden. Übergangsweise sollen die Assistenzcoaches Markus Feldhoff und Murat Ural übernehmen, vermeldet zumindest Sky.
    RB Leipzig bleibt neben den Bayern als einziges Bundesliga-Team ohne Niederlage. Den Sachsen gelang ein schmuckloses 2:0 bei Mainz 05 und blieben bereits im 6. Spiel ohne Gegentor. ERwähnenswert seien noch Plakatge von Mainz-Fans, die Jürgen Klopp wegen seines Wechsels zur RedBull-Familie die Freundschaft kündigten. In Mainz ha Klopp ja seine ersten großen Spuren als Trainer hinterlassen.
  • Internationaler Fußball: Der FC Arsenal musste die erste Saison-Niederlage in der Premier League hinnehmen, ausgerechnet bei Nachzüger FC Bormemouth. Eine Stunde lang mussten die Londoner in Unterzahl spielen, weil William Saliba wegen einer umstrittenen Roten Karte wegen einer vermeintlichen Notbremse vom Platz musste. Keine Blöße gaben sich Tabellenführer FC Liverpooi der Primera Division l (2:1 vs Chelsea) und ManCity (2:1 in Wolverhampton).
    Der FC Barcelona hat sich in der Primera Division mit dem 5:1gegen den FC Sevilla für das Champions-League-Treffen mit dem FC Bayern eingeschossen. 2 Treffer steuerte Ex-Münchne Robert Lewandowski bei, eines davon per Elfer mit seinem unmöglichen und leider nicht verb otenen Verzögerungs-Anlauf.
  • Nationale Ligen: Basketball-Meister Bayern  kassierte schon die 2. Saisonniederlage beim Mitteldeutschen BC. Der Ärger entlud sich auf den Termingestaltern, die den Münchnern nach zwei aufreibenden Euroleague-Spielen nur einen tag Pause gönnten. Auch Alba muss der Königsklasse Tribut zollen. Die Beliner verloren zu Hause gegen die Niners Chemnitz.
  • Zwei Geheim-Favoriten der HBL mischen durch Siege gegen höher eingeschätzte Teams ganz vorne mit. Die MT Melsungen bezwang die Füchse Berlin 33:31, noch überraschender kam das 31:30 von Hannover Burgdorf gegen die SG Flensburg-Handewitt. Beide Teams sind punktgleich Tabellenführer, SC Magdeburg kann mit seinem Nachholspiel höchstens aufschließen.
  • In der DEL hat Red Bull München tatsächlich mal wider ein Heimspiel gewonnen. Gegen Nürnberg gelang im 6. Spiel erst der 2. volle Erfolg im neuen SAP Garden.
  • Tennis: Turniersiege feierten bei den Männern Kachanow (Almaty), Bautista Agut (Antwerpen) und Tommy Paul (Stockholm) sowie Darja Kasatkina (Ningbo) und Kimberly Birrell (Osaka).

Das war die Woche, die war

Spitzenspiel war wenig Spitze

Rekordmeister gegen Meister, Tabellenerster gegen die Unschlagbaren. Viel hab ich mir versprochen, vergleichsweise wenig ist herausgekommen, aber zwei fantastische Tore, die allerdings fast folgerichtig mit Robert Andrich und Alexander Pavlovic zwei defensive Mittelfeldspieler erzielten und nicht die jeweis unsichtbaren Stürmer Harry Kane und Victor Boniface. Immerhin live vor Ort. Das ist doch eine ganz andere Perspektive als nur am Bildschirm. Mehr dazu hier

Erstmals in einer Bayern-Loge – was dort wirklich passiert

Marmoush – einfach klasse

Die Bayern sind nach dem Remis Spitzenreiter geblieben. Härtester Verfolger ist Eintracht Frankfurt, das mit 4:2 bei Holstein Kiel gewann und den vierten Sieg in Folge schaffte. Maßgeblich daran Anteil hatte Stürmer Omar Marmoush, der zwei Tore selbst erzielte und zwei auflegte für Igor Matanovic und Tuta. Der Ägypter führt die Torschützenliste mit 6 Treffer an vor Kane.

Pogacar krönt grandiose Saison

Nach Giro und tour gewann der Slowene auch das Straßenrennen bei der Rad-WM in Zürich. Standesgemäß im Alleingang von Ben O´Connor aus Australien. Zeitfahr-Weltmeister und Doppelolympiasieger Remco Evenepoel blieb nur der 6. Platz, auch weil seine Verfolgungsgruppe sich nicht immer einig in der Nachführarbeit war. Die Übelegenheit von Pogacar ist frappierend.
Bei den Frauen siegte am Samstag die Belgierin Lote Kopecky, die den Sprint einer Sechsergruppe für sich entschied. Knapp an einer Medaille fuhr die Deutsche Liane Lippert auf Platz 4.
Überschattet wurde die WM vom tödlichen Sturz der Schweizer Nachwuchsfahrerin Muriel Furrer, dessen Umstände und Hergang noch ungeklärt sind. Ich habe mir dazu schon ein paar Gedanken gemacht

Was so übrigblieb

Radsport ist und bleibt gefährlich, Stürze sind leider unvermeidbar, aber Veranstalter können gerade bei den allein schon wegen des enormen Tempos gefährlichen Abfahrten die heikelsten Abschnitte besser schützen.

Berufung im Fall Sinner

Die Welt-Antidoping-Agentur WADA hat Berufung gegen den Quali-Freispruch gegen den des Dopings überführten Jannik Sinner eingelegt. Beim Weltranglistenersten waren im Frühjahr in zwei Proben Spuren des verbotenen Mitels Clostebol gefunden worden. Der Italiener begründete das mit verschmutzten Händen seines Masseurs, der für eine eigene Wunde eine Salbe mit diesem Wirkstoff aufgetan habe. Eine unabhängige Kommission folgte dieser Begründung, sah von einer Sperre ab. Einzig das Preisgeld und die Punkte fürs Turnier in Indian Wells, wo die erste positive Probe gezogen wurde, wurden dem Tennisprofi wieder abgezogen. Es regte sich zwar hier und da Unmut über die praktisch nicht vorhandene Strafe, aber größtenteils folgten auch viele Experten der Einlassung. Sinner ist mit seiner offenen Art ein echter Sympathie-Träger und dazu einer der großen Hoffnungen für die Zukunft, wenn die Großen 3 abgetreten sind.
Jetzt also der Einspruch der Wada, der vorm CAS, der obersten Instanz der Sportgerichtsbarkeit. Nicht nur ist die Frage zu klären, ob man der Begründung von Sinner weiter folgt (ich stell mir immer vor, das hätte ein chinesischer Schwimmer von sich gegeben). Aber sogar wenn ich das glaube:Muss sich Sinner nicht das grobe Fehlverhalten eines Mitglieds des allernächsten Umfelds nicht zurechnen lassen? So wie ich glaubte, dass das gängige Praxis ist. Ein Glaube allerdings, von dem ich langsam abfalle, wenn ich sehe, wie auch die haarsträubendsten Begründungen durchgewinkt werden. 23 gedopte Chinesen, die leider, leider alle kontaminiertes Kantinenessen zu sich genommen haben sollen. Obwohl bei einigen von denen große Zweifel bestehen, ob sie im besagten Trainingscamp überhaupt waren.
Es wird eine wegweisende Entscheidung: Urteilt der CAS im Sinne von Sinner, können wir das Doping gleich völlig freigeben. So was wie den Masseur findet wohl jeder Spitzensportler, und ein Pflaster, das die Wunde beweisen soll, kann auch jeder tragen.

Und sonst?

  • Fußball-Bundesliga: Erstaunliches in Hoffenheim, wo die heimische TSG bereits nach 13 Minuten 3:0 führte gegen Werder Bremen führte und doch noch verlor. Knackpunkt war die Rote Karte gegen Hoffenheims Stanley N´Soki wegen einer Notbremse. In Unterzahl wirkten die Gastgeber regelrecht hilflos, was ihn dieser Form nicht zwingend ist. Die Karten für Trainer Pellegrino Mattarazzo werden nicht unbedingt besser. Bis jetzt steht der Rauswurf allerdings aus. Für Werder traf der dänische Mittelfeldmann Jens Stage gleich dreimal. So viele Treffer waren ihm jeweils in den beiden vergangenen Spieilzeiten insgesamt für die Werderaner gelungen.
    Die Überraschung des Spieltags war der 3:0-Sieg von Neuling St. Pauli beim bis dato so starken SC Freiburg.
    Besonderheit: Die Torhüter hielten am Samstag 3 von 3. Deutsche Wertarbeit? Denkste, es waren der Leipziger Gulacsi aus Ungarn, der Wolfsburger Gabara aus Holland und der Paulianer Vasilj aus Bosh´nien-Herzegowina.
    Die White Sox stellten mit ihrer Pleite einen traurigen Rekord auf, verloren ihr 121. Spiel, so viele wie noch nie ein MLB-Team.
  • Internationaler Fußball: In England hat der FC Liverpool nach einemharterkämpften 2:1 bei Wolverhampton die Tabellenführung übernommen. ManCity kam ohne Rodri und Kevin de Bruyne nicht über ein 1:1 bei Newcastle United hinaus.
    Ein Kunststück der besonderen Art schaffte Chelseas Cole Palmer, der beim 4:2 gegen Brighton gleich 4 Tore in der 1. Halbzeit gelang, das gab es noch nie in der Premier League.
    Das nächste Desaster erlebte Manchester United. Das Team verlor zu Hause mit 0:3 gegen die Tottenham Hotspur und war mit dem Ergebnis noch gut bedient. Wie lange noch, Teamchef Erik ten Hag?
    In Spanien kassierte der FC Barcelona beim 2:4 bei Osasuna Pamplona die erste Saisonniederlage in der Primera Division. Einen ganz starken Auftritt bei den Gastgebern legte der vom FC Bayern ausgeliehene Bryan Zaragoza hin, der ein Tor erzielteund eines vorbereitete. Das Madrider Derby Atlético vs Real endete 1:1 durch den Atleti-Ausgleich in der 7. Minute der Nachspielzeit und VAR. Die Party wurde gut 20 Minuten unterbrochen, weil sogenannte Fans von Atlético den Real-Schlussmann Thibault Courtois (ehemals auch bei Atlético zwischen den Pfosten) mit Wurfgeschossen eindeckten. Trainer Diego Simeone sah eine Mitschuld von Courtois, der zuvor schon übelst beleidigt wurde, wiel er die Fans nach der Real-Führung provoziert habe.
  • Tennis: Ein französisches Finale gibt es morgen beim Turnier in Tokio. Die ungesetzten Ugo Humbert und Arthur Fils, Sieger in Halle/Westfalen) treffen aufeinander.
  • Deutsche Ligen: Im Handball hat der THW Kiel nach dem beeindruckenden Auswärtssieg beim Meister SC Magdeburg eine herbe Heimklatsche gegen dMT Melsungen kassiert. Allein der diesjährige Titel-Kandidat SG Fensburg-Handewitt ist nach dem 4. Spieltag noch ohne Punktverlust, da die Rhein-Neckar Löwen in Leipzig verloren.
    Im Basketball schaffte Meister Bayern München mit Müh und viel Not einen hauchzarten 81:80-Erfolg gegen die Hamburg Towers, den Devin Booker 12 Sekunden vor Schluss mit einem Wurf übers Brett sicherstellte. An der Spitze stehen mit 2 Siegen in 2 Spielen Ex-Meister ratiopharm Ulm und die Rostock Sea Wolves.
    In der DEL gewann Red Bull München mit 6:2 bei den Straubing Tigers und schafften im 3. Spiel den 3. vollen Erfolg (ohne Verländerung oder Penaltyschießen). Sie haben offenbar die Eröffnungsfeierlichkeiten ihrer neuen Halle SAP Garden und der folgenden 0:5-Klatsche gegen die Buffalo Sabres am Freitag gut überstanden.

 

Das war die Woche, die war

Vorbemerkung: Zum sog. Boxkampf zwischen Stefan Raab und Regina Halmich werde ich an dieser Stelle kein Wort verlieren. Für diese Woche plane ich ein Fernsehstück, da brennt mir so einiges auf den Nägeln.
Der US Sport wiederum erhält am Dienstag nach dem Mondy Night Game besondere Beachtung. So werde ich es in der NFL die ganze reguläre Saison halten, außer es geschieht Außergewöhnliches.

Bayern endlich wieder vorn

Zumindest nach Münchner Lesart hat die Bundesliga endlich wieder ihren einzig vedienten Spitzenreter. Mit dem nie gefährdeten 6:1 beim hoffnungslos überforderten Aufsteiger Holstein Kiel sind die Bayern nach drei Spieltagen der letzte verbliebene Club ohne Punktverlust. Bereits nach 15 Sekunden traf Jamal Musiala, nach einer Viertelstunde stand es schon 3:0. Harry Kane erzielte drei Treffer und lieft nun auch wieder in der Torschützenliste vorn – gleichauf mit Hoffenheims Andreij Krmaric.

Das Tabellenende formiert sich

„Die Aufsteiger Holstein Kiel FC St. Pauli und VfL Bochum werden die letzten drei Plätze unter sich ausmachen“ – so lautete die fast einhellige Meinung vor Saisonbeginn. Und die ersten 3 Spieltage bestätgten eindrucksvoll diese Einschätzung. Die drei Clubs zieren jeweils ohne Punkt das Tabellenende, und keines der insgesamt 9 Spiele der Drei wurde dramatisch-unglücklich verloren. Einzig Mainz ist überhaupt außerdem ohne Sieg. Große Besserung scheint nicht in Sicht. Am Samstag steigt allerdings schon der erste Abstiegsgipfel zwischen dem VfL und Holstein. Gnädigerweise versteckt in der Konferenz.

Worüber die Liga sonst spricht

– Karim Adeyemi: Der hat eine grandiose Woche hinter sich. Für die U 21 erzielte er beim 10:1 gegen Estland 3 Tore, am Freitag beim 4:2 gegen   Tabellenführer 1. FC Heidenheim war er zweimal erfolgreich und legte den Führungstreffer von Donyel Malen mustergültig auf. Ist jetzt bei ihm endlich der Knopf aufgegangen oder ist es nur ein Strohfeuer? – die nächsten Wochen werden es zeigen.
– Leverkusen wieder in der Erfolgsspur: Die erste Liga-Niederlage nach mehr als einem Jahr vor den Länderspielen hat keine sichtbaren Spuren hinterlassen, die Aufgabe in Hoffenheim läste Bayer letztlich souverän mit dem 4:1. Vioctor Boniface erzielte zwei Tore und war außerdem in aller Munde, weil er nach einem Treffer die Hosen runterließ. Ein Tiktok-Trend in seinem Heimatland Nigeria sei das, erklärte der Stürmer, der um eine Gelbe Karte herumkam. Nur Trikotausziehen ist explizit verboten, und der Schiri sah keinen höhnischen Jubel, weil ja noch eine ebenfalls weiße Unterhose sein Hinterteil vehüllte.
– Musiala oder Wirtz: Diese Diskussion entfachte Sky-Experte Didi Hamann, bei allen Bayern-Fans und-Verantwortlichen eh ein rotes Tuch: Vereinfacht sagte er folgendes: Der FCB möge die beiden Spieler tauschen, weil Wirtz seine Mitspieler besser einsetzt und Musiala in seiner Dribblerkunst, die Hamann explizit über den grünen Klee lobte, manchmal den besser postierten Kollegen übersieht. Ein Shitstorm von Verein und einigen Experten ergoss sich über Hamann, der tapfer am Samstag seine Meinung verteidigte und präzisierte. Im Prinzip kann ich der Argumentation durchaus folgen, der Zeitpunkt war allerdings angesichts Musialas drei schönen Vorlagen im Länderspiel gegen Ungarn unglücklich gewählt.

Nagelsmann kann auch normal

Als der Bundestrainer das Amt vor knapp einem Jahr übernahm, war das eine Ausnahmesituation, weil das Unternehmen Heim-EM alles überstrahlte. Jetzt ist der normale Zustand eingetreten, und was die Truppe beim 5:0 gegen Ungarn und mit Abstrichen auch beim 2:2 in Amsterdam zeigte, macht tatsächlich Lust auf mehr. In der Offensive hat der Coach zahlreiche Möglchkeiten , in der Defensive allerdings noch einiges zu tun. Eines lässt sich sagen: Der Rücktritt der vier erfahrensten Spieler Neuer, Müller, Gündogan und Kroos wurde kompensiert. Ob das dann auch klappt, wenn es mal heikel wird, muss sich zeigen.

Internationaler Fußball:
– Barca prolongiert Erfolgsserie: Auch vom aufdmüpfigen katalanischen Rivalen ließ sch das Team von Trainer Hansi Flick nicht aufhalten. Gleich mit 4:0 behilet es die Oberhand. Während Lewandowski leer ausging, erziete  Lamine Yamal 2 Treffer. Wo ist die Grenze für dieses Supertalent?
Liverpools Heimpleite: Die Reds verloren völlig überraschend gegen Nachzügler Nottingham Forest mit 0:1 und büßte erste Punkte in der Premier League ein. Arsenal gewann etwas glücklich das London-Derby bei Tottenham Hotspur..
– Noch ohne Punktverlust nach 4 Partien ist Meister Manchester City, , Erling Haland erzielte 2 Treffer beim mühsamen 2:1 gegen Brentford und hält schon bei 9 Saisontreffern. Dazu noch das Siegestor für Norwegen gegen Österreich …
– Krise in Brasilien: In der WM-Quali verlor die Selecao am 8. Spieltag bereits die vierte Partie – mit 0:1 in Paraguay. In der Tabelle liegt der fünffache Weltmeister (zuletzt 2002) nur auf Platz 5. Da trifft es sich bestens, dass sich 6 Teams fix für die Endrunde aulifizieren und der 7. eine Relegation gegen den 2. der Ozeanien-Quali bestreitet.

Piastri gewinnt Formel 1 Show in Baku

Endlich packt mich die Königsklasse wieder mit spannenden Rennen. Das in Baku am Sonntag war vorläufiger Höhepunkt, tatsächlich von der ersten bis zur letzten Runde dramatisch mit allem, was den Motorsport so attraktiv macht. Am Ende siegte der junge Oscar Piastri, gerade von seinem Team zur Nummer 2 degradiert, weil Teamkollege Lando Norris bessere WM-Chancen hat. Der spielte allerdings für den Sieg keine Rolle, weil er nach verpatzter Qualfikation weit hinten startete. Piastri lieferte ein fehlerfreies Rennen ab, trotz größtem Druck von Charles LeClair im Ferrari, der seinerseits seinen Platz gegen Sergio Perez und auch Carlos Sainz jr verteidigen musste. Dahinter faszinierte die Aufholjagd von Lando Norris´Aufholjagd, der dank kluger Strategie sogar den WM-Führenden Max Verstappen nicht nur einholte, sondern im direkten Duell wie eine Bauernkarre stehen ließ. Zwei Runden vor Schluss noch ein spektakulärer Crash zwischen Sainz und Perez, die beide Fahrer unverletzt überstanden. Die Schuldfrage wird leiedensdchaftlich diskutiert.

Und sonst?

  • Abschluss der Diamond League: In Brüssel gab es bei mäßigem Wetter gute, allerdings wenig überragende Leistungen, die Saison mit Olympia und EM hat doch viele Körner gekostet. Mondo Duplantis beließ es im Stabhochsprung bei 6,11 (immerhin Meisterschaftsrekord(, Sydney McLaughlin bestätigte ihre Ausnahmestellung über die Stadionrunde (diesmal ohne Hürden) und war außer Konkurrenz schneller als die offizielle Siegerin Maridledy Paulino
  • Daviscupper erfolgreich: In China qulifizierte sich das deutsche Team mit Siegen über die Slowakei und Chile und darf wie die USA zur Endrunde. Nicht mehr dabei sind die Franzosen, die in einem anderen Qualifikationsturnier an Spanien und Australien scheiterte.
  • Pogacar siegt in Montreal: Beim Grand Prix de Cycliste war der Slowenische Tour-Sieger nicht zu schlagen und siegte im Alleingang vor Peio Bilbao und Julian Alaphilippe.
  • Deutsche Eishackler bleiben im CL-Rennen: 4 von 6 Spielen sind absolviert, die Top 16 von 24 Teams qualifizieren sich fürs Achtelfinale (ähnlich wie im Fußball ab dieser Woche). Die Fischtown Pinguinse (4.), Eisbären Berlin (9.) und Straubing Tigers (10.) sind in den Top Ten, ebenso wie der fünftplatzierte RB Salzburg.
  • Solheim-Cup an die USA: Das ist der Wettstreit USA vs Europa im Frauen-Golf, also das Pendant zum Ryder Cup. Nach 5 Niederlagen waren die USA wieder erfolgreich. Auf dem Kurs in Virginia gewannen sie mit 15,5:12,5. Die deutsche Olympia-Zweite Esther Henseleit war erstmals dabei: Sie gewann ein Vierer und bestritt ihr Einzel am Schlusstag unentschieden gegen Andrea Lee. Dabei vergab sie am letzten Loch den Sieg, als ihr Patt umd Zeintimeter das Loch verpasste.

Das war die Woche, die war

Vorbemerkung: Die vergangenen 10 Tage seit Solingen bis zu den Landtagswahlen mit dem verheerend hohen AfD-Ergebnissen lässt mich gerade verzweifelt und ratlos zurück. Zeit für Erholung am Bodensee die nächsten zwei Wochen. Die Wettervorhersage ist allerdings nicht so prickelnd.
Da merke ich, wie unwichtig der Pfostenschuss hier und ein vergebene Matchball dort in Wirklichkeit sind. Und dennoch: Gerade weil der Sport relativ unbelastend ist (gibt auch hier genug reichlich diskutable und äußerst unbefriedeigende Dinge, nicht wahr, Signore Sinner), möchte ich ihn nicht gänzlich außen vor lassen.

Endlich Serienende

Bayer doch besiegbar in Deutschland. Im 36. Bundesligaspiel hat es die Leverkusener erwischt, beim höchst unterhaltsamen 2:3 zu Hause gegen RB Leipzig nach 2:0-Führung. Spieler, Fans und Verantwortliche trugen es mit Fassung, Trainer Xavi Alonso wirkte fast erleichtert, dass das Zählen endlich beendet ist. Trotzdem ärgerlich, dass der Rekord des HSV von 36 ungeschlagenen Ligaspielen nicht erreicht wurde. Insgesamt wirkt das Konstrukt noch nicht sicher. Offensiv hui, defensiv pfui; die Rädchen passen noch nicht trotz nahezu unveränderter Mannschaft.
Die Bayern landeten dagegen mit einem sicheren 2:0 den zweiten vollen Erfolg. Tabellenführer sind sie allerdings nicht, das schaffte der 1. FC Heidenheim nach dem beeindruckenden 4:0 gegen den FC Augsburg. Dazu noch der souveräne Einzug in die Conference League. Idealer Saisonstart nenne ich so etwas.
Am Tabellenende schon jetzt die allseits Vermuteten VfL Bochum, Holstein Kiel und St. Pauli mit jeweils 0 Punkten.

Wie gehabt gab es schon am 2. Bundesligaspieltag Riesenärger um den VAR. Vor allem bei Handspielen stößt die Auslegung, bei ausgestreckter Hand auf jkeden Fall zu pfeifen auf Ablehnung. Das Problem ist die viel zu hohe Strafe Elfmeter (75% Tor) gerade bei ungefährlichen Situationen. Mein Vorschlag: Der Schiri hätte Ermessen, auf kurze Ecke zu entscheiden. Oder die angreifende Mannschaft darf den Ball – ähnlich wie bei der Erhöhung im Rugby – im rechten Winkel zum „Tatort“ an eine beliebige Stelle außerhalb des Strafraums velegen und dort mit direkten Freistoß fortsetzen. Das könnte auch bei bei Fouls angewendet werden, wenn der Angreifer sich aus dem Strafraum wegbewegt wie beim Elfer von Mainz in stuttgart.

Spiele satt in Europa

Auf die Fußball-Fans wartet in den internationalen Club-Wettbewerben ein wahres Monsterprogramm. Unmöglich, alles zu sehen. In allen drei Kategorien das neue Format mit jeweils nur einer Tabelle mit 36 Teams. Von denen jeweils nur ein Drittel ganz ausscheidet nach der Vorrunde mit 8 (CL, EL) und 6 ConfL) Partien. Da das bisher noch gar nicht erprobt wurde, wird es interessant, wie und ob sich da Spannung aufbaut. Wirklich positiv ist, dass schon in der Vorrunde absolute Topteams wie Bayern und Real aufeinandertreffen. Andererseits wird es gerade für ein Topteam nahezu unmöglich werden, nicht die besten 24 und damit wenigstens die Zwischenrunde zu erreichen. Ein Trost: Langweiliger als bis jetzt mit den Vierergruppen kann es kaum werden.

Zwei Tennis-Favoriten schon raus

So früh wie noch nie seit 2006 scheiterte Novak Djokovic bereits in der 3. Runde gegen Andrej Popyrin. Nichts habe funktioniert, bekannte der Serbe. Sogar noch eine Runde früher musste der als Top-Favorit gehandelte Carlos Alcaraz die Segel streichen. Der Spanier unterlag dem Holländer Botic van de Zandschulp. Beide Überraschungssieger durften sich nur kurz ihres Erfolges erfreuen und verloren jeweils ihre nächste Partie gegen Jack Draper und Francis Tiafoe.
Schon im Viertelfinale steht Sascha Zverev, der sich trotz verlorenen ersten Satzes   gegen den Lokalmatadoren Nakashima durchsetzte. In der Runde der besten Acht trifft er morgen auf Taylor Fritz, im Halbfinale würde Grigor Dmitrov oder Francis Tiafoe warten. In der anderen Turnierhälfte scheint der Weg ins Finale schon frei für Jannik Sinner, der offenbar unbelastet seines kruden Dopingfalls bisher durch seine Partien cruist.

Bei den Frauen hat sich die formschwache Titelverteidigerin Coco Gauff für mich nicht unerwartet schon im Achtelfinale verabschiedet. Hier läuft Vieles auf ein Finale zwischen Iga Swiatek und Aryna Sabalenka hinaus.

Ferrari-Sieg beim Heimspiel

Der Grand Prix in Monza ist immer etwas Besonderes für die Scuderia. Charles LerClerc gelang gestern das Meisterstück und siegte, obwohl sein Ferrari das langsamere Auto gegenüber den McLarens war. Aber seine risikoreiche Ein-Stopp-Strategie zahlte sich aus, und so siegte er vor Piastri und Norris. Der kommt in der Gesamtwertung dem WM-Führenden Max Verstappen langsam näher. Der Holländer wurde nur Sechster, und mehr war schlichtweg auch nicht drin. Der Abstand beträgt zwar noch 64 Punkte, aber es stehen immerhin noch acht Rennen aus.

Geldregen für Scottie Scheffler

Der amerikanische Golfprofi brachte beim letzten Fedex-Turnier seinen Vorsprung, den er sich in den Turnieren zuvor erarbeitet hatte, ins Ziel. Dafür kassiert er 25 Millionen Dollar. 7 Turniere hat er in diesem Jahr gewonnen, dabei ein Preisgeld von insgesamt 62,5 Millionen Dollar, so viel wie noch nie ein Golfprofi. Dazu noch die Goldmedaille in Paris.

Und sonst?

  • Mbappe trifft: Erstmals für seinen neuen Club Real Madrid. Beim 2:0 gegen Real Betis erzielte der Franzose beide Treffer. Souverän de FC Barcelona beim 7:0 vs Valladolld
  • Spannung bei der Vuelta: Der Australier Ben O’Connor hat vor der letzten Woche der Spanien-Rundfahrt noch 43 Sekunden Vorsprung auf den aufholenden Primoz Roglic. De Slowene gilt als besserer Kletterer, und es stehen noch einige schwere Bergetappen an. Weiter glänzend schlägt sich der junge Florian Lipowitz (23) auf dem sechsten Gesamtrang.
  • Triumph für Marc Marquez: Nach 1043 Tagen Siegpause war der spanische Ausnahmefahrer wieder erfolgreich. In der MotoGP siegte der Spanier in Aragon und feierte seinen 60 GP-Erfolg.
  • Bestzeit für Gina Lückenkemper: Die Sprinterin rannte beim ISTAF in Berlin die 100 Meter in 10,93 Sekunden – so schnell wie noch nie und so schnell wie noch keine deutsche Athletin nach der Wende. Mit dieser Zeit hätte sie bei Olympia locker den Endlauf erreicht.

Das war die Woche, die war

Der Fußball hat uns wieder mit dem Start der Bundesliga. Und die Sommersportler sind zum Teil noch groß im Geschäft.

Favoriten mit Mühe

Der erste Bundesliga-Spieltag brachte eine große Überraschungen. Einen klassischen Fehlstart leistete sich allerdings der VfB Stuttgart mit dem 1:3 beim SC Freiburg. Da greifen die Rädchen noch nicht ineinander.
Sehr ähnlich die beiden Meisterschafts-Favoriten Bayer und Bayern mit mühseligen 3:2-Auswärtssiegen bei Heimstarken Mittelklasseteams in Gladbach und Wolfsburg. Bayern weiter mit großen Abwehrschwächen, Bayer wie gewohnt mit einem Last-Minute-Tor zum Sieg.
Auch die Abstiegskandidaten bestätigten ihren Ruf. Sowohl die Neulige FC St. Pauli (0:2 vs Heidenheim und Hostein Kiel 2:3 Hoffenheim) als auch der VfL Bochum (0:1 in Leipzig) verloren zum Auftakt.
Traditioneller Ärger auch um die Schiris, die Handelfmeter und den VAR. Eingriff nur bei klarer Fehlentscheidung, oder Schwarz/Weiß wie es der neue Schiri-Obmann Knut Kircher ausdrückte. Klingt einfach, ist offenbar extrem schwer umzusetzten. Fortsetzung folgt sicher …Was strafbares Hand ist, bleibt so unergründlich wie Loch Ness oder Atlantis. Ich nehme es hin und wundere mich auch nicht mehr.

Lando Norris überragend

Das ist Max Verstappen bei seinem Heim-Grand-Prix noch nie passiert. Dass ihn ein anderer Pilot um die Ohren fährt. Lando Norris war das gesamte Wochenende eine Klasse für sich, der McLaren ist derzeit das beste Auto im Feld. Nur den Start verhunzt Norris regelmäßig, das hinderte ihn nicht am nie gefährdeten Sieg. Verstappen dürfte froh über Platz 2 sein, der ihn wieder ein Stück näher zu seinem vierten WM-Titel en suite brachte.

Leichtathleten in Top-Form

Vor allem zwei Skandinavier: Beim Beim Diamond-League-Meeting in Chorzow pulverisierte Jakob Ingebrigtsen aus Norwegen den 28 Jahre alten Weltrekord von Daniel Komen um mehr als drei Sekunden auf 7:17,55 Minuten. In seinem Schlepptau schaffte der Äthopier Berihu Arigawi in 7:21,28 die drittbeste je erreichte Zeit.
Der Schwede Mondo Duplantis übersprang 6,26 Meter zu einem neuen Weltrekord mit dem Stab und verbesserte seine Paris-Marke um einen Zentimeter. Mit Sam Kendricks und Emmanoil Karalis schafften zwei weitere Springer die 6-Meter-Marke – das  hat es noch nie in einem Wettbewerb gegeben.
Der Parforce-Ritt der 800-Meter-Läufer geht weiter. In Lausanne egalisierte  Emmanuel Wanonyi die zweitbeste je gelaufene zeit von Wison Kipketer, gleich zwiemal binnen drei Tagen Lausanne und Chorzow) blieb der Kanadier Marco Arop unter der 1:42er-Marke.

Zwei große Fußball-Trainer sind tot

Christoph Daum und Sven-Göran Eriksson erlagen ihren Krebserkrankungen. Zu Daum Folgendes https://blickueberdenteich.de/trauer-um-christoph-daum/

Heute Morgen kam dann die leider nicht unerwartete Nachricht von Erikssons Ableben. Bei ihm wurde erst im Januar ein nicht mehr heilbarer Bauchspecheldrüsenkrebs diagnostiziert. Er wurde 76 Jahre alt. Noch im März erfüllte ihm sein Lieblingsclub FC Liverpool und Jürgen Klopp seinen Herzenswunsch, und er durfte die Reds bei einem Benefizspiel in Anfield coachen. https://www.sueddeutsche.de/sport/sven-goeran-eriksson-liverpool-klopp-krank-krebs-1.6482403.
Der Schwede war erster ausländischer Coach eines englischen Nationalteams. Unter anderem saß er beim 5:1-triumpf gegen Deutschland in München auf der Bank. Außerdem stand er den Auswahlteams unter anderem von Mexiko und der Elfenbeinküste vor. Als Vereinstrainer sammelte er mit Benfica Lissabon, AS Rom und Manchester City zahlreiche Titel. Mit dem IFK Göteborg triumphierte er bereits 1982 im UEFA-Pokal mit zwei beeindruckenden Final-Erfolgen gegen den HSV.

Und sonst?

  • Manuel Neuers Rücktritt vom Nationalteam: https://blickueberdenteich.de/neuers-ueberfaelliger-schritt/
  • Ehrung für Ann-Katrin Berger: Nationaltorhüterin wurde zur Fußballerin des Jahres gewählt. Sie war mit ihren gehaltenen Elfmetern Garantin für die Bronzemedaille des deutschen Teams.
  • Ben O Connor führt bei Vuelta: Der Australier hat nach der 9. Etappe schon 3:53 Minuten Vorsprung auf den Slowenen Primoz Roglic. Die schwere Etappe gestern mit 3 Bergen der 1. Kategorie sicherte sich im Alleingang der Brite Adam Yates.
  • Olympiasiegerinnen gescheitert: Die seutschen 3×3-Basketballerinnen schieden bei der EM in Wien bereits im Vietelfinale aus. Allerdings war vom Paris-Team nur Elisa Mervius dabei. Die Titel holten sich die Spanierinnen, Finalistinnen in Paris. Bei den Männern triumphierten völlig überraschend die österreichischen Gastgeber.
  • Letzter Auftritt der 4Ls: Die Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig/Louisa Lippmann unterlagen im Viertelfinale in Hamburg Cinja Tillmann und Svenja Müller. Ludwig wird ihre Karriere beenden, Lippmann sucht eine neue Partnerin. Tillmann/Müller mussten sich im Finale den Schweizerinnen Hüberli/Brunner geschlagen geben.

Das war die Woche, die war

Der Fußball hat uns wieder voll im Griff. Ansonsten pflegen fast alle Sommersportarten eine kleine Olympia-Pause – außer Beachvolleyball und Tennis

Bayer macht Bayer-Dinge

Nämlich späte Tore zum Ausgleich schießen. Und Patrik Schick ist ein Spezialist dafür. Am Samstag traf er in einem höchst unterhaltsamen Super-Cup-Spiel in der BayArena für die Leverkusener. Sowohl Bayer als auch der VfB scheinen für die am Freitag beginnende 62. Bundesliga-Saison gerüstet. Levekusen siegte letztlich im Elferschießen, eine Verlängerung blieb den Teams erspart und den Zuschauern verwehrt. Große Freude über den Titel.

Lahmer Pokal

Die 1. Runde in Deutschland verlief ohne große Überraschungen. Allenfalls bemerkenswert: Die beiden Überraschungs-Halbfinalisten der vergangenen Saison, 1. FC Saarbrücken und Fortuna Düsseldorf sind schon raus. Einen Bundesligisten hat es vor den verbleibendne 4 Partien heute doch erwischt: Der VfL Bochum unterlag beim Zweitliga-Aufsteiger Jahn Regensburg. Das mit großem Bohei angekündigte Groenemeyer-Pokal-Sponsoring am Ärmel hat sich damit schon erledigt. Die Laune ist entsprechend prächtig, genau wie in Hannover, wo der Manager gleich mal Mannschaft und Trainer einen Einlauf gab.

City souverän

Auch der Start verlief ziemlich nach Plan. Die Großen 3 City, Liverpool und Arsenal vebuchten 2:0-Arbeitssiege. Klasse ist da, aber noch reichlich versteckt. Einen Audtakt nach Maß feierte bei Brighton an Hove Albion. Die Südengländer siegten gleich 3:0 beim FC Everton und sind erster Tabellenführer.

Zverev scheitert ganz knapp

Beim Masters in Cincinatti war im Halbfinale Schluss. Jannik Sinner hatte im Tiebreak des 3. Satzes das bessere Ende für sich und trifft heute Abend auf Francis Tiafoe, der Holger Rune im Semifinale eliminierte. Zverev hatte seine Chancen, aber das zieht sich schon das ganze Jahr dahin. Immer fehlt ein Itzerl zum Turniersieg. Dabei ist Sinner, wie so viele andere, Top-ten-Spieler, von seiner besten Form zu Beginn der Siaon etwas entfernt.
Bei den Frauen meldete sich Aryna Sabalenka zurück. Sie bezwang in Cinci Iga Swiatek mit 6:3, 6:3. Dabei nervelte die Weißrussin, denn sie vergab gleich 9 Matchbälle, und viel hätte nicht gefehlt und Swiatek hätte die Partie noch vollends gedreht. Auch die Frauen spielen das Finale erst am Montag – Olympia und seine Nachwehen. Sabalenka bekommt es mit Jessica Pegula zu tun, die vor einer Woche das Turnier in Toronto gewann.

Wieder Finale, wieder verloren

Das deutsche Beachpaar Ehlers/Wickler bestätigte bei der EM in Holland seine Glanzform. Wie bei Olympia kamen sie in Endspiel, dort allerdings fanden sie erneut ihre Meister. Die Letten Plavins/Fokerots triumphierten in 3 Sätzen, der entscheidende fast demütigend mit 15:5 an das Paar.
Noch besser machten es die deutschen Frauen: Cilja Tillmann/Svenja Müller wurden Europameisterinnen durch ein 2:0 im Finale gegen die Italienerinnen Gottardi/Mennegatti.

Spannendes Tour-Finale

Die der Frauen, versteht sich: Am Ende trennten die Polin Katarzyna Niewiadoma und die zweitplatzierte Vorjahressiegerin Demi Vollering aus Holland gerade mal 4 Sekunden. Die Entscheidung fiel tatsächlich auf den letzten Metern des Anstiegs nach Alpe d´Huez. Vollering hatte eine Attacke gestartet hatte schon das virtuelle Gelbe Trikot, aber die Polin kämpfte sich eindrucksvoll zurück und rettete den hauchdünnen Vorsprung.

Und sonst

  • Wout van Aert vorn: Der Belgier erhielt als Zweiter der 2. Vuelta-Etappe 6 Sekunden Zeitgutschrift, die ihn in Leadertrikot hievten. McNulty aus Australien hatte den Prolog in Lissabon für sich entschieden..
  • Hideki Matsuyama brilliert: Beim 1. Fedex-Play-off siegte der Japaner mit 2 Schlägen Vorsprung auf Victor Hovland und Xander Schauffele. Einen hohen Vorsprung hatte de Golfprofi in der Schlussrunde abgegeben, mit zwei brillanten Birdies auf den letzten beiden Löchern sicherte sich der Olympia-Dritte den 10 Sieg auf der PGA-Tour.