Celtics das Maß aller Dinge

Blick über den Teich, NBA

12 bis 14 Spiele haben die Clubs jetzt in der regular season absolviert. Grund genug für eine erst Zwischenbilanz.

Eastern Conference

Die Celtics haben den besten Saisonstart erwischt mit nur zwei Niederlagen in 12 Spielen. Ihre einzigen Niederlagen haben sie bei den 76ers und Timberwolves bezogen, die ebenfalls sehr stark in die Spielzeit gestartet sind. Auf ihr Dreigestirn Tatum, Brown und Porzingis ist Verlass. Auch Holiday liefert. Ein klarer Play-off-Kandidat und wahrscheinlich noch mehr.

Schon vor der Saison wurden die 76er und Bucks als stärkste Konkurrenten gehandelt, die auch sehr ordentlich abliefern. Positive Überraschung sind die Pacers. Haliburton ist der Go to Guy einer ansonsten sehr ausgeglichenen Mannschaft mit 24,7 Punkten und tollen 12,5 Assists (Bestwert der Liga) pro Spiel. Auch die Magic haben einen weiteren Sprung gemacht und sind zumindest ein Play-in-Kandidat. Franz Wagner und Banchero sind die Leader, auch Moritz Wagner hat seinen Anteil, wobei der Franz überall noch Luft nach oben hat, gerade auch bei seiner Dreierquote von 30%..Aber da ist in Florida etwas am Entstehen.

Ansonsten hängt noch alles eng zusammen. Wenig Chancen sehe ich allerdings bei den Hornets, Wizards und Piston. Die Raptors müssen um einen Play-off-Spot kämpfen.Siakam trägt das Spiel, und auch Schröder liefert ordentliche Stats. Insgesamt ist es aber schon noch sehr ausbaufähig in Kanada.

Western Conference

Eng, enger, Western Conference. Die ersten 6 trennen 2 Spiele. Unbedingt zu beachten neben den üblichen Verdächtigen sind die Timberwolves und die Thunder. Gerade die Thunder angeführt mit dem weiter verbesserten Gilgeous-Alexander und Holmgren muss man erst mal schlagen. Sehr stark auch die Mavericks mit einem grandiosen Doncic, auch wenn sie gestern bei den Bucks veloren haben. Überraschend schwer tun sich die Suns und die Warriors sowie die Clippers, die noch mal den Kader gehörig durcheinandergewirbelt haben und mit Harden noch einen Topstar geholt haben. Ob das allerdings aufgeht mit anderen Stars wie Leonhard, George und Westbrook, bleibt abzuwarten. Theis wurde für die Defensive geholt, weil Plumlee erst mal ausfällt. Ziemlich grausig schaut es  bei den Blazers, den Spurs und den Grizzlies aus. Auch die Jazz dürften es nicht in die Play-offs schaffen.

Und was macht Wenbanyama?

Angesichts der unfassbaren Erwartungen, spielt er „normal“. Das Problem ist das ansonsten weiter ziemlich furchtbare Team der Spurs, die zuletzt 8 Spiele in Folge verloren haben. Das außergewöhnliche Können des Franzosen blitzt immer wieder auf, aber „außerirdisch“ wie angekündigt  ist das noch nicht, war auch nicht wirklich zu erwarten. Die Umstellung zur NBA ist halt gewaltig, gerade mit dem engen Schedule von 3 bis 4 Spielen pro Woche. Aber 19,3 Punkte, 9,3 Rebounds und vor allem 2,6 Blocks (gestern 8 (!) gegen die Grizzlies) sind mehr als ordentlich. Und er hat in Popovich den idealen Trainer, der ihn langsam aufbaut mit den nötigen Pausen. Sein erstes Jahr kann er ohne großen Erfolgsdruck absolvieren, dabei viel lernen und sich an die Liga-Hetzjagd gewöhnen.

In-Season-Tournament

Das Turnier während der regular season, das mehr Spannung verspricht. Die Spiele finden jeweils am Freitag und Dienstag statt. Die Endrunde mit den Viertelfinals am 4. und 5. Dezember, danach die Halbfinals sowie am 8. Dezember das sogenannte Championship Game, das als einzige Partie nicht für die regular season zählt. Auffällig ist das wirklich fürchterlich anzusehende Parkett-Design, das bei den Partien auferlegt wird. Ansonsten glaube ich eher nicht, dass die Spiele von den Trainern eine besondere Bedeutung erfahren. Gerne werden die Siege mitgenommen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Gespielt wird in sechs Fünfergruppen, je 3 pro Conference sowie je ein Wildcard-Team, weswegen die direkten Vergleiche sowie vor allem fürs Wildcard-Rennen auch das Korbverhältnis eine Rolle spielen dürften.

Einziges Team bisher mit drei Siegen sind die Lakers. Ungeschlagen im Osten sind mit je zwei Siegen noch die Pacers (Gruppe A), Bucks und Heat (Gruppe B) und die Celtics (Gruppe C). Im Westen sind in der Gruppe C die Wolves und Kings noch ungeschlagen. Eingreifen könnten hier aber auch noch die Warriors, wenn sie gegen die Kings gewinnen und die Timberwolfes noch eine Partie (Kings und Thunder) verlieren. Ansonsten ist das viel Rechnerei, aber letztlich auch nur eine Spielerei. Wirklich wichtig ist erst in den richtigen Play-offs.

Das war die Woche, die war

Springboks obenauf

Südafrika hat es geschafft und die Rugby-WM in Frankreich durch ein 12:11 im Finale gegen Neuseeland gewonnen. Im Endspiel gelang ihnen nur Punkte nach Straftritts und kein einziger Versuch. Die Neuaseeländer bissen sich am Abwehrriegel die Zähne aus. Es hat sicher schon schönere Spiele gegeben. Damit haben die Südafrikaner alle K.o.-Spiele m it einem Punkt Vorsprung gewonnen. das nennt man wohl Maßarbeit oder wie es ein Kommentar bei aaas.de nicht schöner hätte formulieren können: Ein Bok springt nur so hoch, wie er muss.

Höhepunkte des Turniers waren die beiden nervenzerfetzenden Viertelfinals Irland – Neuseeland und Frankreich – Südafrika. Spannender kann Sport nicht sein. Mein persönlich zweites Jahreshighlight hinter dem Basketball-Halbfinale D – USA und dem Finale D – Serbien. Immer wieder zu bedauern, dass Rugby in Deutschland so gar keine Rolle spielt und sogar Teams wie Georgien und Rumänien um Lichtjahre voraus sind. Vielleicht schaffen sie ja die Quali, wenn die WM 2027 in Australien mit 24 Teams stattfindet, aber auch das ist Stand heute reichlich unwahrscheinlich.

Die Wüste lebt

Das zweite große Sporterteignis für mich sind derzeit die Play-offs im Baseball, wo man schon in den World Series angelangt ist. Diese bestreiten reichlich überraschend die Texas Rangers und die Arizona Diamondbacks, also die Nummer 5 der American Leagueund die Nummer 6 der National League. Noch nie trafen in den WS zwei Teams mit Bundesstaat-Namen aufeinander (es gibt noch die Minnesota Twins und die Colorado Rockies.

Nach zwei Spielen steht es 1:1, jetzt stehen von heute Nacht an 3 Spiele in Phoenix statt. Die letzten beiden würden wieder in Arlington steigen.

Neuer, Neuer, Neuer

Nach knapp elf Monaten Pause ist Manuel Neuer ins Bayern-tor zurückgekehrt, das Medienereignis der Bundesligasaison bisher. Für mich persönlich wird das Ganze sachon extrem hoch gehangen (Zitat Bild: eines der größten Comebacks eines detschen Sportlers aller Zeiten). Und schon scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, was Manuel Neuer auch ins Tor der Nationalmannschaft zurückkehren darf, Ter Stegen hin oder her. Wohlgemerkt der Neuer, der eine grauenhafte WM 2022 gespielt hat und in seiner Bestform, die allerdings da schon einige Jahre zurücklag, mindestens vier der fünf Gegentore abgewehrt hätte. Aber der Mann ist sankrosankt, der „Retter“ gegen Algerien und Erfinder eines neuen Trowartspiels. Gnädig wird über sein rot- und elfmeterwürdiges Foul im Endspiel gegen Higuain hinweggesehen.

Er ist ein toller Torwart, aber dieses zumindest in Deutschland gebetsmühlenartige „bester Torwart der Welt“ geht mir auf die Nerven. Das war mal, aber ist eben schon lange her. Gerne darf er mich eines Besseren belehren

Bayer bleibt Spitze

Immer noch grüßt Leverkusen als Tabellenführer, und es gewinnt jetzt auch die heiklen und mühseligen Spiele. Ich will niemanden aus dieser Top-Mannschaft herausheben, aber dieser Florian Wirtz ist schon etwas ganz Besonderes, wie sein unglaubliches Sollo am Sonntag gegen Freiburg unterstrich. Und ein Riesenlob für die Kaderzusammensteller. Vier Neuzugänge, vier absolute Volltreffer (Boniface, Jofmann, Xhaka und Grimaldi) sowie ein Trainer Xavi Alonso, der wie die Faust aufs Auge zur Werkself passt. Aber Bayer ist halt Vizekusen, und deshalb wartet man nur auf unnötige Punktverluste, die bei immer schlechter werdenden Wetter und Plätze und die Ballkünstler eingenordet werden. Und bisher blieb man vom Verletzungspech weitgehend verschont.

An diesem Spieltag sind übrigens 42 Tore gefallen. Spricht für die Angreifer, aber bestimmt nicht für die Abswehrreihen. Unterhaltsam ist es allemal. Und dass der FCA nach dem Trainerwechsel in zwei Spielen acht Tore schießen würde und plötzlich attraktiven Fußball zeigt, hätte ich in der Form nie für möglich gehalten. Gegenstück ist der 1. FC Union – unfassbar dieser Absturz, auch wenn ich schon damit gerechnet habe, dass ein erneuter Platz 3 schon sehr schwierig werden würde. waren hier die vermeintlich tollen Transfers von Goosen, Volland und Bonucchi nicht kontraproduktiv, weil gegen die bisherige Vereinsraison? Ich darf ja noch fragen …

Theater um Mazraoui

Der Bayern-Profi  hat gespielt gegen Darmstadt, und das vortrefflich, und er kam sogar in die Elf des Tages vom Kicker. Nach einer sehr hektischen Woche um ihn, nachdem er nach dem entsetzlichen und schwerstkriminellen Angriff der Hamas auf Israel seine Sympathie für die palästinensische Sache teilte, ohne den Angriff der Hamas zu verteufeln. Die Bayern hatten zwar ein ihrer Auskunft nach ein intensives Gespräch mit dem Marokkaner, sahen aber von Strafen jedweder Art ab, was ihnen viel Kritik einbrachte, wobei die Art und Weise wie sie den Fall grundsätzlich handhabten, durchaus anerkannt wurde.

Ich bin da zwiegespalten. Auf der einen Seite halte ich die Meinungsfreiheit ein extrem hohes Gut, die ich bis zum Letzten verteidigen würde, auch wenn ich die geäußerte Meinung nicht teilen würde. Andererseits gilt es, den in Deutschland erschreckend hoffähigen und mich zutiefst verstörenden Antisemitismus, nicht zu verwechseln mit auch harter Kritik an Israels Politik, einzudämmen, wo es nur geht.

Großes Tennis

Jannik Sinner gegen Daniil Medwedew in Wien. Dieses Finale war ein hochklassiger Thriller, den man nur genießen konnte. Am Ende siegte Sinner, der in diesem Jahr noch mal einen Riesensprung nach vorn gemacht hat. Jetzt fehlt nur noch der Grand-Slam-Sieg, und da sehe ich in den nächsten Jahren durchaus Chancen, auch gegen einen Alcaraz, Djokovic und dem ganzen Rest.

Der in diesem Jahr so enttäuschende Felix Auger-Aliassine hat sich in Basel eindrucksvoll zurückgemeldet und mit einem Finalsieg gegen Hurkacz seinen Titel verteidigt.

Interessant wird sein, ob Boris Becker seinen neuen Schützling Holger Rune wieder in die Erfolgsspur führt. Dass er so was kann, het er in seiner Zeit mit Djokovic nachhaltig unter Beweis gestellt.

Bellinghams Gala

Der Engländer im Real-Dress schießt alles kurz und klein seit seinem Wechsel nach Madrid. Jetzt erfolgte der erste Ritterschlag, denn seine beiden Tore entschieden den Clasico beim FC Barcelona, obwohl Ilkay Gündogan, auch ein Ex-Dortmunder, Barca in Führung gebracht hatte. Da litt Mick Jagger mit Barca im Olympiastadion (das Camp Nou wird umgebaut für Fantastilliarden). Und weil ich gerade bei Ex-Dortmundern bin: Erling Haland war Matchsieger im Manchester-Derby City – United mit 2 Toren und einen Assist für die Citizens.

Titelverteidiger ganz stark.

Während die MLB in die Zielgerade biegt, stehen die NHL und die NBA erst am Anfang der Saison. Aber schon jetzt deutet sich an, dass die Titelverteidiger Las Vegas Knights und Denver Nuggets auch in diesem Jahr das zu schlagende Team sein werden. Die Knights haben in den ersten 9 Spielen 17 von 18 möglichen Punkten gehlt, die Nuggets sind nach 3 Spielen, immerhin bei den Oklahoma City Thunder, Memphis Grizzlies und gegen die LA Lakers noch ungeschlagen.

In der NHL sind die Edmonton Oilers um Leon Draisaitl sehr schwach in die Saison gestartet. Immerhin gelang ihnen im Freiluftspiel gegen die Calgary Flames ein Sieg gegen den Erzrivalen – vor 55 000 Zuschauern.

Furchtbares Unglück

Die Eishockey-Welt trauert um den ehemaligen DEL-Profi der Augsburger Panther Adam Johnson, der nicht mehr zu retten war, nachdem ihm in einem Spiel der englischen Liga eine messerscharfe Kufe den Hals aufgeschlitzt hat. Es gibt offenbar Bilder von dem Unglück, aber die erspare ich mir, und es gibt von mir auch keinen Link. Es musste ja mal passieren, und mich wundert eher, dass es bisher offenbar noch nie zu einem tödlichen Unfall bei solchen Situationen gekommen ist. Ähnlich gefährlich ist ja das Eisschnelllaufen. Hundertprozentigen Schutz gibt es nicht, aber den Hals könnte man besser schützen. In Finnland und Schweden ist ein solcher Halsschutz Pflicht, warum eigentlich nicht weltweit? Ja, natürlich gibt es am Anfang Beschwerden über vermeintliche Unbequemlichkeit, aber im Radsport wird der lange verpönte Sturzhelm nicht mehr ernsthaft diskutiert.

Grässliches in Marseille

Sogenannte Fans in Marseille haben den Bus von Olympique Lyon mit Wurfobjekten aller Art unter Beschuss genommen. Gesichtsverletzungen trug dabei unter anderem OL-Trainer Fabio Grosso, ja der vom Sommermärchen 2006, zu. es gibt ziemlich vestörende Fotos. Das Spiel wurde den Regeln gemäß abgesagt, nichts anderes als die 3 Punkte für Lyon sollte es geben. Mir stellt sich die Frage, warum Marseille ohne große Zwischenfälle Rugby-WM-Spiele über die Bühne bringt, aber im Fußball alles explodiert. Die schon traditionelle Rivalität, ja Feindschaft der beiden Teams im Olympico ist vielleicht eine Erklärung, und dass Fußball ein dankbares Vehikel ist, den Hass auf die ganze Welt Ausdruck zu verleihen.

Das wird die Woche, die wird

Arizona oder Texas

Spätestens in der Nacht zu Sonntag steht der „Weltmeister“ im Baseball fest, also der Sieger der World Series zwischen Texas und Arizona. Weil die Sommerzeit in Europa eine Woche früher endete als in den USA, finden alle Spiele ab kurz nach 1 statt. Prognosen? Sind äußerst schwer. Den Diamondbacks gebe ich allerdings dann gute Chancen, wenn der Bullpen so brilliert wie bis jetzt in der Post Season.

NFL goes Frankfurt

Nach der rauschenden NFL-Deutschland-Premiere im vergangenen Jahr in München finden dieses Jahr sogar zwei Spiele in Deutschland statt, beide in Frankfurt. Am Sonntag trifft Titelverteidiger Kansas City Chiefs auf die Miami Dolphins. Hoffentlich mit einem dann wieder hergestellten Quarterback Patrick Mahomes, der gestern bei der sehr überraschenden Niederlage gegen die Broncos sichtlich an den Nachwirkungen eine Erkältung litt und ohne TD-Pss blieb. Könnte im Waldstadion ein attraktives Spiel werden. Mehr zur NFL morgen in einem gesonderten Beitrag. Cliffhanger: Was ist eigentlich in San Francisco los?

Saisonfinale der Tennis-Frauen

Am Montag begann in Cancun (Gott sei Dank nicht Acapulco) das WTA-Finale der acht besten Tennisspielerinnen der Welt und der acht besten Doppel. Dort ist übrigens Laura Siegemund dabei an der Seite der Russin Vera Zwonarewa. (erstes Spiel morgen gegen Gauff/Pegula). Schön fürs Schneckle, aber eben mit Gmäckle wegen der Herkunft von Zwonarewa. Wo bleibt meine Logik, die sich freut, obwohl ich keine russischen Sportler sehen will bei internationalen Wettbewerben aller Art.

Gipfeltreffen in Dortmund

Am Samstagabend (18.30/Sky) ist es wieder soweit mit dem deutschen Schlager BVB gegen Bayern, den ich mit Bedacht nicht Clasico oder so nenne. Dortmund spielt zwar nicht besonders toll, aber erfolgreich und noch ohne Liga-Niederlage. Und die Bayern? Ich kann sie schlecht einschätzen. In den beiden Spielen gegen ebenbürtige Gegner (RB und Bayer) sahen sie nicht besonders gut aus, und der für Neuer degradiert Sven Ulreich rettet so manchen Punkt. Die Mannschaftsteile harmonieren nicht besonders, aber die Offensive ist halt kaum zu stoppen mit den überragenden Kane, Musiala und Sané.

Und sonst?

2. Pokalrunde, Männer-Tennis in Paris, Ligen all über all auf dem Feld und in den Hallen, national und international. Und die Frauen mit Horst Hrubesch kämpfen um ein Olympia-Ticket via Nations League. Heute auf Island, Rudi remember.

 

 

Ausgerechnet Sewald patzt

Blick über den Teich, MLB und NBA

World Series

Rangers – Diamondbacks 6:5/11 Inn. (1:0)

Es war das erste Spiel in der diesjährigen Post season, das in Extra Innings ging. Und wer anders als der zurzeit frittenheiße Ardolis Garcia sorgte im unteren 11. Inning mit einem Walk-off Homerun für die Entscheidung.

Dass es überhaupt soweit kam, lag an dem Blown Save von  Diamondbacks Closer Paul Sewald, der im 9. Inning beim Stand von 5:3 erst Leody Tavarez per Walk auf die erste Base ließ und dann einen Homer von Cofrey Seager zum 5:5 hinnehmen musste. Ausgerechnet Sewald, der bis dato in der Post Season nahezu makellos geblieben war.

Die Rangers waren im ersten Inning mit 2:0 durch RBIs von Evan Carter und Garcia in Führung gegangen. Durch 3 Runs im 3. Inning gingen die Backs in Führung, die die Rangers im unteren 3. Inning ausglichen. Im 4. und 5. Inning schafften die Diamondbacks durch einen Homer von Tommy Pham und ein Double von Ketel Marte zwei Punkte, diese Führung hatte dann bis zum 9. Inning Bestand.

Selbst brachten die Diamondbacks allerdings gegen den Bullpen der Rangers gar nichts zu Stande.In insgesamt 6.1 Innings schafften sie gerade zwei mickrige Hits. Heute um 02:03 (Achtung, das ist noch die Sommerzeit) findet in Arlington die zweite Partie statt. SP sind Mongomery für die Rangers und Kelly für die Diamondbacks.

NBA

Luka Doncic legte ein zweites überragendes Spiel hin. Beim  125:120 seiner Dallas Mavericks gegen die Brooklyn Nets gelangen ihm 49 Punkte bei einer Wurfquote von 16 aus 25. Unter anderem versenkte er 9 Dreier bei 14 Versuchen. 4 Dreier in Folge gelangen dem Slowenen im Schlussabschnitt, in dem die Mavs den kanppen Rückstand umwandelten.

Die Wagner-Brüder hatten ihren Anteil am 102:97 der Oralndo Magic bei den Portland Trail Blazers. Franz gelangen 23 Punkte, Moritz 17 Punkte und 9 Rebounds. Mit zwei Siegen ist der Start des Teams geglückt.

Den ersten Sieg fuhren die Spurs mit dem 126:122 gegen die Rockets ein. Victor Wembanyama gelang mit 21 Punkten und 12 Assists sein erstes double Double. Und diesmal kam er mit nur 2 Fouls aus. Immer noch nicht außerirdisch, aber schon eine klare Steigerung.

Ich habe bei Dazn heute im relive mir das nba360 bei DAZN angeschaut, also eine Konferenz aus letztlich 6 Spielen. Doch ich bin von diesem Format nicht überzeugt. Klar, sie versuchen dahin zu schalten, wo es vemeintlich spannend wird, aber so bekommt der Zuseher von der Entwicklung wenig mit. Nicht geholfen hat dazu, dass das Kommentatorenduo oft am Spielverlauf der gezeigten Partie völlig vorbeikommentierte.

Gut dass es nba.com gibt, wo man die Ergebnisse verbergen kann, wenn man die Spiele relive sehen will. Kleine Einschränkung. Zumindest in der Partie-Übersicht wird eine eventuelle Overtime angezeigt. Ich weiß also, wenn es eine Overtime gegeben hat (dann ist die reguläre Spielzeit Wumpe von der Spannung her), aber genauso, wenn es keine gegeben hat, was zugegebenermaßen nur bei einem letzten Angriff einer mit 3 Punkten zurückliegenden Mannschaft wirklich die Spannung nimmt.

Heute zeigt DAZN ab 3 Uhr Suns gegen Jazz. Und Sonntagabend kommt es zum Schlager der hochgewetteten Oklahoma Thunder gegen Titelverteidiger Denver Nuggets. Parallel gegen die NFL, der Zweitschirm ist Dein Freund.

 

Irdisches NBA-Debüt

Blick über den Teich, NBA

Das Interesse war gigantisch. Zum NBA-Debüt von Victor Wembanyama hatten sich so viele Journalisten akkreditieren lassen wie sonst nur für die Finals. Endlich zeigte sich der als Außerirdische gepriesene Franzose bei einem NBA-Spiel. Und das Debüt war, naja, durchwachsen. Zumiondest wenn man auf die nackten Zahlen schau. 15 Punkte, davon immerhin 9 im letzten Viertel, 5 Rebounds und 1 Block. Aber eben auch fünf Ballverluste und 5 Fouls – und am Ende gingen seine Spurs im Texas-Derby gegen die Dallas Mavericks auch noch als Verlierer vom Platz.

Und doch war es ein Erlebnis, den 2,24-m-Riesen zuzuschauen. Eine unglaubliche Geschmeidigkeit, ein tolles Ballhandling – vereinzelt und im Schlussabschnitt immer häufiger blitzte das außergewöhnliche Talent auf. Wenn er sich erst an die NBA gewöhnt hat, wird er auch nicht mehr so schnell in Foul-Trouble kommen. Ich bin höllisch gespannt auf die nächsten Spiele. nba.com ist Dein Freund.

Meine Saisonvorschau schaffe ich erst morgen.

Der Tag des Justin Fields

Blick über den Teich, NFL, MLB und NBA

NFL

Was wurde über Justin Fields gelästert. Der Quarterback der Chicago Bears könne zwar hervorragend laufen, aber nicht vernünftig werfen. Dieses Urteil hat er in der Nacht zum Freitag erst mal konterkariert mit einer tadellosen Vorstellung. Beim 40:20 seiner Bears bei den Commanders warf er vier Topuchdownpässe und insgesamt für 282 Yards ohne Interception. Nicht schlecht für einen, der angeblich nicht werfen kann. Schon im 1. Viertel schaffte er 115 Yards, Bestwert der Bears seit zig Jahren.Schon in der vergangenen Woche zeigte er gegen die Broncos eine tadellose Leistung mit 4 Touchdownpässen und sogar 335 Yards. Dass die Bears das Spiel verloren, lag also weniger  an ihm. Offenbar hat ihn jetzt der Trainer, auch auf sanften Druck auch von Fields selbst, von der Leine gelassen, er dankt es mit großartigen Leistungen

Mann des Tages war allerdings DJ Moore, dem grandiose 230 Receiving Yards und 3 Touchdowns gelangen. Solche Abnehmer wünscht man sich als Quarterback, zumall wenn sie wie Moore nach dem Catch mit dem Ball noch einige Yards hinzufügen.. Die Bears schafften also endlich ihren ersten Saisonsieg, für die Play-offs wird es wahrscheinlichnicht reichen, aber für attraktive Spieler allemal.

MLB

Jetzt stehen die Ansetzungen der jeweils ersten drei Spiele der Divisional Series fest

Samstag

19.00: Orioles – Rangers

22:40: Astros – Twins

00:07: Braves – Phillies

03:20: Dodgers – Diamondbacks

Sonntag

22:07: Orioles – Rangers

02:03: Astros – Twins

Montag

00:07: Braves – Phillies

03:07: Dodgers – Diamondbacks

Dienstag

22:07: Twins – Astros

02:03: Rangers – Orioles

Mittwoch

Diamondbacks – Dodgers und Phillies – Braves sind noch nicht exakt terminiert. Das erste Spiel ist um 22 Uhr.

NBA

Zumindest die Springerpresse meldet, dass Pro7 Maxx jeweils am Sonntag um 19 oder 21 Uhr ein Spiel aus den USA übertragen will. Nur dieses eine Spiel pro Woche. Für mich ergibt das überhaupt keinen Sinn, denn jedes Team bestreitet pro Woche drei oder vier Spiele. Man kann also mit diesem einen Spiel die Saison nicht im Ansatz verfolgen. Im Gegensatz zur NFL, wo der Sonntag der Hauptspieltag und es eben pro Woche für jedes Team nur ein Spiel gibt. Man wollte halt auf den deutschen Euphoriezug aufspringen, und sicher gibt es Menschen, die bei einem Raptors-Spiel mit Dennis Schröder oder gar die Magic mit den Wagners schauen wollen, wie sich die Weltmeister schlagen. Aber was ist, wenn sie nicht dabei sind, wass bei 32 Teams eher wahrscheinlich ist? Ansonsten ist so ein einziges Spiel nämlich reine Unterhaltung ohne großen sportlichen Wert. Und spätestens, wenn es gegen Ende der Partie zig Auszeiten und Freiwurforgien die Partie bis ins Unerträgliche strecken, sieht Otto Normalseher, wie mühselig es ist, ein NBA-Spiel live zu verfolgen. Relive heißt deshalb für mich das Zauberwort (übrigens im gesamten US Sport), da kann man die Werbeblöcke hübsch überspringen. Bin echt gespannt auf die Quoten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie an die von attraktiven Spielfilmen heranreichen.

Warum ich Sport so liebe

So, eine gute Dreiviertelstunde hatte ich jetzt Zeit, meine Nerven wieder runterzubekommen nach diesem Basketballkrimi der Deutschen im WM-Halbfinale gegen die USA. 113:111 – mit so einem Ergebnis durfte niemand rechnen, weder mit dem Sieger noch mit dieser Punkteflut. Und genau diese Ungewissheit, wie es jetzt wirklich ausgeht, ist das Faszinierende am Sport und eben auch speziell im Basketball in einer spannenden Schlussphase wie heute.

Jetzt es gab aus deutscher Sicht ein Happy End und den Einzug ins WM-Finale. Freut mich wirklich für die Jungs. Und ich bin wahrlich nicht deutschtümelnd in dieser Beziehung, wie jeder, der mich nur ein bisschen kennt, bestätigen wird.

Klar, bei den US-Boys fehlten die absoluten Superstars wie Stephen Curry, Kevin Durant und LeBron James. Aber das war immer noch eine Top-Auswahl der NBA, der besten Liga der Welt. Jeder der eingesetzten Spieler dort ist in seinem Club führend. Dazu ist Trainer Steve Kerr mehrfacher Meistercoach und war außerdem ein brillanter Spieler mit etlichen NBA-Titeln. Und sie haben ja heute keinesfalls enttäuscht, hatten eine grandiose Trefferquote, zeigten wiederholt ihr außergewöhnliches Können.

Nein, die Deutschen brauchen sich diesen Erfolg nicht eine Sekunde miesmachen zu lassen. Was mich am meisten beeindruckte, war, dass sie ihr hochklassiges Spiel praktisch die ganze Zeit durchgehalten haben.

Es war eine tolle Mannschaftsleistung, in der alle eingesetzten Spieler ihren wichtigen Beitrag geleistet haben. Aber es waren drei Spieler neben Franz Wagner, der ist sowieso outstanding, die mich besonders fasziniert haben. Da ist zum einen Andi Obst. Die Bayern-Fans wissen, dass er an einem guten Tag praktisch aus jeder Position treffen kann. Aber das in einem WM-Halbfinale gegen ausgebuffte NBA-Profis zu zeigen, das ist schon grandios. Letztlich war es sein unglaublicher Dreier kurz vor Schluss trotz großer Bedrängnis, der die Partie entschied. Steve Kerr, selbst in seiner aktiven Zeit ein grandioser Distanzschütze, hatte ja vor ihm gewarnt. Jetzt wird er ihn wahrscheinlich gleich mit zu seinen Golden State Warriors mitnehmen 😀.

Zum Zweiten will ich Daniel Theis nennen. Er hatte eine furchtbare Saison, weil er kaum eingesetzt wurde wegen Verletzungen. Jetzt zeigte er vorne und hinten eine überragende Leistung. Kämpfte unermüdlich, trieb immer wieder an, debattierte mit den Schiedsrichtern (nie so weinerlich wie Doncic, wohlgemerkt). Ein echter Leader.

Und last but not least Dennis Schröder. Wie er zurückkam nach dem furchtbaren Spiel gegen Lettland, das er selbst selbst als das schlechteste seiner Karriere bezeichnete, war fantastisch. Kritik, Hohn und Spott – und zwar nicht nur wegen dieses Spiels, sondern, dass er in wichtigen Spieln generell untertauche, musste er sich von manchen Kritikern über sich ergehen lassen. Dabei hatte er zuvor Klasseleistungen gezeigt und wesentlichen Anteil, dass die Deutschen überhaupt so weit kamen. Trainer Gordie Herbert und das Team sagten ihm offenbar die richtigen Worte. Nicht nur traf er diesmal fast ausschließlich die richtigen Entscheidungen. Er übernahm in wichtigen Situationen auch Wurf-Verantwortung. Und für mich fast das Beste: Im Schlussabschnitt, als die Amerikaner ihn beim Ballvortrag hart bedrängten, leistete er sich nicht einen Ballverlust. Das macht einen Spielmacher aus.

Und jetzt? Wartet Serbien. Und eine fast schon jetzt kitschige Geschichte steht damit fest. Denn die Serben werden von Svetislav Pesic trainiert. Und der wiederum führte die Deutschen 1993 bei der EM zum ersten und einzigen Titel.

Das Wichtigste wird sein, von diesem emotionalen Höhepunkt wieder runterzukommen. Wie schwer das sein kann, haben die deutschen Fußballer beim WM-Triumph 2014 gezeigt. Nach dem unglaublichen 7:1 gegen Gastgeber Brasilien mühten sie sich zu einem glücklichen 1:0 im Finale gegen Argentinien. Am Sonntag wissen wir mehr. Übrigens überträgt neben Magenta Sport auch das ZDF (14.40 Uhr). Eine entsprechende Pressemitteilung verteilte der Sender übrigens kurz nach 16 Uhr, also bevor das Halbfinale beendet war. Dieser Jinx-Versuch ging schief …