Nach der gerade abgelaufenen Superwoche (morgen dazu ein langer Beitrag) ist das Programm ab heute doch relativ überschaubar. Die Reitersleute suchen in Aachen noch diverse Weltmeister, am Wochenende kommt es zur 1. Pokalrunde mit durchaus attraktiven Begegnungen. Dazu das Tennis-Masters in Cincinnati.
Die berühmte Soers im Blickpunkt
Die Aachener Soers gilt bei den Springreitern als der Heilige Gral. Ein Stadion extra für den Pferdesport mit 40.000 begeisterten wie fachkundigen Zuschauern, die jeden Ritt geradezu in sich aufsaugen und nicht nur die deutschen Pferd/Reiter-Paare feiern. Die Springprüfungen sind Höhepunkt jeder Reiter-WM (nix für ungut, Vielseitigkeit, Dressur und Voltigieren). Die besten Teams werden am Mittwoch und Donnerstag ermittelt und der beste Einzelreiter am Sonntag. Leider schon länger nicht mehr in einem Vierer-Turnier, als jeder Starter nicht nur mit seinem eigenem Pferd, sondern auch mit denen der drei Konkurrenten den Parcours meistern musste. Die Deutschen gehören sowohl im Team als auch im Einzel zu den Favoriten, obs dann wirklich zum Titel reich, bleibt abzuwarten.
Sehr stark dürften die deutschen Dressur-SpezialistInnen auftrumpfen. Isabell Werth hat weiter ein Spitzenpferd (Wendy), mit dem sie in der Kür Bronze hinter der unerreichbaren Olympiasiegerin Charlotte Fry (Glamourdale) und Caritne Laudrup-Dufour (Mount St. John Freestyle) Bronze eroberte und ihre 14. WM-Medaille holte. Von Mittwoch bis Freitag werden noch Mannschafts- und Einzelmedaillen im Grand Prix Special verteilt. Der Unterschied zur Freien Kür: Hier gibt es ein festes Programm mit genau geregelten Prüfungen für Pferd und Reiter, geritten wird ohne Musik. Und trotzdem dürften die gleichen Frauen vorn sein. Sach ich jetzt einfach mal
Masters als Generalprobe
Offiziell ist das Tennis-Turnier von Cincinnati das 7. Masters (von insgesamt 9) des Jahres. Inoffiziell die letzte Formüberprüfung vor den US Open, die am 30. August beginnen. Bei den Männern fehlen wie schon in Montreal mit Jannik Sinner und Carlos Alcáraz die beiden besten Profis. Sinner hat nach seinem Wimbledonsieg kein Turnier mehr bestritten, aber viel schlimmer steht es um Alcáraz. Wegen der Handverletzung fehlt er seit Mai, seinen ursprünglich für Cinci geplanten Start hat er abgesagt. Ob er in New York antreten kann, erscheint mittlerweile sehr fraglich.
Die ersten Runden haben die Topspieler schon absolviert, und mit Ben Shelton hat es schon einen Mit-Favoriten erwischt. Der gerade gekürte Turniersieger von Montreal musste sich dem Portugiesen Faria beugen. Ebenfalls schon raus ist Novak Djokovic, der sich während der Partie gegen Tirante übergeben musste. Die Top 2, Zverev und Auger-Alliasime sind dagegen noch im Rennen.
Bei den Frauen sind die ganz großen Überraschungen bisher ausgeblieben (das ist bei diesem auch in der Spitze unbeständigen Feld allerdings schon eine Überraschung). Gespannt bin ich auf die Toronto-Siegerin Iga Swiatek, die in Kanada endlich wieder zu alter Form gefunden hat.
Wem gelingt die Cup-Sensation?
Die 1. Runde des DFB-Pokals ab Freitag garantiert Überraschungen. Nur welchen der 18 Erstligisten es erwischt, das ist halt die Frage. Gefährdet scheint mir vor allem der VfB Stuttgart bei Hansa Rostock (Freitag, 20:30), auch weil die Drittligisten (wie die Zweitligisten) schon 2 Spieltage absolviert haben, während die Bundesligisten den Saison-Auftakt absolvieren, echte Wettkampf-Praxis also fehlt. Weitere besonders heikle Aufgaben stehen demnach dem FC Augsburg (Samstag beim Zweitligisten FC Energie Cottbus), Bayer Leverkusen (Samstag be Wehen Wiesbaden, das im vergangenm jahr die Bayern am Rade einer Niederlage hatte) und die Elversberg (beim Regionalligisten MSV Duisburg).
Meine Löwen empfangen am Samstag (18 Uhr) im Grünwalder Stadion Holstein Kiel, eine Überraschung ist erwünscht.
Die Auftaktpartien von Bayern München und Borussia Dortmund finden zu einem späeren Zeitpunkt statt: Der Meister und Vizemeister bestreiten am Samstag den Supercup (20:30 im Westfalenstadion)
Und sonst?
- Fußball: Die Premier league beginnt am Samstag. Klarer Favorit ist Titelverteidiger FC Arsenal. Die Londoner scheinennnoch stärker und gefestigter als in der vergangenen Saison. Das 3:0 im Community Shield (englischer Supercup) am Samstag beeindruckte Fans und Experten. Näheres zur PL am Ende der Woche in einer gesonderten Vorschau.
- Champions League: Hinspiele der 4. und letzten Qualifikationsrunde am Dienstag und Mittwoch. Wer diese übersteht, hat die Geldtöpfe sinder erreicht, die Verlierer sind zum Trost in der Europa League. Von den insgesamt 7 Partien sticht für mich die Partie zwichen Celtic Glasow und dem LASK ins Auge (Mittwoch im Celtic Park), also der schottische gegen den österreichischen Meister. Ein echtes Duell der Außenseiter werden die beiden Partien zwischen Beer Sheva (Israel) und Sabah (Aserbaidschan) sein.
- Leichtathletik: Nach der EM ist vor der Diamond League. Ein erlesenes Feld wartet am Donnerstag in Lausanne auf, wenn Europameister auf die besten Athleten aus aller Welt treffen, respektive sich in einer Revanche mit knapp geschlagenen platzierten messen. Besdondere Aufmerksamkeit genießt natürlich die Schweizer 800-Meter-Meisterin Audrey Werro, auch wenn die Britin Odgkinsonoffenbar nicht am Start ist. Die Bahn in Lausanne ist ziemlich schnell, das Wetter muss halt mitspielen.
- Golf: Schon die 2. Runde der Fedex-Ausscheidung in den USA. Startberechtigt bei den BMW Championships in St. Louis ab Donnerstag sind nur noch 70 Profis, nur 50 erreichen die nächste Runde.
- Radsport: Die Vuelta beginnt am Samstag, nämlich mit einem 8-Kilometer-Zeitfahren in Monaco. Ziel wird nach 21 Etappen Granada im Süden des Landes sein, im zweifel nahe der Alhambra. Die Spanien-Rundfahrt ist die dritte der drei großen, dreiwöchigen Rundfahrten, hat aber längst nicht die gleiche Bedeutung wie die Tour de France und auch nicht die des Giro. Das könnte sich dieses jahr ändern, weil Tadej pogacar am Start sein wird. Denn der Vuelta-Sieg fehlt noch in de überreichen Sammlung des Slowenen. Alles andere als ein überlegener Erfolg wäre eine faustdicke Überraschung, einer der Konkurrenten wird der österreichische Giro-zweite Felix Gall sein, der für die Frankreich-Rundfahrt aussetzte (aussetzen mussteI.
Typisch sind die sehr schwierigen Bergetappen mit extrem steilen Anstiegen, die Landschaft in Spanien kommt allerdings längst nicht so spektakulär und abwechlungsreich daher wie die in Frankreich.
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