von Münchner Löwe | Okt. 25, 2024 | MLB, NFL
Bevor ich auf die heute Nacht beginnenden World Series eingehe, ein kurzer Blick in die NFL. Auch dort herrscht der VAR-Sinn, sprich die nachträgliche Überprüfung beziehungsweise Nicht-Überprüfung in einem New Yorker Keller beherrscht die Diskussion.
Was war geschehen? Im Donnerstags-Spiel zwischen den LA Rams und Minnesota Vikings steht es 28:20 für die Gastgeber, die Vikings haben an der eigenen 5-Yard-Linie den Ball und knapp gut eine Minute Zeit, mit einem Touchdown + Two-Poinz-Conversion noch auszugleichen. Ein extrem schwieriges, aber nicht völlig unmögliches Unterfangen. Doch bevor der Drive in Fahrt kommen konnte, war er auch schon wieder beendet. Quarterback Sam Darmold wurde in der eigenen Endzone niedergerissen – Safety, zwei weitere Punkte für die Rams und Ball-Besitz. So weit, so sehr schlecht, aber die Vikings-Enttäuschung wich schon nach der ersten TV-Wiederholung Fassungslosigkeit und Wut. Denn Darmold wurde am Gesichtsgitter umgerissen: Das ist absolut und ohne Ausnahme auch ohne jegliche Absicht verboten, weil es für den Betroffenen extrem gefährlich ist und schwere Verletzungen daraus relultieren können. Keiner der 7 Refs hatte etwas gesehen, zumindest flog keine Gelbe Flagge, die eine Strafe anzeigt. Und das (für mich völlig) Erstaunliche. Derlei Regelverstöße können nicht überprüft werden: weder die Vikings noch ein Unparteiische am Video (der in den letzten 2 Minuten einer Halbzeit eingreift) durfte intervenieren. Die Partie war verloren, und es ist ein geringer Trost, dass die Vikings höchstwahrscheinlich auch so als Unterlegene vom Feld gegangen wäre.
Soviel dann auch zum Thema, dass der Videobeweis in anderen Sportarten so viel besser funktioniert als im Fußball
Blick über den Teich, MLB
Los Angeles Dodgers gegen New York Yankees in den World Series – das ist für viele der heilige Gral des Baseball. Das Nonplusultra. Die zwei berühmtesten Teams, die zwei bekanntesten Logos (auch in Deutschland sehr oft gesehen), die besten Spieler, das meiste Geld, die großartigsten Legenden, der feinste Promi-Auftrieb (und es sind A-Promis, Leute, die Weltweit jeder kennt), Geschichten ohne Ende aus der gemeinsamen Vergangenheit, denn diese Finalserie hat es schon oft gegeben, gerade in den 50ern, zuletzt allerdings schon 1981.
Für mindestens genauso viele ist die Endspielserie Dodgers vs Yankees die Wahl zwischen Pest und Cholera. Viel Ehr, viel Hass. Denn gehasst, oder sehr, sehr ungeliebt, werden beide Teams mit mindestens genaus so großer Leidenschaft. Das offenbar unendliche Geld, mit der die besten Spieler gelockt werden, die Anmaßung, ja Arroganz der Owner, des Staffs. Wenn nur eines der Teams die World Series erreicht hat, konnten sich die fans wenigstens hinter dem jeweiligen Gegner versammeln, das fällt jetzt weg, gewinnen wird auf jeden Fall ein Übel. Und all diese Geschichten, diese Legenden-Sagen, haben die Baseball-Fans schon zum Überdruss gehört und gesehen.
Freund und Feind sind sich allerdings einig: Geboten wird aller Wahrscheinlichkeit Baseball auf höchstem Niveau, weswegen denn auch die Gegner zähneknirschend zusehen werden. Und mit dem Zwiespalt: will man möglichst ein tolles Spekakel oder oder eine schnöde 4-Spiele-Serie ohne Höhepunkt und damit schnell vergessen. Wie es der Zufall will, sind die zwei absoluten Baseball-Stars dabei, Shohei Ohtani bei den Dodgers, Aaron Judge für die Yankees, die Rekorde en masse aufstellten. Und auch die jeweils ersten Adjutanten, wenn ich sie so nennen darf, sind Spieler der absoluten Extraklasse. Juan Soto hat in seinem eersten Yankee-Jahr das Flaggschiff wieder auf Kurs gebracht, Mookie Betts für die Dodgers oft das vollendet, was Ohtani begonnen hat. Und auch sonst ist in den Line Ups jede Menge Leben. Hier Kiké und Teoscar Hernández (Dodgers), dort der Yankee Mike Stanton, der gebürtige Kalifornier, der als Kind auf der Dodger-Tribüne stand und die ganz großen Powerhitter wie Barry Bonds, Makr McGuire und Mike Piazza bei ihren Trainingsschwüngen bewunderte.
Da fällt das Pitching doch ziemlich zurück. Bei den Dodgers hat sich ja vor und während während der Saison ein Klassewerfer nach dem anderen verletzungsbedingt abgemeldet. Team-Manager Dave Robertsjhat schon in einigen Play-off-Partien auf das sogenannte Bullpen-Spiel gesetzt. (fast in jedem Inning ein neuer Werfer). Ein echtes sogenanntes Pitchin Ass ist eigentlich nur Gerrit Coe auf Seiten der Yankees, die überhaupt auf der Werferposition besser besetzt sind. Die Dodgers müssen hoffen, dass ihre Werfer mehr gute als schlechte Tage haben.
Sogar das Undenkbare wurde angesprochen: Dass das Multi-Talent Shohei Ohtani im Notfall auf den Pitcher-Mound zurückkehrt. Der Japanear hat in den vergangenen jahren noch für die LA Angels gezeigt , dass er ein Ausnahmewerfer ist, doch eine komplizierte Armverletzung verhindert das Werfen – eigentlich.. Doch Dave Roberts schloss das kategorisch aus; es bleibt also bei Werfer-Comeback 2025. Schaun mer mal, wenn im 10. Inning eines 7. Spiels plätzlich ein starker Werfer benötigt wird.
In Deutschland überträgt nur der Bezahlsender sport1+ alle Spiele live, allerdings nur im amerikanischen Original-Ton. Zu empfangen etwa über waiputv, wofür man ein kostenloses Probe-Abo für einen abschließen kann. Für all jene, die sich das Spektakel live ansehen wollen (bei sport1+, mlb.tv oder sonstwo), sei eigens darauf hingewiesen, dass anders als in Europa in den USA die Sommerzeit erst am Sonntag in einer Woche endet. Ab Spiel 3 heißt es also: nicht erst 2 Uhr morgens, sondern schon um 1 Uhr einschalten!
Apropos Fernsehen: Ein Gewinner steht auf jeden Fall jetzt schon fest. Der übertragende Sender Fox erwartet Rekord-Quoten beim Spiel der Legenden, das bedeutet Millionen- und Aber-Millionen Werbeeinnahmen und zufriedene bBesitzer und Verantwortliche. Auch das ist nicht für jedermann Grund zum Mit-Jubeln für den Trump-Sender.
World Series, best of 7 (MESZ bzw. MEZ)
Sa., 02:08: Dodgers – Yankees
So., 02:08: Dodgers – Yankees
Di., 01:08: Yankees – Dodgers
Mi., 01:08: Yankees – Dodgers
Do., 01:08: Yankees -Dodgers *
Sa., 01:08: Dodgers – Yankees *
So., 01:08: Dodgers – Yankees *
* wenn nötig
von Münchner Löwe | Okt. 20, 2024 | MLB
Blick über den Teich, MLB
Cleveland Guardians – NEW YORK YANKEES 2:5/10 (1:4)
Hinterher ist man immer klüger. Wer könnte ein traurigeres Lied darüber singen als Trainer im Sport. Und hier besondes im Baseball, weil hier der Chefcoach am meisten selbst ins Geschehen eingreifen kann durch geschicktes Wechseln (oder eben Nichtwechseln) des Werfers. So wird es jetzt Stephen Vogt ergehen, dem Team-Manager der Guardians. 2:0 führte sein Team im 6. Inning, bei 2 Outs und einem Yankee auf der 3. Base. Auf dem Schlagmal stand Giancarlos Stanton, der in der Serie den Guardians schon so manches Unglück bereitet hatte. Jetzt stand Vogt vor der Entscheidung: Freiwilliger Walk für Stanton und dann gegen den sehr viel schwächeren Jazz Chisholm das Glück vesuchen. Oder vielleicht sogar den bis dato starken Starting Pitcher durch den fantastischen und vor allem ganz frischen Releiver Cade Smith ersetzen. Vogt tat nichts dergleichen, und tatsachlich drosch Stanton den Ball weit über den Zaun und besorgte den 2:2-Ausgleich.
Dieser Spielstand blieb bis ins 10. Inning bestehen. In diesem schaffte der in der gesamten Serie überragende Juan Soto einen 3-Run-Homer, der die Yankees zum ersten Mal seit 2009 in die World Series gegen die Ols Angeles Dodgers oder New York Mets beförderte.
Einen echten Vorwurf wird dem Trainer wohl niemand machen, aber es bleibt halt das ungute Gefühl, dass Stantons Homerun zum Ausgleich durch eine schlauere Entscheidung vermeidbar gewesen wäre, wobei es natürlich für diese These keinerlei Beweis gibt.
Die Yankees entschieden eine durchaus spannende Serie vorzeitig: Einige Partien standen auf Messers Schneide. Unverwundbar wirken die New Yorker beileibe nicht. Sie haben allerdings mit Aaron Judge einen Schlagmann, der bisher sein riesiges Können nur marginal zeigte. Ein Schlagdurchschnitt vor 0.161 in der gesamten 5-Spiele-Serie ist (nicht nur) für ihn indiskutabel, immerhin zeigte er mit 2 Homeruns seine Gefährlichkeit. Und Neuzugang Juan Soto legte eine fast unwirkliche Serie hin mit 3 Homeruns, 8 RBIs und einem Schlagdurchschnit von 0.333.
Ansetzungen (MESZ)
Mo., 02:08: LA Dodgers – NY Mets (3:2)
Die Mets mit ihrem bisher so tollen SP Sean Manaea, die Dodgers dürften ein Bullpen-Spiel wagen.
Di., 02:08: LA Dodgers – NY Mets (falls die Mets Spiel 6 gewinnen)
von Münchner Löwe | Okt. 19, 2024 | basketball, MLB, WNBA
Blick über den Teich, WNBA und MLB
Die New York Liberty mit einer starken Leonie Fiebich vergeben den ersten Matchball, dafür gewinnen die beiden Baseball-Teams im Halbfinale gegen die Los Angeles Dodgers und Cleveland Guardians.
WNBA
Minnesota Lynx – New York Liberty 82:80 (2:2)
Erneut ein Basketball-Thriller der Frauen, der erst in der absoluten Schlussphase entschieden wurde. Diesmal hatten die Lynx das bessere Ende für sich, weil Bridget Carleton sich einen Offensiv-Rebound schnappte, gefoult wurde und die beiden freiwürfe verwandelte. Diesmal gelang danach Sabrina Ionescu auf der anderen Seite kein Zauvberwurf zum Sieg (wie in Spiel 3), weshalb die Serie in New York entschieden wird in Spiel 5 in der Nacht zu Montag unserer Zeit (02:00) Uhr. Diesen Showdown hat das Finale verdient zweier absolut ebenbüriger Teams, in denen letztlich Nuancen den Ausschlag geben.
Wie eben in der wilden Partie 4 in Minneapolis vor diesmal 19.200 Fans, die ein Spektakel veanstalteten, das sich keinesfalls hinter NBA-Playoff-Heimpartien der Timberwolves verstecken müsse. Die sahen einen Schlagabtausch mit zahlreichen Führungswechseln, ständigen Auf und Abs, unglaublich getroffenen Dreiern, aber auch Monsterblocks und genauso erstaunliche Ballverluste nach Pässen ins Nichts. Und eine Scharfschützin wie Ionescu traf keinen einzigen ihrer 5 Dreier-Versuche und blieb zum ersten Mal seit mehr als 20 Play-off-Partien ohne Dreier.
Mittendrin die deutsche Nationalspielerin Leonie Fiebich, die einen tollen Tag erwischte und mit 19 Punkten zweitbeste Punktesammlerin ihrer Liberty war hinter Jonquel Jones. Allerdings verwandelte sie „nur“ 2 von 5 Dreiern und blieb unter ihren 60 Play-off-Prozent, was wäre ein Franz Wagner glücklich über diese Quote. Fiebich hatte mit 36:02 Minuten auch die meiste Einsatzzeit ihresteams (gemeinsam mit Ionescu). Auch Nyara Sabally leistete ihren Beitrag mit 4 Punkten und 5 Rebounds, davon 2 am offensiven Brett.
Ansetzung (MESZ)
Mo., 02:00: New York Liberty – Minnesota Lynx (2:2)
MLB
Es war kein Freitag der Pitcher. Insgesamt 32 Runs kassierten sie in den beien Partien. Und in Erscheinung traten Schlagmänner, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen.
New York Mets – Los Angeles Dodgers 12:6 (2:2)
Mit dem Heimsieg verlängerten die Mets die Serie, die nun morgen respektive übemorgen in LA entschieden wird. Pete Alonso stellte die Weichen mit seinem 3-Run-Homer schon im 1. Inning auf Sieg. Schon nach dem 3. Inning schienen beim stand von 8:1 alle Messen gesungen. Dodgers Starting Pitcher, der in der 1. Partie am Sonntag noch alle New Yorker zur Vezweiflung geterieben hatte, hatte einen rabenschwarzen Abend. In 3 Innings kassierte er 8 Hits und 4 Walks, die zu den 8 Runs führten.
Immerhin betrieben die Dodgers Schadensbegrenzung, insbesondere verbrauchten sie im Hinblick auf die anstehenden Partien nur noch einen Werfer. Brent Honeywell hielt 4.2 Innings durch. Und Schlagmann Andy Pages hatte seinen persönlichen Erfolgstag, schaffte gleich 2 Homeruns, wass in der NL noch nie einem an 9 gereihten Schlagmann (nominell also einer der Wächsten) gelang. Das reichte letztlich aber nur zur Ergebnis-Kosmetik. Die Mets hatten gleich 14 Hits und 5 Walks – und sie nutzten regelmäßig ihre Chancen.
Cleveland Guardians – New York Yankees 6:8 (1:3)
Was für ein Ab und Auf und Ab mussten die Guardians-Fans im heimischen Stadion erleben. Dabei schien alles klar, für die Yankees als im oberren 6. Inning Giancarlo Stanton mit seinem 3-Run-Homer auf 6:2 erhöhte. Andererseits hat der Bullpen der Yankees schon öfter gezeigt, dass er nicht zu den stärksten gehört. Also verkürzten die Guardians im 7. Inning auf 5:6, und nur ein famoser Catch von Left Fielder Alex Vedugo verhinderte weitere Punkte von Jhonkensey Noel. Als dann im 8. Inning Cleveland der Ausgleich gelang, roch es tatsächlich nach Umschwung. Aber der in der regulären Saison extrem effektive Relieiver Emmanuel Chase ließ im 9. Inning zwei weitere Punkte der Yankees zu zum 6:8, und darauf fanden die Guardians keine Anwort mehr: Braysn Rocchio repräsentierte bei 2 Mann auf Base zwar den virtuellen Sieg, schaffte aber nur ein harmloses Groundout.
Ansetzung heute
02:08: Cleveland Guardians – New York Yankees (1:3)
Ansetzungen morgen
02:08: Los Angeles Dodgers – NY Mets (3:2)
von Münchner Löwe | Okt. 18, 2024 | MLB
Blick über den Teich, MLB
Kein guter Tag für die New Yorker Teams in den Baseball-Play-offs. Vor allem für die Mets dürfte es fast schon aussichtslos sein, ihr Post-Season-Märchen fortzuführen.
Cleveland Guardians – New York Yankees 7:5/10. Inning (1:2)
Ein großes Auf und Ab, und erstmals in den diesjährigen Play-offs mussten Extra-Innings entscheiden. Zunächst sah es gut aus für die Guardians führten sie doch nach 7 2/3 Innings 3:2s, und der sehr starke Bullpen gab sich keinerlei Blöße. Dann trat allerdings Aaron Judge für die Yankees an die Platte. Der Superstar hatte bis dato nichts getroffen, aber Judge ist immer für einen Homerun gut. Und tatsächlich feuerte er den Ball über den Zaun – 3:3. Als unmittelbar Mike Stanton mit einem weiteren Homerun die Yankees mit 4:3 in Führung brachte, sanken die eh schon kühlen Temperaturen in Cleveland beträchtlich und wurden gar zur Eiseskälte, als Anthony Volpe nach einem Sacrifice Fly von Gleyber Torres aauf 5:3 erhöhte. Jetzt konte nur noch ein Wunder helfen im unteren 9. Inning und schon 2 Outs. Und wer anders könnte dieses Wunder bewirken, als der Weihnachtsmann. Jhonkensy Noel schaffte tatsächlich mit einem Two-Run-Homer den Ausgleich zum 5:5. Der spielt als Einwechselspieler seine erste MLB-Saison, in den Play-offs hatte er bis dahin bei 15 At Bats genau einen Hit zustandebekommen. Jetzt beförderte er den Ball weit in die Zuschauerränge und rettete die Giuardians in die Extra-OInnings. Bereits im 10. Durchgang die Entscheidung, als der ebenfalls eingewechselte David Fry mit einem weiteren Homerun den Sieg und den Anschluss nach Spielen zum 1:2 sicherstellte. Das klingt schon sehr viel freundlicher als das mögliche 0:3, das bisher in der Geschichte der MLB-Play-offs nur ein einziges Mal noch in einen Erfolg umgewandelt wurde (Boston Red Sox 2006 vs die Yankees, wer will es je vergessen)
New York Mets – Los Angeles Dodgers 2:10 (1:3)
Nein, das war wahrhaftig nicht spannend:Al erster Schlagmann überhaupt schaffte Dodgers Star Shohei Ohtani einen Homerun. Den konnte Marc Vientos zwar noch ausgleichen im unteren 2. Inning, aber dann nahm das New Yorker Unglück seinen Lauf. Im 3. und 4. Inning gelangen den Gästen je zwei Runs, während die Mets nur einen Punkt auf die Anzeigentafel brachten. Die Führung bauten sie auf 7:2 aus, und spätestens als die Mets 3 gelandene Bases bei keinem Aus nicht zu weiteren Punkten nutzten, war die Entscheidung gefallen.
Shohei Ohtani kam viermal auf Base und schaffte jedesmal auch die volle Runde nach Hause. Noch bemerkenswerter ist für mich de Auftritt von Max Mundy. Der schaffte das Kunststück, spieleübergreifend 13-mal in folge auf Base zu kommen und stellte damit einen Post-Season-Rekord ein. Die alleinige Bestleistung vermasselte er sich dann allerdings mit einem wilden Strikeout, als längst alles entschieden war.
Ansetzungen heute
23:08: New York Mets – Los Angeles Dodgers (1:3)
Die Mets wagen offenbar ein sogenanntes Bullpen–Spiel, das heißt kein Pitcher dürfte mehr als 3 Innings werfen. Die Dodgers vertrauen auf Jack Flaherty, der
am Sonntag in 7.0 Innings nur 2 Hits und 2 Walks zuließ
02:08: Cleveland Guardians – New York Yankees (1:2)
Auf dem Mound stehen wahrscheinlich die SP Luis Gil (Yankees) und Gavin Williams, die beide bisher in der Post Season noch ohne Einsatz sind. Würde
mich ziemlich wundern, wenn sie länger als 4 oder 5 Innings durchhalten dürfen.
von Münchner Löwe | Okt. 17, 2024 | basketball, MLB, WNBA
Blick über den Teich, WNBA und MLB
New York up und New York Down. Die Big-Apple-Fans hatten am Mittwoch nahezu gleichzeitig unterschiedliche Gefühle.
Zuvor allerdings noch eine aus deutscher Sicht sehr erfreuliche Nachricht. JJ Peterka ist in der NHL zum ersten Mal nach seiner leichten Gehirnerschütterung vor zehn Tagen in Prag wieder für die Buffalo Sabres aufgelaufen und erzielte bei der 5:6 Overtime-Niederlage bei den Pittwsburgh Penguins 2 Treffer.
WNBA
Minnesota Lynx – New York Liberty 77:80 (1:2)
Cool, cooler, Sabrina Ionescu. Die Scharfschützin krönte die New Yorker Aufholjagd mit einem spektakulären Dreipunkter genau eine Sekunde vor Schluss. Zwischenzeitlich lagen die Liberty mit bis zu 15 Punkten zurück, ehe sie wieder zurückkamen. Und das vor 19 500 fanatischen Lynx-Anhängern im ausverkauften Target Center, die einen Höllenlärm verantstalteten. Nach einer 5:4-Führung (alle Punkte für NY markierte Leonie Fiebich) ganz zu Beginn verloren die Liberty völlig den Faden und lagen nach dem 1. Quarter 18:28 zurück. Bedenklich die schier zahllosen Ballverluste (7 waren es tatsächlich). Das wurde mit der Partie etwas besser (16 im gesamten Spiel sind immer noch eine ganze Menge), und deshalb konnten die Liberty ab dem 2. Viertel den Rückstand nach und nach verkürzen.
Herausragend bei den Gästen wareinmal mehr Breanna Steward mit 30 Zählern. Fiebich kam auf 13 Punkte, die wieder sehr gut aus der Distanz traf (3/5 Dreier). Nyara Sabally steuerte in knapp 11 Minuten 4 wichtige Punkte bei. Bei Minnesotastand Napheesa Collier die gesamten 40:00 Minuten auf dem Parkett und hatte am Ende 22 Punkte zu Buche stehen.
Ansetzungen
Sa., 02:00: Minnesota Lynx – New York Liberty (1:2)
Mo., 02:00: New York Liberty vs Minnesota Lynx (falls Minnesota Spiel 4 gewinnt)
MLB
New York Mets – Los Angeles Dodgers 0:8 (1:2)
In der Offensive stark mit einigen Homeruns, in der Defensive wieder eine Bank, die Dodgers sicherten nicht nur Spiel 3 und die 2:1-Führung, sondern sind jetzt auch klar in der Favoritenstellung dieser Serie. Sie schafften insgesamt 4. Zunull-Erfolg in den vergangenen 5 Play-off-Partien. Diesmal legte Starting Pitcher Walker Bühler den Grundstein, der in 4.0 Inninngs gerade mal 3 Hits und 2 Walks zuließ. Noch beeindruckender die Ersatzwerfer, die in den folgenden 5 Innings nur einen Hit und 2 Walks hinnehmen mussten.Wirllich heikel wurde es für Bühler nur einmal, als er im 2. Inning mit nur einem Out die Bases lud, sich aber mit zwei Strikouts meisterlich befreite.
Und die Offensive produzierte ebenfalls überdurchscnittlich. Die ersten 2 Punkte erzielten sie durch sogenannten „little Ball), also Single-Hits, Walks und produktive Outs, in der die Runner um eine Base vorrücken. Ab dem 6. Inning packten die Dodgers dann die schweren Geschütze aus. Kiké Hernández erhöhte mit einem 2-Run-Homer auf 4:0, Shohei Ohtani legte im 8. Inning mit einem Schlag über den Zaun nach, der 3 Punkte einbrachte.
Ansetzungen Conference Series (MESZ)
National League
Fr., 02:08: New York Mets – Los Angeles Dodgers (1:2)
Fr., 23:08: Mets – Dodgers
Mo., 02:08: Dodgers – Mets (wenn nötig)
Di., 02:08: Dodgers – Mets (wenn nötig)
American League
Do., 23:08: Cleveland Guardians – New York Yankees (0:2)
Sa., 02:08: Guardians – Yankees
So., 02:08: Guardians – Yankees (wenn nötig)
Mo., 23:08: Yankees – Guardians (wenn nötig)
Mi., 01:38: Yankees – Guardians (wenn nötig)
Spiel 1 der World Series (Best of 7) ist in der Nacht zum Sonntag, 26. Oktober (MESZ, noch nicht festgelegt. Die Dodgers würden das Heimspiel vs Yankees/Guardians haben, die Mets müssten zunächst auswärts antreten.
von Münchner Löwe | Okt. 16, 2024 | basketball, MLB
Bevor ich auf die ALCS eingehe, noch ein Tipp für nachtschwärmende Basketball-Fans. Ratiopharm Ulm bestreitet diese Nacht um 4 Uhr morgens unserer Zeit ein Testspiel bei den Portland Trail Blazer. Das ist das erste Auftreten eines deutschen Clubs bei einem NBA-Team. Die Ulmer haben sich als Sprungbrett in die NBA in den USA einen Namen gemacht, das ist die Belohnung und Ausdruck enormer Wertschätzung, und für diese unvergessliche nehmen die Schwaben auch mitten in ihrer Saison gerne einen Mostertripp in den Nordwesten der USA in Kauf. Wenn ich das richtig sehe, gibt es alledings nur bei nba.tv eine Übertragung. DAZN oder gar Pro7Maxx verzichten schändlicherweise auf Live-Bilder.
New York Yankees – Cleveland Guardians 6:3 (2:0)
Wenn ein Außenseiter wie die Guardians bei den Yankees bestehen will, darf er zum Einen keine Fehler machen und sollte zudem möglichst die sich bietenden Chancen nutzen. Beides beherzigte das Tam aus Cleveland nicht.
So entsprang der erste Punkt der Yankees einem katastrophalen Fangfehler von Brayan Rocchio, der einen meterhoch in die Luft geschlagenen Ball von Aaron Judge nicht greifen konnte – ein Anfängerfehler. Diese Führung bauten die Yankees im 2. Inning auf 3:0 aus, ehe das Effizienz-Elend der Guardians in der Offensive begann. Im 3. Inning strandeten 2 Spieler auf Base, im 4. gar zwei 3, als Unglücksrabe Rocchio bei geladenen Bases einen Strikeout kassierte. Im 5. Inniing luden sie erneut die Bases, ohne ein Out und schafften nur zwei minimalistische Punkte gegen den nun arg kämpfenden Gerrit Cole und dessen Ersatz Clay Holmes.
Damit allerdings war erst mal das Pulver der Guardians verschossen, und nachdem Anthony Rizzo im 6. Inning auf 4:2 für die Yankees erhöhte, beendete Aaron Judge seine Post-Season-Krise und drosch den Ball per 2-Run-Homer über den Zaun, dem ersten im 6. Spiel der Play-offs.
Jetzt geht die Serie nach Cleveland, wo 3 Spiele angesetzt sind ab morgen. Ich sehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Yanks dort 2 Spiele gewinnen und ohne weitere Heimspiele in die World Series einziehen
Ansetzung heute
02:08: New York Mets – Los Angeles Dodgers (1:1)
Ansetzungen morgen
23:08: Cleveland Guardians – New York Yankees (0:2)
02:08: New York Mets – Los Angeles Dodgers
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