von Münchner Löwe | Okt. 24, 2024 | basketball, NBA
Saisonvorschau NBA, Teil 3, Western Conference
Im Westen geht die Post ab, höchstwahrscheinlich auch dieses Jahr nach dem irren Rennen um Platz 1 im Frühjahr und die Play-off-Spitze. Fast jedes West-Duell hat es in sich. Abschreiben würde ich nur die Blazers und die JazzI. Ich teile Play-off-Aspiranten in 3 Stärke-Klassen, die natürlich nicht in Stein gemeißelt sind.
I. Gruß vor der Spitze
Oklahoma City Thunder
Schon in der vergangenen Saison hatten sie den Nummer-1-Spot, und das junge Team ist bestimmt nicht schwächer geworden. Durch extrem kluges Verhandeln ist die mittelfristige Zukunft dank einiger Top-Picks in den kommenden Jahren ohnehin golden, und die können auch schon jetzt für Trades eingesetzt werden.
Top-Stars
Shay Gilgeous-Alexander ist einer der aufregendsten Spieler der gesamten Liga, der alles kann und mit seinen 25 Jahren auch noch Steigerungspotenzial hat und Erfahrung sammeln wird. Chet Holmgren, zweitbester Rookie hinter Victor Wembanyama, und Jalen Willams haben ein tolles Jahr hinter sich. Beide sind noch längst nicht ausgereift.
X-Faktoren
Den ohnehin starken Kader haben die Thunder mit dem 2,13-Meter-Center Isaiah Hartenstein und Spielmacher Alex Caruso perfekt ergänzt und Schwächen am Brett und Spielaufbau kompensiert. Riesenpech für den Deutschen Nationalspieler (hoffentlich bald im Team), dass er wegen eines Handbruchs erst mal ausfällt. Caruso bringt mit seinen 30 Jahren die nögtge Erfahrung und Spielschläue ein.
Problemfelder
Die Jugend: Segen und Fluch zugleich: Denn es ist eben nicht gewiss, dass die Talente wie Holmgren den nächsten Leistungssprung schaffen. Und zunächst wird Coach Mark Dagneault das Centerproblem ohne Hartenstein lösen können. Vielleicht sogar durch eine Neuzugang.
🇩🇪 👓
Nach seinen bärenstarken Play-offs für die Knicks hat Isaiah Hartenstein den üppigen 81-Dollar-Vetrag für die kommenden 3 Jahre mehr als verdient. Die Verletzung wirft ihn natürlich zurück, und jetzt muss der langjäjhrige Ergänzungsspieler auch eine gewisse Erwartungshaltung erfüllen. sehe allerdings beste Chancen, dass ihm das gelingt. Gnädigerweise hat DBB-Kapitän Dennis Schröder seine Rückkehr ins Team schongutgeheißen.
Minnesota Timberwolves
Der zweite andere Teil des großen Trades im Herbst. Karl-Antony Towns ist zu den Knicks, von denen kamen Julian Randle und Donte DiVicenzo. Zerschlagen ist damit das Riesenduo Gobert und Towns, dafür ist mehr Schnelligkeit und auch Entlastung im Spielaufbau (Randle) sowie Wurfstärke (DiVicenzo). Ob das so klappt, wie sich das Trainer Chris Finch vorstellt, bleibt abzuwarten.
Top-Stars
Anthony Edwards wird ja schon als neuer Michael Jordan gehandelt. Etwas vorschnell gewiss, aber er hat unfassbares Potenzial und wird sich in allen Facetten des Spiels noch steigern. Wenn er will, kann er sogar richtig gut verteidigen. Rudy Gobert ist immerhin zum Defensivspieler des Jahres gewählt worden, in den Play-offs allerdings hätte ich mir mehr Offensive von ihm gewünscht (den einen Zirkusdreier lasse ich mal außen vor).
X-Faktoren
Die unfassbar agile Defense mit dem Anker Gobert bliebt das Prunkstück. Hier sticht vor allem Jaden McDaniels hervor. Und bei Donte DiViicenzo bin ich wirklich gespannt, ob er seine Gala-Play-off-Form von New York nach Minnepaolis herübegerettet hat.
Problemfelder
Am ehesten noch auf der Spielmacher-Position, wo Mike Conley doch ein bisschen in die Jahre gekommen ist. Allerdings beeindruckend, wie gut er auf den Ball aufpasst und kaum Turnover produziert. Spätestens in den Play-offs: Reicht der Defensivspieler Rudy Gobert?
Denver Nuggets
Russell Westbrook kam neben Eric Godon als namhaftester Neuzugang, doch der Guard hat seine allerbesten Tage auch schon hinter sich. Ob die Nuggets tatsächlich noch mal in den Titelkampf eingreifen können, ist die große Frage und überhaupt nur mit einem absolut überragenden Nikola Jokic denkbar.
Top-Stars
Nikola Jokic: Außer Ultra-Fans anderer Teams wird ihm jeder Basketbalkenner bescheinigen, dass er der beste Spieler der Liga ist. Kann werfen (auch Dreier), kann rebounden, kann passen, kann verteidigen – alles auf höchstem Niveau. Zumindest in der Theorie ist der emsige und flinke Jamal Murray die ideale Ergänzung, so geschehen beim Titelfgewinn 2023. Doch der Kanadier hat nicht die beste Saison hinter sich, zunächst bei den Nuggets, im Sommer dann bei Olympia im Team Kanada.
X-Faktor
Vom 23-jährigen Christian Braun erwarten die Nuggets eine weitere Steigerung; er soll das Loch auf der Spielmacherposition stopfen. Bewährte Play-off-Kämpen sind Michael Porter jr. und der von den Suns gekommene Eric Gordon.
Problemfelder
Mit Kentavious Caldwell-Pope verließ ein ganz wichtiger Spieler das Team. Vielleicht nicht der ganz große Name, aber ein elementarer Baustein mit seiner Vieleitigkeit. Außerdem scheint mir die Kadertiefe nicht so groß wie bei anderen Top-Teams, da müsste ein Dario Saric einen enormen Sprung nach vorne machen.
Dallas Mavericks
Den Texandern gelang das Kunststück, als fünftbestes Team der Vorrunde ins ins NBA-Finale einzuziehen, wo dann die Celtics doch eine Klasse zu stark waren. Die in Texas ohnehin immer hohen Ansprüche werden nicht geringer sein, zumal mit Klay Thompson ein fantstischer wErfer hinzukam
Top-Stars
Luca Doncic ist ein Phänomen. Wirklich Austrainiert wirkt er selten, aber seine Ballfertigkeit, sein Auge, sein Dribbling sind einmalig. An guten Tagen wirft er auch die unmöglichsten Dreier in den Korb. Dass er nie ein Defensemonster wird, damit hat sich Trainer Jason Kidd abgefunden. Er wird schon froh sein, wenn der Slowene nicht mehr ganz so viel meckert und zumindest den Anschein des Verteidigungs-Willens zeigt. Kyrie Irving ist der ideale 2. Mann mit einem tollen Zug zum Korb.
X-Faktoren
Klay Thompson: Der Splash-Brother der Warriors (neben Steph Curry) jetzt bei den Mavericks, daran muss ich mich erst gewöhnen. An guten Tagen schießt der Scharfschütze aus allen Lagen alle Lampen aus, doch diese sind rarer geworden. Liegts am Alter (34), und kann die neue Umgebung neu beleben?
Problemfeld
Der meckernde Luka Doncic, der sich damit manchmal selbst aus dem Spiel nimmt. Die Centerposition scheint mir auch nichtdeal besetzt
🇩🇪 👓
Maxi Kleber will es noch mal wissen nach einem ziemlichen Sechenjahr. Einer der besten Verteidiger im Team, und an guten Tagen trifft er auch überdurchnittlich gut in den Korb.
II. Erste Herausforderer
Phoenix Suns
Das ewige Lied: Oft nah dran, aber nie wirklich mittendrin. Irgendwo hakt es immer. Wenn alle fit sind und ihr ganzes Können abrufen, dann allerdings Gnade den anderen.
Top-Stars
Die Dreierbande Kevin Durant, Devin Booker und Bradley Beal sucht ihresgleichen in der NBA. Gerade Beal allerdings hat ein verletzungs-intensive Jahre hinter sich, die 3 zusammen auf dem Court waren deshalb recht selten beisammen. Jeder für sich kann ein Spiel allein entscheiden, selbst Würfe kreieren. Durant ist dazu noch ein exzellenter Verteidiger.
X-Faktor
Grayson Allen: Ein Schütze vor dem Herrn, der die Großen Drei entlasten kann. Zu oft allerdings nicht entlastet hat.
Problemfelder
Hinter der Starting Five wird es doch schnell ziemlich dunkel, was die Kadertiefe betrifft. Ältergediente Profis, die aber selten den Unterschied ausmachen (Plumlee). Von Rookie-Spielmacher Tyus Jones sollte man bei allem Talent auch nicht allzu viel erwarten.
New Orleans Pelicans
Auch so ein Team, das alles hat. Power (Williamson), Defense (Alvarado) und Spielwitz (McMcullom, Ingram). Doch bisher passten die Puzzleteile nicht wirklich zusammen, weil das wichtigste in Person von Williamson zu oft ganz wegbracht.
Top Star
Zion Williamson: hatte eine tolle Saison inklusive 1 drei viertel gute Play-In-Spiele gegen die Kings und Lakers. Gegen LA musste er in der 2. Halbzeit das Spiel verlassen, und die Pels fielen fast auseinander. Weniger Abhangig muss das Team werden und doch doch von seiner Klasse profitieren
X-Faktoren
Mit der Verpflichtung des heiß begehrten Dejaunte Murray von den Hawks gelang den Südstaatlern ein echter Coup. In Bestform einer der besten Spielmacher der Liga, und die soll er in Louisiana wiederfinden nach einem eher trüben Atlanta-Jahr. Brandon Ingram kann an guten Tagen auch jede Abwehr vor große Probleme stellen. Wie gesagt, an guten Tagen, die er allerdings nicht immer hat. Herausragend ist die Defensiv-Bank mit Klette Alvarado und Herb Jones
Problemfelder
Zion Williamson und die Verletzungen – ein Thema, das ihn jede Saison vefolgt. In seiner Brachial-Spielweise unter beiden Körben nicht zu ersetzen.
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Daniel Theis wird gut zu tun haben, es überhaupt zu Minuten auf dem Court zu bringen. Fehlenden Einsatz wird dem Kämpfer vor dem Herrn niemand vorwerfen. An Nationalmannschaftsform kam er allerdings nur selten heran.
Golden State Warriors
Vom Meisterteam der 10er-Jahre sind nur noch Stephen Curry, Andrew und Draymond Green sowie Trainer Steve Kerr übriggeblieben. Der Neuaufbau ist in vollem Gange, und ein paar Spieler gegeben auch Anlass zu großen Hoffnungen. Und der Kader scheint erheblich tiefer zu sein als in den vergangenen Jahren.
Top-Stars
Steph Curry: Schon 36 Jahre alt, phhh. Fragt mal die Serben und Franzosen, die bei Olympia auf so gutem Weg waren, die vermeintlich übemächtigen USA zu schlagen, bis sie von einem Dreier-Gewitter des besten Scharfschützen aller zeiten auf einem Basketballfeld erledigt wurden. Unnachahmlich, wie er Würfe findet und trift. Die Erfahrung kompensiert vielleicht nicht mehr ganz so fitte Knochen.
X-Faktoren
Brandon Podziemski hat ein viele überraschend starkes Rookie-Jahr hinter sich und kann tatsächlich der neue Franchise-Player werden (wenn denn ein Curry irgendwann doch aufhört zu treffen). Ein gewandter Spielmacher unglaublich abgeklärt für seine erst 21 Jahre. Auch Jonathan Kuminga dürfte ein Unterschiedsspieler werden.
Problemfelder:
Drayymond Green: Besser gefragt, wann rastet Draymond Green diese Saison? Wenn er seine Energie positiv einbringt, ist er ein Büffel in der Verteidiger und steter Antreiber, der auch nicht davor zurückschreckt, selbst einem Curry oder Kerr die Meinung zu geigen.
Los Angeles Lakers
Eher aus Respekt vorm alternden LeBron James schon in dieser Kategorie. Ob das Team, dem die Show oft genauso wichtig ist wie sportlicher Erfolg, wirklich ein ernsthafter Titelanwärter ist, möchte ich bezweifeln. Aber Show können sie dafür unschlagbar, siehe die rührselige Vater-Sohn-Geschichte Le Bron und Bronnie in einem Team. Da sind sie schon fabelhaft, die Laker Boys.
Top-Stars
LeBron James: 40 Jahre alt wird er im Dezember, und noch immer läuft ohne ihn gar nchts beim Club. So kam Neu-Coach JJ Redick kam auf sein Geheiß und eben auch der geliebte Sohn Bronnie (Geschichte ward gemacht). Sportlich längst überflügelt hat ihn Anthony Davis. Solange sein Körper mitspielt, mit der beste und veielseitigste Center der NBA.
X-Faktoren
Austin Reaves und Rui Hachimura: Wenn die Lakers überhaupt was im Kampf um obere Plätze zu tun haben wollen, brauchen sie viele Punkte und vor allem mehr Dreier der beiden. Distanwürfe waren das Manko der Lakers in der vergangenen Saison. Und dann ist da noch der genialische D´Andre Russell (mit neuer unaussprechlich hässlicher Blond-Frisur).
Problemfelder
Erst einmal Bronnie James, den so viele Experten NBA-Tauglichkeit (vorerst) absprechen. Trotzdem im Team, was Unruhe schafft bei so vielen Eitelkeiten. Vielleicht aber schon Anfang November kein Thema mehr, wenn die G-League beginnt und Bronnie James in das unterklassige Lakers-Team abgeschoben wird, wie es die Spatzen von den Dächern pfeifen.Und dann ist noch die Frage, ob Redick sein riesiges Basketball-Wissen in die Praxis umsetzen kann auf höchstem Niveau.
III. Die Hoffnungsvollen
Sacramento Kings
Mein Lieblingsteam. Vor letztes Jahr habe ich mein Herz an sie verloren mit ihrem spektakulären Tempo-Basketball. Das ist ein bisschen weniger geworden, aber ich bin recht hoffnungsvoll, dass sie mehr schaffen, als die Play-Ins.
Die Top-Stars
Domantas Sabonis: Vielseitiger Center, nach Jokic für mich der beste der Liga. Fliegt meines Erachtens immer noch ein bisschen unter dem Radar, obwohl er zuverlässig punktet, reboundet und auch passt. Meiste Triple Doubles. Dazu DeAaron Fox der Sprininsfeld gerade auch in der Chruchtime. Und Neuzugang DeMar DeRozan wird noch mehr Variationen in den Angriff bringen.
X-Faktoren
Malik Monk: Bringt unglaubliche Energie von der Bank, mit Naz Reed von den Thunder der beste 6. Mann. Als er zum Ende in der vergangenen Saison vergangenen Saison verletzt ausschied, ging es sichtlich bergab mit den Kings. Auf die Entwicklung von Keon Ellis und Backup-Center Alex Lin bin ich gespannt.
Problemfelder
Bleibt die Defensive. Sabonis ist auch nicht de allerbeste Verteidiger. Und die Abstimmung der beiden Ballhandler Fox und DeRozan könnte zu Unstimmigkeiten und Eifersüchteleien führen. Aber Mike Brown ist als Trainer erfahren genung, das zu managen.
Memphis Grizzlies
Die vergangene Saison war gelaufen, bevor sie überhaupt begonnen hat. Die lange Sperre für Ja Morant und unfassbares Verletzungspech, das fast das ganze Team betraf, war nicht zu kompensieren. Als Morant zurückkam, bekam man einen Eindruck, zu was die Mannschaft fähig ist, bevor eine sasison-beendende Verletzung jegliche Hoffnungsfüncken zerstieben lässt.
Top-Stars
Ja Morant: Einer der Spieler, weswegen ich Basketball so liebe. Fantasiereich, effektiv, immer für die erastaunliche Idee gut. Natürlich Exzentriker und seine Waffenleidenschaft muss ich auch nicht mögen: Auch Desmond Bane hat ein Seuchenjahr hinter sich. Einer der besten Dreierschützen der Liga.
X-Faktoren
Zach Edey: Der Center dominierte im College beide Bretter, doch die NBA ist ein ganz anderer Schnack. 2,24 Meter bringt er jedenfalls schon mal Gardemaß mit, und das Wurfhändchen hat er auch. Luke Kennard ist ein famoser Distanzschütze, ohne Nerven auch in der Chrunchtime.
Problemfelder
Die große Frage lautet: Wie gut haben die ganzen Zurückkommer ihre zum Teil sehr schweren Verletzungen überwunden. Wenn sie an ihre alte Form zurückfinden oder gar noch besser werden, können sie den ohnehin schon starken Westen gehörig aufmischen als zusätzlicher Contender.
Houston Rockets
In der vergangenen Saison ging ihren ein bisschen die Luft aus und verpassten als 11. die Play-Ins. Ich traue dem recht jungen Team durchaus die Steigerung für die fehlenden Siege zu. Im Osten wären sie für mich klarer Post-Season-Kandidat, aber im Westen ist die Konkurrenz extrem.
Top-Stars
Alperen Sengun: Der Center war die Entdeckung der vergangenen Saison. Vor allem zu Beginn waren die Rockets lange auf Play-off-Kurs, ehe dem Türken auch wg Verletzungen die Kräfte ausgingen. Spielmacher Fred van Vleet ist mit seinen 30 Jahren mit Abstand der Älteste des Teams. Ein glänzender Spielmacher mit einem herausragendem Wurf, der sogar weiß, wie Champions geht (2019 mit den Toronto Raptors
X-Faktor
Reed Shephard ist der Nummer-3-Draft Pick (eines nicht allzu gut beleumdeten Jahrgangs). Wie alle Rookies wird er Zeit brauchen, um sich an die NBA zu gewöhnen.
Problemfelder
Bei aller Klasse: Es könnten die Ergebnisse, sprich Siege fehlen gerade in den West-Duellen. Geduld ist gefragt, denn die Zukunft liegt in Houston. Vielleicht sogar schon die ganz nahe, wenn die Dreierquote nach oben geht.
San Antonio Spurs
Die Hoffnung heißt Wemby: Nur deswegen in dieser Kategorie, denn nach Lage der Dinge wird es für die Play-offs nicht reichen.
Top-Stars
Victor Wembanyama: Der „außerirdische“ Franzose hat ein großartiges Rookie-Jahr hinter sich, (obwohl Phantasten wie ich angesichts des irrsinnigen Vorschusslorbeers sogar noch mehr erwartet haben). Er wird sich weiter steigern, zumal die Spurs mit Chris Paul einen außerordentlichen Spielmacher verpflichtet haben, auch wenn der 37-Jährige seine allerbesten zeiten hinter sich hat. Der wirkliche Star sitzt auf der Bank: Gregg Popovic, mehrfacher Meistertrainer, mit 75 Jahren junggeblieben. Sehr wichtige Stimme, vor allem auch zu allen relevanten Themen außerhalb des Courts (wie auch Warrior Steve Kerr). Und aus sportlicher enau der Richtige Coach für den Aufbau eines Wembanyama..
X-Faktoren
Jeremy Sochan Ierstaunliche Löwen-Frisur), Darius Vasell: Zwei hochveranlagte Spieler. Das Schöne für sie ist: Keiner (bei Verstand und Realitätssinn) erwartet eine Winning Season oder gar Play-offs, sondern „nur“ eine Steigerung.
Problemfelder
Sehe ich eigentlich keine, wenn denn alle Verantwortlichen die Ruhe bewahren und nichts Irrwitziges verlangen. Natürlich muss das Team auch bei Laune gehalten werden angesichts möglicher Niederlagenseren.
IV. Und sonst?
Vebleiben die LA Clippers, Utah Jazz und Portland TrailBlazers. Während ich die Utah Jazz trotz eines Lauri Markkanen (finnisches leises Seufz) und die Blazers ganz abschreibe, sehe ich bei den Clippers einen Hoffnungsschimmer und auch viel Interessantes
Los Angeles Clippers
Sie hatten großes vor mit den 3 Top-Stars Kawhi Leonard, Paul George und James Harden sowie tollen Ergänzugnsspielern. Platz 4 im starken Westen war auch aller Ehren Wert, bevor die Mavs dem Run ein Play-off-Aus bescherten. Und jetzt? Paul George ist weg, Leonard (mal wieder) verletzt und Harden wird auch nicht jünger. Niedergang zur Unzeit in der funkelnagelnneuen ultrateuren Super-Halle, die Besitzer Steve Ballmer errichten ließ.
Top-Stars
Immer noch James Harden und Kawhi Leonard, oder sind es nur nocht Alt-Stars. Leonard fällt erst mal auf unbestimmte Zeit aus (ganz schlechtes Zeichen). Und Harden legt auch nicht mehr die unglaublichen Zahlen auf , die ihn einst zum MvP und besten Punktesammler der Liga machten.
X-Faktor
Die neue Halle: War so hübsch gedacht; ein titelreifes Team in endlich eigener Spielstätte. Endlich nicht mehr Anhängsel der alles überstrahlenden Lakers. Wenn der Start wider Erwarten doch einige Siege bringt, kann hier natürlich viel Energie gezogen werden.
Problemfelder
Wo anfangen, wo aufhören? Neben den verletzungs-anfälligen George und Harden ist da erst mal ein signiikanter Substanzverlust zu sehen mit dem Abgang von Plumlle, Theis und auch Westbrook. Und die Zukunft wurde verscherbelt. Erst 2030 (!) verfügen die Clippers wieder über ihre eigenen Draft-Picks. Die Stars der Branche werden angesichts dieser Gemengenlage nicht gerade Schlange stehen, um nach LA zu wechseln, obwohl Strand und Aber-Millionen locken.
Das wars mit der Vorschau. Let the Games begin
von Münchner Löwe | Okt. 22, 2024 | Allgemein, basketball, NBA
Saisonvorschau NBA, Teil 2, Eastern Conference
Nach allgemeiner Ansicht ist die Eastern Conference schwächer einzuordnen als die Western. Aber das beste Team kommt aus dem Osten, Titelverteidiger Boston Celtics. Die Play-offs im Frühjahr litten bis in die Conference Finals vor allem daran, dass alle Konkurrenten auf absolute Schlüsselspieler verzichten mussten (Bucks/Giannis, Pacers/Haliburton, Knicks/Randle et all, Sixers/Embiid). Diese sind jetzt einigermaßen wieder hergestellt. Folgende 8 Teams im einzelnen (die Reihenfolge entspricht in etwa auch meiner Wertung) dürften die ersten 6 Plätze unter sich ausmachen bzw ziemlcih sicher die Play-Ins erreichen.
Boston Celtics
Das Team ist weitestgehend zusammengeblieben, hat also den Riesenvorteil des Eingespieltseins. Und nach einem Titel ist man in der Sportstadt Boston auch noch nicht satt.
Top-Stars
Das sind ohne Zweifel Jason Tatum und Jaylen Brown, beide noch in den 20ern, also im besten Basketball-Alter. Die auch schon gezeigt haben, dass sie zusammenspielen können (bei Stars dieser Güte wahrhaff keine Selbstverständlichkeit). Tatum ist noch ein bisschen begabter und hat das Zeug zum MvP.
X-Faktoren
Eine wichtige Rolle vor allem in der Verteidigung spielen Derrick White und Jrue Holiday, die beide für Olympia nominiert wurden. Nicht zu vergessen Al Horford, der alte weise Anker, der wahrscheinlich vor seiner letzten Saison steht.
Problemfelder
Zumindest bis Dezember müssen die Celtics auf Kristaps Porzingis verzichten, in Bestform ein kaum zu verteidigernder 2,14-Meter-Riese mit gutem Wurf und mit seinen langen Armen auch Fels in der Verteidigung. Und trotz allem Titelhunger: Nehmen alle Spieler die Saison an wirklich ernst, gerade am Anfang?
New York Knicks
Das Team sorgte mit einem späten Trade im September noch für einen echten Paukenschlag. Die Knicks gaben Julian Randle und Donte DiVicenzo zu den Timberwolves ab und erhielten im Gegenzug Karl-Anthony Towns, mit dem sie ihre Länge am eigenem Brett verbesserten und den Verlust von Isaiah hartenstein (zu den Thunder) auffangen.
Top-Stars
Jalen Brunson hatte eine fantastische Saison und seinen Durchbruch in die absolute Top-Klasse. Fast allein er trug die Knicks bis in die 2. K.-o.Runde. Jetzt verzichtete er sogar auf einen noch höheren Vertrag, um Geld für andere Profis zu sparen. Und Karl-Anthony Towns ist als langer Spieler mit viel Offensiver Power extrem gefragt.
X-Faktoren
OG Amunoby kam während der vergangenen Saison von den Raptors und wurde einer der Schlüsselspieler. Entlastung verspricht sich die Team-Führung durch Mikal Bridges, der allerdings mit seinem Wurf kämpft, den er im Sommer irgendwo verloren hat.. Das begeisterungsfähige (zumindest in de Theorie) Publikum im Madison Square Garden ist für den einen oder anderen Sieg gut, allerdings auch für schnelles und unüberhörbares Murren bekannt.
Problemfelder
Schon wieder das Verletzungspech: So fällt der etatmäßige Center Mitchell Robinson enreut aus (mindestens bis Jahresende). Auch ein Achiuwa schlagt sich immer wieder mit verletzungen herum. Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich der nicht immer einfache Towns integriert.
Milwaukee Bucks
In der Theorie haben die Bucks ein tolles Team, einen tollen Kader. Das Problem ist, dass sie ihre PS oft nicht auf die Straße bringen auch wegen vieler Verletzungen
Top-Stars
Giannis Antetokuonpo ist (mindestens) einer der Top-5-Spieler der gesamten Liga. Wenn er mit seinen Riesenschritten Richtung Korb zieht, ist er kaum aufzuhalten. Damian Lillard brillierte viele Jahre bei den Trail Blazers (oft als Alleinunterhalter), doch sein erstes Jahr bei den Bucks verlief nicht ganz nach Wunsch. Sollte sich das verbessern, wären die Bucks ein echter Contender.
X-Faktoren
Khris Middleton und Marc Lopez: die neben Giannis letzten Verbliebenen des Titelteams 2018. Ohne Verletzungen ist vor allem Middleton ein ganz wichtiger Baustein, Lopez mit seiner Große und dem feinem Händchen die ideale Ergänzung zu Antetokuonpo, allerdings ist er etwas in die Jahre gekommen (36).
Problemfelder
Da Team ist insgesamt ziemlich alt. Außer Giannis sind alle Spieler der nominellen Starting Five 30+ Jahr alt. Das dürfte angesichts der sehr anstrengenden Saison ein Problem werden. Sollten sie allerdings auf dem Weg in die Play-offs Kräfte sparen, ist ihnen für die Post Season alles zuzutrauen.
Philadelphia 76ers
Embiid oder nicht Embiid, das ist die Frage, um die sich bei den Sixers alles dreht. Besser: Fällt er 15 Spiele aus oder wie schon so oft 30. Und kann er mal Play-offs durchspielen?
Top-Stars
Joel Embiid: Ist er fit, ist er für jede Verteidigung eine Bedrohung. Am Korb (auf beiden Seiten bärenstark, mit einem guten Wurf ausgestattet und mit gutem Auge für die Mitspieler. Tyrese Maxey hat an seiner Seite, vor allem aber auch ohne ihn, einen riesigen Leistungssprung gemacht, und wird mehr und mehr zum Gesicht der Franchise. Und mit Paul George haben sie einen weiteren Extra-Könner nach Philliy geholt.
X-Faktor
Caleb Martin ist sich nicht zu schade, Drecksarbeit für die Stars zu verrichten. Er ist ein Wettkampfty: Je Play-off, desto lieber.
Problemfelder
Wie so oft die Gesundheit der Spieler: Nicht nur Embiid ist verletzungsanfällig, sondern auch Paul George musste zuletzt bei den Clippers einige Zeit pausieren und ist mit seinen 34 Jahren auch nicht mehr der Jüngste.
Orlando Magic
Mit gleich drei Deutschen im Kader für uns vielleicht das interessanteste Team: Nach Jahren in den niederen Gefilden ging es zuletzt stetig aufwärts: In der 1. Play-off-Runde scheiterten die Magic nur knapp an den Cavaliers. Schlechter ist das junge Team sicher nicht geworden, ein Jahr mehr Erfahrung kann nur gut tun.
Top-Stars
Paulo Banchero, der Top-Pick 2022, ist weiter der Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft zusammen mit dem kongenialen Franz Wagner. Bei dem warte ich allerdings auf den nächsten entscheidenden Schritt nach vorn, und dazu braucht er einen vernünftigen Distanzwurf. Seine Dreierquote war zuletzt grauenhaft.
X-Faktor
Die teamübergreifend schwache Dreierfraktion soll Kentavious Caldwell-Pope verbessern, der Königstransfer von den Denver Nuggets. Die Erfahrung des 31-Jährigen, der sich in einigen Play-off-Schlachen schon bewährt hat, dürfte einen enormen Schub geben. Energizer von der Bank ist vor allem Mo Wagner, der ein tolles Jahr hinter sich hat.
Problemfelder
Die Jugend ist Schwäche und Stärke zugleich. Bisher fehlte in heiklen Situationen der Ruhepol, den man in KCP gefunden zu haben hofft. Und wirklich nach oben geht es sowieso nur, wenn praktisch jeder Spieler seine Dreier verbessert. Und ob Jalen Suggs auf der Spielmacher-Position der Weisheit letzter Schluss ist, bleicbt ebenfalls abzuwarten.
🇩🇪 👓
Franz Wagner hat diesen Monster-Vetrag unterzeichnet, der ihm ab 2025 mehr als 40 Millionen/Jahr garantiert. Sein Zug zum Korb ist einzigartig, er sollte bei Leonie Fiebich ein paar Trainigsstunden in Sachen Distanzwürfe nehmen. Mo Wagner kann Coach Jamahl Mosley jederzeit bringen und er zahlt es mit vollem Einsatz zurück. Tristan da Silva ist wohl in seinem Rookie-Jahr nur Lernender und dürfte über jede Einsatzminute froh sein.
Indiana Pacers
Für mich das aufregendste Team zumindest im Osten mit ihrem Höllentempo und dem fantasiereichen Angriffsspiel, das Tyrese Haliburton orchestriert. Der Einzug ins Conference Final 2024 war mehr als erwartet, mal sehen ob die Entwicklung weitergeht.
Top-Stars
Tyrese Haliburton gehört zu den besten 3 Spielmachern der Liga, wenn er nicht sogar der beste ist. Setzt die Mitspieler brillant ein und hat auch selbst einen guten Abschluss. Okay, sein Dreier könnte noch öfter fallen, aber er ist ja noch jung ..Pascal Siakam hat sich nach seinem Wechsel im Februar von den Raptors als Vestärkung erwiesen. Jetzt konnte er intensiv mit dem Team trainiren und die gesamte Vorbereitung bestreiten und wird ein noch wertvollerer Baustein, vor allem auch in der Defensive
X-Faktoren
Bennedict Maturin hatte eine veheißungsvolle Rookie-Saison, bevor ihn eine Verletzung stoppte. Wenn er an seine Leistungen anknüft und diese sogar verbssert, werden die Pacers noch vile Freude an ihm haben. Auch die beiden 24-jährigen Andrew Nembhard und Aaron Nesmith haben gerade in den Play-offs ihren Durchbruch geschafft.
Problemfelder
Die Defense bleibt das Sorgenkind. Das spektakuläre Spiel nach vorn ist halt auch fehleranfällig für schnelle Gegenangriffe. Auffällig im Kader ist die fehlende Länge. Nur Myles Turner hat mit 2,11 Metern Gardemaß. Das wirkt sich weniger in der fantasievollen Offensive aus, allerdings umso mehr beim Rebounding an beiden Brettern.Myles Turner allein wird es nicht richten können.
Cleveland Cavaliers
In einer atemberaubenden 7-Spiele-Serie eliminierten die Cavs 2024 die Orlando Magic. Die Starting Five genügt (fast?) höchsten Ansprüchen, dahinter allerdings klafft ein Loch.. Mit Kenny Atkinson steht ein neuer Cheftrainer an der Linie.
Top-Stars
Wenn Donovan Mitchell aufdreht, ist er kaum zu stoppen, wie die Magic leidvoll bestätigen werden. Ein Top-Werfer mit unglaublich schnellen Bewegungen zum Korb. Beim hochveanlagten Darius Garland warte ich auf den weiteren Schritt nach vorn.
X-Faktoren
Jugendliche Frische: Keiner der Starting Five ist älter als 28 Jahre alt, die Kräfte für die anstrengende Saison dürften also vorhanden sein. Der hochveranlagte Forward mit Gardemaß Evan Mobley (2,11 Meter) könnte vor einer Durchbruch-Saison stehen.
Problemfelder
Die Bank: Ich sehe bei keinem anderen Team einen so großen Unterschied von Starting Five und Ergänzungsspielern. Einzig Caris LeVert zeigt punktete zweistellig, die anderen hängen in ihrer Entwicklung fest. Rookie Jaylon Tyson ist Hoffnungsträger als Backup für Haliburton.
Miami Heat
Letztlich eine sehr unbefriedigende Saison für das Florida-Team, dem dann auch die sprichwörtliche Heat Culture abging (irgendwie die Play-offs erreichen und dort durchstarten). Diesmal: Aus in der 1. Runde und letztlich völlig chancenlos gegen die Celtics, obwohl man sogar Spiel 2 in Boston klaute, weil praktisch jeder Dreier in die Reusse fiel.
Top-Stars
Immer noch Jimmy „Bucket“ Butler. 35 Jahre ist er mittlerweile alt, doch wenn er fit ist, kann er das Team in hohe Höhen führen. Bam Adebayo hat sich in den letzten Jahren zu einen der Top-Centerder Liga gesteigert, stark an beiden Bretter, Super-Verteidiger, der sich die Olympia-Nominierung mehr als verdient hat. Nicht zu vergessen der stets braungebrannte (Florida halt!) Trainer Erik Spoelstra; voller Ideen und vielleicht der beste Coach während einer Partie.
X-Faktoren
Tyler Herro: Hatte fantastische erste Jahre, aber den nächste Schritt in die Top-Elite blieb ihm bisher versagt auch wegen ständiger Verletzungen. Einer meiner Lieblingsspieler ist Duncan Robinson, ein brillanter Schnell-Werfer jenseits der Dreier-Linie (allerdings grauslig in der Verteidigung). Jaimie Jaquez hatte ein tolles Rookie-Jahr, er ist eine der Hoffnungsträger für die mittelfristige Zukunft.
Problemfelder
Jimmy Butler: Keiner weiß, ob er nach 2025 noch eine Saison dranhängt. Und der Abgang vom veflässlichen Shooter Caleb Martin Richtung Philadelphia dürfte rictig weh tun. U d Kevin Love wird mit seinen 36 Jahren auch nicht jünger …
Der Rest
2 Teams werdendie letzten beiden Play-in-Plätze erben und dann mehr oder weniger chancenlos ausscheiden, naja. Interessant wird sein, ob die Detroit Piston ihre desaströse Saison ein bisschen verbessern. Ansonsten dürfte das Niveau der verbliebenen 7 bescheiden bleiben, Ausreißer nach oben kann es in einer so langen Saison natürlich immer geben.
Von all diesen Teams habe ich die Charlotte Hornets besonders im Blick, an die ich seit seligen Jump-Run-Zeiten und der summenden Halle ein wenig mein Herz verloren habe. Hier sehe ich einiges Potenzial vielleicht noch nicht für diese, aber die kommenden Spielzeiten. LaMelo Ball gibt nach langer Pause wieder sein Comebach.
Vom Namen her am besten aufgestellt sind die Atlanta Hawks, die am ehesten den Top 8 gefährlich werden können, weil sie mit Trae Young auch einen außerdordentlich guten Spieler haben (leider ziemlich unbrauchbar in der Defense, man höre sich diesbezüglich Dre Voigts Tiraden an).Der schweizer Clint Capella ist ein überdurchsnittlich guter Center, Bogdan Bojanovic kann an guten Tagen alles treffen.
🇩🇪 🇦🇹 👓
Für Dennis Schröder bei den New Jersey Nets dürfte es ein schwieriges Jahr werden. Ein neu zusammengestelltes Team, das wahrscheinlich gar nicht reüssieren will (Stichwort: Tanken). Schröder selbst hat in seinen NBA-Jahren nie an seine Glanzvorstellungen im Nationalteam (Weltmeister 2023 und MvP) anknüßfen können. Jetzt ist er als erfahrener Führungsspieler gefragt, allerdings halt in einem Team ohne große Ambitionen. Mich würde ein Trade nicht besonders verwundern.
Jakob Poeltl ist nach seinem verletzungsverseuchten Jahr wieder fit für die Toronto Raptors. Der Österreicher gehört zur aussterbenden Sorte jener Center, die vollends auf Distanzwürfe vezichten. Am Korb ist er auf beiden Seiten sehr effektiv (einer der besten Offensiv-Rebounder), auch mit gutem Auge ausgestattet und einem sehr treffsicheren Wurf aus kurzer Distanz (65,5 Prozent).
von Münchner Löwe | Okt. 22, 2024 | basketball, NBA
Saisonvorschau NBA, Teil 1, Allgemeines
Das Warten hat nach gut 4 Monaten ein Ende. Heute beginnt die neue Saison der NBA, gleich mit zwei Schlagern zwischen Titelverteidiger Boston Celtics gegen New York Knicks und LA Lakers gegen Minnesota Timberwolfves.
Ursprünglich wollte ich zu jedem der 30 Teams was schreiben, abe das wäre zu länglich. Ich beschränke mich auf die meines Erachtens wichtigsten Teams (das sind immer noch furchtbar viele) und Aspekte, geteilt in zwei Teile nach Eastern und Western Conference. Wer es dann noch genauer wissen will, für den habe ich ein paar Blogs und Websites parat. Bevor ich damit beginne, ein paar grundsätzliche Anmerkungen.
Format
Dasselbe wie in den vergangenen Jahren. Jedes Team hat 82 Spiele. Für die Play-offs qualifizieren sich die ersten Sechs jeder Conference direkt, die Plätze 7 bis 10 spielen in sogenannten Play-Ins die übrigen 2 Teilnehmer aus. Wie im vergangenen Jahr gibt es wieder einen NBA-Cup, ein gesondertes Turnier eingebettet in die Saison, wieder mit einem Finale in Las Vegas. Damit soll die doch längliche Saison gerade in den eher müden Monaten November/Dezember aufgepeppt werden, das hat tatsächlich bei der Premiere 2023 gut funktioniert und dass mit den LA Lakers eines der schillerndsten Teams am Ende gewann, war mit Sicherheit auch dienlich.
Monsterverträge
In keiner anderen Profiliga gibt es so viele höchstdotierte Verträge wie in der NBA. Das liegt vor allem daran, dass ein NBA-Team nur 15 Spieler umfasst und die Spieler-Gewerkschaft durchgesetzt hat, dass 50 Prozent der astronomischen (Fernseh)-Einnahmen direkt an die Profis fließen. Der Salary Cap liegt derzeit bei 180 MillionenDollar/Jahr, und dieser kann auch noch erhöht werden bei Zahung einer Luxussteuer. Ich vereinfache das jetzt. So sind jetzt 50 Mio/anno-Kontrakte möglich, die etwa ein Steph Curry, Jaylen Brown und andere verdienen. Und sogar ein Franz Wagner, sicher ein hochbegabter Spieler, aber (noch?) nicht absolute Top-Klasse, verdient mehr als 40 Mio/Jahr (allerdings erst ab 2025). Nur mal zum Vergleich: Leon Draisaitl, der Top-Verdiener der gesamten NHL, unterschrieb im September einen 8-Jahres-Vertrag für 112 Millionen Dollar, das sind 14 Mio/Jahr. Natürlich kein Hungerlohn, aber fast schon eher untere Kategorie für einen NBA-Profi.
Tanken
Unwort im US Sport und speziell in der NBA: Hat nichts mit Benzinzufuhr zu tun. Eine echte Übersetzung gibt es nicht, aber „Absichtlich verlieren“ trifft es. Gemeint ist aber nicht die einzelne Partie (kein Spieler bei Sinnen verliert gerne absichtlich), resulitert sich aber aus den Vereinsvorgaben (gewinnt mal nicht zu oft) und der damit zusammenhängenden Kaderzusammenstellung, mit der ein Team schlicht nicht mehr als 20+x Spiele gewinnen kann.
Warum das Ganze? Das Draftsystem das in der NBA für die kommende Saison die schlechtesten Teams bevorzugt. Was gerade auf den verheißungsvollen Jahrgang 25 sich durchaus lohnt, wo die Top-Picks schon als kommende Supestars gehandelt werden. Und manches Team hat dermaßen verworrene Wetten und Trades auf Draftnummern abgeschlossen, dass sie allesamt verlieren würden, wenn sie zu gut abschneiden. In diesem Jahr gibt es einige Verdächtige: Im Osten die Detroit Pistons, New Jersey Nets und Charlotte Hornets, im Westen die Portland TrailBlazers und vielleicht auch die Utah Jazz, wobei die schon fast zu gut aufgestellt sind. Manche Franchise wird erst mal sein Glück versuchen und dann abschenken, wenn die Play-Ins außer Reichweite sind. Offiziell ist das Ganze natürlich verboten, aber Beweise sind halt schwierig. Erstaunlich finde ich, dass tankende Teams trotzdem noch vor einigermaßen gefüllten oder gar vollen Hallen spielen.
NBA im deutschen Fernsehen (Stream)
Der echte Fan hat ohnehin den NBA-League-Pass, wo er jede Partie live oder relive (ohne Störer) sehen kann oder in einer Zusammenfassung von etwa 10 Minuten. Oft angeboten mit Heim- oder Auswärtskommentar. Wer auf deutsche Kommentierung nicht verzichten will, für den bietet der Streamingdienst fast täglich ein Topspiel des Tages an; manchmal sogar 2 an einem Tag (wie heute), manchmal keinen. Pro7Maxx zeigt am Samstag und Sonntagabend je ein Spiel, oft zur besten Sendezeit auch in Europa mit meist sehr ansehenswerten Partien.
Die deutschen Anstalten haben zumindest zu Beginn der Saison ein besonderes Augenmerk für die deutschen Profis. Da sind vor allem die Orlando Magic mit gleich 3 Nationalspielern (Franz und Moritz Wagner sowie Tristan da Siva). Isaiah Hartenstein wechselte von den Knicks zu den Thunder, muss aber erst mal wg einer Verletzung pausieren. Dennis Schröder ist einer der Leader bei den New Jersey Nets. Maxi Kleber hat bei den Mavs hoffentlich weniger Verletzungspech. Die NBA-Reise von Daniel Theis schließlich verschlug ihn diesen Sommer zu den New Orleans Pelicans.
Eckdaten:
14. Dezember: NBA-Cup, Final 4 in Las Vegas, Halbfinale und Finale (17.)
25. Dezember: Traditionell der Weihnachts-Marathon mit einigen Top-Partien über den ganzen Abend. Dieses Jahr: Mavericks – Timberwolves, Celtics – 76ers, Warriors – Lakers, Suns
– Nuggets
16. Februar: All-Star-Game in San Francisco, flankiert vom 3-Punkte-, und Dunk-Contest und dem Rookie-Game.
15. April: Play-Ins
18. April: Play-offs (Best of 7)
05. Juni: Beginn der Finalserie (Best of 7)
Links
Gotnexxt mit Dre Voigt https://www.podcast.de/podcast/3070937/got-nexxt-der-nba-und-basketball-podcast
Jeden Tag NBA https://www.podcast.de/podcast/3402680/jeden-tag-nba
Dazu basket.de
von Münchner Löwe | Okt. 21, 2024 | basketball, Formel 1, Fußball, Tennis, Tischtennis, Wochenrückschau
Der gewöhnliche Schiri-Ärger im Fußball und in der Formel 1 sowie der nächste Geldregen für Dopingsünder Jannik Sinner
Meisterbonus für Bayer
Da müsste doch ein Fragezeichen stehen, denn natürlich werden alle Schiri-Verantwortlichen diese Thema auf das Entschiedenste verneinen. Doch wie anders soll ich zu diesem Schluss kommen, wenn der einköpf-bereite Frankfurter Stürmer Ekitiké in der Nachspielzeit auf der Torlinie durch einen erkennbaren Schubser von Taj mit ausgestrecktem Arm am Einköpfen gehindert wurde und Scri Felix Brych den fällligen Elfmeterpfiff unterließ? Und anders als bei seinen zuvor den von ihm konsultierten Video Assistenten nicht konsultiert hat oder es dieser (Günter Perl) nicht für nötig befunden hat einzugreifen? Eine andere Erklärung wäre höchstens, dass Felix Brych an ernsthaften Wahrnehmungsfehlern leidet. Für diese These spricht immerhin, dass er zuvor bei zwei extremen Trikotzupfern von Leverkusener Verteidigern nicht auf Freistoß aüf die Eintracht entschied.
Die katastrophale Leistung von Brych, sowohl vom Kicker als auch von der Bild mit der Note 6 bedacht, verschattete ein mehr als ansehnliches Spiel zweier Teams. Gerade die Eintracht verzückt die Fans weiterhin mit ihrem großartigen Marmoush/Etikité. Und Bayers Florian Wirtz zeigte nach seiner Einwechslung in der letzten halben Stunde, dass er tatsächlich der Unterschiedsspieler ist in einem Bayer-Team, wo die Rädchen nicht ineinander grefen wollen.
Hasenfüßige Stuttgarter
Wieso denn das, das war doch eine ganz nette erste Halbzeit? Ja, da haben die Schwaben tatsächlich mehr Spielanteile gehabt, abe3r um den Münchnern wirklich gefährlich werden zu wollen, braucht es halt mehr als 3, 4 Hanseln im gegnerischen Strafraum. Und der eine oder andere Schuss AUFS Tor von Manuel Neuer könnte auch nicht schaden. So kam es, wie es kommen musste. Die Münchner waren im 2. Durchgang engagierter und zielstrebiger. Und dann gibt es noch einen Harry Kane, dem ein lupenreiner Hatrick gelang, also 3 Tore in Folge in einer Halbzeit. Beim ersten half Stuttgarts Nationalschlussmann, seufz, Alexander Nübel kräftig mit, als er schnell wie eine Bahnschranke niedersank gegen den 30-Meter-Schuss des englischen Kapitäns. Es folgten zwei schöne Abstauber. und ein Jokertor von Kingsliey Coman.
Die Partie geriet schnell zur Nebensache. Im Blickspunkt stand Jan-Christian Dreesen. Über den berichtete das Sportfachblatt Manager Magazin, dass er eine Mitarbeiterin beschimpft und mit einer Zeitung nach ihr geworfen hatte. Dieser Vorfall fand vor 3 (!) ahren statt, besagte und nicht benannte Mitarbeiterin arbeitet nicht mehr im Club. Jetzt stellt sich die Frage, warum dieser den örtlichen Journalisten bekannte, aber nie veröffentlichte Fall gerade jetztn publik wurde. Will jemand Dreesen loswerden= Wenn ja, wer und warum? Und warum wartet derjenige nicht die Vorstandswahlen im November ab? Schlüssige Antworten vermochte niemand zu geben, vielleicht wurde es auch jemandem schlicht zu langweilig, nachdem zurzeit alle so megahappy mit dem neuen Trainer.
Überholmanöver für die Katz
Einen echten Aufreger gab es in de Formel 1 beim rennen in Mexiko.. Denn ein brillantes Überhol-Manöver von Lando Norris gegen Max Verstappen wurde von den Stewards wieder einkassiert. Nach längerem Video-Studium entschieden sie, dass sich Norris einen unvedienten Vorteil dadurch erkauft hat, weil er außerhalb der Strecke Verstappen außen überholte. Blöd natürlich, dass Verstappen für ein änhliches Manöver am Start nicht belangt wurde. So landete Verstappen auf 3 vor Norris, und da er auch den Sprint für sich entschieden hatte, baute er vielleicht entscheidnde seinen WM-Vorsprung aus. Für mich sehr unbefriedigend, weil Norris erkennbar von Verstappen nach außen gedrängt wurde.
Mit dem Sieg hatten beide nichts zu tun. Ferrari feierte einen souveränen Doppel-Erfolg durch Charles Leclerc und Carlos Sainz. Eine Demonstration der Stärke, abe die roten Göttinnen funktionieren halt nur auf bestimmten Strecken.
Eines lässt sich auf jeden fall sagen: Die 4 Wochen Pause vor dem Rennen hat Red Bull genutzt, um das Fahrzeug klar zu verbessern. Auch deshalb sieht es ganz nach der Titelverteidiung von Verstappen aus. McLaren wird sich auf die Teamwertung konzentrieren, wo es super aussieht.
Großer Zahltag
Saudi-Arabien drängt schon länger mit Macht in den Tennissport und will (mindestens) ein Masters-Turnier austragen. wenn nicht gar ein Grand Slam, warum bescheiden bleiben. Soweit ist es noch nicht, aber jetzt lud man 6 auserwählte Profis zu einem Turnier nach Riad ein, das nicht nur Profitour zählt. 1,5 Millionen Dollar betrug allein die Antrittsprämie, und Turniersieger Jannik Sinner vediente sich durch seinen Finalerfolg gegen Carlos Alcáraz 6 Millionen Siegprämie. Da kann er sich noch den einen oder anderen Top-Anwalt für sein Doping-verfahren vor dem Sportgerichtshof leisten. Ich ärgerre mich Woche für Woche mehr, dass es da kein Fortkommen gibt, wo die Fakten doch relativ klar auf dem Tisch lliegen.
Polcanova triumphiert zu Hause
Die Tischtennis-EM in Linz wurde zur Erfolgsstätte von Sofia Polcanova. Die Viertelfinalistin von Olympia (damit war sie beste Europäerin) holte sich den kontinentalen Einzeltitel durch einen Viersatzsieg gegen die Rumänin Bernadette Szocs. Zovor hatte sie zweimal Silber geholt: Im Frauendoppel mit Szocs und im Mixed mit dem 45-jährigen Robert Gardos.
Für die deutschen teilnehmer blieb zwar kein Gold übrig. Für ein Highlight sorgte allerdings Benedict Duda, der den topgesetzten Felix LeBrun im Viertelfinale eliminierte. Der Franzose war darob so erzürnt, dass seinen Schläger in die LED-Anzeige schleuderte und diese zerstörte. Die Disqualifikatikon war die Folge (kein Preisgeld, keine Punkte), und LeBrun durfte von großem Glück sprechen, dass er im Doppel noch starten durfte. Dort holte er sich an der Seite seines Bruders tatsächlich Gold. Alexis Lebrun wiederum stellte mit seinem Final-Erfolg gegen Duda die Familienehre wieder her.
Bronzemedaillen im Einzel sammelten zudem Nina Mittelham und Dmitrij Ovcharov.
Und sonst?
- Fußball-Bundesliga: Der VfLBochum hat nach dem harmlosen Auftritt in Hoffenheim und der noch gnädigen 1:3-Niederlage Trainer Peter Zeidler entlassen. Der Schweizer kam erst zu Saison-Beginn, doch der gruselige Saisonstart mit nur einem Punkt nach 7 Spielen ließ die Verantwortlichen um Team-Manager Ilja Kaenzig handeln. Viel mehr war für den VfL aber nicht zu erwarten, angesichts der Gerade-Noch-Rettung in der Relegation gegen Fortuna Düsseldorf und dem Verlust des besten Spielers Kevin Stöger. Ebenfalls gehen muss Sportdirektor Marc Lettau, obwohl dem gute Transfers bescheinigt wurden. Übergangsweise sollen die Assistenzcoaches Markus Feldhoff und Murat Ural übernehmen, vermeldet zumindest Sky.
RB Leipzig bleibt neben den Bayern als einziges Bundesliga-Team ohne Niederlage. Den Sachsen gelang ein schmuckloses 2:0 bei Mainz 05 und blieben bereits im 6. Spiel ohne Gegentor. ERwähnenswert seien noch Plakatge von Mainz-Fans, die Jürgen Klopp wegen seines Wechsels zur RedBull-Familie die Freundschaft kündigten. In Mainz ha Klopp ja seine ersten großen Spuren als Trainer hinterlassen.
- Internationaler Fußball: Der FC Arsenal musste die erste Saison-Niederlage in der Premier League hinnehmen, ausgerechnet bei Nachzüger FC Bormemouth. Eine Stunde lang mussten die Londoner in Unterzahl spielen, weil William Saliba wegen einer umstrittenen Roten Karte wegen einer vermeintlichen Notbremse vom Platz musste. Keine Blöße gaben sich Tabellenführer FC Liverpooi der Primera Division l (2:1 vs Chelsea) und ManCity (2:1 in Wolverhampton).
Der FC Barcelona hat sich in der Primera Division mit dem 5:1gegen den FC Sevilla für das Champions-League-Treffen mit dem FC Bayern eingeschossen. 2 Treffer steuerte Ex-Münchne Robert Lewandowski bei, eines davon per Elfer mit seinem unmöglichen und leider nicht verb otenen Verzögerungs-Anlauf.
- Nationale Ligen: Basketball-Meister Bayern kassierte schon die 2. Saisonniederlage beim Mitteldeutschen BC. Der Ärger entlud sich auf den Termingestaltern, die den Münchnern nach zwei aufreibenden Euroleague-Spielen nur einen tag Pause gönnten. Auch Alba muss der Königsklasse Tribut zollen. Die Beliner verloren zu Hause gegen die Niners Chemnitz.
- Zwei Geheim-Favoriten der HBL mischen durch Siege gegen höher eingeschätzte Teams ganz vorne mit. Die MT Melsungen bezwang die Füchse Berlin 33:31, noch überraschender kam das 31:30 von Hannover Burgdorf gegen die SG Flensburg-Handewitt. Beide Teams sind punktgleich Tabellenführer, SC Magdeburg kann mit seinem Nachholspiel höchstens aufschließen.
- In der DEL hat Red Bull München tatsächlich mal wider ein Heimspiel gewonnen. Gegen Nürnberg gelang im 6. Spiel erst der 2. volle Erfolg im neuen SAP Garden.
- Tennis: Turniersiege feierten bei den Männern Kachanow (Almaty), Bautista Agut (Antwerpen) und Tommy Paul (Stockholm) sowie Darja Kasatkina (Ningbo) und Kimberly Birrell (Osaka).
von Münchner Löwe | Okt. 21, 2024 | basketball, WNBA
Blick über den Teich, WNBA
Plötzlich war in New York Baseball und Football und NBA und NHL Nebensache: Denn im Big Apple gibt es endlich mal wieder einen Titel zu feiern im US Sport. Die Basketballerinnen der New York Liberty holten sich zum ersten Mal überhaupt die Trophäe. In einem extrem intensiven, nicht unbedingt schön anzuschauenden 5. Finalspiel gewannen sie im heimischen Barclays Center mit 67:62 nach 1. Overtime gegen die Minnesota Lynx.
Und zwei deutsche Nationalspielerinnen hatten erheblichen Anteil. Von Rookie Leonie Fiebich durfte man das fast schon erwarten, so eine großartige Rolle spielt sie schon in den gesamten Play-offs, in denen sie zahlreiche neue Rekorde für Liga-Neulinge aufstellte. Doch dass Nyara Sabally zum Gamechanger wird, das hätten die wenigsten erwartet. Und doch: Als sie im 3. Viertel ihre Zeit hatte, bekam Liberty einen Energie-Schub. In nur 4:36 Minuten sammelte sie 9 Punkte, 2 Rebounds und hatte ein +/- von +8. Am Ende hatte sie 13 Zähler und 7 Rebounds in ihren Stats, und ihr Steal samt anschließendem Korbleger stellte in der Overtime die Wichen auf Sieg. Kurioserweise hatte auch Fiebich 13 Punkte und 7 Rebounds. Dass sie ihren ersten Dreier in der Overtime traf, spricht für ihre Nervenstärke. Die beiden Deutschen waren hinter Joquel Jones (17) erfolgreichste New Yorker Werferinnen, noch weit vor den großen Stars vor Sabrina Ionescu und Breanna Steward.
Die Partie lebte von der Spannung. Beide Teams hatten grauenhafte Wurfquoten, was einerseits an der unerbittlichen Deckung, andererseits auch an der sichtlichen Nervosität der Scharfschützinnen lag. So traf Ionescu erst ganz am Ende einen Dreier, die Quote von 1/10 ist für sie beschämend. Umso erleichterter war gerade sie. Auf der anderen Seite war Courtney Williams mit 2 von 14 Würfen nicht viel besser, bei Minnesota waren Napheesa Collier (22 Punkte) und Kayla McBride die Stützen und trugen erheblich zur zum Teil zweistelligen Führung bei.
Endlich haben also die Liberty ihren Titel, und Prominente wie Spike Lee führen sich bei den Heimspielen mittlerweile genauso irre auf wie bei solchen der Knicks. Auch Dennis Schröder war live vor Ort. Der trägt ab Mittwoch mit seinen New Jersey Nets die Heimspiele ebenfalls im Barclays Center aus, doch ein Titel dürfte ihm versagt bleiben.
Sabally und Fiebich krönten ein schier unwirkliches Basketball-Jahr. Das begann mit der nervenaufreibenden Olympia-Qualifikation in de Hölle zu Belem, hatte den erste3n Höhepunkt in Paris, als die Deutschen viel stärker eingestufte Gegnerinnen wie Belgien und Japan und erst etwas unglücklich an Gastgeber Frankreich im Viertelfinale scheiterten. Fiebich steigerte sich in ihrer ersten Saison von Monat zu Monat, glänzt in der Verteidigung genauso wie vorne, wo sie zu den treffsichersten Schützinnen zählt. Sabally musste viel kämpfen, gegen enrome Konkurrenz auf ihrer Position. Als es drauf ankam und auf sie ankam, war sie zur Stelle, und nichts verdeutlicht die Wertschätzung wie eine Einsatzzeit in der Overtime des 5. und entscheidenden Spiels um den WNBA-Titel
von Münchner Löwe | Okt. 19, 2024 | basketball, MLB, WNBA
Blick über den Teich, WNBA und MLB
Die New York Liberty mit einer starken Leonie Fiebich vergeben den ersten Matchball, dafür gewinnen die beiden Baseball-Teams im Halbfinale gegen die Los Angeles Dodgers und Cleveland Guardians.
WNBA
Minnesota Lynx – New York Liberty 82:80 (2:2)
Erneut ein Basketball-Thriller der Frauen, der erst in der absoluten Schlussphase entschieden wurde. Diesmal hatten die Lynx das bessere Ende für sich, weil Bridget Carleton sich einen Offensiv-Rebound schnappte, gefoult wurde und die beiden freiwürfe verwandelte. Diesmal gelang danach Sabrina Ionescu auf der anderen Seite kein Zauvberwurf zum Sieg (wie in Spiel 3), weshalb die Serie in New York entschieden wird in Spiel 5 in der Nacht zu Montag unserer Zeit (02:00) Uhr. Diesen Showdown hat das Finale verdient zweier absolut ebenbüriger Teams, in denen letztlich Nuancen den Ausschlag geben.
Wie eben in der wilden Partie 4 in Minneapolis vor diesmal 19.200 Fans, die ein Spektakel veanstalteten, das sich keinesfalls hinter NBA-Playoff-Heimpartien der Timberwolves verstecken müsse. Die sahen einen Schlagabtausch mit zahlreichen Führungswechseln, ständigen Auf und Abs, unglaublich getroffenen Dreiern, aber auch Monsterblocks und genauso erstaunliche Ballverluste nach Pässen ins Nichts. Und eine Scharfschützin wie Ionescu traf keinen einzigen ihrer 5 Dreier-Versuche und blieb zum ersten Mal seit mehr als 20 Play-off-Partien ohne Dreier.
Mittendrin die deutsche Nationalspielerin Leonie Fiebich, die einen tollen Tag erwischte und mit 19 Punkten zweitbeste Punktesammlerin ihrer Liberty war hinter Jonquel Jones. Allerdings verwandelte sie „nur“ 2 von 5 Dreiern und blieb unter ihren 60 Play-off-Prozent, was wäre ein Franz Wagner glücklich über diese Quote. Fiebich hatte mit 36:02 Minuten auch die meiste Einsatzzeit ihresteams (gemeinsam mit Ionescu). Auch Nyara Sabally leistete ihren Beitrag mit 4 Punkten und 5 Rebounds, davon 2 am offensiven Brett.
Ansetzung (MESZ)
Mo., 02:00: New York Liberty – Minnesota Lynx (2:2)
MLB
Es war kein Freitag der Pitcher. Insgesamt 32 Runs kassierten sie in den beien Partien. Und in Erscheinung traten Schlagmänner, die sonst nicht so im Rampenlicht stehen.
New York Mets – Los Angeles Dodgers 12:6 (2:2)
Mit dem Heimsieg verlängerten die Mets die Serie, die nun morgen respektive übemorgen in LA entschieden wird. Pete Alonso stellte die Weichen mit seinem 3-Run-Homer schon im 1. Inning auf Sieg. Schon nach dem 3. Inning schienen beim stand von 8:1 alle Messen gesungen. Dodgers Starting Pitcher, der in der 1. Partie am Sonntag noch alle New Yorker zur Vezweiflung geterieben hatte, hatte einen rabenschwarzen Abend. In 3 Innings kassierte er 8 Hits und 4 Walks, die zu den 8 Runs führten.
Immerhin betrieben die Dodgers Schadensbegrenzung, insbesondere verbrauchten sie im Hinblick auf die anstehenden Partien nur noch einen Werfer. Brent Honeywell hielt 4.2 Innings durch. Und Schlagmann Andy Pages hatte seinen persönlichen Erfolgstag, schaffte gleich 2 Homeruns, wass in der NL noch nie einem an 9 gereihten Schlagmann (nominell also einer der Wächsten) gelang. Das reichte letztlich aber nur zur Ergebnis-Kosmetik. Die Mets hatten gleich 14 Hits und 5 Walks – und sie nutzten regelmäßig ihre Chancen.
Cleveland Guardians – New York Yankees 6:8 (1:3)
Was für ein Ab und Auf und Ab mussten die Guardians-Fans im heimischen Stadion erleben. Dabei schien alles klar, für die Yankees als im oberren 6. Inning Giancarlo Stanton mit seinem 3-Run-Homer auf 6:2 erhöhte. Andererseits hat der Bullpen der Yankees schon öfter gezeigt, dass er nicht zu den stärksten gehört. Also verkürzten die Guardians im 7. Inning auf 5:6, und nur ein famoser Catch von Left Fielder Alex Vedugo verhinderte weitere Punkte von Jhonkensey Noel. Als dann im 8. Inning Cleveland der Ausgleich gelang, roch es tatsächlich nach Umschwung. Aber der in der regulären Saison extrem effektive Relieiver Emmanuel Chase ließ im 9. Inning zwei weitere Punkte der Yankees zu zum 6:8, und darauf fanden die Guardians keine Anwort mehr: Braysn Rocchio repräsentierte bei 2 Mann auf Base zwar den virtuellen Sieg, schaffte aber nur ein harmloses Groundout.
Ansetzung heute
02:08: Cleveland Guardians – New York Yankees (1:3)
Ansetzungen morgen
02:08: Los Angeles Dodgers – NY Mets (3:2)
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