Das wird die Woche, die wird

Champions League – und erste Entscheidungen?

 

Der 5. Spieltag und damit die 2. Hälfte der Vorrunde steht an. Noch immer scheiden sich die Geister, ob das neue Format mit nur einer 36er-Gruppe besser oder schlechter ist als die 8 Gruppan á 4 Teams. Jedenfalls könnten erste Entscheidungen fallen. So ist RB Leipzig bei Inter Mailand fast schon zum Siegen verdammt, um die Chance aufs bloße Weiterkommen zu wahren.nach bisher 4 Niederlagen in 4 Partien (Heute, 21 Uhr). Zur selben Zeit bestreitet Bayern München ein Heimspiel gegen Paris St. Germain, zumindest auf dem Partie das letzte wirklich heikle Aufeinandertreffen, weil danach die vermeintlichen Leichtgewichte Schachtjor Donezk (in der Arena AufSchalke), Feyenoord und Bratislava warten.Die gesamte Verteidigung machte zuletzt einen sehr guten Eindruck und kassierte keinen Treffer in den vergangenen 6 Spielen.
Machbare Aufgaben haben vor allem Bayer (vs RB Salzburg, der VfB Stuttgart (bei RS Belgrad(Mi., 18.45) und Borussia Dortmund (bei Dinamo Zagreb/21.00).
Schlager des Spieltags ist die Partie zwischen dem noch velustpunktreiem FC Liverpool und Real Madrid. Liverpool kann mit einem Sieg wahrscheinlich schon den direkten Einzug ins Achtelfinale fixieren.

 

Wiedersehen mit Cucurella, hoffentlich ohne Pfiffe

 

Am Donnerstag gastiert der FC Chelsea in der Conference League beim 1. FC Heidenheim. Im Kader de Londoner und wahrscheinlich auf dem Feld steht Marc Cucurella, jener lockenköpfige Spanier, dessen nicht geahndetes Handspiel bei der EM hierzulande so viel Aufsehen erregte. Der Verteidiger wurde von den deutschen Fans im Halbfinale und Finale gnadenlos niedergepfiffen, ich bin gespannt, wie das Heidenheimer Publikum reagiert. Ansonsten könnten die Unterschiede der kaum größer sein. Hier ein Sensationteam mit äußerst bescheidenen Mitteln, dort ein mit Fantastilliarden reichlich planlos zusammengestelltes Ensemble, das verzweifelte an Erfolgstage anknüpfen will.

In der Europa League will Hoffenheim den Rückenwind mit dem neuen Trainer Christian Ilzer nutzen und sich mit einem guten Ergebnis bei Sporting Braga der K.-o.-Runde nähern. Gleiches gilt für Eintracht Frankfurt bei Midtiyland (beide Do., 21.00).

 

Viel Wintersport für die, die es mögen

 

Was habe ich sie (nicht!) vermisst, die epischen Wintersport-Wochenendtage bei ARD und ZDF und Eurosport, in dem hintereinander weg die Rodler rodeln, die Bobfahrer Bob fahren, sie Biathleten biathleten laufen und schießen, die Skifahrer abfuhren oder lanfgliefen oder sprangen oder crossten, die Eisläufer schnell oder voller Kunst laufen. Die Vor- und Nachmittage hatten endlich einen Sinn.
Im Ernst: Ich habe mich dem fast entsagt und werde (außer den Alpinen, teilweie Biathleten  und ausgesuchten Wettbewerben das Ganze nur sehr partiell verfolgen. Jedem das Seine, und da gibt es auf Eis und Schnee mehr als genug.
Die Alpininnen bestreiten am Wochenende in Killington/USA einen Slalom und Riesenslalom. Die große Frage dabei: Schafft Mikaela Shiffrin quasi zu Hause ihren 100. Weltcupsieg, es wäre passend für die Ausnahmesportlerin. Ansonsten: Nordischer Skisport in allen Facetten in Ruka und Biathlon ebenfalls in Finnland (Kontiolahti) mit gleich 4 (!) Staffelwettbewerben. Mixed, Single Mixed, Frauen, Männer.

 

Football satt beim Truthahn satt

 

Am Donnerstag feiern die USA Thanksgiving, und das bedeutet nicht nur für Millionen von Truthähnen das Lebensende im Ofen (der Präsident darf einen begnadigen), sondern auch sehr viel Football. Wie es die Tradition seit Jahrzehnten gebietet, haben die Detroit Lions und Dallas Cowboy Heimspiele. Die Lions ununterbrochen seit 1934, die Cowboys seit 1966. Und seit einiger Zeit kommt noch ein Abendspiel (das reguläre Thursday Night Game)  hinzu mit wechselnden Gastgebern. Dieses Jahr treffen die extrem starken Lions auf die Chicago Bears, die eine wechselhafte Saison hinter sich haben. Eher ein bedeutungsloses Spiel erwarte ich  zwischen den so schwachen  Dallas Cowboys (trotz des Überraschungssieges zuletzt bei den Washington Commanders) gegen die fast indiskutablen New York Giants vor sich (so katastrophal haben das die Spielplan-Gestalter mit Sicherheit nicht erwartet). Attraktiv dagegen dürfte die Nachtpartie (unserer Zeit) zwischen den Green Bay Packers und Miami Dolphins werden, in der sich beide Teams berechtigte Chancen auf die Play-offs machen dürfen.
Tags darauf, also am Black Friday, spielt ausnahmweise ebenfalls die NFL (ansonsten gehört der Football am Freitag den Colleges). Die Kansas City Chiefs empfangen zur besten deutschen Sendezeit um 21 Uhr die Las Vegas Raiders. Der Spieltag komplettiert sich dann wie gehabt mit Spielen am Sonntag und Montag. Dabei empfangen die Cincinatti Bengals im Divisionsduell die Pittsburgh Steelers und die Buffalo Bills die San Francisco 49ers, die allerdings gerade eine ziemliche Formdelle durchleben.

NHL und NBA spielen weiter ihre regulären Partien ihrer ellenlangen 82er-Saison. Wobei die NBA am Donnerstag Thanksgiving-Pause macht

 

Verstappens Ehrenfahrt, I

 

Der Holländer kürte sich am Sonntag in Las Vegas zum vierten Mal in Folge zum Weltmeister, jetzt können seine beiden Ehrenfahrten beginnen. Und wir Zuschauer dürfen uns auf spannende Rennen freuen, in der wieder der Einzelsieg und nicht taktisches Punkten im Vordergrund steht. Ich sehe vier Teams mehr oder weniger gleichauf vorne, dass verheißt viel Aufregung in Katar, zumal es auch noch um den Erfolg in der Konstrukteurswertung geht, den den Teams fast so viel bedeutet wie die Einzelwertung. Hier hat McLaren zurzeit die Nase vorn, aber Ferrari ist in Lauerstellung, vielleicht auch ncoh RedBull dank der fahrerischen Ausnahmestellung von Verstappen.

 

 

Und sonst?

  • Fußball-Bundesliga: Topspiel ist die Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern, auch „deutscher clasico“ genannt. Der BVB ist zu Hause noch makelllos, die Münchner überhaupt noch ohne Bundesliga-Niederlage. Im Abstiegskampf kommt es zum Duell der Aufsteiger, in dem St. Pauli Heimrecht vs Holstein Kiel hat (Fr., 20.30)
  • Internationale Ligen: In der Premier League steht am Sonntag der absolute Schlager zwischen Tabellenführer FC Liverpool und Manchester City an. City hat zuletzt in der Meisterschaft dreimal verloren, darunter 0:4 (!) zu Hause gegen Tottenham. Pool könnte sich mit einem Erfolg an der Anfield Road schon um 11 Punkte vom Pep-Team absetzen. Der FC Arsenal ist am Samstag im London-Derby bei West Ham gefordert, Chelsea hat ein heikles Heimspiel vs Champions-League-Teilnehmer Aston Villa vor sich.
    Zur ungewöhnlichen Zeit (Sa., 14.00) empfängt der FC Barcelona Las Palmas in der Primera Division. Auch Verfolger Real Madrid hat ein Heimspiel gegen den FC Getafe
  • Basketball: Ein stimmungsvolles Auswärtsspiel erwartet den FC Bayern bei Roter Stern Belgrad, wo er seine ausgezeichnete Position 3 verteidigen will. Die Beogradska-Halle hat Platz für mehr als 20 000 Zuschauer, die nicht gerade für ihre Zurückhaltung bekannt sind.. In der Euroleague gibt es auch den spanischen Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid.
  • Handball: Im extrem spannenden Meisterschaftsrennen der HBL empfängt am Freitag Tabellenführer MT Melsungen den Dritten SG Flensburg-Handewitt, das nur einen Punkt weniger auf dem Konto hat. Meister SC Magdeburg wird versuchen, mit einem klaren Heimsieg gegen Bietigheim aus der Formdelle herauszukommen.

 

 

Cavaliers Top, Pacers Flop

Etwa 15 Spiele haben die NBA-Teams in der regulären Saison absolviert, da sind Trends erkennbar. Dieser relativ frühe Zeitpunkt hat sich auch oft im Play-off-Bild widergespiegelt. Nicht alles und jedes, aber doch vieles. So bleibt für viele der bisher zu kurz gekommenen noch Hoffnung, und auch ein Abrutschen ist natürlich noch denkbar, insbesondere bei Verletzungen von Schlüsselspielern.
Ein guter Zeitpunkt für eine Bilanz, nicht für jedes Team, aber doch für die, die besonders vor oder hinter den allgemeinen Erwartungen blieben.

ALLGEMEINES

Die Schere zwischen den Ost- und Westteams ist noch weiter auseinandergegangen. So schklecht war die Bilanz bei den direkten Duellen noch nie. Und während in der Eastern Conference 11(1) Teams eine negative Bilanz haben, sind es in der WC nur drei.

 

TOPS

 

Cleveland Cavaliers

Mit ihrer Bilanz von 17:1 Siegen. Das klar beste Team der Liga, auch von den Auftritten bisher. Vor allem die explosive Offensive macht Riesenspaß zuzuschauen, das gleicht den manchmal fehlenden Zugriff in der Defense mehr als aus. Für mich sind sie neben den Boston Celtics sogar Kandidat fürs Conference Final, obwohl bis dahin noch viel Wasser die diversen Flüsse runterfließen wird.
Donovan Mitchell ist der überragende Mann. Was für wunderbare Bewegungen der Mann aufs Parkett zaubert.

Golden State Warriors

Tatsächlich im Westen das beste Team gleichauf mit dem Titelfavoriten Oklahoma City Thunder. Steph Curry trifft weiter grandios die Dreier, ebenso Neuzugang Bobby Hield (mal sehen wie lange …).

Orlando Magic

Nach einem schwachen Saisonstart und der Verletzung von Top-Mann Paolo Banchero musste man das Schlimmste befürchten. Doch das Team aus Florida fand schnell den Rhythmus auch ohne den Nr.-1-Pick 2022. Franz Wagner übernahm das Kommando, legte ein 30+-Punkte-Spiel nach dem anderen hin. Der Dreier fällt klar besser. Aber in fast allen relevanten Statistiken verbessert er die persönlichen Bestwerte.

LA Clippers

Die sind für zumindest mich im Westen die große Überraschung. Nachdem sie mit 4 Heimpleiten in ihrem neuen Intuit Dome gestartet sind, haben sie die letzten 7 Spiele zu Hause allesamt gewonnen, unter anderem auch gegen die Warriors und Magic. Überraschungsm,mann ist Norman Powell, der ganz starke 23 Punkte/Spiel auflegt. Ivica Zubac ist an beiden Brettern eine Macht.

Houston Rockets

Ich gebe zu, die Texander liefen bisher bei mir unter dem Radar. Doch das team scheint mir gut zusammengestellt. Allerdings haben sie vielleicht auch ein wenig überperformt, wie die Niederlage heute Nacht gegen die Blazers befürchten lässt. Solche Partien müssen eigentlich gewonnen werden.

 

 

FLOPS

 

Philadelphia 76ers

Gestartet zumindest als Mitfavorit im Osten, finden sich die Sixers ganz utnen wieder.3:12 lautet die erschreckende Bilanz, die natürllich auch mit viel Verletzungspech zu tun hat. Aber ein Joel Embiid wird auch im fitten Zustand die eine oder andere Partie aussetzen genau wie Paul George. Tyrese Maxey ist jetzt swieder fit, auf ihn ruhten die Hoffnungen, es in der sehr schwachen Conference sogar noch direkt in die Play-offs zu kommen.

Indiana Pacers

Der Conference-Finalist enttäuscht bisher ebenfalls fast auf der ganzen Linie. Gerade die Stars Pascal Siakam und Tyrese Haliburton hinken weit hinter ihren letztjährigen Leistungen hinterher. Das grandiose Tempo funktioniert nicht nach Wunsch, natürlich auch hier, weil wwiuchtige Akteure wie Nesmith und Memhard fehlen.

Sacramento Kings

Mein Lieblingsteam, deshalb bin ich vielleicht besonders kritisch. Dabei liefern die Topstars Fox, Sabonis und DeRozan nach Wunsch. Doch danach kommt leider nicht mehr viel, zumindest nicht regelmäßig. Da legt ein Keon Ellis zwar mal 27 Punkte auf, um im nächsten Spiel nicht einen Wurf aus dem Spiel zu verwandeln. Malik Monk, der zweitbeste 6. Mann, kann nicht an seine tollen Leistungen anknüpfen. Zuzeit fürchte ich gerade im starken Westen gar ein Verpassen der Play-offs.

New Orleans Pelicans

Das schlechteste Team im Westen, sogar hinter den eigentlich tankenden Utah Jazz und Portland TrailBlazers. Hier hat das Verletzungspech gnadenlos zugeschlagen. Mit Zion Williamson und CJ McCallum fehlen zwei absolute Spitzenspieler.

Isaiah Hartenstein – passt wie angegossen

Blick über den Teich, NBA

Die deutschen Basketballer Isaiah Hartenstein und Franz Wagner lieferten gerade außergewöhnliche Leistungen ab.

 

Märchenhaftes Debüt

 

Isaiah Hartenstein galt als der Königstransfer der Oklahoma City Thunder: Ein 2,16-Meter-Reise, abwehrstark, ein Rebound-Ass – dazu im Angriff mit klugem Aufbau und gutem Wurf. Genau das, was die eher kleinen Thunder gebraucht haben, die in den Rebound-Statistiken alles andere als meisterschafts-würdig schienen, was sie bei den Play-offs im Mai schmerzlich erfahren mussten.
Und dann das: Noch vor der Vorbereitung brauch sich der Deutsche die Hand, fehlte im Trainingslager, wo er eigentlich ins Team intergriert werden sollte, so Abläufe eingeübt werden. Und er fehlte in den ersten 15 Spielen, in denen der oftgenannte Titelfavorit einige überflüssige Niederlagen erlitt, zumal seit einiger Zeit auch der Super-Rookie der vergangenen Saison , Dhet Holmgren ausfällt mit eienr komplizierten beinveletzung.
Am Donnerstag war es dann endlich soweit, und Hartenstein bestritt sein erstes Pflichtspiel nach mehr als einem halben Jahr Pause. Wunderdinge erwartete da sicher, und doch gab es für Isiah Hartenstein vor der Partie gegen die Portland Trail Blazers einen äußerst freundlichen Empfang der erwartungsfrohen Thunder-Fan, die bisher von ihrem Center auf dem Feld noch nichsts gesehen hatten. Wie immer sich Hartenstein sein Debüt vorgestellt hat, diese fast unglaublich anmutende Leistung hat auch den größten Opimisten positiv überraschen müssen. Als er im 1. Viertel ins Spiel kam, da schien die Thunder-Absehr regelrecht zu wachsen. Plötzlich stand da ein Fels in der Brandung, der den Blazers gleich bedeutete, dass das Punkten gegen ihn eine schweirige Angelegenheit werden würde. Hartenstein schnappte sich auch schnell den ersten Rebound den zweiten Rebound, traf die ersten Würfe, natürlich nicht alle, man will sich ja noch steigern.
Was mich am meisten überraschte, wie gut Hartenstein schon mit seinen Mitspielern harmonierte. Klar sie trainieren zusammen, aber während der Saison werden die Übungen, wird das Feilen an Feinheiten doch arg zurückgenommen. Und doch war Hartenstein praktisch von der ersten Minute ein wesentlicher Bestandteil nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Spielaufbau.
Am Ende hatte er 13 Punkte aufgelegt, traf dabei 6 von 12 Würfen,  und 14 Rebounds gesammelt, klarer Partie-Höchstwert. Dazu brachte er es auf 4 Blocks und 3 Assist.s Seine beste von vielen guten Aktionen führte allerdings nicht zum Erfolg. Hinter dem Rücken bediente er punktgenau einen Mitspieler, der allerdings einen leichten Korbleger vergab. Er hatte eine Bilanz von +17, der beste Wert seines Teams, das letztlich mit 109:99 gewann.
Egal – der Jubel war entsprechend, die Mitspieler überschlugen sich in Lobeshymnen. Er hat das Spiel auf jeden Fall verändert“, befand Superstar Shai gilgeous-Alexander und merkte an: „Dabei war er noch ein bisschen rostig.“ In der Tat: Jetzt gilt es für Hartenstein, sich an den Liga-Alltag mit mindestens 3 Spielen in der Woche zu gewöhnen

 

Der Franz, der kanns

 

Dass Frfanz Wagner ein sehr Basketspieler ist, das ist in der NBA und auch hierzulande schon länger bekannt. Und doch gab es nach der letzten Saison und dem enttäuschenden Play-off-Aus seiner Orlando Magic gegen die Cleveland Cavaliers Zweifel, ob er zu den ganz Großen der Branche hinzustoßen konnte. Als die Magic den Monstervertrag für 270 Millionen Dollar bekanntgaben, die Wagner ab 2025 in den folgenden vier Jahren verdienen wird, gab es den einen oder anderen Kritiker. Der Hauptpunkt: Sein Dreier war eine Katastrophe, auf den sich niemand und auch Wagner selbst nicht verlassen  konnte. Auch sprach ihm der eine oder andere Experte Führungs-Qualitäten ab.
Zumindest zurzeit sind die Kritiker verstummt. Ausgerechnet die Verletzung von Magic-Star Paolo Banchero sollte das Spiel von Franz Wagner auf ein ganz neues Level heben. Jetzt ist er der unumstrittene Führungsspieler, dirigiert, übernimmt Verantwortung. Und siehe da: Plötzlich fällt auch der Dreier, nicht so wie die von Steph Curry und anderen Scharfschützen, aber die Trefferquote steigt in erträgliche Regionen, vor allem fliegen die Bälle von ihm nicht mehr wie von einer Schrottflinte aufgefeuert durch die Gegend.
Der Lohn ließ nic ht lange auf sich warten: Nach einer fulminanten Woche mit mehrern 30+-Punkte-Partien wurde er zum zum Spieler der Woche gewählt. Nicht zu toppen? Wohl zu toppen. gestern Nacht hatte er seinen Break Through bei den LA Lakers, al er gegen die Superstars Anthony Davis, LeBron Jamees und Co. nicht njur mit seinem Team dagegenhielt, sondern fast schon drehbuchreif kitschig triumphierte. Mit zwei Punkten lagen die Magic zurück, als er mit 10 Sekunden auf der Spieluhr den Ball in die Hand bekam. Was würde er tun? Zum Korb ziehen, einen Mitspieler bedienen. Er entschloss sich zur dritten Möglichkeit: Noch vor der Dreierlinie stoppte er und drückte ab, und der Ball fiel ohne die geringste Berührung des Rings durch die Reuse. Die Führung und kurze Zeit später auch der Sieg. In einer der allerheiligsten Hallen der NBA. Mehr geht nicht, und dementsprechend ausgelassen feierten die Magic ihren Matchwinner. 37 Punkte, 11 Assists, 6 Rebounds und 4 Steals waren letztlich die Allstar-würdige Bilanz.
Die Magic sind ja das „deutsche“ Team der NBA. Moritz Wagner (19 Punkte) und Rookie Tristan da Silva (12) hatten ebenfalls großen Anteil am Erfolg von Orlando in LA.

Garden-Party beim Basketball

Knapp zwei Monate nach der offiziellen Eröffnung habe ich jetzt also auch Münchens neue Super-Halle live vor Ort besucht. Der erste Eindruck: durchaus positiv. Sehr beeindruckend, aber keineswegs übermächtig. Mit einer Kapazität von etwa 11 000 Zuschauern ist sie für Münchner Liga-Basketball und -Eishockey nicht überdimensioniert. Was allerdings etwas negativ auffiel: Da das Basketball-Parkett kleiner ist als ein Eishockey-Feld in Europa, sind die Zuschauer dort nicht unmittelbar am Spielfeld-Rand. Die automatische Anpassung der Ränge funktioniert offenbar noch nicht. Bauherr ist nun mal der Eishockey-Club Red Bull München, die Bayern sind nur Gäste.

Insgesamt ist alles großzügig bemessen, für mich auch reichlich Bein- und sonstige Freiheit (Sitzriesen oder Leute mit ultralangen Beinen müsste man allerdings selbst fragen). Von allen Plätzen hat man beste Sicht auf die Spielfläche. Wir waren nach dem Spiel auch ganz oben, und auch von dort dürfte man zumindest beim Basketball dem Spiel bestens folgen können. Beim Eishockey den Puck zu erkennen, ist ohnehin eine Kunst für sich. Beim Basketball sollte man bei der Platzauswahl allerdings aufpassen, dass die Korbanlage nicht störend im Sichtfeld liegt.
Alles wirkt sehr funktional, ohne großen architektonischen Schnickschnack, aber technisch auf dem neuesten Stand. Grandios der riesige Videowürfel mit 4 riesigen Bildschirmen, auf dem das Spiel live übertragen wird samt wichtiger Wiederholungen (allerdings auch sinnlosen Einblendungen). Auf anderen Anzeigetafeln sind Spielerstatistiken (vor allem auch die Fouls) gut abzulesen

Zu beachten: An den zahlreichen Ständen kann man nur mit Karte oder Handy bezahlen, Bargeld wird nicht akzeptiert, auch die Pfandbecher werden online rückvergütet. Das hat auch geklappt, das Geld wurde tatsächlich zurücküberwiesen. 😀
Desweiteren dürfen Rücksäcke und Taschen nicht mit in die Halle gebracht werden. Bei mir hat eine Kontrolleurin auch einen sehr kleinen Rucksack per se abgelehnt, ein anderer an einem anderen Eingang winkte ihn nach kurzem Untersuchen durch. Wenn es geht: drauf verzichten.

Zur Stimmung: Es war jetzt nicht die Hölle los, obwohl das Haus nahezu ausverkauft war. Dazu aber war die Euroleague-Partie FC Bayern Basketball gegen ein enorm ersatzgeschwächtes Alba Berlin spätestens ab dem 2. Viertel zu einseitig, Spannung kam beim letztlich klaren Heimsieg der Münchner nicht auf. Und dass bei dem Monsterprogramm im Basketball (Euroleague-Teilnehmer  spielen zum Teil im Zweitagesrhythmus von Oktober bis Juni 68 Spiele plus Reisen in der regulären Saison plus Play-offs in Bundesliga und Euroleague) die Teams nicht 40 Minuten volle Power geben, liegt auf der Hand. Zudem ist München keine echte Basketball-Stadt. Es ist gerade schick, dort hinzugehen, zumal die Saison bis dato sehr erfolgreich verläuft. Es regieren die Klatschpappen (wers mag, ich nicht) und ein zumindest mich nervender oft sinnlos brüllender Stadionsprecher. Es wird spannend zu sehen, wenn Gastteams wie Panathinaikos, Fenerbahce und Partizan mit fanatischem Anhang (viele Gastarbeiter!) spielen, die dann die Halle „anzünden“ (nur im übertragendem Sinn, hoffe ich …). Oder wenn es in einer Play-off-Partie Spitz auf Knopf steht. Dann könnte der Garden durchaus ein Tollhaus werden.

Fazit: eine wunderschöne nicht überkandidelte Halle, die München als Sportstadt dringend benötigt hat. Die auch hohen Ansprüchen genügt, wie etwa Partien der Deutschen bei der Handball-WM 2027. Es geistern ja derzeit schon Pläne für Olympia 2036 in München, wo dann diese Halle einen Kernpunkt darstellen würde. Gott bewahre!, kann ich derzeit zu diesem Thema nur sagen.

 

 

Spektakel der Cavaliers

Blick über den Teich

 

Noch immer fällt es mir nach dem Wahl-Desaster schwer, unbefangen in Richtung US Sport zu schauen, aber ich will mich schlicht nicht entmutigen lassen. Deshalb ein Blick in die Staaten, und hier vor allem nach Ohio

 

Bengals in Not

Die Cincinatti Bengals sind ja das Team, das ich mir auserkoren habe. Und diese Saison läuft absolut nicht so, wie ich mir es wünsche. Zumindest ergebnismäßig, denn nach 10 Partien lautet die Bilanz 4:6. Wobei mit einer etwas glücklicheren Spielführung genausogut 3, 4 Siege mehr auf dem Konto stehen konnten. Ich denke an das kaum noch zu verlierende Spiel bei den Kansas City Chiefs, das völlig unverständliche Heimdebakel zum Start gegen die New England Patriots und auch das erste Spiel gegen die Baltimore Ravens, wo Kicker Evan McPherson den Sieg aus 53 Yards vergab.

Das „Rückspiel“ am Donnerstag in Baltimore passte da wie die fAust aufs Auge dazu. Es war ein fantastisches Offensiv-Spektakel, das beide TEams boten. Der brillante Bengals-Wide Receiver Jamal Chase fing Bälle für 264 Yards und 3 Touchdownpässe, darunter zwei für 60+ Yards. Quarterback Joe Burrow hatte am Ende 4 Td-Pässe und 428 yards in der Statistik. Doch was nutzt die beste Offensive, wenn die Verteidigung nicht mitspielt. So hatte auf der anderen Seite Ravens-Spielmacher Lamar Jackson auch 4 Td-Pässe auf dem Konto. Bezeichnend das Ende der Partie. Burrow führte sein Team in der Schlussminute übers Feld, erzielte einen Touchdown zum 34:35. 38 Sekunden vor Schluss wagten die Bengals eine 2-Point-Conversion, die aber völlig missglückte. Dennoch fand ich es richtig, hier das Risiko zu nehmen, um sich die Lotterie der Overtime zu ersparen.
Um doch noch wenigstens die Wildcard-Spiele zu erreichen, müssen die Bengals in den vebleibenden 7 Spielen, darunter zweimal gegen die Pittsburgh Steelers mindestens 5, wahrscheinlich sogar 6 oder 7 gewinnen. Da muss ich schon meinen ganzen Optimismus hernehmen, um daran zu glauben.

 

Schnell, schneller Cavaliers

Was für ein Basketball-Spektakel, was die Cleveland Cavaliers derzeit in der NBA abfeuern. Mit dem Höhepunkt gestern Nacht gegen die Golden State Warriors. Zur Halbzeit stand es sage und schreibe 83(!):42. Die Warriors umd Steph Curry sind nun beileibe kein Jausengegner, aber gingen im Offensiv-Wirbel regelrecht unter. 83 Punkte in einer Halbzeit haben die Cavs in ihrer Geschichte noch nie geschafft. Brillante Dreierquaote (14 von 22), aber auch fliegende Kombinationen – das machte höllischen Spaß zuzusehen, und die Warriors konnten von Glück sprechen, dass es die Cavaliers nach dem Seitenwechsel sehr viel ruhiger angehen ließen, so dass das Endergebnis von 117:136 aus ihrer Sicht noch einigermaßen erträglich war.

Cleveland baute den makellosen Start auf 10:0 aus, das haben in der Historie erst 15 Teams überhaupt geschafft. Die nächsten fünf Partien (vs Nets, @Bulls, @76ers, vs Bulls, vs Hornets) klingen jetzt auch nicht furchterregend, bevor es dann am 19. November im Bostoner TD Garden zum Ost-Gipfel gegen die Celtics kommt.

NBA-Splitter

  • Maxey verletzt: Der 76ers-Forward Tyrese Maxey fehlt wegen einer Zerrung mehrere Wochen. Das passt zum Fehlstart des Teams aus Philadelphia, das mit einer Bilanz von 1:7 das schwächste Team haben im ohnehin schwachen Gutmeindende sagen: ausgeglichenen)  Osten (nur die Cavs und Celtics haben eine positive Bilanz).
  • Wagners glänzen: Der jüngere Bruder Franz war mit 27 Punkten bester Werfer seines Orlando Magic beim 115:87 gegegn die New Orleans Pelicans. 21 Zähler hatte er schon in der 1. Hälfte gesammelt. Moritz übernahm dann im 2. Durchgang und steuete dort 17 Punkte bei.
  • Starker Westen: Hier haben gleich 11 Teams eine positive Bilanz nach 8 bis 10 absolvierten Partien. Da erwartete Hauen und Stechen um die Play-off-Plätze ist also bereits vollem Gang. Besonders gut gefallen mir neben den allseits genannten Favoriten Oklahoma City Thunder die Phoenix Suns, die nach dem harterkämpften Sieg bei den Dallas Maverkicks 8:1 Siege haben.
  • Popovic erkrankt: Die Trainerlegende der Spurs fehlt auf unbestimmte Zeit wegen einer nicht näher bezeichneten Krankheit. Der 75-Jährige ist einer der ganz großen Persönlichkeiten in der NBA, der auch außerhalb des Sports seine Meinung nicht verbirgt

Freude in Cleveland, Sorgen bei im Milwaukee

Blick über den Teich, NBA

 

Gut eine Woche spielt die beste Basketball-Liga. Natürlich noch viel zu früh, um den weiteren Saisonverlauf oder gar die Play-offs zu prognostizieren, aber zumindest einige Tends zeichnen sich doch ab. Ich werde die für mich wichtigsten und signifikantesten Teams beleuchten.

Die Unbesiegten

Einen sehr starken Eindruck machen auf mich die Cleveland Cavaliers, im Osten allein noch ohne Niederlage und sechs zumeist klaren Siegen. Das kommt nicht unerwartet, denn ds Team blieb weitgehend zusammen, ist dementsprechend eingespielt. Mit Donovan Mitchell haben sie einen herausragenden Scorer, der auch genug Hilfe erfährt (Evan Mobley).
Die Oklahoma City Thunder (4:0) haben shcon jetzt gezeigt, dass sie im Westen das Team to beat sind. Das wirkt doch sehr flüssig und eingespielt, was die Mannschaft um Starspieler Shay Gilgeous-Alexander zeigt. Andererseits waren die Gegner bisher nicht die Stärksten.

Die Contender

Auch wenn die Boston Celtics in Indiana eine Niederlage bezogen, sie wirken kein bisschen schlechter als bei ihrem Titelgewinn. Der Dreier fällt zum Teil extrem gut, Jayson Tatum ist bisher einer der 3 Top-Spieler der Liga. Ansonsten haben im Osten nur noch die New York Knicks eine positive Bilanz. Alle anderen Teams suchenn noch ihren Rhythmus.
Im Westen sind die alten Bekannten gut aus den Startlöchern gekommen. Phoenix Suns und Golden State Warriors haben erst eine Niederlage auf dem Konto, und auch die Lakers haben besser angefangen, als ich es erwartet habe, vor allem Dank der Altmeister Anthony Davis und LeBron James.

Die Sorgenkinder

Vor allem der ganz schwache Start de Milwaukee Bucks ist auffallend. 1:4 lautet die Bilanz, und alle 4 Niederlagen waren mit zweistelligem Unterschied. Die Abwehr ist ein mittleres Desaster, vorne ist Giannis Antetokuonpo oft allein auf sich gestellt. Nicht viel besser ergeht es den Philadelphia 76ers (1:3), die gar gegen Nachzügler wie die Detroit Piston und Toronto Raptors den Kürzeren zogen.
Im Westen haben die LA Clippers fast schon erwartungsgemäß eine negative Bilanz (2:3). Fast noch schlimmer für die Franchise: Nocht nicht einmal beim Eröffnungsspiel war der 2-milliarden-Dollar teure neue Inuit Dome ausverkauft. Die die da waren, schwärmen allerdings. Das kann dennoch eine ganz bittere Saison werden.

Die Anspruchslosen

Die Utah Jazz sind als einziges Team überhaupt noch ohne Sieg (0:5). Achtungserfolge feierten die Detroit Pistons (vs 76ers), aber auch die Portland TrailBlazers, denen Überraschungssiege gegen die New Orleans Pelicans und LA Clippers gelangen und insgesamt besser auftreten als allgemein erwartet.

🇩🇪 🇦🇹 👓

Dennis Schröder hatte schon eine Gala-Vorstellung, als ihm für die New Jersey Nets 32 Punkte gegen die Memphis Grizzlies gelangen.
Bei den Orlando Magic sind drei Deutsche dabei: Franz Wagner legte bisher 17,6 Punkte/Spiel auf. Sein Dreier ist zwar besser  geworden, wackelt aber immer noch bedenklich. Sein Bruder Moritz bringt wie gewohnt viel Energie von der Bank, leistet sich aber recht viele Ballverluste.
Tristan da Silva durfte heute Nacht zum ersten Mal länger ran (20:08 Minuten), und gab mit 17 Punkten und 5 Rebounds eine ansprechende Talentprobe, auch wenn in der Defense noch nicht alles stimmte.
Jakob Pöltl ist einer der besten Rebounder der Liga. Vor allem am offensiven Brett schnappt er sich außergewöhnlich viele Bälle (4,3/Spiel)

Die Auffälligsten Stats

Das erste 50-Punkte-Spiel lieferte Paolo Banchero beim Sieg der Orlando Magic gegen die Pacers. Allein in der 1. Hälfte sammelte er 37 Zähler. Bitter für die Magic: Mit einem Bänderriss fällt er mindestens 4 Wochen aus.
Karl-Anthony Towns hatte für sein neues Team New York Knicks ein Highlightspiel gegen gegen die Miami Heat mit 44 Punkten.
Victor Wembanyama schaffte ein sehr seltenes 5×5-Spiel, also in 5 Stats-Wertungen mindestens 5: 25 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists je 5 Blocks und Steals. Da freut sich der Fantasy Manager mit dem Franzosen im Team 😀.
Die Punktewertung führt Anthony Davis an (31,8/Spiel).

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