Entscheidung in der Eiseskälte

Blick über den Teich, NFL

 

Die 4 Divisional Finbals stehen dieses Wochenende an, und wie es aussieht, wird es zumindest für die AFC-Partien eine äußerst frostige Angelegenheit. Die Wettervorhersage prophezeit für die Spiele in Kansas City (vs Houston) -5 Grad und für die morgige Partie Buffalo vs Bastimore gar zweistellige Minusgrade. Das wirkt sich natürlich auch aufs Spiel aus, denn bei kühlen Temperaturen sind vor allem die Ballfänger gehandicapt.

 

Sa., 22.30: Kansas City Chiefs – Houston Texans (AFC)

 

Das scheint eine kalre Angelegenheit zu werden für den Titelverteidiger. Die Chiefs haben nicht nur die beste Bilanz aller NFL-teams, sie sind auch in praktisch allen wichtigen Kategorien vor den Texans einzuordnen. Einzige kleine Unwägbarkeit. KC hat vor ganzen dreieinhalb Wochen die letzte ernsthafte Partie bestritten. Auf der einen Seite gut für das Auskurieren von Blessuren, andererseits kan natürlich auch der Spielrhythmus verloren gegeangen sein. Im Notfall hilft den Chiefs Quarterback Patrick Mahomes aus der Patsche der in den Play-offs leistungsmäßig immer noch eine Schippe drauflegt.
Wenn die Texans überhaupt eine Chance haben wollen, muss die Offense praktisch fehlerlos agieren inklusive einiger Big Plays, für die QB CJ Strout durchaus gut ist. Und dass die Defense gegnerische Anggriffsreihen stoppen kann, musste im Wild-Card-Spiel Chargers-Quarterback Justin Hewrbert leidvoll erfahren, der gleich 4mal dien Ball in die Hände eines Texans-Verteidigers warf. Letztlich fehlt mir aber die Fantasie, wie das die Texans im kalten Arrowhead-Stadion bewerkstelligen wollen. Mein Daumendrücken allein wird kaum helfen.

🧠 Chiefs            ❤️ Texans

 

So., 02:00: Detroit Lions – Washington Commanders (NFC)

 

Gespielt wird in einem überdachten Dome, also unabhängig vom Unbill des Wetters über Detroit. Auch hier sehrJahmyr Gibbs, J ich eine klare Favoritenstellung der Gastgeber. Allein wegen ihrer kaum zu stoppenden Offensive um QB Jared Goff mit so vielen Möglichkeiten, sei es über die Luft (Amon-Ra St. Brown) oder übers Laufspiel (Jahmyr Gibbs, David Montgomery). Einziges kleines Fragezeichen ist die durch Veletzungen ziemlich gebeutelte Defensive, doch einige Spieler sind zurückgekommen. Allerdings haben die Commanders nichts zu velieren, Jayden Daniel schaffte mit einer fast fehlerlosen Leistung den ersten Auswartssieg eines Rookie-Quarterbacks. Dennoch:

🧠 Lions          ❤️ Lions

 

So., 21,00: Philadelphia Eagles – LA Rams (NFC)

 

Für mich etwas überraschend haben die Rams in der Wildcard die Minnesota Vikings aus dem Weg geräumt. Doch die Eagles scheinen, noch dazu im heimischen Stadion, ein ganz anderes Kaliber, auch wenn es nicht ganz so kalt werden sollte. Die große Frage, die das Rams-Trainerteam wahrscheinlich die ganze Woche beschäftigte: Wer stoppt denn eigentlich unstoppbaren Eagles RB Shaqin Barklay, der als vierter Spiler in der regulären Saison die 2000-Yards-Marke knackte, obwohl er das letzte Spiel wegen Schonung gar nicht dabei war. Der grandiose Ballträger wid formidabel unterstürtzt durch die beste OLine der Liga, die immer wieder Lücken reißt. Und falls die Wege für Barkley doch veschlossen sind, kann Quarterback Jalen Hurts slebst die Beine in die Hand nehmen.
Die Rams ihrerseits haben allerdings ein extrem starkes Receiver-Corps um Cooper Kupp, Puca Nacua und Tigght End Tyler Higgins, das viel Unheil anrichten kann. Der erfahrene QB Matthew Stafford hat sie wie das gesamte Team während der Saison enorm gesteigert und knüpft fast an seine Form 2022 an, als er die Rams zum Super-Bowl-Triumph führte. Trotzdem wiegt der Heimvorteil in einem wahrscheinlich ungemütlichen Philadelphia schwer.

🧠 Eagles           ❤️ Rams

 

So., 00:00: Buffalo Bills – Baltimore Ravens (AFC)

 

Da vermeintlich Beste kommt zum Schluss der Divisional Finals. Hier sehe ich keinen echten Favoriten. Beide Teams haben viele Stärken und wenige Schwächen. Es ist das Duell der beiden QuarterbacksJosh Allen (Bills) und Lamar Jackson, die aller Wahrscheinlichkeit nach das Rennen um den MvP unter sich ausmachen.Joe Burrow von den Cincinnati Bengals ist vielleicht noch bedsser, aber sein Team war lange desaströs.
Josh Allen hat seine Fehlerquote extrem minimiert, obwohl ihm nicht die allerbesten Receiver zur Verfügung stehen. Eine Schlüsselrolle dürfte Running Back James Cook zukommen, der im Wildcard-Spiel gegen die Denver Broncos 120 Yards erlief und dabei 5 Yards/Versuch zurücklegte. An seinen Ravens Counterpart Derrick Henry kommt er bei all seiner Klasse nicht heran, der gerade in den vergangenen Partien von niemanden zu stoppen war. Lamar Jackson hat während der Saison einen neuen Laufrekord für Quarterbacks aufgestellt. Er hat zudem sein Passspiel sehr verbessert. Bleibt seine vergleichsweise magere Play-off-Statistik, gerade auch auswärts. Und doch: In diesem Spiel sehe ich am ehesten einen Auswärtssieg, vorausgesetzt, die Ravens-Receiver übertölpeln die Bills-Abwehr. Und da würde ein fitter Zay Flowers extrem helfen.

🧠 Ravens.     ❤️ Bills

 

 

Ausbaufähige Wild Cards

Blick über den Teich, NFL

 

Für viele Football-Fans ist das Wild-Card-Wochenende das schönste in der gesamten Saison. Sechs K.-o.-Spiele, was will man mehr. Da kann ich nach den Partien 2025 nur leidvoll konstatieren: fast alles. Nicht nur, dass in 5 von 6 (fast) jeglichje Spannung fehlte, es war auch oft ein einziges Fehler-Festival. Gerade die 3 AFC-Partien werden nicht in Erinnerung bleiben, höchstens als abschreckendes Kuriosum. Nach dieser Werbung für die kommenden Zeilen werde ich mich kurz fassen bei den Spiel-Zusammenfassungen

Wild Card

 

Houston Texans – Los Angeles Chargers 32:12 (AFC)

Die Chargers galten aufgrund der besseren Saison-Bilanz als leichter Favorit, und dieser Rolle wurden sie überhaupt nicht gerecht. Dabei beherrschten sie fast die gesamte erste Hälfte klar das Geschehen, waren nur nicht effizient genug in der Red Zone. Es hätte sehr viel mehr herausspringen müssen als eine 6:0-Führung durch zwei Field Goals. Die Texans-Offensive fand praktisch nicht statt, ja bis zu einem Houdini-Spielzug von CJ Strout tief in der eigenen Hälfte im 3rd Down, der die Wende brachte. Plötzlich liefs wie am Schnürchen, und zu aller Überraschung stand es nur Pause 10:7 für die Texans.
Das Fehlerfestival ging auch im 2. Durchgang munter weiter. Chargers Quarterback Justin Herbert, der in der gesamten Saison nur 3 Interception fabrizierte, warf gleich viermal den Ball zum Gegner, wobei ihm dabei zweimal die eigenen Receiver böse im Stich ließen und abslout fangbare Balle durch die Hände gleiten ließen. Die Texans dagegen minimierten ihre Fehler.
Den Höhepunkt der Absurditäten leisteten sich die Chargers zu Beginn des 4. Viertels. Nachdem Herbert mit einem Verzweiflungswurf einen 86-Yard-touchdown erzielt hatte, gab es einen sogenannten Point after Touchdown. Der wurde nicht nur geblockt (kommt immer wieder vor), sondern von den Texans in die gegnerische Endzone zurückgetragen (kann ich mich nicht erinnern, je gesehen zu haben) https://x.com/NFL/status/1878236185778114869?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1878236185778114869%7Ctwgr%5E37215b2349a128d815dfc227d51e0b719b68d1fb%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fiframe.nbcnews.com%2FhvU3G90%3F_showcaption%3Dtrueapp%3D1&mx=2. Damit waren sämtliche Hoffnungen der Chargers auf eine Aufholjagd Makulatur (statt 13:23, stand es 12:25), die ohnehin schwer genug geworden wäre.

Baltimore Ravens – Pittsburgh Steelers 28:14 (AFC)

Vielleicht war das brisante AFC-North-Duell überfrachtet mit Erwartungen. Letztlich hatten die Steelers nicht den Hauch einer Chance. Vor allem das Laufspiel der Ravens mit Derrick Henry und Quarterback stellte (letztlich wie allseits erwartetsie vor unlösbare Probleme. Am Ende standen 299 Rushing Yards auf der Habenseite der Gastgeber. Dafür waren die 28 Punkte von Baltimore fast wenig, zumal es zur Pause schon 21:0 stand. Die Steelers begehrten zwar kurz auf, doch letztlich waren Offense und Defense gleichsam überfordert.

Buffalo Bills – Denver Broncos 31:7 (AFC)

Die Broncos gingen zwar durch einen formidablen Touchdownpass von Bo Nix auf Troy Franklin (samt PAT) mit 7:0 in Führung, aber das war es mit der Denver-Herrlichkeit beim Punkten. In der 1. halbzeit gestalteten sie Partie noch ausgeglichen und hatten sogar die Chance, curch ein Fieldgoal auf 10:10 zu stellen, der Ball knallte aber nur auf den Pfosten und von da zurück ins Feld.
Im zweiten Durchgang beseitigten die Bills sämtliche Zweifel. Die Offense war nicht mehr zu stoppen und punktete viermal in vier Drives (2 Touchdowns und 2 Field Goals), während die Broncos überhaupt nichts mehr auf die Reihe brachten.

Philadelphia Eagles – Green Bay Packers 22:10 (NFC)

Es begann furchtbar für die Packers mit einem Fuble beim Kick-of-Return und wurde nicht viel besser. Die Eagles bedankten sich per Touchdown und legten in der ersten Hälfte mit einem Fieldgoal nach. Packers-Quarterback Jordan Love produziertegleich zwei Interceptions, immerhin verhinderte eine gute Abwehr (sowie eine äußerst durchschnittliche Eagles-Offensive) größeres Unheil. Spannung mochte trotzdem nicht aufkommen, das Spiel plätscherte im zweiten Durchgang dem Ende entgegen, was auch an den zahllosen Verletzungen auf Packers-Seite lag. Nur Freunde des Minimal-Footballs werden auf ihre Kosten gekommen sein.

Tampa Bay Buccaneers – Washington Commanders 20:23 (NFC)

Hurra! Spannung, sogar Höchstspannung bis zum buchstäblich letzten Field-Goal-Vesuch. Keine Interception oder andere Katastrophen-Spielzüge gute Leistungen in Abwehr und Angriff auf beiden Seiten.
Am Ende waren die Commanders die Glücklicheren, und das ist wörtlich zu nehmen. Der fehlerlose Quarterback (klarer Anwärter auf die Auszeichnung zum Rookie des Jahres) Jayden Daniels hatte sein Team mit ruhiger Hand über 51 Yards klar in Field Goal Range geführt. Zur Tat schritt Kicker Zane Gonzales, bis dato fhlerlos mit 2 Field goals und 2 PATs, aber das speilt bei einem spielentscheidnenden Versuch aus 37 Yards (normalerweise eine Pflichtübung) keiene Rolle, sondern nur das Nervenkostüm. Gonzales also kickte den Ball, der flog an die Torstange und von da über die Quaerstange ins Ziel. Heartbreaking und grenzelnlose Jubel bei den Commanders, die zum ersten Mal seit 2005 die 2. Play-off-Runde erreichten.

Los Angeles Rams – Minnesota Vikings 27:9 (NFC)

Die Partie fand wegen der verheerenden Brände rund um LA nicht im Sofi-Stadium statt, wo die Rams übliocherweise ihre Heimspiele austragen, sondern in Glendale/Arizona. Und einmal mehr zeige sich: Letztlich ist die Vorleistunfg der Saison fast egal. 4 Siege mehr hatten die Vikings aufzuweisen als die Rams – und was geschah? Sie wurden regelrecht auseinandergenommen vom von einer anfangs praktisch fehlerlosen LA-Offensive, angeleitet vom erfahrenen Quarterback Matthew Stafford. Das nötige Glück kam hinzu, denn einen vermeintlichen Fumble-Return-Touchdown der Vikings, der den 10:10-Ausgleich bedeutet hätte, pfiffen die Refs zurück, weil sie tatsächlich einen. Vorwärtspass von Stafford sahen, was nicht nur die Viking-Fans anders sahen. Die Ramns bedankten sich auf ihre Weise, erhöhten noch vor der Pause durch zwei weitere Touchdowns auf 24:3. Vikings-Quarterback Sam Darmold bestätigte mit einer zunächst wenig glanzvollen Leistung (allerdings auch Folge einer frmidablen LA-Defense) seine Zweifler, die es trotz der 14:3-Bilanz der Vikings immer noch gab und gibt.
Im 2. Durchgang verwalteten die insgesamt sehr übezeugenden Rams das Ergebnis, Spannung kam trotz eines Touchdown-Passes von Darmold nicht mehr auf.

 

Divisional Finals

All das ergibt für die Divisional Finals am Wochenende folgendes Programm (MEZ, Gastgeber zuerst). Hier erst mal nur die Spiele, gesonderte Vorschau samt Tipps (seufz) folgen am Freitag oder Samstag.

Sa., 22.30: Kansas City Chiefs – Houston Texans (AFC)
So., 02:00: Detroit Lions – Washington Commanders (NFC)
So., 21:00: Philadelphia Eagles – LA Rams (NFC)
Mo., 00:30: Buffalo Bills – Baltimore Ravens (AFC)

 

 

 

 

Das war die Woche, die war

Über den Jahreswechsel wie gehabt die Darts-WM und Vierschanzentournee, dazu viel Hallen- und Wintersport. Und der Abschluss der regular season in der NFL

 

17 Jahr, und schon so erfolgreich

 

Luke Littler hat es geschafft. Als Favorrit gehandelt, sicherte sich der erst 17-jahrige Engländer schon bei seinem zweiten Antreten im Ally Pally den WM-Titel im Darts. Letztes Jahr verlor er noch das Finale gegen Luke Humphries, dieses Jahr setzte er sich letztlich klar mit 7:3 gegen den dreimaligen Weltmeister Michael van Gerwen durch. Mit 4:0 Sätzen führte er schon, auch weil van Gerwen seine Chancen zum Auschecken nicht nutzte, danach gab er sich scheinbar ohne Nerven keine Blöße. Erst nach dem entscheidnden Pfeil brach es aus ihm, heraus; er musste kurz die Bühne verlassen und war danach sichtlich angefasst und überwältigt vor Freude. Auch weil der offenbar enorme Druck endlich von ihm abgefallen war, weil nichts anderes als der Titel von ihm erwartet wurde (englisches Understatement at its best/worst). Ich muss jetzt nicht der größte Darts-Kenner sein (bin ich auch nicht mehr), um zu prognostizieren, dass dies nicht Littlers letzter WM-Titel war. Im Gegenteil: Er wird die nächsten Jahre bei praktisch jedem wichtigen Turnier der Mann sein, den es zu schlagen gilt.
Van Gerwen immerhin meldete sich nach einem für ihn schwachen Jahr immerhin mit dem WM-Einzug zurück. Abschreiben würde ich den Holländer keineswegs, auch wenn er im Finale zuweilen recht alt aussah. 35 Jahrte ist er jung, bei seinem ersten WM-Triumph 2014 war er mit 24 damals der jüngste Weltmeister nach PDC-Version (kein Wunder, weil ansonsten eigentlich nur Phil Taylor im Ally Pally triumphierte und einmal Raymond van Barneveld.

 

Neuer Stern am Slalom-Himmel.

 

Vor einer Woche feierte die 18-jährige Zrinka Ljutic ihren ersten Weltcupsieg, am Sonntag ließ sie beim Slalom in Kranjska Gora gleich Nummer 2 folgen. Ja, die Top-Fahrerinnen Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin warenerneut nicht dabei, aber erneut war die Kroatin (fast) eine Klasse für sich. Nur Wendy Holdener mit zwei tollen Durchgängen hielt den Abstand unter einer Sekunde. Zeitgleich waren die beiden nach dem ersten Durchgang, die Schweizerin legte fulminant vor (ich hätte nicht geglaubt, dass diese Fahrt noch zu toppen ist), aber Ljutic legte noch einen drauf.
Lena Dürr schied nach bis dato schon wackliger Fahrt im 1. Durchgang aus, Emma Aicher verlor nach großartigem 1. Durchgang als Fünfte die Nerven und beendete ihren fehlerhaften Lauf fast zwangsläufig vorzeitig.

 

Tourneesieg an Österreich (okay Pferde/Apotheke, ihr wisst schon)

 

Erst am Montagabend kann ich die Klammer dann streichen, aber so viele Pferde können gar nicht vor einer Apotheke kotzen, als dass nicht ein Austria-Springer am Ende der Vierschanzentournee die Nase vorn hat. Ja, es würde mich schon sehr wundern, wenn nicht das Tournee-Podest gänzlich rot-weiß-tor wäre und auch der letzte Tagessieg in Bischofshofen an das Team Austria ginge. Zu überlegen zeigen sich Stefan Kraft, Jan Hörl und Daniel Tschofenig.
Und wer von den Dreien wird der erste Tourneesieger aus Österreich nach 10 Jahren? Eine Glaskugel, denn ganze 1,3 Punkte, das ist nicht mal ein Weitenmeter trennt das Trio. Für den Führenden Stefan Kraft spricht, dass er die meiste Erfahrung hat und sich zur Tournee gewaltig gesteigert hat. Für den Zweiten Hörl (0,6 Punkte zurück) spricht seine Konstanz und die Tatsache, dass Bischofshofen für ihn ein Heimspiel ist. Für Tschofenig spricht die Unbekümmertheit. Der Gesamtweltcup-Führende ist diese Saison zum regelmäßgen Siegspringer gereift. Um es mal flapsig zu sagen. Wenn ich die Wahl zwischen Kraft und Tschofenig hätte, würde ich den Hörl nehmen.
Dahinter geht es also aller Wahrscheinlichkeit nur um Platz 4 und die Ehre des Besten des Restes. Pius Paschke als Sechster ist mit seiner Vorstellung bisher sicher nicht vollends zufrieden, war er doch vor der Tournee der dominierende Mann. Ein Tagessieg würde die Enttäuschung lindern. Gregor Deschwanden aus der Schweiz und Daniel Forfang (Norwegen) sind dafür besser als erwartet.

 

Bye, bye Bengals

 

Es kam wie. befürchtet und nervt trotzdem. Die zweite Garde der Kansas City Chiefs schenkte das letzte Spiel bei den Denver Broncos ab und kassierte eine 0:38-Pleite. Die ihnen Nullkommajosef ausmacht, weil sie Platz 1 und das Freilos in der 1. Play-off-Runde schon sicher hatten, allerdings die eh nur wagen Play-off-Hoffnungen Hoffnungen „meiner“ Cincinnati Bengals beerdigten. Zu spät kam das Cinci-Team in Fahrt, die fünf Siege am Ende sind letztlich für die Katz. Dass wir uns nicht falsch verstehen:  Es ist völlig legitim und letztlich verständlich, dass die Chiefs in einer Partie, in der es bei ihnen um nichts mehr geht, wichtige Leute nicht einsetzen. Aber diese Wehr- und Lustlosigkeit der zweiten Garde war nur noch lächerlich.
Nun denn: die Broncos sicheten sich durch den Erfolg den letzten Play-off-Platz in der AFC. Gleiches schafften die Tampa Bay Buccaneers in der NFC, die dazu allerdings einige Football-Götter brauchten.Sie sicherten sich ihren Sieg gegen die New Orleans Saints erst in der absoluten Schlussphase. Die Atlanta Falcons verloren dazu noch in der Overtime (als sie schon wussten, dass sie keine Chance mehr haben würden) gegen die Carolina Panthers
Zum ersten Mal überhaupt holten sich die Detroit Lions den 1. Platz in der NFC und haben damit nächstes Wochenende ebenfalls frei. Sie gewannen das „Endpiel um Platz 1“ gegen die Minnesota Vikings letztlich klar mit 31:9. Vikings-Quarterback hatte einen schwachen Tag, brachte nicht einmal die Hälfte seiner Passversuche an den Mann. Die bittere Folge. Da sie eben auch in der Nord-Division hinter den Lions Zweiter sind, müssen sie als zweitbestes Team trotzdem reisen (nämlich zu den Los Angeles Rams). Diese haben zwar satte vier Siege weniger auf dem Konto, aber halt ihre ungleich schwächere Division West gewonnen und daher Heimrecht.

Ich nehme hier meine Wochenvorschau vorweg und nenne die Termine der Wildcard-Spiele nächstes Wochenende (deutsche Art, also Gastgeber zuerst und MEZ). Eine längere Vorschau gibt es voraussichtlich am Freitag.

AFC
Freilos: Kansas City Chiefs
Sa., 22.30: Houston Texans vs Los Angeles Chargers
So., 02:00: Baltimore Ravens – Pittsburgh Steelers
So., 19:00: Buffalo Bills – Denver Broncos

NFC
Freilos: Detroit Lions
So., 22.30: Philadelphia Eagles – Green Bay Packes
Mo., 02:00: Tampa Bay Buccaneers – Washington Commanders
Di., 02:00: Los Angeres Rams – Minnesota Vikings

 

Norge feiert Doppelsieg

 

Nämlich bei der Tour de Ski, die am Sonntag traditionell mit dem Anstieg zur Alpe Cermis endete. Theres Johaug war wie erwartet am Berg eine Klasse für sich und distanzierte ihre Landsfrau Astrid Sling letztlich um 47 Sekunden. Johannes Klaebo dagegen musste am Berg leiden, verlor mehr als eine Minute auf Tagessieger Sinten Hagstad Krüger (sieh an, ein Norweger …), rettete aber den Vorsprung von mehr als einer Minute zum Gesamtsieg. Großartig schlugen sich der Österreciher Mika Vermeulen un d der Deutsche Friedrich Moch. Vermeulen wurde hinter Krüger Tageszweigter und holte auch Gesamtrang 2. Als Diritter auf der Alpe Cermis schob sich Moch nach verpatztem Tourstart noch auf Rang 6 vor.

 

Und sonst?

  • Internationaler Fußball: In der Premier League musste Tabellenführer FC Liverpool Federn lassen. Die Reds trennten sich am Sonntag nach einer atemberaubenden Partie mit 2:2 von Erzrivalen Manchester United. Der Vorsprung auf Platz 2, den  FC Arsenal trotz des 1:1 bei Brighton and Hove Albion inne hat, beträgt beruhigende 6 Punkte, zumal Pool noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.
    Während Meister Manchester City mit dem 4:1 gegen West Ham den zweiten Sieg in Folge feierte, verlor der FC Chelsea über die Weihnachtstage gehörig an Boden, holte in insgesamt vier Partien gegen Tabellen-Nachzügler nur 2 Pünktchen.
    Das italienische Super-Cup-Finale wird zum Mailänder Stadtderby Inter vs Milan. Es findet deshalb natürlich in Mailand im saudischen Riad statt wie schon die Halbfinali, in denen sich Inter gegen Atalanta und Milan gegen Juventus durchsetzte.
    In Spanien wiederum schaffte Real Madrid durch ein Tor in der Nachspielzeit durch Jude Bellingham einen 2:1-Erfolg beim Vorletzten FC Valencia und übernahm zumindest vorübergehend die Tabellenspitze vor dem Lokalrivalen Atlético, das eine Partie weniger bestritten hat. Vini jr, FIFA-Fußballer des Jahres (nicht zu verwechseln mit dem Ballon d’Or), flog nach einem Schubster gegen den Valencia-Schlussmann vom Platz und konnte unter anderem von Tony Rüdiger anschließend nur mit Mühe von weiteren Handgreiflichkeiten gehindert werden.
  • In de DEL gab es mal wieder ein Freiluftspiel: Gastgeber Löwen Frankfurt fertiogten im Waldstadion die Adler Mannheim gleich mit 5:1 ab. 45.000 Zuschauer waren gekommen. An der Tabellenspitze wird es spannend: Nach 5 Siegen in Folge haben die Eisbären Belin nur noch einen Punkt Rückstand auf den ERC Ingolstadt – bei einer Partie weniger.
  • Erstaunliches in der BBL: Alba Berlin, in der Saison bisher die große Enttäuschung, schlug im Schlager Meister FC Bayern Basketball. An der Tabellenspitze sind gleich vier Teams siegleich mit 9:4: Ulm, Bayern, Heidelberg und Würzburg. In der Euroleague veloren sowohl Alba (vs Monaco) als auch Bayern (bei Real Madrid).
  • Tennis: Von mir letztlich nicht beachtet holten sich die USA den Nations Cup in Sydney (je eine Frau, ein Mann und ein Mixed-Doppel). Im Endspiel besiegten die Amerikaner dank Coco Gauff und Taylor Fritz gegen Polen mit Iga Swiatek und Hubert Hurcacz.
    In Adelaide feierte Reilly Opelka nach langer Verletzungspause ein starkes Comeback. Unter anderem besiegte er im Viertelfinale Novak Djokovic. Erst im Finale gegen Jiri Lehecka stoppte ihn eine neuerliche Verletzung. Dennoch will er bei den Australian Open ab Sonntag starten.
    Außerdem holten sich Turniersiege: Aryna Sabalenka in Brisbane, Clara Tauson in Auckland und Alexandre Muller in Hongkong,

Cavs und Thunder schon etwas einteilt

Blick über den Teich, NBA

 

Für viele beginnt die NBA ja mit den sogenannten Christmas Games am 25. Dezember. Dieses Jahr gab es gleich fünf, die landesweit übertragen wurden. Mittlerweile sind auch die Jahreswechsel-Partien absolviert, die Teams haben 31 bis 35 Begegnungen auf dem Buckel; man nähert sich also der Hälfte der regulären Saison. Ein Trend ist also schon deutlich auszumachen, es kann allerdings immer noch gewaltige Ausschläge nach vorn und nach hinten geben. Außerdem können noch bis Anfang Februar Transfers die Kader enorm verändern.

 

EASTERN CONFERENCE

 

Einsam vorn, die Cavaliers

Das Team aus Cleveland hat den besten Saisonstart der Team-Geschichte konserviert. Mit 29:4 Siegen haben die Cavs die beste Bilanz der gesamten Liga und sich im Osten mit 4,5 Siegen Vorsprung auf die Boston Celtics schon einen hübschen Vorsprung erarbeitet. Auch wenn im Kader ein absoluter Superstar eher nicht dabei ist (oder etwa doch der famose Donovan Mitchell?), es ist ein fantastisch zusammengestelltes Team, in dem Center Evan Mobley einen großen Schritt nach vorn getan hat. Zuletzt wieder 8 Siege in Folge, darunter drei bei einem beeindruckendem Auswärtstrip bei den Denver Nuggets, Golden State Warriors und LA Lakers..

Das Verfolger-Duo

Die einzigen Konkurrenten  in Reichweite sind die Boston Celtics und New York Knicks. Die Celtics haben allerdings schon erstaunliche 9 Niederlagen auf dem Konto. Es gab ja Phantasten, die  dem Titelverteidiger eine Rekord-Saison zutrauten und höchstens mit 12 Niederlagen für die gesamte Saison rechneten. Ist es der Titelblues, die Verletzungen (Porzingis, Brown): Oder nehmen die Celtics das Ganze doch nicht so ernst vor den Play-offs?
Die Knicks kommen nach eher verhaltenem Saisonstart mächtig in Fahrt (zuletzt 9:1 Siege). Karl-Anthony Towns und Mikal Bridges ist die erhoffte Verstärkung, die Jalen Brunson sichtbar entlasten. Für mich ein sicherer Play-off-Kandidat.

Oberes Mittelfeld

Noch belegen die Orlando Magic Platz 4 in der Conference, aber es wird gerade in den kommenden Wochen sehr schwer, diesen Rang zu halten. Mit Paulo Banchero (immerhin wieder im Training), Franz und Moe Wagner (Saison-Aus) fehlen drei absolute Schlüsselspieler. Bisher haben die Magic das einigermaßen kompensieren können, aber Niederlagen wie zuletzt bei den Detroit Pistons zeigen, dass der Qualitätsverlust auf Dauer zu groß ist. Die Frage lautet: Wann kommen Banchero und Franz Wagner wieder zurück und finden sie gleich zu ihrer Top-Form?
Im Kommen sind die Milwaukee Bucks. Nach dem katastrophalen Saisonbeginn läuft es jetzt für das Team um Giannis Antetokuonpo und Damian Lillard besser, wenngleich immer noch nicht optimal. Insgesamt scheint aber der Trend nach oben zu gehen.
Ich persönlich bin von den Miami Heat und den Atlanta Hawks aufs Gute überrascht, die beiden letzten Teams im Osten mit einer positiven Bilanz. Gerade die Hawks haben gezeigt, dass sie für jedes Team gefährlich werden können (2 Siege vs die Cavaliers). Number-1-Pick Zachary Risacher hat sich gut eingefunden, ohne dass er Monsterzahlen auflegt. Und die Heat gelten eigentlich als Mannschaft, die in der regulären Saison schwer in die Gänge kommen. Tyler Herro spielt bisher eine großartige Saison, die ihn sogar ins All-Star-Team spülen könnte.

Unteres Mittelfeld

Das reicht meines Erachtens von Platz 8 (Indiana Pacers) bis 11 (Philadelphia 76ers). Dazwischen liegen noch die Detroit Pistons und Chicago Bulls. Eines dieser vier Teams wird die Play-Ins also nicht erreichen. Während sich die Pacers als Conference-Finalist mit Sicherheit mehr ausgerechnet haben, dürften die Detroit Pistons hochzufrieden sein mit ihrer klaren Verbesserung gegen über der Horrorsaison 23/24.
Eion Sonderfall sind die 76ers, die normalerweise viel weiter oben mitspielen müssten. Aber wenn die Leistungsträger kaum (Joel Embiid), selten (Paul George) und spieleweise (Tyrese Maxey) fehlen, ist es halt schwer, in einen Rhythmus zu kommen. Vielleicht wird das in der 2. Saisonhälfte besser, aber es bleiben darob große Zweifel.

Trauriger Rest

4 Teams haben ja schon vor der Saison mehr oder weniger deutlich gemacht, dass sie ohne Ambitionen sind und es ihnen viel wichtige ist, das Team neu aufzubauen. Das böse Wort tanken (absichtlich verlieren) wird nur sehr halbherzig verborgen, doch das Ziel ist klar: eine möglichst miese Bilanz, um dann sich am offenbar hervorragenden Draftjahrgang 2025 früh einen Pick zu holen. Dann kann es halt auch passieren, dass ein Dennis Schröder transferiert wird von den New Jersey Nets zu den Warriors, weil er viel zu gut gespielt hat. Hier und da bleibt ein überraschendes Erfolgserlebnis, aber mit den Nets, Toronto Raptors, Charlotte Hornets und Washington Wizards bleibt ein trauriges Quartett zum Auffüllen.

 

WESTERN CONFERENCE

 

Thunder einsam vorn

Der Westen gilt als viel leistungsstärker als der Osten, und deshalb ist die klare Führung der Oklahoma City Thunder noch höher einzuschätzen als die der Cavs, weil sie eben die schwierigeren Partien haben. 28:5 lautet die Bilanz (zuletzt sogar 10:0), mit der sich die Thunder schon um 5,5 Spiele abgesetzt haben. Seitdem Neuzugang Isaiah Hartenstein nach seinem Handbruch wieder dabei ist, läuft es noch besser. Der 2,16-Meter-Riese war im eher kleinen Team das fehlende Puzzlestück. Außerdem hat Shai Gilgeous-Alexander einen weiteren Schritt nach vorn gemacht,hat den besten Punkteschnitt der Liga. Aber erst in den Play-offs wird sich wohl zeigen, ob das Team tatsächlich titelreif ist

Die Verfolger

Bei all den klangvollen Teams im Westen fliegen die Memphis Grizzlies und auch die Houston Rockets bei mir etwas unter dem Radar (nicht einmal ich kann und will jedes Spiel schauen. Gerade die Grizzlies zeigen, dass sie ein großartiges Team sind und nur das unglaubliche Verletzungspech für die desaströse vergangene Saison verantwortlich war. Auch jetzt fehlen immer wieder wichtige Akteure wie Ja Morant, aber halt nicht die gesamte Starting Five. Die Rockets sind für mich die vielleicht noch größere Überraschung, aber hier ist die Team-Chemie offenbar hervorragend. Alperen Sengun ist einer der kommenden Topstars der Liga.
Dritter im ersten Verfolger-Trio sind die Denver Nuggets, was hauptsächlich an dem unglaublichen Nikola Jokic liegt, der Abend für Abend grandiose Zahlen auflegt. Wenn dazu noch ein Jamal Muray zu alte Form findet, muss man die Nuggets erst mal aus dem Weg räumen.
Zumindest tabellarisch gehören auch die Dallas Mavericks (gleiche Bilanz wie die Nuggets) zu den ersten Vefolgern. Doch der Ausfall von Luka Doncic (mindestens noch ein Monat wegen einer  Wadenverletzung) ist nicht zu kompensieren, wie schon die ersten Partien ohne den Slowenen (0:3) zeigten. Irgendwie den Monat überstehen und dann wieder angreifen, heißt die Devise.

Kampf um die Play-offs (Play-Ins)

Die Plätze 6 bis 12 könnte ich weiter unterteilen, aber ich schmeiß jetzt die 7 Teams einfach mal in einen Topf, zumal sie nur durch 4,5 Siege getrennt sind. Für mich die ganz große Überraschung sind die LA Clippers, die sich hartnäckig in der oberen Hälfte halten. Die neue Halle tut ihr übriges (mittlerweile 11:6). Zurzeit trennen die Clippers nur ein halbes Spiel von Platz 6, den Lokalrivale Lakers besetzen. Hier zeigt Center Anthony Davis eine All-Star-Saison (vor allem konnte er fast alle Spiele mitmachen). LeBron James ist weiter für mehrere Highlights pro Spiel gut und ist immer noch überdurchschnittlich (nehme ich als Nicht-Fan mit großem Respekt wahr).
Mehr hätte ich von den Minnesota Timberwolves erwartet. Sie haben sich zwar nach grauenhaften Saisonstart konsolidiert, aber der letzte Schritt fehlt noch, vielleicht auch weil Anthony Edwards sich bisher nicht weiterentwickelt hat (auf höchstem Niveau, versteht sich). Leider scheint er in den Schiri-Anmeckern-Modus á la Luca Doncic zu verfallen, das legt sich hoffentlich wieder.
Die Golden State Warriors und San Antonio Spurs haben die gleiche 17:16-Bilanz wie die Wolves. Unterschiedlicher könnte die Team-Entwicklung aber nicht sein. Hier die alternden Warriors mit den altenden Steph Curry und Draymond Green (und seit Dezember eben auch Dennis Schröder), dort die jungen Spurs mit dem grade mal 20-jährigen Victor Wembanyama, der auf dem besten Weg ist, jeden noch so absurd hohen Vorschusslorbeer (Außerirdischer, der beste seit LeBron) noch übezuerfüllen. Brillant war die Idee, Altstar Chris Paul nach Texas zu holen, der auf und neben dem Feld mit seiner Erfahrung und bisweilen immer noch tollen Zuspielen genau der richtige Lehrmeister ist fürs harte NBA-Geschäft.
Bleiben die bis dato herbe enttäuschenden Phoenix Suns und Sacramento Kings (Disclaimer: mein Lieblingsteam, seufz). Die Kings haben nach eine Reihe von zum Teil knappen und auch absurden https://blickueberdenteich.de/vom-harten-fanleben/
Niederlagen Trainer Mike Brown entlassen, der sie  in den vergangenen Jahren aus dem ewigen Höllenschlund der Erfolgslosigkeit geführt hat. Nachfolger Doug Christie (bisher nur Interim) ist tatsächlich mit zwei Siegen gegen die Mavs und Sixers gestartet.
Die Suns hingegen leiden auch darunter, dass bei jedem Spiel mindestens einer der Großen Drei (Kevin Durant, Bradley Beal, Devin Booker) fehlt. der Rest des Teams kann das bisher nicht auffangen.

Trauriger Rest

Von den Utah Jazz und vor allem Portland TrailBlazers (noch so ein Historie-Seufzer) war nicht mehr als Tanken zu erwarten, dafür haben sich die Blazers zumindest anfangs wacker geschlagen. Aber dass die New Orleans Pelicans mit bisher gerade 5 Siegen das schlechteste Team der gesamten Liga sind, hätten auch größte Pessimisten nicht geglaubt. Klar,viele Verletzungen, vor allem die des Unterschiesspielers Zion Williamson (bei dessen Figur aber nicht wirklich überraschend). Der spielende Rest hat sich offenbar schon aufgegeben, vielleicht auch auf Answeisung der Teamleitung, wer weiß das schon. Aus eine m aufregendem Team noch im Frühjahr ist eine Lachnummer geworde, wenn es nicht so traurig wäre.

Vom harten Fanleben

Für mich das das Sportschauen nur einen echten Sinn, wenn ich einen Favoriten habe, dem ich die Daumen drücke. Fürs Spiel, für die Saison und im Fall von 60 München fürs ganze Leben.
Dieses Jahr erlebe ich bei meinem Blick über den Teich nicht so viel Erfreuliches. Ich bin jetzt kein beinharter Fan des einen oder anderen Teams hier oder dort, aber es haben mir schon immer die Außenseiter angetan und weniger die Seriensieger. Das kann sich auch immer wieder ändern so gerade im Fall der Kansas City Chiefs, die ich immer gemocht habe und jetzt nicht mehr leiden kann, weil sie auf abstruse Weise einen Sieg nach den anderen einfahren.
Speziell geht es gerade um die Cincinatti Bengals in der NFL und die Sacramento Kings in de NBA. Cinci war Jahrzehnte lang die Lachnummer der Liga mit absurden Negativ-Rekorden. Doch seit einiger Zeit spielen sie einen wunderbaren Football, der sie auch vor zwei Jahren bis in den Super Bowl brachte, den sie dann ziemlich dramatisch verloren. In diese Saison spielen sie offensiv einen grandiosen Ball, angeleitet von Quarterback Joe Burrow, der mit seinem Studien-Kumpel Ja’Marr Chase den besten Widereceiver als Anspielstation hat. Leider ist die Defensive absolut nicht wettbewerbsfähig, so reichten schon einige Male mehr als 30 Punkte nicht zum Sieg. Sogar gegen die offensiv allenfalls durchschnittlichen Pittsburgh Steelers kassierten sie unfassbare 44 Punkte.
Dennoch können die Bengals noch in die Play-offs kommen, nunja, theoretisch zumindest. Ein Sieg am Samstag gegen die Denver Broncos vorausgesetzt und bei einem weiterer Erfolg die Woche darauf im Revanchespiel gegen die Steelers könnten sie dabei sein, ja wenn dann auch die von mir nicht mehr geliebten Chiefs ihrerseits ihre letzte Partie gegen die Broncos gewinnen. Was leider deswegen sehr viel unwahrscheinlicher geworden ist, weil sie ihren Number-One-Spot für die AFC und ein Freilos in der 1. Play-off-Woche sicher haben. Böse Zungen und Federn schreiben gar, dass die Chiefs dann mit Absicht verlieren, damit die Bengals als Gegner in der Post Season auf keinen Fall mehr in Betracht kommt.

Und die Kings? Die erkor ich 2021 zu meinem Lieblingsteam. Eine ähnliche Geschichte: mehr als zwei Jahrzehnte kein einziges Mal die Play-offs erreicht, dann ein extrem attraktiver und aufregender Offensiv-Basketball angeführt von  DeAaron Fox und Domantas Sabonis. 2023 scheiterten sie in einer fantastischen 6-Spiele Serie durchaus unglücklich am späteren Champion Golden State Warriors, im Frühjahr 2024 war schon in der 2. Play-In-Runde Schluss.
Dieses Jahr läuft es überhaupt nicht, obwohl mit DeMar DeRozan ein Klassemann hinzustieß. Der Dreier fällt nicht, Sabonis sieht manchmal recht alt aus. Zuletzt kassierten die Kalifornier eine Heimniederlage nach der anderen, und die von dieser Nacht gegen die Detroit Pistons (die ich heute Mittag relive ertragen musste), schlug dem Fass unsinniger Pleiten den Boden aus. Lange führten die Kings souverän, zu Beginn des 4. Viertels immerhin noch mit 16 Zählern. Der Vorsprung schmolz und schmolz, und doch schienen sich die Kings gerade noch als Sieger zur Schlusssirene retten. 3 Punkte Vorsprung, letzter Angriff der Pistons, da kann man doch nicht mehr verlieren, oder? Kann man doch, nämlich, indem man

1. einen gegnerischen Angreifer (hier: Jaden Ivey) noch einen Dreier werfen lässt (okay, das kommt vor)
2. Der Gegner trifft (auch das kommt vor) und
3. ein Verteidiger den Angreifer noch foult, also nicht nur der Ausgleich und die Overtime, sondern, weil 4.
4. Jaden Ivey den Freiwurf verwandelte, die Niederlage gleich feststand.
Vor allem Punkt 3 schmerzt enorm (weil das gemeinsam mit Punkt 1/2 in dieser Konstellation eben praktisch nie vorkommt, ich frage mich da immer, was in einem Verteidiger bei derartig dämlichen Aktionen vorgeht.

Es war die 5. Niederlage in Folge, vier davon zu Hause, wo die Kings eigentlich eine Macht sind. Die Play-off-Chancen, zumal im starken Westen, schwinden, aber der Tornaround kann schon noch gelingen. Sie müssten halt  von diesen knappen Spielen auch mal eines gewinnen.

Update 29/12: Ist es ein Trost, dass die Houston Rockets in den letzten 3 Minuten einen 16-Punkte Vorsprung gegen die Minnesota Timberwolves verdaddelt haben? Ist es nicht.

Was so übrigbleibt

Ich will jetzt keinen nachträglichen Wochenrückblick mehr veranstalten, abe drei Themen möchte ich noch aufgreifern.barca, die Verletzung von Moe Wagner und Lindsey Vonns Rückkehr.

 

Barcas Niedergang

 

Was wurde Neu-Trainer Hansi Flick gehypt nach den ersten so fantastischen Spielen des FC Barcelona. Dem Traumstart in der Primera Division mit 10 Siegen in 11 Spielen, dem triumphalen 4:0 bei Real Madrid imneuen Bernabéu. Dem (zu) klaren 4:1 gegen seine ex Bayern München in der Champions League. Diese Eurphorie ist einer, nunja, Ernächterung gewichen, um es noch freundlich auzudrücken. Gleich drei Heimpleiten in Folge drüccken mindestens so aufs Gemüt wie die damit verlorene Tabellenführung. Jetzt wird das extrem offensive und aggressive Verteidigungskonzept in Frage gestellt, weil offenbar auuch die nicht so begabte Ggnerschaft wie Legranes und Las Palmas (von Atlético ganz zu schweigen)den Schlüssel gefunden hat. Das 1:2 zu Hause gegen Atlético, dem ersten Sieg von Diego Simeone bei Barca überhaupt, war die saure Kirsche auf dem Kuchen. Grundsätzlich eine tolle Leistung, Riesenchancen, die ein Robert Lewandwoski zu Saisonbeginn im Schlaf verwandelt hätte; und dann ein absurdes Kontertor in der Nachspielzeit, das die Niederlage besiegelte und Atletico an die Spitze hievte.
Veloren ist sicher och nichts, aber die Leichtigkeit fehlt. Viel zu kauen in der spielfreien Weihnachtszeit.

 

Der Fluch der guten Tat?

 

Was ist sie toll, die ZDF-Dokumentation über die Wagner-Brüder im Basketball: Moritz und Franz zogen aus Berlin, um  die NBA und Basketball-Welt zu erobern. Doch Glück hat sie den Hauptdarstellern nicht gebracht, sondern eine verletzungsbedingte Zwangspause. Mag die äußerst seltene Bauchmuskelverletzung von Franz in absehbarer Zeit heilbar sein (wobei dieser Zeitraum, wie das Beispiel des Orlando-Vereinskollegen Paulo Banchero zeigt, noch gut einen Monat oder sogar mehr dauern kann, bedeutet der Kreuzbandriss von Moritz das Saison-Ende und wahrscheinlich auch das Aus für die EM im Sommer 2025. Besonders ärgerlich, weil die beiden bis dato jeweils die beste Saison in der NBA spielten. Während Franz seinen Mega-Vertrag für die kommenden Jahren sicher hat, kann sich Moritz jetzt nicht für einen ähnlich gut dotierten Kontrakt (na ja) empfehlen. Noch ärgerlicher ist für ihn und das Team, dass er seinen Orlando Magic mit seiner Energie und seinem Siegeswillen sehr fehlen wird. Ob und wie lange sie das kompensieren können (zumal erst mal eben auch ohne Banchero und Franz), bleibt abzuwarten.
Es gibt ja diesen Fluch der guten Tag. Titelhelden bei EA Sports durften den Kreuzbandriss oder andere schwere Verletzungen fast schon als gesichert abhaken. Wer aufs Cover der 11 Freude kam, den ereilte auch fast sicher eine veletzung oder ein veritables Formtief wie es gerade Eintracht Frankfurt durchlebt

Sie hat es getan, tatsächlich

 

Lindey Vonns  großen Ankündigung folgte das ansprechende Debüt. Nach 5 Jahren Pause und im Alter von 40 und mit künstlichem Kniegelenk  begab sich die ehemalige Speed-Queen in St. Moritz wieder als offizielle Starterin auf eine Piste. Sie belegte im Super-G den famosen 14. Platz, gerade mal 1,18 Sekunden hinter der Siegerin Cornelia Hütter. In zwei Teil-Sektoren kam sie bereits unter die besten Fünf.
Vielleicht ein bisschen verstummt sind ob dieser außergewöhnlichen Leistung die vehementen Kritiker des Comebacks wie Markus Wasmeier („Das ist Verarschung“), Franz Klammer („Vollschuss“) und der Schweizer Garde um Pirmin Zurbriggen („zu gefährlich“. Vonn wies die Vorwürfe schonvorher zurück (Sind die alle schlauer als die besten Ärzte der Welt, die Grünes Licht gegeben hätten?).
Natürlich weiß Lindsey Vonn um das Risiko ihres Tuns, das aber jeder Skifahrer auf sich nimmt, zumal in den schnellen Disziplinen. Und natürlich ist aucn Vonn vor Stürzen nicht gefeit. Aber  die Amerikanerin beteuert, schmerzfrei zu sein, die Prothese behindere sie auch nicht.
Die Fahrt von Vonn (der 2. Super-G fiel dem Wind zum Opfer), dass sie nichts velernt hat. Ihr großes Ziel hat sie klar formuliert. Olympia 2026, wo die alpinen Wettberbe auf der Tofana stattfinden, einer Strecke, die ihr auf den Leib geschneidert ist und zu ihren Lieblingen (neben Lake Louise) gehört, wo sie unzähliche Triumpfe feiete. Ich wünsche ihr von Herzen, dass sie gesund bleibt, dann ist sie auf jeden Fall eine Bereicherung für die alpiinen Frauen.