von Münchner Löwe | Nov. 19, 2023 | NBA
Blick über den Teich, NBA
12 bis 14 Spiele haben die Clubs jetzt in der regular season absolviert. Grund genug für eine erst Zwischenbilanz.
Eastern Conference
Die Celtics haben den besten Saisonstart erwischt mit nur zwei Niederlagen in 12 Spielen. Ihre einzigen Niederlagen haben sie bei den 76ers und Timberwolves bezogen, die ebenfalls sehr stark in die Spielzeit gestartet sind. Auf ihr Dreigestirn Tatum, Brown und Porzingis ist Verlass. Auch Holiday liefert. Ein klarer Play-off-Kandidat und wahrscheinlich noch mehr.
Schon vor der Saison wurden die 76er und Bucks als stärkste Konkurrenten gehandelt, die auch sehr ordentlich abliefern. Positive Überraschung sind die Pacers. Haliburton ist der Go to Guy einer ansonsten sehr ausgeglichenen Mannschaft mit 24,7 Punkten und tollen 12,5 Assists (Bestwert der Liga) pro Spiel. Auch die Magic haben einen weiteren Sprung gemacht und sind zumindest ein Play-in-Kandidat. Franz Wagner und Banchero sind die Leader, auch Moritz Wagner hat seinen Anteil, wobei der Franz überall noch Luft nach oben hat, gerade auch bei seiner Dreierquote von 30%..Aber da ist in Florida etwas am Entstehen.
Ansonsten hängt noch alles eng zusammen. Wenig Chancen sehe ich allerdings bei den Hornets, Wizards und Piston. Die Raptors müssen um einen Play-off-Spot kämpfen.Siakam trägt das Spiel, und auch Schröder liefert ordentliche Stats. Insgesamt ist es aber schon noch sehr ausbaufähig in Kanada.
Western Conference
Eng, enger, Western Conference. Die ersten 6 trennen 2 Spiele. Unbedingt zu beachten neben den üblichen Verdächtigen sind die Timberwolves und die Thunder. Gerade die Thunder angeführt mit dem weiter verbesserten Gilgeous-Alexander und Holmgren muss man erst mal schlagen. Sehr stark auch die Mavericks mit einem grandiosen Doncic, auch wenn sie gestern bei den Bucks veloren haben. Überraschend schwer tun sich die Suns und die Warriors sowie die Clippers, die noch mal den Kader gehörig durcheinandergewirbelt haben und mit Harden noch einen Topstar geholt haben. Ob das allerdings aufgeht mit anderen Stars wie Leonhard, George und Westbrook, bleibt abzuwarten. Theis wurde für die Defensive geholt, weil Plumlee erst mal ausfällt. Ziemlich grausig schaut es bei den Blazers, den Spurs und den Grizzlies aus. Auch die Jazz dürften es nicht in die Play-offs schaffen.
Und was macht Wenbanyama?
Angesichts der unfassbaren Erwartungen, spielt er „normal“. Das Problem ist das ansonsten weiter ziemlich furchtbare Team der Spurs, die zuletzt 8 Spiele in Folge verloren haben. Das außergewöhnliche Können des Franzosen blitzt immer wieder auf, aber „außerirdisch“ wie angekündigt ist das noch nicht, war auch nicht wirklich zu erwarten. Die Umstellung zur NBA ist halt gewaltig, gerade mit dem engen Schedule von 3 bis 4 Spielen pro Woche. Aber 19,3 Punkte, 9,3 Rebounds und vor allem 2,6 Blocks (gestern 8 (!) gegen die Grizzlies) sind mehr als ordentlich. Und er hat in Popovich den idealen Trainer, der ihn langsam aufbaut mit den nötigen Pausen. Sein erstes Jahr kann er ohne großen Erfolgsdruck absolvieren, dabei viel lernen und sich an die Liga-Hetzjagd gewöhnen.
In-Season-Tournament
Das Turnier während der regular season, das mehr Spannung verspricht. Die Spiele finden jeweils am Freitag und Dienstag statt. Die Endrunde mit den Viertelfinals am 4. und 5. Dezember, danach die Halbfinals sowie am 8. Dezember das sogenannte Championship Game, das als einzige Partie nicht für die regular season zählt. Auffällig ist das wirklich fürchterlich anzusehende Parkett-Design, das bei den Partien auferlegt wird. Ansonsten glaube ich eher nicht, dass die Spiele von den Trainern eine besondere Bedeutung erfahren. Gerne werden die Siege mitgenommen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Gespielt wird in sechs Fünfergruppen, je 3 pro Conference sowie je ein Wildcard-Team, weswegen die direkten Vergleiche sowie vor allem fürs Wildcard-Rennen auch das Korbverhältnis eine Rolle spielen dürften.
Einziges Team bisher mit drei Siegen sind die Lakers. Ungeschlagen im Osten sind mit je zwei Siegen noch die Pacers (Gruppe A), Bucks und Heat (Gruppe B) und die Celtics (Gruppe C). Im Westen sind in der Gruppe C die Wolves und Kings noch ungeschlagen. Eingreifen könnten hier aber auch noch die Warriors, wenn sie gegen die Kings gewinnen und die Timberwolfes noch eine Partie (Kings und Thunder) verlieren. Ansonsten ist das viel Rechnerei, aber letztlich auch nur eine Spielerei. Wirklich wichtig ist erst in den richtigen Play-offs.
von Münchner Löwe | Nov. 17, 2023 | NFL
Blick über den Teich, NFL
Wars dass schon für die Bengals. Nach ihrem Zwischenhoch mit vier Siegen in Folge haben sie jetzt das zweite Mal hintereinander verloren. Beim 20:34 waren sie letzt.ich chancenlos.
Damit sin ihre Chancen auf die Play-offs erheblich gesunken. Sie haben jetzt in der sehr starken AFC North schon zwei Spiele Rückstand auf die Ravens und den direkten Vergleich schon verloren. Der Divisionssieg ist praktisch unmöglich. Noch dazu müssen sie um Quarterback Joe Burrow bangen, der in Baltimore das Feld mit einer Handverletzung verlassen musste. Wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest.
Aber sogar mit Burrow in Bestform wird eine Play-off-Teilnahme sehr schwierig, denn das Restprogramm dürfte mit eines der schwersten der Liga sein. Bei jetzt 5:5 Siegen dürfen sie sich höchstens noch zwei Niederrlagen leisten, das halte ich für unmöglich. Also Play-offs ohne die Bengals? Es sieht so aus.
Die Ravens hingegen sind auf einem sehr guten Weg. Die Verteidigung stand vor allem gegen die Pässe gut. Lamar Jackson blieb bei zwei TD-Pässen ohne Interception. Fpr mich der heiße Kandidat auf den Divisionssieg, zumal die Browns ja auf ihren Quarterback Deshaun Watson verzichten müssen. Das Duell am Sonntag bei den Steelers wird wegweisend sein.
von Münchner Löwe | Nov. 13, 2023 | Allgemein, basketball, bundesliga, Fußball, NHL, Tennis
Absage mit Ansage
FIS-Präsident Johan Eliasch, der Allmächtige. Gegen viel Kritik setzte der umstrittene Schwede einen vermeintlichen Höhepunkt in den alpinen Rennkalender. Eine Abfahrt ganz nah am Matterhorn hinunter ins italienische Cervinia. Die erste Zweiländer-Abfahrt. Spektakuläre Bilder inklusive. Dass das Wetter windungeschützter Höhe gerade im November nicht mitspielt? Ebenso geschenkt, dass diese Strapaze den Fahrern die gesamte Saisonvorbereitung über den Haufen schmiss.
Es kam,. wie es kommen musste: Nach einem strahlend schönen Mittwoch mit tatsächlich fantastischen Bildern, in dem bei Kaiserwetter tatsächlich ein Trainingslauf abgehalten werden konnte, fiel der Rest der Veranstaltung dem Wetterunbill zum Opfer Vom Donnerstag bis Sonntag waren die Sporter zumindest skimäßig mehr oder weniger zum Nichtstun verurteilt. Kenner der Szenerie überraschte es keineswegs, dass es tatsächlich in 4000 Meter windete und schneite. Die Organisatoren versuchten alles – ohne Erfolg. Unverrichteter Dinge mussten die Fahrer wieder abreisen. Lässt sich Eliasch erweichen und den Irrsinn wenigstens zu dieser Jahreszeit bleiben? Höchst unwahrscheinlich, es gibt offenbar Verträge noch für drei Jahre: Es müssten halt die großen Verbände aus Österreich und vor allem den betroffenen Co-Gastgeber Schweiz und Italien ihr Veto einlegen. Damit sind die Männer immer noch ohne jeden Renneinsatz. Nächste Woche ist ein Doppelslalom in Österreich angesetzt.
Mehr Glück hatten die Frauen, die in Levi zwei absoluut reguläre Slaloms bei für finnische Verhältnisse sogar wunderbarem Wetter absolvierten. Petra Vlhova war die überragende Läuferin. Den ersten Slalom gewann sie mit anderthalb Sekunden auf die starke Deutsche Lena Dürr. Am Sonntag war sie ebenfalls klar auf Siegeskurs, und wieder hätte sie weit mehr als eine Sekunde Vorsprung gehabt, doch sie fädelte im 2. Durchgang klar in Führung liegend ein und schenkte Mikaela Shiffrin den Sieg, den 89. Weltcuperfolg der Amerikanerin. Der war es fast peinlich: Schön war, wie sie Vlhova tröstete. Die weiß jetzt trotz des Ausfalls, dass sie in der Vorbereitung alles richtig gemacht hat.
Glanzvoll gegen Europa
Die deutschen Fußball-Clubs haben eine bärenstarke Woche in den europäischen Wettbewerben hinter sich. Sechs Siege und ein Remis (Union immerhin bei der SSC Neapel) brachten sie aufs Konto. Und alle Clubs außer den Eisernen haben beste Chancen, jeweils in ihrem Wettbewerb zu überwintern. Erstaunen musste der zweite Sieg des BVB gegen ein zurzeit allerdings ziemlich schwächelndes Newcastle United. In gut zwei Wochen folgt das Schlüsselspiel bei Milan. FCB und RB Leipzig sind schon sicher durch genau wie Freiburg und Leverkusen, die in ihren Europa-League-Gruppen jetzt den Gruppensieg anpeilen, und Eintracht Frankfurt in der Conference League.
Derzeit sind die deutschen Clubs auf Platz 2 der Jahreswertung. Das würde, wenn ich das recht sehe, einen fünften Startplatz in der kommenden Champions-League-Saison bedeuten.
Bundesliga rockt
Wieder ein Haufen Tore. Vorn Bayer und Bayern praktisch im Gleichschritt. Beide ungeschlagen nach dem 11. Spieltag, Bayer mit einem Remis (Startrekord eingestellt), Bayern mit 2 Remis. Dahinter der erstaunliche VfB, wo Guirassy wieder zurück ist und gleich den entscheidenden Elfer gegen den BVB verwandelte. Der hingegen bot eine grausame Leistung, die mit dem Ergebnis von 1:2 nicht ansatzweise dokumentiert wird. Da ist jetzt hübsches Feuer unterm Dach.
Und unten? Sind Mainz und Augsburg nach ihren Trainerwechseln weiter ungeschlagen. Ein Bild des Jammers bietet der 1. FC Union, das bei Bayer die 9. Bundesliga-Niederlage in Folge kassierte und eine desaströse Leistung zeigte. Trotz des Absturzes auf Platz 18 halten Vereinsführung und Fans weiter an Trainer Urs Fischer fest, doch genau wie bei Köln und Baumgart stellt sich die Frage, ob das gutgehen kann. Bis zur Winterpause sind es immerhin noch 6 Spiele und durch die anstehende Pause wegen Länderspielen hätte ein etwaiger Nachfolger wenigstens ein bisschen Zeit. Während beim FC klar die Qualität fehlt, zeigte Union ja oft gute Ansätze. Allerdings haben die späten Neuzugänge Gosens, Volland und Bonucci bis dato wenig bis nichts gebracht, außer vielleicht den Kader durcheinander
Ein Turniersieg – und was bringt er?
Die deutschen Eishockey-Männer haben das Heimturnier in Landshut gewonnen, trotz der Niederlage gestern gegen die Slowakei, weil man den Dreiervergleich mit den Slowaken und Dänen mit dem besten Torverhältnis für sich entschied. Welche Relevanz das hat, muss man anhand der vielen Absenzen und nicht wirklich hochklassigen Gegner abwarten.
Ein Erfolg war offenbar die Einbindung der Frauen. Deutschland will ja 2027 sowohl die Frauen- als auch die Männer-WM austragen, allerdings nicht zeitgleich, sondern unmittelbar aufeinanderfolgend. Das in Deutschland praktisch nicht existente Frauen-Eishockey würde auf jeden Fall profitieren. Allerdings wäre es mE noch wichtiger, den himmelhohen Abstand aller Nationen zu USA und Kanada zu verkleinern. Das geht allerdings nur mit Hilfe der USA und Kanada.
Spannung im Basketball
Sehr schön läuft die BBL an, allerdings ist die reguläre Saison vor den Play-offs eher ein Muster ohne Wert. Die Bayern tun sich eher schwer, dürften aber trotzdem am Ende sicher die Play-offs erreichen. Trotz des personellen Umbruchs überzeugen die Titelverteidiger aus Ulm. Chemnitz und Vechta mit jeweils nur einer Niederlage nach 7 Spielen für mich sehr erstaunlich. Trotzdem bleibe ich erst mal mehr oder weniger außen vor, es gibt einfach zu viel anderen Sport.
Dominierende Handballer
Beim Super Globe im arabischen Damman gab es ein deutsches Finale: Nach Verlängerung setzte sich der SC Magdeburg gegen die Füchse Berlin mit 34:32 durch. Im Halbfinale hatten sie sich gegen Barcelona respektive Kielce durchgesetzt. Ein schönes Lebenszeichen vor der Heim-EM im Januar, wenngleich es auf beiden Seiten gerade die Legionäre waren, die den Unterschied ausmachten. Die Füchse und Magdeburg sind auch die klaren Favoriten für die deutsche Meisterschaft. Gerade die Kieler haben den Abgang der Weltstars Landin und Sagosan nicht kompensieren können und schon reichlich Federn lassen.
Pechvogelin der Woche (idiotisches Wort, also Pechvogel)
Ein großes Ziel hatte Megan Rapinoe noch in ihrer großartigen Fußball-Karriere: die amerikanische Meisterschaft. Doch im US-Finale, ihrem letzten Spiel, verletzte sie sich bereits nach 3 Minuten und zog sich offenbar einen Achillessehnenriss zu. Ihr Club OL Reign unterlag dem Gotham (ernsthaft?!) FC mit 1:2. Ich hoffe, die streitbare und charismatische Amerikanerin wird dem Fußball in einer bedeutenden Funktion erhalten bleiben. Starke Gegenstimmen zum allmächtigen FIFA-Präsidenten und seiner willfährigen FIFA-Bande wären extrem notwendig.
Go Kanada Go
Die Tennisspielerinnen haben den Billie-Jean-King-Cup für sich entschieden. Im Halbfinale gewannen Leila Fernandez und die aufstrebende Marina Stakusic im Halbfinale gegen Tschechien und im Finale gegen Italien. Allerdings war die Besetzung eine Woche nach dem WTA-Finale allenfalls zweitklassig, ein schöner Erfolg ist es trotzdem, und wenn dann Bianca Andreescu auch noch gesund ist …
Das wird die Woche, die wird
Um EM-Tickets
Nicht zu fassen, es stehen schon wieder Fußball-Länderspiele an, die Ligen pausiereniert also. Es werden die letzten EM-Tickets über die Gruppenphase ermittelt. Dort müssen vor allem Holland, Kroatien und Italien noch punkten. Albanien steht tatsächlich vor der Quali.
In Südamerika gibt es zwei weitere Quali-Spieltage für die WM 2026. Argentinien bisher makellos, der Rest inklusive Brasilien ist noch eng beisammen. Auch in Asien und Afrika ist WM-Qualifikation.
Die Deutschen testen in Belin gegen die Türkei und in Wien gegen Österreich.
NHL goes Europe
Am Samstag und Sonntag gastiert die NHL in Stockholm. Die Minnesota Wild spielen dabei gegen die Ottawa Senators und Toronto Maple Leafs.
Nächster Versuch am Matterhorn
Diesmal sind die Frauen dran. Es sind zwei Abfahrten geplant, allerdings von einem etwas niedriger gelegenen Start als bei den Männern. Das Wetter soll besser werden, ob es reicht für reguläre und ungefährliche Rennen, muss man sehen.
Letztes großes Tennis-Turnier
Das ATP-Finale in Turin unter anderem mit Sascha Zverev. Der hat gerade in 3 Sätzen gegen Alcaraz gewonnen. Der Djoker und Sinner sind gestern mit Siegen gegen Tsitsipas und Rune gestartet.
Und sonst? Champions of Champions im Snooker in Bolton, Darts World of Champions in Wolverhampton. Ligen in den Mannschaftssportarten auch international, und auch der Wintersport beginnt so langsam.
von Münchner Löwe | Nov. 10, 2023 | NHL
Blick über den Teich
Unglaublicher Rekord, NBA
Die Timerwolves sind glänzend in die Saison gesartet. Das liegt auch an einem schier unglaublichen Rekord, an dem Mike Conley zurzeit arbeitet. Insgesamt hat sich der Guard bisher in der Saison genau einen Tornover (den gleich im ersten Spiel in der 1. Minute) geleistet, und das als Spielmacher bei 28,7 Minuten pro Spiel. Immerhin gelingen ihm 4,3 Assists und 10,7 Punkte pro Spiel, sicher nicht überragend, aber immerhin.
NHL
Gut einen Monat oder fast 15 Spiele ist die Saison jetzt lang. Zeit für eine erste Bilanz.
Western Conference
Titelverteidiger Knights sind grandios gestartet und haben in den ersten zwölf Partien bei 11 Siegen nur eine Overtime-Niederlage hinnehmen müssen. Zuletzt aber zwei Pleiten. Sehr gut erneut die Canucks und die Kings. Die Kings mit 7 Auswärtssiegen in 7 Spielen, aber nur einem Heimsieg (3 OT-Niederlagen).
Die negative Überraschung bisher sind die Oilers, die einfach nicht in Fahrt kommen. In 13 Spielen haben sie nur 2 Siege gefeiert, zuletzt viermal verloren. Schlechtestes Team der Liga zusammen mit den Sharks. Play-offs immerhin schon 8 Punkte entfernt. Die Tormaschine stockt. Draisaitl mit 15 Punkten noch der beste, aber auch bei ihm flutscht es nicht so, wie in der vergangenen Saison.
Eastern Conference
Die Bruins sind das beste Team der Conference vor den Rangers. Von Plattz 3 bis 16 nur 6 Punkte. Die RedWings, Schlachtopfer der vergangenen Spielzeiten, spielen munter mit. Moritz Seider mit schon 10 Assists (und einem Tor). Und auch Tim Stützle von den Senators scort fleißig (3 Tore, 12 Assists).
Und die kanadischen Teams?
Seit 1993 wartet Kanada aAm besten gestartet sind die uf den Stanley Cup. Okay, ob zB die Oilers den Flames den Titel gönnen, ist zu bezweifeln. Am besten gestartet sind die Canucks, ein klarer Play-off-Kandidat. Der Rest steckt im Mittelfeld muss sich strecken, um die K.o.-Runde zu erreichen. Wie so viele warte ich auf eine Trendwende bei den Oilers, aber das wird schon jetzt nicht so einfach.
von Münchner Löwe | Nov. 2, 2023 | Tennis
Sinners Aufgabe mit Ansage
Jannik Sinner kam voller Selbstvertrauen zum letzten Masters-Turnier der Saison nach Paris. In einem grandiosen Finale hatte er am Sonntag in Wien Daniil Medwedew bezwungen. Doch ein Blick auf den Spielplan von Mittwoch ließ schon Böses erahnen. Insgesamt 6 Partien, davon 2 in einer gesonderten Abendveanstaltung, hatten die Pariser Veranstalter angesetzt. Dass es spät werden würde, war also ziemlich klar, und es bestand die Mötlichkeit, dass es sehr spät werden würde.
Und es wurde sehr spät, weil zuvor zwei der fünf vorher angesetzten Spiele mehr als drei Stunden dauerten und die sogenannte Day-Session erst kurz vor 10 beendet war. Dann musste die Zuschauer die Halle verlassen für diejenigen, die die Abend-Session gebucht hatten. Die 5. Partie zwischen Holger Rune und Dominic Thiem begann erst um 22.30 Uhr und war gegen Mitternacht beendet. Erst danach trat Sinner gegen McDonald an. Zu diesem Zeitpunkt übrigens stand schon fest, dass der Sieger der Partie am Donnerstag so gegen 17 Uhr antreten werde. Kurz vor halb 3 hatte Sinner in drei Sätzen nach etwas mehr als zwei Stunden gewonnen, doch schon da ließ er anklingen, dass sein Start zum Achtelfinale gegen Alex de Minaur noch nicht gesichert sei.
Und es kam, wie es kommen musste. Heute gegen Mittag gaben die Turnierveranstalter den Rückzug von Sinner bekannt. Er wolle mit den Kräften haushalten im Hinblick auf das ATP-Finale in Turin, also seiner italienischen Heimat, und den folgenden Davis Cup. Denn nach so einem Match kommt der Körper nicht sofort zur Ruhe, an Schlaf ist wahrscheinlich frühestens zwei Stunden nach dem Matchball zu denken, das waren also dann knapp 12 Stunden vor der nächsten angesetzten Partie.
Sehenden Auges haben die Veranstalter einen der derzeit heißesten Spieler der Tour aus dem Turnier geworfen. Die späten Startzeiten sind schon länger ein Thema. Im vergangenen Jahr war auch Sascha Zverev ein Leidtragender, der nach einem sehr späten Halbfinale in Barcelona völlig übermüdet gegen Carlos Alcaraz im Endspiel ohne Chance war. Und in Paris war am Montagabend die Partie zwischen Dominic Thiem und Stan wWawrinka auch erst weit nach 2 Uhr nachts beendet. Die Spieler meckern schon lange, doch die egomanischen und geldgierigen Veranstalter setzen sich hinweg und machen, was sie wollen. Das ist menschenverachtend, und dient auch der Sache nicht. Weder den Zuschauern, die ganz spät in der Nacht nicht wissen, wie sie heimkommen, noch den Zuschauern, die dann eine entweder völlig einseitige oder eben gar keine Partie wegen Müdigkeit oder eben der Absage sehen.
Was wäre also eine Lösung? Das Problem liegt schon mal darin, dass ein Hallenturnier oft über höchstens zwei Plätze verfügt Wenn ein Turnier wie das in Paris nur eine Woche lang dauert, aber 56 Teilnehmer hat, dann müssen insgesamt 55 Einzelspiele und auch noch 15 Doppel innerhalb von sieben Tagen absolviert werden. Ein Spieler, der erst am Mittwoch ins Turniergeschehen eingreift, muss bis zum Endspiel an jedem Tag antreten. Es gibt keine Ausweichmöglichkeiten. Wobei es vielleicht für einen Spieler sogar besser wäre nach einer einigermaßen ausgeschlafenen Nacht zwei Spiele an einem Tag zu bestreiten, was im Freien wegen Regenunterbrechungen ja immer wieder passiert. Aber 6 Spiele an einem Tag auf einem Court mit Spielbeginn 11 Uhr (warum eigentlich nicht wenigstens 10 Uhr?) anzusetzen, ist einfach nur Wahnsinn. Es müsste eine Regel von ATP oder auch WTA geben, die verbietet, dass Spiele nach 23 Uhr erst beginnen. Und vielleicht lässt sich ein Hallenturnier mit 56 Teilnehmern eben nicht innerhalb von nur einer Woche stemmen. Klar, je mehr Teilnehmer, desto mehr Profis bekommen was vom reichhaltigen Preisgeld ab, aber es gibt eben Grenzen.
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