Das war die Woche, die war

Was für eine Sportwoche: Achtelfinal-Rückspiele der europäischen-Fußball-Wettbewerbe, Nationale Fußball-Wettbewerbe auf der Zielgeraden. Oly-Quali im Handball. Wintersport-Abschluss der Biathleten und technischen Skifahrer. Raw Air in Norwegen. Die sog. fünften Grand Slams/Majors in Tennis und Golf. Abschluss der 6 Nations, und Pokal-Fußball. Ich versuche, mich kurzzufassen. Und der Blick über den Teich, der diesem Blog den Namen gab, bleibt in dieserm Beitrag außen vor, wird aber spätestens morgen nachgeholt.

Drei Deutsche noch im Rennen

Die Achtelfinals in den internationalen Fußball-Wettbewerben sind gespielt. Insgesamt 24 Viertelfinalisten dürfen sich also noch mehr oder weniger große Hoffnungen auf einen Titel machen

– Champions League: Wer sich das übriggebliebene Teilnehmerfeld ansieht, wird wenig überrascht sein. Auch ohne große Expertise wäre man vor der Saison auf mindestens 6 der 8 Clubs gekommen. So war das Achtelfinale mäßig spannend. 7 Gruppensieger haben sich durchgesetzt und dazu PSG. Okay, Arsenal brauchte gegen Porto ein Elferschießen, und auch Atlético gegen Inter und mit Absrtichen BVB vs Einhoven hätte auch andersrum ausgehen können, aber insgesamt waren es doch klare Angelegenheiten. Vor dem größten Upset stand RB Leipzig, das für mich in den 180 Minuten gegen Real insgesamt die bessere Mannschaft war, aber zum einen muss man halt die Chancen nutzen, und zum anderen in Bernabeu nicht nur etwas besser, sondern viel besser sein. Warum zB Vini jr für seine Würgattacke gegen Orban nicht mit Rot bedacht wurde auch nach VAR, ist für mich unerklärlich. Dazu das aberkannte Tor der Leipziger aus dem Hinspiel und ein brillanter Real-Schlussmann. Ich will nicht in den Chor derjenigen einsteigen, die die deutschen Clubs systematisch benachteiligt sehen wie ihn Matthias Sammer anstimmte, aber dass Real auch bei den Schiris einen Extra-Bonus genießt, ist für mich evident.

– Europa League: Während Bayer Leverkusen (nicht mehr ganz so) souverän durch die Bundesliga cruist, brachte die Werkself gegen Quarabach Agdam einen Gewaltakt, um das vorzeitige Aus zu vermeiden. Nach dem 2:2 im Hinspiel lag sie schon 0:2 zurück, und gegen 10 Mann nach einer doch recht zweifelhaften Roten Karte schaffte Patrik Schick in der Nachspielzeit erst den Ausgleich und sogar noch den Siegestreffer, der die Verlängerung ersparte. Ein Desaster erlebte der SC Freiburg bei West Ham United beim auch in der Höhe völlig verdienten 0:5. Das Viertelfinal-Los führt diese beiden Clugs zusammen. Namhaft noch dabei sind der FC Liverpool, die Roma und Milan (direkt gegeneinander) sowie Benfica. Aber alle 8 Teams machen Laune.

– Conference League: Ohne deutsche Beteiligung. Es sieht sehr nach Aston Villa oder der Fiorentina aus

– Jahreswertung: Aufgewertet, weil die besten beiden Länder einen zuätzlichen CL-Platz bekommen. Italien führt vor den praktisch gleichaufen Deutschen und Engländern. Spanien schon recht weit zurück und keine Vertreter mehr in EL und CnfL, wo man vermeintlich einfacher punkten kann. Ob ein zusätzlicher Platz gerade der Bundesliga gut tut, wage ich eher zu bezweifeln. Zum einen, weil jeder dafür qualifizierte Club einen immensen finanziellen Vorteil genießt. Zum anderen speziell in dieser Saison, wo der Kampf um Platz 4 fast der einzige Spannungsmoment ist.

Aufreger in Wolfsburg

Allein diese Überschrift zeigt, dass die Bundesliga mich gerade nicht so vom Hocker reißt, denn der VfL könnte mir normal kaum gleichgültiger sein.. Größter Respekt natürlich für Bayer Leverkusen, das nach 25 Spieltagen sagenhafte 21 gewonnen hat. Was aber regte mich in Wolfsburg auf? Ich muss es leider sagen, das Schiri-Gespann mit einer extrem folgenschweren Entscheidung. Kurz vor der Pause brachte Patrick Wimmer beim Stand von 1:0 einen Augsburger zu regelwidrig zu Fall. So weit, so normal. Dann trat SR Timo Gauch auf den Plan und zeigte dem Ösi Rot wg Notbremse. Okay, seine Wahrmehmung, aber er hatte die zwei abwehrbereiten Wolfsburger offenbar übersehen. Also der VAR, doch zur Überraschung aller kein Eingreifen, der Himmel weiß warum, zumal im Kölner Keller mit Felix Brych ein sehr erfahrener Pfeifenmann saß. War er schon beim Kaffeetrinken? Es blieb also bei Rot, und das Drama nahm seinen Lauf. Aus dem Freistoß fiel durch einen abgefälschten Ball der Ausgleich, und im zweiten Durchgang gegen einen sich langsam auflösenden VfL kamen die Augsburger noch zu Sieg. Am nächsten Tag zog der VfL die Reißleine und feuerte Trainer Niko Kovac. Ergebniskrise. Kein Spekulatius meinerseits, ob das Ergebnis auch ohne den Ausschluss gleich gewesen wäre. Angesichts des Niedergangs des VfL (11 Spiele ohne Sieg) und Annäherung an die Abstiegsplätze sicher ein logischer Schritt, der gerne auch schon früher hätte stattfinden können. Jetzt soll es Ralph Hasenhüttl, ehemals Ingolstadt und RB Leipzig sowie FC Southampton, richten.

Ach Gladbach

Die Bundeslga-Saison verläuft ja alles andere als prickelnd. Doch im regnerischen Saarbrücken setzte es die bitterste Saisonpleite. Im nachgeholten Pokal-Viertelfinale verloren die Fohlen beim Drittligisten nach 1:0-Führung in der Nachspielzeit mit 1:2. Vorbei damit die Riesenchance aufs Finale in Berlin, denn im Halbfinale wäre der 1. FC Kaiserslautern auf dem gar nicht mehr so gefürchteten Betzenberg der Gegner gewesen. So scheint der Pokal bereit für Bayer Leverkusen, dem einzig verbliebenen Bundesligisten, der jetzt ein Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf bestreitet. Was soll da eigentlich schiefgehen?

In England musste Jürgen Klopp in seiner Abschiedssaison den ersten von 4 möglichen Titeln abschreiben. In einer spektakulären Partie verloren die Reds mit 3:4 bei Manchester United nach Verlägnerung , wobei die Redsmit abenteuerlichen Abwehrschnitzern und vergebenen Chancen zu hauf einen gehörigen Anteil hatten.

Nach Paris gezittert

Die deutschen Handballer haben es geschafft und das Frankreich-Ticket gelöst. Nach einem klaren Sieg gegen Algerien und einer ernüchternden Niederlage gegen Kroatien kam es in Hannover zum „Endspiel“ gegen Österreich. Am Ende setzte sich die Truppe von Alfred Gislason mit 31:28 durch. Toll war es nicht, und in dieser Form dürfte bei Olympia wenig zu holen sein. Aber egal: Gislason darf als Trainer bleiben (bis zur Heim-WM 2027 und außerdem: neues Turnier, neues Glück, weil jetzt die brutale Anspannung weggefallen sein müsste.

Odermatt? Gestürzt? Ich fasse es nicht!

Teil 1 des Saisonfinals der Alpinen in Saalbach-Hinterglemm  Gefragt waren die Techiker, jeweils mit Slalom und Riesenslalom. Und während Mikaela Shiffrin auch den zweiten Slalom nach ihrer Verletzungspause souverän gewann, kam es im Riesenslalom der Männer zu einer Ungeheuerlichkeit. Der nach dem 1. Durchgang führende Marco Odermatt fiel aus. Tatsächlich. Seine Serie von zuvor 12 RS-Siegen in Folge, davon alle neune in dieser Saison ist beendet, Ingemar Stenmarks Marke von 15 bleibt bestehen. Shiffrin aber feierte ihren 97. Weltcup-Erfolg, davon 60 im Slalom. Nächste Saison dürfte also die 100er-Marke fallen. Die Schweizer hatten trotzdem viel Grund zur Freude. Luc Meillard sprang im RS für Odermatt ein, und Lara Gut-Behrami sicherte sich die Kugel im Riesenslalom vor der am Sonntag bauf brillante Art siegreiche Federica Brignone. Der Norweger Timon Haugan schaffte im Slalom seinen ersten Weltcupsieg.

Die Deutschen? Linus Straßer wurde Dritter und im Slalom-Weltcup hinter Manuel Feller ebenso Zweiter wie Lena Dürr hinter Shiffrin. Ein kleines Zahlenspiel: Shiffrin, die beste Slalom-Fahrerin aller Zeiten hatte im 2. Durchgang ohne erkennbaren Fehler mehr als 2 Sekunden Rückstand als die Laufbeste. So viel zur Frage, ob die Piste bis zur Startnummer 30 gehalten hat …

Schon am Montag kündigte Lucas Braaten sein Comeback an. Der Norweger setzte diese Saison aus wg Streitigkeiten mit seinem Verband. Künftig wird der Sohn einer Brasilianerin für Brasilien starten. Dem Skizirkus kann dieser charismatische Typ nur gut tun.

Dolls Abschied

Bei frühlingshaften Temperaturen im sonst doch so kalten Canmore nahmen die Biathleten ihren Saison-Abschied. Lisa Vitozzi sicherte sich noch den Gesamtweltcup trotz einer eher desaströsen Leistung im abschließenden Massenstart. Aber Ingrid Tandrevold, nach ihrer eher gruseligen WM nach der Form suchend, punktete als Achte nicht genug, um die Italienerin noch abzufangen. Janina Hettich-Walz sorgte aus deutscher Sicht als Zweite für einen versöhnlichen Abschluss. Benedikt Doll beendete seine erfolgreiche Karriere. Und auch das ZDF-Duo Wolfgang Hamm und vor allem Experte Herbert Fritzenwenger, seit Jahrzehnten ein kenntnisreicher und unterhaltsamer Begleiter und nicht wegzudenken, nahmen ihren Abschied. Macht es gut.

Norwegischer Weltrekord

Am Sonntag ging auch die Raw Air, die norwegische Skisprungserie für Frauen und Männer, mit dem Skifliegen in Vikersund zu Ende. Nach Schlechtwetter am Samstag flog Silje Opseth auf 230,5 Meter und stellte einen Frauen-Weltrekord auf. Obwohl sie in den beiden Durchgängen insgesamt 19,5 Meter weiter sprang als Eirin Maria Quandal, ging der Sieg an ihre norwegische Landsfrau. Diese war im 1. Durchgang 3 Luken unter Opseth in die Anlaufspur gegangen. In dieser Form hat das für mich wenig Sinn. Die Jury wollte offenbar jedes Risiko vermeiden und hielt die Absprunggeschwindigkeit mit Absicht niedrig. Aber Frauen und Skifliegen befindet sich noch in der Lernphase, für Jury und Springerinnen gleichermaßen.
Bei den Männern gewann Stefan Kraft die Air-Tour und musste sich am Sonntag auch nur seinem Landsmann Daniel Huber geschlagen, der in ingesamt 4 (!) Durchgaängen eine unglaubliche Konstanz zeigte.

Alcaraz meldet sich zurück

Nach seinem Wimbledonsieg im H´Juli lief es für den Spanier nicht mehr rund. Verletzungen und überraschende Niederlagen prägten die Zeit. In Indian Wells aber zeigte er sich von seiner besten Seite und brillante Schlage. So ließ er im Viertelfinale Sascha Zverev trotz Bienenalarms keine Chance. Im Halbfinale steckte er gegen den in diesem Jahr noch ungeschlagenen Jannik Sinner ein 1:6 im ersten Satz weg und gewann die spektakuläre Partie. Und im Finale gegen Daniil Medwedew siegte er letztlich überlegen mit 7:6, 6:1. Novak Djokovic verlor bereits sein Auftaktmat´ch gegen einen italienischen Qualifikanten.

Bei den Frauen gewann Iga Piatek das Finale gegen die Griechin Maria Sakkari, die nach einem bisher gruseligen Jahr reichlich überraschend so weit gekommen ist und im Halbfinae Coco Gauff bezwang. Angie Kerber zeigte ihr bestes Turnier nach ihrer Babypause und gewann unter anderem gegen Jelena Ostapenko und Swetlana Kudermertova. Sie ist immer noch oder wieder klar die zurzeit beste Deutsche Tennisspielerin.

Scottie Sheffler ein Schlag vorn.

Die Players International sind eines meiner Lieblingsturniere und für mich auch wichtiger als etwa das Major PGA Championships. Das liegt unter anderem am spektakulären Inselgrün auf der 17. Bahn, wo viele Siegeshoffnungen im Wasser versunken sind. Es war extrem spannend, und am Ende hatte Scottie Sheffler mit gerade mal einem Schlag die Nase vor einem US-Trio. Früher als die anderen Drei konnte er nur zuschauen, ob er noch ein- oder gar überholt werden würde, doch sowohl der deutschstämmige Xander SchauffeleBrian Harman und Wyndham Clark scheiterten an Loch 18 mit ihren Birdie-Versuchen. Clarks Putt lippte dabei aus – ein weiteres Golfdrama.

Irland siegt, Italien beeindruckt

Mit dem irischen Sieg einen Tag vorm st. Patricks Day endeten am Samstag die 6 Nations im Rugby der besten europäischen Teams. Entgegen der allgemeinen Erwartungen mussten sie in der 4. Woche eine Niederlage gegen England hinnehmen. Die Überraschung schlechthin waren die Italiener. 2 Siege, 1 Remis und nur 2 Niederlagen lautete die Bilanz, ihre beste in diesem Turnier. Am Ende Rang 5 und das auch nur wg der seltsamen Rugby-Arithmetik mit Bonuspunkten für 4+ Trials und knappen Niederlagen. Aber die Frage, ob die Azzurri es verdient haben teilzunehmen, hat sich erst mal erübrigt. Als Deutscher kann ich da nur neidisch in Richtung Süd schauen. In der zweitklassigen European Championships gab es eine desaströse 0:45-Niederlage, was am Ende den 6. Platz bedeutete.

Und sonst?

– verloren die Eisbären ihren Play-off-Auftakt mit 1:7 gegen die Adler Mannheim, die sich erst in den Pre-Play-offs gegen die Nürnberg Ice Tigers durchgesetzt hatten. Einen Auswärtssieg schaffte auch Red Bull München in Wolfsburg
-gewannen Klaebo und Jessie Diggins die letzten Langlaufwettbewerbe in Falun und holten auch jeweils den Weltcup.

Wochenvorschau folgt

 

 

 

Was vom Tage übrigblieb

Vertane Chance, deprimierende Saison

Das letzte Pokalviertelfinale konnte tatsächlich gespielt werden. konnte tatsächlich gespielt werden im Saarbrücker Ludwigspark trotz des vielen Regens. der herunterfiel, aber eben nicht am Tag vor der Partie des 1. FC Saarbrücken und Borussia Mönchengladbach.. Während der Partie: Dauerregen und Gladbacher Fohlen, die damit und dem immer schlechter werdenden Geläuf überhaupt nicht zurechtkamen. So siegten die Saarbrücker letztlich verdient gegen einen maßlos enttäuschenden Kontrahendten, der jetzt vor den Scherben einer deprimierenden Saison steht.

Aber was für eine Chance war das im Pokal. Viertelfinale bei einem Drittligisten un d bei einem Sieg wäre der 1. FC Kaiserslautern auf em gar nicht mehr so uneinnehmbaren Betzenberg auch eine machbare Hürde gewesen. Das Pokalv´finale wäre ein dickes Trostpflaster gewesen – perdu. Gut in Saarbrücken haben zuvor auch die Bayern und Eintracht Frankfurt verloren, aberje weiter dieser Wettbewerb fortschreitet, desto mehr konzentrieren sich die Clubs, die Fahrt nach Berlin wird ja immer konkreter.

Was bleibt, ist tiefer Frust. Der einzige Trost ist, dass mit Köln, darmstadt und Mainz dieses Jahr drei Teams so unterirdisch mies punkten, dass wenigstens der Abstieg kein Thema mehr ist. Jetzt haben die Spieler neun Partien Zeit, sich zu präsentieren. Die Gladbacher verantwortlichen werden sich aber auch ernsthaft fragen müsen, ob sie mit Trainer Gerard Seoane wirklich ds große Los gezogen haben. Seine Hilflosigkeit gestern gab dazu wenig Gründe.

Und Saarbrücken: Schwebt weiter auf der Pokalwolke, die ja auch extrem einträglich ist. Gute 3.3 Millionen Euro sind sicher, und im Halbfinale wartet mit Kaiserslautern auch ein machbarer Gegner. Das andere Halbfinale bestreiten Bayer Leverkusen und Fortuna Düsseldorf – in der BayArena. Wer wetten will …

Geteiltes Saisonfinale der Alpinen

Erst heute ist mir ein Irrtum meinerseits bewusst geworden. Das Saisonfinale der alpinen Skifahrer wird dieses Jahr an zwei Wochenenden ausgetragen und nicht wie bisher von Mittwoch bis Sonntag. Das bedeutet im Klartext, dass amSamstag und Sonntag, jeweils die Riesenslaloms und Slaloms stattfinden und nachste Woche am Freitag die Super-Gs und am Samstag die Frauenabfahrt und am Sonntag die Männer-Abfahrt. Der Teamwettbewerb wurde gestrichen. Den Vorteil dieser Änderung erkenne ich nicht – im Gegenteil. Es war ja der Charme dieser Veranstaltung, dass in geballter Form sich an viert Tagen en sute die jeweils besten 25 (+ einige mit anderer Qualifikation wie 500 Punkte, Europacupgewinner, Juniorenweltmeister) Läuferinnen und Läufer in den einzelnen Disziplinen maßen und dazwischen der doch immer wieder unterhaltsame Teamwettbewerb ausgetragen wurde. Da stürzte sich schon ein Abfahrer in den Stangenwald und umgekehrt. Jetzt die strikte Trennung Speed und Technik. Für die reinen Techniker ist die Saison spätestens am Sonntag beendet, während die reinen Speedfahrer dann zwei Wochen zum Nichtstun verurteilt sind und für sie eben die Saison noch eine Woche später endet. Und richtig peinlich, weil so evident geldgierig ist die Idee, Frauen und Männer die Abfahrten an gesonderten Tagen bestreiten zu lassen, bei einem Starterfeld von jeweils etwa 30 FahrerInnen.

Verrücktes NBA-Spiel

In LA empfingen die Clippers die Minnesota Timberwolves, und am Ende gewannen die Gäste klar und eindeutig. 118:100. Und was ist daran verrückt? Na ja, der Spielverlauf: Die Clippers führten nämlich schon mit 22 Punkten vorsprung, ehe sie in der 2. Halbzeit völlig einbrachen und insgesamt nur 37 Punkte zusammenkratzten. Zeitweise lagen sie gar mit 22 Punkten vorn – ein Swing von 44 Punkten.

Und sonst
– Der fC Arsenal im Elfmeterschießen gegen Porto und der FC Barcelona mit einem 3:1 gegen Napoli haben das Viertelfinale der Champions League erreicht. Arsenal war überlegen, aber Porto hatte durchaus auch seine Chancen. Die Londoner zum ersten Mal seit 2006 unter den besten Acht.
– Zverev weiter, Kerber raus. Im Duell der Mamas und Freundinnen verlor Kerber klar gegen Caroline Wozniacki. Sascha Zverev brauchte drei Sätze gegen den in dieser Saison so starken Australier Alex de Minaur. Jetzt trifft er auf Carlos Alcaraz, auch nicht ganz einfach …

Das wird die Woche, die wird

Folgt der BVB den Bayern?

Champions League, Achtelfinal-Rückspiele, Teil II. Die Bayern haben sich ja letztlich souverän gegen Lazio durchgesetzt und stehen im Viertelfinale. Dieses peilt auch der BVB an, das am Mittwoch die PÜSV Eindhovewn empfängt. Das Hinspiel endete 1:1, gute Karten also, auch wenn die Auswärtstorregel abgeschafft wurde.
Bereits am Dienstag muss der FC Arsenal eiin 0:1 gegen den FC Porto aufholen und Barca ein 2:1 gegen die SSC Neapel verteidigen. Das Achtelfinale komplettiert am Mittwoch die Partie Atlético gegen Inter (0:1).

In der Europa League stehen alle acht am Donnerstag jeweils alle acht Achtelfinals in der Europa League und Conference League an. Bayer rettete im Hinspiel nach 0:2 noch ein 2:1 gegen Quarabach Agdam aus Aserbaidschan. Der SC Freiburg fährt mit einem 1:0-Hinspielerfolg im Rücken zu West Ham ins Londoner Olympiastadion.
Es gibt also reichlich Punkte für die Nationenwertung, in der Deutsdchland immer noch Platz 2 inne hat, der einen 5. Cl-Platz für die kommende Saison garantieren würde.

Letzter Spieltag in der Bundesliga vor der Pause für Länderspiele: Die Bayern können bei Aufsteiger Darmstadt wieder vorlegen und viel fürs Torverhältnis tun. Leverkusen ist am Sonntag in Freiburg gefordert. Wer hat dabei die Europa League vom Donnerstag besser verkraftet.

Saisonfinale der Alpinen

In Saalbach-Hinterglemm ist im Saisonfinale noch mal ein volles Programm zumindest geplant, also alle Disziplinen und ein Mixed-Wettbewerb. Die meisten Entscheidungen um die Kristallkugeln sind schon gefallen. Marco Odermatt hat denGesamtweltcup und den Riesenslalom bereits sicher. Hier kämpft er am Samstag noch um die weiße Weste, also den 10. Sieg im 10. Rennen. Im Super-G führt er klar vor Vincent Kriechmayr und in der Abfahrt kann ihm nur Cyprien Sarrazin die Kugel streitig machen.Im Slalom holt Manuel Feller wenigstens eine Kugel nach Österreich.
Auch bei den Frauen kommt die große Abräumerin aus der Schweiz. Lara Gut-Behrami ist in de Gesamtwertung nur noch theoretisch von Federica Brignone und Mikaela Shiffrin einzuholen, und auch nur dann, wenn diese alle Wettbewerbe überhaupt fahren.In der Abfahrt führt sie mit 68 Punkten vor Stefanie Vernier aus Österreich, im Super-G mit 69 vor Conni Hütter (auch aus Österreich), Noch deutlicher ist sie im RS vorn, nämllich mit 85 Punkte auf Brignone (es genügt also auf jeden Fall Platz 15. Auch hier ist der Slallom die Ausnahme.Mikaela Shiffrin hat ihren achten Disziplinkugel sicher. Lena Dürr wird, wenn sie punktet, also mindestens Platz 15 belegt, die verletzte Petra Vlhova noch vom 2. Platz verdrängen.

Tennis-Duell der Mamas.

In Indian Wells, dem ersten Masters-Turnier rückt die Entscheidung näher. Bei den Frauen trifft Angie Kerber auf Caro Wozniacki. Ein Duell der Mamas und noch dazu bester Freundinnen. Da kann man schon ein bisschen nostalgisch werden. Hervorheben möchte ich die Partie der ehemaligen US-Open-Siegerin Emma Raducanu und AO-Triumphatorin Aryna Sabalenka.Bei Frauen und Männern sind die ganz großen Überraschungen ausgeblieben. Sascha Zverev trifft seinerseits im Achtelfinale auf den in dieser Saison bisher so starken Australier Alex de Minaur, der gerade das Turnier in Acapulco gewonnen hat und in Rotterdam davor erst im Finale von Jannik Sinner bezwungen wurde.

Und sonst
– noch mal eine Portion Wintersport mit Skifliegen in Vikersund, gleichzeitig Ende der norwegischen  Raw-Air-Serie – und zwar bei Frauen und Männern. Schon ab Mittwoch springen sie in Trondheim. Biathlon-Finale in Canmore/Kanada, der Olympia-Anlage von 1988. Langlauf in Drammen morgen (Sprint) und Saisonfinale in Falun am Wochenende.
– DEL: Abschluss der Pre-Play-offs mit den Spielen 2 morgen zwischen Nürbngbert´g und Mannheim (0:1) und Köln – Ingolstadt (1:0) Mögliches Spiel 3 am Freitag und bereits am Samstag beginnen die Viertelfnals (best of 7) mit Straubing – Schwenningen und Wolfsburg – München. Am Sonntag greifen dann Bremerhaven und Berlin gegen die Pre-Play-off-Sieger ein.
– Basketball national und international mit wenigen Chancen für die Bayern und keinen Chancen mehr für Alba auf die Play-Ins
-Die deutschen Handballer spielen in Hannover bei einem Vierer-Turnier gegen Kroatien, Österreich und Algerien um einen der zwei Olympia-Startplätze.
– im Snooker eine Championssship League mit acht qualifizierten Spielern, unter anderem Neal Robertson, Mark Selby und John Higgins.
– im Dart Premierr League in Nottingham. Nach 5 Abenden führt Michael van Gerwen, der schon 3 Turniersiege verbucht.

 

Das war die Woche, die war

Unaufhaltsam Richtung Meisterschaft

Auch wenn die Bayern ihre Form offenbar wiedergefunden  haben (ist das 8:1 gegen Mainz allerdings ein Maßstab?), Bayer Leverkusen lässt sich nicht beirren und nahm auch die Hürde VfL Wolfsburg beim ungefährdeten 2:0 souverän. Spektakulär ist es nicht, was Bayer da grade spielt, aber halt sehr erfolgreich.

Großen Spaß macht weiter der VfB: Die Schwaben spielen einfach tollen Fußball, und es drängen sich einige Spieler für die Nationalmannschaft auf – allen voran Denis Undav und Waldemar Anton, aber auch Chris Führich und Mittelstädt. Bin gespannt, wie das der Bundestrainer zu lösen gedenkt.

Unten im Keller bleibt es beim Schneckenrennen zwischen Köln, Mainz und Darmstadt. Ein Team von denen kommt in die Relegation: Und egal wer in der 2. Liga Dritter wird, etwa der HSV?, ist mit Sicherheit nicht chancenlos. St. Pauli kann schon für die 1. Liga planen, und alles spricht auch dafür, dass Holstein Kiel als erstes Team aus Schleswig Holstein ins Oberhaus kommt.

Letzte Zuckungen im (Kunst)schnee

Es ist Mitte März, und ganz langsam neigt sich die Wintersportsaison dem Ende entgegen. Mein Highlight war die fulminante Rückkehr von Mikaela Shiffrin. Nach sechs Wochen Pause bestritt sie in Are wieder einen Slalom und gewann ihn mit standesgemäßen 1,24 Sekunden Vorsprung auf die Zweite Ljutic und Michelle Gisin.Lena Dürr verfehlte das Stockerl um eine Hundertstelsekunde, Emma Aicher wurde glänzende Siebte.
Zum Nichtstun verurteilt waren mal wieder die Männer. Riesenslalom und Slalom in Kransjska Gora fielen einem Wärmeeinbruch samt Dauerregen zum Opfer. Somit hat Linus Straßer in der Slalomwertung auch seine theoretischen Chancen auf die kleine Kristallkugel verloren. Die holt sich völlig vedient der Österreicher Manuel Feller.

Vorbild Raw Air

Was ist das für ein,  Rumgeeiere, ob und wie sich die 4-Schanzentournee auch den Frauen öffnet, was wirklich an der Zeit wäre. Das noerwegische Gegenstück ist die Raw Air in Norwegen mit drei Stationen unter anderem am Holmenkollen und das Skifliegen in Vikersund. Die Frauen sind voll dabei. Die gleichen Wettbewerbe, und auch von der Flugschanze dürfen sie sich wagen. Und sie erhalten für ihre Darbietungen das gleiche Preisgeld. beschämend, dass das vor allem die Österreicher nicht hinbekommen, obwohl ihre Frauen nicht minder erfolgreich sind als die Männer. Das Besondere an der Raw Air: Hier fließen auch die Qualifikationssprünge in die Gesamtwertung ein. Bei den Frauen führt die Norwegerin Eirin Maria Kvandal vor Katharina Schmid und Eva Pinkelnig, bei den Männer Stefan Kraft vor Ryoyo Kobayashi und Jan Hörl.

Vorentscheidung für Magdeburg?

Am Sonntag trafen in der Handball-Bundesliga der Zweite SC Magdeburg und der Erste Füchse Berlin aufeinander. Am Ende hatten die Magdeburger die Nase vorn und gehen jetzt als Tabellenführer und Favorit in die letzten Spieltage. Hier gibt es ja keine Play-offs, anders als etwa im Basketball und Eishockey. Ich plane mal ein pro und contra Play-offs, was ja auch für die Fußballer immer wieder als Thema aufploppt.
In der Champions League der Männer haben der THW Kiel und Magdeburg direkt das Viertelfinale erreicht.

Angie rockt Indian Wells

Nach ihrer Babypause und dem doch zurückhaltenden Comeback in Australien kommt die Tennisspielerin immer besser in Fahrt. In Indian Wells erreichte sie als ungesetzte Spielerin das Achtelfinale und eliminierte dabei die weit höher  eingestuften Jelena Ostapenko und Veronika Kudemertova. Jetzt kommt es zum Duell der befreundeten Mamas gegen Caroline Wozniacki, die wie die Kerberin polnische Wurzeln hat. Bei den Männern ist Sascha Zverev noch im Wettbewerb. Jan-Lennard Struff musste sich erwartungsgemäß Jannik Sinner geschlagen geben.

Apropos Tennis: Die von Verletzungspech so gebeutelte Sabine Lisicki hatte endlich mal eine gute Nachricht parat. Sie erwartet ein Kind. Offenbar war das nicht geplant, aber die Freude ist groß. Ich wünsche alles Gute für eine Tennisspielerin, die ohne ihre vermaledeiten Verletzungen bestimmt viel mehr erreicht hätte als „nur“ ein Wimbledonfinale.

Und sonst?

– Wer die Premier League und Pool vs City vermisst, den verweise ich auf den vorigen Beitrag. Grandioses Spiel
– die Biathleten traten in Soldier Hollow an. Die ARD übertrug Freitag und Samstag zur Primetime. Für Sportfans eine feine Sache, aber schon sehr bedenklich für ein angebliches Vollprogramm. Aus deutscher Sicht herausragend war die Frauenstaffel mit dem zweiten Platz hinter Norwegen – und das mit den ganz jungen Hüfperinnen Selina Grotian und Julia Kink, die kurzfristig als Schlussläuferin einspringen musste und ihre Sache glänzend machte.
– Zwei Langlaufklassiker am Holmenkollen über 50 Kilometer. Die Frauen dürfen diese Strecke jetzt auch in Angriff nehmen. Katharina Hennig belegte hinter den Schwedinnen Frida Karlsson und Ebba Anderson den 3. Platz. Bi den Männern gab es einen norwegischen Fünffacherfolg. Ein gar nicht so kleiner Wermutstropfen für die Puristen: Die Wettbewerbe fanden im Massenstart und nicht im Intervallstart statt.
– bei den Kombinierern war Jarl-Magnus Riiber einmal mehr eine Klasse für sich und siegte zweimal jeweils vor dem Österreicher Johannes Lamparter.
– Ein erst 19-jähriger Amerikaner setzt im Eisschnelllauf neue Maßstäbe. Nach seinen drei Titeln bei der Einzelstrecken-WM in Calgary sicherte er sich am Wochenende in Inzell den Vierkampf – mit neuem Weltrekord. Die Eislaufnation Holland hielt sich bei den Frauen mit einem Dreifacherfolg schadlos.

Die Wochenvorschau folgt

Was für ein Fußballspiel – eine Hommage

Die Erwartungen an das Premier-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Manchester City waren schon enorm. Meisterschaftsduell und noch dazu vielleicht die letzte Begegnung der die Fußballwelt im vergangenen Jahrzehnt extrem prägenden Trainern Jürgen Klopp und Pep Guardiola.

Und was passierte? Ein fanrtastisches Fußballerlebnis mit allem, was dazugehört. Gänsehautstimmung, elektrisierende Spannung von der ersten bis zur letzten Minute. Grandiose Einzelleistungen, Aussetzer, wunderbare Verteidigungen. Bestes Anschauungsmaterial, um irgendjemanden zu erklären, warum ihr dem Fußball frönt. Und dann als Thrill, wie es sich zuz einem guten Drehbuch halt gehört, am Ende eine mehr als strittige Entscheidung. Elfer oder nicht für Pool. Der Schiri sagte nein nach Konsultation des VAR.  Für mich war der Tritt des City-Verteidigers strafstoßwürdig, aber der Schiri wollte diese rassige Partie halt aktiv nicht entscheiden: Und noch eine Pointe.Ansonsten zeigte Mr. Oliver eine vorzügliche Leistung Wenn Pool und City sich streiten, freut sich der Dritte, nämlich der FC Arsenal, der jetzt die Tabellenführung innehat knapp vor Liverpool und ManCity.Es geht weiter mit viel Spannung: in drei Wochen trifft City auf Arsenal.

Natürlich gab es auch Helden: tragische wie Liverpools Stürmer Luis Diaz, der ein unglaubliches Pensum absolvierte, aber im Abschluss eher unglücklich agierte. Oder City-Torwart Ederson, der nicht nur den Elfmeter zum Ausgleich nicht nur durch eine überflüssige Aktion verursachte, sondern sich dabei auch noch verletzte und ausgewechselt werden musste. Sein Vertreter Stefan Ortega, aus der Bundesliga wohlbekannt, machte seine Sache hervorragend. Er und noch mehr der fantastische Verteidiger Kyle Walker, an dem ja die Bayern vor der Saison so baggerten, retteten letztlich das Remis. Die packenden Duelle Diaz vs Walker waren allein das Zuschauen wert.

Letztlich kann Jürgen Klopp trotz des Ärgers über den verweigerten Elfmeter („Was hat der denn im Kaffeee gehabt?“)mit dem Punkt zufrieden sein. Unglaublich, welche Spieler er bei der Verletztenflut der Reds (u. a. fehlten Alisson, Trent Alexander Arnold, Diogo Jota, Konaté und Thiago) aus der eigenen Jugend ausgegraben hat. Ein Quansah, ein Eliot, ein Bradley spielten fast fehlerfrei, dabei mutig und abgeklärt. Guardiola dagegen zeigte durch eine grandiose Variante, dass man Eckbälle sehr wohl trainieren kann. Nicht nur die flache Hereingabe von Kevin de Bruyneauf John Stones überraschte die Pool-Abwehr, entscheidend war das perfekte Freiblocken von Ake, der die Verteidger neutralisierte.

Was bleibt, sind durchweg positive Erinnerungen an ein fantastisches Fußballspiel. Und auch ein bisschen Wehmut, dass Klopp erst mal dem Fußball Lebewohl sagt. Apropos: Ich hätte absolut nichts dagegen, wenn er auch aus den zig Werbespots verschwinden würde; was zuviel ist ist zuviel.

Die Fans mit ihrem infernalischem Lärm, aber Gott sei Dank aktionsabhängig und nicht nur monotones Singen, hatten erheblichen Anteil daran, dass dieses Spiel zum Spektakel wurde. Und Anfield zeigte, dass „Youll never walk alone“ hier zu Hause ist und nur hier und vielleicht noch im Glasgower Celtic Park. Immer wieder tatsächlich Gänsehaut, sogar an einem PC.

Gut eine Stunde danach der deutsche Kontrapunkt. Bayer Leverkusen gegen VW, äh, VfL Wolfsburg. Nur eine Mannschaft, angreifen will. Aber wenig inspiriert trotz aller Klasse schienen die Leverkusener mir. Dienst nach Alonso-Vorschrift. Schön, dieses Ballkreiseln, aber wenig Zug zum Tor. Eines fiel dann doch nach einer wunderbaren Kombination. In der 2. Halbzeit dasselbe Bild, vielleicht mit noch weniger Tordrang. Und der VfL? Eine makaber schlechte Leistung. Okay, gut verteidigt, aber was Eigenes, gar was  Produktives? Bestenfalls Ansätzchen, aber nie zwingend. Der DAZN-Reporter brachte es auf den Punkt: Der VfL spielt, als würde er noch auf ein Rückspiel hoffen. Man akzeptierte also die knappe Niederlage, und erst der fulminante Direktschuss von Florian Wirtz brachte wenigstens noch ein bisschen Leben in die eingeschlafene Partie.