Nagelsmann bleibt beim DFB

Nachdem Experten wie Didi Hamann und die Bild sich „ganz sicher“ waren und „viele Anzeichen“ sahen, dass Julian Nagelsmann der neue Trainer beim FC Bayern wird, kam Gott sei Dank jetzt schon die Klarstellung. Nagelsmann bleibt Coach beim DFB, der Vertrag wird bis 2026 verlängert. Soweit kommuniziert ohne Ausstiegsklausel oder ein vorzeitiges Kündigungsrecht des DFB im Falle eines frühen Ausscheidens bei der Heim-EM.

Für mich ist das die einzig logische Entscheidung. Nagelsmann ist ja erst seit September Bundestrainer. Und nach einem nur dreiviertel Jahr freiwillig wieder zu gehen, wäre arg früh. Vor allem, weil die Entwicklung des Teams noch nicht abgeschlossen ist. Vor allem die Jungen Florian Wirtz und Jamal Musiala kommen erst noch ins beste Fußballer-Alter, können ihre ohnehin schon fast einzigartige Klasse weiter ausbauen. Und auch sonst gibt es gerade Talente zu Hauf gepaart mit einigen Etablierten. Beim DFB kennt er jetzt alle Abläufe, er hat nach dem tollen Spielen in Frankreich und gegen Holland ein großartiges Standing.

Und die Alternative? In Deutschland wäre das wohl nur der FC Bayern gewesen und ganz vielleicht auch Borussia Dortmund. Bleiben wir bei Bayern: Das wäre für beide Seiten ein extremes Wagnis. Zum einen ist es schon mal schiefgelaufen, und auch wenn die damaligen Hauptakteure des Rauswurfs Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic nicht mehr dabei sind: Niemand kann mir erzählen, dass die Granden Hoeneß und Rummenigge nicht ihren Segen zu diesem Schritt gegeben haben.

Viel entscheidender ist jedoch, dass die Bayern laut eigener Aussage einen Umbruch starten wollen, mit offenbar radikalen Änderungen im Kader. Da wäre es schon extrem hilfreich, den künftigen Trainer bei der Kaderplanung mit einzubeziehen. Doch Nagelsmann hat dieser Tage hoffentlich den Kopf voll mit der EM-Vorbereitung, und spätestens nach Saisonschluss gibt es für ihn sowieso kein anderes Thema. Und wie man sich verzetteln kann, wenn zu viele Themen auf einen einprasseln, durften wir ja bei der WM bewundern, wo es so viele Nebenkriegsschauplätze gab, die je nach dem, wen man fragt, mindestens eine Rolle wenn nicht gar der vielleicht entscheidende Grund am Vorrundenaus war, so hehr die Gedanken auch waren.
Es wird ohnehin mehr als genug auf Nagelsmann einprasseln, da kann er Fragen zum neuen Verein absolut nicht brauchen und ergäben nur eine zweite Angriffsfläche. Außerdem endet die EM erst Mitte Juli, also lange nach Beginn der Vorbereitung der Clubs. Und ein normaler Mensch braucht nach dieser enormen vor allem auch psychischen Anspannung mindestens zwei Wochen komülett fußballfreien Urlaub.
Sollte die EM dagegen schieflaufen, käme Nagelsmann schon angezählt zu den Bayern.

Natürlich wäre auch das Verhältnis Nagelsmann/Medien/DFB belastet, wenn es ein frühes EM-Aus gibt und der Fußball nicht den Erwartungen entspricht. Aber dann können sich die Verantwortlichen in Ruhe zusammensetzen und analysieren, was schiefgelaufen ist. Und ich finde es auch komplett richtig, dass es jetzt kein wie auch immer formuliertes WM-Ziel gibt als Voraussetzung für eine Weiterbeschäftigung. Das haben die Handballer ja gerade praktiziert, als sie mit Gislason verlängert haben, diese Verlängerung aber hinfällig gewesen wäre, wenn die Olympia-Qualifikation nicht geschafft worden wäre. Das hat allen Beteiligten nicht gut getan und noch zusätzlichen Druck aufgebaut, der auch spürbar war.

Nagelsmanns jetzige Entscheidung ist auch gut für die Bayern, die Nagelsmann wie Alonso und Rangnick (kleines Fragmichzeichen) als Trainer-Kandidat streichen müssen. Einfach wird die Suche allerdings nicht. Mir würde die Variante Zidane/Ribéry am besten gefallen. Die Sprache sollte nicht das große Problem sein. Die Frage ist natürlich, ob Zizou das überhaupt in Betracht zieht und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Juve ist für ihn natürlich eher der Herzensverein. Ansonsten wünsche ich den Verantwortlichen viel Glück bei der Suche. Wird schwer genug.

Deutsches Wembley reloaded?

Lange war es eher Spielerei, vielleicht sogar Spinnerei. Aber jetzt ist ein deutsch-deutsches Champions-League-Finale nicht mehr unwahrscheinlich. Wie 2013. Wieder in Wembley. Und wieder Bayern gegen Dortmund. Hier ein kleiner Überblick über die Viertelfinals und danach ein Ausblick auf die Halbfinals

Bayern – Arsenal 1:0 (Hinspiel 2:2)
Es war schon ziemlich beeindruckend, wie abgeklärt die Münchner die Hürde Arsenal genommen haben. Ohne unnötiges Risiko, dafür mit sehr starken Außen rechts wie links. Der für die Londoner offenbar ziemlich überraschende Kniff von Trainer Thomas Tuchel mit Mazraoui und Guerreiro auf der linken Seite ist voll aufgegangen. Und rechts zeigte Joshua Kimmich vielleicht seine beste Saisonleistung und sein brachialer Kopfball brachte dann auch die Entscheidung.
Die Londoner enttäuschten mich auf der ganzen Linie, als wollten sie unbedingt ihren Ruf bestätigen, dass sie auf dem Festland nur halb so gut spielen. Sie hatten letztlich keine echte Torchance, ein Kai Havertz hing völlig in der Luft. Und es gab kein Aufbäumen. Es war insgesamt bei nasskaltem Wetter kein Fußballfest, aber ein hochverdienter Sieg der Münchner.

Manchester City – Real Madrid i. E. 2:4 (3:3)
Es war kein Fußballspektakel wie im Hinspiel, aber jederzeit hochklassig mit insgesamt großartigen Verteidigern. Da passt es irgendwie dazu, dass ein verteidiger, der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger, den entscheidenden Elfmeter für Real verwandelte. Die Madrilenen beschränkten sich darauf, ihr Tor sauber zu halten, erst recht nach ihrer ziemlich überraschenden Führung. Das gelang insgesamt vorzüglich; ganz ausschalten kann man eine Surm-Maschine wie City natürlich nicht. 34:8 lautete letztlich das Torschussverhältnis, aber Reals ukrainischer Torwart Luninbrauchte keine wirklichen Heldentaten, um weitere Gegentreffer zu verhindern.
Der zuletzt so kritisierte Erling Haaland spielte nur etwas besser als im HInspiel, er wurde vor der Verlängerung gegen Alvarez ausgewechselt. Im Elferschießen fehlte also ein sicherer Schütze, aber als solcher galt Bernardo Silva auch, bevor er in jämmerlicher Art und Weise scheiterte. Also darf mal wieder Real jubeln.

Dorussia Dortmund – Atlético Madrid 4:2 (1:2)
Mit einem spektakulären 4:2 haben sich die Borussen für die Runde der besten 4 qualifiziert, wer hätte das vor der Saison gernsthaft geglaubt auch angesichts der Todesgruppe“ mit PSG, AC Mailand und Newcastle United. Die Partie war ein Auf und Ab. 2:0-Führung der Dortmunder durch Brand und Maatsen, schneller Ausgleic h von Atlético nach der Pause und ein fulminanter Endspurt der Borussen, der durch Tore von Nilas Füllkrug per unnachahmlichen Kopfball und dem wieder überragenden Marcel Sabitzer belohnt wurde. Am Ende war dannn auch die wirklich tolle Stimmung zu hören, die ich vorher bei Dauergesängen arg vermisst habe

FC Barcelona – PSG 1:4 (2:1)
Die entscheidende Szene geschah bereits nach 28 Minuten, als Barcas Verteidiger Araujo nach Notbremse die Rote Karte sah. Bis dahin hatte der FCB die Partie beherrscht und lag mit 1:0 in Führung. Die Pariser sahen ihre Chance und drehten die Partie. Demélé traf noch vor der Pause zum Ausgleich, nach dem Wechsel trafen Vitinha und zweimal Mbappé gegen ein sich auflösendes Barca. Es bleibt müßig zu spekulieren, was ohne den Platzverweis geschehen wäre, und es hat ja auch schon Vereine gegeben, die mit einer Unterzahl umgehen konnten. Für Trainer Xavi wirds ein trauriger Abschied nach der Saison wohl ohne Titel. Am Samstag steht der Clasico gegen Real an, die letzte Chance im Meisterschaftskampf

Ausblick aufs Halbfinale
Die Partien und Termine stehen bereits fest.
30.4./08.5.: Bayern – Real
01.5./07.5.: BVB – PSG

Ich kann bei beiden Partien keinen echten Favoritn erkennen. Vielleicht ist es der kleine entscheidende Nachteil für Bayern und Dortmund, dass sie zu Hause das erste Spiel haben. Gerade Real kann in einem Rückspiel im Bernabeu schon ein nettes Feuerwerk entfachen. Und der BVB  hat sicher davon profitiert, die entscheidenden Minuten im Dortmunder Hexenkessel und nicht in dem von Atlético bestreiten zu dürfen. Andererseits kann man auswärts auch ein eher ungünstiges Ergebnis drehen wie Real in Manchester und vor allem PSG in Barcelona. Wobei hier anzumerken ist, dass Barca sich im Olympiastadion (das Nou Camp wird umgebaut) nicht wirklich heimisch fühlt.

Es kann also alles passieren: Jedes Team kann den Henkelpott gewinnen, aber auch im Halbfinale ausscheiden. Ein rein deutsches Finale ist genauso möglich wie eines ohne deutsche Beteiligung.

Eines aber zeichnet sich auf jeden Fall ab durch das englische Doppel-Aus. Deutschland wird ziemlich wahrscheinlich den zweiten Platz der Nationenwertung hinter Italien belegen, weshalb auch der 5. Platz in der Bundesliga für die Champions League startbechtigt wäre. Dortmund kann die Bundesliga also etwas entspannter angehen. Übrigens: Gewinnt der BVB die CL und wird Fünfter, würde dann auch der 6. Platz der Bundesliga reichen. ME dem Guten einiges zu viel, so sehr ich den Geldsegen dem betreffenden Verein gönnen würde.

Und noch ein Letztes: Durch das Aus von Arsenal steht jetzt schon fest, das RB Salzburg nächstes Jahr an der hochdotierten Club-WM teilnehmen darf.

Sechs Spiele umd 4 Play-off-Plätze

Blick über den Teich, NBA

Die regular season ist vollbracht, jetzt leben erst mal die Play-Ins. Für mich ist das eine zweischneidige Sache. Mein Gerechtigkeitssinn sagt. Wer es nach 82 Partien nicht geschafft hat, unter die ersten Acht zu kommen, hat die Play-offs nicht verdient. Und das mit der Spannung ist es auch so eine Sache. Was wäre das im Westen ein Thrill gewesen, wenn Platz 9 und 10 jetzt nicht dieses Hintertürchen hätten. Das sage ich als Kings-Anhänger, also jemand, der jetzt profitiert. Im Osten war es letztlich genau umgekehrt. Da war allein das Rennen um Platz 6 am Ende noch interessant. Die ersten Acht standen praktisch nach Hälfte der Saison fest.

Aber wenn schon Play-Ins, dann hätte ich lieber Best-of-Three-Serien gesehen, jeweils gegen 10, und 8 gegen 9. Grundsätzlich, Serien ihren besonderen Reiz haben.

Aber da auf mich niemand hört, spielt die NBA die Plätze 7 und 8 nach bewährtem Schema aus. Erster Tag. 7. gegen 8. – der Sieger spielt dann gegen den 2. in der dersten Play-off-Runde. 9. gegen 10, der Verlierer ist draußen. Zweiter Tag: Verlierer 7/8 gegen Sieger 9/10.

Heute geht es also los mit dem Westen.

01:30: New Orleans Pelicans – LA Lakers
Genau diese Partie hat es am Sonntag beim Saisonabschluss gegeben, und von Anfang an gab es kaum Zweifel daran, dass die Lakers gewinnen würden und den Sieg auch mehr wollten, der sie ja erst auf Platz 8 hielt. Echte Rückschlüsse auf das Spiel heute Nacht kann ich daraus allerdings nicht ableiten, zumal in den Spielen davor die Pelicans bei den Kings und Warriors gewonnen haben. Und doch glaube ich, dass die Lakers mit ihren Superstars (und Olympia-Nominierten)  in eine einzige Partie mehr legen können als die Pelicans. Und sich das potenzielle Zusatzspiel mehr ersparen wollen. Deshalb sehe ich leichte Vorteile bei den Lakers.

04.30: Sacramento Kings -Golden State Warriors
Ich bin immer noch reichlich bedient, wie die Kings zumindest den 8. Platz am Ende praktisch weggeworfen haben mit den Heimniederlagen gegen die Pelicans und vor allem die Phoenix Suns, als sie kurz vor Schluss noch mit 6 Punkten führten. Malik Monk fehlt als belebendes Element von der Bank extrem. Nicht ohne Grund gilt er  als Favorit für den besten 6. Mann der Liga. Die Warriors haben ihrerseits eine für ihre Verhältnisse schwache Saison hinter sich, aber kein Team hat mehr Play-off-Erfahrung. Curry, Thompson und Green warren schon beim ersten NBA-Triumph 2017 dabei. Allerdings sind sie ziemlich abhängig davon,  wie die Dreier von Klay Thompson und Steph Curry fallen. Vielleicht aus Aberglaube tippe ich auf die Warriors

Eastern Conference
Mi., 01:00: Philadelphia 76ers – Miami Heat
Die 76ers sind nur in den Play-Ins, weil Joel Embiid verletzt war, ich glaube, diese These ist aufgrund des sehr knappen Ausgangs nicht allzu gewagt. Was nicht heißt, dass das morgen gegen die Heat ein Selbstläufer wird. Denn wenn sich jemand mit Do or Die Spielen auskennt, dann die Heat, für die die regular season offenbar nur lästige Pflichtübung ist, um in der Post Season den Schalter umzulegen. Leute wie Jimmy Butler blühen erst dann richtig auf. Hier gilt der Verlierer im Gegensatz zu dem des Westens 7 vs 8 als klarer Favorit als Gastgeber gege. den Sieger 9/10.  Leichte Vorteile 76ers wg des Heimvorteils

Mi., 03.30: Chicago Bulls – Atlanta Hawks
Seit gefühlt einer Ewigkeit steht fest, dass es diese Partie in den Play-Ins geben wird, nur wo, war nicht ganz klar. Deshalb würde ich ihre Auftritte des vergangenen Monats nicht unbedingt als Maßstab einer Form sehen. Zu was beide Teams in der Lage sind, haben sie immer wieder gezeigt. Die Hawks mit zwei Heimsiegen in Folge gegen die Denver Nuggets, die Bulls gerade am Sonntag, als sie um ein Jahr die Knicks im Garden geschlagen hätten (DeRozan verfehlte den letzten Wurf), obwohl es bei den Knicks immerhin um den 2. Platz ging. Die Bulls sind für mich konstanter und haben auch den Heimvorteil. Deshalb Bulls, aber nur, wenn Trae Young von den Hawks keinen seiner Wundertage hat.

Das wird die Woche, die wird

Tennis am Aumeisterweg

Fangen wir mit meiner Heimatstadt an. Ich bin etwa einen Kilometer von der sehr schönen Anlage direkt am Englischen Garten aufgewachsen und war sogar Mitglied des MTTC Iphitos. Und auch beim jährlichen Männer-Tennisturnier war ich schon öfter vor Ort, meist war das Wetter nicht so toll. Seit einiger Zeit wird das Turnier noch zwei Wochen früher ausgetragen in einer in dieser Zeit noch sehr unsicheren Wetterlage. Der Aprli, der nicht weiß, was er will. Die Prognose ist lausig. Höchst(!)temperaturen von 12 Grad und Regen sind vorhergesagt praktisch die ganze Woche. Nichtsdestotrotz ist das Teilnehmerfeld toll, wenn man auch noch bedenkt, dass gleichzeitig in Barcelona ein weit besser dotiertes Turnier stattfindet sowie eines in Bukarest. Dennoch haben Sascha Zverev und Titelverteidiger Holger Rune aus den Top Ten gemeldet. Außerdem namhafte Leute wie Taylor Fritz, Jan-Lennard Struff und Felix Auger-Aliasinne. Vielleicht zieht es mich doch noch hin.
– In Barcelona startet Rafa Nadal sein Comeback gegen den Italiener Cobolli. Wir dürfen sehr gespannt auf seineForm sein.

Eine grandiose Besetzung gibt es beim Frauen-Turnier in Stuttgart. Von den Top Ten ist allein die Griechin Maria Sakkari nicht am Start. Die erfolgreichen in Brasilien Fed-Cup-Mädels Tatjana Maria, Laura Siegemund und Angie Kerber sind per Wild Card dabei.

Bayerns Endspiel, Dortmunds Chance

Diese Woche sind die Rückspiele der internationalen Fußball-Wettbewerbe. Die Bayern könnten in der Champions League mit dem Erreichen der besten 4 Teams ihre Saison einigermaßen retten. Das 2:2 bei Arsenal lässt für Mittwoch alle Chancen offen. Arsenal grade in einer Schaffenskrise mit schwerem Rückschlag in der Premier League durch das 0:2 gegen Aston Villa.
Dortmund muss schon heute das 1:2 gegen Atlético aufholen. Das ist im Westfalenstadion machbar, wird aber schwer genug. Außerdem: Barca – PSG (Heute 21.00/3:2) und ManCity – Real (MI., 21.00/3:3..
In der Europa League reist der frischgebackene Meister Bayer Leverkusen mit einem 2:0 im Gepäck zu West Ham ins Londoner Olympiastadion. Dort könnte es bei einem frühen Londoner Tor durchaus spannend wären. Man frage mal die Freiburger, wie es einem dort ergehen kann.
Noch ein Wort zur Länder-Jahres-Wertung, wo ja der zweite Rang. einen weiteren CL-Platz bedeutet. Platz 1 dürfte den Italienern nicht mehr zu nehmen sein. Und sollten sich Bayern gegen Arsenal und Bayer gegen West Ham (vielleicht auch noch mit einem Sieg) durchsetzen, hätten die Deutschen schon einen ziemlichen Vorsprung auf England, zumal ja auch Liverpool nach dem Heim-0:3 gegen Atalanta ausscheiden dürfte. Schaun mer mal.

Schaffen es die Fischköppe?

Morgen beginnt die DEL-Finalserie der Fischtowm Bremerhaven gegen die Eisbären Berlin, also die Nummer 1 und 2 des Grunddurchgangs. Die Fischköppe haben noch nie eine Meisterschaft gewonnen, die Eisbären sind DEL-Rekordsieger. Prognosen wage ich nicht, aber in Bremerhaven müssen die Eisbären zumindest einmal gewinnen, und das ist schon eine Aufgabe.

Überraschung am Bodensee?

Auch im Volleyball stehen Finalserien an. Bei den Männern hat für mich völlig überraschend der VfB Friedrichshaben bei den Berlin Volleys die erste Partie gewonnen. Wird aber sehr schwer, noch zwei weitere Partien gegen den haushohen Favoriten für sich zu entscheiden.
Bei den Frauen kommt es zum Duell Palmberg Schwerin gegen MTV Stutgart. Die Schweriner haben das erste Spiel gewonnen.

In der NBA wird es ernst

Hier erst mal nur kurz. Gesonderter Teil folgt.
Ab heute Play-Ins. Im Westen empfangen die Phoenix Suns die LA Lakers sowie die Sacramento Kings die GS Warriors. Der Sieger Suns/Lakers ist in den Play-offs, der Verlierer trifft am Freitag auf den Sieger Kings/Warriors und kämpft um den letzten Spot
Im Osten empfangen morgen die Philadelphia 76ers die Miami Heat und die Chicago Bulls die Atlanta Hawks. Hier das gleiche Spiel: Der Sieger 76ers/Heat ist durch, der Verlierer trifft auf Sieger Bulls/Hawks. Werden gestimmt nette Partien.

Und sonst?
– Schließt die NHL am Donnerstag die reguläre Saison ab. Es gibt im Osten noch einen Vierkampf um den letzte Play-off-Platz zwischen den Washington Capitals, Detroit Red Wings, Pittsburgh Peguins und Philadelphia Flyers. Sehr ungleiche Spielanzahl der einzelnen Teams. So sind die Rangers schon ferig, während die Oilers noch zwei Spiele vor sich haben. Ziemlich ungerecht. Das hat die NBA mit 2 kompletten Spieltagen am Ende viel besser gelöst.
. Letzter Frühlingsklassiker: Am Sonntag steht Lüttich-Bastogne-Lüttich an das 4. der 5 Monumente des Radsports. Tadej Pogacar gilt als Favorit zusammen mit Matthew van der Poel.
– Formel 1 in China: Wer kann Max Verstappen schlagen (auf der Piste, bitte). Vielleich wieder sein eigenenr Motor?

Das war die Woche, die war

Was für eine Woche mit Sport satt und das auch noch an einem so sonnensatten Wochenende, die sich zumindest für München erst mal für einige Zeit verabschieden dürfte. Ein Überblick über die großen und kleinen Dramen ohne den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit

Scottie Sheffler souverän

Wirklich spannend wa es nicht, zumindest nicht am Ende, angesichts der Dramen, die es am letzten Tag schon gegeben hat und mit Scottie Sheffler gab es in Augusta auch noch einen logischen Sieger, der in diesem Jahr eine Klasse für sich ist. Mit 3 Schlägen Vorsprung ging er auf die letzten 9 Löcher und spielte diesen Vorsprung souverän nach Hause. Und da seine Frau mit den Wehen gnädigerweise wartete, musste er auch nicht vorzeitig abreisen, wie eres für diesen Fall angekündigt hatte.Am Ende hatte er 4 Schläge Vorsprung auf den Dänen Ludvig Aberg, der die Geschichte des Turniers schrieb. Anffang 2023 war er noch Amateur und in der Weltrangliste irgendwo auf Rang 3000. Es folgte ein kometenhafer Aufstieg, der mit der, durchaus diskutierten und diskutablen, Nominierrung für den Ryder Cup in Italien einen ersten Höhepunkt hatte. Er hat schon Turniersiege auf der europäischen Tour und PGA-tour. Das Masters war sein erstes Major-Turnier überhaupt. Von dem werden wir hoffentlich noch sehr viel schönes Golf sehen. Stephan Jäger zerlegte es ziemlich in der 2. Runde und verpasste den Cut. Insgesamt wieder ein wunderbar anzusehendes Turnier, und die einzelnen Bahnen mit all ihren Tücken sind mittlerweile mir gute Bekannte, die ich Jahr für Jahr gerne wiedersehe..

Bayer auch rechnerisch Meister

En letztlich beeindruckendes 5:0 beseitigte die letzten Zweifel, die es aber höchstens bei pathologischen Pessimisten gab. Und obwohl es alle wussten, war die Riesenfreude über den ersten Meistertitel überhaupt im ganzen Stadion greifbar. Manche konnten es kaum erwarten und stürmten schon Minuten vor Schluss das Feld, konnten aber zurückgedrängt werden. Als Florian Wirtz Sekunden vor Schluss den Fehler machte und noch ein wunderschönes Tor erzielte, gab es kein Halten mehr, und der Schiri machte das einzig Richtige und pfiff die Begegnung ab. Und da waren sie alle auch viele der Granden der 2000er-Jahre, die mehrmals den Titel so nah waren und doch immer wieder so tragisch scheiterten wie 2000 in Haching oder das dreifache Vizekusen 2002. Und auch wenn ich Reiner Calmund mit seinen of Endlos-Reden in Talkrunden oft schwer zu ertragen finde: Ihm gönne ich diesen Titel wwirklich von Herzen, denn er war schon bei Bayer, als  dieses in den 70ern ein eher tristes Dasein in der zweiten Liga fristete.
Für Bayer geht die Hatz weiter mit besten Aussichten. Am Donnerstag wird im Londoner Olympiastadion ein 2:0 gegen West Ham verteidigen in Der Europa League. Und schon ziemlich greifbar ist tatsächlich die Saison ohne jede Niederlage, auch wenn in der Bundesliga noch happige Gegner wie Dortmund und Stuttgart warten. Aber jetzt sind alle Mann an Bord

Im Tabellenkeller hat Mainz 05 dagegen dem Abstiegskampf neuen Pfeffer gegeben mit einem beeindruckendem 4:1 gegen Hoffenheim. Plötzlich sind wieder Mannschaften in Gefahr, die fast schon als gerettet galten. Die Mainzer trennt nur ein Punkt von Platz 15 (Bochum), zwei (Wolfsburg) und 3 von Union. Hier hat sich mal ein Trainerwechsel so was von gelohnt. Der Däne Bo Henriksson hat eine Art Wunderheilung vollbracht

Europäisches Spektakel

Vor allem in der Champions League, wo es am Dienstag und Mittwoch 4 faszinierende Spiel mit insgesamt 18 Toren gab. Vor allem das 3:3 zwischen Real und ManCity bot schönen Angriffsfußball. Bayern schuf sich mit dem 2:2 bei Arsenal eine gute Ausgangsbasis fürs Rückspiel, auch Dortmund hat zu Hause nach dem 1:2 gegen Atlético noch alle Chancen. In der Europa League war vor allem das 3:0 von Atalanta Bergamo beim FC Livepool aufsehenerregend. Für Pool wie auch für Arsenal könnte es eine schwarze Woche werden, denn beide verloren am Sonntag ihre Premier-League-Heimspiele gegen Crystal Palace und Aston Villa. und einen herben Rückschlag im Meisterschaftsrennen erlitten.

Tsitsipas – Tenniskönig von Monte Carlo

Der Grieche hat bisher ein lausiges Jahr hinter sich. Doch sein erster Auftritt auf Sand noch dazu bei seinem Lieblingsturnier hat ihn aufleben lassen. Er gewann gegen Sascha Zverev, er gewann gegen Katschanow und eine großartige Partie gegen den Jahres-Dominator Jannik Sinner, der allerdings am Ende am Bein gehandicapt schien. Im Finale schließlich ließ er vor einem Teil der Fürstenfamilie Casper Ruud, der sich zuvor gegen Djokovic durchgesetzt hatte, keine  Es war sein 3. Sieg in Monte Carlo. Die Sandplatzsaison kann kommen. Carlos Alcaraz dagegen, der Himmelsstürmer aus Spanien muss wegen einer Armverletzung erst mal passen.

Jubelnde Handballerinnen

Als bereits achtes Deutsches Team in einer Ballsportart sind sie bei Olympia dabei. Die Qualifikation zu Hause in Neu-Ulm geriet gegen Slowenien, Montenegro und Paraguay zum gefeierten Durchmarsch.

Blick über den Teich

Hier erst mal nur relativ kurz. In der NBA ist die reguläre Saison beendet. Es gab ja noch einige umkämpfte Plätze, wobei einige Teams das mit dem Kämpfen nicht so wirkloich ernst genommen haben. Das Wichtigste: Sieger der Western Conference sind die Oklhoma City Thunder. Platz 6 im Westen und direkt in den Play-offs sind die Phoenix Suns, die auswärts die Minnesota Timberwolfes demontierten. 7. New Orleans Pelicans, 8. LA Lakers, 9. Sacramento Kings, 10. GS Warriors. Im Osten schnappten sich die NY Knicks Platz nach einem großen Kampf gegen die Chcago Bull in de Overtime. Chicagos DeRozan warf den möglichen Sieg der Bulls an den Ring. Die Orlando Magic mit den Wagner.Brüdern wurden 5. und direkt in den Play-offs (vs Cleveland). Mehr und ein längerer Ausblick auf die Play-Ins/Play-offs in einem gesonderten Beitrag.

Ein Weltrekord auf einer Segelwiese

Im Diskuswerfen der Männer, man mag es kaum glauben. Der älteste, den es gab, vor fast 38 Jahren aufgestellt vom Potsdamer Jürgen Schult. Der Litauer Mykolas Alekna, 22-jähriger Sohn des Doppel-Olympiasiegers Virgilijus, schleuderte in Ramona/Oklahoma die 2-Kilo-Scheibe auf 74,35 Meter und damit 27 Zentimeter weiter als Schult.. Begünstigt durch perfekte Bedingungen mit einem Windkissen, auf dem der Diskus weit getragen wird. „Segelwiese“ nennen die Diskuswerfer eine solche Örtlichkeit etwas abschätzig. Und ddieses Ramona  ist ist das Paradebeispiel einer solchen Segelwiese. Eine Wurfanlage im Nirgendwo, sogar weit weg von dieser 500-Seelen Gemeinde. Aber sie hat schon ihren Ruf, um die besten Werfer der Zunft anzulocken. Gleich 11 warfen diesmal über 65 Meter.. Und bei den Frauen schaffte die Kubanerin Yaime Perez mit 73,09 Metern den weitesten Wurf seit 1989 geschafft.

Und sonst?

– Jubel in Magdeburg: Die Handballer gewannen das Final Four in Köln und sind damit Pokalsieger. Im Finale bezwangen sie MT Melsungen klar, das im Halbfinale immerhin die SG Flensburg-Handewitt eliminiert hatte. Magdeburg hatte seinerseits im Halbfinale die Füchse Berlin, auch der letzte Kontrahent im Meisterschaftskampf, bezwungen. Überschattet wurde das Final Four vom Dopingfall des Magdeburger Torwarts Nikola Portner, bei dem in einer Probe Spuren von Crystal Metzh gefunden wurden. Er wurde umgehend suspendirt. Es drohen 4 Jahre Sperre. Crystal Meth kann laut Experten die Reaktionsschnelligkeit  verbessern.
– Titel für Kanadierinnen: Im Dauer-Finale der Eishockey-WM hatten diesmal sie die Nase vorn. Ganz knapp siegten sie mit 6:5 in Overtime. Nach 5:16 Minuten fiel der Siegtreffer durch Danielle Serdachny.. Dritter wurde Finnland nach Sieg im Penaltyschißen gegen Tschechien. Die Deutschinnen schlugen sich sehr achtbar, verloren im Viertelfinale nur ganz  knapp mit 0:;1 gegen Tschechien und im Spiel um Platz 5 erst in Overtime gegen die Schweiz.