von Münchner Löwe | Sep. 18, 2024 | Fußball
Verdammter Krebs. In diesem annus horribilis (nicht nur) des Weltfußballs hat Toto Schillaci den Kampf um sein Leben am Diestagabend verloren. Nur 59 Jahre wurde der Sizilianer alt. Der italienische Fußball trauert um eine weitere Sturmlegende: In diesem Jahr sind schon Gianluca Vialli und Gigi Riva gestorben.
Salvatore Schillaci tanzte nur einen Sommer auf der ganz großen Fußball-bühne, aber wie. Die Heim-WM 1990 wurde die Seine. Als Ersatzmann rutschte er gerade noch so in den Kader, wahrhaft nicht unumstritten, weil er bei Juventus keine überragende Saison hinter sich hatte. Im ersten Spiel gegen Österreich wurde der damals 24-Jährige eingewechselt, und köpfte kurz darauf das Siegestor zum 1:0. Der Weg in die Stammelf war geebnet, und in den folgenden sechs Partien traf Totó weitere fünfmal. Zum Titel reichte es nicht wegen der dramatischen Halbfinal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Argentinien. Seine Tränen danach gingen zu Herzen, und die Italiener haben ihn nie vergessen. Die Journalisten wählten ihn trotz des verpassten Titels zum Spieler des Turniers, nicht WM-Kapitän Lothar Matthäus oder Endspiel-Siegtorschütze Andi Brehme oder gar die argentinische Legende Diego Maradona. Es sollte eigentlich Viallis WM werden, und es wurde die von Totó Schillaci.
Doch er erreichte diese grandiosen Leistungen nicht mehr. Nach enttäuschenden Jahren bei Juve und Inter zog es ihn nach Japan, wo er ein kleines Revival startete und in der (international zweitklassigen) J-League immehin 68 Tore in 100 Partien erzielte. Auch dort verehren ihn die Menschen bis heute.
In diesem einen tollen Sommer bestach Schillaci nicht nur durch seine Tore. Er lebte seinen Italienern die Leidenschaft vor und auch, dass man mit dieser Leidenschaft es von ganz unten aus den Armenvierteln von Palermo nach oben schaffen kann. Die weit aufgerissenen Augen nach jedem seiner Tore wurden geradezu ikonisch.
https://www.youtube.com/watch?v=bMLYl1kM5fs
von Münchner Löwe | Sep. 18, 2024 | Allgemein, MLB
Blick über den Teich, MLB
Gut 10 Spieltage sind es noch in der regulären Saison, die Sonntag in einer Woche endet. Die 6 Divisionssieger scheinen schon sicher, und auch der Kampf um die Wild Cards betrift mittlerweile nur noch wenige Teams.
American League
Eastern Division
Hier ist in dieser Woche die Vorentscheidung für die New York Yankees im Kampf um die Baltimore Orioles gefallen. 4 Siege liegen die Bronx Bombers nun vorn, und sie haben zrzeit auch klar die bessere Form. Zumal Aaron Judge seinen Schung wiedergefunden hat. Gestern gegen die Seattle Mariners schlug er zwei Doubles zu 4 RBIs, und nach einer Rekordpause von 15 Spielen gelang ihn auch mal wieder ein Homerun, standesgemäß ein Grand-Slam zum Sieg. Der Rest ist abgeschlagen.
Central
Die Cleveland Guardians sind weiter 5 Spiele vor den Kansas City Royals und 6,5 vor den Minnesota Twins. Noch in Reichweite befinden sich die Detroit Lions (8,0). Geradezu formstark präsentieren sich die Chicago White Sox, die immerhin 4 der vergangen 10 Spiele für sich entschieden haben. Plötzlich ist die 40-Sieges-Marke tatsächlich in Reichweite (36).
West
Die Houston Astros wurschteln sich Richtung Divisionssieg. Weiterhin liegen sie 5 Siege vor den Seattle Mariners und werden als drittbester Divisonssieger den Gang in die Wild-Card-Sopiele antreten müssen. Die Texas Rangers setzen das eine oder andere Highligtht, insgesamt ist die Saison für den Titelverteidiger ein Desaster.
Wild Card
Die Orioles dürften ihren Spot sicher haben und als bestes Wild-Card-Team Heimrecht genießen. Die beiden anderen Plätze dürften an die Teams in der CD gehen. Dort sind die Tigers nur noch 1,5 Siege hinter den Twins und zurzeit klar das beste Team (letzte 10 Spiele: 8:2). Die Royals liegen 3 Siege vor den Tigers.
National League
Eastern Division
Hier ist alles klar für die Philadelphia Phillies, die 8 Spiele vor den New York Mets und sogar 10 vor den Atlanta Braves liegen. Sie sind auch das beste Team der gesamten Liga, was Heimrecht bis einschließlich de Wold Series bedeuten würde.
Central
Noch klarere Verhältnisse: Die Milwaukee Brewers 10 Siege vor den Chicago Cubs, die auch ins Wild-Card-Rennen nicht mkehr eingreifen dürften.
West
Hier geht es noch am knappsten zu: Die LA Dodgers sind 4 Siege vor den San Diego Padres und 6,0 vor den etwas schächelnden Arizona Diamondbacks.
Wild Card
Es ist weiter ein Vierkampf um drei Plätze. Bestes Team der Aspiranten sind die San Diego Padres, die 2,5 Spiele vor den Mets liegen. Diese haben zuletzt ihren Sußerlauf ein wenig eingebremst. Die Diamondbacks und Braves schwächeln gerade etwas, die Braves müssen sich bei 2 Siegen Rückstand ernsthaft Sorgen um das Erreichen der Post Season machen.
Stats
Aaron Judge führt mit jetzt 53 Homeruns, allerdings nur 2 in den vergangenen 15 Spielen. 48-mal schlug Shohei Ohtani den Ball über den Zaun, dazu gelagen ihm 48 Steals. Das 50/50 Doppel für den Japaner liegt in Reichweite, das es noch nie in der MLB gegeben hat, dementsprechend groß ist die Aufregung mit Countown und allem Pipapo.
In diesem heißen Race geht die formidable Leistung eines Luis Arraez ein wenig unter. Erst am Montag musste er nach mehr als einem Monat wieder einen Strikeout hinnehmen. So eine lange Serie ist eine absolute Seltenheit im Baseball. ur mal zum Vergleich. Bobby de Witt, der zurzeit den beste Schlagdurchschnitt der Liga hat (0.324), verzeichnete i den vergangenen 30 Spielen 19 Strikeouts.
Kepler-Watch
Die verheißt nichts Gutes. Er ist derzeit auf der 10-Tage-Verletzungsliste und wird wegen seiner maladen Patellarsehne gerade mit Corison behandelt. Seine Rückkehr wird nächste Woche erwartet. Das wäre rechtzeitig vor den Wild-Card-Spielen (so diese die Twins erreichen). Angesicht der durchaus ansprechenden Leistungen seines Vertreters Margot im Right Field dürfte die Rückkehr zumindest als Starter in die Line Up schwierig werden. Der Vertrag läuft dieses Jahr aus, die Karten für eine profitable Verlängerung könnten bessere sein.
von Münchner Löwe | Sep. 17, 2024 | NFL
Blick über den Teich, NFL
Das war „meine“ NFL, so wie ich sie mag. Unvorhersehbar, voller Überraschungen. Erkenntnisse, die ich und Leute, die sich viel besser auskennen, gerade gesammelt habe, sind das Papier nicht wert beziehungsweise die Podcast-Zeit. Ich kann das an meinen eigenen Tipps immer ganz gut ablesen, die oft, aber nicht immer, der Mehrheit entsprechen. Am ersten Spieltag hatte ich 14 der 16 Sieger richtig vorhergesagt, am zweiten waren es nurmehr 7 von 16. Bei manchem Spiel lagen bei espnpigskin mehr als 90 Prozent der Mit-Wetter daneben. Der gemeinsame Tippfehler: Es wird von einem desaströsen Auftritt auf eine desaströses geschlossen und umgekehrt, gerade zu Saisonbeginn. Overreaction, denn auch schwächere Teams haben per se gute Footballspieler.
Zwei Konstanten allerdings scheint es weiter zu geben
1. Die Carolina Panthers sind nach wie vor unterirdisch. Nach dem 10:49-Desaster gegen die New Orleans Saints verloren sie zu Hause mit 3:26 gegen die Los Angeles Chargers. Ein Netrating (Punktverhältnis) von -60 nach 2 Spieltagen – das ist rekordverdächtig. Was für eine traurige Ansammlung, die armen Zuschauer in Charlotte ertragen müssen auch diese Saison. Ob weiterhin 70 000 in die heimische Arena pilgern wie am Sonntag, wage ich zu bezweifeln, zumal die Wege für Schlachtenbummler zu weit sind.
2. Die Kansas City Chiefs gewinnen weiter Spiele, die sie eigentlich nicht gewinnen können. Irgendwelche magischen Kräfte helfen ihnen dabei. Diesmal ein extrem ineffizienter Gegner: Die Cincinatti Bengals kamen zwar relativ leicht übers Feld, doch in der Red Zone wandelten sie ihre Überlegenheit in zu wenige Touchdowns. Dennoch hätten sie das Spiel gewinnen müssen weil sie mit zwei Punkten führten und die Chiefs in der letzten Minute einen 4. Versuch und noch 16 Yards zu gehen hatten – fast ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings nicht, wenn die Refs bei einem relativ ungenauen Zuspiel auf Pass Interference (Behinderung) entscheiden – mindestens umstritten. Das folgende Field Goal brachte die Entscheidung
Die größten Überraschungen
1. 96 Prozent hatten auf einen Erfolg der Philadelphia Eagles gegen die Atlanta Falcons getippt. Zu unterirdisch war der Auftritt Atlantas im ersten Spiel, als gar nichts zusammenlief. Und die Eagles werden zusammen mit den 49ers (später mehr) am häufigsten als NFC-Superbowl-teilnehmer gehandelt. Sie taten sich extrem schwer, führten trotzdem und kassierten in der absoluten Schlussphase doch noch den Touchdown für die Niederlage.
2. Ziemlich ähnlich verlief die Partie des Top-Favoriten (98 Prozent) Baltimore Ravens gegen die Las Vegas Raiders. Die Ravens mühten sich, verschafften sich durch individuelle Klasse und endlich gefundenes Laufspiel doch eine Führung und kassierten zunächst spät (3:56 vor Schluss) einen Touchdown zum Ausgleich und ganz zum Schluss noch ein Fieldgoal zur Niederlage.
Überragende Saints
Das 47:10 gegen die Carolina Panthers zum Auftakt hatten die Experten noch mit der katastrophalen Schwäche des Gegners begründet. am Sonntag legte das Team nach, brillierte beim 44:19 bei den Dallas Cowboys. Wobei sie es in der 2. Halbzeit nach einer 35:16-Pausen-Führung eher gemächlich angingen. Die vorher durchaus gelobte Cowboys-Abwehr erwies sich als extrem löchrig gegen Big Plays, musste in der 1. halbzeit gleich 3 Touchdowns aus mehr als 45 Yards hinnehmen – extrem selten.
Amon St. Ra Watch
Der Deutsch-Amerikaner im Dress der Detroit Lions fing 11 Pässe für 119 Yards (sein 10. 100+-Yard-Spiel in de NFL) und bestätigte seinen Ruf als einer der besten Receiver der Liga. Die, na klar, überraschende 16:20-Niederlage gegen die Tampa Bay Buccaneers konnte er allerdings nicht verhindern. Kurz vor Schluss musste er das Feld mit einer Beinprellung humpelnd verlassen. Offenbar nichts Ernstes, er wird am Sonntag gegen die Cardinals wieder dabei sein.
Und sonst?
- Kyler Murray spielte beim klaren 41:10 seiner Arizona Cardinals gegen die LA Rams, noch so eine Überraschung, das perfekte Spiel. Er schaffte ein Quarterback-Rating von 158,3 – mehr geht in diesem Ranking, das mehrere Faktoren umgasst(Pässe, weite Pässe, vollendete Pässe, Touchdown-Pässe, Interceptions und sonstige Ballverluste umfasst.
- Verletzungen: Die Gehirnerschütterung von Dolphins-Quarterback Tua Tagliavola habe ich am Freitag schon thematisiert. Bös erwisschte es die San Francisco 49ers, die in den nächsten Wochen auf ihre Offensiv-Cracks Christian McCaffrey, vielleicht der beste, weil vielseitigste Angreifer der NFL überhaupt, und Deebo Samuel verzichten müssen. Ein kaum zu kompensierender Verlust, wie schon die Niederlage bei den allerdings auch starken Minnesota Vikings zeigte. Leichte Entwarnung dagegen bei Vikings Super-Receiver Richard Jefferson, der im 3. Viertel in der Partie gegen die 49ers das Feld verlassen musste wegen eine Oberschenkelverletzung. Er könnte sogar schon am Sonntag gegen die Houston Texans wieder auflaufen. Wie wichtig er ist, zeigte er mit einer grandiosen ersten Halbzeit, als er einen Touchdownpass von Sam Darmold über 97 Yards fing und dabei etwa 50 Meter nach dem Catch lief und einen Niners-Verteidiger äußerst schlecht aussehen ließ.
von Münchner Löwe | Sep. 17, 2024 | basketball, Eishockey, Formel 1, Fußball, Wochenvorschau
Start der internationalen Wettbewerbe im Fußball, und nach und nach beginnen auch die nationalen Ligen ihren Betrieb wie diese Woche die DEL. Außerdem interessiert mich vor allem der Fortgang in der Fomel 1.
Champions League im neuen Gewand
Die Gruppenphase ist tot, es lebe die Ein-Liga-Vorrunde. So könnte man die Neuordnung der europäischen Wettbewerbe bezeichnen, die ab heute beginnen. Die erste Woche gehört exklusiv der Champions League, wo sich 36 Teams messen. Nächste Woche ziehen Europa und Conference League nach.
Größer, spannender, besser, verspricht es die UEFA, und die übertragenden Sender (in Deutschland: DAZN und Prime) sowie einige Medien (Bild) äffen es nach.
– Zumindest das „Mehr“ stimmt: Insgesamt 203 Spiele gibt es, und jedes Team hat garantierte 8 Partien anstatt wie bisher 6 in der Vorrunde.
– aber das „Spannend“ wage ich zu bezweifeln, denn von den 36 Teams kommen gleich 24 in die K.-o.-Runde. Für die großen Mannschaften wird es nahezu unmöglich auszuscheiden, weil es nicht mehr die sogenannten Todesgruppen gibt und Niederlagen zum Auftakt leichter zu kompensieren sind. Dieses Jahr gibt es wenigstens den Spannungsbogen der Premiere und den aufregenden Umstand, dass sich in sämtlichen Topligen zumindest ein Überraschungs-Team qualifiziert hat, dass sehr lange (VfB Stuttgart) oder noch nie (Aston Villa, FC Girona, FC Bologna, Stade Brest) in der Königsklasse gespielt hat und dementsprechend schlecht gesetzt war.
DEL eröffnet die Saison
Wie gehabt sind 14 Teams dabei und zwar dieselben wie in der vewgangenen Saison, weil der sporltiche Aufsteiger nicht die sonstigen Kriterien erfülltt haben. Profitiert hat davon der eigentliche Absteiger Augsburger Panther, die gleich mit dem Eröffnungsspiel am zu Hause gegen den ERC Ingolstadt belohnt werden.
Der Modus bleibt der gleiche: Vorrunde mit einer Doppelrunde, also 52 Spiele, danach Play-Ins und ab dem Viertelfinale Best-of-7-Serien.
Klarer Favorit ist für mich Red Bull München. Die bestreiten ihre Heimspiele im brandneuen SAP Garden, der nächste Woche mit der Partie gegen den NHL-Club Buffalo Sabres (mit dem Münchner JJ Peterka) feierlich eröffnet wird mit Kartenschnäppchen zum Preis von mehr als 100 Euro. Ohne mich. Ansonsten die übrigen Verdächtigen Eisbären Berlin, Adler Mannheim und sicher die eine oder andere positive wie negative Überraschung.
Auch Basketballer starten
Hier sind nur noch 17 Teams dabei mit der unglücklichen Folge, dass pro Spieltag ein Club aussetzen muss. Auch hier kommt der Favorit aus München. Der FC Bayern Basketball hat das klar das größte Budget und sich den überaus erfolgreichen Weltmeister-Trainer Gordie Herbert als Coach geangelt. Hinderlich könnte höchstens die Euroleague sein, die die Münchner gleichzeitig bestreiten und wo sie sehr viele Kräfte lassen müssen auch wegen anstrengender Reisen in die Türkei und Spanien. Alba Berlin ist mal wieder der Findungsphase, und ob die Chemnitz 99ers ihre Sensations-Saison wiederholen können, die sie mit dem Champions-League-Triumph krönten (im Basketball allerdings nur der drittwichtigste internationale Wettbewerb), muss sich zeigen.
Hochspannung in der Formel 1
Nach dem Thrill von Baku geht es diese Woche gleich auf dem nächsten Stadtkurs in Singapur weiter. Das ist ohnehin ein spektakuläres Rennen bei Nacht unter gleißendem Flutlicht, und jetzt ist es auch noch völlig offen. Zwar führt in der WM-Wertung noch Max Verstappen relativ klar, doch sein Red Bull ist nicht mehr das schnellste Auto im Feld. McLaren mit dem nächsten Verfolger Lando Norris und dem grandiosen Baku-Sieger Oscar Piastri ist zurzeit klar schneller, Ferrari und vielleicht sogar Mercedes haben das Brause-Team ebenfalls überholt. Das kann sich natürlich auch wieder zurückändern, zumal auf einem so unvorhersehbaren Kurs wie im Stadtstaat Singapur. Das Rennen startet am Sonntag um 14 Uhr, die Qualiffikation am Samstag um 15 Uhr, jeweils RTL und Sky.
Endspiel im europäischen Football
In der Arena AufSchalke trifft Titelverteidiger Rhein Fire auf die Vienna Vikings. Die Vienna Vikings sind bisher in der gesamten Saison ungeschlagen, allerdings waren die Gegner meist eine Klasse zu schwach. Eine Einschätzung ist deshalb verdammt schwierig. Gespannt bin ich auf die Zuschauerzahl in Gelsenkirchen. Football-Boomland Deutschland überhaupt oder nur in der NFL?
Und sonst?
- Fußball-Bundesliga: Wie immer nach Europacup-Wochen gibt es 3 Sonntagsspiele. Schlager des 4. Spieltags ist die Partie zwischen den Champions-League-Teilnehmern VfB Stuttgart und Borussia Dortmund (So., 17.30). Tabellenführer Bayern München muss zu Werder Bremen, und im Duell der bisher punktelosen VfL Bochum und Holstein Kiel gibt es das erste Erfolgserlebnis für mindestens eine der beiden Mannschaften (jeweils Sa., 15.30).
- Internationaler Fußball: In der Premier League steht ein absolutes Topspiel an. Meister Manchester City empfängt den Zweiten FC Arsenal, die schon wieder an der Spitze stehen (So., 17.30).
In der Serie A spielt Juventus Turin gegen die SSC Neapel (Sa., 18.00). Die Napolitaner wollen ihre furchtbare Saison wiedergutmachen und haben ihre letzten 3 Spiele gewonnen. Am Sonntag folgt noch das Mailänder Derby zwischen Inter und Milan (20.30). Beide Clubs planen den Bau eines neuen gemeinsamen Stadions, wie vergangene Woche verlautete.
In La Liga will der FC Barcelona auch am 6. Spieltag beim FC Villarreal seine Siegesserie fortsetzen (So., 18.30).
- Nationale Ligen: Schlager der Handball-Bundesliga ist das Duell zwischen Titelträger SC Magdeburg und Rekordmeister THW Kiel. Die Kieler haben bereits eine Saison-Niederlage hinehmen müssen bei den Rhein-Neckar Löwen. Verlieren sie auch an der Börde, dürfte es schon ungemütlich werden.
In der GFL beginnen die Play-offs. Haushoher Favorit auf den Titel sind die Potsdam Royals, die alle 12 Vorrundenbegegnungen gewonnen haben und dabei ein Punktverhältnis von 748:151 erzielten, also durchschnittlich mit 62:13 gewannen.
- Internationale Wettbewerbe: Im Handball spielen die Füchse Berlin in der Champions League bei Eurofarm Pelister, ein Club aus Nordmazedonien (Mi., 18.30). Der SC Magdeburg empängt tags darauf Kolstad aus Dänemark (20.45).
- Weltsport: Die Straßenrad-WM beginnt am Sonntag in Zürich mit dem Zeitfahren der Frauen.
Die Tennisprofis sind nach Asien gezogen und bestreiten Männer-Turniere in China (Chegdu, Handzhou) sowie Frauen-Turniere in Seoul und Hua Hin/Thailand. Die Stars der Szene machen noch Pause.
Ein Höhepunkt der DP Tour der Golfer (früher European Tour) sind die BMW Championships auf dem Traditionskurs in Wentworth. Es ist mit 9 Millionen Dollar dotiert.
von Münchner Löwe | Sep. 16, 2024 | bundesliga, Formel 1, Wochenrückschau
Vorbemerkung: Zum sog. Boxkampf zwischen Stefan Raab und Regina Halmich werde ich an dieser Stelle kein Wort verlieren. Für diese Woche plane ich ein Fernsehstück, da brennt mir so einiges auf den Nägeln.
Der US Sport wiederum erhält am Dienstag nach dem Mondy Night Game besondere Beachtung. So werde ich es in der NFL die ganze reguläre Saison halten, außer es geschieht Außergewöhnliches.
Bayern endlich wieder vorn
Zumindest nach Münchner Lesart hat die Bundesliga endlich wieder ihren einzig vedienten Spitzenreter. Mit dem nie gefährdeten 6:1 beim hoffnungslos überforderten Aufsteiger Holstein Kiel sind die Bayern nach drei Spieltagen der letzte verbliebene Club ohne Punktverlust. Bereits nach 15 Sekunden traf Jamal Musiala, nach einer Viertelstunde stand es schon 3:0. Harry Kane erzielte drei Treffer und lieft nun auch wieder in der Torschützenliste vorn – gleichauf mit Hoffenheims Andreij Krmaric.
Das Tabellenende formiert sich
„Die Aufsteiger Holstein Kiel FC St. Pauli und VfL Bochum werden die letzten drei Plätze unter sich ausmachen“ – so lautete die fast einhellige Meinung vor Saisonbeginn. Und die ersten 3 Spieltage bestätgten eindrucksvoll diese Einschätzung. Die drei Clubs zieren jeweils ohne Punkt das Tabellenende, und keines der insgesamt 9 Spiele der Drei wurde dramatisch-unglücklich verloren. Einzig Mainz ist überhaupt außerdem ohne Sieg. Große Besserung scheint nicht in Sicht. Am Samstag steigt allerdings schon der erste Abstiegsgipfel zwischen dem VfL und Holstein. Gnädigerweise versteckt in der Konferenz.
Worüber die Liga sonst spricht
– Karim Adeyemi: Der hat eine grandiose Woche hinter sich. Für die U 21 erzielte er beim 10:1 gegen Estland 3 Tore, am Freitag beim 4:2 gegen Tabellenführer 1. FC Heidenheim war er zweimal erfolgreich und legte den Führungstreffer von Donyel Malen mustergültig auf. Ist jetzt bei ihm endlich der Knopf aufgegangen oder ist es nur ein Strohfeuer? – die nächsten Wochen werden es zeigen.
– Leverkusen wieder in der Erfolgsspur: Die erste Liga-Niederlage nach mehr als einem Jahr vor den Länderspielen hat keine sichtbaren Spuren hinterlassen, die Aufgabe in Hoffenheim läste Bayer letztlich souverän mit dem 4:1. Vioctor Boniface erzielte zwei Tore und war außerdem in aller Munde, weil er nach einem Treffer die Hosen runterließ. Ein Tiktok-Trend in seinem Heimatland Nigeria sei das, erklärte der Stürmer, der um eine Gelbe Karte herumkam. Nur Trikotausziehen ist explizit verboten, und der Schiri sah keinen höhnischen Jubel, weil ja noch eine ebenfalls weiße Unterhose sein Hinterteil vehüllte.
– Musiala oder Wirtz: Diese Diskussion entfachte Sky-Experte Didi Hamann, bei allen Bayern-Fans und-Verantwortlichen eh ein rotes Tuch: Vereinfacht sagte er folgendes: Der FCB möge die beiden Spieler tauschen, weil Wirtz seine Mitspieler besser einsetzt und Musiala in seiner Dribblerkunst, die Hamann explizit über den grünen Klee lobte, manchmal den besser postierten Kollegen übersieht. Ein Shitstorm von Verein und einigen Experten ergoss sich über Hamann, der tapfer am Samstag seine Meinung verteidigte und präzisierte. Im Prinzip kann ich der Argumentation durchaus folgen, der Zeitpunkt war allerdings angesichts Musialas drei schönen Vorlagen im Länderspiel gegen Ungarn unglücklich gewählt.
Nagelsmann kann auch normal
Als der Bundestrainer das Amt vor knapp einem Jahr übernahm, war das eine Ausnahmesituation, weil das Unternehmen Heim-EM alles überstrahlte. Jetzt ist der normale Zustand eingetreten, und was die Truppe beim 5:0 gegen Ungarn und mit Abstrichen auch beim 2:2 in Amsterdam zeigte, macht tatsächlich Lust auf mehr. In der Offensive hat der Coach zahlreiche Möglchkeiten , in der Defensive allerdings noch einiges zu tun. Eines lässt sich sagen: Der Rücktritt der vier erfahrensten Spieler Neuer, Müller, Gündogan und Kroos wurde kompensiert. Ob das dann auch klappt, wenn es mal heikel wird, muss sich zeigen.
Internationaler Fußball:
– Barca prolongiert Erfolgsserie: Auch vom aufdmüpfigen katalanischen Rivalen ließ sch das Team von Trainer Hansi Flick nicht aufhalten. Gleich mit 4:0 behilet es die Oberhand. Während Lewandowski leer ausging, erziete Lamine Yamal 2 Treffer. Wo ist die Grenze für dieses Supertalent?
Liverpools Heimpleite: Die Reds verloren völlig überraschend gegen Nachzügler Nottingham Forest mit 0:1 und büßte erste Punkte in der Premier League ein. Arsenal gewann etwas glücklich das London-Derby bei Tottenham Hotspur..
– Noch ohne Punktverlust nach 4 Partien ist Meister Manchester City, , Erling Haland erzielte 2 Treffer beim mühsamen 2:1 gegen Brentford und hält schon bei 9 Saisontreffern. Dazu noch das Siegestor für Norwegen gegen Österreich …
– Krise in Brasilien: In der WM-Quali verlor die Selecao am 8. Spieltag bereits die vierte Partie – mit 0:1 in Paraguay. In der Tabelle liegt der fünffache Weltmeister (zuletzt 2002) nur auf Platz 5. Da trifft es sich bestens, dass sich 6 Teams fix für die Endrunde aulifizieren und der 7. eine Relegation gegen den 2. der Ozeanien-Quali bestreitet.
Piastri gewinnt Formel 1 Show in Baku
Endlich packt mich die Königsklasse wieder mit spannenden Rennen. Das in Baku am Sonntag war vorläufiger Höhepunkt, tatsächlich von der ersten bis zur letzten Runde dramatisch mit allem, was den Motorsport so attraktiv macht. Am Ende siegte der junge Oscar Piastri, gerade von seinem Team zur Nummer 2 degradiert, weil Teamkollege Lando Norris bessere WM-Chancen hat. Der spielte allerdings für den Sieg keine Rolle, weil er nach verpatzter Qualfikation weit hinten startete. Piastri lieferte ein fehlerfreies Rennen ab, trotz größtem Druck von Charles LeClair im Ferrari, der seinerseits seinen Platz gegen Sergio Perez und auch Carlos Sainz jr verteidigen musste. Dahinter faszinierte die Aufholjagd von Lando Norris´Aufholjagd, der dank kluger Strategie sogar den WM-Führenden Max Verstappen nicht nur einholte, sondern im direkten Duell wie eine Bauernkarre stehen ließ. Zwei Runden vor Schluss noch ein spektakulärer Crash zwischen Sainz und Perez, die beide Fahrer unverletzt überstanden. Die Schuldfrage wird leiedensdchaftlich diskutiert.
Und sonst?
- Abschluss der Diamond League: In Brüssel gab es bei mäßigem Wetter gute, allerdings wenig überragende Leistungen, die Saison mit Olympia und EM hat doch viele Körner gekostet. Mondo Duplantis beließ es im Stabhochsprung bei 6,11 (immerhin Meisterschaftsrekord(, Sydney McLaughlin bestätigte ihre Ausnahmestellung über die Stadionrunde (diesmal ohne Hürden) und war außer Konkurrenz schneller als die offizielle Siegerin Maridledy Paulino
- Daviscupper erfolgreich: In China qulifizierte sich das deutsche Team mit Siegen über die Slowakei und Chile und darf wie die USA zur Endrunde. Nicht mehr dabei sind die Franzosen, die in einem anderen Qualifikationsturnier an Spanien und Australien scheiterte.
- Pogacar siegt in Montreal: Beim Grand Prix de Cycliste war der Slowenische Tour-Sieger nicht zu schlagen und siegte im Alleingang vor Peio Bilbao und Julian Alaphilippe.
- Deutsche Eishackler bleiben im CL-Rennen: 4 von 6 Spielen sind absolviert, die Top 16 von 24 Teams qualifizieren sich fürs Achtelfinale (ähnlich wie im Fußball ab dieser Woche). Die Fischtown Pinguinse (4.), Eisbären Berlin (9.) und Straubing Tigers (10.) sind in den Top Ten, ebenso wie der fünftplatzierte RB Salzburg.
- Solheim-Cup an die USA: Das ist der Wettstreit USA vs Europa im Frauen-Golf, also das Pendant zum Ryder Cup. Nach 5 Niederlagen waren die USA wieder erfolgreich. Auf dem Kurs in Virginia gewannen sie mit 15,5:12,5. Die deutsche Olympia-Zweite Esther Henseleit war erstmals dabei: Sie gewann ein Vierer und bestritt ihr Einzel am Schlusstag unentschieden gegen Andrea Lee. Dabei vergab sie am letzten Loch den Sieg, als ihr Patt umd Zeintimeter das Loch verpasste.
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