von Münchner Löwe | Sep. 9, 2025 | basketball, EM, Fußball, Tennis
Eiun Überangebot an Sport: US-Open-Finale, Basketball-EM, WM-Qualifikation und noch vieles andere mehr. Es könnte länger werden …
Alcáraz überragt
Aryna Sabalenka und Carlos Alcáraz heißen die beiden Sieger der US Open. Beide Finalis am Wochenende in Flushing Meadows zeigten zum Teil zwar tolles Tennis, aber die ganz große knisternde Spannung fehlte mir dann doch, zu überlegen waren letztlich Sabalenka gegen Amanda Anisimova und Alcáraz gegen Jannik Sinner.
Nicht dass Sabalenka gegen Anisimova leichtes Spiel gehabt hätte. Die Amerikanerin war in ihrem 2. Grand-Slam-Finale hintereinander nahezu ebenbürtig. Auf die Füße fiel ihr letztlich ihre Aufschlagsschwäche, normalerweise eine echte Waffe. 7 Doppelfehler produzierte sie, und ihr 1. Service kam nur zu 58 Prozent. Zu wenig gegen eine Sabalenka, die auch den Kampf gegen sich selbst erfolgreich austrug und trotz der Stimmung gegen sie im (überdachten) Arthur Ashe nicht die Nerven verlor (wie schon so oft).
Bei diesem sehr schön anzuschauenden Match hätte ich mir übrigens sehr ein Best of Five gewünscht, dann hätte dieses Match episch werden können.
Bei den Männern ging für mich Sinner als leichter Favorit ins Finale, zu übermächtig schien er aufgrund seines fast roboterhaften Powertennis. Dass auf der anderen Seite Alcáraz ein geradezu unglaubliches Turnier über die zwei Wochen spielte (ohne Satzverlust ins Finale, schien da zweitrangig, böser Fehler meinerseits … Der Spanier war von Beginn an hochkonzentriert, verzichtete auf jegliche überflüssige Spielereien und ließ dem Italiener letztlich keine Chance. Der wiederum hatte enorm mit seinem Aufschlag zu kämpfen: Nicht einmal die Hälfte der 1. Services landeten im Ziel und auch nur 2 Asse (gegenüber 10 von Alcaraz).
Keiner der letztlich vier Sätze hatte echte Dramatik: Das erste Break war jeweils entscheidend. Und trotzdem war das Duell de beiden zurzeit mit Abstand besten Tennisspieler des Planeten unterhaltsam, manche Ballwechsel erinnerten an ein Computerspiel im schnellen Vorlauf. Nicht für möglich gehalten hätte ich manchen Schlagabtausch.
Ganz kurz wackelte Alcáraz, als er aufs Match aufschlug und zunächst 2 Matchbälle vergab. Doch Sinner konnte die Chance nicht ergreifen und musste kurz danach ans Netz zur (sehr herzlichen) Gratulation. Dass er außerdem die Nummer 1 in der Weltrangliste an Alcáraz verlor, wird ihn weniger schmerzen als die Finalniederlage.
Ein Riesenärgernis: Weil Mr. President himself der Einladung von Turnier-Sponsor Rolex gefolgt war (eine Schweizer Firma betreibt Schönwetter-Kriech-Politik) verzögerte sich für den gemeinen Fan der Einlass erheblich. Noch lange nach dem ersten Aufschlag waren am Eingang lange Schlangen zu sehen. Bei Preisen in dreistelliger und viel höher war es da nur ein kleiner Trost, dass Bildschirme aufgestellt waren. Da winkt die nächste Schadensersatzklage!
Zahlereien
20 von 21 Tiebraeks hat Sabalenka in diesem Jahr gewonnen. So auch den im 2. Satz gegen Anisimova.
2:2 Grandslamsiege laufet die ausgeglichene Bilanz von Sinner und Alcaraz in diesem Jahr. Insgesamt steht der Spanier jetzt schon bei sechs (so viele hat Boris Becker insgesamt) und Sinner 4. Sehr wahrscheinlich, dass beider Zahlen 2026 aufgestockt werden.
Dem Desaster folgt eine kleine Wiedergutmachung
Schlimmer hätte die WM-Qualifikation fürs deutsche Team nicht beginnen können. 0:2 hieß es am Donnerstagabend in der Slowakei, und das Ergebnis hätte nach dem in jede Hinsicht erbärmlichen Auftritt noch höher ausfallen müssen. Ohne Elan, ohne Esprit, ohne Lust und Laune, dafür mit Julian Nagelsmann ein Trainer, der nichts tat von außen, um dieses Elend auf dem Platz zu lindern. Seine Reaktion hinterher war für mich fast genauso verstörend, als er dem überraschten Zuschauer erklärte, er könne das Gerede von Qualität im Fußball nicht mehr hören. Allein auf die Einstellung komme es an, die ja acuh Pokalsensationen erst möglich machen würden. Der überraschten ARD-Crew um Esther Sedlacek und Bastian Schweinsteiger vergaß dann leider die naheliegende Frage, warum Nagelsmann selbst diese Einstellung nicht eingefordert hat oder was um Himmels Willen in den 4 Tagen gemeinsamen trianings so schiefgelaufen ist, dass die Spieler wie Falschgeld über den Platz geisterten. Der Untoteste freilich war Antonio Rüdiger.
Es war die erste Auswärtsniederlage einer deutschen Mannschaft in einer WM-Qualifikation, hieß es danach allerorten. Dies stimmt tatsächlich für den DFB, aber die DDR hat so manche Auswärtspleite erlitten: Wer in Dresden, Jena und Rostock, aber auch in Wien erinnert sich nicht an das 0:3 gegen Österreich (Toni ließ es dreimal polstern) ganz kurz nach dem Mauerfall 1989?
Immerhin hatten die Deutschen schnell die Möglichkeit zur Wiedergutmachung – und die nutzten sie gegen sehr biedere Nordiren wenigstens ergebnismäß. Das 3:1 in Köln wird allerdings nicht unter der Rubrik strahlende Triumphe in den Archiven landen, sondern eher unter mühsamer Arbeitssieg. Immerhin gab es doch ein paar Lichtblicke. Der eingeechslete Nadiem Amiri brachte Schwung in den verstaubten Laden, das defensive Mittelfeld mit Joshua Kimmich und Pascal Groß harmonierte sehr viel besser als in Bratislava Kimmich mit Angelo Stiller und Leon Goretzka.
Platz 1 in der Gruppe und somit die direkte Qualifikation fürs Turnier in Nordamerika ist tatsächlich in Gefahr, weil die Slowakei mit viel Glück und einem ganz spätem Tor (90.) auch die vermeintliche Pflichtübung in Luxemburg bestand. Doch ein Trost bleibt: Egal was noch in den verbleibenden 4 Gruppenspielen (zweimal Luxemburg, in Nordirland, daheim gegen die Slowakei) geschieht, wg der Nations-League-Finalteilnahme steht auf jeden fall ein Platz in einer Ausscheidung im März parat.
Nach Serbien scheitert auch Frankreich
Der 2. Teil der Basketball-EM-Achtelfinali am Sonntag brachte die nächste ganz große Überraschung. Das mit NBA- und anderen euopäischen Stars gespickte Frankreich scheiterte nach einer schwachen Vorstellung an Georgien und müssen wie die Serben sehr frühzeitig die Heimreise aus Riga antreten. Ganz gemütlich anschauen konnten sich das am Sonntag die Deutschen, in ihrem neuen Hotel, in das sie geflüchtet waren, weil die zunächst in Riga gebuchte Bleibe schlicht zu kleine Zimmer für die Riesen hatte.
Slowenen und Griechen stehen ebenfalls im Viertelfinale, die beiden Superstars (hier Luka Doncic/42 Punkte, dort Giannis Antetokuonpo/37) ebneten mit gigantischen Leistungen den Weg für die bei allem Respekt eher mittelmäßigen Mitstreiter.
Auf Doncics Slowenen treffen jetzt die Deutschen: Franz Wagner und Co. blieben zweimal recht klar siegreich.
Messis Abschied aus Buenos Aires?
Am Donnerstag bestritt Argentinien gegen Venezuela das letzte Heimspiel in der WM-Qualifikation. Zum 3:0 steuerte auch Kapitän und Legende Lionel Messi mal wieder 2 Treffer bei. Die wurden mehr als sonst üblich gefeiert, weil es das Ende einer Ära bedeuten könnte: Die letzten Treffer des überragenden Spielers der vergangenen 2 Jahrzehnte in einem Pflichtspiel zu Hause in Buenos Aires, im riesigen Estadio Monomental. Denn Messi, der im Juni 39 Jahre alt wird, denkt tatssächlich an Abschied von der Aliceleste, wird bestenfalls noch die WM im Sonner bestreiten, aber auch nur, wenn er sich fit genug dafür fühlt,
Argentinien war ja wie Bralsilien und Ecuador schon länger fürs WM-Turnier qualifiziert. Am Donnenstag kamen Uruguay, Kolumbien und Paraguay als Fixstarter dazu: Um Platz 7, der zu einer interkontinentalen Ausscheidung berechtigt, kämpfen noch Venezuela und Bolivien, Bolivien muss dabei gegen Brasilien unbedingt gewinnen, immerhin in der ihnen genehmen Höhe von La Paz.
Und sonst
- Volleyball: Italiens Frauen haben wie erwartet die Weltmeisterschaft gewonnen. Das zurzeit mit Abstand beste Team (36 Siege in Folge) gewann das durchaus spannende Finale gegen die Türkei mit 3:2 Sätzen, wobei der Decider mit 15:8 eine doch sehr klare Angelegenheit war.
- Formel 1: Den Sieg in Monza sicherte sich ausnahmsweiele mal kein McLaren, sondern der vierfache Champions Max Verstappen. In einem Rennen ohne Höhepunkte (abgesehen von den ersten zwei Runden) verwies der Holländer die beiden um die WM 2025 kämpfenden Lando Norris und Oscar Piastri auf die Plätze.
- Golf: Emotionaler Heimsieg von Rory McIlroy bei den Irish Open. Der Nordire schaffte durch eine bemerkenswerte Aufholjagd noch das Stechen gegen Schweden Joakim Lagergren, das er am 3. Loch für sich entschied.
Wer den Start der NFL vermisst, den verweise ich auf einen gesonderten Beitrag morgen (nach dem Montagsspiel). Nur so viel: Ein historisches Spiel (Buffalo vs Baltimore), der Rest zum Teil sehr mau
von Münchner Löwe | Sep. 7, 2025 | basketball, EM
Basketball-Europameisterschaft, Achtelfinale
Schon die ersten 4 der 8 Achtelfinalpartien zeigten, dass die K.-o.-Runden in jeder Sportart ihre ganz eigenen Geschichten schreiben. 3 nach der Vorrunde haushohe Favoriten hatten extrem zu kämpfen, und die von allen Experten als klarster Titelfavorit genhandelten Serben hat es tatsächlich erwischt.
So hatte auch die Deutschen zunächst ihre Müh und Not, den krassen Außenseiter Portugal in die Schranken zu verweisen. Das lag vor allem an einer indiskutablen Dreierquote in der 1. Halbzeit (1 von 18!), in der die Riesen alles trafen, nur nicht in die Reuse. So gingen die Portugiesen tatsächlich mit eine Führung in die Pause. Nach dem Wechsel eine klare Steigerung jenseits der Dreierlinie (9/18), aber dass am Ende ein auch der Höhe standesgemäßer 85:57-Erfolg heraussprang, lag vor allem am Einbruch der Portugiesen im 4. Viertel, als sie nur noch 7 Punkte auf die Anzeigetafel schafften. Äußerst bedenklich, dass Franz Wagner, Dennis Schröder und auch Scharfschütze Andi Obst ihre Dreier so überhaupt nicht treffen (diese 3: 1/18); dafür erfreulich, dass Maodo Lo (4/7), Tristan da Silva (3/3) einsprangen. Vielleicht sagt jemand den ansonsten (vor)trefflichen Wagner und Schröder, dass sie das mit den Dreiern einfach bleiben lassen sollten, denn sonst könnte es gegen einen stärkeren Gegner (Slowenien/Italien im Viertelfinale) ein böses Erwachen geben.
Dieses gab es schon für die Serben: Der Turnierfavorit erlebte sein Dèjá vu und schied wie schon bei der EM 2022 (Italien) völlig überraschend aus. Die Niederlage gegen Finnland darf als eine der größten Sensationen der neueren Turnier-Geschichte gelten. Hier die Basketball-Nation Serbien, gespickt mit NBA-Stars um den besten Basketballer der Welt (Nikola Jokic), dort ein No-name-Team aus einer Eishockey-Nation mit nur einem außergewöhnlichen Akteur (Lauri Markkanen). Doch wieder mal zeigt sich die Schönheit des Sports; Namen zählen nicht: Hier funktioniert das Mannschaftsspiel wenig bis gar nicht, dort wachsen No Names über sich hinaus wie bei den Finnen die wahrscheinlich nicht nur mir bis dato unbekannten Mikael Jantunen und der erst 18-jährige Miika Muurinen. Der hatte die Dreistigkeit, 2 Dreier über den in jeder Hinsicht großen Jokic hinweg in den Korb zu versenken.
Fast hätte es auch die bisher so großartigen Türken erwischt: Die mussten tatsächlich bis zur Schlussminute bangen, ehe sie sich gegen die hartnäckigen Schweden durchsetzten. Die Skandinavier sahen sich am Ende gar betrogen (sagen wir: stark benachteiligt), als der türkische Star-Center Alperin Sengün ein vermeintliches Stürmerfoul nicht bekam (es wäre sein fünftes gewesen), sondern im Gegenteil 2 Freiwürfe erhielt. Der Bonus der NBA Stars, den ich bei macher Aktion gegen Jokic gesehen zu haben glaubte.
Erwischt hat es die Gastgeber: Im Balten-Duell gegen Litauen waren die Letten letztlich chancenlos, trotz des beeindruckenden Kristaps Porzingis. Aber gegen die mannschaftliche Gechlossenheit des baltischen Rivalen hatten die Letten letzlich keine Chance. Schade um die Stimmung, die allerdings zumindest die nahen Litauer und Finnen (und vielleicht auch die Deutschen) in der Halle ausbreiten.
Heute dann der zweite Teil des Achtelfinals, in dem Slowenen und Italiener den deutschen Viertelfinal-Gegner ermitteln.
von Münchner Löwe | Sep. 5, 2025 | basketball, EM
Die Vorrunde der Basketball-Europameisterschaft ist absolviert, und die deutschen Hoffnungen auf eine Medaille, vielleicht sogar auf den Titel, sind durch die 5 Auftritte bestimmt nicht kleiner geworden. 5 überzeugende Erfolge gelangen dem Team, 4 davon mit einer dreistelligen Punkte-Ausbeute. Und das, obwohl der neue Bundestrainer Alex Mumbro wegen akuter Beschwerden am Bauch im Krankenhaus lag und nicht in der Halle war. Mittlerweile ist er aus dem Krankenhaus in Tampere entlassen und dürfte in der K.o.Runde wieder coachen. Jedenfalls wurde er von Alan Ibrahomagic glänzend vetreten, mit dem er in ständiger Verbindung war und ist.
Nun muss ich natürlich einschränken, dass die Gegner nicht unbedingt die allererste Klasse waren. Aber die Art und Weise, wie Franz Wagner, Dennis Schröder und Co. Montenegriner (nach fahriger Anfangsphase), Briten und Schweden beherrscht hatten war eindrucksvoll. Auch die beiden „Auswärtspartien“ gegen Litauen (tausende Fans hatten sich in nahe Tampere gemacht) und Gastgeber Finnland waren letztlich eine klare und ungefährdete Angelegenheit. Und eben nicht nur Wagner und Schröder zeigten ihre Stärke, das ganze Team wirkt extrem harmonisch, vielleicht sogar noch stärker als beim WM-Triumph vor zwei Jahren in Asien. Allerdings mit einer Schwäche, die dem Team böse auf die Füße fallen könnte: den Defensivrebound. Sogar die Finnen angelten sich gegen die Deutschen 19 Rebounds am offensiven Brett
Können die deutschen Basketballer tatsächlich Europameister werden? Ich sehe nicht, was dagegenspricht, aber ein Selbstgänger ist der Weg vom Achtelfinale ab Samstag bis zur Pokalübegabe am Sonntag eine Woche danach (alles jetzt in Riga) natürlich nicht. Aber in den anderen Gruppen hat sich jetzt auch kein Übergegner herauskristallisiert. Sehr gut haben mir die Türken gefallen, die in einer grandiosen Partie (wohl die beste der Vorrunde) den Titelfavoriten Serbien bezwungen haben. Also ist auch Nikola Jokic, der beste Basketballer der Welt, schlagbar mit seinem serbischen Team. Zumal jetzt mit Bojan Bogdanovic ein sehr wichtiger Spieler fehlt. Schlagbar heißt natürlich nicht, dass Deutschland gegen Serbien (wenn ich aufs potenzielle Halbfinale vorausblicken darf) auch mit Sicherheit schlagen wird, denn da spielt der gewisse Jokic mit …).
Die Türken ihrerseits sind allerdings tatsächlich brandgefählich mit ihrem Super-Center Alperin Sengün von den Houston Rockets, einer meiner absoluten Lieblingsspieler.
Und sonst? Natürlich die absoluten Weltklassespieler Giannis Antetokuonpo (Griechenland) und Luka Doncic (Slowenien), die an einem fabulösen Tag jeden Gegner praktisch im Alleingang bezwingen können. Ob das allerdings in gleich vier Spielen innerhalb von nur einer Woche gelingt, erscheint mir doch fraglich, und die jeweiligen Teams wirken nicht breit genug aufgestellt im Kader für diesen Parforceritt.
Italien und Frankreich (ohne den Außerirdischen Victor Wembanyama), idurchaus stark, mmer gefährlich, allein mir fehlt der Glaube.
Aufmerksame und des Basketballs kundige Leser werden ein Team vermissen: den Alles-Gewinner und Titelverteidiger Spanien, das doch aus aussichtslosesten Situationen noch heil und erfolgreich herauskommt. Doch die Ibero-Freunde müssen stark sein, das verjüngte Team ist tatsächlich in der Vorrunde gescheitert, wurde in seiner Gruppe nur Fünfter, unter anderem hinter der Basketball-Großmacht Georgien. Im letzten Vorrundenspiel gegen Griechenland schien es tatsächlich so, als könnten sich die Spanier Houdini-mäßig aus der Malaise herauswinden, doch jetzt fielen Würfe eben nicht, die sonst in ähnlichen Schlussphase wie von Zauberhand geführt durch die Reuse rutschten.
Achtelfinal-Tableau
Litauen – Lettland (Sa., 17:30)
Griechenland – Israel (So., 20:45)
Türkei – Schweden (Sa., 11:00)
Polen – Bosnien-Herzegowina (So., 11:00)
Deutschland – Portugal (Sa., 14:15)
Italien – Slowenien (So., 17:30)
Serbien – Finnland (Sa., 20:45)
Frankreich -Georgien (So., 14:15)
Alle Partien finden in der Xiaomi Arena in Riga statt. Sie fasst im Basketball 11.000 Zuschauer. Grandios dürfte das Duell zweier baltischer Basketball-Nationen zwischen Lettland und Litauen werden, aber auch Griechenland vs Israel und Italien vs Slowenen (der mögliche deutsche Viertefinal-Gegner wird hier ermittelt) klingt extrem vielvesprechend.
Und jetzt schreib ichs einfach hin, und man nehme mir bitte, bitte ab, dass keine Deutschtümelei oder gar übertriebener Nationalismus dahintersteckt: Deutschland wird Europameister!
von Münchner Löwe | Sep. 1, 2025 | basketball, EM, Fußball, Tennis, Wochenvorschau
Basketball-EM, US Open und das Eingreifen der deutscen Fuzßballer in die WM-Qualifikation – das dürften die Höhepunkte werden. Und der Blick über den Teich lohnt sich: In der Nacht zu Freitag beginnt die NFL-Saison, die hier in einem gesonderten Teil ihre Beachtung finden wird
Deutsche Riesen auf gutem Weg
Die deutschen Basketballer haben souverän das Achtelfinale der EM erreicht. 4 Spiele, vier klare Siege mit jeweils mehr als 100 Punkten auf der Habenseite. Morgen noch die fünfte und letzte Vorrundenpartie gegen Mitgastgeber Finnland, insofern von Belang, dass der Gruppensieger dem klaren Turnierfavoriten Serbien bis zum Finale aus dem Weg geht.
Die K.o.-Runde findet ab Donnerstag in Riga statt, das deutsche Team ist nach den insgesamt gezeigten Leistungen aller Mannschaften klarer Medaillen-Anwärter. Doch K.o.Spiele haben ihre ganz eigenen gEsetzte …
Entscheidung in New York
Ab morgen die Viertelfinale – in den Einzeln nach der klaren Niederlage von Jan-Lennard Struff gegen Novak Djokovic ohne deutsche Beteiligung. Meine Tipp-Favoriten sind Iga Swiatek (das herz hofft auf Marketa Vonrousova) und Carlos Alcáraz (koan echter Herzensfavorit, vielleicht De Minaur).
Dazu noch Doppel und Junioren.
Nagelsmanns Pflichtübungen
Wie immer Anfang September der erste Schwung von Pflicht-Länderspielen, diesmal in der WM-Qualifikation. Weltweit geht es um die Plätze fürs Mammut-Turnier in Nordamerika mit 48 Teams, großer Seufzer.
Jetzt greft auch das deutsche Team endlich ein. Am Donnerstag (20:45/ARD) trifft die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann in der Slowakei an, schon der vermeintlich stärkste Gegner um den Gruppensieg, der das direkte Ticket für Amerika bedeutet. Schon am Sonntag (20.45/RTL) folgt der erste Heimauftritt in Köln gegen Nordirland.
In Afrika stehen in 9 Gruppen der 7. und 8. Spiletag (von 10) an, erste Entscheidungen dürften also fallen.
Die Riesengruppe in Südamerika (10 Teams) kommt schon zum Abschluss mit den Spieltagen 17 und 18. Nach Argentinien, Brasilien und Ecuador düften Uruguay, Kolumbien und Paraguay die Quali direkt schaffen. Um den 7., der dann interkontinentale Ausscheidungsspiele bestreiten muss, streiten Venezuela und Bolivien.
Und sonst?
- Volleyball-WM der Frauen in Thailand. Das Viertelfinale ist für Donnerstag terminiert. Deutschlasnd nach der klaren Niederlage gegen die Turnierfavoritinnen aus Italien im Achtelfinale ausgeschieden.
- Formel 1: Das Ferrari-Heimspiel in Monza. Die McLaren um Oscar Piastri scheinen unbezwingbar.
- Motorrad: WM-Läufe in Barcelona. Das Heimspiel der spanischen Armada um MotoGP-Dominator Marc Marquez
- Handball: Schlager der HBL zwischen Meister Füchse Berlin und Champiuons-League-Sieger SC Magdeburg.
- Eishockey: Der Vollständigkeit halber, Champions League mit den Eisbären Berlin, Fischtown Bremerhaven und dem EHC Ingolstadt.
von Münchner Löwe | Juli 6, 2025 | EM, Fußball
Wimbledon, die 3. Runde
Das Rasenturnier in London bringt weiter riesige Überraschungen. Laura Siegemund fabrizierte am Freitag eine solche, als sie Australian-Open-Siegerin Madison Keys aus dem Turnier nahm. Mit ihrem abwechlungsreichen und zum Teil äußerst ungewöhnlichen Tennis (unterschnittene Bälle, Netzangriff nach Returns) raubte sie der hochgewetteten Amerikanerin den letzten Nerv und siegte letztlich souverän in 2 Sätzen. Belohnt wird die Schwäbin, liebevoll Schneckle genannt ob ihrer Lockenpracht, mit einer Partie gegen eine sogenannte Lucky Loserin: Die Argentinierin Solana Sierra scheigerte zwar in der Qualifikation, rückte aber nach einer Absage ins Hauptfeld nach, wo sie völlig überraschend gleich 3 Siege landete gegen Olivia Gadeckie, Katie Boulter und Christina Bucsa. Siegemund gilt für diese Partie als leichte Favoritin, aber was besagt das schon?
Denn gerade im Frauen-Turnier ist die Überraschung zur Normalität geworden. Nur noch 5 der besten 15 sind im Achtelfinale ab heute vertreten. So scheiterte Lena Rybakina, die Siegerin 2022, ebenso (an der Dänin Caterina Tauson) wie Titelverteidigerin Barbora Krejcikova (Emma Navarro). Keiner Blöße gaben sich allerdings Aryna Sabalenka und Iga Swiatek hin, die jetzt als Favoritinnen aufs Finale gelten müssen. wäre allerdings fast verwunderlich, wenn es dazu kommt.
Bei den Männern beruhigte sich das Geschehen nach den Sensationen im Dauerpack. Am Samstag gab es geradezu einen Durchmarsch der Favoriten, die sich geradezu mühelos in jeweils 3 Sätzen durchsetzten. Jannik Sinner, Novak Djokovic und Ben Shelton scheinen erst mal unaufhaltsam (bevor sie im Viertel-, und Halbfinale aufeinandertreffen.
Bayern verlieren Spiel – und Musiala
Im Viertelfinale der Club-WM für die deutschen Vereine, die jetzt endlich auch hier etwas breiter Erwähnung finden. Bayern München verlor gegen Paris Saint Germain etwas unglücklich mit 0:2, obwohl der Champions-League-Sieger am Ende nach 2 Platzverweisen nur noch zu neunt auf dem Feld stand. Das Aus wird zu verschmerzen sein; viel, viel schwerer wiegt der Ausfall von Jamal Musiala. Nach einem Zusammenprall mit PSG-Schlussmann Gianluigi Donnarumma zog sich der brillante Mittelfeldmann eine offenbar schwere Beinverletzung zu. Die Regie ersparte den Zuschauern Bilder vom fürchterlich abstehenden Fuß Musialas, die schockierten Gesichter der umstehenden Spieler sagten alles. Eine genaue Diagnose und die Ausfallzeit stehen offenbar noch aus, ersten Berichten zufolge erlitt Musiala einen Waden-Beinbruch und Bänderverletzungen, dürfte also mehrere Monate fehlen.
Nach dem ersten Schock erhoben die Münchner ziemlich schwere Vorwürfe gegen Donnarumma. Der Italiener sei allzu ungestüm vor und in die Beine von Musiala gefallen, monierte etwa Schlussmann Manuel Neuer (der selbst mehrere solcher Aktionen in seiner Laufbahn getätigt hatte). Donnarumma selbst, der unmittelbar nach dem Zusammenprall völlig schockert auf dem Rasen stand und getröstet werden musste, bat um Entschuldigung. „Alle meine Gebete und besten Wünsche sind bei dir, Jamal Musiala!“ Dieser trat mit seinen Spielern den Rückflug an.
Durch die schwere Verletzung trat in den Hintergrund, dass Thomas Müller sein letztes (Pflicht)spiel für die Bayern bestritt. Nach 25 Jahren schließt sich das Kapitel, das Müller als Zehnjähriger beim FCB begann, und es wird immer ein Besonderes in der Club-Historie bleiben. Ob Müller seine Karriere fortsetzt (vielleicht in Los Angeles oder gar in Miami an der Seite von Lionel Messi?), steht noch nicht fest. Lothar Matthäus rät den Münchnern gar, angesichts von Musialas Verletzung dem Mittelfeldspieler einen weiteren Vertrag anzubieten. Ob die Tipps des deutschen Rekord-Nationalspielers beim deutschen Rekord-Meister erwünscht sind oder gar befolgt werden, steht nach den jüngsten Auseinandersetzungen mit Club-Ikone Uli Hoeneß https://blickueberdenteich.de/woltemade-zu-den-bayern-oder-wie-man-alles-falsch-machen-kann/ auf einem anderen Blatt.
Auch Borussia Dortmund scheiterte in der Runde der besten Acht. Gegen Real Madrid verlor das Team mit 2:3. 90 Minuten plätscherte die Partie so vor sich hin. Die Madrilenen erzielten durch Gonzalo Garcia und Francisco Garcia (nicht verwandt oder verschwägert) 2 Tore in der 1. Halbzeit. Im zweiten Durchgang berannten die Borussen das Tor der Spanier, die sich aufs Nötigste beschränkten. Eine wilde Schlussphase entschädigte für manche Länglichkeit. Zunächst verkürzte Maximilian Beier auf 1:2, der eingewechselte Kylian Mbappé stellte den alten Vorsprung wieder her. Der BVB wollte nicht aufgeben, und Serhou Guirassy vewandelte einen Foulelfmeter. Danach hatten die Borussen gar den Ausgleich auf dem Fuß, doch Real-Schlussmann Thibaut Courtois rettete mit einer Glanzparade gegen Marcel Sabitzers Schuss (nicht ganz genug platziert gegen den Weltklasse-Kepper?) den am Ende glücklichen Erfolg.
Die Madrilenen treffen am Mittwoch (21 Uhr) in New Jersey im Halbfinale auf PSG (Mbappés Ex-Verrein), tags zuvor zur selben Zeit emitteln Fluminense Rio und der FC Chelsea den Finalgegner.
Deutsche Frauen gewinnen, Giulia Gwinn muss abreisen
Die Auftaktspiele für ein Großereignis wie jetzt die Fußball-EM in der Schweiz sind immer knifflig. Die deutschen Frauen gewannen nach verhaltenem Auftakt letztlich sicher mit 2:0 Toren gegen Polen. abwehrschwächen waren nicht zu übersehen, und hätte der Gegner mehr Stürmerinnen vom Kaliber einer Eva Pajor gehabt, wäre das Team von Trainer Christian Wück nicht ohne Gegentreffer geblieben.
Auch hier überschattete eine verletzung die Partie. Kapitänin Giulia Gwinn erwischte es bei einer fulminanten Abwehr-Aktion und musste das Feld verlassen. Mit einer Innenbandverletzung kam die Spielerin von Bayern München zwar noch glimpflich davon, doch das Turnier ist für sie beendet. Sie verließ das Quartier am Sonntag, damit sie sich in München um die Reha kümmern kann. Ein herber Verlust für das Team, das ihre klare Anführerin und das Gesicht verlor. „Wir wollen jetzt für Giuli kämpfen“, gibt sich Team-Managerin Nia Künzer kämpferisch. Geplant ist offenbar, dass Gwinn zum dritten Vorrundenspiel gegen Schweden am Samstag wieder zur Mannschaft stößt, um diese von außen zu unterstützen. Zuvor müssen die Deutschinnen am Dienstag gegen Dänemark ran, das allerdings nicht mehr so stark wirkt wie in den vergangenen Jahren.
Top-Favorit des Turniers ist und bleibt Spanien. Die Weltmeisterinnen von 2023 untermauerten am 1. Spieltag ihre Position mit einem klaren 5:0 gegen Portugal (deren Spielerinnen sichtlich angefasst waren vom Tod ihrer Landsleute Diogo Jota und dessen Bruder André). Die Breite des Kaders ist beeindruckend wie furchteinflößend. So konnten es sich die Spanierinnen leisten, dass sie zunächst auf Aitana Bonmati verzichteten. Die Weltfußballerin kam erst in der 81. Minute aufs Feld, um etwas EM-Luft zu schnuppern.
Eine (nicht sehr große) Überraschung gelang Frankreich. Les Bleues gewannen nach eine aufregenden Partie mit 2:1 gegen Titelverteidiger England. Die Gastgeberinnen aus der Schweiz unterlagen in ihrem Auftaktmatch trotz ansprechender Leistung ind 1:0-Führung zur Pause mit 1:2 gegen Gruppen-Favorit Norwegen
von Münchner Löwe | März 4, 2025 | EM, Fußball, Leichtathletik, Wintersport, WM, Wochenvorschau
Im Blickpunkt stehen: Nordische Ski-WM, Achtelfinale im Europapokal, Hallen-Leichtathletik-EM und Bob/Skeleton-WM (wers mag)
Ab auf die Großschanze
Die zweite Woche der Nordischen Ski-WM in Trondheim beginnt heute, und jetzt kommt die umgebaute Großschanze zu ihrem Recht, nachdem sich die Skispringer am kleinen Bakken abgearbeitet haben. Gleich 4 Wettbewerbe gibt es noch, das Mixed morgen (je 2 Frauen und Männer), das Einzel bei Frauen und Männern (Freitag und Samstag) sowie das Team der Männer am Donnerstag.
Nachdem es für die deutschen Springerinnen und etwas überraschend auch für Andreas Wellinger Medaillen gab, sind die Erwartungen hoch. Im Mixed könnte (wie von der Normalschanze erneut Bronze herausschauen hinter den Favoriten Österreich und Norwegen. Im Einzel hat vor allem Selina Freitag gute Chancen, ihre Medaillenbilanz aufzuhübschen, hier ist das Feld ziemlich offen.
Bei den Männern führt der Titel im Team nur über Österreich (alles andere wäre nach dieser Saison auch eher ein Witz). Die Deutschen um Andi Wellinger haben im Medaillenkampf mit Norwegen (eher weniger) und Slowenigen (schon mehr) durchaus Potenzial, allerdings nur mit einem verbesserten Pius Paschke, der seine Form völlig verloren hat und auch noch gesundheitlich angeschlagen war.
Bei den Langläufern gehen die norwegischen Festspiele aller Voraussicht nach weiter. Es gibt heute die beiden Einzel über 10 km klassisch, die in Intervallstarts vor sich gehen (so wie es früher gang und gäbe war). Das hat durchaus seinen Reiz. Hier könnte auch die größte Chance der Deutschinnen auf eine Einzelmedaille (Victoria Carl, Katharina Hennig) liegen.
Spektakel ist bei den Staffeln zu erwarten, jeweils 4x 7,5 Kilometer. Die Streckenlänge ist jeweils Premiere, bisher liefen die Frauen 4×5 und die Männer 4×10 Kilometer.
Abschluss sind dann bei den Langläufern die beiden 50er diesmal im Freien Stil, die die Frauen erstmals bei einer WM in Angriff nehmen (bisher 30 km). Hier sehe ich niemanden, der Therese Johaug das Wasser reichen könnte, aber die Streckenlänge ist doch ziemliches Neuland, und die Frage ist natürlich auch, wer am Ende der Titelkämpfe noch die meisten Körner hat.
Schließlich noch die Kombinierer. Die Frauen haben ihr Programm schon beendet, die Männer bestreiten noch Team und Einzel von der Großschanze/4x5km bzw 10 km je nach Gundersen). Wieder werden aller Wahrscheinlichkeit nach Norweger, Deutsche und Österreicher sämtliche Medaillen unter sich ausmachen, wobei ich Jarl Magnus Riiber herausheben würde.
Bayern vs Bayer – Kampf um die deutsche Machtposition
Sorry für den etwas martialischen Titel, aber im innerdeutschen Duell geht es schon um sehr viel. Gerade für die Münchner: Nachdem sie die 2024 (an Bayer Leverkusen) verlorene Meisterschaft aller Wahrscheinlichkeit wieder zurückerobern (die Pflicht), steht jetzt die Kür an. Die dieses Jahr allerdings schon fast zur Pflicht ausgerufen wurde, weil das Endspiel in der heimischen Arena ausgetragen wird. Ein Scheitern im Achtelfinale ist da eigentlich verboten, erst recht gegen Bayer Leverkusen. Aus dem Finale dahoam könnte gar ein Albtraumfinale dahoam werden, wenn Bayer (oder gar Borussia Dortmund) dort den Titel holen würde. Man frage Bayern-Fans, wie es ihnennach dem Münchner Finale 1997 (damals noch im Olympiastadion) erging, als der BVB gegen Juve triumphierte.
Das Endspiel ist natürlich noch Ziukunftsmusik, aber das Kräftemessen Bayern vs Bayer macht schon (auf beiden Seiten) den Unterschied zwischen okayer und guter Saison aus. Einen Favoriten kann ich nicht erkennen, auch wenn Bayer mit Trainer Xavi Alonso in bisher 5 Treffen mit den Münchnern noch ungeschlagen ist. Die Leverkusener wirken mannschaftlich geschossener, doch die Münchner haben insgesamt die besseren Einzelspieler.
Was den Deutschen Bayern vs Bayer, ist den Madridern das Stadtderby Real vs Atlético. Real ist in der Champions League so etwas wie die Nemesis für Atlético. Zweimal verloren die Mannen von Trainer Diego Simeone bereits im Endspiel gegen den ohnehin viel prominenteren Kontrahenten. Auch hier sehe ich beide Teams mehr oder weniger auf Augenhöhe, die Formschwäche, die die Königlichen zuletzt in der Liga zeigte, ignoriere ich und verweise auf den imposanten Auftritt in der Zwischenrunde gegen Manchester City, vor allem im heimischen Bernabéu.
Ziemlich im Schatten darf auch Borussia Dortmund sein Glück versuchen, gegen das immer noch relativ unbeschriebene Blatt OSC Lille (ich unterdrücke mit schwerem Herzen Wortspiel des Städtenamens mit dem Olympiaort von 1994). Deer OSC ist in der Vorrunde immerhin Siebter geworden, unter anderem mit Siegen gegen die beiden Madrider Clubs.
Die Ansetzungen im Einzelnen
Di., 18.45: FC Brügge – Aston Villa (Rückspiel:12/03)
Di., 21:00: Borussia Dortmund – OSC Lille (12/03)
Di., 21:00: Real Madrid – Atletico Madrid (12/03)
Di., 21:00: PSV Einhoven – FC Arsenal (12/03)
Mi., 18:45: Feyenoord – Inter (11/03)
Mi., 21:00: FC Bayern – B. Leverkusen (11/03)
Mi., 21:00: Benfica – FC Barcelona (11/03)
Mi., 21:00: PSG – FC Liverpool (11/03)
Im Schatten der Königsklasse gehen aber auch Europa und Conference League ins Achtelfinale. Eintracht Frankfuert hat in der EL die interessante und machbare Aufgabe Ajax Amsterdam vor der Brust. Außerdem ist vor allem die PartieReal Sociedad vs Manchester United zu beachten. Für United die letzte Chance, eine ansonsten katastrophale Saison noch zu retten, nachdem das Team auch im FA Cup zu Hause gegen Fulham (und dem deutschen Elfertöter Bernd Leno) ausgeschieden ist.
Die Conference League ohne deutsche Beteiligung, dafür mit österreichischer. Rapid Wien als letzter internationaler Austria-Vertretergekommt es (zunächst auswärts) mit Banja Luca zu tun, das klingt machbar.
Ogunleye will nächsten Titel
Gleich 37 StarterInnen entsendet der deutsche Leichtathletik-Verband zu den am Freitag beginnenden Halleneuropameisterschaften in Apeldoorn, bisher eher bekannt für seine Rad-Wettbewerbe. Eine der größten Gold-Hoffnungen ist Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Oguleye, die zuletzt mit der persönlichen Bestweite von 20,27 Metern aufwartete und sich an die europäische Spitze setzte. Als weitere Medaillenkandidaten gelten Weitspringerin Maleike Mihambo und Dreispringer Max Heß, die beide sogar die Weltjahresbestenliste anführen. Im Weitsprung geht es übrigens wieder nach konventionellen Regeln, es muss also der Balken möglichst genau getroffen werden.
Die holländischen Gastgeber hoffen auch die fantastische 400-Meter-Läuferin Fenmke Bol, in der Halle notgedrungen ohne Hürden unterwegs. Aus internationaler Sicht wird der Doppel-Auftritt von Jakob Ingebrigtsen und der ewartbare Höhenflug der Ukrainerin Jaroslawa Mahutitsch bemerkenswert – sowie natürlich die Flugshow von Mondo Duplantis, der den Weltrekord mit dem Stab kürzlich in Clermont-Ferrond auf 6,27 verbessert hat. Der Schwede hat noch einige Luft nach oben im Wortsinn.
Wer das Ganze im Fernsehen oder Stream verfolgen will, den verweise ich auf eurovisionsport.com. Eurosport selbst oder gar die deutschen Sender planen offenbar keine Live-Übertragungen, ist ja nur die olympische Kernsportart. Wer allerdings den ORF empfangen kann (über simplitv oder VPN,der ist ist orf on repektive orfsport+ die richtige Adresse mit österreichischem Kommentar, großer und etwas neidischer deutscher Seufzer
Bob und Skeleton gut
Sehr spät im Winter findet dieses Jahr die Bob- und Skeleton-WM statt. Die Wettbewerbe auf der Olympiabahn in Lake Placid starten am Donnerstag. Insgesamt stehen dieses und nächstes März-Wochenende 7 Entscheidungen an. Bis auf das Skeleton Mixed werden alle Wettbewerbe in 4 Läufen entschieden.
Bob: Frauen Mono (8./9.) und Zweier (15./16.), Männer Zweier (8./9.) und Vierer (15./16. März)
Skeleton: Frauen und Männer (je 6./7.) und Mixed-Staffel (8.).
Im Bob sind in allen Wettbewerben die Deutschen sowie di amerikanischen Gastgeber Favorit, dito im Skeleton. Auch hier sei auf orfsportplus verwiesen, ard und zdf planen zumindest live streams.
Und sonst wird jetzt erst mal entfallen und wird vielleicht am Donnerstag/Freitag aktualisiert
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